| (19) |
 |
|
(11) |
EP 3 314 201 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
03.06.2020 Patentblatt 2020/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 31.05.2016 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2016/062293 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2016/206927 (29.12.2016 Gazette 2016/52) |
|
| (54) |
NEBELSPRENGGRANATE
EXPLOSIVE SMOKE GRENADE
GRENADE EXPLOSIVE FUMIGÈNE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
23.06.2015 DE 102015110061
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
02.05.2018 Patentblatt 2018/18 |
| (73) |
Patentinhaber: Rheinmetall Waffe Munition GmbH |
|
29345 Unterlüß (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- GUTH, Sven
79395 Neuenburg (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Dietrich, Barbara |
|
Thul Patentanwaltsgesellschaft mbH
Rheinmetall Platz 1 40476 Düsseldorf 40476 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 805 333 US-A- 4 860 657 US-A1- 2012 175 418
|
DE-B3-102011 107 960 US-A1- 2009 007 766 US-B1- 7 021 187
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine aus einer tragbaren Panzerabwehrwaffe, insbesondere einer
rückstoßfreien Infanteriewaffe, abschießbare Nebelsprenggranate.
[0002] Nebelsprenggranaten bestehen jeweils im Wesentlichen aus einer Granathülse mit einer
sich in Richtung der Längsachse der Granate erstreckenden zentralen Zerlegerladung
(Sprengladung) sowie einer die Zerlegerladung umschließenden, Nebel erzeugenden, pyrotechnischen
Wirkmasse. In der Regel besitzen die bekannten Nebelgranaten vorderseitig einen Aufschlagzünder,
der beim Auftreffen der Granate auf das Zielgebiet die Zerlegerladung zündet und die
pyrotechnische Wirkmasse, die beispielsweise aus weißem Phosphor besteht, freisetzt
(vgl. beispielsweise:
Rheinmetall "Waffentechnisches Taschenbuch", 7. Auflage 1985, S. 491).
[0003] Es ist auch bekannt, dass Nebelgranaten mittels tragbarer Panzerabwehrwaffen, z.B.
Panzerfäusten, verschießbar sind. So wird in dem am 02.05.2012 abgerufenen Internetartikel
"FFV Carl Gustaf" (http://de.wikipedia.org/wiki/FFV_Carl_Gustaf) angegeben, dass für
die reaktive Panzerbüchse FFV Carl Gustav auch Nebelgranaten zur Verfügung stehen.
Allerdings ist aus dem veröffentlichten Stand der Technik der Aufbau einer derartigen
Nebelgranate nicht bekannt.
[0004] Problematisch bei der Verwendung von Nebelsprenggranaten, die aus tragbaren Panzerabwehrwaffen
verschießbar sind, ist unter anderem, dass die zur Sichtsperre im sichtbaren, aber
auch im infraroten Wellenlängenbereich benötigte Menge an Nebel erzeugender Wirkmasse
relativ gering ist. Auch ist es mit derartigen Waffen in der Regel nicht möglich,
mehrere Granaten gleichzeitig in das Zielgebiet zu verbringen, um ein größeres Zielgebiet
zu vernebeln.
[0005] Die
DE 10 2011 107 960 B3 offenbart eine Munition zum Markieren eines Luftsprengpunktes oder eines Aufschlagpunktes.
Vor oder beim Abschießen der Übungsmunition wird ein bodenseitig in der Munition angeordneter
Zeitzünder derart programmiert, dass die Ladung vor einem Auftreffen des Geschosskörpers
auf ein Ziel gezündet wird. Der dadurch entstehende Druck sorgt dafür, dass der Markierstoff-Behälter
reißt, sodass der Markierstoff nach außen geschleudert wird.
[0006] Die
EP 0 805 333 A2 beschreibt ein Verfahren zum Bereitstellen eines Scheinziels, mit dem sowohl IR-
und RF-gelenkte als auch Dual-Mode-gelenkte Flugkörper von dem eigentlichen Ziel weg
auf ein Scheinziel hingelenkt werden. Derartige Scheinziele werden von einem Werfer
in einer Vielzahl verbracht. Nach dem Ausbringen werden die Wirkkörper mit den Wirkladungen
aus dem Gehäuse eines Täuschkörpers ausgestoßen.
[0007] Die
US 4,860,657 A betrifft ein Projektil bzw. einen Wurfkörper mit darin enthaltenen Wurfmittel. Das
Wurfmittel kann hierbei ein das Innere des Wurfmittelbehälters teilweise oder ganz
ausfüllender einzelner Presskörper sein, der durch Verpressen von Pellets aus einem
Nebelsatz auf Basis von rotem Phosphor und einem Granulat aus einem Nebelsatz auf
Basis von rotem Phosphor unter weitgehender Aufrechterhaltung der Integrität der Pellets
und Bildung einer die einzelnen Pellets umfassenden porösen Struktur aus dem Granulat
hergestellt worden ist. Das Ergebnis des Wurfmittels ist eine Kombination eines Presskörpers
auf Basis von Phosphor und entsprechenden brennbaren dünnen Blättchen, welche dazu
dienen, Infrarotstrahlung auszusenden. Es werden vorzugsweise kreisförmige Blättchen
verwendet, die die Form eines Kreissektors mit einem Winkel von etwa 120° haben.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Nebelsprenggranate anzugeben, die
aus einer tragbaren Panzerabwehrwaffe verschießbar ist, und es ermöglicht, eine feindliche
Stellung oder ein feindliches Fahrzeug möglichst schnell und großflächig einzunebeln.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere,
besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unteransprüche.
[0010] Aus der
DE 10 2012 010 378 A1 ist eine Munition mit Wirkmitteln bekannt, die zeitgleich und / oder zeitversetzt
initiiert und ausgestoßen werden. Die Einstellung erfolgt über sogenannte Verzögerungssätze.
Die unterschiedlichen Verzögerungszeiten können ihrerseits in verschiedenen Verzögerungselementen
implementiert werden. Ein druckgesteuertes Verzögerungselement wird in der
DE 10 2012 014 150 A1 und ein mechanisch verstellbares in der
DE 10 2012 014 149 B3 beschrieben.
[0011] Die vorliegende Erfindung beruht hingegen im Wesentlichen auf dem Gedanken, die Nebelsprenggranate
statt mit einem Aufschlagzünder mit einem Zeitzünder zu versehen. Dieser ist derart
programmierbar, dass die Zerlegerladung in unmittelbarer Nähe der feindlichen Stellung,
aber bevor die Granate den Boden erreicht hat, gezündet wird und die Nebel erzeugende
Wirkmasse dort freigibt. Ein vorzugsweise in der Waffe integrierter Entfernungsmesser
ermittelt die Distanz zum Ziel. Das Ziel wird beispielsweise manuell anvisiert und
der Entfernungsmesser, z.B. ein Laser, bevorzugt manuell ausgelöst. Alternativen kennt
der Fachmann. Dieser gemessene Wert wird dann in der Zünder-Elektronik verarbeitet
und definiert die Laufzeit bis zur Zerlegung (Airburst). Durch eine Zündung der Nebel
erzeugenden Masse, ca. 6-8 m über dem Boden, wird sehr schnell eine relativ ausgedehnte
Nebelwand (Sichtsperre) zwischen dem Schützen und dem Ziel erzeugt. Die pyrotechnische
Wirkmasse wird durch Flares gebildet, die aus einer Vielzahl von Folienstreifen bestehen.
[0012] Die pyrotechnische Wirkmasse ist bevorzugt zwischen der Zerlegerladung und einer
Granathülse angeordnet. Die Folienstreifen sind jeweils mit einem Brandsatz beschichtet,
der insbesondere Roten Phosphor (RP) enthält. Die Wirkmasse setzt sich bevorzugt aus
Rotem Phosphor, Kaliumnitrat und einem Bindemittel zusammen. Die Abmessungen der Flares
und die Beschichtungsstärken der entsprechenden Brandsätze sind dabei derart gewählt,
dass der durch die Wirkmasse erzeugte Nebel sowohl eine Sichtsperre im sichtbaren
als auch im infraroten Wellenlängenbereich bewirkt. Die Abmessungen der Flares sind
frei wählbar und für jedes Kaliber anpassbar. Die Schichtdicken der den Roten Phosphor
enthaltenden Brandsatzbeschichtungen sollten bevorzugt zwischen 400 µm und 800 µm
liegen. Als Trägermaterial dienen bevorzugt Kunststofffolien. Die Granathülse bzw.
Granathülle besteht vorzugsweise aus Kunststoff oder einem dünnwandigen Aluminiumblech.
[0013] Die Zerlegerladung ist vorzugsweise innerhalb eines von den Flares umgebenden Siebrohres
aus einem metallischen Werkstoff angeordnet, da das Siebrohr nicht zerlegt werden
soll. Das Siebrohr definiert eine gleichmäßige Anzündung der Flares. Die Wandstärke
des Siebrohrs ist in Abhängigkeit der Detonationsbelastung auszulegen, der das Siebrohr
standhalten muss.
[0014] Die Nebelwand kann noch dadurch optimiert werden, dass die verwendeten Flares verschiedene
Beschichtungsstärken des Brandsatzes aufweisen. Dadurch wird ein homogener Nebelvorhang
erzeugt. Die dünner beschichteten Flares können aufgrund ihres geringen Gewichtes,
und der damit verbundenen geringen Sinkgeschwindigkeit, fast vollständig in der Luft
abbrennen. Hingegen weisen die dicker mit dem Brandsatz beschichteten Flares eine
größere Sinkgeschwindigkeit auf und fallen schneller zu Boden. Diese erzeugen dann
noch vom Boden aus Nebel.
[0015] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den folgenden, anhand
von Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
- Fig.1
- einen Längsschnitt durch den Wirkkörper einer schematisch dargestellten erfindungsgemäßen
Sprenggranate und
- Fig.2
- eine schematische Ansicht der Verwendung einer derartigen Sprenggranate.
[0016] In Fig. 1 ist mit 1 der Wirkkörper einer aus einer Panzerfaust abschießbaren Nebelsprenggranate
bezeichnet. Die Nebelsprenggranate 1 umfasst eine vorzugsweise zerlegbare Granathülse
2, im Idealfall aus Kunststoff oder dünnwandigem Aluminium, mit einem sich in Richtung
der Längsachse 3 der Nebelsprenggranate 1 erstreckenden Siebrohr 4, in dem sich eine
Zerlegerladung 5 befindet. Dazu weist die Granathülse 2 bevorzugt Sollbruchstellen
oder dergleichen auf (nicht näher dargestellt).
[0017] Heckseitig hinter der Zerlegerladung 5 ist ein programmierbarer Zeitzünder 6 angeordnet.
[0018] Zwischen der Zerlegerladung 5 und der Granathülse 2 befindet sich eine Nebel erzeugende
pyrotechnische Wirkmasse 7. Diese besteht aus einer Vielzahl von Folienstreifen, welche
jeweils mit einem Brandsatz beschichtetet sind, der roten Phosphor enthält (Flares)
und vorzugsweise radial um die Zerlegerladung 5, d.h. dem Siebrohr 4 (mit Löchern),
angeordnet sind.
[0019] Die Flares der Wirkmasse 7 weisen unterschiedliche Beschichtungsstärken des Brandsatzes
auf, wobei die Beschichtungsstärken bevorzugt zwischen 400 µm und 800 µm liegen.
[0020] Nachfolgend wird mit Hilfe von Fig.2 auf die Wirkungsweise der Nebelsprenggranate
1 eingegangen:
Um beispielsweise eine feindliche Stellung 8 zu umgehen oder einen Stellungswechsel
vorzunehmen, bestimmt der entsprechende Schütze von seiner eigenen Stellung 9 zunächst
mit Hilfe eines Entfernungsmessers (beispielsweise eines Feuerleitvisieres) die Distanz
zur feindlichen Stellung 8 des Gegners. Anschließend ermittelt der Schütze dann die
Entfernung, bei welcher der Zeitzünder 6 der Nebelsprenggranate 1 gezündet werden
soll. Dieser Zündzeitpunkt sollte in der Regel einige Meter vor dem Ziel und etwa
6-8 m über dem Boden liegen. Besitzt die Panzerfaust einen Feuerleitrechner, kann
die Programmierung über diesen erfolgen. Anschließend wird der Zeitzünder 6 der Nebefsprenggranate
1 entsprechend programmiert, der Richtwinkel bestimmt und die Waffe gerichtet.
