[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein automatisches Verfahren zum Garen von Gargut
mittels eines Gargerätes gemäß dem Anspruchs 1 sowie ein Gargerät zur Durchführung
eines derartigen automatischen Verfahrens gemäß dem Anspruch 9.
[0002] Bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln ist die Anwendung von Automatikprogrammen
bekannt, um dem Benutzer die Zubereitung zumindest zu einem Teil abzunehmen und/oder
das Ergebnis der Zubereitung zu optimieren. Hierzu gehört auch das Garen von Nahrungsmitteln
wie insbesondere Fleisch in einem Backofen, in einem Dampfgarer sowie in einem Kombigerät
aus Backofen und Dampfgarer. Derartige Garprogramme können beispielsweise derart ablaufen,
dass in einem ersten Schritt das Fleisch gegrillt wird und sich danach abkühlen kann,
bevor weitere Garschritte vorgenommen werden. Es ist beispielsweise aus der Druckschrift
EP 1837600 A2 bekannt, zur Steuerung eines Garverfahrens einen Temperatursensor im Garraum einzusetzen,
welcher die Garraumtemperatur erfasst.
[0003] Beim Garen von Fleisch ist dabei zu beachten, dass die gewünschte Gartemperatur üblicherweise
bis in den Kern des Fleischstücks hinein erreicht werden soll, um das gewünschte Garergebnis
zu erhalten. Somit ist das Fleischstück von außen derart zu erwärmen, dass die Erwärmung
sich bis in das Innere des Fleischstücks ausbreiten und dort die gewünschte Kerntemperatur
bewirken kann. Aus diesem Grund stellt die Kerntemperatur des Fleischstücks beim Garen
einen wesentlichen Parameter dar, um den Garprozess beziehungsweise das Garverfahren
wie gewünscht durchführen zu können, d.h. den gewünschten Gargrad des Gargutes automatisiert
zu erreichen. Dabei ist als Kern des Gargutes der Punkt beziehungsweise Bereich im
Inneren des Gargutes anzusehen, welcher dem Masseschwerpunkt des Gargutes entspricht.
[0004] Um die Kerntemperatur des Gargutes zu erfassen ist es bekannt, ein Speisethermometer
in Form eines Kernspießes zu verwenden, welches vom Benutzer vor dem Garen in das
Gargut wie z.B. das Fleischstück gesteckt wird. Hierdurch kann von außerhalb des Fleischstücks
die Temperatur im Inneren des Fleischstücks vom Benutzer abgelesen werden.
[0005] Die Druckschrift
DE 10 2005 057585 B3 zeigt zusätzlich zur Verwendung eines Speisenthermometers einen Erwärmungsprozess
mit zwei Soll-Garraum-Temperaturen, welche nacheinander angefahren werden. Mehrphasige
kerntemperaturgesteuerte Garvorgänge sind auch in der Druckschrift
DE 102007040316 A1 beschrieben.
[0006] Nachteilig ist hierbei jedoch zum einen, dass das Ablesen der aktuellen Temperatur
durch den Benutzer erfolgen muss. Somit ist diese Art der Temperaturerfassung nicht
für automatisierte Garverfahren geeignet, weil sowohl das Erfassen der Temperatur
als auch die Reaktion hierauf wie z.B. das Starten eines folgenden Garschrittes manuell
erfolgen muss.
[0007] Nachteilig ist ferner, dass es zum Ablesen des Speisethermometers erforderlich sein
kann, dass das Gargerät geöffnet werden muss, weil die Skala des Speisethermometers
für den Benutzer nicht durch die Scheibe des Gargerätes ablesbar ist. Dies kann den
Garprozess durch die hierbei entweichende Wärme stören und verlängern.
[0008] Nachteilig ist des Weiteren, dass die durch das Speisethermometer erfasste Temperatur
gar nicht der Kerntemperatur entsprechen kann, weil der Kernspieß durch den Benutzer
nicht derart in das Gargut gesteckt wurde, dass die Kerntemperatur erfasst werden
kann. Dies kann dadurch geschehen, dass der Messfühler des Kernspießes nicht im Kern
des Gargutes sondern an einer anderen Stelle im Gargut positioniert ist. Ebenso kann
der Fall eintreten, dass der Messfühler in einer Fettlinse oder nahe an einem Knochen
positioniert wurde, so dass es durch das Fett beziehungsweise das Knochenmaterial
zu einer zumindest teilweisen thermischen Abschirmung des Messfühlers kommen kann.
Hierdurch kann verhindert werden, dass trotz der Verwendung eines Speisethermometers
und der richtigen manuellen Durchführung des Garverfahrens trotzdem nicht das gewünschte
Garergebnis erreicht werden kann.
[0009] Aus diesem Grund ist es aus der
EP 2 537 418 A1 bekannt, die Temperatur des Gargutes mittels einer Temperatur-Messsonde zu erfassen
und über einen Regelkreis zur Regelung der Temperatur des Gargerätes zu verwenden,
bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist. Auf diese Weise kann auch eine Überwachung
erfolgen, dass die Kerntemperatur nicht überschritten wird. Die Temperatur-Messsonde
ist hierzu ebenfalls durch den Benutzer in das Gargut zu stecken, jedoch wird die
Kerntemperatur dann durch das Gargerät selbsttätig erfasst und verarbeitet.
[0010] Nachteilig bleibt hierbei, dass auch in diesem Fall die Temperatur-Messsonde durch
den Benutzer in das Gargut zu stecken ist, so dass die zuvor beschriebenen Nachteile
wie z.B. eine unzulängliche Positionierung der Messsonde des Kernspießes gegenüber
dem Kern des Gargutes durch die
EP 2 537 418 A1 nicht überwunden werden können.
[0011] Aus der Druckschrift
DE 10 2007 040 318 A1 einen Parameter des Gargutes vorzugeben und diesen zur Steuerung eines automatischen,
mehrphasiges Garprogramms zu verwenden.
[0012] Ein Parameter des Gargutes ist beispielsweise, die Masse des Gargutes. Hierzu ist
die Masse des Gargutes durch den Benutzer am Gargerät einzugeben. Die Garzeit als
Ganzes beziehungsweise einzelner Garschritte des Garverfahrens werden dann durch das
Gargerät aufgrund der Masse berechnet und entsprechend gesteuert durchgeführt. Auf
diese Weise kann auf ein Speisethermometer verzichtet und die damit verbundenen Nachteile
wie zuvor beschrieben vermieden werden.
[0013] Dabei liegt dieser Art der Garprozessführung die Erkenntnis zugrunde, dass der Gargrad
eines Gargutes wie z.B. von Fleisch bei vorgegebenen Garbedingungen wie z.B. Temperatur,
Zeit und Feuchtigkeit insbesondere von der Masse des Gargutes abhängig ist. Ein schwereres
Fleischstück benötigt bei gleichen Garbedingungen eine längere Zeit als ein leichteres
Fleischstück, um den gewünschten gleichen Gargrad zu erreichen. Dies ist dadurch begründet,
dass eine größere zu erwärmende Masse eines Gargutes dem Anstieg beziehungsweise dem
Abfall der Temperatur im Garraum stärker entgegenwirkt als eine geringere Masse. Somit
dauert es bei gleichen Garbedingungen länger, die größere Masse bis zum gewünschten
Gargrad zu erwärmen als die leichtere Masse. Ist somit die Masse des aktuell zu garenden
Gargutes z.B. durch Eingabe des Benutzers bekannt, kann die Dauer der einzelnen Garschritte
vom Gargerät entsprechend länger oder kürzer ausgeführt werden.
