[0001] Die Erfindung betrifft eine Pergolamarkise mit zumindest zwei Führungsschienen, an
denen mehrere Quersprossen verfahrbar gelagert sind und wobei zwischen zwei Quersprossen
jeweils ein flexibles Beschattungselement angeordnet ist, wobei an der in Ausfahrrichtung
vordersten Quersprosse ein Antriebsmittel angreift, mittels dessen die vorderste Quersprosse
als Zugprofil in Ausfahrrichtung nach vorne oder in Einfahrrichtung nach hinten entlang
der Führungsschienen verfahrbar ist und wobei die weiteren Quersprossen freilaufend
sind.
[0002] Derartige Pergolamarkisen sind bekannt. Nachteilig bei den bekannten Pergolamarkisen
ist es, dass das Verfahren der freilaufenden Quersprossen undefiniert erfolgt und
bei dem Verfahren der freilaufenden Quersprossen unerwünschte Geräusche auftreten
können.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu überwinden und eine Pergolamarkise
anzugeben, welche insbesondere verbesserte Laufeigenschaften aufweist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Pergolamarkise gemäß Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0005] Besonders vorteilhaft bei der Pergolamarkise mit zumindest zwei Führungsschienen,
an denen mehrere Quersprossen verfahrbar gelagert sind und wobei zwischen zwei Quersprossen
jeweils ein flexibles Beschattungselement angeordnet ist, wobei an der In Ausfahrrichtung
vordersten Quersprosse ein Antriebsmittel angreift, mittels dessen die vorderste Quersprosse
als Zugprofil in Ausfahrrichtung nach vorne oder in Einfahrrichtung nach hinten entlang
der Führungsschienen verfahrbar ist und wobei die weiteren Quersprossen freilaufend
sind, ist es, dass die Quersprossen untereinander lösbar gekoppelt sind.
[0006] Derartige Pergolamarkisen weisen eine Mehrzahl von Quersprossen auf, die zwischen
seitlichen Führungsschienen angeordnet sind. Die seitlichen Führungsschienen definieren
somit die Ausfahrrichtung. Die in Ausfahrrichtung hinten angeordnete Quersprosse ist
an den Führungsschienen fixiert, d.h. nicht entlang der Führungsschienen verfahrbar.
An der in Ausfahrrichtung vordersten Quersprosse greift ein Antriebsmittel wie beispielsweise
ein Riemen an. Mittels des Antriebsmittels wird die in Ausfahrrichtung vorderste Quersprosse
in der Ausfahrrichtung nach vorne verfahren oder entgegen der Ausfahrrichtung nach
hinten verfahren. Insbesondere kann als Antriebsmittel ein Zahnriemen mit Armierung
zum Einsatz kommen.
[0007] Zwischen der in Ausfahrrichtung vordersten Quersprosse und der hinteren fixierten
Quersprosse ist eine Mehrzahl freilaufender Quersprossen angeordnet. Freilaufend bezeichnet
dabei die Tatsache, dass diese Quersprossen entlang der Führungsschienen verfahrbar
sind, ohne dass ein Antriebsmittel unmittelbar an den freilaufenden Quersprossen angreift
Jeweils zwischen zwei Quersprossen ist ein flexibles Beschattungselement angeordnet
und an den beiden Quersprossen befestigt. Wird die in Ausfahrrichtung vorderste Quersprosse
in Ausfahrrichtung ausgefahren, so werden nach und nach die einzelnen zwischen den
Quersprossen angeordneten Beschattungselemente gespannt und die jeweils nächste freilaufende
Quersprosse mittels des gespannten Beschattungselementes in Ausfahrrichtung gezogen.
[0008] Umgekehrt werden bei einem Verfahren der vordersten Quersprosse entgegen der Ausfahrrichtung
die flexiblen Beschattungselemente entspannt, sodass diese zwischen den Quersprossen
frei herunter hängen. Sobald die vorderste Quersprosse bei einem Verfahren entgegen
der Ausfahrrichtung auf die nachfolgende freilaufende Quersprosse aufläuft, wird diese
freilaufende Quersprosse mittels der vordersten angetriebenen Quersprosse entgegen
der Ausfahrrichtung verschoben. Sobald dieses Paket von Quersprossen auf die nächste
nachfolgende freilaufende Quersprosse aufläuft, wird diese freilaufende Quersprosse
ebenfalls entgegen der Ausfahrrichtung verschoben und so weiter, bis das gesamte Paket
verfahrbarer Quersprossen bis zum Anschlag an der fixierten, d.h. der in Ausfahrrichtung
letzten Quersprosse verfahren ist.
