[0001] Die Erfindung betrifft ein Hitzeschildelement umfassend ein keramisches Kachelelement
und ein metallisches Trägerelement zur Verwendung bei einem Hitzeschild einer Brennkammer.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind verschiedenste Ausführungsformen von Hitzeschildelementen
zur Verwendung bei einer Brennkammer bekannt. Hierbei werden sowohl vollständig keramisch
gebildete Hitzeschildkacheln eingesetzt als es auch ebenso bekannt ist, metallische
Hitzeschildelemente einzusetzen.
[0003] Weiterhin ist aus der
EP 2 409 083 B1 ein Hitzeschildelement bekannt, welches auf der zum Brennkammerinneren liegenden
Heißseite eine keramische Hitzeschildplatte und auf der gegenüberliegenden vom Brennkammerinneren
wegweisenden Seite eine metallische Trägerplatte aufweist. Hierbei ist vorgesehen,
dass die Trägerplatte mittels eines Befestigungsbolzens in einer Tragstruktur der
Brennkammer befestigt werden kann. Die Befestigung der Hitzeschildplatte an der Trägerplatte
erfolgt mittels sogenannter Steinhalter. Diese werden zur Befestigung an der Trägerplatte
in darin vorhandene sich in der Ebene der Trägerplatte erstreckende Aufnahmenuten
eingeschoben. Damit sind die Steinhalter in einer Richtung senkrecht zur Ebene des
Hitzeschildelementes fixiert. Zur Befestigung an der Hitzeschildplatte weist diese
an zwei gegenüberliegenden Seiten sich seitlich nach außen öffnende Haltenuten auf.
Am jeweils anderen Ende des Steinhalters befindet sich ein zweifach abgewinkelter
Haken, welcher in die Haltenut der Hitzeschildplatte eingreift. Zur Montage wird hierbei
die Hitzeschildplatte auf die Trägerplatte aufgelegt und sodann können von gegenüberliegenden
Seiten die Steinhalter in die Nuten in der Trägerplatte eingeschoben werden, wobei
zugleich die Haken in die nach außen öffnende Haltenut an der Hitzeschildplatte eingreifen.
[0004] Mit der zuvor aufgezeigten Ausführungsform ist es möglich, einen Austausch regulärer
keramischer Hitzeschildkacheln durch ein entsprechendes Hitzeschildelement mit metallischem
Träger vorzunehmen. Dies kann insbesondere von Vorteil sein, wenn im Wartungsfall
innerhalb des Hitzeschildes eine entsprechende Hitzeschildkachel auszutauschen ist.
Weiterhin ist eine derartige Lösung anwendbar zum Ersatz von üblicherweise metallischen
Hitzeschildelementen, welche durch die Kombination mit der keramischen Hitzeschildplatte
eine höhere Temperaturfestigkeit erhält.
[0005] Nachteilig bei vorheriger Ausführungsform ist es jedoch, dass die Montage des Hitzeschildelementes
mit der Mehrzahl an Steinhaltern nicht unproblematisch ist. Insbesondere ist es nicht
ausgeschlossen, dass sich ein Steinhalter noch vor der Montage des Hitzeschildelementes
in der Brennkammer wieder löst, d.h. aus der Haltenut heraus rutscht, und somit die
Montage erschwert oder verhindert. Weiterhin von Nachteil ist es, insbesondere beim
Ersatz von metallischen Hitzeschildelementen, dass die Steinhalter außenliegend an
der keramischen Hitzeschildplatte angreifen und somit zum Schutz der Steinhalter an
der Seite des Hitzeschildelements ein Schutz gegen eine unzulässige Belastung durch
die Heißgase in der Brennkammer erforderlich ist.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine verbesserte Ausführungsform
eines Hitzeschildelementes mit einer Kombination eines keramischen Kachelelements
und eines metallischen Trägerelements zu realisieren.
[0007] Die gestellte Aufgabe wird durch eine erfindungsgemäße Ausführungsform eines Hitzeschildelementes
nach der Lehre des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Das gattungsgemäße Hitzeschildelement ist zunächst einmal zur Bildung eines Hitzeschildes
einer Brennkammer bestimmt. Hierbei umfasst das Hitzeschildelement zum einen ein Kachelelement
und zum anderen ein Trägerelement. Das Kachelelement besteht hierbei zumindest mehrheitlich
aus einem keramischen Material, sodass eine höhere Temperaturfestigkeit erzielt wird.
Um welches Material es sich hierbei genau handelt, ist zunächst unerheblich. Das Kachelelement
weist hierbei eine sich entlang des Hitzeschildes erstreckende Wand mit einer zur
Brennkammer hinweisenden Heißseite sowie einer gegenüberliegenden Kaltseite und längs
eines Seitenrandes der Wand einen ersten Randabschnitt sowie am gegenüberliegenden
Ende der Wand längs des Seitenrandes einen zweiten Randabschnitt auf. Dabei ist vorgesehen,
dass im Bereich der Randabschnitte jeweils zumindest eine Befestigungsaufnahme vorhanden
ist, d.h. am ersten Randabschnitt ist zumindest eine erste Befestigungsaufnahme und
am zweiten Randabschnitt ist zumindest eine zweite Befestigungsaufnahme vorhanden.
Demgegenüber wird das Trägerelement zumindest mehrheitlich, vorteilhaft vollständig,
aus einem metallischen Material hergestellt. Hierdurch wird insbesondere erreicht,
dass beim Trägerelement eine höhere Zugfestigkeit sowie Bruchfestigkeit erzielt wird.
