[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement in Form eines Streifens mit einer ersten
polymeren Schicht, welche mindestens eine eingeprägte Beugungsstruktur aufweist, mit
wenigstens einer Reflexionsschicht, die mit der Beugungsstruktur optisch zusammenwirkt,
ein Reflexionshologramm als erstes visuell erkennbares Sicherheitsmerkmal auszubilden,
und mit mindestens einem unter UV-Strahlung lumineszierenden Aufdruck, der ein zweites
unter UV-Licht visuell erkennbares Sicherheitsmerkmal ausbildet, wobei das Reflexionshologramm
wenigstens einen Durchsichtbereich auf das zweite Sicherheitsmerkmal aufweist.
[0002] Um ein Reflexionsholgramm mit einem zweiten Sicherheitsmerkmal ergänzen zu können,
sind aus dem Stand der Technik (
EP 1 241 022 A1) Sicherheitselemente bekannt, die mit einer teilweise transparenten Reflexionsschicht
am Reflexionsholgramm einen unter UV-Strahlung lumineszierenden Aufdruck durchscheinen
lassen können. Das Reflexionsholgramm weist sohin einen Durchsichtbereich auf den
unter UV-Strahlung lumineszierenden Aufdruck auf, was die Fälschungssicherheit des
Sicherheitselements erhöht. Nachteilig beeinträchtigen sich beide Sicherheitsmerkmale,
nämlich Reflexionsholgramm und Aufdruck, visuell, was die optische Trennbarkeit der
Sicherheitsmerkmale erschwert und zu einer verminderten Fälschungssicherheit führen
kann.
[0003] Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, die Fälschungssicherheit eines Sicherheitselements
mit mindestens zwei Sicherheitsmerkmalen zu erhöhen.
[0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der lumineszierende Aufdruck
ein Rasterdruckbild aufweist und dass der Durchsichtbereich durch mindestens eine
Aussparung in der Reflexionsschicht und durch die, in diesem Bereich der Aussparung
zumindest über dem Rasterdruckbild des Aufdrucks von der Beugungsstruktur freie polymere
Schicht ausgebildet wird.
[0005] Weist der lumineszierende Aufdruck ein Rasterdruckbild auf, kann zunächst ein im
höchsten Maße fälschungssicheres Sicherheitsmerkmal am Sicherheitselement geschaffen
werden. Um diese erhöhte Sicherheit jedoch nicht durch optische Störungen, beispielsweise
Moiré-Muster, zu beeinträchtigen, schlägt die Erfindung weiter vor, dass der Durchsichtbereich
durch mindestens eine Aussparung in der Reflexionsschicht und durch die, in diesem
Bereich der Aussparung zumindest über dem Rasterdruckbild des Aufdrucks von der Beugungsstruktur
freie polymere Schicht ausgebildet wird. Dadurch kann beispielsweise die isotrope
Fluoreszenzstrahlung des lumineszierenden Rasterdruckbilds, die nämlich besonders
anfällig gegenüber beugungsbedingten Verzerrungen ist, den Durchsichtbereich im Reflexionshologramm
nahezu unbeeinträchtigt passieren, wodurch mit einer Unschärfe in der Abbildung des
visuellen Effekts des zweiten Sicherheitselements nicht zu rechnen ist. Zudem kann
damit eine visuelle Vermischung der beiden Sicherheitselemente vermieden werden, was
einer unbeeinträchtigten visuellen Unterscheidbarkeit der beiden Sicherheitsmerkmale
förderlich sein kann.
Außerdem kann durch diesen Durchsichtbereich ein räumlicher Tiefeneffekt zwischen
den beiden Sicherheitsmerkmalen am Sicherheitselement verstärkt werden und damit die
Fälschungssicherheit des Sicherheitselements weiter erhöht werden.
