[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wärmeübertrager mit Rohren und dazwischen
angeordneten Wellrippen mit geraden Flanken und jeweils eine Wölbung aufweisenden
Wellentälern und Wellenbergen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Solch ein Wärmeüberträger
ist z.B. aus
US 3,673,846 bekannt.
[0002] Aus der
DE 10 2006 035 209 A1 ist ein gattungsgemäßer Wärmeübertrager mit Rohren und dazwischen angeordneten Wellrippen
bekannt, die Wellenberge und Wellentäler sowie dazwischen angeordnete Flanken aufweisen,
wobei die Flanken mit aus deren Ebenen herausgestellten Schnitten ausgestattet sind.
Die Flanken gehen dabei über eine Biegekante in die Wellenberge bzw. Wellentäler über,
wobei diese Biegekanten geschwächt ausgebildet sind, so dass die bei der Biegung sich
einstellende Rückfederung reduziert wird. Hierdurch soll ein Wärmeübertrager mit verbesserter
Effizienz bereitgestellt werden können.
[0003] Aus der
DE 201 18 511 U1 ist ein Wärmetauschernetz und ein damit ausgestatteter Wärmeübertrager bekannt, wobei
das Wärmetauschernetz eine Mehrzahl von Flachrohren und zwischen den Flachrohren angeordneten,
in wärmeleitendem Kontakt mit diesen befindlichen Lamellen besitzt und wobei der wärmeleitende
Kontakt allein durch gegenseitige Verspannung der Flachrohre und Lamellen hergestellt
wird. Die Lamellen sind dabei in Richtung der Verspannung elastisch verformbar, wodurch
ein Montageaufwand reduziert werden soll.
[0004] Um bei Wärmeübertragern eine möglichst hohe Leistung erzielen zu können, werden zwischen
einzelnen Rohren solcher Wärmeübertrager in bekannter Weise Wellrippen eingesetzt,
die zum verbesserten Wärmeübertrag üblicherweise mit den Rohren verlötet werden. Alternativ
zu einer Verlötung ist auch eine Klebeverbindung zum Fixieren der Wellrippen an den
Rohren bekannt, wobei bislang die hierfür verwendeten Klebstoffe beispielsweise mit
Wärmeleitpartikeln aus Bornitrid oder Aluminium bestückt wurden, um die Wärmeleitfähigkeit
des Klebstoffs verbessern zu können. Derartige Wärmeleitpartikel wirken sich jedoch
nachteilig auf den Preis des Klebstoffes und dessen Verarbeitung aus. Ebenfalls bekannt
ist es, ein gelötetes Netz einzukleben, wobei hierzu jedoch zwei Herstellungsverfahren
kombiniert werden müssen, was sich gleichfalls negativ auf die Kosten auswirkt.
[0005] Nachteilig bei den aus dem Stand der Technik bekannten Lötkonstruktionen ist, dass
diese darauf ausgelegt sind, Herstellungstoleranzen, die sich beim Zusammenbau ergeben,
über die Rohrgeometrie auszugleichen. Dies ist bei einem rein geklebten Wärmeübertrager
und beispielsweise bei einer extrudierten Rohrgeometrie jedoch nicht möglich. Aus
diesem Grund werden beispielsweise Wellrippen verwendet, die eine derartige Kompensationsfunktion
übernehmen können.
[0006] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für einen Wärmeübertrager
der gattungsgemäßen Art eine verbesserte oder zumindest eine alternative Ausführungsform
anzugeben, die insbesondere die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile überwindet.
