[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Öffnen und/oder Schließen eines Flügels
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Es ist bekannt, X- oder Y-Scheren einzusetzen, um einen Flügel einer Tür oder eines
Fensters Drehzuöffnen und dabei die Bewegung eines Spindelantriebs derart umzulenken,
dass sie der Bewegungsrichtung des Flügels entsprechen. Dadurch können die Spindelantriebe
parallel zur Rahmenkonstruktion des Flügels verbaut werden und ragen nicht mehr in
den Raum hinein. Die Kraftübertragung zwischen Antrieb und Schere erfolgt mit Hilfe
von Schubstangen. Nachteilig bei X- und Y-Scheren sind die geringen übertragbaren
Kräfte, wenn sich die Scheren in der Nähe der gestreckten Lage befinden. Die gestreckte
Lage der Schere wird als Totpunktlage bezeichnet. Bei der Schließbewegung von Parallel-Ausstell-Fenstern
befinden sich am Ende der Flügelbewegung die Scheren in der Nähe dieser Totpunktlage.
Um eine sichere Zuhaltung und ein festes Andrücken des Fensters gegen die Dichtungen
an den Rahmen zu gewährleisten, sind weitere Maßnahmen notwendig. Dies sind ein zusätzlicher
Verriegelungsmotor mit zugehörigem Verriegelungsmechanismus oder eine zusätzliche
Konstruktion, wie beispielsweise aus
EP 1389662 A2 bekannt. In der
EP 1389662 A2 wird die Verriegelungsbewegung mit Hilfe eines entsprechenden Leerhubes erreicht.
Der Leerhub der Schere ermöglicht, dass nach erfolgter Schließbewegung der Schere
ein Verriegelungshub erzeugt wird. Die Verriegelung erfolgt ebenfalls über einen Verriegelungsmechanismus.
Die geringen Kräfte der Scheren in der Nähe des Totpunktes bereiten beim Öffnen des
Flügels ebenfalls Probleme. Einerseits muss beim Öffnen die Masse des Flügels beschleunigt
werden und andererseits erfordert das Losdrücken des Flügels von den Dichtungen zu
Beginn der Bewegung zusätzliche Kraft.
[0003] Aus der
DE 202012012548 U1 ist ein Drehflügelantrieb bekannt geworden, der eine am Rahmen montierte Antriebsvorrichtung
vorsieht, die einen schwenkbaren Ausstellarm antreibt. Der Ausstellarm greift mit
einem Zapfen in eine flügelseitige Führung ein. Wird der Ausstellarm ausgeschwenkt,
schwenkt der Ausstellarm den Flügel aus. Um bei einer manuellen Betätigung eine Überlast
der Antriebsvorrichtung zu verhindern kann die Antriebswelle mittels einer Kupplung
von der Antriebswelle entkoppelt werden.
[0004] In der
US 2 256 613 ist ein Türöffnungsmechanismus beschrieben, der mit einem elektromotorisch angetriebenem
Arm (dort 32) eine automatisierte Öffnungsbewegung auf die Tür ausüben kann, gleichzeitig
die Bewegung der Tür aber unabhängig davon ebenfalls erlaubt. Die elektromotorische
Betätigung beeinflusst die - im Übrigen mögliche manuelle Öffnung der Tür nicht, sie
kann weiterhin geöffnet bleiben, wenn der Motor zurückfährt, sie kann weiterhin manuell
geöffnet werden, auch wenn der Elektromotor nicht aktiv ist und eine "direkte Kopplung"
zwischen Motor und Ausstellarm zur Türöffnung ist deshalb dort vermieden. Dennoch
entnimmt der Fachmann dieser Schrift ein Ausstellglied (dort 32), das an einem am
Rahmen montierbaren Gehäuse schwenkbar gelagert ist, in dem ein Elektromotor mit einem
Getriebe und der Treibstange angeordnet ist. Die schwenkbare Lagerung umfasst allerdings
zwingend eine zusätzliche mechanische Längsbewegung des Schwenklagers, an dort beschriebenen
Säulen mit einer Führung (vgl. dort 25, 26 bzw. 28/29). Die dort beschriebene Treibstange
ist eine Gewindespindel und hat keine positive (feste) Kopplung zu dem Ausstellarm
über das dortige Joch (dort 27).
[0005] Ferner zeigt das Patent
DE 42 19 316 C2 eine Vorrichtung zum Öffnen und/oder Schließen eines Flügelrahmens relativ zu einem
Rahmenstock, die ein bewegliches Antriebselement zum Erzeugen einer Antriebsbewegung,
sowie ein zum Bewegen des Flügelrahmens derart mit dem Antriebselement verbundenes
Abtriebselement umfasst, dass das Antriebselement sich relativ zum Abtriebselement
bewegend einen Leerhub und sich zusammen mit dem Abtriebselement bewegend einen Arbeitshub
ausführt. Das Patent zeigt insbesondere einen elektromotorischen Beschlag für einen
Flügel von Fenstern oder Türen, der sich ebenfalls eines Spindelmutter-Antriebs zum
Ausstellen des Flügels bedient. Zusätzlich ist ein Ausstellglied mit der Spindelmutter
über einen definierten Leerhub gekoppelt. Hierfür ist an der Spindelmutter ein Zapfen
angebracht, der in einem Winkelschlitz des Ausstellgliedes verfährt. Entfernt vom
Winkelschlitz ist das Ausstellglied drehbeweglich aber ortsfest an einem Rahmenstock
angebracht. Bei Verfahren der Spindelmutter bewegt sich der Zapfen über den Leerhub
entlang einer Seite des Winkelschlitzes bis er den Winkel des Winkelschlitzes erreicht.
