[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Gerät zum Anschluss an ein Hochspannungsnetz
mit einem magnetisierbaren Kern, wenigstens einer Wicklung, die einen Abschnitt des
Kerns umgibt, einem hermetisch abgeschlossenen gasdichten Kessel, in dem der Kern
und die Wicklung angeordnet sind, wobei der Kessel mit einer Isolierflüssigkeit und
einem inerten Gas befüllt ist, und einem Ausdehnungsvolumen zum Ausgleich von temperaturbedingten
Druck- und Volumenschwankungen.
[0002] Ein solches elektrisches Gerät ist dem Fachmann aus der ständigen Praxis bekannt.
So sind am Markt so genannte "Hermetik-Transformatoren" erhältlich, die einen hermetisch
gekapselten, also ein gasdichten Kessel aufweisen, in dem die Wicklungen und der Transformatorkern
angeordnet sind. Zum Verbinden der Wicklungen mit Außenanschlüssen sind Anschlussleitungen
gasdicht aus dem Gehäuse herausgeführt. Der gasdichte Kessel ist mit einer Isolierflüssigkeit
befüllt, die für die notwendige elektrische Isolation der Wicklungen gegenüber dem
auf Erdpotenzial liegenden Kessel sorgt. Darüber hinaus stellt die Isolierflüssigkeit
auch die notwendige Kühlung der Wicklungen bereit. Die gasdichte Ausführung des Transformators
stellt sicher, dass keine Feuchtigkeit in das Kesselinnere eindringt.
[0003] Hermetik-Transformatoren können gemäß einer Variante vollständig mit einer Isolierflüssigkeit
befüllt sein. Ein durch einen Temperaturanstieg hervorgerufener Anstieg des Volumens
der Isolierflüssigkeit wird bei dieser Variante durch ein Ausbeulen der Außenwandung
des Kessels aufgenommen. Bei einer anderen Variante ist neben der Isolierflüssigkeit
innerhalb des Kessels ein inertes Gas, beispielsweise Stickstoff oder Luft, angeordnet,
so dass ein komprimierbares Gaspolster bereitgestellt ist. Druck- und Volumenschwankungen
der besagten Fluide werden durch Kompression des Gaspolsters in einem entsprechend
dimensionierten Ausdehnungsgefäß aufgenommen, das mit dem Kesselinneren verbunden
ist. Einem solchen elektrischen Gerät haftet jedoch der Nachteil an, dass das Ausdehnungsgefäß
raumgreifend ausgestaltet sein muss, da ansonsten er bei einer Volumenausdehnung der
Isolierflüssigkeit auftretende Druck sehr hoch werden könnte. Insbesondere bei einem
Einsatz des elektrischen Geräts in Gondeln einer Windenergieanlage steht jedoch ein
nur begrenzter Bauraum zur Verfügung. Darüber hinaus wird bei diesen Anwendungen eine
bestimmte Anschlusshöhe gefordert, die aufgrund des voluminösen Ausdehnungsgefäßes
nur aufwändig bereitgestellt werden kann.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein elektrisches Gerät der eingangs genannten
Art zu schaffen, mit dem auch bei begrenztem Bauraum eine geforderte Anschlusshöhe
auf einfache Art und Weise bereitgestellt werden kann.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass das Ausdehnungsvolumen ein Gasausdehnungsgefäß
zum Ausgleich von Druckschwankungen des Gases und ein Flüssigkeitsausdehnungsgefäß
zum Ausgleich temperaturbedingter Volumenschwankungen der Isolierflüssigkeit aufweist,
wobei das Gasausdehnungsgefäß unterhalb des Kessels angeordnet ist.
[0006] Erfindungsgemäß umfasst das Ausdehnungsvolumen wenigstens ein Gasausdehnungsgefäß
und wenigstens einem Flüssigkeitsausdehnungsgefäß. Das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß
dient zum Ausgleich temperaturbedingter Volumenschwankungen der Isolierflüssigkeit.
