[0001] Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugrückhaltesystem zur Anordnung neben einer Fahrbahn
gemäß den Merkmalen im Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Ein Fahrzeugrückhaltesystem ist eine passive Schutzeinrichtung an Straßen bzw. Fahrbahnen.
Sie dient dazu, von der Fahrbahn abkommende Fahrzeuge und deren Insassen sowie andere
Verkehrsteilnehmer vor abkommenden Fahrzeugen zu schützen.
[0003] Fahrzeugrückhaltesysteme sollen einen sicheren Schutz gegen Durchbruch von Fahrzeugen
und ein geringes Verletzungsrisiko der Fahrzeuginsassen beim Aufprall gewährleisten.
Darüber hinaus soll der Aufwand für Installation, Reparatur und Unterhalt sowie letztendlich
auch für die Entsorgung angemessen sein.
[0004] Aus der
DE 42 24 998 C1 ist eine Schutzplankenanordnung für Fahrbahnen bekannt. Die Schutzplankenanordnung
weist im Boden verankerten Pfosten und gegenüber den Pfosten in Richtung zur Fahrbahn
vorkragende Deformationsprofile auf. Die Deformationsprofile sind an den Pfosten befestigt
und bilden Abstandshalter für eine fahrbahnseitig angeordnete Leitplanke. An den Deformationsprofilen
sind fahrbahnseitig jeweils obere und untere in derselben Vertikalebene mit Abstand
übereinander liegende Längsholme befestigt. Der untere Längsholm trägt die Leitplanke,
so dass die Vorderseite der Leitplanke über die Vorderseite des oberen Längsholmes
vorsteht. Die Längsholme sind aus Hohlprofilen gebildet.
[0005] Durch die
EP 0 874 940 B1 zählt eine Schutzplankenanordnung für Fahrbahnen, insbesondere für den Einsatz am
Fahrbahnrand, an Mittelstreifen oder zur Absicherung von Gefahrenstellen zum Stand
der Technik. In bekannter Weise weist diese Schutzplankenanordnung eine Mehrzahl von
bodenseitig festgelegten Ständern bzw. Pfosten auf, welche mittels parallel zueinander
verlaufenden unteren und oberen Längsholmen miteinander verbunden sind. Am unteren
Längsholm im Bereich der Ständer sind Deformationselemente festgelegt, welche eine
parallel zum unteren Längsholm verlaufende Leitplanke tragen. Die Deformationselemente
sind jeweils als gerades Kreisrohr ausgebildet, dessen Achse im Wesentlichen vertikal
ausgerichtet ist.
[0006] Eine gleichartige Schutzplankenanordnung geht aus der
EP 1 719 840 A2 hervor. Diese Schutzplankenanordnung soll ohne Verluste im Hinblick auf die Absorptionseigenschaften
von Aufprallkräften verbesserte Rückhalteeigenschaften zeigen. Hierzu ist auf der
der Leitplanke abgewandten Seite der Ständer ein rückseitiges Verstärkungselement
angeordnet.
[0007] Aus der
DE 196 02 567 C2 ist ferner eine Leitplankenanordnung für eine Kraftfahrzeug-Teststrecke bekannt.
Diese weist zwei mit Abstand übereinander angeordnete Leitplanken aus in Längsrichtung
aneinander gekoppelten Leitplankenschüssen auf. Diese sollen etwa W-förmigen Querschnitt
besitzen und sind über von der Fahrbahn weg gerichtete Abstandshalter an im Wesentlichen
senkrecht zur Fahrbahn ausgerichtete Tragschenkel von winkelförmig ausgebildeten Tragholmen
lösbar befestigt. Im Wesentlichen horizontal ausgerichtete Befestigungsschenkel sind
einerseits mit den Tragschenkeln und andererseits mit Ankerplatten verschweißt. Die
Ankerplatten sind mittels Sollbruchverbindungen an neben der Fahrbahn in den Boden
getriebenen Ankerpfosten befestigt.
[0008] Die Erfindung zielt insbesondere auf Fahrzeugrückhaltesysteme mit höchsten Anforderungen
an die Durchbruchsicherheit und die Insassensicherheit ab. Solche hohen Anforderungen
sind insbesondere an Hochgeschwindigkeitsstrecken wie Kraftfahrzeug-Teststrecken oder
Rennstrecken gefordert, ebenso wie in besonders gefährdeten Bereichen wie Brücken,
Böschungen oder Tragwerken sowie in Fahrbahnbereichen bzw. Fahrbahnabschnitten mit
besonders hohem Verkehrsaufkommen und/oder schmalen Mittelstreifenbereichen.
[0009] Der Erfindung liegt ausgehend vom Stand der Technik die Aufgabe zugrunde, ein Fahrzeugrückhaltesystem
zu schaffen mit erhöhter Durchbruchsicherheit und verbesserter Insassensicherheit.
