[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum homogenen, kontaktlosen Kühlen von heißen,
primär nicht endlosen Oberflächen sowie eine Vorrichtung hierfür.
[0002] Im technischen Bereich werden Kühlungen in vielen Bereichen benötigt, beispielsweise
wenn ebene Platten gekühlt werden müssen, aber auch wenn z. B. Glasflächen bei der
Glasherstellung oder Prozessoreinheiten o. ä. gekühlt werden müssen.
[0003] Bisherige Kühlsysteme sind entweder sehr aufwändig, oder recht einfach gehalten,
z. B. durch das Anblasen von Luft oder mit anderen Fluiden, insbesondere Wasser oder
Öl, wobei hierbei von Nachteil ist, dass sich an der Oberfläche immer ungünstige,
unkontrollierte Strömungsbedingungen ausbilden, die dann zum Problem werden, wenn
eine besondere definierte Kühlung erforderlich ist.
[0004] Insgesamt ist im Stand der Technik davon auszugehen, dass ungünstige Strömungsbedingungen
auf der zu kühlenden flächigen Oberfläche, sogenannter Crossflow, bestehen und diese
heterogene Oberflächentemperaturen erzeugen. Dies ist insbesondere dann von Nachteil,
wenn im Bereich der Oberfläche zur Erzielung homogener Materialeigenschaften auch
homogene Temperaturen notwendig sind. Insbesondere können inhomogene Oberflächentemperaturen
auch zu Verzug führen.
[0005] Aus der
US 5,871,686 ist eine Kühlvorrichtung für sich bewegende Stahlbänder bekannt, bei der eine Mehrzahl
von quer zur Laufrichtung des Stahlbandes befindliche Kühlleisten vorhanden sind und
die Kühlleisten über zum Stahlband gerichtete Kühl drüsen verfügen aus denen ein Kühlfluid
auf das sich bewegende Stahlband aufgestrahlt werden kann.
[0006] Aus der
US 2011/0018178 A1 ist eine vergleichbare Vorrichtung bekannt, bei der jedoch an Stelle von Kühlleisten
mit Düsen, eine Mehrzahl von zum Band gerichteten Kühlzylindern vorhanden sind, an
deren freien Ende Außströmöffnungen für ein auf ein sich bewegendes Stahlband zuführendes
Fluid vorhanden sind.
[0007] Aus der
DE 69833424 T2 ist eine Vorrichtung bekannt, die über eine Vielzahl von Kühlleisten verfügt, die
ebenfalls zu einem sich bewegenden Stahlband hingerichtet sind und in vergleichbarer
Weise wie der bereits genannte Stand der Technik auf das Stahlband mit Strahlen aus
einem Kühlfluid einwirken, wobei das sich bewegende Stahlband mit Rollen gespannt
wird um Bewegungen, die von der unidirektionalen Laufbewegung des Bandes abweichen,
zu verhindern.
[0008] Darüber hinaus ist mit herkömmlichen Kühlmethoden ein kontrolliertes Erreichen einer
vorgegebenen Zieltemperatur ebenso wenig möglich, wie die systematische Einstellung
von nahezu beliebigen Kühlraten bis zu einer maximal erreichbaren Kühlrate.
[0009] Besondere Schwierigkeiten bestehen dann, wenn unterschiedliche Materialdicken auf
einer Kühlfläche vorhanden sind, welche auf homogene Temperaturverhältnisse abgekühlt
werden sollen. Aufgabe der Erfindung ist es, reproduzierbare, systematische, homogene
kontaktfreie Kühlungen von primär nicht endlos heißen Oberflächen auf eine definierte
Oberflächentemperatur innerhalb von wenigen Sekunden zu schaffen.
[0010] Die Aufgabe wird mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruch 1 gelöst.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den hiervon abhängigen Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0012] Es ist eine weitere Aufgabe ein Verfahren zum reproduzierbaren, systematischen, homogenen
kontaktfreien Kühlen von primär nicht endlos heißen Oberflächen auf eine definierte
Oberflächentemperatur innerhalb von wenigen Sekunden zu schaffen.
[0013] Die Aufgabe wird mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 7 gelöst.
