[0001] Die Erfindung betrifft einen Datenträger, insbesondere ein Wertdokument oder ein
Sicherheitspapier, umfassend ein einen Durchbrechungsbereich aufweisendes Datenträgersubstrat
mit einer Vorderseite und einer Rückseite, wobei die Vorderseite des Datenträgersubstrats
im Durchbrechungsbereich mit einem Foliensicherheitselement versehen ist.
[0002] Datenträger, insbesondere Wertdokumente, werden zur Absicherung in der Regel mit
Sicherheitselementen ausgestattet, die eine Überprüfung der Echtheit des Datenträgers
gestatten und zugleich als Schutz vor unerlaubter Reproduktion des Datenträgers dienen.
Als Sicherheitselemente kommen z.B. Foliensicherheitselemente in Betracht, die ein
Foliensubstrat bzw. Kunststoffsubstrat aufweisen und mittels einer Klebschicht auf
dem Datenträger appliziert werden.
[0003] Zur Steigerung der Fälschungssicherheit ist bekannt, solche Foliensicherheitselemente
mit durchgehenden Öffnungen in den Wertdokumenten zu kombinieren.
[0004] Die
WO 95/10420 A1 beschreibt ein Wertdokument, bei dem der Träger mit einer fensterartigen Durchbrechung
versehen wird, die mit einer wenigstens bereichsweise transparenten Abdeckfolie verschlossen
ist, wobei die Abdeckfolie insbesondere im Bereich der fensterartigen Durchbrechung
mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen, beispielsweise Diffraktionsstrukturen, versehen
sein kann.
[0005] Die
WO 2005/025891 A2 beschreibt einen Datenträger mit einem Foliensicherheitselement, wobei sowohl das
Foliensicherheitselement, als auch der Datenträger einen Durchbrechungsbereich aufweisen;
die Durchbrechungsbereiche überlappen sich vorzugsweise zumindest teilweise und besonders
bevorzugt sind sie deckungsgleich. In einer weiteren Variante wird der Durchbrechungsbereich
im Datenträger von der der Foliensicherheitselement tragenden Datenträgerseite abgewandten
Seite mit einer weiteren Folie abgedeckt.
[0006] Die
WO 2010/000432 A1 beschreibt ein Wertdokument mit einer Öffnung, die einseitig mit einer lichtdurchlässigen
Folie verschlossen wird. Zur Erhöhung der Fälschungssicherheit werden sowohl die Oberseite,
als auch die Unterseite des Wertdokuments mit einer lichtdurchlässigen Beschichtung
bedeckt, die bevorzugt vollflächig ausgeführt ist. Vorzugsweise werden die Beschichtungen
jeweils unabhängig voneinander extrudiert oder laminiert.
[0007] Die
WO 2011/015622 A1 beschreibt ein Wertdokument mit einer Öffnung, die einseitig mit einer zumindest
teilweise transluzenten oder transparenten Folie verschlossen ist, wobei sich auf
der der Folie gegenüberliegenden Seite des Wertdokuments im Bereich der Öffnung und
im Wesentlichen im Bereich der Folienfläche eine Beschichtung befindet, wobei die
Beschichtung innerhalb der Öffnung nicht vorhanden bzw. im Wesentlichen nicht vorhanden
ist.
[0008] Die
WO 2014/108329 A1 beschreibt ein Verfahren zum Herstellen einer endlosen Papierbahn für die Herstellung
von Sicherheits- und Wertdokumenten. Die Papierbahn wird zunächst mit einer durchgehenden
Öffnung versehen. Anschließend erfolgt das registergenaue Aufbringen einer Folie mit
auf die Papierbahn aufzubringenden Sicherheitsmerkmalen. Experimentelle Untersuchungen,
in denen die Umlaufbeständigkeit von Wertdokumenten durch das In-Kontakt-Bringen eines
Wertdokumentähnlichen Testsubstrats mit Schmutz und mechanischer Belastung simuliert
wurde, führten zum Ergebnis, dass die oberhalb einer durchgehenden Öffnung im Testsubstrat
aufgebrachte Folie unter extremen Testbedingungen einer schnellen Zerstörung unterliegt.
[0009] Dokument
WO 2006/056089 A2 offenbart einen Datenträger nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0010] Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen
Datenträger derart weiterzubilden, dass die Nachteile des Standes der Technik behoben
und insbesondere der Schutz gegenüber Fälschungen weiter erhöht werden.
[0011] Diese Aufgabe wird durch die in den unabhängigen Ansprüchen 1 und 7 definierten Merkmalskombinationen
gelöst. Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Zusammenfassung der Erfindung
[0012] Datenträger gemäß dem unabhängigen Anspruch 1 oder 7. Das zweite, im Durchlicht erkennbare
Erscheinungsbild des Foliensicherheitselements kann insbesondere in einem Sinnzusammenhang
mit dem Durchbrechungsbereich-Motiv des Datenträgersubstrats stehen. Des Weiteren
kann das zweite, im Durchlicht erkennbare Erscheinungsbild des Foliensicherheitselements
zusammen mit dem Durchbrechungsbereich-Motiv des Datenträgersubstrats ein Kombinationsbild
erzeugen.
Ausführliche Beschreibung der Erfindung
[0013] Eine Betrachtung im Auflicht ist im Sinne dieser Erfindung eine Beleuchtung des Sicherheitselements
von einer Seite und eine Betrachtung des Sicherheitselements von derselben Seite.
Eine Betrachtung im Auflicht liegt somit beispielsweise dann vor, wenn die Vorderseite
des Sicherheitselements beleuchtet und auch betrachtet wird.
[0014] Eine Betrachtung im Durchlicht ist im Sinne dieser Erfindung eine Beleuchtung eines
Sicherheitselements von einer Seite und eine Betrachtung des Sicherheitselements von
einer anderen Seite, insbesondere der gegenüberliegenden Seite. Eine Betrachtung im
Durchlicht liegt somit beispielsweise dann vor, wenn die Rückseite des Sicherheitselements
beleuchtet und die Vorderseite des Sicherheitselements betrachtet wird. Das Licht
scheint somit durch das Sicherheitselement hindurch.
[0015] Bei dem in der vorliegenden Beschreibung genannten Wertdokument kann es sich z.B.
um eine Banknote, insbesondere eine Papierbanknote, eine Polymerbanknote oder eine
Folienverbundbanknote, um eine Aktie, eine Anleihe, eine Urkunde, einen Gutschein,
einen Scheck, eine hochwertige Eintrittskarte, aber auch um eine Berechtigungskarte,
einen Personalausweis oder eine Passpersonalisierungsseite handeln.
[0016] Bei dem in der vorliegenden Beschreibung genannten Foliensicherheitselement kann
es sich z.B. um einen Patch bzw. ein Etikett, um einen (Endlos-)Streifen oder um einen
(Endlos-)Faden handeln.
[0017] Erfindungsgemäß wird vorgesehen, den Durchbrechungsbereich des Datenträgersubstrats
mittels einer Mehrzahl von das Datenträgersubstrat durchbrechenden Aussparungen zu
bilden, die zusammen ein Durchbrechungsbereich-Motiv bilden. Es wird bevorzugt, dass
die das Durchbrechungsbereich-Motiv bildenden durchbrechenden Aussparungen im Datenträgersubstrat
durch Einwirkung von Laserstrahlung auf das Datenträgersubstrat (d.h. mittels Laserschneiden)
erzeugt werden.
[0018] Das Datenträgersubstrat ist insbesondere ein Papiersubstrat oder ein Papierähnliches
Substrat.
[0019] Das Durchbrechungsbereich-Motiv kann in Form eines Musters oder eines Bildes, in
Form von Zeichen oder in Form einer Codierung ausgebildet sein.
[0020] In einer bevorzugten Variante ist das Durchbrechungsbereich-Motiv ein sogenanntes
makroskopisches Durchbrechungsbereich-Motiv, das durch eine Mehrzahl sogenannter mikroskopischer
durchbrechender Aussparungen zusammengesetzt ist. Die mikroskopischen durchbrechenden
Aussparungen können in Form von Rasterelementen vorliegen, z.B. in Form eines Punktrasters
und/oder Linienrasters. Ein Linienraster kann insbesondere durch parallele Linien,
annähernd parallele Linien, divergierende Linien oder durch eine Kombination der vorstehend
genannten Arten gebildet werden.
[0021] Der hierin verwendete Begriff "mikroskopisch" ist nicht im Sinne von "Abmessung im
Mikrometerbereich" oder dergleichen zu verstehen, sondern lediglich relativ zu verstehen.
Die mikroskopischen durchbrechenden Aussparungen sind jeweils für den Betrachter mit
dem bloßen Auge, d.h. ohne Verwendung von optischen Hilfsmitteln, wahrnehmbar und
ergeben im Falle der obigen bevorzugten Variante ein Gesamtbild, d.h. ein makroskopisches
Durchbrechungsbereich-Motiv.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Variante wird das Durchbrechungsbereich-Motiv durch
mehrere makroskopische durchbrechende Aussparungen zusammengesetzt. Die makroskopischen
durchbrechenden Aussparungen bilden dabei insbesondere ein Muster oder ein Bild oder
einen Teil eines Bildes, ein Zeichen oder eine Zeichenfolge oder eine Codierung.
[0023] In einer weiteren bevorzugten Variante wird das Durchbrechungsbereich-Motiv durch
eine oder mehrere makroskopische durchbrechende Aussparung(en) einerseits und durch
eine Mehrzahl mikroskopischer durchbrechender Aussparungen andererseits zusammengesetzt.
Die makroskopische durchbrechende Aussparung (oder die Mehrzahl makroskopischer durchbrechender
Aussparungen) bildet dabei insbesondere ein Muster oder ein Bild oder einen Teil eines
Bildes, ein Zeichen oder eine Zeichenfolge öder eine Codierung. Die mikroskopischen
durchbrechenden Aussparungen können in Form von Rasterelementen vorliegen, wie weiter
oben beschrieben.
[0024] In allen Gestaltungen können die mikroskopischen durchbrechenden Aussparungen vorzugsweise
eine Punktabmessung (im Falle eines Punktrasters) oder Linienbreite (im Falle eines
Linienrasters) mit einer Breite in einem Bereich von 0,05mm bis 1 mm, insbesondere
in einem Bereich von 0,1mm bis 0,4mm, aufweisen. Der Abstand zwischen den benachbarten
mikroskopischen durchbrechenden Aussparungen (Mitte-Mitte) liegt vorzugsweise in einem
Bereich von 0,05mm bis 1mm.
[0025] Der Durchbrechungsbereich des Datenträgersubstrats wird mit Vorteil durch die Einwirkung
von Laserstrahlung (bzw. Laserschneiden) erzeugt, wie z.B. in der
WO 2010/072329 A1 und in der
WO 2011/154112 A1 beschrieben.
[0026] Es wurde festgestellt, dass filigrane Durchbrechungsbereiche im Datenträgersubstrat,
die zu sehr dünnen (Papier-)Stegen führen, gegenüber mechanischer Beschädigung äußerst
empfindlich sind. Überraschenderweise führt das einseitige Aufbringen eines Folienelements
mittels einer Klebschicht zu einer deutlich verlängerten Umlaufbeständigkeit des Datenträgersubstrats.
Darüber hinaus wurde festgestellt, dass sich der mittels einer Mehrzahl durchbrechender
Aussparungen gebildete Durchbrechungsbereich des Datenträgersubstrats einerseits und
das Folienelement andererseits gegenseitig gegenüber mechanischer Abnutzung stabilisieren
und somit robuster gegenüber Zerstörung sind. Insbesondere ist ein Folienelement,
das mittels einer Klebschicht oberhalb eines mittels einer Mehrzahl durchbrechender
Aussparungen gebildeten Durchbrechungsbereichs eines Datenträgersubstrats aufgebracht
ist, deutlich robuster gegenüber Zerstörung als ein Folienelement, das mittels einer
Klebschicht oberhalb eines durch eine einzige durchbrechende Aussparung gebildeten
Durchbrechungsbereichs eines Datenträgersubstrats aufgebracht ist.
[0027] Zudem ist es mittels des erfindungsgemäßen Datenträger-Aufbaus möglich, das visuelle
Erscheinungsbild des Folienelements bzw. Foliensicherheitselements auf das visuelle
Erscheinungsbild des Durchbrechungsbereichs-Motivs des Datenträgersubstrats abzustimmen.
[0028] Gemäß einem erfindungsgemäßen Aspekt kann ein noch besserer Schutz des im Datenträgersubstrat
gebildeten Durchbrechungsbereichs dadurch gewährleistet werden, dass sowohl auf der
Vorderseite, als auch auf der Rückseite jeweils ein Folienelement bereitgestellt wird.
[0029] Ein bevorzugtes Foliensicherheitselement umfasst z.B. einen interferenzfähigen, mehrschichtigen
Aufbau mit
- einer reflektierenden Schicht (insbesondere einer metallischen, reflektierenden Schicht);
- einer semitransparenten (Spiegel-)Schicht (die insbesondere von der Gruppe bestehend
aus Al, Ag, Ni, Cr, Cu, Au und einer Legierung eines oder mehrerer der vorstehend
genannten Elemente gewählt ist); und
- einer zwischen der reflektierenden Schicht und der semitransparenten (Spiegel-)Schicht
angeordneten dielektrischen Schicht,
wobei sich die Farbe des mehrschichtigen Aufbaus mit der Änderung des Betrachtungswinkels
ändert.
[0030] Das bei Betrachtung der Vorderseite des Datenträgers im Auflicht erkennbare erste
Erscheinungsbild des interferenzfähigen, mehrschichtigen Aufbaus und das bei Betrachtung
der Vorderseite des Datenträgers im Durchlicht erkennbare zweite Erscheinungsbild
des interferenzfähigen, mehrschichtigen Aufbaus kann mit Vorteil durch Aussparungen
in der reflektierenden Schicht und/oder der semitransparenten Schicht erzeugt werden.
Ein solches Foliensicherheitselement mit unterschiedlichem Auflicht-/Durchlicht-Erscheinungsbild
ist aus der
WO 2009/149831 A2 bekannt. Beispielsweise kann die semitransparente Schicht eine Vielzahl rasterartig
angeordneter Aussparungen aufweisen, die in ihrer Gesamtheit ein Zeichen, ein Bild
oder ein Muster ergeben. Das auf diese Weise erzeugte Muster ist im Auflicht sichtbar
und verschwindet im Durchlicht. Alternativ und/oder zusätzlich kann ein unterschiedliches
Auflicht-/Durchlicht-Erscheinungsbild des mehrschichtigen Aufbaus dadurch bewerkstelligt
werden, dass man den Aufbau mit einer Reliefstruktur kombiniert, insbesondere einer
diffraktiven Reliefstruktur, einer mikrooptischen Reliefstruktur oder einer Sublambda-Struktur.
[0031] Das Foliensicherheitselement umfasst gemäß einem anderen erfindungsgemäßen Aspekt
einen mehrschichtigen Aufbau mit zwei semitransparenten Schichten und einer zwischen
den zwei semitransparenten Schichten angeordneten dielektrischen Schicht, wobei der
mehrschichtige Aufbau bei der Betrachtung im Auflicht einerseits und bei der Betrachtung
im Durchlicht andererseits unterschiedliche Farbtöne aufweist, insbesondere bei der
Betrachtung im Auflicht goldfarben erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht
einen blauen Farbton zeigt. Die beiden unterschiedlichen Farbtöne sind insbesondere
Komplementärfarben. Ein solcher mehrschichtiger Aufbau beruht insbesondere auf zwei
semitransparenten Spiegelschichten und einer zwischen den zwei semitransparenten Spiegelschichten
angeordneten dielektrischen Schicht. Ein solcher mehrschichtiger Aufbau, der bei der
Betrachtung im Auflicht goldfarben erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht
einen blauen Farbton zeigt, ist z.B. aus der
WO 2011/082761 A1 bekannt. Als semitransparente Spiegelschicht eignet sich insbesondere ein Metall,
das von der Gruppe bestehend aus Al, Ag, Ni, Cr, Cu, Au und einer Legierung eines
oder mehrerer der vorstehend genannten Elemente gewählt ist, wobei Al oder Ag als
semitransparente Spiegelschicht bevorzugt werden und Al insbesondere bevorzugt wird.
Geeignete mehrschichtige Aufbauten mit zwei semitransparenten Spiegelschichten und
einer zwischen den zwei semitransparenten Spiegelschichten angeordneten dielektrischen
Schicht haben vorzugsweise die folgende gegenständliche Beschaffenheit:
- die beiden semitransparenten Spiegelschichten werden bevorzugt von Al oder Ag gewählt;
die dielektrische Schicht ist insbesondere eine SiO2-Schicht;
- im Falle, dass jede der beiden semitransparenten Spiegelschichten auf Al beruht, liegt
die jeweilige bevorzugte Schichtdicke in einem Bereich von 5 nm bis 20 nm, insbesondere
bevorzugt in einem Bereich von 10 nm bis 14 nm; die dielektrische SiO2-Schicht hat vorzugsweise eine Schichtdicke in einem Bereich von 50 nm bis 450 nm,
weiter bevorzugt in einem Bereich von 80 nm bis 260 nm, wobei die Bereiche von 80nm
bis 100nm und von 220nm bis 240nm speziell für die Bereitstellung eines Gold/Blau-Farbwechsels
besonders bevorzugt werden;
- im Falle, dass jede der beiden semitransparenten Spiegelschichten auf Ag beruht, liegt
die jeweilige bevorzugte Schichtdicke in einem Bereich von 15 nm bis 25 nm; die dielektrische
SiO2-Schicht hat vorzugsweise eine Schichtdicke in einem Bereich von 50 nm bis 450 nm,
weiter bevorzugt in einem Bereich von 80 nm bis 260 nm, wobei die Bereiche von 80nm
bis 100nm und von 220nm bis 240nm speziell für die Bereitstellung eines Gold/Blau-Farbwechsels
besonders bevorzugt werden.
[0032] Die genannten mehrschichtigen Schichtaufbauten ermöglichen nicht nur die Erzeugung
einer semitransparenten Funktionsschicht, die bei Betrachtung im Auflicht goldfarben
erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen Farbton zeigt, sondern
es können je nach Wahl der Schichtdicke insbesondere der dielektrischen Schicht weitere
Farbwechsel erzeugt werden, z.B.
- im Auflicht Magenta, im Durchlicht Blau-Grün;
- im Auflicht Türkis, im Durchlicht Orange-Gelb;
- im Auflicht Gold, im Durchlicht Blau-Violett;
- im Auflicht Silber, im Durchlicht Violett.
