[0001] Der hier vorgestellte Ansatz betrifft eine Abtropfvorrichtung für ein Haushaltgerät
und ein Haushaltgerät mit einer Abtropfvorrichtung.
[0002] Es gibt Haushaltgeräte, die über einen befüllbaren Frischwassertank, beispielsweise
zum Bereitstellen von Wasser zum Dampfgaren, verfügen. Bei einem Herausziehen dieses
Frischwassertanks zur Befüllung mit Frischwasser tritt folgendes Problem auf: Durch
eine Verbindung des Frischwassertanks mit einem Zulaufadapter besteht eine direkte
Verbindung. Im Moment der Entnahme des Frischwassertanks aus einem Gehäusekasten löst
sich ein Tropfen Wasser von einem Einlaufstutzen des Wassertanks direkt aus dem Zulaufadapter.
Dieser Vorgang wiederholt sich bei jeder weiteren Befüllung. Nach und nach bildet
sich so im Bereich des Gehäusekastens, also der Aufnahme des Wassertanks, eine Wasserlache.
Das hat zur Folge, dass ein Boden des Frischwassertanks immer wieder mit Wasser benetzt
wird. Teilweise wird beim Herausziehen des Frischwassertanks die Wasserlache mitgerissen
und verteilt sich dabei auf einem Fußboden. Besonders bei Holzböden und glatten Bodenmaterialien
kann dies einen unangenehmen Effekt verursachen.
[0003] Die
WO 2009/046811 A1 beschreibt ein Haushaltgerät mit einer Bedienblende und mit einem Tank zur Aufnahme
eines Fluids, wobei der Tank zur Befüllung mit dem Fluid eine Einfüllöffnung aufweist
und in der Betriebslage hinter der Bedienblende in dem Inneren des Haushaltgeräts
angeordnet ist.
[0004] Dem hier vorgestellten Ansatz liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Abtropfvorrichtung
für ein Haushaltgerät und ein verbessertes Haushaltgerät mit einer Abtropfvorrichtung
zu schaffen.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Abtropfvorrichtung für ein Haushaltgerät
und ein Haushaltgerät mit einer Abtropfvorrichtung mit den Merkmalen der Hauptansprüche
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des Ansatzes ergeben sich
aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
[0006] Eine Abtropfvorrichtung für ein Haushaltgerät weist zumindest ein Fluidbehältergehäuse
zur Aufnahme eines Fluidbehälters zur Aufnahme eines Fluids auf. Das Fluidbehältergehäuse
weist zumindest einen Zulaufadapter auf, der dazu ausgebildet ist, um fluidisch mit
dem Fluidbehälter verbunden zu sein, wenn der Fluidbehälter in dem Fluidbehältergehäuse
aufgenommen ist. Außerdem weist das Fluidbehältergehäuse zumindest eine Öffnung auf,
die im betriebsbereiten Zustand der Abtropfvorrichtung unterhalb des Zulaufadapters
angeordnet ist, um ein Abtropfen zumindest eines Fluidtropfens von dem Zulaufadapter
durch die Öffnung auf eine Kanaleinrichtung zu ermöglichen.
[0007] Die mit dem hier vorgestellten Ansatz erreichbaren Vorteile bestehen darin, dass
der zumindest eine Fluidtropfen nach dem Abtropfen von dem Zulaufadapter nicht in
dem Fluidbehältergehäuse landet, sondern von der Kanaleinrichtung aufgenommen werden
kann. Es ist möglich, dass der von der Kanaleinrichtung aufgenommene Fluidtropfen
durch die Wärme der Kanaleinrichtung verdunstet. Die Kanaleinrichtung kann beispielsweise
auch dazu ausgeformt sein , um den Fluidtropfen im Folgenden abzuleiten.
[0008] Beides ist deshalb von Vorteil, da Fluidbehälter häufig zum Auffüllen des Fluidbehälters
z. B. mit Wasser aus dem Fluidbehältergehäuse herausgenommen werden und dabei durch
ein Lösen einer zuvor bestandenen fluidischen Verbindung zwischen dem Fluidbehälter
und dem Zulaufadapter, der zumindest eine Fluidtropfen von dem Zulaufadapter abtropft.