[0009] Die Begriffe der Ausfahrrichtung, der in diesem Sinne vordersten, ersten Quersprosse
und hintersten, letzten Quersprosse dienen dem Verständnis der Funktion, ohne das
damit eine Einschränkung auf eine bestimmte Anordnung erfolgt, wenngleich bei einer
üblichen Anordnung einer solchen Pergolamarkise auf der Terrasse an einer Wand eines
Hauses die Ausfahrrichtung von dem Haus weg weist. Eine solche Pergolamarkise kann
sowohl als Sonnenschutz als auch als Regenschutz dienen. Die flexiblen Beschattungselemente
können durch transparente und/oder teilweise transparente und/oder opake Elemente
gebildet sein. Es können einzelne Abschnitte von Beschattungselementen jeweils zwischen
den Quersprossen angeordnet sein oder es können längeren Abschnitte von Beschattungselementen
über mehrere Quersprossen hinweg oder ein einzelnes Beschattungselement über sämtliche
Quersprossen hinweg angeordnet sein. Vorzugsweise ist das Beschattungselement in diesem
Fall jeweils an den Quersprossen befestigt, um ein gleichmäßiges Aus- und Einfahren
zu gewährleisten.
[0010] Erfindungsgemäß sind die Quersprossen untereinander lösbar gekoppelt. Insbesondere
können die Quersprossen untereinander magnetisch und/oder mechanisch lösbar gekoppelt
sein. Durch eine derartige Kopplung der Quersprossen untereinander kann das Verfahren
der Quersprossen in Ausfahrrichtung und/oder Einfahrrichtung weiter definiert werden.
Insbesondere kann ein Ausfahren dergestalt erfolgen, dass die freilaufenden Quersprossen
nacheinander von vorne nach hinten ausgezogen werden, sodass im vorderen Bereich jeweils
ein flexibles Beschattungselement zwischen zwei Quersprossen gespannt wird, bevor
das Ausfahren der nächst dahinter gelegenen Quersprosse erfolgt. Dies führt dazu,
dass bei teilweise ausgefahrener Pergolamarkise die zwischen zwei eingefahrenen Quersprossen
befindliche Beschattung herunterhängt und das Paket von herunterhängenden Beschattungselementen
im hinteren Bereich und nicht etwa störend im vorderen Bereich über dem Terrassenbereich
hängt. Vielmehr erfolgt ein Ausfahren in Ausfahrrichtung dergestalt, dass zunächst
das in Ausfahrrichtung erste Beschattungselement gespannt wird und sodann das zweite
Beschattungselement und so weiter, sodass als letztes das in Ausfahrrichtung letzte,
hinterste Beschattungselement gespannt wird.
[0011] Bei einer magnetischen Kopplung können die magnetischen Kopplungen der einzelnen
Quersprossen untereinander dergestalt vorgesehen sein, dass die erforderliche Kraft
zur Lösung der magnetischen Verbindung von vorne nach hinten ansteigt, um zu einem
definierten Verhalten der Quersprossen beim Ausfahren der Pergolamarkise zu gelangen.
Es würde sich dementsprechend zuerst die magnetische Verbindung zwischen der in Ausfahrrichtung
ersten und zweiten Quersprosse lösen und nach der Spannung des Beschattungselementes
zwischen der ersten und zweiten Quersprosse als nächstes die magnetische Verbindung
zwischen der in Ausfahrrichtung zweiten und dritten Quersprosse lösen und so weiter.
Auch durch eine entsprechende Auswahl der Magnetverbindungen kann es somit bewirkt
und/oder unterstützt werden, dass zunächst das in Ausfahrrichtung erste Beschattungselement
gespannt wird und sodann das zweite Beschattungselement und so weiter, sodass als
letztes das in Ausfahrrichtung letzte, hinterste Beschattungselement gespannt wird.
[0012] Die lösbare Kopplung der Quersprossen kann mittelbar, beispielsweise über eine lösbare
Kopplung von Laufwagen, mittels denen die Quersprossen an den Führungsschienen verfahrbar
gelagert sind, erfolgen. Die lösbare Kopplung der Quersprossen kann alternativ oder
kumulativ auch unmittelbar an den Quersprossen erfolgen.
