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EP 3 309 450 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.12.2020 Patentblatt 2020/53 |
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Anmeldetag: 09.10.2017 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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VORRICHTUNG ZUM BELEUCHTEN VON ZUEINANDER WINKELIG ANGEORDNETEN FLÄCHEN
DEVICE FOR ILLUMINATING SURFACES ARRANGED AT AN ANGLE TO EACH OTHER
DISPOSITIF D'ÉCLAIRAGE DES SURFACES DISPOSÉES DE FAÇON ANGULAIRE LES UNES PAR RAPPORT
AUX AUTRES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
14.10.2016 DE 102016012336
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.04.2018 Patentblatt 2018/16 |
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Patentinhaber: Bartenbach Holding GmbH |
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6071 Aldrans (AT) |
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Erfinder: |
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- Anselm, Christian
6112 Wattens (AT)
- Gstrein, Manfred
6067 Absam (AT)
- Reisecker, Christian
6166 Fulpmes (AT)
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Vertreter: Thoma, Michael |
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Lorenz Seidler Gossel
Rechtsanwälte Patentanwälte
Partnerschaft mbB Widenmayerstraße 23
80538 München Widenmayerstraße 23
80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A2-2009/145486 US-A1- 2014 063 812
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US-A1- 2008 278 945 US-A1- 2015 247 622
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beleuchten zweier zueinander
winkelig angeordneter Flächen, insbesondere Wand- und Bodenflächen, mit zumindest
einem Strahler, der zumindest eine Lichtquelle und eine Umlenkoptik umfassend einen
Reflektor und/oder eine Linse aufweist, wobei die Umlenkoptik von der Lichtquelle
abgegebenes Licht einfängt und in Form eines Strahlenbündels auf beide Flächen abstrahlt,
so dass auf beiden Flächen jeweils ein Flächenstück beleuchtet ist, wobei das Strahlenbündel
einen von der Umlenkoptik reflektierten Indirektlichtanteil und einen von der Umlenkoptik
unreflektierten Direktlichtanteil umfasst, die einander teilweise überlagern.
[0002] Aus der Schrift
US 2014/0063812 A1 ist ein Wallwasher bekannt, dessen Reflektor einen rechteckigen Querschnitt besitzt
und einen halbseitigen Einsatz umfasst, der für einen Teil des abgestrahlten Lichts
eine Zweifachreflektion bewirkt. Damit straht dieser vorbekannte Wallwasher drei separate
Lichtbündel ab: Ein unreflektiertes Direktlichtbündel wird auf den Boden gestrahlt.
Ein einfach reflektiertes Indirektlichtbündel wird auf einen unteren Abschnitt der
Wand reflektiert und ein drittes, zweifach reflektiertes Indirektlichtbündel wird
auf einen oberen Teil der Wand reflektiert. Weitere Wallwasher sind aus den Schriften
WO 2009/145486,
US 2015/247622 A1 und
US 2008/278945 A1 bekannt.Für diverse Beleuchtungsaufgaben können Strahler eingesetzt werden, die über
eine Umlenkoptik den abgestrahlten Lichtkegel gezielt auf den Boden oder eine Wand
lenken, um entsprechende Flächenstücke am Boden und/oder der Wand zu beleuchten. Dabei
werden Strahler, die am oberen Ende einer Wand benachbart zu dieser beispielsweise
an der Decke montiert sind, und die Wand beleuchten, bisweilen als Wallwasher bezeichnet.
Generell nach unten auf eine Bodenfläche strahlende Strahler werden indes bisweilen
als Downlight bezeichnet, wobei solche Strahler beispielsweise in Deckenpaneele integriert
und in matrixartigen Strahleranordnungen zusammengefasst sein können.
[0003] Solche Strahleranordnungen sind nicht nur zur Beleuchtung von Räumen und Sälen beliebt,
sondern können auch als Shopbeleuchtung beispielsweise zur Beleuchtung von Vitrinen,
als Regalbeleuchtung, Küchenbeleuchtung, Gangbeleuchtung, Stiegenhausbeleuchtung oder
in Konferenzräumen zur Tafel- bzw. Flipchartbeleuchtung Verwendung finden. Ferner
können solche Strahleranordnungen auch in Elektrogeräte wie beispielsweise Kühlschränke
und Backöfen eingebaut sein, um Wand- und/oder Bodenflächen der Geräte zu beleuchten.
[0004] Dabei ist es zur Ergänzung von reinen Downlightsystemen sinnvoll und gewünscht, nicht
nur die Bodenflächen zu bestrahlen, sondern auch Wandflächen zu beleuchten, um vertikale
Aufhellungen zu erzielen. Um eine gleichmäßig Aufhellung der Wandflächen zu erzielen,
sind ausgeprägte, asymmetrische Lichtverteilungen nötig, damit nicht ein oberer, nahe
am Strahler liegender Wandabschnitt sehr viel heller strahlt als ein weiter unten
liegender Wandabschnitt.
[0005] Werden von einem Strahler nun gleichzeitig Flächenstücke am Boden und an der angrenzenden,
vertikalen Wand beleuchtet, kommt es regelmäßig zu Inhomogenitäten bei der Ausleuchtung
der Flächenstücke, die üblicherweise im Bereich der Wandfläche auftreten, insbesondere
in Form von Helligkeitskanten, die ein stärker ausgeleuchtetes Teilflächenstück von
einem schwächer ausgeleuchteten Teilflächenstück abgrenzen. Ist es schon nicht ganz
einfach, bei reinen Wallwashern, die nur ein Wandflächenstück ausleuchten, eine tatsächlich
homogene, gleichmäßige Lichtstärkeverteilung zu erzielen, was üblicherweise komplexe
Freiformflächen an der Umlenkoptik erfordert, wird diese Aufgabe nochmals erschwert,
wenn gleichzeitig Boden- und Wandflächenstücke oder allgemein zwei zueinander winkelig
angeordnete Flächen zu beleuchten sind. Grundsätzlich käme es hier in Betracht, diese
Aufgaben voneinander zu trennen und ein Downlight für die Beleuchtung des Bodens und
einen Wallwasher für die Beleuchtung der Wandfläche zu verwenden. Dies ist jedoch
bisweilen aus ästhetischen Gründen und oft aus Kostengründen nicht gewünscht, so dass
die Problematik besteht, mit nur einem Strahler sowohl Boden- und Wandflächenstücke
oder allgemein zwei zueinander winkelige Flächen gleichmäßig ohne Inhomogenitäten
wie Hell-Dunkel-Ränder auszuleuchten.
