[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hygienevorrichtung zum hygienischen Entfernen
von Verschmutzungen durch einen Benutzer, mit zwei aus mindestens einem Papierblatt
bestehenden Lagen, wobei die Papierlagen an Verbindungsrändern derart miteinander
verbunden sind, dass die Papierlagen eine Tasche mit einer Außenseite zur Aufnahme
der Verschmutzungen, einer Innenseite zum Berühren mit einer Hand des Benutzers und
einer Öffnung zum Einführen der Hand entlang einer Einführrichtung bilden.
[0002] Eine derartige Hygienevorrichtung ist beispielsweise als Toilettenpapier in Gestalt
einer Tasche bekannt, wie beispielsweise in der
DE 41 17 827 A1 offenbart. Solches Toilettenpapier eignet sich für hygienische Reinigungszwecke zum
Beispiel nach der Benutzung einer Toilette, um Verschmutzungen, welche beispielsweise
infolge eines abgeschlossenen Verdauungsvorgangs aufgetreten sind, zu entfernen. Da
hierbei das Toilettenpapier die den Reinigungsvorgang ausführende Hand einer Person
umgibt und somit vor Verschmutzungen schützt, gestaltet sich der Reinigungsvorgang
als besonders hygienisch. Dies kommt insbesondere Personen mit eingeschränkten motorischen
Fähigkeiten zu Gute, wie beispielsweise Kindern oder Menschen mit bestimmten körperlichen
Einschränkungen. Eine Hygienevorrichtung der genannten Art gewährleistet also auch
für diese Personen eine hygienische Reinigung. Der verringerte Kontakt zwischen Verschmutzungen
und Mensch ermöglicht es zudem, die an einen Toilettengang anschließende Reinigung
der Hände mit einer entsprechend verringerten Menge an Wasser und Reinigungsmitteln
durchzuführen. Folglich bieten sich in einigen Regionen dieser Welt derartige Hygieneverrichtungen
auch in Anbetracht von Wasserknappheit und mangelndem Zugang zu sanitären Anlagen
an.
[0003] Aufgrund der großen Vielfalt unterschiedlicher Handgrößen bei Menschen ist eine entsprechende
individuelle Maßanpassung für bekannte Hygienevorrichtungen aus Produktions- und Kostengründen
bislang nicht möglich. Je nach Handgröße ist die Hand für die Handhabung der bekannten
Hygienevorrichtungen häufig entweder zu groß oder zu klein. In diesem Zusammenhang
kommt es insbesondere bei einer zu kleinen Hand zu einem Verrutschen der Hand gegenüber
der Hygienevorrichtung. Eine unter hygienischen Gesichtspunkten optimale Reinigung
ist somit nur eingeschränkt möglich.
[0004] Ausgehend von den geschilderten Problemen der bekannten Hygienevorrichtungen liegt
der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Hygienevorrichtung der eingangs
genannten Art anzugeben, welche eine verbesserte Handhabung bei einer hygienische
Reinigung bereitstellt.
[0005] Die Aufgabe wird mit einer Hygienevorrichtung gelöst, bei der die Tasche eine Verjüngung
entlang der Einführrichtung aufweist, sodass eine formschlüssige Anordnung der Tasche
an der Hand im Wesentlichen unabhängig von äußeren Abmessungen der Hand ist. Während
des Einführens der Hand in die Tasche, welche beispielsweise aus Toilettenpapier besteht,
wird die Hand aufgrund der Verjüngung beim Überschreiten einer von der Handgröße abhängigen
Strecke an einem weiteren Einführen gehemmt und somit in der Tasche fixiert. Zum Vorteil
der hygienischen Reinigung ist eine solche Fixierung von der Handgröße nahezu unabhängig.
