[0001] Die Erfindung betrifft eine Laufschaufelbaugruppe für ein Triebwerk mit einem Schaufelträger
mit mehreren Laufschaufeln.
[0002] Eine solche Laufschaufelbaugruppe ist beispielsweise Teil eines Verdichters oder
einer Turbine des Triebwerks, insbesondere eines Gasturbinentriebwerks. Die Laufschaufeln
sind hierbei entlang einer Kreislinie um eine Mittelachse der Laufschaufelbaugruppe
vorgesehen, wobei diese Mittelachse üblicherweise mit einer Rotations- oder Mittelachse
des Triebwerks zusammenfällt. Der Schaufelträger, an dem die Laufschaufel integral
ausgebildet sind oder an dem separat hergestellte Laufschaufeln über je einen Schaufelfuß
fixiert sind, weist einen sich bezüglich der Laufschaufeln radial nach innen in Richtung
der Mittelachse erstreckenden Trägerabschnitt auf. Dieser Trägerabschnitt bildet üblicherweise
einen Teil eines Scheibenkörpers aus, der - unter Berücksichtigung des zur Verfügung
stehenden Bauraums - vergleichsweise großflächig ausgebildet ist, um den im Betrieb
des Triebwerks auftretenden Belastungen, die durch die schnelle Rotation der Laufschaufelbaugruppe
um die Mittelachse entstehen, standzuhalten. Je höher die Rotationsgeschwindigkeit
des Schaufelträgers mit den Laufschaufeln und damit die Belastung des Schaufelträgers
ist, desto größer ist der Trägerabschnitt und folglich das Gewicht des Schaufelträgers.
[0003] Aus der
DE 101 63 951 C1 und
DE 102 18 459 B3 ist für die Reduzierung des Gewichts der einer Laufschaufelbaugruppe und eines diese
umfassenden Rotors vorgeschlagen, an einem Verbindungsbereich des Trägerabschnitts
eine Versteifungsstruktur mit ersten und zweiten Versteifungselemente aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff
(englisch "metal matrix composite", kurz "MMC") an dem hier ring- oder scheibenförmigen
Schaufelträger vorzusehen. Je ein Versteifungselement ist hierbei als faserverstärkter
MMC-Ring ausgestaltet und an je einer Stirnseite des Schaufelträgers angeordnet. So
werden beispielsweise zwei MMC-Ringe spiegelbildlich an einem Verbindungsbereich eines
sich radial nach innen erstreckenden Trägerabschnitts eines Schaufelträgers festgelegt,
und zwar an einer ersten vorderen Stirnseite und an einer zweiten hinteren Stirnseite
des Schaufelträgers. Durch die zusätzlichen Versteifungselemente in Form der MMC-Ringe
ist der Schaufelträger bei kleinerer radialer Erstreckung des Trägerabschnitts mit
höheren Drehzahlen beaufschlagbar und mithin höher belastbar. Dabei ist durch die
MMC-Ringe das Gewicht des Schaufelträgers deutlich geringer als bei einem Schaufelträger
gleicher Belastbarkeit mit einem größeren Trägerabschnitt.
[0004] Bei den in der
DE 101 63 951 C1 und
DE 102 18 459 B3 vorgeschlagenen Laufschaufelbaugruppen werden die Versteifungselemente in Form der
MMC-Ringe unabhängig voneinander formschlüssig an je einer Stirnseite des Trägerabschnitts
fixiert und gegebenenfalls zusätzlich auf einen sich axial erstreckenden Vorsprung
des Verbindungsbereiches aufgeschrumpft. Jeder MMC-Ring ist dabei separat an der jeweiligen
Stirnseite des Trägerabschnitts axial gesichert und bezogen auf eine radial nach außen
weisende Querrichtung oberhalb des zugehörigen sich axial erstreckenden Vorsprungs
an dem Verbindungsbereich des Trägerabschnitts angeordnet. Die Fixierung und insbesondere
axiale Sicherung der einzelnen Versteifungselemente in Form der MMC-Ringe ist damit
vergleichsweise aufwendig. Ferner ist die Herstellung des Schaufelträgers mit dem
Verbindungsbereich, der zusätzlich eine formschlüssige axiale Sicherungsmöglichkeit
integrieren soll, kompliziert und mit relativ hohen Kosten verbunden.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine in dieser Hinsicht verbesserte
Laufschaufelbaugruppe bereitzustellen, mit der die vorgenannten Nachteile vermieden
oder zumindest reduziert werden.
[0006] Diese Aufgabe wird sowohl mit einer Laufschaufelbaugruppe des Anspruchs 1 als auch
einer Laufschaufelbaugruppe des Anspruchs 12 gelöst.
[0007] Gemäß einem ersten Erfindungsaspekt ist dabei eine Laufschaufelbaugruppe für ein
Triebwerk mit einem ringsegment- oder scheibensegmentförmigen Schaufelträger mit mindestens
einer Laufschaufel vorgeschlagen, bei der mindestens zwei, erste und zweite Versteifungselemente
einer an einem Verbindungsbereich eines Trägerabschnitts eines Schaufelträgers festgelegten
Versteifungsstruktur jeweils nicht nur mit dem Verbindungsbereich verbunden sind,
sondern die ersten und zweiten Versteifungselemente auch zusätzlich miteinander verbunden
sind.
[0008] Durch die zusätzliche Verbindung der an unterschiedlichen Stirnseiten des Schaufelträgers
angeordneten Versteifungselemente wird dabei eine axiale Sicherung der Versteifungselemente
aneinander und bezüglich des Schaufelträgers erreicht, ohne dass jedes einzelne Versteifungselement
selbst separat an dem Trägerabschnitt des Schaufelträgers axial gesichert werden müsste.
Die erfindungsgemäße Lösung nach dem ersten Erfindungsaspekt geht dabei von dem Grundgedanken
aus, dass an dem Verbindungsbereich des Schaufelträgers - vorzugsweise zu einer radial
bezüglich der Mittelachse verlaufenden Querrichtung symmetrisch ausgestaltete und
einander gegenüberliegende - Versteifungselemente an voneinander abgewandten ersten
und zweiten Stirnseiten des Schaufelträgers angeordnet sind, die durch ihre zusätzliche
Verbindung miteinander axial (bezogen auf die Mittelachse) gesichert sind.
[0009] Die axiale Sicherung beider Versteifungselemente der Versteifungsstruktur ist hierbei
in einer Ausführungsvariante über wenigstens eine Verbindungseinrichtung mit mindestens
einem separaten Verbindungselement realisiert, das die beiden an unterschiedlichen
Stirnseiten angeordneten Versteifungselemente unmittelbar miteinander verbindet und
axial gegeneinander sichert. Derart soll keines der Versteifungselemente relativ zu
dem anderen Versteifungselement axial verlagerbar sein. Beide Versteifungselemente
sind damit in einer bestimmungsgemäßen Lage an dem Trägerabschnitt gehalten.
[0010] Die erfindungsgemäße Lösung ist dabei grundsätzlich unabhängig davon, ob die Laufschaufeln
separat hergestellt und an dem Schaufelträger fixiert sind oder die Laufschaufeln
integral mit dem Schaufelträger ausgebildet sind und die Laufschaufelbaugruppe damit
in Bling- oder Blisk-Bauweise gefertigt ist. In einer Ausführungsvariante ist beispielsweise
der ringsegment- oder scheibensegmentförmige Schaufelträger mit zumindest mit einer
Laufschaufel integral ausgebildet.