[0006] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte
Beleuchtungsvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die Nachteile des
Standes der Technik vermeidet und Letzteren in vorteilhafter Weise weiterbildet. Insbesondere
soll ein verbesserter Strahler geschaffen werden, der zueinander winkelige Flächen
ohne sichtbare Inhomogenitäten gleichmäßig ausleuchten kann.
[0007] Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1
gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Es wird also vorgeschlagen, die Umlenkoptik des Strahlers so auszubilden, dass die
Direkt- und Indirektlichtanteile des Strahlenbündels zueinander nicht deckungsgleich
sind und insofern eine Inhomogenität in der Ausleuchtung zwar zugelassen wird, der
hierdurch entstehende Hell-Dunkel-Rand zwischen dem nur durch Indirektlicht beleuchteten
Flächenstück und dem auch durch Direktlicht beleuchteten Flächenstück jedoch in den
Übergang zwischen den beiden winkeligen Flächen verbannt und insofern mehr oder minder
unsichtbar gemacht wird. Erfindungsgemäß ist die Umlenkoptik dazu ausgebildet, den
unreflektierten Direktlichtanteil so zu begrenzen, dass der genannte Direktlichtanteil
nur auf eine der beiden zueinander winkeligen Flächen fällt und sich ein Rand des
vom Direktlicht bestrahlten Flächenstücks entlang des winkeligen Übergangs zwischen
den beiden Flächen erstreckt. Die typische Helligkeitskante, die sich am Übergang
des Flächenbereichs, der sowohl von Direktlicht als auch Indirektlicht bestrahlt wird,
zu dem Flächenbereich, der nur von Indirektlicht bestrahlt wird, wird hierdurch zwar
nicht beseitigt, aber in einen Bereich verschoben, in dem diese Helligkeitskante nicht
auffällt, und somit für das menschliche Auge nahezu unsichtbar gemacht. Dadurch, dass
es weiterhin ein nur durch Indirektlicht bestrahltes Flächenstück und ein sowohl durch
Indirektlicht als auch Direktlicht bestrahltes Flächenstück gibt, bleiben die Konturierungen
der lichttechnisch aktiven Flächen der Umlenkoptik beherrschbar, um auf dem jeweiligen
Flächenstück gleichmäßige Lichtstärkeverteilungen zu erzielen. Insbesondere kann das
Wandflächenstück, das nach Art eines Wallwashers schleifend bestrahlt wird, gleichmäßig
ausgeleuchtet werden und die hierfür notwendige stark asymmetrische Lichtverteilung
erzielt werden.
[0009] Die genannte Umlenkoptik kann die Begrenzung des Direktlichtanteils im Strahlenbündel
mit einer entlang des Übergangs zwischen den winkeligen Flächen verlaufenden Direktlichtkante
sowohl durch einen Reflektor als auch durch eine Linse erzielen, wobei ggf. sowohl
ein Reflektor als auch eine Linse vorgesehen sein können. Verwendet die Umlenkoptik
einen Reflektor, der mit zumindest einer Reflektorfläche von der Lichtquelle abgegebenes
Licht einfängt und zu einem Strahlenbündel transformiert, kann der Reflektor in Weiterbildung
der Erfindung eine die Reflektorfläche begrenzende Abrisskante umfassen, die den unreflektiert
abgestrahlten Direktlichtanteil begrenzt und derart konturiert ist, dass der genannte
Direktlichtanteil nur auf eine der beiden zueinander winkelig angeordneten Flächen
fällt und der Rand des vom Direktlichtanteil beleuchteten Flächenstücks entlang des
Übergangs zwischen den beiden winkelig angeordneten Flächen verläuft.
[0010] Besitzt die Umlenkoptik alternativ oder zusätzlich zu einem solchen Reflektor eine
Linse, kann das von der Linse eingefangene Licht durch entsprechende Konturierung
der Linse teilweise an einer Mantelfläche der Linse totalreflektiert oder bei entsprechender
Beschichtung ggf. auch reflektiert werden, während ein zentral durch die Linse gehender
Direktlichtanteil von der Lichtaustrittsfläche der Linse unreflektiert abgestrahlt
wird. Im Falle der Linse meint der Direktlichtanteil den durch die Linse gehenden
Lichtanteil, der nicht an der Linsenmatelfläche reflektiert oder totalreflektiert
wird, sondern direkt von der Lichteintritts- zur Lichtaustrittsfläche geht und dort
durch Brechung abgelenkt wird. Die für diesen Direktlichtanteil verantwortlichen Lichteintritts-
und -austrittsflächen der Linse können hierbei derart konturiert sein, dass der genannte
Direktlichtanteil des abgestrahlten Strahlenbündels in der genannten Weise auf eine
der Flächen, insbesondere die Bodenfläche begrenzt ist und sich der Rand des vom Direktlicht
bestrahlten Flächenstücks entlang des genannten winkeligen Übergangsbereiches erstreckt.
[0011] Zur Klarstellung sei angemerkt, dass der winkelige Übergangsbereich zwischen den
beiden winkelig angeordneten Flächen keine scharfe Kante im Sinne der mathematischen
Schnittlinie zweier Ebenen ausgebildet zu sein braucht, sondern auch abgerundet sein
kann, wie dies beispielsweise bei Stuckleisten oder in Hohlkehlenform ausgebildeten
Bodenleisten zur Verschönerung des Übergangs zwischen Decke und Wand bzw. Wand und
Boden bekannt ist.
[0012] Um auf der Fläche, auf die der Direktlichtanteil gestrahlt wird, keine größeren Inhomogenitäten
entstehen zu lassen, kann die Umlenkoptik vorteilhafterweise derart ausgebildet sein,
dass das von dem Direktlichtanteil bestrahlte Flächenstück im Wesentlichen vollständig
auch vom Indirektlichtanteil bestrahlt wird. Mit anderen Worten kann der Indirektlichtanteil
derart auch auf die Fläche, die vom Direktlichtanteil bestrahlt wird, geworfen werden,
dass auf dieser Fläche die vom Direktlichtanteil und Indirektlichtanteil jeweils bestrahlten
Flächenstücke zueinander deckungsgleich bzw. zumindest näherungsweise kongruent sind.