Aus welchem Material genau das Trägerelement hergestellt wird, ist wiederum zunächst
unerheblich. Weiterhin ist vorgesehen, dass ein Befestigungsmittel eingesetzt wird,
mittels dem das Trägerelement und somit das Hitzeschildelement in der Brennkammer
befestigt werden kann.
[0010] Weiterhin ist es erforderlich, dass das Trägerelement auf der Kaltseite des Kachelelementes
angeordnet wird und hierbei mittels Befestigungsvorsprüngen mit dem Kachelelement
verbunden ist. Dabei weist das Trägerelement jeweils zumindest einen ersten Befestigungsvorsprung
zur Anordnung an der ersten Befestigungsaufnahme sowie einen zweiten Befestigungsvorsprung
zur Anordnung an der zweiten Befestigungsaufnahme auf. Entsprechend üblicher Dimensionen
von Hitzeschildelementen mit einer flächigen Gestalt mit einer im Verhältnis der Abmessungen
der Wand geringeren Bauhöhe senkrecht zur Heißseite werden besonders vorteilhaft zumindest
zwei erste Befestigungsvorsprünge und zumindest zwei zweite Befestigungsvorsprünge
eingesetzt. Wie die Befestigungsvorsprünge wiederum am Trägerelement befestigt sind,
ist zunächst unerheblich.
[0011] Zur Vereinfachung der Verbindung von Trägerelement und Kachelelement ist erfindungsgemäß
nunmehr vorgesehen, dass die Befestigungsvorsprünge integral vom Trägerelement gebildet
werden. Insofern erfolgt entgegen der Ausführung im Stand der Technik nicht eine nachträgliche
Anbringung von Steinhaltern zur Verbindung des Kachelelements mit dem Trägerelement
sondern vielmehr wird durch eine vorteilhafte Gestaltung des Trägerelements mit bereits
vorhandenen Befestigungsvorsprüngen eine unmittelbare Anbringung des Trägerelements
am Kachelelement zur Verwendung in der Brennkammer ermöglicht. Hierdurch wird einerseits
die Montage des Hitzeschildelements vereinfacht sowie zu dem ein Verlust von Steinhaltern
bei der Montage des Hitzeschildelements in der Brennkammer nicht mehr möglich ist.
[0012] Das Kachelelement kann analog gattungsgemäßer Hitzeschildkacheln herstellt werden
und insofern aus einem gleichartigen Material bestehen. Besonders vorteilhaft ist
es jedoch, wenn das Kachelelement als faserverstärkte Keramik ausgeführt wird. Diese
sogenannten CMC Materialien bieten im Gegensatz zu einer regulären Keramik ohne Faseranteil
eine höhere Thermoschock- und Bruchfestigkeit.
[0013] Eine vorteilhafte Ausführung des Befestigungsmittels wird ermöglicht, wenn das Trägerelement
zumindest eine Befestigungsbohrung, besonders bevorzugt mittig in der Wand, aufweist,
wobei als Befestigungsmittel ein Befestigungsbolzen mit einem Befestigungskopf eingesetzt
wird. Hierbei ist vorgesehen, dass der Befestigungsbolzen die Befestigungsbohrung
im Trägerelement durchdringt und der Befestigungskopf zwischen dem Kachelelement und
dem Trägerelement positioniert ist. In diesem Fall ist es naheliegend erforderlich,
dass die Befestigungsbohrung einen Durchmesser gleich oder größer als der Befestigungsbolzen
und kleiner als der Durchmesser des Befestigungskopfes aufweist. Hierdurch wird einerseits
erreicht, dass das Befestigungsmittel weiterhin vorteilhaft vor der in der Brennkammer
herrschenden hohen Temperatur durch das Kachelelement bestmöglich geschützt werden
kann und zudem ein Verlust des Befestigungsbolzens verhindert werden kann.
[0014] Die Montage des Hitzeschildelements in der Brennkammer kann auf unterschiedliche
Weise erfolgen, wobei in einer Ausführungsform vorgesehen sein kann, dass bspw. von
einer Rückseite der Tragstruktur der Brennkammer eine Schraube in das Trägerelement
eingeschraubt wird, wobei eine Gewindebohrung im Trägerelement das Befestigungsmittel
bildet. Anstelle einer Verschraubung kann ebenso eine Bajonettlösung eingesetzt sein.
[0015] Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn am Kachelelement zumindest eine zur Befestigungsbohrung
fluchtende Durchgangsbohrung vorhanden ist. Diese weist einen Durchmesser kleiner
als das Befestigungsmittel auf. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Durchgangsbohrung
hinreichend groß ist, so dass ein Werkzeug für das Befestigungsmittel die Durchgangsbohrung
durchgreifen kann und insofern größer als ein Antrieb im Befestigungskopf ausgeführt
ist. Hierdurch wird unvermindert sichergestellt, dass das Befestigungsmittel als Befestigungsbolzen
durch die Anordnung des Befestigungskopfes zwischen Trägerelement und Kachelelement
nicht verlorengeht sowie eine Befestigung des Befestigungsbolzens durch Anbringung
eines Werkzeugs von der Brennkammerinnenseite aus möglich ist.
[0016] Zur Verhinderung einer thermischen Schädigung, insbesondere des Befestigungsmittels,
aufgrund der in vorteilhafter Weise vorhandenen Durchgangsbohrung im Kachelelement
wird in besonders bevorzugter Weise das Befestigungsmittel mit einem Kühlluftkanal
versehen. Hierbei ist es erforderlich, dass der Kühlluftkanal eine Eintrittsöffnung
unterhalb des Trägerelements, d.h. auf der vom Kachelelement weg weisenden Seite des
Trägerelements aufweist. Dem gegenüber ist zumindest eine Austrittsöffnung im Bereich
zwischen dem Trägerelement und dem Kachelelement vorzusehen. Hierbei kann in einfacher
und vorteilhafter Weise die Austrittsöffnung im Befestigungskopf, bspw. im Antrieb,
vorgesehen sein.
