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(11) |
EP 3 307 933 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.02.2019 Patentblatt 2019/09 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.04.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2016/057563 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/198180 (15.12.2016 Gazette 2016/50) |
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| (54) |
FLECHTMASCHINE
BRAIDING MACHINE
MÉTIER À TRESSER
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
10.06.2015 DE 102015210578
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.04.2018 Patentblatt 2018/16 |
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Patentinhaber: Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft |
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80809 München (DE) |
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Erfinder: |
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- RITTERSHOFER, Fabian
71729 Erdmannshausen (DE)
- RAPP, Florian
81539 München (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 115 953 DE-A1-102010 047 193
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DE-A1-102008 052 668
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Flechtmaschine, insbesondere Rundflechtmaschine,
für das Umflechten eines fortlaufend kontinuierlich oder pendelnd zugeführten Flechtkerns,
mit mindestens zwei Flechtfadenspulen und mit einem zwischen den Flechtfadenspulen
und dem Auflaufpunkt der Flechtfäden auf dem Flechtkern angeordneten Flechtring, über
dessen innere Oberfläche die Flechtfäden geführt werden.
[0002] In Flechtmaschinen, insbesondere in Rundflechtmaschinen, werden häufig Flechtkerne
zugeführt, die einen gleichbleibenden oder sich in Längsrichtung des Flechtkerns erheblich
ändernden Querschnitt aufweisen, um dem herzustellenden Bauteil seine spätere Form
zu verleihen.
[0003] Die Flechtkerne können hierbei im späteren Bauteil verbleiben oder aber als verlorener
Kern wieder herausgelöst werden.
[0004] Als Flechtfäden können einzelne Fäden oder aber auch Flechtfasern, beispielsweise
Rovings aus Karbon oder Glasfasern verwendet werden.
[0005] Aus diesen Flechtfäden oder Flechtfasern lassen sich durch Flechten um einen Flechtkern
sogenannte Preforms herstellen, die der späteren Fertigung von vielfältigen Bauteilen
aus faserverstärkten Kunststoffen dienen. Hierbei ist es für eine hohe Qualität der
späteren Bauteile zwingend erforderlich, dass die Flechtfäden oder Flechtfasern möglichst
genau auf dem Flechtkern abgelegt werden.
[0006] Beim herkömmlichen Flechtvorgang nehmen Klöppel die Flechtfadenspulen auf, die auf
Führungsbahnen relativ zueinander so bewegt werden, dass ein Geflecht entsteht. Die
Klöppel weisen hierbei unterschiedliche Umlaufrichtungen um den Flechtkern auf.
[0007] Bei Rundflechtmaschinen sind die Führungsbahnen zwei gegenläufig sich bewegende konzentrische
Kreisbahnen, in deren Zentrum - axial versetzt - sich der zu beflechtende Flechtkern
bewegt. So wird erreicht, dass sich die Flechtfäden oder Flechtfasern der Klöppel
in positiver Drehrichtung mit denen der negativen Drehrichtung fortlaufend überkreuzen,
so dass sich beim Umflechten eines Flechtkerns ein Rundgeflecht bildet.
[0008] Werden bei den Flechtmaschinen Flechtkerne mit komplexer Kerngeometrie verwendet,
kann man mit den gewöhnlich runden Flechtringen mit konstantem Öffnungsquerschnitt
keine gleichmäßige Geflechtstruktur erzielen.
[0009] Auch bei Flechtkernquerschnitten mit stark unterschiedlichen Seitenlängen entstehen
bei Verwendung von starren Flechtringen mit rundem Öffnungsquerschnitt zum Teil erhebliche
Unterschiede im lokalen Flechtwinkel, der Schichtdicke und der Fadenkonzentration
an den einzelnen Seiten des Flechtkernes.
[0010] Ebenso entstehen bei gekrümmten Flechtkernen unterschiedliche Geflechtstrukturen
am Innen- und Außenradius der Krümmung bei Verwendung der bekannten starren Flechtringe
mit rundem Öffnungsquerschnitt.
[0011] Um hier Abhilfe zu schaffen, beschreibt die
DE 10 2010 047 193 A1 eine Rundflechtmaschine, die einen Flechtring aus vier abgewinkelten Segmenten aufweist,
die alle gleichzeitig um den gleichen Verfahrweg radial in Richtung auf den Flechtkern
oder von ihm weg verschoben werden können. Die einzelnen Segmente überlappen sich
an ihren freien Enden. Die Verstelleinrichtungen greifen in ihrem abgewinkelten Bereich
an.
