| (19) |
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(11) |
EP 3 304 667 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.02.2019 Patentblatt 2019/07 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.05.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2016/062195 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/193228 (08.12.2016 Gazette 2016/49) |
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| (54) |
ÜBERTEMPERATURSCHUTZ
OVERTEMPERATURE PROTECTION
PROTECTION ANTI-ÉCHAUFFEMENT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
01.06.2015 DE 102015108587
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.04.2018 Patentblatt 2018/15 |
| (73) |
Patentinhaber: ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG |
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74673 Mulfingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BÜRKERT, Martin
74677 Dörzbach-Hohebach (DE)
- KAMMLEITER, Steffen
97959 Assamstadt (DE)
- HAAS, Günter
74673 Mulfingen (DE)
- KÖNIG, Daniel
Gerabronn 74582 (DE)
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| (74) |
Vertreter: Staeger & Sperling
Partnerschaftsgesellschaft mbB |
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Sonnenstraße 19 80331 München 80331 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2004/045049
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DE-A1- 2 635 552
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schutzschaltung zum Schutz eines Geräts, insbesondere
eines Elektromotors, vor einer thermischen Überlastung.
[0002] Ein Elektromotor mit einer Vorrichtung zur Temperaturüberwachung gemäß dem technischen
Gebiet der Erfindung ist bereits aus der
WO 2004/045049 A1 und der
DE 26 35 552 A1 bekannt.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist bekannt, dass zum Schutz vor thermischer Motorüberlastung
neben einem Überlastrelais, das anhand der Motorstromaufnahme eine Überlastung des
Motors erkennt, z. B. auch Thermistorschutzschaltungen verwendet werden, die die Temperatur
einer Motorwicklung detektieren und auswerten. Zur Erfassung der Temperatur der Motorwicklung
kommen dabei verschiedene Temperaturdetektorelemente, wie z. B. Temperaturfühler,
insbesondere PTC-Thermistoren (PTC: positive temperature coefficient), PTIOO-Fühler
und KTY-Fühler (mit PTC-Charakteristik), deren elektrischer Widerstand sich abhängig
von der detektierten Temperatur ändert zur Anwendung. Die Funktionsweise des Übertemperaturschutzes
aus den im Stand der Technik bekannten Lösungen mit einem PTC-Fühler basiert auf dem
Prinzip, dass zwei temperaturabhängige Widerstandsbereiche verwendet werden. Es liegt
der Widerstand eines solchen Temperaturdetektorelementes in einem ersten Widerstandsbereich,
so lange sich die Motorwicklung in einem Temperaturbereich befindet, der unproblematisch
ist. Der zweite Widerstandsbereich, dessen Widerstandswerte beispielsweise größer
sind als die des ersten Widerstandsbereichs, entspricht dann einer Temperatur über
einem systemspezifischen Schwellenwert.
[0004] Weiterhin können als Temperaturdetektorelemente auch so genannte Thermo-Click-Elemente,
die auch als Temperaturwächter bezeichnet werden, verwendet werden. Diese stellen
in der Regel einfache Schalter dar, die üblicherweise mit Hilfe eines Bimetalls ausgebildet
sind, der in dem ersten Temperaturbereich geschlossen ist und sich in einem zweiten
Temperaturbereich, d. h. über dem Temperaturschwellwert, öffnet. D. h. der Widerstand
wechselt von nahezu 0 Ω zu einem unendlichen Widerstand.
[0005] Bei den erstgenannten Temperaturdetektorelementen, den Temperaturfühlern, wird die
Überlast des Motors durch die Widerstandsänderung der Temperaturdetektorelemente innerhalb
vordefinierter Wertebereiche ausgewertet. Dagegen trennt das Thermo-Click-Element
in seinem üblichen Anwendungsgebiet bei Erreichen des Temperaturschwellwerts den Stromkreis
durch eine Motorwicklung. Temperaturfühler werden dagegen mittels einer Schutzschaltung
ausgewertet, die im Wesentlichen den elektrischen Widerstand der betreffenden Temperaturdetektorelemente
bestimmt, und ein Meldungssignal an einen Schalter, an eine Auswerteschaltung oder
dergleichen ausgibt, wodurch z. B. ein Abschalten des Gerätes ausgelöst bzw. eine
sonstige vorbestimmte Funktion gestartet wird, wenn abhängig von der gemessenen Temperatur
eine thermische Überlast erkannt wird. Bei größeren Wicklungsströmen schaltet dabei
das Sensorelement oder der Temperaturwächter nicht direkt den Wicklungsstrom, sondern
wirkt auf die Stromversorgung oder die Ansteuerung der Leistungsendstufe.
