Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Reinigungsgerät, insbesondere ein Bodenreinigungsgerät,
mit einer um eine Drehachse rotierbaren Reinigungswalze zur Bearbeitung einer zu reinigenden
Fläche, wobei die Reinigungswalze zumindest teilweise als Hohlkörper mit einem innenliegenden
Flüssigkeitsraum ausgebildet ist, wobei der Hohlkörper mindestens eine Hohlkörperöffnung
zum Austritt von Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum aufweist.
Stand der Technik
[0002] Reinigungsgeräte der vorgenannten Art sind im Stand der Technik bekannt. Die Druckschrift
DE 20 2007 017 026 U1 offenbart beispielsweise ein Bodenreinigungsgerät mit einer als Wischwalze ausgebildeten
Reinigungswalze, welche von innen her mit Reinigungsflüssigkeit versorgt wird. Dazu
weist die Reinigungswalze einen flüssigkeitsdurchlässigen Hohlkörper auf. Dieser ist
zur Befeuchtung eines außen auf die Reinigungswalze aufgebrachten Reinigungstuches
mit Öffnungen versehen, beispielsweise in der Form von Löchern, Schlitzen, Bohrungen
und dergleichen. Das Reinigungstuch und/oder ein gegebenenfalls zwischen dem Hohlkörper
und dem Reinigungstuch angeordneter Schwammkörper ist saugfähig ausgebildet, so dass
permanent Flüssigkeit aus dem Hohlkörper durch die Öffnungen angesaugt wird. Durch
den Anpressdruck während einer Verschiebung des Reinigungsgerätes über die zu reinigende
Fläche wird die Flüssigkeit von dem Reinigungstuch bzw. dem Schwammkörper auf die
zu reinigende Fläche übertragen.
[0003] Nachteilig dabei ist, dass aus dem Flüssigkeitsraum der Reinigungswalze permanent
Flüssigkeit an die Oberfläche des Hohlkörpers, d. h. auch an das Reinigungstuch und/oder
den Schwammkörper, abgegeben wird. Somit wird Flüssigkeit auch dann abgegeben, wenn
die Reinigungswalze gerade nicht für einen Reinigungsvorgang verwendet wird, sondern
beispielsweise nur transportiert wird.
Zusammenfassung der Erfindung
[0004] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Reinigungsgerät zu schaffen, bei welchem
Flüssigkeit nur unter bestimmten Bedingungen aus dem Flüssigkeitsraum an die Oberfläche
des Hohlkörpers gefördert wird, so dass es nicht zu einem ungewünschten Austritt oder
Abtropfen kommen kann.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung vor, dass der Hohlkörperöffnung ein
mechanisch betätigbares Ventilelement zugeordnet ist, welches abhängig von dem Betrag
einer aufgrund einer Rotation der Reinigungswalze auf das Ventilelement wirkenden
Zentrifugalkraft in eine die Hohlkörperöffnung verschließende Schließstellung und/oder
in eine die Hohlkörperöffnung freigebende Öffnungsstellung verlagerbar ist.
[0006] Gemäß der Erfindung hängt es von der an dem Ventilelement angreifenden Zentrifugalkraft
ab, ob Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum an die Oberfläche des Hohlkörpers abgegeben
wird oder nicht. Der Begriff mechanisch betätigbares Ventilelement bezeichnet somit
ein selbsttätig kraftabhängig arbeitendes Ventil und kein manuell von einem Nutzer
zu betätigendes Ventil. Dabei liegt die Erkenntnis zugrunde, dass bei einer Rotation
der Reinigungswalze eine drehzahlabhängige Zentrifugalkraft auf das Ventilelement
wirkt, welche die in dem Hohlkörper befindliche Flüssigkeit nach radial außen gegen
das Ventilelement drückt. Sobald die Zentrifugalkraft die Schließkraft des Ventilelementes
überwiegt, öffnet das Ventilelement für einen Austritt von Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum.
Dabei ist die auf das Ventilelement wirkende Zentrifugalkraft von der Masse der Flüssigkeit,
der Masse des Ventilelementes, dem Abstand der Flüssigkeit bzw. des Ventilelementes
zu der Drehachse x und der Drehzahl der Reinigungswalze abhängig. Bei Überschreiten
einer durch die aktuellen Parameter der Reinigungswalze und der Flüssigkeit definierten
Mindest-Zentrifugalkraft wird die Hohlkörperöffnung von dem Ventilelement freigegeben.
Dabei wird das Ventilelement von der Schließstellung in die Öffnungsstellung verlagert.
[0007] Es wird vorgeschlagen, dass das Ventilelement ausgebildet ist, ab Erreichen einer
Mindestdrehzahl der Reinigungswalze einen Austritt von Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum
zu erlauben. Bei im Übrigen konstanten Parametern ist die Verlagerung des Ventilelementes
von der Schließstellung in die Öffnungsstellung, und umgekehrt, ausschließlich von
der Drehzahl der Reinigungswalze um die Drehachse abhängig. Dabei ist eine Mindestdrehzahl
definiert, bei deren Überschreitung das Ventilelement in die Öffnungsstellung verlagert
wird und somit ein Austritt von Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum möglich ist.
Es empfiehlt sich dabei, die Flüssigkeitsmenge innerhalb des Flüssigkeitsraums konstant
zu halten, d. h. bei Abgabe von Flüssigkeit durch die Hohlkörperöffnungen eine entsprechende
Flüssigkeitsmenge nachzufüllen. Sofern die definierte Mindestdrehzahl nicht erreicht
ist, d. h. die Reinigungswalze mit einer geringeren Drehzahl rotiert, kann die Flüssigkeit
nicht aus dem Flüssigkeitsraum an die Oberfläche des Hohlkörpers gelangen. Somit kann
über die Drehzahleinstellung der Reinigungswalze gezielt gesteuert werden, wann Flüssigkeit
aus dem Hohlkörper austritt und wann nicht. Während eines bloßen Transports des Reinigungsgerätes,
bei welchem sich die Reinigungswalze in der Regel nicht dreht, kann der Austritt von
Flüssigkeit somit wirksam verhindert werden. Demgegenüber wird die Reinigungswalze
für einen Reinigungsvorgang, der die Verwendung von Flüssigkeit erfordert, mit einer
die Mindestdrehzahl übersteigenden Drehzahl rotiert, so dass die Zentrifugalkraft
das Ventilelement in die Öffnungsstellung verlagert und Flüssigkeit an die zu reinigende
Fläche abgegeben werden kann. Zur Definition einer geeigneten Mindestdrehzahl kann
(konservativ) auch ein leerer Flüssigkeitsraum angenommen werden, falls kein permanentes
Nachfüllen von Flüssigkeit in den Flüssigkeitsraum vorgesehen ist.