Zu diesem Zeitpunkt beginnt die Ausstellbewegung. In dem Patent ist angegeben, dass
der Leerweg dazu dienen kann, einen Flügelrahmen mit einem Rahmenstock über Riegelzapfen
endgültig zu ver- oder entriegeln.
[0006] Nachteilig bei den genannten Ausgestaltungen ist es, dass die Vorrichtungen aufgrund
ihrer Anordnungen einen vergleichsweise starken Motor benötigen, da die vorstehend
beschriebenen Anordnungen beim Öffnen und beim Schließen in eine Totpunktlage gelangen,
die zwar eine platzsparende Aufnahme ermöglicht, da sich alle Glieder in Strecklage
befinden, aber keine hohen Schließ- oder Öffnungskräfte besitzen. Insbesondere bei
modernen Türen sind nahe der planparallelen Lage von Flügel und Rahmen aneinander
liegende Dichtungen anzupressen.
[0007] Aus der
DE 102007007997 B3 ist eine Vorrichtung zum Öffnen und Schließen eines Flügels in eine Kippstellung
bekannt. Da in der Kippöffnungsstellung ein großer Teil der Flügelkräfte über die
Kipplager in den Rahmen geleitet werden, ist die Vorrichtung nur für geringe Kräfte
ausgelegt.
[0008] Es besteht daher der Bedarf an einer Vorrichtung, welche eine einfache Ausgestaltung
mit zuverlässiger Abstoßbewegung des Flügels vom Rahmen bei kleinstmöglichen Abmessungen
und Leistung des Motors vorsieht.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Merkmalskombination nach dem kennzeichnenden Teil
des Anspruchs 1 vorgesehen. In Folge dessen wird der Flügel bereits in einer frühen
Bewegungsphase des Antriebselementes von dem Rahmen abgestoßen und die zunächst bestehende
platzsparende Totpunktlage wird aufgehoben. Auch wenn infolge von Zugluft der Flügel
an den Rahmen gepresst wird, kann der Antrieb den Flügel verschwenken und das Abtriebselement
nimmt eine günstigere Kraftangriffslage ein, so dass an den Motor geringere Anforderungen
hinsichtlich der erforderlichen Drehmomente gestellt werden.
[0010] Vereinfacht wird die Konstruktion dadurch, dass der Arm exzentrisch und schwenkbar
an dem Antriebselement befestigt ist und in dem Teilhub eine Schwenkbewegung relativ
zum Abtriebselement ausführt. Die direkte Anbindung des Arms an das Abtriebselement
bietet eine günstige Krafteinleitung. Zur Vereinfachung trägt auch bei, dass der Arm
Y-förmig ist und zwei Finger aufweist, wobei einer erster Finger einem rahmenseitigen
Eingriff zuordenbar ist und dessen zweiter Finger zur Bildung einer drehfesten Kopplung
des Arms einem Riegelelement des Abtriebselements zuordenbar ist.
[0011] Um beim Öffnen durch den Arm ein rahmenseitiges Gegenelement zur Aufnahme der Kräfte
bereitstellen zu können ist vorgesehen, dass der rahmenseitige Eingriff einen mit
einem Zapfen des Arms zusammenwirkenden Riegeleingriff bildet, dessen in Schließrichtung
des Flügels liegende Anschlagkante gegenüber der in Öffnungsrichtung liegenden Anzugskante
verlängert ausgeführt ist.
[0012] Um einen einfachen Aufbau zu erreichen, ist vorgesehen, dass das Antriebselement
als Spindelmutter einer am Flügel befestigten Antriebseinheit ausgebildet ist.
[0013] Um eine platzsparende Ausgestaltung zu erreichen ist vorgesehen, dass das Antriebselement
innerhalb der Antriebseinheit in Richtung der Schwenklager des Flügels bewegt wird.
Der Arm liegt dadurch näher an der Flügelmitte, so dass ein günstiger Hebelarm eine
erste Öffnungsbewegung im Teilhub begünstigt.
