[0001] Die Erfindung betrifft eine thermische Strömungsmaschine.
[0002] Dabei wird unter einer Strömungsmaschine oder Turbomaschine eine Fluidenergiemaschine
verstanden, bei der die Energieübertragung zwischen Fluid und Maschine in einem offenen
Raum durch eine Strömung nach den Gesetzen der Fluiddynamik über den Umweg der kinetischen
Energie erfolgt.
[0003] Eine derartige thermische Strömungsmaschine kann einen Verdichter oder eine Turbine
aufweisen. Während ein Verdichter zum Komprimieren von Gasen verwendet wird, wie z.B.
vor einer Brennkammer eines Strahltriebwerks, wird unter einer Turbine eine rotierende
Strömungsmaschine verstanden, welche die innere Energie eines strömenden Fluides (Flüssigkeit
oder Gas) in mechanische Energie umwandelt, die sie über ihre Rotorwelle abgibt.
[0004] Dem Fluidstrom wird in einer Turbine durch die möglichst wirbelfreie laminare Umströmung
der Leitschaufeln ein Teil seiner inneren Energie (bestehend aus Bewegungs-, Lage-
und Druckenergie) entzogen, der auf die Laufschaufeln der Turbine übergeht. Über diese
wird dann die Rotorwelle in Drehung versetzt, die nutzbare Leistung wird an eine angekuppelte
Arbeitsmaschine, wie beispielsweise an einen Generator, abgegeben.
[0005] Unter der Beschaufelung versteht man die Gesamtheit der Schaufeln einer Turbine oder
eines Verdichters. Unterschieden wird dabei zwischen Laufschaufeln und Leitschaufeln.
Ein Kranz von Laufschaufeln mit dem zugehörigen Kranz von Leitschaufeln nennt man
eine Stufe. Die Beschaufelung von Turbinen oder Verdichtern kann mehrstufig sein.
[0006] Die Leitschaufeln sind fest im Gehäuse der Turbine eingebaut und leiten das Arbeitsmittel
im optimalen Winkel auf die Laufschaufeln, die sich auf der drehbaren Rotorwelle befinden.
Über die Laufschaufeln findet die Kopplung der mechanisch nutzbaren Leistung zwischen
Maschine und Fluid statt.
[0007] Im Fall von Revisions- oder Wartungsarbeiten, die mit Austausch von Bauteilen der
Turbine oder des Verdichters einhergehen, muss das Außengehäuse im Bereich der Turbine
oder des Verdichters demontiert werden, um die zu inspizierenden und/oder auszutauschenden
Bauteile erreichen zu können.
[0008] Hierzu wird z.Zt. das Gehäuse entlang vertikal und horizontal verlaufender Teilfugen
getrennt und demontiert. Nach der Demontage des Gehäuses ist der innenliegende Leitschaufelträger
zugänglich, an dem die Leitschaufeln befestigt sind, und kann auch horizontal geöffnet
werden. Nachdem z.B. ein Oberteil des Gehäuses abgehoben wurde kann ein Unterteil
des Gehäuses ausgekugelt werden, oder im Anschluss z.B. an einen Turbinenläufer aus
dem Gehäuse gehoben werden. Neben den genannten Komponenten des Gehäuses ist teilweise
ein Abbau der Turbinenperipherie, wie z.B. von Rohrleitungen, Leitungen oder Schalleinhausungen
erforderlich.
[0009] Die Demontage des Außengehäuses sowie die anschließende Remontage des Gehäuses nimmt
viel Zeit in Anspruch und erhöht somit die Kosten der Wartungsarbeiten.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es daher, Wege aufzuzeigen, wie der Zeitaufwand für die
De- und Remontage von Leitschaufeln reduziert werden kann.
