[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Betriebsgerät zum Betreiben von einem oder
mehreren Leuchtmitteln, das Informationen über den Betriebszustand z.B. für eine Fehleranalyse
oder Überwachung ausgeben kann.
[0002] Zur Fehleranalyse und Überwachung der Funktion können bei Notleuchten beispielsweise
von dem Betriebsgerät der Notleuchte ermittelte Störungen oder Ergebnisse eines Selbsttests
mittels einer optischen Statusanzeige dem Anwender angezeigt werden, wobei die Farbe
und/oder das Blinkmuster von an der Leuchte angebrachten Leuchtdioden (LED) Auskunft
über die Störung bzw. das Testergebnis gibt.
[0003] Eine Abfrage/Auswertung von Statusinformationen ist oft auch schon bei der Entwicklung
und Erprobung eines Betriebsgeräts hilfreich. Hierfür können von dem Betriebsgerät
bzw. der Steuervorrichtung des Betriebsgeräts Informationen beispielsweise über den
Betriebszustand, in den das Betriebsgerät gerade eintritt, erfasst und ausgegeben
werden, um das Verhalten unter bestimmten Bedingungen zu testen.
[0004] Die Ausgabe der Statusinformationen erfolgt an speziellen dafür vorgesehenen Ausgängen
der Steuervorrichtung, was die Anzahl der nötigen Anschlüsse erhöht. Eine Erhöhung
ist jedoch nicht immer möglich oder führt zu höheren Kosten insbesondere bei der Verwendung
von Mikrocontrollern als Steuervorrichtungen, welche nur eine begrenzte Anzahl von
Ein- und Ausgängen haben. In einem solchen Fall müsste dann ein Mikrokontroller mit
einer größeren Anzahl von Pins gewählt werden. Da es nur bestimmte Anzahlen von Pins
gibt, kann dies zu ungenutzten Pins führen und damit unnötigen Kosten.
[0005] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein Betriebsgerät zu schaffen, das
die beschriebenen Probleme verringert. Aufgabe ist es insbesondere, ein Betriebsgerät
zum Betreiben von Leuchtmitteln bereitzustellen, das kostengünstig ist und eine einfache
Ausgabe von Informationen über Betriebszustände erlaubt.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Die Erfindung
wird durch die Merkmale der abhängigen Ansprüche weitergebildet.
[0007] Gemäß der vorliegenden Erfindung weist ein Betriebsgerät zum Betreiben von Leuchtmitteln
eine Steuervorrichtung mit zumindest einem Anschluss zum Ausgeben eines Steuersignals
zur Steuerung einer Komponente des Betriebsgeräts oder zum Ausgeben einer Spannung/eines
Stroms zur Versorgung der Komponente auf, wobei dieser Anschluss auch zum Ausgeben
der Informationen über die Betriebszustände genutzt wird.
[0008] Hierzu ist die Steuervorrichtung dazu ausgelegt, einen Betriebszustand anzeigendes
Statussignal zu erzeugen, und das Statussignal und das Steuersignal bzw. die Spannung/den
Strom an demselben Anschluss z.B.durch eine Überlagerung des Steuersignals bzw. der
Spannung/des Stroms mit dem Statussignal auszugeben.
[0009] Somit ist an der Steuervorrichtung kein zusätzlicher Anschluss für die Ausgabe von
Informationen über den Betriebszustand bzw. für die Ausgabe des Statussignals nötig,
da die Ausgabe über einen bereits vorhandenen Anschluss für eine Komponente des Betriebsgeräts
erfolgt. Das Betriebsgerät kann insbesondere ein LED-Konverter und die Komponente
eine Leistungsfaktor-Korrekturschaltung oder ein Gleichspannungswandler des Konverters
sein.
[0010] Von der Steuervorrichtung können eine Vielzahl von Betriebszuständen, wie Fehlermeldungen,
Typ des aktuell ablaufenden Programms in der Steuervorrichtung und/oder die aktuelle
oder nächste Position des ablaufenden Programms, erfasst und gespeichert werden. Die
auszugebenden oder auch zu erfassende Betriebszustände können vom Hersteller oder
Anwender bestimmt werden.
