[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Mobilfunk-Antenne mit einer Mehrzahl von
ersten Strahlern und mindestens einen zweiten Strahler, welche auf einer gemeinsamen
Reflektorebene angeordnet sind. Dabei weist der erste Strahler eine gegenüber der
Reflektorebene erhabene Reflektorumgebung auf. Insbesondere kann es sich bei den ersten
Strahlern um Highband-Strahler, bei dem zweiten Strahler um einen Lowband-Strahler
handeln.
[0002] Es ist bereits bekannt, Multibandantennen mit mehreren Lowband- und mehreren Highband-Strahlern
zu versehen, welche miteinander verschachtelt werden. Als Highband-Strahler werden
dabei meist Dipolstrahler eingesetzt. Als Lowband-Strahler können beispielsweise Dipolquadrate,
Kreuzdipole oder Dipol-Ts verwendet werden. Dies ist beispielsweise aus der
US 8199063 B2 und der
US 8760356 B2 bekannt. Der Einsatz von Kreuzdipolen als Lowband-Strahler ist aus der
EP 2672568 A2, der
CN 104600439 A und der
US 20140139387 A1 bekannt. Weiterhin ist der Einsatz von breitbandigen Lowband-Strahlern in Form einer
trichterförmigen Struktur, welche jeweils einen ersten Strahler umgibt, bekannt.
[0004] Eine besondere Herausforderung stellen jedoch Mehrspalten-Multibandantennen dar,
welche im Highband einen niedrigen räumlichen Einzelstrahlerabstand für Beamforming-
und/oder MIMO-Anwendungen benötigen. Der niedrige Highband-Strahlerabstand führt dazu,
dass entweder nicht ausreichend Volumen für den Lowband-Strahler vorhanden ist und/oder
dass der Lowband-Strahler die Highband-Strahler teilweise verdeckt und/oder deren
Abstrahlcharakteristik ändert.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung gemäß einem ersten Aspekt ist es daher, eine kompakte
Multiband-Antenne zur Verfügung zu stellen, welche sich insbesondere für Mehrspaltenantennen
eignet. Gemäß einem zweiten Aspekt ist es Aufgabe der Erfindung, eine neue Strahlerkonstruktion
zur Verfügung zu stellen.
[0006] Diese Aufgabe wird im ersten Aspekt durch eine Antenne gemäß dem Anspruch 1, im zweiten
Aspekt durch eine Antenne gemäß Anspruch 11 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltung der vorliegenden
Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0007] Die vorliegende Erfindung umfasst in einem ersten Aspekt eine Mobilfunk-Antenne mit
einer Mehrzahl von ersten Strahlern und mindestens einem zweiten Strahler, welche
auf einer gemeinsamen Reflektorebene angeordnet sind, wobei die ersten Strahler jeweils
eine gegenüber der Reflektorebene erhabene Reflektorumgebung aufweisen. Dabei ist
vorgesehen, dass der zweite Strahler zwischen mehreren ersten Strahlern angeordnet
ist und durch Teile der jeweiligen Reflektorumgebung der ihn umgebenden ersten Strahler
gebildet wird. Dadurch, dass zumindest ein Teil der Reflektorumgebung der ersten Strahler
angeregt wird und gleichzeitig als zweiter Strahler verwendet wird, ergibt sich eine
sehr kompakte Anordnung.
[0008] Eine solche erste Antenne kann sowohl einzeln, als auch als ein Grundelement für
eine Mehrspalten-Antenne genutzt werden.
[0009] Bevorzugt handelt es sich bei den ersten Strahlern um Highband-Strahler und bei dem
zweiten Strahler um einen Lowband-Strahler. Insbesondere ist daher die Mittenfrequenz
des untersten Resonanzfrequenzbereichs der ersten Strahler höher als die Mittenfrequenz
des untersten Resonanzfrequenzbereichs der zweiten Strahler. In einer möglichen Ausführungsform
kann der unterste Resonanzfrequenzbereich der ersten Strahler komplett über dem untersten
Resonanzfrequenzbereich der zweiten Strahler liegen.
[0010] In einer möglichen Ausführungsform erstreckt sich die gegenüber der Reflektorebene
erhabene Reflektorumgebung der ersten Strahler zumindest teilweise in einer Ebene,
welche quer zu einer Normalen auf die Reflektorebene und bevorzugt im wesentlichen
parallel zur Reflektorebene verläuft. Insbesondere können sich die den zweiten Strahler
bildenden Teile der Reflektorumgebung zumindest teilweise in einer Ebene erstrecken,
welche quer zu einer Normalen auf die Reflektorebene und bevorzugt im wesentlichen
parallel zur Reflektorebene verläuft. Dies ermöglicht eine neue Art von zweitem Strahler.
Insbesondere ermöglicht dies einen zweiten Strahler, welches in der Art einer Patch-Antenne
gespeist werden kann.
[0011] Bevorzugt bilden die quer zu einer Normalen auf die Reflektorebene und bevorzugt
im wesentlichen parallel zur Reflektorebene verlaufenden Bereiche im Hinblick auf
ihren Flächenanteil in einer Draufsicht den Hauptteil des zweiten Strahlers und haben
bevorzugt einen Flächenanteil von mehr als 80%.
[0012] Die gegenüber der Reflektorebene erhabene Reflektorumgebung der ersten Strahler und/oder
die den zweiten Strahler bildenden Teile der Reflektorumgebung können jedoch auch
senkrecht zu der Reflektorebene verlaufende Bereiche aufweisen.
[0013] Bevorzugt sind in Seitenansicht die ersten Strahler höher über der Reflektorebene
angeordnet als Teile der den zweiten Strahler bildenden Reflektorumgebung, insbesondere
als der Hauptteil der den zweiten Strahler bildenden Reflektorumgebung.
[0014] Bevorzugt sind in Seitenansicht die ersten Strahler höher über der Reflektorebene
angeordnet als die quer zu einer Normalen auf die Reflektorebene und bevorzugt im
wesentlichen parallel zu der Reflektorebene verlaufenden Teile der den zweiten Strahler
bildenden Reflektorumgebung. In einer möglichen Ausführungsform stehen die senkrecht
zu der Reflektorebene verlaufenden Bereiche der zweiten Strahler dagegen in der Höhe
über die ersten Strahler über. In einer alternativen Ausführungsform sind dagegen
auch die senkrecht zu der Reflektorebene verlaufenden Bereiche der zweiten Strahler
niedriger als die ersten Strahler.
[0015] In einer möglichen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind die den zweiten
Strahler bildenden Teile der Reflektorumgebung insgesamt niedriger als die ersten
Strahler.
[0016] In Draufsicht ist in keiner der soeben beschriebenen Ausgestaltungen eine Überlappung
zwischen den ersten Strahlern und der Reflektorumgebung und/oder den den zweiten Strahler
bildenden Teilen der Reflektorumgebung gefordert. Bevorzugt ist dabei in Draufsicht
keine Überlappung zwischen den ersten Strahlern und der Reflektorumgebung und/oder
den den zweiten Strahler bildenden Teilen der Reflektorumgebung vorgesehen. Es sind
jedoch auch Ausführungsbeispiele möglich, bei welchen eine solche Überlappung vorgesehen
ist.
[0017] Durch niedriger angeordneten zweiten Strahler wird die Abstrahlung der ersten Strahler
nur geringfügig gestört.
[0018] In einer möglichen Ausführungsform bildet die Reflektorumgebung der ersten Strahler,
welche zumindest zum Teil als zweiter Strahler verwendet wird, einen Reflektorrahmen
für den ersten Strahler.
[0019] In einer möglichen Ausführungsform ist der zweite Strahler zwischen vier in einem
Rechteck, insbesondere einem Quadrat, angeordneten ersten Strahlern angeordnet. Bevorzugt
ist der zweite Strahler dabei mittig innerhalb des durch die ersten Strahler gebildeten
Rechtecks angeordnet. Hierdurch ergibt sich eine gute Symmetrie des Fernfelds.
[0020] Bevorzugt erstrecken sich die den zweiten Strahler bildenden Teile der Reflektorumgebung
der ersten Strahler aus dem durch die Mittelpunkte der vier ersten Strahler gebildeten
Rechteck heraus. Hierdurch kann die Verschachtelung der ersten und zweiten Strahler
erhöht werden.
[0021] In einer möglichen Ausführungsform weist der zweite Strahler eine und weiter bevorzugt
zwei Symmetrieachsen auf, welche sich bevorzugt parallel zu den Seiten des Rechtecks
erstrecken.
[0022] Insbesondere kann der durch Teile der jeweiligen Reflektorumgebung der ihn umgebenden
ersten Strahler gebildete zweite Strahler eine kreuzförmige Metallstruktur umfassen,
welche zwischen vier in einem Rechteck, insbesondere einem Quadrat, angeordneten ersten
Strahlern angeordnet ist. Bevorzugt erstreckt sich die kreuzförmige Metallstruktur
sich zumindest teilweise in einer Ebene, welche quer zu einer Normalen auf die Reflektorebene
und bevorzugt im wesentlichen parallel zur Reflektorebene verläuft.
[0023] Bevorzugt ist der Mittelpunkt der kreuzförmigen Metallstruktur im Mittelpunkt des
Rechtecks, insbesondere des Quadrats, angeordnet. Weiterhin können sich die Arme der
kreuzförmigen Metallstruktur jeweils zwischen zwei erste Strahler erstrecken.
[0024] Bevorzugt ist zwischen den jeweiligen Teilen der Reflektorumgebung der ersten Strahler,
welche einen zweiten Strahler bilden, und dem jeweiligen ersten Strahler keine weitere
über die Reflektorebene erhabene Reflektorumgebung und/oder Metallstruktur vorgesehen.
[0025] In einer möglichen Ausführungsform umfasst die Reflektorumgebung eines jeden ersten
Strahlers eine erste und eine zweite Metallstruktur, welche sich bezüglich des ersten
Strahlers gegenüberliegen und durch einen Zwischenraum voneinander getrennt sind,
wobei die erste und die zweite Metallstruktur bevorzugt einen Reflektorrahmen für
den ersten Strahler bilden.
[0026] Bevorzugt erstrecken sich die erste und die zweite Metallstruktur zumindest teilweise
in einer Ebene, welche quer zu einer Normalen auf die Reflektorebene und bevorzugt
im wesentlichen parallel zur Reflektorebene verläuft.
[0027] Bevorzugt bilden die zwischen vier in einem Rechteck, insbesondere einem Quadrat,
angeordneten ersten Strahlern vorgesehenen ersten oder zweiten Metallstrukturen gemeinsam
eine Metallstruktur eines zweiten Strahlers.
[0028] In einer möglichen Ausführungsform weisen die erste und die zweite Metallstruktur
jeweils eine L-Form auf. Dabei können die erste und die zweite Metallstruktur bevorzugt
in Form eines Rechtecks, insbesondere eines Quadrats um den ersten Strahler angeordnet
sind.
[0029] Bevorzugt bilden die Schenkel von vier L-förmigen ersten oder zweiten Metallstrukturen
zusammen eine kreuzförmige Metallstruktur eines zweiten Strahlers.
[0030] In einer möglichen Ausführungsform verläuft eine erste Polarisationsebene des ersten
Strahlers entlang des Zwischenraums zwischen der ersten und der zweiten Metallstruktur.
Hierdurch sieht diese Polarisation des ersten Strahlers die Reflektorplatte als Reflektorumgebung.
[0031] Weiterhin kann der erste Strahler eine zweite, orthogonale Polarisationsebene aufweisen,
welche bevorzugt mittig durch die erste und die zweite Metallstruktur verläuft. Insbesondere
kann die zweite Polarisation eine Symmetrieachse der ersten und der zweiten Metallstruktur
bilden.
[0032] In einer möglichen Ausführungsform weisen die erste und die zweite Metallstruktur
jeweils eine L-Form auf und sind in Form eines Rechtecks, insbesondere eines Quadrats,
um den ersten Strahler angeordnet, wobei die erste Polarisationsebene des ersten Strahlers
diagonal zwischen den beiden L-förmigen Metallstrukturen verläuft und die zweite,
orthogonale Polarisationsebene bevorzugt durch den Scheitel der beiden L-förmigen
Metallstrukturen verläuft.
[0033] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Reflektorumgebung der ersten Strahler
im Bereich einer Polarisationsebene des jeweiligen ersten Strahlers eine Absenkung
auf. Alternativ oder zusätzlich kann die Absenkung im Bereich der Diagonalen eines
durch die Mittelpunkte der ersten Strahler gebildeten Rechtecks angeordnet sein. Hierdurch
sieht diese Polarisation des ersten Strahlers einen größeren Abstand zu der Reflektorumgebung.