[0008] Es wird vorgeschlagen, dass dem Ventilelement ein Rückstellelement, insbesondere
eine Feder, zugeordnet ist und/oder das Ventilelement als Rückstellelement ausgebildet
ist, wobei die Rückstellkraft des Rückstellelementes entgegen der Zentrifugalkraft
in Richtung der Schließstellung wirkt. Die Rückstellkraft des Rückstellelementes wirkt
der an dem Ventilelement eingreifenden Zentrifugalkraft entgegen. Dabei kann das Rückstellelement
separat zu dem Ventilelement ausgebildet sein, beispielsweise in Form einer separaten
Druckfeder, Zugfeder, Drehfeder oder dergleichen. Alternativ kann das Ventilelement
selbst als Rückstellelement ausgebildet sein oder das Rückstellelement als integralen
Bestandteil aufweisen. Beispielsweise kann das Ventilelement aus einem elastischen
Material gebildet sein, welches aufgrund der Zentrifugalkraft zumindest teilweise
verlagerbar ist. Beispielsweise kann das Ventilelement ein Filmscharnier aufweisen
oder im Randbereich der Hohlkörperöffnung elastisch ausgebildet sein, so dass eine
Verlagerung aufgrund der angreifenden Zentrifugalkraft möglich ist. Das Rückstellelement
ist dabei jeweils so auszulegen, dass die Rückstellkraft bei einer definierten Drehzahl
der Reinigungswalze geringer ist als die angreifende Zentrifugalkraft, so dass das
Ventilelement bei Überschreiten der Mindestdrehzahl öffnet. Für die Berechnung kann
vorteilhaft ein leerer Flüssigkeitsraum (ohne Flüssigkeit) herangezogen werden.
[0009] Es kann vorgesehen sein, dass das Ventilelement mindestens ein schwenkbeweglich an
dem Hohlkörper angeordnetes Verschlusselement aufweist. Dieses schwenkbeweglich angeordnete
Verschlusselement kann beispielsweise eine schwenkbewegliche Ventilklappe sein, welche
an dem die Hohlkörperöffnung begrenzenden Randbereich des Hohlkörpers angeordnet ist.
Das Ventilelement kann entweder nur ein schwenkbeweglich angeordnetes Verschlusselement,
d. h. beispielsweise nur eine Ventilklappe, aufweisen, oder mehrere Verschlusselemente.
Das Verschlusselement bzw. die Verschlusselemente können dabei relativ zu der Oberfläche
des Hohlkörpers nach radial innen oder radial außen versetzt sein, so dass diese bündig
mit der Außen- oder Innenfläche des Hohlkörpers abschließen. Das schwenkbewegliche
Verschlusselement kann entweder ein separates, an dem Hohlkörper befestigtes Verschlusselement
sein, oder integral mit dem Hohlkörper ausgebildet sein, beispielsweise als Filmscharnier,
elastischer Randbereich des Hohlkörpers oder ähnliches.
[0010] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass das Ventilelement ein linear beweglich, insbesondere
schiebebeweglich, an dem Hohlkörper angeordnetes Verschlusselement aufweist. Das Verschlusselement
ist in der Schließstellung des Ventilelementes vor der Hohlkörperöffnung angeordnet
und kann durch eine senkrecht zu der Ebene der Hohlkörperöffnung gerichtete Bewegung
von der Hohlkörperöffnung beabstandet werden. Insbesondere wird vorgeschlagen, dass
das Verschlusselement an einem freien Endbereich eines Rückstellelementes, insbesondere
einer Feder, angeordnet ist, deren Rückstellkraft senkrecht zu der Ebene der Hohlkörperöffnung
wirkt. Bei Überschreiten eines bestimmten Betrages der Zentrifugalkraft wird das Verschlusselement
somit entgegen der Rückstellkraft des Rückstellelementes von der Hohlkörperöffnung
entfernt, so dass sich zwischen der Hohlkörperöffnung und dem Verschlusselement ein
Strömungsweg für die aus dem Hohlkörper ausströmende Flüssigkeit bildet.
[0011] Es wird des Weiteren vorgeschlagen, dass das Ventilelement ein elastisch ausgebildeter,
die Hohlkörperöffnung begrenzender Randbereich des Hohlkörpers ist. Gemäß dieser Ausgestaltung
weist der Hohlkörper zumindest im Randbereich der Hohlkörperöffnung ein elastisches
Material auf, so dass sich der Randbereich aufgrund der angreifenden Zentrifugalkraft
nach radial außen (bezogen auf den Hohlkörper) verlagert und die Hohlkörperöffnung
vergrößert wird. Bezogen auf die Schließstellung ist der elastische Randbereich vorteilhaft
so ausgebildet, dass ein Austritt von Flüssigkeit durch die Hohlkörperöffnung nicht
möglich ist. Dies kann durch in der Schließstellung einander überlappende Teilbereiche
des Randbereiches erreicht werden. In der Öffnungsstellung sind die Randbereiche voneinander
beabstandet und ist die Hohlkörperöffnung freigegeben.
[0012] Des Weiteren kann der Hohlkörper aus einer zumindest teilweise elastischen Membran
gebildet sein, wobei mindestens eine Hohlkörperöffnung in der Schließstellung zusammengezogen
und in der Öffnungsstellung auseinandergedrückt ist. Der Hohlkörper kann somit aus
einer Membran gebildet sein, welche beispielsweise nadelstichförmige Hohlkörperöffnungen
aufweist, die sich abhängig von dem Betrag der angreifenden Zentrifugalkraft mehr
oder weniger öffnen und somit einen Strömungsweg für Flüssigkeit aus dem Hohlkörper
freigeben. Die Hohlkörperöffnungen sind somit in der Schließstellung punktförmig zusammengezogen
und in der Öffnungsstellung auseinandergedrückt. Es empfiehlt sich dabei für die Membran
ein Material mit einem Elastizitätsmodul, der ein schnelles Öffnen und Schließen der
Hohlkörperöffnung in Abhängigkeit von einer Änderung des Betrages der Zentrifugalkraft
erlaubt. Insbesondere eignen sich gummiartige Materialien.