[0011] Die Steuervorrichtung kann ein Mikrocontroller mit einer Mehrzahl von Anschlüssen
(6, 10, oder mehr Pins) sein, bei dem die erfindungsgemäße Ausgabe des Statussignals
nachträglich programmiert/festgelegt wird.
[0012] Das Statussignal kann ein Puls-Signal sein, das während eines bestimmten Zeitabschnitts
den erfassten Betriebszustand mittels einem oder mehreren Pulsen anzeigt. Die Form
und Frequenz der Pulse ist so gewählt, dass das Puls-Signal von dem Steuersignal bzw.
dem zeitlichen Spannungs-/Stromverlauf ohne technische Mittel oder mit einfachen Mitteln
unterscheidbar ist.
[0013] Die Steuervorrichtung kann dazu ausgelegt sein, mehrere Betriebszustände während
des Betriebs zu erfassen und jedem Betriebszustand eine bestimmte Anzahl von Pulsen
zuzuordnen, so dass durch Zählen der in dem von der Steuervorrichtung ausgegebenen
Statussignal enthaltenen Pulse der Betriebszustand ermittelt/dekodiert werden kann.
[0014] Es ist auch möglich, dass bestimmten zeitlichen Pulsmustern bestimmte Betriebszustände
zugeordnet sind.
[0015] Das Betriebsgerät kann eine Filtereinrichtung aufweisen, welche dazu ausgebildet
ist, das mit dem Steuersignal bzw. mit der Spannung/dem Strom überlagerte Statussignal
von der Steuervorrichtung zu empfangen und einer Filterung zu unterziehen, um das
Statussignal und/oder das Steuersignal bzw. die Spannung/den Strom wiederherzustellen
und auszugeben.
[0016] Die Filtereinrichtung kann ein Hochpassfilter zum Filtern und Ausgeben des Statussignals
und/oder ein Tiefpassfilter zum Filtern und Ausgeben des Steuersignals bzw. der Spannung/des
Stroms enthalten, wobei das Statussignal eine höhere Frequenz als das Steuersignal
bzw. die Spannung/der Strom aufweist.
[0017] Das Statussignal kann von der Steuervorrichtung erzeugt und ausgegeben werden, sobald
die Steuervorrichtung bzw. das Betriebsgerät mit Energie versorgt wird oder erst auf
eine Anforderung hin. Hierzu weist die Steuervorrichtung einen Anschluss zum Empfangen
eines Betriebszustand-Anforderungssignals auf und ist dazu ausgelegt, das Statussignal
auszugeben, wenn das Betriebszustand-Anforderungssignal empfangen wurde.
[0018] Das Betriebszustand-Anforderungssignal kann einen oder mehrere zu erfassende Betriebszustände
anzeigen und die Steuervorrichtung kann dazu ausgelegt sein, lediglich Statussignale
von von dem Betriebszustand-Anforderungssignal angezeigte Betriebszustände auszugeben.
[0019] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 in einer schematischen Darstellung ein Betriebsgerät gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 Diagramme mit Signalverläufen des Statussignals entsprechend einem Ausführungsbeispiel
gemäß der vorliegenden Erfindung,
Fig. 3 in einer schematischen Darstellung ein Betriebsgerät gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, und
Fig. 4 den Aufbau der Filtereinrichtung nach einem Ausführungsbeispiel gemäß der vorliegenden
Erfindung.
[0020] Komponenten mit gleichen Funktionen sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet.
[0021] Das in Fig. 1 gezeigte Betriebsgerät 1 dient zum Betreiben zweier Leuchtmittel 2
und 3 einer Leuchte (nicht gezeigt) mit einer direkten und indirekten Beleuchtungsfunktion.
Die Leuchtmittel 2 und 3 sind an den Ausgangsanschlüssen x1 und x2 bzw. x3 und x4
des Betriebsgeräts 1 angeschlossen und können insbesondere anorganische oder organische
LEDs sein, welche jeweils aus einer Vielzahl von in Serie oder parallel geschalteten
LEDs bestehen können.