Durch ein häufiges Entnehmen und eventuelles Auffüllen des Fluidbehälters kann sich
so in dem Fluidbehältergehäuse viel Fluid ansammeln, das sich wiederum an eine Unterseite
des Fluidbehälters haften kann und dann bei einer weiteren Entnahme des Fluidbehälters
aus dem Fluidbehältergehäuse auf einen Fußboden tropfen kann. Die hier vorgestellte
Abtropfvorrichtung verhindert vorteilhafterweise ein solches unkontrolliertes Ansammeln
von Fluidtropfen in dem Fluidbehältergehäuse.
[0009] Der Fluidbehälter ist zur Entnahme aus einem Haushaltgerät vorgesehen und ist vorzugsweise
als ein Behälter zur Aufnahme von Frischwasser oder Abwasser ausgebildet. Als Behälter
zur Aufnahme von Frischwasser dient dieser der Versorgung des Haushaltgerätes mit
Frischwasser und wird als Frischwassertank bezeichnet. Als Behälter zur Aufnahme von
Abwasser nimmt der Fluidbehälter im Wesentlichen das im Gargerät entstandene Kondensat
auf. Mittels Abwasserpumpe und Abwasserleitung wird das Kondensat in den dann als
Abwasserbehälter bezeichneten Fluidbehälter gefördert.
[0010] Ein Haushaltgerät, das einen vorstehend beschriebenen Fluidbehälter aufnimmt ist
beispielsweise ein Gargerät mit einem Garraum zur Aufnahme eines Gargutes. Das Haushaltsgerät
umfasst einen Dampferzeuger, welcher aus dem im als Frischwassertank ausgeführten
Fluidbehälter bevorrateten Wasser Dampf erzeugt. Der Dampf kann in den Garraum eingebracht
werden und dient dort der Dampfunterstützung eines Garprozesses oder Erwärmung des
Gargutes mit Dampf. Ein solches Haushaltgerät ist insbesondere ein Backofen oder Dampfgarer.
[0011] Gemäß einer Ausführungsform kann die Kanaleinrichtung zur Führung eines Luftstroms
vorgesehen sein. Somit kann es sich bei der Kanaleinrichtung um einen Luftkanal handeln,
durch den beispielsweise ein Luftstrom aus dem Haushaltgerät herausgeführt werden
kann.
[0012] Insbesondere kann der Luftkanal zum Führen von Warmluft vorgesehen sein. Zusätzlich
oder alternativ kann die Kanaleinrichtung als ein Abwasserentsorgungskanal ausgeformt
sein. Vorteilhafterweise kann eine solche ohnehin vorhandene Kanaleinrichtung verwendet
werden, um zusätzlich zu dem Luftstrom oder dem abzuführenden Abwasser noch den genannten
Fluidtropfen abzuführen. Alternativ kann die Kanaleinrichtung ausschließlich zum Abführen
des Fluidtropfens vorgesehen sein.
[0013] Die bevorzugte Ausführungsform der Kanaleinrichtung zur Führung eines Luftstroms,
insbesondere Warmluft, ermöglicht eine Verdunstung der in der Kanaleinrichtung aufgenommenen
Fluidtropfen, so dass diese keiner weiteren Behandlung bedürfen.
[0014] Die Abtropfvorrichtung kann zudem die erwähnte Kanaleinrichtung aufweisen. Das Fluidbehältergehäuse
kann im betriebsbereiten Zustand der Abtropfvorrichtung auf der Kanaleinrichtung stehend
oder oberhalb und beabstandet zu der Kanaleinrichtung angeordnet sein. Eine dem Fluidbehältergehäuse
zugewandte Kanaleinrichtungsdecke der Kanaleinrichtung kann dabei zumindest eine Vertiefung
aufweisen, welche vorzugsweise unterhalb der Öffnung des Fluidbehältergehäuses angeordnet
und/oder gegenüber der Öffnung des Fluidbehältergehäuses, insbesondere konkav, ausgeführt
ist. Ein von dem Zulaufadapter abtropfender Fluidtropfen gelangt durch die Öffnung
in dem Fluidbehältergehäuses auf die Kanaleinrichtung, insbesondere in die Vertiefung
der Kanaleinrichtung. Dort kann der Fluidtropfen verdunstet, bevorratet und/oder von
dort abgeleitet werden.
