[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung eines Kraftfahrzeugtürverschlusses
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In heutigen Kraftfahrzeugen kommen immer mehr Funktionen zum Einsatz, die eine Bedienung
erleichtern und den Komfort erhöhen. So ist es beispielsweise bekannt, an Seitentüren
und/oder Heckklappen und/oder Schiebetüren Schließsysteme einzusetzen, die ein selbständiges
Verschließen der Klappen oder Türen selbständig durchführen. Dazu werden die Klappen
oder Türen nach einem Schließen der Tür bis in eine erste Rastposition, die nachfolgend
als Vorrastposition bezeichnet ist, geschlossen. Aus dieser Vorrastposition heraus
wirkt dann zumeist ein elektrischer Antrieb auf das Schließsystem und bewegt die Tür
in die endgültige Schließstellung, die in Bezug auf den Kraftfahrzeugtürverschlss
im Nachfolgenden als Hauptrastposition bezeichnet ist. Das Überführen der Tür oder
Klappe in die Hauptrastposition wird auch als Zuziehen bezeichnet. Neben dem reinen
Zuziehen von einer Vorrast in eine Hauptrast ist es darüber hinaus bekannt, auch Antriebssysteme
zum Öffnen und/oder Schließen der Seitentür einzusetzen. Dabei werden die Türen zumeist
mittels eines Sensors betätigt und können vollständig geöffnet und verschlossen werden.
[0003] Bei all diesen Schließsystemen können weitere Funktionen zum Einsatz kommen, die
zum Beispiel die Sicherheit für Insassen erhöhen. Ein bekanntes Sicherungssystem für
Insassen ist eine Kindersicherung. Eine Kindersicherung umfasst die Funktion, dass
ein zumeist auf einem Rücksitz befindliches Kind oder Person die Kraftfahrzeugtür
nicht öffnen kann, das heißt, dass, selbst wenn sich die sich im Kraftfahrzeug befindliche
Person bemüht auszusteigen, der Innenbetätigungshebel außer Funktion gesetzt ist.
[0004] Neben dem Zuziehen und einer Sicherungseinrichtung können Schlösser mit Systemen
zum elektrischen Öffnen ausgestattet sein. Ein elektrisches Öffnen beschreibt dabei
die Funktion, bei der der Bediener zwar den Innenbetätigungshebel oder Türaußengriff
manuell betätigt, bei dem das eigentliche Öffnen des Schlosses aber mittels eines
zumeist elektrischen Antriebs erfolgt. Dabei kann zum Beispiel ein Außenbetätigungshebel
lediglich einen Signalgeber, wie beispielsweise einen Schalter, betätigen, so dass
ein elektrisches Signal erzeugt wird, wodurch der Antrieb mittels einer Steuereinheit
aktivierbar ist. Alternativ kann der Außenbetätigungshebel mechanisch mit einem Betätigungshebel
im Kraftfahrzeugtürverschluss verbunden sein und zum Beispiel eine Schwenkbewegung
vollziehen. Der Betätigungshebel kann dann wiederum ein Schaltmittel oder einen Signalgeber
betätigen, der wiederum ein Signal an die Steuereinheit leitet, so dass der Antrieb
wiederum aktivierbar ist. Ein elektrisches Öffnen beschreibt somit eine mittels eines
Antriebs ausgelöste Öffnung, das heißt ein Entsperren des Gesperres. Dabei kann der
elektrische Antrieb mit einem Getriebe und einer Antriebsscheibe verbunden sein, die
dann mit einem Auslösehebel zusammenwirkt, der das Gesperre mechanisch entsperrt.
[0005] Ein Kraftfahrzeugtürverschluss mit einem Mechanismus zum elektrischen Öffnen ist
aus der
DE 10 2012 003 743 A1 bekannt. Ein elektrischer Antrieb, bestehend aus Motor, Schnecke und Abtriebsscheibe,
kann bei einer Betätigung einen Auslösehebel in Bewegung setzen, wobei der Auslösehebel
unmittelbar auf die Sperrklinke wirkt und das Gesperre, bestehend aus Drehfalle und
Sperrklinke, entsperrt. Ein Betätigungshebel, der beispielsweise ein Innenbetätigungshebel
oder ein Außenbetätigungshebel sein kann, wirkt nach einer Betätigung mittels des
Außengriffs oder des Innentürgriffs mit einem Signalgeber zusammen, der wiederum über
eine Steuereinheit den elektrischen Antrieb aktiviert. Der Kraftfahrzeugtürverschluss
befindet sich dabei im verriegelten Zustand, das heißt, der Kraftfahrzeugtürverschluss
wird elektrisch geöffnet, ohne dass eine mechanische Wirkverbindung zwischen dem Betätigungshebel
und dem Auslösehebel besteht. Betätigungshebel und Auslösehebel sind mechanisch mittels
der Verriegelungseinrichtung entkoppelt. Lediglich in dem Falle, in dem eine Notbetätigung
notwendig wird, beispielsweise bei einem Stromabfall, verfährt der elektrische Antrieb
in eine der Öffnungsrichtung entgegengesetzte Richtung und entriegelt dem Kraftfahrzeugtürverschluss.
In diesem Falle hat ein Bediener dann die Möglichkeit, den Betätigungshebel mechanisch
zu betätigen und den Auslösehebel in Eingriff mit dem Gesperre zu bringen, so dass
sich die Klappe, Tür oder Schiebetür öffnen lässt.