[0014] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Zeichnungen. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Teilausschnitt einer Tür mit einem Abschnitt eines oberen horizontalen Rahmen-
und Flügelholms sowie der angrenzenden Vertikalen Rahmen- und Flügelholme, mit einer
Freimachung im Bereich einer leicht schematisiert dargestellten Vorrichtung zum Öffnen
des Flügels,
- Fig. 2
- eine Vorrichtung zum Öffnen des Flügels nach Fig. 1 in einer ersten Ausführung in
drei Stellungen, in einer Draufsicht ohne Flügel und Rahmen,
- Fig. 3
- die Vorrichtung nach Fig. 2 in einer Explosionsdarstellung,
- Fig. 4
- die Vorrichtung nach Fig. 1 und 2 in einer ersten Stellung,
- Fig. 5
- die Vorrichtung nach Fig. 4 in einer ersten Bewegungsphase,
- Fig. 6
- die Vorrichtung nach Fig. 4 und 5 in einer Teil-Öffnungsstellung,
- Fig. 7
- die Vorrichtung nach den Fig. 6 in einer Ansicht von unten,
- Fig. 8
- die Vorrichtung entsprechend der Fig. 7 in einer Geschlossenstellung,
- Fig. 9
- einen Ausschnitt einer Tür entsprechend Fig. 1 mit einem zweiten, nicht erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispiel der Vorrichtung,
- Fig. 10
- eine Explosionsdarstellung der nicht erfindungsgemäßen Vorrichtung nach Fig. 9,
- Fig. 11
- die nicht erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 10 in einer Einzeldarstellung,
- Fig. 12
- einen in der Fig. 11 angegeben Vergrößerungsausschnitt,
- Fig. 13
- die nicht erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fign. 10 bis 12 in einer Einzeldarstellung
und einer ersten Öffnungsbewegung,
- Fig. 14
- die nicht erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 11 und 13 in einer weiteren Öffnungsbewegung,
- Fig. 15
- die nicht erfindungsgemäße Vorrichtung nach Fig. 11 bis 14 nach fast vollständiger
Öffnungsstellung und
- Fign. 16 bis 18
- ein weiteres nicht erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel der Vorrichtung in verschiedenen
Öffnungsbewegungsstellungen.
[0015] Der in der Figur 1 teilweise dargestellte ortsfeste Rahmen 1 lagert einen um eine
vertikale Achse 2 schwenkbaren Flügel 3. Die Lage der Achse 2 ist hinsichtlich ihrer
Lage relativ zu Flügel 3 und Rahmen 1 nur beispielhaft und kann auch über eine Scherenkonstruktion
der Gelenkglieder beweglich sein. An dem Flügel 3 ist eine Vorrichtung 4 angebracht,
welche eine Schwenkbewegung des Flügels 3 relativ zum Rahmen 1 herbeiführen kann.
Die Vorrichtung 4 besitzt einen Motor 5, ein Anriebselement 6, ein Abtriebselement
7 sowie ein zwischen dem Antriebselement und dem Abtriebselement wirksamen Arm 8.
[0016] Die Details des Aufbaus der Vorrichtung 4 ergeben sich aus der Fig. 2, aus der ersichtlich
ist, dass der Motor 5 eine Spindel 9 antreibt und das Antriebselement 6 eine in einem
nicht dargestellten Gehäuse drehfest bezogen auf die Spindel 9 und entlang dieser
verschiebbar geführte Spindelmutter ist. Das Abtriebselement 7 ist ein Ausstellarm,
der einem Rahmenlager 10 schwenkbar zugeordnet ist. Zwischen dem Antriebselement 6
und dem Abtriebselement 7 ist der Arm 8 wirksam. Der Arm 8 ist bezogen auf das Abtriebselement
7 exzentrisch und schwenkbar an dem Antriebselement 6 befestigt. Dadurch kommt es,
dass bei einer Drehung der Spindel 9 und damit einhergehender Verlagerung des Arms
8 in einem Teilhub des Antriebselementes der Arm 8 eine Schwenkbewegung relativ zum
Abtriebselement 7 ausführt, wie im Vergleich der verschieden Öffnungsweiten der Fig.
2 deutlich wird. Der Arm 8 ist Y-förmig und weist zwei Finger 11, 12 auf. Ein erster
Finger 11 ist bezogen auf die Anbindung am Antriebselement 6 länger bemessen und einem
rahmenseitigen Eingriff 13 zuordenbar, während der zweite Finger
12 einem Riegelelement 14 des Abtriebselements 7 zuordenbar und mit diesem zur Bildung
einer drehfesten Kopplung des Arms 8 an dem Abtriebselement 7 verriegelbar ist.
[0017] Diese Einzelheiten sind in der Fig. 3 ersichtlich, in der der Y-artige Aufbau des
Arms 8 besonders gut erkennbar ist. Das Rahmenlager 10 ist eine Platte aus rechteckigem
Flachmaterial und mit Durchbrüchen für Befestigungsmitteln versehen. Über einen Zapfen
15 erfolgt hieran die Anbindung an das Abtriebselement 7. Das Abtriebselement 7 ist
seinerseits über den Bolzen 16 mit dem Arm 8 schwenkbeweglich verbunden. Ferner ist
am Abtriebselement 7 das Riegelelement 14 über den Bolzen 17 schwenkbar angebracht.
Das Riegelelement 14 ist ein winkelförmiger zweiarmiger Hebel, dessen erster Hebelarm
18 plan an dem Abtriebselement 7 anliegt. Der zweite Hebelarm 19 besitzt eine Fangöffnung
20. Eine hier nichtdargestellte Schenkelfeder übt auf das Riegelelement 14 ein bezogen
auf die Fig. 2 im Uhrzeigersinn, verschwenkendes Drehmoment um den Bolzen 17 aus.
Dadurch ist die Fangöffnung 20 mit einem Riegelzapfen 22 in Wirkverbindung bringbar,
der an dem Finger 12 des Arms 8 angebracht ist. Ein Anschlagbolzen 23 begrenzt die
Drehbewegung des Riegelelements 14. An dem Finger 11 ist ein weiterer Riegelzapfen
24 angebracht, der mit dem rahmenfesten Eingriff 13 in Wirkverbindung treten kann.