[0007] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs
1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0008] Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, einerseits einen Wärmeübertrager
schaffen zu können, der geklebt werden kann, und andererseits diesen jedoch vergleichsweise
kostengünstig und mit entsprechenden Toleranzkompensationsmöglichkeiten sowie einer
hohen Wärmeübertragerleistung auszustatten. Der erfindungsgemäße Wärmeübertrager weist
dabei in bekannter Weise Rohre sowie dazwischen angeordnete Wellrippen mit geraden
Flanken und jeweils eine Wölbung aufweisenden Wellentälern und Wellenbergen auf. Die
Wölbung eines Wellenberges kann dabei alternativ in zwei erfindungsgemäßen Ausführungsformen
gestaltet werden. Bei den beiden Alternativen sind die Wellenberge dahingehend optimiert,
dass eine Mindestanlage durch eine Federwirkung erzwungen wird, wodurch eine verbesserte
Wärmeübertragungsfähigkeit und damit eine Mindestsystemleistung garantiert werden
kann. Die Form des Wellenberges einer solchen erfindungsgemäßen Wellrippe ist dabei
in bionischer Form an die Form eines menschlichen Fußes angelehnt. Dabei ist besonders
vorteilhaft, dass sich eine druckstabile Rippe bzw. Flanke der Wellrippe ergibt, was
ein Ausknicken unter Druckbeaufschlagung vermeidet. Prinzipiell weist die erste alternative
Ausführungsform einer Wölbung eines Wellenberges einen gewölbten ersten Abschnitt
und einen linearen zweiten Abschnitt auf, wobei der zweite Abschnitt doppelt so lang
ist wie der erste Abschnitt und wobei die beiden Abschnitte eine gegenläufige Steigung
zwischen 0,1 und 0,5% aufweisen. Dies bedeutet, dass der gewölbte erste Abschnitt
eine positive Steigung von +0,1 bis +0,5% aufweist, während der lineare zweite Abschnitt
eine negative Steigung von -0,1 bis -0,5% aufweist. Die Steigung des gewölbten ersten
Abschnitts wird dabei zwischen seinem Anfangs- und Endpunkt bestimmt. Durch eine derartige
Wölbung der Wellenberge der Wellrippe kann einerseits ein erforderlicher Toleranzausgleich
erreicht werden und andererseits eine flächige Anlage der Wellrippe an den Rohren,
wodurch ein hoher Wärmeübertrag und damit eine hohe Leistung des Wärmeübertragers
erzielt werden können. Die Wellentäler sind dabei selbstverständlich entsprechend
den Wellenbergen ausgebildet, nur in umgekehrter Form, d.h. beispielsweise durch einen
auf Kopf stehenden ersten und zweiten Abschnitt. Der Wellenberg kann somit einem gespiegelten
Wellental oder umgekehrt entsprechen.
[0009] Bei der zweiten alternativen Ausführungsform der Wölbung eines Wellenberges weist
dieser ebenfalls einen gewölbten ersten und einen gewölbten zweiten Abschnitt auf,
die jedoch in diesem Fall gleich lang sind, wobei der erste Abschnitt wieder über
einen Hochpunkt in den zweiten Abschnitt übergeht und wobei bei unbelasteten Wellrippen
zwischen zwei benachbarten Wellenbergen ein Toleranzabstand a verbleibt, der so dimensioniert
ist, dass er bei in den Wärmeübertrager eingebautem Zustand auf null gedrückt wird
und dadurch die Wellenberge auf Block aneinander anliegen. Die beiden Abschnitte sind
dabei spiegelbildlich zueinander angeordnet, sofern die Spiegelachse durch den Hochpunkt
geht. Der horizontale Toleranzabstand a zwischen zwei Wellenbergen bzw. zwischen zwei
Wellentälern, kann somit voreingestellt einen möglichen vertikalen Federweg bestimmen,
da sich nach Ausschöpfen dieses Federweges zwei benachbarte Wellenberge oder zwei
Wellentäler kontaktieren und dadurch ein äußerst stabiles Bogentragwerk entsteht.
Hierdurch wird zum einen ein Ausknicken der einzelnen Flanken bzw. Wellrippen verhindert
und zum anderen eine ausreichende druckstabile Oberfläche geschaffen, um überflüssigen
Klebstoff aus dem Spalt zwischen dem Wellenberg bzw. dem Wellental und dem Rohr zu
verdrängen. Dies ist insbesondere für einen optimalen Wärmeübertrag wichtig. Die verbleibende
Klebstoffschicht wird dadurch auf ein Minimum reduziert bei gleichzeitiger Gewährleistung
einer Blasenfreiheit.