[0006] Aus der
DE 20 2012 003 171 U1 ist ein weiterer elektrisch öffnender Kraftfahrzeugtürverschluss bekannt. Neben dem
elektrischen Öffnungsantrieb, der ebenfalls aus einem Mechanismus aus Elektromotorschnecke
und Abtriebsscheibe besteht, verfügt dieser Kraftfahrzeugtürverschluss über eine Kindersicherung.
Der Kraftfahrzeugtürverschluss liegt üblicherweise im verriegelten Zustand vor, und
ein Betätigungshebel kann mittels einer Handhabe, wie beispielsweise einem Innentürgriff
oder einem Außentürgriff betätigt werden. Der Betätigungshebel wirkt auf einen Öffnungsschalter,
der über eine Steuereinheit den elektrischen Antrieb initialisiert. Dabei sind Betätigungshebel
und Auslösehebel entkoppelt. Im Falle einer eingelegten Kindersicherung wird ein Kindersicherungssensor
aktiviert, und die Steuereinheit wertet das Signal des Kindersicherungssensors bei
einer Aktivierung eines Innentürgriffs aus. Bei einer Betätigung des Innenbetätigungshebels
durch den Innentürgriff wird ein Öffnungsschalter betätigt. Ist dabei der Kindersicherungssensor
ebenfalls aktiviert, so kann die Tür nicht geöffnet werden. Ein mechanisches wie auch
elektrisches Öffnen des Kraftfahrzeugtürverschlusses wird somit unterbunden.
[0007] GB 2 320 943 A beschreibt ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Bei diesem bekannten
Verfahren wird die Kindersicherungseinrichtung mittels eines Antriebs 70 deaktiviert,
falls die Tür geöffnet werden soll.
[0008] Ausgehend von dem bekannten Stand der Technik stellt sich die Aufgabe, ein bekanntes
Verfahren zum Steuern eines Kraftfahrzeugtürverschlusses zu verbessern. Insbesondere
stellt sich die Aufgabe, ein Verfahren bereitzustellen, mit dem der Aufbau zu vereinfachen
ist ohne die Funktionsumfänge zu reduzieren oder sicherheitsrelevante Funktionen wegfallen
zu lassen. Darüber hinaus stellt sich die Aufgabe, eine kostengünstige und konstruktiv
einfache Lösung zur Betätigung eines elektrisch öffnenden Kraftfahrzeugtürverschlusses
bereitzustellen.
[0009] Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des unabhängigen
Anspruchs. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben. Es wird darauf hingewiesen, dass die im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele
nicht beschränkend sind, es sind vielmehr beliebige Variationsmöglichkeiten der in
der Beschreibung und den Unteransprüchen sowie den Figuren beschriebenen Merkmale
möglich.
[0010] Die Erfindung schlägt ein Verfahren zur Steuerung eines Kraftfahrzeugtürverschlusses
vor, wobei der Kraftfahrzeugtürverschluss aufweist
- ein Gesperre,
- einen elektrischen Antrieb, wobei mittels des Antriebs das Gesperre entsperrt wird,
- eine Kindersicherungseinrichtung mit einem Kindersicherungssensor, wobei je nach Schaltstellung
des Kindersicherungssensors der Antrieb aktiviert oder nicht aktiviert wird,
- einen Zuziehantrieb, mit dem das Gesperre von einer Vorrastposition in eine Hauptrastposition
überführt wird,
wobei
- dem Gesperre ein Gesperresensor zugeordnet ist;
- der Gesperresensor aktiviert wird, wenn das Gesperre vollkommen gesperrt ist;
- je nach Schaltstellung des Gesperresensors der Antrieb aktiviert oder nicht aktivierbar
wird;
- ein Betätigungshebel vorgesehen ist;
- mittels des Betätigungshebels zumindest ein Öffnungsschalter betätigt wird;
- der Öffnungsschalter abgefragt wird;
- bei aktiviertem Öffnungsschalter der Kindersicherungssensor abgefragt wird;
- bei aktiviertem Kindersicherungssensor der Zuziehantrieb abgefragt wird;
- bei aktiviertem Zuziehantrieb der Gesperresensor abgefragt wird;
- bei deaktiviertem Gesperresenor die Tür geöffnet wird.
[0011] Durch den Einsatz eines Gesperresensors ist nun die Möglichkeit geschaffen, einen
Kraftfahrzeugtürverschluss bereitzustellen, bei dem mit einer geringeren Anzahl von
Bauteilen die gleichen Funktionen bereitgestellt werden ohne Sicherheitsmerkmale einzubüßen.
Dabei kann mittels des Gesperresensors unmittelbar eine Aussage darüber getroffen
werden, ob sich das Gesperre in einer Schließstellung oder einer Öffnungsstellung
befindet. Je nach Stellung des Gesperres kann der Gesperresensor ausgewertet werden
und für eine Steuereinheit ein Signal bereitstellen, mit der eine Aktivierung oder
Deaktivierung des elektrischen Antriebs durchführbar ist. Insbesondere kann mittels
des Gesperresensors die Schließstellung der Tür, Klappe oder Schiebetür bestimmt werden,
so dass ein Aktivieren des Antriebs zum Öffnen ermöglicht wird.