Bevorzugt handelt es sich bei dieser Polarisation dabei um eine zweite Polarisation
des ersten Strahlers, wie dies oben beschrieben wurde. Bevorzugt verläuft die Absenkung
entlang der Polarisationsebene und/oder Diagonale.
[0034] Weiterhin kann die kreuzförmige Metallstruktur, welche oben beschrieben wurde, im
Bereich ihrer Diagonalen jeweils eine Absenkung aufweisen. Alternativ oder zusätzlich
kann die erste und die zweite L-förmige Metallstruktur, welche oben beschrieben wurde,
im Bereich ihrer Diagonalen jeweils eine Absenkung aufweisen. Bevorzugt ist die Absenkung
dabei in einer Polarisationsebene eines ersten Strahlers angeordnet und verläuft bevorzugt
entlang der Polarisationsebene.
[0035] Bevorzugt bildet die Absenkung einen Bereich der Reflektorumgebung, welcher sich
quer zur Normalen auf der Reflektorebene erstreckt. Insbesondere verläuft die Reflektorumgebung
im Bereich der Absenkung daher schräg zur Normalen auf die Reflektorebene und schräg
zur Reflektorumgebung.
[0036] Bevorzugt schließen an die Absenkung Bereiche der Reflektorumgebung an, welche sich
im wesentlichen parallel zur Reflektorumgebung erstrecken. Insbesondere erstrecken
sich dabei die Arme der kreuzförmigen Metallstruktur und/oder die Schenkel der L-förmigen
Metallstruktur im wesentlichen parallel zur Reflektorumgebung.
[0037] In einer weiteren möglichen Ausführungsform werden die den zweiten Strahler bildenden
Teile der Reflektorumgebung der ersten Strahler im Bereich der Diagonalen eines durch
die Mittelpunkte der ersten Strahler gebildeten Rechtecks und/oder im Bereich der
Diagonale der den zweiten Strahler bildenden kreuzförmigen Metallstruktur gespeist.
[0038] Weiterhin können die den zweiten Strahler bildenden Teile der Reflektorumgebung im
Bereich der Diagonalen Schlitze aufweisen, welche bevorzugt entlang der Diagonalen
verlaufen und/oder durch Stege überbrückt werden.
[0039] Insbesondere wird die kreuzförmige Metallstruktur des zweiten Strahlers im Bereich
ihrer Diagonalen gespeist und/oder weist im Bereich ihrer Diagonalen Schlitze auf,
welche bevorzugt entlang der Diagonalen verlaufen und/oder durch Stege überbrückt
werden.
[0040] In einer weiteren möglichen Ausführungsform weisen die den zweiten Strahler bildenden
Teile der Reflektorumgebung der ersten Strahler und insbesondere die kreuzförmige
Metallstruktur in ihrem Zentrum eine Öffnung auf, wobei im Bereich der Öffnung ggf.
eine Anpassungsstruktur vorgesehen ist.
[0041] In einer möglichen Ausführungsform bestehen die den zweiten Strahler bildenden Teile
der Reflektorumgebung der ersten Strahler und insbesondere die kreuzförmige Metallstruktur
und/oder die erste und die zweite L-förmige Metallstruktur aus einem oder mehreren
Blechteilen. Dabei kann die kreuzförmige Metallstruktur ein einstückiges oder mehrstückiges
aus Blech gestanztes und gefaltetes Grundelement aufweisen, welches vier L-förmige
Metallstrukturen vereint.
[0042] In einer weiteren möglichen Ausführungsform umfassen die den zweiten Strahler bildenden
Teile der Reflektorumgebung der ersten Strahler und insbesondere die kreuzförmige
Metallstruktur und/oder die erste und die zweite L-förmige Metallstruktur Bereiche,
welche parallel zur Reflektorebene verlaufen, wobei diese Bereiche bevorzugt parallel
zu den Seiten eines durch die Mittelpunkte der ersten Strahler gebildeten Rechtecks
und/oder im Bereich der Schenkel der kreuzförmigen Metallstruktur und/oder der ersten
und der zweiten L-förmige Metallstruktur verlaufen.
[0043] Zwischen den Schenkeln der L-förmigen Metallstrukturen ist bevorzugt jeweils ein
Brückenbereich vorgesehen, welcher die Schenkel miteinander verbindet. Bevorzugt weist
dieser Brückenbereich eine Absenkung auf, bevorzugt eine Absenkung, wie sie oben beschrieben
wurde. Insbesondere kann die Absenkung dabei gegenüber den parallel zur Reflektorebene
verlaufenden Bereichen abgesenkt sein.
[0044] In einer weiteren möglichen Ausführungsform weisen die den zweiten Strahler bildenden
Teile der Reflektorumgebung der ersten Strahler und insbesondere die kreuzförmige
Metallstruktur und/oder die erste und die zweite L-förmige Metallstruktur senkrecht
zur Reflektorebene verlaufende Rahmenelemente auf, welche einen vertikalen Reflektorrahmen
für die ersten Strahler bilden.
[0045] In einer möglichen Ausführungsform handelt es sich bei den ersten Strahlern um Dipolstrahler,
insbesondere um dual-polarisierte Dipolstrahler, insbesondere dual-polarisierte Kreuz-Dipole.
Bevorzugt sind die Dipolelemente der Dipolstrahler über einen Sockel auf einem gemeinsamen
Reflektor angeordnet.
[0046] Bevorzugt weisen die Dipolelemente der Dipolstrahler einen größeren Abstand zum Reflektor
auf als die den ersten Strahler bildenden Teile der Reflektorumgebung.
[0047] In einer weiteren möglichen Ausführungsform wird der zweite Strahler als Patch-Antenne
gespeist.
[0048] In einer weiteren möglichen Ausführungsform handelt es sich bei dem zweiten Strahler
um einen dual-polarisierter Strahler, wobei die Polarisationsebenen des zweiten Strahlers
bevorzugt entlang der Diagonalen der kreuzförmigen Metallstruktur und/oder des durch
die ersten Strahler gebildeten Rechtecks verlaufen.
[0049] In einer möglichen Ausführungsform weisen die ersten Strahler einen Einzelstrahlerabstand
von 0,5 λ bis 0,7 λ auf, wobei es sich bei λ um die Wellenlänge der Mittenfrequenz
des untersten Resonanzfrequenzbereichs der ersten Strahler handelt. Es handelt sich
daher um eine äußerst kompakte Anordnung von ersten Strahlern.
[0050] In einer weiteren möglichen Ausführungsform weisen die ersten Strahler einen Abstand
zur Reflektorebene zwischen 0,15 λ und 0,6 λ auf, wobei es sich bei λ um die Wellenlänge
der Mittenfrequenz des untersten Resonanzfrequenzbereichs der ersten Strahler handelt.
[0051] In einer möglichen Ausführungsform weist die Mehrzahl von ersten Strahlern jeweils
die gleiche Reflektorumgebung und/oder die gleichen Resonanzfrequenzbereiche und/oder
die gleiche Ausrichtung der Polarisationsebenen und/oder den gleichen Aufbau aufweisen.
[0052] Weiterhin kann eine Antenne gemäß der vorliegenden Erfindung eine Mehrzahl von zweiten
Strahlern aufweisen, welche jeweils die gleichen Resonanzfrequenzbereiche und/oder
die gleiche Ausrichtung der Polarisationsebenen und/oder den gleichen Aufbau aufweisen.
[0053] In einer möglichen Ausführungsform weist die Antenne mindestens zwei zweite Strahler
auf, welche unterschiedliche Resonanzfrequenzbereiche und/oder einen unterschiedlichen
Aufbau aufweisen, wobei bevorzugt ein erster Strahler zwischen den zwei zweiten Strahlern
angeordnet ist und eine Reflektorumgebung aufweist, welche aus mindestens zwei unterschiedlichen
Teilen besteht, und insbesondere zwei L-förmige Metallstrukuren mit einer unterschiedlichen
Schenkellänge umfasst.
[0054] Die erfindungsgemäße Antenne eignet sich insbesondere als Grundelement zum Aufbau
von Antennenarrays. Dabei sind bevorzugt mehrere erste Antennen, wie sie oben beschrieben
wurden, in einer oder mehreren Spalten und/oder Reihen nebeneinander angeordnet.
[0055] In einer möglichen Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Antenne einen durch
eine Mehrzahl von ersten Strahlern gebildetem ersten Antennen-Array mit einer Mehrzahl
von Spalten und Reihen und einen durch eine Mehrzahl von zweiten Strahlern gebildetem
zweiten Antennenarray mit mindestens einer Spalte und/oder Reihe auf, wobei die zweiten
Strahler jeweils durch Teile der Reflektorumgebung der sie umgebenden ersten Strahler
gebildet werden.
[0056] In einer möglichen Ausführungsform sind die zweiten Antennen dabei in mindestens
zwei Reihen und/oder Spalten angeordnet, deren Strahler zueinander versetzt sind,
und/oder deren Strahler unterschiedliche Resonanzfrequenzbereiche und/oder einen unterschiedlichen
Aufbau aufweisen.
[0057] In einem zweiten Aspekt umfasst die vorliegende Erfindung eine Mobilfunk-Antenne
mit einer Reflektorebene und einem über der Reflektorebene angeordneten, als Patch-Antenne
gespeistem Element. Dabei ist vorgesehen, dass das als Patch-Antenne gespeiste Element
durch eine kreuzförmige Metallstruktur gebildet wird. Hierdurch wird eine neue, sich
von der üblichen Geometrie von Patch-Antennen unterscheidende Antenne zur Verfügung
gestellt.
[0058] In einer möglichen Ausführungsform weist die kreuzförmige Metallstruktur einen sich
über ihre Erstreckung verändernden Abstand zur Reflektorebene auf.
[0059] Insbesondere kann die kreuzförmige Metallstruktur im Bereich ihrer Diagonalen jeweils
eine Absenkung aufweisen, wobei die Absenkung bevorzugt entlang der Polarisationsebene
verläuft.
[0060] Weiterhin kann die kreuzförmige Metallstruktur Bereiche umfassen, welche parallel
zur Reflektorebene verlaufen, wobei diese Bereiche bevorzugt im Bereich der Arme der
kreuzförmigen Metallstruktur verlaufen.
[0061] Weiterhin kann die die kreuzförmige Metallstruktur senkrecht zur Reflektorebene verlaufende
Bereiche aufweisen, welche weiter bevorzugt jeweils entlang der Mittelebene der vier
Arme der der kreuzförmigen Metallstruktur verlaufen.
[0062] In einer möglichen Ausführungsform wird die kreuzförmige Metallstruktur im Bereich
ihrer Diagonalen gespeist. Die Speisung kann bspw. asymmetrisch an jeweils einem Speisepunkt
auf der Diagonalen oder symmetrisch an zwei Speisepunkten auf der Diagonalen, welche
sich bezüglich des Mittelpunktes der kreuzförmigen Metallstruktur gegenüber liegen,
erfolgt, wobei die symmetrische Speisung seriell oder parallel erfolgen kann.
[0063] In einer weiteren möglichen Ausführungsform weist die kreuzförmige Metallstruktur
im Bereich ihrer Diagonalen Schlitze auf, welche bevorzugt entlang der Diagonalen
verlaufen und/oder durch Stege überbrückt werden.
[0064] In einer weiteren möglichen Ausführungsform kann die kreuzförmige Metallstruktur
in ihrem Zentrum eine Öffnung aufweisen, wobei im Bereich der Öffnung ggf. eine Anpassungsstruktur
vorgesehen ist.
[0065] Bevorzugt bildet die kreuzförmige Metallstruktur einen dual-polarisierter Strahler,
wobei die Polarisationsebenen des dual-polarisierten Strahlers bevorzugt entlang der
Diagonalen der kreuzförmigen Metallstruktur verlaufen.
[0066] Die kreuzförmige Metallstruktur kann aus einem oder mehreren Blechteilen bestehen,
wobei bevorzugt die kreuzförmige Metallstruktur ein einstückiges oder mehrstückiges
aus Blech gestanztes und gefaltetes Grundelement aufweist, welches die vier Arme der
kreuzförmigen Metallstruktur umfasst und bevorzugt in seinem Zentrum eine Aussparung
aufweist.
[0067] Die Antenne gemäß dem zweiten Aspekt kann auch unabhängig von dem ersten Aspekt eingesetzt
werden. Bevorzugt bildet die kreuzförmige Metallstruktur der Antenne gemäß dem zweiten
Aspekt jedoch einen zweiten Strahler gemäß dem ersten Aspekt.