[0015] In einer Entnahmestellung kann der Fluidbehälter zumindest teilweise aus dem Haushaltgerät
herausgezogen angeordnet sein. Vorzugsweise ist die Vertiefung der Öffnung zugewandt
angeordnet, wenn das Fluidbehältergehäuse in einer Entnahmestellung angeordnet ist,
in der das Fluidbehältergehäuse den Fluidbehälter zur Entnahme freigibt. Wenn die
Vertiefung wie beschrieben angeordnet ist, kann der Fluidtropfen bei einem bevorstehenden
Herausnehmen des Fluidbehälters aus dem Fluidbehältergehäuse durch die Öffnung direkt
in die Vertiefung tropfen und dort beispielsweise verdunstet, bevorratet und/oder
von dort abgeleitet werden.
[0016] Um den Fluidtropfen ableiten zu können, kann die Vertiefung zumindest einen Abflusskanal
aufweisen. Der Abflusskanal kann sich beispielsweise von einer tiefsten Stelle der
Vertiefung von der Vertiefung weg erstrecken. Dabei kann nach einer ersten Ausführungsform
ein der Vertiefung gegenüberliegendes Ende des Abflusskanals eine Schnittstelle zu
einer Abwasserpumpe und/oder einem Abwasserbehälter des Haushaltgeräts aufweisen kann.
So kann der Fluidtropfen sicher in den Abwasserbehälter und/oder durch die Abwasserpumpe
abgleitet werden. Gemäß einer zweiten Ausführungsform erstreckt sich der Abflusskanal
in die Kanaleinrichtung, wobei ein der Vertiefung gegenüberliegendes Ende des Abflusskanals
in der Kanaleinrichtung endet. Hierdurch ist es möglich, dass Fluidtropfen in den
Luftstrom gelangen, welcher in der Kanaleinrichtung geführt wird. Die Fluidtropfen
werden von dem Luftstrom vorzugsweise verdunstet und/oder mitgerissen und so aus dem
Haushaltgerät geführt.
[0017] Gemäß einer Ausführungsform ist es von Vorteil, wenn die Kanaleinrichtungsdecke zumindest
eine Erhöhung aufweist, die dazu ausgebildet ist, um ein Überlaufen des zumindest
einen Fluidtropfens über einen Rand der Kanaleinrichtungsdecke zu verhindern.
[0018] Der Fluidbehälter, der dazu ausgeformt ist, um von dem Fluidbehältergehäuse aufgenommen
zu werden, kann Teil der Abtropfvorrichtung sein. Dabei kann der Fluidbehälter einen
Fluidkanal aufweisen, der dazu ausgeformt sein kann, um im aufgenommenen Zustand des
Fluidbehälters in dem Fluidbehältergehäuse den Fluidbehälter fluidisch mit dem Zulaufadapter
zu verbinden. Von einem Benutzer in den Fluidbehälter eingefülltes Fluid kann so über
den Fluidkanal und den Zulaufadapter beispielsweise zu einer Dampferzeugungseinrichtung
leitbar sein, wo aus dem Fluid Dampf erzeugt werden kann. Der Dampf kann in einen
Garraum des Haushaltgerätes eingebracht werden um ein dort aufgenommenes Gargut mit
dem Dampf zu erwärmen und/oder zu befeuchten.
[0019] Für eine platzsparende und praktische Anordnung der Abtropfvorrichtung in dem Haushaltgerät
kann die Abtropfvorrichtung gemäß einer Ausführungsform dazu ausgeformt sein, um im
betriebsbereiten Zustand des Haushaltgeräts hinter einer Bedienblende des Haushaltgeräts
angeordnet oder anordenbar zu sein. Die Bedienblende kann beispielsweise eine Liftblende
sein, die zur Entnahme des Fluidbehälters verstellbar sein kann.
