[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrzeug, welches einen in einem Motorraum
angeordneten Antriebsmotor sowie ein ebenfalls im Motorraum angeordnetes brennstoffbetriebenes
Fahrzeugheizgerät umfasst. Zur Versorgung des Fahrzeugheizgeräts mit Brennstoff ist
am Fahrzeug ferner ein Brennstofftank vorgesehen, mit welchem das Fahrzeugheizgerät
über eine Brennstoffleitung verbunden ist. Ist der Motor ein Brennkraftmotor, kann
auch dieser aus dem Brennstofftank gespeist werden.
[0002] Bei derartigen Fahrzeugen kann insbesondere dann, wenn diese als sogenannte Plugln-Hybride
ausgebildet sind, die Anforderung bestehen, das Fahrzeugheizgerät auch dann zu betreiben,
wenn der Antriebsmotor und damit auch der Motorraum durch einen vorangehenden Betrieb
des Antriebsmotors erwärmt ist. Da die zum Fahrzeugheizgerät führende Brennstoffleitung
aufgrund der Positionierung des Fahrzeugheizgeräts im Motorraum sich wenigstens bereichsweise
im Motorraum und somit auch vergleichsweise nahe am Antriebsmotor erstreckt, besteht
in diesem Zustand die Gefahr, dass der im Allgemeinen nahezu drucklos durch die Brennstoffleitung
strömende Brennstoff verdampft bzw. Blasen bildet. Erreichen derartige Blasen im Verbrennungsbetrieb
die Brennkammer, kann dies zu einem Flammabriss oder zu einer Beeinträchtigung des
Verbrennungsverhaltens und somit zu einem erhöhten Schadstoffausstoß führen.
[0003] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fahrzeug vorzusehen, bei welchem
ein von den im Bereich des Fahrzeugs vorherrschenden thermischen Bedingungen weitestgehend
unbeeinträchtigter Betrieb eines brennstoffbetriebenen Fahrzeugheizgeräts möglich
ist.
[0004] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch ein Fahrzeug, umfassend:
- einen in einem Motorraum angeordneten Antriebsmotor;
- ein im Motorraum angeordnetes brennstoffbetriebenes Fahrzeugheizgerät,
- einen Brennstofftank,
- eine vom Brennstofftank zum Fahrzeugheizgerät führende Brennstoffleitung,
- eine die Brennstoffleitung wenigstens bereichsweise umhüllende Kühlluftleitungsanordnung
zum Bereitstellen eines Kühlluftströmungskanals für die Brennstoffleitung umströmende
Kühlluft.
[0005] Durch die erfindungsgemäß vorgesehene Kühlluftleitungsanordnung, welche die Brennstoffleitung
wenigstens bereichsweise umhüllt, wird die Brennstoffleitung nicht nur nach außen
und beispielsweise zu einer vergleichsweise warmen Umgebung hin abgeschirmt und somit
vor Erwärmung geschützt, sondern es wird die Möglichkeit geschaffen, durch Bereitstellen
eines die Brennstoffleitung umströmenden Kühlluftstroms Wärme aus dem Bereich der
Brennstoffleitung abzuführen und somit eine übermäßige Erwärmung der Brennstoffleitung
zu verhindern.
[0006] Dieser Effekt kann gemäß einem vorteilhaften Aspekt der vorliegenden Erfindung dann
besonders effizient genutzt werden, wenn die Kühlluftleitungsanordnung die Brennstoffleitung
wenigstens in einem Bereich ihres im Bereich des Motorraums sich erstreckenden Längenabschnitts
umhüllt.
[0007] Um ohne der Bereitstellung von die Strömung der Kühlluft generierenden Aggregaten
allein aufgrund der an einem Fahrzeug insbesondere im Fahrbetrieb vorherrschenden
Druckverhältnisse eine Kühlluftströmung durch den Kühlluftströmungskanal hindurch
zu induzieren, wird vorgeschlagen, dass ein Eintrittsöffnungsbereich der Kühlluftleitungsanordnung
in einer Fahrzeuglängsrichtung vor einem Austrittsöffnungsbereich der Kühlluftleitungsanordnung
positioniert ist, also näher an einem Fahrzeugfrontendbereich positioniert ist, als
der Ausströmöffnungsbereich. Insbesondere kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass
ein Eintrittsöffnungsbereich der Kühlluftleitungsanordnung in einem Bereich höheren
Luftdrucks am Fahrzeug angeordnet ist, und dass ein Austrittsöffnungsbereich der Kühlluftleitungsanordnung
in einem Bereich niedrigeren Luftdrucks am Fahrzeug angeordnet ist.
