TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft manuell betätigte Crimpwerkzeuge, mittels welchen prozesssichere
Verbindungen zwischen elektrischen Leitern und Steckern hergestellt werden. Bei derartigen
Crimpwerkzeugen können sogenannte Crimpwerkzeug-Positionierer Einsatz finden, die
fester Bestandteil eines Crimpwerkzeugs sein können, optional hieran angeordnet werden
können oder auch an einem vorhandenen Crimpwerkzeug nachgerüstet werden.
[0002] Ein Crimpwerkzeug-Positionierer dient der Sicherstellung, dass der mit einem Leiter
zu vercrimpende Stecker stets in der vorbestimmten relativen Position und Lage an
dem Werkzeugkopf angeordnet ist. Hierdurch kann wiederum gewährleistet werden, dass
der Stecker in einer vorbestimmten relativen Lage mit dem Leiter verbunden wird. Andererseits
kann der Crimpwerkzeug-Positionierer gewährleisten, dass der Stecker während des Crimpvorgangs
in der richtigen relativen Lage zu den Werkzeugen, insbesondere Gesenken, des Crimpwerkzeugs
angeordnet ist und gehalten wird, womit das Crimpen in den vorbestimmten Bereichen
des Steckers, insbesondere im Bereich des sogenannten Leitercrimps und des Isolationscrimps,
erfolgt. Zusätzlich gewährleistet der Crimpwerkzeug-Positionierer in einigen Fällen
auch ergänzend die richtige Einlegetiefe des Leiters in den Stecker. Vorzugsweise
ist der Crimpwerkzeug-Positionierer auch so auf den Werkzeug- bzw. Zangenkopf abgestimmt,
dass während des Crimpens ein Verdrehen des Steckers verhindert wird, um insbesondere
ein asymmetrisches Einrollen zu vermeiden. Im Rahmen der Erfindung findet der Crimpwerkzeug-Positionierer
bspw. Einsatz für ein manuell betätigtes Crimpwerkzeug wie eine Crimpzange. Möglich
ist aber auch, dass die Erfindung Einsatz findet für ein Crimpwerkzeug, welches hydraulisch,
pneumatisch oder elektrisch angetrieben wird, oder für eine (teilautomatisierte oder
vollautomatisierte) Crimpmaschine.
STAND DER TECHNIK
[0003] Die Druckschrift
US 2011/0235312 A1 offenbart eine Crimpzange, deren Zangenkopf einen Rahmen aufweist. An dem Rahmen
ist eine Beleuchtungseinrichtung befestigt, welche fokussiert einen Crimpbereich des
Zangenkopfes, im Bereich dessen ein Verpressen des Steckers erfolgt, beleuchtet. Zu
diesem Zweck ist die Beleuchtungseinrichtung eng benachbart des Crimpbereichs angeordnet.
Vorgeschlagen wird auch, eine Beleuchtungseinrichtung an einem Rahmen eines Crimpwerkzeugs
anzuordnen, welches hydraulisch oder pneumatisch angetrieben wird. Der Rahmen, an
welchem die Beleuchtungseinrichtung befestigt ist, dient der Führung einer beweglichen
Zangenbacke sowie der Abstützung einer festen Zangenbacke. Die Zangenbacken tragen
jeweils Crimpgesenke, welche den zu crimpenden Stecker verformen. Die Beleuchtungseinrichtung
kann lösbar an dem Rahmen montiert sein, womit auch ein Austausch oder ein Anpassen
der Beleuchtungseinrichtung möglich ist. Die Montage der Beleuchtungseinrichtung an
dem Zangenkopf kann werkzeuglos erfolgen. Möglich ist auch, dass die Beleuchtungseinrichtung
mit einem Crimpzangen-Positionierer, den Crimpgesenken oder der Betätigungseinrichtung
der Crimpzange montiert ist. Die Beleuchtungseinrichtung weist ein Gehäuse auf, welches
eine Leistungsquelle, eine Leuchte und einen Schalter trägt. Das Gehäuse weist endseitig
einen Befestigungsbereich auf, der der Montage an dem Zangenkopf dient. Für eine Ausgestaltung
ist das Gehäuse zweiteilig ausgebildet mit einem Basiselement und einem Deckel. In
diesem Fall können die Leistungsquelle, die Leuchte und der Schalter mit dem Basiselement
montiert werden und dann mit dem Deckel abgedeckt werden. Die Leuchte ist in einer
Öffnung des Gehäuses angeordnet. Das Gehäuse bildet im Bereich der Öffnung für die
Leuchte eine Art Schirm, durch welchen eine Ausrichtung des Lichts möglich ist. Optional
kann auch im Bereich der Öffnung für die Leuchte eine Linse angeordnet sein, über
welche eine Fokussierung des Lichts und/oder eine Ausrichtung desselben erfolgt. Der
Schirm kann auch eine reflektierende Oberfläche aufweisen. Als Leuchte findet bspw.
eine LED Einsatz. Bei der Leistungsquelle handelt es sich um eine oder mehrere Batterien.
Der Schalter der Beleuchtungseinrichtung weist zwei Zustände "an" und "aus" auf. Ein
Schaltelement des Schalters ragt aus einer Schaltkulisse des Gehäuses heraus, so dass
das Schaltelement manuell von der Stellung "an" in die Stellung "aus" (und umgekehrt)
betätigt werden kann. Eine Befestigung der Beleuchtungseinrichtung kann über Befestigungselemente,
Magneten, Klebstoff, Gewindeverbindungen, Schweißen erfolgen. Vorgeschlagen wird auch,
dass die Bestandteile der Beleuchtungseinrichtung über die Crimpzange verteilt angeordnet
sein kann, wobei eine Batterie im Bereich eines Handhebels angeordnet sein kann. Die
Batterie ist dann über ein sich in Richtung der Längsachse der Crimpzange erstreckender
Leiter mit einer LED verbunden, welche an Seitenstreben des O-förmigen Rahmens gehalten
ist und von der Seite den Crimpbereich beleuchtet. Auch der Schalter kann in diesem
Fall im Bereich des Handhebels angeordnet sein. Vorgeschlagen wird des Weiteren, dass
das Schaltelement automatisch mit Betätigung der Handhebel betätigt wird: In vollständig
geöffnetem Zustand der Handhebel befindet sich der Schalter im Zustand "aus". Werden
hingegen die Handhebel aufeinander zu bewegt, wird der Schalter automatisch geschlossen,
so dass der Zustand "an" herbeigeführt wird. Für den Fall der Anordnung der Beleuchtungseinrichtung
in einem Crimpwerkzeug-Positionierer schlägt
US 2011/0235312 A1 vor, dass der Crimpzangen-Positionierer einen Grundkörper aufweist, der aus einem
transparenten, semi-transparenten oder durchscheinenden Material hergestellt ist,
so dass Licht von der Leuchte nach Durchdringung des Grundkörpers in Richtung des
Crimpbereichs entsendet werden kann.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Crimpwerkzeug-Positionierer, ein
Crimpwerkzeugkopf, ein Crimpwerkzeug und ein Verfahren zum Herstellen eines Crimpwerkzeug-Positionierers
vorzuschlagen, mit welchem mit erhöhter Zuverlässigkeit ein exaktes bestimmungsgemäßes
Positionieren eines Werkstücks, insbesondere eines Steckers, an einem Crimpwerkzeug
gewährleistet werden kann.
LÖSUNG
[0005] Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen der unabhängigen
Patentansprüche gelöst. Weitere bevorzugte erfindungsgemäße Ausgestaltungen sind den
abhängigen Patentansprüchen zu entnehmen.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0006] Erfindungsgemäß wird ein Crimpwerkzeug-Positionierer vorgeschlagen, der bspw. über
einen Verbindungsbereich (fest, verschiebbar oder verschwenkbar) mit einem Crimpwerkzeug
verbindbar ist. Der Crimpwerkzeug-Positionierer verfügt im Rahmen der Erfindung über
mindestens eine Aufnahme für einen Stecker, wobei vorzugsweise mehrere derartige Aufnahmen
vorhanden sind, die für Stecker gleicher oder unterschiedlicher Typen und Geometrien
bestimmt sein können. Herkömmliche Aufnahmen eines Crimpwerkzeugs-Positionierers für
einen Stecker sind als Ausnehmungen eines Bauelements, insbesondere Grundkörpers,
ausgebildet. Die physikalischen Eigenschaften der Aufnahmen, insbesondere die Verschleißfestigkeit
der Aufnahmen, werden hierbei durch das Material des Bauelements, welches die Aufnahmen
begrenzt, bestimmt.
[0007] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass die Begrenzung der Aufnahme nicht ausschließlich
durch das Material des Bauelements, insbesondere des Grundkörpers, erfolgt. Vielmehr
erfolgt die Begrenzung der Aufnahme in (mindestens) einem Teilumfangsbereich durch
das Material des Bauelements oder Grundkörpers, während die Begrenzung der Aufnahme
in (mindestens) einem anderen Teilumfangsbereich durch eine Auskleidung des Bauelements
erfolgt. Hierbei weist das Material der Auskleidung vorzugsweise eine größere Härte
auf als das Material des Bauelements oder Grundkörpers. Die Auskleidung dient somit
einer Gewährleistung einer Härte und damit einer Verschleißfestigkeit der Aufnahme.
Durch Ausstattung der Aufnahme mit einer Auskleidung können die Anforderungen an das
Material des Bauelements oder Grundkörpers reduziert werden, da eine Abstützung eines
Steckers in der Aufnahme, eine Führung des Steckers beim Einführen oder Entnehmen
aus der Aufnahme und/oder das Halten des Steckers in der Aufnahme zumindest teilweise
durch die Auskleidung gewährleistet werden kann. Somit kann erfindungsgemäß der Bereich
möglicher einsetzbarer Materialien für das Bauelement oder den Grundkörper vergrößert
werden.
[0008] Bei dem genannten, die Auskleidung aufweisenden Bauelement kann es sich um einen
beliebigen Bestandteil des Crimpwerkzeug-Positionierers handeln, bspw. ein (Teil-)Modul,
eine Abdeckplatte oder einen Grundkörper. Im Folgenden wird teilweise auf die Ausbildung
des Bauelements als Grundkörper Bezug genommen, ohne dass die Einschränkung der Erfindung
hierauf erfolgen soll.
[0009] Einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung liegt zunächst die Erkenntnis zugrunde,
dass gemäß der Druckschrift
US 2011/0235312 A1 das Augenmerk darauf gerichtet wird, den ohnehin bei einer Presszange einsehbaren
Crimpbereich zu beleuchten, womit keine neue optische Überwachungsmöglichkeit geschaffen
wird, sondern in dem ohnehin an einer Crimpzange vorhandenen Sichtbereich, hier in
dem Crimpbereich, die optische Auflösung, bspw. von abgeschatteten Teilbereichen,
durch eine zusätzliche Beleuchtung zu verbessern. Es hat sich aber gezeigt, dass im
Crimpbereich lediglich ein Teil möglicher Fehlerquellen für das Herstellen eines nicht
ordnungsgemäßen Crimps zu erkennen ist. Des Weiteren ist bei der Erkennung eines nicht
ordnungsgemäßen Vercrimpens eines Steckers mit einem Leiter im Crimpbereich während
des Durchlaufens des Crimphubs bereits in nicht reversibler Weise eine plastische
Verformung von Stecker und Leiter erfolgt, womit eine Erzeugung von Ausschuss verbunden
ist, was insbesondere dann problematisch ist, wenn der Leiter bereits mit weiteren
Bauelementen verbunden ist, beispielsweise Bestandteil einer Installationsanlage eines
Fahrzeugs, eines Flugzeugs oder eines Gebäudes ist.