Rahmenseitig ist auch ein Puffer 21 vorgesehen, an den sich das Riegelelement 14 anlegen
kann. Aufgrund der vorstehend beschriebenen Ausgestaltung ergibt sich anhand der Figuren
4 bis 8 folgende Funktion.
[0018] Wird der vorzugsweise als Elektromotor ausgeführte Motor 5 in einer Geschlossenstellung
des Flügels 3 bestromt und sind alle Verriegelungen des Verschlussbeschlages in Offen-Stellung,
dann beginnt die Spindel 9 sich zu drehen und das Antriebselement 6 bewegt sich entlang
der Spindel nach links. Die Spindel 9 und das Abtriebselement liegen zunächst platzsparend
parallel zu einander, aber seitlich versetzt. Diese Strecklage führt infolge des parallelen
Versatzes dazu, dass der Arm 8 in einem ersten Teilhub des Antriebselementes um den
Bolzen 16 ausschwenkt, nämlich in der Zeichnung im Uhrzeigersinn (Fig. 4). Diese Schwenkbewegung
führt dazu, dass sich der Riegelzapfen 24 an dem Eingriff 13 abstützend nach rechts
aus dem Eingriff bewegt und dabei den Flügel 3 aus der flächenparallelen Lage in eine
leicht geneigte Lage überführt. Die im ersten Teilhub erfolgende Abstützbewegung greift
drehachsenfern am Rahmen an und ermöglicht daher die Erzeugung eines vergleichsweise
großen Drehmoments um die Achse 2. Aus der Fig. 3 bis 8 ist ersichtlich, dass der
rahmenseitige Eingriff 13 einen mit einem Riegelzapfen 24 des Arms 8 zusammenwirkenden
Riegeleingriff bildet, dessen in Schließrichtung 25 des Flügels 3 liegende Anschlagkante
26 gegenüber der in Öffnungsrichtung 27 liegenden Anzugskante 28 verlängert ausgeführt
ist. Durch die Schwenkbewegung des Arms 8 gelangt der Riegelzapfen 24 daher außer
Eingriff mit der Anzugskante 28 und gelangt an die Anschlagskante 26 und ist dadurch
in Öffnungsrichtung 27 freigegeben. Gleichzeitig nähert sich der Riegelzapfen 22 dem
Abtriebselement 7 an. Aus der Fig. 5 ist noch ersichtlich, dass der erste Hebelarm
18 über das Ende des Abtriebselements 7 vorragt und im Bereich des Puffers endet.
Am Ende des Teilhubs verrastet der Arm 8 mittels des Riegelelementes 14 am Abtriebselement
7, wie in Fig. 5 dargestellt. Der nun günstigere Kraftantriebspunkt lässt eine fortschreitende
Öffnung des Flügels 3 zu, wenn das Antriebselement 6 vom Motor 5 wegbewegt wird. Der
drehfest mit dem Abtriebselement 7 verriegelte Arm 8 bildet einen starren Ausstellarm.
Der Riegelzapfen 24 ragt mit dem Finger 11 in Richtung des Rahmens 1 und in Schließrichtung
25 vor. Auch eilt er dem Abtriebselement 7 bei der Öffnungsbewegung nach. Es ist in
der Fig. 6 auch gut erkennbar, dass der erste Hebelarm 18 des Riegelelementes 14 über
das Ende des Abtriebselements 7 vorragt. Aus der Fig. 7 ist ersichtlich, dass der
Finger 11 einen Anschlag aufweist, der aus der Ebene des Fingers 11 in die Ebene des
Abtriebselementes 7 vorragt und dadurch eine Drehwinkelbegrenzung bildet. Das Riegelelement
14 umgreift mit der Fangöffnung 20 den Riegelzapfen 22.
[0019] In der Fig. 8 ist in einer Ansicht von unten das Zusammenwirken des Riegelelements
14 mit dem Puffer 21 deutlich.
[0020] Beim Schließen des Flügels 3 über die Vorrichtung 4 ergeben sich insgesamt umgekehrt
ablaufende Abläufe. Beim Schließen des Flügels 3 eilt der Riegelzapfen 24 mit dem
Arm 8 voraus und schlägt daher dem Flügel vorauseilend an der verlängerten Anschlagkante
26 an. Aus der Fig. 8 ist ersichtlich, dass das Riegelelement 14 durch Anschlagen
des ersten Hebelarms 18 an den Puffer 21 in der Fig. 8 entgegen des Uhrzeigersinns
verschwenkt wird und damit den Riegelzapfen 22 freigibt. Damit wird beim Bewegen des
Flügels 3 in Schließrichtung 25 der Teilhub eingeleitet. Durch dieses Anschlagen wird
zunächst die wechselseitige Verriegelung des Abtriebselementes 7 und des Arms 8 gelöst.
Bei einer fortgesetzten Bewegung des Antriebselemtes 6 in Richtung des Motors 5 verschwenkt
der Arm 8 und dieser schwenkt mit dem Riegelzapfen 24 hinter die Anzugskante 28 und
zieht die Vorrichtung 1 zusammen mit dem Flügel 3 an den Rahmen 1 heran.
[0021] In der Fig. 9 ist ein zweites nicht erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel angegeben.
Dieses ist weiter detailliert in den nachfolgenden Figuren erläutert und unterscheidet
sich hauptsächlich vom vorausgehenden Ausführungsbeispiel durch die Gestaltung des
Arms 8 und des Riegelelementes 14. Auch bei dieser Ausgestaltung ist die Vorrichtung
4 zwischen den oberen horizontalen Flügel- und Rahmenschenkel wirksam und greift mit
einem Abtriebselement 7 an dem Rahmenlager 10 an. Die Vorrichtung 4 lässt sich aufgrund
der geringen Abmessungen des Motors 5 in einer Falzausnehmung des Flügels 3 unterbringen.
[0022] Dabei ist die Vorrichtung 4 mit einer Trägerschiene 30 versehen, an der ein erstes
Lager 31 und ein zweites Lager 32 befestigbar sind. Die Lager 31, 32 gewährleisten
die drehbare Lagerung der Spindel 9 und die Trägerschiene 30 stellt die verschiebbare
drehfeste Führung des Antriebselementes 6 sicher. Zwischen dem Motor 5 und der Spindel
9 ist eine Kupplung 33 wirksam, die im Lager 32 aufgenommen wird. Der Arm 8 ist hier
zweiteilig ausgeführt und hat ein erstes Armteil 34 und ein zweites Armteil 35. Das
erste Armteil 34 ist dem Antriebselement 6 schwenkbar zugeordnet und wird dazu von
einer Zapfenplatte 36, die austauschbar an dem Antriebselement 6 befestigt ist, in
einer Bohrung durchgriffen. Ein Seegerring sichert die Verbindung. Ein Zapfen 37 durchgreift
das Armteil 34 in einem Langloch 38 und ist in dem Armteil 34 verstemmt. Ein Zapfen
39 durchsetzt das erste Armteil 34 in einer Bohrung und das zweite Armteil 35 in einer
Langlochausnehmung 40 des zweiten Armteils 35. Der Zapfen 39 greift zudem durch eine
Bohrung 41 des Abtriebselementes 7. Der Riegelzapfen 24 ist an dem Ende 29 angebracht.
Zwischen dem Armteil 35 und dem Armteil 34 ist an dem dem Ende 29 naheliegenden Ende
der Langlochausnehmung 40 eine Feder 42 wirksam. Die Feder 42 drängt das Armteil 35
von der durch die Bohrung 41 gebildeten Drehlagerung des Armteils 34 weg.
[0023] Fig. 11 zeigt die kompakte Ausgestaltung der Vorrichtung 4 und die Lage des Vergrößerungsausschnittes
nach Fig. 12. So ist in der Fig. 12 erkennbar, dass das Abtriebselement 7 einen, bezogen
auf den die Drehachse bildenden Zapfen 39 radialen Umfangsabschnitt 45, ausbildet.
Eine radiale Nase 46 und ein Eingriff 47 mit einer vorspringenden Kante 48 begrenzen
den Umfangsabschnitt 45. In den Umfangsabschnitt 45 greift das Armteil 35 mit einem
Vorsprung 49 ein. Der Vorsprung 49 und der Eingriff 47 sind so aufeinander abgestimmt,
dass der Vorsprung 49 in den Eingriff 47 eintauchen kann. Die Langlochausnehmung 40
ist so bemessen, dass das Armteil 34 hierin eintauchen kann und durch eine Aufkröpfung
50 ein flächenparalleler Lappen 51 entsteht. Der distal zum Zapfen 37 angeordnete
Riegelzapfen 24 liegt bezogen auf die, durch den Zapfen 39 gebildeten Schwenkachse,
dem Zapfen 37 gegenüber. Durch die Feder 42 wird der Armteil 35 gegenüber dem Armteil
34 von dem die feste Achse bildende Zapfenplatte 36 weg kraftbeaufschlagt und damit
der Vorsprung 49 an den Umfangsabschnitt 45 angepresst.
[0024] Der aus den Armteilen 34,35 gebildete Arm 8 bildet dadurch einen schwenkbar an dem
Abtriebselement 7 gelagerten zweiarmigen Hebel, dessen erster Arm sich zwischen dem
Zapfen 39 und dem Riegelzapfen 24 erstreckt und dem rahmenseitigen Eingriff 13 lösbar
zuordenbar ist dessen zweiter Hebel sich diametral dazu zwischen dem Zapfen 39 und
der Drehlagerung des Armteils 34 am Antriebselement 6, also der Zapfenplatte 36 erstreckt.
Der längs der Anordnung des Riegelzapfens 24, des Zapfens 39 und des Zapfens 37 relativ
zum Armteil 34 verschiebbare Armteil 35 bildet mit dem Vorsprung 49, welcher dem Eingriff
47 zuordenbar ist das Verriegelungselement 14. und bewirkt eine Drehlagenverriegelung
des Arms 8 gegenüber dem Abtriebselement 7.
[0025] Aufgrund der Anordnung wird bei einer Betätigung des Motors 5 das Antriebselement
6 in den Fign. 10 bis 15 nach links bewegt. In einem ersten Teilhub wird, ausgehend
von einer Lage nach Fig. 11, bedingt durch die exzentrische Anordnung des Antriebselementes
6, zum Drehpunkt am Zapfen 39 der Arm 8 eine Schwenkbewegung im Uhrzeigersinn ausführen.
Dies wird begünstigt durch einen sehr spitzen Winkel, den der Laufweg des Antriebselementes
6 entlang der Trägerschiene 30 zum Abtriebselement 7 und seiner Lagerung am Zapfen
15 einnimmt. Die Drehbewegung des Arms 8 führt zu einem Abstützen des Riegelzapfens
24 am Eingriff 13 und schwenkt den Flügel 3 relativ zum Rahmen 1 etwas aus. Bei der
Drehbewegung wird einerseits der Riegelzapfen 24 aus dem Hintergriff der Anzugskante
28 herausgeschwenkt und andererseits der Vorsprung 49 entlang des Umfangsabschnitts
45 in Richtung des Eingriffs 47 bewegt. Gelangt der Vorsprung 49 schließlich in Eingriff
mit dem Eingriff 47, dann sind der Arm 8 und das Abtriebselement 7 drehfest miteinander
verriegelt und eine weitere Verlagerung des Antriebselementes 6 führt zu einem Ausschwenken
des Abtriebselementes 7. Dabei wird der Winkel des Abtriebelements 7, bezogen auf
die Rahmenebene, immer stumpfer und damit günstiger. Beim Schließen des Flügels 3
über den Motor erfolgen auch hier die vorstehend beschriebenen Bewegungen in umgekehrter
Reihenfolge. Hierbei sorgt allerdings das Anschlagen des Riegelzapfens 24 an die Anschlagkante
26 dafür, dass das Armteil 35 in Richtung der Zapfenplatte 36 verlagert wird, so dass
der Vorsprung 49 aus dem Eingriff 47 heraustritt und der Arm 8 eine Schwenkbewegung
relativ zum Abtriebselement 7 ausführen kann.
[0026] Das in den Fign. 16 bis 18 dargestellte, nicht erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich von den vorangegangenen durch die Verriegelung des Arms 8 am Abtriebsglied
7. Die Vorrichtung 4 ist hier wieder vereinfacht dargestellt und auf die erfindungswesentlichen
Bauteile reduziert. Das Antriebselement 6 ist auch hier, wie in allen Ausführungsbeispielen
zuvor, eine Spindelmutter, welche einer Spindel 9 mit Steilgewinde zugeordnet ist.
Dem Antriebselement 6 ist ein Arm 8 schwenkbar zugeordnet, der y-förmig ausgebildet
ist und zwei Finger 11, 12 bildet. Der Arm 8 ist mit dem Abtriebselement 7 über eine
Achse 55 in Form eines Bolzens schwenkbar verbunden. Der Finger 11 trägt an seinem
freien Ende den Riegelzapfen 24 und der Finger 12 einen Anschlagzapfen 56. Zwischen
der Lagerung des Arms 8 am Antriebselement 6 und einem rahmenfesten Lagerpunkt ist
eine Feder entlang der angedeuteten Linie 57 wirksam. Wird der Motor 5 der Vorrichtung
4 nun bestromt, so erfolgt auch in dieser Ausgestaltung ein Teilhub des Antriebselementes
6, welches eine Schwenkbewegung des Arms 8 zur Folge hat. Der Riegelzapfen 24 wird
auch hier wie bereits in den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen aus dem
Hintergriff mit der Anzugskante 28 herausgeschwenkt und bewirkt durch seine Schwenkbewegung
im ersten Teilhub ein Abdrücken vom Rahmen 1.
[0027] Gelangt der Anschlagzapfen 56 zur Anlage an das Abtriebselement 7, ist die Schwenkbewegung
des Arms 8 relativ zum Abtriebselement 7 beendet. Die über das Antriebselement 6 auf
den Arm 8 wirkenden Stellkräfte bewirken ein Anpressen des Anschlagzapfens 57 an das
Abtriebselement 7. Da die Anlenkpunkte der Feder sich hierbei annähern, wird die Feder
entspannt. Beim Schließen des Flügels 3 über den Motor 5 wird über die Feder ein vorzeitiges
Verschwenken des Arms 8 durch den Motor 5 verhindert. Hier bildet die Feder zusammen
mit dem Anschlagzapfen 56 eine kraftschlüssige Verriegelung.
[0028] Alle drei Ausführungsbeispiele ermöglichen ein Betriebsverfahren einer Vorrichtung
4 für eine Tür oder ein Fenster, bei dem in einem ersten Bewegungsabschnitt eines
Öffnungsvorgangs das Antriebselementes 6 ein relativ zu einem Abtriebselement 7 schwenkbarer
Arm 8 ein Abdrücken des Flügels 3 bewirkt und nach Durchlaufen eines Teilhubes eine
zwischen dem Arm 8 und dem Abtriebselement 7 wirksame Verriegelungsvorrichtung aktiviert
ist, die durch einen umgekehrt ablaufenden Schließvorgang deaktiviert wird.
[0029] Bei einer manuellen Betätigung der Türe, bei der eine Person den Flügel zudrückt,
wird das Abtriebselement 7 in eine zu Spindel 9 annähert parallele Lage gedrängt.
Dabei wird über das Steilgewinde der Spindel 9 und das Antriebselement 6 der Motor
5 in Drehung versetzt.
[0030] Bei fortschreitender Schließbewegung des Flügels 3 wird die drehfeste Verbindung
des Abtriebselementes 7 und des Arms 8 aufgehoben. Dies erfolgt beim ersten Ausführungsbeispiel
durch das Zusammenwirken des Puffers 21 mit dem Hebelarm 18.
[0031] Bei dem zweiten, nicht erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel lenkt das Abtriebselement
7 den Arm 8 an das Riegelelement 13, so dass der Riegelzapfen 24, der dem Arm 8 und
dem Abtriebselement vorauseilt, an die Anschlagkante 26 anschlägt. Dadurch wird das
zweite Armteil 35 relativ zum ersten Armteil 34 verlagert und die aus dem Vorsprung
49 und dem Eingriff 47 bestehende Verriegelungselement 14 wird entriegelt. Vorteilhaft
ist dabei, dass der Arm 8 eine geneigte Lage zum Eingriff 13 und der Anschlagkante
26 einnimmt, so dass die Reibungskräfte reduziert sind.
[0032] Im dritten, nicht erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel wird die entlang der Linie
57 gespannte Feder weiter gespannt.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Rahmen
- 2
- Achse
- 3
- Flügel
- 4
- Vorrichtung
- 5
- Motor
- 6
- Antriebselement
- 7
- Abtriebselement
- 8
- Arm
- 9
- Spindel
- 10
- Rahmenlager
- 11
- Finger
- 12
- Finger
- 13
- Eingriff
- 14
- Riegelelement
- 15
- Zapfen
- 16
- Bolzen
- 17
- Bolzen
- 18
- erster Hebelarm
- 19
- zweiter Hebelarm
- 20
- Fangöffnung
- 21
- Puffer
- 22
- Riegelzapfen
- 23
- Anschlagbolzen
- 24
- Riegelzapfen
- 25
- Schließrichtung
- 26
- Anschlagkante
- 27
- Öffnungsrichtung
- 28
- Anzugskante
- 29
- Ende
- 30
- Trägerschiene
- 31
- Lager
- 32
- Lager
- 33
- Kupplung
- 34
- erstes Armteil
- 35
- zweites Armteil
- 36
- Zapfenplatte
- 37
- Zapfen
- 38
- Langloch
- 39
- Zapfen
- 40
- Langlochausnehmung
- 41
- Bohrung
- 42
- Feder
- 45
- Umfangsabschnitt
- 46
- Nase
- 47
- Eingriff
- 48
- Kante
- 49
- Vorsprung
- 50
- Aufkröpfung
- 51
- Lappen
- 55
- Achse
- 56
- Anschlagzapfen
- 57
- Linie
1. Vorrichtung (4) zum Öffnen und/oder Schließen eines Flügels (3) relativ zu einem Rahmen
(1), für Drehflügel, umfassend:
ein bewegliches Antriebselement (6) in Form einer in einem Gehäuse drehfest bezogen
auf eine Spindel (9) und entlang dieser verschiebbar geführten Spindelmutter zum Erzeugen
einer Antriebsbewegung durch einen Motor (5), der die Spindel (9) antreibt,
ein zum Bewegen des Flügels (3) mit dem Antriebselement (6) verbundenes Abtriebselement
(7), welches ein Ausstellarm ist, der einem Rahmenlager (10) schwenkbar zugeordnet
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Antriebselement (6) sich relativ zum Abtriebselement (7) auf der Spindel (9)
bewegend einen Teilhub und sich zusammen mit dem Abtriebselement (7) bewegend einen
Arbeitshub ausführt, wobei die Verbindung zwischen Antriebselement (6) und Abtriebselement
(7) eine Verriegelung (14) umfasst, um das Antriebselement (6) an einem Ende seines
Teilhubs lösbar an dem Abtriebselement (7) festzustellen, wobei die Vorrichtung einen
im Verlauf des Teilhubes ausschwenkenden Arm (8) umfasst, der zwischen dem Antriebselement
(6) und dem Abtriebselement (7) wirksam ist und infolge seiner Schwenkbewegung das
Abtriebselement (7) und den Flügel (3) gegen den Rahmen (1) abstützt und am Ende seiner
Schwenkbewegung gegenüber dem Abtriebselement (7) drehfest verriegelt ist, wobei der
Arm (8) exzentrisch und schwenkbar an dem Antriebselement (6) befestigt ist und in
dem Teilhub eine Schwenkbewegung relativ zum Abtriebselement (7) ausführt und wobei
der Arm (8) Y-förmig ist und zwei Finger (11,12) aufweist, wobei der erste Finger
(11) einem rahmenseitigen Eingriff (13) der Vorrichtung (4) zuordenbar ist und der
zweite Finger (12) einem Riegelelement (14) des Abtriebselementes (7) zuordnenbar
ist und mit diesem zur Bildung einer drehfesten Kopplung des Arms (8) an dem Abtriebselements
(7) verriegelbar ist.
2. Vorrichtung (4) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der rahmenseitige Eingriff (13) einen mit einem Riegelzapfen (24) des Arms (8) zusammenwirkenden
Riegeleingriff bildet, dessen in Schließrichtung (25) des Flügels (3) liegende Anschlagkante
(26) gegenüber der in Öffnungsrichtung (27) liegenden Anzugskante (28) verlängert
ausgeführt ist.
3. Vorrichtung (4) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebselement (6) als Spindelmutter einer am Flügel (3) befestigbaren Antriebseinheit
ausgebildet ist.
4. Vorrichtung (4) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebselement (6) innerhalb der Antriebseinheit in Richtung der Schwenkachse
(2) des Flügels (3) bewegt wird.
1. A device (4) for opening and/or closing a casement (3) relative to a frame (1) for
turning casements, comprising:
a movable drive element (6) in the form of a spindle nut guided in a housing in a
rotationally fixed manner relative to a spindle (9) and displaceable along the latter
for generating a drive movement by a motor (5) driving the spindle (9), and a driven
element (7) connected to the drive element (6) for moving the casement (3), which
is an extension arm pivotably associated with a frame mount (10),
characterized in that
the drive element (6), moving relative to the driven element (7) on the spindle (9),
performs a partial stroke and, moving together with the driven element (7), performs
an operating stroke, the connection between the drive element (6) and the driven element
(7) comprising a locking mechanism (14) in order to releasably secure the drive element
(6) to the driven element (7) at one end of its partial stroke, the device comprising
an arm (8) swinging out in the course of the partial stroke, which is operative between
the drive element (6) and the driven element (7) and, as a result of its pivoting
movement, supports the driven element (7) and the casement (3) against the frame (1)
and, at the end of its pivoting movement, is non-rotatably locked relative to the
driven element (7), wherein the arm (8) is eccentrically and pivotably attached to
the drive element (6) and performs a pivoting movement relative to the driven element
(7) during the partial stroke, and wherein the arm (8) is Y-shaped and has two fingers
(11,12), wherein the first finger (11) can be associated with a frame-side engagement
(13) of the device (4) and the second finger (12) can be associated with a locking
element (14) of the driven element (7) and can be locked with the latter in order
to form a non-rotatable coupling of the arm (8) to the driven element (7).
2. A device (4) according to claim 1, characterized in that the frame-side engagement (13) forms a locking engagement, which interacts with a
locking pin (24) of the arm (8), of which the contact edge (28) lying in the closure
direction (25) of the casement (3) is configured as extended in length in relation
to the drawing edge (28) lying opposite the opening direction (27).
3. A device (4) according to any one of claims 1 or 2, characterized in that the drive element (6) is configured as a spindle nut which can be secured to the
casement (3).
4. A device (4) according to claim 3, characterized in that the drive element (6) is moved inside the drive unit in the direction of the pivot
axis (2) of the casement (3).
1. Dispositif (4) servant à l'ouverture et/ou à la fermeture d'un battant (3) par rapport
à un châssis (1), pour battant pivotant, ledit dispositif comprenant : un élément
d'entraînement mobile (6) se présentant sous la forme d'un écrou de broche disposé
dans un boîtier, solidaire en rotation par rapport à une broche (9), et guidé de manière
coulissante le long de cette broche, ledit écrou de broche servant à produire un mouvement
d'entraînement fourni par un moteur (5) qui entraîne la broche (9), ledit dispositif
comprenant un élément de sortie (7) relié à l'élément d'entraînement (6) et servant
au déplacement du battant (3), lequel élément de sortie est un bras de projection
qui est associé, de façon pivotante, à un palier de châssis (10), caractérisé en ce que l'élément d'entraînement (6) fait une course partielle en se déplaçant sur la broche
(9), par rapport à l'élément de sortie (7), et fait une course de travail en se déplaçant
de façon conjointe avec l'élément de sortie (7), où la liaison entre l'élément d'entraînement
(6) et l'élément de sortie (7) comprend un verrouillage (14) pour immobiliser l'élément
d'entraînement (6) sur l'élément de sortie (7), de façon détachable, l'élément d'entraînement
étant immobilisé à une extrémité de sa course partielle, où le dispositif comprend
un bras (8) oscillant pendant la course partielle, lequel bras est actif entre l'élément
d'entraînement (6) et l'élément de sortie (7), et, suite à son mouvement oscillant,
fait venir l'élément de sortie (7) et le battant (3) en appui contre le châssis (1),
et, à la fin de son mouvement oscillant, ledit bras est verrouillé en étant solidaire
en rotation par rapport à l'élément de sortie (7), où le bras (8) est fixé sur l'élément
d'entraînement (6) de façon excentrique et oscillante, et pendant la course partielle,
fait un mouvement oscillant par rapport à l'élément de sortie (7), et où le bras (8)
est en forme de Y et présente deux doigts (11, 12), où le premier doigt (11) peut
être associé à un élément de prise (13), côté châssis, du dispositif (4), et le second
doigt (12) peut être associé à un élément de verrouillage (14) de l'élément de sortie
(7), et peut être verrouillé avec cet élément de verrouillage, pour la formation d'un
couplage, solidaire en rotation, du bras (8) sur l'élément de sortie (7).
2. Dispositif (4) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de prise (13), côté châssis, forme une prise de verrouillage agissant de
façon conjointe avec un tourillon de verrouillage (24) du bras (8), prise de verrouillage
dont l'arête de butée (26) se trouvant en position de fermeture (25) du battant (3)
est réalisée en étant prolongée par rapport à l'arête de serrage (28) se trouvant
dans la direction d'ouverture (27).
3. Dispositif (4) selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que l'élément d'entraînement (6) est conçu comme un écrou de broche d'une unité d'entraînement
pouvant être fixée sur le battant (3).
4. Dispositif (4) selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'élément d'entraînement (6) est déplacé à l'intérieur de l'unité d'entraînement
en direction de l'axe de pivotement (2) du battant (3).