[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement in Form eines Streifens mit einer ersten
und zweiten polymeren Schicht, mit einem unter UV-Strahlung lumineszierenden Rasterdruckbild
zwischen der ersten und zweiten Schicht, wobei das Rasterdruckbild eine Opazität aufweist
und mindestens eine Aufdruckfläche mit einer Grenzkontur innerhalb des Sicherheitselements
ausbildet.
[0002] Aus dem Stand der Technik (
EP 1 241 022 A1) sind Sicherheitselemente in Form eines Streifens bekannt, die zwischen einer ersten
polymeren Schicht und einer zweiten polymeren Schicht einen unter UV-Strahlung lumineszierenden
Aufdruck aufweisen. Ein solcher, lumineszierender Aufdruck zeigt jedoch immer eine
gewisse Opazität, sodass die Grenzkontur der Aufdruckfläche am Sicherheitselement
vergleichsweise stark erkennbar ist. Nachteilig können solche Aufdrucke zu Opazitätsunterschieden
am Sicherheitselement führen und somit Fälschungssicherheit usw. beeinträchtigen.
[0003] Die Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, ausgehend vom eingangs geschilderten
Stand der Technik, die Fälschungssicherheit eines Sicherheitselements mit einem lumineszierenden
Aufdruck zu erhöhen.
[0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass mindestens eine der beiden
polymeren Schichten zumindest im Bereich der Grenzkontur der Aufdruckfläche eine Opazität
aufweist und in ihrer Opazität an die Opazität der Aufdruckfläche angepasst ausgebildet
ist, um die visuelle Erkennbarkeit der Grenzkontur der Aufdruckfläche des lumineszierenden
Rasterdruckbilds am Sicherheitselement abzuschwächen.
[0005] Weist mindestens eine der beiden polymeren Schichten im Bereich der Grenzkontur der
Aufdruckfläche, insbesondere vollflächig, eine Opazität auf und ist in ihrer Opazität
an die Opazität der Aufdruckfläche angepasst ausgebildet, um die visuelle Erkennbarkeit
der Grenzkontur der Aufdruckfläche des lumineszierenden Rasterdruckbilds am Sicherheitselement
abzuschwächen, kann ein in hohem Maße fälschungssicheres Sicherheitsmerkmal am Sicherheitselement
geschaffen werden - nicht zuletzt aufgrund des erhöhten Herstellungsaufwands. Des
Weiteren ist es derart möglich, ein Sicherheitselement mit einem verdeckten Sicherheitsmerkmal
zur Verfügung zu stellen, welches Sicherheitsmerkmal das allgemeine Erscheinungsbild
des Sicherheitselements unter bestimmten Bedingungen nicht verändert. Erfindungsgemäß
kann die Grenzkontur dieses lumineszierenden Aufdrucks nämlich gegenüber dem Sicherheitselement
derart abgeschwächt bzw. verdeckt werden, dass die visuelle Erkennbarkeit des Aufdrucks,
insbesondere unter Weißlicht, nicht oder kaum möglich ist - jedoch beispielsweise
unter Bestrahlung mit UV-Licht sehr wohl visuell leicht erkennbar ist. Im Gegensatz
zum Stand der Technik, bei dem aufgrund nicht gegebener Anpassung der Opazität ein
visuell leicht erkennbarer Aufdruck bereits einen Hinweis in Bezug auf ein Sicherheitsmerkmal
liefern kann, verursacht ein Sicherheitsmerkmal - welches unter bestimmten Bedingungen,
vor allem bei Weißlicht, nicht oder erschwert erkennbar ist - beim erfindungsgemäßen
Sicherheitselement weniger Aufmerksamkeit, was wiederum wesentlich zur Verbesserung
eines Nachweises der Authentizität und in weiterer Folge der Fälschungssicherheit
beitragen kann.
[0006] Im Allgemeinen wird erwähnt, dass unter Rasterdruckbild ein gedrucktes Bild mit einem
Druckraster verstanden werden kann, bei welchem die Rasterpunkte bzw. Druckpunkte
neben- und übereinander aufgetragen werden können. Durch eine additive Farbmischung
und/oder Intensitätsvariation kann eine Bildwirkung erzeugt werden. Rasterdruckbilder
können ein- oder mehrfarbige Bilder darstellen.
