[0001] Die vorliegende Patentanmeldung nimmt die Priorität der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2015 221 410.9 in Anspruch, deren Inhalt durch Bezugnahme hierin aufgenommen wird.
[0002] Die Erfindung betrifft einen Kreiskamm für eine Kämmmaschine zum Kämmen von textilen
Fasern und zur Befestigung an einer um eine Drehachse drehbaren Welle der Kämmmaschine.
[0003] Kämme zum Einsatz in Kämmmaschinen sind z.B. in Form von Kreis- oder Rundkämmen durch
offenkundige Vorbenutzung bekannt, wobei auf einem Kreiskamm-Grundkörper Kämmelemente
angeordnet sind, die mit dem Faserbart der zu kämmenden textilen Fasern in Eingriff
stehen. Ein Kamm, der entlang zumindest eines Teils seines Umfangs mit Kämmelementen
versehen ist, wird als Kreiskamm bezeichnet. Der aktive Kämmbereich kann dabei beispielsweise
78°, 90°, 111° oder 137° des Umfangs einer Mantellinie des Kreiskamms betragen. Bei
den Kämmelementen kann es sich z.B. um Nadeln, Nadelstreifen, Sägezahndrahtabschnitte,
Kammzinken oder insbesondere Sägezahnstanzteile handeln. Mehrere dieser Kämmelemente
sind üblicherweise zu Kämmriegeln, die manchmal auch als Kämmsegmente oder Kämmgarnituren
bezeichnet werden, vormontiert. Ein solcher Kämmriegel kann also z.B. mehrere axial,
d.h. in Richtung der Drehachse, hintereinander angeordnete Sägezahnstanzteile, Sägezahndrahtabschnitte
oder auch mit Zähnen versehene Zahnscheiben aufweisen.
[0004] Zur Erzielung eines guten Kämmergebnisses ist es wünschenswert, einen radialen Abstand
der Zahnspitzen der Kämmnadeln bzw. -riegel zu einer Zangeneinheit, die Bestandteil
der Kämmmaschine ist und die später während des Kämmbetriebs den zu kämmenden Faserbart
hält, bei der Montage des Kreiskamms in die Kämmmaschine möglichst genau und insbesondere
auch möglichst niedrig einzustellen.
[0005] Hierzu wird in der
CH 683 190 A5 eine radial höhenverstellbare Befestigung eines mit mehreren Kämmriegeln versehenen
Kreiskamm-Grundkörpers auf einem Walzen- oder Haltekörper einer Kämmmaschine beschrieben.
Der Kreiskamm-Grundkörper ist mittels Stellschrauben in stufenlos verstellbarem radialem
Abstand vom Walzen- oder Haltekörper gehalten. Es ist erwähnt, dass aufgrund der verstellbaren
Halterung eine konkave Verbiegung des Kreiskamms mit einer entsprechenden Positionsänderung
der Zahnspitzen resultieren kann.
[0006] Weitere Ausgestaltungen von Kreiskämmen mit radial höhenverstellbarer Befestigung
eines mit mehreren Kämmriegeln versehenen Kreiskamm-Grundkörpers auf einer Welle einer
Kämmmaschine sind aus der
DE 297 20 656 U1 und der
EP 2 789 716 A1 bekannt. Bei der in der
DE 297 20 656 U1 beschriebenen Ausgestaltung ist ein Distanzelement in Form einer Unterlegscheibe
zwischen dem Kreiskamm-Grundkörpers und der Welle vorgesehen. Bei der in der
EP 2 789 716 A1 beschriebenen Ausgestaltung hat der Kreiskamm-Grundkörper auf seiner der Welle zugewandten
Innenseite eine Vertiefung, in der ein Stützelement zum Abstützen des Kreiskamm-Grundkörpers
auf der Welle angeordnet ist. Zwischen dem Vertiefungsboden und dem Stützelement befindet
sich ein austauschbares Distanzelement, mittels dessen Dickenmaßes die radiale Position
des Kreiskamms auf der Welle in gewissem Umfang eingestellt werden kann.
[0007] In der
DE 23 05 110 A1 ist ein Kreiskamm für eine Kämmmaschine beschrieben. Er umfasst einen mehrteiligen
Kreiskamm-Grundkörper. Letzterer hat unter anderem mehrere tangential über Schrauben
miteinander verbundene Grundkörper-Segmente, wobei jedem ein auch an der Außenumfangsseite
des Kreiskamm-Grundkörpers angeordneter Kämmriegel zugeordnet ist, und jeder Kämmriegel
zwischen zwei Grundkörper-Segmenten eingeklemmt ist. Die hierfür erforderliche Druckkraft
wird über die Schrauben aufgebracht.
[0008] Weiterhin wird in der
DE 25 03 976 A1 ein anderer Kreiskamm mit mehreren Grundkörper-Segmenten beschrieben, denen jeweils
ein Kämmriegel zugeordnet ist. Die als Stabstrecken ausgebildeten Grundkörper-Segmente
sind jeweils gleichartig aufgebaut. Jede dieser Stabstrecken ist an zwei zylindrischen
Scheiben befestigt, so dass diese beiden zylindrischen Scheiben eine mittelbare Verbindung
zwischen den Stabstrecken bilden.
[0009] In der
BE 527 113 A wird ein Mechanismus zur Befestigung von Kratzbürsten-Segmenten auf einem hohlzylindrischen
Kratzbürsten-Grundkörper einer Kardiermaschine mittels einer tangentialen Zugkraft
beschrieben.
[0010] Die bekannten Ausgestaltungen zur exakten Positionierung der Zahnspitzen eines Kreiskamms
nahe an der Zangeneinheit einer Kämmmaschine sind teils aufwändig in der Umsetzung
und bewirken außerdem, dass sich die radialen Endpositionen der Zahnspitzen innerhalb
des Kämmbereichs teils spürbar voneinander unterscheiden.
[0011] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Kreiskamm der eingangs bezeichneten
Art mit gegenüber den bisher bekannten Ausführungsformen verbesserten Eigenschaften
anzugeben.
[0012] Zur Lösung dieser Aufgabe wird ein Kreiskamm entsprechend den Merkmalen des Patentanspruchs
1 angegeben. Der erfindungsgemäße Kreiskamm umfasst einen Kreiskamm-Grundkörper mit
einer Außenumfangsseite, mehrere an der Außenumfangsseite des Kreiskamm-Grundkörpers
angeordnete Kämmriegel, die in ihrer Gesamtheit ein Kämm-Umfangswinkelsegment bedecken
und einen Kämmbereich des Kreiskamms festlegen, wobei der Kreiskamm-Grundkörper mehrteilig
ist und mehrere tangential direkt miteinander verbundene Grundkörper-Segmente umfasst,
wobei jedem Kämmriegel eines der Grundkörper-Segmente zugeordnet ist, und jeder Kämmriegel
auf dem ihm zugeordneten Grundkörper-Segment insbesondere unmittelbar montiert ist.
Weiterhin ist der Kreiskamm-Grundkörper mit Zugbefestigungsmitteln zu seiner Befestigung
auf der Welle ausgestattet und sind diese Zugbefestigungsmittel dazu ausgelegt, den
Kreiskamm-Grundkörper im auf der Welle befestigten Zustand mit einer tangentialen
Zugkraft zu beaufschlagen.
[0013] Jeder Kämmriegel bildet mit einem Grundkörper-Segment insbesondere eine Subeinheit.
Die Grundkörper-Segmente, die insbesondere tangential hintereinander angeordnet sind
und von denen zumindest einige jeweils einen Kämmriegel insbesondere unmittelbar tragen,
können insbesondere auch als Befestigungsleisten verstanden oder bezeichnet werden.
Es gibt insbesondere mindestens so viele Grundkörper-Segmente wie Kämmriegel. Das
Kämm-Umfangswinkelsegment erstreckt sich dabei insbesondere über einen tangentialen
Winkelbereich von höchstens 150°, bei einer Ausgestaltung mit insgesamt sechs tangential
hintereinander angeordneten Kämmriegeln z.B. über einen tangentialen Winkelbereich
von etwa 137°, bei einer Ausgestaltung mit insgesamt fünf tangential hintereinander
angeordneten Kämmriegeln z.B. über einen tangentialen Winkelbereich von etwa 111°
und bei einer Ausgestaltung mit insgesamt vier tangential hintereinander angeordneten
Kämmriegeln z.B. über einen tangentialen Winkelbereich von etwa 90°.
[0014] Die Grundkörper-Segmente können dabei z.B. kettengliedartig miteinander verbunden
sein. Außerdem besteht zwischen tangential benachbarten Grundkörper-Segmenten eine
direkte tangentiale Verbindung, also vorteilhafterweise ohne Zwischenschaltung anderer
Verbindungsmittel.
[0015] Der Kreiskamm-Grundkörper hat insbesondere im Wesentlichen die Grundform eines Umfangssegments
eines Hohlzylinders, wobei die Zylinderachse des Hohlzylinders eine insbesondere mit
der Drehachse zusammenfallende Mittenlängsachse des Kreiskamm-Grundkörpers ist.
[0016] Die hier verwendeten Orts- oder Richtungsangaben beziehen sich insbesondere jeweils
auf die Drehachse der Welle oder ein durch diese Drehachse festgelegtes Zylinderkoordinatensystem.
Insofern steht "axial" für eine Orientierung in Richtung der Drehachse, "radial" für
eine Orientierung senkrecht zur Drehachse und "tangential" für eine Orientierung in
Umfangsrichtung um die Drehachse.
[0017] Es wurde erkannt, dass die tangentiale Segmentierung des Kreiskamm-Grundkörpers dazu
führt, dass sich die einzelnen Grundkörper-Segmente erheblich einfacher und zudem
mit einer höheren Genauigkeit herstellen lassen als ein bislang bekannter und verwendeter
einstückiger Kreiskamm-Grundkörper. So kann sich eine bei einem einstückigen Kreiskamm-Grundkörper
vorhandene eng lokal begrenzte Fertigungsungenauigkeit, wie beispielsweise eine geringfügige
Abweichung von den vorgegebenen Radialabmessungen oder eine geringfügige Verwindung,
im Hinblick auf die beim Einbau dieses mit Kämmriegeln versehenen Kreiskamm-Grundkörpers
in die Kämmmaschine erzielbare Positionierungsgenauigkeit der Zahnspitzen nicht nur
am Ort der Fertigungsgenauigkeit, sondern praktisch überall innerhalb des Kämmbereichs
auswirken. Im ungünstigsten Fall kann die negative Auswirkung aufgrund von Hebelwirkungen
fern ab von der eigentlichen Fehlerstellen sogar sehr viel größer sein als an der
Fehlerstelle selbst. Deshalb muss bei einem bekannten einstückigen Kreiskamm-Grundkörper
erheblicher Aufwand betrieben werden, um eine sehr hohe Fertigungsgenauigkeit zu erreichen.
Trotzdem lassen sich die beschriebenen negativen Auswirkungen auf die Positionierungsgenauigkeit
der Zahnspitzen bei den bislang bekannten einstückigen Kreiskamm-Grundkörpern nicht
vollständig vermeiden.
[0018] Demgegenüber lässt sich ein Grundkörper-Segment des erfindungsgemäßen Kreiskamms
schon aufgrund seiner geringeren Größe sehr viel einfacher mit der geforderten Genauigkeit
herstellen. Außerdem wird durch die Segmentierung verhindert, dass eine lokal begrenzte
Ungenauigkeit überall im Kämmbereich die Positionierungsgenauigkeit der Zahnspitzen
beeinflusst. Die Fehlerfortpflanzung wird spätestens an den Segmentgrenzen gestoppt.
[0019] Weiterhin lässt sich ein Grundkörper-Segment des erfindungsgemäßen Kreiskamms ebenfalls
aufgrund seiner geringeren Größe erheblich einfacher mit hoher Präzision an der Welle
montieren als ein bekannter größerer einstückiger Kreiskamm-Grundkörper. Die untere
Kontaktfläche, mit der der Kreiskamm im montierten Zustand an seinem Gegenpart, beispielsweise
direkt an der Welle (= direkte oder unmittelbare Montage des Kreiskamms) oder an einem
zwischengeordneten Wellenmontagekörper (= indirekte oder mittelbare Montage des Kreiskamms),
anliegt, ist vorzugsweise ebenfalls segmentiert. Die kleineren Teil-Kontaktflächen
der segmentierten unteren Kontaktfläche des erfindungsgemäßen Kreiskamms können jeweils
mit höherer Präzision an dem besagten Gegenpart angelegt und montiert werden als die
größere ununterbrochene Kontaktfläche eines bekannten einstückigen Kreiskamm-Grundkörpers.
Jedes der Grundkörper-Segmente schmiegt sich sehr gut mit seiner unteren Teil-Kontaktfläche
an der Welle oder an dem Wellenmontagekörper an, wodurch die Zahnspitzen des betreffenden
Kämmriegels an der gewünschten radialen Position (= Kämmradius) zu liegen kommen.
[0020] Außerdem sind die im montierten Zustand des Kreiskamms an den unteren Teil-Kontaktflächen
der einzelnen Grundkörper-Segmente wirkenden Auflagekräfte annähernd gleich. Es bildet
sich somit innerhalb der Formteile der Grundkörper-Segmente und damit innerhalb des
Grundkörpers insgesamt keine maßgebliche Eigenspannung aus, was wiederum eine gute
Ausrichtung bzw. ein gutes Anschmiegen der Grundkörper-Segmente an der Gegenkontaktfläche
der Welle oder des Wellenmontagekörpers begünstigt.
[0021] Insgesamt ist es somit möglich, den erfindungsgemäßen Kreiskamm aufgrund der Segmentierung
seines Kreiskamm-Grundkörpers unmittelbar oder mittelbar so an der Welle einer Kämmmaschine
zu montieren, dass die Zahnspitzen der Kämmriegel insbesondere überall exakt radial
positioniert sind und insbesondere einen geforderten geringen radialen Abstand zu
der Zangeneinheit der Kämmmaschine haben.
[0022] Die tangentiale Verbindung der Grundkörper-Segmente ist günstig, da dadurch unerwünschte
tangentiale Lücken oder Abstände zwischen tangential benachbarten Kämmriegeln im endmontierten
Zustand vermieden werden. Somit bleibt die Kämmwirkung wie beabsichtigt. Insbesondere
kommt es an den Segmentgrenzen nicht zu einer unerwünschten Veränderung oder sogar
zu einer Unterbrechung der Kämmwirkung
[0023] Insbesondere können die Kämmriegel und die Grundkörper-Segmente auch bereits vor
dem Einbau des Kreiskamms in die Kämmmaschine vorteilhafterweise vormontiert werden.
Der auf das Grundkörper-Segment aufgesetzte Kämmriegel und das betreffende Grundkörper-Segment
bilden dann insbesondere eine vormontierte Subeinheit des Kreiskamms. Diese Vormontage
erleichtert die Endmontage des Kreiskamms vor Ort an der Kämmmaschine.
[0024] Außerdem reduziert die Segmentierung des Kreiskamm-Grundkörpers den Platzbedarf bei
der Lagerhaltung und dem Transport des Kreiskamms, da die Grundkörper-Segmente im
unmontierten Zustand eng gestapelt bzw. geschlichtet werden können. Deshalb kann auch
eine kleinere Verpackung verwendet werden. Insofern führt der erfindungsgemäße Kreiskamm
auch zu einer Reduzierung von Logistikaufwand.
