[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung zum Verriegeln von
mindestens zwei entlang einer ersten Verschieberichtung und einer entgegengesetzten
zweiten Verschieberichtung verschiebbar gelagerten plattenförmigen Elementen.
[0002] Verschiebbar gelagerte plattenförmige Elemente können beispielsweise im Wesentlichen
rechteckige Schiebetüren von Kleiderschränken sein. Eine besondere Anwendung erfahren
die verschiebbar gelagerten plattenförmigen Elemente jedoch bei der ganz oder teilweise
geschlossenen Umhausung von Terrassen, - Balkonen, Schwimmbädern oder sonstigen Freisitzen.
Hierbei sind zumindest einige der plattenförmigen Elemente als Glasscheiben ausgeführt,
welche üblicherweise vierseitig gerahmt sind. Um jedoch eine architektonisch besonders
leichte Konstruktion realisieren zu können, können die Glasscheiben auch nur an ihrer
Unterseite und ihrer Oberseite mit Profilen verbunden werden, die jeweils auf einer
eigenen Schiene in eine erste Verschieberichtung und in eine entgegengesetzte zweite
Verschieberichtung verschiebbar sind. Es ist ebenfalls möglich, die Glasscheiben nur
an der Oberseite oder nur an der Unterseite mit Profilen zu verbinden, die nur in
einer Schiene laufen.
[0003] Die Schienen verlaufen parallel, sind aber soweit beabstandet, dass die plattenförmigen
Elemente vollständig aneinander vorbei geschoben werden können. An den vertikal verlaufenden
Seiten der Glasscheiben sind keine Profile oder Rahmen vorgesehen. Aufgrund des Abstands
der Schienen zueinander bilden sich zwischen den plattenförmigen Elementen Zwischenräume
aus.
[0004] Um ein unbeabsichtigtes Verschieben der plattenförmigen Elemente zueinander zu verhindern,
müssen die plattenförmigen Elemente fixiert und verriegelt werden können. Darüber
hinaus dient die Verriegelung auch dem Schutz vor Einbrüchen. Die
CH 702 530 B9 zeigt zumindest einen Teil einer Umhausung, bei welcher drei Glasscheiben auf je
einem Profil entlang jeweils einer Schiene verschiebbar gelagert sind. Um sie gegeneinander
zu verriegeln, ist in den Profilen ein Verschlusselement vorgesehen, welches zwischen
einer Verriegelungsstellung und einer Offenstellung bewegt werden kann. In der Offenstellung
können die Glasscheiben aneinander vorbeigeschoben werden, während die Glasscheiben
in der Verriegelungsstellung an das Verschlusselement der benachbarten Glasscheibe
anschlagen. Die Breite der Glasscheiben ist so gewählt, dass sie in der Summe etwas
breiter sind als die Länge der Schienen. Die Verschlusselemente sind so angeordnet,
dass dann, wenn die hinterste und die vorderste Glasscheibe an den jeweils gegenüberliegenden
Enden der Schiene anschlagen, keine Verschiebung der dazwischen angeordneten Glasscheiben
ermöglichen. Dieser Teil der Umhausung ist dann vollständig geschlossen.
[0005] Um die Glasscheiben komfortabel entlang der Schienen verschieben zu können, ist es
wünschenswert, dass zumindest einige von ihnen gemeinsam verschoben werden können,
was bei den in der
CH 702 530 B9 gezeigten Glasscheiben nur bedingt möglich ist. Zudem ist es wünschenswert, die Glasscheiben
nicht nur dann zu fixieren, wenn die Umhausung geschlossen ist, sondern auch in zumindest
teilweise geöffneten Zwischenstellungen, beispielsweise zum Lüften oder zum Putzen.
Auch dies ist bei den in der
CH 702 530 B9 offenbarten Glasscheiben nur teilweise möglich.
[0006] Wie oben bereits erwähnt, bilden sich Zwischenräume zwischen den einzelnen Glasscheiben
aus. Insofern sind die Verschlusselemente der in der
CH 702 530 B9 gezeigten Glasscheiben auch von Außen relativ gut zugänglich, so dass sie mit einem
geeigneten, relativ einfach aufgebauten Werkzeug in die Offenstellung bewegt werden
können. Ein Schutz vor Einbrüchen wird somit nur sehr bedingt erreicht.
[0007] Aufgabe einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es, den oben erläuterten
Nachteilen zu begegnen und insbesondere eine Verriegelungsvorrichtung anzugeben, welche
eine flexible Mitnahme eines oder mehrerer plattenförmiger Elemente sowie die Fixierung
der plattenförmigen Elemente in Zwischenstellungen ermöglicht. Darüber hinaus soll
ein im Vergleich zum Stand der Technik erhöhter Schutz vor Einbrüchen bereitgestellt
werden.
[0008] Diese Aufgabe wird mit den in den Ansprüchen 1 und 14 angegebenen Merkmalen gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Eine Ausführungsform der Erfindung betrifft eine Verriegelungsvorrichtung zum Verriegeln
von mindestens zwei entlang einer ersten Verschieberichtung und einer entgegengesetzten
zweiten Verschieberichtung verschiebbar gelagerten plattenförmigen Elementen, umfassend
ein am ersten plattenförmigen Element befestigbares erstes Verriegelungs- und/oder
Mitnahmeelement, und ein am zweiten plattenförmigen Element befestigbares zweites
Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement, welches zwischen einer Mitnahmestellung und
einer Verriegelungsstellung bewegbar ist, wobei das erste und das zweite Verriegelungs-
und/oder Mitnahmeelement derart ausgebildet sind und zusammenwirken, dass dann, wenn
sich das zweite Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement in der Verriegelungsstellung
befindet, die plattenförmigen Elemente gemeinsam entlang der ersten Verschieberichtung
und der zweiten Verschieberichtung verschiebbar sind, und dann, wenn sich das zweite
Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement in der Mitnahmestellung befindet, ein Verschieben
des zweiten plattenförmigen Elements in die zweite Verschieberichtung eine Mitnahme
des ersten plattenförmigen Elements in die zweite Verschieberichtung bewirkt, während
ein Verschieben des zweiten plattenförmigen Elements in die erste Verschieberichtung
keine Mitnahme des ersten plattenförmigen Elements in die erste Verschieberichtung
bewirkt. In der Verriegelungsstellung können die beiden plattenförmigen Elemente nur
gemeinsam bewegt werden. Weist eine Wandanordnung einer Umhausung zwei plattenförmige
Elemente auf, sind die beiden Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelemente so angeordnet,
dass sie dann miteinander zusammenwirken können, wenn das erste plattenförmige Element
an einem ersten seitlichen Ende und das zweite plattenförmige Element an einem zweiten
seitlichen Ende der Wandanordnung anliegt. Wenn das zweite Verriegelungs- und/oder
Mitnahmeelement in die Verriegelungsstellung bewegt wird, können die beiden plattenförmigen
Elemente nur gemeinsam bewegt werden. Da diese aber an den jeweiligen seitlichen Enden
der Wandanordnung anliegen, ist keine Bewegung mehr möglich und der Wandanordnung
somit verriegelt. Eine Mitnahme ist dann möglich, wenn die Wandanordnung oder mehr
als drei plattenförmige Elemente umfasst und sich die Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelemente
in der Mitnahmestellung befinden. Liegen beispielsweise sämtliche plattenförmigen
Elemente am ersten seitlichen Ende an und ist folglich die Wandanordnung geöffnet,
bewirkt das Bewegen des vordersten, zum Innenbereich hinweisenden plattenförmigen
Elements in die zweite Richtung eine Mitnahme der übrigen plattenförmigen Elemente
in die zweite Richtung, bis dass das vorderste plattenförmige Element am zweiten seitlichen
Ende anliegt. Die Wandanordnung kann dann durch Bewegen der Verriegelungs- und/oder
Mitnahmeelemente in die Verriegelungsstellung verriegelt werden.
