[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auslaufarmatur, die ein Armaturengehäuse
mit einem Rohranschlussstutzen umfasst, welcher an eine Rohrleitung anschließbar ist
und welcher eine Einlassöffnung in das Armaturengehäuse ausbildet. Die Auslaufarmatur
weist außerdem einen Schlauchanschluss auf, der eine Auslauföffnung bildet und sich
für den Anschluss eines Entnahmeschlauchs eignet. Dieser Schlauchanschluss kann beispielsweise
durch eine an das Armaturengehäuse angeschraubte Schlauchanschlusstülle ausgebildet
sein. Bei Schläuchen mit größerem Nenndurchmesser, beispielsweise von DN 25 erfolgt
der Schlauchanschluss üblicherweise mit einem Bajonette-Verschluss, so dass in diesem
Fall an dem Armaturengehäuse ein entsprechender Anschlussring mit Bajonette-Verschlussmitteln
als Schlauchanschluss vorgesehen ist. Zwischen der Einlassöffnung und der Auslassöffnung
ist ein Absperrorgan vorgesehen, welches mit einem in dem Armaturengehäuse vorgesehenen
Ventilsitz zusammenwirkt, um die Auslaufarmatur abzusperren. Des Weiteren ist ein
Systemtrenner dem Absperrorgan nachgelagert in dem Armaturengehäuse vorgesehen. So
werden erhöhte Sicherheitsbedingungen erreicht. Ist die Auslaufarmatur beispielsweise
über einen Schlauch permanent mit dem Rohrleitungssystem eines Herzkreislaufes verbunden,
muss gewährleistet werden, dass bei einer Fehlfunktion das Trinkwasser, welches üblicherweise
an dem Rohranschlussstutzen anliegt, durch das Heizungswasser nicht verunreinigt wird.
Eine solche Auslaufarmatur ist aus dem auf die Anmelderin zurückgehenden
DE 20 2009 016 823 U1 bekannt.
[0002] Aus der
DE 196 49 937 A1 ist außerdem eine einen Systemtrenner aufweisende Badewannenarmatur mit einem Schlauch
für eine Duschbrause bekannt. Die gewünschte Mischtemperatur des über Anschlüsse für
Warm- bzw. Kaltwasser in die Armatur geleiteten Wassers wird dabei manuell über einen
Einhebelmischer eingestellt.
[0003] Erhöhte Sicherheitsanforderungen sind jedoch auch in anderen Bereichen zu erfüllen,
beispielsweise bei Reinigungsanschlüssen im Bereich der Lebensmittelindustrie, in
Großküchen und Bäckereien, im Bereich der Landwirtschaft, insbesondere der Milchviehwirtschaft
und bei der Gerätereinigung, in Schwimmhallen, Sportstätten und Saunas, oder bei Entnahmestellen
im häuslichen Bereich zur Planschbeckenbefüllung und dergleichen. In den vorgenannten
Anwendungsbereichen ist Kaltwasser oft nicht ausreichend, sodass es bei derartigen
Anschlüssen notwendig oder zumindest wünschenswert ist, die Temperatur des aus der
Armatur austretenden Wassers auf eine bestimmte Temperatur einstellen zu können, ohne
jedoch die geforderten Sicherheitsbedingungen zu vernachlässigen.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, die eingangs genannte Auslaufarmatur
zu verbessern. Insbesondere will die vorliegende Erfindung eine möglichst kompakt
ausgestaltete Auslaufarmatur angeben, die ohne ein Herabsenken des Sicherheitsstandards
die Temperatur des aus der Armatur fließenden Fluids in einem gewissen Bereich regeln
kann.
[0005] Zur Lösung dieses Problems, schlägt die vorliegende Erfindung eine Auslaufarmatur
mit den Merkmalen von Anspruch 1 vor. Die erfindungsgemäße Auslaufarmatur hat einen
zweiten Rohranschlussstutzen, der an eine zweite Rohrleitung anschließbar ist und
eine zweite Einlassöffnung ausbildet. In dem Armaturengehäuse nach der vorliegenden
Erfindung ist ein Mischventil zum Mischen der durch die beiden Rohranschlussstutzen
geleiteten Fluide vorgesehen, wobei das Mischventil ein Thermostatelement aufweist.
