[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Markise zur Anordnung an halbrunden, kreisförmigen
und segmentbogenförmigen Öffnungen, Rundbogenfenstern oder Rundbogentüren, mit einem
in seinem Umriss an die Form der Öffnung oder des Fensters oder der Tür angepassten
Markisentuch, mit einem in seiner Kontur der Kontur des Öffnung oder des Fensters
oder der Tür folgenden Führungsrahmen, mit einer drehantreibbaren Tuchwickelwelle
in einem Kastenprofil des Führungsrahmens und mit im Führungsrahmen geführten Zugelementen
zum Bewegen des Markisentuchs.
[0002] Eine Markise der eingangs genannten Art ist aus der
DE 20 2005 007 354 U1 bekannt. Diese Schrift zeigt in ihrer Figur 6 eine als Rundbogenmarkise gestaltete
Be-schattungsvorrichtung. Diese ist hinsichtlich zweier Schlitten und zweier Führungsschienen
prinzipiell gleich aufgebaut wie eine ebenfalls in dieser Schrift beschriebene Ausführungsform
der Markise mit einer trapezförmigen Kontur. Es werden hier allerdings bei der Rundbogenmarkise
mehr als zwei Zugelemente für die Auszugsvorrichtung des Beschattungselementes, d.h.
des Markisentuchs, benötigt. Die weiteren, bezüglich der Führungsschienen nach innen
versetzt angeordneten Zugelemente greifen in einem mittleren Bereich der halbkreisförmigen
Beschattungsspitze des Beschattungselementes, d.h. des Markisentuchs, an. Hieraus
ergibt sich nachteilig ein erhöhter Fertigungs- und Montageaufwand infolge der nötigen
Verdoppelung der Zahl der Zugelemente. Außerdem wird es als nachteilig angesehen,
dass die zwei weiteren, von den Führungsschienen nach innen versetzten Zugelemente
in geöffnetem Zustand des Beschattungselementes, d.h. bei aufgewickeltem Marki-sentuch,
über die Höhe des die Markise aufweisenden Fensters oder der Tür frei liegen und sichtbar
sind, was zum einen eine erhöhte Beschädigungsgefahr für die Zugelemente zur Folge
hat und was zum anderen das optische Erscheinungsbild beeinträchtigt.
[0003] Für die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, eine Markise der eingangs
genannten Art zu schaffen, welche die angegebenen Nachteile des Standes der Technik
vermeidet und die insbesondere mit einer geringen Zahl von Zugelementen auskommt und
bei der die Gefahr einer Beschädigung von Zugelementen vermindert ist und zugleich
ein verbessertes optisches Erscheinungsbild erreicht wird.
[0004] Die Lösung der Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit einer Markise der eingangs genannten
Art mit den folgenden Merkmalen:
wenigstens je einen linken und rechten, links und rechts im Führungsrahmen verschiebbar
geführten Zugelementpositionierkörper, wobei die Zugelementpositionierkörper unter
einer vorgebbaren Gleitreibung zum ersten Zugelement an diesem verschiebbar angebracht
sind.
[0005] Zudem sind vorteilhaft angeordnet:
- zwei links und rechts im Führungsrahmen von je einer ersten Zugelementscheibe im Kastenprofil
zu je einer am oder nahe dem Scheitelpunkt des Führungsrahmens ortsfest gelagerten
ersten Umlenkrolle und zurück zu je einem jeweils eine zweite Umlenkrolle tragenden,
im Führungsrahmen verschiebbaren oberen linken und rechten Führungskörper geführten,
am oberen Führungskörper fixierten ersten Zugelementen,
- zwei links und rechts im Führungsrahmen von je einer zweiten Zugelementscheibe im
Kastenprofil zu der zweiten Umlenkrolle am Führungskörper und über diese zu einem
oberen Ende des Markisentuchs geführten, am Markisentuch fixierten zweiten Zugelementen,
- je einen links und rechts im Führungsrahmen verschiebbar geführten, unter einer vorgebbaren
Gleitreibung zum zweiten Zugelement an diesem verschiebbar angebrachten zweiten linken
und rechten Führungskörper,
- wenigstens je einen linken und rechten, links und rechts im Führungsrahmen verschiebbar
geführten Zugelementpositionierkörper, der jeweils in dem zwischen der ersten Umlenkrolle
und dem oberen Führungskörper verlaufenden Abschnitt des ersten Zugelements unter
einer vorgebbaren Gleitreibung zum ersten Zugelement an diesem verschiebbar angebracht
ist, und
- mindestens je einen im Verlauf eines linken und rechten rund gebogenen, oberen Führungsrahmenteils
angeordneten, mit dem jeweiligen Zugelementpositionier-körper in dessen Verschiebungsrichtung
im Öffnungssinn des Markisentuchs zusammenwirkenden Stopper oder Anschlag,
- wobei die Zugelementpositionierkörper bei einem Bewegen des Markisentuchs in Öffnungsrichtung
jeweils durch die Gleitreibung und damit bewirkte Bremswirkung zwischen dem Zugelement
und dem Zugelementpositionierkörper bis in eine erste Endposition am jeweils zugehörigen
Stopper oder Anschlag bewegt werden und dadurch die Zugelemente verdeckt im Führungsrahmen
halten und
- wobei die Zugelementpositionierkörper bei einem Bewegen des Markisentuchs in Schließrichtung
jeweils durch die Gleitreibung und damit bewirkte Bremswirkung zwischen dem Zugelement
und dem Zugelementpositionierkörper bis in eine zweite Endposition beiderseits des
Scheitelpunkts bewegt werden.