[0022] Das Betriebsgerät 1 umfasst einen Gleichrichter 4, der aus der an den Eingangsanschlüssen
L1, N des Betriebsgeräts 1 anliegenden Wechselspannung eine Gleichspannung erzeugt,
einen Spannungswandler 5, der mit der Gleichspannung das Leuchtmittel 2 für die indirekte
Beleuchtung treibt, eine Schalteinrichtung 6, welche aus der Gleichspannung einen
konstanten Strom oder Spannung erzeugt und an das Leuchtmittel 3 für die direkte Beleuchtung
ausgibt und eine Steuervorrichtung 7 zum Steuern des Gleichrichters 4, des Spannungswandlers
5 und der Schalteinrichtung 6.
[0023] Die Steuervorrichtung 7 kann über den Eingangsanschluss x5 des Betriebsgeräts 1 und
ihren Anschluss x7 ein Ein-/Ausschaltsignal von einem Lichtschalter (nicht gezeigt)
zum Ein-/Ausschalten der direkten Beleuchtung und über den Eingangsanschluss x6 des
Betriebsgeräts 1 und ihren Anschluss x8 ein Dimm-Signal von einem Helligkeitssensor
8 zum Dimmen/Regeln der indirekten Beleuchtung entsprechend der Helligkeit in der
Umgebung der Leuchte empfangen.
[0024] Die Steuervorrichtung 7 ist so programmiert, dass bei Empfangen eines Einschaltsignals
für die direkte Beleuchtung an dem Anschluss x7 ein Einschalten und Steuern der indirekten
Beleuchtung auf Grundlage des am Anschluss x8 empfangenen Dimm-Signals und bei einem
Empfang eines Ausschaltsignals für die direkte Beleuchtung an dem Anschluss x7 ein
Ausschalten der indirekten Beleuchtung erfolgt, wobei die direkte Beleuchtung auf
den vom Dimm-Signal vorgegebenen Pegel nicht sofort sondern über eine bestimmte Zeitdauer
hochgedimmt wird.
[0025] Die Steuervorrichtung 7 gibt an ihrem Anschluss x9 entsprechend dem empfangenen Ein-/Ausschaltsignal
ein erstes Steuersignal an die Schalteinrichtung 6 zum Einschalten/Betreiben des Leuchtmittels
3, an ihrem Anschluss x10 entsprechend dem empfangenen Dimm-Signal ein zweites Steuersignal
an den Spannungswandler 5 zum Dimmen des Leuchtmittels 2 und an ihrem Anschluss x11
ein drittes Steuersignal an den Gleichrichter 4 zum Regeln der erzeugten Gleichspannung
ab. Über ihre Anschlüsse x12, x13 und x14 empfängt die Steuervorrichtung 7 Signale
von dem Gleichrichter 4, dem Spannungswandler 5 bzw. der Schalteinrichtung 6 für die
Regelung der Gleichspannung und des an die Leuchtmittel 2 und 3 abgegebenen Stroms
und für eine Überwachung dieser Komponenten 4, 5 und 6.
[0026] Zur Fehleranalyse erfasst die Steuervorrichtung 7 zumindest einen aktuellen Betriebszustand
des Betriebsgeräts 1. Dies können aktuelle Betriebstemperaturen der Komponenten 4,
5 und 6, Fehlermeldungen der Steuervorrichtung 7 selbst und/oder Fehlermeldungen der
Komponenten 4, 5 und 6, wie das Überschreiten von Maximalwerten für die an den Eingangsanschlüssen
L1, N anliegende Eingangsspannung oder den in dem Spannungswandler 5 bzw. der Schalteinrichtung
6 durch einen Schalter (Transistor) fließenden Stroms sein.
[0027] Alternativ oder zusätzlich können Betriebszustände, wie der Dimm-Pegel, Einschaltzeiten
und/oder die aktuelle oder nächste Position des in der Steuervorrichtung 7 ablaufenden
Programms (Initialisieren, Einschaltphase, Dauerbetrieb,...) erfasst werden.