[0013] Alternativ kann vorgesehen sein, dass an dem Hohlkörper eine zumindest teilweise
elastische, zumindest eine Membranöffnung aufweisende Membran angeordnet ist. In diesem
Fall ist der Hohlkörper bevorzugt aus einem Hartkunststoff ausgebildet und mit einer
elastischen, oder zumindest teilweise elastischen, Membran beschichtet. Die Membran
weist dabei Membranöffnungen auf, durch welche aus dem Hohlkörper ausströmende Flüssigkeit
nach außen gelangen kann.
[0014] Insbesondere empfiehlt es sich, dass die Membranöffnung der Membran und die Hohlkörperöffnung
des Hohlkörpers bezogen auf eine radiale Richtung der Reinigungswalze auf einer gemeinsamen
Geraden angeordnet sind. Dadurch liegen die Öffnungen der Membran und des Hohlkörpers
übereinander, so dass aus dem Hohlkörper ausströmende Flüssigkeit unmittelbar durch
die korrespondiere Membranöffnung an die nach außen weisende Oberfläche der Membran
gelangen kann. Alternativ ist es grundsätzlich jedoch auch möglich, dass die Membranöffnung
und die Hohlkörperöffnung nicht exakt übereinanderliegen, sondern beispielsweise sowohl
die Membran als auch der Hohlkörper eine Vielzahl von unregelmäßig auf dem Umfang
angeordneten Öffnungen aufweisen, beispielsweise nach der Art zweier übereinanderliegender
perforierter Wandungen.
[0015] Es wird vorgeschlagen, dass die Membran ortsfest an dem Hohlkörper angeordnet ist.
Insbesondere kann die Membran radial außen an dem Hohlkörper befestigt sein. Zur Befestigung
eignen sich unterschiedliche Verfahren, beispielsweise Beschichtung, Spritzguss, Kleben
oder ähnliches. Durch die ortsfeste Anordnung der Membran an dem Hohlkörper können
konstante Strömungswege für die Flüssigkeit geschaffen werden, welche auch bei Rotation
der Reinigungswalze bestehen bleiben.
[0016] Das erfindungsgemäße Reinigungsgerät ist nicht nur auf Feuchtreinigungsgeräte beschränkt,
sondern kann ebenfalls ein Trockenreinigungsgerät sein, welches ausschließlich für
den Fall der Reinigung der Reinigungswalze mit einer Drehzahl über der Mindestdrehzahl
betrieben wird. Bei Rotation der Reinigungswalze während einer üblichen Flächenbearbeitung
wird die Mindestdrehzahl nicht überschritten, so dass Flüssigkeit nicht aus dem Hohlkörper
austreten kann. Somit kann mittels der Reinigungswalze eine Trockenreinigung bei einer
ersten, geringen Drehzahl durchgeführt werden, ohne dass ungewollt Flüssigkeit aus
dem Hohlkörper austritt. Erst bei Erreichen oder Überschreiten der Mindestdrehzahl
der Reinigungswalze wird Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum abgegeben.
[0017] Es wird vorgeschlagen, dass die definierte Mindestdrehzahl der Reinigungswalze mindestens
150 U/min bis hin zu 3.000 U/min beträgt. Die angegebene Mindestdrehzahl von 150 U/min
hebt sich dabei deutlich von einer nur zufälligen Rotation der Reinigungswalze während
eines Transports des Reinigungsgerätes ab. Ebenso übersteigt diese Mindestdrehzahl
auch die Drehzahl der Reinigungswalze bei einem bloßen Verschieben des Reinigungsgerätes
über die zu reinigende Fläche. Insbesondere entspricht der angegebene Drehzahlbereich
von 150 U/min bis 3.000 U/min üblichen Rotationsdrehzahlen der Reinigungswalze während
eines Bearbeitungsvorgangs zum Reinigen einer Fläche bzw. für eine Selbstreinigung
der Reinigungswalze von anhaftendem Schmutz. Die erforderliche Mindestdrehzahl zum
Austritt von Flüssigkeit aus dem Hohlkörper wird dabei durch die zuvor genannten Parameter
bestimmt, welche die Zentrifugalkraft beeinflussen.
[0018] Schließlich wird vorgeschlagen, dass der Hohlkörper mit einem Schwammkörper ummantelt
ist. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass der Hohlkörper und/oder
der Schwammkörper mit einem Reinigungstuch, insbesondere einem Mikrofasertuch, ummantelt
ist. Die Oberfläche der Reinigungswalze ist dabei durch einen Schwammkörper und/oder
ein Reinigungstuch belegt. Beispielsweise kann es sich um ein textiles Reinigungstuch
handeln, in welchem der von der zu reinigenden Fläche gelöste Schmutz gebunden wird.
Als besonders vorteilhaft erweist sich in diesem Zusammenhang die Ausbildung des Reinigungstuches
als Mikrofasertuch. Dies ist insbesondere hinsichtlich des Schmutzabtrags von der
zu reinigenden Fläche vorteilhaft. Das Reinigungstuch bzw. der Schwammkörper ist vorteilhaft
saugfähig, so dass eine bestimmte Menge Flüssigkeit gespeichert werden kann. Anstatt
des Reinigungstuches oder alternativ zwischen dem Hohlkörper und dem Reinigungstuch
kann ein Schwammkörper vorgesehen sein. Dieser Schwammkörper dient insbesondere als
Zwischenspeicher für die Flüssigkeit. Er saugt die Flüssigkeit, welche durch die Hohlkörperöffnungen
des Hohlkörpers austritt, auf und gibt diese an das Reinigungstuch bzw. die zu reinigende
Fläche ab.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0019] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Reinigungsgerät,
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Reinigungswalze,
- Fig. 3
- einen Hohlkörper einer Reinigungswalze gemäß einer ersten Ausführungsvariante,
- Fig. 4
- einen Hohlkörper einer Reinigungswalze gemäß einer zweiten Ausführungsvariante,
- Fig. 5
- einen Hohlkörper einer Reinigungswalze gemäß einer dritten Ausführungsvariante,
- Fig. 6
- einen Hohlkörper einer Reinigungswalze gemäß einer vierten Ausführungsvariante.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0020] Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu Figur 1 ein Reinigungsgerät
1 in Form eines Feuchtreinigungsgerätes zur Feuchtreinigung einer zu reinigenden Fläche.
Das Reinigungsgerät 1 weist ein Vorsatzgerät 11 auf, welches bei einem Reinigungsvorgang
in Kontakt mit der zu reinigenden Fläche steht. Das Vorsatzgerät 11 weist hier beispielsweise
zwei Reinigungswalzen 2 auf, welche von innen mit Flüssigkeit beaufschlagt werden
können. Hierzu weist das Vorsatzgerät 11 einen Tank (nicht dargestellt) auf, welcher
durch eine Einfüllöffnung 12 mit Flüssigkeit beaufschlagt werden kann. Die Flüssigkeit
gelangt kontinuierlich über Flüssigkeitsleitungen von dem Tank zu den Reinigungswalzen
2. Das Reinigungsgerät 1 stützt sich über die beiden Reinigungswalzen 2 auf der zu
reinigenden Fläche ab. Die Reinigungswalzen 2 erstrecken sich quer zu einer üblichen
Verfahrrichtung r des Reinigungsgerätes 1, welche aus einer üblichen Arbeitsbewegung
eines Nutzers des Reinigungsgerätes 1 resultiert, nämlich generell abwechselnd vor
und zurück, dies gegebenenfalls weiter unter Ausweichen in eine nächstliegende, parallele
Reinigungsbahn. Die Reinigungswalzen 2 erstrecken sich annähernd über die gesamte
quer zur Verfahrrichtung r stehende Breite des Reinigungsgerätes 1. Entsprechend der
gezeigten Anordnung ist jeweils eine Reinigungswalze 2 bei einer Bewegung des Reinigungsgerätes
1 in Verfahrrichtung r vorne bzw. hinten an dem Vorsatzgerät 11 angeordnet. Die Reinigungswalzen
2 sind über einen Elektromotor antreibbar, d. h. um eine Drehachse x rotierbar. Während
eines üblichen Verfahrvorgangs des Reinigungsgerätes 1, ohne Bearbeitung einer zu
reinigenden Fläche, sind die Reinigungswalzen 2 nicht aktiv angetrieben. Vielmehr
ergibt sich dann alleine aufgrund des Reibschlusses zu der zu reinigenden Fläche eine
passive Rotation der Reinigungswalzen 2. Während eines Reinigungsvorgangs der Fläche
mittels der Reinigungswalzen 2 und/oder während einer Selbstreinigung der Reinigungswalzen
2 werden die Reinigungswalzen 2 hingegen aktiv mittels des Motors rotiert. Dabei stellt
sich eine Wischkante entlang der Berührungslinie zwischen der Reinigungswalze 2 und
der zu reinigenden Fläche ein. Diese Wischkante ermöglicht die Reinigung der Fläche
durch Bewegung relativ zu der Fläche, wodurch Schmutz gelöst wird. Die Reinigungswalzen
2 sind zur Feuchtreinigung mit einer Flüssigkeit versorgt. Diese ist vorteilhaft Wasser,
gegebenenfalls zusätzlich mit einem tensidhaltigen Reinigungsmittel versehen. Diese
Flüssigkeit befindet sich zunächst bevorratet in dem Tank des Vorsatzgerätes 11. Über
die Flüssigkeitsleitungen werden die Reinigungswalzen 2 anschließend mit der Flüssigkeit
versorgt. Die Flüssigkeitsleitungen sind mit den axialen Stirnbereichen der Reinigungswalzen
2 verbunden. Ein freier Endbereich einer Flüssigkeitsleitung erstreckt sich somit
parallel zu einer Drehachse x einer Reinigungswalze 2.
[0021] Figur 2 zeigt eine Detailansicht der Reinigungswalze 2. Die Reinigungswalze 2 ist
dabei hinsichtlich ihrer verschiedenen Ummantelungen explosionsartig dargestellt.
Die Reinigungswalze 2 ist grundsätzlich als stirnseitig verschlossener zylindrischer
Hohlkörper 3 ausgebildet, wobei hier zur besseren Veranschaulichung der stirnseitige
Verschluss nicht dargestellt ist. Der Hohlkörper 3 besteht aus einem Hartkunststoff
und ist durch eine Vielzahl von sich über den Umfang erstreckenden Hohlkörperöffnungen
5 flüssigkeitsdurchlässig ausgebildet. Innerhalb des Hohlkörpers 3 ist ein ebenfalls
zylindrischer Flüssigkeitsraum 4 ausgebildet, welcher der Aufnahme von Flüssigkeit
dient. Durch die Hohlkörperöffnungen 5 kann Flüssigkeit unter bestimmten Bedingungen
aus dem Flüssigkeitsraum 4 nach außen gelangen. Der Hohlkörper 3 ist von einem drehfest
an diesem angeordneten Schwammkörper 13 umgeben. Der Schwammkörper 13 ist offenporig
ausgestaltet und besitzt die Fähigkeit zur Zwischenspeicherung von Flüssigkeit. Des
Weiteren ist der Schwammkörper 13 von einem Reinigungstuch 14 überzogen, hier in der
Form eines Mikrofasertuches. Das Reinigungstuch 14, der Schwammkörper 13 und der Hohlkörper
3 sind drehfest miteinander verbunden und gemeinsam um die Drehachse x rotierbar.
[0022] Der Flüssigkeitsraum 4 des Hohlkörpers 3 dient zur Speicherung der Flüssigkeit. Dieser
Speicher wird über den zuvor beschriebenen Tank und die Flüssigkeitsleitungen nachgefüllt.
Sobald der Schwammkörper 13 und/oder das Reinigungstuch 14 mit Flüssigkeit beaufschlagt
sind, geben diese unter Druck, welcher durch eine Verschiebung des Reinigungsgerätes
1 auf der zu reinigenden Fläche entsteht, Flüssigkeit auf die zu reinigende Fläche
ab. Es kommt hierbei zu einem Austritt von Flüssigkeit im Bereich der Wischkante.