[0012] Wird im Rahmen der Erfindung von einem Kraftfahrzeugtürverschluss gesprochen, so
sind damit derartige Schließsysteme gemein, die Klappen, Türen und/oder Schiebetüren,
eben Bauteile des Kraftfahrzeugs in ihrer geschlossenen Position halten. Derartige
Kraftfahrzeugtürverschlüsse umfassen ein Gesperre bestehend aus Drehfalle und Sperrklinke.
[0013] Das Gesperre kann darüber hinaus auch mit zwei oder mehr Sperrklinken ausgestattet
sein oder beispielsweise einen Rast- oder Blockadehebel aufweisen. Derartige Gesperre
sind aus dem Stand der Technik bekannt. Darüber hinaus weist der erfindungsgemäße
Kraftfahrzeugtürverschluss einen elektrischen Antrieb auf, mit dem das Gesperre entsperrbar
ist. Der elektrische Antrieb wirkt dabei zumeist mittelbar, aber kann auch unmittelbar
auf einen Auslösehebel wirken, der dann mechanisch in das Gesperre eingreift und entsperrt.
[0014] Der elektrische Antrieb kann einen Elektromotor, eine Schnecke und ein Abtriebsrad
umfassen, wobei das Abtriebsrad unmittelbar auf den Auslösehebel wirkt. Erfindungsgemäß
ist ebenso eine Kindersicherungseinrichtung vorgesehen, die einen Kindersicherungssensor
umfasst. Der Kindersicherungssensor kann als Schaltelement oder aber auch als berührungsempfindlicher
Sensor ausgestattet sein. Je nach Schaltstellung des Kindersicherungssensors wird
ein Signal an eine Steuereinheit weitergeleitet, die dann wiederum den elektrischen
Antrieb aktiviert oder nicht aktiviert.
[0015] Der erfindungsgemäße Kraftfahrzeugtürverschluss weist darüber hinaus einen Zuziehantrieb
auf. Mittels eines Zuziehantriebs kann ein Gesperre von einer Vorrastposition in eine
Hauptrastposition überführt werden. Eine Vorrastposition ist dabei die Position der
Tür, Klappe oder Haube, in der die Tür bereits geschlossen und mittels des Gesperres
in Position und insbesondere in einer Rastposition gehalten ist. Die Kraftfahrzeugtür
wird dann mittels eines zumeist elektrischen Antriebs von der Vorrastposition in die
Hauptrastposition überführt, in der sich die Tür in der vollständig geschlossenen
Position befindet.
[0016] Ist die Kindersicherungseinrichtung eingeschaltet oder eingelegt, und wird der Kraftfahrzeugtürverschluss
mittels des Zuziehantriebs von der Vorrast in die Hauptrastposition überführt, so
soll sich die Tür mittels des Innenbetätigungshebels öffnen lassen. Hierzu muss die
Kindersicherung deaktiviert werden. Das Deaktivieren kann beispielsweise mittels eines
elektrischen Antriebs erfolgen. Gemäß dem Gegenstand der Erfindung kann auf einen
elektrischen Antrieb zum Auslegen der Kindersicherung verzichtet werden. Durch die
Einbindung des Gesperresensors steht ein weiteres Signal zur Verfügung, mit dem eine
Aussage über die Schließstellung der Tür möglich ist. Durch die Einbindung des Gesperresensors
kann mittels der Steuereinheit bei einer Betätigung des Innenbetätigungshebels ein
Aktivieren des elektrischen Antriebs zum Öffnen der Tür erfolgen. Ein mechanisches
Auslegen der Kindersicherung ist somit nicht erforderlich.
[0017] In einer Ausführungsform der Erfindung ist mittels des Gesperresensors die Stellung
des Gesperres in Vorrast und Hauptrast detektierbar. Ist mittels des Gesperresensors
die unmittelbare Stellung des Gesperres in Vorrast und Hauptrast detektierbar, kann
eine Steuereinheit das Kindersicherungssensorsignal überbrücken und somit einem Bediener
des Innenbetätigungshebels die Möglichkeit verschaffen, die Tür zu öffnen oder einen
Zuziehvorgang zu unterbrechen und ein Schließen zu unterbrechen. Durch die Ermittlung
der Position des Gesperres in einer Lage zwischen Vorrast und Hauptrast kann einem
im Fahrzeug befindlichen Bediener des Innenbetätigungsgriffes die Möglichkeit gegeben
werden, eine noch nicht vollständig geschlossene Seitentür auch bei eingelegter Kindersicherung
zu öffnen. Dies bietet ein hohes Maß an Sicherheit und gewährleistet gleichzeitig,
dass die Kindersicherung bei geschlossener Tür in ihrer Funktion vollumfänglich zur
Verfügung steht.
[0018] In vorteilhafter Weise kann in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung der Gesperresensor
an einer Drehfalle des Gesperres angeordnet sein. Eine unmittelbare Abfrage der Position
der Drehfalle birgt ein hohes Maß an Sicherheit in sich. Befindet sich die Drehfalle
in ihrer Endlage, das heißt in der Lage, in der die Tür vollständig geschlossen ist,
und wird genau diese Position mittels des Gesperresensors abgefragt, so können Fehlfunktionen
mit größtmöglicher Sicherheit unterbunden werden.