[0017] Eine sowohl kostengünstige als auch einfache Gestaltung des Trägerelements wird ermöglicht,
wenn dieses eben ausgeführt wird und in vorteilhafter Weise ein Blech, beispielsweise
ein Stahlblech, zur Herstellung eingesetzt wird. Dieses kann bspw. ausgelasert werden,
wobei nachfolgend je nach Bedarf die Befestigungsvorsprünge und die Befestigungsbohrung
nachgearbeitet werden.
[0018] Zum vorteilhaften Schutz des Trägerelements vor den hohen thermischen Belastungen
in der Brennkammer weist das Kachelelement in besonders bevorzugter Weise einen umlaufenden
das Trägerelement seitlich umgebenden Rand auf. Hierdurch wird ebenso bei Eindringen
von Heißgas in einen Spalt zwischen zwei Hitzeschildelementen das Trägerelement durch
den seitlichen Rand des Kachelelements geschützt. Naheliegend umfasst hierbei der
umgebende Rand den ersten Randabschnitt und den gegenüberliegenden zweiten Randabschnitt.
[0019] Analog ist es vorteilhaft, wenn der erste Randabschnitt und der zweite Randabschnitt
sich jeweils zumindest abschnittsweise über das Trägerelement hinaus erstrecken. Somit
kann im Bereich des ersten Randabschnitts und des zweiten Randabschnitts ein vorteilhafter
Schutz des Trägerelements durch das Kachelelement erzielt werden. Bei Vorhandensein
eines umlaufenden Randes ist es hierbei besonders vorteilhaft, wenn sich dieser umlaufende
Rand über das Trägerelement auf der vom Brennkammerinneren wegweisenden Seite hinaus
bis zu einer rückseitigen Anlagefläche erstreckt. Die Anlagefläche kann hierbei sowohl
eben ausgeführt sein als auch eine dreidimensionale Form aufweisen. Besonders vorteilhaft
ist die Angleichung der Anlagefläche an die jeweilige Tragstruktur auf der das Hitzeschildelement
zu montieren ist.
[0020] Die Ausführungsformen der Befestigungsaufnahmen sind zunächst unerheblich, sofern
die Anbringung des Trägerelements mit den integral umfassenden Befestigungsvorsprüngen
möglich ist. Hierzu ist es möglich, die Befestigungsaufnahmen mit geringem Abstand
zum ersten Randabschnitt bzw. gegenüberliegend mit geringem Abstand zum zweiten Randabschnitt
auf der Kaltseite des Kachelelements anzuordnen. Die Befestigungsaufnahmen können
sich sowohl zur gegenüberliegenden Seite hin öffnen, als es auch ebenso möglich ist,
analog der gattungsgemäßen Ausführung die Befestigungsaufnahmen auf den jeweiligen
Randabschnitt zuweisend öffnend auszuführen.
[0021] Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn sich die erste und/oder zweite Befestigungsaufnahme
unmittelbar im ersten respektive im zweiten Randabschnitt befindet. Dabei ist es erforderlich,
dass sich die Befestigungsaufnahmen jeweils zum gegenüberliegenden Randabschnitt hin
öffnen. Somit ist die erste und/oder zweite Befestigungsaufnahme auf der Kaltseite
von der Mitte des Kachelelements aus zugänglich.
[0022] Zur Realisierung der im Randabschnitt angeordneten Befestigungsaufnahmen stehen zwei
Alternativen zur Verfügung, wobei in einer ersten Alternative vorgesehen ist, dass
die erste und/oder zweite Befestigungsaufnahme den ersten respektive den zweiten Randabschnitt
durchdringt. Dieses vereinfacht sowohl die Realisierung der Befestigungsaufnahme im
Randabschnitt sowie zudem die Übertragung der auftretenden Kräfte vom Trägerelement
auf das Kachelelement über den Randabschnitt besser gewährleistet werden kann.
[0023] Alternativ zur vorherigen Ausführungsform ist es aber ebenso möglich, den ersten
Randabschnitt und/oder den zweiten Randabschnitt zumindest im Bereich der ersten bzw.
zweiten Befestigungsaufnahme, besonders vorteilhaft vollständig, geschlossen auszuführen.
Diese Ausführungsform begünstigt den Schutz vor möglichem Heißgas in einem Spalt zwischen
zwei Hitzeschildelementen. Hierbei ist im Gegensatz zur vorherigen Ausführung lediglich
vorzusehen, dass der erste bzw. der zweite Randabschnitt eine hinreichende Stärke
aufweist, so dass die Befestigungsaufnahmen im jeweiligen Randabschnitt zur Innenseite
hin öffnend eingebracht werden können. Dabei kann die Befestigungsaufnahme umgebend
eine sich zur gegenüberliegenden Seite erstreckende Aufdickung am Randabschnitt vorgesehen
sein.