[0006] Aus der
EP 2535993 A1 ist eine Ansteuerschaltung für einen kollektorlosen, elektronisch kommutierten Gleichstrom-Motor,
d. h. für einen so genannten EC-Motor mit einer an einer Versorgungsgleichspannung
liegenden Halbleiter-Endstufe bekannt, die von einer elektronischen Kommutierungssteuerung
über eine Treiberstufe zum zeitlich versetzten Ansteuern von Statorwicklungen des
Motors zwecks Erzeugung eines magnetischen Drehfeldes für einen Rotor in Abhängigkeit
von der Rotor-Drehstellung angesteuert wird.
[0007] Solche EC-Motoren müssen entsprechend gültiger nationaler und internationaler Normbestimmungen
vor Überhitzungen im Falle von abnormalen Betriebssituationen geschützt werden.
[0008] Es ist weiterhin bekannt, Motoren impedanzgeschützt auszuführen, d. h. den Wicklungswiderstand
und den Drahtdurchmesser so zu dimensionieren, dass keine Überhitzung bei abnormalem
Betrieb auftreten kann. Bei EC-Motoren insbesondere mit Einzelzahnwicklungen ist eine
Ausführung mit Impedanzschutz aber nicht möglich, weil die Wicklungswiderstände sehr
klein sind.
[0009] Bisher wurde deshalb in die Kommutierungssteuerung eine Software-Strombegrenzung
integriert, die softwaremäßig einen unteren Schwellwert für den Anlaufstrom und einen
oberen Schwellwert für den Betriebsstrom vorgibt. Wird in der Anlaufphase der untere
Schwellwert erreicht oder überschritten, so wird der Motor abgeschaltet. Wenn der
Motor aber korrekt anläuft, wird auf eine Überwachung des Betriebsstroms hinsichtlich
des oberen Schwellwertes umgeschaltet, und wenn der obere Schwellwert erreicht oder
überschritten wird, wird der Motor abgeschaltet.
[0010] Solche, allein durch Software realisierte Schutzmaßnahmen werden allerdings von manchen
Zulassungsstellen, wie z. B. UL (Underwriters Laboratories), bei der Zulassungsprüfung
betreffend der Konformität mit einem gültigen UL-Standard für die Vergabe der erforderlichen
Prüfzeichen nicht berücksichtigt.
Ferner gibt es Probleme, die es in der Praxis aufgrund eines schnellen Temperaturanstieges
zu berücksichtigen gibt. So kann es z. B. im Falle einer Rotorblockierung des Motors
abhängig von der Wicklungsauslegung zu schnellen Wicklungstemperaturanstiegen kommen.
In der Folge treten unzulässig hohe Wicklungstemperaturen auf, die aber auf Grund
der trägen Temperaturwächter nicht rechtzeitig die Abschaltung der Wicklungsbestromung
bewirkt, da das Ansprechverhalten zu langsam ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt demnach die Aufgabe zu Grunde, eine Ansteuerschaltung
der eingangs beschriebenen, gattungsgemäßen Art zu schaffen, die eine erhöhte Betriebssicherheit
zur Vermeidung von Motor-Überhitzungen gewährleistet und insbesondere Schäden durch
einen wie zuvor beschriebene dynamischen, kurzzeitigen überlastfall/ Übertemperaturfall
sicher verhindert. Ferner ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, zuverlässig zu
verhindern, dass das Leistungsteil der Leistungselektronik bei einer Rotorblockierung
überlastet oder beschädigt wird und insbesondere soll sichergestellt werden, dass
die Leistungsschalter der Leistungsendstufe nicht unzulässig (statisch) stark belastet
werden. Diese Aufgabe muss vor dem Hintergrund gelöst werden, dass die Motorsteuerung
die einschlägigen Normen zur elektrischen Sicherheit/ zum Überlastschutz erfüllt.
Erfindungsgemäß wird daher eine Schutzschaltung zum Schutz vor Überhitzung der Statorwicklungen
(U, V, W) eines EC-Motors, die vorzugsweise mit einer Halbleiter-Endstufe verbunden
sind, die über eine Treiberschaltung von einer elektronischen Kommutierungssteuerung
zum zeitlich versetzten Ansteuern der Statorwicklungen (U, V, W) des EC-Motors zwecks
Erzeugung eines magnetischen Drehfeldes ausgebildet sind vorgeschlagen, wobei die
Schutzschaltung mit zwei redundanten Sensorkreisen ausgebildet ist, wobei in einem
ersten Sensorkreis zwei in Reihe geschaltete widerstands- und wicklungstemperaturabhängige
Sensorelemente vorgesehen sind und in einem zweiten Sensorkreis vorzugsweise ein widerstandsabhängiges
Sensorelement vorgesehen ist.