[0006] Im Allgemeinen wird erwähnt, dass unter Rasterdruckbild ein gedrucktes Bild mit einem
Druckraster verstanden werden kann, bei dem die Rasterpunkte bzw. Druckpunkte neben-
und übereinander aufgetragen werden können. Durch eine Farbmischung und/oder Intensitätsvariation
kann eine Bildwirkung erzeugt werden. Rasterdruckbilder können ein- oder mehrfarbige
Bilder darstellen.
Im Allgemeinen wird weiter erwähnt, dass für diesen unter UV-Strahlung lumineszierenden
Aufdruck beispielsweise eine Druckfarbe verwendet werden kann, die lumineszierende
Farbstoffe oder Pigmente enthält. Dieser lumineszierende Farbstoff und/oder Pigment
kann beispielsweise, unter Einwirkung von Strahlung in einen energetisch angeregten
Zustand gebracht werden und danach spontan in einen Zustand niedrigerer Energie übergehen,
wobei Photonen einer bestimmten Wellenlänge abgegeben werden, was bei entsprechender
Wellenlänge vom menschlichen Auge wahrgenommen werden kann.
Im Allgemeinen wird weiter festgehalten, dass der lumineszierende Aufdruck und/oder
das Rasterdruckbild mit jedem gängigen, beispielsweise berührenden oder berührungsfreien
Druckverfahren, wie etwa Tiefdruck-, Siebdruck-, Tampondruck-, Offsetdruck-, Lithographiedruck-,
Flexodruck-, Hochdruck- oder Inkjet-Druckverfahren etc. aufgebracht werden kann.
[0007] Die visuelle Abgrenzung zwischen Reflexionshologramm und dem unter UV-Strahlung lumineszierenden
Aufdruck kann weiter verstärkt werden, wenn die eingeprägte Beugungsstruktur an der
Aussparung der Reflexionsschicht endet. Zudem kann damit, je nach Blickwinkel auf
den Durchsichtbereich, ein von der Beugungsstruktur mehr oder weniger abhängiger visueller
Effekt erzeugt werden, womit das Sicherheitselement mit einem weiteren Sicherheitsmerkmal
ergänzt werden kann. Außerdem kann damit der räumliche Tiefeneffekt weiter verstärkt
werden. Die Fälschungssicherheit des Sicherheitsmerkmals kann sich damit weiter verbessern.
[0008] Die Gefahr von sichtwinkelabhängigen, optischen Störungen auf den Rasterdruck kann
deutlich verringert werden, wenn die Beugungsstruktur und Reflexionsschicht im Register
zueinander angeordnet sind.
[0009] Sind die Aussparung und das Rasterdruckbild im Register zueinander angeordnet, kann
zunächst vermieden werden, dass Motivbestandteile des Aufdrucks durch die Reflexionsschicht
des Reflexionshologramms überdeckt werden. Des Weiteren kann erreicht werden, dass
bei Betrachtung des Sicherheitselements von der Aufdruckseite der visuelle Eindruck
des Rasterdruckbilds durch die Reflexionsschicht unbeeinträchtigt bleibt. Zudem kann
ein visuelles Abheben des lumineszierenden Rasterdruckbilds von anderen Bereichen
im Durchsichtbereich unter Weißlicht bzw. Tageslicht, reduziert werden - beispielsweise,
indem damit Opazitätsunterschiede im Durchsichtbereich vermeidbar sind. Im Durchsichtbereich
kann damit der lumineszierende Aufdruck bei Betrachtung unter Weißlicht schwer als
solcher erkannt werden bzw. standfester im Sicherheitselement verborgen bleiben. Dies
kann die Fälschungssicherheit des Sicherheitselements weiter erhöhen.
[0010] Der konstruktive Aufbau des Sicherheitselements kann vereinfacht werden, wenn die
Aussparung in der Reflexionsschicht den lumineszierenden Aufdruck zumindest bereichsweise
überdeckt. So kann beispielsweise die Reflexionsschicht den Druckrand überdecken und
eventuell am Sicherheitselement störende Randeffekte am Rasterdruckbild ausblenden.