[0024] Weiterhin ist es von besonderem Vorteil, wenn die erste Befestigungsaufnahme oder
die zweite Befestigungsaufnahme ausgehend vom darin befestigten ersten bzw. dem zweiten
Befestigungsvorsprung einen zur Heißseite weisenden Freiraum bildet. Gleichfalls kann
vorgesehen sein, dass bei der ersten Befestigungsaufnahme und der zweiten Befestigungsaufnahme
ein entsprechender Freiraum vorhanden ist. Dieser Freiraum ermöglicht in vorteilhafter
Weise die einfache Montage des Trägerelements am Kachelelement. Zunächst kann das
Trägerelement in geneigter Stellung schräg mit den ersten (oder umgekehrt mit den
zweiten) Befestigungsvorsprüngen in die entsprechend um den Freiraum vergrößerte erste
(oder umgekehrt zweite) Befestigungsaufnahme eingefügt werden, wobei im Folgenden
ein Heranschwenken des Trägerelements an die Kaltseite und ein Zurückschieben mit
Fügung der gegenüberliegenden zweiten Befestigungsvorsprünge in die zweite Befestigungsaufnahme
(oder umgekehrt der ersten Befestigungsvorsprünge in die erste Befestigungsaufnahme)
möglich ist.
[0025] Wenngleich es analog der Ausführung üblicher Hitzeschildkacheln mit einer längs zur
Außenseite öffnenden Nut möglich ist, in diesem Ausführungsbeispiel des Kachelelements
eine sich zur Innenseite öffnende längs verlaufende Nut am ersten bzw. zweiten Randabschnitt
vorzusehen, ist es jedoch besonders vorteilhaft, wenn am ersten und am zweiten Randabschnitt
mehrere jeweils zueinander beabstandete erste respektive zweite Befestigungsaufnahmen
vorhanden sind, in die jeweils entsprechende erste respektive zweite Befestigungsvorsprünge
eingreifen. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Befestigungsaufnahmen an
dem ersten Randabschnitt sowie die zweiten Befestigungsaufnahmen am zweiten Randabschnitt
jeweils gleichartig ausgeführt werden. Entsprechend können die ersten Befestigungsvorsprünge
am ersten Randabschnitt sowie die zweiten Befestigungsvorsprünge am zweiten Randabschnitt
jeweils gleichartig ausgeführt sein. Durch die zumindest zwei Befestigungsvorsprünge
am ersten Randabschnitt sowie die zumindest zwei zweiten Befestigungsvorsprünge am
zweiten Randabschnitt in Anordnung an zumindest zwei erste Befestigungsaufnahmen am
ersten Randabschnitt und zwei zweite Befestigungsaufnahmen am zweiten Randabschnitt
wird eine vorteilhafte Lastübertragung vom Trägerelement zum Kachelelement ermöglicht.
[0026] Ein ungewolltes Lösen des Trägerelements vom Kachelelement kann in einfacher Weise
bereits durch die Montage des Hitzeschildelements in der Brennkammer erzielt werden.
Durch die Befestigung des Trägerelements in der Tragstruktur der Brennkammer kann
einerseits durch Klemmung des Kachelelements auf der Tragstruktur und anderseits durch
die Anordnung benachbarter Hitzeschildelemente ein Verschieben des Kachelelements
relativ zum Trägerelement erschwert werden. Sofern jedoch ein Risiko eines Verschiebens
des Trägerelements relativ zum Kachelelement nach der Montage verhindert werden soll,
so ist vorteilhafterweise eine Fixierung einzusetzen, die das Verschieben zwischen
Trägerelement relativ zum Kachelelement zumindest erschwert bzw. besonders vorteilhaft
vollständig verhindert.
[0027] Hierzu kann in einer ersten Ausführungsform vorgesehen sein, dass ein Arretierungsbolzen
eingesetzt wird. Hierbei weist das Kachelelement eine sich von der Kaltseite aus erstreckende
Arretierungsaufnahme auf. Analog weist ebenso das Trägerelement eine Arretierungsaufnahme
auf, welche fluchtend zur Position der Arretierungsaufnahme im Kachelelement angeordnet
ist. Durch ein Einschieben des Arretierungsbolzens durch die Arretierungsaufnahmen
im Trägerelement und in die Arretierungsaufnahme im Kachelelement wird ein seitliches
Verschieben des Trägerelements relativ zum Kachelelement verhindert. Die Lage des
Arretierungsbolzens kann wiederum vorteilhaft durch die Befestigung des Hitzeschildelements
in der Brennkammer durch die Auflage des Arretierungsbolzens auf der Tragstruktur
der Brennkammer gesichert werden.
[0028] In einer zweiten vorteilhaften Ausführungsform wird zur Fixierung eine elastische
Arretierungsfeder eingesetzt. Dazu weist das Kachelelement ein Arretierungslager auf,
an dem die Arretierungsfeder im montierten Zustand zur Anlage kommt. Die Anordnung
der Arretierungsfeder am Trägerelement kann auf unterschiedliche Weise erfolgen, wobei
in einer ersten Ausführungsform vorgesehen ist, dass die Arretierungsfeder am Trägerelement
montiert wird. Ebenso ist es denkbar, einen Abschnitt des Trägerelements derartig
zu verformen, so dass dieses die Arretierungsfeder bildet.
[0029] Zum Schutz des Trägerelements vor der thermischen Belastung in der Brennkammer ist
besonders vorteilhaft vorgesehen, dass zwischen dem Trägerelement und dem Kachelelement
unter Vernachlässigung der Befestigungsvorsprünge (welche zwingend am Kachelelement
in den Befestigungsaufnahme anliegen) ein freier Abstand vorhanden ist. Hierbei ist
ebenso eine gegebenenfalls vorhandene Fixierung außer Acht zu lassen. Durch den freien
Abstand zwischen dem Kachelelement und dem Trägerelement wird eine unmittelbare Wärmeübertragung
zwischen Kachelelement und Trägerelement verhindert.