[0019] Erfindungsgemäß ist ein Betätigungshebel vorgesehen und ist mittels des Betätigungshebels
zumindest ein Öffnungsschalter betätigbar. Ein Betätigungshebel kann ein Innenbetätigungshebel
wie auch ein Außenbetätigungshebel sein. Der Betätigungshebel wird mittels eines Innentürgriffs
oder eines Außentürgriffs betätigt, wobei im entriegelten Zustand der Betätigungshebel
den Auslösehebel bewegt, so dass das Gesperre entsperrbar ist. In vorteilhafter Weise
wirkt der Betätigungshebel mit einem Öffnungsschalter zusammen. Bevorzugt betätigt
der Innenbetätigungshebel wie auch der Außenbetätigungshebel einen gemeinsamen Öffnungsschalter.
Dabei kann ein dem Öffnungsschalter vorgelagerter weiterer Schalter vorgesehen sein,
mit dem der Betätigungshebel vor dem Erreichen des Öffnungsschalters in Kontakt kommt
und der zur Aktivierung der Steuereinheit dient. Dieser weitere vorgelagerte Schalter
kann somit als Aufwach- oder Wake up-Schalter bezeichnet werden. In vorteilhafter
Weise sind somit ein Innenbetätigungshebel und ein Außenbetätigungshebel vorgesehen
und mit dem Innenbetätigungshebel und dem Außenbetätigungshebel kann zumindest der
Öffnungsschalter betätigt werden.
[0020] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich dann, wenn ein Kupplungshebel
vorgesehen ist und wenn mittels des Kupplungshebels der Betätigungshebel mit einem
Auslösehebel kuppelbar ist. Das Vorsehen eines Kupplungshebels ermöglicht es durch
eine Bewegung des Kupplungshebels, die beispielsweise eine Schiebebewegung oder eine
Drehbewegung oder eine Schwenkbewegung sein kann, dass der Betätigungshebel mit dem
Auslösehebel kuppelbar ist. Der Kupplungshebel ist bevorzugt mit einem elektrischen
Antrieb betätigbar. Dabei kann der Kupplungshebel einen Betätigungszapfen aufweisen,
der zum Beispiel in Nuten des Auslösehebels und des Betätigungshebels eingreift und
somit die schwenkbeweglich gelagerten Hebel kuppelt.
[0021] Ist ein Verriegelungshebel vorgesehen und ist mittels des Verriegelungshebels der
Kupplungshebel bewegbar, so dass der Betätigungshebel kuppelbar ist, so ergibt sich
eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Der Betätigungshebel ist als schwenkbeweglich
gelagerter Hebel ausgebildet. Vorzugsweise sind der Innenbetätigungshebel, der Außenbetätigungshebel
und der Auslösehebel auf einer gemeinsamen Achse gelagert. Der Kupplungshebel kann
durch eine Schiebebewegung den Innenbetätigungshebel und/oder den Außenbetätigungshebel
mit dem Auslösehebel in Eingriff bringen je nach Lage des Kupplungshebels. Dazu wird
der Kupplungshebel mittels eines ebenfalls schwenkbeweglich gelagerten Verriegelungshebels
bewegt. In einer ersten Stellung des Kupplungshebels ist der Innenbetätigungshebel
und der Außenbetätigungshebel mit dem Auslösehebel gekuppelt, das heißt mechanisch
im Eingriff. In dieser Stellung kann durch eine Betätigung zum Beispiel eines Außentürgriffs
der Außenbetätigungshebel bewegt werden und das Gesperre mechanisch und elektrisch
entsperrt und somit der Kraftfahrzeugtürverschluss geöffnet werden.
[0022] In einer zweiten Position des Kupplungshebels wird der Außenbetätigungshebel außer
Eingriff mit dem Auslösehebel gebracht. In dieser Position kann durch eine Betätigung
des Innentürgriffs und somit des Innenbetätigungshebels die Verriegelung aufgehoben
werden, so dass der Kupplungshebel wieder in seine Ursprungsposition gelangt und der
Kraftfahrzeugtürverschluss wieder mittels des Außenbetätigungshebels öffenbar ist.
In einer weiteren dritten Position des Kupplungshebels ist weder der Außenbetätigungshebel
noch der Innenbetätigungshebel mit dem Auslösehebel im Eingriff, wobei zusätzlich
der Innentürgriff vom Eingriff in die Verriegelungseinrichtung gelöst ist. Gelöst
ist meint hiermit, dass selbst bei einer Betätigung des Innentürgriffs die Verriegelung
nicht aufhebbar ist. Diese Position des Kupplungshebels wird durch die Kindersicherungseinrichtung
erlangt. Der Betätigungshebel ist bewegbar und betätigt den Öffnungsschalter. Ein
mechanisches Entriegeln ist in dieser Position des Kupplungshebels aber nicht möglich.
[0023] Wirkt die Kindersicherungseinrichtung mit dem Kupplungshebel zusammen, so dass mittels
der Kindersicherungseinrichtung der Innenbetätigungshebel entkuppelbar ist, so ergibt
sich eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung. Durch das Eingreifen
der Kindersicherungseinrichtung in den Kupplungshebel ist eine konstruktiv günstige
Lösung zur Erzielung der Kindersicherungsfunktion ermöglicht. Die Kindersicherungseinrichtung
besteht vorzugsweise aus einem schwenkbar aufgenommenen Kindersicherungselement, das
vorzugsweise vom Bediener mittels eines Werkzeugs, wie beispielsweise eines Kraftfahrzeugschlüssels
oder eines Schraubenziehers, von außen betätigbar ist.