[0011] Erfindungsgemäß sind der erste und zweite Sensorkreis mit je zwei jeweils voneinander
getrennten ersten und zweiten Auswerteschaltungen verbunden, die jeweils bei Erreichen
eines systemspezifischen Grenz-Widerstandswertes des jeweilig dem Sensorkreis zugeordneten
Sensorelementes eine Unterbrechung der Statorwicklungen (U, V, W) des Motors von der
Stromversorgung der Treiberschaltung vorzugsweise über Abschaltmittel bewirken.
[0012] Bevorzugt ist es, wenn ferner zwei voneinander entkoppelte Strombegrenzungsschaltungen
zur Vermeidung einer zu schnellen Motorerwärmungen vorgesehen sind, die ausgebildet
sind, den Strom über einen Shunt-Widerstand zu messen, wobei bei Überschreitung eines
systemspezifischen Grenzwertes die Auswerteschaltungen abgeschaltet werden bzw. Abschaltmittel
der Auswerteschaltung angesteuert werden, wobei vorzugsweise wenigstens eines der
je zwei ersten und zweiten Auswerteschaltungen Abschaltmittel zur Unterbrechung der
Statorwicklungen (U, V, W) des Motors von der Treiberstromversorgung der Treiberschaltung
aufweisen.
[0013] Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass der thermische Motorschutz über zwei voneinander
getrennte Schaltungskreise (Sensorkreise) sichergestellt wird, wobei der erste Sensorkreis
vorzugsweise zwei in Reihenschaltung angeordnete PTCs mit steilem Widerstandsanstieg
im Bereich der Abschalttemperatur oder alternativ zwei in Reihe geschaltete Temperaturwächter
aufweist. Der zweite Sensorkreis umfasst einen PTC mit annähernd linearer Kennlinie,
welcher neben dem Übertemperaturschutz auch geeignet ist, die Temperatur der überwachten
Wicklung unmittelbar oder mittelbar zu messen.
[0014] Bevorzugt sind alle Bauelemente der beiden Schaltungskreise als normenkonform zugelassene
Bauteile ausgebildet.
[0015] Die Auswertung des ersten Sensorkreises erfolgt über die zuvor genannten zwei voneinander
getrennten und vollständig entkoppelte erste und zweite Auswerteschaltungen. Die Auslösung
erfolgt bei einem hardwareseitig festgelegten Grenzwiderstandswert, welcher bei PTC-Einsatz
im Bereich des stark ansteigenden Widerstandsverlaufs der Sensorkennlinie liegt und
unter Einbeziehung seiner Toleranzen eindeutig einer definierten Temperatur (bzw.
einem definierten Temperaturbereich unter Berücksichtigung der Toleranzen) zugeordnet
ist. Bei der Verwendung von Temperaturwächtern kann für einen geöffneten Kontakt ebenfalls
repräsentativ ein Widerstandswert definiert werden, bei dem die nachgeschaltete Auswerteschaltung
anspricht.
[0016] Die Auswertung des zweiten PTC-Sensorkreises erfolgt ebenfalls über zwei voneinander
getrennte und vollständig entkoppelte erste und zweite Auswerteschaltungen. Auch hier
erfolgt die Auslösung bei einem hardwareseitig festgelegten Widerstandswert, welcher
über die Sensorkennlinie definiert ist und mit festgelegten Toleranzen eindeutig einer
Abschalttemperatur (bzw. einem Temperaturbereich bei Berücksichtigung der Toleranzen)
zugeordnet ist.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist jeweils der erste der beiden
Auswerteschaltungen jedes Sensorkreises mit einem ersten Abschalttransistor verbunden,
über den die Kommutierungsabschaltung bewirkt werden kann. Weiter bevorzugt ist es,
wenn jeweils der zweite der beiden Auswerteschaltungen jedes Sensorkreises mit einem
zweiten Abschalttransistor verbunden ist, über den die Kommutierungsabschaltung bewirkt
werden kann.
[0018] Beide Sensorkreise (Schaltungskreise) wirken mit ihren Auslöseschaltungen voneinander
entkoppelt auf die beiden Abschalttransistoren, welche die Stromversorgung der Treiberschaltung
beim Überschreiten der festgelegten max. Temperaturwerte der Wicklung unterbrechen.
[0019] In einer Weiterbildung der Erfindung kann weiter vorgesehen sein, dass zur Vermeidung
einer zu schnellen Motorerwärmungen (welche ggf. nicht rechtzeitig durch die thermische
Motorschutzschaltung erfasst werden können) und zur Verhinderung hoher Motorströme
(welche zum Ausfall der Leistungselektronik führen könnten) der Endstufenstrom über
einen Shunt-Widerstand gemessen und über zwei voneinander getrennte und vollständig
entkoppelte Strombegrenzungsschaltungen ausgewertet wird. Werden die hardwareseitig
festgelegten Strom-Grenzwerte überschritten, schalten die Auswerteschaltungen bzw.
von den Auswerteschaltungen aktivierbare Abschaltmittel die Kommutierung ab und erst
mit großer Totzeit wieder ein. Die Kommutierungsabschaltung erfolgt hierbei bevorzugt
über die Unterbrechung der Treiberstromversorgung über die Abschalttransistoren der
thermischen Schutzschaltung der Sensorkreise.