[0030] Um ein Losdrehen eines Befestigungsbolzens nach der Montage in der Brennkammer zu
verhindern, ist weiterhin vorteilhaft vorgesehen, dass am Trägerelement auf der zum
Kachelelement weisenden Seite eine die Befestigungsbohrung umgebende erste Rastkontur
vorhanden ist, wobei das Befestigungsmittel eine zur ersten Rastkontur komplementäre
zweite Rastkontur aufweist.
[0031] Durch die Realisierung eines erfindungsgemäßen Hitzeschildelements wird die Realisierung
eines erfindungsgemäßen Hitzeschildes durch den Einsatz eines entsprechenden erfindungsgemäßen
Hitzeschildelements ermöglicht. Dabei weist der Hitzeschild einer Brennkammer eine
Tragstruktur auf, auf der zum Brennkammerinneren weisenden Seite eine Mehrzahl an
Hitzeschildelementen befestigt ist. Zur Gewährleistung der Befestigung der Hitzeschildelemente
an der Tragstruktur ist hierbei vorgesehen, dass in der Tragstruktur mehrere Federvorrichtungen
eingebaut oder rückseitig angebaut sind, an denen jeweils ein Befestigungsmittel des
jeweiligen Hitzeschildelements angreift. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass
bei Vibrationen der Halt des Hitzeschildelements auf der Tragstruktur gewährleistet
wird.
[0032] Dabei ist es vorteilhaft, wenn der erste Randabschnitt und der zweite Randabschnitt
zumindest abschnittsweise unter Spannung auf der Tragstruktur aufliegen. Besonders
vorteilhaft ist es, wenn der umlaufende Rand des Kachelelements auf der Tragstruktur
aufliegt.
[0033] In den nachfolgenden Figuren werden beispielhafte Ausführungsformen für ein erfindungsgemäßes
Hitzeschildelement skizziert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel für ein Hitzeschildelement in perspektivischer Ansicht
im Halbschnitt;
- Figur 2
- die Hitzeschildkachel zur Ausführungsform aus der Figur 1;
- Figur 3
- das Trägerelement zur Ausführungsform aus Figur 1;
- Figur 4
- das Befestigungsmittel aus der Figur 1;
- Figur 5
- ein Schnitt durch das Hitzeschildelement gemäß Figur 1 in Anordnung auf einer Tragstruktur;
- Figur 6
- die Ansicht zur Figur 5 in Explosionsdarstellung;
- Figur 7
- ein zweites Ausführungsbeispiel für ein Hitzeschildelement im Schnitt;
- Figur 8
- eine Explosionsansicht zur Figur 7.
[0034] In der Figur 1 ist ein Hitzeschildelement 01 in perspektivischer Ansicht von unten,
d.h. auf die Unterseite 34 bzw. Kaltseite 14, im Halbschnitt skizziert. Zu erkennen
ist zunächst einmal das auf der zum Brennkammerinneren weisenden Seite anordnete Kachelelement
11 sowie das unterhalb des Kachelelements 11 befestigte Trägerelement 31. Die Befestigung
des Trägerelements 31 in der Brennkammer und somit des Hitzeschildelements 01 erfolgt
mittels des Befestigungsmittels 41 in Form eines Befestigungsbolzens.
[0035] Das Kachelelement 11 weist auf der zum Brennkammerinneren weisenden Seite eine Heißseite
13 (in dieser Ansicht verdeckt liegend) sowie gegenüberliegend, eine Kaltseite 14
auf. Gebildet werden die Heißseite 13 und Kaltseite 14 von der sich entlang des Hitzeschildes
der Brennkammer erstreckenden Wand 12 des Kachelelements 11. An den Seitenrändern
der Wand 12 umlaufend befindet sich ein Rand 21, welcher 21 einen ersten Randabschnitt
26 sowie einen gegenüberliegenden zweiten Randabschnitt 27 umfasst. Hierbei erstreckt
sich der umlaufende Rand 21 bis zu einer rückseitigen Anlagefläche 25 und weist eine
an die Heißseite angrenzende Randaußenfläche 23 und eine an die Kaltseite 14 angrenzende
Randinnenfläche 24 auf.
[0036] Im ersten Randabschnitt 26 sowie im zweiten Randabschnitt 27 sind jeweils den jeweiligen
Randabschnitt 26, 27 durchdringende erste Befestigungsaufnahmen (im ersten Randabschnitt
26) sowie zweite Befestigungsaufnahmen 17 (im zweiten Randabschnitt 27) vorhanden.
Das Trägerelement 31 erstreckt sich in diesem Ausführungsbeispiel parallel zum im
Wesentlichen ebenen Kachelelement 11 und kann beispielsweise aus einem ausgelaserten
Metallblech hergestellt werden. Das Trägerelement 31 weist eine zur Kaltseite 14 des
Kachelelements 11 weisende Oberseite 33 (in dieser Ansicht verdeckt) sowie gegenüberliegend
eine Unterseite 34 auf. Dabei ist vorgesehen, dass ein freier Abstand zwischen der
Oberseite 33 und der Kaltseite 14 vorhanden ist, so dass eine unmittelbare Wärmeübertragung
vom Kachelelement 11 auf das Trägerelement 31 verhindert wird. Weiterhin zu erkennen
ist, dass das Trägerelement 31 mittels eines Befestigungsmittels 41 in der Brennkammer
montiert werden kann. Hierzu durchdringt das Befestigungsmittel 41 in Form eines Befestigungsbolzens
eine Befestigungsbohrung 35 im Trägerelement 31, wobei sich ein Befestigungskopf 42
zwischen dem Trägerelement 31 und dem Kachelelement 11 befindet.