[0011] Ein vorstehend angesprochenes separates Verbindungselement für die Verbindung der
an unterschiedlichen Stirnseiten des Schaufelträgers angeordneten ersten und zweiten
Versteifungselemente miteinander erstreckt sich in einer Ausführungsvariante durch
eine Verbindungsöffnung in dem Trägerabschnitt. Bei dieser Verbindungsöffnung kann
es sich um eine Durchgangsöffnung, zum Beispiel in Form einer Bohrung, durch den Schaufelträger
oberhalb des Verbindungsbereichs handeln, d.h., um eine Durchgangsöffnung, die in
einer radial nach außen weisenden Richtung zu dem Verbindungsbereich beabstandet ist.
Das mindestens eine separate Verbindungselement erstreckt sich dann beispielsweise
durch eine solche Verbindungsöffnung des Schaufelträgers, um die beiden Versteifungselemente
axial relativ zueinander festzulegen. Über das mindestens eine sich durch den Trägerabschnitt
erstreckende Verbindungselement der Verbindungseinrichtung können dabei nicht nur
die beiden Versteifungselemente aneinander fixiert werden, sondern auch die beiden
Versteifungselemente an dem Trägerabschnitt.
[0012] In einer Ausführungsvariante erstreckt sich das mindestens eine separate Verbindungselement
der Verbindungseinrichtung durch eine Verbindungsöffnung in dem Trägerabschnitt, um
die ersten und zweiten Versteifungselemente miteinander zu verbinden. Das Verbindungselement
kann hierbei beispielsweise in Form eines Schraubbolzens ausgebildet sein und sich
ferner durch je einen radial vorstehenden Verbindungssteg der ersten und zweiten Versteifungselemente
hindurch erstrecken. Derart kann in einer Weiterbildung auch vorgesehen sein, dass
eine Laufschaufelbaugruppe entlang einer Umfangsrichtung um die Mittelachse mehrere
nebeneinander liegende ringsegmentförmige oder scheibensegmentförmige Schaufelträger
mit je mindestens einer Laufschaufel umfasst, die an jeder Stirnseite mit einem gemeinsamen
- beispielsweise ringförmig ausgebildeten - Versteifungselement der Versteifungsstruktur
über mehrere Bolzenverbindungen verbunden sind. Derart dienen die Verbindungseinrichtungen
der Laufschaufelbaugruppe nicht nur der Fixierung der beiden ersten und zweiten Versteifungselemente
aneinander, sondern auch gleichzeitig der Fixierung der beiden ersten und zweiten
Versteifungselemente an mehreren ringsegmentförmigen oder scheibensegmentförmigen
Schaufelträgern und einer Kopplung der einzelnen ringsegmentförmigen oder scheibensegmentförmigen
Schaufelträger untereinander. Dementsprechend wird hierüber auch eine Verdrehsicherung
für die Versteifungselemente einerseits und die Schaufelträger andererseits bereitgestellt.
[0013] In einer Ausführungsvariante ist die Verbindungseinrichtung der Laufschaufelbaugruppe
dazu eingerichtet und vorgesehen, die Laufschaufelbaugruppe mit einem Verbindungsbauteil
zu verbinden, über das die Laufschaufelbaugruppe mit einer weiteren Laufschaufelbaugruppe
drehfest verbunden wird, die innerhalb des Triebwerks entlang der Mittelachse axial
versetzt angeordnet ist. So sind einzelne Laufschaufelreihen, die durch je eine Laufschaufelbaugruppe
gebildet werden, in einem mehrstufigen Verdichter oder in einer mehrstufigen Turbine
des Triebwerks hintereinander angeordnet und drehfest miteinander verbunden. In der
vorstehend genannten Ausführungsvariante ist nun ein Verbindungsbauteil für die drehfeste
Verbindung einzelner axial zueinander versetzte Laufschaufelreihen gerade über diejenige
Verbindungseinrichtung an einem Schaufelträger fixiert, die auch dazu genutzt ist,
die beiden auf unterschiedlichen Stirnseiten des Schaufelträgers angeordneten ersten
und zweite Versteifungselemente miteinander zu verbinden und vorzugsweise aneinander
und dem Schaufelträger zu fixieren.
[0014] Das Verbindungsbauteil ist hierbei beispielsweise hülsenförmig und mit je einem ringförmigen
Befestigungsflansch an jeder Stirnseite ausgebildet, über den das Verbindungsbauteil
an einer Schaufelbaugruppe fixiert wird. Alternativ können mehrere jeweils hülsensegmentförmig
ausgebildete Verbindungsbauteile vorgesehen sein, um zwei Laufschaufelreihen jeweils
im Bereich eines ringsegments- oder scheibensegmentförmigen Schaufelträgers oder jeweils
im Bereich mehrerer ringsegment- oder scheibensegmentförmiger Schaufelträger drehfest
miteinander zu verbinden.
[0015] In einer möglichen Variante erstreckt sich ein separates Verbindungselement der Verbindungseinrichtung,
zum Beispiel ein Steck- oder Schraubbolzen, sowohl durch eine Verbindungsöffnung in
dem Trägerabschnitt als auch durch eine Verbindungsöffnung in dem Verbindungsbauteil.
Beispielsweise handelt es sich bei der Verbindungsöffnung des Verbindungsbauteils
um eine Durchgangsbohrung in einem Flanschabschnitt des Verbindungsbauteils.
[0016] In einer Ausführungsvariante ist vorgesehen dass wenigstens das erste oder zweite
Versteifungselement ringförmig ausgebildet ist. In einer Weiterbildung sind beide
Versteifungselemente ringförmig ausgebildet. Die ringförmige Ausbildung eines einzelnen
Versteifungselements je Stirnseite hat gegenüber mehreren, zum Beispiel ringsegmentförmigen
Versteifungselementen je Stirnseite den Vorteil einer einfacheren und schnelleren
Montage.
[0017] Zur Gewichtsreduktion ist in einer Ausführungsvariante wenigstens eines der ersten
und zweiten Versteifungselemente zumindest teilweise aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff
(englisch: "metal matrix composite", kurz: "MMC") hergestellt. Hierbei kann wenigstens
eines der ersten und zweiten Versteifungselemente einen außen ummantelten Kern aus
einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff aufweisen. Der Kern kann beispielsweise aus einem
verstärkten Titan in MMC-Bauweise bestehen, d.h., insbesondere aus einer Titan-Matrix
mit keramischer Verstärkung.
[0018] In einer Ausführungsvariante definiert der Schaufelträger an der Laufschaufelbaugruppe
- zusammen mit weiteren ringsegment- oder scheibensegmentförmigen Schaufelträgern
- eine bezüglich der Mittelachse axial verlaufende zentrale Durchgangsöffnung, die
von inneren Rändern der Trägerabschnitte der einzelnen Schaufelträger radial begrenzt
ist. Ein aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff gebildeter Abschnitt des ersten oder
zweiten Versteifungselements erstreckt sich axial unterhalb eines solchen inneren
Randes des Trägerabschnitts eines ringsegment- oder scheibensegmentförmigen Schaufelträgers.
Dementsprechend ist in einer solchen Variante vorgesehen, dass der radial innere Rand
des Trägerabschnitts, der die vorzugsweise zentral vorgesehene Durchgangsöffnung der
Laufschaufelbaugruppe berandet, zumindest teilweise von dem mindestens einen Versteifungselement
eingefasst ist, zum Beispiel im Querschnitt L-förmig eingefasst ist, und ein Abschnitt
des Versteifungselements bezogen auf eine radial nach außen weisende Querrichtung
unterhalb des Verbindungsbereiches verläuft. Der aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff
gebildete Abschnitt des an der ersten oder zweiten Stirnseite angeordneten ersten
oder zweiten Versteifungselements erstreckt sich hier folglich unterhalb des inneren
Randes in Richtung der anderen Stirnseite und stellt folglich eine Abstützung unterhalb
dieses inneren Randes durch den Metallmatrix-Verbundwerkstoff bereit. Die Erstreckung
des Metallmatrix-Verbundwerkstoff in axialer Richtung unterhalb eines inneren Randes
des Trägerabschnitts kann damit einer zusätzlichen Abstützung unterhalb der mindestens
einen Laufschaufel und der hiermit gebildeten umfangsseitig umlaufenden Laufschaufelreihe
dienen und zu einer robusteren Versteifungsstruktur führen.