[0025] Darüber hinaus lässt sich eine Subeinheit aus einem Grundkörper-Segment und einem
einzigen Kämmriegel insbesondere aufgrund des kleineren Bauvolumens deutlich einfacher
(teil)montieren als ein gesamter Kreiskamm aus einem bekannten einstückigen Kreiskamm-Grundkörper
und allen darauf zu platzierenden Kämmriegeln. Die (teil)montierten Subeinheiten werden
dann erst vor Ort beim Einbau in die Kämmmaschine zu dem kompletten erfindungsgemäßen
Kreiskamm zusammengesetzt. Diese günstige Teilmontage wird erst durch die Segmentierung
des Kreiskamm-Grundkörpers ermöglicht.
[0026] Weiterhin kann wiederum aufgrund der Segmentierung des Kreiskamm-Grundkörpers bei
einem in eine Kämmmaschine eingebauten erfindungsgemäßen Kreiskamm ohne weiteres,
d.h. insbesondere ohne Spezialwerkzeug oder spezielle Demontagevorrichtung, nur ein
einzelner Kämmriegel ausgetauscht werden. Bisher war dies nicht möglich. Ein Austausch
konnte stets nur für den kompletten Kreiskamm mit allen Kämmriegeln erfolgen. Bei
dem erfindungsgemäßen Kreiskamm kann nun aber auch nur die Subeinheit mit dem betreffenden
Kämmriegel demontiert und gegen eine neue Subeinheit ausgetauscht werden. Mit der
neuen Subeinheit kann z.B. ein Defekt oder eine Abnutzung im Kämmriegel der ausgetauschten
Subeinheit behoben werden. Alternativ ist es aber auch möglich, mit der neuen Subeinheit
einen Kämmriegel mit anderen Kämmeigenschaften einzubauen, um auf diese Weise die
Garnierung und das Kämmverhalten des Kreiskamms insgesamt an eine neue Betriebssituation
der Kämmmaschine gezielt anzupassen.
[0027] Der erfindungsgemäße Kreiskamm mit dem segmentierten Kreiskamm-Grundkörper bietet
also zahlreiche Vorteile gegenüber bekannten Kreiskämmen mit einem einstückigen Kreiskamm-Grundkörper.
[0028] Der erfindungsgemäße Kreiskamm mit dem segmentierten Kreiskamm-Grundkörper lässt
sich ohne weiteres bei bestehenden Kämmmaschinen nachrüsten, so dass auch bei solchen
älteren Kämmmaschinen von den beschriebenen Vorteile des erfindungsgemäßen Kreiskamms
profitiert werden kann.
[0029] Der Kreiskamm lässt sich mit besonders exakter und mit innerhalb des gesamten Kämmbereichs
insbesondere im Wesentlichen exakt der jeweils konstruktiv gewünschten radialen Position
aller Zahnspitzen der Kämmriegel montieren, wenn der Kreiskamm-Grundkörper bei seiner
(mittelbaren oder unmittelbaren) Befestigung an der Welle mit einer Zugkraft oder
Zugspannung beaufschlagt wird. Eine tangentiale Zugkraft trägt wesentlich dazu bei,
dass der Kreiskamm-Grundkörper an die Gegenkontaktfläche der Welle oder des Wellenmontagekörpers
gedrückt wird. Diese Gegenkontaktfläche kann auch als Montagefläche bezeichnet werden.
Je genauer, einheitlicher und - verglichen mit der zugrunde liegenden Kreiskammkonstruktion
- positionstreuer die Lage zumindest der radial am weitesten vorstehenden Zahnspitzen
ist, desto näher können die Kämmriegel an eine die zu kämmenden textilen Fasern haltende
Zangeneinheit der Kämmmaschine platziert werden und desto besser ist das erreichbare
Kämmergebnis. Selbst wenn die Grundkörper-Segmente aufgrund einer der Fertigungsschritte
noch eine geringfügige mechanische Verwindung oder Verspannung oder ihr Durchmesser
eine geringfügige Toleranz bzw. Ungenauigkeit von z.B. um bis zu ±2 % aufweisen sollte,
hat dies vorteilhafterweise keinen negativen Einfluss auf die letztendlich im montiertem
Zustand des Kreiskamms resultierenden radialen Positionen der Zahnspitzen der Kämmriegel.
Solche Verwindungen oder Verspannungen können ebenso wie Durchmessertoleranzen aufgrund
der Zugkraftbeaufschlagung des Kreiskamm-Grundkörpers und damit auch der einzelnen
Grundkörper-Segmente ausgeglichen werden. Aufgrund der tangentialen Verbindung zwischen
den Grundkörper-Segmenten wirkt die am Kreiskamm-Grundkörper beaufschlagte tangentiale
Zugkraft oder Zugspannung auf jedes einzelne der Grundkörper-Segmente und entfaltet
bei jedem einzelnen der Grundkörper-Segmente die beschriebene vorteilhafte Wirkung.
Dadurch lässt sich der Aufwand bei der Herstellung der Grundkörper-Segmente reduzieren.
Gewisse Fertigungsungenauigkeiten können auch noch nachträglich durch die Beaufschlagung
mit einer tangentialen Zugkraft bei der Montage des Kreiskamms ausgeglichen werden.
Die Grundkörper-Segmente können insofern preiswert hergestellt werden.
[0030] Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Kreiskamms ergeben sich aus den
Merkmalen der von Anspruch 1 abhängigen Ansprüche.
[0031] Günstig ist eine Ausgestaltung, bei der die Grundkörper-Segmente lösbar miteinander
verbunden sind. Dies erleichtert die Montage und erhöht die Einsatzflexibilität.
[0032] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung sind die Grundkörper-Segmente insbesondere
zumindest in tangentialer Richtung formschlüssig miteinander verbunden. Dies ermöglicht
eine gute Kraftübertragung zwischen den Grundkörper-Segmenten - und innerhalb des
Kreiskamm-Grundköpers insgesamt - in dieser Richtung.
[0033] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung sind zumindest einige der Grundkörper-Segmente
zur tangentialen Verbindung an einem ersten tangentialen Ende mit einem Verbindungsfortsatz
und an einem zweiten tangentialen Ende mit einer Verbindungsöffnung ausgestattet,
wobei der Verbindungsfortsatz und die Verbindungsöffnung zueinander korrespondieren
und der Verbindungsfortsatz eine Hinterschneidung zur tangentialen Kraftübertragung
aufweist. Der mit einer Hinterschneidung versehene Verbindungsfortsatz kann insbesondere
als ein Steg mit einem am tangentialen Stegende schwalbenschwanzförmigem oder rundem
Axialquerschnitt ausgeführt sein, wobei der Steg vorzugsweise ein einstückig angeformter
Bestandteil des betreffenden Grundkörper-Segments ist. Diese Geometrieformen ermöglichen
eine sehr gute Kraftübertragung zwischen den Grundkörper-Segmenten - und innerhalb
des Kreiskamm-Grundköpers insgesamt - in tangentialer Richtung.
[0034] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung lässt die tangentiale Verbindung zwischen
zwei benachbarten Grundkörper-Segmenten im unmontierten Zustand eine Relativbewegung
der benachbarten Grundkörper-Segmente gegeneinander in radialer Richtung um bis zu
0,3 mm, insbesondere um bis zu 0,1 mm zu. Dieses radiale Spiel der tangentialen Verbindung
zwischen zwei benachbarten Grundkörper-Segmenten begünstigt bei der Montage des Kreiskamms
in der Kämmmaschine eine in gewissem Umfang individuelle Platzierung jedes der Grundkörper-Segmente
an der Gegenkontaktfläche der Welle oder des Wellenmontagekörpers. Insbesondere lässt
sich die radiale Position von Grundkörper-Segment zu Grundkörper-Segment etwas verändern.
Dadurch erreicht man vorteilhafterweise ein sehr gutes Anschmiegen der Grundkörper-Segmente
an der Gegenkontaktfläche der Welle oder des Wellenmontagekörpers, was sich günstig
auf die radiale Position der Zahnspitzen der Kämmriegel auswirkt.
[0035] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung sind alle Grundkörper-Segmente, auf
denen ein Kämmriegel montiert ist, baugleich ausgestaltet. Dadurch ergeben sich günstige
Herstellungskosten. Für die Grundkörper-Segmente, die die radiale Position der Zahnspitzen
der Kämmriegel und damit den Kämmradius besonders stark beeinflussen und die deshalb
mit besonderer Genauigkeit gefertigt werden sollten, wird nur eine einzige genaue
Form benötigt, so dass niedrige Formkosten resultieren.
[0036] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung hat der Kreiskamm-Grundkörper an seinen
beiden tangentialen Enden jeweils ein kämmriegelfreies Grundkörper-Endsegment, das
mit Befestigungsmitteln zu Befestigung des Kreiskamm-Grundkörpers auf der Welle ausgestattet
ist. Die primär zur Grundkörpermontage bestimmten beiden Grundkörper-Endsegmente können
dann insbesondere mit niedrigeren Genauigkeitsanforderungen im Hinblick auf die Radialabmessungen
und auf die Formgenauigkeit ihrer unteren Teil-Kontaktfläche, die im montierten Endzustand
des Kreiskamms zur Anlage an der Welle oder an dem Wellenmontagekörper bestimmt ist,
gefertigt werden. Dies führt zu günstigen Herstellungskosten.
[0037] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung hat der Kreiskamm-Grundkörper an seinen
beiden tangentialen Enden jeweils ein Grundkörper-Endsegment, auf dem ein Kämmriegel
montiert ist und das mit Befestigungsmitteln zu Befestigung des Grundkörpers auf der
Welle ausgestattet ist. Bei dieser Ausgestaltung kann der Kreiskamm-Grundkörper konstruktiv
so ausgelegt werden, dass er besonders leicht ist und eine vorteilhaft niedrige Massenträgheit
aufweist.
[0038] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung sind zumindest einige der Grundkörper-Segmente
mit Abstandsmitteln zur in radialer Richtung abstandsvariablen Befestigung an der
Welle ausgestattet. Obwohl derartige Abstandsmittel bei dem erfindungsgemäßen Kreiskamm
nicht zwingend erforderlich sind, um einen gewünschten Kämmradius im endmontierten
Zustand zu erhalten, kann es Einbau- oder Montagesituationen geben, bei denen trotzdem
zusätzliche Maßnahmen zur radialen Höheneinstellung, insbesondere in Form der besagten
Abstandsmittel, sinnvoll sind. Eine solche Situation ist z.B. der Umbau einer bestehenden
Kämmmaschine u. a. mit dem Ziel, die Kämmqualität zu erhöhen. Hierzu kann es nützlich
sein, den Abstand zwischen den Zahnspitzen und der Zangeneinheit der Kämmmaschine
zu verkleinern, was mittels der Abstandsmittel bewerkstelligt werden kann.
[0039] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung hat der Kreiskamm-Grundkörper eine Innenumfangsseite
und sind die Abstandsmittel als mindestens eine an der Innenumfangsseite fest, aber
insbesondere lösbar, montierte oder lose anliegende Unterlegscheibe ausgeführt. Die
Unterlegscheibe ist insbesondere als ein dünnes, vorzugsweise biegbares Blech ausgeführt.
Bei einer möglichen Variante hat die Unterlegscheibe eine tangentiale Ausdehnung von
insbesondere höchstens derjenigen des Grundkörper-Segments, an dem es anliegt. Bei
einer anderen bevorzugten Variante hat die Unterlegscheibe dagegen eine größere tangentiale
Ausdehnung als jedes der Grundkörper-Segmente. Die Unterlegscheibe kann sich in tangentialer
Richtung insbesondere über zwei oder mehr der Grundkörper-Segmente, im Extremfall
auch über alle Grundkörper-Segmente, hinweg erstrecken. Die radiale Höhenanpassung
mittels der Unterlegscheibe funktioniert bei dem erfindungsgemäßen Kreiskamm besonders
gut, insbesondere besser als bei Kreiskämmen mit einstückigem Kreiskamm-Grundkörper.
Der Grund hierfür liegt wiederum in der Segmentierung. In der Regel sind ein Außendurchmesser
der oft zylindersegmentförmigen Gegenkontaktfläche der Welle oder des Wellenmontagekörpers
und der Innendurchmesser der dann zumindest im Wesentlichen hohlzylindersegmentförmigen
unteren Kontaktfläche des Kreiskamm-Grundkörpers aneinander angepasst. Oft sind dieser
Außendurchmesser und dieser Innendurchmesser gleich groß oder zumindest annähernd
gleich groß. Wird nun zwischen die Gegenkontaktfläche und die untere Kontaktfläche
zur Höhenanpassung eine Unterlegscheibe eingefügt, passen die zur Anlage aneinander
bestimmten zylindrischen Flächengeometrien nicht mehr exakt zueinander. Ordnet man
die Unterlegscheibe wie hier dem Kreiskamm zu, wird durch das Einfügen der Unterlegscheibe
der dann an der Innenumfangsseite des Kreiskamms insgesamt resultierende Innendurchmesser
verkleinert, so dass ein mit einem einstückigen Kreiskamm-Grundkörper ausgestatteter
Kreiskamm nicht mehr überall eng an der Gegenkontaktfläche anliegt. Im ungünstigsten
Fall ergeben sich nur zwei schmale Kontaktbereiche an den beiden tangentialen Enden
des Kreiskamms. Dazwischen liegt der einstückige Kreiskamm-Grundkörper dagegen nicht
an. Dieses bei Einfügen einer Unterlegscheibe resultierende ungünstige Anlageverhalten
tritt bei dem erfindungsgemäßen Kreiskamm mit dem segmentierten Kreiskamm-Grundkörper
dagegen nicht auf. Aufgrund ihrer erheblich kleineren Ausdehnung in tangentialer Richtung
liegen die einzelnen Grundkörper-Segmente auch bei Einfügen einer Unterlegscheibe
im Wesentlichen vollflächig an der Gegenkontaktfläche an. Außerdem ermöglicht die
Segmentierung des Kreiskamm-Grundkörpers eine kämmriegelbezogene Anpassung des radialen
Abstands der Zahnspitzen des betreffenden Kämmriegels zur Zangeneinheit, indem nur
unter das betreffende Grundkörper-Segment eine Unterlegscheibe mit der gewünschten
Scheibendicke eingefügt wird. Eine derartige vorteilhafte kämmriegelbezogene Abstandsanpassung
ist bei einem einstückigen Kreiskamm-Grundkörper nicht möglich.
[0040] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung liegen an der Innenumfangsseite mehrere
tangential und/oder radial hintereinander angeordnete Unterlegscheiben an. Weiterhin
ist es möglich, dass die Unterlegscheiben zumindest teilweise eine unterschiedliche
Scheibendicke haben. Insbesondere können an den einzelnen Grundkörper-Segmenten unterschiedliche
Unterlegscheiben vorhanden sein. Bevorzugt kann sich eine Unterlegscheibe auch nur
unter dem einen tangentialen Ende eines der Grundkörper-Segmente befinden. Das betreffende
Grundkörper-Segment liegt dann schräg an der gekrümmten Gegenkontaktfläche der Welle
oder der Wellenmontagefläche an. Insgesamt ist es also möglich, den Abstand der Zahnspitzen
zu der Zangeneinheit (=Zangenabstand) in tangentialer Richtung (= Kämmrichtung) weitgehend
flexibel, vorzugsweise auch inhomogen anzupassen. So kann der Zangenabstand in tangentialer
Richtung beispielsweise keilförmig steigend oder keilförmig fallend oder zunächst
keilförmig steigend und dann keilförmig fallend ausgeführt werden.