[0024] Mit dem Kindersicherungselement wirkt der Kindersicherungssensor zusammen, der je
nach Lage des Kindersicherungselements ein Signal an die Steuereinheit weiterleitet,
so dass detektierbar ist, ob die Kindersicherungseinrichtung aktiviert oder deaktiviert
ist. Bevorzugt besteht die Kindersicherungseinrichtung aus dem Kindersicherungssensor,
dem schwenkbar im Kraftfahrzeugtürverschluss gelagerten Kindersicherungselement und
einem Mitnehmer, der einerseits mit dem Kindersicherungselement und andererseits mit
dem Kupplungshebel und/oder Verriegelungshebel im Eingriff ist.
[0025] In bevorzugten Ausführungsformen sind der Innenbetätigungshebel und der Außenbetätigungshebel
achsgleich gelagert. Darüber hinaus sind der Innenbetätigungshebel und der Außenbetätigungshebel,
das heißt die Betätigungshebel, ebenfalls achsgleich mit dem Auslösehebel gelagert.
[0026] In einer alternativen Ausführungsform ist eine Steuereinheit vorgesehen, wobei mittels
der Steuereinheit die Schaltstellungen der Schalter abfragbar sind, so dass der Antrieb
aktivierbar oder deaktivierbar ist. Mittels der Steuereinheit sind die verschiedenen
Einstellungen am Kraftfahrzeugtürverschluss detektierbar und die Antriebe aktivierbar.
So wird mittels der Steuereinheit die Schaltstellung der Sensoren und Schalter abgefragt
und entsprechende Steuersignale an den oder die Antriebe geleitet. Wird beispielsweise
der Außenbetätigungshebel mittels des Außentürgriffs betätigt, so schwingt der Außenbetätigungshebel
und aktiviert den Wake up-Schalter sowie im Nachgang den Öffnungsschalter. Die Steuereinheit
detektiert somit ein Signal, mit dem der Antrieb aktivierbar ist, so dass der Kraftfahrzeugtürverschluss
entsperrbar und die Tür, Klappe oder Schiebetür öffenbar ist.
[0027] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen und
Flussdiagramme anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es gilt
jedoch der Grundsatz, dass das Ausführungsbeispiel die Erfindung nicht beschränkt,
sondern lediglich eine vorteilhafte Ausführungsform darstellt. Die dargestellten Merkmale
können einzeln oder in Kombination mit weiteren Merkmalen der Beschreibung wie auch
den Patentansprüchen einzeln oder in Kombination ausgeführt werden, so wie es in den
Ansprüchen definiert ist.
[0028] Es zeigen:
- FIG. 1
- einen elektrisch betätigbaren Kraftfahrzeugtürverschluss gemäß dem Stand der Technik,
- FIG. 2
- die Draufsicht auf einen elektrisch betätigbaren Kraftfahrzeugseitentürverschluss
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
- FIG. 3
- ein Verfahren in Form eines Flussdiagramms zur Darstellung einer Betätigung eines
Innenbetätigungshebels bei einem Kraftfahrzeugseitentürverschluss gemäß dem Stand
der Technik,
- FIG. 4
- ein Verfahren in Form eines Flussdiagramms zum Öffnen einer Seitentür mittels eines
Innenbetätigungshebels zum elektrischen Öffnen der Tür gemäß der Erfindung.
[0029] In der FIG. 1 ist ein gattungsgemäßer Kraftfahrzeugtürverschluss gemäß dem Stand
der Technik wiedergegeben. Ein Auslösehebel 1 ist um eine Achse 2 schwenkbar aufgenommen.
Der Auslösehebel 1 wird von einem Elektromotor 3 und einer Abtriebsscheibe 4 in Richtung
des Pfeils angetrieben, so dass ein Gesperre entsperrbar ist. Ein Betätigungshebel
5 ist ebenfalls schwenkbar um die Achse 2 achsgleich mit dem Auslösehebel 1 gelagert.
Der Betätigungshebel 5 ist über den Kupplungshebel 6 mit dem Verriegelungshebel 10
koppelbar. Der Kupplungshebel 6 wirkt ebenso mit dem Kindersicherungselement 14 zusammen.
[0030] Ist nun der Kraftfahrzeugtürverschluss verriegelt und die Kindersicherung eingelegt,
so kann ein Insasse des Kraftfahrzeugs den Kraftfahrzeugtürverschluss im geschlossenen
Zustand nicht entriegeln und somit die Tür nicht öffnen. Insbesondere in dem Fall,
in dem der Kraftfahrzeugtürverschluss über einen Zuziehantrieb verfügt, soll die Kraftfahrzeugtür
noch während des elektrischen Zuziehens mittels des Innentürgriffs bzw. des Innenbetätigungshebels
öffenbar sein. Dazu muss die Kindersicherung ausgelegt werden. Ein Auslegen kann beispielsweise
mittels eines in der FIG. 1 nicht dargestellten und unmittelbar auf das Kindersicherungselement
wirkenden Elektromotors temporär erfolgen.