Die Isolierflüssigkeit dehnt sich bei zunehmender Erwärmung aus. Das dabei entstehende
Zusatzvolumen wird im Rahmen der Erfindung ausschließlich von dem Flüssigkeitsausdehnungsgefäß
aufgenommen. Dazu ist das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß mit dem Innenraum des Kessels
verbunden. In diesem Sinne kann das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß auch ein Teilvolumen
des Innenraums des Kessels sein. Wesentlich im Rahmen ist, dass ein Volumenzuwachs
der Isolierflüssigkeit von dem Flüssigkeitsausdehnungsgefäß vollständig aufgenommen
werden kann, so dass keine Flüssigkeit in das unterhalb des Transformators angeordnete
Gasausdehnungsgefäß gelangt. Mit anderen Worten ist im Rahmen der Erfindung hinsichtlich
der Ausdehnungsvolumina eine Trennung zwischen Gas und Flüssigkeit bereitgestellt.
Dies ermöglicht die Anordnung des raumgreifenden Gasausdehnungsgefäßes unterhalb des
Transformators. Der Transformatorkessel kann daher, beispielsweise in der Gondel einer
Windenergieanlage, höher oder mit anderen Worten mit geringerem Abstand zu einer Decke
eines Aufstellungsraumes, angebracht werden als ein Transformator gemäß dem Stand
der Technik.
[0007] Zum Anschluss des elektrischen Geräts an ein Hochspannungsnetz mit Spannungen im
Bereich von 1 kV - 1000 kV ist in der Regel eine die Kesselwandung durchragende Durchführung
vorgesehen, die einen elektrischen Hochspannungsleiter umfasst, der in einem sich
in einer Längsrichtung erstreckenden Festkörperisolator eingebettet ist. Der Festkörperisolator
ist über einen Flanschabschnitt der Durchführung gasdicht und fest mit einer Wandung
oder einem Deckel des Kessels verbunden. Dabei bildet die Durchführung an ihrem von
der besagten Wandung oder dem Deckel abgewandten Ende eine Anschlussfahne aus. Ist
eine bestimmte Anschlusshöhe gefordert, muss diese Anschlussfahne mit einem bestimmten
Abstand zur Decke des Aufstellungsraumes angeordnet werden. Dies kann im Rahmen der
Erfindung problemlos erfolgen.
[0008] Vorteilhafterweise sind der Innenraum des Kessels und das Gasausdehnungsgefäß über
eine Verbindungsleitung miteinander verbunden. Die Verbindungsleitung ermöglicht so
eine Ausdehnung des Gases selbst vom Inneren des Kessels in das Gasausdehnungsgefäß
hinein, wo es komprimiert werden kann.
[0009] Durch die gasdichte Ausführung des Kessels ist erfindungsgemäß ein hermetisch gekapseltes
elektrisches Gerät, also Transformator oder Drossel, bereitgestellt.
[0010] Zweckmäßigerweise weist das Gasausdehnungsgefäß ein Traggerüst auf, wobei der Kessel
mit dem Traggerüst verbunden ist. Gemäß dieser Variante der Erfindung kann das Gasausdehnungsgefäß
kostengünstig am Kessel befestigt werden.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Weiterentwicklung weist die Verbindungsleitung einen von
dem Kessel aufsteigenden Steigabschnitt und einen zum Gasausdehnungsgefäß herabführenden
Fallabschnitt auf, wobei Steig- und Fallabschnitt über einen Umlenkabschnitt miteinander
verbunden sind. Das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß ist in dem Steigabschnitt angeordnet.
[0012] Gemäß dieser Variante ist das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß oberhalb des Kessels des
Transformators angeordnet, so dass bei einem Abkühlen des elektrischen Geräts mit
einer Volumenabnahme der Isolierflüssigkeit im Gefolge die Isolierflüssigkeit aus
dem Flüssigkeitsausdehnungsgefäß in den darunter liegenden Kesselinnenraum abfließt.
Damit ist sichergestellt, dass jede Wicklung vollständig von Isolierflüssigkeit umgeben
ist.
[0013] Gemäß einer hiervon abweichenden Variante bildet der obere Bereich des Kesselinnenraums
das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß aus. Mit anderen Worten ist der Kesselinnenraum nicht
vollständig mit Isolierflüssigkeit befüllt. Vielmehr befindet sich in einem oben liegenden
Restbereich des Kesselinnenraums lediglich das inerten Gas, so dass bei einer Volumenzunahmen
die Isolierflüssigkeit sich in diesem Restbereich hinein ausdehnen kann. Dabei wird
das Gaspolster aus dem Kessel in das Gasausdehnungsgefäß verdrängt, wobei es komprimiert
wird und so für einen Druckanstieg gesorgt ist. Der Kesselinnenraum ist dabei lediglich
über eine Verbindungsleitung mit dem tiefer liegenden Gasausdehnungsgefäß verbunden.