[0007] Im Allgemeinen wird weiter erwähnt, dass für diesen unter UV-Strahlung lumineszierenden
Aufdruck beispielsweise eine Druckfarbe verwendet werden kann, die lumineszierende
Farbstoffe oder Pigmente enthält. Solch lumineszierender Farbstoff und/oder lumineszierendes
Pigment kann, beispielsweise unter Einwirkung von Strahlung, in einen energetisch
angeregten Zustand gebracht werden und danach spontan in einen Zustand niedrigerer
Energie übergehen - wobei Photonen einer bestimmten Wellenlänge abgegeben werden,
was bei entsprechender Wellenlänge vom menschlichen Auge wahrnehmbar ist.
[0008] Im Allgemeinen wird weiter festgehalten, dass der lumineszierende Aufdruck und/oder
das Rasterdruckbild mit jedem gängigen, beispielsweise berührenden oder berührungsfreien
Druckverfahren, wie etwa Tiefdruck-, Siebdruck-, Tampondruck-, Offsetdruck-, Lithographiedruck-,
Flexodruck-, Hochdruck- oder Inkjet-Druckverfahren etc. aufgebracht werden kann.
[0009] Im Allgemeinen wird zudem erwähnt, dass unter Opazität der polymeren Schichten die
Lichtundurchlässigkeit im Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts verstanden wird.
[0010] Sind die Opazitätswerte des Rasterdruckbilds und mindestens einer der polymeren Schichten
im Wesentlichen gleich, so kann eine standfeste sowie besonders einfache und kostengünstige
visuelle Verdeckung der Grenzkontur des lumineszierenden Aufdrucks erreicht werden.
Sind die Opazitätswerte des Rasterdruckbilds und der zweiten polymeren Schichten im
Wesentlichen gleich, bzw. insbesondere aneinander angepasst, kann auf einfache Weise
sichergestellt werden, dass die erfindungsgemäßen Vorteile ebenfalls in jenen Bereichen
einfach erreicht werden, in welchen oberhalb der zweiten Schicht kein Rasterdruckbild
angeordnet ist.
[0011] Die visuelle Erkennbarkeit der Grenzkontur der Aufdruckfläche des lumineszierenden
Rasterdruckbilds am Sicherheitselement kann besonders zuverlässig abgeschwächt werden,
wenn eine diffus streuende Lackschicht die erste Schicht ausbildet. Diesbezüglich
kann sich insbesondere eine Mattlackschicht auszeichnen. Solch diffus streuende Lackschicht
kann nämlich standfest unterschiedliche Opazitäten am Sicherheitselement ausgleichen
und somit für ein gewünschtes, vor allem homogenes, Erscheinungsbild des Sicherheitselements
sorgen. Ein besonders fälschungssicheres Sicherheitselement ist derart zur Verfügung
zu stellen.
[0012] Im Allgemeinen wird zudem erwähnt, dass das Sicherheitselement besonders vorteilhaft
in einem Wertdokument eingebettet werden kann, wenn die erste Schicht bedruckbar ist.
Alternativ ist es auch möglich, die erste Schicht und das Wertdokument optisch und/oder
haptisch aneinander anzupassen. Durch eine vollflächige Bedruckbarkeit kann die Fälschungssicherheit
des Sicherheitselements verbessert werden.
[0013] Ist die zweite Schicht als Klebstoffschicht ausgebildet, so kann das Sicherheitselement
vor äußeren Einflüssen geschützt und zugleich handhabungsfreundlich auf einem Wertdokument
oder auf einem beliebigen Träger vorgesehen werden. Insbesondere kann dadurch einer
Oxidation der Fluoreszenzfarbstoffe des lumineszierenden Aufdrucks vorgebeugt werden.
Erfindungsgemäß kann derart ein besonders robustes und standfestes Sicherheitselement
geschaffen werden.
Die Klebstoffschicht kann insbesondere einen Heißsiegel- oder einen Kaltsiegelklebestoff
aufweisen. Die zweite Schicht kann aber alternativ auch eine Selbstklebebeschichtung,
eine strahlungshärtende Beschichtung oder andere vergleichbare Beschichtungen aufweisen.