Insbesondere zielt die Erfindung auf ein Fahrzeugrückhaltesystem für Hochgeschwindigkeitsstrecken
ab und soll gute Werte für die Anprallheftigkeit bei hoher Aufhaltestufe gewährleisten.
[0010] Die Lösung dieser Aufgabe besteht in einem Fahrzeugrückhaltesystem gemäß Anspruch
1.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltung und Weiterbildung des erfindungsgemäßen Fahrzeugrückhaltesystems
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche 2 bis 17.
[0012] Das Fahrzeugrückhaltesystem umfasst bodenseitig festlegbare Ankerpfosten sowie Trageinheiten.
Jede Trageinheit weist einen an einem Ankerpfosten befestigbaren Bodenschenkel und
einen vom Bodenschenkel aufwärts gerichteten Tragschenkel auf. Erfindungsgemäß sind
fahrbahnseitig an den Tragschenkeln mit vertikalem Abstand zueinander ein unterer
Längsholm und ein oberer Längsholm angeordnet. Vor dem unteren Längsholm und dem oberen
Längsholm erstrecken sich zwischen diesen Deformationsprofile, welche einen unteren
Schutzplankenstrang aus miteinander verbundenen Schutzplanken und einen oberen Schutzplankenstrang
aus miteinander verbundenen Schutzplanken tragen.
[0013] Die Deformationsprofile sind insbesondere aus vertikal ausgerichteten Hohlkörpern,
bevorzugt aus runden Hohlkörpern, wie beispielsweise Rohrabschnitten gebildet. Der
untere Längsholm und der obere Längsholm sind jeweils durch ein Deformationsprofil
verbunden. Hierbei erstreckt sich ein Deformationsprofil vorzugsweise von der Unterkante
des unteren Längsholms bis zur Oberkante des oberen Längsholms. In Richtung zur Fahrbahn
vor den Deformationsprofilen sind der untere Schutzplankenstrang und der obere Schutzplankenstrang
angeordnet.
[0014] Der untere Schutzplankenstrang und der obere Schutzplankenstrang sind mit vertikalem
Abstand übereinander montiert. Die Schutzplankenstränge bestehen aus Schutzplanken
des Typs Profil A (Armcor) oder des Typs Profil B (Bethlehem). Für die Praxis besonders
vorteilhaft wird ein Schutzplankenstrang aus Schutzplanken des Typs B angesehen.
[0015] Jeweils zwischen einer Schutzplanke und einem Deformationsprofil ist vorzugsweise
ein Stützbügel eingegliedert.
[0016] Der untere Längsholm und der untere Schutzplankenstrang liegen im Wesentlichen auf
dem gleichen Höhenniveau. Auch der obere Längsholm und der obere Schutzplankenstrang
liegen im Wesentlichen auf dem gleichen Höhenniveau.
[0017] Das erfindungsgemäße Fahrzeugrückhaltesystem weist eine hohe Durchbruchsicherheit
auf und verbessert die Insassensicherheit. Das Fahrzeugrückhaltesystem ist besonders
geeignet für Hochgeschwindigkeitsstrecken und erreicht sehr gute Werte für die Anprallheftigkeit
bei hoher Aufhaltestufe. Insbesondere ist das Fahrzeugrückhaltesystem für Kraftfahrzeug-Teststrecken
und Rennstrecken geeignet. Ebenso kommt es vorteilhaft in besonders gefährdeten Bereichen
an Brücken, Böschungen oder Tragwerken zum Einsatz. Je nach Modifikation ist das Fahrzeugrückhaltesystem
auch für den Mittelstreifenbereich zwischen zwei Fahrbahnen geeignet, beispielsweise
im innerstädtischen Bereich von hochfrequentierten Straßen bzw. Fahrbahnen mit hohem
Verkehrsaufkommen.
[0018] Vorzugsweise sind der untere Längsholm und der obere Längsholm aus Kastenprofilen
gebildet. Die Kastenprofile weisen einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt mit
einem Steg und zwei Schenkeln auf. An die Schenkel gliedern sich einstückig einwärts
gerichtete Flansche an. Montiert sind die Kastenprofile mit ihren Stegen zur Fahrbahn
weisend.
[0019] Ein weiterer Aspekt der Erfindung sieht vor, dass unterhalb des unteren Längsholms
ein Unterfahrschutz aus miteinander gekoppelten Leitblechen vorgesehen ist. Bevorzugt
ist der Unterfahrschutz über Deformationselemente und Aufhängebügel an den Tragschenkeln
befestigt. Der Unterfahrschutz aus den Leitblechen bildet eine Schutzschürze und verhindert,
dass anprallende Fahrzeuge oder auch zwei Räder bzw. zwei Radfahrer unter dem unteren
Schutzplankenstrang hindurch rutschen.