[0010] Generell lassen sich mit dem erfindungsgemäßen Wärmeübertrager folgende Vorteile
erzielen:
- Ausgleich von Herstellungstoleranzen, die im Zusammenbau des Systems Wellrippe und
Rohr ausgeglichen werden müssen, wodurch äußerst dünne Klebeschichtdicken realisierbar
sind und dadurch die Leistung des Wärmeübertragers gesteigert werden kann,
- Vergrößerung einer Anlagefläche der Wellrippe am Rohr und damit ein verbesserter Wärmeübertrag,
- eine Federwirkung durch den Ausgleich der Herstellungstoleranzen im Zusammenbau und
Erzeugen einer gleichmäßigen Klebstoffschicht in einem exakt vordefinierten Bereich,
- eine Druckstabilität der Wellrippe ohne die Gefahr des Ausknickens bei gleicher Materialstärke,
- niedrigere Kosten in Bezug auf Energie und Ressourcen sowie die Möglichkeit, Wellrippen
und Rohre aus unterschiedlichen Materialien miteinander zu verbinden, da die Klebeschicht
elektrisch isolierend ist und dadurch eine Kontaktkorrosion unterbindet,
- erhebliche CO2-Einsparung bei der Herstellung durch Entfall von Lötöfen und der hierfür benötigten
Energie.
[0011] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung beträgt
eine gegenläufige Steigung des ersten und des zweiten Abschnitts ca. 0,3-0,4%. Hierdurch
lässt sich ein vergleichsweise flacher Wellenberg bzw. ein vergleichsweise flaches
Wellental schaffen, welches einerseits eine flächige und damit gut wärmeübertragende
Anbindung an das Rohr ermöglicht und andererseits den gewünschten Toleranzausgleich
ermöglicht.
[0012] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung ist
auf einer Außenseite der Rohre eine Klebeschicht, insbesondere durch Kaschieren, aufgebracht.
Mittels eines derartigen Kaschierens kann somit die Klebeschicht insbesondere in der
Art einer Klebefolie oder eines Klebefilms aufgebracht werden, wodurch das Aufbringen
der Klebeschicht nicht nur wirtschaftlich, sondern zudem auch qualitativ äußerst hochwertig
möglich ist.
[0013] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Lösung sind
die Wellrippen aus einem gut wärmeleitfähigem Werkstoff, vorzugsweise Aluminium, Kupfer
etc. ausgebildet. Hierbei kann auch an eine Materialkombination gedacht werden, da
die Klebeschicht isolierend wirkt und damit eine Kontaktkorrosion unterbunden wird.
[0014] Zweckmäßig ist der Wärmeübertrager als Verdampfer, als Motorkühler, als Kondensator,
als Ladeluftkühler, als Chiller, als Ölkühler, als Heizkörper oder als PTC-Zuheizer
ausgebildet. Bereits diese nicht abschließende Aufzählung lässt erahnen, welch mannigfaltiges
Einsatzgebiet sich für die erfindungsgemäßen Wellrippen und auch für den erfindungsgemäßen
Wärmeübertrager bietet.
[0015] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0016] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0017] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
[0018] Dabei zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung durch einen erfindungsgemäßen Wärmeübertrager mit Wellrippen
gemäß einer ersten alternativen Ausführungsform,
- Fig. 2
- eine Detaildarstellung der Wellrippe gemäß der ersten alternativen Ausführungsform,
- Fig. 3
- eine Darstellung wie in Fig. 1, jedoch mit Wellrippen gemäß einer zweiten alternativen
Ausführungsform,
- Fig. 4
- eine Detaildarstellung der Wellrippen gemäß der zweiten alternativen Ausführungsform.
[0019] Entsprechend den Fig. 1 und 3, weist ein erfindungsgemäßer Wärmeübertrager 1, der
beispielsweise als Verdampfer, als Motorkühler, als Kondensator, als Ladeluftkühler,
als Chiller, als Ölkühler, als Heizkörper oder als PTC-Zuheizer ausgebildet sein kann,
Rohre 2 sowie dazwischen angeordnete Wellrippen 3 mit geraden Flanken 4 und jeweils
eine Wölbung 5 aufweisenden Wellentälern 6 und Wellenbergen 7 (vgl. auch die Fig.