[0010] Eine Ausgestaltung der Erfindung beruht des Weiteren auf der Erkenntnis, dass eine
Ursache für eine nicht ordnungsgemäße Erstellung einer Crimpverbindung sein kann,
dass der Stecker nicht ordnungsgemäß in den Crimpwerkzeug-Positionierer eingelegt
ist, insbesondere mit einem Winkelfehler der Längsachsen einer Aufnahme des Crimpwerkzeug-Positionierers
einerseits und des Steckers andererseits und/oder einem zu geringen oder zu weiten
Einschieben des Crimpwerkzeug-Positionierers in das Crimpwerkzeug. Eine derartige
Fehlerursache kann für herkömmliche Crimpwerkzeuge nicht erkannt werden, wobei auch
insbesondere in dem Crimpbereich und somit außerhalb des Crimpwerkzeug-Positionierers
selbst bei Beleuchtung gemäß
US 2011/0235312 A1 eine derartige Fehlerursache nicht zwingend feststellbar ist. Vielmehr kann die genannte
Fehlerursache gemäß dem Stand der Technik nur begrenzt durch Erhöhung der Sorgfalt,
mit der der Stecker in die Aufnahme des Crimpwerkzeug-Positionierers eingelegt wird,
ausgeschlossen werden.
[0011] Vorgeschlagen wird für diese Ausgestaltung, dass in dem Crimpwerkzeug-Positionierer
das Bauelement (zumindest teilweise) durchsichtig ist. Das durchsichtige Bauelement
begrenzt (teilweise in einem Teilumfangsbereich) die Aufnahme für den Stecker. Des
Weiteren bildet das Bauelement (zumindest teilweise) eine Außenfläche des Crimpwerkzeug-Positionierers.
Zwischen der Aufnahme und der Außenfläche erstreckt sich durchsichtiges Material des
Bauelements, was zur Folge hat, dass von dem Benutzer des Crimpwerkzeugs durch das
hier durchsichtige Material des Bauelements hindurchgesehen werden kann und somit
Einblick in die Aufnahme gewonnen werden kann. Somit kann von dem Benutzer
- das richtige Einschieben des Steckers in die Aufnahme optisch überwacht werden,
- optisch geprüft werden, ob sich der Stecker in der Aufnahme in der richtigen Position
und Orientierung befindet und/oder
- eine Korrektur der Position und Orientierung des Steckers in der Aufnahme mit einer
gleichzeitigen optischen Kontrolle vorgenommen werden,
womit die Genauigkeit des Positionierens des Steckers in der Aufnahme und damit die
Genauigkeit des Positionierers des Steckers in dem Crimpbereich während der Durchführung
des Crimpvorgangs erhöht ist. Optional möglich ist auch, dass optisch durch den Benutzer
überprüft wird, wie weit sich ein Leiter durch den Stecker erstreckt.
[0012] Im Rahmen der Erfindung wird unter einem "durchsichtigen" Bauelement ein Bauelement
verstanden, durch welches zumindest Umrisse eines in der Aufnahme angeordneten Steckers
optisch von außen erfasst werden können. Durchaus möglich ist, dass das durchsichtige
Bauelement lediglich durchscheinend ist, eine farbliche Einfärbung aufweist u. ä.
Möglich ist aber auch, dass das Bauelement vollständig durchsichtig entsprechend einem
farblosen Glas ist. Hierbei kann das durchsichtige Bauelement aus einem durchsichtigen
Vollmaterial ausgebildet sein oder bspw. auch als Verbundkörper, solange dieses über
einen durchsichtigen Teilbereich verfügt, welcher den optischen Einblick in die Aufnahme
für den Stecker ermöglicht.
[0013] Ohne die erfindungsgemäße Auskleidung wäre die Aufnahme für den Stecker ausschließlich
von dem durchsichtigen Material begrenzt ist. In diesem Fall würde ausschließlich
das durchsichtige Material eine Reib- und/oder Führungsfläche für das Halten, Einführen
und Entnehmen des Steckers aus der Aufnahme des Crimpwerkzeug-Positionierers bereitstellen.
Hiermit wäre das durchsichtige Material beträchtlichen mechanischen Beanspruchungen
ausgesetzt. Käme es zu einem Verschleiß des durchsichtigen Materials im Bereich der
Aufnahme, so wäre ein exaktes Positionieren des Steckers im Bereich der Aufnahme nicht
mehr möglich. Der Crimpwerkzeug-Positionierer könnte somit seine Funktion nicht mehr
erfüllen und müsste ausgetauscht werden. Durch die erfindungsgemäße teilweise Begrenzung
der Aufnahme durch die Auskleidung können die Beanspruchungen des durchsichtigen Materials
reduziert werden, womit unter Umständen erst der verschleißbeständige Einsatz eines
durchsichtigen Materials im Bereich der Aufnahme ermöglicht wird. Hierbei kann die
Auskleidung bspw. aus einem durchsichtigen oder nicht durchsichtigen Material (insbesondere
einem Kunststoff oder einem Metall) hergestellt sein. Die Auskleidung des Bauelements
ist aber in beiden genannten Fällen vorzugsweise aus einem Material hergestellt, welches
härter ist als das durchsichtige Material des Bauelements. Unter Umständen kann mittels
der Nutzung der Auskleidung des Bauelements eine Reduktion der mechanischen Anforderungen
an das Material des Bauelements selbst erfolgen, so dass bspw. eine Reduzierung der
Materialkosten für das durchsichtige Bauelement erfolgen kann oder auch Materialien
für das Bauelement einsetzbar sind, welche ein höheres Maß einer Durchsicht ermöglichen
als andere durchsichtige Materialien, welche höheren mechanischen Beanspruchungen
ausgesetzt werden könnten. Andererseits kann auch eine gezielte Anpassung des Materials
für das durchsichtige Bauelement an weitere Funktionen dieses Bauelements erfolgen.
So kann bspw. gezielt ein elastisch oder plastisch verformbares Material verwendet
werden, ein Material verwendet werden, welches eine gute Anbindung benachbarter Bauelemente
gewährleistet u. ä., um nur einige die Erfindung nicht beschränkende Beispiele zu
nennen.
[0014] Die Auskleidung ist gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung nicht so in Umfangsrichtung
geschlossen ausgebildet, dass diese den Stecker in der Aufnahme vollständig einschließt
(womit für nicht durchsichtige Ausbildung der Auskleidung trotz der Nutzung des durchsichtigen
Materials für das Bauelement der Einblick in die Aufnahme für den Stecker unterbunden
wäre). Vielmehr bildet für diesen Vorschlag die Auskleidung ein Fenster aus. Das Fenster
und die Auskleidung sind derart angeordnet und ausgebildet, dass das Innere der Aufnahme
durch das durchsichtige Bauelement und das Fenster einsehbar ist. Somit erfolgt für
diese Ausgestaltung eine funktionale Trennung einerseits mit einer Nutzung der Auskleidung
aus dem verschleißfesten und/oder harten Material, um dauerhaft eine gute Positionierung
des Steckers in der Aufnahme zu gewährleisten, indem die Auskleidung zumindest teilweise
den mechanischen Beanspruchungen der Aufnahme beim Einstecken, Halten und Entnehmen
des Steckers aus der Aufnahme ausgesetzt zu werden. Andererseits können das durchsichtige
Material und das Fenster der Auskleidung dazu genutzt werden, dass auch weiterhin
ein Einblick in die Aufnahme für den Stecker ermöglicht ist.
[0015] Für die Geometrie der Auskleidung gibt es vielfältige Möglichkeiten. Für eine Variante
der Erfindung ist die Auskleidung als Hülse ausgebildet, die eine beliebige Querschnittsgeometrie
aufweisen kann, die über die Längserstreckung der Hülse auch konstant sein oder sich
verändern kann. Um trotz Einsatzes einer Hülse als Auskleidung den Einblick in die
Aufnahme für den Stecker zu ermöglichen, weist die Hülse im Bereich der Umfangsfläche
(mindestens) ein Fenster auf. Des Weiteren kann die Hülse in dem einer Einstecköffnung
gegenüberliegenden Endbereich offen oder geschlossen ausgebildet sein. Für den Fall,
dass die Hülse in diesem Endbereich geschlossen ausgebildet ist oder einen quer zur
Längsachse der Aufnahme orientierten Steg aufweist, kann die Auskleidung gleichzeitig
auch als Endanschlag für das Einschieben des Steckers und/oder eines Leiters in die
Aufnahme dienen. Grundsätzlich kann eine derartige Hülse eine große mechanische Festigkeit
und eine gute Führung des Steckers in der Aufnahme gewährleisten.
[0016] Für eine Variante der Erfindung weist die Auskleidung einen Steg auf, der sich in
Längsrichtung der Aufnahme erstreckt. Mit dem Einführen des Steckers in die Aufnahme
kann dann der Stecker entlang des Stegs gleiten und durch diesen geführt sein. Für
diese Ausgestaltung ist das Fenster in Umfangsrichtung der Aufnahme neben dem Steg
ausgebildet und von diesem begrenzt. Im Extremfall kann der Steg lediglich eine sehr
geringe Umfangserstreckung aufweisen, wobei sich dann in diesem Fall das Fenster über
den verbleibenden Umfangsbereich der Aufnahme erstreckt. Durchaus möglich ist aber
auch, dass mehrere derartige, sich in Längsrichtung der Aufnahme erstreckende Stege
in Umfangsrichtung verteilt sein können, womit sich dann mehrere, ebenfalls in Umfangsrichtung
verteilt angeordnete Fenster ergeben. In diesem Fall können die Stege separat voneinander
ausgebildet oder miteinander verbunden sein.
[0017] Die Auskleidung und insbesondere die Hülse kann rotationssymmetrisch oder nicht rotationssymmetrisch
zur Längsachse der Aufnahme ausgebildet sein. Des Weiteren kann die Auskleidung in
einem Halblängsschnitt oder kann mindestens ein Steg geradlinig ausgebildet sein oder
beliebig abgestuft oder anderweitig gekrümmt ausgebildet sein, womit insbesondere
einer Kontur des darin zu positionierenden Steckers und/oder einem Klemm- oder Rastmechanismus
für den Stecker in der Auskleidung Rechnung getragen sein kann.
[0018] Für einen besonderen Vorschlag der Erfindung ist die Auskleidung in einer ersten
Näherung U-förmig ausgebildet. Die Auskleidung besitzt in diesem Fall einen Grundschenkel
und zwei Seitenschenkel. Die beiden parallelen Seitenschenkel des U, die gleiche oder
unterschiedliche Längserstreckungen aufweisen können, erstrecken sich als Stege in
Längsrichtung der Aufnahme. Hierbei sind die beiden Stege bzw. Seitenschenkel des
U in Umfangsrichtung auf gegenüberliegenden Seiten der Aufnahme angeordnet. Hingegen
ist der Grundschenkel des U im Bodenbereich der Aufnahme angeordnet. Über den Grundschenkel
erfolgt einerseits eine gute mechanische Kopplung der beiden Stege. Andererseits kann
unter Umständen mittels des Grundschenkels des U ein auch verschleißbeständiger Anschlag
für das Einstecken des Steckers und/oder des Leiters in die Aufnahme bereitgestellt
werden.
[0019] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass in dem Crimpwerkzeug-Positionierer
eine Beleuchtungseinrichtung vorhanden ist. Hierbei kann die Beleuchtungseinrichtung
bspw. über mindestens eine Leuchte, Leitungen, eine Energiequelle wie eine Batterie
oder einen Akkumulator und/oder einen Schalter verfügen. Grundsätzlich kann die Beleuchtungseinrichtung
entsprechend
US 2011/0235312 A1 dazu dienen, einen Crimpbereich zu beleuchten. Ebenfalls möglich ist, dass die Beleuchtungseinrichtung
dazu dient, dass das Crimpwerkzeug auch, bspw. in dunklen Räumen, als eine Art Taschenlampe
genutzt wird, wozu bspw. die Leuchte im Bereich eines Werkzeugkopfes sein kann und
von diesem in Richtung der Längsachse oder quer hierzu in die Umgebung leuchten kann.
Für einen besonderen Vorschlag ist die Beleuchtungseinrichtung aber (auch oder ausschließlich)
dafür zuständig, das Innere der Aufnahme und damit einen in der Aufnahme angeordneten
Stecker zu beleuchten. Hierbei kann die Beleuchtungseinrichtung und insbesondere die
Leuchte der Beleuchtungseinrichtung an beliebiger Stelle an dem Crimpwerkzeug-Positionierer
angeordnet sein. Für einen weiteren Vorschlag der Erfindung beleuchtet die Beleuchtungseinrichtung
durch ein Fenster der Auskleidung das Innere der Aufnahme. Hierbei kann es sich um
das Fenster handeln, welches den Einblick in die Aufnahme für den Benutzer ermöglichen
soll. Möglich ist aber auch, dass der Einblick in das Innere der Aufnahme durch ein
Fenster erfolgt, während eine Beleuchtung durch ein anderes Fenster erfolgt.