[0068] Bevorzugt ist die kreuzförmige Metallstruktur der Antenne gemäß dem zweiten Aspekt
dabei so aufgebaut und/oder angeordnet, wie dies oben in Hinblick auf den ersten Aspekt
näher beschrieben wurde. Alternativ oder zusätzlich kann der zweite Strahler einer
Antenne gemäß dem ersten Aspekt so ausgeführt sein, wie dies für die Antenne gemäß
dem zweiten Aspekt beschrieben wurde.
[0069] Bei den erfindungsgemäßen Antennen handelt es sich bevorzugt um Mobilfunkantennen,
wie sie für Mobilfunk-Basisstationen zum Einsatz kommen.
[0070] Die vorliegende Erfindung umfasst dabei weiterhin eine Mobilfunk-Basisstation mit
mindestens einer Mobilfunk-Antenne, wie sie oben beschrieben wurde.
[0071] Dabei zeigen:
- Fig. 1:
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer Mobilfunk-Antenne, welche den ersten und den
zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung in Kombination zeigt,
- Fig. 2:
- ein Ausführungsbeispiel einer Mobilfunk-Antenne gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden
Erfindung mit einem als Patch-Antenne gespeisten Element inForm einer kreuzförmigen
Metallstruktur,
- Fig. 3:
- eine Variante der in Fig. 2 gezeigten Mobilfunk-Antenne mit einer Prinzipdarstellung
der Speisung der zwei Polarisationen,
- Fig. 4:
- Diagramme, welche das E-Feld der in Fig. 3 gezeigten Antenne bei unterschiedlichen
Phasen für die beiden Ports und bei einer Frequenz von 920 MHz zeigen,
- Fig. 5a:
- simulierte Fernfeldwerte der in Fig. 3 gezeigten Antenne in einem Horizontaldiagramm
für die beiden Polarisationen,
- Fig. 5b:
- simulierte Fernfeldwerte der in Fig. 3 gezeigten Antenne in einem Vertikaldiagramm
für die beiden Polarisationen,
- Fig. 6:
- eine Variante ohne und zwei Varianten mit einem Mittelelement für das kreuzförmige,
als Patchantenne gespeiste Element,
- Fig. 7a:
- ein Smith-Chart der in Fig. 6 gezeigten drei Varianten für den Frequenzbereich zwischen
880 MHz und 960 MHz,
- Fig. 7b:
- ein Diagramm der Absolutwerte des Fernfeldes in horizontaler und vertikaler Richtung
bei einer Frequenz von 920 MHz für die in Fig. 6 gezeigten drei Varianten,
- Fig. 8:
- eine Variante ohne und zwei Varianten mit einem im Bereich der Speisung angeordneten
Mittelelement,
- Fig. 9a:
- ein Smith-Chart der in Fig. 8 gezeigten drei Varianten für den Frequenzbereich zwischen
880 MHz und 965 MHz,
- Fig. 9b:
- ein Diagramm der Absolutwerte des Fernfeldes in horizontaler und vertikaler Richtung
bei einer Frequenz von 920 MHz für die in Fig. 8 gezeigten drei Varianten,
- Fig. 10:
- vier mögliche Speisepunkte sowie eine mögliche Ausgestaltung der Speisung des als
Patch-Antenne gespeisten Elements in Form einer kreuzförmigen Metallstruktur,
- Fig. 11:
- drei Prinzipdarstellungen, welche eine asymmetrische Speisung, eine symmetrische Speisung
mit Serienschaltung, und eine symmetrische Speisung mit Parallelschaltung zeigen,
- Fig. 12:
- drei Varianten für die Speisung,
- Fig. 13:
- einen ersten Strahler und seine Reflektorumgebung für eine Antenne gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 14:
- eine Prinzipdarstellung der Lage der Polarisationsebenen bei dem in Fig. 13 dargestellten
Ausführungsbeispiel,
- Fig. 15:
- zwei Darstellungen einer Antenne gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung,
welche vier erste Strahler und deren Reflektorumgebung, welche einen zweiten Strahler
bildet, umfasst, wobei jeweils nur die Dipole der ersten Antennen für eine der beiden
Polarisationsrichtungen eingezeichnet sind,
- Fig. 16:
- eine Variante des in Fig. 13 gezeigten ersten Strahlers bzw. der in Fig. 15 gezeigten
Antenne,
- Fig. 17:
- eine weitere Variante einer erfindungsgemäßen Antenne gemäß dem ersten Aspekt, als
Grundelement für den Aufbau eines größeren Antennenarrays,
- Fig. 18:
- zwei Varianten eines ersten Strahlers und seiner Reflektorumgebung gemäß dem ersten
Aspekt und einer aus vier solchen Strahlern mit ihrer Refektorumgebung aufgebauten
Antenne, wobei die beiden Varianten sich im Hinblick auf die Höhe des Sockels der
ersten Antenne bzw. den Abstand der Dipolelemente der ersten Antenne von der Reflektorebene
unterscheiden,
- Fig. 19:
- drei Varianten einer erfindungsgemäßen Antenne gemäß dem ersten und dem zweiten Aspekt,
welche sich durch die spezifische Ausgestaltung der Reflektorumgebung unterscheiden,
- Fig. 20:
- die Reflektorumgebung eines ersten Strahlers einer Antenne gemäß dem ersten Aspekt
der vorliegenden Erfindung, bei welchem die Refektorumgebung aus zwei unterschiedlichen
Metallstrukturen aufgebaut ist, welche jeweils einen Teil eines zweiten Strahlers
mit einem unterschiedlichen Resonanzfrequenzbereich bilden,
- Fig. 21:
- ein Ausführungsbeispiel eines Antennenarrays aus einer Mehrzahl von erfindungsgemäßen
Antennen gemäß dem ersten Aspekt mit drei unterschiedlichen, jeweils aus der Reflektorumgebung
der sie umgebenden ersten Strahler aufgebauten zweiten Strahlern für drei unterschiedliche
Frequenzbereiche,
- Fig. 22:
- das in Fig. 21 gezeigte Ausführungsbeispiel, wobei hier auch die ersten Strahler eingezeichnet
sind, und
- Fig. 23:
- das in Fig. 22 dargestellte Ausführungsbeispiel in einer Draufsicht.
[0072] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Mobilfunk-Antenne, bei
welcher sowohl der erste Aspekt als auch der zweite Aspekt der vorliegenden Erfindung
verwirklicht sind.
[0073] Gemäß dem ersten Aspekt umfasst die Antenne vier erste Strahler 1, deren Reflektorumgebung
zumindest zum Teil dazu genutzt wird, einen zweiten Strahler 2 zu bilden, welcher
zwischen den vier ersten Antennen 1 angeordnet ist. Die ersten Strahler 1 sind auf
einer gemeinsamen Reflektorplatte 3 angeordnet. Die Reflektorumgebung der ersten Strahler,
welche den zweiten Strahler 2 bildet, ist gegenüber dieser Reflektorplatte 3 erhaben
angeordnet. Insbesondere bildet die Reflektorumgebung, von welcher zumindest Teile
als zweiter Strahler eingesetzt werden, einen Reflektorrahmen für die ersten Strahler.
[0074] Bei den ersten Strahlern 1 handelt es sich bevorzugt um Highband-Strahler, bei dem
zweiten Strahler 2 um einen Lowband-Strahler. Insbesondere liegt die Mittenfrequenz
des niedrigsten Resonanzfrequenzbereiches der ersten Strahler über der Mittenfrequenz
des niedrigsten Resonanzfrequenzbereiches des zweiten Strahlers.
[0075] Durch diese Lösung wird eine äußerst kompakte Anordnung erreicht, welche sich insbesondere
als Grundelement für Multiband-Antennen mit mehreren Spalten und/oder Reihen eignet.
[0076] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass die ersten Strahler
1 höher über der Reflektorplatte 3 angeordnet sind als die den zweiten Strahler 2
zwei bildende Reflektorumgebung, so dass die Abstrahlung der ersten Strahler durch
die Reflektorumgebung bzw. den zweiten Strahler 2 nicht oder nur geringfügig gestört
wird.
[0077] Im Ausführungsbeispiel werden als erste Strahler 1 Dipolstrahler eingesetzt. Insbesondere
handelt es sich dabei um dual-polarisierte Dipolstrahler.
[0078] Im Ausführungsbeispiel weisen die Dipolstrahler einen Sockel auf, mit welchem die
Dipole auf der Reflektorplatte 3 angeordnet sind. Der Sockel trägt für jeden Dipol
zwei Dipolelemente. Die Dipolelemente der Dipolstrahler erstrecken sich dabei in einer
Ebene parallel zur Reflektorplatte 3, und werden über den Sockel in einem bestimmten
Abstand über der Reflektorplatte 3 gehalten. Der Sockel weist im Ausführungsbeispiel
weiterhin eine Symmetrierung auf, welche die die Dipole bildenden Dipolelemente trägt.
Insbesondere umfasst die Symmetrierung Trägerelemente für die Dipolelemente, welche
sich senkrecht zur Reflektorplatte 3 erstrecken, und welche durch Schlitze voneinander
getrennt sind. Jedes Trägerelement trägt dabei ein Dipolelement.
[0079] Im Ausführungsbeispiel handelt es sich bei den Dipolen um Kreuz-Dipole mit zwei kreuzförmig
zueinander angeordneten Dipolen für die zwei orthogonalen Polarisationen. Die Symmetrierung
umfasst vier Trägerelemente, welche jeweils ein Dipolelement tragen, wobei sich über
die Mittelachse gegenüberliegende Dipolelemente einen Dipol bilden.
[0080] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind jedoch auch andere Bauformen für die ersten
Strahler denkbar, insbesondere auch andere Bauformen von Dual-polarisierten Dipolen.
[0081] Die gegenüber der Reflektorplatte 3 erhabene Reflektorumgebung der ersten Strahler
1 besteht jeweils aus zwei L-förmigen Strukturen 33 bzw. 34, deren Schenkel 6 und
7 bzw. 4 und 5 jeweils eine Seite eines den ersten Strahler 1 umgebenden Reflektorrahmens
bilden.
[0082] Die jeweils zwischen den ersten Strahlern angeordneten L-förmigen Strukturen der
Reflektorumgebung bilden gemeinsam den zweiten Strahler 2. Insbesondere bilden die
zwischen den vier ersten Strahlern 1 angeordneten vier L-förmigen Strukturen eine
kreuzförmige Struktur des zweiten Strahlers. Dabei verlaufen die Schenkel 4 und 5
der L-förmigen Strukturen zweier benachbarter erster Strahler jeweils parallel zueinander.
Ein Arm der kreuzförmigen Metallstruktur des zweiten Strahlers wird daher durch zwei
parallele Schenkel zweier benachbarter L-förmiger Metallstrukturen der Reflektorumgebung
der ersten Strahler gebildet.
[0083] Die in Fig. 1 jeweils außen angeordneten L-förmigen Strukturen haben in diesem Ausführungsführungsbeispiel
lediglich die Funktion einer Reflektorumgebung für die ersten Strahler 1, und bilden
keine zweiten Strahler. In anderen Ausführungsbeispielen können diese Teile der Reflektorumgebung
jedoch ebenfalls als Teile von zweiten Strahlern eingesetzt werden.
[0084] Im Ausführungsbeispiel sind die vier ersten Strahler in einem Rechteck, insbesondere
in einem Quadrat angeordnet. Insbesondere bilden dabei die Mittelpunkte der vier ersten
Strahler ein Rechteck. Die den zweiten Strahler bildende kreuzförmige Struktur weist
vier Arme auf, welche sich jeweils mittig und senkrecht zu den vier Seiten dieses
Rechtecks bzw. Quadrats erstrecken. Im Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Arme
dabei aus dem durch die vier Mittelpunkte der ersten Strahler gebildeten Rechteck
heraus. Dies bedeutet, dass die Erstreckung des zweiten Strahlers parallel zu den
Seiten des durch die ersten Strahler gebildeten Rechtecks größer ist als der Abstand
zwischen zwei ersten Strahlern.
[0085] Die jeweiligen L-förmigen Strukturen, welche gemeinsam die kreuzförmige Struktur
des zweiten Strahlers bilden, stehen bevorzugt leitend miteinander in Verbindung.
Die Verbindung kann dabei galvanisch und/oder kapazitiv erfolgen. In möglichen Ausführungsbeispielen
können die gemeinsam die kreuzförmige Struktur des zweiten Strahlers bildenden L-förmigen
Strukturen einstückig gebildet sein. Alternativ kann die kreuzförmige Struktur des
zweiten Strahlers aus mehreren separaten Abschnitten bestehen. Diese Abschnitte können
den L-förmigen Strukturen entsprechen. Es ist jedoch auch eine Aufteilung der kreuzförmige
Struktur des zweiten Strahlers in mehrere separate Abschnitte denkbar, welche nicht
mit den L-förmigen Strukturen übereinstimmt.