2 und 4) auf. Die Wellrippen 3 sind dabei über eine Klebeschicht 8 mit den Rohren
2 verklebt. Um nun einen möglichst optimalen Wärmeübertrag zwischen den Wellrippen
3 und den Rohren 2 und zugleich eine mögliche Kompensation von Fertigungstoleranzen
erreichen zu können, ist die Wölbung 5 eines Wellenberges 6 erfindungsgemäß entsprechend
zweier alternativer Ausführungsformen ausgebildet:
Bei der ersten alternativen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wölbung 5 weist
diese einen gewölbten ersten Abschnitt 9 und einen linearen zweiten Abschnitt 10 auf,
wobei der lineare zweite Abschnitt 10 doppelt so lang ist wie der erste Abschnitt
9. Die hierfür angesetzte Länge bezieht sich dabei auf eine Erstreckung entlang einer
Mittelachse 12. Der gewölbte erste Abschnitt 9 besitzt dabei eine Steigung von 0,1-0,5%,
vorzugsweise zwischen +0,3 und +0,4%, während der lineare zweite Abschnitt 10 eine
hierzu gegenläufige Steigung von -0,1 bis -0,5%, vorzugsweise von -0,3 bis -0,4% besitzt.
Die Höhe der Wölbung 5 bis zum Übergang in die jeweiligen Flanken 4 ist dabei gemäß
den Fig. 2 und 4 mit m bezeichnet. Die Steigung des gewölbten ersten Abschnitts 9
wird dabei zwischen seinem Anfangs- und Endpunkt bestimmt, wobei für die Steigung
S = m/L gilt.
[0020] Betrachtet man die zweite alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wellrippe
3, so weist deren Wölbung 5 eines Wellenberges 6 (vgl. Fig. 4) einen gewölbten ersten
Abschnitt 9 und einen in gleicher Richtung gewölbten zweiten Abschnitt 10 auf, die
dieselbe Länge L (entlang der Mittelachse 12) aufweisen und demnach gleichlang ausgebildet
sind. Bei unbelasteter Wellrippe 3 verbleibt zwischen zwei benachbarten Wellenbergen
5 ein Toleranzabstand a, der derart dimensioniert ist, dass er bei in den Wärmeübertrager
1 eingebautem Zustand auf null geht und dadurch die Wellenberge 6 auf Block aneinander
anliegen.
[0021] Der Unterschied zwischen den Wellenbergen 6 und den Wellentälern 7 ist lediglich
in einer Spiegelung bezüglich der Mittelachse 12 zu sehen, so dass die Wellenberge
6 den Wellentälern 7 entsprechen.
[0022] Die Klebeschicht 8 ist dabei auf der Außenseite der Rohre 2 aufgebracht, beispielsweise
durch Kaschieren, wodurch eine derartige Klebeschicht 8, beispielsweise in der Art
eines Klebefilms oder einer Klebefolie, nicht nur kostengünstig, sondern auch mit
geringer Schichtdicke und zuverlässig aufgebracht werden kann. Im Bereich ihrer Wellenberge
6 und ihrer Wellentäler 7 sind dabei die einzelnen Wellrippen 3 mit den jeweils benachbarten
Rohren 2 verklebt, wobei die Wellrippen 3 im Bereich ihrer Wellenberge 6 und ihrer
Wellentäler 7 vorzugsweise flächig an den Rohren 2 anliegen und dadurch einen guten
Wärmeübertrag ermöglichen.
[0023] Die erfindungsgemäßen Wellrippen 3 sind dabei vorzugsweise aus Aluminium und damit
einem gut wärmeleitenden Werkstoff ausgebildet. Rein theoretisch ist durch ein Verkleben
der Wellrippen 3 mit den Rohren 2 auch eine Kombination unterschiedlicher Werkstoffe
dankbar, so dass die Wellrippen 3 aus einem zu den Rohren 2 unterschiedlichem Material
ausgebildet werden können, ohne dass die Gefahr einer Kontaktkorrosion besteht.
[0024] Mit den erfindungsgemäß geformten Wellrippen 3 lassen sich besonders leicht Herstellungstoleranzen,
die im Zusammenbau des Systems 3 und Rohr 2 entstehen, ausgleichen, wodurch Lufteinschlüsse
und höhere Klebeschichtdicken, die isolierend wirken und dadurch eine Minderleistung
des geklebten Wärmeübertragers 1 bewirken, vermieden werden können. Durch die bionische
Ausführungsform der Wölbungen 5 kann auch eine Vergrößerung der Anlagefläche am Rohr
2 erreicht werden, wodurch ein ebenfalls verbesserter Wärmeübertrag erzielbar ist.