[0006] Mit der Erfindung wird vorteilhaft erreicht, dass die Markise nur zwei Zugelemente
benötigt, was Fertigung und Montage der Markise einfach hält. Zudem werden die Zugelemente
in geöffnetem Zustand der Markise, d.h. bei auf die Wickelwelle aufgewickeltem Markisentuch,
für einen Betrachter unsichtbar innerhalb des Führungsrahmens gehalten, sodass Beschädigungsgefahren
für die Zugelemente vermieden werden und ein gutes, störungsfreies optisches Erscheinungsbild
erreicht wird.
[0007] Bei Markisen der hier behandelten Art ist üblicherweise das Kastenprofil unten und
der Rundbogen oben angeordnet und es verläuft je ein linker und rechter Führungs-rahmenteil
vom Kastenprofil zum Rundbogen, wobei das Markisentuch beim Schließen aufwärts und
beim Öffnen abwärts bewegt wird; die hier verwendeten Begriffe "oben" und "unten",
"links" und "rechts" sowie "aufwärts" und "abwärts" beziehen sich auf diese übliche
Anordnung. Bei Sonderfällen können aber auch andere Anordnungen möglich sein.
[0008] Um den Führungsrahmen schmal und damit optisch unauffällig halten zu können, ist
eine Weiterbildung der Erfindung gekennzeichnet durch jeweils zwei oder mehr linke
und rechte, links und rechts im Führungsrahmen verschiebbar geführten Zugelementpositionierkörper,
die jeweils in dem zwischen der ersten Umlenkrolle und dem oberen Führungskörper verlaufenden
Abschnitt des ersten Zugelements hintereinander unter einer vorgebbaren Gleitreibung
zum ersten Zugelement an diesem verschiebbar angebracht sind, und durch je Zugelementpositionierkörper
jeweils einen im Verlauf des linken und rechten rund gebogenen, oberen Führungsrahmen-teils
angeordneten, mit jeweils genau einem der mehreren Zugelementpositionier-körper in
dessen Verschiebungsrichtung nach unten hin, d.h. vom Scheitelpunkt weg, zusammenwirkenden,
jeweils eine Endposition des Zugelementpositionierkörpers definierenden Stopper oder
Anschlag. Der Verlauf der Zugelemente innerhalb des linken und rechten rund gebogenen,
oberen Führungsrahmenteils wird so in eine Folge von mehreren, jeweils an den Zugelementpositionierkörpern
relativ zueinander abgewinkelten, einen Polygonzug bildenden Zugelementabschnitten
aufgeteilt. Auf diese Weise können die Zugelemente auch in einem schmalen Führungsrahmen
verdeckt untergebracht und geführt werden.
[0009] Damit die Mechanik der Markise technisch einfach gehalten werden kann, wird weiter
vorgeschlagen, dass die Zugelementscheiben jeweils paarweise drehfest mit der Tuchwickelwelle
oder einer Innenwelle der Tuchwickelwelle verbunden sind. Ein eigener Drehantrieb
für die Zugelementscheiben wird somit vorteilhaft nicht benötigt, da dieser vom Drehantrieb
der Wickelwelle mit übernommen wird.
[0010] Die Zugelemente können beispielsweise Seile aus Draht oder Kunststoff oder Naturfasern
sein.
[0011] Zwecks einer hohen mechanischen Stabilität des Führungsrahmens und zwecks Vermeidung
einer gegenseitigen Störung der ersten und zweiten Zugelemente bei deren Bewegung
innerhalb des Führungsrahmens schlägt die Erfindung weiter vor, dass der Führungsrahmen
aus einem mindestens zwei parallele Führungsnuten aufweisenden Profil besteht, wobei
in einer ersten Führungsnut das aufwärts führende Trum des ersten Zugelements geführt
ist und in einer zweiten Führungsnut das abwärts führende Trum des ersten Zugelements,
das zweite Zugelement sowie die Führungskörper und die Zugelementpositionierkörper
geführt sind.
[0012] Eine weitere Ausgestaltung der Markise sieht vor, dass in der ersten Führungsnut
im Verlauf des linken und rechten rund gebogenen, oberen Führungsrahmenteils in festen
Abständen ortsfeste Führungsrollen angeordnet sind, über welche das aufwärts führende
Trum des ersten Zugelements innerhalb der Führungsnut von außen unsichtbar geführt
ist. Damit bleibt das aufwärts führende Trum des ersten Zugelements in jeder beliebigen
Betriebsstellung des Markisentuchs unsichtbar.
[0013] Ein Beitrag zu einer kompakten Bauweise auch im Bereich des Kastenprofils der Markise
besteht darin, dass bevorzugt als Drehantrieb der Tuchwickelwelle in dieser ein elektrischer
Rohrmotor mit Endabschaltungen in der Öffnungsstellung und in der Schließstellung
des Markisentuchs angeordnet ist. Der Drehantrieb der Tuchwickelwelle benötigt somit
keinen eigenen, zusätzlichen Einbauraum.