[0014] Im Allgemeinen wird erwähnt, dass die zweite Schicht zudem transluzent sein kann.
Dabei kann ein besonders handhabungsfreundliches und zudem standfestes Sicherheitselement
geschaffen werden, da die zweite Schicht das optische Erscheinungsbild des Sicherheitselements
und damit dessen Sicherheitsmerkmale nicht beeinträchtigt.
[0015] Weist das Rasterdruckbild in unterschiedlichen Farben lumineszierende Rasterpunkte
auf, kann auf konstruktiv einfache Weise ein mehrfarbig lumineszierender Aufdruck
geschaffen werden. Dieser mehrfarbig lumineszierende Aufdruck kann sogar echtfarbig
ausgebildet sein, wenn rot und/oder grün und/oder blau lumineszierende Rasterpunkte
Anwendung finden.
[0016] Ein besonders fälschungssicheres Sicherheitsmerkmal am lumineszierenden Aufdruck
kann geschaffen werden, wenn das Rasterdruckbild ein Wabenraster aufweist.
[0017] Weist das Wabenraster sechseckige Rasterzellen auf, welche aus nebeneinander angeordneten
dreieckförmigen Rasterpunkten bestehen, so kann die Fälschungssicherheit des Sicherheitsmerkmals
weiter verbessert werden - insbesondere, wenn die Rasterpunkte aneinander angrenzen.
[0018] Weist jede Rasterzelle jeweils zwei farblich gleich lumineszierende Rasterpunkte
auf, können die Lumineszenzintensität und die Farbwiedergabe des lumineszierenden
Aufdrucks besonders homogen gestaltet werden.
[0019] Wird der Farbeindruck der Rasterzelle in Abhängigkeit fehlender Rasterpunkte ausgebildet,
können die Variation der Farbwiedergabe und der Lumineszenzintensität innerhalb des
Rasterdruckbildes auf konstruktiv einfache Art und Weise erreicht werden.
[0020] Zusätzlich kann sich das Sicherheitselement auszeichnen, wenn der Farbeindruck der
Rasterzelle in Abhängigkeit der Größe der Rasterpunkte ausgebildet wird. Dadurch kann
unter anderem ein besonders homogenes Rasterdruckbild geschaffen werden - was wiederum
der Fälschungssicherheit des Sicherheitselements zuträglich sein kann.
[0021] Bevorzugt weisen die Rasterpunkte des Rasterdruckbilds eine Größe von 10 bis 500
µm, insbesondere von 50 bis 200 µm, auf.
[0022] Im Allgemeinen wird erwähnt, dass die Fälschungssicherheit des Sicherheitselements
weiter verbesserbar ist, wenn zwischen erster und zweiter Schicht eine eingeprägte
Beugungsstruktur und eine an diese Beugungsstruktur anschließende Metallisierung vorgesehen
sind. Die eingeprägte Beugungsstruktur kann dabei insbesondere mit der anschließenden
Metallisierung zusammenwirken, um ein Reflexionshologramm auszubilden.
[0023] Im Allgemeinen wird festgehalten, dass ein solches Reflexionshologramm wahlweise
in Betrachtungsrichtung über oder unter dem lumineszierenden Aufdruck angebracht werden
kann. Ist das Reflexionshologramm über dem Aufdruck vorgesehen, so muss durch entsprechende
Aussparungen im Reflexionshologramm die visuelle Erkennbarkeit des Aufdrucks gewährleistet
werden.
[0024] Im Allgemeinen wird weiter festgehalten, dass die Fälschungssicherheit des Sicherheitselements
weiter erhöht werden kann, wenn dieses maschinenlesbare Sicherheitsmerkmale, insbesondere
mit magnetischen Eigenschaften, etwa in Form eines Magnetstreifens, aufweist. Vorstellbar
ist auch, dass solche magnetischen Eigenschaften in Kombination mit einem Hologramm
vorgesehen sind.
[0025] Im Allgemeinen wird zudem festgehalten, dass eine besonders hohe Standfestigkeit
und Fälschungssicherheit des Sicherheitselements erreicht werden kann, wenn das Sicherheitselement
eine Dicke von kleiner gleich 30 µm, insbesondere von kleiner gleich 25 µm, aufweist.