[0020] Durch die große Totzeit vor dem Wiedereinschalten der Treiberschaltung wird erreicht,
dass der mittlere Endstufen- bzw. Motorstrom auf einem unkritischen Niveau bezüglich
der Endstufenbelastbarkeit, insbesondere für den Fall eines blockierten Rotors bleibt.
[0021] Erfindungsgemäß ist daher die zuvor beschriebene Schutzschaltung so weitergebildet,
dass ferner zwei voneinander entkoppelte Strombegrenzungsschaltungen zur Vermeidung
einer zu schnellen Motorerwärmungen vorgesehen sind, die ausgebildet sind, den Strom
über einen Shunt-Widerstand zu messen, wobei bei Überschreitung eines systemspezifischen
Grenzwertes eine Unterbrechung der Statorwicklungen (U, V, W) des Motors von der Treiberstromversorgung
der Treiberschaltung erfolgt. In einer bevorzugten Ausgestaltung der Schutzschaltung,
ist eine der Strombegrenzungsschaltungen mit der Basis (bzw. dem Gate) des ersten
Abschalttransistors verbunden, um diesen unabhängig von den ersten Auswerteschaltungen
anzusteuern.
[0022] Es ist weiter mit Vorteil vorgesehen, wenn die Strombegrenzungsschaltung entweder
mit der Basis (bzw. dem Gate) des zweiten Abschalttransistors verbunden ist, um diesen
Abschalttransistor unabhängig von den zweiten Auswerteschaltungen anzusteuern. Alternativ
kann die zweite Strombegrenzungsschaltung auch direkt mit der Treiberschaltung verbunden
sein, um die Treiberstufe der Treiberschaltung unmittelbar abzuschalten.
[0023] In einer ebenfalls bevorzugten Ausbildung der Schutzschaltung können die widerstandsabhängigen
Sensorelemente im ersten Sensorkreis als PTC-Widerstände oder Temperaturwächter vorzugsweise
mit steiler Widerstandskennlinie vorgesehen und kann das widerstandsabhängige Sensorelement
im zweiten Sensorkreis ein PTC-Widerstand mit einer im Wesentlichen linearen Widerstandskennlinie.
[0024] In einer Weiterentwicklung der Erfindung kann zur Redundanz vorgesehen sein, dass
mittels einer Messschaltung der Zwischenkreisstrom gemessen wird und beim Überschreiten
einer festgelegten Schwelle abgeschaltet und erst mit großer Totzeit wieder eingeschaltet
wird. Durch die große Totzeit vor dem Wiedereinschalten der Treiberschaltung bzw.
der Zwischenkreisstromabschaltung wird erreicht, dass der mittlere Endstufen- bzw.
Motorstrom auf einem unkritischen Niveau bezüglich der Endstufenbelastbarkeit (insbesondere
bei blockiertem Rotor) bleibt. Diese Ausgestaltung der Schutzschaltung hat den weiteren
Vorteil, dass beim zusätzlichen Auftreten eines Fehlers in der Leistungsendstufe (z.
B. der Fall des Durchlegierens eines Schalters der Endstufe) der Wicklungsstrom auf
Werte unterhalb des zulässigen Motornennstromes begrenzt wird, wodurch eine Überhitzung
der Wicklung vermieden wird.
[0025] Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung, bei der die Messschaltung zur Messung
des Zwischenkreisstromes des Zwischenkreises des EC-Motors mit dem Gate eines IGBT-Transistors
verbunden ist, um beim Überschreiten eines festgelegten Stromwertes die Steuerstrecke,
vorzugsweise die Emitter-Kollektorstrecke des IGBT-Transistors zu sperren.
[0026] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schutz
vor Überhitzung der Statorwicklungen (U, V, W) eines EC-Motors (M) unter Verwendung
einer wie zuvor beschriebenen Schutzschaltung, wobei bei Erreichen eines systemspezifischen
Grenzwertes eines der Sensorelemente der Sensorkreise oder bei Überschreiten eines
zulässigen Zwischenkreisstromes eine Unterbrechung der Ströme durch die Statorwicklungen
(U, V, W) des Motors (M) erfolgt oder ein Abschaltmittel den Zwischenkreis unmittelbar
unterbricht und nach einer ausreichend großen Totzeit ggf. wieder einschaltet.
[0027] Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
bzw. werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung der
Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt.
[0028] Es zeigen:
- Fig.1
- eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schutzschaltung;
- Fig.2
- eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schutzschaltung und
- Fig.3
- eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schutzschaltung.