[0037] Die erfindungsgemäße Verbindung zwischen dem Kachelelement 11 und dem Trägerelement
31 wird erzielt durch die integrale Anordnung von ersten Befestigungsvorsprüngen 36
am Trägerelement 31 am ersten Randabschnitt 26 6 sowie der Anordnung von zweiten Befestigungsvorsprüngen
37 am zweiten Randabschnitt 27, wobei die Befestigungsvorsprünge 36, 37 in die jeweiligen
Befestigungsaufnahmen 16, 17 eingreifen. Durch die Montage in der Brennkammer kann
durch Befestigung des Befestigungsmittels 41 ein festes Spannen des Kachelelements
11 mittels des Trägerelements 31 auf der Tragstruktur 03 einer Brennkammer erfolgen.
[0038] Hierzu zeigt nochmals die Figur 2 das Kachelelement 11 aus der Ausführung aus Figur
1 in perspektivischer Ansicht mit Blick auf die Heißseite 13 des Kachelelements 11.
Zu erkennen ist wiederum die im Wesentlichen ebene Gestalt der Wand 12 des Kachelelements
11 sowie den umgebenden Rand 21 mit dem ersten Randabschnitt 26, in dem 26 sich die
ersten Befestigungsaufnahmen 16 befinden. Mittig im Kachelelement 11 befindet sich
eine Durchgangsbohrung 15 zur Anbringung eines Werkzeugs am Befestigungsmittel 41.
[0039] Die Figur 3 zeigt hierzu das Trägerelement 31 in perspektivischer Ansicht mit Blick
auf die Oberseite 33. Zu erkennen ist die ebene Gestalt des Trägerelements 31 mit
der mittig angeordneten Befestigungsbohrung 35 zur Anbringung des Befestigungsmittels
41. Die Befestigungsbohrung 35 umgebend ist eine Rastkontur 38 vorhanden, welche 38
zur Sicherung der Stellung des Befestigungsmittels 41 dient. Weiterhin zu erkennen
ist die Anordnung einer Arretierungsaufnahme 39 als Bohrung parallel zur Befestigungsbohrung
35. Wesentlich ist die integrale Anordnung der ersten Befestigungsvorsprünge 36 am
ersten Randabschnitt 26 sowie der zweiten Befestigungsvorsprünge 37 am zweiten Randabschnitt
27.
[0040] Die Figur 4 zeigt hierzu das Befestigungsmittel 41 zur Ausführung aus Figur 1. Zu
erkennen ist in perspektivischer Ansicht sowie im Halbschnitt die Ausführung des Befestigungsbolzens
mit einem Befestigungskopf 42, welcher 42 auf der Unterseite ebenso eine Rastkontur
48 aufweist. Mittig auf der Oberseite befindet sich ein Antrieb zur Anbringung eines
Werkzeugs. Zur Verhinderung einer Überhitzung des Befestigungsmittels, insbesondere
aufgrund der im Kachelelement 11 vorhandenen Durchgangsbohrung 15, weist dieser einen
Kühlluftkanal 43 auf, welcher 43 sich mit einer Eintrittsöffnung unterhalb des Trägerelements
31 bis zu einer Öffnung im Antrieb im Bereich zwischen dem Trägerelement 31 und Kachelelement
11 erstreckt.
[0041] Die Figur 5 zeigt hierzu nochmals das Ausführungsbeispiel aus Figur 1 im Schnitt
in Anbringung auf einer Tragstruktur 03 der Brennkammer, wobei hierzu die Figur 6
die Darstellung aus Figur 5 in Explosionsansicht skizziert. Zu erkennen ist wiederum
die Realisierung des Kachelelements 11 mit einer im Wesentlichen ebenen Wand 12, die
12 auf der zum Brennkammerinneren weisenden Seite eine Heißseite 13 und gegenüberliegend
eine Kaltseite 14 aufweist. Umgebend befindet sich der umlaufende Rand 21 mit auf
einer Seite dem ersten Randabschnitt 26 sowie gegenüberliegend dem zweiten Randabschnitt
27. Im ersten Randabschnitt 26 befinden sich die ersten Befestigungsaufnahmen 16 sowie
im zweiten Randabschnitt 27 die zweiten Befestigungsaufnahmen 17 angeordnet sind.
[0042] Hierbei durchdringen die Befestigungsaufnahmen 16, 17 die jeweiligen Randabschnitte
26, 27 von der Randaußenfläche 23 bis zu der Randinnenfläche 24. Weiterhin zu erkennen
ist die Durchgangsbohrung 15 sowie eine Arretierungsaufnahme 19 an der Kaltseite 14
des Kachelelements 11 zur Anbringung des Arretierungsbolzens 51. Das Befestigungsmittel
41 ist in Form eines Befestigungsbolzens mit einem Befestigungskopf 42 aufgeführt,
welcher 42 an der Unterseite eine Rastkontur 48 zur Sicherung der Lage des Befestigungsmittels
41 bei Montage in der Brennkammer aufweist. Das Befestigungsmittel 41 wird hierbei
von einem Kühlluftkanal 43 durchsetzt, welcher 43 sich von der Unterseite der Tragstruktur
03 der Brennkammer bis in den Bereich zwischen Trägerelement 31 und Kachelelement
11, in diesem Fall bis in den Antrieb, erstreckt.
