(19)
(11) EP 3 322 956 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.01.2021  Patentblatt  2021/02

(21) Anmeldenummer: 16734289.8

(22) Anmeldetag:  29.06.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F28F 17/00(2006.01)
F24F 13/22(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2016/065112
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2017/009043 (19.01.2017 Gazette  2017/03)

(54)

ROTATIONSVERDAMPFER MIT VORRICHTUNG ZUM AUFFANGEN EINES KONDENSATS

ROTARY EVAPORATOR WITH DEVICE FOR COLLECTING A CONDENSATE

ÉVAPORATEUR ROTATIF AVEC DISPOSITIF DE COLLECTE D'UN CONDENSAT


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 16.07.2015 EP 15177051

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.05.2018  Patentblatt  2018/21

(73) Patentinhaber: Büchi Labortechnik AG
9230 Flawil (CH)

(72) Erfinder:
  • UHLAND, Martin
    9403 Goldach (CH)

(74) Vertreter: Hepp Wenger Ryffel AG 
Friedtalweg 5
9500 Wil
9500 Wil (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 739 365
DE-A1- 3 540 592
DE-A1- 4 140 130
DE-C- 538 619
GB-A- 2 021 667
US-A- 1 861 619
US-A1- 2012 159 981
WO-A1-2004/025200
DE-A1- 3 614 658
DE-A1- 19 517 398
DE-C1- 10 127 796
GB-A- 2 146 368
US-A1- 2005 109 055
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Rotationsverdampfer mit einer Vorrichtung zum Auffangen eines Kondensats.

    [0002] Ein solcher gattungsgemäßer Rotationsverdampfer ist aus der DE 35 40 592 A1 bekannt und weist zum Abführen von abtropfendem Kondensat eine Auffangrinne auf.

    [0003] Kondensate bilden sich an äusseren Bereichen von Apparaturen, beispielsweise an Verdampfungssystemen, bei relativ hoher Luftfeuchtigkeit, wenn die Umgebungstemperatur deutlich über der Temperatur der Apparatur liegt. Dies führt zur Kondensation von Wasser aus der Umgebungsluft an äusseren Bereichen der Apparatur, welches an der Apparatur herabfliesst und sich auf Laborbänken bzw. Laborböden ansammelt. Dies geschieht vor allem an Kühlern, beispielsweise Rückflusskühlern von Verdampfungssystemen. Des Weiteren führt die Kondensatbildung an Apparaturen insbesondere an Verdampfungssystemen zu Problemen beim Abnehmen von Behältern bzw. Kolben. Dabei verunreinigt abtropfendes Kondensat den Inhalt des Behälters/Kolbens durch Eintropfen in den Behälter. Nachfolgend wir unter Kondensat immer ein Kondensat verstanden, welches sich an der äusseren Oberfläche einer Apparatur durch die Feuchtigkeit der Luft ausbildet.

    [0004] Lösungen für ein gerichtetes Abtropfen von Kondensaten an Apparaturen sind im Stand der Technik bekannt. Eine Lösung ist ein elastisches Kunststoffteil, welches an Apparaturen kragenförmig angelegt wird, wobei das Kunststoffteil einen spitz zulaufenden äusseren Bereich aufweist, welcher zum gerichteten Abtropfen von an dem Kunststoffteil gesammelten Kondensat geeignet ist. Unter den spitz zulaufenden äusseren Bereich kann beispielsweise auf der Laborbank ein Sammelbecher untergestellt werden, welcher das abtropfende Kondensat auffängt. Nachteilig daran ist, dass durch die Position des Auffangbehälters der Zugang zum Behälter/Kolben eingeschränkt ist. Des Weiteren muss beim Abnehmen des Behälters/Kolbens der Apparatur besonders darauf geachtet werden, dass von dem Kunststoffteil abtropfendes Kondensat nicht in den Behälter/Kolben tropft.

    [0005] Die Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden. Insbesondere ist es Aufgabe der Erfindung, ein kontrolliertes Auffangen und/oder Ableiten eines Kondensats an einem Rotationsverdampfer zu gewährleisten.

    [0006] Diese Aufgaben werden durch die Vorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst.