[0028] Gemäß der vorliegenden Erfindung erzeugt die Steuervorrichtung 7 ein den erfassten
Betriebszustand anzeigendes Statussignal und gibt dieses an dem Anschluss x9 aus.
Das Statussignal kann für eine Auswertung durch den Anwender an einem Ausgangsanschluss
x15 des Betriebsgeräts 1, der mit dem Anschluss x9 verbunden ist, abgegriffen werden.
Alternativ kann der Ausgangsanschluss x15 entfallen, wenn das Statussignal vom Anwender
direkt am Anschluss x9 abgreifbar ist.
[0029] Fig. 2 zeigt beispielhaft zwei Diagramme A und B mit Signalverläufen eines Statussignals
entsprechend einem Ausführungsbeispiel gemäß der vorliegenden Erfindung. In diesem
Ausführungsbeispiel sind die Betriebszustände "Inbetriebsetzung" (startup), "Verzögerung"
(delay), "Hochdimmen", "Herunterdimmen" und "konstanter Dimm-Pegel" von der Steuervorrichtung
7 mit einer Pulsfolge von einem Puls P1, zwei Pulsen P2, drei Pulsen P3 bzw. fünf
Pulsen P4 codiert. Fehler oder Störungen werden durch eine Pulsfolge von sechs Pulsen
angezeigt, wobei die Anzahl der den sechs Pulsen kurz darauf folgenden Pulse die Art
des Fehlers bzw. der Störungen anzeigt.
[0030] In dem in Fig. 2 gezeigten Diagramm A erfolgt nach dem Empfangen eines Einschaltsignals
an dem Anschluss x7 die "Inbetriebsetzung", woraufhin die Steuervorrichtung 7 zum
Zeitpunkt t1 die Pulsfolge P1 mit einem Puls ausgibt. Nach der "Inbetriebsetzung"
erfolgt eine "Verzögerung" bis der Einschaltvorgang für die indirekte Beleuchtung
gestartet wird und die Ausgabe der Pulsfolge P2 mit zwei Pulsen zum Zeitpunkt t2 für
die Anzeige des Betriebszustands "Verzögerung". Zum Zeitpunkt t3 zeigt die Pulsfolge
P3 mit drei Pulsen den Start des Hochdimmens der indirekten Beleuchtung an. Nach dem
Erreichen des von dem Dimm-Signal vorgegebenen Pegels folgt eine Phase mit konstantem
Dimm-Pegel, deren Beginn mit der Pulsfolge P4 mit fünf Pulsen zum Zeitpunkt t5 angezeigt
wird. Zum Zeitpunkt t6 zeigt die Pulsfolge P5 mit vier Pulsen den Start des Herunterdimmens
an, welcher mit dem Empfang des Ausschaltsignals an dem Anschluss x7 erfolgt.
[0031] Das Diagramm B zeigt einen ähnlichen Verlauf, bei dem jedoch nach dem Start des Hochdimmens
zum Zeitpunkt t3 eine Überhitzung des Gleichrichters 4 von der Steuervorrichtung 7
während des Hochdimmens zum Zeitpunkt t3 detektiert wird. Die Steuervorrichtung 7
stoppt das Hochdimmen und gibt die Pulsfolge P6 mit sechs und zwei aufeinanderfolgenden
Pulsen für den Betriebszustand "Überhitzung Gleichrichter" aus. Mit dem ausgegebenen
Statussignal, das Zeitpunkt und Fehlertyp in einer Abfolge von Betriebszuständen zeigt,
ist eine einfache und genaue Fehleranalyse möglich.
[0032] An dem Anschluss x9 wird von der Steuervorrichtung 7 sowohl das Statussignal (Pulssignal)
als auch das Steuersignal für das Einschalten der direkten Beleuchtung ausgegeben.
