[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Lagesicherung mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 1, eine Transport- und/oder Lagervorrichtung mit den
Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 6 und eine Maschine zur Befüllung von Aufnahmebehältern
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 15. Weiters betrifft die Erfindung
ein Verfahren zur Einbringung und/oder Entnahme wenigstens eines Aufnahmebehälters,
insbesondere Arzneimittelbehälters, in eine Transport- und/oder Lagervorrichtung.
Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Transport-
und/oder Lagervorrichtung.
[0002] Die im Stand der Technik bekannten Transport- und/oder Lagervorrichtungen sind in
der Regel als einfache Lagerboxen (bzw. Kisten) ausgeführt. Diese verfügen in der
Regel über eine rechteckige Unterseite, an deren Umfang rechtwinklig dazu Seitenflächen
angeordnet sind, wodurch ein Volumen zum Befüllen generiert wird. Es ist zudem bekannt,
derartige Lagerboxen in unterschiedlichen Höhen bzw. Größen auszuführen. Des Weiteren
weist der Stand der Technik darauf hin, Lagerboxen an der Ober- und Unterseite mit
verschiedenen Aufnahmen oder Rändern auszuführen, um ein Stapeln der Lagerboxen zu
ermöglichen. Derartige Lagerboxen bieten die Möglichkeit, Schüttgut oder Kleinteile
einfach und platzsparend zu transportieren oder zu lagern. Solche Lagerboxen sind
beispielsweise in der
EP 1713696 A1, der
DE 10048825 A1 oder der
DE 202012005344 U1 gezeigt.
[0003] Aus dem Stand der Technik bekannte Lagerboxen bieten ein konstantes Volumen zur Aufnahme
von Kleingut oder Schüttgut. Nachteilig ist jedoch, dass die Abmessungen einer solchen
Lagervorrichtung nicht immer einem Vielfachen der Abmessungen der zu lagernden bzw.
zu transportierenden Kleinteile entsprechen. Dies wirkt sich zudem nachteilig auf
eine automatische Befüllung oder Entnahme aus. Es wird die Befüllung einer solchen
Transport- und/oder Lagervorrichtung nämlich mittlerweile vorwiegend automatisch ausgeführt,
wobei beispielsweise ein Roboterarm Kleinteile in eine solche Transport- und oder
Lagervorrichtungen schlichtet. Wenn die Abmessungen der Transport- und/oder Lagervorrichtungen
nicht einem Vielfachen der Abmessungen des Inhalts entsprechen, dann ist es nach der
Lagerung oder dem Transport allerdings nicht möglich, in gleicher Art und Weise die
in die Vorrichtung eingebrachten Kleinteile auch wieder automatisch zu entnehmen,
da nach einem Transport oder einer Lagerung nicht mehr davon ausgegangen werden kann,
dass sich das Füllgut noch an der gleichen Position befindet. Der Stand der Technik
bietet mehrere mögliche Lösungsvarianten, um zuvor genanntes Problem zu lösen, wie
beispielsweise die Verwendung einer aufwendigen Sensorik und Regel- / Steuereinheit.
Dabei werden die Positionen des Füllgutes in den Transport- und oder Lagervorrichtungen
festgestellt und anschließend wird eine Entnahmevorrichtung (beispielsweise ein Roboterarm)
durch eine Regel- / Steuereinheit aufgrund der festgestellten Positionen gesteuert
oder geregelt. Eine weitere Möglichkeit ist die Bereitstellung von Transport- und/oder
Lagervorrichtungen in unterschiedlichen Größen. Dies ist jedoch mit einem sehr hohen
Aufwand hinsichtlich der Lagerung und des Transports verbunden.
[0004] Auch der Einsatz von sogenannten Positioniermasken, welche in die Transport- und
oder Lagervorrichtungen eingesetzt werden können und eine entsprechende Aufnahmeöffnung
aufweisen, um ein jeweiliges Kleinteil aufzunehmen, ist möglich. Jedoch ist auch in
diesem Fall die Fertigung von unterschiedlichen Positioniermasken für alle verschiedenen
Größen von Kleinteilen, welche gelagert oder transportiert werden müssen, erforderlich.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte, kostengünstigere
und einfachere Transport- und/oder Lagervorrichtung und eine Maschine zur Befüllung
von Aufnahmebehältern, bei welcher diese Transport- und/oder Lagervorrichtung zum
Einsatz kommt, bereitzustellen. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es ein verbessertes
Verfahren zur Einbringung und/oder Entnahme wenigstens eines Aufnahmebehälters, insbesondere
Arzneimittelbehälters, in eine Transport- und/oder Lagervorrichtung anzugeben.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Einrichtung zur Lagesicherung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1, einer Transport- und/oder Lagervorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
6, einer Maschine zum Befüllen mit den Merkmalen des Anspruchs 15, einem Verfahren
mit den Merkmalen des Anspruchs 16 und einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
17 gelöst.
[0007] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0008] Eine wesentliche Idee im Hinblick auf die erfindungsgemäße Einrichtung zur Lagesicherung
ist also, dass die Einrichtung eine Vorrichtung zur beweglichen Verbindung der Einrichtung
mit der seitlichen Begrenzung der Transport- und/oder Lagervorrichtung und wenigstens
einen Kraftspeicher aufweist, welcher dazu ausgebildet ist, die Einrichtung von der
seitlichen Begrenzung der Transport- und/oder Lagervorrichtung zu beabstanden und
eine Kraft auf in der Transport- und/oder Lagervorrichtung angeordnete Aufnahmebehälter
auszuüben. Dadurch wird erreicht, dass auf die in der Transport- und/oder Lagervorrichtung
angeordneten Aufnahmebehälter eine Kraft ausübbar ist, sodass die Aufnahmebehälter
in ihrer Position fixierbar sind und ein Verrutschen verhindert wird.
[0009] Es kann dabei vorgesehen sein, dass die Einrichtung eine Begrenzungsvorrichtung zur
Begrenzung des Abstands der Einrichtung von der seitlichen Begrenzung der Transport-
und/oder Lagervorrichtung aufweist, vorzugsweise wobei die Begrenzungsvorrichtung
als Ausnehmung in der seitlichen Begrenzung der Transport- und/oder Lagervorrichtung,
und/oder als Rückhaltevorrichtung, welche mit der Vorrichtung zur beweglichen Verbindung
der Einrichtung mit der seitlichen Begrenzung der Transport- und/oder Lagervorrichtung
verbunden ist, und/oder durch den wenigstens einen Kraftspeicher ausgebildet ist.
[0010] Der maximale Abstand der Einrichtung relativ zur Seitenwand der seitlichen Begrenzung,
in der die Einrichtung angeordnet ist, beträgt zwischen 10 mm und 60 mm, vorzugsweise
40 mm.
[0011] Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Einrichtung eine Stützstruktur
aufweist, an welcher die Vorrichtung zur beweglichen Verbindung der Einrichtung mit
der seitlichen Begrenzung der Transport- und/oder Lagervorrichtung und der wenigstens
eine Kraftspeicher angeordnet sind, vorzugsweise wobei die Stützstruktur eine Kontaktierungsfläche
zur Kontaktierung von in der Transport- und/oder Lagervorrichtung angeordneten Aufnahmebehältern
aufweist. Somit kann die Stützstruktur von der seitlichen Begrenzung beabstandet werden,
wobei die Kontaktierungsfläche der Stützstruktur mit den Aufnahmebehältern in Kontakt
bringbar ist, sodass eine Kraft auf die Aufnahmebehälter ausgeübt werden kann.
[0012] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung
zur beweglichen Verbindung der Einrichtung mit der seitlichen Begrenzung der Transport-
und/oder Lagervorrichtung als Blechteil und/oder Scharnier und/oder Stange und/oder
Kraftspeicher ausgebildet ist. Der wenigstens eine Kraftspeicher kann zweigeteilt
und/oder als Federlasche ausgebildet sein.
[0013] Bei einer erfindungsgemäßen Transport- und/oder Lagervorrichtung ist vorgesehen,
dass die seitliche Begrenzung wenigstens eine bewegbare Einrichtung zur Lagesicherung
der in der Transport- und/oder Lagervorrichtung angeordneten Aufnahmebehälter aufweist.
Durch eine solche bewegbare Einrichtung zur Lagesicherung kann das für die Aufnahmebehälter
zur Verfügung stehende Volumen verändert werden und somit an den wenigstens einen
zu lagernden oder zu transportierenden Aufnahmebehälter, insbesondere Arzneimittelbehälter,
angepasst werden. Des Weiteren bietet eine solche bewegbare Einrichtung zur Lagesicherung
die Möglichkeit, eine Kraft (bzw. Druckkraft) auf den wenigstens einen zu transportierenden
oder lagernden Aufnahmebehälter auszuüben, wodurch die Reibkraft zwischen dem wenigstens
einen Aufnahmebehälter und der seitlichen Begrenzung vergrößert wird und ein Verrutschen
(verlassen einer definierten Lage des zumindest einen Aufnahmebehälters) verhindert
werden kann.
[0014] Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn an der wenigstens einen
bewegbaren Einrichtung zur Lagesicherung ein Reibelement angeordnet ist. Dadurch kann
eine höhere Reibung zwischen dem Reibelement und dem mit diesem in Kontakt stehenden
Aufnahmebehälter erreicht werden. Es eignen sich Materialien wie beispielsweise Gummi
oder Kunststoff.