So erfolgt die Fixierung beim Einführen in die Tasche bei großen Händen bereits nach
einer relativ kurzen Strecke. In analogerweise wird die Fixierung bei kleinen Händen
nach einer relativ langen Strecke erreicht. Hinsichtlich des Transports größerer Mengen
von beispielsweise einhundert erfindungsgemäßer Hygienevorrichtungen ist es vorteilhaft,
dass die Hygienevorrichtungen aufgrund der Papierlagen schichtweise übereinander angeordnet
werden können, um anschließend zum Beispiel in Folie zu einzelnen Packungen der genannte
Menge verpackt werden zu können. Solche Packungen lassen zum Vorteil eines möglichst
geringen Lagerraum- oder Transportraumvolumens so stapeln, dass kein Leerraum zwischen
den Packungen und somit zwischen den erfindungsgemäßen Hygienevorrichtungen übrig
bleibt.
[0006] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Verjüngung als Polygon ausgeformt
ist. Durch diese Maßnahme weist die Verjüngung im Gegensatz zu einer parabolischen
Ausformung Kanten auf, welche die Hand in der Tasche zusätzlich über beispielsweise
Fingerkuppen fixieren, was die hygienische Reinigung verbessert. Zudem verbessern
die Kanten die erfindungsgemäße Hygienevorrichtung hinsichtlich einer Reinigung von
beispielsweise Spalten und Ecken.
[0007] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist das Polygon ein Dreieck. Dies ist
eine geometrische Form, bei der die Verjüngung ein kontinuierliches Abmessungsspektrum
aufweist, sodass sich der Bereich in Frage kommender Handgrößen für den Einsatz der
erfindungsgemäßen Hygienevorrichtung erweitert.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung ist die Tasche umstülpbar und Fixiermittel sind zum
Fixieren der Tasche in einem gefalteten Zustand der Tasche vorgesehen. Dadurch, dass
die Innenseite der Tasche nach außen umgekehrt werden kann, wird nach der Benutzung
der erfindungsgemäßen Hygienevorrichtung eine unmittelbare Verunreinigung der Umgebung
durch die von der Vorrichtung aufgenommenen Verschmutzungen vermieden. Indem die Tasche
hierbei gefaltet und in diesem Zustand bespielweise mithilfe einer Zurrvorrichtung
bewahrt wird, verringert sich insbesondere das Verschmutzungsrisiko bei einer trockenen
Entsorgung der erfindungsgemäßen Hygienevorrichtung in beispielsweise einem Abfallbehälter.
Ferner lassen sich durch diese Weiterbildung auch beispielsweise Reste von Farbkosmetikprodukten
von der Haut oder Damenbinden entfernen und entsorgen, ohne dass es hierbei zu einem
Kontakt mit der Umgebung kommt.
[0009] In diesem Zusammenhang ist es besonders günstig, wenn die Fixiermittel als Klebemittel
ausgestaltet sind. Auf diese Weise kann beispielsweise Klebeband verwendet werden,
welches typischerweise auch für Menschen mit eingeschränkter Motorik einfach zu handhaben
ist.
[0010] Um eine Verunreinigung der Fixiermittel beim Einsatz der erfindungsgemäßen Hygienevorrichtung
zu vermeiden, sieht eine Ausgestaltungsform der Erfindung vor, dass die Fixiermittel
an der Innenseite angeordnet sind.
[0011] In anderer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Tasche in einem Verformungsbereich
verformbar, wobei der Verformungsbereich nach einer Verformung eine Vertiefung zur
Aufbewahrung der Verschmutzungen aufweist, sodass die Tasche für eine zangenartige
Greifbewegung der Hand ausgeformt ist. Ein solcher Verformungsbereich kann aus dem
Bereich der Tasche gebildet werden, der sich bei einer teilweise aufgespannten Hand
von den Fingerkuppen der Hand bis zu dem den Fingerkuppen gegenüberliegenden Ende
der Tasche erstreckt. Mithilfe einer zweiten Hand, welche sich nicht in der Tasche
befindet, lässt sich der Verformungsbereich in Richtung der aufgespannten Hand eindrücken.