[0014] Bei der erfindungsgemäßen Markise sind die Zugelementpositionierkörper unter einer
vorgebbaren Reibung an dem ersten Zugelement angebracht. Eine diesbezüglich bevorzugte
Ausgestaltung sieht vor, dass die Zugelementpositionierkörper jeweils eine erste,
in ihrer Längsrichtung verlaufende Zugelementdurchgangsöffnung aufweisen, durch welche
das Zugelement hindurchgeführt ist, und dass quer zur Zugelementdurchgangsöffnung
wenigstens eine Queröffnung verläuft, welche die Zugelementdurchgangsöffnung teilweise
schneidet und in welcher wenigstens ein eine Bremswirkung auf das durch die Zugelementdurchgangsöffnung
geführte Zugelement ausübendes Reibungselement angeordnet ist.
[0015] Dabei können verschiedene Reibungselemente eingesetzt werden, vorzugsweise solche,
die durch einen oder mehrere eine Zugelementauslenkung oder -umlenkung bewirkende
Bolzen oder durch wenigstens eine gebremste Rolle oder durch wenigstens eine einstellbare
Zugelementklemme gebildet sind.
[0016] Zur Gewährleistung eines leichtgängigen und geräuscharmen Betriebes der Markise sind
zweckmäßig die Führungskörper und die Zugelementpositionierkörper jeweils Körper aus
einem relativ zum Führungsrahmen reibungsarmen Material, wobei das Material vorzugsweise
Kunststoff, z.B. Polyethylen oder Polyamid, ist.
[0017] Damit die Zugelemente auch über längere Betriebszeiten der Markise ihre für einen
zuverlässigen Betrieb nötige Spannung beibehalten, ist schließlich erfindungsgemäß
vorgesehen, dass im Kastenprofil des Führungsrahmens für die beiden zweiten Zugelemente
je eine Zugelementspannschlaufe mit je einer in Zugelementspann-richtung vorbelasteten
Zugelementspannrolle angeordnet.
[0018] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Die Figuren der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Markise für ein Rundbogenfenster, in Öffnungsstellung ihres Markisentuchs, in
einer schematischen Frontalansicht,
- Figur 2
- einen oberen Teil der Markise aus Figur 1 in vergrößerter Darstellung, in schematischer
Frontalansicht,
- Figur 3
- einen unteren Teil der Markise aus Figur 1 in vergrößerter Darstellung, in schematischer
Frontalansicht,
- Figur 4
- die Markise aus Figur 1, in einer Zwischenstellung ihres Markisentuchs, in schematischer
Frontalansicht,
- Figur 5
- die Markise aus Figur 1 in Schließstellung ihres Markisentuchs, in schematischer Frontalansicht,
- Figur 6
- den oberen Teil der Markise aus Figur 5 in vergrößerter Darstellung, in schematischer
Frontalansicht,
- Figur 7
- ein einen linken Teil des Führungsrahmens der Markise bildendes Profil im Querschnitt,
- Figur 8
- ein einen rechten Teil des Führungsrahmens der Markise bildendes Profil im Querschnitt,
- Figur 9
- einen ersten, einen Teil der Markise bildenden Zugelementpositionierkörper in Stirnansicht,
- Figur 10
- den Zugelementpositionierkörper aus Figur 9 in Draufsicht,
- Figur 11
- einen zweiten, einen Teil der Markise bildenden Zugelementpositionierkörper in Stirnansicht,
- Figur 12
- den Zugelementpositionierkörper aus Figur 11 in Draufsicht,
- Figur 13
- einen dritten, einen Teil der Markise bildenden Zugelementpositionierkörper in Stirnansicht,
und
- Figur 14
- den Zugelementpositionierkörper aus Figur 13 in Draufsicht.
[0019] In der folgenden Figurenbeschreibung sind gleiche Teile in den verschiedenen Zeichnungsfiguren
stets mit den gleichen Bezugszeichen versehen, sodass nicht zu jeder Zeichnungsfigur
alle Bezugszeichen erneut erläutert werden müssen.
[0020] Figur 1 zeigt eine Markise 1 für ein Rundbogenfenster, in Öffnungsstellung ihres
Markisentuchs 10, in einer schematischen Frontalansicht.
[0021] Die Markise 1 umfasst einen Führungsrahmen 2, der in seinem Verlauf dem Umriss eines
mit der Markise 1 auszustattenden Fensters oder einer Tür oder einer sonstigen Öffnung
angepasst ist. Im gezeigten Beispiel besitzt der Führungsrahmen 2 je einen gradlinig
vertikal verlaufenden linken Teil 2l und rechten Teil 2r, deren obere Enden über einen
rund gebogenen oberen Führungsrahmenteil 20 miteinander verbunden sind. Zur Sichtbarmachung
der im Führungsrahmen 2 angeordneten Elemente der Markise 1 ist der Führungsrahmen
2 in Figur 1 sowie auch in den Figuren 2 bis 6 durchsichtig dargestellt.
[0022] Der Aufbau der Markise 1 und ihrer Mechanik ist spiegelsymmetrisch zu einer vertikalen
Mittelachse ausgeführt, so dass in der nachfolgenden Beschreibung jeweils nur auf
die in der einen, hier in der linken Hälfte der Markise 1 angeordneten Elemente eingegangen
wird. Die gleichen Elemente sind mit der gleichen Funktion auch im rechten Teil des
Führungsrahmens der Markise vorhanden.