[0010] Um beispielsweise das vorderste plattenförmige Element vom zweiten seitlichen Ende
weg in die erste Richtung zu bewegen, wird das Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement
in die Mitnahmestellung bewegt, um die Bewegung des vordersten plattenförmigen Elements
zu ermöglichen.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform ist das erste Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement
als ein am ersten plattenförmigen Element befestigbarer Verschlusskörper mit einer
Ausnehmung ausgebildet ist, welche einen ersten Abschnitt, welcher in die erste Verschieberichtung
geöffnet und in die zweite Verschieberichtung geschlossen ist, und einen zweiten Abschnitt
aufweist, welcher in die erste Verschieberichtung und in die zweite Verschieberichtung
vollständig oder nahezu vollständig geschlossen ist, und das zweite Verriegelungs-
und/oder Mitnahmeelement als ein am zweiten plattenförmigen Element befestigbares
Verschlusselement ausgebildet ist, welches zwischen der Mitnahmestellung und der Verriegelungsstellung
bewegbar ist und einen Verriegelungs-körper aufweist, welcher in der Mitnahmestellung
in den ersten Abschnitt einbringbar ist und in der Verriegelungsstellung in den zweiten
Abschnitt eingreift, wenn sich die Verriegelungsvorrichtung im montierten Zustand
befindet.
[0012] Die vorschlagsgemäße Ausgestaltung der Ausnehmung hat folgenden technischen Effekt:
In der Mitnahmestellung kann der Verschlusskörper in den ersten Abschnitt eingebracht
werden, beispielsweise dadurch, dass das zweite plattenförmige Element in die zweite
Verschieberichtung verschoben und gegen die Wandung des ersten Abschnitts anschlägt.
Wird das zweite plattenförmige Element weiter in die zweite Verschieberichtung verschoben,
wird das erste plattenförmige Element mitgenommen, so dass dieses nicht separat verschoben
werden muss.
[0013] Wird das zweite plattenförmige Element in die erste Verschieberichtung verschoben,
wird das erste plattenförmige Element nicht mitgenommen, da der erste Abschnitt in
die erste Verschieberichtung offen ist.
[0014] In der Verschlussstellung greift der Verschlusskörper in den zweiten Abschnitt ein,
der in die erste Verschieberichtung und die in die zweite Verschieberichtung geschlossen
ist. Das erste und das zweite plattenförmige Element können sich nun nicht mehr relativ
zueinander bewegen, so dass eine Mitnahme in beiden Verschieberichtungen erfolgt.
Sind die plattenförmigen Elemente so angeordnet, dass die Umhausung geschlossen ist,
wird hierdurch die Umhausung einbruchsicher verschlossen. Zudem ist eine flexible
Mitnahme der plattenförmigen Elemente sowohl in die erste als auch in die zweite Verschieberichtung
möglich.
[0015] Nach Maßgabe einer weiteren Ausführungsform weist der Verschlusskörper einen ersten
Unterkörper und einen zweiten Unterkörper auf, wobei der erste Abschnitt der Ausnehmung
auf dem ersten Unterkörper und der zweite Abschnitt der Ausnehmung auf dem zweiten
Unterkörper angeordnet sind. Die zweiteilige Ausführung des Verschlusskörpers hat
einerseits fertigungstechnische Vorteile, da der erste Abschnitt beispielsweise durch
Fräsen und der zweite Abschnitt durch Bohren hergestellt werden kann. Die beiden Arbeitsschritte
können getrennt voneinander auf entsprechend eingerichteten Werkzeugen vorgenommen
werden. Der zweite Unterkörper kann auch vom betreffenden plattenförmigen Element
selbst gebildet werden, insbesondere von einer entsprechenden Bohrung, oder er kann
in das betreffende plattenförmige Element eingesetzt werden. Hierdurch kann der Fertigungs-
und Montageaufwand verringert werden.
[0016] In einer weitergebildeten Ausführungsform können der erste Unterkörper und der zweite
Unterkörper miteinander verbunden sein. Bei der Montage der zwei separaten Unterkörper
an den betreffenden plattenförmigen Elementen müssen diese korrekt zueinander ausgerichtet
werden, was die Montage erschwert. Werden die beiden Unterkörper beispielsweise miteinander
verschweißt, kann die korrekte Ausrichtung bereits ab Werk überprüft werden. Zudem
besteht dann nicht mehr die Gefahr, dass einer der beiden Unterkörper beim Transport
oder bei der Montage verloren geht.
[0017] Bei einer weitergebildeten Ausführungsform kann der zweite Abschnitt der Ausnehmung
eine Verjüngung aufweisen. Wie bereits erörtert, wird der Verriegelungskörper beim
Bewegen des Verschlusselements von der Mitnahmestellung in die Verriegelungsstellung
in den zweiten Abschnitt eingebracht. Die Ausnehmung ist so ausgestaltet, dass dies
dann problemlos möglich ist, wenn der Verriegelungskörper an der Wandung des ersten
Abschnitts anliegt. Für den Fall, dass der Verriegelungskörper in einem geringen Abstand
zur Wandung des ersten Abschnitts befindet, bewirkt die Verjüngung eine Zentrierung,
so dass auch in diesem Fall der Verriegelungskörper in den zweiten Abschnitt eingebracht
werden kann.
[0018] Bei einer weiteren Ausführungsform kann das Verschlusselement einen Befestigungskörper
zum Befestigen des Verschlusselements am zweiten plattenförmigen Element und einen
den Verriegelungskörper bildenden oder aufnehmenden Betätigungskörper umfassen, der
zwischen der Mitnahmestellung und der Verriegelungsstellung bewegbar am Befestigungskörper
befestigt ist. Das Verschlusselement weist somit den stationären Befestigungskörper
und den bewegbaren Betätigungskörper auf, was die Montage erleichtert. Zudem kann
der Betätigungskörper so ausgestaltet sein, dass er gut zugänglich ist, wodurch das
Bewegen zwischen der Mitnahmestellung und der Verriegelungsstellung für den Bediener
erleichtert wird.
[0019] Eine weitergebildete Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass der Betätigungskörper
um eine erste Drehachse drehbar am Befestigungskörper gelagert ist. In vielen Fällen
lässt sich eine drehbare Lagerung einfacher realisieren als eine verschiebbare Lagerung,
so dass hierdurch die Fertigung vereinfacht wird. Zudem können entsprechend große
Hebel vorgesehen werden, so dass das Bewegen zwischen der Mitnahmestellung und der
Verriegelungsstellung für den Bediener mit geringem Kraftaufwand möglich ist.
[0020] Nach Maßgabe einer weiteren Ausführungsform weist der Betätigungskörper einen ersten
Schenkel und einen zweiten Schenkel auf, die in einem Winkel zueinander angeordnet
sind. Auch die Anordnung der beiden Schenkel in einem Winkel zueinander erleichtert
die Bedienbarkeit, da hierdurch eine gute Zugänglichkeit ermöglicht werden kann. Zudem
kann der Winkel so gewählt werden, dass sich die Schenkel in der Mitnahmestellung
und der Verriegelungsstellung in einer charakteristischen Position befinden, welche
für den Bediener schnell zu erkennen ist.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform kann der Verriegelungskörper um eine zweite Drehachse
drehbar im zweiten Schenkel gelagert sein. Da die zweite Achse beabstandet von der
ersten Achse verläuft, bewegt sich der Verriegelungskörper beim Bewegen zwischen der
Mitnahmestellung und der Verriegelungsstellung auf einer Kreisbahn. Der erste und
der zweite Abschnitt der Ausnehmung verlaufen aber aus fertigungstechnischen Gründen
üblicherweise entlang einer geraden Achse. Die drehbare Lagerung des Verriegelungskörpers
dient dazu, den Verriegelungskörper trotz seiner Bewegung auf der Kreisbahn im Wesentlichen
parallel zu dieser Achse führen zu können. Ein Verkanten wird hierdurch verhindert.