[0020] Insbesondere liegen die Vorderseiten der unteren Schutzplanken bzw. des unteren Schutzplankenstrangs
und die Vorderseiten der oberen Schutzplanken bzw. des oberen Schutzplankenstrangs
in einer Vertikalebene. Bei einem System mit Unterfahrschutz liegen auch die Vorderseiten
der Leitbleche in der gleichen Vertikalebene wie die Vorderseiten des oberen Schutzplankenstrangs
und des unteren Schutzplankenstrangs. Auf diese Weise wird eine zur Fahrbahn durchgehend
nahezu geschlossene Ebene gebildet mit hohem sicherheitstechnischem Niveau und höchstem
Aufhaltevermögen.
[0021] Besonders bevorzugt sind die Tragschenkel und/oder die Bodenschenkel aus C-Profilen
gebildet. Vorzugsweise erstrecken sich die Stege der C-Profile quer zur Längsrichtung
bzw. Längserstreckung der Längsholme und Schutzplanken.
[0022] Eine Verbesserung der Stabilität und Steifigkeit kann durch eine Schrägstrebe erreicht
werden, welche sich quer zwischen einem Tragschenkel und einem Bodenschenkel erstreckt.
Weiterhin können Verstärkungselemente vorgesehen sein. Die Verstärkungselemente sind
insbesondere im Bereich der freien Enden eines C-Profils bzw. eines Tragschenkels
oder eines Bodenschenkels vorgesehen. Besonders bevorzugt besteht ein Verstärkungselement
aus einem Flacheisen, welches sich zwischen den Schenkeln eines C-Profils erstreckt
und mit diesen verschweißt ist.
[0023] Die Ankerpfosten sind bevorzugt aus I-Profilen gebildet, insbesondere aus IPE-Profilen.
IPE-Profile weisen parallele Innenflächen auf, was vorteilhaft für das Rammen der
Ankerpfosten in den Boden ist.
[0024] Eine weitere Versteifung des Fahrzeugrückhaltesystems kann durch Verstärkungsprofile
erreicht werden, welche am oberen Ende der Tragschenkel auf der Fahrbahn abgewandten
Seite angeordnet sind. Insbesondere handelt es sich bei dem Verstärkungsprofil um
eine Profilschiene, welche sich entlang der oberen Enden der Tragschenkel erstreckt.
Die Verstärkungsprofile bewirken, dass die durch einen Aufprall hervorgerufenen Zugkräfte
zusätzlich auf der Rückseite der Tragschenkel abgefangen und in Längsrichtung des
Fahrzeugrückhaltesystems verteilt werden.
[0025] Ein weiterer Aspekt der Erfindung sieht vor, dass am freien Ende eines Ankerpfostens
eine Ankerplatte vorgesehen ist. Jeder Bodenschenkel weist eine Montageplatte auf.
Über die Verbindung zwischen Montageplatte und Ankerplatte sind die Bodenschenkel
an den Ankerpfosten festgelegt.
[0026] Für den Einsatz im Mittelstreifenbereich bzw. zwischen parallel verlaufenden Fahrbahnen
ist das Fahrzeugrückhaltesystem doppelt bzw. doppelseitig ausgeführt. Hierbei kann
das Fahrzeugrückhaltesystem spiegelsymmetrisch zu seiner Mittellängsebene ausgeführt
sein. Der Bodenschenkel weist an beiden Enden jeweils einen Tragschenkel auf. Auch
der an dem dem ersten Tragschenkel gegenüberliegenden Ende des Bodenschenkels vorgesehene
zweite Tragschenkel trägt einen unteren Längsholm sowie einen oberen Längsholm. Der
untere Längsholm und der obere Längsholm sind mit vertikalem Abstand übereinander
angeordnet. Vor dem unteren Längsholm und dem oberen Längsholm erstreckt sich wiederum
ein durchgehendes Deformationsprofil, welches den unteren Längsholm und den oberen
Längsholm verbindet. Weiterhin ist vor dem Deformationsprofil mit vertikalem Abstand
zueinander ein unterer Schutzplankenstrang aus miteinander verbundenen Schutzplanken
und ein oberer Schutzplankenstrang aus miteinander verbundenen Schutzplanken befestigt.
[0027] Vorzugsweise sind der erste Tragschenkel und der zweite Tragschenkel einer Trageinheit
gegeneinander abgestützt.
[0028] Bevorzugt ist zwischen dem ersten Tragschenkel und dem zweiten Tragschenkel eine
Profilschiene eingegliedert. Diese Profilschiene erstreckt sich in Längsrichtung des
Fahrzeugrückhaltesystems. Vorzugsweise weist die Profilschiene ein C-förmiges Profil
auf. Das C-Profil der Profilschiene besitzt einen Steg mit randseitigen Schenkeln.