[0020] Grundsätzlich möglich ist, dass die Leuchte über eine Bohrung oder anderweitige Ausnehmung
des Crimpwerkzeug-Positionierers das Innere der Aufnahme beleuchten kann. Für einen
erfindungsgemäßen Vorschlag ist eine Leuchte der Beleuchtungseinrichtung durch das
Bauelement aus durchsichtigem Kunststoff abgedeckt, womit insbesondere Verschmutzungen
der Leuchte oder sogar Beschädigungen der Leuchte vermieden werden können.
[0021] Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung weist die Beleuchtungseinrichtung eine
Linse auf, über welche eine geeignete Ausrichtung, Fokussierung und/oder Aufweitung
eines Lichtkegels der Leuchte erfolgen kann. Für eine besondere Ausgestaltung der
Erfindung kann die Linse von dem durchsichtigen Material des Bauelements gebildet
sein, welches dann eine entsprechende Formgebung aufweisen kann. Alternativ oder zusätzlich
möglich ist, dass die Beleuchtungseinrichtung einen Reflektor aufweist, um das Licht
der Leuchte in Richtung des Inneren der Aufnahme zu reflektieren und damit die Lichtausbeute
zu verbessern und mit möglichst wenig Energie eine möglichst hell beleuchtete Aufnahme
zu schaffen. Alternativ oder zusätzlich möglich ist, dass der Reflektor dazu dient,
einen Austritt von Licht, welches beispielsweise den Benutzer blenden könnte, an anderen
Stellen auszuschließen.
[0022] Grundsätzlich kann der Crimpwerkzeug-Positionierer mit beliebigen Bauelementen und
Gehäuseformen hergestellt sein. Für einen besonderen Vorschlag der Erfindung ist in
dem Crimpwerkzeug-Positionierer mindestens eine Abdeckplatte vorhanden, welche aus
einem nicht durchsichtigen Material, vorzugsweise aber aus einem durchsichtigen Material,
hergestellt ist und durch welche im letztgenannten Fall der Einblick in das Innere
der Aufnahme erfolgen kann. Die Abdeckplatte kann hierbei einerseits geeignet zur
Herbeiführung eines optisch ansprechenden Gehäuses genutzt werden. Auch kann für die
Abdeckplatte ein Material gewählt werden, welches eine belastbare Außenfläche bereitstellt.
Die Abdeckplatte kann unterschiedliche weitere Funktionen erfüllen. Möglich ist bspw.,
dass die Innenseite der Abdeckplatte verspiegelt ist, womit diese eine Reflektion
ermöglicht und damit eine verbesserte Energieausbeute gewährleistet. Für den Fall,
dass die Abdeckplatte eine Abdeckplatte aus Metall ist, kann diese auf der Innenseite
poliert und/oder beschichtet sein, womit eine Reflektion der zuvor erläuterten Art
auftritt. Ebenfalls möglich ist, dass die Abdeckplatte eine Bündelung der Reflektion
vornimmt, wobei in diesem Fall der Reflektor bspw. konkav ausgebildet ist mit der
Bündelung des reflektierten Lichts in Richtung der Aufnahme. Ist die Abdeckplatte
nicht durchsichtig, kann hiermit auch ein für den Benutzer störender Lichtaustritt
nach außen vermieden sein. Möglich ist des Weiteren, dass mit der Abdeckplatte ein
mehrteiliges Gehäuse des Crimpwerkzeug-Positionierers gebildet ist. Hierbei kann ein
anderes Gehäuseteil einen Innenraum ausbilden, in dem die Beleuchtungseinrichtung
oder Teile derselben aufgenommen sind. Die Abdeckung des Innenraums erfolgt dann mit
der Montage der Abdeckplatte an dem Gehäuseteil, welches den Innenraum ausbildet.
Handelt es sich bei dem im Innenraum angeordneten Bauelement der Beleuchtungseinrichtung
um einen Schalter, kann die Abdeckplatte auch eine Ausnehmung aufweisen, durch welche
sich ein Betätigungsorgan des Schalter erstreckt, so dass die Betätigung des Schalters
von außen durch die Abdeckplatte hindurch möglich ist.
[0023] Durchaus möglich ist, dass die Beleuchtungscharakteristik der Beleuchtungseinrichtung
herstellerseitig fest vorgegeben ist. Für eine Ausgestaltung des Crimpwerkzeug-Positionierers
ist aber ein Lichtkegel der Beleuchtungseinrichtung verstellbar. Hierbei kann die
Verstellung eine Veränderung der Ausrichtung der Beleuchtung, eine Veränderung der
Bündelung oder Aufweitung und/oder eine Veränderung der Helligkeit des Lichtkegels
sein.
[0024] In dem Crimpwerkzeug-Positionierer kann das Bauelement oder können andere Bauelemente
eine geeignete Verbindung mit einer Lagerhülse, einer Gewindehülse, einer Führung,
einer Abdeckung oder einem Funktionselement oder einem Bauelement der Beleuchtungseinrichtung
erfordern, die im Rahmen der Erfindung auf beliebige Weise erfolgen kann. Für einen
besonderen Vorschlag der Erfindung ist das Material des durchsichtigen Kunststoffs
des Bauelements an die Lagerhülse, die Gewindehülse, die Führung, die Abdeckung, das
Funktionselement oder das Bauelement der Beleuchtungseinrichtung angespritzt oder
es erfolgt ein Vergießen mit diesem. Beispielsweise kann die Gewindehülse, die Führung,
die Abdeckung oder das Funktionselement oder Bauelement der Beleuchtungseinrichtung
zuvor in eine Form für die Herstellung des Bauelements aus dem durchsichtigen Kunststoff
eingelegt werden. Mit dem Gießen oder Spritzen des durchsichtigen Kunststoffs in diese
Form erfolgt dann gleichzeitig die Verbindung mit der Lagerhülse, Gewindehülse, Führung,
Abdeckung, dem Funktionselement oder Bauelement der Beleuchtungseinrichtung. Auf diese
Weise kann eine einfache, aber dennoch sehr zuverlässige Verbindung gewährleistet
werden. Andererseits kann der durchsichtige Kunststoff die Lagerhülse, eine Gewindehülse,
die Führung, die Abdeckung, das Funktionselement oder das Bauelement der Beleuchtungseinrichtung
schützen. Um lediglich ein einfaches Beispiel zu nennen, kann eine Leitung der Beleuchtungseinrichtung
in den Kunststoff des Bauelements eingegossen sein, womit ein Leitungsbruch zuverlässig
vermieden ist und auch ein anderweitiger Schutz der Leitung erfolgt. Insbesondere
für elektrische oder elektronische Bauelemente kann mit einem derartigen Einspritzen
in den durchsichtigen Kunststoff auch eine elektrische Isolation und/oder eine Abdichtung
gegen Feuchtigkeit gewährleistet werden.
[0025] Für die Ausgestaltung und die Integration der Auskleidung in den Crimpwerkzeug-Positionierer
gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Für einen Vorschlag der Erfindung ist die
Auskleidung als Einsatz ausgebildet, der in das Bauelement eingesetzt ist. Hierfür
gibt es vielfältige Möglichkeiten. Um lediglich einige nicht beschränkende Beispiele
zu nennen, kann das Bauelement eine Nut oder eine Ausnehmung aufweisen, in welche
dann die Auskleidung, insbesondere ein Steg derselben, eingesetzt werden kann. Der
Einsatz kann hierbei nach dem Einsetzen auf beliebige Weise an dem Bauelement fixiert
werden. So kann bspw. der Einsatz in dem Bauelement verrastet oder verklemmt sein
oder über eine Presspassung gehalten sein. Durchaus möglich ist auch, dass der Einsatz
in dem Bauelement durch ein herkömmliches Befestigungselement, insbesondere einen
Sicherungsring, eine Verschraubung u. ä. gehalten ist.
[0026] Für eine andere Variante der Erfindung ist die Auskleidung stoffschlüssig mit dem
Bauelement verbunden, wobei bspw. die Auskleidung separat gefertigt sein kann und
dann über ein adhäsives Mittel oder einen Klebstoff mit dem Bauelement verbunden wird.
Ebenfalls möglich ist, dass die Auskleidung an das durchsichtige Material des Bauelements
angegossen oder angespritzt ist oder das durchsichtige Material des Bauelements an
die Auskleidung angespritzt ist.
[0027] Für das Material des Bauelements einerseits und der Auskleidung andererseits und
deren Geometrien gibt es vielfältige Möglichkeiten. So kann bspw. das Bauelement aus
einem durchsichtigen Kunststoffmaterial hergestellt sein, während die Auskleidung
aus einem Metall hergestellt ist. Für einen Vorschlag der Erfindung ist das Bauelement
aus einem ersten Kunststoffmaterial hergestellt, welches durchsichtig ist. Die Auskleidung
ist dann aus einem zweiten Kunststoffmaterial hergestellt, welches nicht durchsichtig
ist. Hierbei ist das zweite Kunststoffmaterial verschleißfester und/oder härter als
das erste Kunststoffmaterial, womit die Auskleidung eine hohe Beständigkeit gegenüber
mechanischen Beanspruchungen gewährleisten kann.
[0028] Für einen weiteren Vorschlag der Erfindung bildet die Auskleidung, die in diesem
Fall aus einem durchsichtigen Material hergestellt ist, eine Art Lichtwellenleiter.
Dieser Lichtwellenleiter erstreckt sich zwischen einer Leuchte der Beleuchtungseinrichtung
und einem Crimpbereich oder der Aufnahme. Unter Umständen ist dieser Lichtwellenleiter
quer zur Übertragungsrichtung begrenzt durch den in der Aufnahme angeordneten Stecker
und/oder durch das dann nicht durchsichtige Material des Bauelements oder Grundkörpers.
Mittels des Lichtwellenleiters kann somit eine Übertragung von Licht der Leuchte der
Beleuchtungseinrichtung erfolgen, wobei vorzugsweise eine Übertragung in Richtung
der Aufnahme oder aber aus dem Crimpwerkzeug-Positionierer heraus in Richtung des
Crimpbereichs erfolgt. Für diese Ausführungsform kann das durchsichtige Material der
Auskleidung härter oder weicher sein als das Material des Bauelements oder Grundkörpers.
[0029] Eine weitere Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe ist gegeben durch
einen Crimpwerkzeugkopf oder ein Crimpwerkzeug mit einem Crimpwerkzeug-Positionierer,
wie dieser zuvor beschrieben worden ist.