[0022] Bei einer weiteren Ausführungsform weist der erste Schenkel eine erste Nut auf, welche
in der ersten und der zweiten Verschieberichtung offen ist. Die erste Nut kann im
Wesentlichen zentrisch innerhalb des ersten Schenkels verlaufen, was aber nicht zwingen
der Fall sein muss. Wie bereits erwähnt, sind die beiden Schenkel in einem Winkel
zueinander angeordnet. Folglich kann es dazu kommen, dass der erste Schenkel in der
Verriegelungsstellung über den Befestigungskörper übersteht. Wenn ein drittes plattenförmiges
Element ebenfalls mit der Verriegelungsvorrichtung ausgestattet ist, kann es sein,
dass der erste Schenkel so weit übersteht, dass der Verriegelungskörper des dritten
plattenförmigen Elements gegen den ersten Schenkel anschlägt. Die erste Nut ist so
ausgestaltet, dass der Verriegelungskörper des dritten plattenförmigen Elements auch
in der Verriegelungsstellung am ersten Schenkel vorbeigleiten kann. Die plattenförmigen
Elemente können daher sehr dicht zueinander positioniert werden. Hierdurch können
die plattenförmigen Elemente platzsparend montiert werden. Je dichter die plattenförmigen
Elemente aneinander angeordnet werden können, desto geringer auch der Zwischenraum,
so dass der Luftaustausch zwischen dem Innenraum und der Umgebung gering gehalten
werden kann. Folglich kann ein guter Wetterschutz erreicht werden. Zudem wird das
Einbringen von Werkzeugen von außen erschwert, so dass der Schutz vor Einbrüchen erhöht
wird.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform weist die erste Nut einen geneigten ersten Nutgrund
auf, welcher derart geneigt ist, dass er in der Verriegelungsstellung im Wesentlichen
parallel zur ersten und zweiten Verschieberichtung verläuft. Prinzipiell könnte der
erste Schenkel U-förmig ausgebildet werden, so dass der Verriegelungskörper in der
Verriegelungsstellung durch den von den beiden Längsschenkeln umrahmten Freiraum gleiten
kann. Mit dem geneigten ersten Nutgrund ist dies genauso möglich, allerdings wird
hierdurch eine Verbindung zwischen den beiden Längsschenkeln geschaffen, so dass der
erste Schenkel insgesamt stabil ausgeführt werden kann.
[0024] Eine weitergebildete Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass der zweite Schenkel
eine zweite Nut aufweist, welche in die erste Verschieberichtung geschlossen ist.
Die zweite Nut kann im Wesentlichen zentrisch innerhalb des ersten Schenkels verlaufen,
was aber nicht zwingen der Fall sein muss. Wenn sich der Betätigungskörper in der
Mitnahmestellung befindet, steht der zweite Schenkel über den Befestigungskörper hervor.
Der Verriegelungskörper des dritten plattenförmigen Elements gleitet dann, wenn das
dritte plattenförmige Element in die erste Verschieberichtung verschoben wird, am
zweiten Schenkel entlang und kann den Betätigungskörper unbeabsichtigt in die Verriegelungsstellung
bewegen. Die zweite Nut ist so ausgestaltet, dass dies verhindert wird. Da aber die
zweite Nut in die erste Verschieberichtung geschlossen ist, schlägt der Verriegelungskörper
des dritten plattenförmigen Elements gegen die Wandung der zweiten Nut an. Infolgedessen
wird das zweite plattenförmige Element beim Verschieben in die erste Verschieberichtung
vom dritten plattenförmigen Element mitgenommen.
[0025] Gemäß einer fortgebildeten Ausführungsform weist die zweite Nut einen geneigten zweiten
Nutgrund auf, welcher derart geneigt ist, dass er in der Mitnahmestellung im Wesentlichen
parallel zur ersten und zweiten Verschieberichtung verläuft. Befindet sich der Betätigungskörper
in der Mitnahmestellung, gleitet der Verriegelungskörper des dritten plattenförmigen
Elements ohne Berührung des zweiten Nutgrunds in die zweite Nut hinein, sofern sich
der Betätigungskörper in der Mitnahmestellung befindet. Wird dieser in die Verriegelungsstellung
bewegt, wird auch der Betätigungskörper des zweiten plattenförmigen Elements in die
Verriegelungsstellung bewegt. Da der zweite Nutgrund nun nicht mehr parallel zur ersten
und zweiten Verschieberichtung verläuft, kann der Verriegelungskörper nicht mehr aus
der zweiten Nut herausgeschoben werden. Das zweite und dritte plattenförmige Element
können sich nicht mehr relativ zueinander bewegen und sind miteinander verriegelt.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform weist die zweite Nut eine Ausnehmung auf, in welche
der Verriegelungskörper einbringbar ist. Der Verriegelungskörper kann dabei einen
korrespondierend zur Ausnehmung ausgestalteten Abschnitt aufweisen. Wenn der Verriegelungskörper
eines dritten plattenförmigen Elements in die Ausnehmung eingebracht ist, liegt ein
formschlüssiger Eingriff des Verriegelungskörpers des dritten plattenförmigen Elements
mit der Ausnehmung und folglich mit dem Betätigungskörper des zweiten plattenförmigen
Elements vor. Hierdurch bewirkt das Bewegen des Betätigungskörpers des dritten plattenförmigen
Elements von der Verriegelungsstellung in die Mitnahmestellung eine Mitnahme des Betätigungskörpers
des zweiten plattenförmigen Elements, so dass auch der Betätigungskörper des zweiten
plattenförmigen Elements von der Verriegelungsstellung in die Mitnahmestellung bewegt
wird. Der Benutzer muss folglich nicht sämtliche Betätigungskörper separat von der
Verriegelungsstellung in die Mitnahmestellung bewegen. Das Verstellen des Betätigungskörpers
des vordersten, zum Innenbereich hinzeigenden plattenförmigen Elements in die Mitnahmestellung
genügt, um auch die übrigen Betätigungskörper entsprechend zu bewegen.
[0027] Nach Maßgabe einer weitergebildeten Ausführungsform weist der Betätigungskörper einen
Positionierungsabschnitt auf, mit welchem der Betätigungskörper mit einem auf dem
Befestigungskörper angeordneten Vorspannelement derart zusammenwirkt, dass der Betätigungskörper
in der Mitnahmestellung oder der Verriegelungsstellung positionierbar ist. Der Positionierungsabschnitt
kann einen Vorsprung aufweisen, welcher beim Bewegen des Betätigungskörpers von der
Mitnahmestellung in die Verriegelungsstellung und zurück das Vorspannelement vorspannt,
wozu eine bestimmte Kraft notwendig ist, die vom Bediener aufgebracht werden muss.
Wird diese Kraft nicht aufgebracht, kann der Betätigungskörper nicht von der Mitnahmestellung
in die Verriegelungsstellung und zurück bewegt werden, so dass eine unkontrollierte
Bewegung verhindert wird.
[0028] Eine Ausgestaltung der Erfindung betrifft eine Wandanordnung mit mindestens zwei
entlang einer ersten Verschieberichtung und einer entgegengesetzten zweiten Verschieberichtung
verschiebbar gelagerten plattenförmigen Elementen, umfassend zumindest eine Verriegelungsvorrichtung
zum Verriegeln der plattenförmigen Elemente nach einer der vorherigen Ausführungsformen.
[0029] Unter einer Wandanordnung soll ein Abschnitt verstanden werden, welcher mindestens
zwei plattenförmige Elemente umfasst und somit eine Wand bildet.
[0030] Die technischen Effekte und Vorteile, die sich mit der vorschlagsgemäßen Wandanordnung
erreichen lassen, entsprechen denjenigen, die für die vorliegende Verriegelungsvorrichtung
erörtert worden sind. Zusammenfassend sei darauf hingewiesen, dass es möglich ist,
die plattenförmigen Elemente auch in Zwischenpositionen zu fixieren, beispielsweise
zum Lüften. Weiterhin ist es möglich, die plattenförmigen Elemente so miteinander
zu verbinden, dass sie wahlweise in beide Verschieberichtungen mitgenommen werden
können.
[0031] In einer weiteren Ausgestaltung können die plattenförmigen Elemente Glasscheiben,
Plexiglasscheiben, Spanplatten und/oder ein Mückenschutzgitter umfassen oder von diesen
gebildet werden. Der umhauste Innenbereich kann bei Verwendung von Glasscheiben und
Plexiglasscheiben mit einer hohe Transparenz versehen werden. Anstelle von Glasscheiben
oder Plexiglasscheiben können auch Füllplatten eingesetzt werden, beispielsweise intransparente
Füllplatten wie Spanplatten zur Realisierung eines Sichtschutzes. Es ist auch möglich,
die Glasscheiben oder Plexiglasscheiben intransparent auszuführen, beispielsweise
dadurch, dass man sie als Milchglasscheiben ausführt oder mit einer Milchglasfolie
beklebt. Um eine gute Belüftung des umhausten Innenbereichs bereitstellen zu können,
dennoch das Eindringen von Mücken und anderen Insekten und Ungeziefer zu verhindern,
können die plattenförmigen Elemente auch als Mückenschutzgitter ausgeführt werden.
[0032] Bei einer fortgebildeten Ausgestaltung sind ein erstes plattenförmiges Element mit
einem im Wesentlichen horizontal verlaufenden ersten Profil und ein zweites plattenförmiges
Element mit einem im Wesentlichen horizontal verlaufenden zweiten Profil verbunden,
wobei das erste Profil auf einer ersten Schiene und das zweite Profil auf einer zweiten
Schiene entlang der ersten und der zweiten Verschieberichtung verschiebbar sind und
die erste und die zweite Schiene parallel beabstandet zueinander verlaufen. Selbstverständlich
können auch weitere Schienen und eine entsprechende Anzahl von plattenförmigen Elementen
vorgesehen werden. Aufgrund der beabstandeten Anordnung der plattenförmigen Elemente
ist es möglich, diese unabhängig voneinander entlang der Schienen zu verschieben,
so dass ein Höchstmaß an Flexibilität erreicht wird. Zudem ist es nicht notwendig,
die plattenförmigen Elemente und insbesondere die Glasscheiben mit vertikal verlaufenden
Profilen zu versehen, was die Transparenz weiter erhöht.
[0033] Beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen
- Figur 1a)
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung in einer
Mitnahmestellung,
- Figur 1b)
- die in Figur 1a) gezeigte Verriegelungsvorrichtung in einer Verriegelungsstellung,
jeweils anhand einer perspektivischen Darstellung,
- Figur 2a)
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verschlusselements in der Verriegelungsstellung,
- Figur 2b)
- das in Figur 2a) dargestellte Verschlusselement in der Mitnahmestellung, jeweils anhand
einer Draufsicht,
- Figur 2c)
- das in Figur 2a) dargestellte Verschlusselement in der Verriegelungsstellung anhand
einer perspektivischen Darstellung,
- Figur 3
- ein Betätigungskörper des in den Figuren 2a) bis 2c) dargestellten Verschlusselements
anhand einer Draufsicht,
- Figur 4a)
- ein Verschlusskörper der in den Figuren 1a) und 1b) dargestellten Verriegelungsvorrichtung
anhand einer perspektivischen Darstellung,
- Figur 4b)
- den in Figur 4a) dargestellten Verschlusskörper anhand einer Vorderansicht,
- Figur 4c)
- den in Figur 4a) dargestellten Verschlusskörper anhand einer Draufansicht,
- Figur 4b)
- den in Figur 4a) dargestellten Verschlusskörper anhand einer Hinteransicht,
- Figur 5a)
- eine ausschnittsweise Darstellung einer erfindungsgemäße Wandanordnung mit einer Verriegelungsvorrichtung,
die sich in der Mitnahmestellung befindet,
- Figur 5b)
- die in Figur 5a) dargestellte Wandanordnung, bei der sich die Verriegelungsvorrichtung
in der Verriegelungsstellung befindet,
- Figur 6a)
- eine Gesamtansicht der Wandanordnung, bei welcher sich die Verriegelungsvorrichtungen
in der Mitnahmestellung befinden,
- Figur 6b)
- eine Gesamtansicht der Wandanordnung, bei welcher sich die Verriegelungsvorrichtungen
in der Verriegelungsstellung befinden,
- Figur 6c)
- eine Gesamtansicht der Wandanordnung, bei welcher sich Verriegelungsvorrichtungen
in der Mitnahmestellung befinden, und
- Figur 6d)
- eine Gesamtansicht der Wandanordnung, bei welcher sich die Verriegelungsvorrichtungen
in der Verriegelungsstellung befinden, jeweils anhand einer Draufsicht.
[0034] In Figur 1a) ist ein Ausführungsbeispiel einer Verriegelungsvorrichtung 10 zum Verriegeln
von mindestens zwei entlang einer ersten Verschieberichtung R1 und einer entgegengesetzten
zweiten Verschieberichtung R2 verschiebbar gelagerten plattenförmigen Elementen 12
(siehe Figuren 5 und 6) anhand einer perspektivischen Darstellung gezeigt, wobei sich
die Verriegelungsvorrichtung 10 in einer Mitnahmestellung befindet. In Figur 1b) befindet
sich die Verriegelungsvorrichtung 10 in einer Verriegelungsstellung.
[0035] Die Verriegelungsvorrichtung 10 umfasst einen Verschlusskörper 14, welcher an einem
nicht dargestellten ersten plattenförmigen Element 12
1 (siehe Figuren 5 und 6) befestigt werden kann. Der Verschlusskörper 14 ist in den
Figuren 4a) bis 4c) separat dargestellt. Der Verschlusskörper 14 weist eine Ausnehmung
16 auf, die einen ersten Abschnitt 18 und einen zweiten Abschnitt 20 umfasst. Der
erste Abschnitt 18 ist an einem ersten Unterkörper 22 und der zweite Abschnitt 20
an einem zweiten Unterkörper 24 angeordnet, welche auf nicht näher gezeigte Weise
miteinander verbunden sind, beispielsweise durch Verschweißen. Der erste Abschnitt
18 der Ausnehmung 16 ist in die erste Verschieberichtung R1 offen, während der zweite
Abschnitt 20 der Ausnehmung 16 sowohl in die erste Verschieberichtung R1 als auch
in die zweite Verschieberichtung R2 geschlossen ist. Der zweite Abschnitt 20 ist als
eine Durchgangsbohrung 26 ausgeführt, welche den zweiten Unterkörper 24 durchdringt.
Der erste Abschnitt 18 ist in etwa halbkreisförmig und so ausgeführt, dass der erste
Abschnitt 18 und der zweite Abschnitt 20 stufenlos ineinander übergehen. Der zweite
Abschnitt 20 weist dort, wo er nicht in den ersten Abschnitt 18 übergeht, eine Verjüngung
28 auf.
[0036] Die Verriegelungsvorrichtung 10 umfasst weiterhin ein Verschlusselement 30, welches
einen Befestigungskörper 32 umfasst, mit den das Verschlusselement 30 an einem nicht
dargestellten zweiten plattenförmigen Element 12
2 (siehe Figuren 5a) und 5b)) befestigt werden kann. Weiterhin umfasst das Verschlusselement
30 einen Betätigungskörper 34, welcher um eine erste Drehachse D1 drehbar am Befestigungskörper
32 gelagert und zwischen der Mitnahmestellung und der Verriegelungsstellung bewegbar
ist. Der Betätigungskörper 34 weist einen ersten Schenkel 35 und einen zweiten Schenkel
36 auf, welche in einem Winkel α von ca. 165° zueinander angeordnet sind (siehe Figur
3) .
[0037] Der erste Schenkel 35 umfasst eine erste Nut 37 mit einem geneigten ersten Nutgrund
38, während der zweite Schenkel 36 eine zweite Nut 40 mit einem ebenfalls geneigten
zweiten Nutgrund 42 aufweist. Während die erste Nut 37 in die erste Verschieberichtung
R1 und die zweite Verschieberichtung R2 offen ist, ist die zweite Nut 40 in die erste
Verschieberichtung R1 geschlossen und in die zweite Verschieberichtung R2 offen.
[0038] Im zweiten Schenkel 36 ist ein Verriegelungskörper 44, im dargestellten Ausführungsbeispiel
als ein Verriegelungsbolzen ausgeführt, um eine zweite Drehachse D2 drehbar gelagert.
Der Verriegelungskörper 44 weist an seinem freien Ende eine Abschlussplatte 45 auf,
welche aber als zum freien Ende hin konisch zulaufend ausgestaltet oder pilzkopfförmig
geformt sein kann. Insbesondere dann, wenn der Verriegelungskörper 44 zum freien Ende
hin konisch zuläuft, wird eine zentrierende Wirkung beim Einbringen des Verriegelungskörpers
44 in die Durchgangsbohrung 26 erreicht. Aber auch im dargestellten Ausführungsbeispiel,
in welcher der Verriegelungskörper 44 die Abschlussplatte 45 aufweist, wird eine Zentrierung
mittels der Verjüngung 28 bewirkt.
[0039] In Figur 1a) befindet sich die Verriegelungsvorrichtung 10 bzw. das Verschlusselement
30 in der Mitnahmestellung. In der Mitnahmestellung greift der Verriegelungskörper
44 in den ersten Abschnitt 18, nicht aber in den zweiten Abschnitt 20 der Ausnehmung
16 ein. Wird das zweite plattenförmige Element 12
2 in die erste Verschieberichtung R1 verschoben, kann der Verriegelungskörper 44 den
ersten Abschnitt 18 verlassen. Selbiges gilt auch, wenn das erste plattenförmige Element
12 in die zweite Verschieberichtung R2 verschoben wird. Folglich können die beiden
plattenförmigen Elemente 12
1, 12
2 relativ zueinander verschoben werden.
[0040] Wenn jedoch das zweite plattenförmige Element 12
2 in die zweite Verschieberichtung R2 verschoben wird, schlägt der Verriegelungskörper
44 irgendwann an die Wandung des ersten Abschnitts 18 der Ausnehmung 16 an. Wird das
zweite plattenförmige Element 12 weiter in die zweite Verschieberichtung R2 verschoben,
nimmt der Verriegelungskörper 44 das erste plattenförmige Element 12
1 mit.
[0041] In Figur 1b) befindet sich die Verriegelungsvorrichtung 10 bzw. das Verschlusselement
30 in der Verriegelungsstellung. In der Verriegelungsstellung greift der Verriegelungskörper
44 in den zweiten Abschnitt 20 der Ausnehmung 16 ein. Da der zweite Abschnitt 20 sowohl
in der ersten Verschieberichtung R1 als auch in der zweiten Verschieberichtung R2
geschlossen ist, können das erste und das zweite plattenförmige Element 12
1, 12
2 nur gemeinsam verschoben werden.
[0042] In den Figuren 2a) und 2b) ist das Verschlusselement 30 separat gezeigt. In Figur
2a) befindet sich der Betätigungskörper 34 in der Verriegelungsstellung, während sich
in Figur 2b) der Betätigungskörper 34 in der Mitnahmestellung befindet.
[0043] In Figur 2c) ist das Verschlusselement 30 separat anhand einer perspektivischen Darstellung
gezeigt, wobei sich der Betätigungskörper 34 in der Verriegelungsstellung befindet.
Gut erkennbar sind der erste Nutgrund 38 und der zweite Nutgrund 42. Der erste Nutgrund
38 ist so geneigt, dass er dann, wenn sich der Betätigungskörper 34 in der Verriegelungsstellung
befindet, in etwa parallel zur ersten und zweiten Verschieberichtung R1, R2 verläuft.
Der zweite Nutgrund 42 ist so geneigt, dass er dann, wenn sich der Betätigungskörper
34 in der Mitnahmestellung befindet, in etwa parallel zur ersten und zweiten Verschieberichtung
R1, R2 verläuft. Gut erkennbar ist, dass die zweite Nut 40 in die erste Verschieberichtung
R1 geschlossen ist. Zudem ist in Figur 2c) erkennbar, dass die zweite Nut 40 eine
Ausnehmung 47 aufweist, welche so ausgestaltet ist, dass der Verriegelungskörper 44
mit seiner Abschlussplatte 45 in die Ausnehmung 47 eingebracht werden kann.
[0044] In Figur 3 ist der Betätigungskörper 34 separat dargestellt. Man erkennt, dass der
Betätigungskörper 34 einen Positionierungsabschnitt 46 aufweist, der einen Vorsprung
48 umfasst.
[0045] In den Figuren 4a) bis 4d) ist der Verschlusskörper 14 anhand von drei unterschiedlichen
Perspektiven gezeigt. Der Verschlusskörper 14 weist eine Befestigungsbohrung 50 auf,
mit welcher er an einem plattenförmigen Element 12 befestigt werden kann. Ferner weist
der Verschlusskörper 14 zwei Fixierstifte 52 auf, welcher der Vorpositionierung des
Verschlusskörpers 14 bei der Befestigung am plattenförmigen Element 12 dient. Der
zweite Unterkörper 24 springt gegenüber dem ersten Unterkörper 22 vor. Der Verschlusskörper
14 wird mit dem ersten Unterkörper am plattenförmigen Element 12 befestigt, so dass
der vorspringende zweite Unterkörper 24 in das plattenförmige Element 12 hineinragt
und somit ebenfalls eine positionierende Wirkung aufweist. Somit ergibt sich eine
waagerechte Auflage des Verschlusskörpers 14 auf dem plattenförmigen Element 12. Der
Verschlusskörper 14 muss nur mittels einer die Befestigungsbohrung 50 durchlaufenden
Schraube am plattenförmigen Element 12 befestigt werden. Der Verschlusskörper 14 kann
aus Edelstahl gefertigt sein, um die Haltbarkeit zu erhöhen.
[0046] Wie insbesondere aus den Figuren 4a) und 4b) erkennbar, ist der erste Unterkörper
22 V-förmig um die Ausnehmung 16 herum geführt. Hierdurch wird ein erhöhter Schutz
vor Einbrüchen erreicht, da der Verriegelungskörper 44 in der Verriegelungsstellung
schwerer zugänglich ist als beispielsweise dann, wenn der erste Unterkörper 22 von
oben betrachtet rechteckig ausgebildet wäre und damit nur an einem Punkt die Ausnehmung
berühren würde.
[0047] In den Figuren 5a) und 5b) ist eine erfindungsgemäße Wandanordnung 54 ausschnittsweise
dargestellt. Insgesamt umfasst die Wandanordnung 54 drei plattenförmige Elemente 12
1 bis 12
3 auf, von denen nur das erste und das zweite plattenförmige Element 12
1, 12
2 gezeigt sind. Die plattenförmigen Elemente 12
1, 12
2 sind als Glasscheiben 56
1 bis 56
3 ausgeführt und sind mit horizontal verlaufenden Profilen 58 verbunden. Die Profile
58 sind auf jeweils einer Schiene 59
1, 59
2, 59
3 in die erste und die zweite Verschieberichtung R1, R2 verschiebbar geführt, wozu
die Profile 58 nicht dargestellte entsprechende Gleitflächen oder Räder aufweisen.
[0048] Mit der Wandanordnung 54 kann ein Innenbereich 60 von einem Außenbereich 62 getrennt
werden. Im Bereich des bezogen auf die in den Figuren 5a) und 5b) gewählte Darstellung
rechten Endes 64 der ersten Glasscheibe 56
1 ist einer der oben beschriebenen Verschlusskörper 14 befestigt, wobei der Verschlusskörper
14 auf der zum Innenbereich 60 weisenden Seite des Profils 58
1 angeordnet ist. Unterhalb des Bereichs eines linken Endes 66 der zweiten Glasscheibe
56
2 ist eines der oben beschriebenen Verschlusselemente 30 befestigt. Das Verschlusselement
30 ist dabei so befestigt, dass die erste Nut 37 und die zweite Nut 40 zum Innenbereich
60 zeigen.
[0049] In Figur 5a) befindet sich der Betätigungskörper 34 in der Mitnahmestellung. Folglich
kann die zweite Glasscheibe 56
2 nach links oder die erste Glasscheibe 56
1 nach rechts verschoben werden. Wird die zweite Glasscheibe 56
2 nach rechts oder die erste Glasscheibe 56
1 nach links verschoben, nimmt die angeschobene Glasscheibe 56 die andere Glasscheibe
56 mit.
[0050] In Figur 5b) befindet sich der Betätigungskörper 34 in der Verriegelungsstellung.
Beide Glasscheiben 56
1, 56
2 können nur noch gemeinsam bewegt werden, da der Verriegelungskörper 44 in den zweiten
Abschnitt 20 der Ausnehmung 16 des Verschlusskörpers 14 eingreift.
[0051] Man erkennt, dass auf das Verschlusselement 30 weiterhin ein Vorspannelement 68 aufweist,
welches am Positionierungsabschnitt 46 anliegt. Das Vorspannelement 68 gleitet am
Positionierungsabschnitt 46 entlang, wenn der Betätigungskörper 34 zwischen der Mitnahmestellung
und der Verriegelungsstellung bewegt wird. Aufgrund des Vorsprungs 48 wird das Vorspannelement
68 während der Bewegung stärker vorgespannt als in der Mitnahmestellung und der Verriegelungsstellung.
Die hierzu notwendige Kraft muss der Benutzer aufbringen, wodurch unbeabsichtigte
Bewegungen des Betätigungskörpers 34 zwischen der Mitnahmestellung und der Verriegelungsstellung
verhindert werden. Der Benutzer kann diese Kraft beispielsweise über seine Fußspitze
auf den Betätigungskörper 34 aufbringen.
[0052] In Figur 6a) ist die gesamte Wandanordnung 54 dargestellt. Man erkennt nun auch das
dritte plattenförmige Element 12
3 bzw. die dritte Glasscheibe 56
3. Man erkennt ferner, dass die erste Glasscheibe 56
1 nur einen der Verschlusskörper 14 und kein Verschlusselement 30 aufweist, während
die zweite Glasscheibe 56
2 sowohl einen der Verschlusskörper 14 als auch eines der Verschlusselemente 30 aufweist.
Die dritte Glasscheibe 56
3 weist nur eines der Verschlusselemente 30 auf.
[0053] In Figur 6a) befinden sich beide Verschlusselemente 30 in der Mitnahmestellung. Die
zweite Glasscheibe 56
2 kann relativ zur ersten Glasscheibe 56 in die erste Verschieberichtung R1, hier nach
links, verschoben werden, während sie die erste Glasscheibe 56
1 mitnimmt, wenn sie in die zweite Verschieberichtung R2, hier nach rechts, verschoben
wird. Die dritte Glasscheibe 56
3 kann relativ zur zweiten Glasscheibe 56
2 in die zweite Verschieberichtung R2 verschoben werden, da die zweite Nut 40 des Betätigungskörpers
34 in die zweite Verschieberichtung R2 offen ist. Wird die dritte Glasscheibe 56
3 in die erste Verschieberichtung R1 verschoben, schlägt irgendwann der Verriegelungskörper
44 an die Wandung der zweiten Nut 40 an, so dass die dritte Glasscheibe 56
3 ab dann die zweite Glasscheibe 56
2 mitnimmt.
[0054] In Figur 6b) ist die Wandanordnung 54 vollständig verriegelt. Ausgehend von der Figur
6a), in welcher sich die Betätigungskörper in der Mitnahmestellung befinden, werden
die Glasscheiben 56 so verschoben, dass sie so angeordnet sind, wie es in Figur 6b)
dargestellt ist. Anschließend müssen die Betätigungskörper 34 nur noch in die Verriegelungsstellung
bewegt werden. Dann können die drei Glasscheiben 56
1 bis 56
3 nur noch gemeinsam sowohl in die erste als auch in die zweite Verschieberichtung
R1, R2 verschoben werden. Da aber die erste Glasscheibe 56
1 am linken Ende der Schiene 59
1 anliegt und nicht weiter nach links verschoben werden kann, können auch die übrigen
Glasscheiben 56
2, 56
3 nicht nach links verschoben werden. Da die dritte Glasscheibe 56
3 am rechten Ende der Schiene 59
3 anliegt und nicht weiter nach rechts verschoben werden kann, können auch die übrigen
Glasscheiben 56
1, 56
2 nicht nach rechts verschoben werden. Die Wandanordnung 54 ist somit vollständig verriegelt.
[0055] In Figur 6c) befindet sich der Betätigungskörper 34 der dritten Glasscheibe 56
3 in der Mitnahmestellung. Die erste und die zweite Glasscheibe 56
1, 56
2 befinden sich auf gleicher Höhe. Um die dritte Glasscheibe 56
3 nach links an der zweiten Glasscheibe 56
2 vorbei schieben zu können, muss der Betätigungskörper 34 der zweiten Glasscheibe
56
2 zunächst in die Verriegelungsstellung gebracht werden, kann aber anschließend, wie
gezeigt, in die Mitnahmestellung gebracht werden. Hierdurch wird erreicht, dass sämtliche
Glasscheiben 56 relativ zueinander verschoben werden können, was sich insbesondere
beim Putzen der Glasscheiben 56
1 bis 56
3 vom Innenraum anbietet. Die dritte Glasscheibe 56
3 kann sowohl nach links als auch nach rechts bewegt werden, was sich insbesondere
dann anbietet, wenn die dritte Glasscheibe 56
3 vom Innenbereich 60 her geputzt werden soll. Die Außenseite der dritten Glasscheibe
56
3 kann durch ein entsprechendes Verschieben beidseitig erreicht werden.
[0056] In Figur 6d) befinden sich beide Betätigungskörper 34 in der Verriegelungsstellung,
wobei die Glasscheiben 56
1 bis 56
3 so angeordnet sind, dass der Verriegelungskörper 44 der zweiten Glasscheibe 56
2 in den zweiten Abschnitt 18 der Ausnehmung 16 des Verschlusskörpers 14 der ersten
Glasscheibe 56
1 eingreift, während der Verriegelungskörper 44 der dritten Glasscheibe 56
3 in die zweite Nut 40 des Betätigungskörpers 34 des Verschlusselements 30 der zweiten
Glasscheibe 56 eingreift. Die erste Glasscheibe 56
1 und die zweite Glasscheibe 56
2 können nur gemeinsam bewegt werden. Aber auch die dritte Glasscheibe 56
3 kann nur zusammen mit der zweiten Glasscheibe 56
2 verschoben werden. Wird die dritte Glasscheibe 56
3 nach links bewegt, schlägt der Verriegelungskörper 44 gegen die Wandung der zweiten
Nut 40 an. Aufgrund der Neigung des zweiten Nutgrunds 42 verkeilt sich der Verriegelungskörper
44 mit dem zweiten Nutgrund 42, wenn die dritte Glasscheibe 56
3 nach rechts bewegt wird. Aufgrund der Tatsache, dass sich alle drei Glasscheiben
56
1 bis 56
3 nur gemeinsam verschieben lassen, ist es relativ unwahrscheinlich, dass sie sich
beispielsweise infolge eines Windstoßes selbständig unkontrolliert bewegen. Daher
eignet sich die in Figur 6d) gezeigte Anordnung insbesondere für das Lüften.
[0057] Wenn sich die beiden Betätigungskörper 34 der zweiten und dritten Glasscheibe 56
2, 56
3 in der Mitnahmestellung befinden und die drei Glasscheiben 56
1 bis 56
3 so angeordnet sind, wie in Figur 6d) dargestellt, muss nur der Betätigungskörper
34 des Verschlusselements 30 der dritten Glasscheibe 56
3 in die Verriegelungsstellung bewegt werden. Da der Verriegelungskörper 44 des Betätigungskörpers
34 der dritten Glasscheibe 563 gegen den zweiten Nutgrund 42 des Betätigungskörpers
34 der zweiten Glasscheibe 56
2 anschlägt, wird auch der Betätigungskörper 34 der zweiten Glasscheibe 56
2 in die Verriegelungsstellung bewegt. Wie bereits erwähnt, verfügt die zweite Nut
40 über die Ausnehmung 47, in welche die Abschlussplatte 45 des Verriegelungskörpers
44 eingebracht wird, wenn die dritte Glasscheibe 56
3 so verschoben wird, dass der Verriegelungskörper 44 gegen das geschlossene Ende der
zweiten Nut 40 der zweiten Glasscheibe 56
2 anschlägt. Der Verriegelungskörper 44 der dritten Glasscheibe 56
3 steht somit in formschlüssigen Eingriff mit dem Betätigungskörper 34 der zweiten
Glasscheibe 56
2. Hierdurch wird bewirkt, das der Verriegelungskörper 44 des Betätigungskörpers 34
der zweiten Glasscheibe 56
2 von der Verriegelungsstellung in die Mitnahmestellung bewegt wird, wenn der Betätigungskörper
34 der dritten Glasscheibe 56
3 in die Mitnahmestellung bewegt wird.
[0058] Wie insbesondere aus Figur 5b) erkennbar, muss ein Werkzeug zunächst durch den Zwischenraum
zwischen zwei benachbarten Glasscheiben 56 geführt und dann um das linke Ende 66 eines
der Glasscheiben 56 zurück geführt werden, um vom Außenbereich 62 her den Betätigungskörper
34 von der Verriegelungsstellung in die Mitnahmestellung zu bewegen. Dann muss das
Werkzeug auf den ersten Schenkel 35 gedrückt werden, was relativ schwierig ist. Um
das Bewegen von der Verriegelungsstellung in die Mitnahmestellung zu erschweren, kann
das Vorspannelement 68 entsprechend stark vorgespannt werden. Zudem können vom Innenraum
her und oberhalb des Betätigungskörpers angebrachte Elemente vorgesehen werden, welche
den Zugang zum ersten Schenkel 35 weiter erschweren. Folglich wird insbesondere im
Vergleich zur in der
CH 702 530 B9 gezeigten Verriegelungsvorrichtung 10 ein erhöhter Schutz vor Einbrüchen bereitgestellt.
Bezugszeichenliste
[0059]
- 10
- Verriegelungsvorrichtung
- 11
- erstes Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement
- 12, 121 -123
- plattenförmiges Element
- 13
- Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement
- 14
- Verschlusskörper
- 16
- Ausnehmung
- 18
- erster Abschnitt
- 20
- zweiter Abschnitt
- 22
- erster Unterkörper
- 24
- zweiter Unterkörper
- 26
- Durchgangsbohrung
- 28
- Verjüngung
- 30
- Verschlusselement
- 32
- Befestigungskörper
- 34
- Betätigungskörper
- 35
- erster Schenkel
- 36
- zweiter Schenkel
- 37
- erste Nut
- 38
- erster Nutgrund
- 40
- zweite Nut
- 42
- zweiter Nutgrund
- 44
- Verriegelungskörper
- 45
- Abschlussplatte
- 46
- Positionierungsabschnitt
- 47
- Ausnehmung
- 48
- Vorsprung
- 50
- Befestigungsbohrung
- 52
- Fixierstift
- 54
- Wandanordnung
- 56, 561 - 563
- Glasscheibe, Plexiglasscheibe, Spanplatte, Mückenschutzgitter
- 58, 581 - 583
- Profil
- 59, 591 - 593
- Schiene
- 60
- Innenbereich
- 62
- Außenbereich
- 64
- erstes Ende
- 66
- zweites Ende
- 68
- Vorspannelement
- D1
- erste Drehachse
- D2
- zweite Drehachse
- R1
- erste Verschieberichtung
- R2
- zweite Verschieberichtung
- α
- Winkel
1. Verriegelungsvorrichtung zum Verriegeln und Mitnehmen von mindestens zwei entlang
einer ersten Verschieberichtung (R1) und einer entgegengesetzten zweiten Verschieberichtung
(R2) verschiebbar gelagerten plattenförmigen Elementen (12), umfassend
- ein am ersten plattenförmigen Element (121) befestigbares erstes Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement (11), und
- ein am zweiten plattenförmigen Element (122) befestigbares zweites Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement (13), welches zwischen
einer Mitnahmestellung und einer Verriegelungsstellung bewegbar ist,
- wobei das erste und das zweite Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement (11, 13)
derart ausgebildet sind und zusammenwirken, dass
- dann, wenn sich das zweite Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement (13) in der Verriegelungsstellung
befindet, die plattenförmigen Elemente (12) gemeinsam entlang der ersten Verschieberichtung
(R1) und der zweiten Verschieberichtung (R2) verschiebbar sind, und
- dann, wenn sich das zweite Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement (13) in der Mitnahmestellung
befindet, ein Verschieben des zweiten plattenförmigen Elements (122) in die zweite Verschieberichtung (R2) eine Mitnahme des ersten plattenförmigen Elements
(121) in die zweite Verschieberichtung (R2) bewirkt, während ein Verschieben des zweiten
plattenförmigen Elements (122) in die erste Verschieberichtung (R1) keine Mitnahme des ersten plattenförmigen Elements
in die erste Verschieberichtung (R1) bewirkt.
2. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das erste Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement (11) als ein am ersten plattenförmigen
Element (121) befestigbarer Verschlusskörper (14) mit einer Ausnehmung (16) ausgebildet
ist, welche einen ersten Abschnitt (18), welcher in die erste Verschieberichtung (R1)
geöffnet und in die zweite Verschieberichtung (R2) geschlossen ist, und einen zweiten
Abschnitt (20) aufweist, welcher in die erste Verschieberichtung (R1) und in die zweite
Verschieberichtung (R2) vollständig oder nahezu vollständig geschlossen ist, und
- das zweite Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement (13) als ein am zweiten plattenförmigen
Element (122) befestigbares Verschlusselement (30) ausgebildet ist, welches zwischen
der Mitnahmestellung und der Verriegelungsstellung bewegbar ist und einen Verriegelungskörper
(44) aufweist, welcher in der Mitnahmestellung in den ersten Abschnitt (18) einbringbar
ist und in der Verriegelungsstellung in den zweiten Abschnitt (20) eingreift, wenn
sich die Verriegelungsvorrichtung (10) im montierten Zustand befindet.
3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlusskörper (14) einen ersten Unterkörper (22) und einen zweiten Unterkörper
(24) aufweist, wobei der erste Abschnitt (18) der Ausnehmung (16) auf dem ersten Unterkörper
(22) und der zweite Abschnitt (20) der Ausnehmung (16) auf dem zweiten Unterkörper
(24) angeordnet sind.
4. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Unterkörper (22) und der zweite Unterkörper (24) miteinander verbunden
sind.
5. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (20) der Ausnehmung (16) eine Verjüngung (28) aufweist.
6. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (30) einen Befestigungskörper (32) zum Befestigen des Verschlusselements
(30) am zweiten plattenförmigen Element (122) und einen den Verriegelungskörper (44) bildenden oder aufnehmenden Betätigungskörper
(34) umfasst, der zwischen der Mitnahmestellung und der Verriegelungsstellung bewegbar
am Befestigungskörper (32) befestigt ist.
7. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungskörper (34) um eine erste Drehachse (D1) drehbar am Befestigungskörper
(32) gelagert ist.
8. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungskörper (34) einen ersten Schenkel (35) und einen zweiten Schenkel
(36) aufweist, die in einem Winkel (α) zueinander angeordnet sind.
9. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungskörper (44) um eine zweite Drehachse (D2) drehbar im zweiten Schenkel
(36) gelagert ist.
10. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schenkel (35) eine im Wesentlichen zentrisch verlaufende erste Nut (37)
aufweist, welche in der ersten und der zweiten Verschieberichtung (R1, R2) offen ist.
11. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Nut (37) einen geneigten ersten Nutgrund (38) aufweist, welcher derart
geneigt ist, dass er in der Verriegelungsstellung im Wesentlichen parallel zur ersten
und zweiten Verschieberichtung (R1, R2) verläuft.
12. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schenkel (36) eine im Wesentlichen zentrisch verlaufende zweite Nut (40)
aufweist, welche in die erste Verschieberichtung (R1) geschlossen ist.
13. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Nut (40) einen geneigten zweiten Nutgrund (42) aufweist, welcher derart
geneigt ist, dass er in der Mitnahmestellung im Wesentlichen parallel zur ersten und
zweiten Verschieberichtung (R1, R2) verläuft.
14. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Nut (40) eine Ausnehmung (47) aufweist, in welche der Verriegelungskörper
(44) einbringbar ist.
15. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungskörper (34) einen Positionierungsabschnitt (46) aufweist, mit welchem
der Betätigungskörper (34) mit einem auf dem Befestigungskörper (32) angeordneten
Vorspannelement (68) derart zusammenwirkt, dass der Betätigungskörper (34) in der
Mitnahmestellung oder der Verriegelungsstellung positionierbar ist.
16. Wandanordnung mit mindestens zwei entlang einer ersten Verschieberichtung (R1) und
einer entgegengesetzten zweiten Verschieberichtung (R2) verschiebbar gelagerten plattenförmigen
Elementen (12), umfassend zumindest eine Verriegelungsvorrichtung (10) nach einem
der vorherigen Ansprüche zum Verriegeln der plattenförmigen Elemente (12).
17. Wandanordnung nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass die plattenförmigen Elemente (12) Glasscheiben , Plexiglasscheiben, Spanplatten und/oder
ein Mückenschutzgitter (56) umfassen oder von diesen gebildet werden.
18. Wandanordnung nach einem der Ansprüche 16 oder 17,
dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes plattenförmiges Element (121) mit einem im Wesentlichen horizontal verlaufenden ersten Profil (581) und ein zweites plattenförmiges Element (122) mit einem im Wesentlichen horizontal verlaufenden zweiten Profil (582) verbunden sind, wobei das erste Profil (581) auf einer ersten Schiene (591) und das zweite Profil (582) auf einer zweiten Schiene (592) entlang der ersten und der zweiten Verschieberichtung (R1, R2) verschiebbar sind
und die erste und die zweite Schiene (591, 592) parallel beabstandet zueinander verlaufen.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verriegelungsvorrichtung zum Verriegeln und Mitnehmen von mindestens zwei entlang
einer ersten Verschieberichtung (R1) und einer entgegengesetzten zweiten Verschieberichtung
(R2) verschiebbar gelagerten plattenförmigen Elementen (12), umfassend
- ein am ersten plattenförmigen Element (121) befestigbares erstes Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement (11), und
- ein am zweiten plattenförmigen Element (122) befestigbares zweites Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement (13), welches zwischen
einer Mitnahmestellung und einer Verriegelungsstellung bewegbar ist,
- wobei das erste und das zweite Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement (11, 13)
derart ausgebildet sind und zusammenwirken, dass
- dann, wenn sich das zweite Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement (13) in der Verriegelungsstellung
befindet, die plattenförmigen Elemente (12) gemeinsam entlang der ersten Verschieberichtung
(R1) und der zweiten Verschieberichtung (R2) verschiebbar sind, und
- dann, wenn sich das zweite Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement (13) in der Mitnahmestellung
befindet, ein Verschieben des zweiten plattenförmigen Elements (122) in die zweite Verschieberichtung (R2) eine Mitnahme des ersten plattenförmigen Elements
(121) in die zweite Verschieberichtung (R2) bewirkt, während ein Verschieben des zweiten
plattenförmigen Elements (122) in die erste Verschieberichtung (R1) keine Mitnahme des ersten plattenförmigen Elements
in die erste Verschieberichtung (R1) bewirkt,
wobei das erste Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement (11) als ein am ersten plattenförmigen
Element (121) befestigbarer Verschlusskörper (14) mit einer Ausnehmung (16) ausgebildet
ist, und
wobei das zweite Verriegelungs- und/oder Mitnahmeelement (13) als ein am zweiten plattenförmigen
Element (122) befestigbares Verschlusselement (30) ausgebildet ist, welches zwischen
der Mitnahmestellung und der Verriegelungsstellung bewegbar ist und einen Verriegelungskörper
(44) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Ausnehmung (16) des Verschlusskörpers (14)einen ersten Abschnitt (18), welcher
in die erste Verschieberichtung (R1) geöffnet und in die zweite Verschieberichtung
(R2) geschlossen ist, und einen zweiten Abschnitt (20) aufweist, welcher in die erste
Verschieberichtung (R1) und in die zweite Verschieberichtung (R2) vollständig oder
nahezu vollständig geschlossen ist, und
- der Verriegelungskörper (44) des Verschlusselementes (30) in der Mitnahmestellung
in den ersten Abschnitt (18) einbringbar ist und in der Verriegelungsstellung in den
zweiten Abschnitt (20) eingreift, wenn sich die Verriegelungsvorrichtung (10) im montierten
Zustand befindet.
2. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlusskörper (14) einen ersten Unterkörper (22) und einen zweiten Unterkörper
(24) aufweist, wobei der erste Abschnitt (18) der Ausnehmung (16) auf dem ersten Unterkörper
(22) und der zweite Abschnitt (20) der Ausnehmung (16) auf dem zweiten Unterkörper
(24) angeordnet sind.
3. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Unterkörper (22) und der zweite Unterkörper (24) miteinander verbunden
sind.
4. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (20) der Ausnehmung (16) eine Verjüngung (28) aufweist.
5. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (30) einen Befestigungskörper (32) zum Befestigen des Verschlusselements
(30) am zweiten plattenförmigen Element (122) und einen den Verriegelungskörper (44) bildenden oder aufnehmenden Betätigungskörper
(34) umfasst, der zwischen der Mitnahmestellung und der Verriegelungsstellung bewegbar
am Befestigungskörper (32) befestigt ist.
6. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungskörper (34) um eine erste Drehachse (D1) drehbar am Befestigungskörper
(32) gelagert ist.
7. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungskörper (34) einen ersten Schenkel (35) und einen zweiten Schenkel
(36) aufweist, die in einem Winkel (α) zueinander angeordnet sind.
8. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungskörper (44) um eine zweite Drehachse (D2) drehbar im zweiten Schenkel
(36) gelagert ist.
9. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schenkel (35) eine im Wesentlichen zentrisch verlaufende erste Nut (37)
aufweist, welche in der ersten und der zweiten Verschieberichtung (R1, R2) offen ist.
10. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Nut (37) einen geneigten ersten Nutgrund (38) aufweist, welcher derart
geneigt ist, dass er in der Verriegelungsstellung im Wesentlichen parallel zur ersten
und zweiten Verschieberichtung (R1, R2) verläuft.
11. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schenkel (36) eine im Wesentlichen zentrisch verlaufende zweite Nut (40)
aufweist, welche in die erste Verschieberichtung (R1) geschlossen ist.
12. Verriegelungsvorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Nut (40) einen geneigten zweiten Nutgrund (42) aufweist, welcher derart
geneigt ist, dass er in der Mitnahmestellung im Wesentlichen parallel zur ersten und
zweiten Verschieberichtung (R1, R2) verläuft.
13. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Nut (40) eine Ausnehmung (47) aufweist, in welche der Verriegelungskörper
(44) einbringbar ist.
14. Verriegelungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungskörper (34) einen Positionierungsabschnitt (46) aufweist, mit welchem
der Betätigungskörper (34) mit einem auf dem Befestigungskörper (32) angeordneten
Vorspannelement (68) derart zusammenwirkt, dass der Betätigungskörper (34) in der
Mitnahmestellung oder der Verriegelungsstellung positionierbar ist.
15. Wandanordnung mit mindestens zwei entlang einer ersten Verschieberichtung (R1) und
einer entgegengesetzten zweiten Verschieberichtung (R2) verschiebbar gelagerten plattenförmigen
Elementen (12), umfassend zumindest eine Verriegelungsvorrichtung (10) nach einem
der vorherigen Ansprüche zum Verriegeln der plattenförmigen Elemente (12).
16. Wandanordnung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die plattenförmigen Elemente (12) Glasscheiben , Plexiglasscheiben, Spanplatten und/oder
ein Mückenschutzgitter (56) umfassen oder von diesen gebildet werden.
17. Wandanordnung nach einem der Ansprüche 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes plattenförmiges Element (121) mit einem im Wesentlichen horizontal verlaufenden ersten Profil (581) und ein zweites plattenförmiges Element (122) mit einem im Wesentlichen horizontal verlaufenden zweiten Profil (582) verbunden sind, wobei das erste Profil (581) auf einer ersten Schiene (591) und das zweite Profil (582) auf einer zweiten Schiene (592) entlang der ersten und der zweiten Verschieberichtung (R1, R2) verschiebbar sind
und die erste und die zweite Schiene (591, 592) parallel beabstandet zueinander verlaufen.