[0019] In einer Ausführungsvariante bildet der Verbindungsbereich wenigstens einen axialen
Vorsprung aus, der von einem ersten oder zweiten Versteifungselement formschlüssig
umgriffen ist, sodass der axiale Vorsprung zumindest teilweise zwischen einem radial
äußeren und einem radial inneren Abschnitt dieses Versteifungselements aufgenommen
ist. Derart erstreckt sich ein axial vorspringender Abschnitt des Verbindungsbereichs
zwischen einem radial äußeren und einem radial inneren Abschnitt des Versteifungselements.
Der axiale Vorsprung kann hierbei lokal stegartig vorstehend an dem Verbindungsbereich
ausgebildet sein und beispielsweise zwischen den zwei Abschnitten des Versteifungselements
in einer nutenförmigen Aussparung des Versteifungselements aufgenommen sein. Der formschlüssige
Umgriff eines axialen Vorsprungs des Verbindungsbereiches durch wenigstens eines der
Versteifungselemente gestattet nicht nur eine verbesserte Krafteinleitung in und Abstützung
durch das jeweilige Versteifungselement, sondern auch eine verbesserte Anbindung des
jeweiligen Versteifungselements an den Verbindungsbereich des Schaufelträgers. Das
Versteifungselement kann hierdurch beispielsweise einfach axial an die Stirnseite
des Schaufelträgers und auf den mindestens einen axialen Vorsprung aufgeschoben oder
gesteckt werden und ist über den formschlüssigen Umgriff des axialen Vorsprungs unmittelbar
radial gesichert an dem Schaufelträger gehalten.
[0020] Alternativ oder ergänzend zu einem formschlüssigen Umgriff eines axialen Vorsprungs
des Verbindungsbereiches kann der Schaufelträger zusammen mit weiteren ringsegment-
oder scheibensegmentförmigen Schaufelträgern der Laufschaufelbaugruppe eine bezüglich
der Mittelachse axial verlaufende Durchgangsöffnung aufweisen, die von einem inneren
Rand des Trägerabschnitts radial begrenzt ist, und kann sich ein erstes oder zweites
Versteifungselement der Versteifungsstruktur mit wenigstens einem Abschnitt unterhalb
dieses inneren Randes des Verbindungsbereichs axial erstrecken. Ein erstes oder zweites
Versteifungselement der Versteifungsstruktur erstreckt sich hier somit mit mindestens
einem Abschnitt axial an dem inneren Rand des Verbindungsbereiches entlang von einer
Stirnseite in Richtung der anderen Stirnseite des Schaufelträgers. Unabhängig von
der Verwendung eines Metallmatrix-Verbundwerkstoffs - und insbesondere unabhängig
von der vorstehend erläuterten Gestaltung, bei der sich ein Abschnitt des Versteifungselements
aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff axial unterhalb eines inneren Randes erstreckt
- kann durch die Erstreckung des Versteifungselementes unterhalb des radial inneren
Randes des Schaufelträgers eine verbesserte Abstützung und Versteifung des Schaufelträgers
im Bereich des Trägerabschnitts erreicht werden.
[0021] Die Ausbildung wenigstens eines axialen und von einem Versteifungselement formschlüssig
umgriffenen Verbindungsbereichs wie auch die axiale Erstreckung wenigstens eines Abschnitts
eines ersten oder zweiten Versteifungselements unterhalb eines inneren Randes des
Verbindungsbereiches zur Verbesserung der Montierbarkeit der Versteifungsstruktur
und der Belastbarkeit des Schaufelträgers sind im Übrigen vorteilhaft mit einer zusätzlichen
Verbindung der an unterschiedlichen Stirnseiten des Schaufelträgers angeordneten ersten
und zweiten Versteifungselemente kombinierbar, jedoch gleichwohl auch hiervon unabhängig
umsetzbar.
[0022] Dementsprechend ist gemäß einem zweiten Erfindungsaspekt eine Laufschaufelbaugruppe
für ein Triebwerk mit mindestens einem ringsegment- oder scheibensegmentförmigen Schaufelträger,
der mindestens eine Laufschaufel aufweist, vorgeschlagen, bei der eine Versteifungsstruktur
vorgesehen ist, die mindestens ein Versteifungselement an einer ersten oder zweiten
Stirnseite des Schaufelträgers aufweist. Dabei bildet der Verbindungsbereich gemäß
dem zweiten Erfindungsaspekt wenigstens einen axialen Vorsprung aus, der von dem mindestens
einen Versteifungselement formschlüssig umgriffen ist, sodass der axiale Vorsprung
zumindest teilweise zwischen einem radial äußeren und einem radial inneren Abschnitt
des Versteifungselements aufgenommen ist. Alternativ oder ergänzend ist nach dem zweiten
Erfindungsaspekt vorgesehen, dass die Laufschaufelbaugruppe eine bezüglich der Mittelachse
der Laufschaufelbaugruppe axial verlaufende Durchgangsöffnung aufweist, die von einem
inneren Rand des Trägerabschnitts radial begrenzt ist, und sich das mindestens eine
Versteifungselement der Versteifungsstruktur mit mindestens einem Abschnitt unterhalb
dieses inneren Randes des Verbindungsbereiches axial erstreckt, also von einer Stirnseite
in Richtung der anderen Stirnseite.
[0023] Ein axialer Vorsprung des Verbindungsbereiches kann sich grundsätzlich im Wesentlichen
parallel zur Mittelachse und mithin im Wesentlichen senkrecht zu einer radial verlaufenden
Stirnseite des Trägerabschnitts erstrecken. Der axiale Vorsprung kann jedoch auch
einen von 90° abweichenden Winkel zu der Stirnseite einnehmen.
[0024] Ferner kann ein Übergangsbereich zwischen einer im Wesentlichen radial verlaufenden
stirnseitigen Trägerfläche an dem Verbindungsbereich und eines Endes des hiermit integral
ausgebildeten Vorsprungs konkav gewölbt sein. Der Grad der Wölbung und damit der Verlauf
einer Geraden an diesen Übergangsbereich kann dabei je nach Triebwerk und/oder Position
der Laufschaufelbaugruppe unterschiedlich gewählt sein, je nachdem, wie stark die
an dem Verbindungsbereich auftretenden Kräfte sind und mit welchen Kraftkomponenten
diese beispielsweise radial und tangential verlaufen. Beispielsweise verläuft eine
Gerade an den Übergangsbereichen in einem Winkel von 0° bis 45° zur Radialrichtung.
Der Grad der Wölbung und damit der eingeschlossene Winkel kann dabei zum Beispiel
auch in Abhängigkeit von dem verwendeten Herstellungsmaterial für das Versteifungselement
erfolgen. Insbesondere mit Blick auf einen Metallmatrix-Verbundwerkstoff und die hierin
vorgesehenen Fasern, die in Umfangsrichtung um die Mittelachse höher belastbar sind
als in eine tangentiale Richtung, kann sich ein kleinerer Winkel und mithin eine stärkere
konkave Wölbung für den Übergangsbereich (und damit ein weniger "weicher" Übergang
zwischen Stirnfläche und Vorsprung) anbieten.