Die gemäß der Fig. 2 dargestellte Ausführungsform der Wellrippen 3 kann dabei selbstverständlich
auch symmetrisch ausgebildet sein und nicht wie im dargestellten Beispiel asymmetrisch.
[0025] Die mit der erfindungsgemäßen Wellrippe 3 erzielbare Federwirkung lässt somit selbst
bei geringen Schichtdicken Herstellungstoleranzen vergleichsweise einfach kompensieren.
Durch das Auf-Block-Fahren der einzelnen Wellenberge 6 bzw. Wellentäler 7 bei der
Wellrippe 3 gemäß den Fig. 3 und 4 kann zudem ein besonders stabiles System geschaffen
werden, bei welchem ein unerwünschtes Ausknicken der Flanken 4 zuverlässig vermieden
werden kann.
Durch das Kleben des erfindungsgemäßen Wärmeübertragers 1 lassen sich darüber hinaus
erhebliche Kostenvorteile, insbesondere hinsichtlich eingesetzter Ressourcen und hinsichtlich
eingesetzter Energie, insbesondere im Hinblick auf einen Lötprozess, erreichen, wodurch
eine CO
2-Bilanz deutlich verbessert werden kann.
[0026] Eingesetzt werden kann ein derartiger Wärmeübertrager 1 beispielsweise in einer Brennkraftmaschine
11.
1. Wärmeübertrager (1) mit Rohren (2) und dazwischen angeordneten Wellrippen (3) mit
geraden Flanken (4) und jeweils eine Wölbung (5) aufweisenden Wellentälern (7) und
Wellenbergen (6),
dadurch gekennzeichnet, wobei
- die Wölbung (5) eines Wellenberges (6) einen gewölbten ersten Abschnitt (9) und
einen linearen zweiten Abschnitt (10) aufweist, wobei der zweite Abschnitt (10) doppelt
so lang ist wie der erste Abschnitt (9) und der erste Abschnitt (9) und der zweite
Abschnitt (10) eine gegenläufige Steigung von 0,1 bis 0,5 % aufweisen, oder
- die Wölbung (5) eines Wellenberges (6) einen gewölbten ersten Abschnitt (9) und
einen gleichlangen und in gleicher Richtung gewölbten zweiten Abschnitt (10) aufweist,
wobei bei unbelasteten Wellrippen (3) zwischen zwei benachbarten Wellenbergen (6)
ein Toleranzabstand a verbleibt, der so dimensioniert ist, dass er bei in den Wärmeübertrager
(1) eingebautem Zustand auf null geht und dadurch die Wellenberge (6) auf Block aneinander
anliegen,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf einer Außenseite der Rohre (2) eine Klebeschicht (8) durch Kaschieren aufgebracht
ist.
2. Wärmeübertrager nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wellentäler (7) umgekehrten Wellenbergen (6) entsprechen.
3. Wärmeübertrager nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wellrippen (3) im Bereich ihrer Wellenberge (6) und ihrer Wellentäler (7) mit
den Rohren (2) verklebt sind.
4. Wärmeübertrager nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die gegenläufige Steigung des ersten und des zweiten Abschnitts (9,10) 0,3 - 0,4
% beträgt.
5. Wärmeübertrager nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wärmeübertrager (1) als Verdampfer, als Motorkühler, als Kondensator, als Ladeluftkühler,
als Chiller, als Ölkühler, als Heizkörper oder als PTC-Zuheizer ausgebildet ist.
6. Wärmeübertrager nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wellrippen (3) aus Aluminium ausgebildet sind.
7. Wärmeübertrager nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wellrippen (3) im Bereich ihrer Wellenberge (6) und ihrer Wellentäler (7) flächig
an den Rohren (2) anliegen.
8. Brennkraftmaschine (11) mit einem Wärmeübertrager (1) nach einem der Ansprüche 1 bis
7.