[0015] Um eine einfache und kostengünstige Herstellung einer Transport- und/oder Lagervorrichtung
zu ermöglichen, kann vorgesehen sein, dass die wenigstens eine bewegbare Einrichtung
zur Lagesicherung einstückig mit der seitlichen Begrenzung ausgebildet ist. Dabei
kann vorgesehen sein, dass ein Filmscharnier für die bewegbare Ausbildung der Einrichtung
zur Lagesicherung dient.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die wenigstens eine bewegbare
Einrichtung zur Lagesicherung als von der seitlichen Begrenzung gesondertes Bauteil
ausgeführt ist, wobei die wenigstens eine bewegbare Einrichtung vorzugsweise nachträglich
mit der Transport- und/oder Lagervorrichtung über die Vorrichtung zur beweglichen
Verbindung der Einrichtung mit der seitlichen Begrenzung der Transport- und/oder Lagervorrichtung
verbindbar ist. So ist es auch möglich, die Einrichtung zur Lagesicherung separat
zur seitlichen Begrenzung (Seitenwand) auszuführen. Es kann/können beispielsweise
an einer Seite der seitlichen Begrenzung ein oder mehrere Kraftspeicher befestigt
werden, welche/r auf der anderen Seite der seitlichen Begrenzung mit einem Druckelement
verbunden ist/sind. Dadurch kann bei der Einbringung von zumindest einem Aufnahmebehälter
in die Transport- und/oder Lagervorrichtung, das Druckelement durch die im Kraftspeicher
vorhandene Kraft an den zumindest einen Aufnahmebehälter gepresst werden und somit
das für die Aufnahmebehälter zur Verfügung stehende Volumen an die Aufnahmebehälter
angepasst werden. Zudem kann ein Druck auf den zumindest einen Aufnahmebehälter ausgeübt
werden, um eine Lagesicherung des zumindest einen Aufnahmebehälters während des Transportes
oder der Lagerung zu garantieren.
[0017] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die wenigstens eine bewegbare Einrichtung zur Lagesicherung
derart ausgebildet ist, dass sie die in der Transport- und/oder Lagervorrichtung angeordneten
Aufnahmebehälter durch einen Form- und/oder Kraftschluss halten kann. So kann die
bewegbare Einrichtung zur Lagesicherung, welche an den zumindest einen Aufnahmebehälter
herangeführt wird, ein Profil aufweisen, welches dem zumindest einen Aufnahmebehälter
nachempfunden ist. Durch dieses Profil kann verhindert werden, dass der zumindest
eine Aufnahmebehälter in der Transport- und/oder Lagervorrichtung seine Lage beim
Transport oder bei der Lagerung verändert.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die wenigstens
eine bewegbare Einrichtung zur Lagesicherung derart angeordnet ist, dass sie die in
der Transport- und/oder Lagervorrichtung angeordneten Aufnahmebehälter ober- und/oder
unterhalb einer gedachten Mittelebene der seitlichen Begrenzung halten kann. Es ist
nämlich möglich, dass die bewegbare Einrichtung sowohl oberhalb der gedachten Mittelebene,
als auch unterhalb der gedachten Mittelebene angeordnet ist, und den zumindest einen
Aufnahmebehälter oberhalb bzw. unterhalb der gedachten Mittelebene berührt bzw. Druck
auf diesen ausübt. Bei der Lagerung oder dem Transport von Flaschen ist die bewegbare
Einrichtung zur Lagesicherung beispielsweise derart angeordnet, dass sie die in der
Transport- und/oder Lagervorrichtung angeordneten Flaschen unterhalb einer gedachten
Mittelebene der seitlichen Begrenzung berührt, sodass die Flaschen an ihrem unteren
bauchigen Teil aneinandergepresst werden und nicht an ihrem Flaschenhals, wodurch
ein verändern der Lage der Flaschen auftreten könnte. Die Anordnung der wenigstens
einen bewegbaren Einrichtung zur Lagesicherung ist daher von der Form des wenigstens
einen zu transportierenden oder zu lagernden Aufnahmebehälters mitbestimmt.
[0019] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Transport- und/oder Lagervorrichtung aus Kunststoff
und/oder aus Metall gefertigt ist. Natürlich kann eine erfindungsgemäße Transport-
und/oder Lagervorrichtung auch aus anderen Werkstoffen gefertigt werden. Auch die
Kombination von verschiedenen Werkstoffen ist durchaus vorstellbar (beispielweise
sei hier auf Faserverbundwerkstoffe verwiesen). Vorzugsweise ist vorgesehen, dass
die Transport- und/oder Lagervorrichtung im Wesentlichen aus Kunststoff gefertigt
ist.
[0020] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Transport- und/oder Lagervorrichtung
eine Aufnahmevorrichtung zur stapelbaren Anordnung von wenigstens zwei Transport-
und/oder Lagervorrichtungen aufweist. Durch eine solche Aufnahmevorrichtung zur stapelbaren
Anordnung von mehreren Transport- und/oder Lagervorrichtungen ist die Möglichkeit
geschaffen, mehrere Transport- und/oder Lagervorrichtungen platzsparend anzuordnen.
Es sind hierbei mehrere Ausführungen möglich, um eine Aufnahmevorrichtung zur stapelbaren
Anordnung auszuführen. So kann beispielsweise die Oberseite und/oder die Unterseite
einer erfindungsgemäßen Transport- und/oder Lagervorrichtung mit einem Rand ausgestattet
sein.
[0021] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, dass die seitliche
Begrenzung wenigstens drei, jeweils einen Winkel zueinander einschließende Seitenflächen
aufweist, wobei an wenigstens einer Seitenfläche, vorzugsweise an zwei benachbarten
Seitenflächen, wenigstens eine bewegbare Einrichtung zur Lagesicherung angeordnet
ist. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die seitliche Begrenzung genau vier, jeweils einen
Winkel zueinander einschließende Seitenflächen aufweist, wobei die Unterseite der
Transport- und/oder Lagervorrichtung einen vorzugsweise im Wesentlichen, rechteckigen
Grundriss aufweist. Es sind allerdings auch Ausführungsformen mit dreieckigen oder
vieleckigen (polygonalen) Grundkörpern durchaus vorstellbar.
[0022] Es ist also vorgesehen, dass durch eine bewegbare Einrichtung zur Lagesicherung,
der zumindest eine in der Transport- und/oder Lagervorrichtung angeordnete Aufnahmebehälter
an die gegenüberliegende Seitenfläche der seitlichen Begrenzung bzw. in Richtung eines
gegenüberliegenden Eckpunkts der Seitenflächen der seitlichen Begrenzung gedrückt
und fixiert wird. Somit kann optimal eine genau definierte Lage sichergestellt werden.
Wenn beispielsweise zwei bewegbare Einrichtungen zur Lagesicherung sich gegenüberliegend
angeordnet wären, so wäre nur schwer eine genaue Lage der in der Transport- und/oder
Lagervorrichtung angeordneten Aufnahmebehälter zu bestimmen. Die zwei gegenüberliegenden
bewegbaren Einrichtungen drücken die dazwischen liegenden Aufnahmebehälter zwar zusammen,
ein Verrutschen in Richtung jener Seitenflächen, in denen keine bewegbare Einrichtung
zur Lagesicherung ausgebildet ist, wird allerdings nicht verhindert.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass bei einer
Bewegung der wenigstens einen bewegbaren Einrichtung zur Lagesicherung die Lage der
Oberseite zu der Unterseite der Transport- und/oder Lagervorrichtung unverändert bleibt.
Dadurch ist es gewährleistet, dass die Transport- und/oder Lagervorrichtung immer
die exakt gleiche Höhe aufweist und diese Höhe unabhängig von der bewegbaren Einrichtung
zur Lagesicherung ist. Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, dass jenes Volumen,
das von der Oberseite, der Unterseite und der seitlichen Begrenzung der Transport-
und/oder Lagervorrichtung eingegrenzt wird, konstant bleibt.
[0024] Andererseits kann man sich beispielsweise vorstellen, dass es auch möglich wäre,
die Seitenflächen als Gesamtes gekippt auszuführen, wodurch das Volumen variiert und
eine Kraft auf den wenigstens einen Aufnahmebehälter der Transport- und/oder Lagervorrichtung
ausgeübt werden kann.
[0025] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass auf der Unterseite eine Aufstandsfläche für die
Aufnahmebehälter ausgebildet ist, wobei die Aufstandsfläche von der seitlichen Begrenzung
und wenigstens einer bewegbaren Einrichtung zur Lagesicherung begrenzt ist. Besonders
bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass durch eine Bewegung der wenigstens einen bewegbaren
Einrichtung zur Lagesicherung die Aufstandsfläche veränderbar, vorzugsweise vergrößerbar,
ist. Es kann also die Aufstandsfläche in Abhängigkeit der Bewegung der bewegbaren
Einrichtung zur Lagesicherung verändert werden und zusätzlichen Platz für einen weiteren
Aufnahmebehälter schaffen, bzw. wenn die Transport- und/oder Lagervorrichtung bereits
gefüllt ist, eine Entlastung der Aufnahmebehälter erfolgen, wodurch ein einfacheres
Entnehmen in der Transport- und/oder Lagervorrichtung vorhandenen Aufnahmebehälter
möglich ist. Eine Veränderung der Aufstandsfläche ist jedoch auch durch das Einbringen
von Aufnahmebehältern möglich, ohne dass die bewegbare Einrichtung zur Lagesicherung
aktiv bewegt wird. Es kann also eine Veränderung der Aufstandsfläche auch erzwungen
werden.
[0026] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung sieht vor, dass die wenigstens eine
bewegbare Einrichtung zur Lagesicherung kraftbeaufschlagt ist. Durch die Kraftbeaufschlagung
wird sichergestellt, dass ein dauernder Druck auf die in einer vollgefüllten Transport-
und/oder Lagervorrichtung vorhandenen Aufnahmebehältern ausgeübt wird, um ein Verrutschen
zu verhindern. Diese Kraftbeaufschlagung kann beispielsweise durch eine Axialfeder
erfolgen. Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass an der wenigstens einen bewegbaren
Einrichtung zur Lagesicherung wenigstens ein Betätigungselement ausgebildet ist, mittels
dem die Einrichtung zur Lagesicherung bewegbar ist. Durch das Betätigungselement ist
es also möglich, die zuvor genannte Aufstandsfläche zu verändern bzw. bei einer Einbringung
oder Entnahme von Aufnahmebehälter in/aus die/der Transport- und/oder Lagervorrichtung
die Aufnahmebehälter zu entlasten und ein leichteren Einbringen bzw. Entnehmen zu
gewährleisten. Es hat sich dabei als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn die
Kraftbeaufschlagung nur so stark ist, dass das Betätigungselement nach außen hin,
also in Richtung von der Seitenwand der seitlichen Begrenzung weg, nicht weiter übersteht,
als der überstehende Rand der Aufnahmevorrichtung zur stapelbaren Anordnung.