[0014] Nachteilig ist hierbei jedoch, dass die Durchführung des Garprogramms und die Erreichung
des gewünschten Garergebnisses entscheidend von der Einstellung der Masse des Gargutes
abhängen. Kommt es somit zu falschen oder ungenauen Eingaben des Benutzers, z.B. durch
Tippfehler bei der Eingabe oder durch Ablesefehler vom Etikett des abgepackten Gargutes,
so kann sich dies schon bei geringen Abweichungen von der tatsächlichen Masse des
Grillgutes negativ auf das Garergebnis auswirken. Ist die Masse des Gargutes gar nicht
bekannt beziehungsweise ist das Etikett des Gargutes nicht mehr vorhanden beziehungsweise
nicht lesbar, so muss die Masse des Gargutes durch den Benutzer z.B. mittels einer
Waage bestimmt werden, was einen zusätzlichen Aufwand darstellen kann, jedoch zwingend
zur Nutzung eines derartigen Gargerätes erforderlich ist. Wird die Masse des Gargutes
stattdessen geschätzt, kann es bei unzutreffender Schätzung zu sehr starken Abweichungen
vom gewünschten Garergebnis kommen.
[0015] Nachteilig ist weiterhin, dass diese Art der Garprozesssteuerung lediglich die Masse
betrachtet, um auf das Erreichen der gewünschten Kerntemperatur zu schließen. Die
Ausbreitung der durch den Garprozess bewirkten Erwärmung des Gargutes hängt jedoch
nicht alleine von der Masse sondern auch von der Form des Gargutes ab, da sich aus
der Form des Gargutes der Abstand zwischen Oberfläche und Kern des Gargutes ergibt.
Somit wird bei gleicher Masse des Gargutes die gewünschte Kerntemperatur bei einem
z.B. flacheren Fleischstück schneller erreicht als bei einem dickeren Fleischstück.
Werden jedoch zwei unterschiedlich hohe Fleischstücke aufgrund der gleichen Masse
mit dem gleichen Garprozess gegart, so werden unterschiedliche Kerntemperaturen und
damit unterschiedliche Garergebnisse erreicht, so dass wenigstens eines der beiden
erreichten Garergebnisse vom gewünschten Garergebnis abweicht. Auch können hierdurch
längere Garzeiten als eigentlich erforderlich verursacht werden.
[0016] Die Druckschrift
EP 2 098 788 A2 zeigt ein Verfahren zum Führen eines Garprozesses in Abhängigkeit des ermittelten
Energieeintrages, jedoch ist auch bei diesem Verfahren die Ermittlung des Kalibers
oder der Masse des Gargutes erforderlich.
[0017] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein automatisches Verfahren zum Garen
von Gargut mittels eines Gargerätes der eingangs beschriebenen Art bereit zu stellen,
so dass das gewünschte Garergebnis automatisiert einfacher und beziehungsweise oder
zuverlässiger und/oder schneller als bisher bekannt erreicht werden kann. Insbesondere
soll dies für den Benutzer komfortabler erreicht werden können, insbesondere ohne
dessen Mitwirkung z.B. durch Eingaben und/oder durch die Anwendung eines Speisethermometers,
welches durch den Benutzer in das Gargut einzustecken und zu entfernen ist.
[0018] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 sowie durch die
Merkmale des Anspruchs 8 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
[0019] Die vorliegende Erfindung betrifft somit ein automatisches Verfahren zum Garen von
Gargut wie z.B. von Fleisch mittels eines Gargerätes wie z.B. eines Backofens, eines
Dampfgarers oder eines Kombigerätes aus Backofen und Dampfgarer mit wenigstens den
Schritten des Anspruchs 1.
[0020] Der vorliegenden Erfindung liegt dabei die Erkenntnis zugrunde, dass eine rein zeitabhängige
Steuerung eines Garprozesses zu unterschiedlichen Garergebnissen führen kann, weil
durch eine ausschließliche Zeitvorgabe nicht sichergestellt werden kann, dass die
vorbestimmte Soll-Garraum-Temperatur des Garraums während eines Garschrittes überhaupt
erreicht wird. Somit kann in einen weiteren Garschritt weitergeschaltet werden, obwohl
die vorbestimmte Soll-Garraum-Temperatur des Garraums noch nicht erreicht wurde. Ferner
kann es passieren, dass die vorbestimmte Soll-Garraum-Temperatur des Garraums zwar
erreicht wurde, aber nicht lange genug gehalten wird, weil zu schnell in einen weiteren
Garschritt weitergeschaltet wird.
[0021] Ferner kann der Fall eintreten, dass, falls die vorbestimmte Soll-Garraum-Temperatur
des Garraums genau erreicht und dann sofort in einen weiteren Garschritt weitergeschaltet
werden soll, die vorbestimmte Soll-Garraum-Temperatur des Garraums zwar erreicht,
der Garprozess jedoch weiter betrieben wird, weil die vorbestimmte Zeit des aktuellen
Garschritts noch gar nicht abgelaufen ist. Dies kann ebenfalls zu einem unterschiedlichen
und/oder ungewünschten Garergebnis führen. Ferner kann dies den Garprozess unnötig
verlängern.
[0022] Daher wird erfindungsgemäß der Garprozess beziehungsweise zumindest ein einzelner
Garschritt eines Garprozesses nicht zeitabhängig sondern temperaturabhängig gesteuert
oder geregelt, so dass bei Erreichen einer vorbestimmten Soll-Garraum-Temperatur des
Garraums diese für eine vorbestimmte Zeitdauer automatisch gehalten werden kann. Dies
kann sicherstellen, dass das Garen bei der vorbestimmten Garraumtemperatur für die
vorbestimmte Zeitdauer durchgeführt werden kann.
[0023] Alternativ kann bei Erreichen einer vorbestimmten Soll-Garraum-Temperatur des Garraums
sofort automatisch in den nachfolgenden Garschritt umgeschaltet werden. Hierdurch
kann sichergestellt werden, dass die vorbestimmte Garraumtemperatur wirklich erreicht
jedoch nicht unnötig lange gehalten wird, um den Garprozess nicht zu verlängern.
[0024] Dabei wird zwar erfindungsgemäß nicht die Kerntemperatur des Gargutes selbst direkt
gemessen sondern die Temperatur des Garraums des Gargerätes. Es liegt der vorliegenden
Erfindung jedoch die Erkenntnis zugrunde, dass über bekannte Zusammenhänge zwischen
der Temperatur des Garraums und der Kerntemperatur des Gargutes die Soll-Garraum-Temperatur
des Garraums derart vorgegeben werden kann, dass eine gewünschte Kerntemperatur des
Gargutes innerhalb einer bestimmten Zeit erreicht werden kann. Daher kann erfindungsgemäß
über die Erfassung der Ist-Garraum-Temperatur des Garraums indirekt auf die Kerntemperatur
des Gargutes geschlossen werden.