Die Flüssigkeit wird dabei aus dem Schwammkörper 13 und/oder aus dem Reinigungstuch
14 ausgequetscht und über das Reinigungstuch 14 auf die zu reinigende Fläche aufgetragen.
Bei weitergehender Rotation der Reinigungswalze 2 in Verfahrrichtung r des Reinigungsgerätes
1 wird Schmutz von der zu reinigenden Fläche gelöst und auf das Reinigungstuch 14
übertragen.
[0023] Die Figuren 3 bis 6 zeigen jeweils schematische Schnitte eines Hohlkörpers 3 einer
Reinigungswalze 2. Der Hohlkörper 3 weist eine Oberfläche mit einer Vielzahl von Hohlkörperöffnungen
5 auf, von welchen (in den Figuren 3 bis 5) zur vereinfachten Darstellung nur jeweils
eine Hohlkörperöffnung 5 dargestellt ist. Die Hohlkörperöffnungen 5 können regelmäßig
oder unregelmäßig auf dem Hohlkörper 3 verteilt sein. Der Hohlkörper 3 umschließt
den Flüssigkeitsraum 4, welcher der Aufnahme der Flüssigkeit dient. Die Flüssigkeit
kann durch die Hohlkörperöffnungen 5 aus dem Flüssigkeitsraum 4 an die Oberfläche
des Hohlkörpers 3 gelangen. Gegebenenfalls kann der Hohlkörper 3 wie zuvor erläutert
auch von einem Schwammkörper 13 und/oder einem Reinigungstuch 14 umgeben sein (in
den Figuren 3 bis 6 nicht dargestellt). Durch die Rotation der Reinigungswalze 2 bildet
sich in dem Flüssigkeitsraum 4 des Hohlkörpers 3 ein Flüssigkeitsring aus, dessen
Zentrifugalkraft auf die Innenwandung des Hohlkörpers 3 wirkt. Die Zentrifugalkraft
wirkt ausgehend von der Drehachse x radial in Richtung der Innenwandung des Hohlkörpers
3, inklusive der darin ausgebildeten Hohlkörperöffnungen 5.
[0024] Gemäß den Figuren ist jeder Hohlkörperöffnung 5 ein Ventilelement 6 zugeordnet, welches
die Hohlkörperöffnung 5 in Abhängigkeit von dem Betrag der Zentrifugalkraft verschließt
oder freigibt. Die Figuren zeigen unterschiedliche Ausführungsvarianten des Ventilelementes
6. Allen Ausführungsvarianten ist jedoch gemeinsam, dass das Ventilelement so ausgebildet
ist, dass dieses abhängig von dem aktuellen Betrag der aufgrund der Rotation der Reinigungswalze
2 auf das Ventilelement 6 wirkenden Zentrifugalkraft in eine die Hohlkörperöffnung
5 verschließende Schließstellung und/oder in eine die Hohlkörperöffnung 5 freigebende
Öffnungsstellung verlagerbar ist. Dazu weist das Ventilelement 6 jeweils ein oder
mehrere Verschlusselemente 7 auf, welche entgegen der Richtung der Zentrifugalkraft
in Richtung der Schließstellung vorgespannt sind, so dass die Kraft, die die Hohlkörperöffnung
zu verschließen sucht, der Zentrifugalkraft entgegensteht. Abhängig von dem Betrag
der Schließkraft und dem Betrag der Zentrifugalkraft kommt es zu einem Öffnen oder
Schließen der Hohlkörperöffnung 5, so dass Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum 4
austreten kann oder nicht. In Abhängigkeit von der aktuellen Drehzahl der Reinigungswalze
2 wirkt eine mehr oder weniger große Zentrifugalkraft auf das Ventilelement 6. Ab
Erreichen einer definierten Mindestdrehzahl kommt es dabei zum Austritt von Flüssigkeit
aus dem Flüssigkeitsraum 4. Diese Mindestdrehzahl hängt von Parametern der Hohlkörperöffnung
5 und des Ventilelementes 6 ab, sowie auch von der Flüssigkeitsmenge, welche bei Rotation
der Reinigungswalze 2 gegen das Ventilelement 6 drückt.
[0025] Figur 3 zeigt eine erste Ausführungsvariante eines Hohlkörpers 3. Dabei weist der
Hohlkörper 3 ein Ventilelement 6 auf, welches einer Hohlkörperöffnung 5 zugeordnet
ist. Die Hohlkörperöffnung 5 ist ausgehend von der äußeren Oberfläche des Hohlkörpers
3 radial nach innen in Richtung der Drehachse x versetzt, wobei sich zwischen der
Hohlkörperöffnung 5 und der Oberfläche des Hohlkörpers 3 ein kammerartiger Ventilbereich
ergibt, welcher strömungstechnisch von dem Flüssigkeitsraum 4 getrennt ist. In dem
kammerartigen Ventilbereich ist ein Verschlusselement 7 des Ventilelementes 6 angeordnet,
welches in eine die Hohlkörperöffnung 5 verschließende Schließstellung und in eine
die Hohlkörperöffnung 5 freigebende Öffnungsstellung verlagerbar ist. Zu diesem Zweck
ist innerhalb des Ventilbereiches zwischen der Oberfläche des Hohlkörpers 3 und der
Hohlkörperöffnung 5 ein Rückstellelement 8 ausgebildet, welches das Verschlusselement
7 an einem der Hohlkörperöffnung 5 benachbarten Endbereich trägt. Das Rückstellelement
8 ist hier als Schraubenfeder ausgebildet, an deren einer Stirnseite das plattenförmige
Verschlusselement 7 angeordnet ist. Das Rückstellelement 8 wirkt mit seiner Rückstellkraft
auf das Verschlusselement 7 und drückt dieses gegen den die Hohlkörperöffnung 5 begrenzenden
Randbereich des Hohlkörpers 3. Dabei wird die Hohlkörperöffnung 5 fluiddicht verschlossen,
so dass keine Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum 4 nach außen gelangen kann. Vorteilhaft
ist das Verschlusselement 7 dabei aus einem Dichtmaterial ausgebildet, beispielsweise
einem gummiartigen Material. Alternativ kann beispielsweise auch der die Hohlkörperöffnung
5 begrenzende Randbereich des Hohlkörpers 3 einen Dichtring oder ähnliches aufweisen.