[0027] Besondern bevorzugt ist vorgesehen, dass das wenigstens eine Betätigungselement derart
angeordnet ist, dass das Betätigungselement von außen zugänglich ist. Durch eine solche
Ausführungsform ist es möglich, durch das wenigstens eine Betätigungselement die bewegbare
Einrichtung zur Lagesicherung von "außen" zu betätigen, ohne in den Innenraum der
Transport- und/oder Lagervorrichtung zur Aufnahme von Aufnahmebehältern einzugreifen
und somit eine automatische Einbringung und Entnahme zu ermöglichen.
[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Maschine zur Befüllung von Aufnahmebehältern,
insbesondere Arzneimittelbehältern, mit wenigstens einer Einbring- und/oder Entnahmevorrichtung
vorgesehen, mit welcher die Aufnahmebehälter in und/oder aus wenigstens eine/r Transport-
und/oder Lagervorrichtung einbringbar bzw. entnehmbar sind, und wenigstens einer Betätigungsvorrichtung
zum Bewegen der wenigstens einen Einrichtung zur Lagesicherung der in der Transport-
und/oder Lagervorrichtung angeordneten Aufnahmebehälter.
[0029] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das wenigstens eine Betätigungselement, vorzugsweise
nur während der Einbringung und/oder der Entnahme der Aufnahmebehälter in die Transport-
und/oder Lagervorrichtung aktivierbar ist.
[0030] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zur Einbringung und/oder
Entnahme wenigstens eines Aufnahmebehälters, insbesondere Arzneimittelbehälters, in
eine Transport- und/oder Lagervorrichtung angegeben, wobei der wenigstens eine Aufnahmebehälter
über die Oberseite in die Transport- und/oder Lagervorrichtung eingebracht und/oder
der Transport- und/oder Lagervorrichtung entnommen wird.
[0031] Besonders vorteilhaft hat es sich dabei herausgestellt, wenn die Transport- und/oder
Lagervorrichtung wenigstens ein Betätigungselement aufweist, mittels dem die Einrichtung
zur Lagesicherung bewegbar ist und welches an der wenigstens einen bewegbaren Einrichtung
zur Lagesicherung ausgebildet ist, und wobei das wenigstens eine Betätigungselement
zumindest während der Einbringung und/oder Entnahme des wenigstens einen Aufnahmebehälters
mit einer Kraft, vorzugsweise von außen, beaufschlagt wird.
[0032] Die Erfindung wird nachfolgend durch die Figuren näher erläutert. Darin zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Transport- und/oder Lagervorrichtung,
- Fig. 2
- eine weitere perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Transport- und/oder Lagervorrichtung,
- Fig. 3
- eine weitere perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Transport- und/oder Lagervorrichtung,
- Fig. 4
- eine weitere perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Transport- und/oder Lagervorrichtung
mit Füllgut,
- Fig. 5
- eine Vorrichtung zum Befüllen oder Entleeren einer erfindungsgemäßen Transport- und/oder
Lagervorrichtung,
- Fig. 6
- eine detaillierte Ansicht des Betätigungselementes im Eingriff mit der Betätigungsvorrichtung,
- Fig. 7
- eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Transport- und/oder Lagervorrichtung in Kontakt
mit einer Betätigungsvorrichtung,
- Fig. 8a
- eine alternative Ausführungsform einer bewegbaren Einrichtung,
- Fig. 8b
- eine wiederum alternative Ausführungsform einer bewegbaren Einrichtung,
- Fig. 9
- die Verfahrensschritte zur Einbringung und/oder Entnahme wenigstens eines Aufnahmebehälters
gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel, schematisch dargestellt anhand eines
Flussdiagramms,
- Fig. 10a, 10b
- eine perspektivische Ansicht einer Transport- und/oder Lagervorrichtung mit alternativen
Einrichtungen zur Lagesicherung,
- Fig. 11a, 11b
- eine perspektivische Ansicht einer Transport- und/oder Lagervorrichtung mit alternativen
Einrichtungen zur Lagesicherung,
- Fig. 12a, 12b
- eine Transport- und/oder Lagervorrichtung in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 13a, 13b
- Ausführungsbeispiele einer Einrichtung zur Lagesicherung,
- Fig. 14a, 14b
- eine Vorrichtung zum Einbringen oder Entnehmen von Füllgut in bzw. aus eine/r Transport-
und/oder Lagervorrichtu ng,
- Fig. 15a-15c
- perspektivische Ansichten einer Transport- und/oder Lagervorrichtung in der Vorrichtung
zum Befüllen oder Entleeren,
- Fig 16a-16c
- eine perspektivische Ansicht einer Transport- und/oder Lagervorrichtung mit wiederum
alternativen Einrichtungen zur Lagesicherung und zwei Detailansichten hiervon,
- Fig 17a-17c
- perspektivische Ansichten der Transport- und/oder Lagervorrichtung bzw. der alternativen
Einrichtungen zur Lagesicherung, und
- Fig 18a, 18b
- die Einzelteile der alternativen Einrichtung zur Lagesicherung.
[0033] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 in einer
perspektivischen Ansicht. Man kann die rechteckige Unterseite 4 und die seitliche
Begrenzung 2 erkennen, welche durch die vier miteinander verbundenen Seitenwände gebildet
ist. Die Oberseite 15 der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 ist hier vollständig
geöffnet. Entlang des Umfangs der Oberseite 15 ist eine Aufnahmevorrichtung 5 zur
stapelbaren Anordnung gezeigt, wodurch mehrere solche Transport- und/oder Lagervorrichtungen
1 übereinander angeordnet werden können. Die Aufnahmevorrichtung 5 wird in diesem
Ausführungsbeispiel durch einen am Umfang der Oberseite 15 entlang verlaufenden Rahmen
gebildet, wobei auch eine entlang des Umfangs der Oberseite 15 verlaufende Fläche
zum Abstützen einer weiteren Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 vorhanden ist.
Hier sei jedoch angemerkt, dass die Fläche zum Abstützen nicht durchgehend verlaufen
muss, sondern dass auch einzelne Abstützelemente möglich sind. Der Rahmen steht dabei
über die Abstützfläche nach oben hin über, um ein Verrutschen der Transport- und/oder
Lagervorrichtungen bei einer gestapelten Anordnung zu vermeiden. Zudem weist die Transport-
und/oder Lagervorrichtung 1 eine Abstützvorrichtung 17 auf, welche beim Stapeln der
Transport- und/oder Lagervorrichtungen 1 mit der Abstützfläche in Kontakt tritt. Des
Weiteren ist in zwei der vier Seitenwände der seitlichen Begrenzung 2 eine bewegbare
Einrichtung 3 ausgebildet, wobei die bewegbare Einrichtung 3 mit der seitlichen Begrenzung
2 über mehrere Scharniere verbunden ist. Mit anderen Worten weisen die bewegbaren
Einrichtungen 3 eine Vorrichtung 36 zur beweglichen Verbindung der Einrichtungen 3
mit der seitlichen Begrenzung 2 auf, wobei die Vorrichtungen 36 zur beweglichen Verbindung
durch die Scharniere (bzw. bei einstückiger Ausbildung der Vorrichtung 36 mit der
seitlichen Begrenzung 2 durch Filmscharniere) gebildet sind. Außerdem weist jede der
beiden bewegbaren Einrichtungen 3 Betätigungselemente 6 auf, über die die bewegbaren
Einrichtungen 3 bewegt werden können. Die Betätigungselemente 6 sind hierbei als Laschen
ausgeführt und können durch die Öffnungen für die Laschen hindurchgedrückt werden,
sodass der untere Teil der bewegbaren Einrichtungen 3 zur Lagesicherung nach außen
ragt. Die in diesem Ausführungsbeispiel gezeigte Schrägstellung der bewegbaren Einrichtung
3 zur Lagesicherung entspricht jener Stellung, die durch eine Vorspannung in Form
einer Kraftbeaufschlagung erreicht wird. Es wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen,
dass auch eine spiegelverkehrte Anordnung der bewegbaren Einrichtungen 3 möglich ist.
Dabei sind die Betätigungselemente 6 nicht im oberen Bereich der seitlichen Begrenzung
2 situiert, sondern diese befinden sich dann im unteren Bereich der seitlichen Begrenzung,
sodass eine Berührung der bewegbaren Einrichtungen 3 mit den Aufnahmebehältern, die
in die Transport- und/oder Lagervorrichtungen 1 eingebracht werden können, oberhalb
einer gedachten Mittelebene stattfindet.
[0034] Ausgehend von der Beschreibung und gerade genannter Anordnung sind also mehrere Anordnungen
der bewegbaren Einrichtungen 3 in der seitlichen Begrenzung 2 möglich. Es könnten
bei sich weiter nach oben erstreckenden Seitenwänden einer seitlichen Begrenzung 2
die bewegbaren Einrichtungen 3 sowohl unterhalb einer gedachten Mittelebene, als auch
oberhalb einer gedachten Mittelebene angeordnet sein. Außerdem kann, wie in der Figur
1 ersichtlich ist, die bewegbare Einrichtung 3 im Wesentlichen in der Mitte der Höhe
der Seitenwand der seitlichen Begrenzung 2 angeordnet sein. Dabei darf die spiegelverkehrte
Anordnung allerdings nicht vergessen werden, bei der sich die Betätigungselemente
6 im unteren Bereich der Seitenwände der seitlichen Begrenzung 2 befinden.