[0011] Die erfindungsgemäße thermische Strömungsmaschine weist zumindest eine Leitschaufel
eines Leitschaufelkranzes auf, wobei die Leitschaufel radial innen an einem U-Ring
des Leitschaufelkranzes und/oder radial außen an einem Leitschaufelträger des Leitschaufelkranzes
mittels jeweils einer Verbindung befestigt ist. Die Leitschaufel ist an dem U-Ring
und/oder dem Leitschaufelträger an einem ersten Befestigungspunkt und/oder an einem
zweiten Befestigungspunkt befestigt, wobei der zweite Befestigungspunkt in Strömungsrichtung
von dem ersten Befestigungspunkt mit einem Mindestabstand größer Null beabstandet
ist. An zumindest einem der Befestigungspunkte steht zumindest eine Befestigungseinrichtung
der Leitschaufel mit zumindest einer Gegenbefestigungseinrichtung des U-Rings und/oder
des Leitschaufelträgers formschlüssig verbunden ist, wobei bei einer Demontagebewegung
zum Entfernen der Leitschaufel in Richtung entlang einer Achse einer Rotorwelle die
Eingriffeinrichtung an Komponenten der thermischen Strömungsmaschine vorbeibewegbar
ausgebildet ist. So wird es möglich Leitschaufel zu Montieren und zu Demontieren,
ohne das ein Gehäuse entfernt werden muss, denn nun wird die Leitschaufel nicht mehr
in einem vom Gehäuse abgegrenzten Bereich, nämlich einem außerhalb des Gehäuses liegenden
Bereich verlagert, sondern während der Montage- und Demontagebewegung verbleit die
Leitschaufel im vom Gehäuse definierten Bereich. Bei der Eingriffeinrichtung kann
es sich um eine in Richtung der Demontagebewegung hintere Befestigungseinrichtung
handeln, während es sich bei den Komponenten der thermischen Strömungsmaschine z.B.
um eine zweite, vordere Gegeneingriffeinrichtung und den jeweiligen U-Ring oder Leitschaufelträger
handeln kann.
[0012] Gemäß einer Ausführungsform ist die Demontagebewegung in Strömungsrichtung durch
die thermische Strömungsmaschine und die Montagebewegung entgegen der Strömungsrichtung
gerichtet. Die Strömungsrichtung ist die Richtung, mit der ein Medium, z.B. Verbrennungsgase,
durch die thermische Strömungsmaschine strömen. Diese Ausbildung erlaubt es, Befestigungseinrichtungen
zum Befestigen der Leitschaufel im "Strömungsschatten" des Leitschaufelträgers anzuordnen,
wo Verbrennungsgase nicht direkt auf die Befestigungseinrichtung treffen.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Leitschaufel an einem ersten Befestigungspunkt
und an einem zweiten Befestigungspunkt befestigt, wobei der zweite Befestigungspunkt
in Strömungsrichtung von dem ersten Befestigungspunkt mit einem Mindestabstand größer
Null beabstandet ist. Mit anderen Worten, die beiden Befestigungspunkte sind in Strömungsrichtung
in Reihe hintereinander angeordnet.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der erste Befestigungspunkt einen ersten
Abstand zur Rotorwelle und der zweite Befestigungspunkt einen zweiten Abstand zur
Rotorwelle auf, wobei der erste Abstand und der zweite Abstand ungleich sind. Mit
anderen Worten, die beiden Befestigungspunkte sind in radialer Richtung in Bezug zu
der Rotorwelle der thermischen Strömungsmaschine versetzt angeordnet.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der erste Abstand kleiner als der zweite
Abstand, und der erste Befestigungspunkt liegt in Strömungsrichtung/Demontagebewegung
vor dem zweiten Befestigungspunkt. Somit wird bei einer Demontagebewegung der erste
Bereich beim Vorbeiführen an dem zweiten Bereich nicht behindert.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist an dem ersten Befestigungspunkt ein Formschluss
gebildet. Dabei wird unter einer formschlüssige Verbindung eine Verbindung verstanden,
die durch das Ineinandergreifen von zwei Verbindungspartnern entsteht, und unter einer
Schwenkbewegung wird eine Drehbewegung um einen Winkel von weniger als 360° verstanden.
Derartige formschlüssige Verbindung benötigen keine Verbindungselemente, wie z.B.