[0013] Die Umlenkoptik kann dabei derart ausgebildet sein, dass der reflektierte Indirektlichtanteil
sowohl auf die eine als auch auf die andere der beiden zueinander winkelig angeordneten
Flächen fällt, wobei der auf die eine Fläche fallende Indirektlichtanteil und der
auf die andere Fläche fallende Indirektlichtanteil einen homogenen Übergang zwischen
den beiden Flächen und/oder eine gleichmäßige Lichtstärkeverteilung über die Grenze
der beiden Flächen hinweg besitzen kann.
[0014] Die auf den beiden Flächen jeweils beleuchteten Flächenstücke können grundsätzlich
unterschiedlich konturiert sein, beispielsweise kann an der Wand ein rechteckiges
Flächenstück und auf dem Boden ein halbkreisförmiges oder dreieckiges Flächenstück
beleuchtet werden. In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann die Umlenkoptik
dazu ausgebildet sein, sowohl auf der Wandfläche als auch auf der Bodenfläche ein
jeweils rechteckiges Flächenstück zu beleuchten. Zum einen können die den Direktlichtanteil
begrenzenden Konturen der Umlenkoptik derart geformt sein, dass das vom Direktlicht
bestrahlte Flächenstück eine rechteckige Umrisskontur besitzt. Zum anderen können
die reflektierenden bzw. totalreflektierenden Flächen der Umlenkoptik derart konturiert
sein, dass auch der Indirektlichtanteil des Strahlenbündels ein jeweils rechteckiges
Flächenstück auf dem Boden und der Wand bzw. auf den beiden zueinander winkelig angeordneten
Flächen bestrahlt.
[0015] Je nach Beleuchtungsaufgabe kann der Strahler unterschiedlich angeordnet bzw. montiert
sein. Soll eine aufrechte Wandfläche sowie eine liegende Bodenfläche von dem Strahler
beleuchtet werden, kann der Strahler an einem oberen Endabschnitt der Wand von dieser
beabstandet angeordnet, insbesondere deckenbündig und/oder in eine angrenzende Decke
versenkt montiert sein und eine nach unten auf den Boden und/oder die Wand zu gerichtete
Hauptabstrahlrichtung besitzen, so dass die Wandfläche schleifend bestrahlt und die
Bodenfläche näherungsweise frontal bestrahlt wird.
[0016] Vorteilhafterweise kann die Umlenkoptik derart ausgebildet sein, dass das auf der
Wandfläche liegende Flächenstück, das von dem Strahlenbündel des Strahlers, insbesondere
dessen Indirektlichtanteil beleuchtet wird, sich vom Boden bis im Wesentlichen zur
Höhe des Strahlers erstreckt. Ist der Strahler in der vorgenannten Weise deckenbündig
montiert oder an der Decke angeordnet, kann das genannte Flächenstück vom Boden bis
zur Decke des entsprechenden Raums reichen.
[0017] Erfindungsgemäß ist der genannte Reflektor in mehrere Reflektorsegmente unterteilt
und/oder mehrschalig ausgebildet. Dabei beleuchten unterschiedliche Reflektorsegmente
unterschiedliche Flächenstücke.
[0018] Die Reflektorflächensegmente sind dazu ausgebildet, verschiedene Flächenstücke zu
beleuchten, wobei insbesondere vorgesehen sein kann, dass ein erstes Reflektorflächensegment
das Bodenflächenstück beleuchtet und ein zweites Reflektorflächensegment das Wandflächenstück
beleuchtet und sich der Übergang der von den beiden Reflektorflächensegmenten bestrahlten
Flächenstücke entlang des Falzes bzw. des winkeligen Übergangs zwischen den beiden
Flächen erstreckt. Grundsätzlich wäre es auch möglich, mehr als zwei Reflektorflächensegmente
vorzusehen, wobei die Reflektorflächensegmente gruppenweise dazu bestimmt sein können,
einerseits das Bodenflächenstück und andererseits das Wandflächenstück zu bestrahlen.
Beispielsweise kann bei einem vierschaligen Reflektor vorgesehen sein, dass zwei Reflektorflächensegmente
gemeinsam das zu beleuchtende Wandflächenstück bestrahlen, während zwei andere Reflektorflächensegmente
gemeinsam das Bodenflächenstück beleuchten. Hierbei kann vorgesehen sein, dass die
das Wandflächenstück beleuchtenden Reflektorsegmente jeweils das gesamte Wandflächenstück
ausleuchten, d.h. jedes der mehreren für die Beleuchtung der Wandfläche vorgesehenen
Reflektorflächensegmente kann 100% des jeweiligen Flächenstücks auf einer der winkeligen
Flächen ausleuchten. Grundsätzlich wäre es hierbei aber auch möglich, einen geringeren
Überlappungsgrad vorzusehen, beispielsweise dergestalt, dass jedes der Flächenstücke
nur mehr als 50% oder mehr als 66% oder mehr als 75% des gesamten Flächenstücks auf
einer der Flächen beleuchtet.
[0019] Um eine weitere Vergleichmäßigung der Abstrahlung zu erzielen, Fertigungs- und Positionierungstoleranzen
der Lichtquelle zu kompensieren und ggf. eine verbesserte Lichtfarbmischung bei mehreren,
verschiedenfarbigen Lichtquellen zu erzielen, kann die Umlenkoptik an ihren reflektierenden
bzw. totalreflektierenden Flächen mit einer Facettierung und/oder einer Mikrostrukturierung
versehen sein. Beispielsweise können Mikrofacetten vorgesehen sein, die in Form ebener
Abflachungen, konkaver Dellen oder konvexer Pickel ausgebildet sein können, wobei
an einer lichttechnisch aktiven Fläche eine Vielzahl solcher Facetten vorgesehen sein
können, beispielsweise mehr als 25 oder mehr als 50 oder mehr als 100 solcher Facetten
in einer mehrreihigen und/oder mehrspaltigen Anordnung. Alternativ oder zusätzlich
können auch andere reliefartige Mikrostrukturen wie beispielsweise geometrisch regelmäßige
Reliefkonturen wie Pyramidenstümpfe, Kegelerhebungen oder -vertiefungen oder ähnliche
Strukturen vorgesehen sein.
[0020] Die genannte Facettierung und/oder Mikrostrukturierung kann hierbei an den Reflektorflächen
des Reflektors vorgesehen sein.