[0035] Die Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Transport- und/oder Lagervorrichtung
1. Es ist wiederum die seitliche Begrenzung 2 ersichtlich, die sich aus den vier Seitenwänden
zusammensetzt. Weiters sind wiederum zwei bewegbare Einrichtungen 3 zur Lagesicherung
in zwei benachbarten Seitenwänden der seitlichen Begrenzung 2 ausgebildet. Auf der
Unterseite 4 der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 ist eine Aufstandsfläche 16
ausgebildet, die nur zum Teil sichtbar ist. Die Oberseite 15 ist wiederum vollständig
geöffnet und die Aufnahmevorrichtung 5 zur stapelbaren Anordnung entspricht jener,
wie sie in der Figur 1 gezeigt ist. Auch die Abstützvorrichtung 17 entspricht jener
der Figur 1. Das Ausführungsbeispiel dieser Figur unterscheidet sich von jenem der
Figur 1 dadurch, dass die bewegbare Einrichtung 3, die in der längeren Seitenwand
der seitlichen Begrenzung 2 ausgebildet ist eine unterschiedliche Dicke in bestimmten
Bereichen aufweist. So kann man erkennen, dass keine durchgehende Öffnung für die
bewegbare Einrichtung 3 ausgebildet ist, sondern dass es sich vielmehr um Fenster
für die als Laschen ausgebildete Betätigungselemente 6 handelt. Daher ist ein Durchdrücken
der Betätigungselemente 6 durch die seitliche Begrenzung 2 nicht mehr möglich. Damit
die bewegbare Einrichtung 3 trotzdem eine Fläche mit der seitlichen Begrenzung 2 bilden
kann, muss die Dicke in den Bereichen der Stege zwischen den Fenstern und der großen
Öffnung im unteren Bereich der seitlichen Begrenzung 2 eine geringere Dicke aufweisen.
Die zweite bewegbare Einrichtung 3, welche in der kürzeren Seitenwand der seitlichen
Begrenzung 2 ausgebildet ist, hat denselben Aufbau und dieselbe Funktionsweise, wie
sie in Figur 1 bereits beschrieben wurde. Auch die Schrägstellung der beiden bewegbaren
Einrichtungen 3 in der Figur 2 ist auf eine Vorspannung in Form einer Kraftbeaufschlagung
zurückzuführen.
[0036] Ausgehend davon, dass die Aufstandsfläche 16 für Aufnahmebehälter zur Verfügung steht
und durch die seitliche Begrenzung 2 und die beiden bewegbaren Einrichtungen 3 (mit
der Vorspannung in Form einer Kraftbeaufschlagung) begrenzt ist, kann man der Figur
2 entnehmen, dass durch das Aufbringen einer Druckkraft auf die Betätigungselemente
6, die Aufstandsfläche 16 vergrößert, bzw. wenn die Druckkraft wieder weggenommen
wird, die Aufstandsfläche 16 wieder verkleinert wird. Das Aufbringen einer solchen
Druckkraft ist vor allem bei der Einbringung oder der Entnahme von Aufnahmebehältern
sinnvoll, da dabei die bereits in der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 vorhandenen
Aufnahmebehälter entlastet werden bzw. zusätzliche Aufstandsfläche 16 frei wird. Zur
Kontaktierung von in der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 anordenbaren Aufnahmebehältern
8 dient die Kontaktierungsfläche 29, welche auf der Stützstruktur 28 der jeweiligen
Einrichtung 3 ausgebildet ist.
[0037] In Figur 3 ist eine weitere perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Transport-
und/oder Lagervorrichtung 1 gezeigt. Es sind auch in dieser Figur die seitliche Begrenzung
2 mit den bewegbaren Einrichtungen 3 zur Lagesicherung und die Betätigungselemente
6 der bewegbaren Einrichtungen 3 erkennbar. Weiters sind die Unterseite 4 und die
Abstützvorrichtung 17 zur stapelbaren Anordnung von wenigstens zwei Transport- und/oder
Lagervorrichtungen 1 erkennbar. Die Abstützvorrichtung 17 ist derart ausgebildet,
dass die Unterseite 4 der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 nach unten hin über
die Abstützvorrichtung 17 übersteht. Dadurch wird ein Rand mit einer bestimmten Breite
erzeugt, welcher beim Stapeln von Transport- und/oder Lagervorrichtungen 1 mit der
Abstützfläche, wie oben beschrieben, in Kontakt tritt, sodass ein Verrutschen der
Transport- und/oder Lagervorrichtungen verhindert wird.
[0038] Figur 4 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Transport- und/oder
Lagervorrichtung 1 mit Aufnahmebehältern 8, welche zylindrisch ausgebildet sind. Die
jeweils äußerste Reihe von Aufnahmebehältern, welche den Seitenwänden der seitlichen
Begrenzung 2, in denen die bewegbaren Einrichtungen 3 zur Lagesicherung ausgebildet
sind, am nächsten ist, steht mit der jeweiligen bewegbaren Einrichtung 3 in Kontakt.
Durch die bewegbaren Einrichtungen 3 werden die Aufnahmebehälter 8 in ihrer Position
gehalten, gegen die gegenüberliegende Seitenwand der seitlichen Begrenzung 2 gedrückt
und es wird ein Verrutschen verhindert. Beim Aufbringen von Druck auf die Betätigungselemente
6 der bewegbaren Einrichtungen 3 werden die Aufnahmebehälter 8 entlastet und es wird
das Entnehmen von Aufnahmebehältern aus der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1
erleichtert.
[0039] In Figur 5 ist eine Vorrichtung 9 zum Befüllen oder Entleeren einer erfindungsgemäßen
Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 gezeigt. Hierbei wird ein Förderband 11 gezeigt,
welches auf den zwei Stehern 10 angeordnet ist. Die Transport- und/oder Lagervorrichtung
1 wird auf dem Förderband 11 entlang der zwei Führungen 12, 13 an einen Anschlag 14
herangeführt und ist im herangeführten Zustand gezeigt. Sobald die Transport- und/oder
Lagervorrichtung 1 an dem Anschlag 14 anliegt, können die Betätigungsvorrichtungen
7 aktiviert werden, um durch das Bewegen der Betätigungselemente 6 (nicht dargestellt)
und somit der bewegbaren Einrichtung 3 zur Lagesicherung die Aufnahmebehälter 8 zu
entlasten und die Aufstandsfläche 16 (nicht dargestellt) zu vergrößern, sodass die
Aufnahmebehälter entnommen werden können. Eine solche Betätigungsvorrichtung 7 kann
hydraulisch, pneumatisch, elektronisch, mechanisch oder durch andere aus dem Stand
der Technik bekannte Steuerungen ausgebildet sein. Für das automatische Befüllen oder
Entleeren ist die Kombination mit einem Roboterarm sehr naheliegend (nicht dargestellt).
Durch die bewegbare Einrichtung 3 zur Lagesicherung ist die Position der Aufnahmebehälter
8 während des Transports oder der Lagerung sichergestellt und ein derartiger Roboterarm
kann die definierten Positionen der Aufnahmebehälter 8 anfahren, um sie zu entnehmen,
ohne dass eine weitere Sensorik zur Erfassung der Position der Aufnahmebehälter erforderlich
ist. Beispielsweise könnte auch ein Kran mit Saugglocken über die Aufnahmebehälter
8 geschwenkt werden und diese aus den Transport- und/oder Lagervorrichtungen 1 entnehmen
bzw. diese in die Transport- und/oder Lagervorrichtungen 1 einbringen.
[0040] Figur 6 zeigt eine detaillierte Ansicht eines Betätigungselements 6 im Zusammenwirken
mit der Betätigungsvorrichtung 7. Hierbei kann man erkennen, dass durch die Betätigungsvorrichtung
7 Druck auf das Betätigungselement 6 aufgebracht wird und dadurch, wie vorher beschrieben,
die bewegbare Einrichtung 3 zur Lagesicherung bewegt wird, wodurch die Aufstandsfläche
verändert wird.
[0041] In Figur 7 ist eine weitere Ansicht einer erfindungsgemäßen Transport- und/oder Lagervorrichtung
1, welche an den Anschlag 14 herangeführt ist, gezeigt. Die Betätigungsvorrichtungen
7 können Druck auf die Betätigungselemente 6 aufbringen, wie dies in Figur 6 ersichtlich
ist und dadurch können die bewegbaren Einrichtungen 3 bewegt werden, wodurch die dargestellte
Aufstandsfläche 16 verändert wird.
[0042] Alternative Ausführungsformen einer bewegbaren Einrichtung 3 gehen aus den Figuren
8a und 8b hervor. Beide Figuren zeigen eine Seitenwand einer seitlichen Begrenzung
2 in einer Schnittperspektive. Dabei zeigt Figur 8a eine bewegbare Einrichtung 3,
welche eine Vorrichtung 37 zur beweglichen Verbindung der Einrichtung 3 mit der seitlichen
Begrenzung 2 aufweist. Diese Vorrichtung 37 der Einrichtung 3 ist durch die zylinderförmige
Stange und den Kraftspeicher 34 gebildet. An den Enden der Stange ist jeweils eine
Platte angeordnet, wobei die rechts dargestellte Platte eine Stützstruktur 28 aufweist,
welche wiederum eine Kontaktierungsfläche 29 zur Kontaktierung von in der Transport-
und/oder Lagervorrichtung 1 anordenbaren Aufnahmebehältern 8 aufweist. Auf einer der
beiden Seiten ist zusätzlich der Kraftspeicher 34 (hier eine Feder) angeordnet, welcher
derart wirkt, dass die zylinderförmige Stange mit der Platte und der darauf angeordneten
Stützstruktur 28 in Richtung des Innenraums einer Transport- und/oder Lagervorrichtung
1 wirkt. Die Richtung des Innenraums ist anhand der Unterseite 4 erkennbar. Des Weiteren
umfasst die Einrichtung 3 eine Begrenzungsvorrichtung 25, die durch die Rückhaltevorrichtung
27 in Form der links dargestellten Platte gebildet ist. Diese Begrenzungsvorrichtung
25 legt den Bewegungsbereich der Einrichtung 3 relativ zur seitlichen Begrenzung 2
fest.