[0021] Nach Abschuss der Nebelsprenggranate 1 erfolgt entsprechend der Zeiteinstellung des
Zeitzünders 6 die Zerlegung bzw. Aktivierung durch den Zeitzünder 6, wodurch die Flares
angezündet und verteilt werden. Die zerlegbare Geschosshülse 2 wird in kleine Stücke
zerlegt, während die Flares brennend zu Boden fallen und einen Nebelvorhang sowie
eine Infrarot-Deckung bilden. Dabei sind die Abmessungen der Flares derart gewählt,
dass sie sowohl eine Sichtsperre im sichtbaren als auch im infraroten Wellenlängenbereich
erzeugen. Bevorzugt verfügen die Flares über verschiedene Schichtstärken, die einen
homogenen Vorhang (Nebelwand 10) entstehen lassen. Die dünner beschichteten Flares
brennen fast vollständig in der Luft ab und sinken langsamer zu Boden als die dicker
beschichteten Flares. Diese fallen aufgrund ihres damit verbundenen schwereren Eigengewichts
schneller zu Boden, bilden dabei noch vor dem Boden den Nebel. Diese Kombination verschieden
beschichteter Flares ergibt eine optimale Nebelwand 10 und Deckung, da die dünner
beschichteten den oberen Bereich der Nebelwand 10 und die schwereren den unteren Bereich
(nahe dem Boden) der Nebelwand 10 bilden. Nach bzw. mit Erzeugung der Nebelwolke 10
kann dann zum Beispiel der gewünschte Stellungswechsel erfolgen.
[0022] Die Nebelsprenggranate 1 kann, wie bereits erwähnt, aus einer tragbaren Panzerabwehrwaffe,
insbesondere einer rückstoßfreien Infanteriewaffe, verschossen bzw. abgeschossen werden.
Die Panzerabwehrwaffe umfasst einen Entfernungsmesser zur Ermittlung der Distanz zum
Ziel 8 sowie einer Verarbeitungs- und Programmiereinheit zur Programmierung des Zeitzünders
6. Die Panzerabwehrwaffe ist tragbar.
Bezugszeichenliste
[0023]
- 1
- Wirkkörper, Nebelsprenggranate
- 2
- Granathülle (Granathülse)
- 3
- Längsachse
- 4
- Siebrohr
- 5
- Zerlegerladung
- 6
- Zeitzünder
- 7
- Wirkmasse
- 8
- feindliche Stellung /Ziel
- 9
- eigene Stellung
- 10
- Nebelwolke /Nebelwand
1. Nebelsprenggranate (1) mit den Merkmalen:
a) die Nebelsprenggranate (1) umfasst eine Granathülse (2) mit einer sich in Richtung
der Längsachse (3) der Nebelsprenggranate (1) erstreckenden zentralen Zerlegerladung
(5) und einem zur Aktivierung der Zerlegerladung (5) vorgesehenen, einstellbaren Zeitzünder
(6);
b) zwischen der Zerlegerladung (5) und der Granathülse (2) ist eine Nebel erzeugende
pyrotechnische Wirkmasse (7) angeordnet,
dadurch gekennzeichnet, dass die Nebel erzeugende pyrotechnische Wirkmasse (7) aus einer Vielzahl von Folienstreifen
besteht, welche jeweils mit einem Brandsatz beschichtet sind, der roten Phosphor enthält
und Flares bilden.
2. Nebelsprenggranate (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flares unterschiedliche Beschichtungsstärken des Brandsatzes aufweisen, wobei
die Beschichtungsstärken zwischen 400 µm und 800 µm liegen.
3. Nebelsprenggranate (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Trägermaterial Kunststofffolien dienen.
4. Nebelsprenggranate (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Granathülse (2) aus Kunststoff oder einem dünnwandigen Aluminiumblech besteht.
5. Nebelsprenggranate (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerlegerladung (5) innerhalb eines von den Flares der Wirkmasse (7) umgebenden
Siebrohres (4) angeordnet ist.
6. Nebelsprenggranate (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Siebrohr (4) aus metallischem Material besteht.
7. Nebelsprenggranate (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Granathülse (2) zerlegbar ist.
8. Nebelsprenggranate (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Granathülse (2) Sollbruchstellen aufweist.
9. Nebelsprenggranate (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Brandsatz aus rotem Phosphor, Kaliumnitrat und einem Bindemittel besteht.
10. Nebelsprenggranate (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessungen der Flares derart gewählt sind, dass diese sowohl eine Sichtsperre
im sichtbaren als auch im infrarotem Wellenlängenbereich erzeugen.
1. Explosive smoke grenade (1) having the following features:
a) the explosive smoke grenade (1) comprises a grenade casing (2) with a central bursting
charge (5), which extends in the direction of the longitudinal axis (3) of the explosive
smoke grenade (1), and a settable delayed-action detonator (6), which is provided
for the activation of the bursting charge (5);
b) a smoke-producing pyrotechnic active compound (7) is arranged between the bursting
charge (5) and the grenade casing (2),
characterized in that the smoke-producing pyrotechnic active compound (7) consists of an multiplicity of
film strips which are each coated with an incendiary composition, containing red phosphorus,
and form flares.
2. Explosive smoke grenade (1) according to Claim 1, characterized in that the flares have different incendiary-composition coating thicknesses, the coating
thicknesses being between 400 µm and 800 µm.
3. Explosive smoke grenade (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the carrier material used is in the form of plastic films.
4. Explosive smoke grenade (1) according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the grenade casing (2) consists of plastic or a thin-rolled aluminium sheet.
5. Explosive smoke grenade (1) according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the bursting charge (5) is arranged within a screen tube (4), which is surrounded
by the flares of the active compound (7).
6. Explosive smoke grenade (1) according to Claim 5, characterized in that the screen tube (4) consists of metallic material.
7. Explosive smoke grenade (1) according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the grenade casing (2) is fragmentable.
8. Explosive smoke grenade (1) according to Claim 7, characterized in that the grenade casing (2) has predetermined breaking points.
9. Explosive smoke grenade (1) according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the incendiary composition consists of red phosphorus, potassium nitrate and a binder.
10. Explosive smoke grenade (1) according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the dimensions of the flares are selected such that they produce a visual barrier
in both the visible and the infrared wavelength ranges.
1. Grenade explosive fumigène (1) ayant les caractéristiques suivantes :
a) la grenade explosive fumigène (1) comprend une douille de grenade (2) avec une
charge d'éclatement (5) centrale qui s'étend dans la direction de l'axe longitudinal
(3) de la grenade explosive fumigène (1) et un détonateur à retard (6) réglable conçu
pour activer la charge d'éclatement (5) ;
b) une masse active (7) pyrotechnique produisant une fumée est disposée entre la charge
d'éclatement (5) et la douille de grenade (2),
caractérisée en ce que la masse active (7) pyrotechnique produisant une fumée se compose d'une pluralité
de bandes de film qui sont respectivement enduites d'une composition incendiaire contenant
du phosphore rouge et forment des fusées éclairantes.
2. Grenade explosive fumigène (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que les fusées éclairantes possèdent des épaisseurs de revêtement différentes de la composition
incendiaire, les épaisseurs de revêtement étant comprises entre 400 µm et 800 µm.
3. Grenade explosive fumigène (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que des films en matière plastique font office de matériau porteur.
4. Grenade explosive fumigène (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la douille de grenade (2) se compose de matière plastique ou d'une tôle d'aluminium
à paroi mince.
5. Grenade explosive fumigène (1) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la charge d'éclatement (5) est disposée à l'intérieur d'un tube criblé (4) entouré
par les fusées éclairantes de la masse active (7).
6. Grenade explosive fumigène (1) selon la revendication 5, caractérisée en ce que le tube criblé (4) se compose d'un matériau métallique.
7. Grenade explosive fumigène (1) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la douille de grenade (2) est fractionnable.
8. Grenade explosive fumigène (1) selon la revendication 7, caractérisée en ce que la douille de grenade (2) possède des points de rupture voulus.
9. Grenade explosive fumigène (1) selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que la composition incendiaire se compose de phosphore rouge, de nitrate de potassium
et d'un liant.
10. Grenade explosive fumigène (1) selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que les dimensions des fusées éclairantes sont choisies de telle sorte que celles-ci
produisent une obstruction visuelle à la fois dans la plage de longueurs d'onde visible
et dans la plage des infrarouges.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- RHEINMETALLWaffentechnisches Taschenbuch19850000491- [0002]