[0014] Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den hiervon abhängigen Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0015] Erfindungsgemäß soll es möglich sein bei Temperaturen von 20 bis 900°C eine Abkühlung
zu gewährleisten, die maximal 30°C Temperaturabweichung innerhalb eines Quadratmeters
ermöglicht. Die verwendeten Kühlmedien sind vorzugsweise allgemeine Gase wie Luftgase,
Mischgase, Inertgase etc., aber auch Wasser oder andere Fluide.
[0016] Erfindungsgemäß soll ein geringer Investitionsaufwand mit geringen Betriebskosten,
einer hohen Systemverfügbarkeit, hoher Flexibilität und der einfachen Integration
in bestehende Produktionsprozesse ermöglicht werden.
[0017] Erfindungsgemäß gelingt dies dadurch, dass die zu kühlende Oberfläche mittels Roboter
oder Linearantrieben in der X-, Y- oder Z-Ebene bewegt werden kann, wobei eine beliebige
Vorgabe der Bewegungstrajektorien und Geschwindigkeiten der zu kühlenden Oberflächen
möglich ist. Bevorzugt ist hierbei die Oszillation um eine Ruhelage in der X- und
Y-Ebene. Die weitere Oszillation in der Z-Ebene (also der Höhe) ist optional möglich.
[0018] Ebenso ist eine ein- oder beidseitige Kühlung ohne weiteres möglich.
[0019] Die erfindungsgemäßen Kühleinheiten bestehen aus Düsen, die in einem bestimmten Abstand
zueinander angeordnet sind. Die Geometrie der Düsen, das heißt der Austrittsöffnung,
recht von einfachen zylindrischen Geometrien bis hin zu komplexen geometrisch definierten
Ausführungen. Die Kühleinheit ist dabei so ausgeführt, dass das von der heißen Platte
abströmende Medium ausreichend Raum vorfindet und somit kein Crossflow auf der zu
kühlenden Oberfläche entsteht. Die Zwischenräume zwischen den Düsen bzw. Düsenreihen
können mit einer zusätzlichen Querströmung beaufschlagt werden, um die Kühlrate zu
erhöhen und damit das Kühlmedium, das von der heißen Platte abströmt, quasi abzusaugen.
Diese Querströmung sollte jedoch nicht das anströmende Kühlmedium von der Düse zur
Platte also den Freistrahl beeinträchtigten.
[0020] Erfindungsgemäß folgt das zu bevorzugende Strömungsbild auf der zu kühlenden Oberfläche
einer wabenähnlichen Struktur.
[0021] Die Kühlung erfolgt dabei vorzugsweise mit zumindest einem Kühlschwert, wobei das
Kühlschwert ein plattenähnliches oder zylindrisches Element ist, welches sich zusätzlich
von einer Basis zu einer Ausströmleiste hin verjüngen kann, wobei in der Ausströmleiste
mindestens eine Düse eingebracht ist. Das Schwert ist hierbei hohl ausgebildet, sodass
die Düse aus dem hohlen Schwert heraus mit einem Kühlfluid versorgt werden kann. Die
Düse(n) können voneinander mit keilartigen Elementen räumlich beabstandet sein, wobei
die keilartigen Elemente auch den Raum für das strömende Fluid zur Düse hin verengen
können.
[0022] Hierdurch kommt es insbesondere zu einer Verdrehung des ausströmenden Fluidstrahls.
[0023] Vorzugsweise ist eine Mehrzahl von Schwertern nebeneinander angeordnet, wobei die
Schwerter zueinander versetzt sind.
[0024] Durch die versetzte Anordnung erfolgt eine Kühlung ebenfalls mit versetzten Punkten
zueinander, wobei die Punkte ineinanderlaufend homogen kühlen und das ausgeströmte
Fluid in den Bereich zwischen zwei Schwertern eingesaugt und abgeführt wird.
[0025] Vorzugsweise wird das zu kühlende Element, z. B. eine zu kühlende Platte, hierbei
bewegt, sodass die Bewegung der Platte einerseits und die versetzte Anordnung der
Düsen andererseits dafür sorgt, dass das Kühlfluid alle Bereiche der Platte überströmt,
sodass eine homogene Kühlung erzielt wird.