1. A heat exchanger (1) comprising tubes (2) and corrugated fins (3) arranged therebetween,
which corrugated fins have straight flanks (4) and have corrugation troughs (7) and
corrugation peaks (6) each having a curve (5),
wherein
- the curve (5) of a corrugation peak (6) has a curved first segment (9) and a linear
second segment (10), wherein the second segment (10) is twice as long as the first
segment (9), and the first segment (9) and the second segment (10) have an opposite
slope of 0.1 to 0.5%, or
- the curve (5) of a corrugation peak (6) has a curved first segment (9) and an equally
long second segment (10) curved in the same direction, wherein in the case of unloaded
corrugated fins (3) a tolerance distance a remains between two adjacent corrugation
peaks (6), which tolerance distance is dimensioned in such a way that it goes to zero
in the state of installation in the heat exchanger (1) and thereby the corrugation
peaks (6) lie in contact with each other,
characterized in that
an adhesive layer (8) is applied on an outer side of the tubes (2) by laminating.
2. The heat exchanger according to claim 1,
characterized in that
the corrugation troughs (7) correspond to reversed corrugation peaks (6).
3. The heat exchanger according to claim 1 or 2,
characterized in that the corrugated fins (3) are bonded to the tubes (2) in the region of their corrugation
peaks (6) and of their corrugation troughs (7).
4. The heat exchanger according to one of claims 1 to 3,
characterized in that
the opposite slope of the first and of the second segment (9, 10) is 0.3 - 0.4 %.
5. The heat exchanger according to one of claims 1 to 4,
characterized in that
the heat exchanger (1) is configured as an evaporator, as an engine cooler, as a condenser,
as a charge air cooler, as a chiller, as an oil cooler, as a heating body or as a
PTC auxiliary heater.
6. The heat exchanger according to one of the preceding claims,
characterized in that
the corrugated fins (3) are formed from aluminium.
7. The heat exchanger according to one of claims 1 to 6,
characterized in that
the corrugated fins (3) lie flat against the tubes (2) in the region of their corrugation
peaks (6) and of their corrugation troughs (7).
8. An internal combustion engine (11) with a heat exchanger (1) according to one of claims
1 to 7.
1. Echangeur de chaleur (1) avec des tubes (2) et des nervures ondulées (3) agencée entre
eux avec des flancs droits (4) et des creux ondulés (7) et des sommets ondulés (6)
présentant respectivement une courbure (5),
caractérisé en ce que, dans lequel
- la courbure (5) d'un sommet ondulé (6) présente une première section (9) courbée
et une seconde section (10) linéaire, dans lequel la seconde section (10) est deux
fois plus longue que la première section (9) et la première section (9) et la seconde
section (10) présentent une pente contraire de 0,1 à 0,5 %, ou
- la courbure (5) d'un sommet ondulé (6) présente une première section (9) courbée
et une seconde section (10) courbée de même longueur et dans le même sens, dans lequel
en cas de nervures ondulées (3) non sollicitées entre deux sommets ondulés (6) contigus
une distance de tolérance a reste, laquelle est dimensionnée de sorte qu'elle se réduise
à zéro en cas d'état intégré dans l'échangeur de chaleur (1) et ainsi les sommets
ondulés (6) reposent en bloc l'un contre l'autre,
caractérisé en ce
que sur un côté extérieur des tubes (2) une couche de colle (8) est appliquée par contrecollage.
2. Echangeur de chaleur selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que les creux ondulés (7) correspondent à des sommets ondulés (6) inversés.
3. Echangeur de chaleur selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
que les nervures ondulées (3) sont collées dans la zone de leurs sommets ondulés (6)
et leurs creux ondulés (7) aux tubes (2).
4. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce
que la pente contraire de la première et de la seconde section (9,10) s'élève entre 0,3
et 0,4 %.
5. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce
que l'échangeur de chaleur (1) est réalisé en tant qu'évaporateur, en tant que refroidisseur
de moteur, en tant que condensateur, en tant que refroidisseur d'air de suralimentation,
en tant que condenseur, en tant que refroidisseur d'huile, en tant que corps de chauffage
ou en tant que dispositif de chauffage supplémentaire de CPT.
6. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que les nervures ondulées (3) sont réalisées en aluminium.
7. Echangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce
que les nervures ondulées (3) dans la zone de leurs sommets ondulés (6) et de leurs creux
ondulés (7) reposent à plat contre les tubes (2).
8. Moteur à combustion interne (11) avec un échangeur de chaleur (1) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 7.