[0086] Die Reflektorumgebung der ersten Strahler und/oder der zweite Strahler werden bevorzugt
durch eine oder mehrere Metallstrukturen gebildet. Insbesondere kann eine solche Metallstruktur
aus einem oder mehreren Blechteilen bestehen. Eine Herstellung aus einem leitend beschichteten
Kunststoff oder aus einem oder mehreren Leiterplattenelementen ist ebenfalls denkbar.
[0087] Die Reflektorumgebung der ersten Strahler bzw. der zweite Strahler sind bevorzugt
aus einem oder mehreren Blechteilen hergestellt. Insbesondere können die Blechteile
aus Bleich ausgestanzt und gebogen werden.
[0088] Dabei können in einem möglichen Ausführungsbeispiel alle Elemente der kreuzförmigen
Metallstruktur eines zweiten Strahlers durch ein zusammenhängendes, gestanztes und
gebogenes Blechteil gebildet sein. Alternativ können die zweiten Strahler aus mehreren
Blechteilen bestehen und kapazitiv und/oder galvanisch miteinander gekoppelt werden.
Eine kapazitive Kopplung kann beispielsweise durch Überlappung zweier Blechteile erfolgen.
[0089] Die Polarisationsebenen der dual-polarisierten ersten Strahler stehen im Ausführungsbeispiel
diagonal zu dem durch die ersten Strahler gebildeten Rechteck bzw. Quadrat.
[0090] Dabei ist der durch die jeweilige Reflektorumgebung gebildete Reflektorrahmen eines
ersten Strahlers entlang einer ersten Polarisation, d. h. entlang einer ersten Diagonale,
offen. Dies bedeutet, dass die jeweiligen Schenkel der zwei eine Reflektorumgebung
bildenden L-förmigen Metallstrukturen sich über einen Zwischenraum gegenüber liegen.
Weiterhin weisen die L-förmigen Metallstrukturen im Bereich ihres Scheitels eine Absenkung
auf, d.h. die Reflektorumgebung der ersten Strahler ist im Bereich der zweiten Polarisation,
d. h. entlang der zweiten Diagonale, abgesenkt. Die spezifische Ausgestaltung der
Reflektorumgebung im Hinblick auf diesen Aspekt wird später noch näher erläutert.
[0091] Im Folgenden soll zunächst die Ausgestaltung des zweiten Strahlers 2 näher beschrieben
werden. Dieser zweite Strahler 2 kann gemäß dem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung
auch unabhängig von den ersten Strahlern 1 und unabhängig von seiner Ausbildung durch
Teile der Reflektorumgebung von ersten Strahlern eingesetzt werden.
[0092] Gemäß dem zweiten Aspekt wird der zweite Strahler durch eine kreuzförmige Metallstruktur
2 gebildet, welche sich über einer Reflektorplatte 3 erstreckt, und als Patch-Antenne
gespeist. Wie im Folgenden noch näher beschrieben wird, kann hierfür die kreuzförmige
Metallstruktur elektrisch mit einem ersten Leiter und die Reflektorplatte 3 elektrisch
mit einem zweiten Leiter einer Signalleitung gekoppelt sein. Insbesondere handelt
es sich bei der Signalleitung dabei um eine Koaxialleitung, wobei der Innenleiter
elektrisch mit der kreuzförmigen Metallstruktur gekoppelt ist, und der Außenleiter
mit der Reflektorplatte 3. Alternativ ist auch eine aperturgekoppelte Speisung bspw.
über Schlitze denkbar.
[0093] In Fig. 2 ist nun eine kreuzförmige Metallstruktur 2 dargestellt, welche auf einer
Reflektorplatte 3 angeordnet ist und sowohl gemäß dem ersten Aspekt als zweiter, durch
die Reflektorumgebung von ersten Strahlern gebildeter Strahler eingesetzt werden kann,
als auch gemäß dem zweiten Aspekt unabhängig von solchen ersten Strahlern und ihrer
Reflektorumgebung.
[0094] Die kreuzförmige Metallstruktur weist vier Arme 6 und 7 auf, welche sich kreuzförmig
erstrecken.
[0095] In einem möglichen Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung stehen alle vier
Arme der kreuzförmigen Metallstruktur galvanisch miteinander in Verbindung und bilden
eine zusammenhängende Metallstruktur. In alternativen Ausführungsformen könnten die
Arme jedoch auch durch separate Metallstrukturen gebildet werden, welche nicht galvanisch
miteinander in Verbindung stehen.
[0096] Im Ausführungsbeispiel weist die kreuzförmige Metallstruktur eine innere Öffnung
14 auf. Benachbarte Arme der kreuzförmigen Metallstruktur werden jeweils durch Brücken
verbunden, welche die innere Öffnung 14 umgeben.
[0097] Die kreuzförmige Struktur weist im Bereich ihrer Diagonalen bzw. der Brücken weiterhin
Schlitze 9 auf. Die Schlitze erstrecken sich im Ausführungsbeispiel entlang der Diagonalen,
und erstrecken sich im Ausführungsbeispiel sowohl von der Innenausnehmung 14, als
auch von außen in die zwischen den Armen angeordneten Brücken hinein.
[0098] Im Ausführungsbeispiel werden die Schlitze 9 durch Stege 10 überbrückt. In einer
alternativen Ausgestaltung könnte auf die Stege 10 jedoch auch verzichtet werden.
Bevorzugt erfolgt die Speisung im Bereich der Schlitze 9 und/oder Stege 10. Dies wird
im Folgenden noch näher dargestellt.
[0099] Die Arme 6 bzw. 7 der kreuzförmigen Metallstruktur weisen im Ausführungsbeispiel
jeweils einen Bereich auf, welcher sich parallel zur Reflektorplatte 3 in einem gewissen
Abstand über dieser Platte erstreckt.
[0100] Die kreuzförmige Metallstruktur weist im Ausführungsbeispiel im Bereich ihrer Diagonalen
Absenkungen 8 auf, welche sich entlang der Diagonalen erstrecken. Insbesondere verlaufen
die Arme der kreuzförmige Metallstruktur dabei parallel zu der Reflektorplatte 3,
während die die Arme verbindenden Brücken eine V-Form aufweisen. Die Funktion dieser
Absenkung kommt dabei insbesondere im Rahmen des ersten Aspektes der vorliegenden
Erfindung zum Tragen, und wird im Folgenden noch näher dargestellt.
[0101] Im Ausführungsbeispiel sind die sich gegenüberliegenden Arme jeweils spiegelsymmetrisch
bezüglich einer mittig verlaufenden Symmetrieebene ausgestaltet. Im Ausführungsbeispiel
weist die kreuzförmige Metallstruktur dabei vier Symmetrieebenen auf, jeweils eine,
welche mittig durch und parallel zu den Armen verläuft, und jeweils eine, welche entlang
der Diagonalen des Kreuzes verläuft.
[0102] In Fig. 2 sind die Symmetrieebenen, welche mittig und parallel zu den Armen 6 und
7 verlaufen, gestrichelt eingezeichnet. Bei einem Einsatz gemäß dem ersten Aspekt
markieren diese auch die Aufteilung in die L-förmigen Strukturen der jeweiligen Reflektorumgebungen
der den zweiten Strahler umgebenden ersten Strahler. Diese Aufteilung der kreuzförmigen
Metallstruktur des zweiten Strahlers in L-förmige Strukturen muss jedoch nicht strukturell
erfolgen. Bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel sind vielmehr die beiden
einen Arm der kreuzförmigen Metallstruktur bildenden Schenkel der L-förmigen Metallstrukturen
einstückig gebildet.
[0103] Im folgenden wird eine mögliche, in Fig. 2 dargestellte Bemessung der kreuzförmigen
Metallstruktur wiedergegeben. Es sind jedoch auch andere Bemessungen denkbar:
Die Arme 6 bzw. 7 der kreuzförmigen Metallstruktur weisen jeweils Bereich auf, welcher
sich parallel zur Reflektorplatte 3 in einem gewissen Abstand über dieser Platte erstreckt.
Im Ausführungsbeispiel beträgt diese Höhe H1 bevorzugt zwischen 0,05 und 0,3 λ, weiter
bevorzugt zwischen 0,05 λ und 0,2 λ. Bevorzugt liegt die Höhe H1 bei 0,1 λ.
[0104] Die Breite B
1 der Arme 6 bzw. 7 beträgt bevorzugt zwischen 0,05 λ und 0,3 λ, weiter bevorzugt zwischen
0,05 λ und 0,2 λ, und insbesondere 0,1 λ.
[0105] Die Arme weisen ausgehend vom Mittelpunkt der Struktur bevorzugt eine Länge L
1 zwischen 0,15 λ und 0,35 λ, bevorzugt zwischen 0,2 λ und 0,3 λ, insbesondere 0,25
λ auf.
[0106] Im Ausführungsbeispiel weist die kreuzförmige Metallstruktur eine innere Öffnung
14 auf. Diese weist bevorzugt einen minimalen Durchmesser zwischen 0,05 λ und 0,2
λ, und insbesondere einen minimalen Durchmesser von 0,1 λ auf. Die Länge L
3 der Arme ausgehend von dieser inneren Aussparung 14 beträgt bevorzugt zwischen 0,1
λ und 0,4 λ, insbesondere 0,2 λ.
[0107] Die Gesamtlänge L
2 der kreuzförmigen Metallstruktur entlang der Arme beträgt bevorzugt zwischen 0,3
λ und 0,7 λ, insbesondere zwischen 0,4 λ und 0,6 λ, bevorzugt 0,5 λ.
[0108] Benachbarte Arme der kreuzförmigen Metallstruktur werden jeweils durch Brücken verbunden,
deren Breite B
2 im Ausführungsbeispiel zwischen 0,05λ und 0,2 λ, und insbesondere bei 0,1 λ liegt.
[0109] Bei λ handelt es sich jeweils um die Wellenlänge der Mittenfrequenz des niedrigsten
Resonanzfrequenzbereiches des zweiten Strahlers.
[0110] Durch die kreuzförmige Metallstruktur des zweiten Strahlers wird ebenfalls ein dual-polarisierter
Strahler zur Verfügung gestellt. Dies wird im Folgenden anhand der Fig. 3 und 4 näher
dargestellt:
Fig. 3 zeigt links oben einen durch die kreuzförmige Metallstruktur 2 gebildeten zweiten
Strahler. In Fig. 3 ist neben der Reflektorplatte 3, auf welcher die kreuzförmige
Metallstruktur 2 angeordnet ist, weiterhin ein Reflektorrahmen 11 für den zweiten
Strahler eingezeichnet, welcher jedoch nicht notwendigerweise verwirklicht sein muss.
[0111] Die Darstellung in Fig. 3 links unten zeigt die Speisung der kreuzförmigen Metallstruktur
im Bereich der Diagonalen. Dabei weist die kreuzförmige Metallstruktur zwei Ports
P1 und P2 auf, durch welche die zwei orthogonalen Polarisationen des Strahlers gespeist
werden.
[0112] Die Darstellung rechts oben zeigt die durch die Speisung von Port 1 erzeugte erste
Polarisation, wobei der resultierende Vektor des E-Feldes E
res dieser ersten Polarisation dargestellt ist. Fig. 3 rechts unten zeigt die hierzu
orthogonale, durch Port 2 gespeiste Polarisation und den zugehörigen E-Feld Vektor
E
res. Die beiden Polarisationen des zweiten Strahlers erstrecken sich diagonal zu den
Armen der kreuzförmigen Metallstruktur.
[0113] Bei den beiden Darstellungen in Fig. 3 rechts oben und unten handelt es sich um reine
Prinzipdarstellungen. Die Diagramme in Fig. 4 zeigen dagegen entsprechende Simulationsergebnisse
für das resultierende E-Feld für unterschiedliche Phasen. In der oberen Reihe sind
die Diagramme bei Speisung des ersten Ports 1, in der unteren Reihe die Diagramme
bei Speisung des zweiten Ports 2 gezeigt.
[0114] Fig. 5a zeigt das entsprechende Horizontaldiagramm für die beiden Polarisationen.