[0006] Für gewöhnlich führen die beiden Rohrleitungen Fluide unterschiedlicher Temperatur,
insbesondere kaltes und warmes Wasser, sodass durch Anschluss der erfindungsgemäßen
Armatur an die beiden Rohrleitungen die Fluide aus beiden Leitungen in dem Armaturengehäuse
gemischt und die Temperatur des austretenden Fluids eingestellt werden kann. Das Mischventil
ist üblicherweise dem Absperrorgan vorgelagert. So kann zunächst die Temperatur des
in der Armatur gemischten Fluids über das Mischventil und die Ausflussmenge des gemischten
Fluids über das Absperrorgan eingestellt werden.
[0007] Der Systemtrenner der vorliegenden Erfindung verhindert bei ungünstigen Druckverhältnissen
zwischen dem Trinkwassersystem und dem über die Auslaufarmatur angeschlossenen Verbrauchersystem,
dass Wasser aus dem Verbrauchersystem in das Trinkwassersystem gelangt. Bevorzugt
ist der Systemtrenner unmittelbar im Anschluss an das Absperrorgan innerhalb des Armaturengehäuses
und/oder in baulicher Einheit mit dem Absperrorgan vorgesehen.
[0008] Die erfindungsgemäße Auslaufarmatur ist daher geeignet, den mit der DIN EN 1717 festgelegten
Standard für Trinkwasserinstallationen zur Absicherung des Trinkwassers gegen Nicht-Trinkwasser
einzuhalten. Im Stand der Technik sind Systemtrenner bekannt, die zwar den Anforderungen
der DIN EN 1717 gerecht werden, aber beidseitig an Rohrstränge eines Rohrleitungssysems
angeschlossen werden. Ein unmittelbarer Anschluss eines Entnahmeschlauches an einen
Systemtrenner für die Entnahme von Brauchwasser aus dem Trinkwassersystem ist bei
diesen vorbekannten Armaturen nicht vorgesehen. Es handelt sich danach nicht um Auslaufarmaturen
der gattungsgemäßen Art.
[0010] Dabei handelt es sich grundsätzlich um Systeme mit einem eingangsseitigen Rückflussverhinderer,
einem ausgangsseitigen Rückflussverhinderer und einer dazwischen vorgesehenen Mittelkammer,
die über ein Ablassventil entleerbar ist, und zwar in Abhängigkeit von der Druckdifferenz
zwischen der Eingangsseite und der Mittelkammer. Sofern der Druck in der Mittelkammer
sich dem Druck auf der Eingangsseite anzunähern droht, schließt der eingangsseitige
Rückflussverhinderer und das Ablassventil öffnet, so dass das in der Mittelkammer
befindliche Fluid ablaufen kann, statt über die Eingangsseite in das Trinkwassersystem
einzudringen. Der Systemtrenner der vorliegenden Erfindung ist bevorzugt wie soeben
beschrieben ausgebildet.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung erstrecken sich
die Rohranschlussstutzen quer zu einem das Ablassventil aufnehmenden Gehäuseteil des
Armaturengehäuses. Dies bietet die Möglichkeit, z.B. die Auslaufarmatur an eine Gebäudewand
durchsetzende Rohrstücke über die Rohranschlussstutzen anzuschließen, wohingegen über
das Ablassventil abgelassenes Fluid nach unten aus der Armatur abgegeben werden kann.
Das das Ablassventil aufnehmende Gehäuseteil kann dabei einteilig als Teil des Armaturengehäuses
vorgesehen sein. Es kann auch durch einen Ablassstutzen gebildet sein, der unter Einschluss
des Ablassventils mit einem Gehäusebasiskörper des Armaturengehäuses verschraubt ist.
[0012] Die Ablassöffnung kommuniziert üblicherweise unmittelbar im Anschluss an das Armaturengehäuse
mit der Umgebung. Die Ablassöffnung kann indes mit einem Ablassschlauch oder -rohr
versehen sein, um abgelassenes Fluid kontrolliert abzuleiten. Im Hinblick darauf wird
gemäß einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, in Ablassrichtung
hinter dem Ablassventil einen an dem Armaturengehäuse angeschlossenen Ablasskäfig
vorzusehen, der wenigstens eine Käfigöffnung ausbildet und sich im Wesentlichen quer
zu den Rohranschlussstutzen erstreckt. Dieser Ablasskäfig kann endseitig Mittel für
den Anschluss eines Ablassrohres oder -schlauches aufweisen. Jedenfalls verhindert
die wenigstens eine Käfigöffnung, dass sich in dieser Ablassleitung ein unzulässiger
Innendruck aufbaut, der die Funktion des Ablassventils beeinträchtigt. Die Käfigöffnung
stellt sicher, dass Atmosphärendruck unmittelbar hinter der Ablassöffnung anliegt,
so dass das Ablassventil zuverlässig gegen den Atmosphärendruck geöffnet wird.
