[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Übertragen eines Dekorabschnitts
einer Prägefolie auf ein Substrat.
[0002] Bei der Applikation von Prägefolien, die im Lackpaket insbesondere stark vernetzende
Lacksysteme, zum Beispiel UV-vernetzende Lacksysteme und/oder Lacksysteme mit hoher
Schichtstärke, d. h. mit einer Dicke größer als 5 µm der Übertragungslage ohne Trägerfolie
enthalten, ist es nur sehr schwer möglich, bei der Prägung eine saubere Trennkante
zu erzeugen. Die Trennung des Folienverbundes erfolgt in diesen Fällen zudem nicht
an der Kante des Applikationswerkzeuges, sondern in einer undefinierten Position.
Durch die starke Vernetzung kommt es in den Lacken zur Bildung von vergleichsweise
langen oder sehr langen Polymerketten, wodurch die physikalischen Eigenschaften der
Lacke entsprechend beeinflusst werden. Abhängig von der Härte eines stark vernetzten
Lackes kann beispielsweise ein vergleichsweise harter und spröder Lack beim Prägen
undefiniert brechen, wobei Lack-Flakes unterschiedlicher Größe als unerwünschte Verunreinigung
entstehen können. Ein beispielsweise vergleichsweise weicher und elastischer Lack
kann beim Prägen nicht oder nur unvollständig brechen oder undefiniert reißen, sodass
im ungünstigsten Falle gar keine Trennkante entsteht. Im Normalfall bilden sich bei
Prägungen dieser Art vagabundierende Reste der als Lackpaket ausgebildeten Übertragungslage,
die vorerwähnten so genannten Flakes, die im weiteren Verarbeitungsprozess des beprägten
Substrates zur Verunreinigung der Maschinen und somit zu erhöhtem Reinigungsaufwand
führen. Im Extremfall kann sich durch diese Flakes der Ausschuss der Produktion deutlich
erhöhen.
[0003] Unter Flakes werden von der Trägerfolie abgelöste Teile der Übertragungslage verstanden,
die nicht auf das Substrat appliziert wurden. Die Flakes hängen dabei, ohne auf dem
Substrat zu haften, an den auf dem Substrat haftenden Teilen eines auf dem Substrat
applizierten Dekorabschnitts und können dort im weiteren Verarbeitungsprozess unkontrollierbar
entweder hängen bleiben oder abreißen und dadurch entsprechende Störungen im Verarbeitungsprozess
der Prägefolie und/oder des Substrats verursachen. Flakes können sehr klein, insbesondere
im Mikrometerbereich und damit z.B. staubförmig sein, aber auch vergleichsweise groß,
insbesondere im Bereich von mehreren Millimetern oder auch Zentimetern in zumindest
einer Ausdehnungsrichtung sein.
[0004] In
US 3,584,572 A wird ein Verfahren und eine Vorrichtung zum gleichzeitigen Heißprägen und Schneiden
beschrieben. Dabei wird ein Dekorabschnitt auf ein Substrat geprägt und im gleichen
Arbeitsgang das Substrat mit dem aufgeprägten Dekorabschnitt aus der Trägerfolie,
welche den Dekorabschnitt zuvor bereitgestellt hat, und dem Substrat ausgeschnitten.
[0005] US 5,517,336 A offenbart eine Sammelkarte mit einem interaktiven Bild sowie die Herstellung einer
solchen Sammelkarte. Bei dem Herstellungsverfahren wird ein Dekorabschnitt mittels
Heißprägen auf die Sammelkarte aufgebracht. Anschließend wird die Prägefolie, welche
zuvor den Dekorabschnitt bereitgestellt hat, in den Bereichen, in denen kein Heißprägen
erfolgt ist, von der Sammelkarte abgezogen.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren anzugeben,
das die Vorteile einer stabilen Prägefolie mit der sauberen Trennung der Dekorabschnitte
von der Trägerfolie miteinander verbindet.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit dem Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren weist den Vorteil auf, dass durch das Ausbilden, das
heißt das mechanische Einpressen bzw. Einprägen des Verdichtungsabschnitts in der
Übertragungslage eine definierte Bruchkante ausgebildet wird, ohne dabei die Trägerfolie
zu beschädigen. In dem Verdichtungsabschnitt werden die Schichten der Übertragungslage
mechanisch so belastet, dass sich dadurch eine Sollbruchstelle an einer definierten
Position bilden kann, die bei einer Biegebeanspruchung leicht bricht. Die Biegebeanspruchung
wird insbesondere durch das spätere Ablösen der Trägerfolie in einem bestimmten Ablösewinkel
gegenüber dem Substrat von dem applizierten Dekorabschnitt ausgeübt.
[0009] Die damit erreichbare saubere Trennung zwischen Dekorabschnitt und Restprägefolie
beim Transfer bzw. bei der Übertragung der Übertragungslage von der Trägerfolie als
Dekorabschnitt auf das Substrat ist bei jeder Art der Applikation, d.h. des Prägens
bzw. Aufbringens auf das Substrat vorteilhaft. Dies schließt eine nicht registrierte
und auch eine registrierte Applikation ein. Bei einer nicht registrierten Applikation
wird der Dekorabschnitt praktisch endlos ohne Beachtung der Relativposition zwischen
Substrat und Dekorabschnitt von der Trägerlage auf das Substrat aufgebracht, transferiert
bzw. übertragen, das heißt geprägt. Bei einer registrierten Applikation wird der Dekorabschnitt
in einer definierten Relativposition zu dem Substrat aufgebracht bzw. auf dieses transferiert
bzw. übertragen, um z.B. ein vorher aufgebrachtes, z.B. aufgedrucktes Dekor in Übereinstimmung,
d.h. ins Register zu dem Dekorabschnitt zu bekommen. Damit können z.B. sich ergänzende
Teildekors aus gedrucktem Dekor und geprägtem Dekor erzeugt werden, wobei zwischen
diesen Teildekoren eine saubere Trennung des Dekorabschnitts vorteilhaft, insbesondere
sogar notwendig ist.
[0010] Unter Register oder Passer bzw. Registergenauigkeit oder Passergenauigkeit ist eine
Lagegenauigkeit zweier oder mehr Elemente und/oder Schichten, hier insbesondere des
Substrats und der Prägefolie und/oder des Dekorabschnitts zueinander zu verstehen.
Dabei soll sich die Registergenauigkeit innerhalb einer vorgegebenen Toleranz bewegen
und dabei möglichst gering sein. Gleichzeitig ist die Registergenauigkeit von mehreren
Elementen und/oder Schichten zueinander ein wichtiges Merkmal, um die Prozesssicherheit
zu erhöhen. Die lagegenaue Positionierung kann dabei insbesondere mittels sensorisch,
vorzugsweise optisch detektierbarer Passermarken oder Registermarken erfolgen. Diese
Passermarken oder Registermarken können dabei entweder spezielle separate Elemente
oder Bereiche oder Schichten darstellen oder selbst Teil der zu positionierenden Elemente
oder Bereiche oder Schichten sein.
[0011] Unter Restprägefolie wird der nicht den Dekorabschnitt der Prägefolie umfassende
Teil der Prägefolie oder ein Teilbereich dieses Teil verstanden.
[0012] Es ist vorgesehen, dass im Verfahrensschritt b) ein Pressdruck aufgebracht wird,
der größer als der im Verfahrensschritt c) ausgebildete Prägedruck ist.
[0013] Das Verhältnis des Pressdrucks zu dem Prägedruck kann in einem Bereich von größer
1:1 bis 10000:1 liegen.
[0014] Weiter kann vorgesehen sein, dass der Pressdruck in einem linienförmigen Abschnitt
oder zumindest stückweise linienförmigen Abschnitt aufgebracht wird. Dieser Abschnitt
kann beispielsweise langgestreckt geradlinig, aber auch gezackt oder gewellt sein.
Der Abschnitt kann eine offene Form, insbesondere als die genannten Linienformen,
oder alternativ auch eine geschlossene Kontur aufweisen, beispielsweise in Kreisform,
Ellipsenform, Dreieckform oder Vieleckform, insbesondere in Sternform. Die Form des
Abschnitts bestimmt dabei zumindest teilweise die auf das Substrat übertragene Form
des Dekorabschnitts.
[0015] So kann beispielsweise eine als Streifen ausgebildete Prägefolie so verarbeitet werden,
dass Stücken der gleichfalls streifenförmigen Übertragungslage als Dekorabschnitt
auf das Substrat appliziert werden und ein beispielsweise linienförmig aufgebrachter
Pressdruck die stirnseitige Außenkante des applizierten Dekorabschnitts definiert.
[0016] So kann beispielsweise eine als Flächenabschnitt ausgebildete Prägefolie so verarbeitet
werden, dass Teil-Flächenanteile daraus, insbesondere sogenannte kleinere Patches,
als Dekorabschnitt auf das Substrat appliziert werden und ein beispielsweise mit einer
geschlossenen Kontur aufgebrachter Pressdruck die umlaufende Außenkante des applizierten
Dekorabschnitts als Patch definiert.
[0017] Die Breite des linienförmigen Abschnitts kann in einem Bereich von 0,02 mm bis 1
mm, insbesondere von 0,02 mm bis 0,2 mm liegen.
[0018] In einer vorteilhaften Ausbildung kann vorgesehen sein, dass der Abstand des mindestens
einen Verdichtungsabschnitts vom Rand des Dekorabschnitts in einem Bereich von 0 mm
bis 2 mm liegt. Die Ausdehnung des Dekorabschnitts entspricht dabei der Ausdehnung
der Prägefläche des Prägestempels.
[0019] Die Aufgabe der Erfindung wird weiter mit dem Gegenstand des Anspruchs 6 gelöst.
[0020] Die erfindungsgemäße Prägeeinrichtung weist den Vorteil auf, dass durch die Pressfläche
des Falzelements in der Übertragungslage ein Verdichtungsabschnitt ausgebildet, das
heißt mechanisch eingepresst bzw. eingeprägt wird, ohne die Trägerfolie zu beschädigen.
In dem Verdichtungsabschnitt sind die Schichten der Übertragungslage mechanisch so
belastet, dass sich dadurch eine Sollbruchstelle an einer definierten Position bilden
kann, die bei einer Biegebeanspruchung leicht bricht. Die Biegebeanspruchung wird
insbesondere durch das spätere Ablösen der Trägerfolie in einem bestimmten Ablösewinkel
gegenüber dem Substrat von dem auf dem Substrat applizierten Dekorabschnitt ausgeübt.
[0021] Es ist vorgesehen, dass die Pressfläche als eine linienförmige ballig gerundete Form
ausgebildet ist. Die ballige Ausbildung weist den Vorteil auf, dass die Pressfläche
nicht als Schneide wirkt und so keine Einkerbung der Trägerfolie herbeiführt und somit
die Trägerfolie nicht beschädigt oder anderweitig mechanisch schwächt.
[0022] Die Breite der Pressfläche kann in einem Bereich von 0,02 mm bis 1 mm, insbesondere
von 0,02 mm bis 0,2 mm liegen. Bei der Breite handelt es sich um die effektive Breite
der Pressfläche, d.h. die Breite des wirksamen Querschnitts.
[0023] Das Falzelement kann einstückig mit dem Prägestempel verbunden sein oder alternativ
dazu als separates Bauteil vorliegen, welches an dem Prägestempel befestigt ist.
[0024] Es kann weiter vorgesehen sein, dass die Pressfläche mit der Prägefläche fluchtet.
[0025] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Pressfläche mit einem Überstand parallel
zu der Prägefläche bzw. in vertikaler Richtung näher zu der Prägefolie als die Prägefläche
angeordnet ist. Die Pressfläche sollte nicht mehr als 50% der Dicke der Trägerfolie
überstehen, um eine Beschädigung der Trägerfolie mit Sicherheit zu vermeiden. Insbesondere
sind schon Überstände von insbesondere 10% bis 20% der Dicke der Trägerfolie ausreichend,
um eine saubere Trennung bei möglichst geringer mechanischer Belastung der Trägerfolie
zu erzielen.
[0026] Weiter ist es auch möglich, dass der Überstand der Pressfläche gegenüber der Prägefläche
auch größer ist, insbesondere 50% bis 1000%, bevorzugt 50% bis 700% der Dicke der
Trägerfolie beträgt. Hierdurch wird eine saubere Trennung von Transferlagen unterstützt,
welche über eine hohe mechanische Stabilität verfügen.
[0027] So haben Versuche überraschend gezeigt, dass auch solche größeren Überstände der
Pressfläche gegenüber der Prägefläche möglich sind, ohne die Trägerfolie derart zu
beschädigen, dass sie ihre Funktion nicht mehr erbringen kann. So betrug bei derartigen
Versuchen der Überstand etwa 50% bis etwa 1000%, bevorzugt etwa 50% bis etwa 700%
der Dicke der Trägerfolie. Die Trägerfolie war in diesen Versuchen aus PET. Die Breite
der Pressfläche betrug dabei etwa 0,01 mm bis etwa 0,10 mm, bevorzugt etwa 0,02 mm
bis etwa 0,05 mm. Bei diesen Versuchen betrug der Abstand zwischen der Pressfläche
und der Prägefläche etwa 0 mm, das heißt die Pressfläche und die Prägefläche sind
direkt benachbart angeordnet ohne dazwischen befindlichen Abstand.
[0028] Die Trägerfolie kann eine Dicke von 10 µm bis 50 µm aufweisen. Versuche haben gezeigt,
dass die Trägerfolie eine bestimmte Dicke, insbesondere 10 µm nicht unterschreiten
sollte, weil die mechanische Beanspruchung der Trägerfolie durch die Pressfläche ansonsten
zum Reißen der Folie in deren weiteren Verarbeitung führen könnte.
[0029] Die Trägerfolie kann aus einer einzelnen Folienschicht bestehen oder auch alternativ
aus einem Laminat aus unterschiedlichen oder gleichen Folien bestehen.
[0030] Der Abstand zwischen der Pressfläche und der Prägefläche kann in einem Bereich von
0 mm bis 2 mm liegen. Dieser geringe Abstand beeinträchtigt das Erscheinungsbild des
übertragenen Dekorabschnitts so wenig wie möglich. Im Falle, dass die Pressfläche
mit der Prägefläche fluchtet, beträgt der Abstand zwischen der Pressfläche und der
Prägefläche etwa 0,1 mm bis 2 mm. Dieser Abstand ist vorteilhaft, damit auf die Prägefolie
eine Wechselbelastung durch die benachbarte Anordnung von Prägefläche, Abstand und
Pressfläche einwirkt und sich dadurch in besonders vorteilhafter Weise eine Sollbruchstelle
in den Schichten der Übertragungslage bilden kann. Die Prägefolie kann sich dabei
insbesondere in den Abstand hinein nach oben ausdehnen, wogegen sich die Prägefolie
unter der Prägefläche und der Pressfläche nach unten gedrückt wird.
[0031] Im Falle, dass die Pressfläche mit einem Überstand relativ zu der Prägefläche in
Richtung zu der Prägefolie hin angeordnet ist, kann auf einen Abstand ganz verzichtet
werden, weil dann die Pressfläche beim Absenken des Prägestempels auf die Prägefolie
eine gewisse Zeit separat auf die Prägefolie einwirkt und die Prägefolie in den Bereichen
benachbart zur Pressfläche dem Eindrücken ausweichen kann und dafür kein separater
Abstand notwendig sein muss. Optional kann aber auch in diesem Falle ein Abstand zusätzlich
zu dem Überstand vorgesehen sein.
[0032] Es ist auch möglich, unterhalb des Substrats, das heißt auf der der Pressfläche und
der Prägefläche abgewandten Seite des Substrats zumindest im Bereich der auf das Substrat
einwirkenden Pressfläche ein Unterlegeelement anzuordnen.
[0033] Dieses Unterlegeelement hat insbesondere eine Dicke von etwa 0,5 µm bis 200 µm, bevorzugt
von etwa 0,5 µm bis 100 µm und kann die Wirkung der Pressfläche auf das Substrat so
verstärken, dass das Substrat zwischen Pressfläche und Unterlegeelement etwas stärker
komprimiert bzw. zusammengedrückt wird. Dadurch kann das Entstehen einer Sollbruchstelle
noch besser gefördert werden.
[0034] Das Unterlegeelement ist bevorzugt aus einem Material mit ähnlichen Eigenschaften
wie das Substrat, beispielsweise aus Papier oder Kunststoff. Das Unterlegeelement
kann aber auch aus Metall oder aus Metall-Legierungen oder aus Silikon sein.
[0035] Das Unterlegeelement kann ein einzelnes Element sein oder auch aus mehreren übereinandergelegten
Elementen zusammengesetzt sein, sodass eine genaue und feinfühlige Einstellung der
Gesamtdicke des Unterlegeelements mittels dieser einzelnen Elemente mit jeweils geringer
Dicke erfolgen kann. Ein solches Einzelelement kann beispielsweise 0,5 µm bis 50 µm,
insbesondere 5 µm bis 35 µm dick sein.
[0036] Das Erscheinungsbild des übertragenen Dekorabschnitts wird auch durch die Beschaffenheit
des Substrats, insbesondere dessen Oberflächenrauigkeit bestimmt. Die Pressfläche
wirkt dabei mit dem Substrat als Gegendruckelement zusammen. Je geringer die Oberflächenrauigkeit
des Substrats ist, desto definierter ist dieses Zusammenwirken und desto exakter kann
die Abtrennung des übertragenen Dekorabschnitts erfolgen.
[0037] Es kann vorgesehen sein, dass der Abstand mittels eines zwischen dem Falzelement
und dem Prägestempel angeordneten Distanzelements einstellbar ist. Bei dem Distanzelement
kann es sich beispielsweise um ein Distanzblech oder um eine Distanzscheibe handeln.
Es ist auch möglich, mehrere Distanzelemente aufeinander zu stapeln, um den Abstand
feinfühlig einstellen zu können.
[0038] Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Abstand mittels einer zwischen dem Falzelement
und dem Prägestempel angeordneten Stelleinrichtung einstellbar ist. Beispielsweise
kann als Stelleinrichtung eine Stellschraube mit einem Feingewinde vorgesehen sein.
[0039] Es kann vorgesehen sein, dass die Pressfläche vertikal justierbar ausgebildet ist.
Diese Ausführung kann insbesondere im Versuchsbetrieb oder zur Anpassung an unterschiedliche
Qualitäten der Prägefolie zur Anwendung kommen.
[0040] Das Falzelement kann Langlöcher aufweisen, die von Befestigungsschrauben durchgriffen
sind, wobei die an dem Falzelement angeordnete Pressfläche nach dem Lösen der Befestigungsschrauben
vertikal justierbar ist. Zur Tiefeneinstellung können beispielsweise ein oder mehrere
Distanzbleche zwischen einer Richtplatte und der Prägefläche angeordnet werden und
sodann kann das Falzelement so abgesenkt werden, dass die Pressfläche auf der Richtplatte
bündig aufliegt. Die bündige Auflage kann beispielsweise mit der Lichtspaltmethode
überprüft werden. Nach dem Anziehen der Befestigungsschrauben kann das oder die Distanzbleche
entfernt werden und der Prägestempel in die Prägestation eingesetzt werden.
[0041] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Pressfläche durch eine zwischen dem Falzelement
und dem Prägestempel angeordnete Stelleinrichtung vertikal justierbar ausgebildet
ist.
[0042] Die Stelleinrichtung kann als ein Schraubgetriebe ausgebildet sein. Wegen der angestrebten
feinfühligen Einstellung im Mikrometerbereich ist es vorteilhaft, ein Differenzschraubengetriebe
vorzusehen, dessen Abtriebsweg durch die Differenz der Gewindesteigungen der beiden
zusammenwirkenden Schrauben bestimmt ist.
[0043] Es kann auch vorgesehen sein, dass die Stelleinrichtung als ein Kurvengetriebe ausgebildet
ist. Als Kurvengetriebe kann vorteilhafter weise ein Exzentergetriebe vorgesehen sein,
dessen Exzentrizität den maximalen Verstellweg bestimmt.
[0044] In einer weiteren Ausbildung kann vorgesehen sein, dass das Falzelement und der Prägestempel
einstückig ausgebildet sind. Die einstückige Ausbildung kann bevorzugt vorgesehen
sein, um ein Falzelement auszubilden, das die gesamte Prägefläche umschließt, oder
um einen für den Serieneinsatz bestimmten Prägestempel bereitzustellen.
[0045] Dabei kann vorgesehen sein, dass der Abstand zwischen der Pressfläche und der Prägefläche
als eine Nut ausgebildet ist. Die Nut kann beispielsweise durch eine Laserbearbeitung
mit hoher Genauigkeit eingebracht werden.
[0046] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel der Prägeeinrichtung in einer ersten Arbeitsstellung
in einer schematischen Darstellung;
- Fig. 2
- die Prägeeinrichtung in Fig. 1 in einer zweiten Arbeitsstellung;
- Fig. 3
- eine Einzelheit III in Fig. 2 in vergrößerter schematischer Darstellung;
- Fig. 4
- einen Prägestempel eines zweiten Ausführungsbeispiels der Prägeeinrichtung in einer
schematischen Schnittdarstellung;
- Fig. 5
- einen Prägestempel eines dritten Ausführungsbeispiels der Prägeeinrichtung in einer
schematischen Schnittdarstellung;
- Fig. 6
- einen Prägestempel eines vierten Ausführungsbeispiels der Prägeeinrichtung in einer
schematischen Schnittdarstellung;
- Fig. 7
- eine Seitenansicht VII in Fig. 6;
- Fig. 8
- einen Prägestempel eines fünften Ausführungsbeispiels der Prägeeinrichtung in einer
schematischen Schnittdarstellung;
- Fig. 9
- ein Ausführungsbeispiel für den Aufbau einer Prägefolie in schematischer Darstellung.
[0047] Die Fig. 1 und 2 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Prägeeinrichtung
1 in einer schematischen Darstellung.
[0048] Die Prägeeinrichtung 1 ist in der gezeigten Ausführung als Hubprägeeinrichtung und
für das Rolle-zu-Rolle-Verfahren ausgebildet, bei der sowohl ein zu beprägendes Substrat
2 als auch eine Prägefolie 3 auf Vorratsrollen 4 bereitgestellt werden.
[0049] Die Prägefolie 3 umfasst eine Trägerfolie 31, eine Ablöseschicht 32, eine Übertragungslage
33 und eine Kleberschicht 34 (siehe Fig. 3). Der Aufbau der Prägefolie 3 ist weiter
unten in Fig. 9 näher beschrieben.
[0050] Die Prägefolie 3 und das Substrat 2 werden einer Prägestation 5 mit einem vertikal
bewegbaren Prägestempel 6 zugeführt, wobei das Substrat 2 in der Prägestation 5 mit
seiner Unterseite auf einer Prägeunterlage 7 aufliegt. Die Prägefolie 3 liegt mit
ihrer Kleberschicht 34 auf der Oberseite des Substrats 2 auf. Alternativ dazu (nicht
gezeigt) kann der Prägestempel auch als abrollendes Prägerad oder als gewölbter und
über seine Wölbung abrollender Prägestempel ausgebildet sein.
[0051] Der Prägestempel 6 weist an seiner der Prägeunterlage 7 zugewandten Stirnseite eine
beheizte Prägefläche 6p auf, wobei die Abmessungen der Prägefläche 6p die Abmessungen
eines von der Prägefolie 3 auf das Substrat zu übertragenden Dekorabschnitts 3d definiert.
An der Prägefläche 6p ist zumindest in einem Abschnitt ein Falzelement 8 mit einer
vom Rand der Prägefläche 6p beabstandeten linienförmigen Pressfläche 8p angeordnet
(siehe Fig. 3). Die Pressfläche 8p ist als eine ballige Fläche ausgebildet. Der Abstand
a der Pressfläche 8p von dem Rand der Prägefläche 6p beträgt etwa 0,1 mm bis 0,2 mm.
Vorzugsweise fluchtet die Pressfläche 8p mit der Prägefläche 6p in einer Ebene parallel
zur Prägefolie und zum Substrat, steht also gegenüber der Prägefläche 6p nicht in
Richtung zur Prägefolie über. Es ist aber auch möglich, dass die Pressfläche 8p gegenüber
der Prägefläche 6p bis maximal 50% der Dicke der Trägerfolie 31 nach unten (in Richtung
zur Prägefolie) übersteht.
[0052] Der Prägestempel 6 ist in einer ersten Arbeitsstellung von der Prägefolie 3 und dem
Substrat 2 beabstandet angeordnet (Fig. 1).
[0053] In einer zweiten Arbeitsstellung (Fig. 2) ist der Prägestempel 6 auf die Prägefolie
3 und das Substrat 2 abgesenkt und bringt die Prägefolie 3 unter Ausbildung eines
Prägedrucks p
p auf das Substrat 2 auf. Die beheizte Prägefläche 6p des Prägestempel 6 aktiviert
die Kleberschicht 34 der Prägefolie 3 im Bereich der Prägefläche 6p und verbindet
dort die Prägefolie 3 im Bereich des Dekorabschnitts 3d mit dem Substrat 2. Gleichzeitig
wird die Prägefolie 3 im Bereich der Pressfläche 8p unter Ausbildung eines Pressdrucks
p
k zusammengepresst, wobei Material der Prägefolie 3 seitlich der Pressfläche 8p verdrängt
wird. Infolge des Pressdrucks p
k werden die unterhalb der Trägerfolie 31 angeordneten Schichten der Prägefolie 3 in
einem bandförmigen Verdichtungsabschnitt 8v mechanisch belastet. Bei diesen Schichten
handelt es sich vorwiegend um Lackschichten.
[0054] Im Falle einer mit der Prägefläche 6p fluchtenden und von der Prägefläche 6p beabstandeten
Pressfläche 8p werden die Lackschichten durch die einwirkende mechanische Belastung
im Bereich der Pressfläche 8p und die gleichzeitige Entlastung im Bereich des Abstands
zwischen Prägefläche 6p und Pressfläche 8p auf kleinstem Raum unterschiedlich so verformt,
dass sich in dem Bereich des Verdichtungsabschnitts 8v eine Sollbruchstelle bildet,
die bei der durch das Abziehen der Trägerfolie verursachten Biegebeanspruchung bricht.
[0055] Im Falle einer gegenüber der Prägefläche 6p vorstehenden Pressfläche 8p wird beim
Aufbringen des Prägestempels 6 auf die Prägefolie 3 und das Substrat 2 im Bereich
der Pressfläche 8p ein vergleichsweise hoher Pressdruck p
k auf die Prägefolie 3 und das Substrat 2 ausgeübt, sodass durch diese starke lokale
mechanische Belastung in den Lackschichten der Verdichtungsabschnitt 8v als Sollbruchstelle
erzeugt bzw. eingepresst/ eingeprägt wird, die bei der durch das Abziehen der Trägerfolie
31 verursachten Biegebeanspruchung bricht. Im zeitlichen Verlauf gesehen berührt zuerst
die Pressfläche 8p die Prägefolie 3 und taucht in die Prägefolie 3 vergleichsweise
tief ein, ohne sie dabei zu beschädigen. Zeitlich danach kontaktiert dann der Prägestempel
6 die Prägefolie 3 und befestigt bzw. prägt den Dekorabschnitt 3d auf dem Substrat
2.
[0056] Nach dem Prägen wird der Prägestempel 6 angehoben und wieder in die erste Arbeitsstellung
(Fig.1) gebracht. Die Trägerfolie 31 ist stromabwärts hinter der Prägestation 5 über
eine Umlenkrolle 10 geführt. Die Trägerfolie 31 wird hinter der Umlenkrolle 10 von
der Übertragungslage 33 abgezogen und eine Restprägefolie 3r, umfassend die Trägerfolie
31, verbliebene Reste der Übertragungslage 33 und der Kleberschicht 34, einer ersten
Aufwickelrolle 9 zugeführt. Das Ablösen der Trägerfolie 31 wird durch die Ablöseschicht
32 unterstützt. Das beprägte Substrat 2 wird einer zweiten Aufwickelrolle 9 zugeführt.
[0057] Für den Transport des Substrats 2 und der Prägefolie 3 sind Transportrollenpaare
11 vorgesehen.
[0058] Das Falzelement 8 ist in dem in Fig. 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel
einstückig mit dem Prägestempel 6 ausgebildet. Zur Ausbildung eines Abstandes a zwischen
der Pressfläche 8p und dem Rand der Prägefläche 6p ist ein rinnenförmiger Einstich
vorgesehen. Der in den Fig. 1 bis 3 im Querschnitt gezeigte Einstich kann in einer
hier nicht gezeigten Draufsicht beispielsweise langgestreckt geradlinig, aber auch
gezackt oder gewellt ausgebildet sein. Der Einstich kann in Draufsicht eine offene
Form, insbesondere als die genannten Linienformen, oder alternativ auch eine geschlossene
Kontur aufweisen, beispielsweise in Kreisform, Ellipsenform, Dreieckform oder Vieleckform,
insbesondere in Sternform.
[0059] In dem in Fig. 4 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel weist der Prägestempel
6 eine rechteckförmige Prägefläche 6p auf, wobei an zwei einander gegenüberliegenden
Seiten des Prägestempels 6 jeweils ein Falzelement 8 angeordnet ist, dessen Pressfläche
8p parallel zu dem benachbarten Rand der Prägefläche 6p verläuft. Die Pressfläche
8p des Falzelements 8 fluchtet mit der Prägefläche 6p des Prägestempels 6.
[0060] Die Falzelemente 8 und der Prägestempel 6 sind durch Befestigungsschrauben 12 miteinander
verbunden, die in Gewindelöcher des Prägestempels 6 eingreifen.
[0061] Der Abstand a der Presskante 8k von dem Rand der Prägefläche 6p ist durch die Dicke
eines Distanzblechs 13 bestimmt, das zwischen dem Falzelement 8 und dem Prägestempel
6 angeordnet ist. Es ist auch möglich, anstelle eines Distanzblechs einen Stapel aus
mehreren dünnen Distanzblechen vorzusehen, um den Abstand a feinfühlig einstellen
zu können.
[0062] Das in Fig. 5 dargestellte dritte Ausführungsbeispiel ist wie das vorstehend beschriebene
ausgeführt, mit dem Unterschied, dass in dem Falzelement 8 Langlöcher vorgesehen sind,
die von den Befestigungsschrauben 12 durchgriffen sind, und dass der Abstand a der
Presskante 6k von dem Rand der Prägefläche 6p durch Distanzscheiben 14 anstelle eines
Distanzblechs definiert ist.
[0063] Die Langlöcher ermöglichen eine Tiefeneinstellung der Pressfläche 8p des Falzelements
8 relativ zur Prägefläche 6p. Zur Tiefeneinstellung kann beispielsweise ein Distanzblech
zwischen einer Richtplatte und der Prägefläche 6p angeordnet werden und sodann die
Falzelemente 8 so abgesenkt werden, dass die Pressflächen 8p auf der Richtplatte bündig
aufliegen. Die bündige Auflage kann beispielsweise mit der Lichtspaltmethode überprüft
werden. Nach dem Anziehen der Befestigungsschrauben 12 kann das Distanzblech entfernt
werden und der Prägestempel 6 in die Prägestation 5 eingesetzt werden.
[0064] Die Fig. 6 und 7 zeigen ein viertes Ausführungsbeispiel, bei dem der Abstand a der
Presskante 8k von dem Rand der Prägefläche 6p durch die Ausbildung des Falzelements
8 mit einer rückspringenden Pressfläche 8p nicht einstellbar ausgebildet ist.
[0065] Wie in dem in Fig. 5 beschriebenen Ausführungsbeispiel ist eine Tiefeneinstellung
der Pressfläche 8p des Falzelements 8 relativ zur Prägefläche 6p vorgesehen. Die Tiefeneinstellung
ist durch ein Schraubgetriebe 15 realisiert, das eine Stellschraube 15s und ein Einstellrad
15e umfasst. Die Stellschraube 15s ist mit einem Feingewinde ausgebildet. Die Stellschraube
15s ist mit dem oberen Endabschnitt des Falzelements 8 starr verbunden und greift
in ein Gewindeloch des Einstellrads 15e ein. Das Einstellrad 15e kann eine Skala aufweisen,
um den Verstellweg des Schraubgetriebes 15 reproduzieren zu können.
[0066] Der Prägestempel 6 weist einen hervorspringenden oberen Endabschnitt auf, in dem
das Schraubgetriebe 15 angeordnet ist. Die Stellschraube 15s ist in einem den oberen
Endabschnitt vertikal durchgreifenden Durchgangsloch gelagert. Das Einstellrad 15e
ist in einer horizontalen schlitzförmigen Aufnahme des oberen Endabschnitts des Prägestempels
6 angeordnet und dadurch axial nicht verschiebbar.
[0067] Zur Fixierung des Falzelements 8 an dem Prägestempel 6 sind wie in Fig. 5 beschrieben,
Befestigungsschrauben 12 vorgesehen, die Langlöcher des Falzelements 8 durchgreifen.
[0068] Das in Fig. 8 dargestellte fünfte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem
in Fig. 7 dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch, dass zur Tiefeneinstellung der
Pressfläche 8p ein Zweifachschraubgetriebe 16 vorgesehen ist, das eine erste Stellschraube
16s und eine zweite Stellschraube 26t umfasst, die mit unterschiedlichen Gewindesteigungen
ausgebildet sind, wobei die erste Stellschraube 16s von außen einstellbar ist und
in ein senkrechtes Gewindeloch eines hervorspringenden oberen Endabschnitts des Prägestempels
6 eingreift, und die zweite Stellschraube 16t in ein zentrales Gewindeloch der ersten
Stellschraube 16s eingreift und mit dem oberen Endabschnitt des Falzelements 8 starr
verbunden ist. Je kleiner die Differenz der Gewindesteigungen der beiden Stellschrauben
16s und 16t ist, desto feinfühliger ist die Einstellung des vertikalen Verstellweges
der Pressfläche 8p.
[0069] Fig. 9 zeigt den schichtweisen Aufbau einer in der erfindungsgemäßen Prägeeinrichtung
1 verwendeten Prägefolie 3, wobei die schematische Darstellung annähernd die Dickenverhältnisse
der Prägefolie 3 wiedergibt.
[0070] Die Trägerfolie 31 ist in diesem Ausführungsbeispiel als eine PET-Folie mit einer
Schichtdicke von 19 µm ausgebildet.
[0071] Die zwischen der Trägerfolie 31 und der Übertragungslage 33 angeordnete Ablöseschicht
ist eine Lackschicht mit einer Dicke von 0,5 µm bis 1 µm.
[0072] Die Übertragungslage 33 weist folgende Schichten auf, die jeweils aus einem Lack
gebildet sind:
- eine Schutzschicht 331 aus einem mit UV-Strahlung vernetztem Acrylat mit einer Dicke
von 1 µm bis 10 µm,
- eine Dekorschicht 332 aus einem Acrylat, aus PVC oder einer Mischung daraus mit Farbstoffen
und/oder Farbpigmenten mit einer Dicke von 0,5 µm bis 50 µm, insbesondere 0,5 µm bis
30 µm,
- eine Stabilisierungsschicht 333 aus einem mit UV-Strahlung vernetztem Acrylat mit
einer Dicke von 1 µm bis 10 µm,
[0073] Die Dicke der Übertragungslage 33 beträgt so zwischen 5,5 µm und 70 µm.
[0074] Bei der Kleberschicht 34 handelt es sich in den vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen
um eine Heißkleberschicht, die thermoaktivierbar ist. Die Kleberschicht 34 ist aus
PVC mit einer Schichtdicke von 1 µm bis 10 µm. Es ist aber auch möglich, eine Kaltkleberschicht
zu verwenden, die mittels energiereicher Strahlung aktivierbar ist. Bei der Erprobung
der vorgeschlagenen Prägeeinrichtung 1 haben sich folgende Parameter bewährt.
[0075] Die Prägetemperatur liegt in einem Bereich von 80°C bis 250°C, bevorzugt in einem
Bereich von 100°C bis 200°C, abhängig von der Prägestation 5 und dem Substrat 2.
[0076] Der Prägedruck liegt in einem Bereich von 1 kN/cm
2 bis von 10 kN/cm
2.
[0077] Die Prägezeit liegt in einem Bereich von 1 ms bis 1000 ms, insbesondere in einem
Bereich von1 ms und 500 ms.
Bezugszeichenliste
[0078]
- 1
- Prägeeinrichtung
- 2
- Substrat
- 3
- Prägefolie
- 3d
- Dekorabschnitt
- 3r
- Restprägefolie
- 4
- Vorratsrolle
- 5
- Prägestation
- 6
- Prägestempel
- 6p
- Prägefläche
- 7
- Prägeunterlage
- 8
- Falzelement
- 8k
- Presskante
- 8p
- Pressfläche
- 8v
- Verdichtungsabschnitt
- 9
- erste und zweite Aufwickelrolle
- 10
- Umlenkrolle 11 Transportrollenpaar
- 12
- Befestigungsschraube
- 13
- Distanzblech
- 14
- Distanzscheibe
- 15
- Schraubgetriebe
- 15e
- Einstellrad
- 15s
- Stellschraube
- 16
- Zweifachschraubgetriebe
- 16s
- erste Stellschraube
- 16t
- zweite Stellschraube
- 31
- Trägerfolie
- 32
- Ablöseschicht
- 33
- Übertragungslage
- 34
- Kleberschicht
- 331
- Schutzschicht
- 332
- Dekorschicht
- 333
- Stabilisierungsschicht
- a
- Abstand der Presskante 8k von dem Rand der Prägefläche 6p
- pp
- Prägedruck
- pk
- Pressdruck
1. Verfahren zum Übertragen eines Dekorabschnitts (3d) einer Prägefolie (3) auf ein Substrat
(2) mittels eines Prägestempels (6), wobei die Prägefolie (3) eine Trägerfolie (31)
und eine auf der Trägerfolie (31) angeordnete Übertragungslage (33) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verfahren folgende Schritte umfasst:
a) Bereitstellen der Prägefolie (3);
b) Einprägen oder Einpressen mindestens eines vom Rand des Dekorabschnitts (3d) beabstandeten
Verdichtungsabschnitts (8v) in die Übertragungslage (33), wobei durch das Ausbilden
des Verdichtungsabschnitts (8v) in der Übertragungslage (33) eine definierte Bruchkante
ausgebildet wird, wodurch eine Sollbruchstelle an einer definierten Position gebildet
wird, die bei einer Biegebeanspruchung leicht bricht;
c) Prägen des Dekorabschnitts (3d) auf das Substrat (2);
d) Ablösen der Restprägefolie (3r) von dem mit dem Dekorabschnitt (3d) beprägten Substrat
(2), wobei die Übertragungslage (33) an der durch den Verdichtungsabschnitt (8v) gebildeten
Sollbruchstelle durch eine Biegebeanspruchung bricht, welche durch das Ablösen der
Trägerfolie (31) in einem Ablösewinkel gegenüber dem Substrat (2) ausgeübt wird;
wobei im Verfahrensschritt b) ein Pressdruck p
k aufgebracht wird, der größer als der im Verfahrensschritt c) ausgebildete Prägedruck
p
p ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Verfahrensschritt b) ein Pressdruck pk aufgebracht wird, im Verfahrensschritt c) ein Prägedruck pp ausgebildet wird und das Verhältnis des Pressdrucks pk zu dem Prägedruck pp in einem Bereich von größer 1:1 bis 10000:1 liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Pressdruck pk in einem linienförmigen Abschnitt oder zumindest stückweise linienförmigen Abschnitt
aufgebracht wird,
wobei der linienförmige bzw. zumindest stückweise linienförmige Abschnitt insbesondere
geradlinig, gezackt oder gewellt ist oder eine geschlossene Kontur aufweist, insbesondere
in Kreisform, Ellipsenform, Dreieckform, Vieleckform oder Sternform.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite des linienförmigen Abschnitts in einem Bereich von 0,02 mm bis 1 mm, insbesondere
von 0,02 mm bis 0,2 mm liegt.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand des mindestens einen Verdichtungsabschnitts (8v) vom Rand des Dekorabschnitts
(3d) in einem Bereich von 0,1 mm bis 2 mm liegt.
6. Prägeeinrichtung (1) zum Übertragen eines Dekorabschnitts (3d) einer Prägefolie (3)
auf ein Substrat (2) mittels eines Prägestempels (6) mit einer Prägefläche (6p), wobei
die Prägefolie (3) eine Trägerfolie (31) und eine auf der Trägerfolie (31) angeordnete
Übertragungslage (33) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass in mindestens einem Randabschnitt der Prägefläche (6p) an dem Prägestempel (6) vor
dem Rand der Prägefläche (6p) ein Falzelement (8) angeordnet ist, dessen untere Stirnseite
als eine Pressfläche (8p) ausgebildet ist, wobei die Pressfläche (8p) als eine linienförmige
ballige, gerundete Fläche ausgebildet ist, wobei die Pressfläche (8p) des Falzelements
dazu vorgesehen ist, in der Übertragungslage einen Verdichtungsabschnitt (8v) auszubilden,
das heißt mechanisch einzupressen oder einzuprägen.
7. Prägeeinrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite der Pressfläche (8p) in einem Bereich von 0,02 mm bis 1 mm, insbesondere
von 0,02 mm bis 0,2 mm liegt.
8. Prägeeinrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pressfläche (8p) mit der Prägefläche (6p) fluchtet, oder dass die Pressfläche
(8p) mit einem Überstand parallel zu der Prägefläche (6p) angeordnet ist.
9. Prägeeinrichtung nach Anspruch 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand (a) zwischen der Pressfläche (8p) und der Prägefläche (6p) in einem Bereich
von 0 mm bis 2 mm liegt, insbesondere in einem Bereich von 0,1 mm bis 2 mm liegt.
10. Prägeeinrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Abstand (a) mittels eines zwischen dem Falzelement (8) und dem Prägestempel (6)
angeordneten Distanzelements (13; 14) einstellbar ist, oder
dass der Abstand (a) mittels einer zwischen dem Falzelement (8) und dem Prägestempel (6)
angeordneten Stelleinrichtung einstellbar ist.
11. Prägeeinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pressfläche (8p) vertikal justierbar ausgebildet ist, insbesondere dass das Falzelement
(8) Langlöcher aufweist, die von Befestigungsschrauben (12) durchgriffen sind, wobei
die an dem Falzelement (8) angeordnet Pressfläche (8p) nach dem Lösen der Befestigungsschrauben
(12) vertikal justierbar ist.
12. Prägeeinrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pressfläche (8p) durch eine zwischen dem Falzelement (8) und dem Prägestempel
(6) angeordnete Stelleinrichtung vertikal justierbar ausgebildet ist.
13. Prägeeinrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stelleinrichtung als ein Schraubgetriebe (15; 16) ausgebildet ist, oder
dass die Stelleinrichtung als ein Kurvengetriebe ausgebildet ist.
14. Prägeeinrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Falzelement (8) und der Prägestempel (6) einstückig ausgebildet sind, insbesondere
dass der Abstand (a) zwischen der Pressfläche (8p) und der Prägefläche (6p) als eine Nut
ausgebildet ist.
15. Prägeeinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass unterhalb des Substrats zumindest im Bereich der auf das Substrat einwirkenden Pressfläche
ein Unterlegeelement angeordnet ist.
1. Method for transferring a decorative portion (3d) of an embossing film (3) onto a
substrate (2) by means of an embossing die (6), wherein the embossing film (3) comprises
a carrier film (31) and a transfer layer (33) arranged on the carrier film (31),
characterised in that
the method comprises the following steps:
a) providing the embossing film (3);
b) embossing or pressing at least one compression portion (8v), which is spaced apart
from the edge of the decorative portion (3d), into the transfer layer (33), wherein,
by forming the compression portion (8v) in the transfer layer (33), a defined break
line is formed, whereby an intended breaking point is formed at a defined position,
which breaks easily in the event of bending stress;
c) embossing the decorative portion (3d) onto the substrate (2);
d) removing the remaining embossing film (3r) from the substrate (2) embossed with
the decorative portion (3d), wherein the transfer layer (33) breaks at the intended
breaking point formed by the compression portion (8v) due to bending stress, which
is applied by removing the carrier film (31) at a removal angle in relation to the
substrate (2);
wherein a pressing pressure p
k is applied in method step b), which is greater than the pressing pressure p
p formed in method step c).
2. Method according to claim 1,
characterised in that
a pressing pressure pk is applied in method step b), a pressing pressure pp is formed in method step c), and the ratio of the pressing pressure pk to the pressing pressure pp lies in a range of greater than 1:1 to 10000: 1.
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that
the pressure pk is applied in a linear portion or at least partially linear portion, wherein the
linear or at least partially linear portion is in particular a straight line, zigzag
or wavy line, or has a closed contour, in particular in the shape of a circle, ellipsis,
triangle, polygon or star.
4. Method according to claim 3,
characterised in that
the width of the linear portion lies in a range of 0.02 mm to 1 mm, in particular
of 0.02 mm to 0.2 mm.
5. Method according to one of the preceding claims,
characterised in that
the spacing of the at least one compressing portion (8v) from the edge of the decorative
portion (3d) lies in a range of 0.1 mm to 2 mm.
6. Embossing device (1) for transferring a decorative portion (3d) of an embossing film
(3) onto a substrate (2) by means of an embossing die (6) with an embossing surface
(6p), wherein the embossing film (3) comprises a carrier film (31) and a transfer
layer (33) arranged on the carrier film (31),
characterised in that
a hinge element (8), of which the lower end face is formed as a pressing surface (8p),
is arranged on the embossing die (6), in front of the edge of the embossing surface
(6p) in at least one edge portion of the embossing surface (6p), wherein the pressing
surface (8p) is formed as a linear, spherical, rounded surface, wherein the pressing
surface (8p) of the hinge element is provided to form, i.e. mechanically press or
emboss, a compressing portion (8v) in the transfer layer.
7. Embossing device according to claim 6,
characterised in that
the width of the pressing surface (8p) lies in a range of 0.02 mm to 1 mm, in particular
of 0.02 mm to 0.2 mm.
8. Embossing device according to one of claims 6 or 7,
characterised in that
the pressing surface (8p) is flush with the embossing surface (6p), or the pressing
surface (8p) is arranged with an overlap in parallel with the pressing surface (6p).
9. Embossing device according to claim 6 to 8,
characterised in that
the spacing (a) between the pressing surface (8p) and the embossing surface (6p) lies
in a range of 0 mm to 2 mm, in particular in a range of 0.1 mm to 2 mm.
10. Embossing device according to claim 9,
characterised in that
the spacing (a) can be adjusted by means of a distancing element (13; 14) arranged
between the hinge element (8) and the embossing die (6), or
the spacing (a) can be adjusted by means of an adjustment device arranged between
the hinge element (8) and the embossing die (6).
11. Embossing device according to one of claims 6 to 10,
characterised in that
the pressing surface (8p) is formed such that it can be vertically adjusted, in particular
the hinge element (8) has longitudinal holes that are penetrated by fixing screws
(12), wherein the pressing surface (8p) arranged on the hinge element (8) can be vertically
adjusted after the fixing screws (12) are loosened.
12. Embossing device according to claim 11,
characterised in that
the pressing surface (8p) is formed such that it can be vertically adjusted by an
adjustment device arranged between the hinge element (8) and the embossing die (6).
13. Embossing device according to claim 12,
characterised in that
the adjustment device is formed as a screw gear (15; 16), or the adjustment device
is formed as a cam gear.
14. Embossing device according to claim 6,
characterised in that
the hinge element (8) and the embossing stamp (6) are formed as one part, in particular
the spacing (a) is formed as a groove between the pressing surface (8p) and the embossing
surface (6p).
15. Embossing device according to one of claims 6 to 14,
characterised in that
an underlay arrangement is arranged below the substrate at least in the region of
the pressing surface acting on the substrate.
1. Procédé de transmission d'une section décorative (3d) d'un film à gaufrer (3) sur
un substrat (2) au moyen d'un poinçon de gaufrage (6), dans lequel le film à gaufrer
(3) comprend un film porteur (31) et une couche de transmission (33) agencée sur le
film porteur (31),
caractérisé en ce que
le procédé comprend les étapes suivantes :
a) la fourniture du film à gaufrer (3) ;
b) le gaufrage ou le pressage au moins d'une section de compression (8v) espacée du
bord de la section décorative (3d) dans la couche de transmission (33), dans lequel
un bord de rupture défini est réalisé par la réalisation de la section de compression
(8v) dans la couche de transmission (33), moyennant quoi un point destiné à la rupture
est formé dans une position définie, lequel rompt légèrement en cas de contrainte
de flexion ;
c) le gaufrage de la section décorative (3d) sur le substrat (2) ;
d) le détachement du film à gaufrer résiduel (3r) du substrat (2) gaufré avec la section
décorative (3d), dans lequel la couche de transmission (33) rompt au niveau du point
destiné à la rupture formé par la section de compression (8v) par une contrainte de
flexion qui est exercée par le détachement du film porteur (31) dans un angle de détachement
par rapport au substrat (2) ;
dans lequel dans l'étape de procédé b), une pression de pressage p
k est appliquée, laquelle est supérieure à la pression de gaufrage p
p réalisée dans l'étape de procédé c).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
dans l'étape de procédé b), une pression de pressage pk est appliquée, dans l'étape de procédé c) une pression de gaufrage pp est réalisée et le rapport entre la pression de pressage pk et la pression de gaufrage pp se situe dans une plage supérieure à 1:1 à 10 000:1.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la pression de pressage pk est appliquée dans une section linéaire ou une section linéaire au moins par morceaux,
dans lequel la section linéaire ou linéaire au moins par morceaux est en particulier
rectiligne, dentelée ou ondulée ou présente un contour fermé, en particulier sous
la forme circulaire, elliptique, triangulaire, polygonale ou d'étoile.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
la largeur de la section linéaire se situe dans une plage entre 0,02 mm et 1 mm, en
particulier entre 0,02 mm et 0,2 mm.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la distance d'au moins une section de compression (8v) par rapport au bord de la section
décorative (3d) se situe dans une plage de 0,1 mm à 2 mm.
6. Dispositif de gaufrage (1) pour la transmission d'une section décorative (3d) d'un
film à gaufrer (3) sur un substrat (2) au moyen d'un poinçon de gaufrage (6) avec
une surface de gaufrage (6p), dans lequel le film à gaufrer (3) comprend un film porteur
(31) et une couche de transmission (33) agencée sur le film porteur (31),
caractérisé en ce que
un élément plié (8) est agencé dans au moins une section de bord de la surface de
gaufrage (6p) au niveau du poinçon de gaufrage (6) avant le bord de la surface de
gaufrage (6p), dont le côté frontal inférieur est réalisé comme une surface de pressage
(8p), dans lequel la surface de pressage (8p) est réalisée comme une surface arrondie,
convexe, linéaire, dans lequel la surface de pressage (8p) de l'élément plié est prévue
afin de réaliser dans la couche de transmission une section de compression (8v), c'est-à-dire
de presser ou de gaufrer mécaniquement.
7. Dispositif de gaufrage selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
la largeur de la surface de pressage (8p) se situe dans une plage de 0,02 mm à 1 mm,
en particulier de 0,02 mm à 0,2 mm.
8. Dispositif de gaufrage selon l'une quelconque des revendications 6 ou 7,
caractérisé en ce que
la surface de pressage (8p) s'aligne sur la surface de gaufrage (6p), ou
la surface de pressage (8p) avec une saillie est agencée parallèlement à la surface
de gaufrage (6p).
9. Dispositif de gaufrage selon la revendication 6 à 8,
caractérisé en ce que
la distance (a) entre la surface de pressage (8p) et la surface de gaufrage (6p) se
situe dans une plage entre 0 mm et 2 mm, en particulier dans une plage entre 0,1 mm
et 2 mm.
10. Dispositif de gaufrage selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
la distance (a) est réglable au moyen d'un élément d'écartement (13 ; 14) agencé entre
l'élément plié (8) et le poinçon de gaufrage (6), ou
la distance (a) est réglable au moyen d'un dispositif de réglage agencé entre l'élément
plié (8) et le poinçon de gaufrage (6).
11. Dispositif de gaufrage selon l'une quelconque des revendications 6 à 10,
caractérisé en ce que la surface de pressage (8p) est réalisée ajustable verticalement, en particulier
en ce que l'élément plié (8) présente des trous oblongs qui sont traversés par des vis de fixation
(12), dans lequel la surface de pressage (8p) agencée au niveau de l'élément plié
(8) est ajustable verticalement après le détachement des vis de fixation (12).
12. Dispositif de gaufrage selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
la surface de pressage (8p) est réalisée ajustable verticalement par un dispositif
de réglage agencé entre l'élément plié (8) et le poinçon de gaufrage (6).
13. Dispositif de gaufrage selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
le dispositif de réglage est réalisé comme un engrenage hélicoïdal (15 ; 16), ou
le dispositif de réglage est réalisé comme une commande à cames.
14. Dispositif de gaufrage selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
l'élément plié (8) et le poinçon de gaufrage (6) sont réalisés d'un seul tenant, en
particulier
la distance (a) entre la surface de pressage (8p) et la surface de gaufrage (6p) est
réalisée comme une rainure.
15. Dispositif de gaufrage selon l'une quelconque des revendications 6 à 14,
caractérisé en ce que
un élément de support est agencé en dessous du substrat au moins dans la zone de la
surface de pressage agissant sur le substrat.