Dabei ist das Fernfeld für die Polarisation 1 und 2 einmal bei einer Frequenz von
880 MHz, und einmal bei einer Frequenz von 960 MHz eingezeichnet. Dargestellt ist
jeweils die Co-Polarisation sowie die Kreuz-Polarisation. Fig. 5b zeigt das entsprechende
Vertikaldiagramm für die beiden Polarisationen, wobei wiederum die Co-Polarisation
und die Kreuz-Polarisation für Frequenzen von 880 MHz und 960 MHz eingezeichnet ist.
Die beiden Diagramme zeigen die gute Symmetrie der beiden Polarisationen.
[0115] Fig. 6 zeigt drei Varianten einer kreuzförmigen Metallstruktur. Diese unterscheiden
sich im Hinblick auf die Ausgestaltung der Metallstruktur im Bereich der inneren Öffnung
14.
[0116] Die Varianten 002 und 003 zeigen jeweils ein Mittelelement 12, welches im Bereich
der inneren Öffnung 14 angeordnet ist. Beide Mittelelemente sind auf Höhe der Arme
der Metallstruktur angeordnet und verbinden die inneren Enden der Arme miteinander.
Das Mittelelement 12 in der Version 002 bildet einen Rahmen für die innere Öffnung
14. Das Mittelelement 13 bei Version 003 ist dagegen kreuzförmig ausgeführt, und verbindet
die inneren Enden der Arme über die innere Öffnung 14 hinweg. Bei der Version 001
ist dagegen kein Mittelelement vorgesehen.
[0117] In allen drei Versionen wird als kreuzförmige Metallstruktur eine Blechstruktur eingesetzt,
welche aus einem oder mehreren gestanzten und gebogenen Blechteilen besteht. Die innere
Öffnung 14 wird daher durch eine entsprechende Aussparung in der Blechstruktur gebildet.
Bei den Mittelelementen 12 und 13 handelt es sich um auf diese Blechstruktur aufgesetzte
leitende Elemente, insbesondere ebenfalls Blechstrukturen. Das Mittelelement kann
kapazitiv und/oder galvanisch an die Blechstruktur angefügt werden. In einer alternativen
Ausgestaltung wäre es denkbar, das Mittelelement in die Struktur zu integrieren.
[0118] Fig. 7a zeigt den S-Parameter der drei Varianten aus Fig. 6 in einen Smith-Chart,
Fig. 7b die Absolutwerte des Fernfeldes in horizontaler und vertikaler Richtung. Wie
Fig. 7a und 7b deutlich zeigen, haben alle drei Versionen ähnliche S-Parameter und
Fernfeldeigenschaften. Dabei kann je nach der eingesetzten Umgebung und insbesondere
bei einem Einsatz gemäß dem ersten Aspekt je nach der Umgebung durch erste Strahler
die eine oder andere Version von Vorteil sein. Beispielsweise kann das Mittelelement
zum Entkoppeln der ersten Strahler und/oder zum Formen des Fernfelddiagramms der ersten
Strahler verwendet werden.
[0119] Fig. 8 zeigt drei weitere Varianten einer kreuzförmigen Metallstruktur. Bei der Version
001 wird die Mitte des Strahlers wieder freigelassen. Bei den Varianten 004 und 005
wird dagegen im Bereich der inneren Öffnung 14 ein Bodensegment 15 eingesetzt, welches
die zwischen den Armen angeordneten Brücken miteinander verbindet. Dabei ist das Bodensegment
15 auf der untersten Ebene der Vertiefung angeordnet, und verläuft insbesondere kreuzförmig
entlang der Diagonalen.
[0120] Bei der Variante 004 ist die kreuzförmige Metallstruktur des zweiten Strahlers gegenüber
der Reflektorplatte 3 elektrisch isoliert angeordnet und steht mit dieser daher nicht
leitend in Verbindung. Bei der Variante 005 erfolgt dagegen über das Bodensegment
15 ein Kurzschluss mit dem Reflektor im Bereich der Mitte des Strahlers. Der Kurzschluss
mit dem Reflektor kann dabei beispielsweise über einen Sockel 16 erfolgen, welcher
die Reflektorplatte 3 mit dem Bodensegment 15 verbindet.
[0121] Fig. 9a zeigt den S-Parameter in einem Smith-Diagramm und Fig. 9b zeigt die Absolutwerte
des Fernfeldes in horizontaler und vertikaler Richtung, jeweils für die drei in Fig.
8 gezeigten Versionen. Alle Versionen haben dabei ähnliche S-Parameter und Fernfeldeigenschaften.
[0122] Je nach Umgebung und insbesondere bei Einsatz gemäß dem ersten Aspekt je nach Umgebung
mit ersten Strahlern kann die eine oder andere Version daher von Vorteil sein. Dabei
kann auch das Bodensegment beispielsweise zum Entkoppeln der ersten Strahler und/oder
zum Formen des Fernfelddiagramms der ersten Strahler verwendet werden.
[0123] Die Speisung der kreuzförmigen Metallstruktur erfolgt wie bereits oben kurz beschrieben
wie bei einer Patch-Antenne. Der erfindungsgemäße zweite Strahler unterscheidet sich
von einer üblichen Patch-Antenne jedoch im Hinblick auf die Form des Strahlers, und
insbesondere im Hinblick auf die kreuzförmige Metallstruktur mit Einkerbung und/oder
Vertiefung im Speisebereich. Weiterhin unterscheidet sich die Version 005 auch durch
den Kurzschluss zum Reflektor deutlich von einer üblichen Patch-Antenne.
[0124] Wie bereits oben dargestellt erfolgt die Speisung der kreuzförmigen Struktur 2 im
Bereich ihrer Diagonalen, d.h. im Bereich der die Arme verbindenden Brücken 8. Insbesondere
erfolgt die Speisung dabei im Bereich der entlang der Diagonalen verlaufenden Schlitze
9 bzw. der diese Schlitze überbrückenden Stege 10.
[0125] Fig. 10 zeigt mögliche Ausführungsbeispiele einer solchen Speisung. Wie in Fig. 10
dargestellt, existieren vier mögliche Speisepunkte 1 bis 4. Die einander diagonal
gegenüberliegenden Speisepunkte 1 und 3 bzw. 2 und 4 entsprechen dabei jeweils der
gleichen Polarisation des Strahlers und können daher alternativ oder gemeinsam zur
Speisung dieser Polarisation eingesetzt werden.
[0126] Die Speisung im Ausführungsbeispiel erfolgt über Koaxialkabel 17. Der Außenleiter
18 der Koaxialkabel 17 steht dabei mit der Reflektorplatte 3 elektrisch in Verbindung,
der Innenleiter 19 dagegen mit dem Speisepunkt der kreuzförmigen Metallstruktur. Bei
dem in Fig. 10 gezeigten Ausführungsbeispiel steht der Innenleiter 19 des Koaxialkabels
dabei galvanisch mit einem Steg 10 in Verbindung. Die Speisung kann jedoch auch anders
erfolgen, beispielsweise durch eine kapazitive Kopplung und/oder durch einen Übergang
von Koaxkabel auf Leiterplatte, wobei die Leiterplatte kapazitiv oder galvanisch mit
den Strahlern verbunden ist. Insbesondere für die zweiten Strahler sind auch aperturgekoppelte
Patches denkbar, wobei die Speisung asymmetrisch oder symmetrisch erfolgen kann, beispielsweise
durch zwei orthogonale Schlitze.
[0127] Fig. 11 zeigt drei mögliche Varianten der Speisung der beiden Polarisationen über
die vier zur Auswahl stehenden Speisepunkte.
[0128] Links in Fig. 11 ist eine asymmetrische Speisung dargestellt, bei welcher lediglich
die beiden Speisepunkte 1 und 2 als Ports dienen, während die Speisepunkte 3 und 4
ungenutzt bleiben. Der Vorteil dieser Ausgestaltung liegt in einer geringen Komplexität
und in einem geringen Materialaufwand. Allerdings ergibt sich so nur eine moderate
Feldsymmetrie und geringere Portentkopplung.
[0129] Die mittlere Darstellung in Fig. 11 zeigt eine symmetrische Speisung, bei welcher
die beiden Speisepunkte 2 und 4 bzw. 1 und 3 seriell miteinander verbunden sind und
daher gemeinsam als Port P2 bzw. P1 genutzt werden. Der Vorteil einer solchen Ausgestaltung
liegt in der hohen Feldsymmetrie und guten Portentkopplung. Die Ausgestaltung ist
jedoch relativ schmalbandig, da die serielle Verbindung dazu führt, dass die Speisepunkte
1 und 3 bzw. 2 und 4 nur bei einer Frequenz exakt die gleiche Phase haben.
[0130] Rechts in Fig. 11 ist eine symmetrische Parallelspeisung dargestellt. Dabei werden
die Ports 1 und 3 bzw. 2 und 4 jeweils parallel geschaltet und als Port P1 bzw. P2
genutzt. Hierdurch werden die bei einer Seriellspeisung vorhandenen Probleme mit der
Schmalbandigkeit vermieden, und dennoch eine gute Feldsymmetrie und Portentkopplung
erreicht. Allerdings ist diese Ausgestaltung auch mit erhöhter Komplexität und/oder
einem erhöhten Materialaufwand verbunden.
[0131] Die serielle bzw. parallele Anbindung der Speisepunkte erfolgt bevorzugt über ein
Verteilnetzwerk. Dieses kann beispielsweise durch Koaxialkabel mit entsprechenden
Verbindern zwischen den einzelnen Abschnitten der Koaxialleitungen realisiert werden.
Es sind jedoch auch andere Ausgestaltungen eines Speisenetzwerkes denkbar.
[0132] Fig. 12 zeigt nun eine mögliche konstruktive Ausgestaltung der Speisung in drei Varianten.
Version 001 zeigt noch einmal die Speisung, wie sie in Fig. 10 zum Einsatz kommt.
Dabei ist der Außenleiter 18 mit der Reflektorplatte 3 gekoppelt, der Innenleiter
19 mit dem Steg 10. Die Kopplung erfolgt dabei jeweils galvanisch.
[0133] In der Version 002 ist die Kopplung zwischen dem Innenleiter 19 und der Metallstruktur
dagegen kapazitiv. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind keine Stege 10 vorgesehen,
sondern nur die Schlitze 9. Die kapazitive Kopplung erfolgt nun im Bereich der Schlitze
9 über Kopplungselemente 26, welche elektrisch mit den Enden der Innenleiter 19 in
Verbindung stehen und mit einem nur geringen Abstand zu den beiden den Schlitz 9 begrenzenden
Elementen der kreuzförmigen Metallstruktur angeordnet sind. Die Kopplung erfolgt daher
im Bereich der Absenkung. Weiterhin sind zusätzliche seitliche Schlitze 27 im Bereich
der Absenkung vorgesehen. Durch eine solche Ausgestaltung kann beispielsweise die
Entkopplung zwischen den Ports beeinflusst werden.
[0134] Bei der Version 003 wird eine Leiterplatte 28 eingesetzt, welche zwischen dem Strahler
und dem Reflektor angebracht ist. Figur 12 zeigt dabei lediglich einen Teilbereich
der kreuzförmigen Metallstruktur 2, während die übrigen Teile der kreuzförmigen Metallstruktur
und der Reflektor ausgeblendet sind. Die Leiterplatte kann beispielsweise über Spreiznieten
mit dem Reflektor verbunden werden. Dabei steht der Außenleiter 18 des Koaxialkabels
mit einem metallisierten Bereich 29 der Leiterplatte elektrisch in Verbindung, welcher
wiederum die elektrische Verbindung mit dem Reflektor herstellt. Der Innenleiter 19
koppelt an die kreuzförmige Struktur, beispielsweise im Bereich der Stege 10. Die
Leiterplatte 28 weist dabei einen weiteren metallisierten Bereich 30 auf, welcher
kapazitiv oder galvanisch mit der kreuzförmigen Metallstruktur in Verbindung steht.
Die Kopplung des Innenleiters 19 kann dabei unmittelbar mit der Metallstruktur, oder
über die Metallisierung 30 erfolgen. Die Verbindung des Außenleiters 18 mit dem Reflektor
über die Leiterplatte erfolgt bevorzugt kapazitiv.
[0135] Die Leiterplatte hat den Vorteil, dass ein Teil der Anpassung auf der Leiterplatte
erfolgen kann.
[0136] Eine kreuzförmige Metallstruktur, wie sie anhand der Fig. 2 bis 12 näher beschrieben
wurde, kann zum einen für sich genommen gemäß dem zweiten Aspekt als Strahler eingesetzt
werden, insbesondere als Low-Band Strahler.
