| (19) |
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(11) |
EP 3 319 812 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.09.2019 Patentblatt 2019/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 08.07.2016 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2016/001183 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/008897 (19.01.2017 Gazette 2017/03) |
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| (54) |
SICHERHEITSELEMENT UND DATENTRÄGER
SECURITY ELEMENT AND DATA CARRIER
ÉLÉMENT DE SÉCURITÉ ET SUPPORT DE DONNÉES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
10.07.2015 DE 102015008971
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.05.2018 Patentblatt 2018/20 |
| (73) |
Patentinhaber: Giesecke+Devrient Currency Technology GmbH |
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81677 München (DE) |
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Erfinder: |
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- TEUFEL, Björn
83700 Weißach (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1-102008 037 128 DE-A1-102010 053 052
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DE-A1-102009 031 386
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement zur Absicherung eines Wertdokuments
oder eines Sicherheitspapiers. Die Erfindung betrifft des Weiteren einen Datenträger,
insbesondere ein Wertdokument oder ein Sicherheitspapier, der mit dem Sicherheitselement
ausgestattet ist.
[0002] Datenträger, insbesondere Wertdokumente oder Sicherheitspapiere, werden zur Absicherung
in der Regel mit Sicherheitselementen ausgestattet, die eine Überprüfung der Echtheit
des Datenträgers gestatten und zugleich als Schutz vor unerlaubter Reproduktion des
Datenträgers dienen. Als Sicherheitselemente kommen z.B. Foliensicherheitselemente
in Betracht, die ein Foliensubstrat bzw. Kunststoffsubstrat aufweisen und mittels
einer Klebschicht auf dem Datenträger appliziert werden.
[0003] Zur Steigerung der Fälschungssicherheit ist bekannt, solche Foliensicherheitselemente
mit Fensterbereichen in den Wertdokumenten zu kombinieren. Ein Fensterbereich kann
z.B. mittels einer durchgehenden Aussparung in einem (Papier-)Substrat eines Wertdokuments
gebildet werden. Im Falle eines auf einem transparenten Polymersubstrat basierenden
Wertdokuments kann ein Fensterbereich z.B. mittels deckungsgleicher Aussparungen in
den auf der Vorder- und Rückseite des Polymersubstrats aufgebrachten opaken Druckschichten
erzeugt werden.
[0004] Die
WO 95/10420 A1 beschreibt ein Wertdokument, bei dem der Träger mit einer fensterartigen Durchbrechung
versehen wird, die mit einer wenigstens bereichsweise transparenten Abdeckfolie verschlossen
ist, wobei die Abdeckfolie insbesondere im Bereich der fensterartigen Durchbrechung
mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen, beispielsweise Diffraktionsstrukturen, versehen
sein kann.
[0005] Die
WO 2005/025891 A2 beschreibt einen Datenträger mit einem Foliensicherheitselement, wobei sowohl das
Foliensicherheitselement, als auch der Datenträger einen Durchbrechungsbereich aufweisen;
die Durchbrechungsbereiche überlappen sich vorzugsweise zumindest teilweise und besonders
bevorzugt sind sie deckungsgleich. In einer weiteren Variante wird der Durchbrechungsbereich
im Datenträger von der der Foliensicherheitselement tragenden Datenträgerseite abgewandten
Seite mit einer weiteren Folie abgedeckt.
[0006] Die
WO 2010/000432 A1 beschreibt ein Wertdokument mit einer Öffnung, die einseitig mit einer lichtdurchlässigen
Folie verschlossen wird. Zur Erhöhung der Fälschungssicherheit werden sowohl die Oberseite,
als auch die Unterseite des Wertdokuments mit einer lichtdurchlässigen Beschichtung
bedeckt, die bevorzugt vollflächig ausgeführt ist. Vorzugsweise werden die Beschichtungen
jeweils unabhängig voneinander extrudiert oder laminiert.
[0007] Die
WO 2011/015622 A1 beschreibt ein Wertdokument mit einer Öffnung, die einseitig mit einer zumindest
teilweise transluzenten oder transparenten Folie verschlossen ist, wobei sich auf
der der Folie gegenüberliegenden Seite des Wertdokuments im Bereich der Öffnung und
im Wesentlichen im Bereich der Folienfläche eine Beschichtung befindet, wobei die
Beschichtung innerhalb der Öffnung nicht vorhanden bzw. im Wesentlichen nicht vorhanden
ist.
[0008] Die
WO 2014/108329 A1 beschreibt ein Verfahren zum Herstellen einer endlosen Papierbahn für die Herstellung
von Sicherheits- und Wertdokumenten. Die Papierbahn wird zunächst mit einer durchgehenden
Öffnung versehen. Anschließend erfolgt das registergenaue Aufbringen einer Folie mit
auf die Papierbahn aufzubringenden Sicherheitsmerkmalen.
[0009] Patentdokument
DE 10 2009 031386 A1 offenbart die Merkmale a) bis h) außer den charakterisierenden Merkmalen von Punkt
h).
[0010] Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Sicherheitselement
bereitzustellen, durch das der Schutz eines mit demselben ausgestatteten Datenträgers
gegenüber Fälschungen weiter erhöht werden kann. Eine weitere Aufgabe betrifft die
Bereitstellung eines mit dem Sicherheitselement ausgestatteten Datenträgers.
[0011] Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen definierten Merkmalskombinationen
gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Zusammenfassung der Erfindung
[0012]
- 1. (Erster Aspekt der Erfindung) Sicherheitselement zur Absicherung eines Wertdokuments
oder eines Sicherheitspapiers, wobei das Sicherheitselement einen Schichtaufbau mit
der folgenden Schichtenfolge aufweist:
- a) ein erstes Foliensubstrat;
- b) eine erste Prägelackschicht;
- c) eine erste semitransparente Funktionsschicht;
- d) eine auf der ersten semitransparenten Funktionsschicht aufgebrachte Druckschicht;
- e) eine Klebschicht;
- f) eine zweite semitransparente Funktionsschicht;
- g) eine zweite Prägelackschicht;
- h) optional ein zweites Foliensubstrat; wobei
- die Betrachtung des Sicherheitselements mit Blick auf das erste Foliensubstrat a)
von der den Schichten b) bis h) entgegengesetzten Seite her die Betrachtung der Sicherheitselement-Vorderseite
definiert und die Betrachtung des Sicherheitselements mit Blick auf das optionale
zweite Foliensubstrat h) von der den Schichten a) bis g) entgegengesetzten Seite her
die Betrachtung der Sicherheitselement-Rückseite definiert;
- die erste semitransparente Funktionsschicht c) ein bei Betrachtung der Sicherheitselement-Vorderseite
im Auflicht erkennbares erstes Motiv bildet;
- die semitransparente zweite Funktionsschicht f) ein bei Betrachtung der Sicherheitselement-Rückseite
im Auflicht erkennbares zweites Motiv bildet;
- die auf der ersten semitransparenten Funktionsschicht aufgebrachte Druckschicht d)
ein verborgenes drittes Motiv bildet, das bei der Betrachtung der Sicherheitselement-Vorderseite
im Auflicht nicht erkennbar ist und von der ersten semitransparenten Funktionsschicht
c) verdeckt wird und das bei der Betrachtung der Sicherheitselement-Rückseite im Auflicht
nicht erkennbar ist und von der zweiten semitransparenten Funktionsschicht f) verdeckt
wird und das bei der Betrachtung des Sicherheitselements im Durchlicht sowohl von
der Vorderseite, als auch von der Rückseite her erkennbar ist.