[0023] Der Führungsrahmen 2 besteht aus einem Profil, beispielsweise einem Strangpressprofil
aus Aluminium, in welchem wenigstens zwei in Figur 1 nicht sichtbare, zum Inneren
des Rahmens 2 hin offene Führungsnuten ausgebildet sind. Den unteren Abschluss des
Führungsrahmens 2 bildet ein Kastenprofil 24, in welchem insbesondere eine Tuchwickelwelle
12 für das Markisentuch 11 der Markise 1 untergebracht ist. Im Inneren der Tuchwickelwelle
12 ist als deren Drehantrieb ein elektrischer Rohrmotor 13 angeordnet.
[0024] Weiterhin sind im Kastenprofil 24 beiderseits der Tuchwickelwelle 12 mit dieser drehfest
verbunden je zwei Zugelementscheiben 32, 42 angeordnet, auf welche bzw. von welchen
jeweils ein Zugelement 3, 4 aufwickelbar bzw. abwickelbar ist.
[0025] Das erste Zugelement 3 verläuft im geöffneten Zustand der Markise 1 von seiner zugehörigen
Zugelementscheibe 32 durch den Führungsrahmen 2 nach oben, wobei innerhalb des gebogenen
Führungsrahmenteils 20 das Zugelement 3 über eine Reihe von in Abständen zueinander
angeordneten Führungsrollen 51 geführt ist. Im Scheitelpunkt 23, das heißt an der
höchsten Stelle, des gebogenen Führungsrahmenteils 20, sind zwei Umlenkrollen 50 unmittelbar
nebeneinander angeordnet, über welche das erste Zugelement 3 jeweils umgelenkt und
als Zugelementabschnitt 30 wieder durch den Führungsrahmen 2 in Richtung nach unten
zurückgeführt ist. An dem Teil des Zugelementabschnitts 30, der sich im gebogenen
Führungsrahmenteil 20 befindet, sind mehrere, hier drei, Zugelementpositionierkörper
8 unter einer vorgebbaren Reibung zum Zugelementabschnitt 30 angebracht Das Ende des
Abschnitts 30 des Zugelements 3 ist ein einem ersten, oberen Führungskörper 71 fixiert,
der im Führungsrahmen 2 verschieblich geführt ist und der sich im Öffnungszustand
der Markise 1, wie ihn die Figur 1 zeigt, in Höhe des Kastenprofils 24, also am unteren
Ende des Führungsrahmens 2, befindet.
[0026] An dem ersten, oberen Führungskörper 71 ist eine zweite Umlenkrolle 6 gelagert, über
welche das zweite, von der zugehörigen zweiten Zugelementscheibe 42 über eine Zugelementschlaufe
43 und eine Zugelementspannrolle 44 verlaufende Zugelement 4 geführt ist. Von der
Umlenkrolle 6 führt ein Zugelementabschnitt 40 des zweiten Zugelements 4 zu einem
Tuchhalter 11 und ist an diesem fixiert. Der Tuchhalter 11 ist seinerseits am oberen
Ende des Markisentuchs 10 angebracht, beispielsweise angeklemmt.
[0027] Wie die Figur 1 veranschaulicht, ist im Öffnungszustand der Markise 1 das Markisentuch
10 vollständig auf die Tuchwickelwelle 12 aufgewickelt und befindet sich unsichtbar
im Kastenprofil 24. Auch die beiden Zugelemente 3, 4 liegen über ihren gesamten Verlauf
im Führungsrahmen 2 und im Kastenprofil 24, so dass auch die Zugelemente 3, 4 unsichtbar
sind.
[0028] Figur 2 zeigt einen oberen Teil der Markise 1 aus Figur 1 in vergrößerter Darstellung,
ebenfalls in schematischer Frontalansicht. Im Öffnungszustand der Markise 1 verläuft
durch den gebogenen oberen Führungsrahmenteil 20 nur das erste Zugelement 3 mit seinem
über die Umlenkrolle 50 nach unten zurückgeführten Abschnitt 30. Das von unten nach
oben verlaufende Trum des ersten Zugelements 3 ist über die in Abständen fest im Führungsrahmen
2 angeordneten Führungsrollen 51 geführt.
[0029] Im Verlauf des Zugelementabschnitts 30 sind über den gebogenen Führungsrahmenteil
20 verteilt die Zugelementpositionierkörper 8 angeordnet. Jedem Zugelementpositionierkörper
8 ist ein individueller Stopper oder Anschlag 28 innerhalb des Führungsrahmens 2 zugeordnet,
wodurch für jeden einzelnen Zugelementpositionierkörper 8 eine bestimmte Endposition
bei seiner Bewegung vom Scheitelpunkt 23 in Richtung nach unten festgelegt wird. Wie
erwähnt, sind die Zugelementpositionierkörper 8 unter einer vorgebbaren Reibung auf
dem Abschnitt 30 des ersten Zugelements 3 angebracht, wie weiter unten anhand der
Figuren 9 bis 14 noch näher erläutert wird. Dadurch, dass das erste Zugelement 3 und
sein Abschnitt 30 mittels der Führungsrollen 51 und der verteilt angeordneten Zugelementpositionierkörper
8 jeweils einen Polygonzug bilden, werden das Zugelement 3 und sein Abschnitt 30 durch
den Führungsrahmen 2 verdeckt und sind in der Realität in Ansicht auf die Markise
1 nicht sichtbar.