[0137] Gemäß dem ersten Aspekt wird die kreuzförmige Metallstruktur jedoch bevorzugt durch
Teile der Reflektorumgebung von ersten Strahlern, welche den durch die kreuzförmige
Metallstruktur gebildeten zweiten Strahler umgeben, gebildet. Alle Merkmale der kreuzförmigen
Metallstruktur, welche für eine Antenne gemäß dem zweiten Aspekt beschrieben wurden,
können daher auch für die zweiten Strahler einer Antenne gemäß dem ersten Aspekt eingesetzt
werden.
[0138] Im Folgenden werden bevorzugte Merkmale des ersten Aspektes der vorliegenden Erfindung,
welche in Kombination, aber auch unabhängig von dem zweiten Aspekt zum Einsatz kommen
können, nun detaillierter erläutert.
[0139] Kernpunkt des ersten Aspektes der vorliegenden Erfindung ist es, dass die Reflektorumgebung
eines ersten Strahlers zumindest zum Teil angeregt und als Teil eines zweiten Strahlers
verwendet wird. Insbesondere kann es sich bei dem ersten Strahler dabei um einen Highband-Strahler
handeln, bei dem zweiten Strahler um einen Lowband-Strahler.
[0140] Ein charakteristisches Merkmal ist die Absenkung der Reflektorumgebung der ersten
Strahler in einer der beiden Polarisationsebenen der ersten Strahler, und/oder die
Speisung des zweiten Strahlers im Bereich dieser Polarisationsebenen.
[0141] Die Absenkung vergrößert den Metallabstand zwischen den Teilen der ersten Strahler,
welche die erste Polarisation bilden, und der Reflektorumgebung, und führt so zu einer
ähnlichen Abstrahlung zwischen der ersten Polarisation und der zweiten Polarisation
des ersten Strahlers.
[0142] Bevorzugt wird die Reflektorumgebung der ersten Strahler und/oder der zweite Strahler
aus Blechteilen hergestellt. Alle Elemente können dabei aus einem Teil gestanzt und
gebogen werden, oder aus mehreren Teilen bestehen und kapazitiv und/oder galvanisch
gekoppelt werden. Insbesondere ist eine kapazitive Kopplung durch Überlappung denkbar.
[0143] Fig. 13 zeigt nun ein Ausführungsbeispiel eines ersten Strahlers 1 mit seiner Reflektorumgebung,
welche gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung zumindest zum Teil als Bestandteil
des zweiten Strahlers zum Einsatz kommt.
[0144] Bei den ersten Strahlern handelt es sich im Ausführungsbeispiel um dual-polarisierte
Dipolstrahler aus einem ersten Dipol 31 und einem zweiten Dipol 32. Der erste Dipol
31 wird durch die beiden Dipolelemente 67 und 68 gebildet, der hierzu orthogonal angeordnete
zweite Dipol 32 durch die beiden Dipolelemente 65 und 66. Die Dipolelemente erstrecken
sich jeweils in einer Ebene parallel zur Reflektorplatte 3 und werden über den Sockel
in einem gewissen Abstand zu dieser Reflektorplatte gehalten. Der Sockel umfasst dabei
eine Symmetrierung mit Tragelementen 69, welche durch Schlitze 70 voneinander getrennt
sind und von welchen jedes eines der Dipolelemente 67 und 68 trägt.
[0145] Im Ausführungsbeispiel weist der dual-polarisierte Dipol eine quadratische Grundfläche
auf, wobei die beiden Dipole bzw. deren Polarisationen entlang der diagonalen des
Quadrats verlaufen. Die vorliegende Erfindung ist jedoch auch mit anders ausgestalteten
ersten Strahlern und insbesondere mit anders gestalteten dual-polarisierten Dipolstrahlern
als ersten Strahlern denkbar. Bspw. kann der Dipolkopf der ersten Strahler anstatt
quadratisch auch rund sein oder eine Kreuzform haben oder anstatt geschlossener Enden
offene Enden aufweisen.
[0146] Die Reflektorumgebung des ersten Strahlers 1 besteht aus zwei L-förmigen Strukturen
33 und 34. Diese sind gegenüber der in Fig. 13 nicht dargestellten Reflektorplatte
erhaben ausgeführt, und bilden einen Reflektorrahmen für den ersten Dipol.
[0147] Jede der beiden L-förmigen Strukturen umfasst zwei Schenkel 4 und 5, welche jeweils
eine Seite des Reflektorrahmens bilden. Die beiden Polarisationen des ersten Strahlers
erstrecken sich dabei entlang der Diagonalen des durch die L-förmigen Strukturen 33
und 34 gebildeten Reflektorrahmens. Im Ausführungsbeispiel erstrecken sich hierfür
die Schenkel 4 und 5 der beiden L-förmigen Strukturen 33 und 34 jeweils parallel zu
einer Seitenkante der quadratischen Grundform des ersten Strahlers 1.
[0148] Die beiden L-förmigen Strukturen 33 und 34 bilden keinen geschlossenen Reflektorrahmen.
Vielmehr verbleibt zwischen den Enden der sich jeweils gegenüberliegenden Schenkel
der L-förmigen Strukturen ein Zwischenraum 60. Der Reflektorrahmen ist daher entlang
der ersten Diagonale offen. Entlang dieser Diagonale erstreckt sich die erste Polarisationsebene
des ersten Strahlers, welche im Ausführungsbeispiel durch den ersten Dipol 31 erzeugt
wird.
[0149] Im Bereich ihrer Scheitel weisen die L-förmigen Strukturen 33 und 34 jeweils eine
Absenkung 8 auf. Die Absenkung befindet sich damit im Bereich der zweiten Diagonalen,
entlang welcher die zweite Polarisation des ersten Strahlers verläuft, welche im Ausführungsbeispiel
durch den zweiten Dipol 32 erzeugt wird.
[0150] Diese Ausgestaltung hat zur Folge, dass beide Polarisationen des ersten Strahlers
1 in etwa die gleiche Metallumgebung bzw. den gleichen Metallabstand zwischen dem
Dipolkopf und der Umgebung sehen. Die erste Polarisation, welche durch den ersten
Dipol 31 gebildet wird, sieht dabei den Reflektorboden. Die zweite Polarisation 32
sieht durch die Absenkung 8 eine ähnliche Umgebung.
[0151] Die L-förmigen Strukturen 33 und 34 reichen im Ausführungsbeispiel im Bereich ihrer
Scheitel nicht bis an den Scheitelpunkt heran. Vielmehr enden die Schenkel der L-förmigen
Strukturen 33 und 34 vor dem Scheitelpunkt und werden durch Brücken 8, welche die
Absenkung bilden, verbunden, die in einem gewissen Abstand zum Scheitelpunkt verlaufen.
[0152] Die Absenkung muss keine bestimmte Form haben. Die Absenkung kann beispielsweise
durch eine Einkerbung gebildet werden. Diese kann statt eines trichter- oder V-förmigen
Querschnitts auch einen runden Querschnitt haben.
[0153] Die Relation zwischen den Polarisationsebenen und der Metallumgebung ist noch einmal
in Fig. 14 schematisch dargestellt. Die erste Polarisationsebene 36, welche der durch
den ersten Dipol 31 erzeugten+45 Grad Polarisation entspricht, sieht auf Grund des
Zwischenraums 60 zwischen den L-förmigen Strukturen 33 und 34 die Reflektorplatte
30. Die zweite Polarisationsebene 35, welche der durch den zweiten Dipol 32 erzeugten
-45 Grad Polarisation entspricht, sieht die Absenkung 8 im Bereich der L-förmigen
Strukturen.
[0154] Wie das Ausführungsbeispiel zeigt, ist für die Ausgestaltung der L-förmigen Strukturen
im Wesentlichen die Anordnung der beiden Schenkel 4 und 5, der Zwischenraum zwischen
den L-förmigen Strukturen sowie die Absenkung im Bereich des Scheitels relevant.
[0155] Im Bereich des Scheitels werden die beiden Schenkel 4 und 5 dabei über eine Brücke
8 miteinander verbunden. Die Brücke 8 weist die Absenkung auf. Bevorzugt beträgt das
Verhältnis zwischen der Breite der Brücke bzw. der Absenkung 8 senkrecht zur Diagonalen
und der Breite des Zwischenraums 60 senkrecht zu der diesbezüglichen Diagonalen zwischen
1 zu 3 und 3 zu 1, weiter bevorzugt zwischen 1 zu 2 und 2 zu 1, weiter bevorzugt zwischen
1 zu 1,5 und 1,5 zu 1.
[0156] Fig. 15 zeigt nun eine Antenne gemäß dem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung,
welche aus vier ersten Strahlern und deren Reflektorumgebung, wie sie dem Grundsatz
nach in Fig. 14 gezeigt sind, gebildet wird. Die jeweils innenliegenden L-förmigen
Strukturen 34 der vier ersten Strahler bilden dabei gemeinsam eine kreuzförmige Metallstruktur
des zweiten Strahlers.
[0157] In Fig. 15 kommt für die L-förmigen Metallstrukturen, welche den zweiten Strahler
bilden, eine etwas andere geometrische Ausgestaltung als in Fig. 14 zum Einsatz.
[0158] Insbesondere ist das Ende der Schenkel der L-förmigen Metallstruktur hier rechteckig,
während es in Fig. 14 spitz ausgestaltet ist. Beide Varianten sind gleichwertig.
[0159] In Fig. 15 sind links nur die ersten Dipole 31 für die +45 Grad Polarisation eingezeichnet,
rechts nur die zweiten Dipole 32 für die -45 Grad Polarisation. Wie in Fig. 15 deutlich
erkennbar, sehen jeweils zwei der vier Dipole gleicher Polarisation die Zwischenräume
60, und zwei der vier Dipole die Absenkung 8 der sie umgebenden Reflektorumgebung.
[0160] Bei den in Fig. 13 und 15 dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Schenkel 4
und 5 der L-förmigen Strukturen jeweils als parallel zur Reflektorebene verlaufende
Platten ausgestaltet, und die diese verbindenden Brücken 8 als Absenkungen.
[0161] Bei den in Fig. 16 dargestellten Ausführungsbeispielen weisen die Arme zusätzlich
in vertikaler Richtung verlaufende Rahmenelemente 37 auf.
[0162] Bei dem links in Fig. 16 dargestellten Ausführungsbeispiel verlaufen die Rahmenelemente
37 lediglich im Bereich der Schenkel, nicht dagegen im Bereich der Scheitel der L-förmigen
Strukturen.
[0163] Die Rahmenelemente können jedoch, wie rechts dargestellt, auch im Bereich des Scheitels
verlaufen. Im Hinblick auf den zweiten Strahler, welcher durch die zwischen den vier
ersten Strahlern angeordneten L-förmigen Strukturen gebildet wird, können die Rahmenelemente
dabei über die Ausnehmung 14 hinaus verbunden werden, und beispielsweise ein durchgehendes
Kreuz bilden. Der innere Teil der Rahmenelemente entspricht damit einem bereits oben
beschriebenen Mittelelement.
[0164] Werden die ersten Strahler nicht in einen größeren Array eingesetzt, bei welchem
auch die äußeren L-förmigen Strukturen als zweite Strahler dienen, können die jeweiligen
Rahmenelemente 37 zu einem größeren Rahmen 38 verbunden sein.
[0165] Fig. 17 zeigt eine weitere Variante einer erfindungsgemäßen Antenne gemäß dem ersten
Aspekt, bei welcher die L-förmigen Strukturen, welche den zweiten Strahler bilden,
der Ausgestaltung in Fig. 16 entsprechen. Insbesondere verlaufen die Rahmenelemente
37 dabei nicht durch die Mitte des zweiten Strahlers, sondern lediglich im Bereich
der Schenkel der L-förmigen Strukturen bzw. der Arme der kreuzförmigen Struktur.
[0166] Besonders interessant ist die vorliegende Erfindung für den Aufbau von Mehrspaltenantennen,
bei welchen eine Antenne gemäß dem ersten Aspekt als Grundelement dient. Bevorzugt
weisen die ersten Strahler dabei innerhalb der Gruppenantenne ein Einzelstrahlerabstand
zwischen 0,5 λ und 0,7 λ auf, welcher für die Beamforming- und/oder MIMO-Anwendungen
besonders gut geeignet ist.
[0167] Fig. 17 zeigt ein mögliches Grundelement einer solchen Gruppenantenne. Das Grundelement
weist dabei vier erste Strahler 1 auf, welche als Highband-Strahler dienen, sowie
einen zweiten Strahler 2, welcher als Lowband-Strahler dient.