[0025] Auf diese Weise können die einzelnen Garschritte des Garprozesses mit unterschiedlichen
Gareinstellungen innerhalb gewisser Grenzen unabhängig von der Größe und/oder von
der Form des Gargutes betrieben werden. Dies kann zuverlässiger als bisher bekannt
zu den gewünschten Garergebnissen führen. Gleichzeitig kann dies reproduzierbar erreicht
werden. Ferner kann dies die Dauer des Garprozsses verkürzen.
[0026] Des Weiteren kann auf manuelle Vorgaben wie z.B. die Masse des Gargutes verzichtet
werden. Auch sind keine Speisthermometer erforderlich, welche vom Benutzer gesetzt
und entfernt werden müssten. Auf diese Weise kann das Garverfahren innerhalb gewisser
Grenzen gewichtsunabhängig durchgeführt werden.
[0027] Erfindungsgemäß weist das Verfahren ferner wenigstens den weiteren Schritt auf:
- Bestimmen einer ersten Garcharakteristik des Gargutes aus der Zeitdauer der ersten
Gareinstellung und/oder wenigstens zwei während der ersten Gareinstellung erfassten
ersten Ist-Garraum-Temperaturen des Garraums.
[0028] Unter einer Garcharakteristik wird eine Eigenschaft des Gargutes verstanden, welche
dieses hinsichtlich seiner Gareigenschaften reproduzierbar und messbar beschreiben
kann. Dies kann z.B. die Masse des vorliegenden Gargutes sein. Erfindungsgemäß erfolgt
das Betreiben des Gargerätes mittels der zweiten und/oder der dritten Gareinstellung
in Abhängigkeit der ersten Garcharakteristik des Gargutes, wobei die Feuchtigkeit
der zweiten Gareinstellung und/oder die Feuchtigkeit der dritten Gareinstellung in
Abhängigkeit der ersten Garcharakteristik des Gargutes eingestellt wird.
[0029] Vorteilhaft ist bei der Charakterisierung der Gareigenschaften des Gargutes über
seine Masse, dass die Garcharakteristik mittels eines einzelnen Parameters mit einem
einzelnen Wert sehr einfach beschrieben werden kann. Ferner ist es aus dem Stand der
Technik bekannt, wie die Masse eines Gargutes zur Steuerung eines Garprozesses verwendet
werden kann, so dass die erfindungsgemäß bestimmte Masse einfach verwendet und weiterverarbeitet
werden kann.
[0030] Dabei muss die erfindungsgemäß bestimmte Masse des Garguts nicht dessen tatsächlicher
Masse entsprechen, welche sich mittels Wiegen ergeben würde. Vielmehr kann die erfindungsgemäß
bestimmte Masse in sich die Information der Form des Gargutes tragen, welches sich
auf die Zeitdauer auswirkt, wann das Gargut die gewünschte Kerntemperatur erreicht
hat. Da es beim Garen gerade hierauf viel mehr ankommt als auf die tatsächliche Masse
des Gargutes, kann die erfindungsgemäß bestimmte Masse für die Steuerung und Regelung
der folgenden Garschritte viel aussagekräftiger sein als die mittels Wiegen bestimmbare
tatsächliche Masse des Gargutes.
[0031] Beispielsweise kann die Masse als Multiplikator zur Berechnung z.B. einer zum Garen
erforderlichen Zeitdauer eines folgenden Garschrittes verwendet werden. Alternativ
kann auch eine hinterlegte Wertetabelle verwendet werden, um aus dem bestimmten Massewert
des Gargutes z.B. eine erforderlichen Zeitdauer eines folgenden Garschrittes zu bestimmen.
[0032] Alternativ kann z.B. die Steigung einer Temperaturanstiegskurve des Garraums als
Garcharakteristik verwendet werden. Diese Information kann aufwendiger zu berechnen
und/oder zu verarbeiten sein, jedoch kann diese komplexere Information für komplexere
Steuerungen des Garprozesses verwendet werden, welche eine höhere Genauigkeit des
Garprozesses und des gewünschten Garergebnisses bieten können. Beispielsweise kann
der Temperaturanstieg aus zwei Ist-Garraum-Temperaturwerten und den jeweiligen Zeitpunkten
während der ersten Gareinstellung beziehungsweise den sich hieraus ergebenden Temperatur-
und Zeitdifferenzen bestimmt werden. Hierbei sollten die Ist-Garraum-Temperaturwerte
beziehungsweise Zeitpunkte möglichst weit auseinander liegen, um den Einfluss von
Messungenauigkeiten zu verringern.
[0033] In jedem Fall können nachfolgende Garschritte in Abhängigkeit der Garcharakteristik
des vorliegenden Gargutes gesteuert oder geregelt werden. Beispielsweise kann die
Zeitdauer und/oder die Temperatur und/oder die Feuchtigkeit eines folgenden Garschrittes
in Abhängigkeit der Garcharakteristik gesteuert oder geregelt werden. Beispielsweise
kann ein schwereres Gargut bei einer höheren Temperatur und/oder mit einer höheren
Feuchtigkeit gegart werden als ein Gargut mit geringerem Gewicht, um das gleiche gewünschte
Garergebnis in derselben Zeitdauer zu erreichen.
[0034] Vorteilhaft ist hierbei, dass mittels einer automatischen Bestimmung einer Garcharakteristik
eine genauere und individuellere Vorgabe eines Parameters der folgenden Garschritte
erfolgen kann als mittels einer manuellen Vorgabe durch den Benutzer. Insbesondere
kann eine automatische Bestimmung z.B. der Masse des Gargutes genauer und/oder einfacher
und/oder zuverlässiger erfolgen als durch manuelle Eingabe durch den Benutzer. Insbesondere
kann eine automatische Erzeugung der Garcharakteristik des vorliegenden Gargutes für
jeden Garvorgang und das jeweilige Gargut automatisch erneut und individuell durchgeführt
werden, so dass stets die gültige Garcharakteristik verwendet werden kann.
[0035] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist das Verfahren ferner
wenigstens die weiteren Schritte auf:
- Erfassen einer zweiten Ist-Garraum-Temperatur des Garraums des Gargerätes,
- Vergleichen der zweiten Ist-Garraum-Temperatur mit der zweiten Soll-Garraum-Temperatur,
und
- im Falle des Erreichens der zweiten Soll-Garraum-Temperatur durch die zweite Ist-Garraum-Temperatur,
zeitversetztes oder sofortiges Betreiben des Gargerätes mittels einer dritten Gareinstellung.
[0036] Auf diese Weise kann auch die Durchführung eines weiteren, vorzugsweise zweiten Garschrittes
mit einer weiteren, vorzugsweise zweiten Gareinstellung mit den erfindungsgemäßen
Vorteilen erfolgen. Ebenso kann auch das Weiterschalten in eine folgende, vorzugsweise
dritte Gareinstellung wie zuvor beschrieben erfolgen. Ferner können durch die Verwendung
des weiteren Garschrittes weitere Daten zur erfindungsgemäßen Erstellung einer weiteren,
vorzugsweise zweiten Garcharakteristik erfasst werden.