[0021] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist die Umlenkoptik nur einfach reflektierend
ausgebildet, so dass das von der Umlenkoptik eingefangene Licht nur einmal reflektiert
wird, bevor es auf das Flächenstück auf der Wand bzw. auf dem Boden gestrahlt wird.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend anhand vorteilhafter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische, perspektivische Darstellung eines Strahlers zum Beleuchten von
aneinander grenzenden Wand- und Bodenflächen, wobei in der Fig. 1 nur der unreflektiert
abgestrahlte Direktlichtanteil, der ein Flächenstück auf dem Boden bestrahlt, dargestellt
ist, wobei die Umlenkoptik des Strahlers einen Reflektor umfasst und den hiervon unreflektiert
abgestrahlten Direktlichtanteil zeigt,
- Fig. 2:
- eine schematische Darstellung des Strahlers aus Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht,
wobei nur der das Flächenstück auf der Wand beleuchtende Indirektlichtanteil dargestellt
ist, und
- Fig. 3:
- eine schematische Darstellung des Strahlers aus Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht,
wobei nur der das Flächenstück auf dem Boden beleuchtende Indirektlichtanteil dargestellt
ist.
[0023] Wie die Figuren zeigen, kann die Beleuchtungsvorrichtung einen Strahler 1 umfassen,
der zwei zueinander winkelig angeordnete Flächen beispielsweise in Form einer aufrechten
Wand 2 und eines liegenden Bodens 3 bestrahlt, wobei der Strahler 1 genauer gesagt
jeweils Flächenstücke 4 und 5 auf der genannten Wand 2 und dem Boden 3 bestrahlt,
die aneinander angrenzen und sozusagen über den Falz 6 bzw. den winkeligen Übergang
zwischen Wand 2 und Boden 3 hinweggehen.
[0024] Wie Fig. 1 zeigt, können die genannten Flächenstücke 4 und 5 jeweils rechteckig ausgebildet
sein, was durch eine entsprechende Ausbildung bzw. Konturierung der Umlenkoptik 7
erreicht wird, die noch näher erläutert wird.
[0025] Wie Fig. 1 zeigt, umfasst die Umlenkoptik 7 einen Reflektor 8, der von einer Lichtquelle
10 abgegebenes Licht einfängt und in ein Strahlenbündel transformiert, das sowohl
die Wand 2 als auch den Boden 3 bzw. die darauf liegenden Flächenstücke 4 und 5 beleuchtet.
[0026] Als Lichtquelle 10 kann beispielsweise eine LED vorgesehen sein, die auf einer Leiterplatte
11 oder einem anderen Lichtquellenträger vorgesehen sein kann, wobei der genannte
Reflektor 8 auf der besagten Leiterplatte 11 sitzen und die Lichtquelle 10 umschließen
kann. Gegebenenfalls kann der Strahler 1 auch mehr als eine Lichtquelle 10 umfassen,
beispielsweise mehrere nebeneinander angeordnete LEDs, die verschiedene Farben oder
auch dieselbe Farbe haben können.
[0027] Der Strahler 1 kann vorteilhafterweise am oberen Endbereich der zu beleuchtenden
Wand 2 von dieser beabstandet angeordnet sein, beispielsweise an einer angrenzenden
Decke montiert sein, wobei der genannte Strahler 1 deckenbündig und/oder versenkt
in die genannte Decke montiert sein kann, wie dies beispielsweise von Downlights oder
Wallwashern an sich bekannt ist.
[0028] Der Strahler 1 besitzt dabei eine nach unten auf den Boden 3 und/oder die Wand 2
zu gerichtete Hauptabstrahlrichtung, wobei insbesondere der genannte Reflektor 8 nach
unten auf den Boden und/oder die Wand 2 "schauen" kann. Vorteilhafterweise kann die
Lichtquelle 1 und/oder die Leiterplatte 11, auf der die Lichtquelle 10 angeordnet
ist, geneigt unter einem spitzen Winkel zur Decke und/oder spitzwinklig geneigt zur
Fläche des Bodens 3 positioniert sein, insbesondere derart, dass die Höhe der Leiterplatte
11 mit zunehmendem Abstand von der Wand 2 zunimmt. Grundsätzlich wäre auch eine decken-
und/oder bodenparallele Anordnung möglich. Durch eine Schrägstellung der Platine bzw.
der Leiterplatte 11 kann jedoch eine flexiblere Lichtstromaufteilung zwischen Wand
2 und Boden 3 erzielt werden.
[0029] Der Reflektor 8 umfasst eine lichttechnisch aktive Reflektorfläche 8a, die von der
napfförmigen Innenkontur des Reflektors 8 gebildet sein kann, sowie optional einen
lichttechnisch nicht aktiven, die genannte Reflektorfläche 8a einfassenden Kragen
8k, wobei der Übergang zwischen dem genannten Kragen 8k und der lichttechnisch aktiven
Reflektorfläche 8a die Abrisskante 8b bildet, die den unreflektiert aus dem Reflektor
8 austretenden Direktlichtanteil 12d des Strahlenbündels 12 begrenzt, vgl. Fig. 1a.
[0030] Die Lichtquelle 10 kann zum Reflektor 8 derart angeordnet sein, dass die Lichtquelle
10 in einen Halbraum abstrahlt, der vom Boden des Reflektors 8 über dessen Austrittsquerschnitt
hinausgeht. Mit anderen Worten kann die Lichtquelle 10 aus dem Reflektor 8 herausstrahlen,
so dass es zu dem genannten Direktlichtanteil 12d kommt.
[0031] Zum anderen fällt ein Teil des von der Lichtquelle 10 abgestrahlten Lichts auf die
lichttechnisch aktive Reflektorfläche 8a, von der dieses Licht reflektiert und abgestrahlt
wird. Der Reflektor 8 ist hierbei einfach reflektierend ausgebildet, so dass das von
der Lichtquelle 10 abgegebene Licht maximal einmal an dem Reflektor 8 reflektiert
wird.
[0032] Wie Fig. 1 zeigt, ist der Reflektor 8 mit seiner Abrisskante 8b derart konturiert,
dass der Direktlichtanteil 12d des Strahlenbündels 12 ausschließlich auf den Boden
3 fällt, wobei sich der Rand des vom Direktlichtanteil 12d beleuchteten Flächenstücks
5 im Falz 6 bzw. im winkeligen Übergangsbereich zwischen Boden 3 und Wand 2 befindet.
Der genannte Reflektor 8 bildet mit seiner Abrisskante 8b eine umlaufende Abblendkontur,
die die Wand 2 gegenüber dem Direktlichtanteil 12d abblendet und den Direktlichtanteil
12d am Boden 3 auf das Flächenstück 5 begrenzt.