[0043] Analog dazu zeigt Figur 8b eine bewegbare Einrichtung 3, welche eine Platte mit der
Stützstruktur 28 und der darauf angeordneten Kontaktierungsfläche 29 aufweist. Zudem
weist die Einrichtung 3 eine Vorrichtung 38 zur beweglichen Verbindung auf, welche
durch den Kraftspeicher 35 (hier eine Feder) gebildet ist, wobei der Kraftspeicher
35 mit der Platte verbunden ist. In beiden Fällen ist der Kraftspeicher 34, 35 aufladbar,
verriegelbar und auch entriegelbar. Ein Entriegelungsknopf ist an der Außenseite der
seitlichen Begrenzung 2 in Figur 8b angedeutet.
[0044] Figur 9 zeigt anhand eines Flussdiagramms ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Verfahrens 18 zur Einbringung und/oder Entnahme wenigstens eines
Aufnahmebehälters 8, insbesondere Arzneimittelbehälters, in eine und/oder aus einer
Transport- und/oder Lagervorrichtung 1.
[0045] Dabei wird in einem ersten Verfahrensschritt 19 die Transport- und/oder Lagervorrichtung
1 in eine Position zur Einbringung und/oder Entnahme des wenigstens einen Aufnahmebehälters
8 bewegt.
[0046] In einem darauf folgenden Verfahrensschritt 20 wird wenigstens ein Betätigungselement
6, mittels dem die Einrichtung 3 zur Lagesicherung bewegbar ist, und welches an der
wenigstens einen bewegbaren Einrichtung 3 zur Lagesicherung ausgebildet ist, von außen
mit einer Kraft beaufschlagt. Dadurch bewegt sich die wenigstens eine Einrichtung
3 zur Lagesicherung derart, dass die Aufstandsfläche 16 vergrößert wird.
[0047] In einem dritten Verfahrensschritt 21 wird der wenigstens eine Aufnahmebehälter 8
in die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 eingebracht und/oder der Transport-
und/oder Lagervorrichtung 1 entnommen.
[0048] In einem vierten Verfahrensschritt 22 wird die Kraftbeaufschlagung des wenigstens
einen Betätigungselements 6 aufgehoben, wodurch sich die wenigstens eine Einrichtung
3 zur Lagesicherung an den wenigstens einen Aufnahmebehälter 8 - falls ein solcher
im Zuge des dritten Verfahrensschritt 21 in die Transport- und/oder Lagervorrichtung
1 eingebracht wurde - heranbewegt. Die Einrichtung 3 zur Lagesicherung sorgt dann
dafür, dass der wenigstens eine Aufnahmebehälter 8 sicher in einer Position innerhalb
der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 gehalten wird.
[0049] Figur 10a zeigt eine Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 mit einer seitlichen
Begrenzung 2, wobei die seitliche Begrenzung 2 durch vier miteinander verbundene Seitenwände
gebildet ist. Des Weiteren weist die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 eine Oberseite
15 und eine zur Oberseite 15 gegenüberliegende Unterseite 4 auf. Dabei ist die Oberseite
15 vollständig geöffnet. Zudem ist die Oberseite 15 über die seitliche Begrenzung
2 mit der Unterseite 4 verbunden. Auf der Unterseite 4 ist eine Aufstandsfläche 16
angeordnet, sodass Aufnahmebehälter 8 über die Oberseite 15 auf der Aufstandsfläche
16 anordenbar sind. Die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 weist zusätzlich eine
Aufnahmevorrichtung 5 zur stapelbaren Anordnung von mehreren Transport- und/oder Lagervorrichtungen
1 auf. Darüber hinaus umfasst die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 eine Abstützvorrichtung
17, die bei einer Stapelung von Transport- und/oder Lagervorrichtungen 1 mit der Aufnahmevorrichtung
5 einer weiteren Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 in Kontakt steht.
[0050] Figur 10b zeigt die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 gemäß Figur 10a, wobei
die Einrichtungen 3, 3a zur Lagesicherung detaillierter dargestellt sind. Dabei ist
ersichtlich, dass die Einrichtungen 3, 3a jeweils eine Vorrichtung 23 zur beweglichen
Verbindung der Einrichtung 3, 3a mit der seitlichen Begrenzung 2 der Transport- und/oder
Lagervorrichtung 1 aufweisen. Diese Vorrichtungen 23 der Einrichtungen 3, 3a umfassen
jeweils zwei Federlaschen 31. Die beiden Einrichtungen 3, 3a sind in der Transport-
und/oder Lagervorrichtung 1 quer zueinander angeordnet. Damit ein gleichzeitiges Bewegen
beider Einrichtungen 3, 3a möglich ist, weisen die Einrichtungen 3, 3a jeweils eine
Ausnehmung 30 auf. Es ist also vorgesehen, dass die Einrichtung 3 eine Ausnehmung
30 zur bereichsweisen Aufnahme einer weiteren Einrichtung 3a aufweist. Des Weiteren
sind in der seitlichen Begrenzung 2 die Ausnehmungen 33 erkennbar, über welche die
Einrichtungen 3, 3a von außen zugänglich sind.
[0051] Figur 11a zeigt die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1, wobei in dieser Transport-
und/oder Lagervorrichtung 1 alternative Ausführungsformen einer Einrichtung 3, 3a
zur Lagesicherung angeordnet sind. Dabei weisen die Einrichtungen 3, 3a jeweils eine
Begrenzungsvorrichtung 25 auf, welche mit der Vorrichtung 23 zur beweglichen Verbindung
verbunden ist. Des Weiteren umfasst die Vorrichtung 23 jeweils zwei Federlaschen 31.
Die Begrenzungsvorrichtungen 25 sind in Figur 11a als Rückhaltevorrichtung 27 ausgebildet,
wobei die Rückhaltevorrichtung 27 jeweils durch das gebogene Ende der Federlaschen
31 gebildet ist. Dadurch wird erreicht, dass die Einrichtungen 3, 3a nicht durch die
Ausnehmungen 26 (siehe Figur 12b) der seitlichen Begrenzung 2 hindurchrutschen können.
Mit anderen Worten wird je nach Ausbildung der Rückhaltevorrichtung 27 der Bewegungsbereich
der Einrichtungen 3, 3a in der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 bestimmt.
[0052] Figur 11b zeigt eine genauere Darstellung der Einrichtungen 3, 3a in der Transport-
und/oder Lagervorrichtung 1 gemäß Figur 11a. Die Einrichtungen 3, 3a weisen jeweils
eine Vorrichtung 23 zur beweglichen Verbindung auf, wobei die Vorrichtungen 23 jeweils
zwei Federlaschen 31 aufweisen. Bezüglich der Ausnehmungen 30 und der Ausnehmungen
33 wird auf die Beschreibung der Figur 10b hingewiesen.
[0053] Figur 12a zeigt die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 in einer perspektivischen
Ansicht. Dabei sind die in der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 anordenbaren
Einrichtungen 3, 3a zur Lagesicherung ersichtlich. Diese Einrichtungen 3, 3a weisen
jeweils eine Stützstruktur 28, sowie eine auf dieser Stützstruktur 28 angeordnete
Kontaktierungsfläche 29 auf. Die Kontaktierungsfläche 29 dient zur Kontaktierung von
in der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 anordenbaren Aufnahmebehältern 8. Zudem
sind die Ausnehmungen 30 der Einrichtungen 3, 3a ersichtlich. Diese sind derart ausgebildet,
dass die Ausnehmung 30 der Einrichtung 3 in der gezeigten Darstellung oberhalb der
Ausnehmung 30 der Einrichtung 3a angeordnet ist. Somit ist ein gleichzeitiges Bewegen
der Einrichtungen 3, 3a relativ zueinander möglich.
[0054] Figur 12b zeigt eine genauere Darstellung der Transport- und/oder Lagervorrichtung
1, wobei lediglich ein Ausschnitt der seitlichen Begrenzung 2 gezeigt ist. Die Seitenwände
der seitlichen Begrenzung 2, in denen die Einrichtungen 3, 3a angeordnet werden sollen,
sind mit Ausnehmungen 26 versehen. In diesen Ausnehmungen 26 sind die Vorrichtungen
23 der Einrichtungen 3, 3a zumindest bereichsweise aufgenommen (nicht dargestellt)
und somit lassen sich in diesen Ausnehmungen 26 die Einrichtungen 3, 3a relativ zu
den Seitenwänden der seitlichen Begrenzung 2 bewegen. Dabei wird darauf hingewiesen,
dass durch die Maße dieser Ausnehmungen 26 der Bewegungsbereich der Einrichtungen
3, 3a in der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 festlegbar ist. Beim Bewegen der
Einrichtungen 3, 3a kommt es nämlich je nach Maße der Ausnehmungen 26 ab einem bestimmten
Punkt zu einem Verkanten der Vorrichtungen 23 mit den Ausnehmungen 26. Somit kann
die Begrenzungsvorrichtung 25 auch durch die Ausnehmung 26 gebildet sein.
[0055] Figur 13a zeigt eine perspektivische Ansicht der Einrichtung 3 zur Lagesicherung.
Die Einrichtung 3 weist ein Betätigungselement 6, eine Ausnehmung 30 und eine Vorrichtung
23 zur beweglichen Verbindung auf. Die Vorrichtung 23 umfasst dabei die beiden Federlaschen
31. Dabei wird darauf hingewiesen, dass der Kraftspeicher 24 jeweils durch die Federlaschen
31 gebildet ist. Mit anderen Worten umfasst die Vorrichtung 23 zur beweglichen Verbindung
der Einrichtung 3 mit der seitlichen Begrenzung 2 der Transport- und/oder Lagervorrichtung
1 den wenigstens einen Kraftspeicher 24. Durch das Bewegen der Federlaschen 31 in
Richtung der Stützstruktur 28 der Einrichtung 3 ist eine Kraft derart speicherbar,
dass die Federlaschen 31 von selbst wieder in die ursprüngliche Position zurückfedern.