[0008] Im Fahrbetrieb eines Fahrzeugs entsteht im Fahrzeugfrontendbereich aufgrund des Staudrucks
ein erhöhter Luftdruck. Es wird daher zum effizienten Ausnutzen der im Fahrbetrieb
an einem Fahrzeug entstehenden Luftdruckverhältnisse zum Erzwingen einer Luftströmung
im Kühlluftströmungskanal vorgeschlagen, dass der Eintrittsöffnungsbereich der Kühlluftleitungsanordnung
nahe einem Fahrzeugfrontendbereich oder/und in Richtung zu dem Fahrzeugfrontendbereich
offen angeordnet ist.
[0009] Gleichermaßen wird aufgrund der Umströmung eines fahrenden Fahrzeugs der Luftdruck
im Bereich eines Unterbodens und im Bereich eines Fahrzeugheckbereichs geringer sein,
als insbesondere im Bereich des Fahrzeugfrontendbereichs. Um auch diesen Effekt ausnutzen
zu können, wird ferner vorgeschlagen, dass der Austrittsöffnungsbereich der Kühlluftleitungsanordnung
im Bereich eines Unterbodens oder/und in einem Fahrzeugheckbereich oder/und in Richtung
zu dem Unterboden oder/und einem Fahrzeugheckendbereich offen angeordnet ist.
[0010] Im Allgemeinen ist an einem Fahrzeug ein Gebläse vorgesehen, um eine Umströmung eines
Kühlers zur Kühlung der einen Brennkraftmotor durchströmenden Kühlflüssigkeit und
zur Erwärmung der in einen Fahrzeuginnenraum einzuleitenden Luft zu erzeugen. Um ein
derartiges Fahrzeuggebläse auch zum Erzwingen einer Durchströmung des Kühlluftströmungskanals
nutzen zu können, wird ferner vorgeschlagen, dass ein Austrittsöffnungsbereich der
Kühlluftleitungsanordnung mit einer Saugseite eines Fahrzeuggebläses in Strömungsverbindung
steht, oder/und dass ein Eintrittsöffnungsbereich der Kühlluftleitungsanordnung mit
einer Druckseite eines Fahrzeuggebläses in Strömungsverbindung steht.
[0011] Bei einer alternativen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass ein Austrittsöffnungsbereich
der Kühlluftleitungsanordnung in Verbindung mit einem Verbrennungslufteintrittsbereich
des Fahrzeugheizgeräts ist. Am Verbrennungslufteintrittsbereich des Fahrzeugheizgeräts
wird zusammen mit dem Brennstoff zu verbrennende Verbrennungsluft angesaugt. Dieser
Saugeffekt kann genutzt werden, um Kühlluft durch die Kühlluftleitungsanordnung hindurch
zu fördern und diese am Austrittsöffnungsbereich die Kühlluftleitungsanordnung verlassende
Luft als Verbrennungsluft zu verwenden.
[0012] Zur Anpassung der Kühlluftleitungsanordnung an die Formgebung der im Allgemeinen
mehrere Krümmungsbereiche aufweisenden Brennstoffleitung wird vorgeschlagen, dass
die Kühlluftleitungsanordnung einen flexiblen Schlauch umfasst.
[0013] Der erfindungsgemäße Effekt einer vorzugsweise passiven Kühlung einer Brennstoffleitung
kann dann besonders effizient genutzt werden, wenn der Motorraum in einem Frontbereich
des Fahrzeugs angeordnet ist oder/und der Brennstofftank in einem Heckbereich des
Fahrzeugs angeordnet ist.
[0014] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Figuren
detailliert beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- in prinzipartiger Darstellung ein Fahrzeug;
- Fig. 2
- in prinzipartiger Darstellung eine bereichsweise von einer Kühlluftleitungsanordnung
umhüllte Brennstoffleitung;
- Fig. 3
- eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung einer alternativen Ausgestaltung;
- Fig. 4
- eine Darstellung einer weiteren alternativen Ausgestaltungsart.