[0011] Die Fälschungssicherheit kann zusätzlich erhöht werden, wenn die Aussparung in Form
eines Zeichens, Musters oder einer Codierung in der Reflexionsschicht vorgesehen ist.
So kann unter anderem etwa die Außenkontur der Aussparung an Motive im lumineszierenden
Aufdruck angepasst werden.
[0012] Die Erfindung kann sich dabei besonders auszeichnen, wenn das Reflexionshologramm
ein Motiv aufweist und die Aussparungen ein Motivteil des Reflexionshologramms ausbildet.
Beispielsweise können die Aussparungen dabei invertierten Konturen des Motivs entsprechen
und dieses durch den lumineszierenden Aufdruck unter UV-Bestrahlung vervollständigen.
Dies kann die Fälschungssicherheit des Sicherheitselements weiter erhöhen.
[0013] Im Allgemeinen wird weiter erwähnt, dass ein Aufdruck auf der Reflexionsschicht außerhalb
der Aussparungen im Reflexionshologramm vorgesehen werden - und erwünscht sein - kann.
Ein solcher Aufdruck wäre einer Betrachtung von der Seite der geprägten polymeren
Schicht aus nicht zugänglich. Bei einer Betrachtung von der Aufdruckseite kann dies
aber ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal darstellen.
[0014] Weist das Rasterdruckbild unterschiedlich farblich lumineszierende Rasterpunkte auf,
kann ein mehrfarbig lumineszierender Aufdruck geschaffen werden. Dieser mehrfarbig
lumineszierende Aufdruck kann sogar echtfarbig ausgebildet sein, wenn rot, grün und
blau lumineszierende Rasterpunkte Anwendung finden.
[0015] Ein besonders fälschungssicheres Sicherheitsmerkmal am lumineszierenden Aufdruck
kann geschaffen werden, wenn das Rasterdruckbild ein Wabenraster aufweist, dessen
sechseckige Rasterzellen aus nebeneinander angeordneten, dreieckförmigen Rasterpunkten
besteht.
[0016] Bevorzugt weist das Rasterdruckbild Rasterzellen mit einer Größe von 10 bis 500 µm,
insbesondere von 50 bis 200 µm, auf.
[0017] Weist das Sicherheitselement eine transparente Decklackschicht auf, kann der lumineszierende
Aufdruck standfest vor äußeren Einflüssen geschützt werden. Insbesondere kann dadurch
einer Oxidation der Fluoreszenzfarbstoffe vorgebeugt werden. Weiterhin kann das Sicherheitselement
gegenüber mechanischen Beschädigungen des Reflexionshologramms bzw. gegenüber einer
Oxidation der metallischen Reflexionsschicht geschützt werden. Erfindungsgemäß kann
derart ein besonders robustes und standfestes Sicherheitselement geschaffen werden.
Ist diese transparente Decklackschicht eine Klebstoffschicht, so kann das Sicherheitselement
vor äußeren Einflüssen geschützt werden und zugleich handhabungsfreundlich auf einem
Wertdokument oder auf einem beliebigen Träger vorgesehen werden. Es ist zudem vorstellbar,
dass die Klebstoffschicht auf einer zusätzlichen transparenten Decklackschicht aufgebracht
ist.
Die Klebstoffschicht kann insbesondere eine Heißsiegellackschicht, eine Kaltsiegelklebeschicht,
eine Selbstklebebeschichtung, eine strahlungshärtende Beschichtung oder andere vergleichbare
Beschichtungen sein.
[0018] Die Handhabbarkeit des Sicherheitselements kann sich erleichtern, wenn das Sicherheitselement
eine Trägerfolie aufweist und damit erhöhte mechanische Stabilität erfahren kann.
Bevorzugt kann die Trägerfolie auch als Transferträger ausgebildet sein, um die Handhabbarkeit
des Sicherheitselements bei dessen weiteren Verwendung zusätzlich zu erleichtern.