Hierdurch wird erreicht, dass die erfindungsgemäße Hygienevorrichtung für eine zangenartige
Bewegung des Daumens mit den restlichen Fingern geeignet ist. Besonders vorteilhaft
ist hieran, dass die Hygienevorrichtung zum hygienischen Entfernen und Entsorgen von
größeren Verschmutzungen auf Flächen wie im Falle der Entsorgung von Tierexkrementen
von einer Straße verwendet werden kann.
[0012] Im Rahmen der Erfindung ist es besonders günstig, wenn die Papierlagen mindestens
eine Verbindungsfläche aufweisen, welche eine gemeinsame Lagenkante mit den Verbindungsrändern
bildet, wobei die Verbindungsfläche zur Herstellung einer Verbindung zwischen den
Papierlagen durch einem Profilwerkzeug vorgesehen ist. So können die Papierlagen entlang
der Verbindungsfläche mithilfe beispielsweise einer Profilwalze - einem bei der Herstellung
von Toilettenpapier häufig verwendeten Werkzeug - gewalzt werden, sodass eine zu den
Verbindungsrändern benachbarte Verbindung zwischen einzelnen Papierlagen entsteht.
In vorteilhafter Weise kann daher eine Herstellung der erfindungsgemäßen Hygienevorrichtung
durch geringfügige Umrüstung einer bereits bestehenden Produktionsanlage für mehrlagiges
Toilettenpapier stattfinden.
[0013] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung weisen die Papierlagen in einem Bevorratungszustand
Perforationslinien zur Trennung der Papierlagen auf, wobei die Perforationslinien
in einem Dreiecksmuster angeordnet sind und entlang der Verbindungsränder verlaufen.
Die Perforationslinien gewährleisten gemäß konventionellem Toilettenpapier, dass mehrere
Taschen nacheinander von den Papierlagen abgetrennt werden können. Das Dreieckmuster
stellt mit Vorteil für eine vollständige Materialausnutzung der Papierlagen sicher,
dass die Taschen vor der Abtrennung die gesamte Fläche der Papierlagen abdecken.
[0014] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind die Papierlagen zu einer Rolle aufgerollt.
Mithilfe dieser Maßnahme kann die erfindungsmäße Hygienevorrichtung auf konventionellen
Toilettenpapierrollen gelagert werden. Mit Vorteil ist in Verbindung hiermit die bei
der Herstellung konventionellen Toilettenpapiers häufig vorgesehene Aufhaspelung auf
solchen Rollen auch auf die erfindungsmäße Hygienevorrichtung anwendbar.
[0015] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung sind die Papierlagen leporelloartig
gefaltet. Dadurch, dass die Papierlagen derart gefaltet sind, können sie mit Vorteil
für die Reinigungswirkung in einem von Feuchttüchern her bekannten, mit Reinigungsmitteln
getränkten Zustand gelagert werden.
[0016] In anderer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung bestehen die Papierblätter aus
Papier mit hoher Nassfestigkeit. Indem solches Papier verwendet wird, wird zum Vorteil
der hygienischen Reinigung gewährleistet, dass auch Verschmutzungen mit einem hohen
Flüssigkeitsanteil mithilfe der erfindungsgemäßen Hygienevorrichtung entfernbar sind.
[0017] Um den Schutz vor Verschmutzung zu verbessern, sieht eine Ausgestaltungsform der
Erfindung vor, dass die Innenseite mit einer Schutzfolie beschichtet ist. Eine solche
Folie kann beispielsweise aus Kunststoff bestehen und insbesondere im Falle eines
Einreißens der Außenseite, einen Kontakt zwischen der Hand und den Verschmutzungen
vermeiden.
[0018] Die Erfindung wird in einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf eine
Zeichnung beispielhaft beschrieben, wobei weitere vorteilhafte Einzelheiten den Figuren
der Zeichnung zu entnehmen sind. Funktionsmäßig gleiche Teile sind dabei mit denselben
Bezugszeichen versehen.