[0013] Insbesondere kann jede Quersprosse mittels Laufwagen an den Führungsschienen verfahrbar
gelagert sein. Ferner können die Quersprossen Dämpfer aufweisen, die den Kontakt und
insbesondere eine Kopplung zwischen zwei Quersprossen dämpfen. Durch derartige Dämpfer
werden unerwünschte Geräusche beim Einfahren der Pergolamarkise vermieden. Alternativ
oder kumulativ können die Laufwagen, mittels derer die Quersprossen an den Führungsschienen
verfahrbar gelagert sind, Dämpfer aufweisen, die den Kontakt und insbesondere eine
Kopplung zwischen zwei Quersprossen dämpfen.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Antriebsmittel durch einen Riemen, insbesondere
Zahnriemen gebildet. Insbesondere können der Riemen und die freilaufenden Quersprossen
reibschlüssig und/oder kraftschlüssig und/oder formschlüssig und/oder magnetisch lösbar
aneinander gekoppelt sind
[0015] Durch die lösbare Kopplung des als Antriebsmittel dienenden Riemens und der freilaufenden
Quersprossen ist das Aus- und Einfahren der Quersprossen definiert. Die freilaufenden
Quersprossen sind gegenüber den Führungsschienen freilaufend und werden jedoch während
des Aus- und Einfahrens in einer definierten Weise von dem Riemen, welcher an der
in Ausfahrrichtung vordersten Quersprosse angreift und/oder befestigt ist, mitgenommen.
Bei dem Riemen können die beiden Enden an der vordersten Quersprosse befestigt sein
und/oder es kann sich um einen endlosen Riemen handeln, der an der vordersten Quersprosse
angreift und diese in Ausfahrrichtung und Einfahrrichtung verfährt. Bei dem Riemen
kann es sich um einen Zahnriemen handeln.
[0016] Vorzugsweise ist das Antriebsmittel durch einen Riemen, insbesondere Zahnriemen gebildet
und der als Antriebsmittel dienende Riemen und die freilaufenden Quersprossen sind
mittelbar oder unmittelbar reibschlüssig und/oder kraftschlüssig und/oder formschlüssig
und/oder magnetisch lösbar aneinander gekoppelt. Es können somit einzelne oder mehrere
Kopplungsarten angewendet und insbesondere kombiniert werden. Damit dienen die Kopplungsarten
dazu, das Ein- und Ausfahren der freilaufenden Quersprossen in definierter Art und
Weise herbeizuführen Hierdurch wird ein unkontrolliertes Verfahren der freilaufenden
Quersprossen vermieden und es werden insgesamt die Laufeigenschaften der Quersprossen
verbessert.
[0017] In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die freilaufenden Quersprossen und/oder
Laufwagen, mittels derer die freilaufenden Quersprossen an den Führungsschienen verfahrbar
sind, an ihrer oberen Seite jeweils zumindest einen Kontaktbereich auf, auf dem ein
als Antriebsmittel dienender Riemen aufliegt. Dieser Kontaktbereich dient der lösbaren,
insbesondere reibschlüssigen und/oder magnetischen Kopplung von Riemen und den freilaufenden
Quersprossen. Insbesondere können der als Antriebsmittel dienende Riemen und/oder
die Quersprossen oder Laufwagen an den Kontaktbereichen Magnete aufweisen, welche
den Riemen und die Kontaktbereiche lösbar magnetisch koppeln. Bei Überschreiten der
magnetischen Haltekraft gleiten die Magnete beim Ausfahren der Pergolamarkise aufeinander
ab und die Magnetverbindung wird definiert gelöst. Beim Einfahren der Pergolamarkise
wird die Magnetverbindung bei Erreichen der entsprechenden Position der Quersprosse
relativ zum Riemen wieder geschlossen.
[0018] Vorzugsweise ist das Antriebsmittel durch einen Riemen, insbesondere Zahnriemen gebildet
und übt auf die verfahrbaren Quersprossen, insbesondere zumindest auf die freilaufenden
Quersprossen mittelbar oder unmittelbar eine Kraft mit einer Komponente senkrecht
zum Verlauf des Riemens aus. Das bedeutet, dass durch den Riemen eine Kraft mit einer
Komponente senkrecht zur Bewegungsrichtung des Riemens auf die Quersprossen mittelbar
oder unmittelbar ausgeübt wird. Durch eine derartige Kraftkomponente werden die Quersprossen
gegenüber den Führungsschienen in einer definierten Art und Weise geführt, sodass
die Laufeigenschaften verbessert werden und insbesondere Klappergeräusche beim Verfahren
der freilaufenden Quersprossen unterbunden werden.