Der Bewegungsbereich und somit die Begrenzungsvorrichtung 25 kann also auch jeweils
durch den Kraftspeicher 24 bzw. die Federlaschen 31 der Vorrichtung 23 gebildet sein.
Dabei kann je nach Federkonstante ein veränderter Bewegungsbereich festgelegt werden.
[0056] Figur 13b zeigt eine alternative Ausführungsform der Einrichtung 3a in einer perspektivischen
Ansicht. Die Einrichtung 3a weist wiederum ein Betätigungselement 6, eine Vorrichtung
23 zur beweglichen Verbindung und eine Ausnehmung 30 auf. Dabei umfasst die Vorrichtung
23 zur beweglichen Verbindung die beiden Federlaschen 31. Zudem ist eine Begrenzungsvorrichtung
25, welche durch die Rückhaltevorrichtung 27 gebildet ist, vorgesehen. Bezüglich des
Kraftspeichers 24 wird auf die Beschreibung der Figur 13a hingewiesen.
[0057] Figur 14a zeigt die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 in einer Draufsicht. Dabei
ist die auf der Unterseite 4 der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 angeordnete
Aufstandsfläche 16 ersichtlich. Auf dieser Aufstandsfläche 16 sind die Aufnahmebehälter
8 angeordnet. Hierbei lässt sich erkennen, dass durch eine Bewegung der Einrichtungen
3, 3a relativ zur seitlichen Begrenzung 2 die Aufstandsfläche 16 veränderbar ist.
Die Federlaschen 31 der Vorrichtungen 23 zur beweglichen Verbindung sind in den Ausnehmungen
26 zumindest bereichsweise aufgenommen. Durch die Kraftspeicher 24, welche durch die
Federlaschen 31 gebildet sind, werden die Einrichtungen 3, 3a in Richtung der Aufnahmebehälter
8 gedrückt, sodass eine Kraft auf diese Aufnahmebehälter 8 ausgeübt wird. Folglich
wird die Position der Aufnahmebehälter 8 in der Transport- und/oder Lagervorrichtung
fixiert.
[0058] Figur 14b zeigt eine Vorrichtung 9 zum Befüllen oder Entleeren einer Transport- und/oder
Lagervorrichtung 1 in einer perspektivischen Ansicht. Diese Vorrichtung 9 weist ein
Förderband 11, Steher 10, zwei Führungen 12, 13, einen Anschlag 14 und drei Betätigungsvorrichtungen
7 auf. Die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 kann durch das Förderband 11 an
den Anschlag 14 herangeführt werden. In Figur 14b ist die Transport- und/oder Lagervorrichtung
1 im an den Anschlag 14 herangeführten Zustand gezeigt. In diesem Zustand können sodann
die Betätigungsvorrichtungen 7 aktiviert werden, wodurch Saugvorrichtungen 32 (siehe
Figur 15a) durch die Ausnehmungen 33 bewegt werden und auf das Betätigungselement
6 der Einrichtungen 3, 3a eine Saugkraft ausüben. In Folge werden die Einrichtungen
3, 3a durch eine Bewegung der Saugvorrichtungen 32 und mittels der Saugkraft in Richtung
der Seitenwand der seitlichen Begrenzung 2 gezogen, in der die Einrichtungen 3, 3a
angeordnet sind. Somit werden die Aufnahmebehälter 8 entlastet und die Aufstandsfläche
16 vergrößert, sodass eine Entnahme dieser Aufnahmebehälter 8 ermöglicht wird. Bezüglich
der Ausbildung der Betätigungsvorrichtung 7 und der automatischen Befüllung bzw. Entnahme
wird auf die Beschreibung von Figur 5 hingewiesen.
[0059] Figur 15a zeigt die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 in der Vorrichtung 9 in
einer Schnittperspektive. Dabei ist die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 an
den Anschlag 14 herangeführt und das Betätigungselement 6 der Einrichtung 3 ist bereits
mittels der Saugvorrichtung 32 mit einer Saugkraft beaufschlagt, sodass die Einrichtung
3 durch das Zusammenwirken der Saugvorrichtung 32 mit dem Betätigungselement 6 bewegt
werden kann. Dabei wird angemerkt, dass das Betätigungselement 6 auch durch die Federlaschen
31 gebildet sein kann. Durch ein Ziehen bzw. Schieben der Federlaschen 31 ist ein
Bewegen der Einrichtungen 3, 3a in der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 möglich.
Somit kann eine Kraft von außen auf das Betätigungselement 6 sowohl über die Saugvorrichtung
32 als auch durch ein aktives Bewegen der Federlaschen 31 ausgeübt werden.
[0060] Figur 15b zeigt die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 in der Vorrichtung 9 gemäß
Figur 15a in einer Draufsicht. Die auf der Aufstandsfläche 16 angeordneten Aufnahmebehälter
8 werden durch die Einrichtungen 3, 3a in ihrer Position gehalten.
[0061] Figur 15c zeigt die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 in der Vorrichtung 9 in
einer Draufsicht. Im Unterschied zu Figur 15b wurden die Einrichtungen 3, 3a bereits
durch die Saugvorrichtungen 32 in Richtung der Betätigungsvorrichtungen 7 gezogen.
Dadurch ist zwischen der untersten Reihe bzw. der am weitesten rechts angeordneten
Reihe von Aufnahmebehältern 8 und der jeweiligen Einrichtung 3, 3a ein Spalt entstanden.
Somit wurde die Aufstandsfläche 16 vergrößert und die Aufnahmebehälter 8 wurden entlastet,
sodass eine automatische Entnahme der Aufnahmebehälter 8 mit zuvor beschriebenen Mitteln
nun möglich ist. Dieser Vorgang der Vergrößerung der Aufstandsfläche 16 ist auch nötig,
um ausreichend viele Aufnahmebehälter 8 auf dieser Aufstandsfläche 16 anzuordnen,
sodass nach deaktivieren der Betätigungsvorrichtungen 7 die Einrichtungen 3, 3a durch
die selbstständige Klemmwirkung in Richtung der Aufnahmebehälter 8 bewegt werden.
Dadurch wird Druck auf die Aufnahmebehälter 8 ausgeübt, sodass die Aufnahmebehälter
8 in ihrer Position fixierbar sind.
[0062] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Transport- und/oder Lagervorrichtung
wird anhand der Figuren 10a, 10b bzw. 11a, 11b und 12b beschrieben. Dabei werden die
folgenden Schritte durchgeführt:
- Bereitstellung einer Transport- und/oder Lagervorrichtung 1, wobei die Transport-
und/oder Lagervorrichtung 1 eine Oberseite 15, welche vollständig geöffnet ist, eine
der Oberseite 15 gegenüberliegende Unterseite 4, und eine seitliche Begrenzung 2,
über welche die Oberseite 15 mit der Unterseite 4 verbunden ist, aufweist,
- Bereitstellung zweier Einrichtungen 3, 3a zur Lagesicherung und
- Verbindung der zwei Einrichtungen 3, 3a mit der Transport- und/oder Lagervorrichtung
1 über die Vorrichtung 23 zur beweglichen Verbindung mit der seitlichen Begrenzung
2 der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1.
[0063] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass vor der Verbindung der zwei Einrichtungen 3, 3a
mit der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 über die Vorrichtung 23 zur beweglichen
Verbindung mit der seitlichen Begrenzung 2 der Transport- und/oder Lagervorrichtung
1 zusätzlich folgender Schritt durchgeführt wird:
- Vorsehen von vier Ausnehmungen 26 in der seitlichen Begrenzung 2 der Transport- und/oder
Lagervorrichtung 1 zur zumindest bereichsweisen Aufnahme der Vorrichtungen 23 zur
beweglichen Verbindung.
[0064] Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass vor der Verbindung der zwei Einrichtungen
3, 3a mit der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 über die Vorrichtung 23 zur beweglichen
Verbindung mit der seitlichen Begrenzung 2 der Transport- und/oder Lagervorrichtung
1 zusätzlich folgender Schritt durchgeführt wird:
- Vorsehen von drei weiteren, von den vier Ausnehmungen 26 gesonderten, Ausnehmungen
33 in der seitlichen Begrenzung 2 der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1, über
welche die zwei Einrichtungen 3, 3a mit einer Kraft beaufschlagbar sind, sodass die
zwei Einrichtungen 3, 3a innerhalb der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 bewegt
werden können.
[0065] Figur 16a zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Transport- und/oder Lagervorrichtung
1 mit zwei alternativen Einrichtungen 3, 3a zur Lagesicherung. Dabei ist die seitliche
Begrenzung 2, die Unterseite 4 und die auf der Unterseite 4 angeordnete Aufstandsfläche
16 ersichtlich. Weiterhin ist die vollständig geöffnete Oberseite 15 erkennbar. Die
Einrichtungen 3, 3a zur Lagesicherung weisen hierbei eine Stützstruktur 28 auf, auf
welcher eine Kontaktierungsfläche 29 zur Kontaktierung von in der Transport- und/oder
Lagervorrichtung 1 anordenbaren Aufnahmebehältern 8 ausgebildet ist.
[0066] Figur 16b zeigt eine Detailansicht der Figur 16a. Dabei sind die beiden Einrichtungen
3, 3a zur Lagesicherung erkennbar, welche im Wesentlichen quer zueinander angeordnet
sind. Hierbei sieht man auch die Ausnehmungen 26 in der seitlichen Begrenzung 2. In
diesen Ausnehmungen 26 sind die Vorrichtungen 41 zur beweglichen Verbindung der jeweiligen
Einrichtung 3, 3a mit der seitlichen Begrenzung 2 angeordnet und können in diesen
Ausnehmungen 26 bewegt werden. Durch die jeweilige Länge dieser Ausnehmungen 26 wird
der Bewegungsbereich der Einrichtungen 3, 3a festgelegt. Somit bilden diese Ausnehmungen
26 eine Begrenzungsvorrichtung 25 zur Begrenzung des Abstands der Einrichtung 3, 3a
von der seitlichen Begrenzung 2. Weiterhin ist die jeweilige Ausnehmung 30 der Einrichtungen
3, 3a erkennbar. Diese Ausnehmungen 30 stellen sicher, dass sich die Einrichtungen
3, 3a unabhängig voneinander bewegen können.