[0168] Die Highband-Strahler werden dabei im Ausführungsbeispiel in einem Frequenzband zwischen
1710 MHz und 2690 MHz betrieben werden, die Lowband-Strahler in einem Frequenzband
zwischen 880 MHz und 960 MHz. Bevorzugt weisen die jeweiligen Strahler hierfür Resonanzfrequenzbereiche
auf, welche diese Frequenzbänder umfassen. Sämtliche Strahler sind dabei jeweils dual-polarisierte
X-Polstrahler.
[0169] Die erfindungsgemäße Lösung hat den Vorteil, dass die ersten Strahler sehr nah nebeneinander
angeordnet werden können. Insbesondere weisen die ersten Strahler einen Abstand L
4 zwischen 0,3 und 1,0 λ, bevorzugt zwischen 0,4 und 0,8 λ, weiter bevorzugt zwischen
0,5 und 0,7 λ auf, wobei es sich bei λ um die Wellenlänge der Mittenfrequenz des untersten
Resonanzfrequenzbereiches der ersten Strahler handelt.
[0170] Im Ausführungsbeispiel würde es sich bei λ beispielsweise um die Wellenlänge bei
920 MHz handeln. Die Länge L
4 von 115 mm entspricht dabei ca. 0,5 λ.
[0171] Weiterhin bevorzugt gelten die gleichen Verhältnisse nicht nur für den Abstand der
ersten Strahler innerhalb des Grundelementes, sondern auch für den Abstand zwischen
benachbarten ersten Strahlern benachbarter erster Grundelemente. Im Ausführungsbeispiel
beträgt die Seitenlänge L
5 des Grundelementes daher das Doppelte des Abstandes L
4 zwischen zwei ersten Strahlern.
[0172] Das in Fig. 17 dargestellte Grundelement dient als Grundelement für eine Gruppenantenne
mit einer geplanten Wiederholung in y-Richtung, d.h. für eine Einspaltenantenne bzgl.
der Grundelemente.
[0173] Das in Fig. 17 dargestellte Ausführungsbeispiel eines Grundelementes weist zwei Rahmenelemente
38 und 40 auf, welche sich in y-Richtung erstrecken. Das innere Rahmenelement 38 dient
dabei als Reflektorrahmen für die ersten Strahler, und sorgt für eine Halbwärtsbreite
von 65 Grad für die ersten Strahler. Das äußere Rahmenelement 40 dient dagegen als
Reflektor für den zweiten Strahler, und sorgt hier für eine Halbwärtsbreite von 65
Grad.
[0174] Mögliche Variationen einer Antenne gemäß dem ersten Aspekt werden im Folgenden noch
näher beschrieben.
[0175] Die Bandbreite des zweiten, als Lowband-Strahler dienenden Strahlers erhöht sich
mit dem Abstand der Arme der kreuzförmigen Metallstruktur über der Reflektorplatte.
Hierdurch nimmt jedoch auch die Symmetrie zwischen der ersten Polarisation und der
zweiten Polarisation der ersten Strahler ab, da hierdurch der Abstand zwischen der
kreuzförmigen Metallstruktur und dem entsprechenden Dipol verringert wird. Falls daher
für die ersten Strahler für beide Polarisationen eine ähnliche Strahlungscharakeristik
angestrebt wird, muss ein Kompromiss zwischen der Bandbreite der zweiten Strahler
und der Feldsymmetrie der ersten Strahler eingegangen werden.
[0176] Wie in Fig. 18 dargestellt, kann hierfür die Höhe des Sockels der ersten Strahler
verändert werden. Links in Fig. 18 ist ein niedriger Sockel 41 gezeigt, und dementsprechend
eine erste Reflektorumgebung 37 mit einem relativ niedrigen Abstand zur Reflektorebene
und damit geringer Bandbreite. Rechts in Fig. 18 ist dagegen ein erster Strahler mit
einem höheren Sockel 42 gezeigt, so dass auch die Höhe der Reflektorumgebung 37' und
ihr Abstand von der Reflektorplatte vergrößert werden kann, um die Bandbreite des
zweiten Strahlers zu erhöhen.
[0177] Die Halbwertsbreite und der Gewinn der ersten Strahler hängt insbesondere von der
Form der Reflektorumgebung der ersten Strahler und damit der Form der zweiten Strahler
ab, welche durch diese gebildet werden.
[0178] Fig. 19 zeigt mehrere Varianten mit unterschiedlichen Formen der L-förmigen Strukturen
der Reflektorumgebung der ersten Strahler und damit der Form der zweiten Strahler.
Links in Fig. 19 sind vertikal verlaufende Rahmenelemente 37" vorgesehen, welche sich
entlang der Schenkel der L-förmigen Strukturen bzw. der Arme der kreuzförmigen Struktur
des zweiten Strahlers erstrecken, den Bereich der Diagonalen jedoch aussparen. Bei
der Ausgestaltung rechts oben in Fig. 19 sind die Rahmenelemente über die innere Aussparung
14 des zweiten Strahlers hinweg miteinander verbunden. Bei der Ausgestaltung rechts
unten in Fig. 19 ist ein zusätzlicher Rahmen 38 vorgesehen, welcher als Reflektorrahmen
für den zweiten Strahler dient.
[0179] Die vorliegende Erfindung gemäß dem ersten Aspekt eignet sich besonders gut für Gruppenantennen
mit mehreren Spalten und Reihen an ersten Strahlern. Insbesondere wenn mindestens
vier Spalten oder Reihen von ersten Strahlern eingesetzt werden, kann die gesamte
Reflektorumgebung der innen angeordneten ersten Strahler als zweite Strahler genutzt
werden. Hierbei ist es zudem möglich, innerhalb der Gruppenantenne unterschiedliche
zweite Strahler einzusetzen, und insbesondere zweite Strahler mit unterschiedlichen
Resonanzfrequenzbereichen.
[0180] Fig. 20 zeigt rechts einen ersten Strahler 1 mit seiner Reflektorumgebung, und links
diese Reflektorumgebung noch einmal separat. Die Reflektorumgebung besteht wieder
aus zwei L-förmigen Strukturen 43 und 44. Die beiden L-förmigen Strukturen weisen
eine unterschiedliche Schenkellänge auf, und dienen als Bestandteile von zweiten Strahlern
mit einem unterschiedlichen Resonanzfrequenzbereichen.
[0181] Im Ausführungsführungsbeispiel dient der erste Strahler 1 als Highband-Strahler für
ein Frequenzband zwischen 1695 und 2690 MHz, die erste L-förmige Metallstruktur 43
als Teil eines zweiten Strahlers, welcher als Lowband-Strahler für ein Frequenzband
zwischen 1427 und 1518 MHz dient, und die zweite L-förmige Metallstruktur 44 als Bestandteil
eines zweiten Strahlers, welcher als Lowband-Strahler für ein Frequenzband zwischen
824 und 880 MHz oder zwischen 880 und 960 MHz dient. Die jeweiligen niedrigsten Resonanzfrequenzbereiche
der ersten und zweiten Strahler umfassen dabei bevorzugt die jeweils angegebenen Frequenzbänder.
[0182] Fig. 21 zeigt nun ein Ausführungsbeispiel für eine Gruppenantenne, bei welcher die
in Fig. 20 dargestellten Reflektorumgebungen der ersten Strahler zum Einsatz kommen.
In Fig. 21 sind die ersten Strahler zur besseren Übersicht nicht dargestellt, in Fig.
22 und 23 ist dagegen die gesamte Gruppenantenne inklusive erster Strahler gezeigt.
[0183] Die ersten Strahler 1 sind im Ausführungsbeispiel in vier Spalten 49 angeordnet.
Die im Inneren der Gruppenantenne liegenden Teile der Reflektorumgebung der ersten
Strahler bilden zweite Strahler. Dabei bilden jeweils die L-förmigen Strukturen von
vier in einem Rechteck angeordneten ersten Strahlern einen zweiten Strahler. Daher
weist die Gruppenantenne drei Spalten von zweiten Strahlern auf, welche jeweils zwischen
den Spalten an ersten Strahlern angeordnet sind.
[0184] Dies ist in Fig. 22 und 23 verdeutlicht. Dabei sind vier Spalten 49 von ersten Strahlern
1, welche jeweils in Reihen 48 zu vier Strahlern angeordnet sind, vorgesehen. Zwischen
den Spalten 49 von ersten Strahlern sind Spalten 50, 51 und 52 mit zweiten Strahlern
vorgesehen. Die beiden äußeren Spalten 50 und 52 weisen jeweils zweite Strahler auf,
welche in einer Reihe 53 nebeneinander angeordnet sind. Die zweiten Strahlern der
mittleren Spalte 51 sind dagegen versetzt gegenüber den zweiten Strahlern der äußeren
Spalten 50 und 52 angeordnet. Hier liegt daher jeweils eine Reihe 54 mit nur einem
zweiten Strahler vor.
[0185] Die zweiten Strahler 45 der Spalte 52 werden jeweils durch vier L-förmige Strukturen
44 gebildet, die zweiten Strahler 46 der mittleren Spalte 51 durch vier L-förmige
Strukturen 43, und die zweiten Strahler 47 der Spalte 50 durch vier L-förmige Strukturen
44, jedoch mit anderer Schenkellänge.
[0186] Insgesamt weist die Gruppenantenne damit in dem Ausführungsbeispiel drei unterschiedliche
zweite Strahlertypen auf, welche für drei unterschiedliche Frequenzbereiche eingesetzt
werden, und zwar im Ausführungsbeispiel die Strahler 45 für den Frequenzbereich zwischen
824 und 880 MHz, die Strahler 46 für den Frequenzbereich zwischen 1427 und 1518 MHz,
und die Strahler 47 für den Frequenzbereich zwischen 880 und 960 MHz.
[0187] Selbstverständlich könnte die in Fig. 21 bis 23 gezeigte Gruppenantenne auch um weitere
Spalten und/oder Reihen erweitert werden. Weiterhin könnte die Gruppenantenne auch
mit lauter identischen zweiten Strahlern oder mit nur zwei unterschiedlichen Typen
an zweiten Strahlern ausgestaltet werden.
[0188] Im Ausführungsbeispiel wurde eine Gruppenanordnung mit 100mm Abstand zwischen den
ersten Strahlern und 200mm zwischen den zweiten Strahlern gewählt.
1. Mobilfunk-Antenne mit einer Mehrzahl von ersten Strahlern und mindestens einem zweiten
Strahler, welche auf einer gemeinsamen Reflektorebene angeordnet sind, wobei die ersten
Strahler jeweils eine gegenüber der Reflektorebene erhabene Reflektorumgebung aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zweite Strahler zwischen mehreren ersten Strahlern angeordnet ist und durch Teile
der jeweiligen Reflektorumgebung der ihn umgebenden ersten Strahler gebildet wird.
2. Mobilfunk-Antenne nach Anspruch 1, wobei es sich bei den ersten Strahlern um Highband-Strahler
und bei dem zweiten Strahler um einen Lowband-Strahler handelt, und/oder wobei die
den zweiten Strahler bildenden Teile der Reflektorumgebung sich zumindest teilweise
in einer Ebene erstrecken, welche quer zu einer Normalen auf die Reflektorebene und
bevorzugt im wesentlichen parallel zur Reflektorebene verläuft, und/oder wobei in
Seitenansicht die ersten Strahler höher über der Reflektorebene angeordnet sind als
Teile der den zweiten Strahler bildenden Reflektorumgebung, insbesondere höher als
die sich parallel zur Reflektorebene erstreckenden Teile der den zweiten Strahler
bildenden Reflektorumgebung, und/oder wobei die Reflektorumgebung der ersten Strahler
einen Reflektorrahmen für den ersten Strahler bildet.
3. Mobilfunk-Antenne nach Anspruch 1 oder 2, wobei der zweite Strahler zwischen vier
in einem Rechteck, insbesondere einem Quadrat, angeordneten ersten Strahlern angeordnet
ist, wobei bevorzugt die den zweiten Strahler bildenden Teile der Reflektorumgebung
der ersten Strahler sich aus dem durch die Mittelpunkte der vier ersten Strahler gebildeten
Rechteck heraus erstrecken, und/oder wobei bevorzugt der zweite Strahler eine und
weiter bevorzugt zwei Symmetrieachsen aufweist, welche sich parallel zu den Seiten
des Rechtecks erstrecken,
und/oder wobei der durch Teile der jeweiligen Reflektorumgebung der ihn umgebenden
ersten Strahler gebildete zweite Strahler eine kreuzförmige Metallstruktur umfasst,
welche zwischen vier in einem Rechteck, insbesondere einem Quadrat, angeordneten ersten
Strahlern angeordnet ist, wobei bevorzugt der Mittelpunkt der kreuzförmigen Metallstruktur
im Mittelpunkt des Rechtecks, insbesondere des Quadrats, angeordnet ist und/oder wobei
sich bevorzugt die Arme der kreuzförmigen Metallstruktur jeweils zwischen zwei erste
Strahler erstrecken,
und/oder wobei zwischen den jeweiligen Teilen der Reflektorumgebung der ersten Strahler,
welche einen zweiten Strahler bilden, und dem jeweiligen ersten Strahler keine weitere
über die Reflektorebene erhabene Reflektorumgebung und/oder Metallstruktur vorgesehen
ist.