[0029] In den Figuren 1 bis 3 sind unterschiedliche Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen
Schutzschaltung gezeigt, wobei gleiche Bezugszeichen auf gleiche strukturelle oder
funktionale Merkmale hinweisen.
[0030] In Figur 1 ist eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schutzschaltung
1 zum Schutz vor Überhitzung der Statorwicklungen U, V, W eines EC-Motors M die mit
einer Halbleiter-Endstufe 2 verbunden sind, gezeigt, die über eine Treiberschaltung
7 von einer elektronischen Kommutierungssteuerung zum zeitlich versetzten Ansteuern
der Statorwicklungen U, V, W des Motors M zwecks Erzeugung eines magnetischen Drehfeldes
ausgebildet sind.
[0031] Die Schutzschaltung 1 ist mit zwei redundante Sensorkreisen 10, 20 ausgebildet. Im
ersten Sensorkreis 10 sind zwei in Reihe geschaltete widerstandsabhängige Sensorelemente
11,12 und zwar zwei PTC-Widerstände vorgesehen. Im zweiten Sensorkreis 20 ist ebenfalls
ein widerstandsabhängiges Sensorelement 21 und zwar ein PTC-Widerstand mit einer im
Wesentlichen linearen Widerstands-Kennlinie vorgesehen. Die widerstandsabhängige Sensorelemente
11, 12 im ersten Sensorkreis stellen PTC-Widerstände mit steiler Widerstandskennlinie
dar. Die beiden Sensorkreise 10, 20 sind mit je zwei jeweils voneinander getrennten
ersten und zweiten Auswerteschaltungen 30, 31 bzw. 40, 41 verbunden, die bei Erreichen
eines systemspezifischen Grenz-Widerstandswertes des jeweilig dem Sensorkreis 10 bzw.
20 zugeordneten Sensorelementes 11,12 bzw. 21 eine Unterbrechung der Statorwicklungen
U, V, W des Motors M von der Stromversorgung der Treiberschaltung 7 über Abschaltmittel
bewirken.
[0032] Wie in der Figur 1 zu erkennen ist, sind ferner zwei voneinander entkoppelte Strombegrenzungsschaltungen
8, 9 zur Vermeidung einer zu schnellen Motorerwärmungen vorgesehen, die ausgebildet
sind, den Strom über einen Shunt-Widerstand S zu messen, wobei bei Überschreitung
eines systemspezifischen Grenzwertes die Abschaltmittel T1 bzw. T2 angesteuert bzw.
ausgeschaltet werden.
[0033] Wie ferner zu erkennen ist, ist die Strombegrenzungsschaltung 8 mit der Basis B (bzw.
dem Gate) des ersten Abschalttransistors T1 verbunden, um den ersten Abschalttransistor
T1 unabhängig von der Temperaturauswertung der PTC-Widerstände der ersten Auswerteschaltungen
anzusteuern.
[0034] Ferner ist in diesem Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass die Strombegrenzungsschaltungen
9 mit der Basis B bzw. dem Gate des zweiten Abschalttransistors T2 verbunden ist,
um den zweiten Abschalttransistor T2 unabhängig von der Temperaturauswertung des PTC-Widerstandes
21 durch die zweiten Auswerteschaltungen 31, 41 anzusteuern.
[0035] Die ersten und zweiten Auswerteschaltungen 30, 31, 40, 41 sind jeweils mit ersten
und zweiten Abschaltmittel T1, T2 zur Unterbrechung der Statorwicklungen U, V, W des
Motors M von der Treiberstromversorgung der Treiberschaltung 7 verbunden, und zwar
die beiden ersten Auswerteschaltungen 30, 40 mit dem ersten Abschalttransistor T1,
über den die Kommutierungsabschaltung bewirkt werden kann und die zweiten Auswerteschaltungen
31, 41 mit einem zweiten Abschalttransistor T2, über den die Kommutierungsabschaltung
bewirkt werden kann.
[0036] In der Figur 2 ist eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schutzschaltung
1 gezeigt, die sich von der ersten Ausführungsform dadurch unterscheidet, dass die
Strombegrenzungsschaltungen 9 nicht mit der Basis B bzw. dem Gate des zweiten Abschalttransistors
T2 verbunden ist, sondern direkt mit der Treiberschaltung 7, um die Treiberstufe 7a
unmittelbar abzuschalten.
[0037] Die Figur 3 zeigt eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schutzschaltung.