[0033] Zum anderen ist der Reflektor 8 mit seiner lichttechnisch aktiven, reflektierenden
Reflektorfläche 8a derart konturiert, dass der reflektierte Indirektlichtanteil 12i
einerseits das genannte Flächenstück 5 auf dem Boden 3 und andererseits das Flächenstück
4 auf der Wand 2 bestrahlt.
[0034] Der Reflektor 8 ist hierbei mehrschalig ausgebildet und/oder in mehrere Segmente
unterteilt, so dass ein erstes Reflektorflächensegment 8aa das Flächenstück 4 auf
der Wand 2 bestrahlt, vgl. Fig. 2(a), und ein zweites Reflektorflächensegment 8ab
das Flächenstück 5 auf dem Boden 3 bestrahlt, vgl. Fig. 3(a).
[0035] Die genannten Reflektorflächensegmente 8aa und 8ab bzw. allgemein die lichttechnisch
aktive Reflektorfläche 8a des Reflektors 8 sind hierbei vorteilhafterweise derart
konturiert, dass der Indirektlichtanteil 12i einerseits das Flächenstück 5 vollständig
ausleuchtet, d.h. ein Flächenstück 5 bestrahlt, das im Wesentlichen kongruent oder
deckungsgleich zu dem Flächenstück 5 ist, das von dem Direktlichtanteil 12d bestrahlt
wird. Zum anderen bestrahlt die Reflektorfläche 8a, insbesondere deren Segment 8aa
das Flächenstück 4 auf der Wand 2. Die genannten Segmente 8aa und 8ab können dabei
derart beschaffen sein, dass jedes Segment nur jeweils eines der beiden genannten
Flächenstücke 4 und 5 bestrahlt. Alternativ kann auch eine überlappende Bestrahlung
vorgesehen sein, insbesondere derart, dass jedes der genannten Reflektorflächensegmente
8aa und 8ab jeweils vollständig beide Flächenstücke 4 und 5 bestrahlt. Auch Mischformen
sind möglich, beispielsweise dergestalt, dass das erste Reflektorflächensegment 8aa
vollständig das Flächenstück 4 auf der Wand 2 und einen Teil des Flächenstücks 5 auf
dem Boden 3 bestrahlt, während umgekehrt das andere Reflektorflächensegment 8ab vollständig
das Flächenstück 5 auf dem Boden 3 und einen Teil des Flächenstücks 4 auf der Wand
2 bestrahlt.
1. Vorrichtung zum Beleuchten zweier zueinander winkelig angeordneter Flächen, die Wand-
und Bodenflächen (2, 3) bilden und über den winkeligen Übergang (6) zwischen der aufrechten
Wand und dem angrenzenden Boden hinweggehen, mit zumindest einem Strahler (1), der
am oberen Endbereich der zu beleuchtenden Wandfläche (2) von dieser beabstandet angeordnet
ist und zumindest eine Lichtquelle (10) und eine Umlenkoptik (7) umfassend einen Reflektor
(8) aufweist, wobei die Umlenkoptik (7) von der Lichtquelle (10) abgegebenes Licht
einfängt und in Form eines Strahlenbündels (12) auf beiden Flächen abstrahlt, so dass
auf beiden Flächen jeweils ein Flächenstück (4, 5) beleuchtet ist, wobei das Strahlenbündel
(12) einen von der Umlenkoptik (7) reflektierten Indirektlichtanteil (12i) und einen
von der Umlenkoptik (7) unreflektierten Direktlichtanteil (12d) umfasst, wobei der
Direktlichtanteil (12d) nur auf eine der beiden Flächen fällt, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkoptik (7) dazu ausgebildet ist, den unreflektierten Direktlichtanteil (12d)
so zu begrenzen, dass sich ein Rand des vom Direktlichtanteil (12d) bestrahlten Flächenstücks
(5) entlang des winkeligen Übergangs (6) zwischen den beiden Flächen erstreckt, wobei
der Indirektlichtanteil (12i) und der Direktlichtanteil (12d) einander teilweise überlagert
sind, wobei die Umlenkoptik (7) einen mehrschaligen und/oder in mehrere Segmente unterteilten
Reflektor (8) umfasst, wobei ein erstes Reflektorflächensegment (8aa) das eingefangene
Licht in einen Indirektlichtanteil transformiert, der das Flächenstück (4) auf einer
ersten der beiden Flächen bestrahlt, während ein zweites Reflektorflächensegment (8ab)
das eingefangene Licht in einen Indirektlichtanteil transformiert, der das Flächenstück
(5) auf der anderen der beiden Flächen bestrahlt.
2. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Direktlichtanteil (12d) von
einer Abrisskante (8b) des Reflektors (8) begrenzt wird, die derart konturiert ist,
dass der Direktlichtanteil (12d) nur auf die eine der beiden Flächen fällt und sich
der Rand des vom Direktlichtanteil bestrahlten Flächenstücks (5) entlang des winkeligen
Übergangs (6) zwischen den beiden Flächen erstreckt.
3. Vorrichtung zum Beleuchten zweier zueinander winkelig angeordneter Flächen, die Wand-
und Bodenflächen (2, 3) bilden und über den winkeligen Übergang (6) zwischen der aufrechten
Wand und dem angrenzenden Boden hinweggehen, mit zumindest einem Strahler (1), der
am oberen Endbereich der zu beleuchtenden Wandfläche (2) von dieser beabstandet angeordnet
ist und zumindest eine Lichtquelle (10) und eine Umlenkoptik (7) umfassend eine Linse
(9) aufweist, wobei die Umlenkoptik (7) von der Lichtquelle (10) abgegebenes Licht
einfängt und in Form eines Strahlenbündels (12) auf beiden Flächen abstrahlt, so dass
auf beiden Flächen jeweils ein Flächenstück (4, 5) beleuchtet ist, wobei das Strahlenbündel
(12) einen von der Umlenkoptik (7) reflektierten Indirektlichtanteil (12i) und einen
von der Umlenkoptik (7) unreflektierten Direktlichtanteil (12d) umfasst, wobei der
Direktlichtanteil (12d) nur auf eine der beiden Flächen fällt, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkoptik (7) dazu ausgebildet ist, den unreflektierten Direktlichtanteil (12d)
so zu begrenzen, dass sich ein Rand des vom Direktlichtanteil (12d) bestrahlten Flächenstücks
(5) entlang des winkeligen Übergangs (6) zwischen den beiden Flächen erstreckt, wobei
der Indirektlichtanteil (12i) und der Direktlichtanteil (12d) einander teilweise überlagert
sind, wobei die genannte Linse (9) in mehrere Linsensegmente unterteilt ist, wobei
ein erstes Linsenmantelflächensegment das eingefangene Licht in einem Indirektlichtanteil
(12i) transformiert, der das Flächenstück (4) auf einer ersten der beiden Flächen
bestrahlt, während ein zweites Linsenmantelflächensegment das eingefangene Licht in
einen Indirektlichtanteil (12i) transformiert, der das Flächenstück (5) auf der anderen
der beiden Flächen bestrahlt.