[0043] Das im Wesentlichen eben ausgeführte Trägerelement 31 weist die zur Kaltseite 14
des Kachelelements 11 weisende Oberseite 33 sowie gegenüberliegend eine Unterseite
34 auf. Mittig befindet sich die Befestigungsbohrung 35 zur Anbringung des Befestigungsmittels
41 mit umgebender Rastkontur 38. Übereinstimmend mit der Position der Arretierungsaufnahme
19 im Kachelelement 11 befindet sich die Arretierungsaufnahme 39 im Trägerelement
31.
[0044] Weiterhin zu erkennen ist die Anordnung des ersten Befestigungsvorsprungs 36 des
Trägerelements 31 innerhalb der ersten Befestigungsaufnahme 16 des ersten Randabschnitts
26. Gegenüberliegend befindet sich der zweite Befestigungsvorsprung 37 des Trägerelements
31 in der zweiten Befestigungsaufnahme 17 des zweiten Randabschnitts 27. Wie in diesem
Ausführungsbeispiel zu erkennen ist, weist die ersten Befestigungsaufnahme 16 einen
über die Größe des ersten Befestigungsvorsprungs 36 hinausgehenden Freiraum auf, welcher
eine Montage der Trägerelements 31 am Kachelelement 11 ermöglicht. Hierzu kann das
Trägerelement 31 in leicht geneigter Lage zunächst mit dem ersten Befestigungsvorsprung
36 in die erste Befestigungsaufnahme 16 eingefügt werden, wobei durch nachfolgendes
Hochschwenken des Trägerelements 31 parallel zum Kachelelement 11 ein Einfügen der
zweiten Befestigungsvorsprünge 37 in die zweiten Befestigungsaufnahmen 17 erfolgen
kann. In abschließender Position wird der Arretierungsbolzen 51 eingeschoben, welcher
51 durch die Anbringung des Hitzeschildelements 01 auf der Tragstruktur 03 gegen Verlieren
gesichert ist.
[0045] In der Figur 7 wird ein alternatives Ausführungsbeispiel für ein Hitzeschildelement
51 im Schnitt analog Figur 5 skizziert, wobei hierzu analog vorherigem Beispiel in
Figur 8 eine Explosionsdarstellung des hierbei eingesetzten Kachelelements 61 sowie
des Tragelements 81 skizziert ist. Abweichend zum vorherigen Ausführungsbeispiel ist
in diesem Falle vorgesehen, dass die Befestigungsaufnahmen 66 am ersten Randabschnitt
67 sowie die zweiten Befestigungsaufnahmen 76 am zweiten Randabschnitt 77 nicht den
jeweiligen Randabschnitt 76, 77 durchdringen. Vielmehr erstrecken sich die Befestigungsaufnahmen
66, 67 ausgehend vom jeweiligen Randabschnitt 76, 77 zur Innenseite hin und durchdringen
somit lediglich die Randinnenfläche 24. Hierzu weist das Trägerelement 81 analog vorherigem
Ausführungsbeispiel erste Befestigungsvorsprünge 86 sowie gegenüberliegend zweite
Befestigungsvorsprünge 87 auf. Zur Montage analog vorherigem Beispiel ist vorgesehen,
dass das Trägerelement 81 in geneigter Lage zunächst in eine vergrößerte erste Befestigungsaufnahme
66 eingefügt wird, wobei durch nachfolgendes Heranschwenken des Trägerelements 81
an das Kachelelement 61 und einem Zurückschieben in entgegengesetzter Richtung ein
Einfügen der zweiten Befestigungsvorsprünge 87 in die zweiten Befestigungsaufnahmen
67 erfolgt.
[0046] Weiterhin wird in diesem Ausführungsbeispiel eine alternative Arretierungsmöglichkeit
zur Sicherung der Lage des Trägerelements 81 am Kachelelement 61 skizziert. Im Gegensatz
zum vorherigen Ausführungsbeispiel ist hier vorgesehen, dass am Kachelelement 61 ein
Arretierungslager 69 von der Kaltseite aus erstreckend vorhanden ist. Dieses 69 dient
als Widerlager für eine elastische Arretierungsfeder 89, welche 89 in diesem Ausführungsbeispiel
integral mit dem Trägerelement 81 ausgeformt ist. Ebenso kann jedoch vorgesehen sein,
dass die Arretierungsfeder 89 am Trägerelement 81 montiert wird.
1. Hitzeschildelement (01,51) zur Verwendung bei einem Hitzeschild einer Brennkamer umfassend
ein Kachelelement (11,61), welches (61) zumindest mehrheitlich aus einem keramischen
Material hergestellt ist und eine zum Brennkammerinneren weisenden Heißseite (13)
und eine gegenüberliegende Kaltseite (14) aufweist und zumindest an gegenüberliegenden
ersten und zweiten Randabschnitten (26,27,76,77) zumindest eine erste und zumindest
eine zweite Befestigungsaufnahme (16,17,66,67) aufweist, und ein Trägerelement (31,81),
welches (31,81) zumindest mehrheitlich aus einem metallischen Material hergestellt
ist und auf der Kaltseite (14) angeordnet und mit in die Befestigungsaufnahmen (16,17,66,67)
eingreifenden ersten und zweiten Befestigungsvorsprüngen (36,37,86,87) am Kachelelement
(11,61) befestigt ist, und mit einem Befestigungsmittel (41), mittels dem (41) das
Trägerelement (01) in der Brennkammer befestigt werden kann, dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägerelement (31,81) die Befestigungsvorsprünge (36,37,86,87) integral umfasst.