Diese Schutzschaltung 1 weist keine zweite Strombegrenzungsschaltungen 9 auf, sondern
eine Messschaltung 50 zur Messung des Zwischenkreisstromes Iz des Zwischenkreises
des EC-Motors M auf. Die Schutzschaltung 50 mit dem Gate G eines IGBT-Transisitors
51 verbunden, um bei Überschreiten eines festgelegten Stromwertes die Emitter-Kollektorstrecke
des IGBT-Transistors 50 zu sperren. Diese Ausführungsform hat den zusätzlichen Vorteil,
dass beim Auftreten eines Fehlers in der Leistungsendstufe der Wicklungsstrom auf
Werte unterhalb des zulässigen Motornennstromes begrenzt wird, wodurch eine Überhitzung
der Wicklung vermieden wird.
[0038] Wie in den Figuren 1 bis 3 zu erkennen ist, sind die Sensorkreise mit den ersten
und zweiten Auswerteschaltungen 30, 31, 40, 41 und die Strombegrenzungskreise mit
den Strombegrenzungsschaltungen 8, 9 über Dioden stromrichtungsseitig gerichtet.
[0039] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf die vorstehend angegebenen
bevorzugten Ausführungsbeispiele- Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar,
welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen
Gebrauch macht.
1. Schutzschaltung (1) zum Schutz vor Überhitzung der Statorwicklungen (U, V, W) eines
EC-Motors (M) die mit einer Halbleiter-Endstufe (2) verbunden sind, die über eine
Treiberschaltung (7) von einer elektronischen Kommutierungssteuerung zum zeitlich
versetzten Ansteuern der Statorwicklungen (U, V, W) des Motors (M) zwecks Erzeugung
eines magnetischen Drehfeldes ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschaltung (1) mit zwei redundante Sensorkreisen (10, 20) ausgebildet ist,
wobei im ersten Sensorkreis (10) zwei in Reihe geschaltete widerstands- und wicklungstemperaturabhängige
Sensorelemente (11, 12) und im zweiten Sensorkreis (20) ein widerstands- und wicklungstemperaturabhängiges
Sensorelement (21) vorgesehen sind, wobei der erste und zweite Sensorkreis (10) mit
je zwei jeweils voneinander getrennten ersten und zweiten Auswerteschaltungen (30,
31 bzw. 40, 41) verbunden sind, die bei Erreichen eines systemspezifischen Grenz-Widerstandswertes
des jeweilig dem Sensorkreis zugeordneten Sensorelementes (11, 12 bzw. 21) eine Unterbrechung
der Treiberschaltung (7) bewirken, um dadurch die Statorwicklungen (U, V, W) des Motors
(M) stromlos zu schalten.
2. Schutzschaltung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ferner zwei voneinander entkoppelte Strombegrenzungsschaltungen (8, 9) zur Vermeidung
einer zu schnellen Motorerwärmungen vorgesehen sind, die ausgebildet sind, den Strom
über einen Shunt-Widerstand zu messen, wobei bei Überschreitung eines systemspezifischen
Grenzwertes über Abschaltmittel die Stromversorgung der Treiberschaltung unterbrochen
wird, um dadurch die Statorwicklungen (U, V, W) des Motors (M) stromlos zu schalten.
3. Schutzschaltung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der je zwei ersten und zweiten Auswerteschaltungen (30, 31, 40,
41) Abschaltmittel zur Unterbrechung der Treiberstromversorgung der Treiberschaltung
(7), um dadurch die Statorwicklungen (U, V, W) des Motors (M) stromlos zu schalten.
4. Schutzschaltung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden ersten Auswerteschaltungen (30, 40) mit einem ersten Abschalttransistor
(T1) verbunden sind, über den die Kommutierungsabschaltung bewirkt werden kann oder
wird.
5. Schutzschaltung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Auswerteschaltungen (31, 41) mit einem zweiten Abschalttransistor (T2)
verbunden sind, über den die Kommutierungsabschaltung bewirkt werden kann oder wird.
6. Schutzschaltung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Strombegrenzungsschaltung (8) mit der Basis (B) des ersten Abschalttransistors
(T1) verbunden ist, um den ersten Abschalttransistor (T1) unabhängig von den ersten
Auswerteschaltungen (30, 40) anzusteuern.
7. Schutzschaltung (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Strombegrenzungsschaltung (9) entweder mit der Basis (B) des zweiten Abschalttransistors
(T2) verbunden ist, um den zweiten Abschalttransistor (T2) unabhängig von den zweiten
Auswerteschaltungen (31, 41) anzusteuern oder direkt mit der Treiberschaltung (7),
um die Treiberstufe (7a) unmittelbar abzuschalten.
8. Schutzschaltung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die widerstandsabhängigen Sensorelemente (11, 12) im ersten Sensorkreis (10) PTC-Widerstände
oder Temperaturwächter vorzugsweise mit steiler Widerstandskennlinie sind.
9. Schutzschaltung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das widerstandsabhängige Sensorelement (21) im zweiten Sensorkreis (20) ein PTC-Widerstand
mit einer im Wesentlichen linearen Widerstandskennlinie ist.