Stifte oder Schrauben, und können daher besonders einfach werkzeuglos demontiert und
remontiert werden.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der U-Ring einen Preswirler auf. Unter
einem Preswirler wird dabei ein Bauteil verstanden, das z.B. an der Leitschaufel angeordnet
sein kann und eine Kühlfluidführung zu der Laufschaufel bewirkt. Ein Preswirler ist
somit ein "Drallerzeuger", der Kühlluft zur optimalen Anströmung der Laufschaufeln
umlenkt.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der U-Ring sich an einem Rotor der thermischen
Strömungsmaschine abstützend ausgebildet. So wird sichergestellt, dass bei einer Demontage
von Leitschaufeln ein dann frei beweglicher U-Ring bzw. seine Segmente nicht herabfallen
können und so den Rotor, insbesondere am Rotor angebrachte Dichtspitzen, beschädigen.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist der U-Ring ein Abstandelement auf, das
einen Mindestabstand zwischen dem U-Ring und dem Rotor gewährleistend ausgebildet
ist. Bei dem Abstandselement kann es sich um einen Gewindestift oder eine Schraube
handeln, die sich durch eine Bohrung in einem Bodenabschnitt eines U-Rings erstreckt.
Der Bodenabschnitt kann ein zu dem Außengewinde der Schraube oder des Gewindestiftes
korrespondierendes Innengewinde aufweisen und erstreckt sich in Richtung zu dem Rotor
um den Mindestabstand aus der Bohrung. Dabei ist die Bohrung derart angeordnet, dass
das Abstandselement in einem Bereich auf den Rotor trifft, der dichtspitzenfrei ausgebildet
ist.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist an dem U-Ring ein Leitschaufelkopf der Leitschaufel
befestigt ist, insbesondere mit einer Schraubverbindung. Dabei kann der U-Ring segmentierbar
ausgebildet sein. Die Schraubverbindung bildet eine kraftschlüssige Verbindung.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist an dem Leitschaufelträger (auch TVC - turbine
vane carrier) ein Leitschaufelfuß der Leitschaufel befestigt ist, insbesondere mittels
eines Kulissensteins. So kann mit einfachen Mitteln die Leitschaufel an dem Leitschaufelträger
befestigt werden.
[0022] Ferner gehören zur Erfindung ein Leitschaufelkranz und eine Leitschaufel für eine
derartige Turbine.
[0023] Im Folgenden wird eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen thermischen
Strömungsmaschine anhand der beigefügten schematischen Zeichnungen erläutert. Es zeigt:
Figur 1 eine Schnittdarstellung einer an einem Leitschaufelträger einer thermischen
Strömungsmaschine befestigten Leitschaufel gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
Figur 2 eine Schnittdarstellung weiterer Details der in Figur 1 dargestellten Leitschaufel
und des Leitschaufelträgers, und
Figur 3 eine Schnittdarstellung einer an einem Leitschaufelträger einer thermischen
Strömungsmaschine befestigten Leitschaufel gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel.
[0024] Es wird zunächst auf Figur 1 Bezug genommen.
[0025] Dargestellt ist von einer thermischen Strömungsmaschine 1 ein Abschnitt einer Turbine,
z.B. einer Dampfturbine. Abweichend vom vorliegenden Ausführungsbeispiel kann es sich
aber auch um einen Verdichter handeln.
[0026] Die thermische Strömungsmaschine 1 weist eine Mehrzahl von ringförmig angeordneten
Leitschaufeln 2 eines Leitschaufelkranzes auf, von denen in Figur 1 nur eine Leitschaufel
2 dargestellt ist.
[0027] Die Leitschaufel 2 weist an ihrem radial innen liegenden Ende einen Leitschaufelkopf
11 auf, der an einem ersten Befestigungspunkt 5 und einem zweiten Befestigungspunkt
6 an einem U-Ring 13a befestigt ist. Der U-Ring 13a kann segmentierbar ausgebildet
sein. Ferner kann der U-Ring 13a eine Preswirlerfunktion aufweisen.
[0028] Die Leitschaufel 2 ist am ersten Befestigungspunkt 5 mittels einer werkzeuglos zu
lösenden Formschlussverbindung befestigt Die Formschlussverbindung ist durch eine
Befestigungseinrichtung 7 und eine Gegenbefestigungseinrichtung 8 gebildet. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel sind die Eingriffeinrichtung 7 und die Gegeneingriffeinrichtung
8 als ineinander greifende Haken ausgebildet.