[0013] Die erfindungsgemäße Auslaufarmatur hat üblicherweise ein Armaturenbasisgehäuse,
welches das Absperrorgan trägt, üblicherweise den Ventilsitz für das Absperrorgan
ausformt sowie Gewinde- und Dichtflächen zur Halterung des Systemtrenners ausbildet.
Des Weiteren wird durch den Armaturenbasiskörper üblicherweise der Schlauchanschluss
sowie die Rohranschlussstutzen ausgeformt. Der Schlauchanschluss und/oder die Rohranschlussstutzen
können als Pressfitting oder Gewindeanschlussstücke ausgebildet und ein Innen- oder
Außengewinde haben.
[0014] Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, den Systemtrenner in Verlängerung der Erstreckungsrichtung
der Rohranschlussstutzen vorzusehen und im Wesentlichen in Erstreckungsrichtung dieser
geradlinigen Fortsetzung der Strömung der Rohranschlussstutzen den Schlauchanschluss
vorzusehen. Diese Ausgestaltung ist relativ einfach, führt indes zu einer Auslaufarmatur,
die relativ weit von der die Rohrleitungen tragenden Wand absteht.
[0015] Bei einer alternativen Ausgestaltung erstreckt sich eine Spindelachse des Absperrorgans
im Wesentlichen parallel, vorzugsweise konzentrisch zu der axialen Erstreckung der
Rohranschlussstutzen. Damit ist die Möglichkeit geschaffen, den Ventilsitz unmittelbar
die Rohranschlussstutzen umgebend vorzusehen und das Absperrorgan gegen das gehäuseseitige
Ende der Rohranschlussstutzen anzulegen, um eine Absperrkammer zu sperren, die zwischen
den Funktionsflächen des Absperrorgans und dem Ventilsitz ausgebildet ist, wenn das
Absperrorgan eine durch Strömung der Absperrarmatur zulässt.
[0016] Von dieser Absperrkammer geht üblicherweise die Mittelkammer rechtwinklig ab, was
die Möglichkeit schafft, nach Montage der Auslaufarmatur an zwei die Wand durchsetzende
Rohrleitungen die Mittelkammer unterhalb der Absperrkammer vorzusehen. Dabei sollte
der Schlauchanschluss im Wesentlichen in der von der Spindelachse durchsetzten Ebene
von der Mittelkammer abgehen. Bei dieser Ausgestaltung dürfte der Schlauchanschluss
eine Handhabe für das Absperrorgan, welcher verdrehbar an dem Armaturengehäuse gehalten
ist, nicht oder nur geringfügig überragen, so dass eine relativ kompakte Auslaufarmatur
geschaffen ist.
[0017] Im Hinblick auf eine leicht durchzuführende Wartung bzw. Überprüfung der erfindungsgemäßen
Auslaufarmatur wird gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung
eine der Mittelkammer zugeordnete und mit einer Kappe lösbar verschlossene Mittelkammerbohrung
vorgeschlagen. Diese Mittelkammerbohrung liegt üblicherweise oberhalb des Schlauchanschlusses
und ist mit einem Stopfen, der dichtend dem Gewindeeingriff mit dem Armaturengehäusebasiskörper
im Eingriff ist, üblicherweise lösbar verschlossen. Die Mittelkammerbohrung befindet
sich vorzugsweise unterhalb der Spindelachse des Absperrorgans. Vorzugsweise befinden
sich die Achse der Mittelkammerbohrung und die Spindelachse in einer sich in der Vertikalen
erstreckenden Ebene nach Montage der Auslaufarmatur an der Rohrleitung. So ist der
Mittelkammerstopfen leicht auf der der Wand abgewandten Vorderseite der Armatur zugänglich.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist die Absperrkammer
mit einer Absperrkammerbohrung versehen. Auch diese Absperrkammerbohrung ist lösbar
verschlossen über einen entsprechenden Stopfen, so dass die Absperrkammer von außen
zugänglich ist bzw. gelüftet werden kann. Der Absperrkammerstopfen befindet sich dabei
bevorzugt auf der der Mittelkammer abgewandten Seite der Absperrkammer.