[0026] Bei einem Stillstand der Reinigungswalze 2 oder bei einer Rotation der Reinigungswalze
2 mit einer aktuellen Drehzahl, die unter einer Mindestdrehzahl zum Austritt von Flüssigkeit
aus dem Flüssigkeitsraum 4 liegt, wird das Verschlusselement 7 durch die Rückstellkraft
des Rückstellelementes 8 abdichtend gegen den Randbereich der Hohlkörperöffnung 5
gedrückt. Dadurch kann keine Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum 4 austreten. Bei
einer Erhöhung der Drehzahl der Reinigungswalze 2, beispielsweise für eine Reinigung
einer zu reinigenden Fläche oder eine Selbstreinigung der Reinigungswalze 2, erhöht
sich die Zentrifugalkraft, welche auf die in Richtung der Drehachse x gewandte Seite
des Ventilelementes 6 wirkt. Die Zentrifugalkraft beinhaltet dabei sowohl einen Kraftanteil
aufgrund der in dem Flüssigkeitsraum 4 enthaltenen Flüssigkeit, die gegen das Verschlusselement
7 wirkt, als auch einen Kraftanteil aufgrund der Masse des Ventilelementes 6 selbst,
insbesondere des Verschlusselementes 7 und des Rückstellelementes 8. Die Zentrifugalkraft
steht dabei der Rückstellkraft des Rückstellelementes 8 entgegen. Dabei nimmt der
Betrag der Zentrifugalkraft mit steigender Drehzahl der Reinigungswalze 2 zu, bis
die Zentrifugalkraft schließlich die Rückstellkraft überwiegt. Ab Erreichen der Mindestdrehzahl
der Reinigungswalze 2 entfernt sich das Verschlusselement 7 von der Hohlkörperöffnung
5, so dass Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum 4 in den kammerartigen Ventilbereich
des Ventilelementes 6 eintreten und schließlich an die Oberfläche des Hohlkörpers
3 gelangen kann. An der Oberfläche des Hohlkörpers 3 kann die Flüssigkeit gegebenenfalls
von einem Schwammkörper 13 und/oder einem Reinigungstuch 14 aufgenommen werden, um
die zu reinigende Fläche optimal mit Flüssigkeit zu benetzen. Das Ventilelement 6
ist somit linear beweglich an dem Hohlkörper 3 angeordnet.
[0027] Figur 4 zeigt eine zweite Ausführungsvariante der Erfindung, bei welcher das Ventilelement
6 ein schwenkbeweglich an dem Hohlkörper 3 angeordnetes Verschlusselement 7, hier
eine Verschlussklappe, aufweist. Das klappenartige Verschlusselement 7 ist mit einem
Rückstellelement 8, hier als Drehfeder ausgebildet, innerhalb des kammerartigen Ventilbereiches
des Hohlkörpers 3 angeordnet. Das Rückstellelement 8 ist der Drehachse des Verschlusselementes
7 zugeordnet, wobei die Rückstellkraft das Verschlusselement 7 in die die Hohlkörperöffnung
5 verschließende Schließstellung zu verschwenken sucht. In der Öffnungsstellung stößt
das Verschlusselement 7 an einen Endanschlag, welcher an dem kammerartigen Ventilbereich
des Hohlkörpers 3 ausgebildet ist, so dass der Schwenkwinkel während der Öffnungsstellung
begrenzt ist. Die Rückstellkraft des Rückstellelementes 8 wirkt der Zentrifugalkraft
während der Rotation der Reinigungswalze 2 entgegen, so dass es erst ab Erreichen
einer Mindestdrehzahl der Reinigungswalze 2 zu einem Verschwenken des Ventilelementes
6 in die Öffnungsstellung kommt und Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum 4 entweichen
kann.
[0028] Figur 5 zeigt eine dritte Ausführungsvariante der Erfindung, bei welcher das Ventilelement
6 durch einen elastisch ausgebildeten, die Hohlkörperöffnung 5 begrenzenden Randbereich
des Hohlkörpers 3 gebildet ist. Hier besteht das Ventilelement 6 (dunkelgrau dargestellt)
beispielsweise aus einem Gummimaterial, welches sich in Abhängigkeit von der dem Material
innewohnenden Rückstellkraft und dem Betrag der Zentrifugalkraft in Richtung der Schließstellung
bzw. der Öffnungsstellung verlagert. Durch die von radial innen an dem Verschlusselement
7 angreifende Zentrifugalkraft kommt es zu einer elastischen Verformung der Verschlusselemente
7, nämlich der Randbereiche des Hohlkörpers 3, nach radial außen, so dass die Hohlkörperöffnung
5 zum Austritt von Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum 4 freigegeben wird. Sobald
die Zentrifugalkraft aufgrund einer Verringerung der Drehzahl der Reinigungswalze
2 unter eine definierte Mindestdrehzahl sinkt, überwiegt die Rückstellkraft der Verschlusselemente
7, so dass das Ventilelement 6 wieder in die Schließstellung verlagert wird. Die Verschlusselemente
7 können einteilig mit den übrigen Teilbereichen des Hohlkörpers 3 ausgebildet sein,
unter anderem können auch unterschiedliche Materialien durch Spritzguss, Schweißen
oder ähnliches miteinander verbunden sein. Des Weiteren ist es möglich, dass die Verschlusselemente
7 nach der Art eines Filmscharniers mit den übrigen Teilbereichen des Hohlkörpers
3 in Verbindung stehen und zwischen den Verschlusselementen 7 und dem Hohlkörper 3
eine Drehachse für die Schwenkbewegung der Verschlusselemente 7 ausgebildet ist. Diese
Drehachse ist vorteilhaft entweder materialbedingt oder durch ein separates Rückstellelement
8 mit einer Rückstellkraft beaufschlagt, welche in Richtung der Schließstellung wirkt.