[0029] An dem zweiten Befestigungspunkt 6 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Leitschaufelkopf
11 der Leitschaufel 2 mittels einer zweiten, formschlüssigen Verbindung befestigt,
wie z.B. mittels eines Befestigungsmittels 14, z.B. einer Schraube oder eines Bolzens,
die/der sich durch Durchgangsbohrungen den Leitschaufelkopf 11 und den U-Ring 13a
erstreckt. Zur Abdichtung ist am ersten Befestigungspunkt 5 und am zweiten Befestigungspunkt
6 jeweils eine Dichtung 12 vorgesehen.
[0030] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der erste Befestigungspunkt 5 in Strömungsrichtung
S eines die thermische Strömungsmaschine 1 durchströmenden Mediums vom zweiten Befestigungspunkt
6 beabstandet mit einem Mindestabstand A größer Null angeordnet. Der Mindestabstand
A entspricht im vorliegenden Ausführungsbeispiel im Wesentlichen der Breite der Leitschaufel
2 in Strömungsrichtung S. Die Strömungsrichtung S erstreckt sich entlang einer Haupterstreckungsachse
einer Rotorwelle 4 der thermischen Strömungsmaschine 1, an der Laufschaufeln (nicht
dargestellt) der thermischen Strömungsmaschine 1 befestigt sind.
[0031] In Bezug zur Rotorwelle 4 weist der erste Befestigungspunkt 5 einen ersten Abstand
zur Rotorwelle 4 und der zweite Befestigungspunkt 6 einen zweiten Abstand zur Rotorwelle
4 auf. Dabei ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel der erste Abstand 5 ungleich
dem zweiten Abstand 6, nämlich der erste Abstand ist größer als der zweite Abstand.
Ferner liegt im vorliegenden Ausführungsbeispiel der erste Befestigungspunkt 5 in
Strömungsrichtung S vor dem zweiten Befestigungspunkt 6.
[0032] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Strömungsrichtung S und eine Demontagerichtung
gleichgerichtet. Der Leitschaufelkopf 11 weist im Bereich des ersten Befestigungspunktes
5 eine Ausdehnung in radialer Einwärtsrichtung auf, die kleiner als die Ausdehnung
in radialer Einwärtsrichtung im Bereich des zweiten Befestigungspunktes 6 ist. Entsprechend
ist der U-Ring 13a in radialer Auswärtsrichtung im Bereich des ersten Befestigungspunktes
5 und des zweiten Befestigungspunktes 6 ausgebildet. Die stufenförmige Ausbildung
erlaubt es, dass die Leitschaufel 2 durch eine Demontagebewegung in Strömungsrichtung
S demontiert werden kann, wobei die Strömungsrichtung S sich entlang der Haupterstreckungsachse
der Rotorwelle 4 erstreckt.
[0033] Es wird nun zusätzlich auf Figur 2 Bezug genommen.
[0034] Dargestellt ist der U-Ring 13a, der in vorliegenden Darstellung zusätzliche einen
Preswirler bzw. eine Preswirlerfunktion aufweist. Unter einem Preswirler wird dabei
ein Bauteil verstanden, das z.B. an der Leitschaufel 2 angeordnet sein kann und eine
Kühlfluidführung zu einer Laufschaufel (nicht dargestellt) bewirkt.
[0035] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der U-Ring 13a sich an einem Rotor 10 der
thermischen Strömungsmaschine 1 abstützend ausgebildet. So wird sichergestellt, dass
bei einer Demontage von Leitschaufeln 2 ein dann frei beweglicher U-Ring 13a bzw.
seine Segmente nicht herabfallen können und so den Rotor 10, insbesondere am Rotor
10 angebrachte Dichtspitzen 21, beschädigen.