[0012] Diese Anordnung hat den Nachteil, dass die einzelnen Segmente des Flechtringes nur
Querschnittsänderungen des Flechtkerns folgen können, wenn diese symmetrisch zur Längsachse
des Flechtringes verlaufen. Örtlichen Ausbauchungen bzw. Einbuchtungen des Flechtkerns
kann nicht gefolgt werden, so dass die Qualität des Geflechtes leidet. Ebenso können
keine Flechtkerne mit stark unterschiedlichen Seitenlängen mit ausreichender Qualität
umflochten werden.
[0013] Eine andere Lösung ist aus der
US 6,679,152 B1 bekannt. Hier wird bei einer Rundflechtmaschine mindestens ein einstellbarer Flechtring
nach Art einer Iris-Blende vorgesehen. Auch hier können nur alle Segmente gleichzeitig
um den gleichen Winkelbetrag verstellt werden. Deshalb ist es auch mit diesem Flechtring
nicht möglich, der sich einseitig ändernden Querschnittsform eines Flechtkernes zu
folgen.
[0014] Schließlich ist aus der
DE 101 15 953 A1 eine Flechtmaschine mit zwei unterschiedlich großen, starren Flechtringen mit jeweils
kreisförmigem Öffnungsquerschnitt bekannt, welche koaxial zueinander und zum Flechtkern
in Fadenzulaufrichtung hintereinanderliegend angeordnet sind und während des Flechtvorgangs
in Achsrichtung entgegengesetzt zueinander periodisch hin- und herbewegt werden, so
dass abwechselnd immer nur einer der Flechtringe die Fadenumlenkung übernimmt, während
der jeweils andere freigeschaltet ist, um so eine faserschonende Fadenführung insbesondere
an scherempfindlichen Fasern zu erreichen.
[0015] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Flechtmaschine unter Verwendung eines
starren Flechtringes so weiterzubilden, dass der Flechtring-Öffnungsquerschnitt sowohl
im Umfang als auch in der geometrischen Form an den jeweiligen Flechtkernquerschnitt
angepasst werden kann.
[0016] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichnete
Flechtmaschine gelöst. Die Unteransprüche beschreiben vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung.
[0017] Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass sich der Querschnitt eines Flechtkernes
auch dann durch mindestens zwei starre Flechtringe abbilden lässt, wenn diese beiden
Flechtringe so positioniert werden, dass sich ihre Öffnungsquerschnitte zumindest
teilweise derart überdecken, dass die so entstehende Überschneidungsöffnung dem im
Moment zu umflechtenden Flechtkernquerschnitt geometrisch am nächsten kommt. Damit
kann die Geflechtstruktur wesentlich konstanter gehalten bzw. lokal gezielt beeinflusst
werden. Somit kann sich die Überschneidungsöffnung der zumindest zwei Flechtringe
nahezu allen Querschnittsänderungen des Flechtkerns optimal angepasst werden und so
die Flechtfäden bzw. Flechtfasern optimal führen. Hierdurch ist es möglich, immer
den ablagerichtigen Auflaufpunkt der Flechtfäden auf dem jeweiligen Flechtkernumfang
zu gewährleisten. Vor allem kann aber auch der freie Abstand zwischen der Innenfläche
des Überschneidungsquerschnitts und dem Auflaufpunkt auf dem Flechtkern stets sehr
gering gehalten werden. Hierbei erfolgt die Anpassung der Überschneidungsöffnung der
Flechtringe während des Flechtvorganges.
[0018] Die Weiterbildungen der Erfindung nach den Patentansprüchen 2 bis 4 beschreiben besonders
geeignete Öffnungsquerschnitte für die einzelnen Flechtringe, mit denen sich die heute
verwendeten Flechtkernquerschnitte nahezu vollständig abbilden lassen.
[0019] Bei Verwendung von zwei oder mehr Flechtringen können diese auch ineinander verschachtelt
angeordnet werden, wie die Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 5 vorschlägt.
[0020] Je nach Flechtkernquerschnitt ist es sinnvoll, nach Anspruch 6 drei vom Öffnungsquerschnitt
her geometrisch gleiche Flechtringe zu verwenden. Hierbei ist jeder Flechtring separat
einstellbar, so dass der von allen drei Flechtringen gemeinsam eingestellte Öffnungsquerschnitt
nahezu jedem beliebigen Querschnitt des Flechtkernes angepasst werden kann.
