[0001] Die Erfindung betrifft ein Strömungsleitgitter zur Anordnung auf der Saugseite eines
Ventilators, mit einer Gitterstegstruktur, die in Umfangsrichtung beabstandete Radialstege
und in radialer Richtung beabstandete koaxiale Umfangsstege umfasst.
[0002] Aus dem Stand, beispielsweise der Patenanmeldung
EP 2 778 432 A1, sind gattungsbildende Strömungsleitgitter bekannt.
[0003] Aufgrund ständiger Fortentwicklung werden Ventilatoren im Betrieb immer leiser. Das
Geräuschniveau ist mittlerweile derart gering, dass Drehtöne deutlicher hervortreten.
Drehtöne sind schmalbandige, tonale Schallanteile, die auch als Propellergeräusch
bezeichnet werden. Die Drehtöne treten insbesondere bei einer asymmetrischen Ansaugsituation
auf, die beispielsweise bei unterschiedlich nahen Gerätewänden auf der Saugseite vorliegt.
Dann können sich starke Luftwirbel bilden, die sich an den engsten Stellen zu den
sogenannten Wirbelzöpfen verbinden und unmittelbar auf die rotierenden Laufradschaufeln
treffen.
[0004] Die bekannten Strömungsleitgitter weisen eine Gitterstruktur mit gerade radial auswärts
verlaufenden Radialstegen und konstant geneigten Umfangsstegen auf. Dieser Aufbau
ist in bestimmten Einbausituationen hinsichtlich der entstehenden Drehtöne nicht optimal.
[0005] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Strömungsleitgitter
bereit zu stellen, das Drehtöne bei Ventilatoren reduziert, deren Luftzuströmung insbesondere
aus radialer Richtung erfolgt.
[0006] Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
[0007] Erfindungsgemäß wird ein Strömungsleitgitter zur Anordnung auf der Saugseite eines
Ventilators mit einer Gitterstegstruktur vorgeschlagen, die in Umfangsrichtung beabstandete
Radialstege und in radialer Richtung beabstandete koaxiale Umfangsstege umfasst. Die
Radialstege mindestens eines Quadranten des Strömungsleitgitters sind dabei jeweils
über ihre Radialerstreckung gesehen in Umfangsrichtung zu einer vorbestimmten, sich
von einer Mittelachse des Strömungsleitgitters erstreckenden Radialebene hin gekrümmt.
[0008] Die Radialebene, zu der sich die Radialstege in Umfangsrichtung hin krümmen, wird
dabei derart ausgerichtet bzw. montiert, dass sie in eine Hauptzuströmrichtung der
angesaugten Luft weist. Sie wird deshalb erfindungsgemäß als eine einen ersten Quadranten
begrenzende Nullgrad-Radialebene definiert.
[0009] Die Krümmung der Radialstege und insbesondere ihr jeweils gekrümmtes radiales Ende
bieten eine die Strömung verändernde Anströmsituation, die Drehtöne des nachgeschalteten
Ventilators reduziert. Die Zuströmung ist durch die spezielle Geometrie über den Umfang
gesehen nicht konstant und nicht auf den Achsmittelpunkt des Strömungsleitgitters
gerichtet.
[0010] In einer vorteilhaften Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass die Radialstege zweier
benachbarter Quadranten des Strömungsleitgitters jeweils über ihre Radialerstreckung
gesehen in Umfangsrichtung zu der vorbestimmten Radialebene hin gekrümmt sind. Insbesondere
handelt es sich um die beiden benachbarten Quadranten des Strömungsleitgitters, die
in die Hauptzuströmrichtung der angesaugten Luft weisen.
[0011] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsvariante sind die Radialstege aller vier
Quadranten des Strömungsleitgitters jeweils über ihre Radialerstreckung gesehen in
Umfangsrichtung zu der vorbestimmten Radialebene hin gekrümmt. Dies ist insbesondere
dann vorteilhaft, wenn es einbaubedingt nur eine radiale Hauptzuströmrichtung gibt,
die dann so festgelegt wird, dass sie entlang der Erstreckung der Nullgrad-Radialebene
verläuft.
[0012] Die Radialstege krümmen sich in Umfangsrichtung bogenförmig, wobei der Krümmungswinkel
über ihre Radialerstreckung variabel ist. Vorzugsweise ist die Krümmung der Radialstege
in einem zur Mittelachse des Strömungsleitgitters nahen Bereich geringer als in ihrem
jeweiligen radialen Ende.