[0025] Der wenigstens eine axiale Vorsprung kann Teil eines im Querschnitt T-förmigen, I-förmigen
oder tannenbaumförmigen Profils des Verbindungsbereiches sein. Bei einem T-förmigen
Profil sind zwei sich in entgegengesetzte Richtungen axial erstreckende Vorsprünge
an dem Verbindungsbereich integral ausgebildet. Bei einem I-förmigen, d.h., nach Art
des Querschnittsprofils eines Doppel-T-Trägers ausgebildeten Profils sind dementsprechend
zwei radial zueinander beabstandete Paare solcher zweier, sich in entgegengesetzte
Richtungen axial erstreckender Vorsprünge vorgesehen. Bei einem tannenbaumförmigen
Profil sind wenigstens zwei oder drei radial übereinander angeordnete und zueinander
beabstandete Paare sich in entgegengesetzte Richtungen axial erstreckender Vorsprünge
vorgesehen, deren axiale Ausdehnung entlang einer Radialrichtung stufenweise ab- oder
zunimmt.
[0026] Ein T-förmiges, I-förmiges oder tannenbaumförmiges Profil des Verbindungsbereiches
erstreckt sich in einer Ausführungsvariante in Umfangsrichtung um die Mittelachse.
In einer Weiterbildung ist der Verbindungsbereich des ringsegment- oder scheibensegmentförmigen
Schaufelträgers mit einem sich über die gesamte Länge des Schaufelträgers in Umfangsrichtung
erstreckenden T-förmigen, I-förmigen oder tannenbaumförmigen Profil versehen.
[0027] Insbesondere bei einem tannenbaumförmigen Querschnittsprofil des Verbindungsbereiches
kann an jeder Stirnseite des Schaufelträgers ein beispielsweise ringförmiges Versteifungselement
angeordnet sein, das mit einem entsprechend korrespondierenden Querschnittsprofil
als Gegenstück versehen ist und mehrere axiale Vorsprünge, die durch das tannenbaumförmige
Querschnittsprofil des Verbindungsbereiches definiert werden, formschlüssig umgreift.
Über eine derartige Verbindung zwischen einem jeweiligen Versteifungselement und dem
Verbindungsbereich des Schaufelträgers können die im Betrieb des Triebwerks auftretenden
radialen Belastungen effizienter von dem Schaufelträger in die Versteifungsstruktur
eingeleitet werden. Hierbei werden die auftretenden Kräfte zudem an unterschiedlichen
radialen Stellen in die Versteifungsstruktur und mithin verteilt eingeleitet, sodass
die Kraftübertragung zwischen dem Schaufelträger und der Versteifungsstruktur verbessert
ist. Auch die Anbindung und sichere Fixierung der Versteifungsstruktur an dem Schaufelträger
ist erheblich vereinfacht.
[0028] In einer möglichen Weiterbildung können an einem axialen Vorsprung des Verbindungsbereiches,
insbesondere an einem axialen Vorsprung eines T-förmigen, I-förmigen oder tannenbaumförmigen
Querschnittsprofils des Verbindungsbereiches Dichtelemente und/oder Kühlungsöffnungen
vorgesehen werden. Kühlungsöffnungen dienen dann beispielsweise der Zuführung von
Kühlluft an den Schaufelträger.
[0029] Mit einer erfindungsgemäßen Laufschaufelbaugruppe sowohl nach dem ersten als auch
nach dem zweiten Erfindungsaspekt kann insbesondere ein Gasturbinentriebwerk bereitgestellt
werden, bei dem eine oder mehrere Laufschaufelreihen eines Verdichters und/oder eine
oder mehrere Laufschaufelreihen einer Turbine gegenüber bisher in der Praxis üblichen
Laufschaufelreihen hinsichtlich ihres Gewichts erheblich reduziert sind, wobei jedoch
die Montage der Versteifungsstruktur und deren axiale Sicherung vergleichsweise einfach
ist. Hierbei können je eine Laufschaufelreihe bildende Laufschaufelbaugruppen, die
jeweils mehrere ringsegmentförmige oder scheibensegmentförmige Schaufelträger und
erfindungsgemäß eine hieran festgelegte Versteifungsstruktur aufweisen, axial hintereinander
angeordnet und drehfest aneinander fixiert sein, insbesondere über ein sich axial
erstreckendes Verbindungsbauteil oder mehrere Verbindungsbauteile, die mit mindestens
einem Versteifungselement einer Versteifungsstruktur verbunden sind. Selbstverständlich
ist jedoch auch eine Kombination einer erfindungsgemäß ausgestalteten Laufschaufelbaugruppe
für die Bildung einer Laufschaufelreihe mit einer weiteren, nicht erfindungsgemäß
ausgestalteten Laufschaufelbaugruppe einer weiteren Laufschaufelreihe möglich.
[0030] Die beigefügten Figuren veranschaulichen exemplarisch mögliche Ausführungsvarianten
der Erfindung.
[0031] Hierbei zeigen:
- Figur 1
- ausschnittsweise und in Schnittdarstellung einen Teil einer Turbine eines Gasturbinentriebwerks
mit zwei Ausführungsvarianten einer erfindungsgemäßen Laufschaufelbaugruppe;
- Figur 2
- eine vergrößerte Einzeldarstellung eines Verbindungsbereichs eines Schaufelträgers
der Laufschaufelbaugruppe mit einer hieran festgelegen Versteifungsstruktur und einer
Anbindung an zwei jeweils axial versetzt angeordneten vorderen und hinteren Laufschaufelbaugruppe;
- Figur 3
- schematisch eine Vorderansicht auf die Laufschaufelbaugruppe;
- Figuren 4A-4B
- in vergrößerter Darstellung ausschnittsweise einen Verbindungsbereich eines Schaufelträgers
mit unterschiedlichen Varianten einer hieran angeordneten Versteifungsstrukturen mit
MMC-Versteifungsringen;
- Figuren 5A-5B
- ausschnittsweise und in geschnittener perspektivischer Ansicht Ausführungsvarianten
eines Schaufelträgers einer erfindungsgemäßen Laufschaufelbaugruppe mit einem tannenbaumförmigen
Profil des Verbindungsbereiches, wobei der Schaufelträger einerseits integral hiermit
ausgebildete Laufschaufeln (Figur 5A) aufweist und andererseits für separat hergestellte
und hieran zu fixierende Laufschaufeln vorgesehen ist (Figur 5B);
- Figur 6
- in geschnittener und vergrößerter Ansicht eine Variante eines Verbindungsbereichs
des Schaufelträgers mit tannenbaumförmigem Profil;
- Figur 7
- ausschnittsweise und in geschnittener Darstellung eine aus dem Stand der Technik bekannte
Ausbildung von Laufschaufelreihen einer Turbine eines Gasturbinentriebwerks;
- Figuren 8
- eine Querschnittsansicht eines Turbofan-Triebwerks, bei dem eine Ausführungsvariante
einer erfindungsgemäßen Laufschaufelbaugruppe im Bereich eines Verdichters und/oder
im Bereich einer Turbine zum Einsatz kommt.
[0032] Die Figur 8 veranschaulicht schematisch und in Schnittdarstellung ein Gasturbinentriebwerk
T, bei dem die einzelnen Triebwerkskomponenten entlang einer Rotationsachse oder Mittelachse
M hintereinander angeordnet sind und das Triebwerk T als Turbofan-Triebwerk ausgebildet
ist. An einem Einlass oder Intake E des Triebwerks T wird Luft entlang einer Eintrittsrichtung
R mittels eines Fans F angesaugt. Dieser in einem Fangehäuse FC angeordnete Fan F
wird über eine Rotorwelle S angetrieben, die von einer Turbine TT des Triebwerks T
in Drehung versetzt wird. Die Turbine TT schließt sich hierbei an einen Verdichter
V an, der beispielsweise einen Niederdruckverdichter 11 und einen Hochdruckverdichter
12 aufweist, sowie gegebenenfalls noch einen Mitteldruckverdichter. Der Fan F führt
einerseits dem Verdichter V Luft zu sowie andererseits einem Sekundärstromkanal oder
Bypasskanal B zur Erzeugung des Schubs. Der Bypasskanal B verläuft hierbei um ein
den Verdichter V und die Turbine TT umfassendes Kerntriebwerk, das einen Primärstromkanal
für die durch den Fan F dem Kerntriebwerk zugeführte Luft umfasst.