Obwohl die Verschlusselemente 7 in der Darstellung eine gleiche Stärke aufweisen wie
die Wandung des Hohlkörpers 3, kann es auch vorgesehen sein, dass die Verschlusselemente
7 eine geringere Stärke aufweisen und nach innen oder außen versetzt an dem Hohlkörper
3 angeordnet sind. Darüber hinaus ist es selbstverständlich auch möglich, eine unterschiedliche
Anzahl von Verschlusselementen 7 zu verwenden, beispielsweise nur ein Verschlusselement
7, zwei Verschlusselemente 7 oder auch mehrere Verschlusselemente 7. Die Hohlkörperöffnung
5 kann wahlweise rund, oval, eckig usw. ausgebildet sein.
[0029] Figur 6 zeigt schließlich eine vierte Ausführungsvariante der Erfindung, bei welcher
der Hohlkörper 3 mit einer elastischen Membran 9 umgeben ist. Die Membran 9 ist ortsfest,
d. h. drehfest, an dem Hohlkörper 3 angeordnet, wobei die Membran 9 an der von der
Drehachse x abgewandten Seite des Hohlkörpers 3 befestigt ist. Die Membran 9 weist
eine Mehrzahl von Membranöffnungen 10 auf, wobei jeder Hohlkörperöffnung 5 einer Membranöffnung
10 des Hohlkörpers 3 zugeordnet ist, so dass die Öffnungen 5, 10 bezogen auf eine
radiale Richtung ausgehend von der Drehachse x auf einer gemeinsamen Geraden liegen.
Das elastische Material der Membran 9 ist im Bereich der Membranöffnungen 10 überlappend
ausgebildet, so dass die nadelförmig ausgebildeten Membranöffnungen 10 in der Schließstellung
verschlossen sind, wobei das Material in der Öffnungsstellung aufgrund der von radial
innen angreifenden Zentrifugalkraft nach außen gedrückt wird, so dass sich die Membranöffnungen
10 aufgrund der elastischen Eigenschaft des Materials der Membran 9 vergrößern.
[0030] Die Ausführungsvariante gemäß Figur 6 könnte ebenfalls so abgewandelt sein, dass
der Hohlkörper 3 selbst als elastische Membran 9 mit entsprechenden Membranöffnungen
10 ausgebildet ist. Die Rückstellkraft zum Erreichen der Schließstellung des Ventilelementes
6 ergibt sich dabei, wie auch gemäß Figur 6, durch die dem Material innenwohnende
Rückstellkraft. Abhängig von dem Betrag der Rückstellkraft und der entgegenwirkenden
Zentrifugalkraft kommt es zu einem drehzahlabhängigen Öffnen der Membranöffnungen
10, wobei Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum 4 abgegeben wird. Insbesondere kommt
es aufgrund des geringen Durchmessers der nadelförmigen Membranöffnungen 10 zu einem
Ausspritzen von Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum 4.
[0031] Alle gezeigten Ausführungsvarianten der Erfindung haben gemeinsam, dass keine Flüssigkeit
aus dem Flüssigkeitsraum 4 austreten kann, wenn das Reinigungsgerät 1 nicht in Kontakt
mit einer zu reinigenden Fläche steht, sondern beispielsweise transportiert wird.
Dabei ist die Drehzahl der Reinigungswalze 2 Null, so dass die Mindestdrehzahl zum
Öffnen der Hohlkörperöffnung 5 bzw. Membranöffnung 10 nicht überschritten wird. Wenn
die Reinigungswalze 2 hingegen für einen Reinigungsvorgang mit einer größeren Drehzahl
als der Mindestdrehzahl rotiert, kann die Flüssigkeit durch die Hohlkörperöffnung
5 bzw. Membranöffnung 10 aus dem Flüssigkeitsraum 4 austreten und für den Reinigungsvorgang
verwendet werden.
Liste der Bezugszeichen
[0032]
- 1
- Reinigungsgerät
- 2
- Reinigungswalze
- 3
- Hohlkörper
- 4
- Flüssigkeitsraum
- 5
- Hohlkörperöffnung
- 6
- Ventilelement
- 7
- Verschlusselement
- 8
- Rückstellelement
- 9
- Membran
- 10
- Membranöffnung
- 11
- Vorsatzgerät
- 12
- Einfüllöffnung
- 13
- Schwammkörper
- 14
- Reinigungstuch
- x
- Drehachse
- r
- Verfahrrichtung
1. Reinigungsgerät (1), insbesondere Bodenreinigungsgerät, mit einer um eine Drehachse
(x) rotierbaren Reinigungswalze (2) zur Bearbeitung einer zu reinigenden Fläche, wobei
die Reinigungswalze (2) zumindest teilweise als Hohlkörper (3) mit einem innenliegenden
Flüssigkeitsraum (4) ausgebildet ist, wobei der Hohlkörper (3) mindestens eine Hohlkörperöffnung
(5) zum Austritt von Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörperöffnung (5) ein mechanisch betätigbares Ventilelement (6) zugeordnet
ist, welches abhängig von dem Betrag einer aufgrund einer Rotation der Reinigungswalze
(2) auf das Ventilelement (6) wirkenden Zentrifugalkraft in eine die Hohlkörperöffnung
(5) verschließende Schließstellung und/oder in eine die Hohlkörperöffnung (5) freigebende
Öffnungsstellung verlagerbar ist.
2. Reinigungsgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (6) ausgebildet ist, ab Erreichen einer Mindestdrehzahl (nmin) der Reinigungswalze (2) einen Austritt von Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsraum
(4) zu erlauben.
3. Reinigungsgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ventilelement (6) ein Rückstellelement (8), insbesondere eine Feder, zugeordnet
ist und/oder das Ventilelement (6) als Rückstellelement (8) ausgebildet ist, wobei
die Rückstellkraft des Rückstellelementes (8) entgegen der Zentrifugalkraft in Richtung
der Schließstellung wirkt.
4. Reinigungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (6) mindestens ein schwenkbeweglich an dem Hohlkörper (3) angeordnetes
Verschlusselement (7) aufweist.
5. Reinigungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (6) ein linear beweglich, insbesondere schiebebeweglich, an dem
Hohlkörper (3) angeordnetes Verschlusselement (7) aufweist.
6. Reinigungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (6) ein elastisch ausgebildeter, die Hohlkörperöffnung (5) begrenzender
Randbereich des Hohlkörpers (3) ist.
7. Reinigungsgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörper (3) aus einer zumindest teilweise elastischen Membran (9) gebildet
ist, wobei mindestens eine Hohlkörperöffnung (5) in der Schließstellung zusammengezogen
und in der Öffnungsstellung auseinandergedrückt ist.
8. Reinigungsgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Hohlkörper (3) eine zumindest teilweise elastische, zumindest eine Membranöffnung
(10) aufweisende Membran (9) angeordnet ist.
9. Reinigungsgerät (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Membranöffnung (10) und die Hohlkörperöffnung (5) bezogen auf eine radiale Richtung
der Reinigungswalze (2) auf einer gemeinsamen Geraden angeordnet sind.
10. Reinigungsgerät (1) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (9) ortsfest an dem Hohlkörper (3) angeordnet, insbesondere radial außen
an dem Hohlkörper (3) befestigt, ist.
1. A cleaning device (1), particularly a floor cleaning device, with a cleaning roller
(2) that is rotatable about an axis of rotation (x) and serves for treating a surface
to be cleaned, wherein the cleaning roller (2) is at least partially realized in the
form of a hollow body (3) with an internal liquid chamber (4), and wherein the hollow
body (3) features at least one hollow body opening (5) for releasing liquid from the
liquid chamber (4), characterized in that a mechanically actuated valve element (6) is assigned to the hollow body opening
(5), wherein said valve element can be displaced into a closing position, in which
the hollow body opening (5) is closed, and/or into an opening position, in which the
hollow body opening (5) is released, depending on the magnitude of a centrifugal force
that acts upon the valve element (6) as a result of a rotation of the cleaning roller
(2).
2. The cleaning device (1) according to claim 1, characterized in that the valve element (6) is designed for allowing a release of liquid from the liquid
chamber (4) once the cleaning roller (2) has reached a minimum rotational speed (nmin).
3. The cleaning device (1) according to claim 1 or 2, characterized in that a return element (8), particularly a spring, is assigned to the valve element (6)
and/or that the valve element (6) is realized in the form of a return element (8),
wherein the restoring force of the return element (8) acts opposite to the centrifugal
force in the direction of the closing position.
4. The cleaning device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the valve element (6) features at least one closing element (7) that is pivotably
arranged on the hollow body (3).
5. The cleaning device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the valve element (6) features a closing element (7), which is arranged on the hollow
body (3) in a linearly movable fashion, in particular slidably.
6. The cleaning device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the valve element (6) is formed by an elastic edge region of the hollow body (3),
which defines the hollow body opening (5).
7. The cleaning device (1) according to one of claims 1 to 6, characterized in that the hollow body (3) is formed by an at least partially elastic diaphragm (9), wherein
at least one hollow body opening (5) is contracted in the closing position and expanded
in the opening position.
8. The cleaning device (1) according to one of claims 1 to 6, characterized in that an at least partially elastic diaphragm (9) containing at least one diaphragm opening
(10) is arranged on the hollow body (3).
9. The cleaning device (1) according to claim 8, characterized in that the diaphragm opening (10) and the hollow body opening (5) are arranged on a common
straight line referred to a radial direction of the cleaning roller (2).
10. The cleaning device (1) according to claim 8 or 9, characterized in that the diaphragm (9) is arranged on the hollow body (3) in a stationary fashion, particularly
fastened on the radially outer side of the hollow body (3).
1. Dispositif de nettoyage (1), en particulier dispositif de nettoyage de sol, ayant
un rouleau de nettoyage (2) pouvant tourner autour d'un axe de rotation (x) pour traiter
une surface à nettoyer, dans lequel le rouleau de nettoyage (2) est au moins partiellement
réalisé sous la forme d'un corps creux (3) avec un espace interne à liquide (4), dans
lequel le corps creux (3) présente au moins une ouverture de corps creux (5) pour
la sortie de liquide hors de l'espace à liquide (4), caractérisé en ce qu'est associé à l'ouverture de corps creux (5) un élément de soupape actionnable mécaniquement
(6) qui, en fonction de l'importance d'une force centrifuge agissant sur l'élément
de soupape (6) du fait d'une rotation du rouleau de nettoyage (2), est déplaçable
dans une position de fermeture fermant l'ouverture de corps creux (5) et/ou une position
d'ouverture libérant l'ouverture de corps creux (5) .
2. Dispositif de nettoyage (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de soupape (6) est formé pour permettre une sortie de liquide hors de l'espace
à liquide (4) dès qu'une vitesse de rotation minimale (nmin) du rouleau de nettoyage (2) est atteinte.
3. Dispositif de nettoyage (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'à l'élément de soupape (6) est associé un élément de rappel (8), en particulier un
ressort, et/ou en ce que l'élément de soupape (6) est conçu sous la forme d'un élément de rappel (8), dans
lequel la force de rappel de l'élément de rappel (8) agit à l'encontre de la force
centrifuge dans la direction de la position fermée.
4. Dispositif de nettoyage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de soupape (6) présente au moins un élément de fermeture (7) agencé de
manière pivotante sur le corps creux (3).
5. Dispositif de nettoyage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de soupape (6) présente un élément de fermeture (7) agencé mobile linéairement,
en particulier mobile de manière coulissante, sur le corps creux (3).
6. Dispositif de nettoyage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de soupape (6) est une zone de bord du corps creux (3) laquelle est élastique
et délimite l'ouverture de corps creux (5).
7. Dispositif de nettoyage (1) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le corps creux (3) est formé d'une membrane au moins partiellement élastique (9),
dans lequel au moins une ouverture de corps creux (5) est resserrée dans la position
de fermeture et écartée dans la position d'ouverture.
8. Dispositif de nettoyage (1) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que sur le corps creux (3) est agencée au moins une membrane (9) partiellement élastique
présentant au moins une ouverture de membrane (10).
9. Dispositif de nettoyage (1) selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'ouverture de la membrane (10) et l'ouverture du corps creux (5) sont agencées sur
une droite commune par rapport à une direction radiale du rouleau de nettoyage (2).
10. Dispositif de nettoyage (1) selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que la membrane (9) est agencée de manière fixe sur le corps creux (3), en particulier
est fixée radialement extérieurement sur le corps creux (3).