[0013] An ihrem jeweils radialen Enden bestimmen die Radialstege einen Winkel a, der gebildet
wird aus einer sich jeweils von einer Mittelachse des Strömungsleitgitters zum jeweils
radialen Ende des jeweiligen Radialstegs erstreckenden Gerade und einer gedachten
krümmungsfreien Verlängerung des jeweiligen Radialstegs über sein jeweiliges radiales
Ende hinaus. Erfindungsgemäß wird vorgesehen, dass der Winkel α bei unterschiedlichen
Radialstegen variiert. Das bedeutet, dass die Radialstege an ihrem jeweiligen radialen
Ende eine unterschiedliche Krümmung aufweisen und jeweils hinsichtlich ihrer Form
in Abhängigkeit von der Zuströmrichtung angepasst sind.
[0014] Die Anpassung der Krümmung der einzelnen Radialstege erfolgt in Umfangsrichtung,
wobei ausgehend von der Nullgrad-Radialebene in Umfangsrichtung ein Winkel ρ bestimmt
wird. Die Nullgrad-Radialebene verläuft dabei vorzugsweise in die Hauptzuströmrichtung.
Die in Umfangsrichtung jeweils bei einem vorbestimmten Winkel ρ beabstandet angeordneten
Radialstege bestimmen an ihrer radialen Enden den Winkel α, der erfindungsgemäß in
Abhängigkeit des Winkels ρ mit der Funktion variiert:
α(ρ) = r1∗ρ für 0°≤ρ≤45°,
α(ρ) = 90∗r1-r1∗ρ für 45°<ρ≤90°,
α(ρ) = -90∗r1 +r1∗ρ für 90°<ρ≤135°,
α(ρ) = 180∗r1-r1∗ρ für 135°<ρ≤180°,
wobei r1 in einem Bereich von 0,6 bis 1,2, weiter bevorzugt in einem Bereich von 0,8
bis 1,0 liegt.
[0015] Dies führt in Umfangsrichtung über zwei Quadranten (ρ = 0 - 180°) gesehen zu einer
unterschiedlichen Krümmungsform der einzelnen Radialstege hin zur in die Hauptzuströmrichtung
weisenden Nullgrad-Radialebene mit jeweils zunächst stärker und anschließend wieder
schwächer werdender Krümmung im ersten Quadranten (ρ = 0 - 90°) und zweiten Quadranten
(ρ = 90 - 180°). Auch die Umfangsstege weisen in einer Weiterbildung der Erfindung
eine definierte Form auf. Die Umfangsstege sind in einer günstigen Ausführungsform
entlang ihrer Axialerstreckung konvex und zumindest teilweise in Richtung der Mittelachse
des Strömungsleitgitters weisend ausgebildet. Die Axialerstreckung ist dabei definiert
als Erstreckung entlang der Mittelachse des Strömungsleitgitters.
[0016] Bei dem erfindungsgemäßen Strömungsleitgitter ist in einer Weiterbildung ferner vorgesehen,
dass mindestens einer der Umfangsstege eine gemittelte Axialerstreckung aufweist,
die gegenüber der Mittelachse des Strömungsleitgitters um einen Winkel β geneigt verläuft.
Die gemittelte Axialerstreckung wird gebildet aus einem axialen Anfangspunkt und einem
axialen Endpunkt des jeweiligen Umfangsstegs und berücksichtigt somit eine mögliche
konvexe Form der Umfangsstege.
[0017] In einer sich auf die Reduzierung von Drehtönen vorteilhaft auswirkenden Ausführungsvariante
verändert sich bei mindestens einem, vorzugsweise allen Umfangsstegen der Neigungswinkel
β über seinen/ihren Verlauf in Umfangsrichtung. Dies führt zu einer weiteren Anpassung
der Geometrie des Strömungsleitgitters in Abhängigkeit der Zuströmrichtung, wie dies
bereits durch die Radialstege erfolgt.
[0018] Der sich verändernde Neigungswinkel β der Umfangsstege wird nach der Formel β=a+b
∗cos(ρ) bestimmt, wobei a einem Mittelwert des Winkels β über dem Umfang des jeweiligen
Umfangsstegs, b einem festgelegten Schwankungswert und ρ dem Winkel in Umfangsrichtung
ausgehend von der Nullgrad-Radialebene entspricht. Dabei ist b in einem Bereich von
bmin = 2 *
e-0,022∗a bis
bmax = 16 *
e-0,02,2∗a, vorzugsweise
bmin = 7 *
e-0,022∗a bis
bmax = 12
∗e-0,022∗a festgelegt.