[0030] Eine weitere Lösung der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe ist gegeben durch
ein Verfahren zur Herstellung eines Crimpwerkzeug-Positionierers, bei dem es sich
insbesondere um einen Crimpwerkzeug-Positionierer wie zuvor erläutert, handelt. Bei
einem derartigen Verfahren erfolgt in einem ersten Verfahrensschritt eine Herstellung
eines Grundkörpers in einem Spritzgussverfahren. Hierbei wird ein erstes Kunststoffmaterial
(insbesondere ein durchsichtiges Kunststoffmaterial) in eine Form eingespritzt. Die
Form, ein Einleger und/oder ein Kern begrenzen hierbei bereits einen Teilbereich der
Aufnahme, so dass nach dem Aushärten des ersten Kunststoffmaterials bereits teilweise
die Kontur der Aufnahme vorgegeben ist. Darüber hinaus wird insbesondere mittels eines
Einlegers oder eines Kerns eine Kavität für die Auskleidung begrenzt. In einem anschließenden
zweiten Verfahrensschritt erfolgt dann das Einspritzen eines zweiten, vorzugsweise
nicht durchsichtigen Kunststoffmaterials in die Kavität. Dieses zweite Kunststoffmaterial
ist härter oder verschleißfester als das erste Kunststoffmaterial. Die Kavität, in
die das Einspritzen während des zweiten Verfahrensschritts erfolgt, ist (im Bereich
der während des ersten Verfahrensschritts "ausgesparten" Ausnehmung für die Auskleidung)
von dem Grundkörper aus dem ersten Kunststoffmaterial begrenzt ist. Des Weiteren wird
die Kavität von einem Einleger oder einem Kern begrenzt. Hierbei ist die Kontur der
Außenfläche des Einlegers oder des Kerns derart angeordnet und ausgebildet, dass die
Aufnahme gemeinsam von dem von dem ersten Kunststoffmaterial begrenzten Teilbereich
und dem in die Kavität eingespritzten zweiten Kunststoffmaterial begrenzt ist. So
ergänzen sich nach dem Aushärten auch des zweiten Kunststoffmaterials das in die Kavität
eingespritzte zweite Kunststoffmaterial und das erste Kunststoffmaterial zu der Aufnahme,
wobei der während des ersten Verfahrensschritts hergestellte Teilbereich der Aufnahme
von dem ersten Kunststoffmaterial begrenzt ist, während in dem Bereich der während
des ersten Verfahrensschritts ausgesparten Ausnehmung die Aufnahme von dem zweiten
Kunststoffmaterial begrenzt ist. Mit einem derartigen Verfahren kann auf einfache
Weise durch Nutzung unterschiedlicher Einleger, Formen oder Kerne in einem zweistufigen
Einspritzverfahren eine Herstellung des durchsichtigen Grundkörpers mit der Auskleidung
erfolgen, wobei gleichzeitig eine gute Verbindung zwischen Auskleidung und dem Material
des Grundkörpers erfolgt. Durchaus möglich ist, dass mit einem derartigen Herstellungsverfahren
unmittelbar die Endflächen der Aufnahme hergestellt werden, wobei aber auch eine teilweise
oder vollständige Nachbearbeitung, bspw. durch Bohren oder Fräsen, möglich ist oder
noch die Entfernung eines etwaigen Grates erfolgen kann.
[0031] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibung genannten Vorteile von
Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft und
können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend
von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen. Ohne dass hierdurch
der Gegenstand der beigefügten Patentansprüche verändert wird, gilt hinsichtlich des
Offenbarungsgehalts der ursprünglichen Anmeldungsunterlagen und des Patents Folgendes:
weitere Merkmale sind den Zeichnungen - insbesondere den dargestellten Geometrien
und den relativen Abmessungen mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung
und Wirkverbindung - zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher
Ausführungsformen der Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche
ist ebenfalls abweichend von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich
und wird hiermit angeregt. Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen
dargestellt sind oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können
auch mit Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können
in den Patentansprüchen aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung
entfallen.
[0032] Die in den Patentansprüchen und der Beschreibung genannten Merkmale sind bezüglich
ihrer Anzahl so zu verstehen, dass genau diese Anzahl oder eine größere Anzahl als
die genannte Anzahl vorhanden ist, ohne dass es einer expliziten Verwendung des Adverbs
"mindestens" bedarf. Wenn also beispielsweise von einer Auskleidung, einer Aufnahme
oder einem Steg die Rede ist, ist dies so zu verstehen, dass
- genau eine Auskleidung, eine Aufnahme oder ein Steg,
- zwei Auskleidungen, Aufnahmen oder Stege oder
- mehr Auskleidungen, Aufnahmen oder Stege
vorhanden sind. Diese Merkmale können durch andere Merkmale ergänzt werden oder die
einzigen Merkmale sein, aus denen das jeweilige Erzeugnis besteht.
[0033] Die in den Patentansprüchen enthaltenen Bezugszeichen stellen keine Beschränkung
des Umfangs der durch die Patentansprüche geschützten Gegenstände dar. Sie dienen
lediglich dem Zweck, die Patentansprüche leichter verständlich zu machen.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0034] Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele
weiter erläutert und beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt stark schematisiert einen Crimpwerkzeug-Positionierer mit einer Beleuchtungseinrichtung.
- Fig. 2
- zeigt in einer räumlichen Darstellung eine Crimpzange mit einem daran um eine Schwenkachse
verschwenkbar gehaltenen Crimpwerkzeug-Positionierer, wobei die Schwenkachse parallel
zu einer Längsachse oder einem Crimphub orientiert ist.
- Fig. 3
- zeigt in einer räumlichen Darstellung den Crimpwerkzeug-Positionierer gemäß Fig. 2.
- Fig. 4
- zeigt in einer räumlichen Explosionsdarstellung den Crimpwerkzeug-Positionierer gemäß
Fig. 2 und 3.
- Fig. 5
- zeigt in einer räumlichen Darstellung eine Crimpzange mit einem daran verschwenkbar
um eine Schwenkachse gehaltenen Crimpwerkzeug-Positionierer, wobei die Schwenkachse
vertikal zu einer Werkzeugkopfebene orientiert ist.
- Fig. 6 und 7
- zeigen in räumlichen Explosionsdarstellungen aus unterschiedlichen Blickrichtungen
den Crimpwerkzeug-Positionierer gemäß Fig. 5.
- Fig. 8
- zeigt in einer räumlichen Darstellung ein Bauelement, hier einen Grundkörper, des
Crimpwerkzeug-Positionierers gemäß Fig. 5 bis 7.
- Fig. 9 und 10
- zeigen in räumlichen Darstellungen Auskleidungen für Aufnahmen eines Crimpwerkzeug-Positionierers
gemäß Fig. 5 bis 7 und für eine Aufnahme eines Grundkörpers gemäß Fig. 8.
- Fig. 11
- zeigt in einer räumlichen Explosionsdarstellung einen Crimpwerkzeug-Positionierer,
der fest mit einem Werkzeugkopf montierbar ist.
- Fig. 12
- zeigt den Crimpwerkzeug-Positionierer gemäß Fig. 11 in einer räumlichen Darstellung.
Fig. 13 zeigt eine Auskleidung für eine Aufnahme eines Crimpwerkzeug-Positionierers gemäß
Fig. 11 und 12.
Fig. 14 zeigt schematisch ein Verfahren zur Herstellung eines Crimpwerkzeug-Positionierers.
FIGURENBESCHREIBUNG
[0035] In den Fig. wird teilweise für Bauelemente oder Merkmale für unterschiedliche Ausführungsbeispiele
oder mehrere derartige Bauelemente oder Merkmale in denselben Ausführungsbeispielen,
welche sich hinsichtlich der geometrischen Gestaltung und/oder der Funktion entsprechen
oder ähneln, dasselbe Bezugszeichen verwendet, wobei in einem Ausführungsbeispiel
unterschiedliche Bauelemente oder Merkmale durch einen ergänzenden Buchstaben a, b,
... unterschieden sein können. Hierbei kann dann auf sämtliche Bauelemente oder Bezugszeichen
auch ohne ergänzenden Buchstaben Bezug genommen werden.
[0036] Fig. 1 zeigt stark schematisiert einen Crimpwerkzeug-Positionierer 1. Der Crimpwerkzeug-Positionierer
1 verfügt über einen Verbindungsbereich 2, über den dieser mit einem Crimpwerkzeug
20 verbindbar ist. Handelt es sich bei dem Crimpwerkzeug 20 um eine Crimpzange 21,
kann der Verbindungsbereich 2 eine starre Befestigung des Crimpwerkzeug-Positionierers
1 an einem Werkzeugkopf gewährleisten. Ebenfalls möglich ist, das der Verbindungsbereich
2 gewährleistet, dass der Crimpwerkzeug-Positionierer 1 relativ zum Werkzeugkopf bewegbar
ist, insbesondere in eine Einlegestellung, in welcher ein Werkzeug wie ein Stecker
in eine Aufnahme 5 des Crimpwerkzeug-Positionierers 1 einlegbar ist, sowie eine Betriebsstellung,
in welcher der in dem Crimpwerkzeug-Positionierer 1 positionierte Stecker so angeordnet
ist, dass dieser mit einem darin angeordneten Leiter in einem Crimpbereich der Crimpzange
21 verpresst werden kann. Möglich ist hier hierbei, dass der Verbindungsbereich 2
eine Verschwenkung des Crimpwerkzeug-Positionierers 1 zwischen der Einlegestellung
und der Betriebsstellung um eine Schwenkachse 29 gewährleistet. Die Schwenkachse 29
kann bspw. in Richtung der Längsachse des Werkzeugkopfs, welche vorzugsweise einer
Richtung eines Crimphubs entspricht, oder in Richtung einer Querachse des Werkzeugkopfs
oder in eine Richtung vertikal zu einer Werkzeugkopfebene orientiert sein. Möglich
ist aber auch, dass der Verbindungsbereich 2 eine Relativverschiebung des Crimpwerkzeug-Positionierers
1 zwischen der Einlegestellung und der Betriebsstellung ermöglicht.
[0037] Der Crimpwerkzeug-Positionierer 1 verfügt über ein Bauelement 3, insbesondere einen
Grundkörper 4. Der Grundkörper 4 bildet unmittelbar den Verbindungsbereich 2 aus oder
ist an diesem befestigt. Vorzugsweise ist das Bauelement 3 oder ist der Grundkörper
4 aus einem durchsichtigen Kunststoff hergestellt.
[0038] In dem Bauelement 3 oder Grundkörper 4 ist mindestens eine Aufnahme 5 ausgebildet,
wobei für das Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 drei Aufnahmen 5a, 5b, 5c nebeneinander
angeordnet sind. Die Aufnahmen 5 können hierbei im Querschnitt randgeschlossen ausgebildet
sein mit einem Querschnitt, welcher im Wesentlichen dem Querschnitt eines Werkstücks
6, insbesondere eines Steckers 7, entspricht. Für das dargestellte Ausführungsbeispiel
befindet sich ein Stecker 7 in der mittigen Aufnahme 5b. Der Stecker 7 ist derart
in der zugeordneten Aufnahme 5b angeordnet, dass eine Orientierung der Längsachse
des Steckers 7 einer Längsachse der Aufnahme 5 entspricht und eine Position des Steckers
7 in eine Richtung quer zur Längsachse der Aufnahme 5 innerhalb vorgegebener Toleranzen
vorgegeben ist.
[0039] Die Aufnahmen 5 verfügen über Einführöffnungen 8a, 8b, 8c, über die der Stecker 7
in die Aufnahmen 5 einführbar ist. Die Aufnahmen 5 können als Durchgangs-Ausnehmung
des Bauelements 3 oder Grundkörpers 4 ausgebildet sein oder auch einen Boden aufweisen,
welcher eine Begrenzung für die Einführtiefe des Steckers 7 in die Aufnahme 5 bereitstellen
kann.
[0040] Der Crimpwerkzeug-Positionierer 1 verfügt des Weiteren über einen Beleuchtungseinrichtung
9. Die Beleuchtungseinrichtung 9 weist eine Energiequelle 10, eine Leuchte 11 und
einen Schalter 12 auf. Zwischen der Leuchte 11 und mindestens einer zugeordneten Aufnahme
5b ist ein Materialbereich 13 aus dem durchsichtigen Material des Bauelements 3 oder
des Grundkörpers 4 angeordnet, durch welchen ein Lichtkegel 14 der Leuchte 11 das
Innere der Aufnahme 5b, hier das Werkstück 6 oder den Stecker 7, beleuchten kann.
Schematisch dargestellt sind in Fig. 1 unterschiedliche Positionen 15a, 15b, aus welchen
ein Auge eines Benutzers durch eine Außenfläche 16a, 16b durch einen Materialbereich
17a, 17b des durchsichtigen Materials des Bauelements 3 oder Grundkörpers 4 Einblick
in die Aufnahme 5 nehmen kann, was unter Umständen durch Beleuchtung des Inneren der
Aufnahme 5 durch die Leuchte 11 unterstützt wird. In Fig. 1 sind schematisch auch
ein Reflektor 18 und eine Linse 19 dargestellt, mittels welchen eine Fokussierung
des Lichtkegels 14 der Leuchte 11 auch mindestens eine Aufnahme 5 möglich ist. Für
das dargestellte Ausführungsbeispiel beleuchtet der Lichtkegel 14 der Leuchte 11 ausschließlich
eine zugeordnete Aufnahme 5b. In diesem Fall können weitere (parallel oder in Reihenschaltung
oder separat) betriebene Leuchten 11a, 11 c vorgesehen sein, welche dann die anderen
Aufnahmen 5a, 5a beleuchten. Möglich ist aber auch, dass eine einzige Leuchte 11 mehrere
oder sämtliche Aufnahmen 5 beleuchtet.