[0020] Ein Haushaltgerät weist eine der vorgestellten Abtropfvorrichtungen auf. Ein solches
Haushaltgerät kann als Ersatz für bekannte Haushaltgeräte dienen, mit dem Vorteil,
dass das hier vorgestellte Haushaltgerät vorteilhafterweise von dem Zulaufadapter
tropfende Fluidtropfen, die sich während einer Entnahme des Fluidbehälters aus dem
Haushaltgerät lösen können, sicher ableitet und dabei ein unkontrolliertes Ansammeln
der Fluidtropfen in dem Fluidbehältergehäuse verhindert. Bei dem Haushaltgerät kann
es sich um ein beliebiges Haushaltgerät handeln, das mit einem entnehmbaren Fluidbehälter
ausgestattet ist, wie beispielsweise ein Dampfgarer oder ein Gerät zur Getränkezubereitung,
beispielsweise ein Kaffeevollautomat.
[0021] Das Haushaltgerät kann als ein Dampfgarer mit einem Garraum zum Aufnehmen zumindest
eines Dampfgarguts zum Dampfgaren und einer Dampferzeugungseinrichtung zum Erzeugen
von Dampf zum Dampfgaren des Dampfgarguts ausgeformt sein. Dampfgarer verfügen häufig
über z. B. manuell entnehmbare und durch einen Bediener auffüllbare Fluidbehälter.
[0022] Ausführungsbeispiele des Ansatzes sind in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und werden nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
- Figur 1
- eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Dampfgarers gemäß einem Ausführungsbeispiel;
und
- Figur 2 bis 4
- einen Querschnitt einer Seitenansicht einer Abtropfvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel.
[0023] Figur 1 zeigt eine perspektivische Explosionsdarstellung eines Dampfgarers 100 gemäß
einem Ausführungsbeispiel. Der Dampfgarer 100 weist zumindest einen Garraum 105 zum
Aufnehmen zumindest eines Dampfgarguts zum Dampfgaren, eine Dampferzeugungseinrichtung
110 zum Erzeugen von Dampf zum Dampfgaren des Dampfgarguts und eine Abtropfvorrichtung
115 auf.
[0024] Die Abtropfvorrichtung 115 weist gemäß diesem Ausführungsbeispiel zwei Fluidbehältergehäuse
120, zwei Fluidbehälter 125 und eine Kanaleinrichtung 128 auf. Gemäß einem alternativen
Ausführungsbeispiel kann die Abtropfvorrichtung 115 auch einzig eines der Fluidbehältergehäuse
120 aufweisen.
[0025] Die folgende Beschreibung orientiert sich an nur einem der zwei dargestellten Fluidbehältergehäuse
120 und an nur einem der zwei dargestellten Fluidbehälter 130, wobei erläuterte Details
ebenso für das andere optional dargestellte Fluidbehältergehäuse 120 und den anderen
optional dargestellten Fluidbehälter 130 gelten.
[0026] Der Dampfgarer 100 ist hier beispielhaft für ein Haushaltgerät mit zumindest einem
entnehmbaren Fluidbehälter 130 gewählt.
[0027] Das Fluidbehältergehäuse 120 ist dazu ausgebildet, um den Fluidbehälter 125 aufzunehmen,
der wiederum dazu ausgebildet ist, um zumindest ein Fluid aufzunehmen. Das Fluidbehältergehäuse
120 weist außerdem einen ab Fig. 2 sichtbaren Zulaufadapter auf, der dazu ausgebildet
ist, um fluidisch mit dem Fluidbehälter 125 verbunden zu sein, wenn der Fluidbehälter
125 in dem Fluidbehältergehäuse 120 aufgenommen ist. Das Fluidbehältergehäuse 120
weist der Kanaleinrichtung 128 zugewandt eine Öffnung 130 auf, die im hier dargestellten
betriebsbereiten Zustand der Abtropfvorrichtung 115 unterhalb des Zulaufadapters angeordnet
ist, um ein Abtropfen zumindest eines Fluidtropfens von dem Zulaufadapter auf die
Kanaleinrichtung 128 zu ermöglichen. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist das Fluidbehältergehäuse
120 auf der Kanaleinrichtung 128 stehend angeordnet, kann alternativ jedoch auch beabstandet
zu der Kanaleinrichtung 128 angeordnet sein.