[0019] In Abhängigkeit von der Anzahl der radialen Hauptzuströmrichtungen wird das Strömungsleitgitter
hinsichtlich seiner Radial- und Umfangsstege angepasst, um eine teilweise symmetrische
oder asymmetrische Geometrie zu erzeugen. Bei nur einer Hauptzuströmrichtung sind
die jeweils zwei aneinander angrenzenden Quadranten des Strömungsleitgitters gegenüber
der Nullgrad-Radialebene spiegelsymmetrisch ausgebildet. In anderen Worten weisen
die beiden Quadranten, auf die die Hauptströmung auftrifft, dieselbe gespiegelte Form
auf.
[0020] Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind ausschließlich in den Unteransprüchen
gekennzeichnet. Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel wird nachstehend zusammen mit
der Beschreibung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein Strömungsleitgitter;
- Fig. 2a
- ein seitliche Schnittansicht A-A des Strömungsleitgitters aus Fig. 1;
- Fig. 2b
- ein seitliche Schnittansicht B-B des Strömungsleitgitters aus Fig. 1;
- Fig. 3
- ein Diagramm mit Darstellung der Entwicklung des Winkels α der einzelnen Radialstege
in Umfangsrichtung;
- Fig. 4
- ein Diagramm mit Darstellung der Entwicklung des Neigungswinkels β der einzelnen Umfangsstege
in Umfangsrichtung;
- Fig. 5
- ein Diagramm mit bevorzugtem Korridor der Werte des Mittelwerts des Winkels β über
dem Umfang und dem Schwankungswert b.
[0021] In den Figuren 1 - 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Strömungsleitgitters
1 mit einer Hauptzuströmrichtung in verschiedenen Ansichten dargestellt. Gleiche Bezugszeichen
benennen gleiche Teile in allen Ansichten.
[0022] Figur 1 zeigt eine Draufsicht des Strömungsleitgitters 1 mit Gitterstegstruktur,
das zur Anordnung auf der Saugseite eines Ventilators ausgebildet ist. Am radialen
Außenrand sind zur Befestigung am Ventilator drei Laschen 5 vorgesehen. Die Gitterstegstruktur
wird gebildet durch in Umfangsrichtung beabstandete Radialstege 2 und in radialer
Richtung beabstandete koaxiale Umfangsstege 3. Die Radialstege 2 sind unterschiedlich
lang und erstrecken sich von ihrem radialen Rand 4 unterschiedlich weit in Richtung
der Mittelachse des Strömungsleitgitters 1 jeweils bis zu einem Umfangssteg 3. Dies
führt dazu, dass die Maschenweite im radialen Außenbereich geringer ist als im Mittelbereich
um die Mittelachse.
[0023] Die Hauptzuströmrichtung ist durch den Pfeil P dargestellt und verläuft entlang der
Nullgrad-Radialebene NR, die sich von der Mittelachse radial auswärts erstreckt. Das
Strömungsleitgitter 1 weist eine auf diese Hauptzuströmrichtung optimierte Geometrie
auf, wobei hierfür die Radialstege 2 und Umfangsstege 3 in den vier Quadranten 1Q-4Q
hinsichtlich ihrer Form und Erstreckung angepasst sind. Im ersten und vierten Quadranten
1Q, 4Q und im zweiten und dritten Quadranten 2Q, 3Q ist das Strömungsleitgitter zueinander
spiegelsymmetrisch. Die Radialstege 2 des Strömungsleitgitters 1 sind in allen vier
Quadranten 1Q-4Q jeweils über ihre Radialerstreckung gesehen in Umfangsrichtung zur
Nullgrad-Radialebene NR hin gekrümmt. Die bogenförmige Krümmung der einzelnen Radialstege
2 variiert in Abhängigkeit von ihrer Position in Umfangsrichtung (Winkel p) innerhalb
der einzelnen Quadranten. Die Krümmung wird innerhalb eines Quadranten in Umfangsrichtung
gesehen zunächst stärker und nimmt anschließend wieder ab. An ihren radialen Enden
4 bestimmen die einzelnen Radialstege 2 jeweils einen variierenden Winkel a, wobei
α an jedem Radialsteg 2 gebildet wird aus der sich jeweils von der Mittelachse des
Strömungsleitgitters 1 zum jeweils radialen Ende 4 des jeweiligen Radialstegs 2 erstreckende
Gerade G und der gedachten krümmungsfreien Verlängerung V des jeweiligen Radialstegs
2 über sein jeweiliges radiales Ende 4 hinaus.