Der Steg ist bevorzugt quer zwischen dem ersten Tragschenkel und dem zweiten Tragschenkel
ausgerichtet. Jeweils an einem insbesondere abwärts nach unten gerichteten Schenkel
der Profilschiene ist ein Tragschenkel festgelegt.
[0029] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- ein erfindungsgemäßes Fahrzeugrückhaltesystem in einer perspektivischen Ansicht schräg
von hinten;
- Figur 2
- das Fahrzeugrückhaltesystem gemäß der Figur 1 in einer Frontansicht;
- Figur 3
- einen Vertikalschnitt durch die Darstellung der Figur 2 entlang der Linie A-A;
- Figur 4
- in vergrößerter Darstellung den Ausschnitt Z der Figur 3;
- Figur 5a) - e)
- ein Deformationsprofil in verschiedenen Ansichten;
- Figur 6
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Fahrzeugrückhaltesystems in einer
perspektivischen Ansicht schräg von hinten;
- Figur 7
- das Fahrzeugrückhaltesystem gemäß der Figur 6 in einer Frontansicht;
- Figur 8
- einen Vertikalschnitt durch die Darstellung der Figur 7 entlang der Linie A-A;
- Figur 9
- in vergrößerter Darstellung den Ausschnitt Z der Figur 8;
- Figur 10
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Fahrzeugrückhaltesystems in einer
vertikalen Schnittdarstellung;
- Figur 11
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Fahrzeugrückhaltesystems in einer
perspektivischen Ansicht schräg von hinten;
- Figur 12
- das Fahrzeugrückhaltesystem gemäß der Figur 11 in einer Frontansicht;
- Figur 13
- einen Vertikalschnitt durch die Darstellung der Figur 12 entlang der Linie A-A;
- Figur 14
- in vergrößerter Darstellung den Ausschnitt Z der Figur 13;
- Figur 15
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Fahrzeugrückhaltesystems in einer
perspektivischen Ansicht;
- Figur 16
- das Fahrzeugrückhaltesystem gemäß der Figur 15 in einer Frontansicht;
- Figur 17
- einen Vertikalschnitt durch die Darstellung der Figur 16 entlang der Linie A-A und
- Figur 18
- in vergrößerter Darstellung den Ausschnitt Z der Figur 17.
[0030] In allen Figuren tragen einander entsprechende Bauteile oder Bauteilkomponenten die
gleichen Bezugszeichen.
[0031] Anhand der Figuren 1 bis 4 ist eine erste Ausführungsform eines Fahrzeugrückhaltesystems
A beschrieben.
[0032] Das Fahrzeugrückhaltesystem A kommt entlang von Fahrbahnen FB zum Einsatz. Insbesondere
ist das Fahrzeugrückhaltesystem A geeignet, für Hochgeschwindigkeitsstrecken wie Kraftfahrzeug-Teststrecken.
[0033] Das Fahrzeugrückhaltesystem A weist eine Mehrzahl von bodenseitig festlegbaren Ankerpfosten
1 auf. Die Ankerpfosten 1 sind in Reihe angeordnet und aus I-Profilen, insbesondere
aus IPE-Profilen gebildet. Die Ankerpfosten 1 sind in den Boden 2 gerammt. Am freien
Ende 3 jedes Ankerpfostens 1 ist eine Ankerplatte 4 vorgesehen. Auf den Ankerpfosten
1 sind Trageinheiten 5 montiert. Jede Trageinheit 5 umfasst einen mit einem Ankerpfosten
1 befestigten Bodenschenkel 6. Der Bodenschenkel 6 ist im Wesentlichen horizontal
ausgerichtet und quer zur Fahrbahn FB angeordnet. Bodenseitig der Bodenschenkel 6
ist eine Montageplatte 7 vorgesehen. Die Bodenschenkel 6 sind über die Montageplatten
7 an den Ankerplatten 4 der Ankerpfosten 1 festgelegt, insbesondere über Schraubbolzenverbindungen
8 verschraubt. Am fahrbahnseitigen Ende 9 jedes Bodenschenkels 6 ist rechtwinklig
zu diesem jeweils ein aufwärts gerichteter Tragschenkel 10 vorgesehen. Bodenschenkel
6 und Tragschenkel 10 bestehen aus C-Profilen und sind in der Eckverbindung 11 miteinander
verschweißt.
[0034] Fahrbahnseitig an den Tragschenkeln 10 ist mit vertikalem Abstand a1 zueinander ein
unterer Längsholm 12 und ein oberer Längsholm 13 angeordnet. Der untere Längsholm
12 und der obere Längsholm 13 sind jeweils aus miteinander verbundenen Kastenprofilen
14, 15 gebildet. Die Kastenprofile 14, 15 weisen einen U-förmigen Querschnitt auf
mit einem Steg 16 und zwei Schenkeln 17, 18. An die Schenkel 17, 18 gliedern sich
einstückig einwärts gerichtete Flansche 19, 20 an. Die Stege 16 der Kastenprofile
14, 15 sind zur Fahrbahn FB hin gerichtet. Über Verbindungsmittel 21 sind die Kastenprofile
14, 15 unter Eingliederung von Laschen 22 mit den Tragschenkeln 10 verschraubt.