[0019] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement kann seine Vorteile insbesondere entfalten,
wenn es auf ein Substrat eines Wertdokuments aufgebracht ist und mit diesem stoffschlüssig
verbunden ist. Als Wertdokument sind beispielsweise eine Banknote, ein Tax Stamp,
ein Reisepass, Führerschein oder Personalausweis vorstellbar.
[0020] Im Allgemeinen wird festgehalten, dass das Substrat auch ein oder mehrere Fenster
zur Durchsicht auf das Sicherheitselement aufweisen kann, wodurch ein Wertdokument
mit sehr hoher Fälschungssicherheit geschaffen werden kann.
[0021] Die Fälschungssicherheit des Wertdokuments kann weiter verbessert werden, wenn der
lumineszierende Aufdruck visuell an das optische Erscheinungsbild des Substrats angepasst
ist. Damit kann beispielsweise ein visuell erkennbarer Opazitätsunterschied zwischen
Substrat und lumineszierendem Aufdruck vermieden werden, was diesen bei Betrachtung
unter Weißlicht standfest im Wertdokument verbergen kann.
[0022] Weist das Sicherheitselement eine transparente Deckfolie auf, so kann ein robustes
Sicherheitselement geschaffen werden, welches sich zur Einbettung in einem Wertdokument
eignet und von beiden Seiten betrachtet unterschiedliche visuell erkennbare Sicherheitsmerkmale
aufweist.
[0023] Ist das Sicherheitselement im Substrat des Wertdokuments eingebettet und weist das
Substrat mindestens ein Fenster zur Durchsicht auf das Sicherheitselement auf, so
kann ein besonders fälschungssicheres Wertdokument geschaffen werden. Das eingebettete
Sicherheitselement kann nämlich dann insbesondere von zumindest einer oder von beiden
Seiten des Substrats aus betrachtet werden und kann dabei im Falle eines beidseitigen
Fensters auf jeder Seite unterschiedliche visuell erkennbare Sicherheitsmerkmale aufweisen.
[0024] Im Allgemeinen wird festgehalten, dass die Fenster im Wertdokument registergenau
mit den Sicherheitsmerkmalen am Sicherheitselement angeordnet sein können.
[0025] In den Figuren ist beispielsweise der Erfindungsgegenstand anhand einer Ausführungsvariante
näher dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Querschnittsansicht durch eine Ausführungsart des erfindungsgemäßen Sicherheitselements,
- Fig. 2
- eine Querschnittsansicht durch ein Wertdokument mit einer weiteren Ausführungsart
des Sicherheitselements,
- Fig. 3
- eine Querschnittsansicht durch ein weiteres Wertdokument mit einer dritten Ausführungsart
des Sicherheitselements, und
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement mit einer Detailansicht.
[0026] Gemäß Fig. 1 ist ein Sicherheitselement 100 gezeigt, auf welchem eine polymere Schicht
2, insbesondere eine polymerisierte Lackschicht, vorgesehen ist. In der polymeren
Schicht 2 ist eine Beugungsstruktur 3 eingeprägt, welche Beugungsstruktur 3 im Zusammenspiel
mit einer an der polymeren Schicht 2 vorgesehenen Reflexionsschicht 4 ein Reflexionshologramm
5 ausbildet, welches das erste Sicherheitsmerkmal des Sicherheitselements 100 darstellt.
Weiters ist ein Aufdruck 6 angebracht, welcher unter Bestrahlung mit UV-Licht luminesziert.
Insbesondere enthält der Aufdruck 6 hierzu lumineszierende Farbstoffe. Über dem Aufdruck
6 sind in der Reflexionsschicht 4 Aussparungen 7 vorgesehen.