[0041] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung hat der Kreiskamm-Grundkörper eine Innenumfangsseite
und sind zumindest einige der Grundkörper-Segmente an der Innenumfangsseite mit Befestigungsmitteln
zur insbesondere lösbaren Befestigung eines Unterlegelements ausgestattet. Auch dies
ist eine Maßnahme, die eine individuelle, insbesondere kämmriegelbezogene Anpassung
des Zangenabstands ermöglicht. Die Befestigung des Unterlegelements verhindert außerdem,
dass es während der Lagerung oder des Transports verloren geht und/oder dass es bei
der Montage seine Position verändert. Letzteres würde zu einer unerwünschten Unterlagensituation
führen und gegebenenfalls zumindest lokal auch zu einem anderen Zangenabstand als
eigentlich beabsichtigt. Die Befestigungsmittel können dabei insbesondere als Clipse
ausgeführt sein. Andere Ausführungsformen sind aber ebenfalls möglich.
[0042] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung sind die Grundkörper-Segmente aus Aluminium
mit einer Zugfestigkeit von insbesondere bis zu 310 N/mm
2 gefertigt. Aufgrund der verglichen mit einem bekannten einstückigen Kreiskamm-Grundkörper
kleineren Abmessungen der Grundkörper-Segmente fällt auch die zur Herstellung verwendete
(Strangpress-) Form kleiner aus. Dadurch ist es vorteilhafterweise möglich, einen
Werkstoff mit höherer Zugfestigkeit von insbesondere bis zu dem genannten Wert zu
verwenden. Die Verwendung eines Werkstoffs mit höherer Zugfestigkeit ermöglicht insbesondere
die Herstellung von besonders kleinen und/oder leichten Grundkörper-Segmenten, ohne
dass damit Einbußen bei den mechanischen Eigenschaften einhergehen. Die Grundkörper-Segmente
sind insbesondere stranggepresst und bevorzugt als Aluminium-Strangpress-Profile ausgeführt.
Dabei ist die Genauigkeit bzw. Maßhaltigkeit des Strangpress-Verfahrens insbesondere
so gut, dass eine Nachbearbeitung der abstandskritischen Stellen, also der Stellen,
die für den radialen Abstand des auf dem Grundkörper-Segment angeordneten Kämmriegels
von der Welle und/oder von der Zangeneinheit der Kämmmaschine maßgeblich sind, nicht
erforderlich ist. Die vorzugsweise als Aluminium-Strangpress-Komponenten ausgeführten
Grundkörper-Segmente sind also vorteilhafterweise nacharbeitungsfrei einsatzbereit.
[0043] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung hat der Kreiskamm-Grundkörper eine Innenumfangsseite
und sind die Zugbefestigungsmittel zumindest teilweise als mindestens ein an der Innenumfangsseite
(insbesondere radial) nach innen, d.h. zur Drehachse hin, oder ein an der Außenumfangsseite
(insbesondere radial) nach außen vorstehender und insbesondere mit einer Hinterschneidung
versehener Zugbefestigungsvorsprung ausgebildet, wobei insbesondere zwei Zugbefestigungsvorsprünge
vorhanden sind, von denen jeweils einer vorzugsweise an einem der beiden tangentialen
Enden des Kreiskamm-Grundkörpers angeordnet ist. Solche Zugbefestigungsvorsprünge
gestatten in einfacher Weise eine Beaufschlagung des Kreiskamm-Grundkörpers mit einer
Zugspannung. Vorzugsweise kann der Zugbefestigungsvorsprung mit einer zur radialen
Richtung schrägen Kontakt- oder Anlagefläche ausgestattet sein, so dass die aufgebrachte
Zugspannung sowohl eine tangentiale als auch eine radial nach innen orientierte Richtungskomponente
aufweist.
[0044] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung sind die Befestigungsmittel zumindest
teilweise als mindestens eine Befestigungsanlagefläche ausgebildet, und verläuft eine
Oberflächennormale der insbesondere als eine Kegelfläche, vorzugsweise als eine Innenumfangsfläche
einer Kegelbohrung, ausgebildeten Befestigungsanlagefläche sowohl zur bezogen auf
die Drehachse radialen Richtung als auch zur bezogen auf die Drehachse tangentialen
Richtung schräg bzw. gekippt. Insbesondere schließt die Oberflächennormale der Befestigungsanlagefläche
mit der radialen und der tangentialen Richtung jeweils einen Winkel aus dem offenen
Winkelbereich ]0°; 90°[ und vorzugsweise aus dem Winkelbereich [15°; 75°] ein. Eine
solche schräge oder gekippt verlaufende Befestigungsanlagefläche gestattet in einfacher
Weise eine Beaufschlagung des Kreiskamm-Grundkörpers mit einer Zugspannung.
[0045] Insbesondere können die Befestigungsmittel zumindest teilweise auch als radial verlaufende
Durchgangsbohrungen im Kreiskamm-Grundkörper an mindestens einem seiner beiden tangentialen
Endbereiche ausgebildet sein, wobei zumindest ein Teil der Durchgangsbohrungen jeweils
eine sich zur Außenumfangsseite hin kegelförmig aufweitende Bohrungsquerschnittsfläche
in Form eines Kegelsitzes zur Aufnahme eines Kegelschraubenkopfs einer Zugbefestigungsschraube
aufweist, so dass bei montierten Zugbefestigungsschrauben wiederum vorteilhafterweise
auch eine tangentiale Zugkraft auf den Kreiskamm-Grundkörper resultiert. Jede Durchgangsbohrung
hat insbesondere jeweils eine im Wesentlichen in radialer Richtung verlaufende Durchgangsbohrungslängsachse.
[0046] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung sind die Befestigungsmittel zumindest
teilweise als Grundkörper-Gewindebohrungen zum Einschrauben von Zugbefestigungsschrauben
ausgebildet, wobei sich die Grundkörper-Gewindebohrungen ausgehend von einer radialen
Begrenzungsfläche an zumindest einem der beiden tangentialen Enden des Kreiskamm-Grundkörpers
insbesondere als Sacklöcher in den Kreiskamm-Grundkörper hinein erstrecken. Solche
Grundkörper-Gewindebohrungen ermöglichen in einfacher Weise eine Beaufschlagung des
Kreiskamm-Grundkörpers mit einer Zugspannung.
[0047] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung sind die Befestigungsmittel zumindest
teilweise als mindestens eine an einem der beiden tangentialen Enden des Kreiskamm-Grundkörpers
einstückig angeformte Aufnahmeöse mit einer sich in Richtung der Drehachse erstreckenden
Ösen-Durchgangsöffnung zum lösbaren Durchstecken eines drehbaren Exzenter-Spannstabs
ausgebildet. Eine solche Aufnahmeöse lässt sich ohne großen Aufwand an dem Kreiskamm-Grundkörper
anbringen. Als Bestandteil eines Exzenter-Mechanismus ermöglicht sie ebenfalls in
einfacher Weise die Zugkraftbeaufschlagung des Kreiskamm-Grundkörpers.
[0048] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung sind an der Außenumfangsseite eines
jeden der Grundkörper-Segmente, denen ein Kämmriegel zugeordnet ist, mindestens zwei
axial in Richtung der Drehachse verlaufende und tangential in Bezug auf die Drehachse
voneinander beabstandete Außenkontaktstreifen vorhanden, die Kämmriegel-Kontaktflächen,
an denen der jeweilige der Kämmriegel anliegt, bilden. Weiterhin sind an einer Innenumfangsseite
eines jeden dieser Grundkörper-Segmente axial in Richtung der Drehachse verlaufende,
radial in Bezug auf die Drehachse nach innen vorspringende und tangential in Bezug
auf die Drehachse voneinander beabstandete Innenkontaktstreifen vorhanden, die die
einzigen Wellenmontage-Kontaktflächen des jeweiligen Grundkörper-Segments zur unmittelbaren
oder mittelbaren Anlage an oder Verbindung mit der Welle bilden. Dabei sind mindestens
einige der Außenkontaktstreifen jeweils einem der Innenkontaktstreifen zugeordnet
und bilden mit diesem jeweils ein Streifenpaar. Weiterhin überlappen sich der Außenkontaktstreifen
und der Innenkontaktstreifen jedes der Streifenpaare in ihrer tangentialen Ausdehnung
zumindest teilweise, und sind pro Grundkörper-Segment, dem ein Kämmriegel zugeordnet
ist, jeweils mindestens zwei Streifenpaare vorhanden. Der Kreiskamm lässt sich mit
besonders exakter und mit innerhalb des gesamten Kämmbereichs insbesondere im Wesentlichen
exakt der jeweils konstruktiv gewünschten radialen Position aller Zahnspitzen der
Kämmriegel montieren, wenn an der Innen- und an der Außenumfangsseite der Grundkörper-Segmente
Paare mit insbesondere einander radial gegenüberliegenden Kontaktflächen, die vorzugsweise
zumindest teilweise übereinstimmende tangentiale Positionen und/oder Positionsbereiche
haben, vorhanden sind. Je genauer, einheitlicher und - verglichen mit der zugrunde
liegenden Kreiskammkonstruktion - positionstreuer die Lage zumindest der radial am
weitesten vorstehenden Zahnspitzen ist, desto näher können die Kämmriegel an eine
die zu kämmenden textilen Fasern haltende Zangeneinheit der Kämmmaschine platziert
werden und desto besser ist das erreichbare Kämmergebnis.
[0049] An der Außenumfangsseite der Grundkörper-Segmente liegen an den durch die Außenkontaktstreifen
gebildeten Kontaktflächen die Kämmriegel insbesondere unmittelbar an. Deshalb werden
diese Kontaktflächen auch als Kämmriegel-Kontaktflächen bezeichnet.
[0050] An der Innenumfangsseite sind die Kontaktflächen durch die insbesondere in Richtung
zur Drehachse vorspringenden Innenkontaktstreifen gebildet. Die Innenkontaktstreifen
stellen also insbesondere nach innen ragende Vorsprünge dar. Zumindest innerhalb des
Kämmbereichs bilden diese Innenkontaktstreifen an der Innenumfangsseite des Kreiskamm-Grundkörpers
die einzigen, und/oder insbesondere ausschließlichen, Kontaktflächen zur Montage der
Grundkörper-Segmente an der Welle. Dabei kann der Kreiskamm-Grundkörper mit diesen
Wellenmontage-Kontaktflächen entweder unmittelbar an der Welle anliegen oder mittels
mindestens einer dazwischen angeordneten zusätzlichen Montagekomponente, wie z.B.
mittels eines Wellenmontagekörpers insbesondere eines Halteflanschs oder Haltekörpers,
nur mittelbar mit der Welle in Verbindung stehen. Abgesehen von den Wellenmontage-Kontaktflächen
erfolgt zumindest innerhalb des Kämmbereichs keine weitere Kontaktierung zwischen
dem Kreiskamm-Grundkörper einerseits und der Welle oder einer zusätzlichen Montagekomponente
andererseits. Die tangentialen Zwischenräume zwischen zwei benachbarten Innenkontaktstreifen
sind also insbesondere kontaktfrei.
[0051] Der Außenkontaktstreifen und der Innenkontaktstreifen eines Streifenpaares liegen
vorzugsweise einander radial gegenüber. Der Außenkontaktstreifen hat insbesondere
zumindest einen Außenkontaktstreifen-Teilbereich, der in seiner tangentialen Position
und Ausdehnung mit zumindest einem Innenkontaktstreifen-Teilbereich des Innenkontaktstreifens
übereinstimmt. Diese einander tangential überlappenden Teilbereiche des Außen- und
des Innenkontaktstreifens eines Streifenpaares liegen einander radial gegenüber.
[0052] Pro Grundkörper-Segment, dem ein Kämmriegel zugeordnet ist, sind mindestens zwei,
insbesondere zwei bis zehn, vorzugsweise zwei bis fünf solcher Streifenpaare vorhanden.
Innerhalb solcher Grundkörper-Segmente sind mindestens zwei Teilbereiche mit in radialer
Richtung insbesondere durchgehender (ununterbrochener) Materialverbindung zwischen
der Innen- und der Außenumfangsseite vorhanden. Diese Teilbereiche mit in radialer
Richtung insbesondere durchgehender Materialverbindung münden an der Innen- und der
Außenumfangsseite in die durch die Außenkontakt- und Innenkontaktstreifen gebildeten
Kontaktflächen des jeweiligen Grundkörper-Segments zu dem zugeordneten Kämmriegel
bzw. in Richtung zur Welle. Somit ist für jeden Kämmriegel ein radialer Verbindungsabstand
zur Welle an mindestens zwei tangential voneinander beabstandeten Stellen sehr genau
festgelegt. Dieser Verbindungsabstand ist insbesondere durch den radialen Abstand
zwischen den Kontaktflächen an den Außen- und Innenkontaktstreifen maßgeblich bestimmt.
Er lässt sich also bereits bei der Fertigung der Grundkörper-Segmente durch die Herstellung
der Außen- und Innenkontaktstreifen einstellen. Selbst wenn die Grundkörper-Segmente
aufgrund einer der Fertigungsschritte noch eine geringfügige mechanische Verwindung
oder Verspannung oder ihr Durchmesser eine geringfügige Toleranz bzw. Ungenauigkeit
von z.B. um bis zu ±2 % aufweisen sollte, hat dies vorteilhafterweise keinen negativen
Einfluss auf die letztendlich im montiertem Zustand des Kreiskamms resultierenden
radialen Positionen der Zahnspitzen der Kämmriegel. Solche Verwindungen oder Verspannungen
können ebenso wie Durchmessertoleranzen aufgrund der nur bereichsweisen bzw. singulären
Kontaktierung einer Montagefläche mittels der Innenkontaktstreifen ausgeglichen werden.
Dieser günstige Verwindungs- bzw. Verspannungsausgleich und/oder der Ausgleich von
Durchmessertoleranzen lassen bzw. lässt sich insbesondere dadurch erreichen, dass
die Grundkörper-Segmente des Kreiskamm-Grundkörpers bei der (mittelbaren oder unmittelbaren)
Befestigung an der Welle mit einer geeigneten, vorzugsweise tangentialen, Zugspannung
beaufschlagt werden. Auch insofern lässt sich der Aufwand bei der Herstellung der
Grundkörper-Segmente reduzieren. Gewisse Fertigungsungenauigkeiten können auch noch
nachträglich bei der Montage des Kreiskamms ausgeglichen werden. Die Grundkörper-Segmente
können folglich preiswert hergestellt werden.
[0053] Dadurch, dass die Außen- und die Innenkontaktstreifen an demselben Bauteil, nämlich
dem jeweiligen Grundkörper-Segment, angebracht sind, kann die Übereinstimmung der
tangentialen Lage/Ausdehnung der einander zugeordneten Außen- und der Innenkontaktstreifen
jeder der Streifenpaare bereits während der Herstellung des Grundkörper-Segments sichergestellt
werden. In diesem Stadium ist dies trotz der erreichbaren sehr hohen Positionstreue
mit vergleichsweise geringem Aufwand verbunden. Demgegenüber fiele ein höherer Aufwand
an, wenn - was ebenfalls grundsätzlich möglich wäre - die einander zugeordneten Außen-
und die Innenkontaktstreifen an verschiedenen Bauteilen angebracht sind und die Übereinstimmung
der tangentialen Lage/Ausdehnung erst in einem späteren Stadium, z.B. erst während
der Montage der Grundkörper-Segmente an der Welle, sichergestellt wird.