[0033] Die über den Verdichter V in den Primärstromkanal geförderte Luft gelangt in einen
Brennkammerabschnitt BK des Kerntriebwerks, in dem die Antriebsenergie zum Antreiben
der Turbine TT erzeugt wird. Die Turbine TT weist hierfür eine Hochdruckturbine 13,
eine Mitteldruckturbine 14 und einen Niederdruckturbine 15 auf. Die Turbine TT treibt
dabei über die bei der Verbrennung frei werdende Energie die Rotorwelle S und damit
den Fan F an, um über die die in den Bypasskanal B geförderte Luft den erforderlichen
Schub zu erzeugen. Sowohl die Luft aus dem Bypasskanal B als auch die Abgase aus dem
Primärstromkanal des Kerntriebwerks strömen über einen Auslass A am Ende des Triebwerks
T aus. Der Auslass A weist hierbei üblicherweise eine Schubdüse mit einem zentral
angeordneten Austrittskonus C auf.
[0034] Sowohl im Bereich des (Axial-) Verdichters mit seinem Niederdruckverdichter 11 und
seinem Hochdruckverdichter 12 als auch im Bereich der Turbine TT werden bekanntermaßen
um die Mittelachse M rotierende Laufschaufelbaugruppen eingesetzt, die je eine Laufschaufelreihe
aufweisen und bei denen die Laufschaufeln an einem ring-oder scheibenförmigen Schaufelträger
vorgesehen sind. Der ring- oder scheibenförmige Schaufelträger kann hierbei grundsätzlich
integral beschaufelt sein und damit in Bling-oder Blisk-Bauweise hergestellt sein.
Alternativ ist die Fixierung einzelner Laufschaufeln über ihren jeweiligen Schaufelfuß
an einem ring- oder scheibenförmigen Schaufelträger möglich. Hierfür wird beispielsweise
ein Schaufelfuß in eine Befestigungsnut des Schaufelträgers axial eingeschoben und
axial an dem jeweiligen Schaufelträger gesichert.
[0035] Anhand der Figur 7 sind exemplarisch mehrere entlang der Mittelachse M hintereinander
angeordnete Laufschaufelbaugruppen 2a, 2b und 2c der Turbine TT veranschaulicht. Der
in der Figur 5 dargestellte Ausschnitt zeigt hierbei nur einen Teil oberhalb der Mittelachse
M im Bereich der Mitteldruckturbine 14 oder der Niederdruckturbine 15. Die einzelnen
Laufschaufelbaugruppen 2a, 2b und 2c sind drehfest über Flanschverbindungen 4.1 und
4.2 miteinander verbunden. Ferner weist jede Laufschaufelbaugruppe 2a, 2b und 2c je
einen ring- oder scheibenförmigen Schaufelträger 23, 24 oder 25 auf, an dem einzelne
Laufschaufeln 20, 21 oder 22 einer Schaufelreihe entlang einer Kreislinie um die Mittelachse
M hintereinander angeordnet und an dem jeweiligen Schaufelträger 23, 24 oder 25 über
einen Schaufelfuß 200, 210 oder 220 einer Laufschaufel 20, 21 oder 22 fixiert sind.
In axialer Richtung entlang der Mittelachse M wechseln sich dabei Laufschaufelreihen
der Laufschaufelbaugruppen 2a, 2b und 2c mit feststehenden Leitschaufelreihen ab.
Die Leitschaufelreihen weisen jeweils Leitschaufeln 30 oder 31 auf, die ebenfalls
umfangseitig umlaufend entlang einer Kreislinie um die Mittelachse M angeordnet sind.
[0036] Infolge der hohen Drehzahlen und der damit einhergehenden Belastungen weist jeder
Schaufelträger 23, 24 oder 25 einer Laufschaufelbaugruppe 2a, 2b oder 2c des Standes
der Technik einen sich radial nach innen erstreckenden Trägerabschnitt 230, 240 oder
250 auf. Ein scheibenförmiger Trägerabschnitt 250 der hinteren Laufschaufelbaugruppe
2c dient beispielsweise der drehbaren Lagerung der untereinander drehfest verbundenen
Laufschaufelbaugruppen 2a, 2b und 2c. In dem Trägerabschnitt 230, 240 zweier - bezogen
auf die Strömungsrichtung durch das Triebwerk T - vorderer Laufschaufelbaugruppen
2a und 2b ist vor allem zur Gewichtsreduktion eine zentrale Durchgangsöffnung 01 oder
02 vorgesehen, beispielsweise in Form einer Bohrung. Mit Blick auf den notwendigen
Bauraum der Laufschaufelbaugruppen 2a und 2b sowie deren Gewicht ist vor allem entscheidend,
welche radiale Erstreckung die Schaufelträger 23 und 24 aufweisen, um den im Betrieb
auftretenden Belastungen standhalten zu können.
[0037] Bei den unterschiedlichen Varianten einer erfindungsgemäßen Lösung, die beispielsweise
in der Figur 1 exemplarisch an zwei Laufschaufelbaugruppen 2a und 2b der Turbine TT
veranschaulicht sind, wird eine deutliche Verkleinerung der sich radial erstreckenden
Trägerabschnitte 230 oder 240 durch das Vorsehen je einer Versteifungsstruktur 5a
oder 5b erreicht. Jede Versteifungsstrukturen 5a oder 5b weist zwei ringförmige Versteifungselemente
in Form von (MMC-) Versteifungsringen 50 und 51 auf, die einander gegenüberliegend
an den Stirnseiten des jeweiligen Schaufelträgers 23 oder 24 angeordnet sind. Die
Versteifungsringe 50 und 51 sind einerseits unmittelbar miteinander verbunden - vorzugsweise
über wenigstens ein zusätzliches Verbindungselement. Andererseits umgreifen beide
Versteifungsringe 50, 51 jeweils einen Verbindungsbereich 231 oder 241 des jeweiligen
Trägerabschnitts 230 oder 240 zumindest abschnittsweise formschlüssig, der ein in
Umfangsrichtung durchgängiges Profil mit wenigstens zwei sich in entgegengesetzte
Richtungen axial erstreckenden Vorsprüngen aufweist. Dabei ist der Verbindungsbereich
231, 241 jeweils mit einem tannenbaumförmigen (Querschnitts-) Profil versehen.
[0038] Die beiden auf einander abgewandten Stirnseiten eines Schaufelträgers 23 oder 24
angeordneten Versteifungsringe 50 und 51 einer Laufschaufelbaugruppe 2a oder 2b sind
jeweils über eine Verbindungseinrichtung 6a oder 6b miteinander verbunden und vorliegend
aneinander sowie an dem Trägerabschnitt 230 oder 240 fixiert. Die jeweilige Verbindungseinrichtung
6a oder 6b umfasst hierbei mindestens ein separates Verbindungselement in Form eines
Schraubbolzens 60. Dieser Schraubbolzen 60 ist unter anderem oberhalb des jeweiligen
Verbindungsbereichs 231, 241 für die Versteifungsstruktur 5a oder 5b vorgesehen. Zur
axialen Fixierung ist eine Mutter 61 auf den Schraubbolzen 60 aufgedreht. Hierbei
erstreckt sich der Schraubbolzen 60 oberhalb des jeweiligen Verbindungsbereiches 231,
241 unter anderem jeweils durch eine Verbindungsöffnung, die in einem randseitigen,
radial vorstehenden Verbindungssteg 50a oder 50b eines Versteifungsrings 50 oder 51
ausgebildet ist, sowie durch eine Verbindungsöffnung 233 oder 243 in dem Trägerabschnitt
230, 240.