[0031] In der FIG. 2 ist ein erfindungsgemäßer Kraftfahrzeugtürverschluss 21 prinzipiell
wiedergegeben. Der Kraftfahrzeugtürverschluss 21 weist ein Gesperre 22 bestehend aus
Sperrklinke 23 und Drehfalle 24 auf. Unmittelbar mit der Drehfalle 24 wirkt ein Gesperresensor
25 zusammen. Wie zu erkennen, wird mittels des Gesperresensors 25 unmittelbar die
Position der Drehfalle 24 abgefragt bzw. detektiert. Mittels eines elektrischen Antriebs
26 und einer Antriebsscheibe 27 kann ein Auslösehebel 28 betätigt werden. Der Auslösehebel
ist dabei in der Lage, das Gesperre 22 zu entsperren. Mittels einer Kindersicherungseinrichtung
29 kann der Kraftfahrzeugtürverschluss 21 derart funktionslos gestellt werden, dass
mittels eines Innentürgriffs 30 das Gesperre nicht entsperrbar ist. Ob die Kindersicherungseinrichtung
29 eingelegt ist oder nicht, das heißt aktiviert oder deaktiviert ist, kann mittels
des Kindersicherungssensors 31 erfasst werden.
[0032] Ein nicht dargestellter Zuziehantrieb wirkt unmittelbar auf das Gesperre 22, insbesondere
auf die Drehfalle 24, und ist in der Lage, das Gesperre 22 von einer Vorrastposition
in eine Hauptrastposition zu überführen. In der Hauptrastposition des Gesperres 22
aktiviert die Drehfalle 24 den Gesperresensor 25.
[0033] Mittels eines Betätigungshebels 32 ist ein Wake up-Schalter 33 und ein Öffnungsschalter
34 betätigbar. Der Betätigungshebel 32 ist über einen Kupplungshebel 35 mit dem Verriegelungshebel
36 koppelbar. Ein Mitnehmer 37 wirkt zwischen der Kindersicherungseinrichtung 29 und
auf die Verriegelungseinrichtung 36 sowie den Kupplungshebel 35. Die im Kraftfahrzeugtürverschluss
21 enthaltenen Schaltelemente 25, 31, 33, 34, 38 und 39 sind mit einer Steuereinheit
40 verbunden, wie mit den gestrichelten Linien angedeutet. Das Zusammenspiel bzw.
die Einbindung der Schaltmittel 25, 31, 33, 34, 38 und 39 bei einer Betätigung des
Innenbetätigungshebels 30 beim Zuziehen in Kooperation mit der Steuereinheit 40 wird
in den nachfolgenden Flussdiagrammen wiedergegeben.
[0034] Die FIG. 3 zeigt ein Flussdiagramm zum Öffnen einer Seitentür und insbesondere einer
hinteren Seitentür, bei einer Betätigung des Innentürgriffs 30 und somit des Betätigungshebels
32.
[0035] Wird der Innentürgriff 30 und somit der Betätigungshebel 32 bewegt, so wird der Öffnungsschalter
34 betätigt. Ist der Öffnungsschalter 34 betätigt, so erfolgt eine weitere Abfrage
dahingehend, ob der Kindersicherungssensor 31 aktiviert oder deaktiviert ist. Ist
der Kindersicherungsschalter aktiviert und somit die Kindersicherung eingelegt, so
erfolgt eine erste Abfrage 41, ob mittels eines Freigabeschalters die Kindersicherungseinrichtung
29 temporär ausgeschaltet wurde. Ein temporäres Ausschalten des Kindersicherungssensors
kann beispielsweise durch den Fahrzeugführer erfolgen.
[0036] Wurde der Freigabeschalter betätigt, so kann die Tür geöffnet werden, was im Flussdiagramm
dem unteren rechten Kasten zu entnehmen ist. Erfolgt nach der Abfrage des Kindersicherungssensors
31 ein Zuziehvorgang 42, so soll die Tür mittels des Innentürgriffs 30 öffenbar sein.
Somit müsste die Kindersicherungseinrichtung 29 mechanisch ausgelegt werden. Das mechanische
Auslegen beispielsweise mit einem elektrischen Antrieb ist mit dem Kasten 43 im Flussdiagramm
wiedergegeben. Die Tür kann anschließend geöffnet werden. Beispielhaft sei darauf
hingewiesen, dass gemäß der Abfrage 42 des Zuziehens dann die Tür mittels des Innentürgriffs
30 nicht geöffnet werden kann, wenn der Zuziehvorgang nicht aktiviert ist. Die FIG.
3 zeigt somit auf, dass es zum Öffnen der Tür mittels des Innentürgriffs 30 während
des Zuziehens eines mechanischen Antriebs für die Kindersicherungseinrichtung 29 bedarf.
[0037] Die FIG. 4 zeigt ein Verfahren zur Steuerung einer Öffnung einer Kraftfahrzeugtür
mittels eines Innentürgriffs 30 in einem Flussdiagramm, bei dem der Gesperresensor
25 in die Abfrage zur Steuerung des Betätigungshebels 32 während des Zuziehens des
Gesperres 22 eingebunden ist. Nach einem Betätigen des Innentürgriffs 30 und somit
des Betätigungshebels 32 erfolgt zuerst die Aktivierung des Öffnungsschalters und
die Abfrage, ob der Öffnungsschalter 34 betätigt wurde oder nicht. Wurde der Öffnungsschalter
34 betätigt, erfolgt mittels der Steuerung die Abfrage, ob der Kindersicherungssensor
31 aktiviert wurde oder deaktiviert ist.