    [0007] Die Erfindung betrifft einen Rotationsverdampfer mit einer Vorrichtung zum Auffangen eines Kondensats, umfassend eine Auffangrinne mit einem Bodenbereich, wenigstens einer Seitenwand und einer Kontaktfläche zum Inkontaktbringen mit einem kondensatbildenden Element. Unter "Inkontaktbringen" wird hier und im Folgenden "Kontaktieren" verstanden. Dabei ist die Auffangrinne wenigstens teilweise umlaufend mit der Kontaktfläche an das kondensatbildende Element anlegbar. Auf diese Weise wird eine Vorrichtung zur Verfügung gestellt, welche ein Kondensat in der Auffangrinne auffängt und sammelt. Derart erfolgen kein unkontrolliertes Tropfen des Kondensats und keine Kontamination von Behältern/Kolben durch abtropfendes Kondensat.

    [0008] Die Auffangrinne ist so ausgestaltet, dass sie um ein kondensatbildendes Element anlegbar ist und ist flexibel ausgebildet. Derart kann die Vorrichtung über einen dicken Bereich, insbesondere einen Flansch, hinweg an einen dünnen Bereich des kondensatbildenden Elements für den Betriebszustand gelegt werden. Hier und im Folgenden wird unter flexibel verstanden, dass die Vorrichtung oder ein oder mehrere Bereiche der Vorrichtung biegbar, dehnbar und/oder elastisch ist. Die Vorrichtung kann derart besonders vorteilhaft um kondensatbildende Elemente angeordnet werden und ein gutes Anliegen am kondensatbildenden Element gewährleisten.

    [0009] Die Auffangrinne kann derart an das Gegenstück eines kondensatbildenden Elements anlegbar sein, dass die Auffangrinne das Element, insbesondere im Betriebszustand, wenigstens vollständig umläuft. Auf diese Weise wird Kondensat, welches über die gesamte Fläche des kondensatbildenden Elements herabläuft, aufgefangen. Im Betriebszustand kann die Auffangrinne mit einem Teilbereich der Kontaktfläche am Element anliegen und einen Bereich aufweisen, in welchem die Kontaktfläche nicht in Kontakt mit dem Element steht. Auf diese Weise sind unterschiedliche Grössen des Elements von der Vorrichtung umfassbar.

    [0010] Die Vorrichtung kann einen Auslass zum Ableiten eines aufgefangenen Kondensats aufweisen. Dabei ist der Auslass an der Auffangrinne angeordnet. Auf diese Weise kann das aufgefangene Kondensat aus der Auffangrinne abgeleitet werden. So ist die Vorrichtung nicht auf das Volumen der Auffangrinne zum Aufnehmen des Kondensats limitiert, sondern ein kontinuierlich herabfliessendes Kondensat kann aufgefangen und abgeleitet werden. Auf diese Weise können grosse Volumen von Kondensat abgeleitet werden. Ein kontinuierlicher Betrieb ist so möglich.

    [0011] Angrenzend an die Kontaktfläche kann eine Auflagefläche zum Aufnehmen einer Gegenfläche des kondensatbildenden Elements angeordnet sein. Die Gegenfläche ist beispielsweise durch einen Flansch eines Rückflusskühlers bereitgestellt, auf welche die Vorrichtung angeordnet wird.

    [0012] Der Auslass kann am tiefsten Punkt der Auffangrinne angeordnet sein, dabei insbesondere an einem tiefsten Punkt des Bodenbereichs. Dieser tiefste Punkt versteht sich als tiefster Punkt im Betriebszustand der Vorrichtung, d. h. wenn die Vorrichtung an einer Apparatur angebracht ist. Alternativ kann der Auslass am oberen Rand der Seitenwand oder der Kontaktfläche angeordnet oder in der Seitenwand eingelassen sein.

    [0013] Der Auslass kann ein Verbindungselement, insbesondere einen Schlauchverbinder, aufweisen. Auf diese Weise kann aufgefangenes Kondensat über den Auslass in ein über das Verbindungselement, insbesondere Schlauchverbinder, nachgeschaltetes Ableitsystem, insbesondere ein Schlauchsystem, abgeleitet werden. Auf diese Weise können die Auffang- und Ableitkapazitäten erhöht werden. Des Weiteren vorteilhaft kann das Kondensat kontrolliert in einen separaten Auffangbehälter abgeleitet werden, ohne dabei Verunreinigungen von Arbeits- oder Bodenflächen zu verursachen. Das Kondensat tropft nicht mehr ab sondern wird kontrolliert abgeleitet, sodass eine Verunreinigung von Behältern/Kolben, die vom System abgenommen werden, ausgeschlossen ist.