2. Hitzeschildelement (01,51) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägerelement (31,81) zumindest eine Befestigungsbohrung (35) aufweist, wobei
das Befestigungsmittel (41) ein die Befestigungsbohrung (35) durchdringender Befestigungsbolzen
ist, dessen (41) Befestigungskopf (42) zwischen dem Kachelelement (11,61) und dem
Trägerelement (31,81) angeordnet ist.
3. Hitzeschildelement (01,51) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kachelelement (11,61) zumindest eine zur Befestigungsbohrung (35) fluchtende
Durchgangsbohrung (15) aufweist, wobei insbesondere der Befestigungskopf (42) größer
als die Durchgangsbohrung (15) ist, und insbesondere der Befestigungskopf (42) einen
Antrieb kleiner als die Durchgangsbohrung (42) aufweist.
4. Hitzeschildelement (01,51) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Befestigungsmittel (41) zumindest einen Kühlluftkanal (43) mit zumindest einer
Eintrittsöffnung unterhalb des Trägerelements (31,81) und mit zumindest einer Austrittsöffnung
im Befestigungskopf (42) und/oder zwischen dem Kachelelement (11,61) und dem Trägerelement
(31,81) aufweist.
5. Hitzeschildelement (01,51) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägerelement (31,81) im Wesentlichen eben ausgeführt ist, und insbesondere aus
einem Blech hergestellt ist.
6. Hitzeschildelement (01,51) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kachelelement (11,61) einen umlaufenden das Trägerelement (31,81) seitlich umgebenden
Rand (21,71) aufweist, welcher (21,71) den ersten Randabschnitt (26,76) und den zweiten
Randabschnitt (27,77) umfasst.
7. Hitzeschildelement (01,51) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der erste Randabschnitt (26,76) und der zweite Randabschnitt (27,77) jeweils
zumindest abschnittsweise über das Trägerelement (31,81) hinaus erstreckt; und/oder
dass sich der umlaufende Rand (21,71) über das Trägerelement (31,81) hinaus bis zu
einer rückseitigen Anlagefläche (25) erstreckt.
8. Hitzeschildelement (01,51) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste und/oder zweite Befestigungsaufnahme (16,17,66,67) im ersten respektive
zweiten Randabschnitt (26,27,76,77) angeordnet ist und sich zum jeweils gegenüberliegenden
Randabschnitt (27,26,77,76) hin öffnet.
9. Hitzeschildelement (51) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste und/oder zweite Befestigungsaufnahme (16,17) den ersten respektive zweiten
Randabschnitt (26,27) durchdringt, wobei insbesondere die erste und/oder zweite Befestigungsaufnahme
(16,17) zur Heißseite (13) weisend einen Freiraum zu den ersten respektive zweiten
Befestigungsvorsprüngen (36,37) bildet.
10. Hitzeschildelement (51) nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste und/oder zweite Randabschnitt (76,77) zumindest im Bereich der ersten respektive
zweiten Befestigungsaufnahme (66,67) geschlossen ist, wobei insbesondere die erste
und/oder zweite Befestigungsaufnahme (66,67) zur Heißseite (13) weisend einen Freiraum
zu den ersten respektive zweiten Befestigungsvorsprüngen (86,87) bildet.
11. Hitzeschildelement (01,51) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass am ersten und am zweiten Randabschnitt (26,27,76,77) mehrere zueinander beabstandete,
insbesondere gleichartige, erste respektive zweite Befestigungsaufnahmen (16,17,66,67)
und mehrere zueinander beabstandete, insbesondere gleichartige, erste respektive zweite
Befestigungsvorsprünge (36,37,86,87) angeordnet sind.
12. Hitzeschildelement (01,51) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Fixierung ein Verschieben des Trägerelements (31,81) relativ zum Kachelelement
(11,61) zumindest erschwert oder verhindert.
13. Hitzeschildelement (01,51) nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Fixierung das Kachelelement (11) eine Arretierungsaufnahme (19) und das Trägerelement
(31) eine Arretierungsaufnahme (39) aufweist, welche (19,39) durch einen Arretierungsbolzen
(51) verbunden sind; und/oder
dass zur Fixierung das Kachelelement (61) ein Arretierungslager (69) und das Trägerelement
(81) eine daran (69) anliegende elastische Arretierungsfeder (89) aufweist.
14. Hitzeschildelement (01,51) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Kachelelement (11,61) und dem Trägerelement (31,81) bei Vernachlässigung
der Befestigungsvorsprünge (36,37,86,87) und gegebenfalls einer Fixierung ein freier
Abstand vorhanden ist.
15. Hitzeschildelement (01,51) nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägerelement (31,81) auf der zum Kachelelement (11,61) weisenden Seite eine
die Befestigungsbohrung (35) umgebende erste Rastkontur (38) und das Befestigungsmittel
(41) eine zur ersten Rastkontur (38) komplementäre zweite Rastkontur (48) aufweist,
wodurch ein Lösen des Befestigungsmittels (41) zumindest erschwert ist.
16. Hitzeschild einer Brennkammer umfassend eine Tragstruktur (03) und eine Mehrzahl an
der Tragstruktur (03) befestigte Hitzeschildelemente (01,51), wobei in/an der Tragstruktur
(03) mehrere Federvorrichtungen eingebaut/angebaut sind, in denen jeweils ein Befestigungsmittel
(41) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Hitzeschildelemente (01,51) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgeführt
sind.
17. Hitzeschild nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Randabschnitt (26,76) und der zweite Randabschnitt (27,77) zumindest abschnittsweise,
insbesondere der umlaufende Rand (21,71), unter Spannung auf der Tragstruktur (03)
aufliegen.