4. Vorrichtung nach einem der' vorhergehenden Ansprüche, wobei die Umlenkoptik (7), insbesondere
eine lichttechnisch aktive Reflektorfläche (8ab) des Reflektors (8) oder eine Mantelfläche
der Linse (9) im Zusammenspiel mit deren Lichteintritts- und -austrittsflächen (13,
14), dazu ausgebildet ist, den reflektierten Indirektlichtanteil (12i) auf das gesamte
Flächenstück (5) zu verteilen, das auch von dem Direktlichtanteil (12d) bestrahlt
ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Umlenkoptik (7) dazu
ausgebildet ist, den Indirektlichtanteil auf der vom Direktlichtanteil (12d) bestrahlten
Fläche so zu verteilen, dass die vom Direktlichtanteil (12d) und vom Indirektlichtanteil
(12i) jeweils bestrahlten Flächenstücke zumindest näherungsweise deckungsgleich sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Umlenkoptik (7) dazu
ausgebildet ist, den Direktlichtanteil (12d) auf die Bodenfläche (3) zu werfen und
den Indirektlichtanteil (12i) auf die genannte Bodenfläche (3) und die angrenzende
Wandfläche (2) zu werfen.
7. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Strahler (1) an einer Decke
von der angrenzenden Wandfläche (2) beabstandet angeordnet, insbesondere deckenbündig
versenkt eingebaut, ist und eine nach unten auf den Boden (3) und/oder die Wand (2)
zu gerichtete Hauptabstrahlrichtung besitzt, wobei die Wandfläche (2) spitzwinklig
schleifend bestrahlt und die Bodenfläche (3) zumindest näherungsweise frontal bestrahlt
wird.
8. Vorrichtung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die Umlenkoptik
(7) dazu ausgebildet ist, den Indirektlichtanteil (12i) auf die angrenzende Wandfläche
(2) mit einer gleichmäßigen Lichtstärkeverteilung im Wesentlichen über die gesamte
Höhe der Wandfläche (2) vom Boden (3) bis zur Höhe des Strahlers (1) zu verteilen.
9. Vorrichtung nach einem der' vorhergehenden Ansprüche, wobei die Umlenkoptik (7) einfach
reflektierend ausgebildet ist und das gesamte von der Lichtquelle (10) abgegebene
und von der Umlenkoptik (7) eingefangene Licht maximal einmal reflektiert ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zumindest eine lichttechnisch
aktive Oberfläche der Umlenkoptik (7) mit einer Facettierung und/oder Mikrostrukturierung
versehen ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Umlenkoptik (7) derart
konturiert ist, dass die von dem Direktlichtanteil (12d) und dem Indirektlichtanteil
(12i) bestrahlten Flächenstücke (4, 5) auf den zueinander winkeligen Flächen jeweils
rechteckige Außenkonturen besitzen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder einem der darauf rückbezogenen Ansprüche, wobei die
zumindest eine Lichtquelle (10) und/oder eine die Lichtquelle (10) tragende Leiterplatte
(11) zu beiden bestrahlten Flächen spitzwinklig geneigt angeordnet ist derart, dass
sich eine Hauptachse, die durch die Lichtquelle (10) geht und/oder senkrecht zur Leiterplatte
(11) ausgerichtet ist, von der schleifend bestrahlten Wandfläche (2) einen zunehmend
größeren Abstand besitzt, je näher die genannte Hauptachse der anderen, frontal bestrahlten
Bodenfläche (3) kommt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder einem der darauf rückbezogenen Ansprüche 1 bis 11,
wobei die zumindest eine Lichtquelle (10) und/oder eine die Lichtquelle (10) tragende
Leiterplatte (11) zu beiden bestrahlten Flächen spitzwinklig geneigt angeordnet ist
derart, dass sich eine Hauptachse, die durch die Lichtquelle (10) geht und/oder senkrecht
zur Leiterplatte (11) ausgerichtet ist, von der schleifend bestrahlten Wandfläche
(2) einen zunehmend kleineren Abstand besitzt, je näher die genannte Hauptachse der
anderen, frontal bestrahlten Bodenfläche (3) kommt.
1. Device for illuminating two surfaces arranged at an angle to each other which form
wall and floor surfaces (2, 3) and go beyond the angled transition (6) between the
upright wall and the adjoining floor, with at least one spotlight (1) which is arranged
on the upper end region of the wall surface (2) which is to be illuminated, spaced
apart from said wall surface, and which has at least one light source (10) and one
deflecting optical system (7) comprising a reflector (8), wherein the deflecting optical
system (7) captures light emitted by the light source (10) and emits it on both surfaces
in the form of a beam (12), so that one surface area (4, 5) each is illuminated on
both surfaces, wherein the beam (12) comprises an indirect light component (12i) reflected
by the deflecting optical system (7) and a direct light component (12d) unreflected
by the deflecting optical system (7), wherein the direct light component (12d) falls
only on one of the two surfaces, characterised in that the deflecting optical system (7) is designed to limit the unreflected direct light
component (12d) such that an edge of the surface area (5) lit by the direct light
component (12d) extends along the angled transition (6) between the two surfaces,
the indirect light component (12i) and the direct light component (12d) being partially
superposed on each other, the deflecting optical system (7) comprising a reflector
(8) which is multi-shelled and/or subdivided into a plurality of segments, with a
first reflector surface segment (8aa) transforming the captured light into an indirect
light component which lights the surface area (4) on a first one of the two surfaces,
while a second reflector surface segment (8ab) transforms the captured light into
an indirect light component which lights the surface area (5) on the other one of
the two surfaces.
2. Device according to the preceding claim, wherein the direct light component (12d)
is limited by a separation edge (8b) of the reflector (8), which edge is contoured
such that the direct light component (12d) falls only on the one of the two surfaces
and the edge of the surface area (5) which is lit by the direct light component extends
along the angled transition (6) between the two surfaces.