[0014] Gemäß einer weiteren hiervon abweichenden Variante ragt das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß
von einem Kesseldeckel des Kessels auf, wobei der Innenraum des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes
mit dem Innenraum des Kessels verbunden ist. Die Verbindungsleitung erstreckt sich
dann von dem Flüssigkeitsausdehnungsgefäß zum Gasausdehnungsgefäß. Gemäß dieser Variante
ragt das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß als Aufnahmevolumen direkt vom Kesseldeckel
auf. Die Verbindungsleitung mündet bei dieser Variante direkt in dem oberen Bereich
des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes.
[0015] Zweckmäßigerweise ist das Volumen V
fl des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes kleiner als das Volumen Vg des Gasausdehnungsgefäßes.
Gemäß dieser Variante ist sichergestellt, dass ein ausreichend großer Raum für die
Kompression des inerten Gases bereitgestellt ist. Gleichzeitig kann das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß
so klein wie möglich ausgestaltet sein.
[0016] Als inertes Gas eignet sich beispielsweise Stickstoff oder getrocknete Luft.
[0017] Gemäß einer diesbezüglich zweckmäßigen Weiterentwicklung ist das Volumen Vg des Gasausdehnungsgefäßes
wenigstens zehnmal so groß, wie das Volumen V
fl des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes. Dieses Volumenverhältnis hat sich in der Praxis
als besonders vorteilhaft herausgestellt, da auf diese Weise die üblichen Anforderungen
erfüllt werden.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Variante der Erfindung ist das Volumen V
fl des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes so bemessen, dass es erst bei Erreichen einer
maximal zulässigen Betriebstemperatur des elektrischen Geräts vollständig mit Isolierflüssigkeit
befüllt ist. Gemäß dieser vorteilhaften Weiterentwicklung ist sichergestellt, dass
keine Isolierflüssigkeit in das unterhalb des Kessels angeordnete Gasausdehnungsgefäß
gelangen kann, wobei das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß so klein wie möglich ausgeführt
ist.
[0019] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn bei der minimalen Betriebstemperatur die Isolierflüssigkeit
gerade vollständig abgeflossen ist. Mit anderen Worten verläuft die Oberfläche der
Isolierflüssigkeit bei der tiefsten Temperatur gerade entlang des Eingangs des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes.
Vorteilhafterweise ist ein Freiluftanschluss zum Anschluss des Hochspannungsnetzes
vorgesehen, wobei der Freiluftanschluss in seiner Seitenansicht den Kesseldeckel überragt.
Gemäß dieser Weiterentwicklung ist sichergestellt, dass der Anschluss oberhalb des
Kessels angeordnet ist, so dass eine geforderte Anschlusshöhe auf einfache Art und
Weise bereitgestellt werden kann.
[0020] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung unter Bezug auf
die Figuren der Zeichnung, wobei gleiche Bezugszeichen auf gleich wirkende Bauteile
verweisen und wobei die
- Figuren 1 bis 3
- jeweils ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen elektrischen Geräts in einer
schematischen Seitenansicht verdeutlichen.
[0021] Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen elektrischen Geräts
1, das in der gezeigten Darstellung als Hermetik-Transformator ausgeführt ist. Der
Hermetik-Transformator 1 verfügt über einen Kessel 2 mit figürlich nicht dargestellten
Kühlrippen. In dem Kessel 2 erstreckt sich ein aus magnetisierbaren Blechen gebildeter
Kern, der wenigstens einen Schenkel ausbildet, der von einer Unterspannungs- und Oberspannungswicklung
konzentrisch umgeben ist. Die Wicklungen sind über ebenfalls figürlich nicht dargestellte
Anschlussleitungen mit Außenanschlüssen elektrisch verbunden, von der in Figur 1 lediglich
ein Außenanschluss 3 gezeigt ist. Der Kessel 2 ist hier vollständig mit einer Isolierflüssigkeit
befüllt.