[0030] Figur 3 zeigt einen unteren Teil der Markise 1 aus Figur 1 in vergrößerter Darstellung,
wieder in schematischer Frontalansicht. Unten in Figur 3 liegt das Kastenprofil 24
mit den zuvor beschriebenen darin angeordneten Elementen. Links und rechts von der
Wickelwelle 12 mit dem darin angeordneten Rohrmotor 13 sind mit der Wickelwelle 12
jeweils die erste und zweite Zugelementscheibe 32, 42 drehfest verbunden.
[0031] Von der ersten Zugelementscheibe 32 kommend verläuft das erste Zugelement 3 an den
beiden Führungskörpern 71, 72 vorbei nach oben. Sein zurückgeführter Abschnitt 30
endet im ersten, oberen Führungskörper 71 und ist an diesem fixiert.
[0032] Das zweite Zugelement 4 verläuft von der zugehörigen zweiten Zugelementscheibe 42
zunächst als Zugelementspannschlaufe 43 über die Zugelementspannrolle 44 und dann
unter einer vorgebbaren Reibung durch den zweiten, unteren Führungs-körper 72 und
von dort über die am ersten, oberen Führungskörper 71 gelagerte zweite Umlenkrolle
6 als Zugelement Abschnitt 40 in Horizontalrichtung nach innen zum Tuchhalter 11.
[0033] Figur 4 zeigt die Markise 1 aus Figur 1 in einer Zwischenstellung ihres Markisentuchs
10, wieder in schematischer Frontalansicht. Hier ist nun durch Einschalten des Rohrmotors
13 die Tuchwickelwelle 12 in Drehung versetzt und bereits um einen gewissen Weg in
Abrollrichtung des Markisentuchs 10 verdreht worden. Gleichzeitig wird durch die Rotation
der ersten Zugelementscheibe 32 zusammen mit der Tuchwickelwelle 12 ein Teil des ersten
Zugelements 3 auf die erste Zugelementscheibe 32 aufgewickelt, wodurch der erste,
obere Führungskörper 71 nach oben gezogen wird. Weiterhin wird, mittels einer entgegengesetzten
Wickelrichtung, ein Teil des zweiten Zugelements 4 von der zugehörigen zweiten Zugelementscheibe
42 abgewickelt. Hieraus ergibt sich eine Bewegung des ersten, oberen Führungskörper
71 mit der daran gelagerten Umlenkrolle 6 innerhalb des Führungsrahmens 2 nach oben.
Der zweite, untere Führungskörper 72 wird bis in eine durch einen hier nicht eigens
dargestellten Stopper oder Anschlag vorgegebene Position in Richtung nach oben durch
das zweite Zugelement 4 mitgenommen. Die Wanderung des oberen Führungskörpers 71 nach
oben wird mittels des Abschnitts 40 des zweiten Zugelements 4 auf den Tuchhalter 11
und über diesen auf das Markisentuch 10 übertragen, wodurch das Markisentuch 10 in
Richtung nach oben, also in Schließrichtung, gezogen wird.
[0034] Die Zugelementpositionierkörper 8 befinden sich in dem in Figur 4 gezeigten Zwischenzustand
nach wie vor in ihrer über den gebogenen oberen Führungsrahmenteil 20 verteilten Anordnung.
[0035] Figur 5 zeigt die Markise 1 aus Figur 1 in Schließstellung ihres Markisentuchs 10,
wieder in schematischer Frontalansicht. Das Markisentuch 10 ist nun vollständig von
der Tuchwickelwelle 12 abgewickelt und der am oberen Rand des Markisentuchs 10 angebrachte
Tuchhalter 11 befindet sich nun unmittelbar unterhalb des Scheitelpunkts 23 des gebogenen
oberen Führungsrahmenteils 20 des Führungsrahmens 2.
[0036] Durch das synchron zum Abwickeln des Markisentuchs 10 erfolgte Aufwickeln des ersten
Zugelements 3 auf die zugehörige Zugelementscheibe 32 ist der obere Führungskörper
71 mit der Umlenkrolle 6 für das zweite Zugelement 4 entlang des gebogenen oberen
Führungsrahmenteils 20 maximal nach oben hin verschoben. Bei dieser Verschiebung hat
der oberen Führungskörper 71 nach und nach die Zugelementpositionierkörper 8 bis in
die in Figur 5 sichtbaren Lage mit nach oben genommen. Die am oberen Führungskörper
71 gelagerte zweite Umlenkrolle 6 befindet sich nun unmittelbar über dem Tuchhalter
11 und der Befestigungsstelle des Abschnitts 40 des zweiten Zugelements 4 am Tuchhalter
11, so dass mittels des Zugelements 4 und seines Zugelementabschnitts 40 das Markisentuch
10 bis in seine Schließstellung bewegt werden kann.
[0037] Der zweite, untere Führungskörper 72 befindet sich nun in einer Position am oberen
Ende des vertikalen Teils 2l des Führungsrahmens 2 vor dem Übergang zum gebogenen
oberen Führungsrahmenteils 20. Vom Führungskörper 72 verläuft ein Abschnitt des zweiten
Zugelements 4 auf gerader Linie zum weiter oben liegenden oberen Führungskörper 71,
was aber im Schließzustand der Markise bei vollständig nach oben bewegtem Markisentuch
10 optisch nicht störend ist.