[0021] Die Weiterbildungen der Erfindung nach den Ansprüchen 7 bis 9 beschreiben eine vorteilhafte
Möglichkeit, wie die Einstellung der einzelnen Flechtringe gerätetechnisch günstig
durchgeführt werden kann. Anstelle des Spindelantriebes können auch Zahnriemen zur
Anwendung gelangen. Damit können die einzelnen Flechtringe einfach angesteuert werden.
Auch ist dieser Aufbau sehr robust.
[0022] Bei bestimmten Flechtkerngeometrien kann es außerdem sinnvoll sein, neben einer horizontalen
und vertikalen Verstellbarkeit der Flechtringe (x- und y-Achse) auch noch eine Verdrehung
um die z-Achse vorzusehen, wenn die. Flechtringe einen von einem Kreisring abweichenden
Öffnungsquerschnitt aufweisen.
[0023] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen in stark schematisierter Darstellung:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Flechtkerns mit auflaufenden Flechtfäden;
- Fig. 2
- eine erste Ausführungsform der Erfindung mit zwei Flechtringen;
- Fig. 3
- eine zweite Ausführungsform der Erfindung mit zwei ineinander verschachtelten Flechtringen;
- Fign. 4a bis 4d
- eine Kombination von zwei eiförmigen Flechtringen;
- Fign. 5a bis 5d
- eine Kombination von drei eiförmigen Flechtringen;
- Fign. 6a bis 6d
- eine Kombination von drei ellipsenförmigen Flechtringen;
- Fign. 7a bis 7d
- eine Kombination von drei kreisringförmigen Flechtringen.
[0024] In Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Teils eines Flechtkernes 1 dargestellt.
[0025] Der Flechtkern 1 besitzt eine Längsachse 2 und sich ändernde Querschnittsflächen,
die nicht immer symmetrisch zu seiner Längsachse 2 angeordnet sind. So besitzt er
im Umfangsbereich 3 eine symmetrische umlaufende Querschnittsvergrößerung, während
er im Umfangsbereich 4 eine einseitige Ausbuchtung und im Umfangsbereich 5 eine einseitige
Vertiefung besitzt. Hieran schließt sich im Umfangsbereich 6 eine symmetrische Einschnürung
an, die sich dann zum Umfangsbereich 7 wieder symmetrisch vergrößert.
[0026] Im dargestellten Beispiel sind die Übergänge zwischen den einzelnen Bereichen stetig,
sie können aber auch sprungartig sein.
[0027] Die Transportrichtung des Flechtkerns ist mit 8 bezeichnet.
[0028] Auf den Flechtkern1 laufen in der Regel eine Vielzahl von Flechtfäden oder Flechtfasern
9 auf und möglicherweise auch zusätzlich Steh- oder 0°-Fäden (nicht gezeigt). In diesem
Beispiel sind zur Veranschaulichung nur zwei Flechtfäden oder Flechtfasern 9 dargestellt.
Diese werden von nicht näher dargestellten Flechtfadenspulen abgezogen. Sie werden
in diesem Beispiel durch den inneren Umfang eines ersten starren Flechtringes 10 umgelenkt.
Dieser Flechtring 10 hat einen konstanten unveränderlichen Durchmesser, der größer
ist als der größte Durchmesser des zu beflechtenden Flechtkerns 1.
[0029] Je nach Anordnung der Flechtfadenspulen kann auf diesen ersten Flechtring 10 auch
verzichtet werden.
[0030] Nahe bei dem Auflaufpunkt der Flechtfäden 9 auf dem Umfang des Flechtkerns 1 sind
in Fig. 1 zwei Flechtringe 11 und 12 angeordnet, deren Anordnung und Verstellmöglichkeiten
weiter unten beschrieben werden. Je nach der im Auflaufpunkt der Flechtfäden 9 vorhandenen
Flechtkernkontur werden die beiden Flechtringe 11, 12 zueinander und zur Flechtkernkontur
veränderlich so eingestellt, dass sich zumindest ein Teil ihrer inneren Umfangsfläche
sehr nahe an der momentan bewickelten Oberflächenkontur des Flechtkernes 1 befindet
und die Flechtfäden 9 nahezu parallel und mit geringem Abstand zur Oberfläche des
Flechtkerns 1 umgelenkt werden.
[0031] Fig. 2 zeigt eine erste Ausgestaltung der Erfindung in perspektivisch prinzipieller
Darstellung.
[0032] Die beiden Flechtringe 11, 12 besitzen jeweils einen eiförmigen Öffnungsquerschnitt
13.