[0036] Hierzu weist der U-Ring 13a ein Abstandelement 15 auf, das einen Minimalabstand M
zwischen dem U-Ring 13a und dem Rotor 10 gewährleistet. Bei dem Abstandselement 15
handelt es sich im vorliegenden Ausführungsbeispiel um einen Gewindestift. Alternativ
kann das Abstandselement 15 auch eine Schraube oder ein angeformtes Abstandselement
sein. Das Abstandselement 15 weist im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Außengewinde
auf, mit dem es in eine Bohrung mit Innengewinde eingeschraubt ist, wobei die Bohrung
sich durch einen Bodenabschnitt des U-Rings 13a erstreckt. Das Abstandselement 15
erstreckt sich in Richtung zu dem Rotor 10 um den Minimalabstand M aus der Bohrung.
Dabei ist die Bohrung derart angeordnet, dass das Abstandselement 15 in einem dichtspitzenfreien
Bereich 16 auf den Rotor 10 trifft, so dass sichergestellt ist, dass durch das Abstandselement
15 keine Dichtspitzen 21 des Rotors 10 beschädigt werden, wenn bei einer Demontage
von Leitschaufeln 2 der dann frei bewegliche U-Ring 13a sich z.B. schwerkraftbedingt
in Richtung zu dem Rotor 10 hin bewegt.
[0037] Es wird nun auf Figur 3 Bezug genommen.
[0038] In Figur 3 ist ein radial außen liegendes Ende, d.h. ein Leitschaufelfuß 18, der
Leitschaufel 2 dargestellt, das an einem Leitschaufelträger 13b befestigt ist.
[0039] Ferner unterscheidet sich das in Figur 3 dargestellte Ausführungsbeispiel von dem
in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch, dass sowohl am ersten Befestigungspunkt
5 als auch am zweiten Befestigungspunkt 6 die Leitschaufel 2 mit ihrem Leitschaufelfuß
18 an dem Leitschaufelträger 13b mittels einer Formschlussverbindung befestigt ist,
bei der jeweils die in Figur 3 linke Eingriffeinrichtung 7a und die linke Gegeneingriffeinrichtung
8a sowie die rechte Eingriffeinrichtung 7a und die rechte Gegeneingriffeinrichtung
8a als ineinander greifende Haken ausgebildet sind.
[0040] Dabei sind im vorliegenden Ausführungsbeispiel die beiden jeweiligen Haken zueinander
weisend bzw. sich öffnend ausgerichtet, d.h. sie sind entgegengesetzt orientiert angeordnet.
Des Weiteren zeigt die Figur 3, dass der Leitschaufelträger 13b eine Ausnahmebucht
19 aufweist, die zusätzlich Raum für einen Ausbau bereitstellt.
[0041] Des Weiteren unterscheidet sich das in Figur 3 dargestellte Ausführungsbeispiel sich
von dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch, dass der erste Befestigungspunkt
5 einen ersten Abstand zur Rotorwelle 4 und der zweite Befestigungspunkt 6 einen zweiten
Abstand zur Rotorwelle 4 aufweisen, wobei der erste Abstand kleiner als der zweite
Abstand ist.
[0042] Zum Demontieren der Leitschaufel 2 wird ein Sicherungssegment 17, wie z.B. ein Sicherungsblech
oder auch Kulissenstein, nach Lösen einer Sicherungsschraube 20 entfernt, so dass
die in Figur 3 rechte Gegeneingriffeinrichtung 8 entfernt ist. Zugleich wird mit dem
Entfernen des Sicherungselements 17 die Ausnahmebucht 19 zugänglich, so dass Abschnitte
Leitschaufelfuß 18, insbesondere die an dem in Figur 3 angeformte rechte Eingriffseinrichtung
8b, in die Ausnahmebucht 19 eintauchen kann, um die in Figur 3 linke Eingriffseinrichtung
7a außer Eingriff von der in Figur 3 ebenfalls linken Gegeneingriffeinrichtung 8a
zu bringen.
[0043] In einem weiteren Schritt kann dann die Leitschaufel 2 durch eine Demontagebewegung
entfernt werden, deren Richtung sich entlang der Haupterstreckungsrichtung der Rotorwelle
4 erstreckt. Umgekehrt kann die Leitschaufel 2 wieder montiert werden durch ein Verlagern
der Leitschaufel 2 durch eine Montagebewegung entgegen der Strömungsrichtung S.