[0019] Der Schlauchanschluss der Armatur kann einen Nenndurchmesser von DN 20 oder DN 15
haben, oder mit Hilfe eines Adapters auf die DN 20 oder DN 15 Norm gebracht werden.
Gleiches gilt für die Rohranschlussstutzen. Bevorzugt weisen die Rohranschlussstutzen
das für Wandarmaturen standardmäßige Anschlussmaß auf. Als Anschlussmaß wird üblicherweise
der Abstand der Rohranschlussstutzen, gemessen jeweils von einem Punkt der Symmetrieachsen
der Anschlussstutzen, bezeichnet und beträgt üblicherweise 150 mm. Die Verbindung
der Rohranschlussstutzen mit den Rohrleitungen ist insbesondere mit Hilfe beispielsweise
einer Überwurfmutter fluiddicht vorgesehen.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist in dem Armaturengehäuse
ein zweites Absperrorgan gehalten, das mit einem in dem Armaturengehäuse vorgesehenen
zweiten Ventilsitz zusammenwirkt. Bei dieser Ausgestaltung ist üblicherweise jedem
Rohranschlussstutzen ein Absperrorgan zugeordnet, wobei die Absperrorgane unabhängig
voneinander betätigbar sind. So kann durch die Stellung der Absperrorgane jeweils
die Menge des Fluids, die durch eine der Einlassöffnungen tritt, variiert und die
Temperatur des sich in der Armatur mischenden Fluids eingestellt werden. Auch kann
die Armatur drucklos gestellt werden, wenn an der Armatur Bauteile ausgetauscht werden
müssen.
[0021] Erfindungsgemäß weist das Mischventil ein Thermostatelement auf. Das Thermostatelement
ist derart in dem Mischventil vorgesehen, dass es abhängig von der Temperatur des
in der Armatur gemischten Fluids die Stellung eines Ventilkörpers in dem Mischventil
verändern kann. Insbesondere lässt sich über eine Stellvorrichtung eine Soll-Temperatur
des mit Hilfe des Mischventils gemischten Fluids einstellen. Die Stellvorrichtung
kann eine steigende oder nicht-steigende Spindel aufweisen. Als Thermostatelemente
werden beispielsweise sogenannte Dehnstoffelemente oder SMA-Werkstoffe verwendet,
die temperaturabhängig ihre Form und/oder Kristallstruktur verändern. Für gewöhnlich
geht mit der Formänderung und/oder Änderung der Kristallstruktur eine Ausdehnung oder
Komprimierung des Thermostatelementes einher, wodurch der Ventilkörper in Richtung
eines Ventilsitzes gedrückt wird oder sich, meist mit Hilfe einer Rückstellfeder,
von dem Ventilsitz entfernt. Im Falle eines Mischventils wirkt der Ventilkörper üblicher
Weise mit zwei Ventilsitzen zusammen, wobei die beiden Ventilsitze jeweils einem Rohranschlussstutzen
zugeordnet sind. Bevorzugt sind die beiden Ventilsitze asymmetrisch in der Armatur
angeordnet, sodass der Ventilkörper des Mischventils, wenn er in einer geschlossenen
Stellung mit dem einen Ventilsitz ist, in einer geöffneten Stellung mit dem anderen
Ventilsitz ist.
[0022] Auch ein Thermostatelement, das seine Form und/oder Kristallstruktur nicht verändert,
kann als Thermostatelement verwendet werden, wenn es ein mechanisch gesteuertes Element
enthält, wobei die Steuerung temperaturabhängig erfolgt. Das Thermostatelement beinhaltet
in diesem Fall eine Steuerungseinheit, die die Ist-Temperatur mit Hilfe eines Temperaturfühlers
misst, diese mit der einstellbaren Soll-Temperatur vergleicht und in Abhängigkeit
des Vergleichs die Stellung des mechanisch gesteuerten Elements regelt. Der Vorteil
bei dem Einsatz eines Thermostatelementes ist, dass das Mischventil die Temperatur
des Fluids selbstregelnd auf die gewünschte Temperatur einregelt. Es muss lediglich
die gewünschte Soll-Temperatur eingestellt werden. Üblicherweise haben Druckschwankungen
in der Warm- bzw. Kaltwasserzuleitung keine Auswirkung auf die Funktionsweise des
Thermostatelements, sodass eine im Wesentlichen druckunabhängige Einregelung einer
gewünschten Mischtempertur gewährleistet werden kann.