[0026] Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung beispielhaft erläutert. Es zeigen dabei
- Figur 1
- eine Draufsicht auf eine Mehrzahl von parallel zueinander angeordneten Düsenschwertern;
- Figur 2
- die Anordnung der Düsenschwerter gemäß des Schnittes A-A in Figur 1;
- Figur 3
- einen Längsschnitt durch ein Düsenschwert entsprechend der Schnittlinie C-C in Figur
2;
- Figur 4
- die Detailvergrößerung D aus Figur 3 zeigend die Düsen;
- Figur 5
- die Anordnung der Düsenschwerter in einer schematischen perspektivischen Ansicht;
- Figur 6
- eine Detailvergrößerung des Randbereichs der Düsenschwerter mit einem Versatz innerhalb
der Schwertanordnung;
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung von Kühlschwertern,
welche in einem Kühlblock zusammengefasst sind;
- Figur 8
- die Anordnung nach Figur 7 in einer perspektivischen Ansicht auf die Rückseite;
- Figur 9
- eine Ansicht von erfindungsgemäßen Kühlschwertern in deren Innenraum;
- Figur 10
- angedeutet die Kühlschwerter mit den Düsen, wobei eine zu kühlende Platte mit der
Temperaturverteilung und der Fluidtemperaturverteilung gezeigt ist;
- Figur 11
- die Anordnung nach Figur 10, zeigend die Geschwindigkeitsverteilung;
- Figur 12
- schematisch die Anordnung zweier gegenüberliegender Kühlkästen aus einer Mehrzahl
von versetzt zueinander angeordneten erfindungsgemäßen Kühlschwertern und einem Bewegungsschlitten
zum Hindurchbewegen eines zu kühlenden Objekts.
[0027] Eine mögliche Ausführungsform wird nachfolgend beschrieben.
[0028] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Kühlen 1 besitzt zumindest ein Kühlschwert 2.
Das Kühlschwert 2 ist lang gestreckt klappenartig ausgebildet und besitzt eine Kühlschwertbasis
3, zwei sich von der Kühlschwertbasis weg erstreckende Kühlschwertbreitseiten 4, zwei
Kühlschwertschmalseiten 5, welche die Kühlschwertbreitseiten verbinden, und eine freie
Düsenkante 6.
[0029] Das Kühlschwert 2 ist hohl mit einem Kühlschwerthohlraum 7 ausgebildet, wobei der
Hohlraum von den Kühlschwertbreitseiten 4, den Kühlschwertschmalseiten 5 und der Düsenkante
6 umschlossen wird, wobei das Kühlschwert an der Basis 3 offen ist. Mit der Kühlschwertbasis
3 ist das Kühlschwert in einen Kühlschwertrahmen 8 eingesetzt, wobei der Kühlschwertrahmen
8 auf einen hohlen Fluidzuführkasten aufsetzbar ist.
[0030] Im Bereich der Düsenkante 6 ist eine Mehrzahl von Düsen bzw. Öffnungen eigebracht,
welche in den Hohlraum 7 reichen und somit das Ausströmen von Fluid aus dem Hohlraum
nach außen durch die Düsen 10 hindurch ermöglicht.
[0031] Von den Düsen erstrecken sich Düsenkanäle 11 in den Hohlraum 7 hinein, welche die
Düsen zumindest im Bereich der Düsenkante 6 räumlich voneinander trennen. Die Düsenkanäle
sind dabei im Querschnitt vorzugsweise keilförmig ausgebildet, sodass die Düsenkanäle
bzw. Düsen durch keilförmige Stege 12 voneinander getrennt sind. Vorzugsweise sind
die Düsenkanäle dabei so ausgebildet, dass sie sich zum Hohlraum 7 hin erweitern,
sodass ein einströmendes Fluid durch die Verengung der Düsenkanäle beschleunigt wird.
[0032] Die Kühlschwertbreitseiten 4 können von der Kühlschwertbasis 3 zur Düsenkante 6 hin
konvergierend ausgebildet sein, sodass der Hohlraum sich zur Düsenkante 6 hin verengt.
[0033] Zudem können die Kühlschwertschmalseiten 5 konvergierend oder divergierend ausgebildet
sein.
[0034] Vorzugsweise sind zumindest zwei Kühlschwerter 2 vorhanden, welche bezüglich der
Breitseiten parallel zueinander angeordnet sind, wobei die Kühlschwerter 2 bezüglich
des Abstandes der Düsen 10 um einen halben Düsenabstand zueinander versetzt sind.