[0044] Somit wird es möglich, Leitschaufeln 2 zu Montieren und zu Demontieren, ohne das
ein Gehäuse entfernt werden muss.
1. Thermische Strömungsmaschine (1) mit zumindest einer Leitschaufel (2) eines Leitschaufelkranzes,
wobei die Leitschaufel (2) radial innen an einem U-Ring (13a) des Leitschaufelkranzes
und/oder radial außen an einem Leitschaufelträger (13b) des Leitschaufelkranzes mittels
jeweils einer Verbindung befestigt sind,
wobei die Leitschaufel (2) an dem U-Ring (13a) und/oder dem zweiten Leitschaufelträger
(13b) an einem ersten Befestigungspunkt (5) und/oder an einem zweiten Befestigungspunkt
(6) befestigt ist,
wobei der zweite Befestigungspunkt (6) in Strömungsrichtung (S) von dem ersten Befestigungspunkt
(5) mit einem Mindestabstand (A) größer Null beabstandet ist,
wobei an zumindest einem der Befestigungspunkte (5, 6) zumindest eine Befestigungseinrichtung
(7) der Leitschaufel (2) mit zumindest einer Gegenbefestigungseinrichtung (8) des
jeweiligen U-Rings (13a) und/oder des Leitschaufelträgers (13b) formschlüssig verbunden
ist,
wobei bei einer Demontagebewegung zum Entfernen der Leitschaufel (2) in Richtung entlang
einer Achse einer Rotorwelle (4) die Eingriffeinrichtung (7) an Komponenten der thermischen
Strömungsmaschine (1) vorbeibewegbar ausgebildet ist.
2. Thermische Strömungsmaschine (1) gemäß Anspruch 1,
wobei die Demontagebewegung in Strömungsrichtung (S) durch die thermische Strömungsmaschine
(1) und die Montagebewegung entgegen der Strömungsrichtung (S) gerichtet ist.
3. Thermische Strömungsmaschine (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der erste Befestigungspunkt
(5) einen ersten Abstand zur Rotorwelle (4) und der zweite Befestigungspunkt (6) einen
zweiten Abstand zur Rotorwelle (4) aufweist, wobei der erste Abstand und der zweite
Abstand ungleich sind.
4. Thermische Strömungsmaschine (1) gemäß Anspruch 3,
wobei der erste Abstand kleiner als der zweite Abstand ist, und der erste Befestigungspunkt
(5) in Strömungsrichtung und/oder Demontagebewegung vor dem zweiten Befestigungspunkt
(6) liegt.
5. Thermische Strömungsmaschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei an dem ersten Befestigungspunkt (5) ein Formschluss gebildet ist.
6. Thermische Strömungsmaschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5,
wobei dem U-Ring (13a) ein Preswirler zugeordnet ist.
7. Thermische Strömungsmaschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei der U-Ring (13a) sich an einem Rotor (10) der thermischen Strömungsmaschine
(1) abstützend ausgebildet ist.
8. Thermische Strömungsmaschine (1) gemäß Anspruch 7,
wobei der U-Ring (13a) ein Abstandelement (15) aufweist, das einen Minimalabstand
(M) zwischen dem U-Ring (13a) und dem Rotor (10) gewährleistend ausgebildet ist.
9. Thermische Strömungsmaschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8,
wobei an dem U-Ring (13a) ein Leitschaufelkopf (11) der Leitschaufel (2) befestigt
ist, insbesondere mit einer Schraubverbindung.
10. Thermische Strömungsmaschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9,
wobei an dem Leitschaufelträger (13b) ein Leitschaufelfuß (22)der Leitschaufel (2)
befestigt ist, insbesondere mittels eines Sicherungselements (17).
11. Leitschaufelkranz für eine thermische Strömungsmaschine (1) gemäß einem der Ansprüche
1 bis 10.
12. Leitschaufel (2) für eine thermische Strömungsmaschine (1) gemäß einem der Ansprüche
1 bis 10.