[0023] Gemäß einer alternativen bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung weist
die Auslaufarmatur einen Einhebelmischer auf, der das Mischventil und das Absperrorgan
beinhaltet. Üblicher Weise sind in einem Einhebelmischer zwei plane Keramikscheiben
vorgesehen, die gegeneinander verschoben bzw. verdreht werden können. Eine der Keramikscheiben
ist dabei feststehend und dient als Ventilsitz. Die feststehende Keramikscheibe bildet
drei Löcher aus, wobei jedem der beiden Rohranschlussstutzen ein Loch zugeordnet ist.
Das dritte Loch ist dem Schlauchanschlussstutzen zugeordnet. Die zweite Keramikscheibe
bildet eine Durchgangsöffnung aus und lässt sich für gewöhnlich über einen dreh- und
auf/abschwenkbaren Hebel gegenüber der feststehenden Keramikplatte verschieben. Die
Durchgangsöffnung der beweglichen Platte kommuniziert zwar in jeder möglichen Stellung
mit dem Loch der feststehenden Platte, die dem Schlauchanschlussstutzen zugeordnet
ist. Aber je nach Stellung der beweglichen Platte kommuniziert die Durchgangsöffnung
zusätzlich mit nur einem, zwei oder keinem der den Rohranschlussstutzen zugeordneten
Löchern in der feststehenden Platte. So lässt sich durch den Einhebelmischer Temperatur
und Ausflussmenge des Fluids aus der Armatur gleichermaßen regeln.
[0024] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung sind dem zumindest
einen Absperrorgan zwei Rückflussverhinderer in Strömungsrichtung vorgelagert, die
jeweils einem der Rohranschlussstutzen zugeordnet sind. Die Rückflussverhinderer können
beispielsweise als Rückschlagventile ausgebildet sein. Mit dieser Weiterbildung wird
der Sicherheitsstandard der Auslaufarmatur weiter erhöht.
[0025] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung weist die
Auslaufarmatur zwei weitere Absperrorgane auf, die jeweils einem der Rohranschlussstutzen
zugeordnet sind. Zu Wartungszwecken können diese Absperrorgane geschlossen werden,
sodass die Auslaufarmatur drucklos gestellt ist. Bevorzugt lässt sich der den beiden
zusätzlichen Absperrorganen nachgelagerte Teil der Auslaufarmatur von diesen Absperrorganen
im geschlossenen Zustand entfernen, um die Wartungsarbeiten zu vereinfachen.
[0026] Weitere Einzelheiten und Vorzüge der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der
folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sowie in Verbindung
mit der Zeichnung. Hierin zeigen:
- Figur 1
- ein hydraulisches Schaubild der bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Figur 2
- eine perspektivische Seitenansicht der bevorzugten Ausführungsform; und
- Figur 3
- eine Schnittansicht der unteren Hälfte des Ausführungsbeispiels nach Figur 2.
Figur 1 zeigt die erfindungsgemäße Auslaufarmatur mit zwei Rohranschlussstutzen 2,
4, die über Zwischenleitungen 6, 8 jeweils mit einem Mischventil 10 verbunden sind,
wobei die Zwischenleitung 6 dem Rohranschlussstutzen 2 und die Zwischenleitung 8 dem
Rohranschlussstutzen 4 zugeordnet ist. Die Zwischenleitungen 6, 8 sind jeweils mit
einem Absperrorgan 12, 14 und einem Rückflussverhinderer 16, 18 versehen. Die Absperrorgane
12, 14 sind zu Wartungszwecken vorgesehen. Der den Absperrorganen 12, 14 nachgeordnete
Teil der Armatur kann von diesen gelöst werden. Hierfür ist jeweils eine fluiddichte,
aber lösbare Wartungsverbindung 20, 22 in den Zwischenleitungen 6, 8 vorhanden. Das
Mischventil 10 kommuniziert über eine Ableitung 24 mit einem Systemtrenner 26, der
mit einem an die Umgebung entwässernden Ablassstutzen 28 und einem Schlauchanschlussstutzen
30 verbunden ist. Ein Absperrorgan 32 ist in der Ableitung 24 dem Systemtrenner 26
vorgelagert. Das Anschlussmaß A beträgt 150 mm.