[0019] Vorzugsweise ist das Antriebsmittel durch einen Riemen, insbesondere Zahnriemen gebildet
und Riemen ist über zumindest zwei Umlenkrollen geführt, wobei die freilaufenden Quersprossen
und/oder Laufwagen, mittels derer die freilaufenden Quersprossen an den Führungsschienen
verfahrbar sind, an ihrer oberen Seite jeweils zumindest einen Kontaktbereich aufweisen,
wobei die Querschnitte der freilaufenden Quersprossen zumindest in den Kontaktbereichen
der Quersprossen in den Spannweg des Untergurtes des Riemens hineinragen.
[0020] Der Riemen ist somit über zumindest zwei Umlenkrollen geführt. Die Querschnitte der
freilaufenden Quersprossen sind dementsprechend zumindest in den Kontaktbereichen,
in welchen der Riemen auf den freilaufenden Quersprossen und/oder Laufwagen aufliegt,
derart dimensioniert, dass diese die Linie schneiden, welche sich ergibt, wenn eine
Tangente an die beiden Umlenkrollen gelegt wird, über welche die Unterseite des Riemens
geführt ist. Dadurch, dass diese Tangente geschnitten wird, liegt der Riemen mit seiner
Unterseite zwingend auf den Kontaktbereichen der Quersprossen und/oder Laufwagen auf.
Hierdurch wird einerseits eine Druckkraft mit einer Komponente senkrecht zur Laufrichtung
des Riemens auf die Quersprossen und/oder Laufwagen ausgeübt. Ferner liegt eine Haftreibung
zwischen dem Riemen und den Quersprossen und/oder Laufwagen in den Kontaktbereichen
vor, sodass die Quersprossen von dem aufliegenden Riemen in definierter Art und Weise
mitgenommen werden, so lange bis entweder beim Einfahren zwei freilaufende Quersprossen
aneinander liegen und der Riemen sodann über die Quersprossen hinweggleitet oder aber
in umgekehrter Richtung beim Ausfahren das zwischen zwel Quersprossen angeordnete
flexible Beschattungselement gespannt ist und ein weiteres Ausfahren der in dieser
Betrachtung in Ausfahrrichtung vorderen Quersprosse durch das gespanntes Beschattungselement
verhindert wird.
[0021] Vorzugsweise ist das Antriebsmittel durch einen Riemen, insbesondere Zahnriemen gebildet
und der Rlemen weist mehrere Mitnehmer auf, die derart positioniert sind, dass jeweils
ein Mitnehmer mit einer zugeordneten Quersprosse in Eingriff kommen kann. Durch einen
derartigen Mitnehmer kann es gewährleistet werden, dass jede Quersprosse der freilaufenden
Quersprossen in einer definierten Art und Weise mit dem entsprechenden Mitnehmer an
dem Riemen in Eingriff kommt und in gewünschter Weise verfahren wird.
[0022] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren dargestellt und wird nachfolgend
erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Schnitt durch die Quersprossen in der Ansicht auf die Innenseite der Führungsschienen;
- Figur 2
- eine vergrößerte Ansicht des Details A nach Figur 1.
[0023] Figur 1 zeigt den Schnitt durch die Quersprossen 10, 20, 30, 40 einer Pergolamarkise.
Die Darstellung gemäß Fig. 1 ist lediglich schematisch und nicht maßstabsgerecht.
[0024] Die Quersprossen 10, 20, 30, 40 der Pergolamarkise sind an der Führungsschiene 1
gelagert. Die Ausfahrrichtung der Pergolamarkise ist gekennzeichnet durch den Pfeil
2. An der in Ausfahrrichtung vordersten Quersprosse 10 ist der umlaufende Zahnriemen
3 befestigt. Der Zahnriemen 3 wird über die Umlenkrollen 4, 5, 6 geführt. Der Antrieb
des Zahnriemens 3 in Einfahrrichtung sowie in Ausfahrrichtung erfolgt durch einen
auf die Umlenkrolle 6 einwirkenden Elektromotor. Mittels des an der vordersten Quersprosse
10 befestigten Zahnriemens 3 erfolgt das unmittelbare Verfahren der vordersten Quersprosse
10 entlang der Führungsschiene in Ausfahrrichtung nach vorne oder zurück nach hinten.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist auf einer Seite der Pergolamarkise ein
Antriebsmittel in Form des Zahnriemens 3 angeordnet. Alternativ kann auch an beiden
Führungsschienen jeweils ein Antriebsmittel angeordnet sein, welches an beiden Enden
der ersten Quersprosse 10 angreift und diese in Ausfahrrichtung 2 sowie in Einfahrrichtung
entlang der Führungsschienen 1 verfährt.