[0038] Figur 6 zeigt den oberen Teil der Markise 1 aus Figur 5 in vergrößerter Darstellung,
wieder in schematischer Frontalansicht. Links und rechts unten in Figur 6 ist jeweils
der oberer Endbereich des linken und rechten Teils 2l, 2r des Führungsrahmens 2 sichtbar,
an welche sich nach oben hin der rund gebogene obere Führungsrahmenteil 20 anschließt.
[0039] Im Scheitelpunkt 23 sind die ersten Umlenkrollen 50 für das erste Zugelement 3 ortsfest
angeordnet. Links und rechts davon befinden sich hier die Zugelementpositionierkörper
8 und jeweils der obere Führungskörper 71 mit der Umlenkrolle 6 für das zweite Zugelement
4.
[0040] Der zweite, untere Führungskörper 72, der unter einer vorgebbaren Reibung auf dem
zweiten Zugelement 4 angeordnet ist, befindet sich am oberen Ende des vertikalen Rahmenteils
2l. Vom unteren Führungskörper 72 verläuft ein Abschnitt des zweiten Zugelements 4
in gerader Linie zu dem nun ganz oben im Führungsrahmenteil 20 liegenden oberen Führungskörper
71 und über dessen Umlenkrolle 6 als Abschnitt 40 über eine nur noch sehr kurze Strecke
etwa vertikal nach unten zum Tuchhalter 11, an welchem das Ende des Abschnitts 40
fixiert ist.
[0041] Das erste Zugelement 3 verläuft durch den linken Führungsrahmenteil 2l und über die
ortsfest angeordneten Führungsrollen 51 innerhalb des oberen Führungsrahmenteils 20
zur linken der beiden ersten Umlenkrollen 50. Von dort läuft das erste Zugelement
3 unter vorgebbaren Reibung durch die drei Zugelementpositionierkörper 8 und zum oberen
Führungskörper 71, an welchem das Ende des ersten Zugelements 3 fixiert ist. Das Markisentuch
10 befindet sich in seiner maximal nach oben bewegten Lage und verdeckt nun das zugehörige
Fenster oder die zugehörige Tür vollständig.
[0042] Zum Öffnen der Markise 1 wird der in den Figuren 1 und 3 bis 5 beschriebene Rohrmotor
13 in umgekehrter Drehrichtung betrieben, wodurch die Tuchwickelwelle 12 im Sinne
eines Aufwickelns des Markisentuchs 10 in Drehung versetzt wird. Gleichzeitig wird
das erste Zugelement 3 von seiner Zugelementscheibe 32 abgewickelt und das zweite
Zugelement 4 auf seine Zugelementscheibe 42 aufgewickelt. Hierdurch wird das Markisentuch
10 nach unten bewegt und die Öffnung der Markise 1 wird freigegeben. Dabei bewegen
sich auch die beiden Führungskörper 71, 72 im Führungsrahmen 2 nach unten. Die Zugelementpositionierkörper
8 werden aufgrund der Reibung zum ersten Zugelement 3 mit nach unten genommen, bis
sie jeweils an ihren in Figur 6 nicht eigens dargestellten Stopper oder Anschlag 28
(vgl. Fig. 2) im gebogenen oberen Führungsrahmenteil 20 gelangen.
[0043] Figur 7 zeigt ein einen linken Teil 2l des Führungsrahmens 2 der Markise 1 bildendes
Profil und Figur 8 ein einen rechten Teil 2r des Führungsrahmens 2 der Markise 1 bildendes
Profil, jeweils im Querschnitt. Die Profile besitzen jeweils zwei Führungsnuten 21,
22, die jeweils zum Inneren des Führungsrahmens 2 hin offen sind. Die erste Führungsnut
21 dient zur Aufnahme des ersten Zugelements 3 und der zugehörigen ortsfesten Führungsrollen
51 und die zweite Führungsnut 22 dient zur Aufnahme des Abschnitts 30 des ersten Zugelements
3, des zweiten Zugelements 4, der beiden Führungskörper 71, 72 und der Zugelementpositionierkörper
8.
[0044] Das Profil ist beispielsweise ein Strangpressprofil aus Aluminium, welches zur Bildung
des gebogenen oberen Führungsrahmenteils 20 entsprechend gebogenen werden kann.
[0045] Figur 9 zeigt einen ersten Zugelementpositionierkörper 8 in Stirnansicht, der hier
eine Quaderform hat. Zentral durch den Körper 8 verläuft in dessen Längsrichtung eine
Zugelementdurchgangsöffnung 81, durch welche das erste Zugelement 3 bzw. sein Abschnitt
30 führbar ist.
[0046] Quer zur Zugelementdurchgangsöffnung 81 verlaufen drei gegeneinander seitlich versetzte
Queröffnungen 82 durch den Zugelementpositionierkörper 8. Mit einer Kontaktfläche
84 wirkt der Zugelementpositionierkörper 8 mit seinem zugehörigen Stopper oder Anschlag
28 (vgl. Fig. 2) im Führungsrahmenteil 20 zusammen.