[0033] Gehalten werden die beiden Flechtringe 11, 12 durch zwei seitlich angeordnete Laschen
15, 16, über die sie an einem Gestell 17 auf dessen Vorder- und Rückseite angeordnet
sind. In oder an dem Gestell 17 sind nicht dargestellte Antriebseinrichtungen vorgesehen,
wobei jeder Flechtring 11 und 12 seine eigene, unabhängig vom anderen Flechtring ansteuerbare
Antriebseinrichtung besitzt. Jede Antriebseinrichtung erlaubt dem zugeordneten Flechtring
11 oder 12 eine horizontale (Verschiebung um die x-Achse) und vertikale Verstellung
(Verschiebung um die y-Achse). Dadurch wird die von beiden Flechtringen 11, 12 gemeinsam
überdeckte Überschneidungsöffnung 18 variiert. Diese Überschneidungsöffnung 18 entspricht
möglichst geometrisch dem augenblicklichen Flechtkernquerschnitt, so dass die Flechtfäden
ablagerichtig am Umfang des Flechtkerns auflaufen.
[0034] Als Antriebseinrichtung werden Linearschlitten mit Spindel- oder Zahnriemenantrieb
bevorzugt. Auch kann es bei diesen Flechtringen 11, 12 mit nicht kreisförmigem Öffnungsquerschnitt
sinnvoll sein, die Flechtringe 11, 12 zusätzlich noch zu verdrehen (Verstellung um
die z-Achse).
[0035] Werden die Laschen 15, 16 noch zusätzlich gekröpft, können die beiden Flechtringe
11, 12 sehr nahe beieinander angeordnet sein, wie Fig. 2 veranschaulicht.
[0036] Die Verstellung der Flechtringe 11, 12 erfolgt während des Flechtvorganges so, dass
stets gewährleistet ist, dass der Auflaufpunkt der Flechtfäden 9 nahe am augenblicklichen
Umfang des Flechtkernes 1 liegt, auch wenn sich sein Querschnitt ändert.
[0037] Die Lösung nach Fig. 3 unterscheidet sich von der Anordnung nach Fig. 2 dadurch,
dass die Flechtringe 11', 12' auf ihrem Umfang jeweils einen Schlitz 19 aufweisen,
so dass sie ineinander gesteckt werden können, gleichsam ineinander verschachtelbar
sind. Somit wirken die beiden Flechtringe 11', 12' für die Flechtfäden praktisch wie
eine einzige Führung. Ansonsten gelten die zur Beschreibung der Fig. 2 gemachten Ausführungen
auch hier.
[0038] In den Fign. 4a bis 4d sind in Vorderansichten verschiedene Kombinationen von jeweils
zwei Flechtringen 11, 12 bzw. 11', 12' mit eiförmigem Öffnungsquerschnitt 13 dargestellt.
In der jeweiligen Überschneidungsöffnung 18 sind unterschiedliche Querschnittsformen
von Flechtkernen 1 eingezeichnet. Wie leicht erkennbar ist, lassen sich sowohl kleine
und große runde Querschnitte von Flechtkernen (Figur 4b, 4c) mit geeigneten Kombinationen
von eiförmigen Flechtringe bearbeiten als auch kleine und größere rechteckige Flechtkernquerschnitte
(Figur 4a, 4d). Hierbei sind Seitenverhältnisse (B/H) von bis zu 3:1 bearbeitbar.
[0039] In den Fign. 5a bis 5d werden in Vorderansicht unterschiedliche Kombinationen von
drei Flechtringen 11, 12, 20 mit jeweils eiförmigem Öffnungsquerschnitt dargestellt.
Befestigt und antreibbar können sie analog zu der Anordnung nach Fig. 2 sein. Auch
hier ist leicht zu erkennen, dass mit den drei Flechtringen ebenfalls eine Überschneidungsöffnung
18 mit sehr unterschiedlichem Öffnungsquerschnitt für unterschiedlichste Flechtkernkonturen
eingestellt werden kann. So können - wie die Fign. 5c zeigt - auch dreieckförmige
Flechtkernquerschnitte mit hoher Qualität umflochten werden.
[0040] Anstelle von Flechtringen mit einem eiförmigen Öffnungsquerschnitt können auch Kombinationen
von Flechtringen 21, 22, 23 mit ellipsenförmigem Öffnungsquerschnitt verwendet werden,
wie in den Vorderansichten in den Fign. 6a bis 6d dargestellt ist. Auch hier lassen
sich mit den unterschiedlichsten Einstellungen der drei Flechtringe 21, 22, 23 zueinander
sehr unterschiedliche Überschneidungsöffnungen 18 realisieren.