[0027] Erfindungsgemäß wird am Sicherheitselement 100 höchste Sicherheit dadurch erreicht,
in dem der Durchsichtbereich 8 durch mindestens eine Aussparung 7 in der Reflexionsschicht
4 und durch die, in diesem Bereich der Aussparung 7 von der Beugungsstruktur 3 freie
polymere Schicht 2 ausgebildet wird. Denn nur dadurch wird es möglich, einen lumineszierenden
Aufdruck 6 mit einem Rasterdruckbild 60, das eine isotrope Fluoreszenzstrahlung aufweist,
frei von Verzerrungen wahrnehmen zu können. Hierzu ist die Aussparung 7 zumindest
über dem Rasterdruckbild 60 des Aufdrucks 6 vorgesehen, wie dies nach Fig. 4 erkannt
werden kann. Ein uneingeschränktes Betrachten des Rasterdruckbilds 60 ist damit gewährleistet.
Das Sicherheitselement 100 kann demnach sowohl von der Seite der Trägerfolie 1 als
auch von der Seite des Aufdrucks 6 betrachtet werden, wodurch ein Sicherheitselement
100 mit hoher Fälschungssicherheit geschaffen ist.
[0028] In Fig. 1 kann weiter erkannt werden, dass die in die polymere Schicht 2 eingeprägte
Beugungsstruktur 3 an der Aussparung 7 der Reflexionsschicht 4 endet. In den Durchsichtbereichen
8 sind in der ersten polymeren Schicht 2 zudem keine Beugungsstrukturen 3 eingebracht,
wodurch ein ungehindertes Betrachten, bzw. ein unveränderter visueller Eindruck des
Aufdrucks 6 - auch im Randbereich -, erreicht werden kann. So kann verhindert werden,
dass in den Randbereichen der Durchsichtbereiche 8 eine visuelle Überlagerung zwischen
Beugungsstruktur 3 und lumineszierendem Aufdruck 6 stattfindet. Zudem ist der Aufdruck
6 mit dem Durchsichtbereich 8 bzw. mit der Aussparung 7 in der Reflexionsschicht 5
im Register. Dazu sind vorteilhafterweise Beugungsstruktur 3 und Reflexionsschicht
4 ebenso im Register zueinander angeordnet. Die Grenzkontur 9 der Reflexionsschicht
4 kann aber auch die Grenzkontur 10 des Rasterdruckbilds 60 leicht überdecken - das
Rasterdruckbild 60 sich also minimal über die Reflexionsschicht 4 hinaus hinter die
Beugungsstruktur 3 erstrecken. Dies führt zu einer scharfen Grenzkontur zwischen lumineszierendem
Aufdruck 6 und Reflexionshologramm 5. Ebenso ist es - wie in Fig. 2 dargestellt -
möglich, dass die Grenzkontur 10 des Rasterdruckbilds 60 nicht von der Grenzkontur
der Reflexionsschicht 4 überdeckt wird, sondern im Bereich der Aussparung 7 liegt.
Derart können optische Beeinträchtigungen der visuellen Wahrnehmbarkeit des Rasterdruckbilds
60 verhindert werden.
[0029] Wie insbesondere der Fig. 4 zu entnehmen, weist das Rasterdruckbild 60 unterschiedlich
farbliche, nämlich in rot, grün und blau, lumineszierende Rasterpunkte 61, 62, 63
auf. Dadurch ergibt sich ein echtfarbig lumineszierendes Rasterdruckbild 60. Zudem
weist das Rasterdruckbild 60 ein Wabenraster 64 auf, dessen sechseckige Rasterzellen
65 aus nebeneinander angeordneten, dreieckförmigen Rasterpunkten 61, 62, 63 bestehen.
Diese Rasterzellen 65 weisen eine Größe von 10 bis 500 µm, insbesondere von 50 bis
200 µm, auf.
[0030] Zudem kann die Grenzkontur 9 der Aussparung 7 in der Reflexionsschicht 4 der Form
eines Zeichens, eines Musters oder einer Codierung folgen. Als besonders vorteilhaft
kann sich jedoch herausstellen, wenn die Grenzkontur 9 der Aussparung einem durch
das Reflexionshologramm 5 erzeugten Motivs folgt bzw. dieses vervollständigt. So können
etwa verschiedene Motivteile unter unterschiedlichen Beleuchtungssituationen erkannt
werden.