[0035] Darüber hinaus können auch mehr als zwei Kühlschwerter 2 vorhanden sein.
[0036] Die Düsen 10 können, bezogen auf die Erstreckung der Düsenkante, ebenfalls länglich
fluchtend zur Düsenkante ausgebildet sein, die Düsen können jedoch auch rund, oval
fluchtend zur Düsenkante oder oval quer zur Düsenkante sechs-, acht- oder mehreckig
ausgebildet sein.
[0037] Insbesondere wenn die Düsen, bezogen auf die Längserstreckung der Düsenkante, ebenfalls
länglich ausgebildet sind, insbesondere länglich oval oder länglich vieleckig, ergibt
sich eine Drehung eines austretenden Fluidstrahls (Figuren 10, 11), wobei sich durch
eine versetzte Anordnung um einen halben Düsenabstand ein Kühlmuster auf einem plattenartigen
Körper ergibt (Figur 10), welche entsprechend versetzt ist.
[0038] Auch das entsprechende Geschwindigkeitsprofil ergibt eine entsprechende Verteilung
(Figur 11).
[0039] Erfindungsgemäß hat sich herausgestellt, dass aus den Düsen 10 ausströmendes Fluid
zwar auf die Oberfläche eines zu kühlenden Körpers prallt (Figuren 10, 11), jedoch
offensichtlich zwischen den zumindest zwei Schwertern der Kühlvorrichtung 1 eintauchend
abfließt, sodass die Kühlströmung an der Oberfläche eines zu kühlenden Körpers nicht
gestört wird.
[0040] Bevorzugt gelten die folgenden Bedingungen:
Hydraulischer Durchmesser Düse = DH, wobei DH = 4 x A / U
Abstand Düse zu Körper = H
Abstand zwischen zwei Kühlschwerter/Kühlzylinder = S
Länge der Düse = L
L >= 6 x DH
H <= 6 x DH, insb. 4 bis 6 x DH
S <= 6 x DH, insb. 4 bis 6 x DH (staggered array)
Oszillation = halbe Teilung des Abstand zwischen zwei Kühlschwerter in X, Y (evtl.
Z)
[0041] Eine Vorrichtung zum Kühlen (Figur 12) besitzt z. B. zwei Anordnungen von Kühlschwertern
2 in einem Kühlschwertrahmen 8, wobei die Kühlschwertrahmen 8 mit entsprechenden Fluidzuführungen
14 und insbesondere auf der den Kühlschwertern 2 abgewandten Seite mit einem Fluidkasten
ausgebildet sind, in dem unter Druck stehendes Fluid vorhanden ist, insbesondere durch
die Zuführung unter Druck stehendes Fluid.
[0042] Zusätzlich ist eine Bewegungsvorrichtung 16 vorhanden, wobei die Bewegungsvorrichtung
so ausgebildet ist, dass sie einen zu kühlenden Körper zwischen den gegenüberliegenden
Kühlschwertanordnungen so hindurch führen kann, dass auf den zu kühlenden Körper beidseitig
kühlend eingewirkt werden kann.
[0043] Die Abstände der Düsenkanten 6 zum zu kühlenden Körper betragen dabei z. B. 5 bis
250 mm.
[0044] Durch eine Relativbewegung entweder der Vorrichtung zum Kühlen zu einem zu kühlenden
Körper oder umgekehrt, insbesondere eine schwingende oder oszillierende Bewegung,
bewegt sich das Kühlmuster gemäß Figur 10 über die Oberfläche des zu kühlenden Körpers,
wobei das von dem heißen Körper abströmende Medium zwischen den Kühlschwertern 2 ausreichend
Raum vorfindet um abzuströmen und somit kein Crossflow auf der zu kühlenden Oberfläche
entsteht.
[0045] Erfindungsgemäß können die Zwischenräume mit entsprechenden Strömungsmitteln mit
einer zusätzlichen Querströmung beaufschlagt werden um das auf den heißen Körper strömende
Medium zwischen den Schwertern abzusaugen.