10. Schutzschaltung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Messschaltung (50) zur Messung des Zwischenkreisstromes (Iz) eines Zwischenkreises
des EC-Motors vorgesehen wird, die vorzugsweise mit dem Gate (G) eines IGBT-Transisitors
(51) verbunden ist, um beim bei Überschreiten eines festgelegten Stromwertes die Steuerstrecke,
vorzugsweise die Emitter-Kollektorstrecke des IGBT-Transistors (51) zu sperren.
11. Verfahren zum Schutz vor Überhitzung der Statorwicklungen (U, V, W) eines EC-Motors
(M) unter Verwendung einer Schutzschaltung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei
bei Erreichen eines systemspezifischen Grenzwertes eines der Sensorelemente (11, 12
bzw. 21) eine Unterbrechung der Stromversorgung der Statorwicklungen (U, V, W) des
Motors (M) erfolgt oder ein Abschaltmittel den Zwischenkreis unterbricht bzw. abschaltet.
1. A protection circuit (1) for protecting against overheating of the stator windings
(U, V, W) of an EC motor (M) which are connected with a semiconducting output stage
(2), which are configured with a driver circuit (7) from an electronic commutation
controller for temporally offset triggering of the stator windings (U, V, W) of the
motor (M) for the purpose of the generation of a magnetic rotating field, characterized in that the protection circuit (1) is configured with two redundant sensor circuits (10,
20), wherein two resistance- and winding temperature-dependent sensor elements (11,
12) connected in series in the first sensor circuit (10) and one resistance- and winding
temperature-dependent sensor element (21) in the second sensor circuit (20) are provided,
wherein the first and second sensor circuits (10) are each connected with two first
and second evaluation circuits (30, 31 or 40, 41, respectively), each separated from
one another, which effect an interruption of the driver circuit (7) when reaching
a system-specific threshold resistance value of the respective sensor element (11,
12 or 21, respectively) associated with the sensor circuit to thereby switch off the
current to the stator windings (U, V, W) of the motor (M).
2. The protection circuit (1) according to claim 1, characterized in that further two current limiting circuits (8, 9) decoupled from one another for avoiding
an excessively rapid motor warming are provided which are configured to measure the
current via a shunt resistance, wherein the current supply to the driver circuit is
interrupted via shutdown means when exceeding a system-specific threshold to thereby
switch off the current to the stator windings (U, V, W) of the motor (M).
3. The protection circuit (1) according to claim 2, characterized in that at least one of the two respective first and second evaluation circuits (30, 31,
40, 41) has shutdown means for interrupting the driver current supply to the driver
circuit (7) to thereby switch off the current to the stator windings (U, V, W) of
the motor (M).
4. The protection circuit (1) according to any of claims 1 to 3, characterized in that the two first evaluation circuits (30, 40) are connected with a first shutdown transistor
(T1) through which the commutation shutdown may be or is effected.
5. The protection circuit (1) according to any of claims 1 to 4, characterized in that the second evaluation circuits (31, 41) are connected with a second shutdown transistor
(T2) through which the commutation shutdown may be or is effected.
6. The protection circuit (1) according to claim 5, characterized in that the current limiting circuit (8) is connected with the base (B) of the first shutdown
transistor (T1) to trigger the first shutdown transistor (T1) independently from the
first evaluation circuits (30, 40).
7. The protection circuit (1) according to claim 5 or 6, characterized in that the current limiting circuit (9) is either connected with the base (B) of the second
shutdown transistor (T2) to trigger the second shutdown transistor (T2) independently
from the second evaluation circuits (31, 41) or directly with the driver circuit (7)
to shut down the driver stage (7a) directly.
8. The protection circuit (1) according to any of claims 1 to 7, characterized in that the resistance-dependent sensor elements (11, 12) in the first sensor circuit (10)
are PTC resistances or temperature controllers, preferably with a steep resistance
characteristic.
9. The protection circuit (1) according to any of claims 1 to 8, characterized in that the resistance-dependent sensor element (21) in the second sensor circuit (20) is
a PTC resistance with an essentially linear resistance characteristic.
10. The protection circuit (1) according to any of claims 1 to 9, characterized in that a measurement circuit (50) for measuring the intermediate circuit current (Iz) of
an intermediate circuit of the EC motor is provided, which is preferably connected
with the gate (G) of an IGBT transistor (51) to block the control path, preferably
the emitter collector path of the IGBT transistor (51), when exceeding a predetermined
current value.
11. A method for protecting against overheating of the stator windings (U, V, W) of an
EC motor (M) using a protection circuit according to any of claims 1 to 10, wherein
the current supply to the stator windings (U, V, W) of the motor (M) is interrupted
or a shutdown means interrupts or shuts down the intermediate circuit when reaching
a system-specific threshold of one of the sensor elements (11, 12 or 21, respectively).