[0022] Unterhalb des Kessels 2 ist ein Gasausdehnungsgefäß 4 erkennbar, das über eine Verbindungsleitung
5 mit dem Innenraum des Kessels 2 verbunden ist. Dabei bildet die Verbindungsleitung
5 einen aus dem Kessel 2 nach oben aufragenden Steigabschnitt 6 aus, der über einen
Umlenkabschnitt 7 in einen herabführenden Fallabschnitt 8 übergeht. Innerhalb des
Steigabschnitts 6 und somit oberhalb eines Kesseldeckels 9 ist ein Flüssigkeitsausdehnungsgefäß
10 erkennbar. Das Innenvolumen V
fl des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes 10 beträgt etwa ein Zehntel des Innenvolumens
Vg des Gasausdehnungsgefäßes 4. Es ist daher kompakt ausgeführt.
[0023] Das Volumen der Isolierflüssigkeit im Inneren des Kessels 2 beziehungsweise im Inneren
der Verbindungsleitung 5 ist so bemessen, dass bei einer minimalen Betriebstemperatur
des Transformators 1 der Pegel der Isolierflüssigkeit gerade an den unteren Eingang
des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes grenzt. Steigt die Betriebstemperatur weiter an,
dehnt sich die Isolierflüssigkeit aus, wobei das zusätzliche Volumen der Isolierflüssigkeit
von dem Innenraum des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes 10 aufgenommen wird. Das dabei
verdrängte Gas wird innerhalb des Gasausdehnungsgefäßes 4 komprimiert, so dass es
zu einem Druckanstieg kommt.
[0024] Bei fallenden Betriebstemperaturen verringert sich das Volumen der Isolierflüssigkeit.
Da das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß 10 oberhalb des Kessels 2 angeordnet ist, fließt
die Isolierflüssigkeit aufgrund der Schwerkraft aus dem Flüssigkeitsausdehnungsgefäß
10 in den Kessel 2 ab, so dass der Kessel 2 fortwährend vollständig mit Isolierflüssigkeit
gefüllt und sichergestellt ist, dass die Anschlussleitungen, die Wicklungen und der
Kern fortwährend von Isolierflüssigkeit umgeben sind.
[0025] Das in Figur 1 gezeigte elektrische Gerät 1 ist gasdicht, also hermetisch verschlossen,
so dass der Eintritt von atmosphärischer Luft und somit Feuchtigkeit in den Innenraum
des Kessels 2 vermieden ist.
[0026] Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen elektrischen
Geräts 1, das sich von dem in der Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel nur durch
die Anordnung und Ausführung des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes 10 unterscheidet.
In dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß
10 direkt auf dem Kesseldeckel montiert, von dem es in dem gezeigten Beispiel domartig
aufragt. Das Innenvolumen des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes 10 ist dabei direkt mit
dem Innenraum des Kessels 2 verbunden. Die Verbindungsleitung 5 mündet in der oberen
Wandung des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes 10, wobei der Steigabschnitt 6 gegenüber
dem ersten Ausführungsbeispiel verkürzt ausgebildet ist. Das direkte Anbringen des
Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes 10 auf dem Deckel des Kessels 2 vereinfacht die Herstellung
des Hermetik-Transformators 1.