[0035] Vor dem unteren Längsholm 12 und dem oberen Längsholm 13 sind Deformationsprofile
23 angeordnet. Die Deformationsprofile 23 sind vertikal ausgerichtet und erstrecken
sich vom unteren Längsholm 12 bis zum oberen Längsholm 13 und zwar von der Unterkante
24 des unteren Längsholms 12 bis zur Oberkante 25 des oberen Längsholms 13. Die Deformationsprofile
23 bestehen aus Hohlkörpern in Form von Rohrabschnitten (siehe hierzu auch Figur 5).
[0036] Die Deformationsprofile 23 sind stirnseitig der Kastenprofile 14, 15 des unteren
Längsholms 12 und des oberen Längsholms 13 montiert. Fahrbahnseitig der Deformationsprofile
23 sind ein unterer Schutzplankenstrang 26 aus miteinander verbundenen Schutzplanken
27 und mit vertikalem Abstand a2 darüber ein oberer Schutzplankenstrang 28 aus miteinander
verbundenen Schutzplanken 29 montiert. Bei den Schutzplanken 27, 29 handelt es sich
um den eckigen Typ Profil-B.
[0037] Die Schutzplanken 27, 29 sind unter Eingliederung von Stützbügeln 30 an den Deformationsprofilen
23 über Schraubverbindungsmittel 31 festgelegt.
[0038] Der untere Längsholm 12 und der untere Schutzplankenstrang 26 sind auf dem gleichen
Höhenniveau H1 angeordnet. Parallel darüber erstrecken sich der obere Längsholm 13
und der obere Schutzplankenstrang 29. Der obere Längsholm 13 und der obere Schutzplankenstrang
29 liegen auf dem gleichen Höhenniveau H2. Die vertikalen Abstände a1 und a2 entsprechen
einander.
[0039] Unterhalb des unteren Längsholms 12 ist ein Unterfahrschutz 32 angeordnet. Der Unterfahrschutz
32 besteht aus schussweise miteinander gekoppelten Leitblechen 33, 34. Der Unterfahrschutz
32 ist über Deformationselemente 35 in Form von vertikal ausgerichteten Rohrabschnitten
und Aufhängebügeln 36 an den Tragschenkeln 10 befestigt. Hierzu weisen die Aufhängebügel
36 parallel zum vorderen Seitenschenkel 37 des Tragschenkels 10 orientierte Montageabschnitte
38 auf. Mit den Montageabschnitten 38 liegen die Aufhängebügel 36 flach am Seitenschenkel
37 des Tragschenkels 10 an und sind über Schraubverbindungen 39 montiert. Vom Montageabschnitt
38 eines Aufhängebügels 36 erstrecken sich in Richtung nach vorne ein oberer Kragarm
40 und ein unterer Kragarm 41. Ein Frontabschnitt 42 komplettiert den Aufhängebügel
36 zu einem geschlossenen Profil. Man erkennt, dass der untere Kragarm 41 vom Montageabschnitt
ausgehend schräg nach unten geneigt in Richtung zum Frontabschnitt 42 verläuft. Der
obere Kragarm 40 weist einen geradlinigen Abschnitt 40' und einen geneigt nach vorne
in Richtung zum Frontabschnitt 42 verlaufenden Schrägabschnitt 40" auf. Die Deformationselemente
35 sind ihrerseits stirnseitig über Schraubverbindungen 43 an den Frontabschnitten
42 der Aufhängebügel 36 festgelegt. Fahrbahnseitig sind die Leitbleche 33, 34 über
Schraubverbindungen 44 an den Deformationselementen 35 aufgehängt.
[0040] Die Vorderseiten des oberen Schutzplankenstrangs 28 und des unteren Schutzplankenstrangs
26 sowie des Unterfahrschutzes 32 erstecken sich in einer Vertikalebene VE.
[0041] Zwischen dem Tragschenkel 10 einer Trageinheit 5 und dem Bodenschenkel 6 ist eine
Schrägstrebe 45 eingegliedert. Diese stützt sich einerseits am freien Ende 46 des
Bodenschenkels 6 ab. Am Tragschenkel 10 ist die Schrägstrebe 45 am rückseitigen Seitenschenkel
47 des C-Profils des Tragschenkels 10 festgelegt.