[0041] Optional möglich ist, dass die Aufnahmen 5 nicht ausschließlich von dem durchsichtigen
Material Grundkörpers 4 begrenzt sind. Vielmehr sind die Aufnahmen 5 mit Auskleidungen
41 aus einem härteren und/oder verschleißfesteren und insbesondere nicht durchsichtigen
Material (bspw. Kunststoff oder Metall) ausgestattet. Die Auskleidungen 41 bilden
dabei Innenflächen 45, über welche der Stecker 7 in den Aufnahmen 5 gehalten und/oder
geführt werden kann. Die Innenflächen 45 der Auskleidungen 41 begrenzen gemeinsam
mit dem durchsichtigen Material des Grundkörpers 4 in einem Teilbereich 44 die Aufnahmen
5, wobei die Innenflächen 45 und das durchsichtige Material des Grundkörpers 4 eine
bündige gemeinsame Innenfläche zur Begrenzung der Aufnahmen 5 bilden oder gemeinsam
eine Kontur ausbilden, welche für die Aufnahme und Führung des Steckers 7 geeignet
ist. Die Auskleidungen 41 sind in das durchsichtige Material des Grundkörpers 4 eingebettet.
Durchaus möglich ist in einer hier nicht dargestellten Ausführungsform auch, dass
die Auskleidungen 41 aus dem durchsichtigen Material des Grundkörpers 4 in der Art
von Rippen oder Vorsprüngen oder Anlagekörpern hervorstehen, wobei dann auch möglich
ist, dass der in einer Aufnahme 5 angeordnete Stecker 7 an der Auskleidung 41 anliegt,
während dieser nicht an einem benachbarten Teilbereich 44 des durchsichtigen Materials
anliegt. Der Umfang oder die Kontur der Aufnahmen 5 ist jeweils durch Teilumfangbereiche
72a, 73a, 72b, 73b begrenzt. Hierbei erfolgt die Begrenzung in den Teilumfangsbereichen
72a, 72b durch das durchsichtige Material des Grundkörpers 4, während in den Teilumfangsbereichen
73a, 73b durch die Innenflächen 45 der Auskleidungen 41 erfolgt.
[0042] Fig. 2 zeigt in einer räumlichen Darstellung ein Crimpwerkzeug 20, welches hier als Crimpzange
21 ausgebildet ist. Grundsätzlich wird eine Crimpzange 21 entsprechend Fig. 2 seitens
der Anmelderin unter der Kennzeichnung "CS30" vertrieben. Hinsichtlich des konstruktiven
Aufbaus einer derartigen Crimpzange 21 wird insbesondere auf die Druckschriften
DE 197 13 580 C2,
DE 197 53 436 C2,
DE 297 12 879 U1,
DE 29 03 336 U1 und
DE 20 2008 003 703 U1 verwiesen, die hinsichtlich des Aufbaus der Crimpzange 21 und des grundsätzlichen
Aufbaus eines etwaigen hieran gehaltenen Crimpwerkzeug-Positionierers 1 zum Gegenstand
der vorliegenden Patentanmeldung gemacht werden.
[0043] Bei der Crimpzange 21 erfolgt eine manuelle Betätigung der Handhebel 22, 23 mit einer
relativen Verschwenkung der Handhebel 22, 23 aufeinander zu. Über einen Antriebsmechanismus
ist die Bewegung der Handhebel 22, 23 gekoppelt mit einer Relativbewegung von Gesenkhälften
24, 25, zwischen welchen ein Crimpbereich gebildet wird, in dem ein Werkstück, hier
ein Stecker 7 mit einem darin angeordneten Leiter, verpresst wird. Mit der Verschwenkung
der Handhebel 22, 23 aufeinander zu kann ein relativer Crimphub der Gesenkhälften
24, 25 entlang einer Längsachse 26 herbeigeführt werden.
[0044] Die Crimpzange 21 definiert eine Werkzeugkopfebene 27, welche parallel zur x-y-Ebene
in Fig. 2 orientiert ist und in welcher sich die Gesenkhälften 24, 25 über den Crimphub
bewegen. An einem Werkzeugkopf 28 ist der Crimpwerkzeug-Positionierer 1 verschwenkbar
um eine Schwenkachse 29 gehalten. Hierzu ist an den Werkzeugkopf 28 ein Schwenkbolzen
30, der koaxial zur Schwenkachse 29 angeordnet ist, gehalten. Die Schwenkachse 29
ist hierbei parallel zur Längsachse 26 angeordnet. Der Schwenkbolzen 30 erstreckt
sich durch eine Lagerbohrung 31 des Crimpwerkzeug-Positionierers 1. Für das in Fig.
2 dargestellte Ausführungsbeispiel weist der Crimpwerkzeug-Positionierer 1 im Bereich
der dem Werkzeugkopf 28 abgewandten Seite ein für den Nutzer von außen zugängliches
Betätigungsorgan 32 auf.
[0045] Fig. 3 zeigt den Crimpwerkzeug-Positionierer 1 in einer räumlichen Darstellung. Der Crimpwerkzeug-Positionierer
1 weist Bauelemente 3a, 3b, 3c auf, die hier als Grundkörper 4 und Abdeckplatten 33,
34 ausgebildet sind. Der Grundkörper 4 und die Abdeckplatte 34 begrenzen gemeinsam
Aufnahmen 5a, 5b, 5c, wobei der Grundkörper 4 im Querschnitt randoffene Ausnehmungen
bildet, die mittels der Abdeckplatte 34 zu einer randgeschlossenen Aufnahme 5 verschlossen
sind. Ein Boden 35a, 35b, 35c der Ausnehmungen des Grundkörpers 4 begrenzt in Längsrichtung
einseitig die Ausnehmungen 5 und bildet einen Anschlag für das Einschieben des Steckers
7.
[0046] Die Abdeckplatte 34 und der Grundkörper 4 sind über Schrauben 36a, 36b miteinander
verschraubt. Hierbei können die Schrauben 36a, 36 mit dem Material des Grundkörpers
4, insbesondere dem Kunststoffmaterial, verschraubt sein. Möglich ist aber auch, dass
in einem Material des Grundkörpers 4 Gewindehülsen vergossen sind, in welche dann
die Schrauben 36a, 36b eingeschraubt sind.
[0047] Auf der dem Werkzeugkopf 28 abgewandten Seite bildet der Grundkörper 4 eine in den
Fig. 2 bis 4 nicht dargestellte Ausnehmung zur Bildung eines Innenraums 48 aus, wobei
der Innenraum 48 durch ein Verschrauben der Abdeckplatte 23 mit dem Grundkörper 4
geschlossen ist. In diesem Innenraum 48 kann die Beleuchtungseinrichtung 9 mit der
Energiequelle 10, hier eine Knopfzelle 37, dem Schalter 12 und der Leuchte 22, hier
eine LED 38, mit den zugeordneten Leitungsverbindungen untergebracht werden. Die Abdeckplatte
33 verfügt über eine schlitzartige Ausnehmung 39, durch die sich das Betätigungsorgan
32 des Schalters 12 nach außen erstreckt, so dass der Schalter 12 von außen betätigbar
ist.
[0048] Insbesondere in
Fig. 4 ist zu erkennen, dass der Grundkörper 4 im Bereich der Aufnahmen 5 jeweils über eine
Ausnehmung 71 verfügt, deren Innenkontur grundsätzlich der Geometrie eines darin zu
positionierenden Werkstücks 6 entspricht. Von der Ausnehmung 71 ist wiederum eine
Ausnehmung 40 ausgenommen, in welcher eine Auskleidung 41 angeordnet ist. Für das
dargestellte Ausführungsbeispiel sind die Ausnehmungen 40 als L-förmige Nuten 42 ausgebildet,
während die Auskleidungen 41 als L-förmige Stege 43 ausgebildet sind. Die L-förmigen
Nuten 42 erstrecken sich mit einem Schenkel des L parallel zur Längsachse der Aufnahmen
5 und in der Innenwandung der Aufnahmen 5, während sich der andere Schenkel des L
im Bereich des Bodens 35 der Aufnahme 5 erstreckt. Die Abmessungen und Orientierungen
der Stege 43 entsprechen denen der Nuten 42. Im Auslieferungszustand des Crimpwerkzeug-Positionierers
1 befinden sich die Stege 43 in den Nuten 42, wobei ein Teilbereich 44 der Aufnahme
5 benachbart der Nut 42, der von dem Material des Grundkörpers 4 ausgebildet ist,
bündig zu einer Innenfläche 45 des Stegs 43 angeordnet ist, so dass in diesem Bereich
die Aufnahme 5 gemeinsam von dem Teilbereich 44 des Grundkörpers 4 und der Innenfläche
45 des Stegs 43 begrenzt ist. Das Entsprechende gilt im Bereich des Bodens 35, wo
auch die Aufnahme 5 gemeinsam von bündigen Flächen einerseits des Grundkörpers 4 und
andererseits einer Innenfläche des abgewinkelten Schenkels des L des Stegs 43 gebildet
ist. Wird ein Werkstück 6 wie ein Stecker 7 in eine der Aufnahmen 5 eingeschoben,
erfolgt dies unter Führung durch die Innenfläche 45 des Stegs 43. Ist das Material
des Grundkörpers 4 weicher als das der Steg 43, kann trotzdem eine gute Führung in
der Aufnahme 5 gewährleistet werden und unter Umständen auch ein geringer Verschleiß
der Aufnahme 5 auch bei dauerhafter Nutzung auftreten.
[0049] Der Grundkörper 4, die Abdeckplatte 33 und/oder die Abdeckplatte 34 sind/ist vorzugsweise
aus einem durchsichtigen Kunststoffmaterial hergestellt, während die Auskleidungen
41 aus einem metallischen Werkstoff wie Stahl oder Aluminium oder einem nicht durchsichtigen
Kunststoffmaterial hergestellt sind. Vorzugsweise verfügen die Auskleidungen 41 über
eine größere Härte oder Verschleißfestigkeit als ein für den Grundkörper 4 eingesetzter
durchsichtiger oder nicht durchsichtiger Kunststoff.
[0050] In an sich bekannter Weise kann eine Sicherung des Crimpwerkzeug-Positionierers 1
in einzelnen Schwenkstellungen, insbesondere in der Einführstellung und/oder der Betriebsstellung,
über einen Permanentmagneten 46, der mit einem Gegenmagneten des Werkzeugkopfs 28
in der Betriebsstellung in Wechselwirkung tritt, und/oder eine Rasteinrichtung 47
erfolgen.
[0051] Da zumindest eines der Bauelemente 3 aus durchsichtigem Kunststoff hergestellt ist,
kann der Benutzer des Crimpwerkzeugs 20 Einblick in das Innere der Aufnahmen 5 nehmen.
Unterstützt wird der Benutzer hierbei durch die Beleuchtungseinrichtung 9, welche
durch das durchsichtige Material hindurch den in der Aufnahme 5 angeordneten Stecker
7 beleuchten kann.
[0052] Fig. 5 zeigt eine der Ausführungsform gemäß Fig. 2 entsprechende Crimpzange 21, an welcher
ein anderer Crimpwerkzeug-Positionierer 1 befestigt ist. Hier ist der Crimpwerkzeug-Positionierer
1 um eine Schwenkachse 29 verschwenkbar, welche vertikal zu einer Werkzeugkopfebene
27 orientiert ist. Ein Gehäuse des Crimpwerkzeug-Positionierers 1 ist hier lediglich
mit zwei Bauelementen 3a, 3b, nämlich dem Grundkörper 4 und der Abdeckplatte 33, gebildet.
[0053] Zu erkennen ist in
Fig. 7 ein auf der dem Werkzeugkopf 28 abgewandten Seite angeordneter, nach außen offener
Innenraum 48, in dem die Beleuchtungseinrichtung 12 aufgenommen ist. Der Innenraum
48 ist durch die Abdeckplatte 33 verschlossen.