[0067] Figur 16c zeigt die Einrichtung 3 mit der Vorrichtung 41 zur beweglichen Verbindung
der Einrichtung 3 mit der seitlichen Begrenzung 2, wobei diese Vorrichtung 41 in der
Ausnehmung 26 bewegbar ist. Aus den Figuren 16b und 16c ist weiterhin ersichtlich,
dass die Einrichtungen 3, 3a eine, vorzugsweise als Lasche 40 ausgebildete, Beschränkungsvorrichtung
39 zur Beschränkung der Beweglichkeit der Einrichtung 3, 3a in eine Richtung R', R"
parallel zur Längserstreckung der jeweiligen Einrichtung 3, 3a aufweisen. Dadurch,
dass die Lasche 40 leicht nach oben gebogen ist, wird verhindert, dass sich die Einrichtungen
3, 3a bzw. die Vorrichtungen 41 zur beweglichen Verbindung selbst ausfädeln, da eine
Bewegung der Einrichtung 3 in Richtung R' und eine Bewegung der Einrichtung 3a in
Richtung R" beschränkt wird (siehe Figur 16a).
[0068] Figur 17a zeigt die Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 mit der seitlichen Begrenzung
2 und den in der seitlichen Begrenzung 2 angeordneten Ausnehmungen 26 in einer perspektivischen
Ansicht. Dabei sind die Ausnehmungen 33 ersichtlich, über welche die Einrichtungen
3, 3a zur Lagesicherung von außen zugänglich sind.
[0069] Figur 17b zeigt die Einrichtung 3a zur Lagesicherung in einer perspektivischen Ansicht.
Diese Einrichtung 3a weist die Vorrichtungen 23 zur beweglichen Verbindung der Einrichtung
3a mit der seitlichen Begrenzung 2 auf. Weiterhin umfassen die Vorrichtungen 23 den
jeweiligen Kraftspeicher 24, wobei diese Kraftspeicher 24 als Federlasche 31 ausgebildet
sind. Zudem weist die Einrichtung 3a an beiden Enden eine Vorrichtung 41 zur beweglichen
Verbindung der Einrichtung 3a mit der seitlichen Begrenzung 2 auf. Die Einrichtung
3a ist also an beiden Enden in den Ausnehmungen 26 geführt. Darüber hinaus ist an
der Einrichtung 3a das Betätigungselement 6 ausgebildet, mittels dem die Einrichtung
3a bewegbar ist. Auch die durch die Lasche 40 ausgebildete Beschränkungsvorrichtung
39 ist erkennbar.
[0070] Figur 17c zeigt die Einrichtung 3 in einer perspektivischen Ansicht. Der Einfachheit
halber wird hierbei auf die Beschreibung der Figur 17b verwiesen.
[0071] Figur 18a zeigt die Einrichtung 3 zur Lagesicherung ohne die Vorrichtungen 23 und
Figur 18b zeigt eben eine dieser Vorrichtungen 23 zur beweglichen Verbindung der Einrichtung
3 mit der seitlichen Begrenzung 2, wobei diese Vorrichtung 23 wiederum den Kraftspeicher
24 umfasst. Der Kraftspeicher 24 ist durch die Federlasche 31 ausgebildet. Die Einrichtung
3 weist die vier Ausnehmungen 42 auf. Zur Verbindung der Vorrichtung 23 mit der Einrichtung
3 wird die Vorrichtung 23 bzw. werden die beiden hinausragenden Stege 44 der Vorrichtung
23 in die beiden rechts dargestellten Ausnehmungen 42 gepresst, sodass diese beiden
Stege 44 in den Ausnehmungen 42 einschnappen. Anschließend wird die Vorrichtung 23
um die Sollknickstellen 43 von der Einrichtung 3 weg gebogen. Damit man eine vollständige
Einrichtung 3 erhält, wird noch eine weitere Vorrichtung 23, jedoch um 180° gedreht,
in die beiden links dargestellten Ausnehmungen 42 gepresst und obiges Biegen ebenfalls
durchgeführt. Diese Beschreibung kann analog dazu auch auf die Einrichtung 3a angewandt
werden.
[0072] Zuletzt wird noch ein Verfahren zur Herstellung einer Transport- und/oder Lagervorrichtung
1 nach dem Ausführungsbeispiel der Figuren 16 bis 18 beschrieben. Zunächst werden
die beiden Einrichtungen 3, 3a gemäß der Beschreibung der Figuren 18a und 18b zusammengebaut,
sodass die Einrichtungen 3, 3a gemäß den Figuren 17b und 17c entstehen. Als nächster
Schritt werden die beiden Vorrichtungen 41 der Einrichtung 3 in die Ausnehmungen 26
der seitlichen Begrenzung 2 der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1 eingefädelt
und die durch die Lasche 40 ausgebildete Beschränkungsvorrichtung 39 leicht nach oben
gebogen (siehe Figur 16c), sodass sich die Einrichtung 3 nicht selbst wieder ausfädeln
kann. In einem nächsten Schritt erfolgt das Einfädeln der beiden Vorrichtungen 41
der Einrichtung 3a in die entsprechenden Ausnehmungen 26 der seitlichen Begrenzung
2 der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1, wobei auch hierbei die durch die Lasche
40 ausgebildete Beschränkungsvorrichtung 39 leicht nach oben gebogen wird. Dadurch
wird wiederum das selbstständige Ausfädeln der Einrichtung 3a verhindert.
[0073] Die Vorrichtungen 23 umfassen die durch die Federlaschen 31 ausgebildeten Kraftspeicher
24, welche derart vorgespannt sind, dass sie die Einrichtung 3, 3a in Richtung von
der Seitenwand, in welcher die jeweilige Einrichtung 3, 3a angeordnet ist, weg drücken.
Dadurch wird eine selbstständige Klemmwirkung auf in der Transport- und/oder Lagervorrichtung
1 anordenbare Aufnahmebehälter 8 erzielt, ohne dass Fremdenergie benötigt wird. Durch
den ständigen Druck nach innen wird außerdem sichergestellt, dass sich die in der
Transport- und/oder Lagervorrichtungen 1 angeordneten Aufnahmebehälter 8 während des
Transports bzw. während der Lagerung immer in derselben Position befinden und somit
eine automatisierte Entnahme möglich ist.
Liste der verwendeten Bezugszeichen:
[0074]
- 1
- Transport- und/oder Lagervorrichtung
- 2
- seitliche Begrenzung
- 3, 3a
- Einrichtung zur Lagesicherung
- 4
- Unterseite der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1
- 5
- Aufnahmevorrichtung zur stapelbaren Anordnung
- 6
- Betätigungselement
- 7
- Betätigungsvorrichtung
- 8
- Aufnahmebehälter
- 9
- Vorrichtung zum Befüllen oder Entnehmen
- 10
- Steher
- 11
- Förderband
- 12
- Führung
- 13
- Führung
- 14
- Anschlag
- 15
- Oberseite der Transport- und/oder Lagervorrichtung 1
- 16
- Aufstandsfläche
- 17
- Abstützvorrichtung
- 18
- Verfahren
- 19
- Erster Verfahrensschritt
- 20
- Zweiter Verfahrensschritt
- 21
- Dritter Verfahrensschritt
- 22
- Vierter Verfahrensschritt
- 23
- Vorrichtung zur beweglichen Verbindung
- 24
- Kraftspeicher
- 25
- Begrenzungsvorrichtung
- 26
- Ausnehmung der Transport- und/oder Lagervorrichtung
- 27
- Rückhaltevorrichtung
- 28
- Stützstruktur
- 29
- Kontaktierungsfläche
- 30
- Ausnehmung der Einrichtung
- 31
- Federlasche
- 32
- Saugvorrichtung
- 33
- Ausnehmung für Saugvorrichtung
- 34
- Kraftspeicher
- 35
- Kraftspeicher
- 36
- Vorrichtung zur beweglichen Verbindung
- 37
- Vorrichtung zur beweglichen Verbindung
- 38
- Vorrichtung zur beweglichen Verbindung
- 39
- Beschränkungsvorrichtung
- 40
- Lasche
- 41
- Vorrichtung zur beweglichen Verbindung
- 42
- Ausnehmung der Einrichtung für Vorrichtung zur beweglichen Verbindung
- 43
- Sollknickstelle
- 44
- Steg
- R', R"
- Richtung
1. Einrichtung (3) zur Lagesicherung von in einer Transport- und/oder Lagervorrichtung
(1) angeordneten Aufnahmebehältern (8), wobei die Transport- und/oder Lagervorrichtung
(1) eine Oberseite (15), welche zumindest bereichsweise, insbesondere vollständig,
geöffnet ist, eine der Oberseite (15) gegenüberliegende Unterseite (4), und eine seitliche
Begrenzung (2), über welche die Oberseite (15) mit der Unterseite (4) verbunden ist,
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (3) eine Vorrichtung (23, 36, 37, 38, 41) zur beweglichen Verbindung
der Einrichtung (3) mit der seitlichen Begrenzung (2) der Transport- und/oder Lagervorrichtung
(1) und wenigstens einen Kraftspeicher (24, 34, 35) aufweist, welcher dazu ausgebildet
ist, die Einrichtung (3) von der seitlichen Begrenzung (2) der Transport- und/oder
Lagervorrichtung (1) zu beabstanden und eine Kraft auf in der Transport- und/oder
Lagervorrichtung (1) angeordnete Aufnahmebehälter (8) auszuüben.
2. Einrichtung (3) nach Anspruch 1, wobei die Vorrichtung (23, 36, 37, 38, 41) zur beweglichen
Verbindung der Einrichtung (3) mit der seitlichen Begrenzung (2) der Transport- und/oder
Lagervorrichtung (1) den wenigstens einen Kraftspeicher (24, 34, 35) umfasst.