Die Höhe der Pulse ist in Bezug zum Pegel des Steuersignals so niedrig gewählt, dass
ein Puls bzw. das Statussignal von der Schalteinrichtung 6 nicht als Einschaltsignal/Steuersignal
interpretiert wird und dennoch für eine Auswertung/Fehleranalyse von dem Steuersignal
unterscheidbar ist. Alternativ ist eine Trennung der Signale mittels Filterung möglich,
da das Statussignal eine höhere Frequenz als das Steuersignal hat.
[0033] Um eine zufällige zeitliche Überschneidung/Verdeckung der Signalflanke des Einschaltsignal/Steuersignals
und eines Pulses des Statussignals zu vermeiden, kann die Steuervorrichtung 7 dazu
ausgelegt sein, die Ausgabe der Signalflanke des Steuersignals zeitlich zu verzögern,
um sie in einem pulsfreien Zeitabschnitt auszuführen. Die Dauer der Einschaltverzögerung
ist dabei so gewählt, dass die Verzögerung vom Anwender nicht bemerkt oder nicht als
störend empfunden wird.
[0034] Die Steuervorrichtung 7 kann das Statussignal erzeugen sobald das Betriebsgerät 1
bzw. die Steuervorrichtung 7 mit Energie versorgt wird oder erst beim Empfang eines
Betriebszustand-Anforderungssignals.
[0035] Das in Fig. 3 gezeigte Betriebsgerät 1 weist zusätzlich zu dem in Fig. 1 gezeigten
Betriebsgerät 1 einen Anschluss x16 zum Empfangen eines solchen Betriebszustand-Anforderungssignals
und eine Filtereinrichtung 9 auf, die das Steuersignal von dem Statussignal trennt
und das gefilterte Steuersignal an die Schalteinrichtung 6 ausgibt. Eine Filterung
des Statussignals kann von einem externen Filter oder von der Filtereinrichtung 9
erfolgen.
[0036] Fig. 4 zeigt einen möglichen Aufbau der Filtereinrichtung 9, bei dem die Filtereinrichtung
9 mit dem Anschluss x9 der Steuereinrichtung 7, dem Ausgangsanschluss x15 und über
ihren Anschluss x17 mit der Schalteinrichtung 6 verbunden ist und einen Hochpassfilter
C1, R1 zum Filtern und Ausgeben des Statussignals und einem Tiefpassfilter C2, R2
zum Filtern und Ausgeben des Steuersignals aufweist.
[0037] Das an dem Anschluss x18 der Steuereinrichtung 7 empfangene Betriebszustand-Anforderungssignal
zeigt einen oder mehrere zu erfassende Betriebszustände an und die Steuereinrichtung
7 gibt lediglich Statussignale von von dem Betriebszustand-Anforderungssignal angezeigten
Betriebszuständen aus.
[0038] In den oben beschriebenen Beispielen überlagert/moduliert die Steuereinrichtung 7
das Statussignal auf ein Steuersignal. Es ist jedoch auch möglich, dass die Steuereinrichtung
7 eine Spannung oder einen konstanten Strom zum direkten Schalten eines Transistors
oder zum Betreiben einer anderen der Komponente ausgeben kann und die Steuereinrichtung
7 auf dieser Spannung bzw. diesen konstanten Strom das Statussignal überlagert/moduliert.
[0039] Das Betriebsgerät 1 gemäß der vorliegenden Erfindung kann zum Betreiben und/oder
Steuern von einem, zwei oder mehr als zwei Leuchtmitteln ausgebildet sein. Es ist
auch möglich, dass die Steuereinrichtung 7 mehrere verschiedene Statussignale erzeugt
und jeweils eins an einem Ausgang durch die oben beschriebene Überlagerung ausgibt.
[0040] Das bzw. die Statussignale können von einer externen Vorrichtung (z.B. PC) dekodiert
und ausgewertet werden. Alternativ oder zusätzlich kann das Statussignal bzw. die
Statussignale jeweils durch eine an dem Betriebsgerät 1 befindliche Kontrolllampe
(z.B. LED) direkt optisch ausgegeben werden. Das Pulsmuster eines Statussignals wird
zum Beispiel als Blinkmuster einer Kontrolllampe/LED ausgegeben. Eine akustische Ausgabe
durch das Betriebsgerät 1 mit einem elektro-akustischen Wandler, der die Pulsfolge
ggf. auf Aufforderung in eine Tonfolge wandelt, ist auch möglich.