[0054] Günstig ist eine weitere Ausgestaltung, bei der pro Grundkörper-Segment, dem ein
Kämmriegel zugeordnet ist, jeweils genau zwei Streifenpaare vorhanden sind. Dadurch
liegen für jeden Kämmriegel eine mechanisch definierte Lagerung und Abstützung zur
Welle hin vor. Außerdem ist ein solches Grundkörper-Segment besonders preisgünstig
herzustellen, da dann nur bei zwei Maßen hohe Genauigkeitsanforderungen zu erfüllen
sind.
[0055] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung sind pro Grundkörper-Segment, dem ein
Kämmriegel zugeordnet ist, jeweils zwei als Randstreifenpaare ausgebildete Streifenpaare
vorhanden, wobei bei jedem der Randstreifenpaare ein tangentialer Abstand von einem
tangentialen Segmentrand des betreffenden Grundkörper-Segments insbesondere kleiner
ist als ein tangentialer Abstand zwischen den beiden Randstreifenpaaren. Dadurch resultieren
für jeden Kämmriegel eine mechanisch besonders stabile Lagerung und Abstützung zur
Welle hin. Außerdem können die Randstreifenpaare insbesondere auch jeweils exakt am
tangentialen Riegelrand angeordnet sein, d.h. direkt an den tangentialen Riegelrand
angrenzen.
[0056] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung sind zumindest bei einem der Streifenpaare
der Außenkontaktstreifen und der Innenkontaktstreifen jeweils tangential an der gleichen
Position angeordnet und haben eine gleiche tangentiale Ausdehnung. Bei solchen bevorzugten
Streifenpaaren liegen die einander zugeordneten Außen- und Innenkontaktstreifen und
auch die durch sie an der Außen- und Innenumfangsfläche des betreffenden Grundkörper-Segments
gebildeten Kontaktflächen einander exakt radial gegenüber, wodurch für den diesem
Grundkörper-Segment zugeordneten Kämmriegel eine besonders effiziente Lagerung und
Abstützung zur Welle hin resultiert. Es gibt keine Kontaktflächenteilbereiche, denen
ein Pendant an der gegenüberliegenden Umfangsfläche fehlt.
[0057] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung haben die Vorsprünge der Innenkontaktstreifen
eine senkrecht zur Drehachse gemessene radiale Vorsprungshöhe von zwischen 0,25 mm
und 5 mm, insbesondere von zwischen 0,5 mm und 2 mm. Diese Höhe ist einerseits hoch
genug, dass etwaige mechanische Verwindungen oder Verspannungen oder Durchmessertoleranzen
des betreffende Grundkörper-Segments bei der Montage z.B. durch eine entsprechende
Zugbelastung ausgeglichen werden können, und andererseits nicht so hoch, dass mechanische
Instabilitäten auftreten. Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung haben die Vorsprünge
der Innenkontaktstreifen eine senkrecht zur Drehachse gemessene radiale Vorsprungshöhe
von zwischen 0,25 mm und 35 mm, insbesondere von zwischen 0,5 mm und 25 mm. Bei dieser
Ausgestaltung liegen die Grundkörper-Segmente im montierten Zustand insbesondere unmittelbar
an der Welle an und haben dann vorzugsweise eine relativ große radiale Ausdehnung,
um insbesondere den Vorgaben für den radialen Abstand der Zahnspitzen von der Drehachse
zu entsprechen. Insofern kann auch die Vorsprungshöhe größere Werte von z.B. mehr
als 10 mm und insbesondere von bis zu einigen 10 mm annehmen.
[0058] Die Erfindung betrifft außerdem insbesondere auch eine Kreiskammeinheit für eine
Kämmmaschine zum Kämmen von textilen Fasern, wobei diese Kreiskammeinheit eine um
eine Drehachse drehbare Welle und einen an der Welle befestigten vorstehend beschriebenen
erfindungsgemäßen Kreiskamm oder eine der ebenfalls vorstehend beschriebenen günstigen
Ausgestaltungen dieses erfindungsgemäßen Kreiskamms umfasst. Die Kreiskammeinheit
hat zur Befestigung des erfindungsgemäßen Kreiskamms oder seiner günstigen Ausgestaltungen
an der Welle mindestens eine konzentrisch zur Drehachse angeordnete Montagefläche,
an der der Kreiskamm-Grundkörper mit seiner Innenumfangsseite anliegt.
[0059] Bei der Montagefläche kann es sich insbesondere um eine glatte (d. h. nicht mit einer
Oberflächenstrukturierung versehene) zylindersegmentförmige Fläche handeln, die insbesondere
frei von Vorsprüngen oder Vertiefungen ist. Sie kann entweder insbesondere Teil der
Welle oder insbesondere Teil eines zumindest teilweise zwischen der Welle und dem
Kreiskamm-Grundkörper platzierten Befestigungsmechanismus sein. Insofern kann die
Befestigung des Kreiskamm-Grundkörpers an der Welle also insbesondere mittelbar oder
unmittelbar ausgestaltet sein. Außerdem ist es günstig, wenn die zylindersegmentförmige
Montagefläche eine hohe Konzentrizität und/oder Rotationssymmetrie bezüglich der Drehachse
hat. Insbesondere erfüllt die Montagefläche den Grundtoleranzgrad IT7 gemäß der Norm
DIN ISO 286-1:1990-11 oder gemäß der Nachfolgerfassung EN ISO 286-1:2010-11. Gemäß
einer alternativen Ausgestaltung kann die Montagefläche auch eine mit einer Oberflächenstrukturierung
versehene Fläche sein, die in eine Zylindersegment-Grundform hat, welche insbesondere
zusätzliche Vorsprünge und/oder Vertiefungen aufweist.
[0060] Die erfindungsgemäße Kreiskammeinheit weist im Wesentlichen die gleichen Vorteile
auf, die bereits vorstehend im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Kreiskamm und
dessen günstigen Ausgestaltungen beschrieben worden sind.
[0061] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel einer Kreiskammeinheit einer Kämmmaschine mit einem tangential
verspannt an einer Welle befestigten Kreiskamm umfassend einen segmentierten Kreiskamm-Grundkörper
in einer Draufsicht auf eine axiale Stirnseite,
- Fig. 2
- ein Ausschnitt eines alternativen Ausführungsbeispiels eines Kreiskamms mit einem
segmentierten Kreiskamm-Grundkörper in einer Draufsicht auf eine axiale Stirnseite,
- Fig. 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines tangential verspannt an einer Welle befestigbaren
Kreiskamms einer Kreiskammeinheit einer Kämmmaschine umfassend einen segmentierten
Kreiskamm-Grundkörper in einer Draufsicht auf eine axiale Stirnseite
- Fig. 4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Kreiskammeinheit einer Kämmmaschine mit einem
tangential verspannt an einer Welle befestigten Kreiskamm umfassend einen segmentierten
Kreiskamm-Grundkörper in einer Draufsicht auf eine axiale Stirnseite,
- Fig. 5
- ein Ausführungsbeispiel eines anderen zur tangential gespannten Befestigung des Kreiskamms
auf der Welle vorgesehenen Befestigungsmechanismus mit einem Zugschraubenverankerungsblock
in einer Ausschnittsdarstellung einer Draufsicht auf eine axiale Stirnseite,
- Fig. 6
- ein Ausführungsbeispiel eines anderen zur tangential gespannten Befestigung des Kreiskamms
auf der Welle vorgesehenen Befestigungsmechanismus mit einer Kegelkopfschraubenmontage
in einer Ausschnittsdarstellung einer Draufsicht auf eine axiale Stirnseite,
- Fig. 7
- ein Ausführungsbeispiel eines anderen zur tangential gespannten Befestigung des Kreiskamms
auf der Welle vorgesehenen Befestigungsmechanismus mit einem Exzenter-Teilmechanismus
in einer Ausschnittsdarstellung einer Draufsicht auf eine axiale Stirnseite,
- Fig. 8
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Kreiskammeinheit einer Kämmmaschine mit einem
tangential verspannt an einer Welle befestigten Kreiskamm umfassend einen segmentierten
Kreiskamm-Grundkörper und eine Unterlegscheibe in einer Draufsicht auf eine axiale
Stirnseite,
- Fig. 9
- ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Kreiskammeinheit einer Kämmmaschine mit einem
tangential verspannt an einer Welle befestigten Kreiskamm umfassend einen segmentierten
Kreiskamm-Grundkörper und mehreren Unterlegscheiben in einer Draufsicht auf eine axiale
Stirnseite, und
- Fig. 10
- ein Ausführungsbeispiel für eine alternative Ausgestaltung eines Grundkörper-Segments
eines segmentierten Kreiskamm-Grundkörpers mit einem angestecktem Unterlegelement
in einer Draufsicht auf eine axiale Stirnseite.
[0062] Einander entsprechende Teile sind in den Fig. 1 bis 10 mit denselben Bezugszeichen
versehen. Auch Einzelheiten der im Folgenden näher erläuterten Ausführungsbeispiele
können für sich genommen eine Erfindung darstellen oder Teil eines Erfindungsgegenstands
sein.
[0063] In Fig. 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer Kreiskammeinheit 1 einer Kämmmaschine
zum Kämmen von textilen Fasern gezeigt. Die Kreiskammeinheit 1 umfasst einen Kreiskamm
2, einen Befestigungsmechanismus 3 sowie eine um eine Drehachse 4 drehbare Welle 5.
Die Drehachse 4 kann insbesondere auch als Mittenlängsachse der Kreiskammeinheit 1
verstanden werden. In Bezug auf die Drehachse 4 wird ein Zylinderkoordinatensystem
mit einer längs der Drehachse 4 orientierten axialen Richtung z, mit einer in Abstandsrichtung
zur Drehachse 4 orientierten Richtung r und mit einer in Umfangsrichtung um die Drehachse
4 weisenden tangentialen Richtung ϕ definiert. Der Kreiskamm 2 ist mittels des Befestigungsmechanismus
3 auf der drehbaren Welle 5 befestigt. Der Kreiskamm 2 umfasst einen Kreiskamm-Grundkörper
6 mit einer Außenumfangsseite 7 und einer Innenumfangsseite 8 sowie mehrere, beim
gezeigten Ausführungsbeispiel insgesamt fünf, an der Außenumfangsseite 7 angeordnete
Kämmriegel 9 mit Kammzähnen 10, die zum kämmenden Eingriff in den Faserbart der textilen
Fasern bestimmt sind. Die Kämmriegel 9 können unterschiedlich aufgebaut sein. Insbesondere
können die Kammzähne 10 der Kämmriegel 9 unterschiedliche Formen und Abstände haben
sowie in unterschiedlicher Anzahl vorhanden sein.
[0064] Die Zahnspitzen 11 der Kammzähne 10 haben zur Drehachse 4 einen als Kämmradius KR
bezeichneten Abstand. Außerdem sind die Zahnspitzen 11 um einen Zangenabstand D von
einer Unterkante einer Oberzange 12 beabstandet. Die Oberzange 12 bildet zusammen
mit einer Unterzange 13 eine Zangeneinheit 14 der Kämmmaschine. Mittels dieser Zangeneinheit
14 wird der (nicht mit dargestellte) Faserbart der zu kämmenden textilen Fasern gehalten.
Je genauer und einheitlicher der Zangenabstand D innerhalb des gesamten Kämmbereichs
des Kreiskamms 2 ist, desto näher können die Zahnspitzen 11 an die Unterkante der
Oberzange 12 herangerückt werden und desto besser und konstanter ist das dann erzielbare
Kämmergebnis. Der Kämmbereich des Kreiskamms 2 wird durch die Gesamtheit der Kämmriegel
9 definiert. Die Gesamtheit der Kämmriegel 9 bedecken ein den aktiven Kämmbereich
bildendes Kämm-Umfangswinkelsegment KS, das beispielsweise einen Wert von 78°, 90°,
111° oder 137°, aber auch andere Werte aus dem Bereich zwischen 75° und 150° annehmen
kann. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel mit fünf Kämmriegeln 9 überdeckt das Kämm-Umfangswinkelsegment
KS einen Winkelbereich von etwa 111°. Der Zangenabstand D bewegt sich insbesondere
im Bereich zwischen 0,15 mm und 0,9 mm. Die in Fig. 1 gezeigte Kreiskammeinheit 1
sowie der zugehörige Kreiskamm 2 zeichnen sich durch einen besonders exakten, einheitlichen
und positionstreuen Kämmradius KR zumindest der radial am weitesten von der Drehachse
4 entfernten Zahnspitzen 11 aller Kämmriegel 9 aus, so dass diese Zahnspitzen 11 bei
der Kreiskammeinheit 1 sowie bei den im Folgenden beschriebenen weiteren Kreiskammeinheiten
verglichen mit konventionellen Kreiskammeinheiten vorteilhafterweise um insbesondere
bis zu 0,2 mm näher an der Zangeneinheit 14 platziert werden können. Insbesondere
liegt der Zangenabstand D zwischen 0,2 mm und 0,3 mm, und dies vorzugsweise innerhalb
des ganzen Kämmbereichs. Demnach ist über den Kämmbereich insgesamt betrachtet vorteilhafterweise
ein sehr niedriger Toleranzwert von nur etwa 0,1 mm gegeben, was bei konventionellen
Kreiskammeinheiten bislang nicht erreicht werden konnte.
[0065] Um dies zu erreichen, sind der Kreiskamm 2 und insbesondere dessen Kreiskamm-Grundkörper
6 in spezieller Weise ausgestaltet. Der Kreiskamm-Grundkörper 6 ist segmentiert und
setzt sich aus mehreren Bestandteilen in Form von Grundkörper-Segmenten 15, 16 und
17 zusammen. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst der Kreiskamm-Grundkörper
6 insgesamt fünf tangential miteinander verbundene Grundkörper-Segmente, nämlich die
drei zentralen baugleichen Grundkörper-Segmente 15 sowie die beiden an den tangentialen
Enden angeordneten Grundkörper-Endsegmente 16 und 17, welche jeweils mit einem einstückig
angeformten Zugbefestigungsansatz 16a bzw. 17a versehen sind. Auf jedem der Grundkörper-Segmente
15 bis 17 ist jeweils einer der Kämmriegel 9 befestigt. Die vorzugsweise direkte tangentiale
Verbindung zwischen zwei zueinander benachbarten der Grundkörper-Segmente 15 bis 17
ist jeweils lösbar und in tangentialer Richtung formschlüssig ausgestaltet. So haben
die Grundkörper-Segmente 15 und 16 an ihrem einen tangentialen Ende jeweils einen
einstückig angeformten Verbindungsfortsatz 18 und die Grundkörper-Segmente 15 und
17 an ihrem anderen tangentialen Ende jeweils eine zum Verbindungsfortsatz 18 korrespondierende
sich im Innern aufweitende Verbindungsöffnung 19. Die tangentiale Formschlussverbindung
ergibt sich aufgrund einer in die Aufweitung der betreffenden Verbindungsöffnung 19
eingreifende Hinterschneidung 20 der hier als Stege mit einem am tangentialen Stegende
schwalbenschwanzförmigen Axialquerschnitt ausgeführten Verbindungsfortsätze 18. Der
hinterschnittene Verbindungsfortsatz 18 eines der Grundkörper-Segmente 15 und 16 ist
zur Bildung der tangentialen Formschlussverbindung mit seinem benachbarten Grundkörper-Segment
15 oder 17 in dessen sich aufweitende Verbindungsöffnung 19 axial eingeschoben. Es
resultiert eine insbesondere kettengliedartige Verbindung der Grundkörper-Segmente
15 bis 17.