[0025] Die in Bezug auf die Ausfahrrichtung hinter der vordersten Quersprosse 10 angeordneten
weiteren Quersprossen 20, 30 sind freilaufend an der Führungsschiene 10 gelagert.
Die in Ausfahrrichtung hinterste Quersprosse 40 ist an der Führungsschiene festgelegt.
Das bedeutet, dass die in Ausfahrrichtung 2 hinterste Quersprosse 40 nicht verfahrbar
ist. Zwischen den Quersprossen sind angeordnet flexible Beschattungselemente 15, 25,
35. Wie in Figur 1 schematisch dargestellt, ist das zwischen der in Ausfahrrichtung
gesehen letzten freilaufenden Quersprossen 30 und der in Ausfahrrichtung hintersten
festgelegten Quersprosse 40 befestigte Beschattungselement 35 gespannt. Das bedeutet,
dass ein weiteres Verfahren der freilaufenden Quersprosse 30 in Ausfahrrichtung 2
nicht mehr möglich ist. Die Quersprossen 20, 30 sind teilweise auseinander gefahren,
sodass das dazwischen angeordnete Beschattungselement 25 bereits teilweise gespannt
wurde, wie es durch das verringerte Durchhängen des Beschattungselementes 25 angedeutet
ist. Die Darstellung gemäß Figur 1 ist insofern rein schematisch und nicht maßstabsgerecht.
[0026] Bei einem weiteren Verfahren der vordersten Quersprosse 10 mittels des Zahnriemens
3 in Ausfahrrichtung 2 wäre bei maximal ausgefahrener Pergolamarkise sämtliche Beschattungselemente
15, 25, 35 zwischen den Quersprossen 10, 20, 30, 40 gespannt. Die Pergolamarkise dient
nicht nur der Beschattung, sondern kann ebenfalls als Regenschutz eingesetzt werden.
[0027] Die Lagerung der Quersprossen 10, 20, 30 an den Führungsschienen 1 erfolgt mittels
entsprechender Laufwagen 12, 22, 32, die ihrerseits mit entsprechenden Laufrollen
13, 14, 23, 24, 33, 34 an einem entsprechenden Profil der Führungsschiene 1 entlang
rollen. Eine vergrößerte Darstellung des Details A nach Fig. 1 zeigt Fig. 2.
[0028] Der Zahnriemen 3 ist über die Umlenkrollen 4, 5, 6 geführt. Die freilaufenden Transportprofile
20, 30 weisen an der Oberseite ihrer Laufwagen 22, 32 jeweils einen Kontaktbereich
21, 31 auf, welcher derart positioniert und dimensioniert ist, dass er die Tangente
zwischen den Umlenkrollen 4, 5 schneidet. Dementsprechend liegt der Zahnriemen 3 zwingend
auf den Kontaktbereichen 21, 31 auf und bildet einen Reibschluss. Das bedeutet, dass
solange die in Ausfahrrichtung gesehen hinter den freilaufenden Quersprossen 20, 30
angeordneten Beschattungselemente 25, 35 nicht vollständig gespannt sind, die freilaufenden
Quersprossen durch den Reibschluss an den Kontaktbereichen 21, 31 von dem Zahnriemen
3 in Ausfahrrichtung mitgenommen werden. Hierdurch erfolgt ein definiertes Ausfahren
der freilaufenden Quersprossen 20, 30 in Ausfahrrichtung 2.
[0029] Ferner sind die Quersprossen in der eingefahrenen Position untereinander durch Magnete
52, 53 gekoppelt. Sobald die in Ausfahrrichtung gesehen vorderste Quersprosse 10 mit
der nachfolgenden Quersprosse 20 in Kontakt kommt, wird durch den am Laufwagen 22
der zweiten Quersprosse 20 angeordnete Magnet 52 der magnetische Kontakt hergestellt.
Ebenso wird bei einem weiteren Einfahren der Pergolamarkise durch den Magneten 53
am Laufwagen 32 der nächsten freilaufenden Quersprosse 30 der magnetische Kontakt
hergestellt. Hierdurch werden die Quersprossen untereinander lösbar magnetisch gekoppelt.