[0024] Erfindungsgemäß ist die Krümmung, d.h. der Winkel α am jeweils radialen Ende 4 der
Radialstege 2 in Abhängigkeit von der Position in Umfangsrichtung (Winkel p) in den
Quadranten 1Q und 2Q durch die Funktion
α(ρ) = 0,89*ρ für 0°≤ρ45°, α(ρ) = 90*0,89-0,89*ρ für 45°<ρ≤90°,
α(ρ) = -90*0,89+0,89*ρ für 90°<ρ≤135°
α(ρ) = 180*0,89-0,89*ρ
für 135°<ρ≤180° bestimmt. Die entsprechende Kurve ist in der Diagrammdarstellung in
Figur 3 als gestrichelte Linie gezeigt. Figur 3 zeigt zudem einen Korridor mit oberen
und unteren Grenzkurven für die oben genannten Werte von r1=0,6 und r1=1,2. Durch
die symmetrische Ausbildung des Strömungsleitgitters 1 gelten die Kurven entsprechend
für die Quadranten 3Q und 4Q.
[0025] Die koaxialen Umfangsstege 3 sind entlang ihrer Axialerstreckung konvex und in Richtung
der Mittelachse des Strömungsleitgitters 1 weisend ausgebildet, wie es gut in den
seitlichen Schnittansichten A-A und B-B gemäß Figur 2a und 2b zu erkennen ist. Zudem
verändert sich die Neigung der Umfangsstege 3 gegenüber der Mittelachse des Strömungsleitgitters
1 über ihren Verlauf in Umfangsrichtung. Die Neigung ist für einen Umfangssteg 3 an
dem Schnittpunkt gemäß Figur 2b als Winkel β skizziert. Die radial weiter außen liegenden
Umfangsstege 3 sind stärker geneigt als die nahe der Mittelachse verlaufenden. Da
die Neigung um den Winkel β in Umfangsrichtung veränderlich ist, wird sie nach der
Formel β = a+b
∗cos(ρ) bestimmt, wobei a dem jeweiligen Mittelwert des Winkels β über dem Umfang des
jeweils betrachteten Umfangsstegs 3, b dem festgelegten Schwankungswert und ρ dem
Winkel in Umfangsrichtung ausgehend von der Nullgrad-Radialebene (NR) entspricht.
[0026] Figur 4 zeigt exemplarisch den Verlauf der Neigung eines Umfangsstegs 3 und die Veränderung
des Winkels β in Umfangsrichtung von 0-180°, d.h. innerhalb der Quadranten 1Q und
2Q. In der gezeigten Ansicht ist der Umfangssteg 3 mit einem Mittelwert a der Neigung
von 12° betrachtet, die entlang der Nullgrad-Radialebene NR bei 18° liegt und dann
bis 6° abnimmt. Der Wert b liegt bei etwa 6.
[0027] Ein bevorzugter Bereich für Schwankungswerte b der einzelnen Umfangsstege 3, die
über ihre Mittelwerte a gekennzeichnet sind, ist in Fig. 5 wiedergegeben. Je höher
der Mittelwert a, desto weiter liegt der jeweilige Umfangssteg 3 von der Mittelachse
nach radial auswärts entfernt. Die Schwankungswerte b liegen bei kleinen Mittelwerten
a im Bereich von ca. 6 - 9, bei großen Mittelwerten a im Bereich von 1,8 - 3. Die
gestrichelten Linien geben den Gesamtbereich, die durchgezogenen Linien den bevorzugten
Bereich des Schwankungswerts b in Abhängigkeit von dem Mittelwert des Winkels β über
dem Umfang wieder. Die gepunktete Linie verbindet die durch Kreuze gekennzeichneten
Werte der Umfangsstege 3 des Strömungsleitgitters 1 aus Figur 1.