Dadurch ist eine nahezu erhebungsfreie Einbettung des Sicherheitselements in einem
Substrat bzw. Wertdokument möglich.
[0026] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement kann seine Vorteile insbesondere zur Geltung
bringen, wenn es auf einem Substrat eines Wertdokuments vorgesehen - mit diesem also
verbunden - ist. Als Wertdokument sind beispielsweise eine Banknote, ein Tax Stamp,
ein Reisepass, Führerschein oder Personalausweis und so weiter vorstellbar.
[0027] Vor allem können sich diesbezüglich Wertdokumente auszeichnen, welche ein erfindungsgemäßes
Sicherheitselement aufweisen, das sich von einem Rand des Substrats zum gegenüberliegenden
Rand des Substrats durchgehend erstreckt. Hierbei kann es sich um streifen-, faden-
oder bandförmige Sicherheitselemente handeln.
[0028] Die Fälschungssicherheit des Wertdokuments kann weiter verbessert werden, wenn die
Oberflächen der ersten Schicht des Sicherheitselements und des Wertdokuments in ihren
haptischen Eigenschaften und/oder in ihrem visuellen Erscheinungsbild im Wesentlichen
gleich sind. Damit kann beispielsweise in weiterer Folge ein visuell erkennbarer Opazitätsunterschied
zwischen Substrat und lumineszierendem Aufdruck vermieden werden - was diesen bei
Betrachtung unter Weißlicht standfest im Wertdokument verbergen kann. In Bezug auf
solch einen Opazitätsunterschied kann sich eine bedruckbare Mattlackschicht am Sicherheitselement
besonders auszeichnen.
[0029] In den Figuren ist beispielsweise der Erfindungsgegenstand anhand einer Ausführungsvariante
näher dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Schnittansicht durch ein Wertdokument mit einem Sicherheitselement gemäß einer
ersten Ausführungsvariante,
- Fig. 2
- eine Schnittansicht durch ein Wertdokument mit einem Sicherheitselement gemäß einer
zweiten Ausführungsvariante, und
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf das Sicherheitselement aus Fig. 2.
[0030] Gemäß Fig. 1 ist ein Sicherheitselement 100 gezeigt, welches eine erste polymere
Schicht 1 und eine zweite polymere Schicht 2 aufweist, welche auf einem Trägersubstrat
10, insbesondere einer Trägerfolie, aufgebracht sind. Zwischen der ersten und zweiten
polymeren Schicht 1, 2 ist ein unter UV-Strahlung lumineszierendes, eine Opazität
aufweisendes Rasterdruckbild 3 auf dem Trägersubstrat 10 angeordnet, welches zumindest
eine durch eine Grenzkontur 4 abgegrenzte Aufdruckfläche 5 am Sicherheitselement 100
als Sicherheitsmerkmal ausbildet. Das Rasterdruckbild 3 kann dabei insbesondere eine
im Vergleich zum unbedruckten Bereich höhere Opazität aufweisen, bzw. opak sein.
[0031] Erfindungsgemäß ist/sind die erste polymere Schicht 1 und/oder die zweite polymere
Schicht 2 dabei vorzugsweise in Bereichen der Grenzkontur 4 der Aufdruckfläche 5,
insbesondere aber vollflächig, in ihrer Opazität an die Opazität der Aufdruckfläche
5 angepasst, um damit die visuelle Erkennbarkeit der Grenzkontur 4 der Aufdruckfläche
5 abzuschwächen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das lumineszierende Rasterdruckbild
3 daher im Sicherheitselement 100 bei Betrachtung unter Weißlicht verborgen. Die Bedingungen,
unter denen das Rasterdruckbild 3 verborgen oder sichtbar sind, können selbstverständlich
je nach Bedarf variiert werden. Dadurch sind neben der Erhöhung des konstruktiven
Aufwands - und somit eines erschwerten Nachbaus - zugleich auch Fälschungssicherheit
usw. durch das erfindungsgemäße Sicherheitselement 100 erhöht.