[0015] In Fig. 1 ist ein Fahrzeug allgemein mit 10 bezeichnet. Das in einer Fahrzeuglängsrichtung
L langgestreckte und im Allgemeinen auch in dieser Fahrzeuglängsrichtung L vorwärts
und rückwärts bewegbare Fahrzeug 10 weist in einem in der Fahrzeuglängsrichtung L,
bezogen auf eine Vorwärtsfahrtrichtung, vor einer Fahrgastzelle 12 liegenden Fahrzeugfrontbereich
14 einen Motorraum 16 auf. In dem Motorraum 16 ist ein Antriebsmotor 18, beispielsweise
ein Brennkraftmotor, angeordnet. Im Motorraum 16 ist ferner ein brennstoffbetriebenes
Fahrzeugheizgerät 20 angeordnet. Dieses wird über eine Brennstoffleitung 22 mit aus
einem Brennstofftank 24 abgezogenem Brennstoff gespeist. Der Brennstofftank 24 ist
in der in Fig. 1 dargestellten Ausgestaltung des Fahrzeugs 10 in der Fahrzeuglängsrichtung
L, bezogen auf die Vorwärtsfahrtrichtung, im Wesentlichen hinter der Fahrgastzelle
12, also in einem Fahrzeugheckbereich 26 angeordnet.
[0016] Im Motorraum 16 ist ferner ein schematisch dargestelltes Fahrzeuggebläse 28 vorgesehen,
welches Luft zum Kühlen von Kühlflüssigkeit des Antriebsmotors 18 durch einen nicht
dargestellten Kühler hindurch fördert. Das Fahrzeuggebläse 28 ist vorzugsweise im
Wesentlichen direkt an einem Fahrzeugfrontendbereich 30 angeordnet, so dass es im
Fahrbetrieb an seiner Saugseite 32 von der auf den Fahrzeugfrontendbereich 30 des
Fahrzeugs 10 zu strömenden Luft angeströmt wird. An seiner Druckseite 34 gibt das
Fahrzeuggebläse 28 die von diesem geförderte Luft in Richtung zu dem bereits angesprochenen
Kühler mit erhöhtem Druck ab.
[0017] Die das Fahrzeugheizgerät 20 mit dem Brennstofftank 24 verbindende Brennstoffleitung
22 erstreckt sich mit einem Längenabschnitt 36 derselben im Motorraum 16 und somit
im Allgemeinen vergleichsweise nahe am Antriebsmotor 18. In einem in Richtung zum
Brennstofftank 24 folgenden Längenabschnitt 38 ist die Brennstoffleitung 22 unter
der Fahrgastzelle 12 an einem Unterboden 40 bzw. entlang des Unterbodens 40 in Richtung
auf den Brennstofftank 24 zu geführt.
[0018] Die Brennstoffleitung 22 erstreckt sich somit im Fahrzeug 10 insbesondere mit ihrem
an das Fahrzeugheizgerät 20 anschließenden Längenabschnitt 36 zumindest bereichsweise
in einem Bereich 42 höheren Luftdrucks, und erstreckt sich insbesondere mit ihren
entlang des Unterbodens 40 bzw. im Fahrzeugheckbereich 26 sich erstreckenden Längenabschnitt
38 in einem Bereich 44 niedrigeren Luftdrucks. Diese Bereiche 42, 44 unterschiedlichen
Luftdrucks entstehen im Fahrbetrieb des Fahrzeugs 10 aufgrund des am Fahrzeugfrontendbereich
30 entstehenden Staudrucks und aufgrund der Umströmung des Fahrzeugs 10 von seinem
Fahrzeugfrontbereich 14 zu seinem Fahrzeugheckbereich 26. Bei dieser Umströmung entsteht
aufgrund der näherungsweise tragflächenprofilartigen Kontur des Fahrzeugs 10 im Bereich
der entlang des Unterbodens 40 geführten Luftströmung im Verhältnis zu der entlang
der Oberseite bzw. der Fahrgastzelle 12 geführten Luftströmung und im Verhältnis zu
dem am Fahrzeugfrontendbereich 30 entstehenden Staudruck ein Unterdruck bzw. ein niedrigerer
Luftdruck.