Figur 2 zeigt das Auslaufgehäuse der Auslaufarmatur. Die Rohranschlussstutzen 2, 4
sind in dieser Ansicht nicht zu erkennen, wobei sich die Rohranschlussstutzen 2,4
quer zu dem den Systemtrenner 26 aufweisenden Teil des Armaturengehäuses 34 erstrecken.
Ein Temperaturdrehknopf 36 wirkt zum Einstellen der Temperatur des in der Armatur
gemischten Fluids über eine Stellvorrichtung mit dem Mischventil 10 zusammen. Ein
Absperrdrehknopf 38 wirkt mit dem Absperrorgan 32 zum Absperren der Armatur zusammen.
Der Systemtrenner 26 und der Ablassstutzen 28 sind dem Absperrorgan 32 nachgelagert.
Der Schlauchanschlussstutzen 30 steht mit dem Systemtrenner 26 fluidisch in Verbindung
und ist diesem nachgelagert.
[0027] Der Schlauchanschlussstuten 30 ist vorliegend an das Auslaufgehäuse angeschraubt
und mit einem Bajonett-Anschluss versehen. Der Systemtrenner 26 ist in dem Auslaufgehäuse
aufgenommen. Das Auslaufgehäuse ist als Gussteil einteilig ausgeformt und nach dem
Urformen spanhebend zur Ausbildung von Gewinden an den Rohranschlussstutzen 2, 4 zur
Befestigung und Abdichtung des Mischventils 10 und zur Befestigung und Abdichtung
des Systemtrenners 26 und zur Ausbildung eines Außengewindes zum Anschluss der Schlauchtülle
ausgeformt. In dem Auslaufgehäuse sind ferner Dichtsitze für einen Verschlusskörper
des Mischventils 10 und für den Systemtrenner 26 ausgebildet. Auf der dem Mischventil
10 abgewandten Unterseite des Auslaufgehäuses ist der Ablasstutzen 28 als ein Ablasskäfig
34 mit mehreren auf dem Umfang verteilt vorgesehenen Käfigöffnungen 36 und einem Käfigauslass
38 ausgebildet.
[0028] Details zu dem Systemtrenner 26 sind in der Schnittansicht der Fig. 3 verdeutlicht.
Es ist darin lediglich der untere Teil der Auslaufarmatur nach Figur 2 gezeigt. Das
Mischventil ist darin beispielsweise nicht dargestellt. Figur 3 zeigt eine sich im
Wesentlichen in der Vertikalen erstreckende Mittelkammer 40, welche eingangsseitig
einen Rückflussverhinderer 42 aufweist und ausgangsseitig ein Innengewinde ausbildet,
in welches der den Ablasskäfig 34 tragende Ablassstutzen 28 eingeschraubt ist, der
dichtend mit einem Ablassventil 44 zusammenwirkt. Der eingangsseitige Rückflussverhinderer
42 und das Ablassventil 44 sind Bestandteil einer Systemtrenner-Patrone 46, die von
unten in das Auslaufgehäuse eingeschoben und durch Einschrauben des Ablassstutzens
28 endseitig in dem Auslaufgehäuse fixiert und über einen Dichtring 48 einerseits
und andererseits durch Anlage gegen den Ablassstutzen 28 unter Zwischenlage einer
weiteren Dichtung dichtend aufgenommen ist.
[0029] Von der vertikalen Achse, in der sich die Systemtrenner-Patrone 46 erstreckt, geht
schräg ein Auslaufkanal 50 ab, der zunächst durch Wandungen des Auslaufgehäuses gebildet
wird. Mit diesen Wandungen des Auslaufgehäuses ist zur Verlängerung des Auslaufkanals
50 der Schlauchanschlussstutzen 30 mit dem Auslaufgehäuse verschraubt. Über diese
Verschraubung wird zwischen dem Auslaufgehäuse und dem Schlauchanschlussstutzen 30
ein ausgangsseitiger Rückflussverhinderer 52 dichtend eingespannt. Bei dem in Figur
3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Schlauchanschlussstutzen 30 mit einem Bayonett-Anschluss
versehen, sodass ein Schlauch unmittelbar an den Schlauchanschlussstutzen 30 angeschlossen
werden kann. Der Schlauchanschlussstutzen 30 kann endseitig auch zur Ausbildung von
gestuften Außenumfangssegmenten ausgebildet sein, die mit einem auf den Schlauchanschlussstutzen
aufgeschobenen Schlauch zusammenwirken, um diesen dichtend an dem Stutzen 30 zu halten.