    [0014] Die Vorrichtung oder ein oder mehrere Bereiche der Vorrichtung können aus elastischem Material gefertigt sein. Insbesondere können diese aus Silikon-Kautschuk (Q/MQ), Fluor-Kautschuk (FPM), Fluor-Silikon-Kautschuk (FMQ), Äthylen-Propylen-DienKautschuk (EPM/EP), Polyacrylat-Elastomer (ACM), Epichlorhydrin-Kautschuk (ECO/CO), Chloropren-Kautschuk (CR), Hydrierter Nitril-Butadien-Kautschuk (HNBR), Nitril-Butadien-Kautschuk (NBR), Butyl-Kautschuk (IIR), Polyurethane (AU, EU), Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR) gefertigt sein. Beispielsweise kann der Kunststoff, welcher unter dem Handelsnamen Santoprene™ 8201-70 von der Firma Exxon Mobile Chemical vertrieben wird, für die Fertigung der Vorrichtung oder für einen oder mehrere Bereiche der Vorrichtung verwendet werden. Durch die Verwendung von elastischem Material ist die Vorrichtung einfach anlegbar bzw. anpassbar an ein kondensatbildendes Element. Dabei kann die Vorrichtung besonders vorteilhaft an Elemente mit unterschiedlichen Grössen angelegt werden, wobei eine hohe Dichtheit zwischen Vorrichtung und kondensatbildendem Element gewährleistet ist.

    [0015] Die Vorrichtung kann einstückig ausgebildet sein. Derart ist die Vorrichtung einfach und kostengünstig herstellbar. Die Vorrichtung kann auch mehrteilig ausgebildet sein beispielsweise in Form eines O-Rings, welcher an der Kontaktfläche der Auffangrinne positionierbar ist, mit einer separat gefertigten Auffangrinne.

    [0016] Die Vorrichtung weist ein zweites kondensatauffangendes und/oder -ableitendes Teil in Form einer zweiten flexiblen Auffangrinne auf. Das zweite kondensatauffangende und/oder -ableitende Teil ist an einer Abzweigung des kondensatbildenden Elements ein zweites kondensatbildendes Element anordenbar.

    [0017] Die erste Auffangrinne kann mit dem zweiten kondensatauffangenden und/oder -ableitenden Teil derart verbunden sein, dass sich das Kondensat beider Teile in der ersten Auffangrinne sammelt. Derart wird das gebildete Kondensat besonders einfach abgeleitet.

    [0018] Die Auffangrinne kann in Umfangsrichtung geschlossen sein und eine erste, insbesondere kreisförmige, Aussparung zur Aufnahme eines kondensatbildenden Elements aufweisen. Derart ist ein Auffangen von Kondensat besonders vorteilhaft gewährleistet. Hier und im Folgenden wird unter einer geschlossenen Auffangrinne verstanden, dass die Auffangrinne die Aussparung umläuft und kein Anfang und kein Ende aufweist.

    [0019] Die Aussparung kann einen Durchmesser von 10 bis 50,8 mm (0,4 bis 2 inch), bevorzugt von 19 bis 31,75 mm (0,75 bis 1,25 inch), besonders bevorzugt 22 mm bis 28 mm (0,9 bis 1,1 inch) aufweisen. Ganz besonders bevorzugt weist die Aussparung einen Durchmesser von 25,4 mm (1 inch) auf. Auf diese Weise ist die Vorrichtung um kondensatbildende Elemente mit den vorgenannten Durchmessern legbar und damit vorteilhaft im Laborbereich einsetzbar. Durch eine flexible Ausgestaltung sind auch kondensatbildende Elemente mit von diesen Werten abweichenden Durchmessern aufnehmbar.

    [0020] Das zweite kondensatauffangende Teil kann eine zweite, insbesondere kreisförmige Aussparung mit einer Kontaktfläche zur Aufnahme eines zweiten kondensatbildenden Elements aufweisen. Auf diese Weise lässt sich die Vorrichtung dicht um ein korrespondierendes Gegenstück positionieren.

    [0021] Die zweite Aussparung des zweiten kondensatauffangenden Teils kann eine Fläche aufspannen, welche in einem Winkel von 90° bis 165°, bevorzugt 120°relativ zu einer von der ersten Aussparung aufgespannten Fläche positioniert ist. Auf diese Weise kann die Vorrichtung um verzweigte Glaselemente einer Apparatur, insbesondere eines Rotationsverdampfers, angelegt werden und herabfliessendes Kondensat auffangen. Insbesondere kann die Vorrichtung derart an einen Kühler, insbesondere einen Rückflusskühler, gelegt werden. Durch eine flexible Ausgestaltung sind auch andere Winkel problemlos einstellbar.