[0041] Fign. 7a bis 7d zeigen jeweils in der Vorderansicht Kombinationen von je drei Flechtringen
24, 25, 26 mit kreisringförmigen Öffnungsquerschnitten 13. Hierdurch können ebenfalls
sehr unterschiedliche Überschneidungsöffnungen 18 erzeugt werden, so dass auch diese
Flechtringanordnung mit hoher Ablagequalität an unterschiedliche Flechtkernquerschnitte
angepasst werden kann.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Flechtkern
- 2
- Längsachse von 1
- 3 bis 7
- Umfangsbereiche von 1
- 8
- Transportrichtung von 1
- 9
- Flechtfaden
- 10
- starrer Flechtring
- 11
- erster verstellbarer Flechtring
- 12
- zweiter verstellbarer Flechtring
- 11', 12'
- verschachtelte Flechtringe
- 13
- eiförmiger Öffnungsquerschnitt von 11
- 14
- eiförmiger Öffnungsquerschnitt von 12
- 15
- Lasche
- 16
- Lasche
- 17
- Gestell
- 18
- Überschneidungsöffnung
- 19
- Schlitz von 11, 12
- 20
- dritter verstellbarer Flechtring
- 21, 22, 23
- verstellbare Flechtringe mit ellipsenförmigem Öffnungsquerschnitt
- 24, 25, 26
- verstellbare Flechtringe mit kreisringförmigem Öffnungsquerschnitt
1. Flechtmaschine, insbesondere Rundflechtmaschine, für das Umflechten eines fortlaufend
zugeführten Flechtkerns, mit mindestens zwei Flechtfadenspulen und mit einem zwischen
den Flechtfadenspulen und dem Auflaufpunkt der Flechtfäden auf dem Flechtkern angeordneten
Flechtring, über dessen innere Oberfläche die Flechtfäden geführt werden, wobei mindestens
zwei Flechtringe (11, 12, 11', 12', 21, 22, 24, 25) mit jeweils konstantem Öffnungsquerschnitt
(13) in Reihe benachbart zueinander angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Flechtringen (11, 12, 11', 12', 21, 22, 23, 24, 25) begrenzten Öffnungsquerschnitte
(13) eine Überschneidungsöffnung (18) bilden, die an den momentan zu umflechtenden
Flechtkernquerschnitt geometrisch angepasst ist, und dass die Flechtringe (11, 12,
11', 12', 21, 22, 23, 24, 25) zur geometrischen Anpassung der Überschneidungsöffnung
einzeln verstellbar angeordnet sind.
2. Flechtmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Flechtringe (24, 25, 26) jeweils einen kreisringförmigen Öffnungsquerschnitt aufweisen.
3. Flechtmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Flechtringe (21, 22, 23,) einen ellipsenförmigen Öffnungsquerschnitt aufweisen.
4. Flechtmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Flechtringe einen eiförmigen Öffnungsquerschnitt (11, 12, 11', 12', 20) aufweisen.
5. Flechtmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
zwei Flechtringe (11', 12') vorgesehen sind, die auf ihrem Umfang jeweils einen Schlitz
(19) aufweisen, so dass sie ineinander gesteckt werden können.
6. Flechtmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
drei gleichartige Flechtringe (20, 21, 22, 23, 24, 25) unmittelbar benachbart vorgesehen
sind.
7. Flechtmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
jeder Flechtring (11, 12, 11', 12', 20, 21, 22, 23, 24, 25) in der Flechtringebene
zweiachsig translatorisch verstellbar angeordnet ist.
8. Flechtmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
jeder Flechtring (11, 12, 11', 12', 20, 21, 22, 23, 24, 25) über eine Linearführung
verstellbar ist.
9. Flechtmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
zum Verstellen eines jeden Flechtringes (11, 12, 11', 12', 20, 21, 22, 23, 24, 25)
ein Spindelantrieb mit separater Ansteuerbarkeit vorgesehen ist.