[0028] Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf die vorstehend angegebenen
bevorzugten Ausführungsbeispiele. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar,
welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen
Gebrauch macht. Beispielsweise ist das Strömungsleitgitter bei Axialventilatoren,
Radialventilatoren und Diagonalventilatoren einsetzbar. Der Schutzumfang der Erfindung
ist jedoch ausschließlich durch die nachfolgenden Ansprüche bestimmt.
1. Strömungsleitgitter zur Anordnung auf der Saugseite eines Ventilators, mit einer Gitterstegstruktur,
die in Umfangsrichtung beabstandete Radialstege (2) und in radialer Richtung beabstandete
koaxiale Umfangsstege (3) umfasst, wobei die Radialstege (2) mindestens eines Quadranten
des Strömungsleitgitters (1) jeweils über ihre Radialerstreckung gesehen in Umfangsrichtung
zu einer vorbestimmten, sich von einer Mittelachse des Strömungsleitgitters (1) erstreckenden
Radialebene hin gekrümmt sind,
wobei die vorbestimmte Radialebene eine einen ersten Quadranten (1Q) begrenzende Nullgrad-Radialebene
(NR) ist,
wobei die Radialstege (2) jeweils radiale Enden (4) aufweisen und einen Winkel (a)
bestimmen, der gebildet wird aus einer sich jeweils von einer Mittelachse des Strömungsleitgitters
zum jeweils radialen Ende des jeweiligen Radialstegs erstreckenden Gerade (G) und
einer gedachten krümmungsfreien Verlängerung (V) des jeweiligen Radialstegs (2) über
sein jeweiliges radiales Ende (4) hinaus,
wobei der Winkel (a) bei unterschiedlichen Radialstegen (2) variiert, und
wobei ausgehend von der Nullgrad-Radialebene (NR) in Umfangsrichtung ein Winkel ρ
bestimmt ist und die in Umfangsrichtung jeweils bei einem vorbestimmten Winkel ρ beabstandet
angeordneten Radialstege (2) an ihrer radialen Enden (4) den Winkel α bestimmen, der
in Abhängigkeit des Winkels ρ mit der Funktion variiert:
α(ρ) = r1∗ρ für 0°≤ρ≤45°,
α(ρ) = 90∗r1-r1∗ρ für 45°<ρ≤90°,
α(ρ) = -90∗r1 +r1∗ρ für 90°<ρ≤135°,
α(ρ) = 180∗r1-r1∗ρ für 135°<ρ≤180°,
wobei r1 in einem Bereich von 0,6 bis 1,2 liegt
2. Strömungsleitgitter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Radialstege (2) zweier benachbarter Quadranten des Strömungsleitgitters (1)
jeweils über ihre Radialerstreckung gesehen in Umfangsrichtung zu der vorbestimmten
Radialebene hin gekrümmt sind.
3. Strömungsleitgitter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialstege (2) aller vier Quadranten des Strömungsleitgitters (1) jeweils über
ihre Radialerstreckung gesehen in Umfangsrichtung zu der vorbestimmten Radialebene
hin gekrümmt sind.
4. Strömungsleitgitter nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsstege (3) entlang ihrer Axialerstreckung konvex und zumindest teilweise
in Richtung der Mittelachse des Strömungsleitgitters (1) weisend ausgebildet sind.
5. Strömungsleitgitter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass r1 in einem Bereich von 0,8 bis 1,0 liegt.
6. Strömungsleitgitter nach einem der vorigen Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Umfangsstege (3) eine gemittelte Axialerstreckung aufweist,
die gegenüber der Mittelachse des Strömungsleitgitters um einen Winkel β geneigt verläuft.
7. Strömungsleitgitter nach dem vorigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich bei dem mindestens einen Umfangssteg (3) der Neigungswinkel β über seinen Verlauf
in Umfangsrichtung verändert.
8. Strömungsleitgitter nach dem vorigen Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass bei dem mindestens einen Umfangssteg (3) der Neigungswinkel β nach der Formel bestimmt
ist β = a+b
∗cos(ρ), wobei a einem Mittelwert des Winkels β über dem Umfang des jeweiligen Umfangsstegs(3),
b einem Schwankungswert und ρ dem Winkel in Umfangsrichtung ausgehend von der Nullgrad-Radialebene
(NR) entspricht, und wobei b in einem Bereich von

bis

festgelegt ist.
9. Strömungsleitgitter nach dem vorigen Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass b in einem Bereich von

bis

festgelegt ist.