[0037] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist das Verfahren wenigstens
den weiteren Schritt auf:
- Bestimmen einer zweiten Garcharakteristik des Gargutes aus der Zeitdauer der zweiten
Gareinstellung und/oder wenigstens zwei während der zweiten Gareinstellung erfassten
zweiten Ist-Garraum-Temperaturen.
[0038] Auf diese Art und Weise kann erfindungsgemäß eine zweite Garcharakteristik bestimmt
werden.
[0039] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist das Verfahren wenigstens
den weiteren Schritt auf:
- Bestimmen einer resultierenden Garcharakteristik des Gargutes aus der ersten Garcharakteristik
der ersten Gareinstellung und der zweiten Garcharakteristik der zweiten Gareinstellung.
[0040] Auf diese Weise können z.B. Messungenauigkeiten, die in die Bestimmung einer Garcharakteristik
eingeflossen sind, durch den Vergleich mit der anderen Garcharakteristik als Referenzmessung
ausgeglichen werden. Mit anderen Worten kann eine Validierung der ersten Garcharakteristik
des vorliegenden Gargutes durch die zweite Garcharakteristik desselben Gargutes erfolgen.
[0041] Vorteilhaft ist es dabei, wenn zwei unterschiedliche Garvorgänge durch die beiden
Garcharakteristiken beschrieben werden. Beispielsweise kann von der ersten Garcharakteristik
ein Aufheizvorgang des Gargerätes und von der zweiten Garcharakteristik ein Abkühlvorgang
beschrieben werden, so dass über die resultierende Garcharakteristik beide Arten von
Temperaturänderungen gleichermaßen beschrieben werden können. Auf diese Weise können
folgende Garschritte ausgehend von einer einzigen resultierenden Garcharakteristik
gesteuert oder geregelt werden, was die Verlässlichkeit der Garcharakteristik erhöhen
und gleichzeitig ihre Verwendung einfach gestalten kann.
[0042] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung erfolgt das Betreiben des
Gargerätes mittels der zweiten und/oder der dritten Gareinstellung in Abhängigkeit
der ersten Garcharakteristik des Gargutes, der zweiten Garcharakteristik des Gargutes
und/oder der resultierenden Garcharakteristik des Gargutes. Auf diese Weise kann eine
für das jeweilig zu garende Gargut individuell erstellte Garcharakteristik zu Steuerung
des Garprozesses beziehungsweise einzelner Garschritte des Garprozesses herangezogen
werden. Hierdurch kann eine automatische Einstellung des Gargerätes auf das jeweilig
zu garende Gargut erfolgen, um ein optimales Garergebnis zu erzielen. Es können auch
mehrere Garcharakteristik miteinander kombiniert oder alternativ zueinander verwendet
werden.
[0043] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird die Soll-Garraum-Temperatur
der zweiten Gareinstellung und/oder der dritten Gareinstellung und/oder die Dauer
der zweiten Gareinstellung und/oder der dritten Gareinstellung und/oder die Feuchtigkeit
der zweiten Gareinstellung und/oder der dritten Gareinstellung in Abhängigkeit der
ersten Garcharakteristik des Gargutes, der zweiten Garcharakteristik des Gargutes
und/oder der resultierenden Garcharakteristik des Gargutes eingestellt. Auf diese
Weise kann eine Steuerung des Garprozesses beziehungsweise einzelner Garschritte des
Garprozesses umgesetzt werden, um den gewünschten Gargrad für das jeweilige Gargut
mittels Höhe und/oder Dauer der Temperatureinwirkung automatisch und individuell zu
erreichen.
[0044] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die erste Garcharakteristik
des Gargutes, die zweite Garcharakteristik des Gargutes und/oder die resultierende
Garcharakteristik des Gargutes eine Masse des Gargutes. Diese Masse ist wie zuvor
beschrieben für das jeweilig zu garende Gargut individuell bestimmt worden, wobei
diese Masse nicht der gewogenen Masse des Gargutes entspricht sondern gleichzeitig
eine Information in sich trägt, welche die Form des Gargutes charakterisiert. Hierdurch
ist es möglich, mit der individuell bestimmten Masse des Gargutes als einzigen Parameter
beziehungsweise mit einem einzigen Wert die Gargut ausreichend zu charakterisieren,
um den Garprozess beziehungsweise einzelne Garschritte des Garprozesses erfindungsgemäß
steuern zu können.
[0045] Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Gargerät zur Durchführung eines automatischen
Verfahrens zum Garen von Gargut wie zuvor beschrieben mit einem Garraum zur Aufnahme
eines Gargutes, einem Temperatursensor, der ausgebildet und angeordnet ist, eine Ist-Garraum-Temperatur
des Garraums zu erfassen, und einer Steuerungseinheit, welches ausgebildet ist, ein
Verfahren zum Garen von Gargut wie zuvor beschrieben ausführen zu können. Auf diese
Weise kann das erfindungsgemäße Verfahren in einem Gargerät wie z.B. einem Backofen,
einem Dampfgarer oder einem Kombigerät aus Backofen und Dampfgarer zum Einsatz kommen.
[0046] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung ist der Temperatursensor ein Platin-Messwiderstand,
insbesondere ein PT1000-Messwiderstand. Vorteilhaft ist hierbei, dass Platin-Messwiderstände
nur geringe Grenzabweichungen aufweisen, so dass sie üblicherweise ohne Neukalibrierung
austauschbar sind. Dies kann im Falle eines Defekts beziehungsweise Ausfalls des Temperatursensors
seinen Austausch vereinfachen.
[0047] Ein Ausführungsbeispiel und weitere Vorteile der Erfindung werden nachstehend im
Zusammenhang mit den folgenden Figuren erläutert. Darin zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Gargerätes zur Durchführung eines
erfindungsgemäßen Garverfahrens;
- Fig. 2
- ein Ablaufdiagram eines erfindungsgemäßen Garverfahrens;
- Fig. 3
- die Verläufe der Garraumtemperatur von vier verschieden schweren Gargütern über der
Zeit bei einem herkömmlichen zeitgesteuerten Garprozess; und
- Fig. 4
- die Verläufe der Garraumtemperatur von zwei verschieden schweren Gargütern über der
Zeit bei einem erfindungsgemäßen temperaturgesteuerten Garprozess.
[0048] Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung eines Gargerätes 1 zur
Durchführung eines erfindungsgemäßen Garverfahrens. Das Gargerät 1 ist ein Kombigerät
1 aus Backofen und Dampfgarer. Das Kombigerät 1 weist ein Gehäuse 10 auf, an dessen
Vorderseite mehrere Bedienelemente 11 in Form von Drehknöpfen vorgesehen sind, über
welche z.B. die Temperatur und die Dauer eines Garprozesses eingestellt werden kann.
Ferner kann über die Bedienelemente 11 ein automatisches Garprogramm eingestellt werden.