    [0022] Die zweite Aussparung kann einen Durchmesser von 25,4 bis 50,8 mm (1 bis 2 inch), bevorzugt 42 mm (1,65 inch) aufweisen. Durch eine flexible Ausgestaltung sind auch Durchmesser mit abweichenden Werten aufnehmbar.

    [0023] Des Weiteren kann ein Rand der zweiten Aussparung eine Auflagefläche zum Aufnehmen einer Gegenfläche aufweisen. Auf diese Weise ist die Vorrichtung optimal auf einer Gegenfläche des kondensatbildenden Elements, insbesondere einem Flansch, positionierbar.

    [0024] Die Auffangrinne kann eine offene Auffangrinne mit wenigstens einem einseitig geschlossenen Endbereich sein. Vorzugsweise wird beim Anbringen der Auffangrinne der geschlossene Endbereich tiefer als ein offener Endbereich platziert.

    [0025] Die Vorrichtung kann einen Auslass zum Ableiten eines Kondensats im Endbereich der Auffangrinne umfassen. Dabei ist der Auslass in einem Endbereich der Auffangrinne positioniert, welcher bei betriebsgemässem Gebrauch den tiefsten Punkt der Auffangrinne bildet. Auf diese Weise fliesst im bestimmungsgemässen Gebrauch das in der Auffangrinne aufgefangene Kondensat in den Endbereich, insbesondere den tiefsten Punkt, der Auffangrinne und kann über den Auslass ausgeleitet werden.

    [0026] Die Vorrichtung oder ein oder mehrere Bereiche der Vorrichtung können plastisch verformbar sein. Unter einer plastischer Verformung wird hier und im Folgenden verstanden, dass die Vorrichtung oder Bereiche der Vorrichtung ihre Form nach dem Verformen beibehalten, d.h. die Vorrichtung nimmt diese verformte Form dauerhaft an, bis die Vorrichtung erneut verformt wird an. Somit kann die Vorrichtung situations- bzw. anwendungsbedingt optimal an ein korrespondierendes Gegenstück angepasst werden.

    [0027] Die Vorrichtung oder ein oder mehrere Bereiche der Vorrichtung können elastisch verformbar sein. Unter elastischer Verformung versteht sich hier und im Folgenden, dass die Vorrichtung oder Bereiche der Vorrichtung verformbar sind und ihre ursprüngliche, vor der Verformung bestehende Form wieder einnehmen oder einnehmen wollen. Ist die Vorrichtung elastisch verformbar ausgestaltet, kann sie insbesondere spiralförmig ausgestaltet sein. Damit passt sie sich besonders gut einem zylindrischen Gegenstück an und lässt sich an Elementen mit unterschiedlichen Grössen bzw. Durchmessern anlegen.

    [0028] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Auffangen und/oder Ableiten eines Kondensats eines Rotationsverdampfers, wobei Kondensat eines kondensatbildenden Elements in einer Auffangrinne der Vorrichtung wie vorgängig erläutert aufgefangen und/oder abgeleitet wird. Das Kondensat wird dabei an der äusseren Oberfläche einer Apparatur durch die Feuchtigkeit der Luft ausgebildet. Derart wird ein an einem äusseren Bereich eines Rotationsverdampfers gebildetes Kondensat einfach gesammelt und/oder abgeleitet.

    [0029] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Abbildungen und exemplarischen Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
    Figur 1:
    Eine Vorrichtung zum gerichteten Abtropfen von Kondensat aus dem Stand der Technik;
    Figur 2:
    einen vertikalen Schnitt durch eine Vorrichtung zum Auffangen eines Kondensats;
    Figur 3:
    eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung von schräg oben, die bei einem erfindungsgemäßen Rotationsverdampfer zum Einsatz kommt;
    Figur 4:
    eine perspektivische Ansicht der Vorrichtung aus Fig. 3 von schräg unten;
    Figur 5:
    einen vertikalen Schnitt der Vorrichtung aus Figur 3 und 4;
    Figur 6a:
    eine weitere Vorrichtung zum Auffangen eines Kondensats, ähnlich einem flexiblen Kurvenlineal;
    Figur 6b:
    eine weitere Vorrichtung zum Auffangen eines Kondensats, ähnlich einem flexiblen Kurvenlineal, im bestimmungsgemässen Gebrauch;
    Figur 7:
    eine weitere Vorrichtung zum Auffangen eines Kondensats, ähnlich einem Spiralkabelbinder.