[0027] Bei der in Figur 3 gezeigten Variante des Transformators 1 als elektrisches Gerät
1 ist das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß 10 innerhalb des Kessels 2 ausgebildet. Mit
anderen Worten ist der Kessel 2 nicht vollständig mit Isolierflüssigkeit befüllt,
sondern es befindet sich innerhalb des Kessels 2 ein mit inertem Gas befüllter oberer
Gasraum, der mit dem inerten Gas, hier trockener Stickstoff, befüllt ist. Die Dichte
des Gases ist geringer als die Dichte der Isolierflüssigkeit. Somit bildet sich das
Gaspolster über der Isolierflüssigkeit aus. Der Füllstand der Isolierflüssigkeit im
Kessel 2 ist in Abhängigkeit des Innenvolumens des Kessels 2 so bemessen, dass auch
bei minimaler Betriebstemperatur, die Wicklungen vollständig von der Isolierflüssigkeit
umgeben sind. Bei ansteigenden Temperaturen wird auch der obere Bereich des Kessels
2 aufgrund der Volumenausdehnung nach und nach mit Isolierflüssigkeit befüllt. Bei
der maximalen zulässigen Betriebstemperatur ist das Gas vollständig aus dem Kessel
2 verdrängt und ist über die Verbindungsleitung 5 vollständig in das unterhalb des
Kessels 2 angeordnete Gasausdehnungsgefäß 4 gelangt. Die Verbindungsleitung 5 erstreckt
sich hier von dem Kesseldeckel direkt, also ohne Zwischenschaltung eines Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes,
zum unterhalb des Kessels 2 angeordneten Gasausdehnungsgefäß 4. Wie bereits angedeutet
wurde, kann das Gasausdehnungsgefäß 4 mit einem Traggerüst ausgestattet sein, das
eine ausreichend hohe mechanische Festigkeit bereitstellt, um das Gasausdehnungsgefäß
4 an dem Kessel 2 zu halten.
1. Elektrisches Gerät (1) zum Anschluss an ein Hochspannungsnetz mit
- einem magnetisierbaren Kern,
- wenigstens einer Wicklung, die einen Abschnitt des Kerns umgibt,
- einem hermetisch abgeschlossenen gasdichten Kessel (2), in dem der Kern und die
Wicklung angeordnet sind, wobei der Kessel (2) mit einer Isolierflüssigkeit und einem
inerten Gas befüllt ist, und
- einem Ausdehnungsvolumen zum Ausgleich von temperaturbedingten Druck- und Volumenschwankungen,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Ausdehnungsvolumen ein Gasausdehnungsgefäß (4) zum Ausgleich von Druckschwankungen
des Gases und ein Flüssigkeitsausdehnungsgefäß (10) zum Ausgleich temperaturbedingter
Volumenschwankungen der Isolierflüssigkeit aufweist, wobei das Gasausdehnungsgefäß
(4) unterhalb des Kessels (2) angeordnet ist.
2. Elektrisches Gerät (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Gasausdehnungsgefäß ein Traggerüst aufweist, wobei der Kessel (2) mit dem Traggerüst
verbunden ist.
3. Elektrisches Gerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Innenraum des Kessels (2) und das Gasausdehnungsgefäß (4) über eine Verbindungsleitung
(5) miteinander verbunden sind.
4. Elektrisches Gerät (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungsleitung (5) einen von dem Kessel (2) aufsteigenden Steigabschnitt (6)
und einen zum Gasausdehnungsgefäß (4) herabführenden Fallabschnitt (8) aufweist, die
über einen Umlenkabschnitt (7) miteinander verbunden sind, wobei das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß
(10) in dem Steigabschnitt (6) angeordnet ist.
5. Elektrisches Gerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der obere Bereich des Kesselinnenraumes (2) das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß (10)
ausbildet.
6. Elektrisches Gerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Flüssigkeitsausdehnungsgefäß (10) von einem Kesseldeckel (9) des Kessels (2) aufragt,
wobei der Innenraum des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes (10) mit dem Innenraum des
Kessels (2) verbunden ist und sich die Verbindungsleitung (5) von dem Flüssigkeitsausdehnungsgefäß
(10) zum Gasausdehnungsgefäß (4) erstreckt.
7. Elektrisches Gerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
Innenvolumen Vfl des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes (10) kleiner ist als das Innenvolumen Vg des Gasausdehnungsgefäßes
(4).
8. Elektrisches Gerät (1) nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
Innenvolumen Vg des Gasausdehnungsgefäßes (4) wenigsten zehnmal so groß ist wie das
Innenvolumen Vfl des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes (10).
9. Elektrisches Gerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Innenvolumen Vfl des Flüssigkeitsausdehnungsgefäßes (10) so bemessen ist, dass es erst bei Erreichen
einer maximal zulässigen Betriebstemperatur des elektrischen Geräts (1) vollständig
mit Isolierflüssigkeit befüllt ist.
10. Elektrisches Gerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Anschluss (3) zum Anschluss des Hochspannungsnetzes vorgesehen ist, wobei der
Anschluss (3) in einer Seitenansicht den Kesseldeckel (9) überragt.