[0019] Diese im Fahrbetrieb des Fahrzeugs 10 sich einstellenden Luftdruckverhältnisse nutzt
die vorliegende Erfindung, um, wie im Folgenden detailliert dargelegt, die Brennstoffleitung
22 zumindest bereichsweise durch Umströmung mit Kühlluft zu kühlen und somit gegen
übermäßige Erwärmung insbesondere in ihrem im Motorraum 16 sich erstreckenden Längenabschnitt
36 zu schützen.
[0020] Die Fig. 2 zeigt in prinzipieller Darstellung die Brennstoffleitung 22 mit ihren
Längenabschnitten 36, 38. In Zuordnung zu der Brennstoffleitung 22 ist eine diese
wenigstens bereichsweise und umhüllende Kühlluftleitungsanordnung 46 vorgesehen. Diese
kann einen flexiblen Schlauch 48 umfassen, in welchem ein Kühlluftströmungskanal 50
zur Durchströmung mit die Brennstoffleitung 22 umströmender Kühlluft gebildet ist.
Die Kühlluftleitungsanordnung 46 ist so angeordnet, dass sie mit einem Eintrittsöffnungsbereich
52 in dem Bereich 42 höheren Luftdrucks positioniert ist, so dass in diesem Bereich
42 höheren Luftdrucks Luft in den Kühlluftströmungskanal 50 eintreten kann. Dieser
Eintrittsöffnungsbereich 52 ist vorzugsweise so positioniert, dass er im Fahrzeug
10 nahe an dem bzw. unmittelbar hinter dem Fahrzeugfrontendbereich 30 positioniert
ist, insbesondere vor Vorderrädern 54 des Fahrzeugs 10 positioniert ist. Alternativ
oder zusätzlich ist es möglich, den Eintrittsöffnungsbereich 52 an der Druckseite
34 des Fahrzeuggebläses 12 zu positionieren, so dass ein Teil der durch das Fahrzeuggebläse
28 geförderten Luft in den Kühlluftströmungskanal 50 eintritt, vorzugsweise bevor
diese Luft den nicht dargestellten Kühler durchströmt hat. Beispielsweise kann die
Kühlluftleitungsanordnung 46 mit ihrem Eintrittsöffnungsbereich 52 an ein Gebläsegehäuse
des Fahrzeuggebläses 28 im Bereich der Druckseite 34 angeschlossen sein.
[0021] Ein Austrittsöffnungsbereich 56 der Kühlluftleitungsanordnung 46 ist am Fahrzeug
so positioniert, dass in diesem Bereich der Kühlluftströmungskanal 50 zu dem Bereich
44 niedrigeren Luftdrucks offen ist. Dieser Austrittsöffnungsbereich 56 kann also
im Bereich des Unterbodens 40 vorzugsweise zwischen den Vorderrädern 54 und Hinterrädern
58 des Fahrzeugs 10 positioniert sein und in Richtung zum Unterboden 40 oder in Richtung
zu einem Fahrzeugheckendbereich 60 hin offen sein. Bei einer alternativen Ausgestaltung
kann der Austrittsöffnungsbereich 56 beispielsweise über eine nicht dargestellte Leitungsverbindung
in Verbindung mit der Saugseite 32 des Fahrzeuggebläses 28 stehen, beispielsweise
an ein Gebläsegehäuse im Bereich der Saugseite 32 angeschlossen sein.
[0022] Durch das Positionieren des Eintrittsöffnungsbereichs 52 einerseits und des Austrittsöffnungsbereichs
56 andererseits in Bereichen unterschiedlich hohen Luftdrucks wird eine Luftströmung
durch den Kühlluftströmungskanal 50 hindurch erzwungen. Da diese Luftströmung gebildet
ist durch vergleichsweise kalte, beim Anströmen des Fahrzeugfrontendbereich 30 in
den Bereich des Fahrzeugs 10 gelangende Luft, kann effizient Wärme aus dem Bereich
der Brennstoffleitung 22 abgetragen werden, so dass insbesondere in demjenigen Längenabschnitt
36, in welchem die Brennstoffleitung 22 Wärme vom Motorraum 16 bzw. vom Motor 18 aufnehmen
kann, eine übermäßige Erwärmung der Brennstoffleitung 22 und somit das Verdampfen
vom Brennstoff im Inneren der Brennstoffleitung 22 vermieden werden können. Auch dann,
wenn bei stehendem Fahrzeug 10 keine eine derartige Druckdifferenz generierende Umströmung
bzw. Anströmung des Fahrzeugs 10 vorhanden ist, kann, beispielsweise unter Ausnutzung
der Förderwirkung des Fahrzeuggebläses 28, eine derartige Strömung durch den Kühlluftströmungskanal
50 hindurch erzwungen werden. Ist dies aufgrund konstruktiver Rahmenbedingungen nicht
möglich, so ist die Brennstoffleitung 22 insbesondere in ihren im Motorraum 16 sich
erstreckenden Längenabschnitt 36 zumindest nach außen hin abgeschirmt und vor Erwärmung
durch Wärmestrahlung oder/und Wärmekonvektion geschützt.
[0023] Die Fig. 3 zeigt eine alternative Ausgestaltung der Zusammenwirkung der Brennstoffleitung
22 mit der Kühlluftleitungsanordnung 46. In dem in Fig. 3 prinzipiell dargestellten
Ausgestaltungsbeispiel ist deutlich erkennbar, dass die Kühlluftleitungsanordnung
46 in ihrem Eintrittsöffnungsbereich 52 im Wesentlichen in Richtung der Fahrzeuglängsrichtung
L zum Bereich 42 höheren Luftdrucks offen ist, beispielsweise unmittelbar hinter dem
Fahrzeugfrontendbereich 30 oder im Bereich der Druckseite 34 des Fahrzeuggebläses
28. Im Bereich ihres Austrittsöffnungsbereichs 56 ist die Kühlluftleitungsanordnung
46 ebenfalls im Wesentlichen in Richtung der Fahrzeuglängsrichtung L und in Richtung
zum Fahrzeugheckendbereich 60 hin orientiert offen. Es ist selbstverständlich, dass
die in den Fig. 2 und 3 dargestellten, verschiedenen Konfigurationen der Kühlluftleitungsanordnung
46 in ihrem Eintrittsöffnungsbereich 52 bzw. ihrem Austrittsöffnungsbereich 56 beliebig
miteinander kombiniert werden können.
[0024] Um bei der vorangehend beschriebenen Kühlluftleitungsanordnung 46 einen definierten
Abstand des flexiblen Schlauchs 48 zur Brennstoffleitung 22 bereitzustellen, ist es
beispielsweise möglich, in verschiedenen Längenbereichen Distanzelemente bereitzustellen,
welche einerseits eine definierte Positionierung des Schlauchs 48 bezüglich der Brennstoffleitung
22 vorgeben, andererseits die Strömung der Kühlluft durch den Kühlluftströmungskanal
50 hindurch im Wesentlichen nicht behindern, beispielsweise mehrere Strömungsöffnungen
hierfür aufweisen.
[0025] Eine weitere alternative Ausgestaltung ist in Fig. 4 gezeigt. Die Kühlluftleitungsanordnung
46 ist mit ihrem Eintrittsöffnungsbereich 52 beispielsweise nahe dem Brennstofftank
24 positioniert. Der Austrittsöffnungsbereich 56 ist an einen allgemein mit 60 bezeichneten
Verbrennungslufteintrittsbereich des Fahrzeugheizgeräts 20 angeschlossen. Über den
Verbrennungslufteintrittsbereich 60, beispielsweise ausgebildet als Ansaugstutzen,
wird zusammen mit dem aus dem Brennstofftank 24 abgezogenen Brennstoff zu verbrennende
Verbrennungsluft V vermittels eines Verbrennungsluftgebläses, beispielsweise Seitenkanalgebläse,
in das Fahrzeugheizgerät 20 gesaugt. Dies bedeutet grundsätzlich, dass am Verbrennungslufteintrittsbereich
60 ein Unterdruck vorherrscht, der bei dieser Ausgestaltungsform genutzt wird, um
Luft durch die Kühlluftleitungsanordnung 46 zu saugen und diese durch die Kühlluftleitungsanordnung
46 hindurch gesaugte Luft in das Fahrzeugheizgerät 20 zu fördern und zur Verbrennung
mit Brennstoff zu nutzen. Dabei kann die durch die Kühlluftleitungsanordnung 46 hindurch
gesaugte Luft einen Teil der für die Verbrennung erforderlichen Luft bereitstellen,
welcher zusammen mit von außen anzusaugender Verbrennungsluft V zur Vermischung und
Verbrennung mit dem Brennstoff genutzt wird. Alternativ könnte auch die gesamte für
die Verbrennung erforderliche Luft durch die Kühlluftleitungsanordnung 46 hindurch
gesaugt und über den Verbrennungslufteintrittsbereich 60 in das Fahrzeugheizgerät
20 geleitet werden.
[0026] Die Prinzipien der vorliegenden Erfindung können dann besonders effizient genutzt
werden, wenn der den Antriebsmotor und das Fahrzeugheizgerät enthaltende Motorraum
im Frontbereich des Fahrzeugs angeordnet ist. Gleichwohl sei darauf hingewiesen, dass
die Erfindung auch Anwendung finden kann bei einem Fahrzeug, bei welchem der Motorraum
und damit der Antriebsmotor sowie das Fahrzeugheizgerät im Heckbereich, also hinter
der Fahrgastzelle angeordnet sind.
1. Fahrzeug, umfassend:
- einen in einem Motorraum (16) angeordneten Antriebsmotor (18);
- ein im Motorraum (16) angeordnetes brennstoffbetriebenes Fahrzeugheizgerät (20),
- einen Brennstofftank (24),
- eine vom Brennstofftank (24) zum Fahrzeugheizgerät (20) führende Brennstoffleitung
(22),
- eine die Brennstoffleitung (22) wenigstens bereichsweise umhüllende Kühlluftleitungsanordnung
(46) zum Bereitstellen eines Kühlluftströmungskanals (50) für die Brennstoffleitung
(22) umströmende Kühlluft.
2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlluftleitungsanordnung (46) die Brennstoffleitung (22) wenigstens in einem
Bereich ihres im Bereich des Motorraums (16) sich erstreckenden Längenabschnitt (36)
umhüllt.
3. Fahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Eintrittsöffnungsbereich (52) der Kühlluftleitungsanordnung (46) in einer Fahrzeuglängsrichtung
(L) vor einem Austrittsöffnungsbereich (56) der Kühlluftleitungsanordnung (46) positioniert
ist.
4. Fahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Eintrittsöffnungsbereich (52) der Kühlluftleitungsanordnung (46) in einem Bereich
(42) höheren Luftdrucks am Fahrzeug (10) angeordnet ist, und dass ein Austrittsöffnungsbereich
(56) der Kühlluftleitungsanordnung (46) in einem Bereich (44) niedrigeren Luftdrucks
am Fahrzeug (10) angeordnet ist.
5. Fahrzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Eintrittsöffnungsbereich (52) der Kühlluftleitungsanordnung (46) nahe einem Fahrzeugfrontendbereich
(30) oder/und in Richtung zu dem Fahrzeugfrontendbereich (30) offen angeordnet ist.
6. Fahrzeug nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Austrittsöffnungsbereich (56) der Kühlluftleitungsanordnung (46) im Bereich eines
Unterbodens (40) oder/und in einem Fahrzeugheckbereich (26) oder/und in Richtung zu
dem Unterboden (40) oder/und einem Fahrzeugheckendbereich (60) offen angeordnet ist.
7. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 4-6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Austrittsöffnungsbereich (56) der Kühlluftleitungsanordnung (46) mit einer Saugseite
(32) eines Fahrzeuggebläses (28) in Strömungsverbindung steht, oder/und dass ein Eintrittsöffnungsbereich
(52) der Kühlluftleitungsanordnung (46) mit einer Druckseite (34) eines Fahrzeuggebläses
(28) in Strömungsverbindung steht.
8. Fahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Austrittsöffnungsbereich (56) der Kühlluftleitungsanordnung (46) in Verbindung
mit einem Verbrennungslufteintrittsbereich (60) des Fahrzeugheizgeräts (20) ist.
9. Fahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlluftleitungsanordnung (46) einen flexiblen Schlauch (48) umfasst.
10. Fahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Motorraum (16) in einem Frontbereich (14) des Fahrzeugs (10) angeordnet ist,
oder/und dass der Brennstofftank (24) in einem Heckbereich (26) des Fahrzeugs (10)
angeordnet ist.