    [0030] Die Figur 1 zeigt eine Vorrichtung I zum Auffangen und Ableiten eines Kondensats aus dem Stand der Technik. Die Vorrichtung I ist als Kunststoffteil mit einem Saum II ausgestaltet. Der Saum II umläuft vollständig eine gestanzte Aussparung III und weist einen spitz zulaufenden äusseren Bereich IV auf. Im Betriebszustand ist die gestanzte Aussparung III um ein kondensatbildendes Element gelegt, wobei ein Kondensat am Saum II gesammelt wird. Das gesammelte Kondensat tropft über den spitz zulaufenden äusseren Bereich IV ab. Das abtropfende Kondensat wird bspw. in einem hier nicht gezeigten Sammelbecher aufgefangen, welcher im Betriebszustand unter dem spitz zulaufenden äusseren Bereich IV positioniert ist. Vorteilhaft wird diese Vorrichtung in einer geneigten Ebene angeordnet, so dass der spitz zulaufende Bereich den tiefsten Punkt bildet. Dies ist jedoch nicht immer einfach.

    [0031] Die Figur 2 zeigt einen vertikalen Schnitt durch eine erfindungsgemässe Vorrichtung 1 zum Auffangen eines Kondensats. Die Vorrichtung 1 weist eine Auffangrinne 2 auf, welche einen Bodenbereich 3, eine Seitenwand 4 und eine Kontaktfläche 5 umfasst. Die Kontaktfläche 5 definiert eine Aussparung 8. Im Bodenbereich 3 der Vorrichtung 1 ist ein Auslass 6 angeordnet. Im Auslass 6 befindet sich ein Verbindungselement 7, worüber ein aufgefangenes Kondensat abgeleitet werden kann. Im Betriebszustand ist die Kontaktfläche 5 in Kontakt mit einem kondensatbildenden Element, beispielsweise dem unteren Bereich eines Rückflusskühlers. Ein vom kondensatbildenden Element herabfliessendes Kondensat wird in der Auffangrinne 2 aufgefangen. Die Auffangrinne 2, welche durch den Bodenbereich 3, die Seitenwand 4 und die Kontaktfläche 5 begrenzt ist, weist ein Auffangvolumen auf. Ein aufgefangenes Kondensat wird über den Auslass 6 ausgeleitet. An das Verbindungselement 7 kann ein hier nichtgezeigtes Ableitsystem bspw. ein Schlauch angeschlossen werden. Die Vorrichtung 1 ist aus Santoprene™ 8201-70 gefertigt.

    [0032] Die Figuren 3 und 4 zeigen eine weitere Vorrichtung 1 in verschiedenen Ansichten. Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht von schräg oben und Figur 4 eine perspektivische Ansicht von schräg unten. Die Vorrichtung 1 ist im Wesentlichen identisch zur Vorrichtung aus Figur 2 und weist eine Auffangrinne 2 auf. Die Auffangrinne 2 umfasst einen Bodenbereich 3, eine Seitenwand 4 und eine Kontaktfläche 5. Im Bodenbereich 3 der Vorrichtung 1 ist ein Auslass 6 angeordnet. Die Kontaktfläche 5 definiert eine Aussparung 8. Die Auffangrinne 2 umläuft die Aussparung 8 vollständig. Die Aussparung 8 spannt eine Fläche auf, welche im Betriebszustand im Wesentlichen horizontal an einem kondensatbildenden Element positioniert werden kann.

    [0033] Die Vorrichtung 1 der Figuren 3 und 4 unterschiedet sich von der Vorrichtung aus Figur 2 durch ein weiteres kondensatauffangendes und/oder kondensatableitendes Teil, eine zweite Aussparung 9 und eine Kontaktfläche 10 der Aussparung 9. Das weitere kondensatauffangende und/oder -ableitende Teil weist eine Auflagefläche 11 am Rand der zweiten Aussparung auf. Im Betriebszustand ist die Vorrichtung 1 mittels der Aussparungen 8 und 9 um zwei kondensatbildende Elemente oder an zwei Positionen eines kondensatbildenden Elements positioniert. An den oder dem kondensatbildenden Element herablaufendes Kondensat wird über den Bereich der Vorrichtung, welcher die Aussparung 9 umläuft, aufgefangen und zur Auffangrinne 2 geleitet und/oder direkt in der Auffangrinne 2 aufgefangen und über den Auslass 6 abgeleitet.