[0042] Man erkennt insbesondere in der Figur 3 und 4, dass die Tragschenkel 10 und die Bodenschenkel
6 jeweils durch ein Verstärkungselement 48, 49 ausgesteift sind. Bei den Verstärkungselementen
48, 49 handelt es sich jeweils um ein Flacheisen, welches sich zwischen den Schenkeln
eines C-Profils erstreckt. Hierbei ist das Verstärkungselement 48 im Bereich des freien
Endes 46 des Bodenschenkels 6 angeordnet. Das Verstärkungselement 49 am Tragschenkel
10 ist im mittleren Bereich des Tragschenkels 10 angeschweißt und zwar im Bereich
zwischen dem unteren Längsholm 12 und dem oberen Längsholm 13.
[0043] Am oberen Ende 50 der Tragschenkel 10 ist weiterhin und zwar auf der fahrbahnabgewandten
Seite 51 ein Verstärkungsprofil 52 in Form einer Profilschiene angeordnet. Die Profilschiene
ist aus C-Profilen gebildet, wobei die C-Profile mit ihrem Steg 53 jeweils an den
Tragschenkeln 10 anliegen und über Schraubverbindungsmittel 54 montiert sind.
[0044] Die Figuren 6 bis 9 zeigen eine weitere Ausführungsform eines Fahrzeugrückhaltesystems
B.
[0045] Das Fahrzeugrückhaltesystem B ist doppelt ausgeführt. Das Fahrzeugrückhaltesystem
B weist, wie zuvor beschrieben, bodenseitig festgelegte Ankerpfosten 1 sowie Trageinheiten
5 auf. Auf den Ankerpfosten 1 ist jeweils über Ankerplatten 4 und Montageplatten 7
ein Bodenschenkel 6 festgelegt. Der Bodenschenkel 6 weist beidseitig Tragschenkel
10, 10' auf. Am ersten Ende 55 des Bodenschenkels 6 ist ein erster Tragschenkel 10
angeschweißt. An dem dem ersten Tragschenkel 10 gegenüberliegenden zweiten Endes 56
des Bodenschenkels 6 ist ein zweiter Tragschenkel 10' vorgesehen. Sowohl der erste
Tragschenkel 10 als auch der zweite Tragschenkel 10' sind annähernd rechtwinklig zum
Bodenschenkel 6 ausgerichtet. Sie erstrecken sich parallel nebeneinander aufwärts
und sind gegeneinander abgestützt. Hierzu ist zwischen dem ersten Tragschenkel 10
und dem zweiten Tragschenkel 10' eine Profilschiene 57 eingegliedert. Die Profilschiene
57 ist aus strangförmig verbundenen C-Profilen gebildet. Hierbei sind die C-Profile
so angeordnet, dass ihr zentraler Steg 58 oben liegt, die Öffnungsseite des C-Profils
folglich nach unten weist. Mit den Seitenschenkeln 59, 60 liegt die Profilschiene
57 jeweils am ersten Tragschenkel 10 und am zweiten Tragschenkel 10' an.
[0046] Der erste Tragschenkel 10 und der zweite Tragschenkel 10' tragen, wie zuvor beschrieben,
einen unteren Längsholm 12 und einen oberen Längsholm 13 sowie Deformationsprofile
23, welche einen unteren Schutzplankenstrang 26 und einen oberen Schutzplankenstrang
28 tragen. Auch der an den zweiten Tragschenkeln 10' festgelegte untere Längsholm
12 und der obere Längsholm 13 sind aus Kastenprofilen 14, 15 gebildet. Die Deformationsprofile
23 sind vertikal ausgerichtete Rohrabschnitte. Die Deformationsprofile 23 erstrecken
sich vom unteren Längsholm 12 zum oberen Längsholm 13 und verbinden diese. Vor den
Deformationsprofilen 23 ist mit vertikalem Abstand a zueinander der untere Schutzplankenstrang
26 und der obere Schutzplankenstrang 28 befestigt.
[0047] Bei der doppelten Ausführung des Fahrzeugrückhaltesystems B ist der untere Längsholm
12 und der untere Schutzplankenstrang 26 auf beiden Seiten, also sowohl am ersten
Tragschenkel 10 als auch am zweiten Tragschenkel 10', im Wesentlichen auf dem gleichen
Höhenniveau H1 angeordnet. Auch der obere Längsholm 13 und der obere Schutzplankenstrang
28 auf beiden Seiten liegen im Wesentlichen auf dem gleichen Höhenniveau H2. Die Vorderseiten
des oberen Schutzplankenstrangs 28 und des unteren Schutzplankenstrangs 26 sowie des
Unterfahrschutzes 32 erstecken sich in einer Vertikalebene VE.
[0048] Das in der Figur 10 dargestellte Fahrzeugrückhaltesystem C ist gleichartig aufgebaut
zu den zuvor beschrieben. Es handelt sich um ein doppeltes Fahrzeugrückhaltesystem.