[0028] Die optionale Kanaleinrichtung 128 ist gemäß diesem Ausführungsbeispiel als ein Luftkanal
des Dampfgarers 100 ausgeformt. Beispielsweise kann durch die Kanaleinrichtung 128
Warmluft geführt werden. Dazu kann die Kanaleinrichtung 128 mit einem Ventilator gekoppelt
oder koppelbar sein.
[0029] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die Kanaleinrichtung 128 zusätzlich
oder alternativ als eine Abwasserführung zum Abführen von Abwasser, auch als Abwasserentsorgung
bezeichnet, ausgeführt. In diesem Fall kann die Kanaleinrichtung 128 mit einem Anschluss
zur Abwasserentsorgung gekoppelt oder koppelbar sein.
[0030] Eine dem Fluidbehältergehäuse 120 zugewandte Kanaleinrichtungsdecke 135 der Kanaleinrichtung
128 weist eine Vertiefung 140 auf, die in der in den Figuren 3 und 4 dargestellten
Entnahmestellung des Fluidbehältergehäuses 120, in der das Fluidbehältergehäuse 120
den Fluidbehälter 125 zur Entnahme freigibt, der Öffnung 130 zugewandt angeordnet
ist. In einer hier dargestellten Stellung des Fluidbehältergehäuses 120 ist die Öffnung
130 entfernt von der Vertiefung 140 angeordnet.
[0031] Gemäß diesem Ausführungsbeispiel weist der Fluidbehälter 125 einen Deckel 145 auf,
der dazu ausgeformt ist, um den Fluidbehälter 125 zu verschließen.
[0032] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele anhand der Fig. 1 nochmals näher beschrieben:
Durch die Abtropfvorrichtung 115, die auch als Tropfschutz für einen Frischwasserbehälter
bezeichnet werden kann, wird verhindert, dass sich eine Wasserlache in einem Gehäuse
oder einer Aufnahme eines Frischwassertanks in Form des Fluidbehältergehäuses 120
bildet. Es bilden sich keine Fluidtropfen oder unter Umständen größeren Wassermengen
durch ein Herausziehen des Tanks in Form des Fluidbehälters 125 aus dem Fluidbehältergehäuse
120 auf einem Fußboden und/oder in einem Blendenbereich des Haushaltgeräts in Form
des Dampfgarers 100 ab.
[0033] Hierzu ist das Fluidbehältergehäuse 120 in einem Bereich, in dem der Fluidtropfen
herunterfällt, mit der Öffnung 130 versehen, die auch als ein Durchbruch bezeichnet
werden kann. So kann der oder auch mehrere Fluidtropfen auf ein Luftkanalunterteil
in Form der Kanaleinrichtung 128 fallen. Damit sich im Dampfgarer 100 keine Feuchtigkeit
sammeln kann, ist an entsprechender Stelle in der Kanaleinrichtung 128 eine kleine
Inselvertiefung in Form der Vertiefung 140 mit beispielsweise einem kleinen Loch in
einer Mitte der Vertiefung 140 ausgebildet. An dieser Stelle können die Fluidtropfen
ablaufen. Wichtig hierbei ist, dass sich das Strömungsverhalten nicht negativ auf
die Gerätefunktion auswirkt. Auch das Thema Geräusche ist nicht außer Acht zu lassen.