[0019] Die Figuren der Zeichnung zeigen im Einzelnen:
- Figur 1:
- perspektivische Ansicht einer Ausgestaltungsform der erfindungsgemäßen Hygienevorrichtung;
- Figur 2:
- die Hygienevorrichtung aus Figur 1 beim Einführen einer Hand in einer Darstellung
gemäß Figur 1;
- Figur 3a:
- die Hygienevorrichtung aus Figur 1 im verformten Zustand in einer Darstellung gemäß
Figur 1;
- Figur 3b:
- die Hygienevorrichtung gemäß Figur 3a mit Verschmutzungen in einer Darstellung gemäß
Figur 1;
- Figur 3c:
- die Hygienevorrichtung gemäß Figur 3b in einem umgestülpten Zustand in einer Darstellung
gemäß Figur 1;
- Figur 3d:
- die Hygienevorrichtung gemäß Figur 3c in einem gefalteten Zustand in einer Darstellung
gemäß Figur 1;
- Figur 3e:
- die Hygienevorrichtung gemäß Figur 3d in einem aufgerollten Zustand in einer Darstellung
gemäß Figur 1;
- Figur 4a:
- Hygienevorrichtungen in jeweils analoger Ausgestaltung zu der Hygienevorrichtung aus
Figur 1 in einem Bevorratungszustand in einer Draufsicht;
- Figur 4b:
- Hygienevorrichtungen aus Figur 4a in einer Seitenansicht in Blickrichtung entlang
des Pfeils I aus Figur 4a; und
- Figur 5:
- Hygienevorrichtungen in analoger Ausgestaltung zu der Hygienevorrichtung aus Figur
1 in einem aufgerollten Zustand in einer perspektivischen Ansicht.
[0020] Figur 1 zeigt eine Hygienevorrichtung nach der Erfindung in Gestalt einer trichterförmigen
Tasche 1 aus Toilettenpapier. Die Tasche weist eine Außenseite 2 auf, an der Verschmutzungen
bei einer Körperreinigung haften sollen. Eine Innenseite 3 der Tasche 1 berührt solche
Verschmutzungen hingegen nicht. Eine nicht dargestellte Hand kann entlang einer Richtung
4 durch eine Öffnung 5 der Tasche 1 in die Tasche 1 eingeführt werden, sodass die
Hand in der Tasche 1 vor einer Verunreinigung durch die Verschmutzungen geschützt
wird. Aufgrund der Trichterform der Tasche 1 wird die Hand in der Tasche 1 entlang
der Richtung 4 an der Innenseite 3 in einer bestimmten Position fixiert. Ein Klebeband
4 an der Innenseite 3 der Tasche 1 sorgt nach der Benutzung der Tasche 1 dafür, dass
die Tasche 1 verschlossen werden kann, um eine hygienische Entsorgung der Tasche 1
zu gewährleisten.
[0021] Figur 2 zeigt die Hygienevorrichtung aus Figur 1 mit einer Hand 7, welche in die
Tasche 1 hineinfasst und die Innenseite 3 berührt. Die Hand 7 ist in einer Position
dargestellt, wie sie kurz vor dem Erreichen einer Fixierung der Hand 7 in der Tasche
1 vorliegt. Während des weiteren Einführens der Hand 7 entlang der Richtung 4 in die
Tasche 1 wird die Hand 7 in die Tasche 1 eingeklemmt. Aufgrund der Trichterform der
Tasche 1 kann eine solche Fixierung auch für größere oder kleinere Hände erreicht
werden.
[0022] Ein Bereich 8 in Figur 1, der sich näherungsweise von den Fingerkuppen der Hand 7
bis zum Ende der Tasche 1 erstreckt, kann während der Benutzung der Tasche 1 verformt
werden, sodass die Außenseite 2 innerhalb des Bereichs 8 auch größere Verschmutzungsobjekte
aufnehmen kann.
[0023] Die Figuren 3a bis 3e stellen die Hygienevorrichtung in verschiedenen Zuständen dar.
Bezugnehmend auf diese wird die Benutzung der Hygienevorrichtung aus Figur 1 näher
beschrieben.
