| (19) |
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(11) |
EP 3 314 114 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.07.2019 Patentblatt 2019/29 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.04.2016 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2016/059254 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2016/206834 (29.12.2016 Gazette 2016/52) |
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| (54) |
KRAFTSTOFFINJEKTOR
FUEL INJECTOR
INJECTEUR DE CARBURANT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
26.06.2015 DE 102015211918
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.05.2018 Patentblatt 2018/18 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- RZYMANN, Thilo
71522 Backnang (DE)
- CLAUSS, Helmut
71735 Eberdingen (DE)
- ERKAN, Enis
Bursa (TR)
- ZERLE, Lorenz
86179 Augsburg (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 122 241 DE-A1-102012 224 226
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DE-A1-102005 053 133
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kraftstoffinjektor nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Ein derartiger Kraftstoffinjektor ist aus der
DE 101 22 241 A1 der Anmelderin bekannt. Der bekannte Kraftstoffinjektor weist innerhalb eines Leckölraums,
über den Druckmittel aus einem Steuerraum des Ventilgehäuses in einen Rücklaufbereich
abströmbar ist, ein als Ventilkugel ausgebildetes Ventilglied auf, das bereichsweise
formschlüssig in einem Aufnahmekörper aufgenommen ist. Zum Freigeben der Ablaufbohrung
aus dem Steuerraum ist das Ventilglied mittels eines Aktuators, üblicherweise mittels
eines Magnetaktuators, verbunden, der die Ventilkugel aus einer die Ablaufbohrung
verschließenden Stellung in eine Öffnungsstellung bewegen kann. Beim Ausströmen des
Druckmittels bzw. Kraftstoffs aus dem Steuerraum umströmt der Kraftstoff den ringförmig
ausgebildeten Bereich zwischen einem konisch ausgebildeten Abschnitt des Leckölraums
im Bereich der Ventilkugel und der Ventilkugel bzw. dem Aufnahmekörper. Beim Auftreffen
des ausströmenden Kraftstoffs auf die der Ablaufbohrung zugewandte Stirnfläche des
Aufnahmekörpers kann es aufgrund von Strömungseffekten zu einer sogenannten Staudruckunterwanderung
der Ventilkugel kommen. Dabei besteht potentiell die Möglichkeit, dass die Ventilkugel,
die lediglich lose in einer Aufnahme des Aufnahmekörper eingelegt ist, aus der Aufnahme
abgehoben wird. Dies führt zu einer Verringerung des zum Abströmen zur Verfügung stehenden
Querschnitts. Darüber hinaus kann es zu Gebieten mit lokal reduziertem Kraftstoffdruck
kommen, welche Kavitationseffekte zur Folge haben können. Aus diesem Grund ist es
bei dem bekannten Kraftstoffinjektor vorgesehen, den Aufnahmekörper im Aufnahmebereich
des Ventilglieds bzw. der Ventilkugel auf der der Ablaufbohrung zugewandten Seite
mit einer konisch gestalteten Außenfläche zu versehen. Dadurch wird die Größe der
als Auftrefffläche für den abströmenden Kraftstoff wirkenden Stirnfläche des Aufnahmekörpers
reduziert. Aus strömungstechnischer Sicht ist der aus der genannten Schrift bekannte
Aufnahmekörper daher vorteilhaft ausgestaltet. Nachteilig dabei ist jedoch, dass die
Montage einer aus der Ventilkugel bzw. dem Ventilglied und dem Aufnahmekörper bestehenden
Baugruppe in dem Leckölraum des Kraftstoffinjektors insofern erschwert ist, als dass
durch die konische Ausbildung des Aufnahmekörpers ein Verkippen des Aufnahmekörpers
möglich ist bzw. begünstigt wird. Darüber hinaus ist es bei dem bekannten Kraftstoffinjektor
zur Erzielung einer möglichst steifen Aufnahme der Ventilkugel vorgesehen, dass die
Ventilkugel relativ wenig in die gegengleiche Aufnahme des Aufnahmekörpers hineinragt.
Dadurch ergibt sich eine für die Festigkeit des Aufnahmekörpers im Mündungsbereich
der Aufnahme vorteilhaft breite Stirnfläche des Aufnahmekörpers. Doch begünstigt die
Vergrößerung der Verbreiterung der Stirnfläche des Aufnahmekörpers die oben genannten
negativen Strömungseffekte bzw. verbreitert die mögliche Auftrefffläche für den Kraftstoff.
Um diesen Effekt zu vermindern, ist im Gegenzug die relativ gesehen lediglich geringe
Eintauchtiefe der Ventilkugel in der Aufnahme des Aufnahmekörpers zu erklären, so
dass eine aus strömungstechnischer Sicht möglichst geringe und aus Festigkeitsgründen
möglichst große Stirnfläche des Aufnahmekörpers stets einen Kompromiss hinsichtlich
der gegensätzlichen Anforderungen darstellt.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Ausgehend von dem dargestellten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, einen Kraftstoffinjektor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart weiterzubilden,
dass bei weiterhin strömungstechnisch günstigen Eigenschaften für den aus der Ablaufbohrung
abströmenden Kraftstoff eine erhöhte Kippsicherheit des Aufnahmekörpers erzielt werden
soll. Darüber hinaus soll eine möglichst großflächige bzw. sichere Aufnahme des Ventilglieds
in dem Aufnahmekörper sowie eine möglichst hohe Festigkeit des Aufnahmekörpers, insbesondere
im Aufnahmebereich des Ventilglieds, erzielt werden.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Kraftstoffinjektor mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass von der konzentrisch ausgebildeten
Außenfläche des Aufnahmekörpers sich radial nach außen wenigstens ein Fortsatz erstreckt,
in dessen Bereich der Querschnitt des Aufnahmekörpers in einer senkrecht zur Längsachse
des Aufnahmekörpers verlaufenden Richtung vergrößert ist. Eine derartige Ausbildung
ermöglicht es insbesondere, den für die Kippsicherheit bei der Montage des Aufnahmekörpers
in dem Injektorgehäuse maßgeblichen Durchmesser bzw. Querschnitt des Aufnahmekörpers
im konischen Bereich des Leckölraums zu vergrößern, ohne die strömungstechnischen
Eigenschaften des Aufnahmekörpers in starkem Maße negativ zu beeinflussen. Darüber
hinaus bewirkt der wenigstens eine Fortsatz im Bereich der konischen Außenfläche des
Aufnahmekörpers eine Verstärkung bzw. Versteifung des Aufnahmebereichs für das Ventilglied,
so dass es ermöglicht wird, das Ventilglied, insbesondere in Form einer Ventilkugel,
besonders tief in eine entsprechend gestaltete Aufnahme des Aufnahmekörpers eintauchen
zu lassen.
[0005] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors sind in den
Unteransprüchen angegeben.
[0006] Um die Kippsicherheit des Aufnahmekörpers bei der Montage im Ventilgehäuse in möglichst
allen Richtungen sicherzustellen, ist es bevorzugt vorgesehen, dass mehrere, insbesondere
vier Fortsätze vorgesehen sind, die in gleichmäßigen Winkelabständen zueinander angeordnet
sind.
[0007] Aus Fertigungs- bzw. Festigkeitsgründen ist es darüber hinaus bevorzugt vorgesehen,
dass der Aufnahmekörper auf der dem Ventilglied abgewandten Seite einen zylindrisch
ausgebildeten Bereich aufweist, an den sich in Richtung der Längsachse auf der dem
Ventilglied zugewandten Seite der konisch ausgebildete Bereich anschließt, und dass
der wenigstens eine Fortsatz in einer radial zur Längsachse des Aufnahmekörpers verlaufenden
Richtung eine Erstreckung aufweist, die mit dem Außendurchmesser des zylindrischen
Bereichs fluchtet.
[0008] Zur Optimierung der Kippsicherheit ist es darüber hinaus vorgesehen, dass sich der
wenigstens eine Fortsatz in Richtung der Längsachse betrachtet über den gesamten konischen
Bereich des Aufnahmekörpers erstreckt.
[0009] Um eine Strömungsumlenkung bzw. optimierte Strömung des in einen Niederdruckbereich
abströmenden Kraftstoffs im Bereich des wenigstens einen Fortsatzes zu erzielen, ist
es darüber hinaus vorgesehen, dass der wenigstens eine Fortsatz im Querschnitt in
Richtung der Längsachse des Aufnahmekörpers betrachtet zumindest im Wesentlichen dreiecksförmig
ausgebildet ist. Das bedeutet, dass die Querschnittsfläche des Fortsatzes in Längsrichtung
des Ablaufkörpers in Richtung der der Ablaufbohrung abgewandten Seite zunimmt.
[0010] In der gleichen Art und Weise kann es darüber hinaus in einer bevorzugten Ausgestaltung
des zuletzt gemachten Vorschlags vorgesehen sein, dass sich der Querschnitt des wenigstens
einen Fortsatzes in Richtung zu der dem Ventilglied zugewandten Stirnfläche des Aufnahmekörpers
zu einer Stegkante hin verjüngt.
[0011] Eine besonders sichere bzw. zuverlässige Anlage des Ventilglieds in dem Aufnahmekörper
lässt sich erzielen, wenn der Aufnahmekörper eine kugelabschnittsförmige Aufnahme
für das als Ventilkugel ausgebildete Ventilglied aufweist, und wenn die Tiefe der
Aufnahme in Richtung der Längsachse betrachtet zwischen 30% und 50% des Durchmessers
der Ventilkugel beträgt.
[0012] Ein derartiger, mit wenigstens einem, vorzugsweise mehreren Fortsätzen ausgebildeter
Aufnahmekörper stellt aus fertigungstechnischer Sicht ein relativ komplex ausgebildetes
Bauteil dar, das beispielsweise nicht allein durch Dreh- oder Schleifprozesse herstellbar
ist. Daher ist es in einer weiteren, bevorzugten Ausgestaltung zur möglichst preisgünstigen
Herstellung des Aufnahmekörpers vorgesehen, dass der Aufnahmekörper als Metallpulverspritzgussteil
ausgebildet ist.
[0013] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung.
[0014] Diese zeigt in:
- Fig. 1
- einen Teilbereich eines erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors in einem Längsschnitt,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht auf einen Aufnahmekörper für ein Ventilglied, wie er bei dem Kraftstoffinjektor
gemäß der Fig. 1 verwendet wird und
- Fig. 3
- eine Ansicht in Richtung des Pfeils II auf den Aufnahmekörper in der Fig. 2.
[0015] Gleiche Elemente bzw. Elemente mit gleicher Funktion sind in den Figuren mit den
gleichen Bezugziffern versehen.
[0016] Der in der Fig. 1 ausschnittsweise dargestellte Kraftstoffinjektor 10 dient insbesondere
als Bestandteil eines sogenannten Common-Rail-Kraftstoffeinspritzsystems bei selbstzündenden
Brennkraftmaschinen zum Einspritzen von Kraftstoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine.
[0017] Der Kraftstoffinjektor 10 weist ein Injektorgehäuse 11 auf, in dem eine Kraftstoffversorgungsbohrung
12 ausgebildet ist. Die Kraftstoffversorgungsbohrung 12 mündet in einem an sich bekannten,
und daher nicht dargestellten Hochdruckraum des Injektorgehäuses 11, in dem eine als
Einspritzglied dienende Düsennadel hubbeweglich angeordnet ist. Bezüglich des grundsätzlichen
Aufbaus und der Wirkungsweise eines derartigen Kraftstoffinjektors 10 wird im Übrigen
auf die
DE 101 22 241 A1 verwiesen, die insofern Bestandteil dieser Anmeldung sein soll.
[0018] Die Düsennadel ist zumindest mittelbar mit einem in der Fig. 1 erkennbaren Element
15 verbunden, das mit einem stirnseitigen Ende in einen hülsenförmigen Einsatz 16
eintaucht, wobei der Einsatz 16 wiederum radial in einer Aufnahmebohrung 17 des Ventilgehäuses
11 ortsfest angeordnet ist, und wobei das Element 15 in Richtung der Längsachse 18
hubbeweglich angeordnet ist. In dem Einsatz 16 ist eine Durchgangsbohrung 19 ausgebildet,
die in einem äußeren Steuerraum 20 mündet. Der äußere Steuerraum 20 bildet zusammen
mit einem innerhalb des Einsatzes 16 auf der Durchgangsbohrung 19 zugewandten Seite
angeordneten inneren Steuerraum 21 insgesamt gesehen einen Steuerraum 25 aus.
[0019] Von der Kraftstoffversorgungsbohrung 12 geht eine Zulaufbohrung 26 ab, die in dem
äußeren Steuerraum 21 mündet. Von dem Grund des äußeren Steuerraums 20 geht eine Ablaufbohrung
28 mit integrierter Abströmdrossel 29 aus, die in einem Leckölraum 30 mündet. Der
Leckölraum 30 weist auf der der Ablaufbohrung 28 zugewandten Seite einen konisch ausgebildeten
ersten Bereich 31 auf, der auf der der Ablaufbohrung 28 abgewandten Seite zumindest
bereichsweise in einen zylindrischen zweiten Bereich 32 übergeht. Innerhalb des zweiten
Bereichs 32 ist ein lediglich abschnittsweise gezeigter Magnetanker 35 hubbeweglich
angeordnet. Der Magnetanker 35 ist zumindest mittelbar mit einem Aufnahmekörper 38
verbunden, der auf der der Ablaufbohrung 28 zugewandten Seite ein Ventilglied 39 in
Form einer Ventilkugel 40 trägt. Hierzu weist der Aufnahmekörper 38 in der dem Ventilglied
39 zugewandten Stirnfläche 41 eine kugelabschnittsförmig ausgebildete Aufnahme 42
auf, deren Tiefe t zwischen 30% und 50% des Durchmessers D der gegengleich ausgebildeten
Ventilkugel 40 beträgt. Die Ventilkugel 40 ist in der Aufnahme 42 eingelegt.
[0020] Der Aufnahmekörper 38 weist auf der dem Ventilglied 39 abgewandten Seite einen zylindrisch
ausgebildeten ersten Bereich 43 auf, der auf der dem Ventilglied 39 zugewandten Seite
in einen konisch ausgebildeten zweiten Bereich 44 übergeht. Die Mantelfläche des zweiten
Bereichs 44 ist zur Längsachse 18, in der der Aufnahmekörper 38 zusammen mit dem Ventilglied
39 mittels des Magnetankers 35 hubbeweglich angeordnet ist, mit einem Konuswinkel
α von wenigstens 30°, bevorzugt wenigstens 40°, ganz besonders bevorzugt etwa 45°
versehen. Der zwischen dem Aufnahmekörper 38 und dem ersten Bereich 31 des Leckölraums
30 ausgebildete Durchflussquerschnitt für den Kraftstoff vergrößert sich in Richtung
des Magnetankers 35.
[0021] Aus einer Zusammenschau der Fig. 1 bis 3 ist erkennbar, dass an der Außenfläche des
konisch ausgebildeten zweiten Bereichs 44 des Aufnahmekörpers 38 wenigstens ein Fortsatz
45 an dem Aufnahmekörper 38 angeordnet ist. Vorzugsweise ist der Fortsatz 45, zusammen
mit dem Aufnahmekörper 38, durch ein im Metallpulverspritzverfahren einstückig ausgebildetes
Bauteil gebildet.
[0022] Aus der Fig. 3 ist erkennbar, dass beispielhaft vier, in gleichmäßigen Winkelabständen
(im dargestellten Ausführungsbeispiel somit um jeweils 90° zueinander versetzt) angeordnete
Fortsätze 45 vorgesehen sind. Weiterhin ist erkennbar, dass die Fortsätze 45 in radialer
Richtung betrachtet bis an den ersten (zylindrischen) Bereich 43 des Aufnahmekörpers
38 reichen bzw. in Seitenansicht betrachtet radial mit dem ersten Bereich 43 fluchten.
Darüber hinaus verlaufen die Fortsätze 45 über die gesamte axiale Erstreckung des
zweiten konischen Bereichs 44, d.h. bis zu der dem Ventilglied 39 zugewandten Stirnfläche
41 des Aufnahmekörpers 38.
[0023] In Draufsicht entsprechend der Fig. 3 betrachtet sind die Fortsätze 45 im Wesentlichen
dreiecksförmig ausgebildet, derart, dass im Bereich der Umfangsfläche 46 der Fortsätze
45 diese ihre größte Erstreckung aufweisen. In Höhe der Stirnfläche 41 des zweiten
Bereichs 43 weisen die Fortsätze 45 eine parallel zur Stirnfläche 41 verlaufende Stegkante
47 auf.
[0024] Beim Freigeben der Ablaufbohrung 28 durch das Ventilglied 39 strömt Kraftstoff aus
dem Steuerraum 25 in den Leckölraum 30 ab und umströmt den Aufnahmekörper 38. Dabei
wird der Kraftstoff im Bereich des Aufnahmekörpers 38 sowohl von dem zweiten konischen
Bereich 44 in radialer Richtung als auch von den Fortsätzen 45 in Umfangsrichtung
umgelenkt. Idealerweise ist die Konizität des Bereichs 44 so gewählt, dass der aus
das Ventilglied 39 umströmende Kraftstoffstrahl den konischen Bereich 44 nicht direkt
berührt bzw. nur eine sehr geringfügige, idealerweise keine radiale Ablenkung erfährt.
1. Kraftstoffinjektor (10), mit einem Injektorgehäuse (11), in dem ein auf- und abbeweglich
angeordnetes Element (15) zum zumindest mittelbaren Einspritzen von Kraftstoff in
den Brennraum einer Brennkraftmaschine vorgesehen ist, wobei das Element (15) in einen
Steuerraum (20) hineinragt, der über eine Ablaufbohrung (28) in einen Leckölraum (30)
druckentlastbar ist, wobei die Ablaufbohrung (28) auf der dem Steuerraum (20) abgewandten
Seite in dem Leckölraum (30) mittels eines Ventilglieds (39) verschließbar ist, wobei
das Ventilglied (39) bereichsweise in einem entlang einer Längsachse (18) auf- und
abbeweglich angeordneten Aufnahmekörper (38) formschlüssig aufgenommen ist, wobei
der Leckölraum (30) auf der der Ablaufbohrung (28) zugewandten Seite einen konisch
ausgebildeten Bereich (31) aufweist, und wobei der Aufnahmekörper (38) auf der dem
Ventilglied (39) zugewandten Seite einen konisch ausgebildeten Bereich (44) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich von dem konischen Bereich (44) in radialer Richtung wenigstens ein Fortsatz
(45) nach außen erstreckt, in dessen Bereich der Querschnitt des Aufnahmekörpers (38)
in einer senkrecht zur Längsachse (18) verlaufenden Richtung vergrößert ist.
2. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Konuswinkel (α) des Bereichs (44) mehr als 30° beträgt.
3. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere, insbesondere vier Fortsätze (45) vorgesehen sind, die vorzugsweise in gleichmäßigen
Winkelabständen zueinander angeordnet sind.
4. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufnahmekörper (38) auf der dem Ventilglied (39) abgewandten Seite einen sich
an den konischen Bereich (44) anschließenden zylindrisch ausgebildeten Bereich (43)
aufweist, und dass der wenigstens eine Fortsatz (45) in einer radial zur Längsachse
(18) verlaufenden Richtung eine Erstreckung aufweist, die mit dem Durchmesser des
zylindrischen Bereichs (43) fluchtet.
5. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der wenigstens eine Fortsatz (45) in einer zur Längsachse (18) senkrecht verlaufenden
Richtung auf der dem Ventilglied (39) zugewandten Seite bündig mit dem Aufnahmekörper
(38) endet.
6. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der wenigstens Fortsatz (45) in Richtung der Längsachse (18) betrachtet über
den gesamten konischen Bereich (44) erstreckt.
7. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Querschnitt des wenigstens eines Fortsatzes (45) in einer senkrecht zur Längsachse
(18) verlaufenden Richtung im Wesentlichen dreiecksförmig ausgebildet ist.
8. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich der Querschnitt des wenigstens einen Fortsatzes (45) in Richtung zu der dem
Ventilglied (39) zugewandte Stirnfläche (41) des Aufnahmekörpers (38) zu einer Stegkante
(47) hin verjüngt.
9. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufnahmekörper (38) eine kugelabschnittsförmige Aufnahme (42) für das als Ventilkugel
(40) ausgebildete Ventilglied (39) aufweist, und dass die Tiefe (t) der Aufnahme (42)
zwischen 30% und 50% des Durchmessers (D) der Ventilkugel (40) beträgt.
10. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufnahmekörper (38) als Metallpulverspritzgußteil (MIM) ausgebildet ist.
1. Fuel injector (10), having an injector housing (11), in which an element (15) arranged
such that it can move up and down for the at least indirect injection of fuel into
the combustion chamber of an internal combustion engine is provided, the element (15)
projecting into a control chamber (20), which can be depressurized into a leakage
oil chamber (30) via a drain hole (28), the drain hole (28) being closable by means
of a valve element (39) on the side facing away from the control chamber (20) in the
leakage oil chamber (30), the valve element (39) being partly accommodated by a form
fit in a receiving body (38) arranged such that it can move up and down along a longitudinal
axis (18), the leakage oil chamber (30) having a conically shaped region (31) on the
side facing the drain hole (28), and the receiving body (38) having a conically shaped
region (44) on the side facing the valve element (39),
characterized in that
at least one extension (45) extends outwards in the radial direction from the conical
region (44), in the region of which extension the cross section of the receiving body
(38) is enlarged in a direction extending at right angles to the longitudinal axis
(18).
2. Fuel injector according to Claim 1,
characterized in that
the cone angle (α) of the region (44) is more than 30°.
3. Fuel injector according to Claim 1 or 2,
characterized in that
a plurality, in particular four, extensions (45) are provided, which are preferably
arranged at equal angular spacings from one another.
4. Fuel injector according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that
on the side facing away from the valve element (39), the receiving body (38) has a
cylindrically shaped region (43) adjoining the conical region (44), and in that in a direction extending radially relative to the longitudinal axis (18), the at
least one extension (45) has an extent which is aligned with the diameter of the cylindrical
region (43).
5. Fuel injector according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that
in a direction extending at right angles to the longitudinal axis (18), on the side
facing the valve element (39), the at least one extension (45) ends flush with the
receiving body (38).
6. Fuel injector according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that
viewed in the direction of the longitudinal axis (18), the at least one extension
(45) extends over the entire conical region (44).
7. Fuel injector according to one of Claims 1 to 6,
characterized in that
in a direction extending at right angles to the longitudinal axis (18), the cross
section of the at least one extension (45) is shaped substantially triangularly.
8. Fuel injector according to one of Claims 1 to 7,
characterized in that
in the direction of the end face (41) of the receiving body (38) facing the valve
element (39), the cross section of the at least one extension (45) tapers towards
a web edge (47).
9. Fuel injector according to one of Claims 1 to 8,
characterized in that
the receiving body (38) has a receptacle (42) shaped as a spherical section for the
valve element (39) formed as a valve ball (40), and in that the depth (t) of the receptacle (42) is between 30% and 50% of the diameter (D) of
the valve ball (40).
10. Fuel injector according to one of Claims 1 to 9,
characterized in that
the receiving body (38) is formed as a metal powder injection moulding (MIM).
1. Injecteur de carburant (10) comprenant un boîtier d'injecteur (11) dans lequel est
prévu un élément (15) disposé de manière à pouvoir être déplacé vers le haut et vers
le bas pour l'injection au moins indirecte de carburant dans la chambre de combustion
d'un moteur à combustion interne, l'élément (15) pénétrant dans un espace de commande
(20) qui peut être déchargé en pression par le biais d'un alésage d'écoulement (28)
dans un espace de fuite d'huile (30), l'alésage d'écoulement (28) pouvant être fermé
du côté opposé à l'espace de commande (20) dans l'espace de fuite d'huile (30) au
moyen d'un organe de soupape (39), l'organe de soupape (39) étant reçu par engagement
par correspondance de formes en partie dans un corps de réception (38) disposé le
long d'un axe longitudinal (18) de manière à pouvoir être déplacé vers le haut et
vers le bas, l'espace de fuite d'huile (30) présentant, du côté tourné vers l'alésage
d'écoulement (28), une région (31) réalisée sous forme conique, et le corps de réception
(38) présentant, du côté tourné vers l'organe de soupape (39), une région (44) réalisée
sous forme conique,
caractérisé en ce
qu'au moins une saillie (45) s'étend vers l'extérieur dans la direction radiale depuis
la région (44) conique, dans la région de laquelle saillie la section transversale
du corps de réception (38) est agrandie dans une direction s'étendant perpendiculairement
à l'axe longitudinal (18).
2. Injecteur de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'angle de conicité (α) de la région (44) est supérieur à 30°.
3. Injecteur de carburant selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
plusieurs, notamment quatre, saillies (45) sont prévues, lesquelles sont disposées
de préférence à des intervalles angulaires réguliers les unes des autres.
4. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le corps de réception (38) présente, du côté opposé à l'organe de soupape (39), une
région (43) réalisée sous forme cylindrique se raccordant à la région (44) conique
et en ce que l'au moins une saillie (45) présente, dans une direction s'étendant radialement par
rapport à l'axe longitudinal (18), une étendue qui est alignée avec le diamètre de
la région (43) cylindrique.
5. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que l'au moins une saillie (45),
dans une direction s'étendant perpendiculairement à l'axe longitudinal (18) du côté
tourné vers l'organe de soupape (39), se termine en affleurement avec le corps de
réception (38).
6. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
l'au moins une saillie (45), vu dans la direction de l'axe longitudinal (18), s'étend
sur toute la région (44) conique.
7. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
la section transversale de l'au moins une saillie (45) est réalisée essentiellement
sous forme triangulaire dans une direction s'étendant perpendiculairement à l'axe
longitudinal (18).
8. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
la section transversale de l'au moins une saillie (45) se rétrécit vers une arête
de nervure (47) dans la direction de la surface frontale (41) du corps de réception
(38) tournée vers l'organe de soupape (39).
9. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
le corps de réception (38) présente un logement (42) en forme de portion de sphère
pour l'organe de soupape (39) réalisé sous forme de bille de soupape (40), et en ce que la profondeur (t) du logement (42) est comprise entre 30 % et 50 % du diamètre (D)
de la bille de soupape (40).
10. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
le corps de réception (38) est réalisé sous forme de pièce moulée par injection de
poudre de métal (MIM) .


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