[0049] Man erkennt, dass der Bodenschenkel 6 einer Trageinheit 5 länger ist. Dementsprechend
liegen der erste Tragschenkel 10 und der zweite Tragschenkel 10' mit größerem horizontalem
Abstand h auseinander. Der Bodenschenkel 6 ist auf zwei Ankerpfosten 1 montiert. Jeweils
zwischen dem Bodenschenkel 6 und dem ersten Tragschenkel 10 und dem zweiten Tragschenkel
10' erstreckt sich eine Schrägstrebe 45 zur Aussteifung der Trageinheiten 5. Jeweils
im Bereich der oberen Enden 50 der Tragschenkel 10, 10' ist rückseitig der jeweiligen
Tragschenkel 10, 10' auf der fahrbahnabgewandten Seite ein Verstärkungsprofil 52 in
Form einer Profilschiene aus C-Profilen angeordnet.
[0050] Ansonsten entspricht das Fahrzeugrückhaltesystem den zuvor beschriebenen, so dass
auf eine nochmalige Erläuterung verzichtet wird.
[0051] Die Figuren 11 bis 14 zeigen ein Fahrzeugrückhaltesystem D. Das Fahrzeugrückhaltesystem
D entspricht dem Fahrzeugrückhaltesystem A entsprechend der Figuren 1 bis 4 ohne Unterfahrschutz.
Der Einfachheit halber wird auf die Ausführungen zum Fahrzeugrückhaltesystem A verwiesen.
[0052] Schließlich ist in den Figuren 15 bis 18 ein Fahrzeugrückhaltesystem E dargestellt.
Das Fahrzeugrückhaltesystem entspricht dem Fahrzeugrückhaltesystem B, wie anhand der
Figuren 6 bis 9 erläutert, so dass auf die entsprechenden Ausführungen verwiesen werden
kann. Bei dem Fahrzeugrückhaltesystem E ist anders als bei dem Fahrzeugrückhaltesystem
B kein Unterfahrschutz vorgesehen.
Bezugszeichen:
[0053]
- 1 -
- Ankerpfosten
- 2 -
- Boden
- 3 -
- freies Ende
- 4 -
- Ankerplatte
- 5 -
- Trageinheit
- 6 -
- Bodenschenkel
- 7 -
- Montageplatte
- 8 -
- Schraubbolzenverbindung
- 9 -
- fahrbahnseitiges Ende
- 10 -
- Tragschenkel
- 10' -
- Tragschenkel
- 11 -
- Eckverbindung
- 12 -
- unterer Längsholm
- 13 -
- oberer Längsholm
- 14 -
- Kastenprofil
- 15 -
- Kastenprofil
- 16 -
- Steg
- 17 -
- Schenkel
- 18 -
- Schenkel
- 19 -
- Flansch
- 20 -
- Flansch
- 21 -
- Verbindungsmittel
- 22 -
- Lasche
- 23 -
- Deformationsprofil
- 24 -
- Unterkante
- 25 -
- Oberkante
- 26 -
- Schutzplankenstrang
- 27 -
- Schutzplanke
- 28 -
- Schutzplankenstrang
- 29 -
- Schutzplanke
- 30 -
- Stützbügel
- 31 -
- Schraubverbindungsmittel
- 32 -
- Unterfahrschutz
- 33 -
- Leitblech
- 34 -
- Leitblech
- 35 -
- Deformationselement
- 36 -
- Aufhängebügel
- 37 -
- Seitenschenkel
- 38 -
- Montageabschnitt
- 39 -
- Schraubverbindung
- 40 -
- oberer Tragarm
- 40' -
- geradliniger Abschnitt
- 40" -
- Schrägabschnitt
- 41 -
- unterer Tragarm
- 42 -
- Frontabschnitt
- 43 -
- Schraubverbindung
- 44 -
- Schraubverbindung
- 45 -
- Schrägstrebe
- 46 -
- freies Ende
- 47 -
- Seitenschenkel
- 48 -
- Verstärkungselement
- 49 -
- Verstärkungselement
- 50 -
- oberes Ende
- 51 -
- fahrbahnabgewandte Seite
- 52 -
- Verstärkungsprofil
- 53 -
- Steg
- 54 -
- Schraubverbindungsmittel
- 55 -
- erstes Ende
- 56 -
- zweites Ende
- 57 -
- Profilschiene
- 58 -
- Steg
- 59 -
- Seitenschenkel
- 60 -
- Seitenschenkel
- a1 -
- Abstand
- a2 -
- Abstand
- h -
- horizontaler Abstand
- H1 -
- Höhenniveau
- H2 -
- Höhenniveau
- VE -
- Vertikalebene
1. Fahrzeugrückhaltesystem für Fahrbahnen (FB), welches bodenseitig festlegbare Ankerpfosten
(1) sowie Trageinheiten (5) umfasst, wobei jede Trageinheit (5) einen an einem Ankerpfosten
(1) befestigbaren Bodenschenkel (6) und einen vom Bodenschenkel (6) aufwärts gerichteten
Tragschenkel (10, 10') aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass fahrbahnseitig an den Tragschenkeln (10, 10') mit vertikalem Abstand (a1) zueinander
ein unterer Längsholm (12) und ein oberer Längsholm (13) angeordnet ist und vor dem
unteren Längsholm (12) und dem oberen Längsholm (13) sich vom unteren Längsholm (12)
zum oberen Längsholm (13) erstreckende Deformationsprofile (23) angeordnet sind, welche
einen unteren Schutzplankenstrang (26) aus miteinander verbundenen Schutzplanken (27)
und einen oberen Schutzplankenstrang (28) aus miteinander verbundenen Schutzplanken
(29) tragen.
2. Fahrzeugrückhaltesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Längsholm (12) und der obere Längsholm (13) aus Kastenprofilen (14, 15)
gebildet sind.
3. Fahrzeugrückhaltesystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des unteren Längsholms (12) ein Unterfahrschutz (32) aus miteinander gekoppelten
Leitblechen (33, 34) vorgesehen ist.
4. Fahrzeugrückhaltesystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterfahrschutz (32) über Deformationselemente (35) und Aufhängebügel (36) an
den Tragschenkeln (10) befestigt ist.
5. Fahrzeugrückhaltesystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Tragschenkel (10, 10') und dem Bodenschenkel (6) eine Schrägstrebe (45)
eingegliedert ist.
6. Fahrzeugrückhaltesystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragschenkel (10, 10') und/der die Bodenschenkel (6) aus C-Profilen gebildet
sind.
7. Fahrzeugrückhaltesystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die C-Profile eines Tragschenkels (10, 10') und/oder eines Bodenschenkels (6) durch
ein Verstärkungselement (48, 49) ausgesteift sind.
8. Fahrzeugrückhaltesystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (48, 49) durch ein Flacheisen gebildet ist, welches sich
zwischen den Schenkeln eines C-Profils erstreckt.
9. Fahrzeugrückhaltesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerpfosten (1) aus I - Profilen, insbesondere aus IPE - Profilen, gebildet
sind.
10. Fahrzeugrückhaltesystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass am oberen Ende (50) der Tragschenkel (10, 10') auf der fahrbahnabgewandten Seite
(51) ein Verstärkungsprofil (52), insbesondere in Form einer Profilschiene, angeordnet
ist.
11. Fahrzeugrückhaltesystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwischen einer Schutzplanke (27, 29) und einem Deformationsprofil (23) Stützbügel
(30) eingegliedert ist.
12. Fahrzeugrückhaltesystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass am freien Ende (3) eines Ankerpfostens (1) eine Ankerplatte (4) vorgesehen ist und
jeder Bodenschenkel (6) eine Montageplatte (7) ausweist, wobei der Bodenschenkel (6)
über die Montageplatte (7) an der Ankerplatte (4) des Ankerpfostens (1) festgelegt
ist.
13. Fahrzeugrückhaltesystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass am dem ersten Tragschenkel (10) gegenüberliegenden Ende (56) des Bodenschenkels (6)
ein zweiter Tragschenkel (10') vorgesehen ist, wobei der zweite Tragschenkel (10')
einen unteren Längsholm (12) sowie einen oberen Längsholm (13) trägt und vor dem unteren
Längsholm (12) und dem oberen Längsholm (13) ein Deformationsprofil (23) angeordnet
ist, welches sich vom unteren Längsholm (12) zum oberen Längsholm (13) erstreckt und
diese verbindet sowie vor dem Deformationsprofil (23) mit vertikalem Abstand (a2)
zueinander ein unterer Schutzplankenstrang (26) aus miteinander verbundenen Schutzplanken
(27) und einen oberen Schutzplankenstrang (28) aus miteinander verbundenen Schutzplanken
(29) befestigt ist.
14. Fahrzeugrückhaltesystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Tragschenkel (10) und der zweite Tragschenkel (10') gegeneinander abgestützt
sind.
15. Fahrzeugrückhaltesystem nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten Tragschenkel (10) und dem zweiten Tragschenkel (10') eine Profilschiene
(57) eingegliedert ist.
16. Fahrzeugrückhaltesystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Längsholm (12) und der untere Schutzplankenstrang (26) im Wesentlichen
auf dem gleichen Höhenniveau (H1) liegen sowie der obere Längsholm (13) und der obere
Schutzplankenstrang (28) im Wesentlichen auf dem gleichen Höhenniveau (H2) liegen.
17. Fahrzeugrückhaltesystem nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Deformationsprofile (23) vertikal ausgerichteten Hohlkörpern, insbesondere runden
Hohlkörpern, gebildet sind.