    [0034] Die Figur 5 zeigt einen vertikalen Schnitt der Vorrichtung aus den Figuren 3 und 4. Die erste Aussparung 8 zur Aufnahme eines kondensatbildenden Elements spannt eine Fläche F1 auf. Die Aussparung 9 des zweiten kondensatauffangenden Teils spannt eine zweite Fläche F2 auf. Die von der Aussparung 9 aufgespannte zweite Fläche F2 ist in einem Winkel α von im Wesentlichen 120° relativ zu der von der ersten Aussparung 8 aufgespannten Fläche F1 positioniert.

    [0035] Die Figuren 6a und 6b zeigen eine weitere Vorrichtung 1 aus einem plastisch verformbaren Material ähnlich einem flexiblen Kurvenlineal. Die Vorrichtung 1 weist eine Auffangrinne 2 und einen Auslass 6 auf. Die Auffangrinne 2 weist einen Bodenbereich 3, eine Seitenwand 4 und eine Kontaktfläche 5 auf. Die Vorrichtung ist grundsätzlich langgestreckt ausgebildet (Figur 6a). Für den Betriebszustand wird die Vorrichtung 1 an ein kondensatbildendes Element angelegt und dabei derart verformt, dass die Vorrichtung 1 passgenau auf dem kondensatbildenden Element anliegt (Figur 6b). Die Vorrichtung 1 behält diese Form dauerhaft bei bis die Vorrichtung erneut verformt oder entfernt wird. Somit ist die Vorrichtung 1 situations- bzw. anwendungsbedingt optimal an ein korrespondierendes Gegenstück anpassbar bzw. angepasst. Der im Betriebszustand am niedrigsten positionierte, geschlossene Endbereich umfasst einen Auslass 6. Darüber kann gesammeltes Kondensat ausgeleitet werden und gegebenenfalls mit einem angeschlossenen Schlauch gerichtet abgeleitet werden.

    [0036] Die Figur 7 zeigt eine weitere Vorrichtung 1 aus einem elastisch verformbaren Material, welches sich ähnlich wie ein Spiralkabelbinder verhält. Die Vorrichtung 1 weist eine Auffangrinne 2 und einen Auslass 6 auf. Die Auffangrinne 2 weist einen Bodenbereich 3, eine Seitenwand 4 und eine Kontaktfläche 5 auf. Die Vorrichtung 1 ist spiralförmig ausgestaltet. Das elastische Material ist verformbar, nimmt aber seine vor einer Verformung bestehende Form wieder ein oder will die vor der Verformung bestehende Form wieder einnehmen. Aufgrund der elastischen Eigenschaften des Materials presst sich die Kontaktfläche 5 an ein korrespondierendes, zylindrisches Gegenstück und so passt sich die Vorrichtung im Betriebszustand besonders vorteilhaft an. So lässt sich die Vorrichtung 1 vorteilhaft an kondensatbildende Elemente mit unterschiedlichen Grössen bzw. Durchmessern anlegen. Die Auffangrinne 2 weist eine Länge auf, so dass die Vorrichtung 1 ein korrespondierendes Gegenstück mindestens vollständig umläuft. Derart wird Kondensat, welches über die gesamte Fläche des kondensatbildenden Elements abfliesst aufgefangen und kann über den Auslass 6 im geschlossenen Endbereich des tiefsten Punktes der Auffangrinne 2 ausgeleitet werden.


    Ansprüche

    1. Rotationsverdampfer mit einer Vorrichtung (1) zum Auffangen eines Kondensats, wobei die Vorrichtung (1) eine flexible Auffangrinne (2) mit einem Bodenbereich (3), wenigstens einer Seitenwand (4) und einer Kontaktfläche (5) zum Inkontaktbringen mit einem kondensatbildenden Element des Rotationsverdampfers umfasst, wobei die Auffangrinne (2) wenigstens teilweise umlaufend mit der Kontaktfläche (5) an das kondensatbildende Element des Rotationsverdampfers angelegt ist, wobei die Vorrichtung ein zweites kondensatauffangendendes und/oder kondensatableitendes Teil in Form einer zweiten flexiblen Auffangrinne aufweist, welches an einem zweiten kondensatbildenden Element des Rotationsverdampfers angeordnet ist.
     
    2. Rotationsverdampfer gemäss Anspruch 1, wobei die Auffangrinne (2) derart an das kondensatbildende Element angelegt ist, dass die Auffangrinne (2) das Element wenigstens vollständig umläuft.
     
    3. Rotationsverdampfer gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2 umfassend einen Auslass (6) zum Ableiten eines aufgefangenen Kondensats, wobei der Auslass (6) an der Auffangrinne (2) angeordnet ist.
     