[0031] Vorteilhafterweise wird der Aufdruck 6 von einer transparenten Decklackschicht 11
abgedeckt, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Die Decklackschicht 11 kann dabei als
transparenter Schutzlack 11 ausgeführt sein, oder aber als Klebstoffschicht 11, insbesondere
als Heißsiegellackschicht 11, dienen. Vorstellbar ist auch, dass sowohl transparenter
Schutzlack als auch Klebstoffschicht die Decklackschicht 11 ausbilden. Über die Klebstoffschicht
11 können erfindungsgemäße Sicherheitselemente 100, 101, 102 auf Wertdokumenten 201,
202 vorgesehen werden, wie dies in Fig. 2 und Fig. 3 dargestellt ist.
[0032] An der Klebstoffschicht 11 des Sicherheitselements 100, 101, 102 kann zudem eine
transparente Deckfolie 12 angebracht werden, wie dies beispielsweise aus dem in Fig.
3 dargestellten Sicherheitselement 102 erkannt werden kann.
[0033] In einer weiteren Ausführungsform ist vorteilhafterweise die polymere Lackschicht
2 an einer Trägerfolie 1 haftend angebracht. Eine solche Trägerfolie 1 kann sowohl
den Herstellungsprozess des Sicherheitselements 100, 101, 102 erleichtern, als auch
die Stabilität desselben verbessern. Alternativ kann die Trägerfolie 1, bzw. der Transferträger
1, wieder von der polymeren Lackschicht 2 abziehbar vorgesehen sein.
[0034] In Fig. 2 und Fig. 3 sind Wertdokumente 201, 202 dargestellt, wobei auf den Wertdokumenten
201, 202 jeweils ein Sicherheitselement 101 bzw. 102 aufgebracht ist. Bei den Wertdokumenten
201, 202 kann es sich erfindungsgemäß insbesondere um eine Banknote, einen Führerschein,
einen Personalausweis, einen Reisepass oder vergleichbare Dokumente handeln.
[0035] In Fig. 2 ist ein Wertdokument 201 dargestellt, wobei von dem aufgebrachten Sicherheitselement
101 die Trägerfolie 1 (vgl. Fig. 1) entfernt wurde. Über die Klebstoffschicht 11 wurde
das Sicherheitselement 101 am Substrat 13 des Wertdokuments 201 aufgeklebt. Der lumineszierende
Aufdruck 6 ist dabei visuell an das optische Erscheinungsbild des Substrats 13 des
Wertdokuments 201 angepasst.
[0036] Das in Fig. 3 dargestellte Wertdokument 202 weist ein Sicherheitselement 102 auf,
auf welchem eine transparente Deckfolie 12 aufgebracht wurde. Das Sicherheitselement
102 ist dabei zwischen einem oberen Substrat 14 und einem unteren Substrat 15 eingebettet.
Sowohl das obere Substrat 14 als auch das untere Substrat 15 weisen Fenster 16 auf,
um zumindest teilweise eine direkte Sicht auf die Sicherheitsmerkmale des Sicherheitselements
102 zu erlauben. Zwischen Sicherheitselement 102 und den Substraten 14, 15 des Wertdokuments
202 ist jeweils eine zusätzliche Klebstoffschicht 17, insbesondere eine Heißsiegellackschicht,
vorgesehen, welche ebenso im Bereich der Fenster 16 ausgespart sind. Die Trägerfolie
1 und die transparente Deckfolie 12 des Sicherheitselements 102 kann zudem bedruckbar
ausgebildet sein. Es ist so vorstellbar dass an der Trägerfolie 1 und Deckfolie 12
jeweils ein Druck 18, mit oder ohne lumineszierende Farbstoffen, vorgesehen ist. In
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist nur eines der Substrate 13, 14
ein Fenster 16 auf, was in den Figuren jedoch nicht näher dargestellt wurde.
[0037] Zudem ist in einer weiteren Ausführungsform ein Wertdokument geschaffen, welches
ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement 100, 101, 102 aufweist, welches auf einem
einzelnen Substrat 13 aufgebracht ist, wobei das Substrat 13 ein Fenster zur Durchsicht
auf das Sicherheitselement 100, 101, 102 aufweist, was in den Figuren jedoch nicht
näher dargestellt wurde. Ein solches Sicherheitselement kann somit von zwei Seiten
betrachtet werden und die Fälschungssicherheit damit erhöhen.
1. Sicherheitselement in Form eines Streifens mit einer ersten polymeren Schicht (2),
welche mindestens eine eingeprägte Beugungsstruktur (3) aufweist, mit wenigstens einer
Reflexionsschicht (4), die mit der Beugungsstruktur (3) optisch zusammenwirkt, ein
Reflexionshologramm (5) als erstes visuell erkennbares Sicherheitsmerkmal auszubilden,
und mit mindestens einem unter UV-Strahlung lumineszierenden Aufdruck (6), der ein
zweites unter UV-Licht visuell erkennbares Sicherheitsmerkmal ausbildet, wobei das
Reflexionshologramm (5) wenigstens einen Durchsichtbereich (8) auf das zweite Sicherheitsmerkmal
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der lumineszierende Aufdruck (6) ein Rasterdruckbild (60) aufweist und dass der Durchsichtbereich
(8) durch mindestens eine Aussparung (7) in der Reflexionsschicht (4) und durch die,
in diesem Bereich der Aussparung (7) zumindest über dem Rasterdruckbild (60) des Aufdrucks
(6) von der Beugungsstruktur (3) freie polymere Schicht (2) ausgebildet wird.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beugungsstruktur (3) und Reflexionsschicht (4) im Register zueinander angeordnet
sind.
3. Sicherheitselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (7) und das Rasterdruckbild (60) im Register zueinander angeordnet
sind.
4. Sicherheitselement nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reflexionsschicht (4) die Grenzkontur (10) des Rasterdruckbilds (60) zumindest
bereichsweise überdeckt.
5. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparung (7) in Form eines Zeichens, Musters oder einer Codierung in der Reflexionsschicht
(4) vorgesehen ist.
6. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Reflexionshologramm (5) ein Motiv aufweist und die Aussparungen (7) ein Motivteil
des Reflexionshologramms (5) ausbildet.
7. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ausbildung eines mehrfarbig lumineszierenden Aufdrucks (6) das Rasterdruckbild
(60) unterschiedlich farblich, insbesondere rot, grün und/oder blau, lumineszierende
Rasterpunkte (61, 62, 63) aufweist.
8. Sicherheitselement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Rasterdruckbild (60) ein Wabenraster (64) aufweist, dessen sechseckige Rasterzellen
(65) aus nebeneinander angeordneten, insbesondere aneinander angrenzenden, dreieckförmigen
Rasterpunkten (61, 62, 63) besteht.
9. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 7 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Rasterdruckbild (60) Rasterzellen (65) mit einer Größe von 10 bis 500 µm, insbesondere
von 50 bis 200 µm, aufweist.
10. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (100, 101, 102) eine transparente Decklackschicht (11), insbesondere
eine Klebstoffschicht (11), aufweist.
11. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (100, 101, 102) eine transparente Deckfolie (12) aufweist.
12. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (100, 101, 102) eine, insbesondere als Transferträger ausgebildete,
Trägerfolie (1) aufweist.
13. Wertdokument mit einem Substrat (13) und mit zumindest einem auf dem Substrat (13)
vorgesehenen Sicherheitselement (100, 101, 102) nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
14. Wertdokument nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der lumineszierende Aufdruck (6) visuell an das optische Erscheinungsbild des Substrats
(13) angepasst ist.
15. Wertdokument nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (100, 101, 102) im Substrat (14, 15) eingebettet ist und das
Substrat (14, 15) mindestens ein Fenster (16) zur Durchsicht auf das Sicherheitselement
(100, 101, 102) aufweist.