[0030] Quer von der vertikalen Achse des Auslaufgehäuses geht eine Mittelkammerbohrung 54
ab, die mit einem Mittelkammerstopfen 56 verschlossen ist. Der Mittelkammerstopfen
56 ist in ein Gewinde der Mittelkammerbohrung 54 eingeschraubt und dichtend hierin
vorgesehen.
[0031] Bei dem in Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel wird der Systemtrenner durch die
Systemtrenner-Patrone 46 sowie den ausgangsseitigen Rückflussverhinderer 52 gebildet.
Dabei sind der eingangsseitige Rückflussverhinderer 42 und der ausgangsseitige Rückflussverhinderer
52 sowie das Ablassventil 44 federvorgespannt und durch Druckdifferenz betätigt. Die
Federn sind dabei so aufeinander abgestimmt, dass bei p
1 - p
i ≤ 14 kPa die Mittelkammer 40 über das Ablassventil 44 entleert wird. Dabei ist p
1 der Druck an der Eingangsseite der Mittelkammer 40, d.h. der Druck in dem dem eingangseitigen
Rückflussverhinderer 42 vorgelagerten Bereich, wohingegen p
i der Druck in der Mittelkammer 40 ist.
[0032] Das in den Fig. 2 und 3 gezeigte Ausführungsbeispiel ist relativ kompakt bauend,
da der Schlauchanschlussstutzen 30 eine Handhabe des Mischventils 10 durch die Drehknöpfe
36, 38 kaum oder nur geringfügig überragt. Das Ablassventil 44 entwässert gegen die
Unterseite des Auslaufgehäuses. Zu Revisionszwecken kann der Stopfen 56 leicht entfernt
werden, da dieser von der Seite des Auslaufgehäuses zugänglich ist. Dabei wird davon
ausgegangen, dass die Einlassöffnungen, d.h. die Rohranschlussstutzen 2, 4 jeweils
mit einem Anschlussrohr verbunden werden, welche eine vertikale Wand rechtwinklig
durchragen.
[0033] Bei der erfindungsgemäßen Armatur liegen die Ablassöffnung des Systemtrenners, gebildet
durch Käfigöffnungen 58 und einen Käfigauslass 60 eines Ablasskäfigs 62, sowie die
Auslassöffnung der Auslaufarmatur, gebildet durch den Schlauchanschlussstutzen 30,
unmittelbar nebeneinander, jedenfalls aber vor einer Wand, von der die Anschlussleitungen
zur Abgabe von Trink- oder Brauchwasser über die Armatur abgeht.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 2
- erster Rohranschlussstutzen
- 4
- zweiter Rohranschlussstutzen
- 6
- erste Zwischenleitung
- 8
- zweite Zwischenleitung
- 10
- Mischventil
- 12
- erstes Wartungs-Absperrorgan
- 14
- zweites Wartungs-Absperrorgan
- 16
- erster Rückflussverhinderer
- 18
- zweiter Rückflussverhinderer
- 20
- erste Wartungsverbindung
- 22
- zweite Wartungsverbindung
- 24
- Ableitung
- 26
- Systemtrenner
- 28
- Ablassstutzen
- 30
- Schlauchanschlussstutzen
- 32
- Absperrorgan
- 34
- Armaturengehäuse
- 36
- Temperaturdrehknopf
- 38
- Absperrdrehknopf
- 40
- Mittelkammer
- 42
- eingangsseitiger Rückflussverhinderer
- 44
- Ablassventil
- 46
- Systemtrenner-Patrone
- 48
- Dichtring
- 50
- Auslaufkanal
- 52
- ausgangsseitiger Rückflussverhinderer
- 54
- Mittelkammerbohrung
- 56
- Mittelkammerstopfen
- 58
- Käfigöffnungen
- 60
- Käfigauslass
- 62
- Ablasskäfig
- A
- Anschlussmaß
1. Auslaufarmatur mit einem Armaturengehäuse mit
zumindest einem Rohranschlussstutzen (2), welcher an eine Rohrleitung anschließbar
ist und eine Einlassöffnung ausbildet,
einem an einen Entnahmeschlauch anschließbaren und eine Auslassöffnung bildenden Schlauchanschlussstutzen
(30),
zumindest einem Absperrorgan (32), das in dem Armaturengehäuse gehalten ist und mit
einem in dem Armaturengehäuse vorgesehenen Ventilsitz zusammenwirkt,
einem in dem Armaturengehäuse vorgesehenen Systemtrenner (26), und
einem zweiten Rohranschlussstutzen (4), welcher an eine zweite Rohrleitung anschließbar
ist und eine zweite Einlassöffnung ausbildet, dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Armaturengehäuse ein Mischventil (10) zum Mischen der durch die beiden Rohranschlussstutzen
(2, 4) geleiteten Fluide vorgesehen ist, und
dass das Mischventil (10) ein Thermostatelement aufweist.
2. Auslaufarmatur nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
ein zweites Absperrorgan, das in dem Armaturengehäuse gehalten ist und mit einem in
dem Armaturengehäuse vorgesehenen zweiten Ventilsitz zusammenwirkt.
3. Auslaufarmatur nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch
einen Einhebelmischer, der das Mischventil (10) und das Absperrorgan (32) beinhaltet.
4. Auslaufarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch
zwei Rückflussverhinderer (16, 18), die dem zumindest einen Absperrorgan (32) in Strömungsrichtung
vorgelagert und jeweils einem der Rohranschlussstutzen (2, 4) zugeordnet sind.
5. Auslaufarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch
zwei weitere Absperrorgane (12, 14), die jeweils einem der Rohranschlussstutzen (2,
4) zugeordnet sind.
6. Auslaufarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Rohranschlussstutzen (2, 4) sich quer zu einem den Schlauchanschlussstutzen
(30) aufweisenden Teil des Armaturengehäuses erstrecken.
7. Auslaufarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Systemtrenner (26) als eine in das Auslaufgehäuse eingeschobene Systemtrenner-Patrone
ausgebildet ist, welche zumindest einen Rückflussverhinderer (42) und ein Ablassventil
(44) aufweist.
8. Auslaufarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Systemtrenner (26) einen dem Absperrorgan (32) in Strömungsrichtung nachgelagerten
und in dem Armaturengehäuse vorgesehenen eingangsseitigen Rückflussverhinderer (42),
einen dem Schlauchanschlussstutzen (30) zugeordneten ausgangsseitigen Rückflussverhinderer
(52) und eine Mittelkammer (40) umfasst, die über ein zu einer Ablassöffnung führendes
Ablassventil (44) in Abhängigkeit von der Druckdifferenz zwischen der Mittelkammer
(40) und einer der Mittelkammer vorgelagerten Eingangsseite entleerbar sind.
9. Auslaufarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Rohranschlussstutzen (2, 4) quer zu einem das Ablassventil (44) aufnehmenden
Gehäuseteil des Auslaufgehäuses erstrecken.
10. Auslaufarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Ablassrichtung hinter dem Ablassventil (44) ein an dem Auslaufgehäuse angeschlossener
Ablasskäfig (34) vorgesehen ist, der wenigstens eine Käfigöffnung (36) ausbildet und
sich im wesentlichen quer zu den Rohranschlussstutzen (2, 4) erstreckt.
11. Auslaufarmatur nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablasskäfig (34) sich im Wesentlichen quer zu den Rohranschlussstutzen (2, 4)
erstreckt.
12. Auslaufarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der ausgangsseitige Rückflussverhinderer (52) zwischen einem Auslaufgehäusebasiskörper
und einem einen Schlauchanschluss ausbildenden Schlauchanschlussstutzen (30) geklemmt
ist.
13. Auslaufarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchanschlussstutzen (30) mit dem Auslaufgehäuse verschraubt ist.
14. Auslaufarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ablassventil (44) dichtend mit einem Ablassstutzen (28) zusammenwirkt, der mit
dem Auslaufgehäuse verschraubt ist.
15. Auslaufarmatur nach einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch eine der Mittelkammer (40) zugeordnete und mit einem Mittelkammerstopfen (56) lösbar
verschlossene Mittelkammerbohrung (54).