    4. Rotationsverdampfer gemäss einem der Ansprüche 1 bis 2, wobei die Vorrichtung (1) oder ein oder mehrere Bereiche der Vorrichtung (1) aus elastischem Material gefertigt sind.
     
    5. Rotationsverdampfer gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Vorrichtung (1) einstückig ausgebildet ist.
     
    6. Rotationsverdampfer gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Auffangrinne (2) in Umfangsrichtung geschlossen ist und eine erste, insbesondere kreisförmige, Aussparung (8) zur Aufnahme des kondensatbildenden Elements aufweist.
     
    7. Rotationsverdampfer gemäss Anspruch 6, wobei die erste Aussparung (8) einen Durchmesser von 10 bis 50,8 mm, bevorzugt 19 bis 31,75 mm, besonders bevorzugt 22 bis 28 mm aufweist.
     
    8. Rotationsverdampfer gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das zweite kondensatauffangende Teil eine insbesondere kreisförmige Aussparung (9) mit einer Kontaktfläche (10) zur Aufnahme des zweiten kondensatbildenden Elements aufweist.
     
    9. Rotationsverdampfer gemäss Anspruch 6 und 8, wobei die Aussparung (9) des zweiten kondensatauffangenden Teils eine Fläche (F2) aufspannt, welche in einem Winkel (α) von 90 bis 165°, bevorzugt 120° relativ zu einer von der ersten Aussparung aufgespannten Fläche (F1) positioniert ist.
     
    10. Rotationsverdampfer gemäss Anspruch 8 oder 9, wobei die Aussparung (9) des zweiten kondensatauffangenden Teils einen Durchmesser von 25,4 bis 50,8 mm, bevorzugt 42 mm aufweist.
     
    11. Rotationsverdampfer gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Auffangrinne (2) eine offene Auffangrinne mit wenigstens einem einseitig geschlossenen Endbereich ist.
     
    12. Rotationsverdampfer gemäss Anspruch 11, wobei die Vorrichtung (1) einen Auslass (6) zum Ableiten eines aufgefangenen Kondensats im Endbereich der Auffangrinne (2) aufweist.
     
    13. Rotationsverdampfer gemäss Anspruch 11 oder 12, wobei die Vorrichtung (1) oder ein oder mehrere Bereiche der Vorrichtung (1) plastisch und/oder elastisch verformbar sind.
     
    14. Verfahren zum Auffangen und/oder Ableiten eines Kondensats eines Rotationsverdampfers gemäss einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei Kondensat eines kondensatbildenden Elements des Rotationsverdampfers in einer Auffangrinne (2) der Vorrichtung (1) aufgefangen und/oder abgeleitet wird.
     


    Claims

    1. Rotary evaporator with a device (1) for collecting a condensate, wherein the device (1) comprises a flexible collecting channel (2) with a bottom region (3), at least one side wall (4) and a contact surface (5) for contacting a condensate-forming element of the rotary evaporator, wherein the collecting channel (2) is applied at least partially circumferentially with the contact surface (5) against the condensate-forming element of the rotary evaporator, wherein the device comprises a second condensate-collecting and/or condensate-discharging part in the form of a second flexible collecting channel which is arranged on a second condensate-forming element of the rotary evaporator.
     
    2. Rotary evaporator according to claim 1, wherein the collecting channel (2) is applied to the condensate-forming element in such a manner that the collecting channel (2) at least completely encircles the element.
     
    3. Rotary evaporator according to one of claims 1 or 2 comprising an outlet (6) for discharging a collected condensate, wherein the outlet (6) is arranged on the collecting channel (2) .
     
    4. Rotary evaporator according to one of claims 1 to 2, wherein the device (1) or one or more areas of the device (1) are made of elastic material.
     
    5. Rotary evaporator according to one of claims 1 to 4, wherein the device (1) is formed integrally.
     
    6. Rotary evaporator according to one of claims 1 to 5, wherein the collecting channel (2) is closed in the circumferential direction and has a first, in particular circular, recess (8) for receiving the condensate-forming element.
     
    7. Rotary evaporator according to claim 6, whereby the first recess (8) has a diameter of 10 to 50.8 mm, preferably 19 to 31.75 mm, particularly preferably 22 to 28 mm.
     
    8. Rotary evaporator according to one of claims 1 to 7, wherein the second condensate-collecting part has an in particular circular recess (9) with a contact surface (10) for receiving the second condensate-forming element.
     
