[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Beutel zur Herstellung von Eiswürfeln, mit
zwei Lagen aus Kunststofffolie, die bereichsweise miteinander verbunden sind, und
zwischen den Lagen in nicht verbundenen Bereichen ein verschließbarer Einfüllkanal
und eine Vielzahl miteinander in Verbindung stehende Kammern ausgebildet sind, wobei
zum Entnehmen der Eiswürfel aus den Kammern die beiden Lagen beschädigungsfrei voneinander
lösbar sind.
[0002] Die
EP 1 696 192 B1 offenbart einen Beutel zur Herstellung von Eiswürfeln, der aus zwei Lagen gebildet
ist, die mehrere miteinander verbundene Abteile ausbilden, in die Wasser eingefüllt
werden kann. Wenn das Wasser gefroren ist, können die so hergestellten Eiswürfel entnommen
werden, indem die beiden Lagen auseinandergezogen werden, und somit ein Zugang zu
den einzelnen Abteilen geschaffen wird. Um die beiden Lagen voneinander trennen zu
können, ist in einem unteren Randbereich ein Streifen vorgesehen, an dem die einzelnen
Folienlagen zum Auseinanderziehen gegriffen werden können. Die vergleichsweise schmalen
Streifen sind allerdings schwierig zu greifen, so dass es vorkommen kann, dass ein
Benutzer eine Schere zur Hilfe nimmt oder den Beutel auf andere Weise beschädigt.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Beutel zur Herstellung von
Eiswürfeln zu schaffen, der zur Entnahme der Eiswürfel einfacher zu öffnen ist.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einem Beutel mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0005] Erfindungsgemäß weist der Beutel zur Herstellung von Eiswürfeln eine Vielzahl von
miteinander in Verbindung stehenden Kammern auf, wobei in einem Eckbereich statt einer
Kammer für einen Eiswürfel eine Öffnungshilfe ausgebildet ist, an der die Lagen auseinanderziehbar
sind. Dadurch kann der Benutzer die Lagen im Bereich der Öffnungshilfe greifen und
mit einer definierten Kraft auseinanderziehen, um eine Verbindungsstelle zur Ausbildung
einer Kammer zerstörungsfrei voneinander zu trennen. Durch die Ausbildung von "Greiflaschen"
in einem Eckbereich kann der Öffnungsvorgang vereinfacht werden.
[0006] Vorzugsweise sind die Kammern in einem regelmäßigen Muster vorgesehen, das in einem
Bereich der Öffnungshilfe unterbrochen ist, da im Bereich der Öffnungshilfe keine
Kammer ausgebildet ist. Die Kammern können in mehreren Spalten und mehreren Reihen
angeordnet sein, wobei in einer äußeren Spalte und einer äußeren Reihe die Öffnungshilfe
vorgesehen ist.
[0007] Die Fläche der Öffnungshilfe nimmt vorzugsweise einen Bereich von mehr als 10 cm
2, insbesondere mehr als 15 cm
2, ein. Dabei kann die Öffnungshilfe im Wesentlichen rechteckig ausgebildet sein, vorzugsweise
quadratisch, und eine Größe von mindestens 3 cm x mindestens 3 cm aufweisen, vorzugsweise
mindestens 4 cm x mindestens 4 cm. Durch eine im Wesentlichen quadratische Ausbildung
der Öffnungshilfe kann ein leichtes Greifen der Öffnungshilfe gewährleistet werden,
und der Bereich der Öffnungshilfe wird beim Öffnen auch vollständig genutzt. Anders
als beim Stand der Technik, bei dem lediglich ein schmaler randseitiger Streifen gegriffen
werden kann, der nur in einem geringen Bereich genutzt wird, kann die erfindungsgemäße
Öffnungshilfe über den gesamten Bereich beim Auseinanderziehen genutzt werden.
[0008] In einer weiteren Ausgestaltung sind im Bereich der Öffnungshilfe sichtbare Pfeile
oder Piktogramme aufgedruckt. Alternativ oder zusätzlich können die beiden Lagen im
Bereich der Öffnungshilfe in Form von Pfeilen oder Piktogrammen miteinander gesiegelt
sein. Dies erleichtert das Auffinden der Öffnungshilfe für den Benutzer.
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von zwei Ausführungsbeispielen mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel für einen Beutel zur Herstellung
von Eiswürfeln, und
- Figur 2
- eine Draufsicht auf ein zweites Ausführungsbeispiel eines Beutels zur Herstellung
von Eiswürfeln.
[0010] Ein Beutel 1 zur Herstellung von Eiswürfeln ist aus zwei Lagen aus Kunststofffolie
gebildet, die bereichsweise miteinander verbunden sind. Die Verbindungsstellen können
durch Siegelnähte gebildet sein, die ein zerstörungsfreies Trennen der Folien ermöglichen,
wenn diese auseinandergezogen werden. Entsprechende Folien können mehrlagig ausgebildet
sein und eine Trägerschicht sowie eine Siegelschicht aufweisen.
[0011] Der Beutel 1 umfasst einen Einfüllkanal 2, der zum Einfüllen von Wasser dient und
einen selbstschließenden Ventilverschluss 3 aufweisen kann. Hierfür kann jede Folie
im Bereich des Einfüllkanals umgeschlagen sein, wobei ein Randbereich der Folie im
Bereich des Ventilverschlusses endet. Der Einfüllkanal 2 ist mit einer Vielzahl von
Kammern 4 verbunden, die mit Wasser befüllt werden können, um Eiswürfel herzustellen.
Der Begriff "Eiswürfel" soll dabei nicht nur quaderförmige Elemente umfassen, sondern
auch Kugeln oder andere geometrische Körper, die in den einzelnen Kammern 4 hergestellt
werden.
[0012] Die Kammern 4 sind dabei in einem regelmäßigen Muster vorgesehen, wobei in Einfüllrichtung
vier Spalten mit Kammern 4 vorgesehen sind, die in fünf Reihen angeordnet sind. Auf
der vom Einfüllkanal 2 abgewandten Seite ist die äußerste Reihe in einem Eckbereich
mit einer Öffnungshilfe 5 versehen, an der keine Kammer 4 ausgebildet ist.
[0013] Im Bereich der Öffnungshilfe 5 liegen die beiden Lagen der Folie lose aufeinander
und können daher vom Benutzer einfach gegriffen werden, um die beiden Lagen auseinanderzuziehen.
Ferner sind im Bereich der Öffnungshilfe 5 ein Piktogramm 6 und/oder ein Pfeil 7 aufgedruckt,
der das Auffinden der Öffnungshilfe 5 erleichtert.
[0014] Die miteinander in Verbindung stehenden Kammern 4 sind über Übergänge 9 miteinander
verbunden, so dass alle Kammern 4 gleichzeitig mit Wasser befüllt werden können. Benachbart
zu der Öffnungshilfe 5 sind Siegelnähte 8 ausgebildet, so dass der Bereich der Öffnungshilfe
5 ausgespart wird.
[0015] Die Öffnungshilfe 5 ist im Wesentlichen quadratisch ausgebildet und weist eine Mindesterstreckung
von mindestens 4 cm x mindestens 4 cm auf, vorzugsweise etwa 4 bis 6 cm in der Breite
und der Länge.
[0016] In Figur 2 ist ein modifiziertes Ausführungsbeispiel eines Beutels 1' zur Herstellung
von Eiswürfeln gezeigt, bei dem eine modifizierte Öffnungshilfe 5' in einem Eckbereich
ausgebildet ist, während der Beutel 1' im Übrigen wie in Figur 1 ausgebildet ist.
Die Öffnungshilfe 5' ist wieder im Wesentlichen quadratisch ausgebildet an einer Stelle
im Eckbereich, an der keine Kammer 4 für einen Eiswürfel vorgesehen ist. Im Bereich
der Öffnungshilfe 5' sind die beiden Lagen der Folie allerdings nicht nur lose aufeinandergelegt,
sondern ebenfalls an Verbindungsstellen 10 gesiegelt, die für ein Anhaften der beiden
Lagen sorgen.
[0017] Die Verbindungsstellen 10 sind allerdings weniger breit und flächig ausgebildet als
die Siegelnähte 8 zur Begrenzung der Kammern 4. Zusätzlich ist im Bereich der Öffnungshilfe
5' ein Hinweis 11 aufgedruckt, der dem Benutzer das Auffinden der Öffnungshilfe 5'
erleichtert. Es ist auch möglich, solche Hinweise durch Siegeln statt durch Aufdrucken
herzustellen. Das Siegeln im Bereich der Öffnungshilfe 5' hat den Vorteil, dass der
Benutzer ein Gefühl dafür bekommt, welche Kräfte erforderlich sind, um die beiden
Lagen auseinanderzuziehen,
[0018] Statt der dargestellten kugelförmigen Kammern 4 können die Kammern 4 auch andere
Formen besitzen, beispielsweise quaderförmig, dreieckförmig oder mit anderen Geometrien.
[0019] Die Beutel 1 und 1' können in einer Folienbahn aufgewickelt angeordnet sein und über
eine Perforation einzeln abgetrennt werden.
Bezugszeichenliste
[0020]
- 1,1'
- Beutel
- 2
- Einfüllkanal
- 3
- Ventilverschluss
- 4
- Kammer
- 5, 5'
- Öffnungshilfe
- 6
- Piktogramm
- 7
- Pfeil
- 8
- Siegelnaht
- 9
- Übergang
- 10
- Verbindungsstellen
- 11
- Hinweis
1. Beutel (1, 1') zur Herstellung von Eiswürfeln, mit zwei Lagen aus Kunststofffolie,
die bereichsweise miteinander verbunden sind, und zwischen den Lagen in nicht verbundenen
Bereichen ein verschließbarer Einfüllkanal (2) und eine Vielzahl miteinander in Verbindung
stehende Kammern (4) ausgebildet sind, wobei zum Entnehmen der Eiswürfel aus den Kammern
(4) die beiden Lagen beschädigungsfrei voneinander lösbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Eckbereich statt einer Kammer (4) für einen Eiswürfel eine Öffnungshilfe
(5) ausgebildet ist, an der die Lagen auseinanderziehbar sind.
2. Beutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammern (4) in einem regelmäßigen Muster vorgesehen sind, das im Bereich der
Öffnungshilfe (5) unterbrochen ist.
3. Beutel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammern (4) in mehreren Spalten und mehreren Reihen angeordnet sind und an einer
äußeren Spalte und einer äußeren Reihe eine Öffnungshilfe (5) vorgesehen ist.
4. Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche der Öffnungshilfe (5) mehr als 10 cm2, insbesondere mehr als 15 cm2 einnimmt.
5. Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungshilfe eine Größe von mindestens 3 cm x 3 cm aufweist, vorzugsweise mindestens
4 cm x 4 cm.
6. Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Öffnungshilfe (5) sichtbare Pfeile (7) oder Piktogramme (6) aufgedruckt
sind.
7. Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Lagen im Bereich der Öffnungshilfe (5) in Form von Pfeilen oder Piktogrammen
miteinander versiegelt sind.
8. Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungshilfe (5) auf der zum Einfüllkanal (3) gegenüberliegenden Seite des Beutels
(1, 1') angeordnet ist.