[0066] In radialer Richtung haben die tangentialen Formschlussverbindungen zwischen jeweils
zwei zueinander benachbarten der Grundkörper-Segmente 15 bis 17 ein Radialspiel von
z.B. bis zu etwa 0,2 mm. Dadurch wird im unmontierten Zustand des Kreiskamms 2 eine
radiale Relativbewegung zwischen benachbarten der Grundkörper-Segmente 15 bis 17 um
den genannten Wert des Radialspiels ermöglicht.
[0067] Durch die Segmentierung des Kreiskamm-Grundkörpers 6 ist eine sehr genaue und radial
positionstreue Montage des Kreiskamms 2 an der Welle 5 möglich, so dass insbesondere
der Zangenabstand D zwischen den Zahnspitzen 11 und der Zangeneinheit 14 sehr genau
entsprechend den konstruktionsbedingten Vorgaben, z.B. ein im ganzen Kämmbereich einheitlicher
Zangenabstand D und/oder ein sehr niedriger Zangenabstand D mit dem Ziel einer möglichst
hohen Kämmqualität, erreicht wird.
[0068] In Fig. 2 ist ein Ausschnitt eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Kreiskamms
21 mit einem segmentierten Kreiskamm-Grundkörper 22 gezeigt. Von dem Kreiskamm-Grundkörper
22 ist nur ein zentrales Grundkörper-Segmente 23, auf dem ein Kämmriegel 9 montiert
ist, dargestellt. Im Unterschied zu dem segmentierten Kreiskamm-Grundkörper 6 gemäß
Fig. 1 sind die Grundkörper-Segmente 23 des Kreiskamm-Grundkörpers 22 mit etwas anders
ausgestalteten Verbindungsfortsätzen 24 und dazu korrespondierenden anderen Verbindungsöffnungen
25 ausgestattet. Zwar hat auch der Verbindungsfortsatz 24 eine Hinterschneidung 26
und auch die Verbindungsöffnung 25 im Innern eine Aufweitung, so dass auch bei dem
Kreiskamm-Grundkörper 22 genau wie bei dem Kreiskamm-Grundkörper 6 eine tangentiale
Formschlussverbindung zwischen zwei benachbarten der Grundkörper-Segmente 23 gegeben
oder jedenfalls herstellbar ist. Der an einem tangentialen Ende am Grundkörper-Segment
23 angeformte Verbindungsfortsatz 24 hat aber die Form eines Stegs mit einem am tangentialen
Stegende runden Axialquerschnitt.
[0069] Die Grundkörper-Segmente 23 des Kreiskamm-Grundkörpers 22 haben jeweils sowohl zu
ihrem zugeordneten Kämmriegel 9 als auch zu einer (hier in axialer Richtung mehrteiligen)
Montagefläche 27 des Befestigungsmechanismus 3 definierte und insbesondere singuläre
Kontaktflächen.
[0070] Jedes Grundkörper-Segment 23 hat an seiner Außenumfangsseite 7 u. a. zwei Außenkontaktstreifen
28 und 29, welche sich in axialer Richtung z erstrecken und in tangentialer Richtung
ϕ voneinander beabstandet sind. Zwischen den beiden Außenkontaktstreifen 28 und 29
liegt eine Vertiefung 30 mit einer radial vorspringenden Befestigungsnase 31. Die
Außenkontaktstreifen 28 und 29 bilden Kämmriegel-Kontaktflächen, an denen der betreffende
Kämmriegel 9 anliegt. Die Befestigungsnase 31 umgreift einen korrespondierenden Riegelhaltevorsprung
32 des Kämmriegels 9.
[0071] An der gegenüberliegenden Innenumfangsseite 8 ist das Grundkörper-Segment 23 ebenfalls
mit Kontaktstreifen versehen, nämlich mit den Innenkontaktstreifen 33 und 34. Letztere
erstrecken sich ebenfalls axial in Richtung der Drehachse 4, springen radial nach
innen, d.h. also insbesondere in Richtung zur Drehachse 4, vor und sind tangential
durch eine Vertiefung 35 voneinander beabstandet. Die Innenkontaktstreifen 33, 34
sind durch Vorsprünge an der Innenumfangsseite 8 gebildet. Sie stellen die einzigen
Kontaktflächen des Grundkörper-Segments 23 zur Montagefläche 27 des zur Befestigung
an der Welle 5 vorgesehenen Befestigungsmechanismus 3 dar. Insofern bilden diese Innenkontaktstreifen
33, 34 Wellenmontage-Kontaktflächen.
[0072] Da der Befestigungsmechanismus 3 (siehe hierzu auch Fig. 1) zwischengeordnet ist,
dienen die Innenkontaktstreifen 33, 34 einer mittelbaren Verbindung mit der Welle
5. Bei anderen Ausführungsbeispielen, die ohne einen Befestigungsmechanismus 3 realisiert
sind oder einen anderen Befestigungsmechanismus aufweisen, können die Innenkontaktstreifen
33, 34 aber auch unmittelbar an der Welle 5 anliegen und somit eine unmittelbare Verbindung
mit derselben bilden. Bei diesen alternativen Ausführungsbeispielen bildet dann die
Umfangsfläche der Welle 5 die Montagefläche, an der der Kreiskamm-Grundkörper mit
seiner Innenumfangsseite 8 anliegt.
[0073] Im montierten Zustand zwischen den Innenkontaktstreifen 33, 34 aufgrund der Vertiefung
35 ein Hohl- oder Zwischenraum gebildet, der die Innenkontaktstreifen 33, 34 voneinander
trennt. Dieser Zwischenraum ist kontaktfrei. Im Bereich dieses Zwischenraum erfolgt
keine Kontaktierung zwischen dem Kreiskamm-Grundkörper 22 und der gegenüberliegenden
Montagefläche 27.
[0074] Jeder der beiden Außenkontaktstreifen 28, 29 ist jeweils einem der beiden Innenkontaktstreifen
33, 34 zugeordnet. Der Außenkontaktstreifen 28 und der zugeordnete Innenkontaktstreifen
33 sowie der Außenkontaktstreifen 29 und der zugeordnete Innenkontaktstreifen 34 bilden
jeweils ein Streifenpaar 36 bzw. 37. Der Außenkontaktstreifen 28 und der ihm zugeordnete
Innenkontaktstreifen 33 des Streifenpaars 36 liegen einander gegenüber. Sie überlappen
sich in ihrer jeweiligen tangentialen Ausdehnung zumindest teilweise. Gleiches gilt
für den Außenkontaktstreifen 29 und den Innenkontaktstreifen 34 des zweiten Streifenpaars
37. Insbesondere hat der Kreiskamm-Grundkörper 22 im Bereich der Streifenpaare 36,
37 jeweils eine in radialer Richtung r durchgehende Materialverbindung oder -brücke
zwischen den an der Außenumfangsseite 7 und an der Innenumfangsseite 8 vorgesehenen
Kontaktflächen zu dem Kämmriegel 9 bzw. zur Montagefläche 27. Die radialen Abstände
d
1 und d
2 zwischen diesen außen und innen liegenden Kontaktflächen des Kreiskamm-Grundkörpers
22 lassen sich sehr genau einstellen und fertigen. Dies gilt auch dann, wenn der Kreiskamm-Grundkörper
22 wie beim gezeigten Ausführungsbeispiel als Aluminium-Strangpressprofil, das unter
anderem zu Härtungszwecken eloxiert ist und eine Zugfestigkeit von bis zu 310 N/mm
2 hat, ausgeführt ist. Somit ist der gezeigte segmentierte Kreiskamm-Grundkörper 22
ein preiswert herzustellendes Bauteil, das aber zugleich mit den einander gegenüberliegenden
Außenkontaktstreifen 28, 29 und Innenkontaktstreifen 33, 34 der Streifenpaare 36,
37 über hochgenaue radiale Abstandsmaße d
1, d
2 verfügt. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel haben die Abstandsmaße d
1, d
2 jeweils einen Wert von zwischen 5 mm und 10 mm, insbesondere von zwischen 6 mm und
8 mm und vorzugsweise von etwa 7 mm.
[0075] Bei den beiden Streifenpaaren 36, 37 handelt es sich jeweils um ein Randstreifenpaar,
das jeweils nahe an einem tangentialen Riegelrand 38 bzw. 39 angeordnet ist. Der tangentiale
Abstand ϕ
1 des Streifenpaares 36 vom Riegelrand 38 sowie der tangentiale Abstand ϕ
2 des Streifenpaares 37 vom Riegelrand 39 sind jeweils kleiner als ein tangentialer
Abstand ϕ
3 zwischen den beiden Streifenpaaren 36, 37.
[0076] Die hier am Ausführungsbeispiel des Kreiskamms 21 gemäß Fig. 2 erläuterten Kontaktierungen
des segmentierten Kreiskamm-Grundkörpers 22 mit den anliegenden Bauteilen, also den
Kämmriegeln 9 und der mehrteiligen Montagefläche 27, sind in gleicher oder ähnlicher
Weise bei der Kreiskammeinheit 1 bzw. dem Kreiskamm 2 gemäß Fig. 1 realisiert.
[0077] Gleiches gilt auch für das in Fig. 3 gezeigte weitere Ausführungsbeispiel einer Kreiskammeinheit
40 einer Kämmmaschine mit einem tangential verspannt an der Welle 5 befestigbaren
Kreiskamm 41, welcher ebenfalls einen segmentierten Kreiskamm-Grundkörper 42 umfasst.
Letzterer hat sechs jeweils mit einem Kämmriegel 9 bestückte Grundkörper-Segmente
43, 44 und 45, von denen die vier zentralen Grundkörper-Segmente 43 baugleich sind
und die beiden tangentialen Grundkörper-Endsegmente 44 und 45 jeweils mit einem einstückig
angeformten Zugbefestigungsansatz 46 bzw. 47 versehen sind. Bei dem sechs Kämmriegel
9 umfassenden Kreiskamm 41 überdeckt das Kämm-Umfangswinkelsegment KS einen Winkelbereich
von etwa 137°.
[0078] Benachbarte der Grundkörper-Segmente 43 bis 45 sind wiederum tangential direkt und
formschlüssig miteinander verbunden. Diese ebenfalls lösbare Formschlussverbindung
ist bei dem segmentierten Kreiskamm-Grundkörper 42 durch an den tangentialen Enden
der Grundkörper-Segmente 43 bis 45 angeformte hakenartige und insbesondere hinterschnittene
Verbindungsansätze 48 und 49 realisiert, wobei die Verbindungsansätze 48 und 49 benachbarter
der Grundkörper-Segmente 43 bis 45 ineinander greifen. Auch bei diesen Formschlussverbindungen
ist das im Zusammenhang mit dem segmentierten Kreiskamm-Grundkörper 6 beschriebene
Radialspiel zwischen benachbarten der Grundkörper-Segmente 43 bis 45 vorhanden.
[0079] Der Kreiskamm 41 hat außerdem eine alternative Befestigung der sechs Kämmriegel 9
auf den Grundkörper-Segmenten 43 bis 45. In der Vertiefung 30 zwischen den beiden
Außenkontaktstreifen 28 und 29 der auch bei diesem Ausführungsbeispiel zur Anlage
an den benachbarten Komponenten vorhandenen Streifenpaare 36, 37 sind zwei vorspringende
Befestigungsnasen 50, 51 mit tangential entgegengesetzt orientierten schrägen Nasenhalteflächen
52, 53, die an korrespondierenden schrägen Riegelhalteflächen 54, 55 des betreffenden
Kämmriegels 9 anliegen und den Kämmriegel 9 so sicher am jeweiligen Grundkörper-Segment
43, 44 oder 45 fixieren. Die beiden Befestigungsnasen 50, 51 bilden mit ihren entgegengesetzt
orientierten schrägen Nasenhalteflächen 52, 53 eine schwalbenschwanzartige Befestigungsgeometrie.
[0080] Die Grundkörper-Segmente 43 bis 45 haben an ihrer Innenumfangsseite 8 zusätzlich
zu den Innenkontaktstreifen 33, 34 der Streifenpaare 36, 37 insbesondere gerade im
Bereich der an der Außenumfangsseite 7 vorstehenden Befestigungsnasen 50, 51 jeweils
einen weiteren Innenkontaktstreifen 56. Diese weiteren Innenkontaktstreifen 56 sind
optional. Sie bewirken eine zusätzliche Stützfunktion.
[0081] In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Kreiskammeinheit 57 einer Kämmmaschine
mit einem tangential verspannt an der Welle 5 befestigten Kreiskamm 58, welcher ebenfalls
einen segmentierten Kreiskamm-Grundkörper 59 umfasst, gezeigt. Letzterer hat fünf
jeweils mit einem Kämmriegel 9 bestückte zentrale baugleiche Grundkörper-Segmente
60 und an seinen beiden tangentialen Enden zwei Grundkörper-Endsegmente 61 und 62,
die nicht mit Kämmriegeln versehen sind, aber jeweils einen einstückig angeformten
Zugbefestigungsansatz 63 bzw. 64 haben. Benachbarte der Grundkörper-Segmente 60 bis
62 sind wiederum tangential direkt und formschlüssig miteinander verbunden, wobei
eine ähnliche schwalbenschwanzförmige Verbindungsgeometrie vorgesehen ist wie bei
dem segmentierten Kreiskamm-Grundkörper 6 gemäß Fig. 1.
[0082] Mittels der Kreiskämme 2, 21, 41 und 58 lassen sich die Zahnspitzen 11 insbesondere
aufgrund der jeweils vorgesehenen segmentierten Kreiskamm-Grundkörper 6, 22, 42 und
59 sehr einheitlich, d.h. mit im Wesentlichen gleichem Kämmradius KR, und sehr präzise
positionieren.
[0083] Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf Fig. 1, 4 sowie 5 bis 7 verschiedene Möglichkeiten
zur tangential gespannten Fixierung der Kreiskämme 2, 21, 41 und 58 an der Welle 5
erläutert.
[0084] Zur Befestigung der Kreiskamm-Grundkörper 6, 22, 42 und 59 und damit auch der Kreiskämme
2, 21, 41 und 58 insgesamt an der Welle 5 sowie zur Beaufschlagung der Kreiskamm-Grundkörper
6, 22, 42 und 59 mit einer tangentialen Zugkraft F
1 sind die Kreiskamm-Grundkörper 6, 22, 42 und 59 mit Zugbefestigungsmitteln ausgestattet.
Letztere sind als an der Außenumfangseite 7 nach außen vorstehende Zugbefestigungsvorsprünge
65 und 66 ausgebildet. Die Zugbefestigungsvorsprünge 65 und 66 sind jeweils an den
Zugbefestigungsansätzen 16a und 17a (Fig. 1), 46 und 47 (Fig. 3) sowie 63 und 64 (Fig.
4) der Grundkörper-Endsegmente 16 und 17 (Fig. 1), 44 und 45 (Fig. 3) sowie 61 und
62 (Fig. 4) angeordnet und insbesondere einstückig angeformte Bestandteile derselben.
[0085] Weiterhin ist zur Wellenbefestigung und Zugkraftbeaufschlagung der Befestigungsmechanismus
3 vorgesehen. Er umfasst mehrere Komponenten, von denen nicht alle in den Figuren
wiedergegeben sind. Insbesondere hat der Befestigungsmechanismus 3 mehrere axial hintereinander
angeordnete als Halteplatten ausgeführte Haltekörper 67, deren Schmalseite die Form
eines Zylindersegments aufweist. Diese Schmalseiten aller Haltekörper 67 bilden gemeinsam
die mehrteilige Montagefläche 27, auf der die Kreiskamm-Grundkörper 6, 22, 42 und
59 in der vorstehend beschriebenen Weise insbesondere mit ihren Innenkontaktstreifen
33, 34 aufliegen. Die plattenförmigen Haltekörper 67 sind bei den gezeigten Ausführungsbeispielen
als Aluminium-Spritzguss- oder Aluminium-Druckgussbauteile ausgeführt, wodurch ein
geringes Gewicht resultiert. Die die Montagefläche 27 bildenden zylindersegmentförmigen
Schmalseiten der Haltekörper 67 sind präzise und maßhaltig gefertigt.
[0086] Außerdem enthält der Befestigungsmechanismus 3 zwei Halteklammern 68 und 69. Beide
Halteklammern 68 und 69 laufen an ihrem oberen Ende hakenförmig aus, wodurch eine
Klammernase 70 bzw. 71 gebildet ist, die am betreffenden Zugbefestigungsvorsprung
65 bzw. 66 angreift. Optional kann die Klammernase 70 oder 71 auch in eine am Zugbefestigungsvorsprung
65 bzw. 66 ggf. vorhandene Hinterschneidung eingreifen. Ebenfalls optional kann am
Zugbefestigungsvorsprung 65 oder 66 eine schräge Eingriffsfläche sowie an der zugehörigen
Klammernase 70 bzw. 71 eine dazu korrespondierende ebenfalls schräge Eingriffsgegenfläche
vorhanden sein, die aneinander anliegen. Die Halteklammern 68 und 69 können mittels
Klammerschrauben 72 und 73 in ihrer Position verlagert werden. Die genaue Positionierung,
Lagerung und Anzahl der Klammerschrauben 72 und 73, die ebenfalls Bestandteile des
Befestigungsmechanismus 3 sind, kann je nach Anwendungsfall und Typ der Kämmmaschine
variieren.
[0087] Als weiterer Bestandteil des Befestigungsmechanismus 3 ist insbesondere ein an der
Welle 5 angebrachtes Gegengewicht 74 vorhanden. Die Anbringung an der Welle 5 erfolgt
mittels einer nicht näher gezeigten Klemm- und/oder Schraubverbindung. Bei einem anderen
nicht gezeigten Ausführungsbeispiel kann das Gegengewicht auch kein Bestandteil des
Befestigungsmechanismus 3 sein, sondern unabhängig davon vorgesehen sein.
[0088] Wie bereits erwähnt können die Positionen der Halteklammern 68 und 69 und insbesondere
die der Klammernasen 70 und 71 verändert werden, und zwar insbesondere so, dass die
gewünschte tangentiale Zugkraft F
1 auf den betreffenden der Kreiskamm-Grundkörper 6, 22, 42 und 59 ausgeübt wird. Mittels
der Klammerschrauben 72 und 73 können die Kräfte, mittels derer die Klammernasen 70
und 71 am Zugbefestigungsvorsprung 65 bzw. 66 angreift oder zieht, vorzugsweise stufenlos
verändert und entsprechend den gewünschten Vorgaben eingestellt werden. Dadurch wird
der betreffende der Kreiskamm-Grundkörper 6, 22, 42 und 59 inklusive seiner Grundkörper-Segmente
15-17, 23, 43-45 bzw. 60-62 mit einer einstellbaren tangentialen Zugspannung beaufschlagt.
Einer so auf den betreffenden der Kreiskamm-Grundkörper 6, 22, 42 und 59 wirkenden
tangentialen Zugkraft F
1 steht eine entgegengesetzt orientierte betragsmäßig gleich große und durch die (nicht
dargestellte) Lagerung der Halteklammern 68 und 69 aufgebrachte Gegenhaltekraft F
2 gegenüber. Mittels der Halteklammern 68 und 69 und der durch sie aufgebrachten tangentialen
Zugkraft F
1 wird der betreffende der Kreiskamm-Grundkörper 6, 22, 42 und 59 zum einen sicher
an der Welle 5 fixiert. Zum anderen bewirkt die aufgebrachte tangentiale Zugkraft
F
1 in Verbindung mit der Segmentierung der Kreiskamm-Grundkörper 6, 22, 42 und 59, dass
sich jedes der Grundkörper-Segmente 15-17, 23, 43-45 bzw. 60-62 gemäß den insbesondere
ausschließlich am Ort des betreffenden Grundkörper-Segments 15-17, 23, 43-45 bzw.
60-62 herrschenden Gegebenheiten individuell an die Montagefläche 27 anschmiegt. Kleine
Abweichungen zwischen benachbarten der Grundkörper-Segmente 15-17, 23, 43-45 bzw.
60-62 werden dabei durch das vorhandene Radialspiel der tangentialen Formschlussverbindung
zwischen benachbarten der Grundkörper-Segmente 15-17, 23, 43-45 bzw. 60-62 ausgeglichen.
[0089] Weiterhin führt die an jeder Umfangsposition und aufgrund der tangentialen Verbindung
innerhalb jedes der Grundkörper-Segmente 15-17, 23, 43-45 bzw. 60-62 gleichermaßen
wirkende tangentiale Zugkraft F
1 zu einer (geringfügigen) Dehnung des betreffenden der Kreiskamm-Grundkörper 6, 22,
42 und 59 in tangentialer Richtung ϕ, was ein enges Anschmiegen der Grundkörper-Segmente
15-17, 23, 43-45 bzw. 60-62 an die Montagefläche 27 vorzugsweise zusätzlich begünstigt,
insbesondere indem etwaige im Laufe des Herstellungsprozesses unbeabsichtigt entstandene
geringfügige Verspannungen oder Verwindungen oder Durchmessertoleranzen der Grundkörper-Segmente
15-17, 23, 43-45 bzw. 60-62 ausgeglichen werden. Dieser Ausgleich erfolgt besonders
effizient, wenn die Grundkörper-Segmente 15-17, 23, 43-45 bzw. 60-62 vorzugsweise
nicht vollflächig, sondern wie bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1 bis 4 nur
singulär mittels der an ihrer Innenumfangsseite 8 angeordneten Innenkontaktstreifen
33, 34 an der Montagefläche 27 anliegt.
[0090] Günstig ist es außerdem, dass gerade im Bereich der an der Montagefläche 27 anliegenden
Innenkontaktstreifen 33, 34, also im Bereich der Streifenpaare 36, 37, die in radialer
Richtung r innerhalb jedes der Grundkörper-Segmente 15-17, 23, 43-45 bzw. 60 durchgehenden
Materialverbindungen oder -brücken zu den an der Außenumfangsseite 7 vorgesehenen
Kontaktflächen zu dem betreffenden Kämmriegel 9 vorhanden sind. Dadurch ist die (radiale)
Position jedes Kämmriegels 9 und damit sämtlicher Zahnspitzen 11 auch und insbesondere
bei einer großen beaufschlagten Zugspannung exakt definiert.
[0091] Diese beschriebenen vorteilhaften Maßnahmen (also insbesondere Segmentierung der
Kreiskamm-Grundkörper 6, 22, 42 und 59, sowie vorzugsweise Beaufschlagung mit tangentialer
Zugkraft, singuläre Anlageflächen der Kreiskamm-Grundkörper 6, 22, 42 und 59 an der
Montagefläche 27 und innerhalb jedes der Grundkörper-Segmente 15-17, 23, 43-45 bzw.
60 zwei radial durchgehende Materialbrücken zwischen den Kontaktflächen an der Außenumfangsseite
7 und an der Innenumfangsseite 8) tragen maßgeblich zumindest mit dazu bei, dass die
Zahnspitzen 11 verglichen mit den theoretischen Vorgaben der Konstruktionsunterlagen
nach der praktischen Umsetzung, also nach erfolgter Montage an der Welle 5, eine sehr
hohe Positionstreue haben.
[0092] Die tangentiale Zugspannung bzw. Zugkraft F
1 führt im Zusammenhang mit dem engen Anschmiegen des betreffenden der Kreiskamm-Grundkörper
6, 22, 42 und 59 an die Montagefläche 27 vorteilhafterweise auch zu einer auf den
betreffenden der Kreiskamm-Grundkörper 6, 22, 42 und 59 wirkenden radial nach innen
gerichteten Anpresskraft, so dass insbesondere auch die Befestigungsnasen 31 bzw.
50, 51 nach innen gezogen und dabei gegen den korrespondierenden Riegelhaltevorsprung
32 bzw. gegen die korrespondierende Riegelhalteflächen 54, 55 des betreffenden Kämmriegels
9 gedrückt werden. Die durch die Befestigungsnasen 31 bzw. 50, 51 auf den Riegelhaltevorsprung
32 bzw. auf die Riegelhalteflächen 54, 55 ausgeübte Kraft kann dabei vorzugsweise
so groß sein, dass gesonderte andere Befestigungsmittel, wie z.B. Befestigungsleisten
und/oder - schrauben, zur Befestigung der Kämmriegel 9 auf dem betreffenden der Kreiskamm-Grundkörper
6, 22, 42 und 59 entfallen können. Dadurch ergeben sich Montage- und Kostenvorteile.
Dieser Aspekt stellt für sich genommen auch eine eigene Erfindung dar.
[0093] In Fig. 5 bis 7 sind andere Ausführungsbeispiele zur Beaufschlagung eines Kreiskamm-Grundkörpers
mit einer entsprechenden tangentialen Zugspannung gezeigt.
[0094] In Fig. 5 ist ein Ausschnitt einer Kreiskammeinheit 75 gezeigt, die einen Kreiskamm
76 mit einem segmentierten Kreiskamm-Grundkörper 77 enthält. Dargestellt ist nur der
Bereich des einen tangentialen Endes des Kreiskamms 76, in dem Zugbefestigungsmittel
zur tangential gespannten Fixierung des segmentierten Kreiskamm-Grundkörpers 77 an
der Welle 5 vorhanden sind. Diese Zugbefestigungsmittel sind anders ausgestaltet als
die der Kreiskämme 2, 21, 41 und 58.
[0095] Am in Fig. 5 gezeigten tangentialen Grundkörperrand 78 des Kreiskamm-Grundkörpers
77 bzw. dessen Grundkörper-Endsegments 79 ist ein Zuglager 80 platziert. Es gibt mindestens
eine Grundkörper-Gewindebohrung 81, die sich ausgehend von der radialen Begrenzungsfläche
an diesem tangentialen Grundkörperrand 78 als Sackloch in das Material des Grundkörper-Endsegments
79 erstreckt. Diese mindestens eine Grundkörper-Gewindebohrung 81 stellt ein Zugbefestigungsmittel
des Kreiskamm-Grundkörpers 77 dar. Als korrespondierende Zugbefestigungsgegenmittel
umfasst der Befestigungsmechanismus 3a bei diesem Ausführungsbeispiel einen Zugschraubenverankerungsblock
82 sowie mindestens eine durch eine im Zugschraubenverankerungsblock 82 vorgesehene
Durchgangsbohrung 83 hindurch gesteckte Zugbefestigungsschraube 84. Der Zugschraubenverankerungsblock
82 erstreckt sich außerhalb des Kämmbereichs von der Montagefläche 27 des Haltekörpers
67 radial nach außen. Er ist in geeigneter Weise am Haltekörper 67 angebracht.
[0096] Der Kreiskamm-Grundkörper 77 lässt sich durch mehr oder weniger weites Einschrauben
der Zugbefestigungsschraube 84 in die Grundkörper-Gewindebohrung 81 mit der gewünschten
tangentialen Zugspannung bzw. Zugkraft F
1 beaufschlagen.
[0097] In Fig. 6 ist ein Ausschnitt einer weiteren Kreiskammeinheit 85 gezeigt, die einen
Kreiskamm 86 mit einem segmentierten Kreiskamm-Grundkörper 87 enthält. Dargestellt
ist wieder nur der Zugbefestigungsmittel zur tangential gespannten Fixierung des Kreiskamm-Grundkörpers
87 an der Welle 5 umfassende Bereich um das eine tangentiale Ende des Kreiskamms 86.
[0098] Der zur Befestigung des Kreiskamm-Grundkörpers 87 auf der Welle 5 vorgesehene Befestigungsmechanismus
3b hat hier einen Haltekörper 67 mit einer ausreichenden axialen Dicke, um mehrere
axial hintereinander platzierte Gewindebohrungen 88 jeweils zum Einschrauben von Zugbefestigungsschrauben
89, welche jeweils einen Kegelkopf 90 haben, aufzunehmen.
[0099] Im Grundkörper-Endsegment 91 des Kreiskamm-Grundkörpers 87 sind im Bereich des tangentialen
Grundkörperrands 78 Durchgangsbohrungen 92 vorhanden, die sich zur Außenumfangsseite
7 hin kegelförmig aufweiten und zumindest in diesem äußeren Bereich die Form eines
Kegelsitzes haben. Der Kreiskamm-Grundkörper 87 ist im endmontierten Zustand jedenfalls
zum Teil mittels der durch die Durchgangsbohrungen 92 hindurch gesteckten und in die
Gewindebohrungen 88 eingeschraubten Zugbefestigungsschrauben 89 an der Montagefläche
27 des Haltekörpers 67 befestigt.
[0100] Bei einer (in Fig. 6 nicht gezeigten) anderweitigen (Teil-)Fixierung des Kreiskamm-Grundkörpers
87 am Haltekörper 67, beispielsweise am anderen tangentialen Ende des Kreiskamm-Grundkörpers
87, und bei zugleich nicht eingeschraubten Zugbefestigungsschrauben 89 fluchten die
Achsen der Gewindebohrungen 88 nicht mit den Achsen der jeweils zugehörigen Durchgangsbohrungen
92. Vielmehr ergibt sich ein kleiner tangentialer Versatz. Die Achse jeder der Gewindebohrungen
88 liegt tangential betrachtet etwas weiter weg vom Kämmbereich als die Achse der
zu dieser Gewindebohrung 88 korrespondierenden Durchgangsbohrung 92. Im vollständig
montierten Zustand mit eingeschraubten Zugbefestigungsschrauben 89 besteht dieser
tangentiale Versatz nicht mehr. Aufgrund einer zugkraftbedingten geringfügigen tangentialen
Streckung des Kreiskamm-Grundkörpers 87 fluchten dann die Achsen der Gewindebohrungen
88 im Wesentlichen mit denen der jeweils zugehörigen Durchgangsbohrungen 92.
[0101] Die Kegelköpfe 90 der Zugbefestigungsschrauben 89 sitzen im endmontierten Zustand
in dem kegelförmigen Teil der Durchgangsbohrungen 92. Je weiter die Zugbefestigungsschrauben
89 in die Gewindebohrungen 88 eingeschraubt werden, desto tiefer befinden sich auch
die Kegelköpfe 90 der Zugbefestigungsschrauben 89 innerhalb der Kegelsitze der Durchgangsbohrungen
92 und desto größer ist die tangentiale Zugspannung bzw. Zugkraft F
1, die dadurch auf den Kreiskamm-Grundkörper 87 ausgeübt wird und dessen vorstehend
erwähnte tangentiale Streckung bewirkt.
[0102] Die Innenumfangsfläche des kegelförmigen Bereichs der Durchgangsbohrungen 92 bilden
also insofern jeweils schräg in Bezug auf die radiale Richtung r und auch in Bezug
auf die tangentiale Richtung ϕ verlaufende Befestigungsanlageflächen. Dementsprechend
sind die Außenumfangsflächen der Kegelköpfe 90 der Zugbefestigungsschrauben 89 Befestigungsgegenanlageflächen
mit ebenfalls schrägem Verlauf in Bezug auf die radiale Richtung r und auf die tangentiale
Richtung ϕ. Diese Flächen stellen somit Zugbefestigungsmittel und Zugbefestigungsgegenmittel
zur Beaufschlagung des Kreiskamm-Grundkörpers 87 mit der tangentialen Zugkraft F
1 dar.
[0103] In Fig. 7 ist ein Ausschnitt einer weiteren Kreiskammeinheit 93 gezeigt, die einen
Kreiskamm 94 mit einem segmentierten Kreiskamm-Grundkörper 95 enthält. Dargestellt
ist wieder nur der Zugbefestigungsmittel zur tangential gespannten Fixierung des Kreiskamm-Grundkörpers
95 an der Welle 5 umfassende Bereich um das eine tangentiale Ende des Kreiskamms 94.
[0104] Am tangentialen Grundkörperrand 78 des Kreiskamm-Grundkörpers 95 ist zu dessen zugkraftbeaufschlagter
Befestigung ein Exzenter-Mechanismus vorhanden. Der Exzenter-Mechanismus ist ein Bestandteil
des Befestigungsmechanismus 3c. Am Grundkörperrand 78 des Kreiskamm-Grundkörpers 95
bzw. dessen Grundkörper-Endsegments 96 sind mehrere axial hintereinander angeordnete
Aufnahmeösen 97 einstückig angeformt. Entsprechend weist ein im montierten Zustand
dem Grundkörperrand 78 zugewandter Exzenter-Endabschnitt 98 einer Halteklammer 99
mehrere ebenfalls einstückig an der Halteklammer 99 angeformte und axial hintereinander
angeformte Aufnahmegegenösen 100 auf. Im montierten Zustand sind die Aufnahmeösen
97 und die Aufnahmegegenösen 100 ineinander verzahnt angeordnet. In axialer Richtung
wechselt sich jeweils eine der Aufnahmeösen 97 des Grundkörper-Endsegments 96 mit
einer der Aufnahmegegenösen 100 des Exzenter-Endabschnitts 98 ab.
[0105] Die Aufnahmeösen 97 haben jeweils eine Ösen-Durchgangsöffnung 101, die Aufnahmegegenösen
100 jeweils eine Gegenösen-Durchgangsöffnung 102. Im montierten Zustand überlappen
sich die Ösen-Durchgangsöffnungen 101 und die Gegenösen-Durchgangsöffnungen 102 zumindest
teilweise. Zur Montage wird durch die Ösen-Durchgangsöffnungen 101 und die Gegenösen-Durchgangsöffnungen
102 ein Exzenter-Spannstab 103 in seiner nicht-spannenden Querstellung hindurch gesteckt.
Durch eine entsprechende Drehbewegung um seine Längsachse wird der Exzenter-Spannstab
103 seine spannende Längsstellung gebracht, wodurch der Kreiskamm-Grundkörper 95 und
die Halteklammer 99 aufeinander zubewegt bzw. aufeinander zugezogen werden, und der
Überlappungsgrad der Ösen-Durchgangsöffnungen 101 und der Gegenösen-Durchgangsöffnungen
102 vergrößert wird. Dabei wird der Kreiskamm-Grundkörper 95 mit der (bei diesem Ausführungsbeispiel
auch durchaus sehr hohen) tangentialen Zugkraft F
1 beaufschlagt. Der Kreiskamm-Grundkörper 95 hat mit den Aufnahmeösen 97 also ebenfalls
Zugbefestigungsmittel, die dazu ausgelegt sind, den Kreiskamm-Grundkörper 95 im auf
der Welle 5 montierten Zustand mit einer tangentialen Zugkraft F
1 zu beaufschlagen. Zum gleichen Zweck sind mit diesen Zugbefestigungsmitteln zusammenwirkende
korrespondierende Zugbefestigungsgegenmittel vorhanden. Bei letzteren handelt es sich
insbesondere um den Exzenter-Endabschnitt 98 mit den Aufnahmegegenösen 100 sowie um
den um seine Längsachse drehbaren und lösbar eingesetzten Exzenter-Spannstab 103.
[0106] Zur Demontage des Kreiskamms 94 wird zunächst der Exzenter-Spannstab 103 in seine
nicht-spannende Querstellung zurückgedreht, wodurch die Zugkraftbelastung im Kreiskamm-Grundkörper
95 verschwindet. Der Exzenter-Spannstab 103 lässt sich dann ohne weiteres aus den
Ösen-Durchgangsöffnungen 101 und den Gegenösen-Durchgangsöffnungen 102 herausziehen.
Nach dem Lösen und/oder Entfernen etwaiger anderer Befestigungsmittel können die Halteklammer
99 und anschließend auch der Kreiskamm 94 entfernt werden.
[0107] Grundsätzlich sind auch andere Ausführungsformen zur tangential gespannten Befestigung
eines Kreiskamms bzw. seines Kreiskamm-Grundkörpers an der Welle 5 denkbar. Insbesondere
sind auch Kombinationen der vorstehend erläuterten Befestigungsvarianten möglich.
[0108] In Fig. 8 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Kreiskammeinheit 104 einer Kämmmaschine
mit einem tangential verspannt an der Welle 5 befestigten Kreiskamm 105 gezeigt. Die
Kreiskammeinheit 104 ist ähnlich aufgebaut wie die Kreiskammeinheit 57 gemäß Fig.
4. Der wesentliche Unterschied besteht in einer Unterlegscheibe 106, die lose zwischen
der Innenumfangsseite 8 des segmentierten Kreiskamm-Grundkörpers 59 und der Montagefläche
27 des Haltekörpers 67 zur Anpassung des Zangenabstands D eingelegt ist. Die insbesondere
als Metallblech mit einer wählbaren Blechstärke entsprechend der gewünschten Anpassung
des Zangenabstands D ausgeführte Unterlegscheibe 106 ist Bestandteil des Kreiskamms
105. Bei dem gezeigten Beispiel hat die Unterlegscheibe 106 eine Blechstärke bzw.
eine Scheibendicke von etwa 1 mm. Das Metallblech ist flexibel und biegbar, so dass
es sich der zylindersegmentförmigen Kontur der (mehrteiligen) Montagefläche 27 anpasst.
Die Unterlegscheibe 106 erstreckt sich zumindest über den kompletten Kämmbereich und
damit über den von allen zentralen Grundkörper-Segmenten 60 des Kreiskamm-Grundkörpers
59 erfassten tangentialen und axialen Bereich. Bei dem in Fig. 8 gezeigten Ausführungsbeispiel
erstreckt sich die Unterlegscheibe 106 sogar auch noch über den von den Grundkörper-Endsegmenten
61, 62 erfassten tangentialen und axialen Bereich. Aufgrund der Segmentierung des
Kreiskamm-Grundkörpers 59 ist das Einfügen der Unterlegscheibe 106 ohne weiteres und
insbesondere ohne Einbußen bei der Anlagegenauigkeit der Grundkörper-Segmente 60-62
an ihrer Unterlage - hier der auf der Montagefläche 27 aufliegenden Unterlegscheibe
106. Die mit dem Einfügen der Unterlegscheibe 106 einhergehende Vergrößerung des Außendurchmessers
der Anlagefläche für die Grundkörper-Segmente 60-62 wird aufgrund der tangentialen
und insbesondere ein Radialspiel aufweisen Verbindung zwischen benachbarten der Grundkörper-Segmente
60-62 ausgeglichen. Die Grundkörper-Segmente 60-62 schmiegen sich im montierten Zustand
eng an die Unterlegscheibe 106 an.
[0109] Gleiches gilt auch für das weitere in Fig. 9 gezeigte Ausführungsbeispiel einer Kreiskammeinheit
107 einer Kämmmaschine mit einem tangential verspannt an der Welle 5 befestigten Kreiskamm
108. Hier sind zur Anpassung des Zangenabstands D zwischen der Innenumfangsseite 8
des segmentierten Kreiskamm-Grundkörpers 59 und der Montagefläche 27 des Haltekörpers
67 mehrere tangential hintereinander angeordnete Unterlegscheiben 109, 110 und 111
mit unterschiedlichen Blechstärken lose eingelegt. Die Unterlegscheibe 109 hat eine
Blechstärke von beispielsweise etwa 1 mm, die Unterlegscheibe 110 von beispielsweise
etwa 0,6 mm und die die Unterlegscheibe 111 von beispielsweise etwa 0,3 mm. Durch
die Wahl unterschiedlicher Blechstärken kann der resultierende Zangenabstand D sehr
genau entsprechend den gewünschten Vorgaben angepasst werden.
[0110] Möglich ist die Einstellung eines im ganzen Kämmbereich einheitlichen Zangenabstands
D, aber auch die Einstellung eines sich im Kämmbereich mit einem bestimmten Profil
insbesondere in tangentialer Richtung ändernden Zangenabstands D. Die eingelegten
Unterlegscheiben 109-111 können dabei die Grundkörper-Segmente 60-62 vollständig,
also insbesondere an beiden Innenkontaktstreifen 33, 34 (siehe z.B. das Grundkörper-Endsegment
62 und das sich daran anschließende erste zentrale Grundkörper-Segment 60 sowie das
in Drehrichtung DR der Welle 5 bzw. des Kreiskamms 108 gesehen vierte zentrale Grundkörper-Segment
60), oder nur zum Teil, also insbesondere nur an einem der beiden Innenkontaktstreifen
33, 34 (siehe z.B. das in Drehrichtung DR gesehen zweite, dritte und fünfte zentrale
Grundkörper-Segment 60), erfassen. Unter manchen der Grundkörper-Segmente 60-62 kann
sich auch gar keine der Unterlegscheiben 109-111 befinden (siehe z.B. das Grundkörper-Endsegment
61). Aufgrund der Segmentierung des Kreiskamm-Grundkörpers 59 können sich die einzelnen
Grundkörper-Segmente 60-62 beim Anschmiegen an ihren unteren Gegenpart weitest gehend
flexibel bzw. individuell an die jeweilige Unterlegscheiben-Konstellation anpassen.
Die Unterlegscheiben 109-111 sind hier wiederum als Bestandteile des Kreiskamms 108
zu verstehen.
[0111] Gemäß einem nicht gezeigten weiteren Ausführungsbeispiel können auch mehrere Unterlegscheiben
in radialer Richtung übereinander gestapelt sein.
[0112] Anstelle der lose eingelegten Unterlegscheiben 106 und 109-111 ist auch eine andere
Ausgestaltung mit an der Innenumfangsseite 8 befestigten Unterlegelementen möglich.
Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel ist in Fig. 10 gezeigt. Dargestellt ist ein
Grundkörper-Segment 112 eines segmentierten Kreiskamm-Grundkörpers 113 mit einem an
der Innenumfangsseite 8 angestecktem Unterlegelement 114. Von letzterem abgesehen
entspricht der Kreiskamm-Grundkörper 113 im Wesentlichen dem Kreiskamm-Grundkörper
22 gemäß Fig. 2. Als Befestigungsmittel zur Befestigung des Unterlegelements 114 an
dem Grundkörper-Segment 112 hat das Grundkörper-Segment 112 schräge Anlageflächen
115 und 116, von denen letztere durch eine Innenwand eines an der Innenumfangsseite
8 des Grundkörper-Segments 112 eingebrachten Befestigungsschlitzes 117 gebildet ist.
Das Unterlegelement 114 hat nach oben vorstehende Klammeransätze 118, 119, die im
montierten Zustand an den Anlageflächen 115 und 116 anliegen, so dass das Unterlegelement
112 insbesondere clipsartig an dem Grundkörper-Segment 112 befestigt ist. Die Befestigung
ist dabei insbesondere lösbar ausgestaltet. Grundsätzlich sind auch andere Ausgestaltungen
zur lösbaren Fixierung eines Unterlegelements an der Innenumfangsseite 8 eines Grundkörper-Segments
möglich.
1. Kreiskamm für eine Kämmmaschine zum Kämmen von textilen Fasern und zur Befestigung
an einer um eine Drehachse (4) drehbaren Welle (5) der Kämmmaschine umfassend
a) einen Kreiskamm-Grundkörper (6; 22; 42; 59; 77; 87; 95; 113) mit einer Außenumfangsseite
(7) und einer Innenumfangseite (8),
b) mehrere an der Außenumfangsseite (7) des Kreiskamm-Grundkörpers (6; 22; 42; 59;
77; 87; 95; 113) angeordnete Kämmriegel (9), die in ihrer Gesamtheit ein Kämm-Umfangswinkelsegment
(KS) bedecken und einen Kämmbereich des Kreiskamms (2; 21; 41; 58; 76; 86; 94; 105;
108) festlegen, wobei
c) der Kreiskamm-Grundkörper (6; 22; 42; 59; 77; 87; 95; 113) mehrteilig ist und mehrere
tangential direkt miteinander verbundene Grundkörper-Segmente (15-17; 23; 43-45; 60-62;
79; 91; 96; 112) umfasst, wobei jedem Kämmriegel (9) eines der Grundkörper-Segmente
(15-17; 23; 43-45; 60-62; 79; 91; 96; 112) zugeordnet ist, und jeder Kämmriegel (9)
auf dem ihm zugeordneten Grundkörper-Segment (15-17; 23; 43-45; 60-62; 79; 91; 96;
112) montiert ist, und wobei
d) der Kreiskamm-Grundkörper (6; 42; 59; 77; 87; 95) mit Zugbefestigungsmitteln (16a,
17a, 65, 66; 46, 47, 65, 66; 63-66; 81; 92; 97) zu seiner Befestigung auf der Welle
(5) ausgestattet ist und diese Zugbefestigungsmittel (16a, 17a, 65, 66; 46, 47, 65,
66; 63-66; 81; 92; 97) dazu ausgelegt sind, den Kreiskamm-Grundkörper (6; 42; 59;
77; 87; 95) im auf der Welle (5) befestigten Zustand mit einer tangentialen Zugkraft
(F1) zu beaufschlagen.
2. Kreiskamm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundkörper-Segmente (15-17; 23; 43-45; 60-62; 79; 91; 96; 112) lösbar miteinander
verbunden sind.
3. Kreiskamm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundkörper-Segmente (15-17; 23; 43-45; 60-62; 79; 91; 96; 112) in tangentialer
Richtung formschlüssig miteinander verbunden sind.
4. Kreiskamm nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einige der Grundkörper-Segmente (15; 23; 60; 112) zur tangentialen Verbindung
an einem ersten tangentialen Ende mit einem Verbindungsfortsatz (18; 24) und an einem
zweiten tangentialen Ende mit einer Verbindungsöffnung (19; 25) ausgestattet sind,
wobei der Verbindungsfortsatz (18; 24) und die Verbindungsöffnung (19; 25) zueinander
korrespondieren und der Verbindungsfortsatz (18; 24) eine Hinterschneidung (20; 26)
zur tangentialen Kraftübertragung aufweist.
5. Kreiskamm nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die tangentiale Verbindung zwischen zwei benachbarten Grundkörper-Segmenten (15-17;
23; 43-45; 60-62; 79; 91; 96; 112) im unmontierten Zustand eine Relativbewegung der
benachbarten Grundkörper-Segmente (15-17; 23; 43-45; 60-62; 79; 91; 96; 112) gegeneinander
in radialer Richtung um bis zu 0,3 mm, insbesondere um bis zu 0,1 mm zulässt.
6. Kreiskamm nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Grundkörper-Segmente (60), auf denen ein Kämmriegel (9) montiert ist, baugleich
ausgestaltet sind.
7. Kreiskamm nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreiskamm-Grundkörper (59) an seinen beiden tangentialen Enden jeweils ein kämmriegelfreies
Grundkörper-Endsegment (61, 62) hat, das mit den Zugbefestigungsmitteln (63-66) zu
Befestigung des Kreiskamm-Grundkörpers (59) auf der Welle (5) ausgestattet ist.
8. Kreiskamm nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreiskamm-Grundkörper (6; 42; 77; 87; 95) an seinen beiden tangentialen Enden
jeweils ein Grundkörper-Endsegment (16, 17; 44, 45; 79; 91; 96) hat, auf dem ein Kämmriegel
(9) montiert ist und das mit den Zugbefestigungsmitteln (16a, 17a, 65, 66; 46, 47,
65, 66; 81; 92; 97) zu Befestigung des Kreiskamm-Grundkörpers (6; 42; 77; 87; 95)
auf der Welle (5) ausgestattet ist.
9. Kreiskamm nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einige der Grundkörper-Segmente (60-62; 112) mit Abstandsmitteln (106;
109-111; 114) zur in radialer Richtung abstandsvariablen Befestigung an der Welle
(5) ausgestattet sind.
10. Kreiskamm nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandsmittel als mindestens eine an der Innenumfangsseite (8) fest montierte
oder lose anliegende Unterlegscheibe (106; 109-111) ausgeführt sind.
11. Kreiskamm nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenumfangsseite (8) mehrere tangential und/oder radial hintereinander angeordnete
Unterlegscheiben (109-111) anliegen.
12. Kreiskamm nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlegscheiben (109-111) zumindest teilweise eine unterschiedliche Scheibendicke
haben.
13. Kreiskamm nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einige der Grundkörper-Segmente (112) an der Innenumfangsseite (8) des
Kreiskamm-Grundkörpers (113) mit Befestigungsmitteln (115, 116, 117) zur Befestigung
eines Unterlegelements (114) ausgestattet sind.
14. Kreiskamm nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundkörper-Segmente (15-17; 23; 43-45; 60-62; 79; 91; 96; 112) aus Aluminium
mit einer Zugfestigkeit von insbesondere bis zu 310 N/mm2 gefertigt sind.
15. Kreiskamm nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugbefestigungsmittel zumindest teilweise als mindestens ein an der Außenumfangsseite
(7) nach außen oder an der Innenumfangsseite (8) des Kreiskamm-Grundkörpers (6; 42;
59) nach innen vorstehender Zugbefestigungsvorsprung (65, 66) ausgebildet sind, wobei
insbesondere zwei Zugbefestigungsvorsprünge (65, 66) vorhanden sind, von denen jeweils
einer vorzugsweise an einem der beiden tangentialen Enden des Kreiskamm-Grundkörpers
(6; 42; 59) angeordnet ist.
1. Circular comb for a combing machine for combing textile fibers , the circular comb
being intended to be mounted to a shaft (5) of the combing machine, the shaft being
rotatable about an axis of rotation (4), and comprising
a) a circular comb main body (6; 22; 42; 59; 77, 87, 95; 113) with an outer circumferential
side (7) and an inner circumferential side (8),
b) a plurality of combing bars (9) arranged on the outer circumferential side (7)
of the circular comb main body (6; 22; 42; 59; 77, 87, 95; 113) in such a way that
said combing bars (9), taken as a whole, cover a combing circumferential angular segment
(KS) and define a combing region of the circular comb (2; 21; 41; 58; 76; 86; 94;
105; 108), wherein
c) the circular comb main body (6; 22; 42; 59; 77, 87, 95; 113) has a multi-part design
and comprises a plurality of main body segments (15-17; 23; 43-45; 60-62; 79; 91;
96; 112) directly connected to each other tangentially, wherein each combing bar (9)
is associated to a respective one of the main body segments (15-17; 23; 43-45; 60-62;
79; 91; 96; 112), and each combing bar (9) is mounted to the main body segment (15-17;
23; 43-45; 60-62; 79; 91; 96; 112) associated thereto, and wherein
d) the circular comb main body (6; 42; 59; 77; 87; 95) is equipped with tensile fastening
means (16a, 17a, 65, 66; 46, 47, 65, 66; 63-66; 81; 92; 97) allowing it to be fastened
to the shaft (5), and these tensile fastening means (16a, 17a, 65, 66; 46, 47, 65,
66; 63-66; 81; 92; 97) are configured to apply a tangential tensile force (F1) to the circular comb main body (6; 42; 59; 77; 87; 95) when fastened to the shaft
(5).
2. Circular comb according to claim 1, characterized in that the main body segments (15-17; 23; 43-45; 60-62; 79; 91; 96; 112) are detachably
connected to each other.
3. Circular comb according to claim 1 or 2, characterized in that the main body segments (15-17; 23; 43-45; 60-62; 79; 91; 96; 112) are positively
connected to each other in a tangential direction.
4. Circular comb according to any one of the preceding claims, characterized in that in order to allow a tangential connection, at least some of the main body segments
(15; 23; 60; 112) are equipped with a connection protrusion (18; 24) at a first tangential
end and with a connection opening (19; 25) at a second tangential end, wherein the
connection protrusion (18; 24) and the connection opening (19; 25) correspond to one
another and the connection protrusion (18; 24) has an undercut (20; 26) for tangential
force transmission.
5. Circular comb according to any one of the preceding claims, characterized in that in the unmounted condition, the tangential connection between two adjacent main body
segments (15-17; 23; 43-45; 60-62; 79; 91; 96; 112) allows a relative movement of
the adjacent main body segments (15-17; 23; 43-45; 60-62; 79; 91; 96; 112) of up to
0.3 mm, in particular of up to 0.1 mm, relative to one another in a radial direction.
6. Circular comb according to any one of the preceding claims, characterized in that all main body segments (60) on which a combing bar (9) is mounted are of identical
design.
7. Circular comb according to any one of the preceding claims, characterized in that the circular comb main body (59) has a respective main body end segment (61, 62)
at each of its two tangential ends, which is not provided with a combing bar (9) but
is equipped with the tensile fastening means (63-66) to fasten the circular comb main
body (59) to the shaft (5).
8. Circular comb according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the circular comb main body (6; 42; 77; 87; 95) has a respective main body end segment
(16, 17; 44, 45; 79; 91; 96) at each of its tangential ends to which a combing bar
(9) is mounted, and which is equipped with the tensile fastening means (16a, 17a,
65, 66; 46, 47, 65, 66; 81; 92; 97) to fasten the circular comb main body (6; 42;
77; 87; 95) to the shaft (5).
9. Circular comb according to any one of the preceding claims, characterized in that at least some of the main body segments (60-62; 112) are equipped with spacers (106;
109-111; 114) allowing them to be fastened to the shaft (5) at variable distances
in the radial direction.
10. Circular comb according to claim 9, characterized in that the spacers are configured as at least one washer (106; 109-111) securely mounted
to or loosely abutting the inner circumferential side (8).
11. Circular comb according to claim 10, characterized in that a plurality of washers (109-111) arranged tangentially and/or radially behind one
another are provided to abut the inner circumferential side (8).
12. Circular comb according to claim 11, characterized in that at least some of the washers (109-111) have a different washer thickness.
13. Circular comb according to any one of the preceding claims, characterized in that at least some of the main body segments (112) are equipped with fastening means (115,
116, 117) on the inner circumferential side (8) of the circular comb main body (113)
allowing a washer element (114) to be fastened thereto.
14. Circular comb according to any one of the preceding claims, characterized in that the main body segments (15-17; 23; 43-45; 60-62; 79; 91; 96; 112) are made of aluminum
having a tensile strength of in particular up to 310 N/mm2.
15. Circular comb according to one of the preceding claims, characterized in that at least some of the tensile fastening means are configured as at least one tensile
fastening protrusion (65, 66) protruding outwardly from the outer circumferential
side (7) or inwardly from the inner circumferential side (8) of the circular comb
main body (6; 42; 59), wherein in particular two tensile fastening protrusions (65,
66) are provided a respective one of which is preferably arranged at one of the two
tangential ends of the circular comb main body (6; 42; 59).
1. Peigne circulaire pour une peigneuse destinée à peigner des fibres textiles et à être
fixé sur une tige (5) de la peigneuse pouvant tourner autour d'un axe de rotation
(4), comprenant
a) un corps de base de peigne circulaire (6 ; 22 ; 42 ; 59 ; 77 ; 87 ; 95 ; 113) présentant
une face périphérique extérieure (7) et une face périphérique intérieure (8),
b) plusieurs barres de peigne (9) disposées sur la face périphérique extérieure (7)
du corps de base (6 ; 22 ; 42 ; 59 ; 77 ; 87 ; 95 ; 113) du peigne circulaire, lesquelles
barres de peigne recouvrent, dans leur totalité, un segment angulaire périphérique
de peigne et définissent une leur zone d'engrènement du peigne circulaire (2 ; 21
; 41 ; 58 ; 76 ; 86 ; 94 ; 105 ; 108),
c) le corps de base circulaire du peigne (6 ; 22 ; 42 ; 59 ; 77 ; 87 ; 95 ; 113) étant
réalisé en plusieurs parties et comprenant une pluralité de segments de corps de base
(15-17 ; 23 ; 43-45 ; 60-62 ; 79 ; 91 ; 96 ; 112) reliés directement les uns aux autres
de manière tangentielle ; un des segments de corps de base (15-17 ; 23 ; 43-45 ; 60-62
; 79 ; 91 ; 96 ; 112) étant associé à chaque barre de peigne (9), et chaque barre
de peigne (9) étant monté sur le segment de corps de base (15-17 ; 23 ; 43-45 ; 60-62
; 79 ; 91 ; 96 ; 112) qui lui est associé, et
d) le corps de base de peigne circulaire (6 ; 42 ; 59 ; 77 ; 87 ; 95) étant équipé
de moyens de fixation par traction (16a, 17a, 65, 66 ; 46, 47, 65, 66 ; 63-66 ; 81
; 92 ; 97) pour le fixer à la tige (5), et lesdits moyens de fixation par traction
(16a, 17a, 65, 66 ; 46, 47, 65, 66 ; 63-66 ; 81 ; 92 ; 97) étant adaptés pour appliquer
une force de tension tangentielle (Fi) au corps de base du peigne circulaire (6 ;
42 ; 59 ; 77 ; 87 ; 95) lorsqu'il est fixé à la tige (5).
2. Peigne circulaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que les segments de corps de base (15-17 ; 23 ; 43-45 ; 60-62 ; 79 ; 91 ; 96 ; 112) sont
reliés entre eux de manière amovible.
3. Peigne circulaire selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les segments de corps de base (15-17 ; 23 ; 43-45 ; 60-62 ; 79 ; 91 ; 96 ; 112) sont
reliés entre eux par complémentarité de forme dans la direction tangentielle.
4. Peigne circulaire selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une partie des segments de corps de base (15 ; 23 ; 60 ; 112) permettant
la liaison tangentielle est pourvue d'un prolongement de liaison (18 ; 24) à une première
extrémité tangentielle et d'une ouverture de liaison (19 ; 25) à une deuxième extrémité
tangentielle, le prolongement de liaison (18 ; 24) et l'ouverture de liaison (19 ;
25) correspondant l'un à l'autre, et le prolongement de liaison (18 ; 24) présentant
une contre-dépouille (20 ; 26) pour la transmission tangentielle des forces.
5. Peigne circulaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la liaison tangentielle entre deux segments de corps de base voisins (15-17 ; 23
; 43-45 ; 60-62 ; 79 ; 91 ; 96 ; 112) à l'état non monté permet un mouvement relatif
des segments de corps de base voisins (15-17 ; 23 ; 43-45 ; 60-62 ; 79 ; 91 ; 96 ;
112), l'un par rapport à l'autre dans la direction radiale, allant jusqu'à 0,3 mm,
en particulier jusqu'à 0,1 mm.
6. Peigne circulaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que tous les segments de corps de base (60), sur lesquels est montée une barre de peigne
(9), sont de construction identique.
7. Peigne circulaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de base de peigne circulaire (59) présente, à chacune de ses deux extrémités
tangentielles, un segment d'extrémité de corps de base (61, 62) exempt de barre de
peigne, lequel est pourvu de moyens de fixation par traction (63-66) permettant la
fixation du corps de base de peigne circulaire (59) sur la tige (5).
8. Peigne circulaire selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le corps de base de peigne circulaire (6 ; 42 ; 77 ; 87 ; 95) présente, à chacune
de ses deux extrémités tangentielles, un segment d'extrémité de corps de base (16,
17 ; 44, 45 ; 79 ; 91 ; 96) sur lequel est montée une barre de peigne (9) et qui est
pourvu des moyens de fixation par traction (16a, 17a, 65, 66 ; 46, 47, 65, 66 ; 81
; 92 ; 97) pour la fixation du corps de base de peigne circulaire (6 ; 42 ; 77 ; 87
; 95) sur la tige (5).
9. Peigne circulaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une partie des segments de corps de base (60-62 ; 112) sont pourvus de moyens
d'espacement (106 ; 109-111 ; 114) pour la fixation à distance variable à la tige
(5), dans la direction radiale.
10. Peigne circulaire selon la revendication 9, caractérisé en ce que les moyens d'espacement sont réalisés sous la forme d'au moins une rondelle (106
; 109-111) montée de manière fixe ou s'appuyant de manière lâche sur la face périphérique
intérieure (8).
11. Peigne circulaire selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'une pluralité de rondelles (109-111) disposées tangentiellement et/ou radialement les
unes derrière les autres s'appuient sur la face périphérique intérieure (8).
12. Peigne circulaire selon la revendication 11, caractérisé en ce que les rondelles (109-111) ont au moins partiellement une épaisseur de rondelle différente.
13. Peigne circulaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une partie des segments (112) du corps de base sur la face périphérique intérieure
(8) du corps de base de peigne circulaire (113) sont pourvus de moyens de fixation
(115, 116, 117) permettant la fixation d'un élément de rondelle (114).
14. Peigne circulaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les segments de corps de base (15-17 ; 23 ; 43-45 ; 60-62 ; 79 ; 91 ; 96 ; 112) sont
réalisés en aluminium, avec une résistance à la traction allant en particulier jusqu'à
310 N/mm2.
15. Peigne circulaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de fixation par traction sont réalisés au moins partiellement sous la
forme d'au moins une saillie de fixation par traction (65, 66) faisant saillie vers
l'extérieur sur la face périphérique extérieure (7) ou vers l'intérieur sur la face
périphérique intérieure (8) du corps de base de peigne circulaire (6 ; 42 ; 59), dans
lequel il existe en particulier deux saillies de fixation par traction (65, 66), dont
chacune est de préférence disposée à l'une des deux extrémités tangentielles du corps
de base de peigne circulaire (6 ; 42 ; 59).