    9. Rotary evaporator according to claims 6 and 8, wherein the recess (9) of the second condensate collecting part spans a area (F2) which is positioned at an angle (α) of 90 to 165°, preferably 120°, relative to a area (F1) spanned by the first recess.
     
    10. Rotary evaporator according to claim 8 or 9, wherein the recess (9) of the second condensate collecting part has a diameter of 25.4 to 50.8 mm, preferably 42 mm.
     
    11. Rotary evaporator according to one of claims 1 to 5, wherein the collecting channel (2) is an open collecting channel with at least one end region closed on one side.
     
    12. Rotary evaporator according to claim 11, wherein the device has an outlet (6) for discharging a collected condensate in the end region of the collecting channel (2).
     
    13. Rotary evaporator according to claim 11 or 12, wherein the device (1) or one or more regions of the device (1) are plastically and/or elastically deformable.
     
    14. A method for collecting and/or discharging a condensate of a rotary evaporator according to one of claims 1 to 13, wherein condensate of a condensate-forming element of the rotary evaporator is collected and/or discharged in a collecting channel (2) of the device (1).
     


    Revendications

    1. Evaporateur rotatif avec un dispositif (1) pour la collecte d'un condensat, le dispositif (1) comprenant un canal collecteur flexible (2) avec une zone de fond (3), au moins une paroi latérale (4) et une surface de contact (5) pour le contact avec un élément formant le condensat de l'évaporateur rotatif, dans lequel le canal collecteur (2) est appliqué au moins partiellement sur la circonférence avec la surface de contact (5) contre l'élément formant le condensat de l'évaporateur rotatif, dans lequel le dispositif comprend une seconde partie de collecte et/ou d'évacuation du condensat sous la forme d'un second canal collecteur flexible qui est disposé sur un second élément formant le condensat de l'évaporateur rotatif.
     
    2. Evaporateur rotatif selon la revendication 1, dans lequel le canal collecteur (2) est appliqué sur l'élément formant le condensat de telle manière que le canal collecteur (2) encercle au moins complètement l'élément.
     
    3. Evaporateur rotatif selon l'une des revendications 1 ou 2 comprenant une sortie (6) pour évacuer un condensat collecté, dans lequel la sortie (6) est disposée sur le canal collecteur (2).
     
    4. Evaporateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 2, dans lequel le dispositif (1) ou une ou plusieurs zones du dispositif (1) sont constitués d'un matériau élastique.
     
    5. Evaporateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel le dispositif (1) est construit en une seule pièce.
     
    6. Evaporateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel le canal collecteur (2) est fermé dans la direction circonférentielle et présente un premier évidement (8), en particulier circulaire, pour recevoir l'élément formant le condensat.
     
    7. Evaporateur rotatif selon la revendication 6, dans lequel le premier évidement (8) a un diamètre de 10 à 50,8 mm, de préférence de 19 à 31,75 mm, plus particulièrement de 22 à 28 mm.
     
    8. Evaporateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 7, dans lequel la deuxième partie collectrice de condensat présente un évidement (9) en particulier circulaire avec une surface de contact (10) pour recevoir le deuxième élément formateur de condensat.
     
    9. Evaporateur rotatif selon les revendications 6 et 8, dans lequel le renfoncement (9) de la deuxième partie de collecte du condensat couvre une surface (F2) qui est positionnée à un angle (α) de 90 à 165°, de préférence 120°, par rapport à une surface (F1) couverte par le premier renfoncement.
     
    10. Evaporateur rotatif selon la revendication 8 ou 9, dans lequel le renfoncement (9) de la deuxième partie de collecte du condensat a un diamètre de 25,4 à 50,8 mm, de préférence 42 mm.
     
    11. Evaporateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel le canal collecteur (2) est un canal collecteur ouvert avec au moins une zone d'extrémité fermée sur un côté.
     
    12. Evaporateur rotatif selon la revendication 11, dans lequel le dispositif comporte une sortie (6) pour l'évacuation d'un condensat collecté dans la zone d'extrémité du canal collecteur (2).
     
    13. Evaporateur rotatif selon la revendication 11 ou 12, dans lequel le dispositif (1) ou une ou plusieurs régions du dispositif (1) sont plastiquement et/ou élastiquement déformables.
     
    14. Procédé pour recueillir et/ou évacuer un condensat d'un évaporateur rotatif selon l'une des revendications 1 à 13, dans lequel le condensat d'un élément formant condensat de l'évaporateur rotatif est recueilli et/ou évacué dans un canal collecteur (2) du dispositif (1).
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente