[0001] Die Erfindung betrifft ein Möbel mit einer Ausstoßvorrichtung für eine Falttür oder
Falt-Schiebe-Tür, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine Ausstoßvorrichtung der angegebenen Art ist aus der österreichischen Anmeldung
A 855/2014 der Anmelderin bekannt. Nachteilig an dieser Ausstoßvorrichtung ist, dass sie am
Möbelkorpus montiert ist und damit bei geöffneter Falttür oder Falt-Schiebetür die
Zugänglichkeit des Inneren des Möbels erschwert. Außerdem beeinträchtigt die Ausstoßvorrichtung
den ästhetischen Gesamteindruck. Und schließlich haben sich auch die Kräfteverhältnisse
beim Laden des Kraftspeichers als nachteilig erwiesen.
[0003] Eine weitere Ausstoßvorrichtung wird durch das Dokument
JP 2011-16 29 94 A offenbart. Darin wird eine Vorrichtung zum Aufknicken einer Falttür, bestehend aus
zwei gelenkig miteinander verbundenen Türflügeln, aus einer Schließstellung in eine
Offenstellung gezeigt. Zum Aufknicken dient dabei ein Ausstoßelement, das durch einen
manuell von einem Benutzer zu ladenden Kraftspeicher beaufschlagbar ist. Die Ausstoßvorrichtung
weist außerdem eine Verriegelungsvorrichtung zur lösbaren Verriegelung des Ausstoßelementes
entgegen der Beaufschlagung durch den geladenen Kraftspeicher auf, wobei die Verriegelungsvorrichtung
bei montierter Ausstoßvorrichtung durch Druckausübung auf die Falttür entriegelbar
ist. Das Ausstoßelement stellt hierbei zugleich auch ein bewegbar gelagertes Ladeelement
zum Laden des Kraftspeichers dar.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, ein gegenüber dem Stand
der Technik verbessertes Möbel mit wenigstens einer Ausstoßvorrichtung anzugeben,
wobei die Ausstoßvorrichtung insbesondere die vorbeschriebenen Nachteile behebt.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1.
[0006] Es ist also vorgesehen, dass das wenigstens eine Ausstoßelement und das wenigstens
eine Ladeelement als räumlich getrennte Baueinheiten ausgebildet sind. Dadurch kann
in vorteilhafter Weise die Hebelwirkung der Tür zum Laden des wenigstens einen Kraftspeichers
ausgenutzt werden. Darüber hinaus ist es möglich, die Ausstoßvorrichtung an einem
der beiden Türflügel anzuordnen, sodass die Ausstoßvorrichtung beim Öffnen der Falttür
oder Falt-Schiebe-Tür zwischen den beiden zusammengefalteten Türflügeln verschwindet
und somit weder die Zugänglichkeit des Innenraums eines Möbels, noch den ästhetischen
Gesamteindruck beeinträchtigen kann.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Möbels mit wenigstens einer Ausstoßvorrichtung
sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 12 definiert.
[0008] Insbesondere ist es vorgesehen, dass die Ausstoßvorrichtung spiegelsymmetrisch ausgebildet
ist. Dadurch kann die Ausstoßvorrichtung universell sowohl bei einer nach rechts als
auch bei einer nach links öffnenden Falttür oder Falt-Schiebe-Tür eingesetzt werden.
[0009] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1a)
- ein Möbel mit einer geschlossenen Falt-Schiebe-Tür in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 1b)
- das Möbel aus Fig. 1a) in einer Draufsicht,
- Fig. 1c)
- die Stellung der Ausstoßvorrichtung bei dem Möbel gemäß Fig. 1a) und 1b) in einer
Seitenansicht,
- Fig. 1d)
- die Ausstoßvorrichtung aus Fig. 1c) in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 1e)
- eine Explosionsdarstellung der Ausstoßvorrichtung,
- Fig. 2a)
- das Möbel mit der Falt-Schiebe-Tür in einer Überdrückstellung in einer Draufsicht,
- Fig. 2b)
- die Stellung der Ausstoßvorrichtung bei dem Möbel gemäß Fig. 2a) in einer Seitenansicht,
- Fig. 2c)
- einen Schnitt durch die Ausstoßvorrichtung aus Fig. 2b) in einer perspektivischen
Ansicht,
- Fig. 2d)
- die Verriegelungsvorrichtung im verriegelten Zustand,
- Fig. 2e)
- die Verriegelungsvorrichtung im entriegelten Zustand,
- Fig. 2f)
- einen Schnitt durch die Verriegelungsvorrichtung gemäß Fig. 2e),
- Fig. 2g)
- eine Explosionsdarstellung der Verriegelungsvorrichtung,
- Fig. 2h)
- die Rückseite des Bauteils 44 der Verriegelungsvorrichtung,
- Fig. 3a)
- einen Ausschnitt des Möbels in einer Draufsicht zu Beginn des Aufknickvorgangs der
Falt-Schiebe-Tür,
- Fig. 3b)
- den Zustand der Ausstoßvorrichtung, den diese in der Stellung der Falt-Schiebe-Tür
gemäß Fig. 3a) einnimmt, in einer Seitenansicht,
- Fig. 3c)
- die Ausstoßvorrichtung gemäß Fig. 3b) in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 4a)
- eine Gesamtansicht des Möbels mit gegenüber der Stellung gemäß Fig. 3a) weiter aufgeknickter
Falt-Schiebe-Tür in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 4b)
- eine Draufsicht auf das Möbel gemäß Fig. 4a),
- Fig. 5a)
- einen Ausschnitt des Möbels in einer Draufsicht bei vollständig ausgefahrenem Ausstoßelement,
- Fig. 5b)
- den Zustand der Ausstoßvorrichtung, den diese in der Stellung der Falt-Schiebe-Tür
gemäß Fig. 5a) einnimmt, in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 6a)
- eine Draufsicht auf das Möbels zu Beginn des von einem Benutzer durchgeführten Zusammenfaltens
der Falt-Schiebe-Tür,
- Fig. 6b)
- den Zustand der Ausstoßvorrichtung, den diese bei der Stellung der Falt-Schiebe-Tür
gemäß Fig. 6a) einnimmt, in einer Seitenansicht,
- Fig. 6c)
- die Ausstoßvorrichtung gemäß Fig. 6b) in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 7)
- den Zustand der Ausstoßvorrichtung, den diese beim weiteren Zusammenfalten der Falt-Schiebe-Tür
einnimmt, in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 8a)
- eine Draufsicht auf das Möbel im Zuge des weiteren Zusammenfaltens der Falt-Schiebe-Tür,
- Fig. 8b)
- den Zustand, den die Ausstoßvorrichtung bei der Stellung der Falt-Schiebe-Tür gemäß
Fig. 8a) einnimmt, in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 8c)
- die Ausstoßvorrichtung gemäß Fig. 8b) mit aufgeschnittenem Ausstoßelement 5,
- Fig. 9a)
- eine Draufsicht auf das Möbel mit noch weiter zusammengefalteter Falt-Schiebe-Tür,
- Fig. 9b)
- den Zustand, den die Ausstoßvorrichtung bei einer Stellung der Falt-Schiebe-Tür gemäß
Fig. 9a) einnimmt, in einer perspektivischen Ansicht und mit aufgeschnittenem Ausstoßelement
5,
- Fig. 9c)
- einen weiteren Schnitt durch die Ausstoßvorrichtung in dem Zustand gemäß Fig. 9b),
- Fig. 10a)
- eine Draufsicht auf das Möbel mit vollständig zusammengefalteter Falt-Schiebe-Tür,
- Fig. 10b)
- den Zustand, den die Ausstoßvorrichtung bei der Stellung der Falt-Schiebe-Tür gemäß
Fig. 10a) einnimmt,
- Fig. 10c)
- die Ausstoßvorrichtung gemäß Fig. 10b) mit aufgeschnittenem Ausstoßelement 5,
- Fig. 11a)
- eine perspektivische Gesamtansicht des Möbels bei zum Teil in einem seitlichen Hohlraum
versenkter Falt-Schiebe-Tür,
- Fig. 11b)
- eine Draufsicht auf das Möbel gemäß Fig. 11 a),
- Fig. 12a)
- eine perspektivische Gesamtansicht des Möbels bei vollständig in dem Hohlraum versenkter
Falt-Schiebe-Tür,
- Fig. 12b)
- eine Draufsicht auf das Möbel gemäß Fig. 12a),
- Fig. 13a)
- eine Draufsicht auf das Möbel bei wieder aus dem Hohlraum herausgefahrener und zum
Teil entfalteter Falt-Schiebe-Tür,
- Fig. 13b)
- den Zustand, den die Ausstoßvorrichtung bei einer Stellung der Falt-Schiebe-Tür gemäß
Fig. 13a) einnimmt, in einer perspektivischen Ansicht und mit aufgeschnittenem Ausstoßelement
5,
- Fig. 13c)
- einen Ausschnitt einer Schnittdarstellung der Ausstoßvorrichtung in dem Zustand gemäß
Fig. 13b),
- Fig. 14)
- einen Ausschnitt einer Draufsicht auf das Möbel bei gegenüber der Stellung gemäß Fig.
13a) weiter entfalteter Falt-Schiebe-Tür.
[0010] Figur 1a) zeigt ein Möbel 27 mit einem Möbelkorpus 16 und einer Falt-Schiebe-Tür
2, welche zwei gelenkig miteinander verbundene Türflügel 3 und 4 umfasst. Die Falt-Schiebe-Tür
2 befindet sich in einer Schließstellung, in welcher die zwei Türflügel 3 und 4 in
einer gemeinsamen Schließebene angeordnet sind. In dem Möbelkorpus 16 ist ein Hohlraum
28 zur Aufnahme der Falt-Schiebe-Tür 2 in einer zusammengefalteten Stellung ausgebildet.
Der Hohlraum 28 ist schachtförmig und in einem Randbereich des Möbelkorpus 16 angeordnet.
[0011] Figur 1b) zeigt das Möbel gemäß Figur 1a) in einer Draufsicht von oben. An der Falt-Schiebe-Tür
ist eine Ausstoßvorrichtung 1 angeordnet, welche in den nachfolgenden Figuren 1c)
bis 1e) näher beschrieben wird:
Die Ausstoßvorrichtung 1 ist an der dem Möbelkorpus 16 bzw. dem Möbelinneren zugewandten
Seite des Türflügels 3 angeordnet. Die Hinterkante dieses Türflügels 3 ist mittels
einer gestrichelten Linie 30 angedeutet. Die Ausstoßvorrichtung 1 umfasst ein Ausstoßelement
5 zum Aufknicken der Falt-Schiebe-Tür aus der Schließstellung in eine Offenstellung,
in welcher die zwei Türflügel einen Winkel ungleich 180° zueinander einschließen.
[0012] Das Ausstoßelement 5 weist ein Abstützelement 14 zum Abstützen an einer Stirnseite
17 des Möbelkorpus 16, genauer gesagt der Deckenblende des Möbelkorpus, beim Aufknicken
der Falt-Schiebe-Tür auf, wobei das Abstützelement 14 als Wälzkörper in Form einer
Rolle ausgebildet ist.
[0013] Der Abstand zwischen der Hinterkante 30 des Türflügels 3 und der Deckenblende 17
ist mit dem Bezugszeichen 31 versehen und beträgt ca. 15 mm. Die Ausstoßeinheit 1
weist darüber hinaus gehende Bauteile, z.B. 24, 25 und 13 auf, die maximal ca. 45
mm in den Stau- bzw. Arbeitsbereich des Möbels hineinstehen. Diese Distanz ist mit
dem Bezugszeichen 32 versehen.
[0014] In der Figur 1d) ist eine Symmetrieebene 33 eingezeichnet, die durch die Mittellängsachse
der Ausstoßeinheit 1 verläuft und zu der die Ausstoßvorrichtung 1 spiegelsymmetrisch
ausgebildet ist. Die spiegelsymmetrische Ausbildung hat den Vorteil, dass die Ausstoßeinheit
1 sowohl bei einer Falt-Schiebe-Tür 2 wie in Figur 1a) dargestellt, als auch bei einer
Falt-Schiebe-Tür, die links davon angeordnet ist und sich nach links öffnen lässt,
eingesetzt werden kann. Hierzu muss die Ausstoßeinheit 1 lediglich um 180° gewendet
werden. Für die Funktionsweise der Ausstoßeinheit 1 wäre jedoch auch eine der beiden
spiegelsymmetrischen Hälften ausreichend.
[0015] Im Einzelnen ist die Ausstoßeinheit 1 wie folgt aufgebaut: Die Ausstoßeinheit 1 umfasst
eine Basis 29, über welche die Ausstoßeinheit 1 an einer Falttür oder Falt-Schiebe-Tür
montierbar ist. Im vorliegenden Fall ist die Ausstoßeinheit 1 über die Basis 29 an
dem Türflügel 3 der Falt-Schiebe-Tür 2 montiert. An der Basis 29 sind zwei Ausstoßelemente
5 und 6 angeordnet, die als schwenkbar gelagerte Ausstoßhebel ausgebildet sind. Die
Ausstoßelemente 5 und 6 umfassen jeweils eine Basis 54, an welcher ein erster Schlitten
53 verschiebbar gelagert ist. Gegenüber der Basis 54 ist der Schlitten 53 durch einen
ersten Kraftspeicher 9 in Form zweier paralleler Zugfedern mit einer Kraft beaufschlagbar.
Am freien Ende des verfahrbaren Schlittens 53 sind zwei Wälzkörper in Form von Rollen
angeordnet, und zwar zum einen das Abstützelement 14 zum Abstützen an dem Möbelkorpus
und zum anderen eine Rolle 51, die sich an einer Schrägfläche 22 zur Initiierung der
Aufknickbewegung des Ausstoßelements 5 abstützen kann. Im Falle des identisch ausgebildeten
Ausstoßelements 6 sind die beiden Rollen mit den Bezugszeichen 15 und 52 und die Schrägfläche,
an der sich die Rolle 52 zu Beginn der Aufknickbewegung abstützen kann, mit dem Bezugszeichen
23 versehen.
[0016] An der Basis 54 der Ausstoßelemente 5 bzw. 6 ist neben dem Schlitten 53 noch ein
weiterer Schlitten 56 verschiebbar gelagert, der ebenfalls über einen Kraftspeicher
in Form einer Zugfeder 57 gegenüber der Basis 54 mit Kraft beaufschlagbar ist. Der
Schlitten 56 dient zusammen mit einer Druckfeder 58, die auf eine Feststellvorrichtung
40 wirkt, und einem Bolzen 55 dazu den Angriffswinkel 26 (vgl. Fig. 1c)) eines Kraftumlenkhebels
24, 25 an den Ausstoßelementen 5 und 6 lösbar zu fixieren. Die Funktionsweise dieser
Feststellvorrichtung wird in Zusammenhang mit den Figuren 8c), 9b), 10c) und 13b)
näher beschrieben.
[0017] Die Schlitten 53 der Ausstoßelemente 5 und 6 sind über ein Verbindungselement 43
miteinander bewegungsgekoppelt.
[0018] Neben dem Kraftspeicher 9 ist auch noch ein weiterer unabhängiger Kraftspeicher 8
in Form zweier Zugfedern zur Beaufschlagung der Ausstoßelemente 5 und 6 vorgesehen,
wobei die Kraftbeaufschlagung über einen Kraftumlenkhebel erfolgt, der an dem Schlitten
56 drehbar gelagert ist und aus einem ersten plattenförmigen Bauteil 25 und zwei gelenkig
daran angelenkten Armen 24 aufgebaut ist. Die Arme 24 sind mit ihrem anderen Ende
an einem linear verfahrbaren Schlitten 34, der an der Basis 29 linear verfahrbar ist,
drehbar gelagert. Die Zugfedern 8 sind über Aufhängungen 35 einerseits an dem Linearschlitten
34 und andererseits an der Basis 29 aufgehängt.
[0019] Bei fixiertem Angriffswinkel 26 des Kraftumlenkhebels 24, 25 an den Ausstoßelementen
5 und 6 steht der Kraftumlenkhebel 24, 25 in einer Seitenansicht betrachtet (vgl.
Fig. 1c)) knieförmig von der Ausstoßvorrichtung 1 ab.
[0020] Die Ausstoßvorrichtung 1 umfasst weiterhin zwei Verriegelungsvorrichtungen 10 und
11 zur lösbaren Verriegelung der Ausstoßelemente 5 und 6 entgegen der Beaufschlagung
durch die geladenen Kraftspeicher 8 und 9. Der Aufbau und die Funktionsweise der Verriegelungsvorrichtungen
10 und 11 wird in Zusammenhang mit den Figuren 2c) bis 2h) näher erläutert.
[0021] An der Basis 29 der Ausstoßvorrichtung 1 ist weiterhin ein Ladeelement 13 bewegbar
gelagert, wobei dieses Ladeelement 13 als schwenkbar gelagerter Ladehebel ausgebildet
ist. Das Ladeelement 13 wird gegenüber der Basis 29 mittels eines Kraftspeichers in
Form zweier Schenkelfedern 42 in der Stellung, die in den Figuren 1c) und 1d) gezeigt
ist, gehalten.
[0022] Die Ausstoßelemente 5 und 6, sowie das Ladeelement 13, sind über eine Synchronisierungsvorrichtung
18 miteinander bewegungsgekoppelt. Die Synchronisierungsvorrichtung 18 umfasst eine
Verzahnung in Form eines an der Basis 29 über ein Gehäuse 37 drehbar gelagerten Zahnrads
20, welches einerseits eine an einem Linearschlitten 38 angeordnete Zahnstange 19
und andererseits eine an einem Linearschlitten 39 angeordnete Zahnstange 21 kämmt.
Der Linearschlitten 39 ist über ein Verbindungselement 41 mit dem Ladeelement 13 gekoppelt.
Der Linearschlitten 38 kann über eine Sperrklinke 36 mit dem Linearschlitten 34 gekoppelt
werden. Dazu rastet die Sperrklinke 36 mit einem Zapfen in eine Öffnung 67 in dem
Linearschlitten 38 ein. Details zu dieser Kopplung der Schlitten 34 und 38 werden
in Zusammenhang mit den Figuren 9c) und 13c) näher erläutert.
[0023] In dem in den Figuren 1c) und 1d) gezeigten Zustand, den die Ausstoßvorrichtung 1
in der Schließstellung der Falt-Schiebe-Tür 2 einnimmt, sind die Kraftspeicher 8 und
9 vollständig geladen und die Ausstoßelemente 5 und 6 über die Verriegelungsvorrichtungen
10 und 11 entgegen der Beaufschlagung durch die geladenen Kraftspeicher 8 und 9 verriegelt.
Der Angriffswinkel des Kraftumlenkhebels 24, 25 an den Ausstoßelementen 5 und 6 ist
darüber hinaus fixiert.
[0024] Zur Entriegelung der Verriegelungsvorrichtungen 10 und 11 übt ein Benutzer Druck
auf die Falt-Schiebe-Tür 2 aus (vgl. Fig. 2a). Dadurch wird die Falt-Schiebe-Tür 2
in eine Überdrückstellung gebracht. Die Druckausübung erfolgt vorteilhafterweise in
dem Bereich 12, in welchem die zwei Türflügel 3 und 4 gelenkig miteinander verbunden
sind. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt der Auslöseweg 2 mm.
[0025] Da die Ausstoßeinheit 1 an der Falt-Schiebe-Tür 2 montiert ist und sich gleichzeitig
über das Abstützelement 14 an der Stirnseite 17 des Möbelkorpus 16 abstützt, wird
durch die Druckausübung auf die Falt-Schiebe-Tür 2 das Ausstoßelement 5 und indirekt
in weiterer Folge, da das Verbindungselement 43 zwischen den beiden Ausstoßelementen
5 und 6 in Nuten 59 eines Rastkeils 44 der Verriegelungsvorrichtung 10 und 11 im verriegelten
Zustand eingreift, dieser Rastkeil 44 nach unten, d.h. in Richtung der Türflügel 3
und 4 der Falt-Schiebe-Tür 2, gedrückt.
[0026] Wie aus den Figuren 2c) bis 2h) hervorgeht, wirkt der Rastkeil 44 über eine in einer
Führungsnut 61 gelagerten Kugel 50 mit einer herzkurvenförmigen Verriegelungsbahn
60, die in einem Basiselement 48 ausgebildet ist, zusammen, wobei der Rastkeil 44
in der verriegelten Stellung, in welcher sich die Kugel 50 in der Herzmulde befindet,
gegenüber dem Basiselement 48 über eine Druckfeder 45 kraftbeaufschlagt ist. Durch
die Entriegelungsbewegung des Rastkeils 44 bewegt sich die Kugel 50 aus der Herzmulde
hinaus und die Verriegelung wird aufgehoben. In weiterer Folge bewegt sich der Rastkeil
44 von den Türflügeln 3 und 4 der Falt-Schiebe-Tür 2 schräg nach oben unter der Wirkung
der in der Druckfeder 45 gespeicherten Kraft weg und gibt den Weg für das Verbindungselement
43 und damit für die Ausstoßelemente 5 und 6 frei. Das Basiselement 48 sowie die Druckfeder
45 und der Rastkeil 44 sind durch zwei Gehäuseteile 47 und 49 erhalten.
[0027] Durch die Entriegelung wird das Verbindungselement 43 und damit die Ausstoßelemente
5 und 6 freigegeben. Das hat zur Folge, dass der Linearschlitten 53 gegenüber der
Basis 54 unter Freiwerdung der im Kraftspeicher 9 gespeicherten Energie ausfahren
kann (vgl. Figuren 3b) und 3c)). Dabei gleiten die Ausstoßelemente 5 und 6 über die
Rollen 51 bzw. 52 an den Schrägflächen 22 bzw. 23 entlang, wodurch die Ausfahrbewegung
des Schlittens 53 in eine Schwenkbewegung der Ausstoßelemente 5 und 6 umgesetzt wird.
Die Höhe 69 der Schrägflächen 22 und 23 beträgt 20 mm. Da sich die Ausstoßelemente
5 und 6 mittels der Abstützelemente 14 und 15 gleichzeitig an dem Möbelkorpus abstützen,
erfolgt ein Aufknicken der Falt-Schiebe-Tür 2 (vgl. Figur 3a)). Die Schrägflächen
22 und 23 dienen also zur Initiierung der Aufknickbewegung der Ausstoßelemente 5 und
6.
[0028] In Zusammenhang mit der Figur 3a) sei noch darauf hingewiesen, dass der Türflügel
4 der Falt-Schiebe-Tür 2 über Scharniere 64 an dem Möbelkorpus gelenkig angeordnet
ist, die Türflügel 3 und 4 über Scharniere 63 gelenkig miteinander verbunden sind
und der Türflügel 3 mittels eines Laufwagens 62 verschiebbar an Führungselementen
65, die am Möbelkorpus vorgesehen sind, gelagert ist.
[0029] Die Ausstoßelemente 5 und 6 sowie das schwenkbar gelagerte Ladeelement 13 sind über
die Synchronisationsvorrichtung 18 bewegungsgekoppelt und zwar derart, dass ein Verschwenken
der Ausstoßelemente 5 und 6 ein gegensinniges Verschwenken des Ladelementes 13 - und
umgekehrt - zur Folge hat, was in der Figur 3b) durch die im und gegen den Uhrzeigersinn
weisenden Pfeile angedeutet ist.
[0030] Sobald die Schlitten 53 zumindest teilweise aus der Basis 54 herausgefahren sind
und dadurch die Ausstoßelemente 5 und 6 über die Schrägflächen 22 und 23 verschwenkt
sind, kann die im Kraftspeicher 8 gespeicherte Energie über den Kraftumlenkhebel 24
und 25 wirksam werden. Das bedeutet, dass während der Initiierung der Aufknickbewegung
der Ausstoßelemente 5 und 6 zunächst hauptsächlich die im Kraftspeicher 9 gespeicherte
Energie frei wird und anschließend hauptsächlich bzw. nach dem vollständigen Ausfahren
der Schlitten 53 ausschließlich die im unabhängigen Kraftspeicher 8 gespeicherte Energie
frei wird, was zu einem weiteren Verschwenken der Ausstoßelemente 5 und 6 und damit
zu einem weiteren Aufknicken der Falt-Schiebe-Tür 2 führt.
[0031] Die Figuren 4a) und 4b) zeigen eine Zwischenstellung der Falt-Schiebe-Tür im Zuge
dieser Aufknickbewegung.
[0032] Die Figuren 5a) und 5b) zeigen die Stellung der Falt-Schiebe-Tür 2 bzw. der Ausstoßvorrichtung
1 am Ende des Aufknickens der Falt-Schiebe-Tür 2 aus der Schließstellung, in welcher
die zwei Türflügel 3 und 4 in einer gemeinsamen Schließebene angeordnet sind, in eine
Offenstellung, in welcher die zwei Türflügel 3 und 4 einen Winkel 7 ungleich 180°
zueinander einschließen. Im konkreten Fall beträgt dieser Winkel 7 ca. 150°.
[0033] Die Kraftspeicher 8 und 9 sind im Wesentlichen entladen, die Schlitten 53 maximal
gegenüber den Basen 54 herausgefahren und der Linearschlitten 34 (vgl. auch die Figur
1e)) hat durch die Entladung des Kraftspeichers 8 seine Endstellung gegenüber dem
Gehäuse 29 der Ausstoßvorrichtung 1 erreicht. Die Ausstoßelemente 5 und 6 können daher
nicht weiter verschwenkt werden.
[0034] Gleichzeitig wurde auch das Ladeelement 13 maximal verschwenkt, und zwar so weit,
dass es am Türflügel 4 zum Anliegen kommt. Diese Stellung der Ausstoßvorrichtung 1
markiert somit auch den Beginn des Ladevorgangs.
[0035] Und zwar beginnt ein Benutzer nun damit die Falt-Schiebe-Tür 2 weiter zu öffnen,
was gleichzeitig zu einem Verschieben des Türflügels 3 und einem Zusammenfalten der
Türflügel 3 und 4, das heißt zu einer Reduktion des von den Türflügeln 3 und 4 eingeschlossenen
Winkels, führt. Diese Kraftausübung durch den Benutzer ist in der Figur 6a) mittels
eines Pfeils angedeutet.
[0036] Das Zusammenfalten der Falt-Schiebe-Tür 2 führt, da das Ladeelement 13 an dem Türflügel
4 anliegt, zu einem Verschwenken des Ladeelements 13 in Richtung seiner ursprünglichen
Stellung, welche es in der Schließstellung der Falt-Schiebe-Tür 2 eingenommen hat
(vgl. Figuren 6b) und 6c)). Die Schwenkbewegung des Ladeelements 13 wird über das
Verbindungselement 41 in eine Linearbewegung des Linearschlittens 39 umgesetzt, wobei
die Bewegung des Linearschlittens 39 wiederum durch die Synchronisierungsvorrichtung
18 in einer gegenläufigen Linearbewegung des Linearschlittens 34 resultiert, was in
weiterer Folge zu einem Laden des Kraftspeichers 8 und zu einer gegensinnigen Schwenkbewegung
der Ausstoßelemente 5 und 6 führt.
[0037] Figur 7 zeigt eine Stellung der Ausstoßvorrichtung 1 im Zuge des weiteren Zusammenfaltens
der Falt-Schiebe-Tür. In diesem Zustand wird ausschließlich der Kraftspeicher 8 geladen.
[0038] In weiterer Folge treffen die Ausstoßelemente 5 und 6 über die Rollen 51 und 52 auf
die Schrägflächen 22 bzw. 23, wodurch zusätzlich auch noch der Kraftspeicher 9 geladen
wird. Die Figuren 8a) bis 8c) stellen exemplarisch eine Zwischenstellung der Ausstoßvorrichtung
1 beim gleichzeitigen Laden der Kraftspeicher 8 und 9 dar.
[0039] In allen bisher beschriebenen Stellungen der Ausstoßvorrichtung 1 ist der Angriffswinkel
26 des Kraftumlenkhebels 24, 25 an den Ausstoßelementen 5 und 6 fixiert (vgl. Figur
1c)). Figur 8c), welche einen Ausschnitt der in Figur 8b) dargestellten
[0040] Ausstoßvorrichtung 1 mit aufgeschnittenem Ausstoßelement 5 zeigt, dient der Veranschaulichung
dieser Fixierung des Angriffswinkels des Kraftumlenkhebels: Der Kraftumlenkhebel 24,
25 ist an dem Linearschlitten 56 (vgl. auch Figur 1e)) drehbar gelagert. Wenn der
Angriffswinkel fixiert ist, wird eine Drehbewegung des plattenförmigen Bauteils 25
des Kraftumlenkhebels relativ zu dem Linearschlitten 56 bzw. zu den Ausstoßelementen
5 und 6 unterbunden. Hierzu ist ein Klinkenbolzen 55 vorgesehen, welcher in einer
Ausnehmung der Basis 54 angeordnet ist und zur Fixierung des Angriffswinkels des Kraftumlenkhebels
in eine am Linearschlitten 56 vorgesehene Ausnehmung eingreift. Dadurch wird eine
Bewegung des Linearschlittens 56 in Richtung der freien Enden der Ausstoßelemente
5 und 6 unterbunden. In die entgegengesetzte Richtung kann sich der Linearschlitten
56 ohnehin nicht bewegen, da er sich in der in der Basis 54 vorgesehenen Führungsbahn
66 in einer Endstellung befindet. Der Linearschlitten 56 ist mit der Basis 54 über
eine Zugfeder 57, die in dem in Figur 8c) gezeigten Zustand leicht vorgespannt ist,
verbunden. Der Bolzen 55 kann bei fixiertem Angriffswinkel auch nicht in vertikaler
Richtung entweichen und so den Linearschlitten 56 freigeben, da eine solche Bewegung
des Bolzens 55 in vertikale Richtung durch eine Feststellvorrichtung 40, die über
eine Druckfeder 58 kraftbeaufschlagt ist und ebenfalls in der Basis 54 verschiebbar
gelagert ist, unterbunden ist. Insgesamt gesehen kann sich der Linearschlitten 56
relativ zur Basis 54 nicht bewegen. Somit ist der Angriffswinkel des plattenförmigen
Teils 25 des Kraftumlenkhebels an den Ausstoßelementen 5 und 6 fixiert.
[0041] Möchte man die Falt-Schiebe-Tür 2 nun aber vollständig zusammenfalten, das heißt
in eine Stellung überführen, in welcher die Türflügel 3 und 4 im Wesentlichen parallel
zueinander ausgerichtet sind, so muss die Fixierung des Angriffswinkels des Kraftumlenkhebels
24, 25 aufgehoben werden (vgl. Figur 9a)). Die Aufhebung der Fixierung erfolgt dadurch,
dass das Ladeelement 13 durch die Relativbewegung der Türflügel 3 und 4 der Falt-Schiebe-Tür
2 noch weiter in Richtung der Basis 29 der Ausstoßvorrichtung 1 bewegt wird. Dadurch
wird die Feststellvorrichtung 40, welche an dem Linearschlitten 39, der über das Verbindungselement
41 mit dem Ladeelement 13 gekoppelt ist, von dem plattenförmigen Teil 25 des Kraftumlenkhebels
wegbewegt (vgl. Figur 1e)). Das heißt, dass die Feststellvorrichtung 40 in der Basis
54 der Ausstoßelemente 5 und 6 derart bewegt wird, dass die Druckfeder 58 noch weiter
komprimiert wird. Wie anhand von Figur 9b) erkennbar ist, wird dadurch in weiterer
Folge der Bolzen 55 in vertikaler Richtung freigegeben. Wird nun Druck auf den Kraftumlenkhebel
24, 25 durch eine Relativbewegung der Türflügel 3 und 4 der Falt-Schiebe-Tür 2 ausgeübt,
so führt dies zu einer Kraftbeaufschlagung des Linearschlittens 56, der den Bolzen
55 in vertikaler Richtung wegdrückt. Der Linearschlitten 56 kann sich in der Führungsbahn
66, die in der Basis 54 vorgesehen ist, in Richtung der freien Enden der Ausstoßelemente
5 und 6 bewegen und damit der Kraftumlenkhebel 24, 25 zusammengefaltet werden.
[0042] Es sei noch drauf hingewiesen, dass beim Erreichen der Stellung der Ausstoßvorrichtung
1, die in den Figuren 9a) bis 9c) dargestellt ist, der Ladevorgang der Kraftspeicher
8 und 9 abgeschlossen ist. Um ein in diesem Zustand ungewolltes Entladen zu verhindern,
werden die Ausstoßelemente 5 und 6 mittels der Verriegelungsvorrichtungen 10 und 11
verriegelt.
[0043] Da auch der Kraftspeicher 8 geladen ist, das Ladeelement 13 jedoch noch - genauso
wie der Kraftumlenkhebel 24, 25 - auf die Basis 29 geklappt werden muss, um die Parallelstellung
der Türflügel 3 und 4 erreichen zu können (vgl. Figur 10a) bis 10c)) und das Ladeelement
13 über den Linearschlitten 39 mit dem Linearschlitten 38 über die Synchronisierungsvorrichtung
18 bewegungsgekoppelt ist, bietet es sich an, den Ladezustand des Kraftspeichers 8
zu konservieren und ein im Wesentlichen kraftloses Zusammenklappen des Kraftumlenkhebels
24, 25 sowie des Ladeelements 13 zu ermöglichen. Das wird dadurch ermöglicht, dass
die Kopplung der Linearschlitten 34 und 38 über die Sperrklinke 36, die am Linearschlitten
34 schwenkbar gelagert ist und im gekoppelten Zustand in eine Öffnung 67 des Linearschlittens
38 eingreift, aufgehoben wird, indem die Sperrklinke 36 von dem Linearschlitten 38
wegschwenkt. Dabei wird gleichzeitig der Linearschlitten 34 bei geladenem Kraftspeicher
8 an der Basis 29 festgelegt (vgl. Figur 9c)). Durch die Entkopplung der Linearschlitten
34 und 38 kann sich nun bei einer Bewegung des Linearschlittens 39, der mit dem Ladeelement
13 gekoppelt ist, der Linearschlitten 38 im Wesentlichen kraftlos mitbewegen.
[0044] Die Figur 10a) zeigt die Falt-Schiebe-Tür 2 im vollständig zusammengefalteten Zustand,
in welchem die beiden Türflügel 3 und 4 im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet
sind. Die Figuren 10b) und 10c) zeigen den Zustand, welchen die Ausstoßvorrichtung
1 in dieser Stellung der Falt-Schiebe-Tür 2 einnimmt. Und zwar sind in diesem Zustand
alle Elemente der Ausstoßvorrichtung 1 im Wesentlichen in der Ebene der Basis 29 angeordnet.
Die Figur 10c) zeigt einen Ausschnitt der Ausstoßvorrichtung 1 mit aufgeschnittenem
Ausstoßelement 5. Der Linearschlitten 56 befindet sich in der Führungsbahn 66 (vgl.
z.B. Figur 8c)) in der dem freien Ende der Ausstoßelemente 5 und 6 benachbart angeordneten
Endstellungen. Die Zugfeder 57 ist vollständig geladen.
[0045] Wie die Figuren 11a) und 11b) sowie 12a) und 12b) zeigen, kann die zusammengefaltete
Falt-Schiebe-Tür 2 nun in einen am bzw. im Möbelkorpus 16 angeordneten Hohlraum 28
angeordnet werden. Dazu ist im oder am Hohlraum 28 eine Führungsvorrichtung 46 für
die Falt-Schiebe-Tür 2 vorgesehen. Nun ist das Innere des Möbels 27 frei zugänglich.
Im Inneren kann z.B. eine Küche 68 vorgesehen sein.
[0046] Um die Falt-Schiebe-Tür 2 ausgehend von dem in den Figuren 12a) und 12b) dargestellten
Zustand wieder in die in der Figur 1a) dargestellte Schließstellung zu überführen,
wird die zusammengefaltete Falt-Schiebe-Tür 2 wieder aus dem Hohlraum 28 herausbefördert.
Beim Entfalten der Falt-Schiebe-Tür 2 entfaltet sich der Kraftumlenkhebel 24 und 25
unter Freiwerdung der in der Zugfeder 57 gespeicherten Energie. Auch das Ladeelement
13 schwenkt wieder von der Basis 29 weg. Hierzu sind zwei Schenkelfedern 42 vorgesehen
(vgl. Figur 1e)), die das Ladeelement 13 in der z.B. in Figur 1d) gezeigten Neutralstellung
halten. Beim vollständigen Zusammenfalten der Falt-Schiebe-Tür 2 wird Energie in den
Schenkelfedern 42 deponiert, die beim Entfalten der Falt-Schiebe-Tür 2 wieder frei
wird. Der Linearschlitten 56 wird wieder verriegelt und damit der Angriffswinkel des
Kraftumlenkhebels 24, 25 an den Ausstoßelementen 5 und 6 fixiert (vgl. Figur 13b)).
Weiterhin werden die beiden Linearschlitten 34 und 38 mittels der Sperrklinke 36 wieder
miteinander verbunden (vgl. Figur 13c)). Insgesamt gesehen befindet sich die Ausstoßeinheit
1 nun wieder in ihrer Ausgangsstellung (vgl. Figuren 1c) und 1d)) und verbleibt dort
bis zum erneuten Auslösen.
[0047] Figur 14 zeigt eine Zwischenstellung der Falt-Schiebe-Tür 2 beim Überführen der Falt-Schiebe-Tür
2 aus dem in den Figuren 12a) und 12b) dargestellten Zustand in den in der Figur 1a)
dargestellten Schließzustand durch Druckausübung durch einen Benutzer.
1. Möbel (27) mit
- einem Möbelkorpus (16), und
- wenigstens einer Falttür oder Falt-Schiebe-Tür (2), welche wenigstens zwei gelenkig
miteinander verbundene Türflügel (3, 4) umfasst, wobei die Falttür oder Falt-Schiebe-Tür
(2) zumindest eine Schließstellung, in welcher die wenigstens zwei Türflügel (3, 4)
in einer gemeinsamen Schließebene angeordnet sind, und eine Offenstellung, in welcher
die wenigstens zwei Türflügel (3, 4) einen Winkel (7) ungleich 180° zueinander einschließen,
einnehmen kann,
wobei das Möbel (27) wenigstens eine Ausstoßvorrichtung (1) für die Falttür oder Falt-Schiebe-Tür
(2) umfasst, wobei die Ausstoßvorrichtung (1) wenigstens einen Kraftspeicher (8, 9)
und wenigstens ein Ausstoßelement (5, 6) zum Aufknicken der Falttür oder Falt-Schiebe-Tür
(2) aus der Schließstellung in die Offenstellung aufweist, wobei das wenigstens eine
Ausstoßelement (5, 6) durch den wenigstens einen manuell von einem Benutzer zu ladenden
Kraftspeicher (8, 9) beaufschlagbar ist und die wenigstens eine Ausstoßvorrichtung
(1) wenigstens eine Verriegelungsvorrichtung (10, 11) zur lösbaren Verriegelung des
wenigstens einen Ausstoßelements (5, 6) entgegen der Beaufschlagung durch den wenigstens
einen geladenen Kraftspeicher (8, 9) aufweist, wobei die wenigstens eine Verriegelungsvorrichtung
(10, 11) bei montierter Ausstoßvorrichtung (1) durch Druckausübung auf die Falttür
oder Falt-Schiebe-Tür (2), vorzugsweise in dem Bereich (12), in welchem die wenigstens
zwei Türflügel (3, 4) gelenkig miteinander verbunden sind, entriegelbar ist, wobei
das wenigstens eine Ausstoßelement (5, 6) als schwenkbar gelagerter Ausstoßhebel ausgebildet
ist, und wobei die wenigstens eine Ausstoßvorrichtung (1) an einer dem Möbelkorpus
(16) zugewandten Seite eines der beiden Türflügel (3, 4) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, das die Ausstoßvorrichtung (1) wenigstens ein bewegbar gelagertes Ladeelement (13)
zum Laden des wenigstens einen Kraftspeichers (8, 9) durch ein Zusammenfalten der
Falttür oder Falt-Schiebe-Tür (2) umfasst, wobei das wenigstens eine Ausstoßelement
(5, 6) und das wenigstens eine Ladeelement (13) als räumlich getrennte Baueinheiten
ausgebildet sind.
2. Möbel (27) nach Anspruch 1, wobei das wenigstens eine Ladeelement (13) beim Zusammenfalten
der Falttür oder Falt-Schiebe-Tür (2) mit dem anderen der beiden Türflügel (3, 4)
zusammenwirkt.
3. Möbel (27) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Möbelkorpus (16) einen, insbesondere
schachtförmigen, Hohlraum (28) zur Aufnahme der wenigstens einen Falttür oder Falt-Schiebe-Tür
(2) in einer zusammengefalteten Stellung aufweist.
4. Möbel (27) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das wenigstens eine Ausstoßelement
(5, 6) wenigstens ein Abstützelement (14, 15) zum Abstützen am Möbelkorpus (16), vorzugsweise
an einer Stirnseite (17) des Möbelkorpus (16), zumindest beim Aufknicken der Falttür
oder Falt-Schiebe-Tür (2) aufweist, wobei bevorzugt das Abstützelement (14, 15) als
Wälzkörper, besonders bevorzugt als Rolle, ausgebildet ist.
5. Möbel (27) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das wenigstens eine Ladeelement
(13) als schwenkbar gelagerter Ladehebel ausgebildet ist.
6. Möbel (27) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das wenigstens eine Ausstoßelement
(5, 6) und das wenigstens eine Ladeelement (13) über eine Synchronisierungsvorrichtung
(18) bewegungsgekoppelt sind, wobei vorzugsweise die Synchronisierungsvorrichtung
(18) eine Verzahnung (19, 20, 21) umfasst.
7. Möbel (27) nach Anspruch 6, wobei das wenigstens eine Ausstoßelement (5, 6) und das
wenigstens eine Ladeelement (13) schwenkbar gelagert sind und die Synchronisierungsvorrichtung
(18) derart ausgebildet ist, dass das wenigstens eine Ausstoßelement (5, 6) und das
wenigstens eine Ladeelement (13) gegensinnig verschwenkbar sind.
8. Möbel (27) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Ausstoßvorrichtung (1) spiegelsymmetrisch
ausgebildet ist.
9. Möbel (27) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei wenigstens eine Schrägfläche (22,
23) zur Initiierung der Aufknickbewegung des wenigstens einen Ausstoßelements (5,
6) vorgesehen ist.
10. Möbel (27) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei ein Kraftumlenkhebel (24, 25) zwischen
dem wenigstens einen Kraftspeicher (8) und dem wenigstens einen Ausstoßelement (5,
6) vorgesehen ist.
11. Möbel (27) nach Anspruch 10, wobei der Angriffswinkel (26) des Kraftumlenkhebels (24,
25) an dem wenigstens einen Ausstoßelement (5, 6) lösbar fixierbar ist.
12. Möbel (27) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei wenigstens zwei unabhängige Kraftspeicher
(8, 9) zur Beaufschlagung des wenigstens einen Ausstoßelements (5, 6) vorgesehen sind.
1. An item of furniture (27), including:
- a furniture carcass (16), and
- at least one folding door or folding-sliding door (2) having at least two door wings
(3, 4) hingedly connected to one another, wherein the folding door or folding-sliding
door (2) can assume at least one closed position in which the at least two door wings
(3, 4) are arranged in a common closing plane, and an open position in which the at
least two door wings (3, 4) form an angle (7) different from 180° relative to each
other,
wherein the item of furniture (27) includes at least one
ejection device (1) for the folding door or the folding-sliding door (2), wherein
the ejection device (1) has at least one energy storage member (8, 9) and at least
one ejection element (5, 6) for
spreading apart the folding door or the folding-sliding door (2) from the closed position
towards the open position, wherein the at least one ejection element (5, 6) can be
acted upon by an energy storage member (8, 9) to be manually loaded by an operator
and the at least one ejection device (1) includes at least one locking device (10,
11) for releasably locking the at least one ejection element (5, 6) against the force
of the at least one loaded energy storage member (8, 9), wherein the at least one
locking device (10, 11), when the ejection device (1) is mounted, can be unlocked
by applying pressure to the folding door or the folding-sliding door (2), preferably
in the region (12) where the at least two door wings (3, 4) are hingedly connected
to one another,
characterized in that the
ejection device (1) includes at least one movably-mounted loading element (13) for
loading the at least one energy storage member (8, 9) by folding together the folding
door or folding-sliding door (2), wherein the at least one ejection element (5, 6)
and the at least one loading element (13) are configured as spatially separated constructional
units, wherein the at least one ejection element (5, 6) is configured as a pivotally
mounted ejection lever, and wherein the at least one ejection device (1) is arranged
on a side of one of the two door wings (3, 4) facing towards the furniture carcass
(16).
2. The item of furniture (27) according to claim 1, wherein the at least one loading
element (13), upon folding together the folding door or folding-sliding door (2),
interacts with the other of the two door wings (3, 4).
3. The item of furniture (27) according to claim 1 to 2, wherein the furniture carcass
(16) includes a, in particular compartment-shaped, cavity (28) for accommodating the
at least one folding door or folding-sliding door (2) in a folded-together position.
4. The item of furniture (27) according to one of the claims 1 to 3, wherein the at least
one ejection element (5, 6) includes at least one supporting element (14, 15) for
supporting against a furniture carcass (16), preferably at a front face (17) of a
furniture carcass (16), at least when spreading apart the folding door or a folding-sliding
door (2), wherein it is preferably provided that the ejection element (14, 15) is
configured as a rolling body, preferably as a roller.
5. The item of furniture (27) according to one of the claims 1 to 4, wherein the at least
one loading element (13) is configured as a pivotally mounted loading lever.
6. The item of furniture (27) according to one of the claims 1 to 5, wherein the at least
one ejection element (5, 6) and the at least one loading element (13) are motionally
coupled by way of a synchronization device (18), wherein it is preferably provided
that the synchronization device (18) includes a tooth arrangement (19, 20, 21).
7. The item of furniture (27) according to claim 6, wherein the at least one ejection
element (5, 6) and the at least one loading element (13) are pivotally mounted, and
that the synchronization device (18) is configured such that the at least one ejection
element (5, 6) and the at least one loading element (13) are pivotable in opposite
directions.
8. The item of furniture (27) according to one of the claims 1 to 7, wherein die ejection
device (1) is configured so as to be mirror-symmetrical.
9. The item of furniture (27) according to one of the claims 1 to 8, wherein at least
one inclined surface (22, 23) for initiating a spreading apart movement of the at
least one ejection element (5, 6) is provided.
10. The item of furniture (27) according to one of the claims 1 to 9, wherein a force
deflection lever (24, 25) is provided between the at least one energy storage member
(8) and the at least one ejection element (5, 6).
11. The item of furniture (27) according to claim 10, wherein the engagement angle (26)
of the force deflection lever (24, 25) can be releasably fixed to the at least one
ejection element (5, 6).
12. The item of furniture (27) according to one of the claims 1 to 11, wherein at least
two independent energy storage members (8, 9) are provided for acting upon the at
least one ejection element (5, 6).
1. Meuble (27) avec
- un corps de meuble (16), et
- au moins une porte pliante ou une porte pliante et coulissante (2), laquelle comprend
au moins deux battants de porte (3, 4) reliés ensemble d'une manière articulée, dans
lequel la porte pliante ou la porte pliante et coulissante (2) peut être au moins
dans une position de fermeture, dans laquelle les au moins deux battants de porte
(3, 4) sont disposés dans un plan de fermeture commun, et dans une position d'ouverture,
dans laquelle les au moins deux battants de porte (3, 4) forment un angle (7) différent
de 180° l'un par rapport à l'autre,
dans lequel le meuble (27) comprend au moins un dispositif d'éjection (1) pour la
porte pliante ou la porte pliante et coulissante (2), dans lequel le dispositif d'éjection
(1) présente au moins un accumulateur de force (8, 9) et au moins un élément d'éjection
(5, 6) pour
plier la porte pliante ou la porte pliante et coulissante (2) de la position de fermeture
à la position d'ouverture, dans lequel le au moins un élément d'éjection (5, 6) peut
être sollicité par le au moins un accumulateur de force (8, 9) à charger manuellement
par un utilisateur et le au moins un dispositif d'éjection (1) présente au moins un
dispositif de verrouillage (10, 11) pour le verrouillage détachable du au moins un
élément d'éjection (5, 6) à l'encontre de la sollicitation par le au moins un accumulateur
de force (8, 9) chargé, dans lequel le au moins un dispositif de verrouillage (10,
11) peut être déverrouillé, lorsque le dispositif d'éjection (1) est monté, par l'exercice
d'une pression sur la porte pliante ou la porte pliante et coulissante (2), de préférence
dans la zone (12) dans laquelle les au moins deux battants de porte (3, 4) sont reliés
ensemble d'une manière articulée,
caractérisé en
ce que le dispositif d'éjection (1) comprend au moins un élément de charge (13) logé d'une
manière mobile pour charger le au moins un accumulateur de force (8, 9) par un repliage
de la porte pliante ou de la porte pliante et coulissante (2), dans lequel le au moins
un élément d'éjection (5, 6) et le au moins un élément de charge (13) sont conçus
comme des unités de construction séparées dans l'espace, dans lequel le au moins un
élément d'éjection (5, 6) est conçu comme un levier d'éjection logé de façon pivotante,
et dans lequel le au moins un dispositif d'éjection (1) est disposé sur un côté orienté
vers le corps de meuble (16) d'un des deux battants de porte (3, 4).
2. Meuble (27) selon la revendication 1, dans lequel le au moins un élément de charge
(13) interagit avec l'autre des deux battants de porte (3, 4) lors du repliage de
la porte pliante ou de la porte pliante et coulissante (2).
3. Meuble (27) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel le corps de meuble (16) présente
une cavité (28), plus particulièrement en forme de gaine, pour loger la au moins une
porte pliante ou porte pliante et coulissante (2) dans une position repliée.
4. Meuble (27) selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel le au moins un élément
d'éjection (5, 6) présente au moins un élément d'appui (14, 15) pour appui au corps
de meuble (16), de préférence à un côté frontal (17) du corps de meuble (16), au moins
lors du pliage de la porte pliante ou de la porte pliante et coulissante (2), dans
lequel, de préférence, l'élément d'appui (14, 15) est conçu de préférence comme un
corps de roulement, notamment de préférence comme un galet.
5. Meuble (27) selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel le au moins un élément
de charge (13) est conçu comme un levier de charge logé de façon pivotante.
6. Meuble (27) selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel le au moins un élément
d'éjection (5, 6) et le au moins un élément de charge (13) sont couplés en mouvement
par un dispositif de synchronisation (18), dans lequel, de préférence, le dispositif
de synchronisation (18) comprend un engrenage (19, 20, 21).
7. Meuble (27) selon la revendication 6, dans lequel le au moins un élément d'éjection
(5, 6) et le au moins un élément de charge (13) sont logés de façon pivotante et le
dispositif de synchronisation (18) est conçu de manière telle que le au moins un élément
d'éjection (5, 6) et le au moins un élément de charge (13) peuvent pivoter en sens
inverse.
8. Meuble (27) selon l'une des revendications 1 à 7, dans lequel le dispositif d'éjection
(1) est conçu à symétrie miroir.
9. Meuble (27) selon l'une des revendications 1 à 8, dans lequel au moins une surface
oblique (22, 23) est prévue pour amorcer le mouvement de pliage du au moins un élément
d'éjection (5, 6).
10. Meuble (27) selon l'une des revendications 1 à 9, dans lequel un levier de renvoi
de force (24, 25) est prévu entre le au moins un accumulateur de force (8) et le au
moins un élément d'éjection (5, 6).
11. Meuble (27) selon la revendication 10, dans lequel l'angle d'attaque (26) du levier
de renvoi de force (24, 25) peut être fixé de façon détachable au au moins un élément
d'éjection (5, 6).
12. Meuble (27) selon l'une des revendications 1 à 11, dans lequel au moins deux accumulateurs
de force indépendants (8, 9) sont prévus pour solliciter le au moins un élément d'éjection
(5, 6).