1. A braiding machine, especially a round braiding machine, for braiding a continuously-supplied
braiding core, with at least two braiding-thread spools and with a braiding ring arranged
between the braiding-thread spools and the run-on point of the braiding threads onto
the braiding core, over the inner surface of which ring the braiding threads are guided,
wherein at least two braiding rings (11, 12, 11', 12', 21, 22, 24, 25) with a constant
opening cross-section (13) in each case are arranged in series adjacent to each other,
characterised in that the opening cross-sections (13) delimited by the braiding rings (11, 12, 11', 12',
21, 22, 23, 24, 25) form an overlap opening (18) which is geometrically adapted to
the braiding-core cross-section which is momentarily to be braided, and in that the braiding rings (11, 12, 11', 12', 21, 22, 23, 24, 25) are arranged so as to be
individually adjustable for geometric adaptation of the overlap opening.
2. A braiding machine according to Claim 1, characterised in that
the braiding rings (24, 25, 26) in each case have a circular-ring-shaped opening cross-section.
3. A braiding machine according to Claim 1, characterised in that
the braiding rings (21, 22, 23) have an ellipsoidal opening cross-section.
4. A braiding machine according to Claim 1, characterised in that
the braiding rings have an ovoid opening cross-section (11, 12, 11', 12', 20).
5. A braiding machine according to one of the preceding claims, characterised in that
two braiding rings (11', 12') are provided which have on their periphery in each case
a slot (19) so that they can be inserted into one another.
6. A braiding machine according to one of the preceding Claims 1 to 4, characterised in that
three braiding rings (20, 21, 22, 23, 24, 25) of the same kind are provided directly
adjacent.
7. A braiding machine according to one of the preceding claims, characterised in that
each braiding ring (11, 12, 11', 12', 20, 21, 22, 23, 24, 25) is arranged in the braiding-ring
plane so as to be adjustable in a translatory manner along two axes.
8. A braiding machine according to one of the preceding claims, characterised in that
each braiding ring (11, 12, 11', 12', 20, 21, 22, 23, 24, 25) is adjustable by means
of a linear guide.
9. A braiding machine according to one of the preceding claims, characterised in that
a spindle drive with separate ability to be actuated is provided for adjusting each
braiding ring (11, 12, 11', 12', 20, 21, 22, 23, 24, 25).
1. Métier à tresser, en particulier métier à tresses rondes destiné au surtressage d'un
noyau de tressage avançant régulièrement, comportant au moins deux bobines de fils
de tressage et un anneau de tressage monté entre les bobines de fils de tressage et
le point d'application des fils de tressage sur le noyau de tressage, et sur la surface
interne duquel sont guidés les fils de tressage, au moins deux anneaux de tressage
(11, 12, 11', 12', 21, 22, 24, 25) ayant des sections d'ouverture (13) respectivement
constantes étant montés en série au voisinage l'un de l'autre,
caractérisé en ce que
les sections d'ouverture (13) délimitées par les anneaux de tressage (11, 12, 11',
12', 21, 22, 23, 24, 25) forment une ouverture de chevauchement (18) qui est adaptée
géométriquement à la section du noyau de tressage à surtresser momentanément, et les
anneaux de tressage (11, 12, 11', 12', 21, 22, 23, 24, 25) sont réglables individuellement
pour permettre une adaptation géométrique de l'ouverture de chevauchement.
2. Métier à tresser conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
les anneaux de tressage (24, 25, 26) ont chacun une section d'ouverture en forme d'anneau
circulaire.
3. Métier à tresser conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
les anneaux de tressage (21, 22, 23) ont une section d'ouverture en forme d'ellipse.
4. Métier à tresser conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
les anneaux de tressage ont une section d'ouverture (11, 12, 11', 12', 20) en forme
d'oeuf.
5. Métier à tresser conforme à l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'
il est prévu deux anneaux de tressage (11, 12') qui comportent chacun sur leur périphérie
une fente (19) de façon à leur permettre d'être enfichés l'un dans l'autre.
6. Métier à tresser conforme à l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'
il est prévu trois anneaux de tressage (20, 21, 22, 23, 24, 25) similaires directement
voisins les uns des autres.
7. Machine à tresser conforme à l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
chaque anneau de tressage (11, 12, 11', 12', 20, 21, 22, 23, 24, 25) est monté réglable
par translation selon deux axes dans le plan de cet anneau de tressage.
8. Métier à tresser conforme à l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
chaque anneau de tressage (11, 12, 11', 12', 20, 21, 22, 23, 24, 25) peut être réglée
par l'intermédiaire d'un guidage linaire.
9. Métier à tresser conforme à l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'
il est prévu un entraînement à broche pouvant être commandé séparément pour permettre
de régler chaque anneau de tressage (11, 12, 11', 12', 20, 21, 22, 23, 24, 25).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente