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(11) |
EP 3 322 936 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.11.2019 Patentblatt 2019/46 |
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Anmeldetag: 07.07.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2016/066067 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/009158 (19.01.2017 Gazette 2017/03) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR REGELUNG EINES BRENNPROZESSES
METHOD FOR CONTROLLING A COMBUSTION PROCESS
PROCÉDÉ DE RÉGLAGE D'UN PROCESSUS DE COMBUSTION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
15.07.2015 DE 102015111489
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.05.2018 Patentblatt 2018/21 |
| (73) |
Patentinhaber: |
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- thyssenkrupp Industrial Solutions AG
45143 Essen (DE)
- thyssenkrupp AG
45143 Essen (DE)
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Erfinder: |
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- TEUTENBERG, Reinhard
59423 Unna (DE)
- SCHNEBERGER, Jürgen
59320 Ennigerloh (DE)
- BORNEFELD, Marc
33617 Bielefeld (DE)
- MAIER, Oliver
48167 Münster (DE)
- BENDIG, Uwe
59069 Hamm (DE)
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| (74) |
Vertreter: thyssenkrupp Intellectual Property GmbH |
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ThyssenKrupp Allee 1 45143 Essen 45143 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 048 900 US-A- 4 077 763 US-A1- 2012 117 815
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WO-A1-2013/107509 US-A1- 2011 189 718 US-A1- 2012 174 825
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung eines Brennprozesses, wobei wenigstens
ein Ersatzbrennstoff in Form einer flugfähigen Fraktion zum Einsatz kommt.
[0002] In vielen Bereichen der Industrie, wie beispielsweise bei Zement-, Kalk- und Braunkohlekraftwerkten
und großenteils auch in Industriekraftwerken, werden in zunehmendem Maße Ersatzbrennstoffe,
insbesondere aus Hausmüll und Gewerbeabfällen, eingesetzt. Die Aufbereitungsintensität
des Brennstoffs ist dabei von seinem Einsatzbereich sowie von unterschiedlichen Qualitätsanforderungen
des Abnehmers, die eine eindeutige Spezifikation des abzunehmenden Brennstoffs vorgeben,
abhängig. Bedeutende Brennstoffparameter ergeben sich aus der Qualität der bei der
Brennstoffherstellung genutzten Rohabfälle. Diese sind insbesondere Heizwert, Glührückstand
(Veraschen) und Chlorgehalt. Je nach den emissionsrechtlichen Genehmigungen der Anlage,
in der der Brennstoff verwertet wird, werden Mindest- und Höchstwerte für Schwermetallgehalte
definiert und verschiedene Forderungen an den Grad der Metallentfrachtung gestellt.
An die Korngröße des Brennstoffs werden ebenfalls unterschiedliche Anforderungen gestellt.
Besonders wichtig ist hier die Stückigkeit, also die Begrenzung der Stückgröße und
Schüttdichte. Auch die Art der Lagerung und des Transportes sind von der Verwertungsweise
des Brennstoffes abhängig.
[0003] Je höher die Qualitätsanforderungen durch die Abnehmer des Brennstoffs (Ersatzbrennstoff)
sind, desto selektiver muss die eingesetzte Abfalltrennung vorgenommen werden. Schon
bei der Eingangskontrolle muss eine Mindestqualität des Rohabfalls sichergestellt
werden, um Verunreinigungen zu minimieren und eine hohe Brennstoffausbeute zu erhalten.
Die Aufbereitung eines Abfallgemisches beginnt mit der Vorsortierung bzw. der Störstoffauslese,
es folgen die Grobzerkleinerung und darauf die Siebklassierung sowie die Eisen-Magnetscheidung
magnetisierbarer Metalle. Zur Abtrennung von hochkalorischen Fraktionen werden Windsichter
eingesetzt. Dadurch werden Kunststofffolien und Papier angereichert bzw. flächige
und flugfähige Bestandteile im Leichtstoffstrom gesammelt.
[0004] Um qualitätsgesicherte Ersatzbrennstoffe herzustellen, sind weitere Aufbereitungsschritte
notwendig. Für den Einsatz in Zementwerken wird zum Beispiel eine Feinaufbereitung
durchgeführt, wobei sensorische Sortierungen durch Nahinfrarotspektroskopie und Bilderkennungssysteme
stattfinden. Es können auch weitere Metallsortierungen zur Anwendung kommen, sodass
Nichteisenmetalle abgeschieden werden. Durch eine Sensorsortierung können weiterhin
Chlorträger entfernt werden. Ein nachgeschalteter Windsichter kann dabei weitere Störstoffe
aussortieren und durch Trocknungsschritte werden Lagerstabilität und Heizwert erhöht.
[0005] Anlagen welche Ersatzbrennstoffe nutzen, müssen europaweit mindestens den Anforderungen
der EU-Richtlinie 2000/76/EG zur Verbrennung und Mitverbrennung von Abfällen entsprechen.
Im Deutschland gilt für die Abfallverbrennung und Mitverbrennungsanlagen außerdem
die 17.BlmSchV.
[0006] Mit Energieanteilen von ungefähr 15% und darüber eignen sich Rohabfälle wie Altreifen,
Kunststoffe, Industrie- und Gewerbeabfälle sowie Tiermehl und Tierfette zur Ersatzbrennstoffaufbereitung
für den Einsatz in der Zementindustrie. Mit geringeren Energieanteilen werden unter
anderem auch Altöl, Lösungsmittel sowie Siedlungsabfälle für die Aufbereitung genutzt.
[0007] Die zur Verfügung stehenden Ersatzbrennstoffe sind jedoch in ihrer Materialqualität
oft sehr inhomogen. Um die immer enger definierten Emissionsgrenzwerte einhalten zu
können, ist es von besonderem Interesse den Gehalt an Störstoffen, wie Schwefel, Schwermetallen
und Chlor, der zum Einsatz kommenden Ersatzbrennstoffe zu kennen. Aufgrund der Heterogenität
der genutzten Ersatzbrennstoffe ist es aber nach wie vor schwierig, belastbare Aussagen
über die Materialqualität zu gewinnen.
[0008] In der Praxis werden entsprechend aufbereitete Ersatzbrennstoffe mit bestimmter Qualität
vertrieben. Zur Analyse der eingesetzten Brennstoffe kommen insbesondere eine Nahinfrarotspektroskopie
(NIR) oder Röntgenfluoreszenz-Analysen (RFA) zur Anwendung. Dabei lassen sich beispielsweise
die Materialzusammensetzung, der Feuchtigkeitsgehalt und die Schadstoffgehalte analysieren.
Des Weiteren kommen auch nasschemische Analysen zur Anwendung, die jedoch aufgrund
der stark schwankenden Zusammensetzung der Ersatzbrennstoffe sehr aufwendig sind.
[0009] Stark schwankende Zusammensetzungen der Ersatzbrennstoffe bedingen aber auch entsprechend
stark variierende Emissionen. Es kommt hinzu, dass die Ersatzbrennstoffe oftmals aus
einem Gemisch unterschiedlicherer Ersatzbrennstoffe bestehen und dadurch bedingt auch
der Brennwert innerhalb einer Charge schwanken kann. Für viele Verbrennungsprozesse,
wie beispielsweise bei der Zementklinkerherstellung, kommt es jedoch entscheidend
auf eine möglichst gleichmäßige Wärmezufuhr an, um die gewünschte Qualität des Endprodukts
(Zementklinker) gewährleisten zu können. Die Forderungen an einen möglichst homogenen
Brennwert und die Einhaltung von Emissionsgrenzwerten stehen somit einer Erhöhung
des Anteils an Ersatzbrennstoffen in einem Brennprozess entgegen.
[0010] Aus der
WO 2013/107509 A1 ist eine Verfahren zur Steuerung einer Verbrennungseinrichtung bekannt, bei dem ein
Biomassebrennstoff mit einer Korngröße von weniger als 1 bis 500 mm zum Einsatz kommt.
Auf dem zu der Verbrennungseinrichtung führenden Förderband wird eine Analyse mit
einem NIR-Spektrometer durchgeführt, wobei die bei de Analyse ermittelten Werte zur
Steuerung der Verbrennungseinrichtung herangezogen werden.
[0011] In der
US 2012/117815 A1 wird die Ermittlung des Wassergehalts oder Heizwertes eines Brennstoffs mittels Terahertzspektroskopie
offenbart.
[0012] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das Verfahren zur Einhaltung von
Emissionsgrenzwerten in einem Brennprozess zu verbessern.
[0013] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst, indem
beim Verfahren zur Regelung eines Brennprozesses, wenigstens ein Ersatzbrennstoff
in Form einer flugfähigen Fraktion zum Einsatz kommt, wobei wenigstens ein Teil des
Ersatzbrennstoffs in einer ersten Analyseeinrichtung einer schwingungsspektroskopischen
Analyse unterzogen wird und die bei der Analyse ermittelten Werte zur Regelung des
Brennprozesses verwendet werden. Weiterhin erfolgt die schwingungsspektroskopische
Analyse mittels einer Terahertzspektroskopie, wobei in Abhängigkeit der bei der schwingungsspektroskopischen
Analyse ermittelten Werte und/oder zu bestimmten Zeiten ein Teil des in der ersten
Analyseeinrichtung bereits analysierten Ersatzbrennstoffs ausgeschleust und einer
zweiten chemischen Analyse zugeführt wird.
[0014] Unter einer schwingungsspektroskopischen Analyse ist eine Gruppe von analytischen
Messmethoden zu verstehen, die auf der Anregung der Normalschwingungen von Molekülen
basiert. Hierzu zählen insbesondere die Infrarotspektroskopie, die UV/VIS-Spektroskopie
und die Ramanspektroskopie. Hier kommt jedoch die Terahertzspektroskopie zur Anwendung.
[0015] Molekülspektroskopische Analysemethoden eignen sich in besonderem Maße zur Überprüfung
des Ersatzbrennstoffs, insbesondere während seiner Förderung zu einer Brennzone, zumal
sie berührungslos erfolgen kann und keine weitere Aufbereitung des Brennstoffes erforderlich
ist. Die Terahertzspektroskopie zeichnet sich gegenüber einer Nahinfrarotspektroskopie
vor allem durch eine höhere Eindringtiefe aus, so dass auch überlappende Brennstofffraktionen
detektiert werden können. Außerdem können mittels der Terahertzspektroskopie insbesondere
der Heizwert, die Feuchte, der Kohlenstoffgehalt und der Chlorgehalt des Ersatzbrennstoffs
bzw. Ersatzbrennstoffgemisches ermittelt werden.
[0016] Die Terahertz-Zeitbereichsspektroskopie (engl. Time Domain Spectroscopy TDS) eignet
sich als eine zuverlässige Methode zur berührungslosen und zerstörungsfreien Untersuchung.
Indem der Brennstoff bzw. das Brennstoffgemisches Punkt für Punkt durchleuchtet wird,
lassen sich zusätzlich zur Spektroskopie auch Abbildungen im 2D-Format (Imaging) oder
sogar 3D-Format (Tomographie) gewinnen. Terahertz-Wellen sind elektromagnetische Wellen
im Frequenzbereich zwischen 100 GHz und 10 THz. Viele Moleküle zeigen in diesem Spektralbereich
charakteristische Signaturen in ihren Absorptionsspektren (chemischer Fingerabdruck).
Darüber hinaus sind viele für sichtbares Licht oder Infrarot (IR) undurchdringliche
Stoffe für Terahertz-Wellen transparent.
[0017] Die Terahertz-(Zeitbereichs)spektroskopie (THz-TDS) beruht auf der Erzeugung breitbandiger
elektromagnetischer Strahlung durch ultrakurze Femtosekunden-Laserpulse und auf dem
Nachweis mit dem Pump-Probe-Prinzip. Die Vorteile dabei sind eine kohärente Detektion
der Terahertz-Wellen und damit eine hochaufgelöste Amplituden- und Phasenaufnahme
des elektrischen Terahertz-Feldes im Zeitbereich. Diese Messtechnik unterdrückt inkohärente
Strahlung, d. h. es gibt keine Störung durch Raumtemperatur und Umgebungslicht.
[0018] Im Unterschied zur IR- und Raman-Spektroskopie, die empfindlich für intramolekulare
Schwingungs- und Rotationsbewegungen sind, gibt die Terahertzspektroskopie Aufschluss
zu den intermolekularen Bewegungen. So lassen sich neben dem bloßen Nachweis von Makromolekülen
Aussagen über den Aggregatszustand, polymorphe Strukturen sowie die Kristalllinität
der Substanzen treffen. Die Terahertz-Technik ist schneller, erfordert eine minimale
Präparation des zu untersuchenden Objektes und kann prinzipiell sowohl für eine Inline-
als auch eine Online-Kontrolle genutzt werden.
[0019] Aufgrund der Inhomogenität der oftmals zur Verfügung stehenden Ersatzbrennstoffe
ist es von Vorteil, wenn der Ersatzbrennstoff während seiner Förderung über eine Zuführstrecke
zu einer Verbrennungszone der schwingungsspektroskopischen Analyse unterzogen wird.
Auf diese Weise kann etwaiger Ersatzbrennstoff, der aufgrund seiner Zusammensetzung
(beispielsweise ein zu hoher Chlorgehalt) nicht in die Verbrennungszone gelangen soll,
vorzeitig ausgeschleust werden. Außerdem kann der Brennprozess unmittelbar an eine
sich ändernde Zusammensetzung des Ersatzbrennstoffs und ein damit einhergehendes Brennverhalten
angepasst werden.
[0020] Mit Terahertz-Spektrometern kann der chemische Fingerabdruck von Substanzen (Gasen,
Flüssigkeiten, Festkörpern) bestimmt werden. Messungen sind sowohl in Transmission
als auch in Reflexion möglich. Zur Untersuchung von Pulvern und Flüssigkeiten kann
auch eine ATR (Attenuated Total Reflexion) - Anordnung eingesetzt werden. Die Auswertung
der Spektroskopie-Messwerte erfolgt vorzugsweise automatisiert mittels Chemometrie.
Auch zur Ermittlung der Feuchtigkeitsverteilung kann ein Terahertz-Spektrometer genutzt
werden.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden mittels chemometrischer Methoden
chemische Informationen aus den Daten der Terahertz-Spektroskopie extrahiert. Unter
Chemometrie versteht man die Anwendung mathematischer und statistischer Methoden,
um zuverlässig Informationen aus experimentellen Messdaten zu extrahieren. Bei der
Chemometrie werden als Grundlage für eine Automatisierung in einer ersten Phase des
Trainings oder Lernphase meist bekannte Stoffe unter vielen verschiedenen Bedingungen
wiederholt gemessen. Auf Basis dieser Daten werden anschließend Expertensysteme oder
Datenbanken aufgebaut. In der zweiten Phase, der Testphase werden dann weitere Messungen
durchgeführt und gegen die Datenbank getestet.
[0022] Da es unmöglich ist, Messungen unter allen dankbaren Bedingungen durchzuführen, sollte
es das Ziel beim Aufbau der Datenbank sein, weitestgehend nur substanzspezifische
Informationen aufzunehmen. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der nicht-substanzspezifische
Informationsanteil aus den gemessenen Spektren entfernt werden muss. Hierzu gehören
unter anderen die Einflüsse von Wasserdampflinien und der Partikelstreuung. Der Einfluss
der nichtsubstanzspezifischen Informationsanteile kann durch eine geschickte Abfolge
von spektralen Filtern minimiert werden. Nachdem alle Messdaten die informationsschärfende
Filterfolge durchlaufen haben, wird eine Eigenschaftsreduktion durchgeführt. Als exploratives
Werkzeug kann zum Beispiel die Hauptkomponentenanalyse "Principal Component Analysis"
(PCA) verwendet werden. Die PCA beschreibt die hochdimensionalen Merkmale in einem
alternativen, orthogonalen Raum. Die erste Hauptachse liegt in Richtung der höchsten
Varianz, die zweite Hauptachse liegt rechtwinklig dazu in Richtung der zweithöchsten
Varianz und so weiter. Oft genügen schon wenige Hauptachsen um einen Großteil der
Informationen zu charakterisieren. Die Anteile der höheren Hauptachsen bleiben anschließend
unberücksichtigt. Die Darstellung der ursprünglichen Messungen in den PCA-transformierten
Raum zeigt oft schon eine sichtbare Trennung der Daten. Im Idealfall bilden sich für
jedes Substanz einzelne Cluster.
[0023] Bei der Hauptkomponentenanalyse werden die umfangreichen Datensätze strukturiert,
vereinfacht und veranschaulicht, indem eine Vielzahl statistischer Variablen durch
eine geringere Zahl möglichst aussagekräftiger Linearkombinationen (die Hauptkomponenten)
genährt wird. Wendet man dieses Verfahren auf die hier interessierende Analyse der
Ersatzbrennstoffe an, so können beispielsweise Beziehungen zwischen den PVC-Anteilen
und dem Chlorgehalt oder dem PVC-Anteil und dem Heizwert oder dem Chlorgehalt und
dem Heizwert und dergleichen erkennbar und erlernbar sein.
[0024] Vorzugsweise werden daher mittels chemometrischer Methoden chemische Informationen
aus den Daten extrahiert, die bei der schwingungsspektroskopischen Analyse des Ersatzbrennstoffs
ermittelt wurden. Die dabei gewonnenen chemischen Informationen können dann mit selbstlernenden
Algorithmen in einer Datenbank zusammengefasst und klassifiziert werden, wobei zur
Strukturierung der Daten bzw. Datensätze vorzugsweise die Clusteranalyse angewendet
wird.
[0025] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden die bei der schwingungsspektroskopischen
Analyse ermittelten Daten des Ersatzbrennstoffs mit Vergleichsdaten verglichen, um
Anomalien automatisch zu erkennen. Die Vergleichsdaten können dabei durch eine schwingungsspektroskopische
Analyse bekannter Ersatzbrennstoffe oder bekannter Anteile der Ersatzbrennstoffe ermittelt
werden. Zur Ermittlung der Vergleichsdaten können im Vorfeld Teile des Ersatzbrennstoffs
gezielt in unterschiedliche Bestandteile aufgeteilt und einzeln mittels schwingungsspektroskopischer
Analyse untersucht werden.
[0026] Kommt beispielsweise ein erster und ein zweiter Brennstoff in der Verbrennungszone
zum Einsatz, wobei es sich bei einem der Brennstoffe um einen Ersatzbrennstoff handelt,
kann die Regelung des Brennstoffs in einer Beeinflussung der Brennstoffmengen bestehen.
Wird beispielsweise festgestellt, dass der Ersatzbrennstoff einen zu niedrigen Brennwert
hat, kann die Brennstoffzufuhr insgesamt erhöht werden bzw. ein höherwertiger Brennstoff
mit einem entsprechend größeren Anteil zugeführt werden. Die Regelung des Brennprozesses
kann aber beispielsweise auch in einer Veränderung der Verbrennungsluft oder in einer
Verstellung der Flammenform am eingesetzten Brenner bestehen.
[0027] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung findet der Brennprozess im Rahmen
eines Zementherstellungsprozesses statt, wobei die Verbrennungszone durch einen Drehrohrofen
und/oder einen Vorcalcinator gebildet wird. Der Brennstoff oder das Brennstoffgemisch
wird zudem über wenigstens einen Brenner der Verbrennungszone zugeführt. Die schwingungsspektroskopische
Analyse ist derart ausgestaltet, dass insbesondere der Heizwert und/oder die Feuchte
und/oder der Kohlenstoffgehalt und/oder der Chlorgehalt des Ersatzbrennstoffs ermittelt
werden.
[0028] Der Ersatzbrennstoff kann beispielsweise durch Klärschlamm oder vorzugsweise durch
eine flugfähige Fraktion (so genannter Fluff) gebildet werden, wobei die flugfähige
Fraktion zweckmäßigerweise eine Korngröße von 1 bis 5 mm aufweist. Ist der verwendete
Ersatzbrennstoff relativ inhomogen, bietet es sich an, den Ersatzbrennstoff auf der
Zuführstrecke zu der Verbrennungszone in wenigstens einer Mühle zu zerkleinern und/oder
zu homogenisieren. Dazu eignet sich beispielsweise eine zwischengeschaltete Wirbelstrommühle.
[0029] Neben der schwingungsspektroskopischen Analyse wird erfindungsgemäss ein Teil des
Ersatzbrennstoffs auf der Zuführstrecke zu der Verbrennungszone ausgeschleust und
für eine zweite chemische Analyse aufbereitet und analysiert. Dies wird beispielsweise
dann durchgeführt, wenn mittels der schwingungsspektroskopischen Analyse große Abweichungen
von der Norm oder große Schwankungen erkannt werden.
[0030] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung werden im Folgenden anhand der nachfolgenden
Beschreibung und der Zeichnung näher erläutert.
[0031] Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens, wobei ein Ersatzbrennstoff 1 in Form einer flugfähigen Fraktion über eine
Zuführstrecke 2 wenigstens einer Verbrennungszone 5 zugeführt wird, bei der es sich
beispielsweise um einen Drehrohrofen und/oder einen Vorcalcinator mit einem Brenner
handelt. Der Ersatzbrennstoff 1 wird dabei auf der Zuführstrecke 2 zur Verbrennungszone
5 optional zunächst in wenigstens einer Mühle 3, beispielsweise einer Wirbelstrommühle,
weiter zerkleinert und/oder homogenisiert, sofern dies erforderlich ist. Der Ersatzbrennstoff
1 sollte für die Aufgabe in der Verbrennungszone 5 vorzugsweise in einer Größe von
1 bis 5 mm vorliegen. Bei der flugfähigen Fraktion handelt es sich beispielsweise
um Fluff-Wolle, mehlförmigen Fluff oder Fluff-Pellets. Nach einer Vorzerkleinerung,
z.B. in einer Wirbelstrommühle, liegt der Fluff in einer homogeneren Form vor. Beim
Zerkleinern wird der Fluff besser durchmischt und kann anschließend gut transportiert,
analysiert und dosiert werden.
[0032] Zur Förderung des Ersatzbrennstoffs 1 auf der Zuführstrecke 2 sind geeignete Transportmechanismen,
wie Transportbänder, Kratzer, Saugförderer, etc. vorgesehen.
[0033] Zwischen der Mühle 3 und der Verbrennungszone 5 ist ferner eine erste Analyseeinrichtung
4 für eine schwingungsspektroskopische Analyse angeordnet, die beispielsweise durch
eine Infrarotspektroskopie, eine Ramanspektroskopie oder eine UV/VIS-Spektroskopie
gebildet werden kann. Vorzugsweise kommt hier jedoch eine Terahertz-Spektroskopie
zur Anwendung. Die Terahertz-Spektroskopie stellt eine zuverlässige Methode zur berührungslosen
und zerstörungsfreien Untersuchung von Materialien dar, die sich insbesondere für
den hier interessierenden Ersatzbrennstoff eignet. Dabei wird der Ersatzbrennstoff
1 in festen Zeitrastern automatisch von der ersten Analyseeinrichtung 4 erfasst, wobei
die erfassten Daten entsprechend ausgewertet werden. Die Terahertz-Spektroskopie ermöglicht
insbesondere die Bestimmung von Heizwert, Feuchte, Kohlenstoff- und Chlorgehalt.
[0034] In einer Auswertungseinrichtung 8 werden die ermittelten Daten der ersten Analyseeinrichtung
4 verarbeitet, wobei chemometrische Methoden angewandt werden können, um aus den Daten
chemische Informationen zu extrahieren. Die gewonnenen chemischen Informationen können
dann insbesondere mit selbstlernenden Algorithmen in ein oder mehreren Datenbanken
9 zusammengefasst und klassifiziert werden, wobei zur Strukturierung der Daten bzw.
Datensätze auch die Clusteranalyse zur Anwendung kommen kann.
[0035] Die bei der schwingungsspektroskopischen Analyse ermittelten Werte werden in der
Auswertungseinrichtung 8 ausgewertet und zur Regelung des Brennprozesses in der Verbrennungszone
5 genutzt. Kommt in der Verbrennungszone 5 neben dem Ersatzbrennstoff 1 ein zweiter
Brennstoff 6 zur Anwendung, kann die Regelung des Brennprozesses aufgrund der schwingungsspektroskopischen
Analyse beispielsweise in einer Veränderung des Mengenverhältnisses der beiden Brennstoffe
1 und 6 bestehen. Des Weiteren kann die Regelung des Brennprozesses eine Veränderung
der Verbrennungsluft 7 umfassen, welche der Verbrennungszone 5 zugeführt wird. Gemäß
einer bevorzugten Anwendung ist die Verbrennungszone 5 Teil einer Zementherstellungsanlage
und die Regelung des Brennprozesses kann insbesondere in einer Veränderung der Verteilung
der dort anfallenden Primär-, Sekundär- und Tertiärluft bestehen. Kommt in der Verbrennungszone
ein Brenner zum Einsatz, kann die Regelung auch eine Anpassung der Flammenform beinhalten.
[0036] Wird bei der schwingungsspektroskopischen Analyse festgestellt, dass der untersuchte
Ersatzbrennstoff 1 aufgrund seiner Eigenschaften (beispielsweise ein zu hoher Chlorgehalt)
nicht zur Verbrennungszone 5 gelangen soll, kann eine Teilmenge 1" des Ersatzbrennstoffs
vorher aussortiert werden.
[0037] In Abhängigkeit der bei der schwingungsspektroskopischen Analyse ermittelten Werte
und/oder zu bestimmten Zeiten, die auch dynamisch angepasst werden können, ist erfindungsgemäss
vorgesehen, dass ein Teil 1' des in der ersten Analyseeinrichtung 4 bereits analysierten
Ersatzbrennstoffs ausgeschleust und einer zweiten chemischen Analyse zugeführt wird.
[0038] Dazu wird der ausgeschleuste Ersatzbrennstoff 1' zunächst in einer Aufbereitungseinrichtung
10 zu analysefertigen Proben 11 aufbereitet und anschließend in einer zweiten Analyseeinrichtung
12 einer zweiten chemischen Analyse unterzogen, wobei beispielsweise ein oder mehrere
der nachfolgend aufgeführten Analyseverfahren zur Anwendung kommen können: Röntgenfluoreszenzanalyse,
Terahertz-Spektroskopie, Elementaranalyse, Heizwertbestimmung, etc.
[0039] In einer Auswertungseinrichtung 13 werden die ermittelten Daten der zweiten Analyseeinrichtung
12 weiter verarbeitet, wobei wiederum chemometrische Methoden angewandt werden können,
um aus den Daten chemische Informationen zu extrahieren. Die gewonnenen chemischen
Informationen können dann insbesondere mit selbstlernenden Algorithmen in der wenigstens
einen Datenbank 9 zusammengefasst und klassifiziert werden, wobei zur Strukturierung
der Daten bzw. Datensätze auch die Clusteranalyse zur Anwendung kommen kann.
[0040] Die bei der zweiten chemischen Analyse ermittelten Werte werden dann ebenfalls zur
Regelung des Brennprozesses in der Verbrennungszone 5 genutzt. Sie dienen aber auch
zur Überprüfung und Anpassung der ersten chemischen Analyse dienen.
1. Verfahren zur Regelung eines Brennprozesses, wobei wenigstens ein Ersatzbrennstoff
(1) in Form einer flugfähigen Fraktion zum Einsatz kommt,
wobei wenigstens ein Teil des Ersatzbrennstoffs (1) in einer ersten Analyseeinrichtung
(4) einer schwingungsspektroskopischen Analyse unterzogen wird und die bei der Analyse
ermittelten Werte zur Regelung des Brennprozesses verwendet werden,
dadurch gekennzeichnet, dass die schwingungsspektroskopische Analyse mittels einer Terahertzspektroskopie erfolgt,
wobei in Abhängigkeit der bei der schwingungsspektroskopischen Analyse ermittelten
Werte und/oder zu bestimmten Zeiten ein Teil (1') des in der ersten Analyseeinrichtung
(4) bereits analysierten Ersatzbrennstoffs ausgeschleust und einer zweiten chemischen
Analyse zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ersatzbrennstoff (1) über eine Zuführstrecke (2) wenigstens einer Verbrennungszone
(5) zugeführt und während seiner Förderung zu der Verbrennungszone der schwingungsspektroskopischen
Analyse unterzogen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mittels chemometrischer Methoden chemische Informationen aus Daten extrahiert werden,
die bei der schwingungsspektroskopischen Analyse des Ersatzbrennstoffs (1) ermittelt
wurden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mittels chemometrischer Methoden gewonnenen chemischen Informationen mit selbstlernenden
Algorithmen in einer Datenbank (9) zusammengefasst und klassifiziert werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der schwingungsspektroskopischen Analyse des Ersatzbrennstoffes (1) zur Strukturierung
der Daten bzw. Datensätze eine Clusteranalyse angewendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der schwingungsspektroskopischen Analyse der Heizwert und/oder die Feuchte und/oder
der Kohlenstoffgehalt und/oder der Chlorgehalt des Ersatzbrennstoffs ermittelt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der schwingungsspektroskopischen Analyse ermittelten Daten des Ersatzbrennstoffs
(1) mit Vergleichsdaten verglichen werden, um Anomalien automatisch zu erkennen.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vergleichsdaten durch eine schwingungsspektroskopische Analyse bekannter Ersatzbrennstoffe
oder bekannter Anteile der Ersatzbrennstoffe ermittelt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ermittlung der Vergleichsdaten Teile des Ersatzbrennstoffs gezielt in unterschiedliche
Bestandteile aufgeteilt und einzeln mittels schwingungsspektroskopischer Analyse untersucht
werden.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennprozess im Rahmen eines Zementherstellungsprozesses stattfindet und die
Verbrennungszone (5) vorsieht, die durch einen Drehrohrofen und/oder einen Vorcalcinator
gebildet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ersatzbrennstoff über wenigstens einen Brenner einer Verbrennungszone zugeführt
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem Ersatzbrennstoff (1) ein zweiter Brennstoff (6) in einer Verbrennungszone
(5) zum Einsatz kommt, wobei die Regelung des Brennprozesses eine Veränderung des
Verhältnisses der beiden Brennstoffe umfasst.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung des Brennprozesses eine Veränderung einer Verbrennungsluft (7) umfasst.
14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelung des Brennprozesses eine Verstellung der Flammenform an einem Brenner
umfasst.
1. Method for controlling a combustion process, at least one substitute fuel (1) in the
form of a dispersible fraction being used,
at least part of the substitute fuel (1) undergoing a vibrational spectroscopic analysis
in a first analysis device (4) and the values determined in the analysis being used
for controlling the combustion process,
characterized in that the vibrational spectroscopic analysis is performed by means of terahertz spectroscopy,
wherein, in dependence on the values determined in the vibrational spectroscopic analysis
and/or at certain times, a part (1') of the substitute fuel already analyzed in the
first analysis device (4) is discharged and sent for a second chemical analysis.
2. Method according to Claim 1, characterized in that substitute fuel (1) is supplied via a supply path (2) to at least one combustion
zone (5) and undergoes the vibrational spectroscopic analysis during its conveyance
to the combustion zone.
3. Method according to Claim 1, characterized in that items of chemical information determined in the vibrational spectroscopic analysis
of the substitute fuel (1) are extracted from data by means of chemometric methods.
4. Method according to Claim 3, characterized in that the items of information obtained by means of chemometric methods are compiled and
classified in a database (9) by self-learning algorithms.
5. Method according to Claim 1, characterized in that a cluster analysis is used in the vibrational spectroscopic analysis of the substitute
fuel (1) for the structuring of the data or sets of data.
6. Method according to Claim 1, characterized in that the calorific value and/or the moisture and/or the carbon content and/or the chlorine
content of the substitute fuel are determined in the vibrational spectroscopic analysis.
7. Method according to Claim 1, characterized in that the data of the substitute fuel (1) determined in the vibrational spectroscopic analysis
are compared with comparison data in order to automatically detect anomalies.
8. Method according to Claim 7, characterized in that the comparison data are determined by a vibrational spectroscopic analysis of known
substitute fuels or known fractions of the substitute fuels.
9. Method according to Claim 7, characterized in that, for the determination of the comparison data, parts of the substitute fuel are specifically
divided into various constituents and investigated individually by means of vibrational
spectroscopic analysis.
10. Method according to Claim 1, characterized in that the combustion process takes place in the course of a cement production process and
provides the combustion zone (5), which is formed by a rotary tube furnace and/or
a pre-calciner.
11. Method according to Claim 1, characterized in that the substitute fuel is supplied to a combustion zone via at least one burner.
12. Method according to Claim 1, characterized in that, apart from the substitute fuel (1), a second fuel (6) is used in a combustion zone
(5), the control of the combustion process comprising a variation of the ratio of
the two fuels.
13. Method according to Claim 1, characterized in that the control of the combustion process comprises a variation of a combustion air (7).
14. Method according to Claim 1, characterized in that the control of the combustion process comprises an adjustment of the form of the
flame at a burner.
1. Procédé de régulation d'un processus de combustion, dans lequel est employé au moins
un combustible de remplacement (1) sous la forme d'une fraction dispersible,
dans lequel au moins une partie du combustible de remplacement (1) est soumise à une
analyse par spectroscopie vibrationnelle dans un premier dispositif d'analyse (4)
et les valeurs déterminées lors de l'analyse sont utilisées pour réguler le processus
de combustion,
caractérisé en ce que l'analyse par spectroscopie vibrationnelle est effectuée au moyen d'une spectroscopie
térahertz, dans lequel, en fonction des valeurs déterminées lors de l'analyse par
spectroscopie vibrationnelle et/ou à des instants déterminés, une partie (1') du combustible
de remplacement déjà analysé dans le premier dispositif d'analyse (4) est déchargée
et acheminée vers une seconde analyse chimique.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le combustible de remplacement (1) est acheminé par l'intermédiaire d'une section
d'acheminement (2) vers au moins une zone de combustion (5) et est soumis à une analyse
par spectroscopie vibrationnelle pendant son acheminement vers la zone de combustion.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des informations chimiques sont extraites par des méthodes chimiométriques de données
qui ont été déterminées lors de l'analyse par spectroscopie vibrationnelle du combustible
de remplacement (1).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que les informations chimiques obtenues au moyen de méthodes chimiométriques sont résumées
et classées dans une base de données (9) à l'aide d'algorithmes d'auto-apprentissage.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une analyse de groupement est utilisée lors de l'analyse par spectroscopie vibrationnelle
du combustible de remplacement (1) afin de structurer les données ou les jeux de données.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'analyse par spectroscopie vibrationnelle détermine le pouvoir calorifique et/ou
l'humidité et/ou la teneur en carbone et/ou la teneur en chlore du combustible de
remplacement.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les données du combustible de remplacement (1) déterminées lors de l'analyse par
spectroscopie vibrationnelle sont comparées à des données comparatives afin de détecter
automatiquement des anomalies.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que les données comparatives sont déterminées par une analyse par spectroscopie vibrationnelle
de combustibles de remplacement connus ou de proportions connues des combustibles
de remplacement.
9. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que, pour déterminer les données comparatives, des parties du combustible de remplacement
sont séparées spécifiquement en différents constituants et examinées individuellement
au moyen d'une analyse par spectroscopie vibrationnelle.
10. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le processus de combustion a lieu dans le cadre d'un processus de production de ciment
et prévoit une zone de combustion (5) qui est formée par un four rotatif et/ou un
précalcinateur.
11. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le combustible de remplacement est acheminé vers une zone de combustion par l'intermédiaire
d'au moins un brûleur.
12. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'en plus du combustible de remplacement (1), un second combustible (6) est employé
dans une zone de combustion (5), dans lequel la régulation du processus de combustion
comprend une modification du rapport des deux combustibles.
13. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la régulation du processus de combustion comprend une modification d'un air de combustion
(7).
14. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la régulation du processus de combustion comprend un réglage de la forme de la flamme
sur un brûleur.

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