[0047] Figur 10 zeigt den Zugelementpositionierkörper aus Figur 9 in einer Draufsicht, die
die Lage der Queröffnungen 82 deutlich zeigt. In die Queröffnungen 82 sind Reibungselemente
83 eingesetzt, die hier die Form von kraftschlüssig eingedrückten zylindrischen Metallstiften,
z. B. aus Stahl, haben. Die Reibungselemente 83 schneiden die Zugelementdurchgangsöffnung
81 teilweise und bewirken so eine Umlenkung oder Auslenkung des durch die Zugelementdurchgangsöffnung
81 verlaufenden Zugelements 3 oder Zugelementabschnitts 30 und somit eine vorgebbare
Reibung zwischen dem Zugelement 3 oder Zugelementabschnitt 30 einerseits und dem Zugelementpositionierkörper
8 andererseits.
[0048] Figur 11 zeigt einen zweiten Zugelementpositionierkörper 8 in Stirnansicht, der hier
eine Quaderform mit einer seitlichen Stufe hat. Auch durch diesen Körper 8 verläuft
in dessen Längsrichtung eine Zugelementdurchgangsöffnung 81, durch welche das erste
Zugelement 3 bzw. sein Abschnitt 30 führbar ist.
[0049] Quer zur Zugelementdurchgangsöffnung 81 verlaufen auch hier gemäß der Draufsicht
in Figur 12 drei seitlich gegeneinander versetzte Queröffnungen 82 durch den Zugelementpositionierkörper
8, in welche hier nicht dargestellte Reibungselemente einsetzbar sind. Mit einer Kontaktfläche
84 wirkt der Zugelementpositionierkörper 8 mit seinem zugehörigen Stopper oder Anschlag
28 (vgl. Fig. 2) im Führungsrahmenteil 20 zusammen.
[0050] Figur 13 zeigt einen dritten Zugelementpositionierkörper 8 in Stirnansicht, der hier
eine längliche Quaderform mit gegenüber den beiden zuvor beschriebenen Zugelementpositionierkörpern
8 verkleinerter Querschnittsfläche hat. Auch durch diesen Körper 8 verläuft in dessen
Längsrichtung eine Zugelementdurchgangsöffnung 81, durch welche das erste Zugelement
3 bzw. sein Abschnitt 30 führbar ist.
[0051] Figur 14 schließlich zeigt den Zugelementpositionierkörper 8 aus Figur 13 in Draufsicht,
welche wieder drei seitlich gegeneinander versetzte, durch den Zugelementpositionierkörper
8 verlaufende Queröffnungen 82 zeigt, in welche hier nicht dargestellte Reibungselemente
einsetzbar sind. Mit einer Kontaktfläche 84 wirkt der Zuge-Iementpositionierkörper
8 mit seinem zugehörigen Stopper oder Anschlag 28 (vgl. Fig. 2) im Führungsrahmenteil
20 zusammen.
[0052] Die Zugelementpositionierkörper 8 und die Führungskörper 71, 72 besteht zweckmäßig
aus einem Material, welches gegenüber dem Führungsrahmen 2 eine geringe Reibung und
einen geringen Verschleiß aufweist. Gut geeignet sind Körper aus Kunststoff, beispielsweise
aus Polyethylen oder Polyamid. Die Zugelemente 3, 4 können beispielsweise Seile aus
Draht oder Kunststoff oder Naturfasern sein. Auch feingliedrige Ketten sind als Zugelemente
3, 4 denkbar.
1. Markise (1) zur Anordnung an halbrunden, kreisförmigen und segmentbogenförmigen Öffnungen,
Rundbogenfenstern oder Rundbogentüren, mit einem in seinem Umriss an die Form der
Öffnung oder des Fensters oder der Tür angepasstem Markisentuch (10), mit einem in
seiner Kontur der Kontur der Öffnung oder des Fensters oder der Tür folgenden Führungsrahmen
(2), mit einer drehantreibbaren Tuchwickelwelle (12) in einem Kastenprofil (24) des
Führungsrahmens (2) und mit im Führungsrahmen (2) geführten Zugelementen (3, 4) zum
Bewegen des Markisentuchs (10),
gekennzeichnet durch,
wenigstens je einen linken und rechten, links und rechts im Führungsrahmen (2) verschiebbar
geführten Zugelementpositionierkörper (8), wobei die Zugelementpositionierkörper (8)
unter einer vorgebbaren Gleitreibung zum ersten Zugelement (3) an diesem verschiebbar
angebracht sind.
2. Markise nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei erste Zugelemente (3) links und rechts im Führungsrahmen (2) von je einer ersten
Zugelementscheibe (32) im Kastenprofil (24) zu je einer am oder nahe dem Scheitelpunkt
(23) des Führungsrahmens (2) ortsfest gelagerten ersten Umlenkrolle (50) und zurück
zu je einem jeweils eine zweite Umlenkrolle (6) tragenden, im Führungsrahmen (2) verschiebbaren
oberen linken und rechten Führungskörper (71) geführt und am oberen Führungskörper
(71) fixiert sind.
3. Markise nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei zweite Zugelemente (4) links und rechts im Führungsrahmen (2) von je einer zweiten
Zugelementscheibe (42) im Kastenprofil (24) zu der zweiten Umlenkrolle (6) am Führungskörper
(71) und über diese zu einem oberen Ende des Markisentuchs (10) geführt und am Markisentuch
(10) fixiert sind.
4. Markise nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch je einen links und rechts im Führungsrahmen (2) verschiebbar geführten, unter einer
vorgebbaren Gleitreibung zum zweiten Zugelement (4) an diesem verschiebbar angebrachten
zweiten linken und rechten Führungs-körper (72).