[0032] Besonders auszeichnen kann sich, wenn die erste polymere Schicht 1 durch eine diffus
streuende Mattlackschicht 6 ausgebildet wird. Diese stellt die erfindungsgemäßen Vorteile
in Bezug auf die Grenzkontur 4 standfest sicher - kann sich aber auch auszeichnen,
indem sie das Gesamterscheinungsbild des Sicherheitselements 100 an jenes des Wertdokuments
200 anpasst. Des Weiteren ist die erste Schicht 1, insbesondere in Form der Mattlackschicht
6, einfach bedruckbar und kann somit besonders fälschungssicher in ein Wertdokument
eingebettet werden. Die erste Schicht 1 des Sicherheitselements 100 ist dabei an die
Oberflächenbeschaffenheit des Wertdokuments 200, bzw. an das Substrat 21 des Wertdokuments
200 visuell angepasst - was auch in Hinblick auf die haptischen Eigenschaften angedacht
sein kann.
[0033] Die zweite Schicht 2 ist in dem, in Fig. 1 dargestellten Beispiel als transluzente
Heißsiegellackschicht 8 ausgebildet. Über dem Heißsiegellack 8 ist zudem ein Schutzlack
7 aufgebracht, um die im Rasterdruckbild 3 enthaltenen Lumineszenzfarbstoffe vor Oxidation
zu schützen. Die Opazität des Rasterdruckbildes 3 und der zweiten polymeren Schicht
2 können alternativ im Wesentlichen gleich sein, wodurch die visuelle Erkennbarkeit
der Grenzkontur 4 besonders einfach reduziert werden kann.
[0034] Das Rasterdruckbild 3 des Sicherheitselements 100 weist, wie in aus der Draufsicht
in Fig. 3 zu erkennen, rot, grün und blau lumineszierende Rasterpunkte 11, 12 und
13 auf. Dadurch ergibt sich ein echtfarbig lumineszierendes Rasterdruckbild 3. Die
Rasterpunkte 11, 12, 13 sind dabei derart in einem Wabenraster 14 des Rasterdruckbilds
3 angeordnet, dass jede der sechseckigen Rasterzellen 15 des Wabenrasters 14 jeweils
sechs nebeneinander angeordnete und aneinander angrenzende Rasterpunkte 11, 12, 13
aufweist. Jede Rasterzelle 15 zeigt dabei jeweils zwei rot lumineszierende Rasterpunkte
11, zwei grün lumineszierende Rasterpunkte 12 und zwei blau lumineszierende Rasterpunkte
13. Die verschiedenfarbigen Rasterpunkte 11, 12, 13 sind jeweils farblich abwechselnd
angeordnet, und weisen dabei eine Größe von 10 bis 500 µm, insbesondere von 50 bis
200 µm, auf.
[0035] Um den Farbeindruck einer Rasterzelle 15 zu variieren bzw. ein Echtfarbenbild zu
erzeugen, werden in der Rasterzelle 15 einzelne Rasterpunkte 16 weggelassen - wie
dies im Detailausschnitt in Fig. 3 gezeigt ist. Ebenso ist vorstellbar, jedoch in
den Figuren nicht näher dargestellt, dass der Farbeindruck der Rasterzellen 15 über
die variierende Größe der Rasterpunkte 11, 12, 13 ausgebildet wird.
[0036] In Fig. 2 ist ein Sicherheitselement 101 gezeigt, wobei zwischen der ersten Schicht
1 und der zweiten Schicht 2 eine Prägelackschicht 17 vorgesehen ist, welche eine eingeprägte
Beugungsstruktur 18 aufweist. An der Prägelackschicht 17 ist zudem eine partielle
Metallisierung 19 als Reflexionsschicht aufgebracht, um mit der eingeprägten Beugungsstruktur
18 zu einem Reflexionshologramm 20 zusammenzuwirken. Das Reflexionshologramm 20 kann
dabei in Form von Streifen, Zeichen oder Mustern auf dem Sicherheitselement 101 partiell
vorgesehen sein.
[0037] Die erfindungsgemäßen Sicherheitselemente 100, 101 weisen eine Dicke von kleiner
gleich 30 µm, insbesondere von kleiner gleich 25 µm, auf.
[0038] In Fig. 1 und Fig. 2 sind Wertdokumente 200, 201 dargestellt, wobei auf dem Substrat
21 des Wertdokuments 200, 201 jeweils ein Sicherheitselement 100 bzw. 101 aufgebracht
ist. Bei den Wertdokumenten 200, 201 kann es sich erfindungsgemäß um eine Banknote,
einen Führerschein, einen Personalausweis, einen Reisepass oder Vergleichbarem handeln.
[0039] Die Sicherheitselemente 100, 101 können sich dabei von einem Rand des Substrats zum
gegenüberliegenden Rand des Substrats 21 durchgehend, insbesondere in Form eines Bands
oder eines Streifens, erstrecken, was jedoch in den Figuren nicht näher dargestellt
wurde.
1. Sicherheitselement in Form eines Streifens mit einer ersten (1) und zweiten polymeren
Schicht (2), mit einem unter UV-Strahlung lumineszierenden Rasterdruckbild (3) zwischen
der ersten (1) und zweiten Schicht (2), wobei das Rasterdruckbild (3) eine Opazität
aufweist und mindestens eine Aufdruckfläche (5) mit einer Grenzkontur (4) innerhalb
des Sicherheitselements (100, 101) ausbildet, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der beiden polymeren Schichten (1, 2) zumindest im Bereich der Grenzkontur
(4) der Aufdruckfläche (5) eine Opazität aufweist und in ihrer Opazität an die Opazität
der Aufdruckfläche (5) angepasst ausgebildet ist, um die visuelle Erkennbarkeit der
Grenzkontur (4) der Aufdruckfläche (5) des lumineszierenden Rasterdruckbilds (3) am
Sicherheitselement (100, 101) abzuschwächen.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der beiden polymeren Schichten (1, 2) vollflächig an die Opazität
der Aufdruckfläche (5) angepasst ausgebildet ist.
3. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Opazitätswerte des Rasterdruckbilds (3) und mindestens einer der polymeren Schichten
(1, 2) im Wesentlichen gleich sind.
4. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine diffus streuende Lackschicht (6), insbesondere eine Mattlackschicht (6), die
erste Schicht (1) ausbildet.
5. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Schicht (2) als Klebstoffschicht (8) ausgebildet ist.
6. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rasterdruckbild (3) in unterschiedlichen Farben, insbesondere rot und/oder grün
und/oder blau, lumineszierende Rasterpunkte (11, 12, 13) aufweist.
7. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rasterdruckbild (3) ein Wabenraster (14) aufweist.
8. Sicherheitselement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Wabenraster (14) sechseckige Rasterzellen (15) aufweist, welche aus nebeneinander
angeordneten, insbesondere aneinander angrenzenden, dreieckförmigen Rasterpunkten
(11, 12, 13) bestehen.
9. Sicherheitselement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass jede Rasterzelle (15) jeweils zwei farblich gleich lumineszierende Rasterpunkte (11,
12, 13) aufweist.
10. Sicherheitselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbeindruck des Rasterdruckbilds (3) in Abhängigkeit fehlender Rasterpunkte
(16) ausgebildet wird.
11. Sicherheitselement nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Farbeindruck des Rasterdruckbilds (3) in Abhängigkeit der Größe der Rasterpunkte
(11, 12, 13) ausgebildet wird.
12. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasterpunkte (11, 12, 13) des Rasterdruckbilds (3) eine Größe von 10 bis 500
µm, insbesondere von 50 bis 200 µm, aufweisen.
13. Wertdokument mit einem Substrat (21) und mit einem auf dem Substrat (21) vorgesehenen
Sicherheitselement (100, 101) nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
14. Wertdokument nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Sicherheitselement (100, 101) von einem Rand des Substrats (21) zum gegenüberliegenden
Rand des Substrats (21) durchgehend erstreckt.
15. Wertdokument nach Anspruch 13 oder 14 dadurch gekennzeichnet, dass Oberflächen der ersten Schicht (1) des Sicherheitselements (100, 101) und des Wertdokuments
(200, 201) in ihren haptischen Eigenschaften und/oder in ihrem visuellen Erscheinungsbild
im Wesentlichen gleich sind.