[0033] Ein weiteres bevorzugtes Foliensicherheitselement umfasst z.B. eine Flüssigkristallschicht,
die bei der Betrachtung im Auflicht eine andere Farbe wie bei der Betrachtung im Durchlicht
zeigt. Alternativ und/oder zusätzlich kann ein unterschiedliches Auflicht-/Durchlicht-Erscheinungsbild
dadurch bewerkstelligt werden, dass man die Flüssigkristallschicht mit einer Reliefstruktur
kombiniert, insbesondere einer diffraktiven Reliefstruktur, einer mikrooptischen Reliefstruktur
oder einer Sublambda-Struktur.
[0034] Ein weiteres bevorzugtes Foliensicherheitselement umfasst z.B. eine Druckschicht
mit einer Effektpigment-Zusammensetzung, die bei der Betrachtung im Auflicht eine
andere Farbe wie bei der Betrachtung im Durchlicht zeigt, insbesondere einen Gold/
Blau-Farbwechsel, einen Gold/Violett-Farbwechsel, einen Grün-Gold/Magenta-Farbwechsel,
einen Violett/Grün-Farbwechsel oder einen Silber/Opak-Farbwechsel zeigt. Solche Druckfarben
werden z.B. in der
WO 2011/064162 A2 beschrieben. Alternativ und/oder zusätzlich kann ein unterschiedliches Auflicht-/
Durchlicht-Erscheinungsbild dadurch bewerkstelligt werden, dass man die Druckschicht
mit einer Reliefstruktur kombiniert, insbesondere einer diffraktiven Reliefstruktur,
einer mikrooptischen Reliefstruktur oder einer Sublambda-Struktur.
[0035] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0036] Es zeigen:
- Figur 1
- die Draufsicht auf ein Wertdokument mit einem Durchbrechungsbereich und einem oberhalb
des Durchbrechungsbereichs angeordneten Foliensicherheitselement;
- Figur 2
- die Querschnittansicht eines Wertdokuments gemäß einem Vergleichsbeispiel;
- Figur 3
- die Querschnittansicht eines Wertdokuments gemäß einem erfindungsgemäßen Beispiel;
- Figur 4
- einen Teil eines Foliensicherheitselements gemäß einem ersten erfindungsgemäßen Beispiel
im Auflicht;
- Figur 5
- den Teil des Foliensicherheitselements gemäß dem ersten erfindungsgemäßen Beispiel
im Durchlicht;
- Figur 6
- einen Teil eines Papiersubstrats mit einem Durchbrechungsbereich gemäß einem ersten
erfindungsgemäßen Beispiel;
- Figur 7
- das Papiersubstrat und das Foliensicherheitselement gemäß dem ersten erfindungsgemäßen
Beispiel (jeweils ein Teil hiervon) im Durchlicht;
- Figur 8
- die Querschnittansicht eines Wertdokuments gemäß einem weiteren erfindungsgemäßen
Beispiel;
- Figur 9
- einen Teil eines Foliensicherheitselements gemäß einem zweiten erfindungsgemäßen Beispiel
im Auflicht;
- Figur 10
- den Teil des Foliensicherheitselements gemäß dem zweiten erfindungsgemäßen Beispiel
im Durchlicht;
- Figur 11
- einen Teil eines Papiersubstrats mit einem Durchbrechungsbereich gemäß einem zweiten
erfindungsgemäßen Beispiel;
- Figur 12
- das Papiersubstrat und das Foliensicherheitselement gemäß dem zweiten erfindungsgemäßen
Beispiel (jeweils ein Teil hiervon) im Durchlicht;
- Figur 13
- einen Teil eines Foliensicherheitselements gemäß einem dritten erfindungsgemäßen Beispiel
im Auflicht;
- Figur 14
- den Teil des Foliensicherheitselements gemäß dem dritten erfindungsgemäßen Beispiel
im Durchlicht;
- Figur 15
- einen Teil eines Papiersubstrats mit einem Durchbrechungsbereich gemäß einem dritten
erfindungsgemäßen Beispiel;
- Figur 16
- das Papiersubstrat und das Foliensicherheitselement gemäß dem dritten erfindungsgemäßen
Beispiel (jeweils ein Teil hiervon) im Durchlicht.
[0037] Figur 1 zeigt ein Wertdokument 1, im vorliegenden Beispiel eine Banknote, in Draufsicht.
Die Banknote 1 weist einen Durchbrechungsbereich 2 auf (gestrichelt dargestellt).
Die Banknote 1 ist auf ihrer Vorderseite mit einem Foliensicherheitselement 3 versehen,
das den Durchbrechungsbereich 2 der Banknote 1 einseitig abdeckt.
[0038] Figur 2 zeigt ein Wertdokument 4 gemäß einem Vergleichsbeispiel in Querschnittansicht
(entlang der in der Figur 1 gezeigten Linie A-A'). Das Wertdokument 4 basiert auf
einem Papiersubstrat 5, das eine einzige durchbrechende Aussparung 6 aufweist. Die
Aussparung 6 wurde mittels Stanzen erzeugt und liegt im Papiersubstrat 5 bei Betrachtung
in Draufsicht in Form eines Quadrats mit den Abmessungen 1cm x 1cm vor. Das Wertdokument
4 ist auf der Vorderseite mit einem Foliensicherheitselement 7 versehen, das die durchbrechende
Aussparung 6 einseitig abdeckt. Das Foliensicherheitselement 7 ist mittels einer randförmigen
Klebschicht (in der Figur nicht gezeigt) auf dem Papiersubstrat 5 befestigt.
[0039] Das in der Figur 2 gezeigte Wertdokument 4 wurde einer experimentellen Untersuchung
unterzogen, in der die Umlaufbeständigkeit des Wertdokuments durch das In-Kontakt-Bringen
des Wertdokuments mit Schmutz und mechanischer Belastung simuliert wurde. Die Untersuchung
führte zum Ergebnis, dass unter extremen Testbedingungen der Teil der Folie 7, der
sich direkt oberhalb der durchgehenden quadratischen Öffnung 6 des Papiersubstrats
5 befand, vollständig zerstört wurde. In dem die quadratische Öffnung 6 umschließenden
Randbereich war die Folie 7 noch einigermaßen intakt.
[0040] Figur 3 zeigt ein Wertdokument 8 gemäß einem erfindungsgemäßen Beispiel in Querschnittansicht
(entlang der in der Figur 1 gezeigten Linie A-A'). Das Wertdokument 8 basiert auf
einem Papiersubstrat 9 mit einem Durchbrechungsbereich 10, der durch eine Mehrzahl
von das Papiersubstrat 9 durchbrechenden Aussparungen gebildet ist. Im Beispiel hat
der Durchbrechungsbereich 10 das Aussehen gemäß der Figur 11, wobei die schwarze Farbe
die mittels Laserschneiden aus dem Papier ausgeschnittenen Bereiche bezeichnen und
die weiße Farbe die nach der Laserbehandlung übrig gebliebenen Papierbereiche bezeichnen.
Im Beispiel bilden die nach der Laserbehandlung übrig gebliebenen Papierbereiche die
"makroskopische" Zeichenfolge "PL", umgeben von sechzehn dünnen, linienförmigen Papierstegen.
Der Durchbrechungsbereich 10 liegt im Papiersubstrat 9 bei Betrachtung in Draufsicht
in Form eines Quadrats mit den Abmessungen 1cm x 1cm vor. Das Wertdokument 8 ist auf
der Vorderseite mit einem Foliensicherheitselement 11 versehen, das den Durchbrechungsbereich
10 einseitig abdeckt. Das Foliensicherheitselement 11 ist mittels einer randförmigen
Klebschicht (in der Figur nicht gezeigt) auf dem Papiersubstrat 9 befestigt.
[0041] Das in der Figur 3 gezeigte Wertdokument 8 wurde derselben experimentellen Untersuchung
unterzogen wie im obigen Vergleichsbeispiel, worin die Umlaufbeständigkeit des Wertdokuments
durch das In-Kontakt-Bringen des Wertdokuments mit Schmutz und mechanischer Belastung
simuliert wird. Die Untersuchung führte zum Ergebnis, dass unter extremen Testbedingungen
der Teil der Folie 11, der sich direkt oberhalb des Durchbrechungsbereichs 10 des
Papiersubstrats 9 befindet, zwar abgenutzt, nicht aber wie im obigen Vergleichsbeispiel
vollständig zerstört wird.
[0042] Figur 4 zeigt den Ausschnitt eines Foliensicherheitselements 12 gemäß einem ersten
erfindungsgemäßen Beispiel im Auflicht. Der Betrachter nimmt bei Betrachtung des Foliensicherheitselements
12 im Auflicht einen hell skizzierten Bereich 13 (in Form eines Himmels) und einen
dunkel skizzierten Bereich 14 (in Form eines Meers mit Wellen) wahr.
[0043] Figur 5 zeigt den Ausschnitt des Foliensicherheitselements 12 bei Betrachtung im
Durchlicht. Der Betrachter nimmt zusätzlich zu dem hell skizzierten Bereich 13 (in
Form eines Himmels) und dem dunkel skizzierten Bereich 14 (in Form eines Meers mit
Wellen) den dunkel skizzierten Bereich 15 (in Form einer Sonne) wahr.
[0044] Das den Figuren 4 und 5 zugrunde liegende Foliensicherheitselement 12 kann z.B. ein
Foliensubstrat (z.B. Polyethelenterephthalat), aufweisen, das mit einem dreischichtigen,
interferenzfähigen Aufbau versehen ist, wie er z.B. in der
WO 2009/149831 A2 beschrieben wird (siehe in der
WO 2009/149831 A2 z.B. die Figuren 1 und 5).
[0045] Figur 6 zeigt den Durchbrechungs-Bereich eines Papiersubstrats 16, das mit dem Foliensicherheitselement
12 der Figuren 4 und 5 versehen werden soll. Das Papiersubstrat 16 weist einen Papierbereich
17 (in der Figur 6 weiß dargestellt) auf, aus dem mittels Stanzen oder durch Laserschneiden
Papierbereiche 18 herausgeschnitten wurden. Die Papierbereiche 18 bilden zusammen
ein Durchbrechungsbereich-Motiv (in Form einer Insel und einer Palme).
[0046] Figur 7 zeigt das Papiersubstrat 16 der Figur 6, das mit dem Foliensicherheitselement
12 der Figuren 4 und 5 versehen ist, bei der Betrachtung im Durchlicht. Der Betrachter
nimmt ergänzend zu dem Erscheinungsbild des Foliensicherheitselements 12 im Durchlicht
(siehe Figur 5) das Durchbrechungsbereich-Motiv 18 (siehe Figur 6) wahr.
[0047] Figur 8 zeigt die Querschnittansicht eines Wertdokuments 19 gemäß einem weiteren
erfindungsgemäßen Beispiel. Anders als das in der Figur 3 gezeigte Wertdokument 8
weist das Wertdokument 19 der Figur 8 ein Papiersubstrat 20 mit einem Durchbrechungsbereich
21 auf, der sowohl auf der Vorderseite, als auch auf der Rückseite jeweils mit einem
Foliensicherheitselement 23 bzw. einem Folienelement 22 versehen ist. Auf diese Weise
ist der Durchbrechungsbereich 21 im Papiersubstrat 20 besonders vor Beschädigung geschützt.
Das Foliensicherheitselement 23 kann z.B. auf dem weiter vorne im Zusammenhang mit
den Figuren 4 und 5 beschriebenen Foliensicherheitselement 12 basieren, das mittels
einer Klebschicht auf dem Papiersubstrat 20 befestigt wird. Das Folienelement 22 kann
ebenfalls ein Foliensicherheitselement sein, also ein Folienelement, das mit Sicherheitsmerkmalen
wie z.B. einem Hologramm oder einem Sicherheitsdruck versehen ist. Darüber hinaus
kann das Folienelement 22 ein Foliensicherheitselement sein, das ähnlich wie das Foliensicherheitselement
23 beschaffen ist. Durch das Zusammenwirken der beiden Folien 22 und 23 wird das Erscheinungsbild
für den Betrachter im Durchlicht synergistisch gesteigert. Das Folienelement 22 kann
im einfachsten Fall aber auch eine herkömmliche Folie (ohne jegliche Sicherheitsmerkmale)
sein, die mittels einer Klebschicht auf dem Papiersubstrat 20 befestigt ist.
[0048] Figur 9 zeigt ein Foliensicherheitselement 24 gemäß einem zweiten erfindungsgemäßen
Beispiel bei der Betrachtung im Auflicht. Der Betrachter nimmt die Bereiche 25 und
26 in Form einer goldenen Farbe wahr. Der Bereich 26 bildet die Zeichenfolge "50"
und erscheint dem Betrachter verglichen mit dem Hintergrund 25 in Form einer täuschend
echten, dreidimensional gewölbten Fläche.
[0049] Das Foliensicherheitselement 24 umfasst ein Foliensubstrat und einen mehrschichtigen
Aufbau mit zwei semitransparenten Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten
Schichten angeordneten dielektrischen Schicht, der bei der Betrachtung im Auflicht
goldfarben erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen Farbton zeigt.
Ein solcher mehrschichtiger Aufbau ist aus der
WO 2011/082761 A1 bekannt. Der mehrschichtige Aufbau ist darüber hinaus im Bereich 26 mit einer mikrooptischen
Reliefstruktur kombiniert. Die Herstellung einer mikrooptischen Reliefstruktur ist
im Stand der Technik bekannt (siehe z.B. die
WO 2014/060089 A2). Hierbei wird das Foliensubstrat zunächst mit einem Prägelack versehen, der bereichsweise
eine mikrooptische Reliefstruktur aufweist. Auf den Prägelack wird anschließend der
mehrschichtige Aufbau mit zwei semitransparenten Schichten und einer zwischen den
zwei semitransparenten Schichten angeordneten dielektrischen Schicht aufgebracht.
[0050] Figur 10 zeigt das Foliensicherheitselement 24 der Figur 9 bei der Betrachtung im
Durchlicht. Der Betrachter nimmt die Folie in Form eines vollflächigen, einheitlichen
Bereichs 27 mit blauem Farbton wahr.
[0051] Figur 11 zeigt den Durchbrechungs-Bereich 28 eines Papiersubstrats, das mit dem Foliensicherheitselement
24 der Figuren 9 und 10 kombiniert werden soll. Die schwarze Farbe bezeichnet die
mittels Laserschneiden aus dem Papier herausgeschnittenen Bereiche. Mit weißer Farbe
werden in der Figur 11 die nach der Laserbehandlung übrig gebliebenen Papierbereiche
bezeichnet. Im Beispiel bilden die nach der Laserbehandlung übrig gebliebenen Papierbereiche
die "makroskopische" Zeichenfolge "PL", umgeben von sechzehn dünnen, linienförmigen
Papierstegen. Der Bereich 28 hat die Form eines Quadrats mit den Abmessungen 1cm x
1cm.
[0052] Figur 12 zeigt das in der Figur 11 gezeigte Papiersubstrat 28, kombiniert mit dem
Foliensicherheitselement 24 der Figuren 9 und 10, bei der Betrachtung im Durchlicht.
Der Betrachter nimmt die in der Figur 12 schwarz dargestellten Bereiche mit goldener
Farbe in Form eines dunklen Hintergrundes wahr, vor dem sich die in der Figur 12 weiß
dargestellten Bereiche mit blauem Farbton markant in Form eines hellen, optisch ansprechenden
Erscheinungsbildes abheben.
[0053] Figur 13 zeigt ein Foliensicherheitselement 29 gemäß einem dritten erfindungsgemäßen
Beispiel bei der Betrachtung im Auflicht. Der Betrachter nimmt die Bereiche 30 und
31 in Form einer goldenen Farbe wahr. Der Bereich 31 bildet die Zeichenfolge "50"
und erscheint dem Betrachter verglichen mit dem Hintergrund 30 in Form einer täuschend
echten, dreidimensional gewölbten Fläche.
[0054] Das Foliensicherheitselement 29 umfasst ein Foliensubstrat und einen mehrschichtigen
Aufbau mit zwei semitransparenten Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten
Schichten angeordneten dielektrischen Schicht, der bei der Betrachtung im Auflicht
goldfarben erscheint und bei der Betrachtung im Durchlicht einen blauen Farbton zeigt.
Ein solcher mehrschichtiger Aufbau ist aus der
WO 2011/082761 A1 bekannt. Der mehrschichtige Aufbau ist darüber hinaus im Bereich 31 mit einer mikrooptischen
Reliefstruktur kombiniert. Die Herstellung einer mikrooptischen Reliefstruktur ist
im Stand der Technik bekannt (siehe z.B. die
WO 2014/060089 A2).
[0055] Figur 14 zeigt das Foliensicherheitselement 29 der Figur 13 bei der Betrachtung im
Durchlicht. Der Betrachter nimmt die Folie in Form eines vollflächigen, einheitlichen
Bereichs 32 mit blauem Farbton wahr.
[0056] Figur 15 zeigt den Durchbrechungs-Bereich 33 eines Papiersubstrats, das mit dem Foliensicherheitselement
29 der Figuren 13 und 14 kombiniert werden soll. Die schwarze Farbe bezeichnet die
mittels Laserschneiden aus dem Papier herausgeschnittenen Bereiche. Mit weißer Farbe
werden in der Figur 15 die nach der Laserbehandlung übrig gebliebenen Papierbereiche
bezeichnet. Der gezeigte Bereich 33 hat die Form eines Quadrats mit den Abmessungen
1cm x 1cm.
[0057] Figur 16 zeigt das in der Figur 15 gezeigte Papiersubstrat 33, kombiniert mit dem
Foliensicherheitselement 29 der Figuren 13 und 14, bei der Betrachtung im Durchlicht.
Der Betrachter nimmt die in der Figur 16 schwarz dargestellten Bereiche mit goldener
Farbe in Form eines dunklen Hintergrundes wahr, vor dem sich die in der Figur 16 weiß
dargestellten Bereiche mit blauem Farbton markant in Form eines hellen, optisch ansprechenden
Erscheinungsbildes abheben.
[0058] In den obigen Beispielen hatte der Durchbrechungsbereich im Papiersubstrat lediglich
exemplarisch die Abmessungen 1 cm x 1 cm und die Form eines Quadrats. Es versteht
sich von selbst, dass sowohl die genauen Abmessungen, als auch die genaue Form des
Durchbrechungsbereichs (Quadrat-Form, Rechteck-Form, Trapez-Form, Rundform, Oval-Form,
Torbogen-Form u.s.w.) beliebig gewählt werden können.