Die auf der ersten semitransparenten Funktionsschicht aufgebrachte Druckschicht d)
kann insbesondere durch ein Tiefdruck-, Flexodruck-, Siebdruck- oder Inkjet-Verfahren
erzeugt werden, wobei das Tiefdruckverfahren bevorzugt wird.
- 2. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement nach Absatz 1, wobei das zweite Foliensubstrat
h) zwingend vorhanden ist und das Sicherheitselement durch das Verkleben zweier separater
Sicherheitselement-Teile mittels der Klebschicht e) erhältlich ist, wobei der erste
Sicherheitselement-Teil die Schichten a) bis d) umfasst und der zweite Sicherheitselement-Teil
die Schichten f) bis h) umfasst. Alternativ ist das die Schichten a) bis g) aufweisende
Sicherheitselement gemäß Absatz 1 erhältlich, indem man in einem ersten Schritt zwei
separate Sicherheitselement-Teile mittels der Klebschicht e) verklebt, wobei der erste
Sicherheitselement-Teil die Schichten a) bis d) umfasst und der zweite Sicherheitselement-Teil
die Schichten f) bis h) umfasst, und man in einem zweiten Schritt das zweite Foliensubstrat
h) von dem erhaltenen Schichtaufbau ablöst (in diesem Fall ist das zweite Foliensubstrat
h) eine sogenannte Transferfolie).
- 3. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement nach Absatz 1 oder 2, wobei die zweite
semitransparente Funktionsschicht f) eine semitransparente Spiegelschicht ist, insbesondere
ein Metall, das von der Gruppe bestehend aus A1, Ag, Ni, Cr, Cu, Au und einer Legierung
eines oder mehrerer der vorstehend genannten Elemente gewählt ist.
- 4. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement nach Absatz 3, wobei die zweite semitransparente
Funktionsschicht f) auf A1 oder einer A1-Legierung basiert.
- 5. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement nach einem der Absätze 1 bis 4, wobei
die erste semitransparente Funktionsschicht c) bei der Betrachtung im Auflicht einerseits
und bei der Betrachtung im Durchlicht andererseits unterschiedliche Farbtöne aufweist.
- 6. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement nach Absatz 5, wobei die erste semitransparente
Funktionsschicht c) einen mehrschichtigen Aufbau mit zwei semitransparenten Spiegelschichten
und einer zwischen den zwei semitransparenten Spiegelschichten angeordneten dielektrischen
Schicht aufweist, der insbesondere bei der Betrachtung im Auflicht goldfarben erscheint
und bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen Farbton zeigt.
- 7. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement nach Absatz 6, wobei die beiden semitransparenten
Spiegelschichten jeweils von A1 oder Ag gewählt sind und die dielektrische Schicht
eine SiO2-Schicht ist.
- 8. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement nach Absatz 7, wobei jede der beiden
semitransparenten Spiegelschichten auf A1 beruht und eine Schichtdicke in einem Bereich
von 5 nm bis 20 nm, bevorzugt in einem Bereich von 10 nm bis 14 nm, aufweist und die
dielektrische SiO2-Schicht eine Schichtdicke in einem Bereich von 50 nm bis 450 nm, bevorzugt in einem
Bereich von 80 nm bis 260 nm und insbesondere bevorzugt in einem Bereich von 210 nm
bis 260 nm aufweist.
- 9. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement nach Absatz 7, wobei jede der beiden
semitransparenten Spiegelschichten auf Ag beruht und eine Schichtdicke in einem Bereich
von 15 nm bis 25 nm aufweist und die dielektrische SiO2-Schicht eine Schichtdicke in einem Bereich von 50 nm bis 450 nm, bevorzugt in einem
Bereich von 80 nm bis 260 nm und insbesondere bevorzugt in einem Bereich von 210 nm
bis 260 nm aufweist.
- 10. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement nach Absatz 5, wobei die erste semitransparente
Funktionsschicht c) auf einer drucktechnisch erhältlichen Schicht mit einer Effektpigment-Zusammensetzung
basiert.
- 11. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement nach einem der Absätze 1 bis 10,
wobei die erste Prägelackschicht b) und die erste semitransparente Funktionsschicht
c) eine erste optisch-variable Struktur, insbesondere eine diffraktive Reliefstruktur
bzw. Hologramm-Struktur oder eine mikrooptische Reliefstruktur (insbesondere eine
Mikrospiegel-Anordnung), bilden und die zweite Prägelackschicht g) und die zweite
semitransparente Funktionsschicht f) eine zweite optisch-variable Struktur, insbesondere
eine diffraktive Reliefstruktur bzw. Hologramm-Struktur oder eine mikrooptische Reliefstruktur
(insbesondere eine Mikrospiegel-Anordnung), bilden, wobei die zweite optisch-variable
Struktur unabhängig von der ersten optisch-variablen Struktur gewählt ist.
- 12. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement nach Absatz 11, wobei die erste
Prägelackschicht b) und die erste semitransparente Funktionsschicht c) eine diffraktive
Reliefstruktur bilden und die zweite Prägelackschicht g) und die zweite semitransparente
Funktionsschicht f) eine mikrooptische Reliefstruktur bilden, oder umgekehrt.
- 13. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement nach einem der Absätze 1 bis 12,
wobei der Schichtaufbau zusätzlich zu den Schichten a), b), c), d), e), f) und g)
und der optional vorhandenen Schicht h) eine über eine gegebenenfalls vorhandene Primer-Schicht
angeordnete Klebschicht i) für das Verkleben des Sicherheitselement mit einem Wertdokument
oder Sicherheitspapier aufweist, wobei die Klebschicht i) insbesondere auf dem ersten
Foliensubstrat a), auf dem gegebenenfalls vorhandenen zweiten Foliensubstrat h) oder
im Falle, dass das Foliensubstrat h) nicht vorhanden ist, auf der zweiten Prägelackschicht
g) angeordnet ist.
- 14. (Bevorzugte Ausgestaltung) Sicherheitselement nach einem der Absätze 1 bis 13,
wobei das verborgene dritte Motiv mit dem ersten Motiv und/ oder dem zweiten Motiv
im Sinnzusammenhang steht.
- 15. (Zweiter Aspekt der Erfindung) Datenträger, insbesondere ein Wertdokument oder
ein Sicherheitspapier, der mit dem Sicherheitselement gemäß einem der Ansprüche 1
bis 14 ausgestattet ist.
- 16. (Bevorzugte Ausgestaltung) Datenträger nach Absatz 15, wobei der Datenträger auf
einem Datenträgersubstrat mit einem Fensterbereich basiert und das Sicherheitselement
im Fensterbereich des Datenträgersubstrats angeordnet ist.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
[0013] Bei dem in der vorliegenden Beschreibung genannten Wertdokument kann es sich um eine
Banknote, insbesondere eine Papierbanknote, eine Polymerbanknote oder eine Folienverbundbanknote,
um eine Aktie, eine Anleihe, eine Urkunde, einen Gutschein, einen Scheck, eine hochwertige
Eintrittskarte, aber auch um eine Ausweiskarte, wie etwa eine Kreditkarte, eine Bankkarte,
eine Barzahlungskarte, eine Berechtigungskarte, einen Personalausweis oder eine Passpersonalisierungsseite
handeln.
[0014] Eine Betrachtung im Auflicht ist im Sinne dieser Erfindung eine Beleuchtung des Sicherheitselements
von einer Seite und eine Betrachtung des Sicherheitselements von derselben Seite.
Eine Betrachtung im Auflicht liegt somit beispielsweise dann vor, wenn die Vorderseite
des Sicherheitselements beleuchtet und auch betrachtet wird.
[0015] Eine Betrachtung im Durchlicht ist im Sinne dieser Erfindung eine Beleuchtung eines
Sicherheitselements von einer Seite und eine Betrachtung des Sicherheitselements von
einer anderen Seite, insbesondere der gegenüberliegenden Seite. Eine Betrachtung im
Durchlicht liegt somit beispielsweise dann vor, wenn die Rückseite des Sicherheitselements
beleuchtet und die Vorderseite des Sicherheitselements betrachtet wird. Das Licht
scheint somit durch das Sicherheitselement hindurch.
[0016] Das erfindungsgemäße Sicherheitselement kann z.B. als Patch bzw. Etikett, als (Endlos-)Streifen
oder als (Endlos-)Faden vorliegen.
[0017] Das mit dem erfindungsgemäßen Sicherheitselement auszustattende Datenträgersubstrat
des Datenträgers ist insbesondere ein Papiersubstrat oder ein Papier-ähnliches Substrat,
ein Polymersubstrat, ein Papier/Folie/Papier-Verbundsubstrat oder ein Folie/Papier/Folie-Verbundsubstrat.
Ein mit einem Fensterbereich versehenes Wertdokument oder Sicherheitspapier kann im
Falle eines Papier-Substrats, eines Papier/Folie/Papier-Verbundsubstrats oder eines
Folie/Papier/Folie-Verbundsubstrats z.B. mittels einer durchgehenden Aussparung innerhalb
der Papierschicht(en) erzeugt werden. Alternativ kann die Papierschicht mittels einer
geeigneten Flüssigkeit, z.B. mittels wässriger Schwefelsäurelösung, in einem bestimmten
Bereich transparent gemacht werden. Im Falle eines auf einem transparenten Polymersubstrat
basierenden Wertdokuments kann ein Fensterbereich z.B. mittels deckungsgleicher Aussparungen
in den auf der Vorder- und Rückseite des Polymersubstrats aufgebrachten opaken Druckschichten
erzeugt werden.
[0018] Ein bevorzugtes Sicherheitselement umfasst zumindest eine semitransparente Funktionschicht,
die bei der Betrachtung im Auflicht einerseits und bei der Betrachtung im Durchlicht
andererseits unterschiedliche Farbtöne aufweist. Die beiden unterschiedlichen Farbtöne
sind z.B. Komplementärfarben. Eine solche semitransparente Funktionsschicht beruht
z.B. auf einem mehrschichtigen Aufbau mit zwei semitransparenten Spiegelschichten
und einer zwischen den zwei semitransparenten Spiegelschichten angeordneten dielektrischen
Schicht. Ein solcher mehrschichtiger Aufbau, der bei der Betrachtung im Auflicht goldfarben
erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen Farbton zeigt, ist z.B.
aus der
WO 2011/082761 A1 bekannt.
[0019] Geeignete mehrschichtige Aufbauten mit zwei semitransparenten Spiegelschichten und
einer zwischen den zwei semitransparenten Spiegelschichten angeordneten dielektrischen
Schicht haben vorzugsweise die folgende gegenständliche Beschaffenheit:
- die beiden semitransparenten Spiegelschichten werden bevorzugt von A1 oder Ag gewählt;
die dielektrische Schicht ist insbesondere eine SiO2-Schicht;
- im Falle, dass jede der beiden semitransparenten Spiegelschichten auf A1 beruht, liegt
die jeweilige bevorzugte Schichtdicke in einem Bereich von 5 nm bis 20 nm, insbesondere
bevorzugt in einem Bereich von 10 nm bis 14 nm; die dielektrische SiO2-Schicht hat vorzugsweise eine Schichtdicke in einem Bereich von 50 nm bis 450 nm,
weiter bevorzugt in einem Bereich von 80 nm bis 260 nm und insbesondere bevorzugt
in einem Bereich von 210 nm bis 260 nm, wobei die Bereiche von 80 nm bis 100 nm und
von 210 nm bis 240 nm speziell für die Bereitstellung eines Gold/Blau-Farbwechsels
besonders bevorzugt werden;
- im Falle, dass jede der beiden semitransparenten Spiegelschichten auf Ag beruht, liegt
die jeweilige bevorzugte Schichtdicke in einem Bereich von 15 nm bis 25 nm; die dielektrische
SiO2-Schicht hat vorzugsweise eine Schichtdicke in einem Bereich von 50 nm bis 450 nm,
weiter bevorzugt in einem Bereich von 80 nm bis 260 nm und insbesondere bevorzugt
in einem Bereich von 210 nm bis 260 nm, wobei die Bereiche von 80 nm bis 100 nm und
von 210 nm bis 240 nm speziell für die Bereitstellung eines Gold/Blau-Farbwechsels
besonders bevorzugt werden.
[0020] Die genannten mehrschichtigen Schichtaufbauten ermöglichen nicht nur die Erzeugung
einer semitransparenten Funktionsschicht, die bei Betrachtung im Auflicht goldfarben
erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen Farbton zeigt, sondern
es können je nach Wahl der Schichtdicke insbesondere der dielektrischen Schicht weitere
Farbwechsel erzeugt werden, z.B.
- im Auflicht Magenta, im Durchlicht Blau-Grün;
- im Auflicht Türkis, im Durchlicht Orange-Gelb;
- im Auflicht Gold, im Durchlicht Blau-Violett;
- im Auflicht Silber, im Durchlicht Violett.
[0021] Eine semitransparente Funktionschicht, die bei der Betrachtung im Auflicht einerseits
und bei der Betrachtung im Durchlicht andererseits unterschiedliche Farbtöne aufweist,
kann des Weiteren auf einer Effektpigment-Zusammensetzung basieren. Druckschichten
auf Basis einer Effektpigment-Zusammensetzung, die bei der Betrachtung im Auflicht
eine andere Farbe wie bei der Betrachtung im Durchlicht zeigt, insbesondere einen
Gold/Blau-Farbwechsel, einen Gold/Violett-Farbwechsel, einen Grün-Gold/Magenta-Farbwechsel,
einen Violett/Grün-Farbwechsel oder einen Silber/Opak-Farbwechsel, werden z.B. in
der
WO 2011/064162 A2 beschrieben.
[0022] Bei einem bevorzugten Sicherheitselement stellt das bei Betrachtung der Sicherheitselement-Vorderseite
im Auflicht erkennbare erste Motiv ein Hologramm dar (d.h. die erste Prägelackschicht
b) und die erste semitransparente Funktionsschicht c) bilden eine diffraktive Reliefstruktur
bzw. Hologramm-Struktur) und das bei Betrachtung der Sicherheitselement-Rückseite
im Auflicht erkennbare zweite Motiv beruht auf einer mikrooptischen Reliefstruktur,
insbesondere einer Mikrospiegel-Anordnung
[0023] (d.h. die zweite Prägelackschicht g) und die zweite semitransparente Funktionsschicht
f) bilden eine mikrooptische Reliefstruktur, insbesondere eine Mikrospiegel-Anordnung).
Die Herstellung einer mikrooptischen Reliefstruktur ist im Stand der Technik bekannt
(siehe z.B. die
WO 2014/060089 A2).
[0024] Gemäß einer Alternative zu dem obigen bevorzugten Sicherheitselement beruht das bei
Betrachtung der Sicherheitselement-Vorderseite im Auflicht erkennbare erste Motiv
auf einer mikrooptischen Reliefstruktur, insbesondere einer Mikrospiegel-Anordnung,
und das bei Betrachtung der Sicherheitselement-Rückseite im Auflicht erkennbare zweite
Motiv stellt ein Hologramm dar.
[0025] Gemäß einer weiteren Alternative zu den obigen beiden bevorzugten Sicherheitselementen
stellen sowohl das bei Betrachtung der Sicherheitselement-Vorderseite im Auflicht
erkennbare erste Motiv, als auch das bei Betrachtung der Sicherheitselement-Rückseite
im Auflicht erkennbare zweite Motiv jeweils ein Hologramm dar.
[0026] Gemäß einer weiteren Alternative zu den obigen drei bevorzugten Sicherheitselementen
beruhen sowohl das bei Betrachtung der Sicherheitselement-Vorderseite im Auflicht
erkennbare erste Motiv, als auch das bei Betrachtung der Sicherheitselement-Rückseite
im Auflicht erkennbare zweite Motiv jeweils auf einer mikrooptischen Reliefstruktur,
insbesondere einer Mikrospiegel-Anordnung.
[0027] In dem erfindungsgemäßen Sicherheitselement können das erste Motiv, das zweite Motiv
und das dritte Motiv unabhängig voneinander in Form eines Musters oder eines Bildes,
in Form von Zeichen oder einer Zeichenkette oder in Form einer Codierung gebildet
werden.
[0028] Erfindungsgemäß wird vorgesehen, dass die auf der ersten semitransparenten Funktionsschicht
aufgebrachte Druckschicht d) ein verborgenes drittes Motiv bildet, das bei der Betrachtung
der Sicherheitselement-Vorderseite im Auflicht nicht erkennbar ist und von der ersten
semitransparenten Funktionsschicht c) verdeckt wird und das bei der Betrachtung der
Sicherheitselement-Rückseite im Auflicht nicht erkennbar ist und von der zweiten semitransparenten
Funktionsschicht f) verdeckt wird und das bei der Betrachtung des Sicherheitselements
im Durchlicht sowohl von der Vorderseite, als auch von der Rückseite her erkennbar
ist. Das dritte Motiv kann z.B. mittels Tiefdruck, Flexodruck, Siebdruck oder durch
ein Inkjetverfahren, bevorzugt mittels Tiefdruck, erzeugt werden. Das dritte Motiv
kann z.B. in Form von Zeichen oder einer Zeichenkette, in Form einer Codierung, in
Form eines Musters, eines Bildes oder eines Porträts vorliegen.
[0029] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0030] Es zeigen:
- Figur 1
- die Draufsicht auf ein Wertdokument mit einem Fensterbereich und einem oberhalb des
Fensterbereichs angeordneten Sicherheitselement;
- Figur 2
- die Querschnittansicht des in der Figur 1 gezeigten Wertdokuments;
- Figur 3
- den Fensterbereich eines Wertdokuments gemäß einem Ausführungsbeispiel bei der Betrachtung
der Vorderseite des Wertdokuments im Auflicht;
- Figur 4
- den Fensterbereich eines Wertdokuments gemäß dem Ausführungsbeispiel bei der Betrachtung
der Rückseite des Wertdokuments im Auflicht;
- Figur 5
- den Fensterbereich eines Wertdokuments gemäß dem Ausführungsbeispiel bei der Betrachtung
der Vorder- oder der Rückseite des Wertdokuments im Durchlicht;
- Figuren 6 bis 9
- ein Beispiel für die Herstellung eines erfindungsgemäßen Sicherheitselements;
- Figur 9
- ein Sicherheitselement gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Figur 10
- das Sicherheitselement der Figur 9, das zusätzlich eine Klebschicht aufweist.
[0031] Figur 1 zeigt ein Wertdokument 1, im vorliegenden Beispiel eine Banknote, in Draufsicht.
Das Wertdokument 1 beruht auf einem Papiersubstrat und weist einen Fensterbereich
2 auf (gestrichelt dargestellt). Der Fensterbereich 2 kann z.B. mittels einer durch
Stanzen erzeugten, durchgehenden Durchbrechung in dem Papiersubstrat erhalten werden.
Das Wertdokument 1 ist auf seiner Vorderseite mit einem Sicherheitselement 3 versehen,
das den Fensterbereich 2 des Wertdokuments 1 einseitig abdeckt.
[0032] Figur 2 zeigt das Wertdokument 1 der Figur 1 in Querschnittansicht (entlang der in
der Figur 1 gezeigten Linie A-A').
[0033] Das Wertdokument 1 basiert auf einem Papiersubstrat 4, das eine durchbrechende Aussparung
2 aufweist. Die Aussparung 2 wurde mittels Stanzen erzeugt und liegt im Papiersubstrat
4 bei Betrachtung in Draufsicht in Form eines Quadrats mit den Abmessungen 1cm x 1cm
vor (die Abmessungen können beliebig gewählt werden, ebenso die Form des Fensters
bzw. der Aussparung). Das Wertdokument 4 ist auf der Vorderseite mit einem Foliensicherheitselement
3 versehen, das die durchbrechende Aussparung 2 einseitig abdeckt. Das Foliensicherheitselement
3 ist mittels einer randförmigen Klebschicht (in der Figur nicht gezeigt) auf dem
Papiersubstrat 4 befestigt.
[0034] Figur 3 zeigt den Fensterbereich 2 des Wertdokuments 1 gemäß einem Ausführungsbeispiel
bei der Betrachtung der Vorderseite im Auflicht. Dabei nimmt der Betrachter ein metallisches
Hologramm-Motiv 5 wahr.
[0035] Figur 4 zeigt den Fensterbereich 2 des Wertdokuments 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel
bei der Betrachtung der Rückseite im Auflicht. Der Betrachter nimmt die Bereiche 6
und 7 in Form einer goldenen Farbe wahr. Der Bereich 6 bildet die Denomination der
Banknote "50" und erscheint dem Betrachter verglichen mit dem Hintergrund 7 in Form
einer täuschend echten, dreidimensional gewölbten Fläche.
[0036] Figur 5 zeigt den Fensterbereich 2 des Wertdokuments 1 bei der Betrachtung im Durchlicht,
von der Vorder- oder der Rückseite her. Der Betrachter nimmt den weiß dargestellten
Bereich 8 in Form eines blauen Hintergrundes wahr, vor dem sich die schwarz dargestellten
Zeichen 9 (die im Beispiel die Denomination "50" der Banknote darstellen) markant
abheben.
[0037] Figuren 6 bis 10 veranschaulichen ein Beispiel zur Herstellung des in den Figuren
1 bis 5 gezeigten Sicherheitselements 3.
[0038] Figur 6 zeigt die Herstellung eines ersten Sicherheitselement-Teils, bei dem auf
ein Foliensubstrat 10 (z.B. eine Polyethylenterephthalat-Folie) zunächst eine Prägelackschicht
11 aufgebracht wird. Die Prägelackschicht 11 kann z.B. auf einem UV-härtenden Lack
basieren, der auf das Foliensubstrat 10 aufgedruckt wird, danach mit einem Prägemuster
versehen wird und schließlich UV-vernetzt wird. Auf der Prägelackschicht 11 wird danach
mittels einer Al/SiO
2/Al-Schichtenfolge (in der Figur bezeichnen die Bezugsnummern 12 und 14 jeweils eine
Al-Schicht, die Bezugsnummer 13 bezeichnet eine SiO
2-Schicht) ein Motiv erzeugt.
[0039] Die Bereitstellung des in der Figur 6 gezeigten, durch die Schichtenfolge 12 bis
14 gebildeten Motivs kann z.B. mittels eines im Stand der Technik bekannten Waschverfahrens
erfolgen, bei dem die Trägerfolie 10 und die darauf aufgebrachte Prägelackschicht
11 zunächst mit einer mit geeigneten Lösungsmitteln aktivierbaren Druckfarbe ("Waschfarbe")
in Form von Zeichen bedruckt wird, sukzessive mit einer Aluminiumschicht, mit einer
SiO
2-Schicht und mit einer weiteren Aluminiumschicht versehen wird und die Druckfarbe
schließlich mitsamt den direkt darüber befindlichen Bereichen der Al-, SiO
2- und Al-Schichten durch Auswaschen mit einer Flüssigkeit entfernt wird, um beschichtungsfreie
Bereiche in Form der Zeichen zu erzeugen. Geeignete Druckfarben werden z.B. in der
WO 97/23357 beschrieben. Alternativ kann das in der Figur 6 gezeigte, durch die Schichtenfolge
12 bis 14 gebildete Motiv aber ebenso durch Laser-Demetallisierung oder mittels Ätzen,
gegebenenfalls unter Zuhilfenahme eventueller Photoresistlack-Schichten, erzeugt werden.
Der Einsatz von Photoresistlackschichten bei der Sicherheitselement-Herstellung ist
z.B. aus der
EP 2 049 345 B1 bekannt.
[0040] In der Figur 6 bilden die Al-Schicht 12, die SiO
2-Schicht 13 und die Al-Schicht 14 zusammen eine semitransparente Funktionsschicht
15, die bei der Betrachtung im Auflicht goldfarben erscheint und bei der Betrachtung
im Durchlicht einen blauen Farbton zeigt. Ein solcher mehrschichtiger Aufbau, der
bei der Betrachtung im Auflicht goldfarben erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht
einen blauen Farbton zeigt, ist z.B. aus der
WO 2011/082761 A1 bekannt.
[0041] Gemäß der Figur 7 wird die semitransparente Funktionsschicht 15 mittels Tiefdruck
mit einer das verborgene Motiv bildenden schwarzen Druckschicht 16 versehen.
[0042] Die in den Figuren 6 und 7 gezeigte semitransparente Funktionsschicht 15 bildet das
in der Figur 4 gezeigte Motiv. Der Betrachter nimmt die semitransparente Funktionsschicht
15 bei der Betrachtung des Sicherheitselements 3 im Auflicht durch die Schichten 10
und 11 hindurch in Form der Bereiche 6 und 7 metallisch-golden wahr. Der Bereich 6
bildet die Denomination der Banknote "50" und erscheint dem Betrachter verglichen
mit dem Hintergrund 7 in Form einer täuschend echten, dreidimensional gewölbten Fläche.
Der dreidimensionale Eindruck kann dadurch erzeugt werden, dass man die Prägelackschicht
11 mit einer mikrooptischen Reliefstruktur ausstattet. Die Herstellung einer mikrooptischen
Reliefstruktur ist im Stand der Technik bekannt (siehe z.B. die
WO 2014/060089 A2).
[0043] Figur 8 zeigt die Herstellung eines zweiten Sicherheitselement-Teils, bei dem auf
ein Foliensubstrat 17 (z.B. eine Polyethylenterephthalat-Folie) zunächst eine Prägelackschicht
18 aufgebracht wird. Die Prägelackschicht 18 kann z.B. auf einem UV-härtenden Lack
basieren, der auf das Foliensubstrat 17 aufgedruckt wird, danach mit einem Prägemuster
versehen wird und schließlich UV-vernetzt wird. Auf der Prägelackschicht 18 wird danach
mittels einer semitransparenten Al-Schicht 19 ein Motiv erzeugt. Die genaue Erzeugung
des Motivs kann z.B. mittels eines Waschverfahrens, durch Laser-Demetallisierung oder
durch einen Ätzprozess erfolgen, wie weiter oben beschrieben.
[0044] Die in der Figur 8 gezeigte semitransparente Funktionsschicht 19 bildet das in der
Figur 3 gezeigte Hologramm-Motiv 5. Der Betrachter nimmt die semitransparente Funktionsschicht
19 bei der Betrachtung des Sicherheitselements 3 im Auflicht durch die Schichten 17
und 18 hindurch metallisch glänzend wahr. Die Erzeugung des Hologramm-Motivs 5 beruht
darauf, dass man die Prägelackschicht 18 mit einer diffraktiven Reliefstruktur ausstattet.
[0045] Figur 9 zeigt den Schritt des Verklebens des in der Figur 7 gezeigten ersten Sicherheitselement-Teils
mit dem in der Figur 8 gezeigten zweiten Sicherheitselement-Teil mittels einer Klebschicht
20. Wie zu erkennen ist, erfolgt das Verkleben der beiden Sicherheitselement-Teile
registergenau, sodass die das verborgene Motiv bildende Druckschicht 16 einerseits
durch die semitransparente Funktionsschicht 15 und andererseits durch die semitransparente
Funktionsschicht 19 verdeckt wird.
[0046] Die das verborgene Motiv bildende Druckschicht 16 nimmt der Betrachter im Durchlicht,
sowohl von der Vorderseite als auch von der Rückseite, in Form der in der Figur 5
gezeigten schwarzen Zeichen 9 vor blauem Hintergrund 8 wahr. Der blaue Hintergrund
8 geht auf die semitransparente Funktionsschicht 15 zurück, die bei der Betrachtung
im Auflicht goldfarben erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen
Farbton zeigt (und die aus der A1-Schicht 12, der SiO
2-Schicht 13 und der Al-Schicht 14 zusammengesetzt ist).
[0047] Gemäß der Figur 10 kann das Sicherheitselement über eine gegebenenfalls vorhandene
Primer-Schicht 21 mit einer Klebschicht 22 für das Verkleben mit einem Wertdokument-Substrat
oder Sicherheitspapier-Substrat ausgestattet werden. Figur 10 zeigt den Fall, dass
die Klebschicht 22 am Foliensubstrat 17 angebracht ist. Alternativ könnte die Klebschicht
22 über eine gegebenenfalls vorhandene Primer-Schicht an dem Foliensubstrat 10 angebracht
sein.
[0048] Des Weiteren ist das in der Figur 10 gezeigte Foliensubstrat 17 lediglich optional,
d.h. das Foliensubstrat 17 ist nicht zwingend erforderlich. Der in der Figur 9 gezeigte
Schichtaufbau, der aus einem ersten Sicherheitselement-Teil gemäß der Figur 7 und
einem zweiten Sicherheitselement-Teil gemäß der Figur 8 erhältlich ist, kann auch
dadurch erhalten werden, dass der zweite-Sicherheitselement-Teil gemäß der Figur 8
mit einem ablösbaren Foliensubstrat 17 ausgestattet ist. Das ablösbare Foliensubstrat
17 kann von dem in der Figur 9 gezeigten Schichtaufbau entfernt werden, bevor man
die Klebschicht 22 über eine gegebenenfalls vorhandene Primer-Schicht 21 aufbringt.
[0049] Das Sicherheitselement gemäß der Figur 10 stellt das in der Figur 2 gezeigte, im
Fensterbereich 2 des Wertdokuments 1 angeordnete Sicherheitselement 3 dar. Bei der
Betrachtung der Vorderseite des Wertdokuments 1 im Auflicht nimmt der Betrachter das
durch die semitransparente Funktionsschicht 15 erzeugte Motiv wahr (siehe Figur 4).
Bei der Betrachtung der Rückseite des Wertdokuments 1 im Auflicht nimmt der Betrachter
das durch die semitransparente Funktionsschicht 19 erzeugte Motiv wahr (siehe Figur
3). Bei der Betrachtung des Wertdokuments 1 im Durchlicht, egal ob von der Vorderseite
oder der Rückseite her, nimmt der Betrachter die verborgene Druckinformation 16 wahr
(siehe Figur 5).
1. Sicherheitselement zur Absicherung eines Wertdokuments oder eines Sicherheitspapiers,
wobei das Sicherheitselement einen Schichtaufbau mit der folgenden Schichtenfolge
aufweist:
a) ein erstes Foliensubstrat;
b) eine erste Prägelackschicht;
c) eine erste semitransparente Funktionsschicht;
d) eine auf der ersten semitransparenten Funktionsschicht aufgebrachte Druckschicht;
e) eine Klebschicht;
f) eine zweite semitransparente Funktionsschicht;
g) eine zweite Prägelackschicht;
h) ein zweites Foliensubstrat; wobei
- die Betrachtung des Sicherheitselements mit Blick auf das erste Foliensubstrat a)
von der den Schichten b) bis h) entgegengesetzten Seite her die Betrachtung der Sicherheitselement-Vorderseite
definiert und die Betrachtung des Sicherheitselements mit Blick auf das zweite Foliensubstrat
h) von der den Schichten a) bis g) entgegengesetzten Seite her die Betrachtung der
Sicherheitselement-Rückseite definiert;
- die erste semitransparente Funktionsschicht c) ein bei Betrachtung der Sicherheitselement-Vorderseite
im Auflicht erkennbares erstes Motiv bildet;
- die semitransparente zweite Funktionsschicht f) ein bei Betrachtung der Sicherheitselement-Rückseite
im Auflicht erkennbares zweites Motiv bildet,
dadurch gekennzeichnet dass
- die auf der ersten semitransparenten Funktionsschicht aufgebrachte Druckschicht
d) ein verborgenes drittes Motiv bildet, das bei der Betrachtung der Sicherheitselement-Vorderseite
im Auflicht nicht erkennbar ist und von der ersten semitransparenten Funktionsschicht
c) verdeckt wird und das bei der Betrachtung der Sicherheitselement-Rückseite im Auflicht
nicht erkennbar ist und von der zweiten semitransparenten Funktionsschicht f) verdeckt
wird und das bei der Betrachtung des Sicherheitselements im Durchlicht sowohl von
der Vorderseite, als auch von der Rückseite her erkennbar ist.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, wobei das Sicherheitselement durch das Verkleben
zweier separater Sicherheitselement-Teile mittels der Klebschicht e) erhältlich ist,
wobei der erste Sicherheitselement-Teil die Schichten a) bis d) umfasst und der zweite
Sicherheitselement-Teil die Schichten f) bis h) umfasst, wobei nach dem Verkleben
gegebenenfalls das zweite Foliensubstrat h) vom erhaltenen Schichtaufbau abgelöst
wird.
3. Sicherheitselement nach Anspruch 1 oder 2, wobei die zweite semitransparente Funktionsschicht
f) eine semitransparente Spiegelschicht ist, insbesondere ein Metall, das von der
Gruppe bestehend aus Al, Ag, Ni, Cr, Cu, Au und einer Legierung eines oder mehrerer
der vorstehend genannten Elemente gewählt ist.
4. Sicherheitselement nach Anspruch 3, wobei die zweite semitransparente Funktionsschicht
f) auf Al oder einer Al-Legierung basiert.
5. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die erste semitransparente
Funktionsschicht c) bei der Betrachtung im Auflicht einerseits und bei der Betrachtung
im Durchlicht andererseits unterschiedliche Farbtöne aufweist.
6. Sicherheitselement nach Anspruch 5, wobei die erste semitransparente Funktionsschicht
c) einen mehrschichtigen Aufbau mit zwei semitransparenten Spiegelschichten und einer
zwischen den zwei semitransparenten Spiegelschichten angeordneten dielektrischen Schicht
aufweist, der insbesondere bei der Betrachtung im Auflicht goldfarben erscheint und
bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen Farbton zeigt.
7. Sicherheitselement nach Anspruch 6, wobei die beiden semitransparenten Spiegelschichten
von Al oder Ag gewählt sind und die dielektrische Schicht eine SiO2-Schicht ist.
8. Sicherheitselement nach Anspruch 7, wobei jede der beiden semitransparenten Spiegelschichten
auf Al beruht und eine Schichtdicke in einem Bereich von 5 nm bis 20 nm, bevorzugt
in einem Bereich von 10 nm bis 14 nm, aufweist und die dielektrische SiO2-Schicht eine Schichtdicke in einem Bereich von 50 nm bis 450 nm, bevorzugt in einem
Bereich von 80 nm bis 260 nm, aufweist.
9. Sicherheitselement nach Anspruch 7, wobei jede der beiden semitransparenten Spiegelschichten
auf Ag beruht und eine Schichtdicke in einem Bereich von 15 nm bis 25 nm aufweist
und die dielektrische SiO2-Schicht eine Schichtdicke in einem Bereich von 50 nm bis 450 nm, bevorzugt in einem
Bereich von 80 nm bis 260 nm, aufweist.
10. Sicherheitselement nach Anspruch 5, wobei die erste semitransparente Funktionsschicht
c) auf einer drucktechnisch erhältlichen Schicht mit einer Effektpigment-Zusammensetzung
basiert.
11. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die erste Prägelackschicht
b) und die erste semitransparente Funktionsschicht c) eine erste optisch-variable
Struktur, insbesondere eine diffraktive Reliefstruktur oder eine mikrooptische Reliefstruktur,
bilden und die zweite Prägelackschicht g) und die zweite semitransparente Funktionsschicht
f) eine zweite optisch-variable Struktur, insbesondere eine diffraktive Reliefstruktur
oder eine mikrooptische Reliefstruktur, bilden, wobei die zweite optisch-variable
Struktur unabhängig von der ersten optisch-variablen Struktur gewählt ist.
12. Sicherheitselement nach Anspruch 11, wobei die erste Prägelackschicht b) und die erste
semitransparente Funktionsschicht c) eine diffraktive Reliefstruktur bilden und die
zweite Prägelackschicht g) und die zweite semitransparente Funktionsschicht f) eine
mikrooptische Reliefstruktur bilden, oder umgekehrt.
13. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei der Schichtaufbau zusätzlich
zu den Schichten a), b), c), d), e), f), g) und h) h) eine Klebschicht i) für das
Verkleben des Sicherheitselement mit einem Wertdokument oder Sicherheitspapier aufweist.
14. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das verborgene dritte
Motiv mit dem ersten Motiv und/oder dem zweiten Motiv im Sinnzusammenhang steht.
15. Datenträger, insbesondere ein Wertdokument oder ein Sicherheitspapier, der mit dem
Sicherheitselement gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14 ausgestattet ist.
16. Datenträger nach Anspruch 15, wobei der Datenträger auf einem Datenträgersubstrat
mit einem Fensterbereich basiert und das Sicherheitselement im Fensterbereich des
Datenträgersubstrats angeordnet ist.
1. A security element for securing a value document or a security paper, wherein the
security element has a layer structure with the following layer sequence:
a) a first foil substrate;
b) a fi rst embossi ng lacquer layer;
c) a first semitransparent functional layer;
d) a printed layer applied to the first semitransparent functional layer;
e) an adhesive layer;
f) a second semitransparent functional layer;
g) a second embossi ng lacquer layer;
h) a second foil substrate; wherein
- the vi ewi ng of the security element with respect to the fi rst foil substrate
a) from the side opposite the layers b) to h) defines the viewing of the security-element
front side and the viewing of the security element with respect to the second foil
substrate h) from the si de opposite the layers a) to g) defines the vi ewi ng of
the security-el ement back side;
- the first semitransparent functional layer c) forms a first motif that is recognizable
when viewing the security-element front side in incident light;
- the semitransparent second functional layer f) forms a second motif that is recognizable
when viewing the security-element back side in incident light;
characterized in that
- the printed layer d) applied to the first semitransparent functional layer forms
a hidden third motif that is not recognizable when viewi ng the security-element front
side in incident light and is covered by the first semitransparent functional layer
c) and that is not recognizable when viewing the security-element back side in incident
light and is covered by the second semitransparent functional layer f) and that is
recognizable when viewing the security element in transmitted light both from the
front side and from the back side.
2. The security element according to claim 1, wherein the security element is obtainable
by adhesively bonding two separate security element parts by means of the adhesive
layer e), wherein the first security element part comprises the layers a) to d) and
the second security element part comprises the layers f) to h), wherein after the
adhesive bonding the second foil substrate h) is possibly detached from the obtained
layer structure.
3. The security element according to claim 1 or 2, wherein the second semitransparent
functional layer f) is a semitransparent mirror layer, in particular a metal selected
from the group consisti ng of Al, Ag, Ni, Cr, Cu, A u and an alloy of one or several
of the aforementioned elements.
4. The security element according to claim 3, wherein the second semitransparent functional
layer f) is based on Al or an Al alloy.
5. The security element accordi ng to any of claims 1 to 4, wherein the first semitransparent
functional layer c) when viewing in incident light on the one hand and when viewing
in transmitted light on the other hand has different color tones.
6. The security element according to claim 5, wherein the first semitransparent functional
layer c) has a multi layer structure with two semitransparent mirror layers and a
dielectric layer arranged between the two semitransparent mirror layers, said dielectric
layer appearing golden in particular when viewing in incident light and showing a
blue color tone when viewing in transmitted light.
7. The security element according to claim 6, wherein the two semitransparent mirror
layers are selected of Al orAg and the dielectric layer is a SiO2 layer.
8. The security element according to claim 7, wherein each of the two semitransparent
mirror layers is Al-based and has a layer thickness in a range of 5 nm to 20 nm, preferably
in a range of 10 nm to 14 nm, and the SiO2 dielectric layer has a layer thickness in a range of 50 nm to 450 nm, preferably
in a range of 80 nm to 260 nm.
9. The security element according to claim 7, wherein each of the two semitransparent
mirror layers is Ag-based and has a layer thickness in a range of 15 nm to 25 nm,
and the SiO2 dielectric layer has a layer thickness in a range of 50 nm to 450 nm, preferably
in a range of 80 nm to 260 nm.
10. The security element according to claim 5, wherein the first semitransparent functional
layer c) is based on a layer with an effect pigment composition obtainable by printing
technology.
11. The security element accordi ng to any of clai ms 1 to 10, wherein the first embossi
ng lacquer layer b) and the first semitransparent functional layer c) form a first
optically variable structure, in particular a diffractive relief structure or a micro-optical
relief structure, and the second embossing lacquer layer g) and the second semitransparent
functional layer f) form a second optically variable structure, in particular a diffractive
relief structure or a micro-optical relief structure, wherein the second optically
variable structure is selected independently of the first optical ly variable structure.
12. The security element according to claim 11, wherein the first embossing lacquer layer
b) and the first semitransparent functional layer c) form a diffractive relief structure
and the second embossi ng lacquer layer g) and the second semitransparent functional
layer f) form a micro-optical relief structure, or vice versa.
13. The security element accordi ng to any of claims 1 to 12, wherein the layer structure
in addition to the layers a), b), c), d), e), f) g) and h) has an adhesive layer i)
for adhesively bonding the security element with a value document or security paper.
14. The security element accordi ng to any of claims 1 to 13, wherein the hidden third
motif is meaningfully related to the fi rst motif and/or the second motif.
15. A data carrier, in particular a value document or a security paper, which is equipped
with the security element according to any of claims 1 to 14.
16. The data carrier according to claim 15, wherein the data carrier is based on a data
carrier substrate with a window region and the security element is arranged in the
window region of the data carrier substrate.
1. Élément de sécurité destiné à la sécurisation d'un document de valeur ou d'un papier
de sécurité, l'élément de sécurité ayant une disposition en couches dont la succession
de couches est la suivante :
a) un premier substrat formant film ;
b) une première couche de vernis de gaufrage ;
c) une première couche fonctionnelle semi-transparente ;
d) une couche imprimée appliquée sur la première couche fonctionnelle semi-transparente
;
e) une couche adhésive ;
f) une deuxième couche fonctionnelle semi-transparente ;
g) une deuxième couche de vernis de gaufrage ;
h) un deuxième substrat formant film ; cependant que
- l'observation de l'élément de sécurité en posant le regard sur le premier substrat
formant film a) depuis la face opposée aux couches de b) à h) définit l'observation
de la face avant de l'élément de sécurité, et l'observation de l'élément de sécurité
en posant le regard sur le deuxième substrat formant film h) depuis la face opposée
aux couches de a) à g) définit l'observation de la face arrière de l'élément de sécurité
;
- la première couche fonctionnelle semi-transparente c) constitue un premier motif
reconnaissable en lumière incidente lors d'une observation de la face avant de l'élément
de sécurité ;
- la deuxième couche fonctionnelle f), semi-transparente, constitue un deuxième motif
reconnaissable en lumière incidente lors d'une observation de la face arrière de l'élément
de sécurité ;
caractérisé en ce que
- la couche imprimée d) appliquée sur la première couche fonctionnelle semi-transparente
constitue un troisième motif, caché, lequel, lors de l'observation de la face avant
de l'élément de sécurité, n'est pas reconnaissable en lumière incidente et est dissimulé
par la première couche fonctionnelle semi-transparente c), et lequel, lors de l'observation
de la face arrière de l'élément de sécurité, n'est pas reconnaissable en lumière incidente
et est dissimulé par la deuxième couche fonctionnelle semi-transparente f), et lequel,
lors de l'observation de l'élément de sécurité en lumière transmise, est reconnaissable
tant depuis la face avant que depuis la face arrière.
2. Élément de sécurité selon la revendication 1, cependant que l'élément de sécurité
peut être obtenu par le collage de deux parties distinctes d'élément de sécurité au
moyen de la couche adhésive e), cependant que la première partie d'élément de sécurité
comprend les couches de a) à d), et la deuxième partie d'élément de sécurité comprend
les couches de f) à h), cependant que, après le collage, éventuellement le deuxième
substrat formant film h) est détaché de la disposition en couches obtenue.
3. Élément de sécurité selon la revendication 1 ou 2, cependant que la deuxième couche
fonctionnelle semi-transparente f) est une couche miroir semi-transparente, en particulier
un métal choisi dans le groupe constitué par A1, Ag, Ni, Cr, Cu, Au et un alliage
d'un ou de plusieurs des éléments mentionnés ci-dessus.
4. Élément de sécurité selon la revendication 3, cependant que la deuxième couche fonctionnelle
semi-transparente f) est basée sur A1 ou sur un alliage d'Al.
5. Élément de sécurité selon une des revendications de 1 à 4, cependant que la première
couche fonctionnelle semi-transparente c) présente lors de l'observation en lumière
incidente d'une part, et lors de l'observation en lumière transmise d'autre part,
différentes teintes.
6. Élément de sécurité selon la revendication 5, cependant que la première couche fonctionnelle
semi-transparente c) comporte une disposition multicouche, laquelle a deux couches
miroir semi-transparentes et une couche diélectrique agencée entre les deux couches
miroir semi-transparentes et laquelle, en particulier lors de l'observation en lumière
incidente, apparaît dorée, et laquelle montre une teinte bleue lors de l'observation
en lumière transmise.
7. Élément de sécurité selon la revendication 6, cependant que les deux couches miroir
semi-transparentes sont choisies en A1 ou en Ag et que la couche diélectrique est
une couche de SiO2.
8. Élément de sécurité selon la revendication 7, cependant que chacune des deux couches
miroir semi-transparentes est basée sur A1 et présente une épaisseur de couche comprise
entre 5 nm et 20 nm, de préférence comprise entre 10 nm et 14 nm, et que la couche
diélectrique SiO2 présente une épaisseur de couche comprise entre 50 nm et 450 nm, de préférence comprise
entre 80 nm et 260 nm.
9. Élément de sécurité selon la revendication 7, cependant que chacune des deux couches
miroir semi-transparentes est basée sur Ag et présente une épaisseur de couche comprise
entre 15 nm et 25 nm, et que la couche diélectrique SiO2 présente une épaisseur de couche comprise entre 50 nm et 450 nm, de préférence comprise
entre 80 nm et 260 nm.
10. Élément de sécurité selon la revendication 5, cependant que la première couche fonctionnelle
semi-transparente c) est basée sur une couche pouvant être obtenue par impression
et ayant une composition de pigments à effets.
11. Élément de sécurité selon une des revendications de 1 à 10, cependant que la première
couche de vernis de gaufrage b) et la première couche fonctionnelle semi-transparente
c) constituent une première structure optiquement variable, en particulier une structure
en relief diffractive ou une structure en relief micro-optique, et que la deuxième
couche de vernis de gaufrage g) et la deuxième couche fonctionnelle semi-transparente
f) constituent une deuxième structure optiquement variable, en particulier une structure
en relief diffractive ou une structure en relief micro-optique, cependant que la deuxième
structure optiquement variable est choisie indépendamment de la première structure
optiquement variable.
12. Élément de sécurité selon la revendication 11, cependant que la première couche de
vernis de gaufrage b) et la première couche fonctionnelle semi-transparente c) constituent
une structure en relief diffractive, et que la deuxième couche de vernis de gaufrage
g) et la deuxième couche fonctionnelle semi-transparente f) constituent une structure
en relief micro-optique, ou inversement.
13. Élément de sécurité selon une des revendications de 1 à 12, cependant que la disposition
en couches comporte, en plus des couches a), b), c), d), e), f), g) et h), une couche
adhésive i) pour le collage de l'élément de sécurité avec un document de valeur ou
papier de sécurité.
14. Élément de sécurité selon une des revendications de 1 à 13, cependant que le troisième
motif, caché, est en rapport de sens avec le premier motif et/ou avec le deuxième
motif.
15. Support de données, en particulier un document de valeur ou un papier de sécurité,
qui est équipé de l'élément de sécurité selon une des revendications de 1 à 14.
16. Support de données selon la revendication 15, cependant que le support de données
est basé sur un substrat de support de données ayant une zone fenêtre et que l'élément
de sécurité est agencé dans la zone fenêtre du substrat de support de données.
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