10. Strömungsleitgitter nach einem der vorigen Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass alle Umfangsstege (3) eine Neigung im Winkel β aufweisen.
11. Strömungsleitgitter nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei aneinander angrenzende Quadranten (1Q; 4Q) des Strömungsleitgitters
gegenüber der Nullgrad-Radialebene (NR) spiegelsymmetrisch ausgebildet sind.
1. Flow conducting grille for arrangement on the suction side of a fan, with a grille
bar structure comprising radial bars (2) spaced apart in the circumferential direction
and coaxial circumferential bars (3) spaced apart in the radial direction, wherein
the radial bars (2) of at least one quadrant of the flow conducting grille (1) are
each curved in the circumferential direction, viewed over their radial extension,
towards a predetermined radial plane extending from a central axis of the flow conducting
grille (1).
wherein the predetermined radial plane is a zero-degree radial plane (NR) restricting
a first quadrant (1Q),
wherein the radial bars (2) each have radial ends (4) and define an angle (a) formed
by a straight line (G) extending from a central axis of the flow conducting grille
to the respective radial end of the respective radial bar and an imaginary curve-free
extension (V) of the respective radial bar (2) beyond its respective radial end (4),
wherein the angle (a) varies with different radial bars (2), and
wherein, starting from the zero-degree radial plane (NR), an angle ρ is determined
in the circumferential direction and the radial bars (2) arranged spaced apart in
the circumferential direction respectively at a predetermined angle ρ determine the
angle α at their radial ends (4), said angle α varying according to the angle ρ with
the function:
α(ρ) = r1∗ρ for 0°≤ρ≤45°,
α(ρ) = 90∗r1-r1∗ρ for 45°<ρ≤90°,
α(ρ) = -90∗r1 +r1∗ρ for 90°<ρ≤135°,
α(ρ) = 180∗r1-r1∗ρ for 135°<ρ≤180°,
where r1 is in a range from 0.6 to 1.2.
2. Flow conducting grille according to claim 1, characterized in that viewed over their radial extension, the radial bars (2) of two adjacent quadrants
of the flow conducting grille (1) are each curved in the circumferential direction
towards the predetermined radial plane.
3. Flow conducting grille according to claim 1 or 2, characterized in that viewed over their radial extension, the radial bars (2) of all four quadrants of
the flow conducting grille (1) are each curved in the circumferential direction towards
the predetermined radial plane.
4. Flow conducting grille according to at least one of claims 1 to 3, characterized in that the circumferential bars (3) are convex along their axial extension and are formed
at least partially pointing in the direction of the central axis of the flow conducting
grille (1).
5. Flow conducting grille according to claim 1, characterized in that r1 is in a range from 0.8 to 1.0.
6. Flow conducting grille according to one of the preceding claims 1 to 5, characterized in that at least one of the circumferential bars (3) has an averaged axial extension which
is inclined at an angle β with respect to the central axis of the flow conducting
grille.
7. Flow conducting grille according to the preceding claim, characterized in that with the at least one circumferential bar (3) the angle of inclination β changes
over its course in the circumferential direction.
8. Flow conducting grille according to the preceding claim,
characterized in that with the at least one circumferential bar (3), the angle of inclination β is determined
according to the formula β = a+b
∗cos(ρ), wherein a corresponds to an average value of the angle β over the circumference
of the respective circumferential bar (3), b to a fluctuation value and ρ to the angle
in the circumferential direction starting from the zero-degree radial plane (NR),
and wherein b is determined within a range of

to
9. Flow conducting grille according to the previous claim,
characterized in that b is determined within a range of

to
10. Flow conducting grille according to one of the preceding claims 6 to 9, characterized in that all circumferential bars (3) have an inclination of the angle β.
11. Flow conducting grille according to at least one of claims 1 to 10, characterized in that respectively two adjacent quadrants (1Q; 4Q) of the flow conducting grille are formed
mirror-symmetrically with respect to the zero-degree radial plane (NR).
1. Grille de guidage de flux d'air à disposer sur le côté aspiration d'un ventilateur,
comprenant une structure d'entretoises de grille qui comporte des entretoises radiales
(2) distantes dans la direction circonférentielle et d'entretoises circonférentielles
(3) coaxiales distantes dans la direction radiale, dans laquelle les entretoises radiales
(2) d'au moins un quadrant de la grille de guidage de flux d'air (1) sont respectivement
incurvées sur leur étendue radiale, vu dans la direction circonférentielle, vers un
plan radial prédéfini s'étendant à partir d'un axe central de la grille de guidage
de flux d'air (1),
dans laquelle le plan radial prédéfini est un plan radial à zéro degré (NR) délimitant
un premier quadrant (1 Q),
dans laquelle les entretoises radiales (2) présentent respectivement des extrémités
radiales (4) et définissent un angle (a) qui est formé à partir d'une ligne droite
(G) s'étendant respectivement depuis un axe central de la grille de guidage de flux
d'air jusqu'à l'extrémité radiale respective de l'entretoise radiale respective et
d'un prolongement imaginaire sans courbure (V) de l'entretoise radiale (2) respective
au-delà de son extrémité radiale (4) respective,
dans laquelle l'angle (a) varie pour différentes entretoises radiales (2), et
dans laquelle un angle ρ est défini à partir du plan radial à zéro degré (NR) dans
la direction circonférentielle et les entretoises radiales (2) disposées à distance
respectivement selon un angle ρ prédéfini dans la direction circonférentielle définissent
à leurs extrémités radiales (4) l'angle a, qui varie en fonction de l'angle ρ avec
la fonction :
α(ρ) = r1∗ρ pour 0°≤ρ≤45°,
α(ρ) = 90∗r1-r1∗ρ pour 45°<ρ≤90°,
α(ρ) = -90∗r1 +r1∗ρ pour 90°<ρ≤135°,
α(ρ) = 180∗r1-r1∗ρ pour 135°<ρ≤180°,
dans laquelle r1 se situe dans une plage allant de 0,6 à 1,2.
2. Grille de guidage de flux d'air selon la revendication 1, caractérisée en ce que les entretoises radiales (2) de deux quadrants adjacents de la grille de guidage
de flux d'air (1) sont respectivement incurvées sur leur étendue radiale, vu dans
la direction circonférentielle, vers le plan radial prédéfini.
3. Grille de guidage de flux d'air selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les entretoises radiales (2) des quatre quadrants de la grille de guidage de flux
d'air (1) sont respectivement incurvées sur leur étendue radiale, vu dans la direction
circonférentielle, vers le plan radial prédéfini.
4. Grille de guidage de flux d'air selon au moins l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les entretoises circonférentielles (3) sont réalisées de manière convexe le long
de leur étendue axiale et orientée au moins partiellement en direction de l'axe central
de la grille de guidage de flux d'air (1).
5. Grille de guidage de flux d'air selon la revendication 1, caractérisée en ce que r1 se situe dans une plage allant de 0,8 à 1,0.
6. Grille de guidage de flux d'air selon l'une des revendications précédentes 1 à 5,
caractérisée en ce qu'au moins l'une des entretoises circonférentielles (3) présente une étendue axiale
moyenne qui s'étend de manière inclinée selon un angle β par rapport à l'axe central
de la grille de guidage de flux d'air.
7. Grille de guidage de flux d'air selon la revendication précédente, caractérisée en ce que, pour l'au moins une entretoise circonférentielle (3), l'angle d'inclinaison β change
sur son tracé dans la direction circonférentielle.
8. Grille de guidage de flux d'air selon la revendication précédente,
caractérisée en ce que, pour l'au moins une entretoise circonférentielle (3), l'angle d'inclinaison β est
défini selon la formule β = a+b
∗cos(ρ), dans laquelle a correspond à une valeur moyenne de l'angle β sur la circonférence
de l'entretoise circonférentielle (3) respective, b correspond à une valeur de fluctuation
et ρ correspond à l'angle dans la direction circonférentielle à partir du plan radial
à zéro degré (NR), et dans laquelle b est défini dans une plage allant de

à
9. Grille de guidage de flux d'air selon la revendication précédente,
caractérisée en ce que b est défini dans une plage allant de

à
10. Grille de guidage de flux d'air selon l'une des revendications précédentes 6 à 9,
caractérisée en ce que toutes les entretoises circonférentielles (3) présentent une inclinaison selon l'angle
β.
11. Grille de guidage de flux d'air selon au moins l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que respectivement deux quadrants adjacents (1Q ; 4Q) de la grille de guidage de flux
d'air sont réalisés de manière symétrique par rapport au plan radial à zéro degré
(NR).