[0041] Ein Verfahren zum Steuern eines Betriebsgeräts kann die folgenden Schritte aufweisen:
- Erfassen von zumindest einem aktuellen Betriebszustand des Betriebsgeräts,
- Erzeugen eines den erfassten Betriebszustand anzeigenden Statussignal, und
- Ausgeben des Statussignals und eines Steuersignals zur Steuerung einer Komponente
des Betriebsgeräts oder einer Spannung/eines Stroms zur Versorgung der Komponente
an einem gemeinsamen Anschluss/Ausgang durch eine Überlagerung des Steuersignals bzw.
der Spannung/des Stroms mit dem Statussignal.
1. Betriebsgerät für Leuchtmittel (2, 3), aufweisend
eine Steuervorrichtung (7) mit mindestens einem Anschluss (x9) zum Ausgeben eines
Steuersignals zur Steuerung einer Komponente (6) des Betriebsgeräts (1) oder zum Ausgeben
einer Spannung/eines Stroms zur Versorgung der Komponente (2); wobei
die Steuervorrichtung (7) dazu ausgelegt ist, einen Betriebszustand anzeigendes Statussignal
zu erzeugen, und das Statussignal und das Steuersignal bzw. die Spannung/den Strom
an demselben Anschluss (x9) auszugeben.
2. Betriebsgerät nach Anspruch 1,
wobei das Statussignal und das Steuersignal bzw. das Statussignal und die Spannung
/ der Strom als eine Überlagerung des Steuersignals bzw. der Spannung/des Stroms mit
dem Statussignal ausgegeben wird.
3. Betriebsgerät nach Anspruch 2, mit
einer Filtereinrichtung (9), welche dazu ausgebildet ist, das mit dem Steuersignal
bzw. mit der Spannung/dem Strom überlagerte Statussignal von der Steuervorrichtung
(7) zu empfangen und einer Filterung zu unterziehen, um das Statussignal und/oder
das Steuersignal bzw. die Spannung/des Stroms wiederherzustellen und auszugeben.
4. Betriebsgerät nach Anspruch 3, wobei
die Filtereinrichtung (9) ein Hochpassfilter (C1, R1) zum Filtern und Ausgeben des
Statussignals und/oder ein Tiefpassfilter (C2, R2) zum Filtern und Ausgeben des Steuersignals
bzw. der Spannung/des Stroms enthält.
5. Betriebsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei
die Steuervorrichtung (7) ein Mikrocontroller mit einer Mehrzahl von Anschlüssen (x8..x14,
x18) ist.
6. Betriebsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei
das Statussignal ein Puls-Signal ist, das während eines bestimmten Zeitabschnitts
den erfassten Betriebszustand mittels einem oder mehreren Pulsen anzeigt.
7. Betriebsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei
die Steuervorrichtung (7) dazu ausgelegt ist, mehrere, insbesondere zeitlich aufeinanderfolgende,
unterschiedliche Betriebszustände während des Betriebs zu erfassen und jedem Betriebszustand
eine bestimmte Anzahl von Pulsen zuzuordnen.
8. Betriebsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei
die Steuervorrichtung (7) einen Anschluss (x18) zum Empfangen eines Betriebszustand-Anforderungssignals
aufweist und dazu ausgelegt ist, das Statussignal nur auszugeben, wenn das Betriebszustand-Anforderungssignal
empfangen wurde.
9. Betriebsgerät nach Anspruch 8, wobei
das Betriebszustand-Anforderungssignal einen oder mehrere zu erfassende Betriebszustände
anzeigt und die Steuervorrichtung (7) dazu ausgelegt ist, lediglich Statussignale
von von dem Betriebszustand-Anforderungssignal angezeigten Betriebszuständen auszugeben.