1. Datenträger (1), insbesondere ein Wertdokument oder ein Sicherheitspapier, umfassend
ein einen Durchbrechungsbereich (2,10) aufweisendes Datenträgersubstrat (5) mit einer
Vorderseite und einer Rückseite, wobei
- die Vorderseite des Datenträgersubstrats im Durchbrechungsbereich mit einem Foliensicherheitselement
(7) versehen ist;
- der Durchbrechungsbereich des Datenträgersubstrats durch eine Mehrzahl von das Datenträgersubstrat
durchbrechenden Aussparungen gebildet ist, die zusammen ein Durchbrechungsbereich-Motiv
bilden, wobei das Durchbrechungsbereich-Motiv bei Betrachtung der Vorderseite des
Datenträgers im Durchlicht durch das Foliensicherheitselement hindurch erkennbar ist
und bei Betrachtung der Vorderseite des Datenträgers im Auflicht nicht erkennbar ist
und durch das Foliensicherheitselement verdeckt wird;
- das Foliensicherheitselement bei Betrachtung der Vorderseite des Datenträgers im
Auflicht ein erstes Erscheinungsbild zeigt und bei Betrachtung der Vorderseite des
Datenträgers im Durchlicht ein zweites Erscheinungsbild zeigt, das sich mit dem Durchbrechungsbereich-Motiv
des Datenträgersubstrats ergänzt,
wobei das Foliensicherheitselement einen mehrschichtigen Aufbau mit zwei semitransparenten
Schichten und einer zwischen den zwei semitransparenten Schichten angeordneten dielektrischen
Schicht aufweist, wobei der mehrschichtige Aufbau bei der Betrachtung im Auflicht
einerseits und bei der Betrachtung im Durchlicht andererseits unterschiedliche Farbtöne
aufweist.
2. Datenträger nach Anspruch 1, wobei der mehrschichtige Aufbau mit einer Reliefstruktur
kombiniert ist, insbesondere einer diffraktiven Reliefstruktur, einer mikrooptischen
Reliefstruktur oder einer Sublambda-Struktur.
3. Datenträger nach Anspruch 2, wobei die Reliefstruktur zu einem Erscheinungsbild führt,
das lediglich bei Betrachtung der Vorderseite des Datenträgers im Auflicht, nicht
aber bei Betrachtung der Vorderseite des Datenträgers im Durchlicht, visuell erkennbar
ist.
4. Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die das Durchbrechungsbereich-Motiv
bildenden durchbrechenden Aussparungen im Datenträgersubstrat durch Einwirkung von
Laserstrahlung auf das Datenträgersubstrat erhältlich sind.
5. Datenträger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Rückseite des Datenträgersubstrats
im Durchbrechungsbereich mit einem Folienelement, insbesondere einem Foliensicherheitselement,
das unabhängig von dem auf der Vorderseite des Datenträgersubstrats angeordneten Foliensicherheitselement
gewählt ist, versehen ist.
6. Datenträger nach Anspruch 5, wobei die Rückseite des Datenträgersubstrats im Durchbrechungsbereich
mit einem Foliensicherheitselement versehen ist, das bei Betrachtung der Rückseite
des Datenträgers im Auflicht ein erstes Erscheinungsbild zeigt und bei Betrachtung
der Rückseite des Datenträgers im Durchlicht ein zweites Erscheinungsbild zeigt, das
sich mit dem Durchbrechungsbereich-Motiv des Datenträgersubstrats ergänzt.
7. Datenträger (1), insbesondere ein Wertdokument oder ein Sicherheitspapier, umfassend
ein einen Durchbrechungsbereich (2,10) aufweisendes Datenträgersubstrat (5) mit einer
Vorderseite und einer Rückseite, wobei
- die Vorderseite des Datenträgersubstrats im Durchbrechungsbereich mit einem Foliensicherheitselement
(7) versehen ist;
- der Durchbrechungsbereich des Datenträgersubstrats durch eine Mehrzahl von das Datenträgersubstrat
durchbrechenden Aussparungen gebildet ist, die zusammen ein Durchbrechungsbereich-Motiv
bilden, wobei das Durchbrechungsbereich-Motiv bei Betrachtung der Vorderseite des
Datenträgers im Durchlicht durch das Foliensicherheitselement hindurch erkennbar ist
und bei Betrachtung der Vorderseite des Datenträgers im Auflicht nicht erkennbar ist
und durch das Foliensicherheitselement verdeckt wird;
- das Foliensicherheitselement bei Betrachtung der Vorderseite des Datenträgers im
Auflicht ein erstes Erscheinungsbild zeigt und bei Betrachtung der Vorderseite des
Datenträgers im Durchlicht ein zweites Erscheinungsbild zeigt, das sich mit dem Durchbrechungsbereich-Motiv
des Datenträgersubstrats ergänzt,
- wobei die Rückseite des Datenträgersubstrats im Durchbrechungsbereich mit einem
Foliensicherheitselement versehen ist, das unabhängig von dem auf der Vorderseite
des Datenträgersubstrats angeordneten Foliensicherheitselement gewählt ist und das
bei Betrachtung der Rückseite des Datenträgers im Auflicht ein erstes Erscheinungsbild
zeigt und bei Betrachtung der Rückseite des Datenträgers im Durchlicht ein zweites
Erscheinungsbild zeigt, das sich mit dem Durchbrechungsbereich-Motiv des Datenträgersubstrats
ergänzt.
1. A data carrier (1), in particular a value document or a security paper, comprising
a data-carrier substrate (5) having a break-through area (2, 10) having a front side
and a back side, wherein
- the front side of the data-carrier substrate is furnished with a foil security element
(7) in the break-through area;
- the break-through area of the data-carrier substrate is formed by a multiplicity
of gaps breaking through the data-carrier substrate, which together form a break-through
area motif, wherein the break-through area motif is recognizable through the foil
security element upon viewing the front side of the data carrier in transmitted light
and upon viewing the front side of the data carrier in incident light the break-through
area motif is not recognizable and is hidden by the foil security element;
- the foil security element upon viewing the front side of the data carrier in incident
light shows a first appearance and upon viewing the front side of the data carrier
in transmitted light shows a second appearance, which supplements with the break-through
area motif of the data-carrier substrate,
wherein the foil security element has a multilayer construction having two semi-transparent
layers and a dielectric layer arranged between the two semi-transparent layers, wherein
the multilayer construction has different color tones upon viewing in incident light
on the one hand and upon viewing in transmitted light on the other hand.
2. The data carrier according to claim 1, wherein the multilayer construction is combined
with a relief structure, in particular a diffractive relief structure, a micro-optic
relief structure or a sublambda structure.
3. The data carrier according to claim 2, wherein the relief structure leads to an appearance
which is visually recognizable merely upon viewing the front side of the data carrier
in incident light, but not upon viewing the front side of the data carrier in transmitted
light.
4. The data carrier according to any of claims 1 to 3, wherein the breaking-through gaps
forming the break-through area motif in the data-carrier substrate are obtainable
by the action of laser radiation on the data-carrier substrate.
5. The data carrier according to any of claims 1 to 4, wherein the back side of the data-carrier
substrate in the break-through area is furnished with a foil element, in particular
a foil security element which is chosen independently of foil security element arranged
on the front side of the data-carrier substrate.
6. The data carrier according to claim 5, wherein the back side of the data-carrier substrate
in the break-through area is furnished with a foil security element which upon viewing
the back side of the data carrier in incident light shows a first appearance and upon
viewing the back side of the data carrier in transmitted light shows a second appearance
which supplements with the break-through area motif of the data-carrier substrate.
7. A data carrier (1), in particular a value document or a security paper, comprising
a data-carrier substrate (5) having a break-through area (2, 10) having a front side
and a back side, wherein
- the front side of the data-carrier substrate is furnished with a foil security element
(7) in the break-through area;
- the break-through area of the data-carrier substrate is formed by a multiplicity
of gaps breaking through the data-carrier substrate, which together form a break-through
area motif, wherein the break-through area motif is recognizable through the foil
security element upon viewing the front side of the data carrier in transmitted light
and upon viewing the front side of the data carrier in incident light the break-through
area motif is not recognizable and is hidden by the foil security element;
- the foil security element upon viewing the front side of the data carrier in incident
light shows a first appearance and upon viewing the front side of the data carrier
in transmitted light shows a second appearance, which supplements with the break-through
area motif of the data-carrier substrate,
- wherein the back side of the data-carrier substrate in the break-through area is
furnished with a foil security element which is chosen independently of foil security
element arranged on the front side of the data-carrier substrate and which upon viewing
the back side of the data carrier in incident light shows a first appearance and upon
viewing the back side of the data carrier in transmitted light shows a second appearance
which supplements with the break-through area motif of the data-carrier substrate.
1. Support de données (1), en particulier un document de valeur ou un papier de sécurité,
comprenant un substrat de document de valeur (5) comportant une zone de transpercement
(2, 10) ayant une face avant et une face arrière, cependant que
- la face avant du substrat de document de valeur est, dans la zone de transpercement,
pourvue d'un élément de sécurité formant film (7);
- la zone de transpercement du substrat de document de valeur est constituée par une
pluralité d'évidements qui transpercent le substrat de document de valeur et constituent
ensemble un motif de zone de transpercement, cependant que le motif de zone de transpercement
est, lors d'une observation de la face avant du support de données en lumière transmise,
reconnaissable à travers l'élément de sécurité formant film, et, lors d'une observation
de la face avant du support de données en lumière incidente, n'est pas reconnaissable
et est masqué par l'élément de sécurité formant film ;
- l'élément de sécurité formant film montre, lors d'une observation de la face avant
du support de données en lumière incidente, un premier aspect, et montre, lors d'une
observation de la face avant du support de données en lumière transmise, un deuxième
aspect qui se complète avec le motif de zone de transpercement du substrat de document
de valeur,
cependant que l'élément de sécurité formant film comporte une structure multicouche
ayant deux couches semi-transparentes et une couche diélectrique agencée entre les
deux couches semi-transparentes, cependant que la structure multicouche présente,
lors de l'observation en lumière incidente d'une part, et lors de l'observation en
lumière transmise d'autre part, différentes teintes.
2. Support de données selon la revendication 1, cependant que la structure multicouche
est combinée à une structure en relief, en particulier à une structure en relief diffractive,
à une structure en relief micro-optique ou à une structure sublambda.
3. Support de données selon la revendication 2, cependant que la structure en relief
conduit à un aspect qui n'est visuellement reconnaissable que lors d'une observation
de la face avant du support de données en lumière incidente, et non lors d'une observation
de la face avant du support de données en lumière transmise.
4. Support de données selon une des revendications de 1 à 3, cependant que les évidements
transperçants constituant le motif de zone de transpercement dans le substrat de document
de valeur peuvent être obtenus par effet de rayonnement laser sur le substrat de document
de valeur.
5. Support de données selon une des revendications de 1 à 4, cependant que la face arrière
du substrat de document de valeur est, dans la zone de transpercement, pourvue d'un
élément formant film, en particulier d'un élément de sécurité formant film, lequel
est choisi indépendamment de l'élément de sécurité formant film agencé sur la face
avant du substrat de document de valeur.
6. Support de données selon la revendication 5, cependant que la face arrière du substrat
de document de valeur est, dans la zone de transpercement, pourvue d'un élément de
sécurité formant film, lequel, lors d'une observation de la face arrière du support
de données en lumière incidente, montre un premier aspect, et, lors d'une observation
de la face arrière du support de données en lumière transmise, montre un deuxième
aspect qui se complète avec le motif de zone de transpercement du substrat de document
de valeur.
7. Support de données (1), en particulier un document de valeur ou un papier de sécurité,
comprenant un substrat de document de valeur (5) comportant une zone de transpercement
(2, 10) ayant une face avant et une face arrière, cependant que
- la face avant du substrat de document de valeur est, dans la zone de transpercement,
pourvue d'un élément de sécurité formant film (7);
- la zone de transpercement du substrat de document de valeur est constituée par une
pluralité d'évidements qui transpercent le substrat de document de valeur et constituent
ensemble un motif de zone de transpercement, cependant que le motif de zone de transpercement
est, lors d'une observation de la face avant du support de données en lumière transmise,
reconnaissable à travers l'élément de sécurité formant film, et, lors d'une observation
de la face avant du support de données en lumière incidente, n'est pas reconnaissable
et est masqué par l'élément de sécurité formant film ;
- l'élément de sécurité formant film montre, lors d'une observation de la face avant
du support de données en lumière incidente, un premier aspect, et montre, lors d'une
observation de la face avant du support de données en lumière transmise, un deuxième
aspect qui se complète avec le motif de zone de transpercement du substrat de document
de valeur,
- cependant que la face arrière du substrat de document de valeur est, dans la zone
de transpercement, pourvue d'un élément formant film qui est choisi indépendamment
de l'élément de sécurité formant film agencé sur la face avant du substrat de document
de valeur et qui, lors d'une observation de la face arrière du support de données
en lumière incidente, montre un premier aspect, et, lors d'une observation de la face
arrière du support de données en lumière transmise, montre un deuxième aspect qui
se complète avec le motif de zone de transpercement du substrat de document de valeur.