[0046] Bei der Erfindung ist von Vorteil, dass eine homogene Kühlung von heißen Elementen
möglich ist, welche kostengünstig ist und eine hohe Variabilität hinsichtlich der
Zieltemperatur und möglicher Durchlaufzeiten besitzt.
Bezugszeichen
[0047]
- 1
- Vorrichtung zum Kühlen
- 2
- Kühlschwert
- 3
- Kühlschwertbasis
- 4
- Kühlschwertbreitseiten
- 5
- Kühlschwertschmalseiten
- 6
- Düsenkante
- 7
- Hohlraum
- 8
- Kühlschwertrahmen
- 10
- Düsen
- 11
- Düsenkanäle
- 12
- keilförmige Stege
- 14
- Fluidzuführungen
1. Vorrichtung zum homogenen, kontaktlosen Kühlen von heißen, primär nicht endlosen Oberflächen,
wobei die Vorrichtung zum Kühlen zumindest ein Kühlschwert (2) oder einen Kühlzylinder
besitzt, wobei das Kühlschwert (2) oder der Kühlzylinder hohl ausgebildet ist und
eine Kühlschwertdüsenkante (6) oder eine Mehrzahl von in Reihe angeordneten Kühlzylindern
besitzt, wobei in der Düsenkante (6) mindestens eine Düse (10) vorhanden ist, welche
zu einem zu kühlenden Objekt gerichtet ist, wobei mindestens sieben Kühlschwerter
derart angeordnet sind, dass das Strömungsbild auf der zu kühlenden Oberfläche eine
wabenähnliche Struktur ausbildet, dadurch gekennzeichnet dass eine Bewegungsvorrichtung (16) vorhanden ist, mit der das oder die Kühlschwerter
(2) mit einem Kühlschwertrahmen (8) und einem Fluidzuführkasten (15) über einen zu
kühlenden Körper schwingend oder oszillierend bewegbar sind oder mit dem der zu kühlende
Körper relativ zu den Kühlschwertern (2), schwingend oder oszillierend bewegbar ist,
wobei das Kühlschwert und/oder der Kühlzylinder bzw. die Vorrichtung zum Kühlen Einrichtungen
besitzt, mit denen die Vorrichtung um die X-, Y- oder Z-Achse schwingend oder oszillierend
ausgebildet ist oder die Vorrichtung über Bewegungseinrichtungen verfügt, mit denen
ein zu kühlendes Objekt relativ zu den Kühlschwertern bzw. der Vorrichtung zum Kühlen
um die x-, y- oder z-Achse schwingend oder oszillierend bewegbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von parallel zueinander angeordneten, zueinander beabstandeten Kühlschwertern
(2) vorhanden ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlschwerter (2) jeweils um den halben Abstand zwischen den Düsen (10) an der
Düsenkante (6) zueinander versetzt sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Kühlschwerter (2) eine Kühlschwertbasis (3), Kühlschwertbreitseiten
(4), Kühlschwertschmalseiten (5) und je eine Düsenkante (6) besitzen, wobei die Düsenkante
(6) sowie die Kühlschwertbreitseiten (4) und Kühlschwertschmalseiten (5) einen Hohlraum
(7) begrenzen, und das oder die Kühlschwerter (2) mit der Kühlschwertbasis (3) in
oder auf dem Kühlschwertrahmen (8) aufgesetzt sind, wobei der Kühlschwertrahmen (8)
auf dem Fluidkasten (15) zum Zwecke der Fluidzuführung aufsetzbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die folgenden Bedingungen gelten:
Hydraulischer Durchmesser Düse = DH, wobei DH = 4 x A / U
Abstand Düse zu Körper = H
Abstand zwischen zwei Kühlschwerter/Kühlzylinder = S
Länge der Düse = L
L >= 6 x DH
H <= 6 x DH, insb. 4 bis 6 x DH
S <= 6 x DH, insb. 4 bis 6 x DH (staggered array)
Oszillation = halbe Teilung des Abstand zwischen zwei Kühlschwerter in X, Y (evtl.
Z)
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen zur Bewegung der Vorrichtung eine Oszillationsgeschwindigkeit von
0,25 Sekunden pro Durchlauf erzeugen.
7. Verfahren zum homogenen, kontaktlosen Kühlen von heißen, primär nicht endlosen Oberflächen,
unter Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kühlvorrichtung (1) und ein Objekt mit einer heißen Oberfläche relativ zueinander
bewegt werden, wobei die Kühlvorrichtung (1) um zumindest zwei parallele, beabstandete
Kühlschwerter (2) verfügt, wobei die Kühlschwerter (2) zum zu kühlenden Objekt hin
eine Düsenkante (6) mit Düsen (10) besitzen, wobei ein Kühlfluid durch die Düsen (10)
auf die Oberfläche des zu kühlenden Objekts gelenkt wird und das Kühlfluid in den
Zwischenraum zwischen den Schwertern (2) nach der Kontaktierung der heißen Oberfläche
abströmt, wobei die Kühlvorrichtung um die x-, y-, oder z- Achse schwingend oder oszillierend
bewegtwird oder ein zu kühlendes Objekt um die x-,y-, oder z-Achse relativ zur Kühlvorrichtung
schwingend oder oszillierend bewegt wird.
1. Device for the homogeneous, contactless cooling of hot, primarily non-endless surfaces,
wherein the device for cooling includes at least one cooling lance (2) or one cooling
cylinder, wherein the cooling lance (2) or the cooling cylinder is of a hollow design
and has a cooling lance nozzle edge (6) or a multitude of cooling cylinders arranged
in a row, wherein at least one nozzle (10) is provided in the nozzle edge (6), which
is directed at an object to be cooled, wherein at least seven cooling lances are arranged
in such a way that the flow pattern on the surface to be cooled forms a honeycomb-like
structure, characterised in that a movement device (16) is provided, with which the cooling lance or lances (2) can
be moved with a cooling lance frame (8) and a fluid supply box (15) to vibrate or
oscillate above a body to be cooled, or with which the body to be cooled can be moved
to vibrate or oscillate relative to the cooling lances (2), wherein the cooling lance
and/or the cooling cylinder or the device for cooling includes means with which the
device is designed to vibrate or oscillate around the X, Y or Z axis, or the device
has movement means with which an object to be cooled can be moved to vibrate or oscillate
relative to the cooling lances or the device for cooling around the X, Y or Z axis.
2. Device according to claim 1, characterised in that a multitude of cooling lances (2) arranged parallel to each other and at distances
to each other is provided.
3. Device according to any one of the claims 1 or 2, characterised in that the cooling lances (2) are each offset from each other by half a distance between
the nozzles (10) at the nozzle edge (6).
4. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the cooling lance or lances (2) include a cooling lance base (3), cooling lance broad
side (4), cooling lance narrow side (5) and a nozzle edge (6) each, wherein then nozzle
edge (6) as well as the cooling lance broad sides (4) and the cooling lance narrow
sides (5) delimit a cavity (7), and the cooling lance or lances (2) are positioned
in or on the cooling lance frame (8) with the cooling lance base (3) wherein the cooling
lance frame (8) can be positioned on the fluid box (15) for the purpose of supplying
fluid.
5. Device according to any one of the preceding claims,
characterised in that the following conditions apply:
Hydraulic nozzle diameter = DH, wherein DH = 4 x A / U distance of nozzle from body
= H
Distance between two cooling lances / cooling cylinders = S
Length of nozzle = L
L > = 6 x DH
H < = 6 x DH, in particular 4 to 6 x DH
S < = 6 x DH, in particular 4 to 6 x DH (staggered array) oscillation = half division
of distance between two cooling lances in X, Y (possibly Z)
6. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the means for moving the device generate an oscillation speed of 0.25 seconds per
cycle.
7. Method for the homogeneous, contactless cooling of hot, primarily non-endless surfaces,
using a device according to any one of the claims 1 to 6, characterised in that a cooling device (1) and an object with a hot surface are moved relative to each
other, wherein the cooling device (1) includes at least two parallel cooling lances
(2) at a distance from each other, wherein the cooling lances (2) have a nozzle edge
(6) with nozzles (10) facing the object to be cooled, wherein a cooling fluid is steered
through the nozzles (10) onto the surface of the object to be cooled and the cooling
fluid flows out through the gap between the lances (2) after contacting the hot surface,
wherein the cooling device is moved to vibrate of oscillate around the X, Y or Z axis,
or an object to be cooled is moved to vibrate or oscillate around the X, Y or Z axis
relative to the cooling device.
1. Appareil de refroidissement homogène, sans contact, des surfaces chaudes non continues
au départ, ledit appareil de refroidissement comprenant au moins une lance de refroidissement
(2) ou un cylindre de refroidissement, la lance de refroidissement (2) ou le cylindre
de refroidissement présentant une conformation creuse, ainsi qu'un bord de projection
(6) des lances de refroidissement ou une pluralité de cylindres de refroidissement
alignés, le bord de projection (6) présentant au moins une buse (10) orientée vers
un objet à refroidir, au moins sept lances de refroidissement étant disposées de telle
manière que les lignes d'écoulement forment une structure de type nid d'abeille sur
la surface à refroidir, caractérisé en ce qu'un dispositif de déplacement (16) est présent permettant de déplacer de façon vibrante
ou oscillante la ou les lance(s) de refroidissement (2) avec un cadre de lance de
refroidissement (8) et un caisson d'alimentation en fluide (15) au-dessus d'un corps
à refroidir ou de déplacer le corps à refroidir de façon vibrante ou oscillante par
rapport aux lances de refroidissement (2), la lance de refroidissement et / ou le
cylindre de refroidissement, respectivement l'appareil de refroidissement, possédant
des dispositifs rendant l'appareil vibrant ou oscillant autour de l'axe X, Y ou Z,
ou l'appareil possédant des dispositifs de déplacement permettant de déplacer un objet
à refroidir de façon vibrante ou oscillante par rapport aux lances de refroidissement,
respectivement à l'appareil de refroidissement, autour de l'axe x, y ou z.
2. Appareil selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il y a une pluralité de lances de refroidissement (2) parallèles entre elles et espacées.
3. Appareil selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les lances de refroidissement (2) sont décalées les unes des autres de la moitié
de la distance entre les buses (10) sur le bord de projection (6).
4. Appareil selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la ou les lance(s) de refroidissement (2) possèdent une base de lance de refroidissement
(3), des côtés larges (4) de la lance de refroidissement, côtés étroits (5) des lances
de refroidissement et un bord de projection (6), le bord de projection (6) ainsi que
les côtés larges (4) de la lance de refroidissement et les côtés étroits (5) des lances
de refroidissement limitant un espace creux (7) et la ou les lance(s) de refroidissement
(2) avec la base de lance de refroidissement (3) est / sont posée(s) dans ou sur le
cadre de lance de refroidissement (8), le cadre de lance de refroidissement (8) pouvant
être posé sur le caisson de fluide (15) aux fins de l'alimentation en fluide.
5. Appareil selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les conditions suivantes s'appliquent :
Diamètre hydraulique de la buse = DH, où DH = 4 x A / U
Distance entre la buse et le corps = H
Distance entre deux lances de refroidissement / cylindres de refroidissement = S
Longueur de la buse = L
L >= 6 x DH
H <= 6 x DH, notamment 4 à 6 x DH
S <= 6 x DH, notamment 4 à 6 x DH (staggered array)
Oscillation = moitié de la distance entre deux lances de refroidissement à X, Y (évtl.
Z).
6. Appareil selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les dispositifs de déplacement de l'appareil génèrent une vitesse d'oscillation de
0,25 secondes par cycle.
7. Procédé de refroidissement homogène, sans contact, des surfaces chaudes non continues
au départ, à l'aide d'un dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'un appareil de refroidissement (1) et un objet avec une surface chaude sont déplacés
l'un par rapport à l'autre, l'appareil de refroidissement (1) disposant d'au moins
deux lances de refroidissement (2) parallèles espacées, les lances de refroidissement
(2) possédant un bord de projection (6) avec des buses (10) orienté vers l'objet à
refroidir, un liquide de refroidissement étant dirigé par les buses (10) vers la surface
de l'objet à refroidir et le liquide de refroidissement s'écoulant dans l'espace entre
les lances (2) après son contact avec la surface chaude, l'appareil de refroidissement
étant déplacé de façon vibrante ou oscillante autour de l'axe x, y ou z ou un objet
à refroidir étant déplacé de façon vibrante ou oscillante autour de l'axe x, y ou
z par rapport à l'appareil de refroidissement.