[0039] Ferner ist über einen Schraubbolzen 60 auch eine Fixierung mindestens eines Verbindungsbauteils
7a, 7b an einen Schaufelträger 23, 24 realisiert. So sind die einzelnen Laufschaufelbaugruppen
2a, 2b und 2c über mehrere hülsenförmige Verbindungsbauteile 7a, 7b drehfest miteinander
verbunden. Die erfindungsgemäß mit je einer Versteifungsstruktur 5a, 5b versehenen
Laufschaufelbaugruppen 2a und 2b sind über ein erstes hülsenförmiges Verbindungsbauteil
7a drehfest miteinander verbunden, während die Laufschaufelbaugruppe 2b über ein weiteres,
zweites hülsenförmiges Verbindungsbauteil 7b drehfest mit der hinteren Laufschaufelbaugruppe
2c verbunden ist. Jedes der hülsenförmigen Verbindungsbauteile 7a, 7b weist an seinen
Stirnseiten einen ringförmigen Flanschabschnitt 70a, 70b auf. Dieser Flanschabschnitt
70a oder 70b weist in Umfangsrichtung mehrere nebeneinander angeordnete Verbindungsöffnungen
für die Fixierung an den Laufschaufelbaugruppen 2a, 2b und 2c auf.
[0040] Vorliegend ist im Zuge der einfacheren Montage und zur zusätzlichen Gewichtsreduktion
und Erhöhung der Kompaktheit vorgesehen, dass die Verbindungsbauteile 7a und 7b an
einer Laufschaufelbaugruppe 2a oder 2b zusätzlich über eine Verbindungseinrichtung
6a und 6b an den Schaufelträgern 23 und 24 fixiert werden, über die auch die Versteifungsringe
5a und 5b aneinander und an den jeweiligen Schaufelträger 23 oder 24 fixiert werden.
Ein einzelner Schraubbolzen 60 erstreckt sich somit durch Verbindungsöffnungen der
Flanschabschnitte 70a, 70b und der Versteifungsringe 50, 51 sowie durch eine Verbindungsöffnung
233 oder 243 des jeweiligen Schaufelträgers 23 oder 24.
[0041] Wie auch anhand der vergrößerten Darstellung der Figur 2 ersichtlich ist, sind derart
die Verbindungsstege 50a und 50b der Versteifungsringe 50 und 51 sandwichartig zwischen
den Flanschabschnitten 70a und 70b fixiert. Zwischen den Verbindungsstegen 50a und
50b ist wiederum ein Teil des Trägerabschnitts des jeweiligen Schaufelträgers - in
der Figur 2 exemplarisch der Träger 240 des Schaufelträgers 24 - sandwichartig angeordnet.
[0042] Umfangsseitig sind die Versteifungsringe 50 und 51 an mehreren Stellen über je eine
Verbindungseinrichtung 6a oder 6b mit mindestens einem Schraubbolzen 60 an unterschiedlichen,
jeweils ringsegmentförmig oder scheibensegmentförmig ausgestalteten Schaufelträgern
23, 24 fixiert, wobei an diesen Versteifungsringen 50, 51 über denselben Schraubbolzen
60 wiederum mindestens ein hülsenförmiges Verbindungsbauteil 7a, 7b fixiert ist. Dies
ist insbesondere anhand der Vorderansicht der Figur 3 schematisch veranschaulicht.
[0043] Die in der Figur 3 exemplarisch und lediglich schematisch veranschaulichte Laufschaufelbaugruppe
2b weist entlang einer Umfangsrichtung um die Mittelachse M mehrere jeweils ringsegmentförmige
oder scheibensegmentförmige Schaufelträger 24 mit mindestens einer Laufschaufel 21,
vorliegend drei Laufschaufeln 21, auf, sodass die einzelnen Schaufelträger 24 eine
umfangsseitig umlaufende Laufschaufelreihe definieren. Die einzelnen ringsegmentförmigen
oder scheibensegmentförmigen Schaufelträger 24 sind hierbei dann jeweils über zwei
an den unterschiedlichen Stirnseiten angeordnete Versteifungsringe 50 und 51 versteift
und relativ zueinander über die Schraubbolzen 60 fixiert sowie darüber hinaus auch
gleichzeitig mit wenigstens einem Verbindungsbauteil 7a oder 7b verbunden, über das
wiederum eine drehfeste Verbindung zu einer weiteren Laufschaufelbaugruppe 2a oder
2c realisiert ist.
[0044] Wie anhand der Figuren 4A und 4B für unterschiedliche Varianten der Versteifungsstrukturen
5a, 5b veranschaulicht ist, weist jeder Versteifungsring 50, 51 der jeweiligen Versteifungsstruktur
5a oder 5b einen ummantelten MMC-Kern 500 auf, beispielsweise einen TiMMC-Kern. Über
die Herstellung der Versteifungsringe 50 und 51 in MMC-Bauweise wird bei vergleichsweise
geringem Gewicht eine erheblich erhöhte Steifigkeit der Schaufelträger 23 oder 24
erreicht. Hierbei erstreckt sich ein Versteifungsring 50 oder 51 mit einem Umgriffabschnitt
50.1 oder 51.2 axial unterhalb eines der jeweiligen Durchgangsöffnung 01 oder 02 zugewandten
Randes des Verbindungsbereiches 231 oder 241 in Richtung der anderen Stirnseite. Ein
radial innenliegender Rand des jeweiligen Schaufelträgers 23 oder 24 ist somit von
jedem Versteifungsring 50 oder 51 zumindest teilweise L-förmig umgriffen. Hierdurch
wird insbesondere die radiale Sicherung des jeweiligen Versteifungsrings 50, 51 an
dem Trägerabschnitt 230 oder 240 erleichtert und ist auch eine Abstützung des Schaufelträgers
23, 24 unterhalb des Verbindungsbereichs 231, 241 erreicht.
[0045] Vorliegend erstrecken sich beide Versteifungsringe 50 und 51 mit je einem Umgriffabschnitt
50.1 oder 51.2 soweit axial unterhalb des inneren Randes des Trägerabschnitts 231
oder 241 des Schaufelträgers 23 oder 24, dass die Versteifungsringe 50 und 51 über
ihre Umgriffabschnitte 50.1 und 51.2 unmittelbar aneinander anliegen. Die beiderseits
des Verbindungsbereichs 231 oder 241 vorgesehenen Versteifungsringe 50 und 51, die
jeweils formschlüssig an dem jeweiligen Verbindungsbereich 231 oder 241 gehalten sind,
liegen folglich unmittelbar aneinander an und die damit gebildete Versteifungsstruktur
5a oder 5b erstreckt vollständig durch die Durchgangsöffnung 01 oder 02 hindurch.
[0046] Durch die Versteifungsstruktur 5a oder 5b mit den an den voneinander abgewandten
Stirnseiten des Schaufelträgers 23 oder 24 angeordneten Versteifungsringen 50 und
51 können vor allem radial wirkende Kräfte aufgenommen werden. Durch die umfangsseitig
umlaufende Profilierung des Verbindungsbereiches 231 oder 241 ist dabei aber gleichzeitig
eine einfachere Montage und einfache radiale Sicherung der an den Schaufelträger 23
oder 24 zu montierenden Versteifungsringe 50 und 51 gegeben.