[0030] Um unerwünschte Geräusche beim Einfahren der Pergolamarkise zu vermeiden, weisen
die Laufwagen 12, 22, 32 Dämpfungselemente 50 auf, die beim Einfahren der Pergolamarkise
entgegen der Ausfahrrichtung 2 beim Zusammenschieben der Quersprossen 10, 20, 30 in
Kontakt kommen und den Kontakt entsprechend dämpfen. Bei den Dämpfern 50 handelt es
sich um Gummipuffer, die entsprechend reversibel verformbar sind und ein Geräusch
beim Zusammenfahren der Quersprossen 10, 20, 30, 40 verhindern.
1. Pergolamarkise mit zumindest zwei Führungsschienen (1), an denen mehrere Quersprossen
(10, 20, 30) verfahrbar gelagert sind und wobei zwischen zwei Quersprossen (10, 20,
30) jeweils ein flexibles Beschattungselement (15, 25, 35) angeordnet ist, wobei an
der in Ausfahrrichtung vordersten Quersprosse (10) ein Antriebsmittel angreift, mittels
dessen die vorderste Quersprosse (10) als Zugprofil in Ausfahrrichtung (2) nach vorne
oder in Einfahrrichtung nach hinten entlang der Führungsschienen (1) verfahrbar ist
und wobei die weiteren Quersprossen (20, 30) freilaufend sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Quersprossen (10, 20, 30) untereinander lösbar gekoppelt sind.
2. Pergolamarkise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Quersprossen (10, 20, 30) magnetisch und/oder mechanisch lösbar gekoppelt sind.
3. Pergolamarkise nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede Quersprosse (10, 20, 30) mittels Laufwagen (12, 22, 32) an den Führungsschienen
(1) verfahrbar gelagert ist.
4. Pergolamarkise nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Quersprossen (10, 20, 30) Dämpfer aufweisen, die den Kontakt und die Kopplung
zwischen zwei Quersprossen (10, 20, 30) dämpfen.
5. Pergolamarkise nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Laufwagen (12, 22, 32), mittels derer die Quersprossen (10, 20, 30) an den Führungsschienen
(1) verfahrbar gelagert sind, Dämpfer (50) aufweisen, die den Kontakt und die Kopplung
zwischen zwei Quersprossen (10, 20, 30) dämpfen.
6. Pergolamarkise nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel durch einen Riemen (3), insbesondere Zahnriemen gebildet ist.
7. Pergolamarkise nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel durch einen Riemen (3), insbesondere Zahnriemen gebildet ist und
der Riemen (3) und die freilaufenden Quersprossen (20, 30) mittelbar oder unmittelbar
reibschlüssig und/oder kraftschlüssig und/oder formschlüssig und/oder magnetisch lösbar
aneinander gekoppelt sind.
8. Pergolamarkise nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel durch einen Riemen (3), insbesondere Zahnriemen gebildet ist und
die freilaufenden Quersprossen (20, 30) und/oder Laufwagen (22, 32) an ihrer oberen
Seite jeweils zumindest einen Kontaktbereich (21, 31) aufweisen, auf denen der Riemen
(3) aufliegt.
9. Pergolamarkise nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel durch einen Riemen (3), insbesondere Zahnriemen gebildet ist und
der Riemen (3) auf die verfahrbaren Quersprossen (10, 20, 30), zumindest auf die freilaufenden
Quersprossen (20, 30) mittelbar oder unmittelbar eine Kraft mit einer Komponente senkrecht
zum Verlauf des Riemens ausübt.
10. Pergolamarkise nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel durch einen Riemen (3), insbesondere Zahnriemen gebildet ist und
der Riemen (3) über zumindest zwei Umlenkrollen (4, 5, 6) geführt ist und die freilaufenden
Quersprossen (20, 30) an ihrer oberen Seite jeweils zumindest einen Kontaktbereich
(21, 31) aufweisen, auf denen der Riemen (3) aufliegt, wobei der Querschnitt der freilaufenden
Quersprossen (20, 30) zumindest in den Kontaktbereichen (21, 31) in den Spannweg des
Untergurtes des Riemens (3) hineinragen.
11. Pergolamarkise nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebsmittel durch einen Riemen (3), insbesondere Zahnriemen gebildet ist und
der Riemen (3) mehrere Mitnehmer aufweist, die derart positioniert sind, dass jeweils
ein Mitnehmer mit einer zugeordneten Quersprosse (10, 20, 30,40) in Eingriff kommen
kann.