4. Mobilfunk-Antenne nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Reflektorumgebung
eines jeden ersten Strahlers eine erste und eine zweite Metallstruktur umfasst, welche
sich bezüglich des ersten Strahlers gegenüberliegen und durch einen Zwischenraum voneinander
getrennt sind, wobei die erste und die zweite Metallstruktur bevorzugt einen Reflektorrahmen
für den ersten Strahler bilden,
wobei bevorzugt die zwischen vier in einem Rechteck, insbesondere einem Quadrat, angeordneten
ersten Strahlern vorgesehenen ersten oder zweiten Metallstrukturen gemeinsam eine
Metallstruktur eines zweiten Strahlers bilden,
und/oder wobei bevorzugt die erste und die zweite Metallstruktur jeweils eine L-Form
aufweisen, und bevorzugt in Form eines Rechtecks, insbesondere eines Quadrats um den
ersten Strahler angeordnet sind, und/oder weiter bevorzugt die Schenkel von vier L-förmigen
ersten oder zweiten Metallstrukturen zusammen eine kreuzförmige Metallstruktur eines
zweiten Strahlers bilden.
5. Mobilfunk-Antenne nach Anspruch 4, wobei eine erste Polarisationsebene des ersten
Strahlers entlang des Zwischenraums zwischen der ersten und der zweiten Metallstruktur
verläuft, wobei der erste Strahler bevorzugt eine zweite, orthogonale Polarisationsebene
aufweist, welche bevorzugt mittig durch die erste und die zweite Metallstruktur verläuft
und bevorzugt eine Symmetrieachse der ersten und der zweiten Metallstruktur bildet,
wobei bevorzugt die erste und die zweite Metallstruktur jeweils eine L-Form aufweisen
und in Form eines Rechtecks, insbesondere eines Quadrats, um den ersten Strahler angeordnet
sind, wobei die erste Polarisationsebene diagonal zwischen den beiden L-förmigen Metallstrukturen
verläuft und die zweite, orthogonale Polarisationsebene bevorzugt durch den Scheitel
der beiden L-förmigen Metallstrukturen verläuft.
6. Mobilfunk-Antenne nach einem der vorangegangenen Ansprüche und insbesondere nach Anspruch
3 oder 4, wobei die Reflektorumgebung der ersten Strahler im Bereich einer Polarisationsebene
des jeweiligen ersten Strahlers und/oder im Bereich der Diagonalen eines durch die
Mittelpunkte der ersten Strahler gebildeten Rechtecks eine Absenkung aufweist, wobei
die Absenkung bevorzugt entlang der Polarisationsebene und/oder Diagonale verläuft,
und/oder wobei die kreuzförmige Metallstruktur im Bereich ihrer Diagonalen jeweils
eine Absenkung aufweist und/oder wobei die erste und die zweite L-förmige Metallstruktur
im Bereich ihrer Diagonalen jeweils eine Absenkung aufweisen, wobei die Absenkung
bevorzugt in einer Polarisationsebene eines ersten Strahlers angeordnet ist und bevorzugt
entlang der Polarisationsebene verläuft,
und/oder wobei die den zweiten Strahler bildenden Teile der Reflektorumgebung der
ersten Strahler im Bereich der Diagonalen eines durch die Mittelpunkte der ersten
Strahler gebildeten Rechtecks und/oder im Bereich der Diagonale der den zweiten Strahler
bildenden kreuzförmigen Metallstruktur gespeist wird und/oder im Bereich ihrer Diagonalen
Schlitze aufweist, welche bevorzugt entlang der Diagonalen verlaufen und/oder durch
Stege überbrückt werden,
und/oder wobei die kreuzförmige Metallstruktur des zweiten Strahlers im Bereich ihrer
Diagonalen gespeist wird und/oder im Bereich ihrer Diagonalen Schlitze aufweist, welche
bevorzugt entlang der Diagonalen verlaufen und/oder durch Stege überbrückt werden,
und/oder wobei die den zweiten Strahler bildenden Teile der Reflektorumgebung der
ersten Strahler und insbesondere die kreuzförmige Metallstruktur in ihrem Zentrum
eine Öffnung aufweist, wobei im Bereich der Öffnung ggf. eine Anpassungsstruktur vorgesehen
ist.
7. Mobilfunk-Antenne nach einem der vorangegangenen Ansprüche und insbesondere nach Anspruch
3 oder 4, wobei die den zweiten Strahler bildenden Teile der Reflektorumgebung der
ersten Strahler und insbesondere die kreuzförmige Metallstruktur und/oder die erste
und die zweite L-förmige Metallstruktur aus einem oder mehreren Blechteilen bestehen,
wobei bevorzugt die kreuzförmige Metallstruktur ein einstückiges oder mehrstückiges
aus Blech gestanztes und gefaltetes Grundelement aufweist, welches vier L-förmige
Metallstrukturen vereint,
und/oder wobei die den zweiten Strahler bildenden Teile der Reflektorumgebung der
ersten Strahler und insbesondere die kreuzförmige Metallstruktur und/oder die erste
und die zweite L-förmige Metallstruktur Bereiche umfassen, welche parallel zur Reflektorebene
verlaufen, wobei diese Bereiche bevorzugt parallel zu den Seiten eines durch die Mittelpunkte
der ersten Strahler gebildeten Rechtecks und/oder im Bereich der Schenkel der kreuzförmigen
Metallstruktur und/oder der ersten und der zweiten L-förmige Metallstruktur verlaufen,
und/oder wobei die den zweiten Strahler bildenden Teile der Reflektorumgebung der
ersten Strahler und insbesondere die kreuzförmige Metallstruktur und/oder die erste
und die zweite L-förmige Metallstruktur senkrecht zur Reflektorebene verlaufende Rahmenelemente
aufweisen, welche einen vertikalen Reflektorrahmen für die ersten Strahler bilden.
8. Mobilfunk-Antenne nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die ersten Strahler
Dipolstrahler sind, insbesondere dual-polarisierte Dipolstrahler, insbesondere dual-polarisierte
Kreuz-Dipole, wobei die Dipolelemente der Dipolstrahler bevorzugt über einen Sockel
auf einem gemeinsamen Reflektor angeordnet sind und weiter bevorzugt einen größeren
Abstand zum Reflektor aufweisen als die den ersten Strahler bildenden Teile der Reflektorumgebung,
und/oder wobei der zweite Strahler als Patch-Antenne gespeist wird und/oder ein dual-polarisierter
Strahler ist, wobei die Polarisationsebenen des zweiten Strahlers bevorzugt entlang
der Diagonalen der kreuzförmigen Metallstruktur und/oder des durch die ersten Strahler
gebildeten Rechtecks verlaufen.
9. Mobilfunk-Antenne nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die ersten Strahler
einen Einzelstrahlerabstand von 0,5 λ bis 0,7 λ aufweisen, wobei es sich bei λ um
die Wellenlänge der Mittenfrequenz des untersten Resonanzfrequenzbereichs der ersten
Strahler handelt, und/oder wobei die ersten Strahler einen Abstand zur Reflektorebene
zwischen 0,15 λ und 0,6 λ aufweisen, wobei es sich bei λ um die Wellenlänge der Mittenfrequenz
des untersten Resonanzfrequenzbereichs der ersten Strahler handelt.
10. Mobilfunk-Antenne nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Mehrzahl von
ersten Strahlern jeweils die gleiche Reflektorumgebung und/oder die gleichen Resonanzfrequenzbereiche
und/oder die gleiche Ausrichtung der Polarisationsebenen und/oder den gleichen Aufbau
aufweisen, und/oder mit einer Mehrzahl von zweiten Strahlern, welche jeweils die gleichen
Resonanzfrequenzbereiche und/oder die gleiche Ausrichtung der Polarisationsebenen
und/oder den gleichen Aufbau aufweisen,
und/oder mit mindestens zwei zweiten Strahlern, welche unterschiedliche Resonanzfrequenzbereiche
und/oder einen unterschiedlichen Aufbau aufweisen, wobei bevorzugt ein erster Strahler
zwischen den zwei zweiten Strahlern angeordnet ist und eine Reflektorumgebung aufweist,
welche aus mindestens zwei unterschiedlichen Teilen besteht, und insbesondere zwei
L-förmige Metallstrukuren mit einer unterschiedlichen Schenkellänge umfasst,
und/oder mit einem durch eine Mehrzahl von ersten Strahlern gebildetem ersten Antennen-Array
mit einer Mehrzahl von Spalten und Reihen und einem durch eine Mehrzahl von zweiten
Strahlern gebildetem zweiten Antennenarray mit mindestens einer Spalte und/oder Reihe,
wobei die zweiten Strahler jeweils durch Teile der Reflektorumgebung der sie umgebenden
ersten Strahler gebildet werden,
wobei die zweiten Antennen bevorzugt in mindestens zwei Reihen und/oder Spalten angeordnet
sind, deren Strahler zueinander versetzt sind, und/oder deren Strahler unterschiedliche
Resonanzfrequenzbereiche und/oder einen unterschiedlichen Aufbau aufweisen.
11. Mobilfunk-Antenne mit einer Reflektorebene und einem über der Reflektorebene angeordneten,
als Patch-Antenne gespeistem Element,
dadurch gekennzeichnet,
dass das als Patch-Antenne gespeiste Element durch eine kreuzförmige Metallstruktur gebildet
wird.
12. Mobilfunk-Antenne nach Anspruch 11, wobei die kreuzförmige Metallstruktur einen sich
über ihre Erstreckung verändernden Abstand zur Reflektorebene aufweist,
wobei die kreuzförmige Metallstruktur bevorzugt im Bereich ihrer Diagonalen jeweils
eine Absenkung aufweist, wobei die Absenkung bevorzugt entlang der Polarisationsebene
verläuft,
und/oder wobei die kreuzförmige Metallstruktur bevorzugt Bereiche umfasst, welche
parallel zur Reflektorebene verlaufen, wobei diese Bereiche bevorzugt im Bereich der
Arme der kreuzförmigen Metallstruktur verlaufen,
und/oder wobei die die kreuzförmige Metallstruktur bevorzugt senkrecht zur Reflektorebene
verlaufende Bereiche aufweist, welche weiter bevorzugt jeweils entlang der Mittelebene
der vier Arme der der kreuzförmigen Metallstruktur verlaufen.
13. Mobilfunk-Antenne nach Anspruch 11 oder 12, wobei die kreuzförmige Metallstruktur
im Bereich ihrer Diagonalen gespeist wird, wobei die Speisung bevorzugt asymmetrisch
an jeweils einem Speisepunkt auf der Diagonalen oder symmetrisch an zwei Speisepunkten
auf der Diagonalen, welche sich bezüglich des Mittelpunktes der kreuzförmigen Metallstruktur
gegenüber liegen, erfolgt, wobei die symmetrische Speisung seriell oder parallel erfolgen
kann, und/oder wobei die kreuzförmige Metallstruktur im Bereich ihrer Diagonalen Schlitze
aufweist, welche bevorzugt entlang der Diagonalen verlaufen und/oder durch Stege überbrückt
werden,
und/oder wobei die kreuzförmige Metallstruktur in ihrem Zentrum eine Öffnung aufweist,
wobei im Bereich der Öffnung ggf. eine Anpassungsstruktur vorgesehen ist,
und/oder
wobei die kreuzförmige Metallstruktur einen dual-polarisierter Strahler bildet, wobei
die Polarisationsebenen des dual-polarisierten Strahlers bevorzugt entlang der Diagonalen
der kreuzförmigen Metallstruktur verlaufen.
14. Mobilfunk-Antenne nach einem der Ansprüche 11 bis 13, wobei die kreuzförmige Metallstruktur
aus einem oder mehreren Blechteilen besteht, wobei bevorzugt die kreuzförmige Metallstruktur
ein einstückiges oder mehrstückiges aus Blech gestanztes und gefaltetes Grundelement
aufweist, welches die vier Arme der kreuzförmigen Metallstruktur umfasst und bevorzugt
in seinem Zentrum eine Aussparung aufweist.
15. Mobilfunk-Basisstation mit einer Mobilfunk-Antenne nach einem der vorangegangenen
Ansprüche.