3. Device for illuminating two surfaces arranged at an angle to each other which form
wall and floor surfaces (2, 3) and go beyond the angled transition (6) between the
upright wall and the adjoining floor, with at least one spotlight (1) which is arranged
on the upper end region of the wall surface (2) which is to be illuminated, spaced
apart from said wall surface, and has at least one light source (10) and one deflecting
optical system (7) comprising a lens (9), wherein the deflecting optical system (7)
captures light emitted by the light source (10) and emits it on both surfaces in the
form of a beam (12), so that one surface area (4, 5) each is illuminated on both surfaces,
wherein the beam (12) comprises an indirect light component (12i) reflected by the
deflecting optical system (7) and a direct light component (12d) unreflected by the
deflecting optical system (7), wherein the direct light component (12d) falls only
on one of the two surfaces, characterised in that the deflecting optical system (7) is designed to limit the unreflected direct light
component (12d) such that an edge of the surface area (5) lit by the direct light
component (12d) extends along the angled transition (6) between the two surfaces,
the indirect light component (12i) and the direct light component (12d) being partially
superposed on each other, said lens (9) being subdivided into a plurality of lens
segments, with a first lens lateral surface segment transforming the captured light
into an indirect light component (12i) which lights the surface area (4) on a first
one of the two surfaces, while a second lens lateral surface segment transforms the
captured light into an indirect light component (12i) which lights the surface area
(5) on the other one of the two surfaces.
4. Device according to one of the preceding claims, wherein the deflecting optical system
(7), in particular a lighting-active reflector surface (8ab) of the reflector (8)
or a lateral surface of the lens (9), by interaction with the light entry and light
exit surfaces (13, 14) thereof, is designed to distribute the reflected indirect light
component (12i) onto the entire surface area (5) which is also lit by the direct light
component (12d).
5. Device according to one of the preceding claims, wherein the deflecting optical system
(7) is designed to distribute the indirect light component on the surface lit by the
direct light component (12d) such that the surface areas lit in each case by the direct
light component (12d) and by the indirect light component (12i) are at least approximately
congruent.
6. Device according to one of the preceding claims, wherein the deflecting optical system
(7) is designed to cast the direct light component (12d) onto the floor surface (3)
and to cast the indirect light component (12i) onto the aforementioned floor surface
(3) and the adjoining wall surface (2).
7. Device according to the preceding claim, wherein the spotlight (1) is arranged on
a ceiling, spaced apart from the adjoining wall surface (2), in particular is installed
recessed flush into the ceiling, and has a main direction of emission directed downwards
onto the floor (3) and/or the wall (2), wherein the wall surface (2) is lit in a grazing
manner at an acute angle and the floor surface (3) is lit at least approximately frontally.
8. Device according to one of the preceding two claims, wherein the deflecting optical
system (7) is designed to distribute the indirect light component (12i) onto the adjoining
wall surface (2) with a uniform light intensity distribution substantially over the
entire height of the wall surface (2) from the floor (3) up to the level of the spotlight
(1).
9. Device according to one of the preceding claims, wherein the deflecting optical system
(7) is designed to be simply reflective and all the light emitted by the light source
(10) and captured by the deflecting optical system (7) is reflected at most once.
10. Device according to one of the preceding claims, wherein at least one lighting-active
surface of the deflecting optical system (7) is provided with faceting and/or micro-structuring.
11. Device according to one of the preceding claims, wherein the contours of the deflecting
optical system (7) are such that the surface areas (4, 5) lit by the direct light
component (12d) and the indirect light component (12i) on the surfaces which are at
an angle to each other each have rectangular outer contours.
12. Device according to Claim 7 or one of the claims depending therefrom, wherein the
at least one light source (10) and/or a printed circuit board (11) bearing the light
source (10) is/are arranged inclined at an acute angle to both lit surfaces such that
a main axis which passes through the light source (10) and/or is oriented perpendicularly
to the printed circuit board (11) is at an increasingly greater distance from the
wall surface (2) which is lit in a grazing manner, the closer the said main axis comes
to the other, frontally lit, floor surface (3).
13. Device according to Claim 7 or one of Claims 1 to 11 depending therefrom, wherein
the at least one light source (10) and/or a printed circuit board (11) bearing the
light source (10) is/are arranged inclined at an acute angle to both lit surfaces
such that a main axis which passes through the light source (10) and/or is oriented
perpendicularly to the printed circuit board (11) is at an increasingly smaller distance
from the wall surface (2) which is lit in a grazing manner, the closer the said main
axis comes to the other, frontally lit, floor surface (3).
1. Dispositif d'éclairage de deux surfaces disposées de manière angulaire l'une par rapport
à l'autre, qui forment des surfaces de mur ou de sol (2, 3) et qui s'étendent au-delà
du passage (6) angulaire entre le mur vertical et le sol adjacent, avec au moins un
émetteur (1), qui est disposé au niveau de la zone d'extrémité supérieure de la surface
de mur (2) à éclairer à distance de celle-ci et présente au moins une source de lumière
(10) et une optique de déviation (7) comprenant un réflecteur (8), dans lequel l'optique
de déviation (7) capte de la lumière envoyée par la source de lumière (10) et la diffuse
sur les deux surfaces sous la forme d'un faisceau de rayons (12) de sorte que respectivement
une partie de surface (4, 5) est éclairée sur les deux surfaces, dans lequel le faisceau
de rayons (12) comprend une fraction de lumière indirecte (12i) réfléchie par l'optique
de déviation (7) et une fraction de lumière directe (12d) non réfléchie par l'optique
de déviation (7), dans lequel la fraction de lumière directe (12d) n'atteint qu'une
des deux surfaces, caractérisé en ce que l'optique de déviation (7) est réalisée pour limiter la fraction de lumière directe
(12d) non réfléchie de telle sorte qu'un bord de la partie de surface (5) irradiée
par la fraction de lumière directe (12d) s'étend le long du passage (6) angulaire
entre les deux surfaces, dans lequel la fraction de lumière indirecte (12i) et la
fraction de lumière directe (12d) se superposent l'une l'autre en partie, dans lequel
l'optique de déviation (7) comprend un réflecteur (8) à plusieurs coques et/ou divisé
en plusieurs segments, dans lequel un premier segment de surface de réflecteur (8aa)
transforme la lumière captée en une fraction de lumière indirecte, qui irradie la
partie de surface (4) sur une première des deux surfaces, tandis qu'un deuxième segment
de surface de réflecteur (8ab) transforme la lumière captée en une fraction de lumière
indirecte, qui irradie la partie de surface (5) sur l'autre des deux surfaces.