5. Markise nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die im Führungsrahmen (2) verschiebbar geführten Zugelementpositionierkörper (8)
jeweils in dem zwischen der ersten Umlenkrolle (50) und dem oberen Führungskörper
(71) verlaufenden Abschnitt (30) des ersten Zugelements (3) angebracht sind.
6. Markise nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch mindestens je einen im Verlauf eines linken und rechten rund gebogenen, oberen Führungsrahmenteils
(20) angeordneten, mit dem jeweiligen Zugelementpositionierkörper (8) in dessen Verschiebungsrichtung
im Öffnungssinn des Markisentuchs (10) zusammenwirkenden Stopper oder Anschlag (28),
- wobei die Zugelementpositionierkörper (8) bei einem Bewegen des Markisentuchs (10)
in Öffnungsrichtung jeweils durch die Gleitreibung und die damit bewirkte Bremswirkung
zwischen dem Zugelement (3) und dem Zugelementpositionierkörper (8) bis in eine erste
Endposition am jeweils zugehörigen Stopper oder Anschlag (28) bewegt werden und dadurch
die Zugelemente (3) verdeckt im Führungsrahmen (2) halten und
- wobei die Zugelementpositionierkörper (8) bei einem Bewegen des Markisentuchs (10)
in Schließrichtung jeweils durch die Gleitreibung und da-mit bewirkte Bremswirkung
zwischen dem Zugelement (3) und dem Zugelementpositionierkörper (8) bis in eine zweite
Endposition beiderseits des Scheitelpunkts (23) bewegt werden.
7. Markise nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch jeweils zwei oder mehr linke und rechte, links und rechts im Führungsrahmen (2) verschiebbar
geführten Zugelementpositionierkörper (8), die jeweils in dem zwischen der ersten
Umlenkrolle (50) und dem oberen Führungskörper (71) verlaufenden Ab-schnitt (30) des
ersten Zugelements (3) hintereinander unter einer vorgebbaren Gleitreibung zum ersten
Zugelement (3) an diesem verschiebbar angebracht sind, und durch je Zugelementpositionierkörper
(8) jeweils einen im Verlauf des linken und rechten rund gebogenen, oberen Führungsrahmenteils
(20) angeordneten, mit jeweils genau einem der mehreren Zugelementpositionierkörper
(8) in dessen Verschiebungsrichtung nach unten hin zusammenwirkenden, jeweils eine
Endposition des Zugelementpositionier-körpers (8) definierenden Stopper oder Anschlag
(28).
8. Markise nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugelementscheiben (32, 42) jeweils paarweise drehfest mit der Tuchwickelwelle
(12) oder einer Innenwelle der Tuchwickelwelle (12) verbunden sind.
9. Markise nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsrahmen (2) aus einem mindestens zwei parallele Führungsnuten (21, 22)
aufweisenden Profil besteht, wobei in einer ersten Führungsnut (21) das aufwärts führende
Trum des ersten Zugelements (3) geführt ist und in einer zweiten Führungsnut (22)
der Abschnitt (30) des ersten Zugelements (3), das zweite Zugelement (4) sowie die
Führungskörper (71, 72) und die Zugelementpositionierkörper (8) geführt sind.
10. Markise nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Führungsnut (21) im Verlauf des linken und rechten rund gebogenen,
oberen Führungsrahmenteils (20) in festen Abständen ortsfeste Führungsrollen (51)
angeordnet sind, über welche das aufwärts führende Trum des ersten Zugelements (3)
innerhalb der Führungsnut (21) von außen unsichtbar geführt ist.
11. Markise nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Drehantrieb der Tuchwickelwelle (12) in dieser ein elektrischer Rohrmotor (13)
mit Endabschaltungen in der Öffnungsstellung und in der Schließstellung des Markisentuchs
(10) angeordnet ist.
12. Markise nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugelementpositionierkörper (8) jeweils eine erste, in ihrer Längsrichtung verlaufende
Zugelementdurchgangsöffnung (81) aufweisen, durch welche das Zugelement (3) hindurchgeführt
ist, und dass quer zur Zugelementdurchgangsöffnung (81) wenigstens eine Queröffnung
(82) verläuft, welche die Zugelementdurchgangsöffnung (81) teilweise schneidet und
in welcher wenigstens ein eine Bremswirkung auf das durch die Zugelementdurchgangsöffnung
(81) geführte Zugelement (3) ausübendes Reibungselement (83) angeordnet ist.
13. Markise nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Reibungselement (83) durch einen oder mehrere eine Zugelementauslenkung oder
-umlenkung bewirkende Bolzen oder durch wenigstens eine gebremste Rolle oder durch
wenigstens eine einstellbare Zugelementklemme gebildet ist.
14. Markise nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskörper (71, 72) und die Zugelementpositionierkörper (8) jeweils Körper
aus einem relativ zum Führungsrahmen (2) reibungsarmen Material, vorzugsweise Kunststoff,
sind.
15. Markise nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Kastenprofil (24) des Führungsrahmens (2) für die beiden zweiten Zugelemente (4)
je eine Zugelementspannschlaufe (43) mit je einer in Zugelementspannrichtung vorbelasteten
Zugelementspannrolle (44) angeordnet ist.