[0049] In dem Kombigerät 1 ist ein Garraum 12 vorgesehen, welcher eine Gargutaufnahme 13
in Form eines Rostes 13 aufweist. Auf dem Rost 13 ist ein Gargut 2 in Form eines Fleischstücks
2 angeordnet, welches zu garen ist. Innerhalb des Garraums 12 ist ferner ein Temperatursensor
14 in Form eines PT1000-Messwiderstands 14 derart angeordnet, dass der PT1000-Messwiderstand
14 die Temperatur im Garraum 14 erfassen kann. Das Kombigerät 1 weist ferner eine
Steuerungseinheit 15 in seinem Inneren auf, welche das Kombigerät 1 allgemein steuert
und hierzu u.a. mit den Bedienelementen 11 und dem PT1000-Messwiderstand 14 signalübertragend
verbunden ist.
[0050] Das Fleischstück 2 im Garraum 12 kann erfindungsgemäß grundsätzlich wie folgt gegart
werden, siehe auch Ablaufdiagram eines erfindungsgemäßen automatischen Garverfahrens
der Fig. 2:
In einem ersten Schritt 100 wird das Kombigerät 1 in einer ersten Gareinstellung mit
einer ersten Soll-Garraum-Temperatur Temp-Soll-1 als erster Garschritt eines Garprozesses
betrieben. Die erste Soll-Garraum-Temperatur Temp-Soll-1 ist in diesem Ausführungsbeispiel
eine Temperatur von 224°C, bei der das Fleischstück 2 im Garraum 12 gegrillt werden
soll. Der erste Garschritt stellt ein Aufheizen des Garraums 12 dar.
[0051] In einem zweiten Schritt 200 wird eine erste Ist-Garraum-Temperatur Temp-Ist-1 des
Garraums 12 erfasst. In einem dritten Schritt 300 werden die erste Ist-Garraum-Temperatur
Temp-Ist-1 und die erste Soll-Garraum-Temperatur Temp-Soll-1 miteinander verglichen.
Dies geschieht fortlaufend, bis die erste Soll-Garraum-Temperatur Temp-Soll-1 durch
die erste Ist-Garraum-Temperatur Temp-Ist-1 erreicht wird. Dann wird in einem vierten
Schritt 400 sofort ein zweiter Garschritt des Garprozesses gestartet, indem das Kombigerät
1 mittels einer zweiten Gareinstellung mit einer zweiten Soll-Garraum-Temperatur Temp-Soll-2
betrieben wird. Die zweite Soll-Garraum-Temperatur Temp-Soll-2 liegt bei 118°C, so
dass der zweite Garschritt ein Abkühlen des Garraums 12 darstellt.
[0052] Somit wird erfindungsgemäß der erste Garschritt temperaturgesteuert durchgeführt,
so dass nicht nach Ablauf einer vorbestimmten Zeitdauer sondern erfindungsgemäß bei
Erreichen der ersten vorbestimmten Soll-Garraum-Temperatur Temp-Soll-1 das Ziel des
ersten Garschritts erreicht ist und in den zweiten Garschritt übergegangen wird.
[0053] Erfindungsgemäß wird zusätzlich in einem fünften Schritt 500 eine erste Garcharakteristik
des Fleischstücks 2 aus der Zeitdauer des ersten Garschritts und/oder zwei während
des ersten Garschritts erfassten ersten Ist-Garraum-Temperaturen Temp-Ist-1 bestimmt.
Hierzu werden die Zeitpunkte und die ersten Ist-Garraum-Temperaturen Temp-Ist-1 zu
Beginn des ersten Garschrittes und bei Erreichen der ersten Soll-Garraum-Temperatur
Temp-Soll-2 verwendet, um die Einflüsse von Messungenauigkeiten möglichst gering zu
halten. Als Garcharakteristik wird in diesem Ausführungsbeispiel die Masse des Fleischstücks
2 berechnet und zunächst zur späteren Verwendung gespeichert.
[0054] In einem sechsten Schritt 600 wird während des zweiten Garschrittes eine zweite Ist-Garraum-Temperatur
Temp-Ist-2 des Garraums 12 bestimmt und in einem siebten Schritt 700 mit der zweiten
Soll-Garraum-Temperatur Temp-Soll-2 verglichen. Wird erkannt, dass die zweite Ist-Garraum-Temperatur
Temp-lst-2 die zweite Soll-Garraum-Temperatur Temp-Soll-2 erreicht hat, so wird in
einem achten Schritt 800 sofort eine dritte Gareinstellung gestartet.
[0055] Der Betrieb der dritten Gareinstellung erfolgt erfindungsgemäß in Abhängigkeit der
Masse des Fleischstücks 2 als erste Garcharakteristik des Fleischstücks 2, welche
wie zuvor beschrieben während des ersten Garschrittes bestimmt wurde. Beispielsweise
können für das weitere Garen des Fleischstücks 2 die Temperatur und die Feuchtigkeit
des Garraums 12 in Abhängigkeit der Masse des Fleischstücks 2 vorgegeben werden. Ebenso
könnte zusätzlich oder alternativ die Dauer des weiteren Garschritts in Abhängigkeit
der Masse des Fleischstücks 2 vorgegeben werden. Dies gilt ebenso für den zweiten
Garschritt.
[0056] Um die Masse des Fleischstücks 2 möglichst verlässlich zu bestimmen, wird in einem
neunten Schritt 900 eine zweite Garcharakteristik des Fleischstücks 2 in Form einer
zweiten Masse aus der Zeitdauer des zweiten Garschritts und/oder zwei während des
zweiten Garschritts erfassten zweiten Ist-Garraum-Temperaturen Temp-lst-2 wie zuvor
beschrieben bestimmt. Anschließend wird in einem zehnten Schritt 1000 eine resultierende
Garcharakteristik des Fleischstücks 2 aus der ersten Garcharakteristik der ersten
Gareinstellung und der zweiten Garcharakteristik der zweiten Gareinstellung bestimmt.
Hierdurch kann beispielsweise ein Mittelwert der beiden Garcharakteristiken beziehungsweise
Massen bestimmt werden, der sowohl das Verhalten des zu garenden Fleischstücks 2 beim
Aufheizen im ersten Garschritt als auch beim Abkühlen im zweiten Garschritt wiedergeben
kann. Auf diese Weise kann mittels eines einzigen Wertes der Masse das Garverhalten
des Fleischstücks 2 sowohl beim Aufheizen als auch beim Abkühlen beschrieben und für
weitere Garschritte wie z.B. den dritten Garschritt verwendet werden.
[0057] Fig. 3 zeigt die Verläufe der Garraumtemperatur GT1-GT4 von vier verschieden schweren
Gargütern 2 über der Zeit bei einem herkömmlichen zeitgesteuerten Garprozess. Hierbei
werden als tatsächlich gewogene Massen der Fleischstücke 2 500g, 1.000g, 1.500g und
2.000g verwendet. Es wird jeweils als erster Garschritt ein Grillschritt des Fleischstücks
2 durchgeführt. Hierbei wird das Kombigerät 1 zunächst 10 Minuten bis zu einem ersten
Zeitpunkt T1 auf eine Temperatur von ca. 175°C vorgeheizt. Da sich jeweils kein Fleischstück
2 im Garraum 12 befindet, sind die Verläufe der Garraumtemperatur GT1-GT4 bis zum
ersten Zeitpunkt T1 identisch.