2. Dispositif selon la revendication précédente, dans lequel la fraction de lumière directe
(12d) est limitée par une arête de rupture (8b) du réflecteur (8), qui est contourée
de telle manière que la fraction de lumière directe (12d) n'atteint que l'une des
deux surfaces et le bord de la partie de surface (5) irradiée par la fraction de lumière
directe s'étend le long du passage (6) angulaire entre les deux surfaces.
3. Dispositif d'éclairage de deux surfaces disposées de manière angulaire l'une par rapport
à l'autre, qui forment des surfaces de mur et de sol (2, 3) et vont au-delà du passage
(6) angulaire entre le mur vertical et le sol adjacent, avec au moins un émetteur
(1), qui est disposé au niveau de la zone d'extrémité supérieure de la surface de
mur (2) à éclairer à distance de celle-ci et présente au moins une source de lumière
(10) et une optique de déviation (7) comprenant une lentille (9), dans lequel l'optique
de déviation (7) capte de la lumière envoyée par la source de lumière (10) et la diffuse
sous la forme d'un faisceau de rayons (12) sur les deux surfaces de sorte que respectivement
une partie de surface (4, 5) est éclairée sur les deux surfaces, dans lequel le faisceau
de rayons (12) comprend une fraction de lumière indirecte (12i) réfléchie par l'optique
de déviation (7) et une fraction de lumière directe (12d) non réfléchie par l'optique
de déviation (7), dans lequel la fraction de lumière directe (12d) n'atteint qu'une
des deux surfaces, caractérisé en ce que l'optique de déviation (7) est réalisée pour limiter la fraction de lumière directe
(12d) non réfléchie de telle sorte qu'un bord de la partie de surface (5) irradiée
par la fraction de lumière directe (12d) s'étend le long du passage (6) angulaire
entre les deux surfaces, dans lequel la fraction de lumière indirecte (12i) et la
fraction de lumière directe (12d) se superposent en partie l'une l'autre, dans lequel
ladite lentille (9) est divisée en plusieurs segments de lentille, dans lequel un
premier segment de surface enveloppante de lentille transforme la lumière captée en
une fraction de lumière indirecte (12i), qui irradie la partie de surface (4) sur
une première des deux surfaces, tandis qu'un deuxième segment de surface enveloppante
de lentille transforme la lumière captée en une fraction de lumière indirecte (12i),
qui irradie la partie de surface (5) sur l'autre des deux surfaces.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'optique
de déviation (7), en particulier une surface de réflecteur (8ab) active sur le plan
de la technique de lumière du réflecteur (8) ou une surface enveloppante de la lentille
(9) est réalisée en interaction avec ses surfaces d'entrée et de sortie de lumière
(13, 14) pour répartir la fraction de lumière indirecte (12i) réfléchie sur l'ensemble
de la partie de surface (5), qui est irradiée également par la fraction de lumière
directe (12d).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'optique
de déviation (7) est réalisée pour répartir la fraction de lumière indirecte sur la
surface irradiée par la fraction de lumière directe (12d) de telle sorte que les parties
de surface irradiées par la fraction de lumière directe (12d) et par la fraction de
lumière indirecte (12i) coïncident au moins approximativement.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'optique
de déviation (7) est réalisée pour jeter la fraction de lumière directe (12d) sur
la surface de sol (3) et pour jeter la fraction de lumière indirecte (12i) sur ladite
surface de sol (3) et la surface de mur (2) adjacente.
7. Dispositif selon la revendication précédente, dans lequel l'émetteur (1) est disposé
au niveau d'un plafond à distance de la surface de mur (2) adjacente, en particulier
est monté de manière encastrée en affleurement avec le plafond, et possède une direction
de diffusion principale dirigée vers le bas vers le sol (3) et/ou le mur (2), dans
lequel la surface de mur (2) est irradiée de manière rasante à angle aigu et la surface
de sol (3) est irradiée au moins approximativement de manière frontale.
8. Dispositif selon l'une quelconque des deux revendications précédentes, dans lequel
l'optique de déviation (7) est réalisée pour répartir la fraction de lumière indirecte
(12i) sur la surface de mur (2) adjacente avec une répartition d'intensité lumineuse
homogène sensiblement sur toute la hauteur de la surface de mur (2) depuis le sol
(3) jusqu'à la hauteur de l'émetteur (1).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'optique
de déviation (7) est réalisée de manière à réfléchir simplement et la totalité de
la lumière envoyée par la source de lumière (10) et captée par l'optique de déviation
(7) est réfléchie au maximum une fois.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel au moins
une face supérieure active sur le plan technique de lumière de l'optique de déviation
(7) est pourvue d'un facettage et/ou d'une micro-structuration.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'optique
de déviation (7) est contourée de telle manière que les parties de surface (4, 5)
irradiées par la fraction de lumière directe (12d) et par la fraction de lumière indirecte
(12i) possèdent sur les surfaces angulaires les unes par rapport aux autres respectivement
des contours extérieurs rectangulaires.
12. Dispositif selon la revendication 7 ou l'une quelconque des revendications s'y rapportant,
dans lequel l'au moins une source de lumière (10) et/ou une carte de circuits imprimés
(11) supportant la source de lumière (10) sont disposées de manière inclinée selon
un angle aigu par rapport aux deux surfaces irradiées de telle manière qu'un axe principal,
qui traverse la source de lumière (10) et/ou est orienté de manière perpendiculaire
par rapport à la carte de circuits imprimés (11), possède une distance, par rapport
à la surface de paroi (2) irradiée de manière rasante qui augmente au fur et à mesure
que ledit axe principal se rapproche de l'autre surface de sol (3) irradiée de manière
frontale.
13. Dispositif selon la revendication 7 ou selon l'une quelconque des revendications 1
à 11 s'y rapportant, dans lequel l'au moins une source de lumière (10) et/ou une carte
de circuits imprimés (11) supportant la source de lumière (10) sont disposées de manière
inclinée selon un angle aigu par rapport aux deux surfaces irradiées de telle manière
qu'un axe principal, qui traverse la source de lumière (10) et/ou est orienté de manière
perpendiculaire par rapport à la carte de circuits imprimés (11), possède une distance,
par rapport à la surface de mur (2) irradiée de manière rasante, qui diminue au fur
et à mesure que ledit axe principal se rapproche de l'autre surface de sol (3) irradiée
de manière frontale.
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