1. Circuit de protection (1) pour la protection contre une surchauffe des enroulements
de stator (U, V, W) d'un moteur EC (M) qui sont reliés à un étage final à semi-conducteurs
(2), qui sont réalisés pour la commande à décalage temporel des enroulements de stator
(U, V, W) du moteur (M) à des fins de génération d'un champ magnétique tournant par
une commande de commutation électronique par le biais d'un circuit pilote (7), caractérisé en ce que le circuit de protection (1) est réalisé avec deux circuits de capteur redondants
(10, 20), dans lequel deux éléments de capteur (11, 12) dépendants de la résistance
et de la température d'enroulement montés en série sont prévus dans le premier circuit
de capteur (10) et un élément de capteur (21) dépendant de la résistance et de la
température d'enroulement est prévu dans le deuxième circuit de capteur (20), dans
lequel le premier et deuxième circuit de capteur (10) sont reliés à respectivement
deux premiers et deuxièmes circuits d'évaluation (30, 31 ou 40, 41) séparés respectivement
l'un de l'autre, qui provoquent lors de l'atteinte d'une valeur de résistance limite
spécifique au système de l'élément de capteur (11, 12 ou 21) associé respectivement
au circuit de capteur, une coupure du circuit pilote (7) pour mettre ainsi les enroulements
de stator (U, V, W) du moteur (M) hors courant.
2. Circuit de protection (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que deux circuits de limitation de courant (8, 9) découplés l'un de l'autre sont prévus
en outre pour éviter un échauffement trop rapide du moteur, qui sont réalisés pour
mesurer le courant par le biais d'une résistance de shuntage, dans lequel lors du
dépassement d'une valeur limite spécifique au système l'alimentation en courant du
circuit pilote est coupée par le biais de moyens de coupure pour mettre ainsi les
enroulements de stator (U, V, W) du moteur (M) hors courant.
3. Circuit de protection (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'au moins un des respectivement deux premiers et deuxièmes circuits d'évaluation (30,
31, 40, 41) des moyens de coupure pour la coupure de l'alimentation en courant pilote
du circuit pilote (7) pour mettre ainsi les enroulements de stator (U, V, W) du moteur
(M) hors courant.
4. Circuit de protection (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les deux premiers circuits d'évaluation (30, 40) sont reliés à un premier transistor
de coupure (T1), par le biais duquel la coupure de commutation peut être ou est provoquée.
5. Circuit de protection (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les deuxièmes circuits d'évaluation (31, 41) sont reliés à un deuxième transistor
de coupure (T2), par le biais duquel la coupure de commutation peut être ou est provoquée.
6. Circuit de protection (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que le circuit de limitation de courant (8) est relié à la base (B) du premier transistor
de coupure (T1) pour commander le premier transistor de coupure (T1) indépendamment
des premiers circuits d'évaluation (30, 40).
7. Circuit de protection (1) selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le circuit de limitation de courant (9) est relié soit à la base (B) du deuxième
transistor de coupure (T2) pour commander le deuxième transistor de coupure (T2) indépendamment
des deuxièmes circuits d'évaluation (31, 41) soit directement au circuit pilote (7)
pour couper directement l'étage pilote (7a).
8. Circuit de protection (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes 1
à 7, caractérisé en ce que les éléments de capteur dépendants de la résistance (11, 12) dans le premier circuit
de capteur (10) sont des résistances PTC ou des contrôleurs de température de préférence
avec une courbe caractéristique de résistance pentue,
9. Circuit de protection (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes 1
à 8, caractérisé en ce que l'élément de capteur dépendant de la résistance (21) dans le deuxième circuit de
capteur (20) est une résistance PTC avec une courbe caractéristique de résistance
sensiblement linéaire.
10. Circuit de protection (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes 1
à 9, caractérisé en ce qu'un circuit de mesure (50) est prévu pour la mesure du courant de circuit intermédiaire
(Iz) d'un circuit intermédiaire du moteur EC qui est relié de préférence à la grille
(G) d'un transistor IGBT (51) pour bloquer lors du dépassement d'une valeur de courant
définie le trajet de commande, de préférence le trajet émetteur-collecteur du transistor
IGBT (51).
11. Procédé pour la protection contre une surchauffe des enroulements de stator (U, V,
W) d'un moteur EC (M) en utilisant un circuit de protection selon l'une quelconque
des revendications 1 à 10, dans lequel lors de l'atteinte d'une valeur limite spécifique
au système d'un des éléments de capteur (11, 12 ou 21), une coupure de l'alimentation
en courant des enroulements de stator (U, V, W) du moteur (M) a lieu ou un moyen de
coupure coupe ou arrête le circuit intermédiaire.
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