[0038] Ist die Kindersicherung eingelegt, so sind zwei alternative Wege möglich. Einerseits
kann der Freigabeschalter 41 betätigt worden sein, so dass die Tür geöffnet werden
kann. Und andererseits erfolgt eine Abfrage 42, ob das Zuziehen andauert oder nicht
aktiviert ist. Ist das Zuziehen 42 im Gange, das heißt das Gesperre 22 wird zumeist
elektrisch betätigt gesperrt, so erfolgt eine weitere Abfrage des Gesperresensors
25, ob das Gesperre 22 bereits vollkommen gesperrt ist, das heißt, sich in der Hauptrast
befindet. Befindet sich das Gesperre 22 noch nicht in der Hauptrastposition, dauert
das Zuziehen 42 noch an und die Tür kann mittels des Innentürgriffs 30 bzw. des Betätigungshebels
32 geöffnet werden. Somit kann erfindungsgemäß auf ein mechanisches Auslegen der Kindersicherungseinrichtung
29 verzichtet werden. Der elektrische Antrieb für die Kindersicherungseinrichtung
29 kann somit entfallen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0039]
- 1
- Auslösehebel
- 2
- Achse
- 3
- Elektromotor
- 4
- Abtriebsscheibe
- 5
- Betätigungshebel
- 6
- Kupplungshebel
- 10
- Verriegelungshebel
- 14
- Kindersicherungselement
- 21
- Kraftfahrzeugtürverschluss
- 22
- Gesperre
- 23
- Sperrklinke
- 24
- Drehfalle
- 25
- Gesperresensor
- 26
- elektrischer Antrieb
- 27
- Antriebsscheibe
- 28
- Auslösehebel
- 29
- Kindersicherungseinrichtung
- 30
- Innentürgriff
- 31
- Kindersicherungssensor
- 32
- Betätigungshebel
- 33
- Wake up-Schalter
- 34
- Öffnungsschalter
- 35
- Kupplungshebel
- 36
- Verriegelungshebel
- 37
- Mitnehmer
- 38, 39
- Sensor
- 40
- Steuereinheit
- 41
- Abfrage Freigabeschalter
- 42
- Abfrage Zuziehantrieb
- 43
- elektrisches Auslegen der Kindersicherungseinrichtung
1. Verfahren zur Steuerung eines Kraftfahrzeugtürverschlusses (21), wobei der Kraftfahrzeugtürverschluss
(21) aufweist
• ein Gesperre (22),
• einen elektrischen Antrieb (26), wobei mittels des Antriebs (26) das Gesperre (22)
entsperrt wird,
• eine Kindersicherungseinrichtung (29) mit einem Kindersicherungssensor (31), wobei
je nach Schaltstellung des Kindersicherungssensors (31) der Antrieb (26) aktiviert
oder nicht aktiviert wird;
• einen Zuziehantrieb (42), mit dem das Gesperre (22) von einer Vorrastposition in
eine Hauptrastposition überführt wird,
wobei
• dem Gesperre (22) ein Gesperresensor (25) zugeordnet ist;
• der Gesperresensor (25) aktiviert wird, wenn das Gesperre (22) vollkommen gesperrt
ist;
• je nach Schaltstellung des Gesperresensors (25) der Antrieb (26) aktiviert oder
nicht aktivierbar wird;
• ein Betätigungshebel (32) vorgesehen ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
• mittels des Betätigungshebels (32) zumindest ein Öffnungsschalter (34) betätigt
wird;
• der Öffnungsschalter (34) abgefragt wird;
• bei aktiviertem Öffnungsschalter (34) der Kindersicherungssensor (31) abgefragt
wird;
• bei aktiviertem Kindersicherungssensor (31) der Zuziehantrieb (42) abgefragt wird;
• bei aktiviertem Zuziehantrieb (42) der Gesperresensor (25) abgefragt wird;
• bei deaktiviertem Gesperresenor (25) die Tür geöffnet wird.
2. Verfahren nach dem vorigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Gesperresensors (25) die Stellung des Gesperres (22) in Vorrast und Hauptrast
detektiert wird.
3. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gesperresensor (25) mittels einer Drehfalle des Gesperres (22) betätigt wird.
4. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kupplungshebel (35) vorgesehen ist und dass mittels des Kupplungshebels (35)
der Betätigungshebel (32) mit einem Auslösehebel (28) gekuppelt wird.
5. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kindersicherungseinrichtung (29) mit einem Kupplungshebel (35) zusammenwirkt,
wobei mittels der Kindersicherungseinrichtung (29) ein Betätigungsinnenhebel (32)
entkuppelt wird.
6. Verfahren nach einem der vorigen Ansprüche, wobei, falls die Abfrage des Kindersicherungssensors
(31) ergibt, dass dieser nicht aktiviert ist, die Tür geöffnet wird.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (40) vorgesehen ist und bei dem nach einer Betätigung des Innentürgriffs
(30) mittels der Steuereinheit die Schaltstellungen der Schalter (25, 31, 33, 34,
38, 39) abgefragt werden und bei dem je nach Schaltstellung des Gesperresensors der
Antrieb (26) aktiviert oder deaktiviert wird.