[0047] Bei einem tannenbaumförmigen Querschnittsprofil entsprechend den Varianten der Figuren
4A und 4B bildet der hier exemplarisch dargestellte Verbindungsbereich 241 Paare sich
in entgegengesetzte Richtungen axial erstreckender Vorsprünge 2410.1/2410.2, 2411.1/2411.2
und 2412.1/2412.2 aus. Jeder dieser axialen Vorsprünge 2410.1 bis 2412.2 steht ringförmig
an einer Stirnseite des Trägerabschnitts 240 hervor. Zur Ausbildung des tannenbaumförmigen
Profils nimmt dabei die axiale Länge der einzelnen axialen Vorsprünge 2410.1 bis 2412.1
oder 2410.2 bis 2412.2 je Stirnseite in radialer Richtung ab, vorliegend radial nach
innen. Dementsprechend weist ein paar axialer Vorsprünge 2412.1/2412.2, das der Durchgangsöffnung
02 am nächsten liegt, die geringste axiale Erstreckung auf und die radial weiter außen
angeordneten Paare axialer Vorsprünge 2411.1/2411.2 und 2410.1/2410.2 stehen jeweils
axial weiter vor.
[0048] An den einzelnen Versteifungsringen 50 und 51 sind mit den Vorsprüngen 2410.1 bis
2412.1 oder 2410.2 bis 2412.2 einer Stirnseite korrespondierende Nuten vorgesehen,
sodass der jeweilige an einer Stirnseite angebrachte Versteifungsring 50 oder 51 jeden
Vorsprung 2410.1 bis 2412.1 oder 2410.2 bis 2412.2 an der jeweiligen Stirnseite formschlüssig
umgreift und folglich jeder Vorsprung 2410.1 bis 2412.2 jeweils zwischen einem radial
weiter innenliegenden und radial weiter außen liegenden Abschnitt des jeweiligen Versteifungsrings
50 oder 51 aufgenommen ist. Durch die derart gebildete formschlüssige Verbindung zwischen
Schaufelträger 24 und den Versteifungsringen 50 und 51 werden im Betrieb des Triebwerks
T auftretende Radiallasten über das tannenbaumförmige Profil verteilt in die Versteifungsstruktur
5a eingeleitet. Zudem ist hierüber die Versteifungsstruktur 5a an dem Trägerabschnitt
240 des Schaufelträgers 24 ohne zusätzliche Befestigungsmittel bereits durch das Aufstecken
der Versteifungsringe 50, 51 radial festgelegt.
[0049] Bei der Ausführungsvariante der Figur 4B ist ferner vorgesehen, dass der MMC-Kern
500 eines Versteifungsrings 50 oder 51 sich mit zumindest einem Abschnitt 500.1 oder
500.2 aus dem Metallmatrix-Verbundwerkstoff unterhalb des inneren Randes des Trägerabschnitts
240 erstreckt. Hierbei ist der MMC-Kern im Querschnitt im Wesentlichen L-förmig. Bei
der Variante der Figur 2A ist damit der MMC-Kern 500 nur axial neben dem Verbindungsbereich
241 und insbesondere neben den Vorsprüngen 2410.1 bis 2412.2 angeordnet. Bei der Variante
der Figur 2B ist der MMC-Kern 500 demgegenüber axial neben dem Verbindungsbereich
241 und zumindest teilweise unterhalb des Verbindungsbereichs 241 und folglich insbesondere
neben den Vorsprüngen 2410.1 bis 2412.2 und zumindest teilweise unterhalb der Vorsprünge
2410.1 bis 2412.2 angeordnet.
[0050] Mit den Figuren 5A und 5B sind zwei unterschiedliche Varianten der Schaufelträger
23, 24 der Laufschaufelbaugruppe 2a oder 2b veranschaulicht. In beiden Varianten weist
der Schaufelträger 23, 24 ein sich in Umfangsrichtung erstreckendes tannenbaumförmiges
Querschnittsprofil an dem Verbindungsbereich 231 oder 243 für die Versteifungsstruktur
5a oder 5b und deren hier anzubringenden Versteifungsringe 50 und 51 auf. Während
bei der Variante der Figur 5A der ringsegment- oder scheibensegmentförmige Schaufelträger
23, 24 mit integral hieran ausgebildeten Laufschaufeln 20, 21 ausgebildet ist, weist
der Schaufelträger 23, 24 der Figur 5B mehrere umfangsseitig nebeneinander angeordnete
Befestigungsnuten 232, 242 für hieran zu fixierende Schaufelfüße 200, 210 der Laufschaufeln
20, 21 auf.
[0051] Anhand der Querschnittsdarstellung der Figur 6 ist ferner mit Blick auf ein tannenbaumförmiges
Profil des Verbindungsbereiches 241 eines Schaufelträgers 24 exemplarisch veranschaulicht,
über welche Konstruktionsparameter gegebenenfalls die Verbindung zwischen dem Schaufelträger
24 und den Versteifungsringen 50, 51 und damit die Kraftübertragung in die Versteifungsstruktur
5b beeinflusst werden kann.
[0052] Beispielsweise ist vorliegend ein Radius Ra für einen Übergangsbereich zwischen einer
sich radial erstreckenden Stirnfläche des Trägerabschnitts 240 und einem radial äußersten
Vorsprung 2410.1 einer Stirnseite gezeigt, über dessen Größe der Grad der Konkavität
des Übergangsbereichs beeinflusst wird.
[0053] Eine Geometrie des tannenbaumförmigen Profils kann ferner durch einen Winkel α charakterisiert
sein, den zwei Tangenten zueinander einnehmen, die jeweils in einer Querschnittsansicht
längs der Mittelachse M an die Enden der axialen Vorsprünge 2410.1 bis 2412.1 oder
2410.2 bis 2412.2 einer Stirnseite angelegt sind. Je größer der Winkel α ist, desto
größer ist die axiale Ausdehnung des tannenbaumförmigen Profils und/oder desto größer
ist die Abstufung in der axialen Ausdehnung zwischen den an einer Stirnseite vorgesehenen
Vorsprüngen 2410.1 bis 2412.1 oder 2410.2 bis 2412.2.
Bezugszeichenliste
[0054]
- 11
- Niederdruckverdichter
- 12
- Hochdruckverdichter
- 13
- Hochdruckturbine
- 14
- Mitteldruckturbine
- 15
- Niederdruckturbine
- 20, 21, 22
- Laufschaufel
- 200, 210, 220
- Schaufelfuß
- 23, 24, 25
- Schaufelträger
- 230, 240, 250
- Trägerabschnitt
- 231
- Verbindungsbereich
- 232, 242
- Befestigungsnut
- 233, 243
- Verbindungsöffnung
- 241
- Verbindungsbereich
- 2410.1, 2410.2, 2411.1, 2411.2, 2412.1, 2412.2
- Axialer Vorsprung
- 2a, 2b, 2c
- Laufschaufelbaugruppe
- 30, 31
- Leitschaufel
- 4.1, 4.2
- Flanschverbindung
- 50, 51
- Versteifungsring (Versteifungselement)
- 50.1, 51.2
- Umgriffabschnitt
- 500
- MMC-Kern
- 500.1, 500.2,
- MMC-Abschnitt
- 50a, 50b
- Verbindungssteg
- 5a, 5b
- Versteifungsstruktur
- 60
- Schraubbolzen
- 61
- Mutter
- 6a, 6b
- Verbindungseinrichtung
- 70a, 70b
- Flanschabschnitt
- 7a, 7b
- Verbindungsbauteil (hülsen-/hülsensegmentförmig)
- A
- Auslass
- B
- Bypasskanal
- BK
- Brennkammerabschnitt
- C
- Austrittskonus
- E
- Einlass / Intake
- F
- Fan
- FC
- Fangehäuse
- M
- Mittelachse / Rotationsachse
- O1, O2
- Durchgangsöffnung
- R
- Eintrittsrichtung
- Ra
- Radius
- S
- Rotorwelle
- T
- Turbofan-Triebwerk (Gasturbinentriebwerk)
- TT
- Turbine
- V
- Verdichter
- α
- Winkel
1. Laufschaufelbaugruppe für ein Triebwerk (T), mit mindestens einem Schaufelträger (23,
24), der mindestens eine Laufschaufel (20, 21) aufweist, die mit mehreren Laufschaufeln
(20, 21) entlang einer Kreislinie um eine Mittelachse (M) der Laufschaufelbaugruppe
(2a, 2b) vorgesehen ist, wobei
- der Schaufelträger (23, 24) einen sich bezüglich der mindestens eine Laufschaufel
(20, 21) radial nach innen in Richtung der Mittelachse (M) erstreckenden Trägerabschnitt
(230, 240) aufweist,
- der Trägerabschnitt (230, 240) einen Verbindungsbereich (231, 241) umfasst, an dem
eine Versteifungsstruktur (5a, 5b) mit mindestens zwei, ersten und zweiten Versteifungselementen
(50, 51) festgelegt ist, und
- das erste Versteifungselement (50) an einer ersten Stirnseite des Schaufelträgers
(23, 24) angeordnet ist und das zweite Versteifungselemente (51) an einer der ersten
Stirnseite abgewandten zweiten Stirnseite angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schaufelträger (23, 24) ringsegment- oder scheibensegmentförmig ausgebildet ist
und die ersten und zweiten Versteifungselemente (50, 51) mit dem Verbindungsbereich
(231, 241) des Schaufelträgers (23, 24) und zusätzlich miteinander verbunden sind.
2. Laufschaufelbaugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die an unterschiedlichen Stirnseiten des Schaufelträgers (23, 24) angeordneten ersten
und zweiten Versteifungselemente (50, 51) über wenigstens eine Verbindungseinrichtung
(6a, 6b) miteinander verbunden sind.
3. Laufschaufelbaugruppe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich mindestens ein separates Verbindungselement (60) der Verbindungseinrichtung
(6a, 6b) durch eine Verbindungsöffnung (243) in dem Trägerabschnitt (230, 240) erstreckt,
um die ersten und zweiten Versteifungselemente (50, 51) miteinander zu verbinden.
4. Laufschaufelbaugruppe nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (6a, 6b) ferner dazu eingerichtet und vorgesehen ist,
die Laufschaufelbaugruppe (2a, 2c) mit einem Verbindungsbauteil (7a, 7b) zu verbinden,
über das die Laufschaufelbaugruppe (2a, 2b) mit einer weiteren Laufschaufelbaugruppe
(2b, 2a, 2c) drehfest verbunden wird, die innerhalb des Triebwerks (T) entlang der
Mittelachse (M) axial versetzt angeordnet ist.
5. Laufschaufelbaugruppe nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich das mindestens eine separate Verbindungselement (60) sowohl durch eine Verbindungsöffnung
(243) in dem Trägerabschnitt (230, 240) als auch eine Verbindungsöffnung in dem Verbindungsbauteil
(7a, 7b) erstreckt.
6. Laufschaufelbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens das erste oder zweite Versteifungselement (50, 51) ringförmig ausgebildet
ist.
7. Laufschaufelbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der ersten und zweiten Versteifungselemente (50, 51) zumindest teilweise
aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff hergestellt ist.
8. Laufschaufelbaugruppe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der ersten und zweiten Versteifungselemente (50, 51) einen außen
ummantelten Kern (500) aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff aufweist.
9. Laufschaufelbaugruppe nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass Laufschaufelbaugruppe (2a, 2b) eine bezüglich der Mittelachse (M) axial verlaufende
Durchgangsöffnung (01, 02) aufweist, die von einem inneren Rand des Trägerabschnitts
(230, 240) radial begrenzt ist, und sich ein aus einem Metallmatrix-Verbundwerkstoff
gebildeter Abschnitt des ersten oder zweiten Versteifungselementes (50, 51) unterhalb
dieses inneren Randes des Verbindungsbereichs (231, 241) axial erstreckt
10. Laufschaufelbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbereich (231, 241) wenigstens einen axialen Vorsprung (2410.1-2412.2)
ausbildet, der von einem ersten oder zweiten Versteifungselement (50, 51) formschlüssig
umgriffen ist, sodass der axiale Vorsprung (2410.1-2412.2) zumindest teilweise zwischen
einem radial äußeren und einem radial inneren Abschnitt dieses Versteifungselements
(50, 51) aufgenommen ist.
11. Laufschaufelbaugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschaufelbaugruppe (2a, 2b) eine bezüglich der Mittelachse (M) axial verlaufende
Durchgangsöffnung (01, 02) aufweist, die von einem inneren Rand des Trägerabschnitts
(230, 240) radial begrenzt ist, und sich ein erstes oder zweites Versteifungselement
(50, 51) der Versteifungsstruktur (5a, 5b) mit wenigstens einem Abschnitt (50.1, 51.2)
unterhalb dieses inneren Randes des Verbindungsbereichs (231, 241) axial erstreckt.
12. Laufschaufelbaugruppe für ein Triebwerk (T), insbesondere nach einem der Ansprüche
1 bis 11, mit mindestens einem Schaufelträger (23, 24), der mindestens eine Laufschaufel
(20, 21) aufweist, die mit mehreren Laufschaufeln (20, 21) entlang einer Kreislinie
um eine Mittelachse (M) der Laufschaufelbaugruppe (2a, 2b) vorgesehen ist, wobei
- der Schaufelträger (23, 24) einen sich bezüglich der mindestens einen Laufschaufel
(20, 21) radial nach innen in Richtung der Mittelachse (M) erstreckenden Trägerabschnitt
(230, 240) aufweist,
- der Trägerabschnitt (230, 240) einen Verbindungsbereich (231, 241) umfasst, an dem
eine Versteifungsstruktur (5a, 5b) mit mindestens einem Versteifungselement (50, 51)
festgelegt ist, und
- das Versteifungselement (50, 51) an einer ersten oder zweiten Stirnseite des Schaufelträgers
(23, 24) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schaufelträger (23, 24) ringsegment- oder scheibensegmentförmig ausgebildet ist
und
(a) der Verbindungsbereich (231, 241) wenigstens einen axialen Vorsprung (2410.1-2412.2)
ausbildet, der von dem mindestens einen Versteifungselement (50, 51) formschlüssig
umgriffen ist, sodass der axiale Vorsprung (2410.1-2412.2) zumindest teilweise zwischen
einem radial äußeren und einem radial inneren Abschnitt des Versteifungselements (50,
51) aufgenommen ist,
und/oder
(b) die Laufschaufelbaugruppe (2a, 2b) eine bezüglich der Mittelachse (M) axial verlaufende
Durchgangsöffnung (01, 02) aufweist, die von einem inneren Rand des Trägerabschnitts
(230, 240) radial begrenzt ist, und sich das mindestens eine Versteifungselement (50,
51) der Versteifungsstruktur (5a, 5b) mit wenigstens einem Abschnitt (50.1, 51.2)
unterhalb dieses inneren Randes des Verbindungsbereichs (231, 241) axial erstreckt.
13. Laufschaufelbaugruppe nach Anspruch 10 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der axiale Vorsprung (2410.1-2412.2) Teil eines im Querschnitt T-förmigen, I-förmigen
oder tannenbaumförmigen Profils des Verbindungsbereichs (231, 241) ist.
14. Laufschaufelbaugruppe nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich das T-förmige, I-förmige oder tannenbaumförmige Profil des Verbindungsbereichs
(231, 241) zumindest abschnittsweise entlang einer Kreislinie um die Mittelachse (M)
erstreckt.
15. Gasturbinentriebwerk mit mindestens einer Laufschaufelbaugruppe (2a, 2b) nach einem
der Ansprüche 1 bis 14.