[0058] Zum ersten Zeitpunkt T1 wird dann jeweils das Fleischstück 2 auf den Rost 13 gelegt.
Hierbei geht jeweils der Verlauf der Garraumtemperatur GT1-GT4 signifikant nach unten,
weil zum einen hierbei Wärme aus dem Garraum 12 nach außen entweichen kann. Zum anderen
hat das Fleischstück 2 eine deutlich geringere Temperatur als der Garraum 12, so dass
das Fleischstück 2 den Garraum 12 abkühlt beziehungsweise Wärme vom Garraum 12 aufnimmt.
[0059] Nach einem kurzen Zeitraum steigt jeweils der Verlauf der Garraumtemperatur GT1-GT4
wieder an, wobei der Anstieg nun jeweils geringer ausfällt als zuvor, weil das Fleischstück
2 aufgeheizt werden muss. Hierbei wirken sich die unterschiedlichen Massen der vier
Fleischstücke 2 auf die Verläufe der Garraumtemperatur GT1-GT4 aus. So erreichen die
beiden Verläufe der Garraumtemperatur GT1, GT2 zum zweiten Zeitpunkt T2 nach 20 Minuten
jeweils etwa eine Höchsttemperatur von ca. 225°C. Die beiden Verläufe der Garraumtemperatur
GT3, GT4 erreichen zum gleichen Zeitpunkt T2 jedoch lediglich ca. 215°C.
[0060] Zum zweiten Zeitpunkt T2 ist der Garschritt des Grillens der Fleischstücke 2 abgeschlossen
und diese können nun abkühlen bis sie jeweils ca. 80°C erreichen. Die Verläufe der
Garraumtemperatur GT1-GT4 sinken jeweils entsprechend. Hierbei zeigt sich sehr deutlich
ein Unterschied in den Verläufen der Garraumtemperatur GT1-GT4, da das schwerste Fleischstück
2, welches am geringsten aufgeheizt wurde und somit noch am kältesten ist, diese Temperatur
deutlich früher als die übrigen leichteren Fleischstücke 2 erreicht. Somit wirkt sich
die Masse der Fleischstücke 2 auf die maximal zu erreichende Garraumtemperatur und
damit auch entsprechend auf die maximal zu erreichende Kerntemperatur der Fleischstücke
2 aus. Genauer gesagt ist der Anstieg der Garraumtemperatur GT1-GT4 umgekehrt proportional
zur Masse der Fleischstücke 2.
[0061] Fig. 4 zeigt die Verläufe der Garraumtemperatur GT2, GT4 sowie der Kerntemperatur
KT2, KT4 von zwei verschieden schweren Gargütern 2 über der Zeit bei einem erfindungsgemäßen
temperaturgesteuerten automatischen Garprozess. In diesem Fall wird auf ein Vorheizen
des Garraums 12 verzichtet. Die Garraumtemperaturen GT2, GT4 liegen daher anfänglich
bei ca. 25°C (Garraumtemperatur GT4) beziehungsweise knapp unter 30°C (Garraumtemperatur
GT2). Ferner beginnt der erste Garschritt des Grillens mit dem jeweiligen Fleischstück
2 im Garraum 12, so dass der Garraum 12 während des Garprozesses nicht geöffnet werden
muss. Die anfänglichen Kerntemperaturen liegen bei ca. 10°C (Kerntemperatur KT2) beziehungsweise
bei ca. 12°C (Kerntemperatur KT4).
[0062] Es zeigen die beiden Verläufe der Garraumtemperatur GT2, GT4, dass auch in diesem
Fall die Garraumtemperatur GT2 des leichteren Fleischstücks 2 schneller ansteigt als
die Garraumtemperatur GT4 des schwereren Fleischstücks 2. Da in diesem Fall jedoch
der Garschritt nicht bis zum ersten Zeitpunkt T1 zeitgesteuert abläuft, sondern temperaturabhängig
gesteuert wird, steigt die Garraumtemperatur GT2, GT4 jeweils solange an, bis die
erste Soll-Garraum-Temperatur Temp-Soll-1 von 224°C erreicht ist. Hierdurch tritt
bei dem leichteren Fleischstück 2 der erste Zeitpunkt T1 nach ca. 20 Minuten früher
ein als bei dem schwereren Fleischstück 2 nach ca. 25 Minuten.
[0063] Ist die erste Soll-Garraum-Temperatur Temp-Soll-1 erreicht, wird jeweils der zweite
Garschritt des Abkühlens gestartet. Hierbei verläuft die Garraumtemperatur GT2, GT4
umso steiler, je größer die Masse des Fleischstücks 2 ist. Dieser zweite Garschritt
ist abgeschlossen, wenn jeweils die zweite Soll-Garraum-Temperatur Temp-Soll-2 des
Garraums von 118°C erreicht ist. Dies ist jeweils zum zweiten Zeitpunkt T2 der Fall,
wobei dieser zweite Zeitpunkt T2 für beide Verläufe der Garraumtemperatur GT2, GT4
ungefähr zusammenfällt.
[0064] Danach können weitere Garschritte durchgeführt werden, bei denen das Garen unter
Berücksichtigung der aus den gemessenen Verläufen der Garraumtemperatur GT2, GT4 bestimmten
jeweiligen Masse des Fleischstücks 2 erfolgen kann. Hierbei können die Temperatur
des Garraums 12 und/oder die Feuchtigkeit des Garraums 12 in Abhängigkeit der bestimmten
Masse des Fleischstücks 2 eingestellt werden.
[0065] Die Kerntemperatur KT2 des leichteren Fleischstücks 2 steigt dabei schneller an als
die Kerntemperatur KT4 des schwereren Fleischstücks 2. Die Kerntemperaturen KT2, KT4
gleichen sich jedoch über die längere Dauer des Garprozesses beziehungsweise der folgenden
Garschritte an.
BEZUGSZEICHENLISTE (Teil der Beschreibung)
[0066]
- T1
- erste Zeitpunkt
- T2
- zweiter Zeitpunkt
- Zeit
- Zeitskala in Stunden, Minuten, Sekunden
- Temp
- Temperaturskala in Grad Celsius
- Temp-Ist-1
- erste Ist-Garraum-Temperatur
- Temp-lst-2
- zweite Ist-Garraum-Temperatur
- Temp-Soll-1
- erste Soll-Garraum-Temperatur
- Temp-Soll-2
- zweite Soll-Garraum-Temperatur
- GT1
- Verlauf der Garraumtemperatur eines ersten Garguts 2
- GT2
- Verlauf der Garraumtemperatur eines zweiten Garguts 2
- GT3
- Verlauf der Garraumtemperatur eines dritten Garguts 2
- GT4
- Verlauf der Garraumtemperatur eines vierten Garguts 2
- KT2
- Kerntemperatur des zweiten Garguts 2
- KT4
- Kerntemperatur des vierten Garguts 2
- 1
- Gargerät, Backofen, Dampfgarer, Kombigerät aus Backofen und Dampfgarer
- 10
- Gehäuse
- 11
- Bedienelemente
- 12
- Garraum
- 13
- Gargutaufnahme, Rost
- 14
- Temperatursensor
- 15
- Steuerungseinheit
- 2
- Gargut, Fleischstück
- 100-1100
- erster bis elfter Verfahrensschritt
1. Automatisches Verfahren zum Garen von Gargut (2) mittels eines Gargerätes (1), mit
wenigstens den Schritten:
Betreiben (100) des Gargerätes (1) mittels einer ersten Gareinstellung mit wenigstens
einer ersten Soll-Garraum-Temperatur (Temp-Soll-1),
Erfassen (200) einer ersten Ist-Garraum-Temperatur (Temp-Ist-1) eines Garraums (12)
des Gargerätes (1),
Vergleichen (300) der ersten Ist-Garraum-Temperatur (Temp-lst-1) mit der ersten Soll-Garraum-Temperatur
(Temp-Soll-1),
und
im Falle des Erreichens der ersten Soll-Garraum-Temperatur (Temp-Soll-1) durch die
erste Ist-Garraum-Temperatur (Temp-Ist-1),
ein zeitversetzt oder sofort Betreiben (400) des Gargerätes (1) mittels einer zweiten
Gareinstellung mit wenigstens einer zweiten Soll-Garraum-Temperatur (Temp-Soll-2)
erfolgt,
gekennzeichnet durch
wenigstens einen weiteren Schritt, dem Bestimmen (500) einer ersten Garcharakteristik
des Gargutes (2) aus
der Zeitdauer bis zum Erreichen der ersten Soll-Garraum-Temperatur (Temp-Soll-1)
und/oder
wenigstens zwei während der ersten Gareinstellung erfassten ersten Ist-Garraum-Temperaturen
(Temp-lst-1)
wobei das Betreiben (400; 800) des Gargerätes (1) mittels einer zweiten und/oder einer
dritten Gareinstellung in Abhängigkeit der ersten Garcharakteristik des Gargutes (2)
erfolgt,
wobei die Feuchtigkeit der zweiten Gareinstellung und/oder die Feuchtigkeit der dritten
Gareinstellung in Abhängigkeit der ersten Garcharakteristik des Gargutes (2) eingestellt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, mit wenigstens den weiteren Schritten:
Erfassen (600) einer zweiten Ist-Garraum-Temperatur (Temp-Ist-2) des Garraums (12)
des Gargerätes (1),
Vergleichen (700) der zweiten Ist-Garraum-Temperatur (Temp-lst-2) mit der zweiten
Soll-Garraum-Temperatur (Temp-Soll-2), und
im Falle des Erreichens der zweiten Soll-Garraum-Temperatur (Temp-Soll-2) durch die
zweite Ist-Garraum-Temperatur (Temp-Ist-2), zeitversetztes oder sofortiges Betreiben
(800) des Gargerätes (1) mittels einer dritten Gareinstellung.
3. Verfahren nach Anspruch 2, mit wenigstens dem weiteren Schritt:
Bestimmen (900) einer zweiten Garcharakteristik des Gargutes (2) aus der Zeitdauer
der zweiten Gareinstellung und/oder wenigstens zwei während der zweiten Gareinstellung
erfassten zweiten Ist-Garraum-Temperaturen (Temp-Ist-2).
4. Verfahren nach Anspruch 3, mit wenigstens dem weiteren Schritt:
Bestimmen (1000) einer resultierenden Garcharakteristik des Gargutes (2) aus der ersten
Garcharakteristik der ersten Gareinstellung und der zweiten Garcharakteristik der
zweiten Gareinstellung.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei das Betreiben (400; 800) des Gargerätes (1) mittels der zweiten und/oder der
dritten Gareinstellung in Abhängigkeit der zweiten Garcharakteristik des Gargutes
(2) und/oder der resultierenden Garcharakteristik des Gargutes (2) erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
wobei die Soll-Garraum-Temperatur (Temp-SolI-2) der zweiten Gareinstellung und/oder
der dritten Gareinstellung und/oder die Dauer der zweiten Gareinstellung und/oder
der dritten Gareinstellung und/oder die Feuchtigkeit der zweiten Gareinstellung und/oder
der dritten Gareinstellung in Abhängigkeit der ersten Garcharakteristik des Gargutes
(2), der zweiten Garcharakteristik des Gargutes (2) und/oder der resultierenden Garcharakteristik
des Gargutes (2) eingestellt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei die erste Garcharakteristik des Gargutes (2), die zweite Garcharakteristik des
Gargutes (2) und/oder die resultierende Garcharakteristik des Gargutes (2) eine Masse
des Gargutes (2) ist.
8. Gargerät (1) zur Durchführung eines Verfahrens zum Garen von Gargut (2) gemäß einem
der Ansprüche 1 bis 7, mit
einem Garraum (12) zur Aufnahme eines Gargutes (2),
einem Temperatursensor (14), der ausgebildet und angeordnet ist, eine Ist-Garraum-Temperatur
(Temp-Ist-1, Temp-Ist-2) des Garraums (12) zu erfassen, und
einer Steuerungseinheit (15), welche ausgebildet ist, ein automatisches Verfahren
zum Garen von Gargut (2) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 ausführen zu können.
9. Gargerät (1) nach Anspruch 8,
wobei der Temperatursensor (14) ein Platin-Messwiderstand (14), insbesondere ein PT1000-Messwiderstand
(14), ist.
1. Automatic method for cooking food (2) by means of a cooking appliance (1), comprising
at least the steps of:
operating (100) the cooking appliance (1) by means of a first cooking setting having
at least one first target cooking chamber temperature (Temp-Soll-1); detecting (200)
a first actual cooking chamber temperature (Temp-Ist-1) of a cooking chamber (12)
of the cooking appliance (1); comparing (300) the first actual cooking chamber temperature
(Temp-lst-1) with the first target cooking chamber temperature (Temp-Soll-1);
and
if the first actual cooking chamber temperature (Temp-lst-1) reaches the first target
cooking chamber temperature (Temp-Soll-1),
operating (400), in a time-delayed manner or immediately, the cooking appliance (1)
by means of a second cooking setting having at least one second target cooking chamber
temperature (Temp-Soll-2),
characterised by
at least one additional step of determining (500) a first cooking characteristic of
the food (2) from
the length of time until the first target cooking chamber temperature (Temp-Soll-1)
is reached
and/or
at least two first actual cooking chamber temperatures (Temp-lst-1) detected during
the first cooking setting,
the cooking appliance (1) being operated (400; 800) by means of a second and/or a
third cooking setting according to the first cooking characteristic of the food (2),
the humidity of the second cooking setting and/or the humidity of the third cooking
setting being set according to the first cooking characteristic of the food (2).
2. Method according to claim 1, comprising at least the additional steps of:
detecting (600) a second actual cooking chamber temperature (Temp-Ist-2) of the cooking
chamber (12) of the cooking appliance (1);
comparing (700) the second actual cooking chamber temperature (Temp-lst-2) with the
second target cooking chamber temperature (Temp-Soll-2); and
if the second actual cooking chamber temperature (Temp-lst-2) reaches the second target
cooking chamber temperature (Temp-Soll-2), operating (800), in a time-delayed manner
or immediately, the cooking appliance (1) by means of a third cooking setting.
3. Method according to claim 2, comprising at least the additional step of:
determining (900) a second cooking characteristic of the food (2) from the duration
of the second cooking setting and/or at least two second actual cooking chamber temperatures
(Temp-lst-2) detected during the second cooking setting.
4. Method according to claim 3, comprising at least the additional step of:
determining (1000) a resulting cooking characteristic of the food (2) from the first
cooking characteristic of the first cooking setting and the second cooking characteristic
of the second cooking setting.
5. Method according to any of claims 1 to 4, wherein the cooking appliance (1) is operated
(400; 800) by means of the second and/or the third cooking setting according to the
second cooking characteristic of the food (2) and/or the resulting cooking characteristic
of the food (2).
6. Method according to claim 5, wherein the target cooking chamber temperature (Temp-Soll-2)
of the second cooking setting and/or of the third cooking setting and/or the duration
of the second cooking setting and/or of the third cooking setting and/or the humidity
of the second cooking setting and/or of the third cooking setting is set according
to the first cooking characteristic of the food (2), the second cooking characteristic
of the food (2) and/or the resulting cooking characteristic of the food (2).
7. Method according to any of claims 1 to 6, wherein the first cooking characteristic
of the food (2), the second cooking characteristic of the food (2) and/or the resulting
cooking characteristic of the food (2) is a weight of the food (2).
8. Cooking appliance (1) for carrying out a method for cooking food (2) according to
any of claims 1 to 7, comprising
a cooking chamber (12) for receiving food (2),
a temperature sensor (14) which is designed and arranged to detect an actual cooking
chamber temperature (Temp-Ist-1, Temp-Ist-2) of the cooking chamber (12),
and
a control unit (15) which is designed to be able to carry out an automatic method
for cooking food (2) according to any of claims 1 to 7.
9. Cooking appliance (1) according to claim 8, wherein the temperature sensor (14) is
a platinum measuring resistor (14), in particular a PT1000 measuring resistor (14).
1. Procédé de cuisson automatique d'aliments à cuire (2) au moyen d'un appareil de cuisson
(1), comportant au moins les étapes :
de fonctionnement (100) de l'appareil de cuisson (1) au moyen d'un premier réglage
de cuisson avec au moins une première température de consigne de chambre de cuisson
(Temp-SolI-1), d'enregistrement (200) d'une première température réelle de chambre
de cuisson (Temp-lst-1) d'une chambre de cuisson (12) de l'appareil de cuisson (1),
de comparaison (300) de la première température réelle de chambre de cuisson (Temp-lst-1)
avec la première température de consigne de chambre de cuisson (Temp-SolI-1),
et
dans le cas dans lequel la première température de consigne de chambre de cuisson
(Temp-SolI-1) atteint la première température réelle de chambre de cuisson (Temp-Ist-1),
un fonctionnement différé ou immédiat (400) de l'appareil de cuisson (1) a lieu au
moyen d'un deuxième réglage de cuisson avec au moins une seconde température de consigne
de chambre de cuisson (Temp-SolI-2),
caractérisé par
au moins une étape supplémentaire de détermination (500) d'une première caractéristique
de cuisson de l'aliment à cuire (2) à partir de la durée nécessaire pour atteindre
la première température de consigne de chambre de cuisson (Temp-SolI-1)
et/ou
au moins deux premières températures réelles de chambre de cuisson (Temp-Ist-1) enregistrées
pendant le premier réglage de cuisson,
le fonctionnement (400 ; 800) de l'appareil de cuisson (1) ayant lieu au moyen d'un
deuxième et/ou d'un troisième réglage de cuisson en fonction de la première caractéristique
de cuisson de l'aliment à cuire (2),
l'humidité du deuxième réglage de cuisson et/ou l'humidité du troisième réglage de
cuisson étant réglée en fonction de la première caractéristique de cuisson de l'aliment
à cuire (2).
2. Procédé selon la revendication 1, comportant au moins les étapes supplémentaires :
d'enregistrement (600) d'une seconde température réelle de chambre de cuisson (Temp-Ist-2)
de la chambre de cuisson (12) de l'appareil de cuisson (1),
de comparaison (700) de la seconde température réelle de chambre de cuisson (Temp-Ist-2)
avec la seconde température de consigne de chambre de cuisson (Temp-SolI-2), et, dans
le cas dans lequel la seconde température de consigne de chambre de cuisson (Temp-Soll-2)
atteint la seconde température réelle de chambre de cuisson (Temp-Ist-2), de fonctionnement
différé ou immédiat (800) de l'appareil de cuisson (1) au moyen d'un troisième réglage
de cuisson.
3. Procédé selon la revendication 2, comportant au moins l'étape supplémentaire :
de détermination (900) d'une seconde caractéristique de cuisson de l'aliment à cuire
(2) à partir de la durée du deuxième réglage de cuisson et/ou d'au moins deux secondes
températures réelles de chambre de cuisson (Temp-Ist-2) enregistrées pendant le deuxième
réglage de cuisson.
4. Procédé selon la revendication 3, comportant au moins l'étape supplémentaire :
de détermination (1000) d'une caractéristique de cuisson de l'aliment à cuire (2)
résultante à partir de la première caractéristique de cuisson du premier réglage de
cuisson et de la seconde caractéristique de cuisson du deuxième réglage de cuisson.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4,
dans lequel le fonctionnement (400 ; 800) de l'appareil de cuisson (1) a lieu au moyen
du deuxième et/ou du troisième réglage de cuisson en fonction de la seconde caractéristique
de cuisson de l'aliment à cuire (2) et/ou de la caractéristique de cuisson de l'aliment
à cuire (2) résultante.
6. Procédé selon la revendication 5,
dans lequel la température de consigne de chambre de cuisson (Temp-Soll-2) du deuxième
réglage de cuisson et/ou du troisième réglage de cuisson et/ou la durée du deuxième
réglage de cuisson et/ou du troisième réglage de cuisson et/ou l'humidité du deuxième
réglage de cuisson et/ou du troisième réglage de cuisson est réglée en fonction de
la première caractéristique de cuisson de l'aliment à cuire (2), de la seconde caractéristique
de cuisson de l'aliment à cuire (2) et/ou de la caractéristique de cuisson de l'aliment
à cuire (2) résultante.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
dans lequel la première caractéristique de cuisson de l'aliment à cuire (2), la seconde
caractéristique de cuisson de l'aliment à cuire (2) et/ou la caractéristique de cuisson
de l'aliment à cuire (2) résultante est le poids de l'aliment à cuire (2).
8. Appareil de cuisson (1) permettant de mettre en œuvre un procédé de cuisson d'aliments
à cuire (2) selon l'une des revendications 1 à 7, comportant
une chambre de cuisson (12) pour recevoir un aliment à cuire (2),
un capteur de température (14) qui est conçu et agencé pour enregistrer une température
réelle de chambre de cuisson (Temp-Ist-1, Temp-Ist-2) de la chambre de cuisson (12),
et une unité de commande (15) qui est conçue pour pouvoir exécuter un procédé de cuisson
automatique d'aliments à cuire (2) selon l'une des revendications 1 à 7.
9. Appareil de cuisson (1) selon la revendication 8,
dans lequel le capteur de température (14) est une résistance de mesure en platine
(14), en particulier une résistance de mesure PT1000 (14).