1. Method for controlling a motor vehicle door lock (21), the motor vehicle door lock
(21) comprising
• a locking mechanism (22),
• an electrical drive (26), the locking mechanism (22) being unlocked by means of
the drive (26),
• a child safety device (29) having a child safety sensor (31), the drive (26) being
activated or not activated depending on the switch position of the child safety sensor
(31);
• a closure drive (42), by means of which the locking mechanism (22) is transferred
from a pre-ratchet position to a main ratchet position,
• a locking mechanism sensor (25) being associated with the locking mechanism (22);
• the locking mechanism sensor (25) being activated when the locking mechanism (22)
is completely locked;
• the drive (26) being activated or not activated depending on the switch position
of the locking mechanism sensor (25);
• an operating lever (32) being provided;
characterized in that
• at least one opening switch (34) is operated by means of the operating lever (32);
• the opening switch (34) is queried;
• when the opening switch (34) is activated, the child safety sensor (31) is queried;
• when the child safety sensor (31) is activated, the closure drive (42) is queried;
• when the closure drive (42) is activated, the locking mechanism sensor (25) is queried;
• when the locking mechanism sensor (25) is deactivated, the door is opened.
2. Method according to the preceding claim, characterized in that the pre-ratchet and the main ratchet position of the locking mechanism (22) is detected
by means of the locking mechanism sensor (25).
3. Method according to any of the preceding claims, characterized in that the locking mechanism sensor (25) is operated by means of a catch of the locking
mechanism (22).
4. Method according to any of the preceding claims, characterized in that a coupling lever (35) is provided and in that the operating lever (32) is coupled to a triggering lever (28) by means of the coupling
lever (35).
5. Method according to any of the preceding claims, characterized in that the child safety device (29) cooperates with a coupling lever (35), an internal operating
lever (32) being uncoupled by means of the child safety device (29).
6. Method according to any of the preceding claims, wherein, if the query of the child
safety sensor (31) shows that said sensor is not activated, the door is opened.
7. Method according to any of the preceding claims, characterized in that a control unit (40) is provided, and in which, after operation of the inner door
handle (30), the switch positions of the switches (25, 31, 33, 34, 38, 39) are queried
by means of the control unit, and in which the drive (26) is activated or deactivated
depending on the switch position of the locking mechanism sensor.
1. Procédé de commande d'une serrure de porte de véhicule à moteur (21), dans lequel
la serrure de porte de véhicule à moteur (21) comporte
• un dispositif d'encliquetage (22),
• un entraînement électrique (26), dans lequel le dispositif d'encliquetage (22) est
déverrouillé au moyen de l'entraînement (26),
• un dispositif de sécurité pour enfants (29) doté d'un capteur de sécurité pour enfants
(31), dans lequel, en fonction de la position de commutation du capteur de sécurité
pour enfants (31) de l'entraînement (26), est activé ou désactivé ;
• un entraînement de fermeture (42), à l'aide duquel le dispositif d'encliquetage
(22) est transféré d'une position de pré-encliquetage à une position de pré-encliquetage
principale, dans lequel
• un capteur de dispositif d'encliquetage (25) au dispositif d'encliquetage (22) ;
• le capteur de dispositif d'encliquetage (25) est activé lorsque le dispositif d'encliquetage
(22) est complètement verrouillé ;
• en fonction de la position de commutation du capteur de dispositif d'encliquetage
(25) de l'entraînement (26) est activé ou désactivé ;
• un levier d'actionnement (32) est prévu ; caractérisé en ce qu'au
• moins un commutateur d'ouverture (34) est actionné au moyen du levier d'actionnement
(32) ;
• en ce que le commutateur d'ouverture (34) est interrogé ;
• lorsque le commutateur d'ouverture (34) est activé, le capteur de sécurité pour
enfants (31) est interrogé ;
• lorsque le capteur de sécurité pour enfants (31) est activé, l'entraînement de fermeture
(42) est interrogé ;
• lorsque l'entraînement de fermeture (42) du capteur de dispositif d'encliquetage
(25) est interrogé ;
• lorsque le capteur de dispositif d'encliquetage (25) est désactivé, la porte est
ouverte.
2. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la position du dispositif d'encliquetage (22) est détectée en pré-encliquetage et
en encliquetage principal au moyen du capteur de dispositif d'encliquetage (25).
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le capteur de dispositif d'encliquetage (25) est actionné au moyen d'un loquet rotatif
du dispositif d'encliquetage (22).
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un levier d'accouplement (35) est prévu et en ce que le levier d'actionnement (32) est accouplé au levier de déclenchement (28) au moyen
du levier d'accouplement (35).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de sécurité pour enfants (29) coopère avec un levier d'enclenchement
(35), dans lequel un levier intérieur d'actionnement (32) est désaccouplé au moyen
du dispositif de sécurité pour enfants (29).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel, si l'interrogation
du capteur de sécurité pour enfants (31) indique que celui-ci n'est pas activé, la
porte est ouverte.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une unité de commande (40) est prévue, et dans lequel, après un actionnement de la
poignée intérieure de porte (30), les positions de commutation des commutateurs (25,
31, 33, 34, 38, 39) sont interrogées au moyen de l'unité de commande, et dans lesquels,
et dans lequel, en fonction de la position de commutation du capteur de dispositif
d'encliquetage, l'entraînement (26) est activé ou désactivé.