Damit keine Feuchtigkeit aus der Kanaleinrichtung 128 durch das Loch entweichen kann,
ist dieses mit einer kleinen Sperre in Richtung eines Lüfters, in Strömungsrichtung,
ausgestattet. Das Wasser bzw. die Fluidtropfen werden nachdem diese durch das Fluidbehältergehäuse
120 auf die Vertiefung 140, die auch als Mulde bezeichnet werden kann, gefallen sind,
über das Loch in der Kanaleinrichtung 128 und eine Schräge in der Ablaufgeometrie
abtransportiert. Kleine Fluidtropfen werden hierbei mit Dampf aus dem Garraum 105
mitgerissen und als Luftfeuchtigkeit, nicht in Form von Wassertropfen, nach vorne
aus dem Dampfgarer 100 ausgeblasen. Größere Mengen an Fluidtropfen bzw. Wassermengen
werden über die Kanaleinrichtung 128 abgeführt. Eine entsprechende Geometrie in der
Kanaleinrichtung 128 sorgt dafür, dass sich das Wasser gezielt über die Vertiefung
140 in einem Boden sammeln kann und das Wasser anschließend über eine Schlauchverbindung
zu einer Abwasserpumpe gelangt. Über die Abwasserpumpe kann das zusätzlich angefallene
Wasser in einen Abwasserbehälter gepumpt und anschließend von einem Bediener des Dampfgarers
100 entleert werden.
[0034] Dank der Fluidbehältervorrichtung 115 müssen das Fluidbehältergehäuse 120 und auch
der Boden des Fluidbehälters 125 nicht ständig ausgeputzt oder geputzt werden. Zudem
fallen vorteilhafterweise keine Wassertropfen mehr auf den Fußboden.
[0035] Figur 2 zeigt einen Querschnitt einer Seitenansicht einer Abtropfvorrichtung 115
gemäß einem Ausführungsbeispiel. Dabei kann es sich um die anhand von Fig. 1 beschriebene
Abtropfvorrichtung 115 handeln.
[0036] Der Fluidbehälter 125 ist gemäß diesem Ausführungsbeispiel in dem Fluidbehältergehäuse
120 aufgenommen. Das Fluidbehältergehäuse 120 ist dabei hinter einer nicht dargestellten
Bedienblende oder geschlossenen Liftblende im Dampfgarer positioniert. Gemäß diesem
Ausführungsbeispiel weist der Fluidbehälter 125 einen Fluidkanal 200 auf, der den
Fluidbehälter 125 fluidisch mit dem Zulaufadapter 205 des Fluidbehältergehäuses 120
verbindet. Der Zulaufadapter 205 kann auch als Anschluss zur Entnahme von Wasser bezeichnet
werden und ist im betriebsbereiten Zustand der Abtropfvorrichtung 115 erkennbar oberhalb
der Öffnung 130 angeordnet.
[0037] Die Vertiefung 140 weist gemäß diesem Ausführungsbeispiel einen fluidisch mit der
Vertiefung 140 verbundenen Abflusskanal 210 auf, der dazu ausgebildet ist, um den
Fluidtropfen aus der Vertiefung 140 abzuleiten. Ein der Vertiefung 140 gegenüberliegendes
Ende des Abflusskanals 210 weist gemäß diesem Ausführungsbeispiel eine Schnittstelle
zu der Abwasserpumpe des Dampfgarers auf. Gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel
kann die Schnittstelle auch als eine Schnittstelle zu einem Abwasserbehälter ausgeformt
sein. Die Kanaleinrichtungsdecke 135 weist gemäß diesem Ausführungsbeispiel eine Erhöhung
215 auf, die dazu ausgebildet ist, um ein Überlaufen des zumindest einen Fluidtropfens
über einen Rand der Kanaleinrichtungsdecke 135 zu verhindern.
[0038] Der Abflusskanal 210 kann auch als Ablaufsteg bezeichnet werden und ist gemäß diesem
Ausführungsbeispiel als ein Halbrohr ausgeformt. Die Vertiefung 140 ist gemäß diesem
Ausführungsbeispiel als eine linsenförmige Senke ausgeformt.
[0039] Zur beweglichen Aufnahme des Fluidbehältergehäuses 120 ist gemäß diesem Ausführungsbeispiel
zumindest eine Führungsschiene 220 vorgesehen, entlang der sich das Fluidbehältergehäuse
120 mitsamt dem Fluidbehälter 125 gemäß diesem Ausführungsbeispiel linear in die ab
Figur 3 dargestellte Entnahmestellung bewegen lässt.
[0040] Fig. 3 zeigt einen Querschnitt einer Seitenansicht einer Abtropfvorrichtung 115 gemäß
einem Ausführungsbeispiel. Dabei kann es sich um eine der anhand einer der vorangegangenen
Figuren beschriebenen Abtropfvorrichtungen 115 handeln, mit dem Unterschied, dass
das Fluidbehältergehäuse 120 zusammen mit dem Fluidbehälter 125 gemäß diesem Ausführungsbeispiel
in die Entnahmestellung 300 bewegt wurde. In der Entnahmestellung 300, in der das
Fluidbehältergehäuse 120 den Fluidbehälter 125 zur Entnahme freigibt, ist die Vertiefung
140 der Öffnung 130 zugewandt angeordnet. Der Zulaufadapter 205, die Öffnung 130 und
die Vertiefung 140 sind dabei in der dargestellten Entnahmestellung 300 fluchtend
zueinander angeordnet.
[0041] Das Fluidbehältergehäuse 120 ist gemäß diesem Ausführungsbeispiel für den Zugriff
zum Fluidbehälter 125 nach vorne, teilweise vor den Dampfgarer, verschoben worden.
Die vor der Abtropfvorrichtung 115 angeordnete Bedienblende oder Liftblende ist in
der Entnahmestellung 300 des Fluidbehältergehäuses 120 geöffnet angeordnet.
[0042] Die Öffnung 130 ist bei maßgeblichem Tropfereignis ansprechend auf eine folgende
Entnahme des Fluidbehälters 125 über der Vertiefung 140 positioniert.
[0043] Fig. 4 zeigt einen Querschnitt einer Seitenansicht einer Abtropfvorrichtung 115 gemäß
einem Ausführungsbeispiel. Dabei kann es sich die anhand von Fig. 3 beschriebene Abtropfvorrichtung
115 handeln, aus der der Fluidbehälter entnommen wurde.
[0044] Bei der Entnahme des Fluidbehälters tropft es an dem Zulaufadapter 205 ab. Der zumindest
eine von dem Zulaufadapter 205 abtropfende Fluidtropfen tropft dabei durch die Öffnung
130 des Fluidbehältergehäuses 120, das auch als Schubladenfach bezeichnet werden kann,
in die Vertiefung 140.
1. Haushaltgerät welches als Gargerät, insbesondere als ein Dampfgarer (100), mit einem
Garraum (105) zum Aufnehmen zumindest eines Garguts und mit einer Dampferzeugungseinrichtung
(110) zum Erzeugen von Dampf ausgeformt ist, wobei das Haushaltgerät einen entnehmbaren
Fluidbehälter (125) zur Aufnahme eines Fluids, ein Fluidbehältergehäuse (120) zur
Aufnahme des Fluidbehälters (125) und eine Kanaleinrichtung (128) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Fluidbehältergehäuse (120) zumindest einen Zulaufadapter (205) und zumindest eine
Öffnung (130) aufweist,
wobei Zulaufadapter (205) dazu ausgebildet ist, mit dem Fluidbehälter (125) verbunden
zu sein, wenn der Fluidbehälter (125) in dem Fluidbehältergehäuse (120) aufgenommen
ist,
wobei das Fluidbehältergehäuse (120) und die Kanaleinrichtung (128) eine Abtropfvorrichtung
(115) für das Haushaltgerät ausbilden,
wobei im betriebsbereiten Zustand des Haushaltgerätes die Öffnung (130) unterhalb
des Zulaufadapters (205) und die Kanaleinrichtung (128) unterhalb des Fluidbehältergehäuses
(120) angeordnet ist, um ein Abtropfen zumindest eines Fluidtropfens von dem Zulaufadapter
(205) auf eine Kanaleinrichtung (128) zu ermöglichen.
2. Haushaltsgerät gemäß Anspruch 1, wobei
das Fluidbehältergehäuse (120) zwischen einer Entnahmestellung (300) und einer Ruhestellung
gegenüber der Kanaleinrichtung (128) beweglich ist.
3. Haushaltsgerät gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei
die Kanaleinrichtung (128) eine dem Fluidbehältergehäuse (120) zugewandte Kanaleinrichtungsdecke
(135) aufweist.
4. Haushaltsgerät gemäß Anspruch 3, bei der die Kanaleinrichtungsdecke (135) zumindest
eine Erhöhung (215) aufweist, die dazu ausgebildet ist, um ein Überlaufen des zumindest
einen Fluidtropfens über einen Rand der Kanaleinrichtungsdecke (135) zu verhindern.
5. Haushaltsgerät gemäß Anspruch 3, bei dem die Kanaleinrichtungsdecke (135) der Kanaleinrichtung
(128) zumindest eine dem Fluidbehältergehäuse (120) zugewandte Vertiefung (140) zur
Aufnahme des zumindest einen Fluidtropfens aufweist.
6. Haushaltsgerät gemäß Anspruch 5, bei dem die Vertiefung (140) in einer Entnahmestellung
(300) des Fluidbehältergehäuses (120), in der das Fluidbehältergehäuse (120) den Fluidbehälter
(125) zur Entnahme freigibt, der Öffnung (130) zugewandt und/oder unterhalb der Öffnung
(130) angeordnet ist.
7. Haushaltsgerät gemäß Anspruch 5 oder 6, bei der die Vertiefung (140) zumindest einen
Abflusskanal (210) zum Ableiten zumindest des Fluidtropfens aufweist.
8. Haushaltsgerät gemäß Anspruch 7, bei der ein der Vertiefung (140) gegenüberliegendes
Ende des Abflusskanals (210) eine Schnittstelle zu einer Abwasserpumpe und/oder einem
Abwasserbehälter des Haushaltgeräts aufweist.
9. Haushaltsgerät gemäß Anspruch 7, bei der ein der Vertiefung (140) gegenüberliegendes
Ende des Abflusskanals (210) in der Kanaleinrichtung (128) endet.
10. Haushaltsgerät gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, bei der der Fluidbehälter
(125) einen Fluidkanal (200) aufweist, der dazu ausgeformt ist, um im aufgenommenen
Zustand des Fluidbehälters (125) in dem Fluidbehältergehäuse (120) den Fluidbehälter
(125) mit dem Zulaufadapter (205) zu verbinden.
11. Haushaltsgerät gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, bei der die Abtropfvorrichtung
(115) dazu ausgeformt ist, um im betriebsbereiten Zustand des Haushaltgeräts hinter
einer Bedienblende des Haushaltgeräts angeordnet oder anordenbar zu sein.
12. Haushaltsgerät gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, bei der die Kanaleinrichtung
(128) als ein Luftkanal und/oder als ein Abwasserentsorgungskanal ausgeformt ist.
13. Haushaltsgerät gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, bei dem der Fluidbehälter
(125)
als ein Frischwassertank ausgeführt ist, wobei mittels einer Frischwasserpumpe des
Haushaltsgerätes über den Zulaufadapter (205) das Fluid aus dem Fluidbehälter (125)
der Dampferzeugungseinrichtung (110) zuführbar ist,
oder
als Abwasserbehälter ausgeführt ist, wobei mittels einer Abwasserpumpe des Haushaltsgerätes
ein Fluid, insbesondere aus dem Garraum, in den Fluidbehälter (125) zuführbar ist.
14. Haushaltsgerät gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, bei dem die Verbindung des
Fluidbehälters (125) mit dem Zulaufadapter (205) lösbar ausgeführt ist.
15. Haushaltsgerät gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, bei dem die Kanaleinrichtung
(128) dazu eingerichtet ist, einen von der Kanaleinrichtung (128) aufgenommenen Fluidtropfen
zu verdunsten.