[0024] Gemäß Figur 3a wird die Tasche 1 mithilfe einer zweiten Hand 29 innerhalb des in
Figur 2 dargestellten Bereichs 8 eingedrückt. Es entsteht hierdurch eine Einbuchtung
10 in der Außenseite 2 der Tasche 1. Die Finger der Hand 7 können die Einbuchtung
10 über die Innenseite 3 der Tasche 1 umschließen und somit nach Verschmutzungen 9
gemäß Figur 3b greifen. Indem die Außenseite 2 der Tasche 1 gemäß Figur 3c nach innen
mithilfe der Hand 8 aus Figur 3b gestülpt wird, lassen sich die Verschmutzungen 9
über die Innenseite 3 der Tasche 1 transportieren und anschließend in einer trocken
Entsorgen entsorgen. In diesem Zusammenhang bietet es sich an, die Tasche 1 gemäß
der Figur 3d zu falten und anschließend gemäß Figur 3e aufzurollen. Das Klebeband
6 der Tasche 1 verklebt hierbei gemäß Figur 3e die Innenseite 3 mit sich selbst, sodass
die Verschmutzungen 9 von der Umgebung räumlich abgetrennt sind.
[0025] Figur 4a zeigt Hygienevorrichtungen, welche analog zu der Hygienevorrichtung aus
Figur 1 als trichterförmige Taschen 11, 12 und 13 aus Toilettenpapier ausgestaltet
sind. Die Taschen 11, 12 und 13 sind voneinander durch Perforationslinien 14 innerhalb
einer Toilettenpapierlage 15 und einer in der Figur 4a nicht erkennbaren zweiten Toilettenpapierlage
getrennt. Rändelflächen 16 der Taschen 11, 12 und 13 wurden durch eine Profilwalze
gepresst, sodass die Toilettenpapierlage 15 und die zweite Toilettenpapierlage miteinander
dort verbunden sind.
[0026] Die Perforationslinien 14 gemäß Figur 4a bilden ein Dreicksmuster, sodass die gesamte
Fläche der Toilettenpapierlage 15 sowie der zweiten Toilettenpapierlage als Material
für die Taschen 11, 12 und 13 zur Verfügung steht.
[0027] Figur 4b ist eine Seitenansicht einer Hygienevorrichtungen aus Figur 4a in Blickrichtung
des Pfeils I aus Figur 4a zu entnehmen. Die dargestellten Tasche 11 und 12 weisen
in Überstimmung mit der Tasche 1 aus Figur 1 Öffnungen 17 beziehungsweise 18 auf,
in die eine Hand zur Benutzung der Taschen eingeführt werden kann. Zudem bestehen
die Tasche 11 und 12 aus der Toilettenpapierlage 15 und einer zweiten Toilettenpapierlage
19 mit jeweils drei Papierblättern 20, was den Benutzungskomfort wie bei konventionellen
Toilettenpapier üblicherweise erhöht. Die Verbindung der Toilettenpapierlagen 15 und
19 an den Rändelflächen 16 weist Kanten 21 und Ränder 22 auf. Die Kanten 21 verlaufen
entlang der Perforationslinien aus Figur 4b, sodass die Kanten 21 die für die Fixierung
einer Hand in den Taschen 11 und 12 vorteilhafte Trichterform der Taschen im Benutzungszustand
der Taschen bereitstellen.
[0028] Figur 5 zeigt Hygienevorrichtungen, welche analog zu der Hygienevorrichtung aus Figur
1 als trichterförmige Taschen 23, 24, 25, 26, 27 und 28 ausgestaltet. Die Taschen
23, 24, 25, 26, 27 und 28 bestehen aus jeweils zwei Toilettenpapierlagen in Übereinstimmung
mit den Toilettenpapierlagen aus Figur 4b. Im Gegensatz zu Figur 4a sind die Taschen
jedoch in einer Toilettenpapierrolle 30 enthalten, wie sie im Rahmen einer konventionellen
Massenherstellung von Toilettenpapier produziert wird.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0029]
- 1
- Tasche
- 2
- Außenseite
- 3
- Innenseite
- 4
- Einführrichtung
- 5
- Öffnung
- 6
- Klebeband
- 7
- Hand
- 8
- Bereich
- 9
- Verschmutzungen
- 10
- Einbuchtung
- 11
- Tasche
- 12
- Tasche
- 13
- Tasche
- 14
- Perforationslinien
- 15
- Toilettenpapierlage
- 16
- Rändelfläche
- 17
- Öffnung
- 18
- Öffnung
- 19
- Toilettenpapierlage
- 20
- Papierblatt
- 21
- Kante
- 22
- Verbindungsrand
- 23
- Tasche
- 24
- Tasche
- 25
- Tasche
- 26
- Tasche
- 27
- Tasche
- 28
- Tasche
- 29
- Hand
- 30
- Toilettenpapierrolle
1. Hygienevorrichtung zum hygienischen Entfernen von Verschmutzungen (9) durch einen
Benutzer, mit zwei aus mindestens einem Papierblatt (20) bestehenden Papierlagen (15,
19), wobei die Papierlagen (15, 19) an Verbindungsrändern (22) derart miteinander
verbunden sind, dass die Papierlagen eine Tasche (1, 11, 12, 13, 23, 24, 25, 26, 27,
28) mit einer Außenseite (2) zur Aufnahme der Verschmutzungen (9), einer Innenseite
(3) zum Berühren mit einer Hand (7) des Benutzers und einer Öffnung (5) zum Einführen
der Hand (7) entlang einer Einführrichtung (4) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (1, 11, 12, 13, 23, 24, 25, 26, 27, 28) eine Verjüngung entlang der Einführrichtung
(4) aufweist, sodass eine formschlüssige Anordnung der Tasche (1, 11, 12, 13, 23,
24, 25, 26, 27, 28) an der Hand (7) im Wesentlichen unabhängig von äußeren Abmessungen
der Hand (7) ist.
2. Hygienevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verjüngung als Polygon ausgeformt ist.
3. Hygienevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Polygon ein Dreieck ist.
4. Hygienevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (1, 11, 12, 13, 23, 24, 25, 26, 27, 28) umstülpbar ist und Fixiermittel
(6) zum Fixieren der Tasche in einem gefalteten Zustand der Tasche vorgesehen sind.
5. Hygienevorrichtung nach Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiermittel (6) an der Innenseite (3) angeordnet sind.
6. Hygienevorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiermittel (6) als Klebemittel (6) ausgestaltet sind.
7. Hygienevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (1, 11, 12, 13, 23, 24, 25, 26, 27, 28) in einem Verformungsbereich (8)
verformbar ist, wobei der Verformungsbereich (8) nach einer Verformung eine Vertiefung
(10) zur Aufbewahrung der Verschmutzungen (9) aufweist, sodass die Tasche (1, 11,
12, 13, 23, 24, 25, 26, 27, 28) für eine zangenartige Greifbewegung der Hand (7) ausgeformt
ist.
8. Hygienevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Papierlagen (15, 19) mindestens eine Verbindungsfläche (16) aufweisen, welche
eine gemeinsame Lagenkante (21) mit den Verbindungsrändern (22) bildet, wobei die
Verbindungsfläche (16) zur Herstellung einer Verbindung zwischen den Papierlagen (15,
19) durch ein Profilwerkzeug vorgesehen ist.
9. Hygienevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Papierlagen (15, 19) in einem Bevorratungszustand Perforationslinien (14) zur
Trennung der Papierlagen (15, 19) aufweisen, wobei die Perforationslinien (14) in
einem Dreiecksmuster angeordnet sind und entlang der Verbindungsränder (22) verlaufen.
10. Hygienevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Papierlagen (15, 19) zu einer Rolle (30) aufgerollt sind.
11. Hygienevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Papierlagen (15, 19) leporelloartig gefaltet sind.
12. Hygienevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Papierblätter (20) aus Papier mit hoher Nassfestigkeit bestehen.
13. Hygienevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite (3) mit einer Schutzfolie beschichtet ist.