3. Einrichtung (3) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Einrichtung (3) eine Begrenzungsvorrichtung
(25) zur Begrenzung des Abstands der Einrichtung (3) von der seitlichen Begrenzung
(2) der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) aufweist, vorzugsweise wobei die
Begrenzungsvorrichtung (25) als Ausnehmung (26) in der seitlichen Begrenzung (2) der
Transport- und/oder Lagervorrichtung (1), und/oder als Rückhaltevorrichtung (27),
welche mit der Vorrichtung (23, 36, 37, 38, 41) zur beweglichen Verbindung der Einrichtung
(3) mit der seitlichen Begrenzung (2) der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1)
verbunden ist, und/oder durch den wenigstens einen Kraftspeicher (24, 34, 35) ausgebildet
ist.
4. Einrichtung (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Einrichtung (3) eine Stützstruktur
(28) aufweist, an welcher die Vorrichtung (23, 36, 37, 38, 41) zur beweglichen Verbindung
der Einrichtung (3) mit der seitlichen Begrenzung (2) der Transport- und/oder Lagervorrichtung
(1) und der wenigstens eine Kraftspeicher (24, 34, 35) angeordnet sind, vorzugsweise
wobei die Stützstruktur (28) eine Kontaktierungsfläche (29) zur Kontaktierung von
in der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) angeordneten Aufnahmebehältern (8)
aufweist.
5. Einrichtung (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei
- die Einrichtung (3) eine Ausnehmung (30) zur bereichsweisen Aufnahme einer weiteren
Einrichtung (3a) zur Lagesicherung von in einer Transport- und/oder Lagervorrichtung
(1) angeordneten Aufnahmebehältern (8) aufweist, und/oder
- die Vorrichtung (23, 36, 37, 38, 41) zur beweglichen Verbindung der Einrichtung
(3) mit der seitlichen Begrenzung (2) der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1)
als Blechteil und/oder Scharnier und/oder Stange und/oder Kraftspeicher (24, 34, 35)
ausgebildet ist, und/oder
- der wenigstens eine Kraftspeicher (24, 34, 35) zweigeteilt ist, und/oder als Federlasche
(31) ausgebildet ist, und/oder
- die Einrichtung (3) eine, vorzugsweise als Lasche (40) ausgebildete, Beschränkungsvorrichtung
(39) zur Beschränkung der Beweglichkeit der Einrichtung (3) in eine Richtung (R',
R") parallel zu einer Längserstreckung der Einrichtung (3) aufweist.
6. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) zum Transport und/oder zur Lagerung von wenigstens
einem Aufnahmebehälter (8), insbesondere Arzneimittelbehälter, mit einer Oberseite
(15), welche zumindest bereichsweise, insbesondere vollständig, geöffnet ist, um die
Aufnahmebehälter (8) in die Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) einbringen und/oder
der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) entnehmen zu können, einer der Oberseite
(15) gegenüberliegenden Unterseite (4), auf welcher die Aufnahmebehälter (8) anordenbar
sind, und einer seitlichen Begrenzung (2), über welche die Oberseite (15) mit der
Unterseite (4) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Begrenzung (2) wenigstens eine bewegbare Einrichtung (3) zur Lagesicherung
der in der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) angeordneten Aufnahmebehälter
(8) aufweist, wobei die bewegbare Einrichtung (3) insbesondere nach einem der Ansprüche
1 bis 5 ausgeführt ist.
7. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, gekennzeichnet durch eine auf der Unterseite (4) ausgebildete Aufstandsfläche (16) für die Aufnahmebehälter
(8), wobei die Aufstandsfläche (16) von der seitlichen Begrenzung (2) und wenigstens
einer bewegbaren Einrichtung (3) zur Lagesicherung begrenzt ist, vorzugsweise wobei
durch eine Bewegung der wenigstens einen bewegbaren Einrichtung (3) zur Lagesicherung
die Aufstandsfläche (16) veränderbar, vorzugsweise vergrößerbar, ist.
8. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine bewegbare Einrichtung (3) zur Lagesicherung einstückig mit der
seitlichen Begrenzung (2) ausgebildet ist, oder als von der seitlichen Begrenzung
(2) gesondertes Bauteil ausgeführt ist, wobei die wenigstens eine bewegbare Einrichtung
(3) vorzugsweise nachträglich mit der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) über
die Vorrichtung (23, 36, 37, 38, 41) zur beweglichen Verbindung der Einrichtung (3)
mit der seitlichen Begrenzung (2) der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) verbindbar
ist.
9. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine bewegbare Einrichtung (3) zur Lagesicherung derart ausgebildet
ist, dass sie die in der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) angeordneten Aufnahmebehälter
(8) durch einen Form- und/oder Kraftschluss halten kann.
10. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine bewegbare Einrichtung (3) zur Lagesicherung derart angeordnet
ist, dass sie die in der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) angeordneten Aufnahmebehälter
(8) ober- und/oder unterhalb einer gedachten Mittelebene der seitlichen Begrenzung
(2) halten kann.
11. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) eine Aufnahmevorrichtung (5) zur stapelbaren
Anordnung von wenigstens zwei Transport- und/oder Lagervorrichtungen (1) aufweist.
12. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die seitliche Begrenzung (2) wenigstens drei, jeweils einen Winkel zueinander einschließende
Seitenflächen aufweist, wobei an wenigstens einer Seitenfläche, vorzugsweise an zwei
benachbarten Seitenflächen, wenigstens eine bewegbare Einrichtung (3) zur Lagesicherung
angeordnet ist, vorzugsweise wobei die seitliche Begrenzung (2) genau vier, jeweils
einen Winkel zueinander einschließende Seitenflächen aufweist, wobei die Unterseite
(4) der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) einen vorzugsweise im Wesentlichen
rechteckigen Grundriss aufweist.
13. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Bewegung der wenigstens einen bewegbaren Einrichtung (3) zur Lagesicherung
die Lage der Oberseite (15) zu der Unterseite (4) der Transport- und/oder Lagervorrichtung
(1) unverändert bleibt.
14. Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an der wenigstens einen bewegbaren Einrichtung (3) zur Lagesicherung wenigstens ein
Betätigungselement (6) ausgebildet ist, mittels dem die Einrichtung (3) zur Lagesicherung
bewegbar ist, vorzugsweise wobei das wenigstens eine Betätigungselement (6) derart
angeordnet ist, dass das Betätigungselement (6) von außen zugänglich ist.
15. Maschine zur Befüllung von Aufnahmebehältern (8), insbesondere Arzneimittelbehältern,
mit wenigstens einer Einbring- und/oder Entnahmevorrichtung, mit welcher die Aufnahmebehälter
(8) in und/oder aus wenigstens eine/r Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) nach
einem der Ansprüche 6 bis 14 einbringbar bzw. entnehmbar sind, und wenigstens einer
Betätigungsvorrichtung (7) zum Bewegen der wenigstens einen Einrichtung (3) zur Lagesicherung
der in der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) angeordneten Aufnahmebehälter
(8).
16. Verfahren zur Einbringung und/oder Entnahme wenigstens eines Aufnahmebehälters (8),
insbesondere Arzneimittelbehälters, in eine Transport- und/oder Lagervorrichtung (1)
nach einem der Ansprüche 6 bis 14, wobei der wenigstens eine Aufnahmebehälter (8)
über die Oberseite (15) in die Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) eingebracht
und/oder der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) entnommen wird, vorzugsweise
wobei die Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) wenigstens ein Betätigungselement
(6) aufweist, mittels dem die Einrichtung (3) zur Lagesicherung bewegbar ist und welches
an der wenigstens einen bewegbaren Einrichtung (3) zur Lagesicherung ausgebildet ist,
und wobei das wenigstens eine Betätigungselement (6) zumindest während der Einbringung
und/oder Entnahme des wenigstens einen Aufnahmebehälters (8) mit einer Kraft, vorzugsweise
von außen, beaufschlagt wird.
17. Verfahren zur Herstellung einer Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) umfassend
die folgenden Verfahrensschritte:
- Bereitstellung einer Transport- und/oder Lagervorrichtung (1), wobei die Transport-
und/oder Lagervorrichtung (1) eine Oberseite (15), welche zumindest bereichsweise,
insbesondere vollständig, geöffnet ist, eine der Oberseite (15) gegenüberliegende
Unterseite (4), und eine seitliche Begrenzung (2), über welche die Oberseite (15)
mit der Unterseite (4) verbunden ist, aufweist,
- Bereitstellung wenigstens einer, vorzugsweise zwei, Einrichtung(en) (3, 3a) zur
Lagesicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, und
- Verbindung der wenigstens einen Einrichtung (3) mit der Transport- und/oder Lagervorrichtung
(1) über die Vorrichtung (23, 36, 37, 38, 41) zur beweglichen Verbindung mit der seitlichen
Begrenzung (2) der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1).
18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei vor der Verbindung der wenigstens einen Einrichtung
(3) mit der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) über die Vorrichtung (23, 36,
37, 38, 41) zur beweglichen Verbindung mit der seitlichen Begrenzung (2) der Transport-
und/oder Lagervorrichtung (1) zusätzlich folgender Schritt durchgeführt wird:
- Vorsehen von wenigstens einer, vorzugsweise vier, Ausnehmung (26) in der seitlichen
Begrenzung (2) der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) zur zumindest bereichsweisen
Aufnahme der Vorrichtung (23, 36, 37, 38, 41) zur beweglichen Verbindung, und/oder
- Vorsehen von wenigstens einer weiteren, vorzugsweise von der wenigstens einen Ausnehmung
(26) gesonderten, Ausnehmung (33) in der seitlichen Begrenzung (2) der Transport-
und/oder Lagervorrichtung (1), über welche die wenigstens eine Einrichtung (3) mit
einer Kraft beaufschlagbar ist, sodass die wenigstens eine Einrichtung (3) innerhalb
der Transport- und/oder Lagervorrichtung (1) bewegt werden kann.