[0054] Gemäß
Fig. 8 weist der Grundkörper 4 auf der den Werkzeugkopf 28 zugewandten Seite sacklochartige
Ausnehmungen 71 zur Bildung der Aufnahmen 5 auf, wobei hier die Ausnehmungen 71 des
Grundkörpers 4 einen randgeschlossenen Querschnitt aufweisen. Hier sind unterschiedliche
Sätze von Aufnahmen 5a bis 5c, 5d bis 5e sowie 5f bis 5j mit unterschiedlichen Geometrien
für unterschiedliche Typen von Steckern vorhanden, welche je nach Schwenkstellung
des Crimpwerkzeug-Positionierers 1 um die Schwenkachse 29 hinter nebeneinander angeordneten
Gesenken der Gesenkhälften 24, 25 angeordnet werden können.
[0055] Für die Aufnahmen 5a bis 5c kommt eine Auskleidung 41 a bis 41 c zum Einsatz, wie
diese in
Fig. 9 dargestellt ist. Die Auskleidung 41a bis 41 c ist hierbei als Hülse 49 ausgebildet,
welche in beiden Endbereichen offen ist und somit einen offenen Innenraumausbildet,
in welchen das Werkstück 6 einführbar ist. Die Hülse 49 verfügt für das dargestellte
Ausführungsbeispiel über einen ovalen Querschnitt und hat eine konstante Wandstärke,
die vorzugsweise kleiner ist als 1,0 mm, 0,8 mm, 0,5 mm oder sogar 0,3 mm. Die Hülse
49 weist im Bereich ihrer Umfangsfläche vier randgeschlossene Ausnehmungen auf, welche
Fenster 50a bis 50d bilden. Die Hülse 49 weist stirnseitig zwei ovale Ringe 51, 52
auf, welche über vier in Längsrichtung verlaufende Stege 53a bis 53d miteinander verbunden
sind. Die Fenster 50 sind somit jeweils axial durch die Ringe 51, 52 sowie in Umfangsrichtung
durch benachbarte Stege 53 begrenzt. Die von der Hülse 49 gebildete Auskleidung 41
ist in das Material des Grundkörpers 4 im Bereich der Ausnehmungen 40 der Aufnahmen
5a bis 5c eingebettet.
[0056] Fig. 10 zeigt eine Auskleidung 41, welche Einsatz findet für die Aufnahmen 5d bis 5j. Die
Auskleidung 41 ist hierbei U-förmig ausgebildet mit parallelen Seitenschenkeln 54,
55 und einem Grundschenkel 56. Hierbei verjüngen sich die Seitenschenkel 54, 55 in
Richtung des Grundschenkels 56, was für das dargestellte Ausführungsbeispiel über
Stufen 57, 58 erfolgt. Die Ausnehmungen 40d bis 40j sind in diesem Fall Nuten 42d
bis 42j, in welchen die Auskleidungen 41d bis 41j Aufnahme finden. Hierbei erstrecken
sich die Seitenschenkel 54, 55 parallel zur Längsachse der Aufnahmen 5d bis 5j, während
der Grundschenkel 56 in den Boden 35d bis 35j der Aufnahmen 5d bis 5j eingebettet
ist. Möglich ist hierbei, dass Auskleidungen 41 d, 41 e für die Aufnahmen 5d, 5e einerseits
und Auskleidungen 41f bis 41j für die Aufnahmen 5d bis 5j unterschiedliche Geometrien,
insbesondere unterschiedliche Längen der Seitenschenkel 54, 55 und Grundschenkel 56
aufweisen.
[0057] Auch hier verfügt der Crimpwerkzeug-Positionierer 1 über eine Rasteinrichtung 47,
die hier mit einem Betätigungsknopf 59, einer Rastfeder 60 und einem Rastkörper 61
gebildet ist. Möglich ist auch, dass, wie für die Ausnehmungen 71f bis 71j in Fig.8
zu erkennen ist, die Ausnehmungen 71 und damit auch die Aufnahmen 5 im Querschnitt
randoffen ausgebildet sind und so benachbarte Aufnahmen 5 ineinander übergehen.
[0058] Fig. 11 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Crimpwerkzeug-Positionierers 1, bei welcher
der Grundkörper 4 abgewinkelt L-förmig ausgebildet ist mit Schenkeln 62, 63. Der Schenkel
62 weist hier ein Langloch 70 auf, über welches der Grundkörper 4 bei Erstreckung
des Schenkels 62 parallel zur Werkzeugkopfebene 27 mit dem Werkzeugkopf 28 fest verschraubt
werden kann, wobei das Langloch 70 eine Höhenanpassung ermöglicht. Die Aufnahmen 5a
bis 5c sind hier im Übergangsbereich der beiden Schenkel 62, 63 angeordnet. Im Bereich
des sich vertikal zur Werkzeugkopfebene 27 erstreckenden Schenkels 63 bildet der Grundkörper
4 den Innenraum 48 aus. Der Innenraum 48 ist hier nach oben offen und wird (nach Anordnung
der Beleuchtungseinrichtung 9 in demselben) mittels der Abdeckplatte 33 über die Schrauben
36a, 36b verschlossen. Die Ausnehmungen 71 a bis 71 c der Aufnahmen 5a bis 5c sind
im Eingangsbereich randoffen, nämlich nach oben offen ausgebildet, während diese im
Endbereich oder in der zweiten Hälfte randgeschlossen, nämlich nach oben mit dem Material
des Grundkörpers 4 geschlossen ausgebildet sind. Die Auskleidungen 41a bis 41 c sowie
die zugeordneten Nuten 42a bis 42c der Ausnehmungen 71 a bis 71 c sind auch U-förmig
mit Seitenschenkeln 54, 55 sowie einem Grundschenkel 56 ausgebildet. Infolge des nach
oben offenen Eintrittsbereichs der Aufnahmen 5a bis 5c sind aber hier die Seitenschenkel
54, 55 mit unterschiedlichen Längserstreckungen ausgebildet.
[0059] Vorzugsweise ist die Beleuchtungseinrichtung 9 mit einer Energiequelle 10, insbesondere
einer Batterie oder einer Knopfzelle 37, ausgestattet, welche über die Lebensdauer
des Crimpwerkzeug-Positionierers 1, insbesondere mehr als 10 Jahre, nicht ausgewechselt
werden muss. Möglich ist, dass die Beleuchtungseinrichtung 9 als ein vorgefertigter
Beleuchtungsstrang in den Innenraum 48 des Crimpwerkzeug-Positionierer 1 eingesetzt
wird. Möglich ist hierbei auch, dass ein derartiger Strang zu einem Block, insbesondere
aus Kunststoff, vergossen ist und als derartiger Block in den Innenraum 48 eingesetzt
wird, wobei der Block bereits eine Außengeometrie aufweisen kann, welche der Geometrie
des Innenraums 48 angepasst ist, womit mit dem Einsetzen in den Innenraum 48 automatisch
die richtige Positionierung und Orientierung des Blocks und damit auch der Leuchte
11 vorgegeben werden kann.
[0060] Die Rasteinrichtung 47 kann auch dazu eingesetzt werden, bei einer Relativbewegung
des Crimpwerkzeug-Positionierers 1 relativ zum Werkzeugkopf 28 entlang einer Betätigungsschräge
zu gleiten, womit gleichzeitig mit der Bewegung des Crimpwerkzeug-Positionierers 1
eine Bewegung parallel zur Schwenkachse 29 herbeigeführt werden kann.
[0061] Die Abdeckplatten 33, 34 und der Grundkörper 4 können aus beliebigen Materialien
mit beliebigen Eigenschaften hergestellt sein. Vorzugsweise ist mindestens ein Bauelement
von den Abdeckplatten 33, 34 und dem Grundkörper 4 aus einem durchsichtigen Kunststoff
hergestellt. Die Auskleidungen 41 sind aus einem härteren und verschleißfesteren Material
als der durchsichtige Kunststoff hergestellt. Hierbei kann es sich ebenfalls um einen
(durchsichtigen oder nicht durchsichtigen) Kunststoff handeln oder auch bspw. einen
metallischen Werkstoff.
[0062] Für die Art der Bereitstellung der Auskleidungen 41 an dem Crimpwerkzeug-Positionierer
1 gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Für eine erste Variante sind die Auskleidungen
41 als Einsatz 64 ausgebildet. Somit werden die Auskleidungen 41 separat gefertigt
und bereitgestellt. Die Auskleidungen 41 werden dann in die Ausnehmung 71 des Grundkörpers
4 eingesetzt, wobei diese in die Ausnehmungen 40 oder Nuten 42 eintreten. In derart
in die Ausnehmung 40 und Nut 42 eingesetzten Zustand können die Auskleidungen 41 mit
den Ausnehmungen 40 in Form einer Presspassung, reibschlüssig, verrastet, verriegelt,
verklebt oder über ein zusätzliches Befestigungsmittel verbunden und hierin gesichert
sein.
[0063] Für eine weitere Variante erfolgt die Bereitstellung der Auskleidungen 41 in dem
Crimpwerkzeug-Positionierer 1 mittels eines Herstellungsverfahrens, wie dieses stark
schematisiert in
Fig. 14 dargestellt ist. Hierbei wird das Verfahren zur Herstellung beispielhaft für die
Erzeugung einer Auskleidung 41 des Grundkörpers 4 erläutert, wobei entsprechend möglich
ist, dass eine Auskleidung 41 in mindestens einer Abdeckplatte 33, 34 erzeugt wird.
[0064] In einem Verfahrensschritt 65 wird ein erstes Material, insbesondere ein durchsichtiges
Kunststoffmaterial, in eine Form eingespritzt, die eine Kavität entsprechend der Außenkontur
des Grundkörpers 4 aufweist. Eine Vorgabe der Kontur der Ausnehmungen 40 sowie der
Ausnehmungen 71 kann durch entsprechende Ausformungen der Form oder geeignete Einleger
oder Kerne erfolgen. Hierbei besitzen die Ausformungen der Form, die Einleger oder
die Kerne Rippen entsprechend der Kontur der Nuten 42. Nach Aushärten des ersten Materials
verfügen somit die Grundkörper 4 über die Ausnehmungen 71 mit den Ausnehmungen 40
oder Nuten 42.
[0065] Hieran anschließend wird in einem zweiten Verfahrensschritt 66 das aus dem ersten
Material erstellte Zwischenprodukt in eine andere Form eingelegt oder es werden die
Einleger oder Kerne aus der Form entnommen und durch andere Einleger oder Kerne ergänzt.
Die andere Form oder die anderen Einleger oder Kerne besitzen hierbei eine Ausformung
oder eine Geometrie, welche dem Querschnitt der endgültig zu erstellenden Aufnahmen
5 einschließlich der Auskleidungen 41 entsprechen. Somit verfügen die Ausformungen
oder Einleger oder Kerne nicht über die Rippen zur Ausbildung der Nuten 42. Im einfachsten
Fall entsprechen die in dem zweiten Verfahrensschritt 66 eingesetzten Einleger oder
Kerne grundsätzlich den Einlegern oder Kernen, die in dem ersten Verfahrensschritt
65 verwendet werden, wobei aber die in dem zweiten Verfahrensschritt 66 eingesetzten
Einleger oder Kerne keine Rippen aufweisen. Vielmehr weisen diese eine Außenfläche
auf, welche bündig in den benachbarten Teilbereich 44 der Ausnehmung 71 oder entsprechend
der Kontur des Werkstücks 6 in den benachbarten Teilbereich 44 der Ausnehmung 71 übergehen.
Zwischen dem aus dem ersten Material hergestellten Zwischenprodukt und der Ausformung
der Form, der Außenfläche des Einlegers oder Kerns verbleibt dann eine Kavität, deren
Geometrie der Geometrie der herzustellenden Auskleidung 41 entspricht. In diese Kavität
wird dann ein zweites Material, insbesondere ein nicht durchsichtiges Kunststoffmaterial
oder ein metallischer Werkstoff, eingebracht, welcher dann nach dem Aushärten die
Auskleidung 41 bildet.
[0066] Optional möglich ist, dass in einem anschließenden Verfahrensschritt 67 eine Nachbearbeitung,
insbesondere eine fräsende oder bohrende Nachbearbeitung, der Aufnahmen 5 erfolgt.
[0067] Für die Ausführungsform der Auskleidungen 41 gemäß
Fig. 10 und Fig. 13 bilden die Seitenschenkel 54, 55 jeweils Stege 68, 69, die sich parallel zur Längsachse
der Aufnahmen 5 erstrecken.
[0068] Auch für die bügelartige oder strebenartige Ausbildung der Auskleidungen gemäß
Fig. 4, Fig. 10 und Fig. 13 ergeben sich abseits des Materials der Auskleidungen 41 Fenster 50, im Bereich derer
die Aufnahme 5 nicht durch die Auskleidung 51, sondern durch das Material des Grundkörpers
4 begrenzt ist, so dass bei Verwendung eines durchsichtigen Materials ein Einblick
in das Innere der Aufnahmen 5 möglich ist. Ist die Auskleidung 41 beispielsweise lediglich
mit einem Steg gebildet, erstreckt sich dieser lediglich über einen sehr kleinen Teilumfangsbereich.
Hingegen ist der übrige Teilumfangsbereich dann von dem durchsichtigen Material ausgebildet,
sodass in diesem Teilumfangsbereich das Fenster 50 gebildet ist.
[0069] Grundsätzlich kann ein erfindungsgemäßer Crimpwerkzeug-Positionierer auch abweichend
zu den dargestellten Ausführungsbeispielen für beliebige Crimpwerkzeuge oder Crimpzangen
und bei beliebiger anderweitiger Ausgestaltung des Crimpwerkzeug-Positionierers eingesetzt
werden. Im Folgenden werden hierfür lediglich einige Beispiele genannt, auf welche
Einsatzmöglichkeiten der erfindungsgemäßen Ausgestaltung aber nicht beschränkt werden
sollen:
- Möglich ist ein Einsatz eines erfindungsgemäßen Crimpwerkzeug-Positionierers für Crimpwerkzeuge,
wie diese seitens der Anmelderin unter den Kennzeichnungen CS10, CSV10, CSV10-LBL,
CS11, CS30 oder in Verbindung mit elektrischen Crimpwerkzeugen CS150 oder in Form
von Tischcrimpgeräten CS200, pneumatischen Verarbeitungssystemen CP600 oder pneumatischen
Crimpmaschinen UP60 vertrieben werden, wobei auch hier verwendete Crimpwerkzeug-Positionierer
erfindungsgemäß abgewandelt werden können.
- Die Erfindung ist ebenfalls einsetzbar für einen Crimpzange und einen Crimpwerkzeug-Positionierer,
wie diese in der Druckschrift DE 198 32 884 C1 beschrieben sind. Hierbei ist der Crimpwerkzeug-Positionierer verschwenkbar um eine
Schwenkachse, die in der Werkzeugkopfebene 27 verläuft und quer zur Längsachse und
zum Crimphub orientiert ist.
- Eine alternative Ausgestaltung einer Crimpzange sowie eines Klapp-Positionierers,
der um eine derartige Querachse verschwenkbar ist und für welchen ebenfalls die erfindungsgemäßen
Maßnahmen möglich sind, ist aus DE 10 2008 017 366 A1 bekannt.
- Eine weitere Ausgestaltung einer Crimpzange sowie des Crimpwerkzeug-Positionierers
ist aus DE 20 2008 003 703 U1 bekannt. Hierbei kann ergänzend der Crimpwerkzeug-Positionierer ein verschwenkbar
an dem Grundkörper 4 gehaltenes Sicherungselement aufweisen, mit welchem einerseits
ein Werkstück wie ein Stecker zusätzlich in der Aufnahme gesichert werden kann und
welches andererseits einen Anschlag ausbilden kann, welcher vorgibt, wie weit ein
Leiter in die Aufnahme und/oder den Stecker einschiebbar ist. Ein derartiges Sicherungselement
kann auch als Kabelanschlagelement oder so genannter Wirestop ausgebildet sein.
- Die Erfindung ist ebenfalls übertragbar auf einen Crimpwerkzeug-Positionierer gemäß
DE 10 2010 061 148 A1, welcher derart verstellbar ist, dass eine Aufnahme des Crimpwerkzeug-Positionierers
alternativ hinter unterschiedlichen Gesenken der Crimpzange angeordnet werden kann.
Hierbei offenbart die Druckschrift einen Crimpwerkzeug-Positionierer, bei welchem
die Aufnahmen quer zur Crimprichtung in der Zangenkopfebene verschiebbar sind oder
der Crimpwerkzeug-Positionierer revolverartig um eine vertikal zur Werkzeugkopfebene
27 orientierte Achse verdrehbar ist.
- Eine weitere Ausführungsform einer Crimpzange mit einem Crimpwerkzeug-Positionierer,
auf welchen die erfindungsgemäßen Maßnahmen anwendbar sind, ist in der Druckschrift
EP 2 672 580 A1 offenbart.
[0070] Im Rahmen der Erfindung wird unter einer höheren Härte insbesondere eine größere
Härte entsprechend zumindest einer der üblichen Messmethoden für die Erfassung der
Härte verstanden. Beispielsweise handelt es sich bei der Härte um
- eine Universalhärte gemäß DIN EN ISO 14577,
- eine Rockwellhärte (HR) gemäß DIN EN ISO 6508-1, vgl. auch "Lexikon Kunststoffprüfung und Diagnostik" (W. Grellmann, C. Bierögel, K. Reincke)
oder http://wiki.polymerservicemerseburg.de/index.php/Rockwell-Härte (Datum der Einsichtnahme
21.10.2016),
- eine Härte Brinell gemäß DIN EN ISO 6506-1 bis EN ISO 6506-4,
- eine Härte gemäß Härteprüfung mit dem Poldihammer,
- eine Härte Vickers (HV) gemäß DIN EN ISO 6507-1: 2005-4 2005,
- eine Härte nach Knoop gemäß DIN EN ISO 4545-1-4,
- eine Shore-Härte gemäß den Normen DIN EN ISO 868 und DIN ISO 7619-1, insbesondere
eine Härte Shore A, Shore B, Shore C oder Shore D, vgl. auch http://wiki.polymerservice-merseburg.de/index.php/Shore-Härte
(Datum der Einsichtnahme 21.10.2016),
- eine Härte Barcol gemäß der Norm DIN EN 59.
[0071] Vorzugsweise ist eine Härte der Auskleidung 41 gemäß den vorgenannten Definitionen
um zumindest 20%, 50% oder sogar 100% größer als die des Bauelements 3 aus durchsichtigem
oder nicht durchsichtigem Kunststoff. Die Auskleidung 41 kann hierbei aus einem Metall
oder einem Kunststoff bestehen. Beispielsweise kann die Auskleidung 41 aus Polyamid
hergestellt sein. Vorzugsweise verfügt die Auskleidung 41 über eine Härte Shore A,
die größer ist als 100 N/mm
2, größer ist als 120 N/mm
2, größer ist als 140 N/mm
2, größer ist als 150 N/mm
2 oder sogar größer ist als 170 N/mm
2. Möglich ist auch, dass die Auskleidung 41 eine Kugeldruckhärte aufweist, die größer
ist als 100 N/mm
2, größer ist als 120 N/mm
2, größer ist als 140 N/mm
2, größer ist als 150 N/mm
2 oder sogar größer ist als 170 N/mm
2.
[0072] Um lediglich einige nicht beschränkende Beispiele für weitere mögliche Materialien
der Auskleidung 41 zu nennen, kann hier ein PVC-C-Kunststoffmaterial, ein PMMA-XT-Kunststoffmaterial,
ein PMMA-GS-Kunststoffmaterial, ein PC-Kunststoffmaterial, ein SAN-Kunststoffmaterial,
ein PA 6-Kunststoffmaterial, ein PA 6.6-Kunststoffmaterial, ein POM-Kunststoffmaterial,
ein PET-Kunststoffmaterial, ein PVDF-Kunststoffmaterial, ein PEEK-Kunststoffmaterial,
ein PES-Kunststoffmaterial, ein PSU-Kunststoffmaterial oder ein PEI-Kunststoffmaterial,
insbesondere mit einer Härte von zumindest 100 N/mm
2 (Shore A oder Kugeldruckhärte), eingesetzt werden.
[0073] Eine Verschleißfestigkeit kann gemäß der Norm DIN 50320 ermittelt sein. Möglich ist
im Rahmen der Erfindung auch, dass die Auskleidung 41 zur Erhöhung der Verschleißfestigkeit
eine gehärtete und/oder beschichtete Oberfläche aufweist. Möglich ist auch, dass die
höhere Verschleißfestigkeit durch eine höhere Steifigkeit oder Zugfestigkeit oder
ein höheres E-Modul des Materials bereitgestellt wird.
[0074] Ein durchsichtiges Material des Grundkörpers 4 und/oder einer Abdeckplatte 33, 34
(vorzugsweise das Material, mit welchem die Aufnahme 5 in dem Teilbereich 44 begrenzt
ist) ist beispielsweise ein Werkstoff auf Grundlage eines Polycarbonats (auch abgekürzt
als PC), wie diese insbesondere unter der eingetragenen Marke Makrolan oder der eingetragenen
Marke Lexan vertrieben werden oder auf der Internet-Seite http://www.kern.de/cgi-bin/
riweta.cgi?nr=2301&lng=1 (Datum der Einsichtnahme 21.10.2016) zu der Werkstoffnummer
2301 spezifiziert sind, ein Acrylglas-Werkstoff oder Acryl-Werkstoff, ein Plexiglas-
Werkstoff, ein PMMA-Werkstoff oder ein SAN-Werkstoff (Styrol-Acrylnitril).
[0075] Möglich ist auch, dass der Grundkörper 4 aus einem nicht durchsichtigen Material
hergestellt ist, während die Auskleidung 41, insbesondere ein Steg einer Auskleidung
41, aus einem durchsichtigen Material hergestellt ist. Der durchsichtige Materialbereich
der Auskleidung 41 kann dann dazu genutzt werden, Licht der Beleuchtungseinrichtung
in der Art eines "Lichtkanals" oder "Lichtwellenleiters" an eine gewünschte Stelle,
insbesondere in die Aufnahme 5 und/oder zu einem Crimpbereich, zu übertragen. Hierzu
wird vorzugsweise das Licht in einem Endbereich des durchsichtigen Materialbereichs
eingekoppelt, durch den durchsichtigen Materialbereich hindurch übertragen und das
Licht tritt dann in einem anderen Endbereich, welcher vorzugsweise der Aufnahme 5
oder dem Crimpbereich zugewandt ist, aus dem durchsichtigen Materialbereich aus. Für
diesen Vorschlag kann auch das Material der Auskleidung 41 eine geringere Härte aufweisen
als das Material des Grundkörpers 4 im Teilbereich 44.
[0076] Im Rahmen der Erfindung wird unter einer "
Auskleidung" insbesondere ein Materialbereich verstanden, welcher in das Bauelement 3 oder den
Grundkörper 4 eingebettet ist, was stoffschlüssig oder in Form eines Einsatzes 64
erfolgen kann. In diesem eingebetteten Zustand ist die Auskleidung 41 bis auf die
Innenfläche 45, mit welcher diese die Aufnahme 5 begrenzt, mit dem Werkstück oder
Stecker in Wechselwirkung tritt und/oder in die Aufnahme 5 hineinragt, von dem Material
des Bauelements 3 oder des Grundkörpers 4 umgeben.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0077]
- 1
- Crimpwerkzeug-Positionierer
- 2
- Verbindungsbereich
- 3
- Bauelement
- 4
- Grundkörper
- 5
- Aufnahme
- 6
- Werkstück
- 7
- Stecker
- 8
- Einführöffnung
- 9
- Beleuchtungseinrichtung
- 10
- Energiequelle
- 11
- Leuchte
- 12
- Schalter
- 13
- Materialbereich
- 14
- Lichtkegel
- 15
- Position
- 16
- Außenfläche
- 17
- Materialbereich
- 18
- Reflektor
- 19
- Linse
- 20
- Crimpwerkzeug
- 21
- Crimpzange
- 22
- Handhebel
- 23
- Handhebel
- 24
- Gesenkhälfte
- 25
- Gesenkhälfte
- 26
- Längsachse
- 27
- Werkzeugkopfebene
- 28
- Werkzeugkopf
- 29
- Schwenkachse
- 30
- Schwenkbolzen
- 31
- Lagerbohrung
- 32
- Betätigungsorgan
- 33
- Abdeckplatte
- 34
- Abdeckplatte
- 35
- Boden
- 36
- Schraube
- 37
- Knopfzelle
- 38
- LED
- 39
- Ausnehmung
- 40
- Ausnehmung
- 41
- Auskleidung
- 42
- Nut
- 43
- Steg
- 44
- Teilbereich
- 45
- Innenfläche
- 46
- Permanentmagnet
- 47
- Rasteinrichtung
- 48
- Innenraum
- 49
- Hülse
- 50
- Fenster
- 51
- Ring
- 52
- Ring
- 53
- Steg
- 54
- Seitenschenkel
- 55
- Seitenschenkel
- 56
- Grundschenkel
- 57
- Stufe
- 58
- Stufe
- 59
- Betätigungsknopf
- 60
- Rastfeder
- 61
- Rastkörper
- 62
- Schenkel
- 63
- Schenkel
- 64
- Einsatz
- 65
- Verfahrensschritt
- 66
- Verfahrensschritt
- 67
- Verfahrensschritt
- 68
- Steg
- 69
- Steg
- 70
- Langloch
- 71
- Ausnehmung
- 72
- Teilumfangsbereich
- 73
- Teilumfangsbereich
1. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) mit einer Aufnahme (5) für ein Werkstück (6), wobei
die Aufnahme (5) in einem Teilumfangsbereich (72) durch ein Bauelement (3a) und in
einem anderen Teilumfangsbereich (73) durch eine Auskleidung (41) des Bauelements
(3a) begrenzt ist, wobei das Material der Auskleidung (41) und das Material des Bauelements
(3a) unterschiedliche Härten aufweisen.
2. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) das Bauelement (3a) durchsichtig ist,
b) das durchsichtige Bauelement (3a) sowohl die Aufnahme (5) für das Werkstück (6)
begrenzt als auch eine Außenfläche (16) des Crimpwerkzeug-Positionierer (1) bildet
und
c) sich zwischen der Begrenzung der Aufnahme (5) für das Werkstück (6) und der Außenfläche
(16) des Crimpwerkzeug-Positionierers (1) das durchsichtige Material des Bauelements
(3a) erstreckt, womit von außen ein Einblick in die Aufnahme (5) für das Werkstück
(6) ermöglicht ist.
3. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Auskleidung (41) ein Fenster (50) ausbildet und
b) das Fenster (50) und die Auskleidung (41) derart angeordnet und ausgebildet sind,
dass das Innere der Aufnahme (5) durch das durchsichtige Bauelement (3a) und das Fenster
(50) einsehbar ist.
4. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidung (41) als Hülse (49) ausgebildet ist, welche im Bereich der Umfangsfläche
das Fenster (50) ausbildet.
5. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidung (41) einen sich in Längsrichtung der Aufnahme (5) erstreckenden Steg
(43; 53; 68, 69) aufweist, wobei das Fenster (50) in Umfangsrichtung der Aufnahme
(5) neben dem Steg (43; 53; 68, 69) ausgebildet und von diesem begrenzt ist.
6. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidung (41) in erster Näherung U-förmig mit einem Grundschenkel (56) und
zwei Seitenschenkeln (54, 55) ausgebildet ist, wobei sich die Seitenschenkel (54,
55) des U als Stege (68, 69) auf in Umfangsrichtung gegenüberliegenden Seiten der
Aufnahme (5) in Längsrichtung der Aufnahme (5) erstrecken und der Grundschenkel (56)
des U im Bereich eines Bodens (35) der Aufnahme (5) angeordnet ist.
7. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Beleuchtungseinrichtung (9) vorhanden ist.
8. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung (9) durch das oder ein Fenster (50) das Innere der Aufnahme
(5) beleuchtet.
9. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Leuchte (11) der Beleuchtungseinrichtung (9) in Richtung der Aufnahme (5) durch
das Bauelement (3a) aus durchsichtigem Kunststoff abgedeckt ist.
10. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung (9) eine Linse (19) und/oder einen Reflektor (18) aufweist.
11. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Abdeckplatte (33, 34) vorhanden ist.
12. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lichtkegel (14) der Beleuchtungseinrichtung (9) verstellbar ist.
13. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der durchsichtige Kunststoff des Bauelements (3a) an eine Lagerhülse, eine Gewindehülse,
eine Führung, eine Abdeckung oder ein Funktionselement oder ein Bauelement der Beleuchtungseinrichtung
angespritzt ist oder mit dieser oder diesem vergossen ist.
14. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidung (41) als Einsatz (64) ausgebildet ist, welcher in das Bauelement
(3a) eingesetzt ist.
15. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Auskleidung (41) stoffschlüssig mit dem Bauelement (3a) verbunden ist,
b) die Auskleidung (41) an das durchsichtige Material des Bauelements (3a) angegossen
oder angespritzt ist oder
c) das durchsichtige Material des Bauelements (3a) an die Auskleidung (41) angespritzt
ist.
16. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 15, dadurch gekennzeichnet, die Auskleidung (41) aus dem durchsichtigen Material als Lichtwellenleiter dient,
welcher sich zwischen einer Leuchte (11) der Beleuchtungseinrichtung (9) und einem
Crimpbereich oder der Aufnahme (5) erstreckt und Licht der Leuchte (11) der Beleuchtungseinrichtung
(9) in Richtung des Crimpbereichs oder der Aufnahme (5) überträgt.
17. Werkzeugkopf (28) oder Crimpwerkzeug (20) mit einem Crimpwerkzeug-Positionierer (1)
nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
18. Verfahren zur Herstellung eines Crimpwerkzeug-Positionierers (1), insbesondere zur
Herstellung eines Crimpwerkzeug-Positionierers (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
16, mit folgenden Verfahrensschritten:
a) Herstellung eines Grundkörpers (4) in einem Spritzgussverfahren in einem ersten
Verfahrensschritt (65), wobei
aa) ein erstes Kunststoffmaterial in eine Form eingespritzt wird und
ab) die Form und/oder ein Einleger oder ein Kern
- einen Teilbereich (44) einer Aufnahme (5) und
- eine Ausnehmung (40) für eine Auskleidung (41)
begrenzen, und
b) Einspritzen eines zweiten Kunststoffmaterials, welches härter oder verschleißfester
als das erste Kunststoffmaterial ist, in eine Kavität in einem zweiten Verfahrensschritt
(66),
c) wobei die Kavität von dem Grundkörper (4) aus dem ersten Kunststoffmaterial und
einem Einleger oder einem Kern begrenzt wird und
d) wobei die Kontur einer Außenfläche des Einlegers und/oder des Kerns derart angeordnet
und ausgebildet sind/ist, dass die Aufnahme (5) gemeinsam von
- dem von dem ersten Kunststoffmaterial begrenzten Teilbereich (44) und
- dem in die Kavität eingespritzten zweiten Kunststoffmaterial begrenzt ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) mit einer Aufnahme (5) für ein Werkstück (6), wobei
die Aufnahme (5) in einem Teilumfangsbereich (72) durch ein Bauelement (3a) und in
einem anderen Teilumfangsbereich (73) durch eine Auskleidung (41) des Bauelements
(3a) begrenzt ist, wobei das Material der Auskleidung (41) und das Material des Bauelements
(3a) unterschiedliche Härten aufweisen.
2. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) das Bauelement (3a) durchsichtig ist,
b) das durchsichtige Bauelement (3a) sowohl die Aufnahme (5) für das Werkstück (6)
begrenzt als auch eine Außenfläche (16) des Crimpwerkzeug-Positionierer (1) bildet
und
c) sich zwischen der Begrenzung der Aufnahme (5) für das Werkstück (6) und der Außenfläche
(16) des Crimpwerkzeug-Positionierers (1) das durchsichtige Material des Bauelements
(3a) erstreckt, womit von außen ein Einblick in die Aufnahme (5) für das Werkstück
(6) ermöglicht ist.
3. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Auskleidung (41) ein Fenster (50) ausbildet und
b) das Fenster (50) und die Auskleidung (41) derart angeordnet und ausgebildet sind,
dass das Innere der Aufnahme (5) durch das durchsichtige Bauelement (3a) und das Fenster
(50) einsehbar ist.
4. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidung (41) als Hülse (49) ausgebildet ist, welche im Bereich der Umfangsfläche
das Fenster (50) ausbildet.
5. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidung (41) einen sich in Längsrichtung der Aufnahme (5) erstreckenden Steg
(43; 53; 68, 69) aufweist, wobei das Fenster (50) in Umfangsrichtung der Aufnahme
(5) neben dem Steg (43; 53; 68, 69) ausgebildet und von diesem begrenzt ist.
6. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidung (41) in erster Näherung U-förmig mit einem Grundschenkel (56) und
zwei Seitenschenkeln (54, 55) ausgebildet ist, wobei sich die Seitenschenkel (54,
55) des U als Stege (68, 69) auf in Umfangsrichtung gegenüberliegenden Seiten der
Aufnahme (5) in Längsrichtung der Aufnahme (5) erstrecken und der Grundschenkel (56)
des U im Bereich eines Bodens (35) der Aufnahme (5) angeordnet ist.
7. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Beleuchtungseinrichtung (9) vorhanden ist.
8. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung (9) durch das oder ein Fenster (50) das Innere der Aufnahme
(5) beleuchtet.
9. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Leuchte (11) der Beleuchtungseinrichtung (9) in Richtung der Aufnahme (5) durch
das Bauelement (3a) aus durchsichtigem Kunststoff abgedeckt ist.
10. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung (9) eine Linse (19) und/oder einen Reflektor (18) aufweist.
11. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Abdeckplatte (33, 34) vorhanden ist.
12. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Lichtkegel (14) der Beleuchtungseinrichtung (9) verstellbar ist.
13. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der durchsichtige Kunststoff des Bauelements (3a) an eine Lagerhülse, eine Gewindehülse,
eine Führung, eine Abdeckung oder ein Funktionselement oder ein Bauelement der Beleuchtungseinrichtung
angespritzt ist oder mit dieser oder diesem vergossen ist.
14. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auskleidung (41) als Einsatz (64) ausgebildet ist, welcher in das Bauelement
(3a) eingesetzt ist.
15. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) die Auskleidung (41) stoffschlüssig mit dem Bauelement (3a) verbunden ist,
b) die Auskleidung (41) an das durchsichtige Material des Bauelements (3a) angegossen
oder angespritzt ist oder
c) das durchsichtige Material des Bauelements (3a) an die Auskleidung (41) angespritzt
ist.
16. Crimpwerkzeug-Positionierer (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 15, dadurch gekennzeichnet, die Auskleidung (41) aus dem durchsichtigen Material als Lichtwellenleiter dient,
welcher sich zwischen einer Leuchte (11) der Beleuchtungseinrichtung (9) und einem
Crimpbereich oder der Aufnahme (5) erstreckt und Licht der Leuchte (11) der Beleuchtungseinrichtung
(9) in Richtung des Crimpbereichs oder der Aufnahme (5) überträgt.
17. Werkzeugkopf (28) oder Crimpwerkzeug (20) mit einem Crimpwerkzeug-Positionierer (1)
nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
18. Verfahren zur Herstellung eines Crimpwerkzeug-Positionierers (1), insbesondere zur
Herstellung eines Crimpwerkzeug-Positionierers (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
16, mit folgenden Verfahrensschritten:
a) Herstellung eines Grundkörpers (4) in einem Spritzgussverfahren in einem ersten
Verfahrensschritt (65), wobei
aa) ein erstes Kunststoffmaterial in eine Form eingespritzt wird und
ab) die Form und/oder ein Einleger oder ein Kern
- einen Teilbereich (44) einer Aufnahme (5) und
- eine Ausnehmung (40) für eine Auskleidung (41)
begrenzen, und
b) Einspritzen eines zweiten Kunststoffmaterials, welches härter oder verschleißfester
als das erste Kunststoffmaterial ist, in eine Kavität in einem zweiten Verfahrensschritt
(66),
c) wobei die Kavität von dem Grundkörper (4) aus dem ersten Kunststoffmaterial und
einem Einleger oder einem Kern begrenzt wird und
d) wobei die Kontur einer Außenfläche des Einlegers und/oder des Kerns derart angeordnet
und ausgebildet sind/ist, dass die Aufnahme (5) gemeinsam von
- dem von dem ersten Kunststoffmaterial begrenzten Teilbereich (44) und
- dem in die Kavität eingespritzten zweiten Kunststoffmaterial begrenzt ist.