[0001] Die Erfindung betrifft einen Holzspalter für den mobilen Einsatz. Der Holzspalter
umfasst ein Führungsrohr und einen Spaltkeil, der mit dem Führungsrohr verbunden oder
verbindbar ist und, wenn er mit dem Führungsrohr verbunden ist, entlang des Führungsrohrs
bewegt werden kann. Der Holzspalter umfasst weiterhin einen Formstahl, der mit dem
Führungsrohr verbunden oder verbindbar ist und im verbundenen Zustand teilweise über
ein axiales Ende des Führungsrohrs nach außen vorsteht. Um Holz mit dem Holzspalter
zu spalten, kann der Holzspalter mit dem Formstahl in einen Untergrund, wie einen
Hackstock oder in den Erdboden eingesteckt werden. Die Erfindung betrifft weiterhin
ein Verfahren zum Durchtrennen von Ästen mit dem Holzspalter.
[0002] Ein erster Aspekt betrifft einen Holzspalter für den mobilen Einsatz, wobei der Holzspalter
ein Führungsrohr, einen Spaltkeil und einen Formstahl umfasst. Das Führungsrohr kann
in einer Schnittansicht quer zu seiner Längsachse eine runde Form haben, oval oder
mehreckig sein. Bevorzugt hat das Führungsrohr eine rechteckige, insbesondere eine
quadratische Schnittansicht. Der Formstahl kann beispielsweise ein Einsatz sein, der
in das Führungsrohr eingesteckt und/oder mit dem Führungsrohr verbunden werden kann.
Der Holzspalter kann weiterhin eine Führungsrohrverlängerung aufweisen, die mit dem
Führungsrohr verbunden werden kann, um eine Fallhöhe des Spaltkeils zu vergrößern.
Gleichzeitig kann die Führungsrohrverlängerung dazu dienen, ein Packmaß des Holzspalters
zu reduzieren.
[0003] Der Spaltkeil ist hergerichtet um mit dem Führungsrohr verbunden zu werden oder ist
mit dem Führungsrohr beweglich verbunden. Im verbundenen Zustand kann der Spaltkeil
entlang des Führungsrohrs in Axialrichtung des Führungsrohrs bewegt werden.
[0004] Bei dem Einsatz oder Formstahl kann es sich um einen Vierkantstahl oder insbesondere
um einen Rundstahl handeln. Der Formstahl kann an seinem freien, über das axiale Ende
des Führungsrohrs vorstehenden Ende so geformt sein, zum Beispiel angespitzt, dass
er leicht in einen bevorzugt weichen Untergrund, wie das Erdreich eindringen kann.
Um den Formstahl des Holzspalters in einen Hackstock oder einen Baumstumpf einzustecken,
ist es vorteilhaft, wenn der Hackstock oder der Baumstock eine Öffnung für den Formstahl
aufweist. Solch eine Öffnung kann beispielsweise mittels eines Bohrers mit Hilfe einer
Bohrmaschine, im Freien mit einer Bohrmaschine mit einem Akku, in das Holz eingebracht
werden. Bevorzugt ist der Durchmesser der Bohrung dabei so gewählt, dass der Formstahl
in der Bohrung kein oder nur ein sehr kleines Spiel hat.
[0005] Der Spaltkeil kann mit einem Schlitten verbunden oder mit dem Schlitten in einem
Teil urgeformt sein. Der Schlitten bewegt den Spaltkeil entlang des Führungsrohrs
und kann bevorzugt in vorgegebenen Positionen am Führungsrohr und gegebenenfalls an
der Führungsrohrverlängerung wieder lösbar festgelegt werden. Wenn der Spaltkeil und
der Schlitten separate Bauteile sind und der Spaltkeil mit dem Schlitten verbunden
werden kann, kann dies bedeuten, dass der Schlitten ein Öffnung aufweist, in die der
Spaltkeil eingesteckt werden kann. Der in die Öffnung eingesteckte Spaltkeil kann
in dem Schlitten in bekannter Weise gesichert werden, um ein ungewolltes Lösen des
Spaltkeils, insbesondere beim Spaltvorgang, aus dem Schlitten zu verhindern. Dabei
ist es bevorzugt, dass der Spaltkeil so fest mit dem Schlitten verbunden ist, dass
möglichst wenig oder kein Energieverlust aufgrund von Relativbewegungen zwischen dem
Schlitten und dem Spaltkeil im Moment des Auftreffens des Spaltkeils auf das zu spaltende
Objekt auftritt.
[0006] Um ein Gleiten des Schlittens auf dem Führungsrohr zu unterstützen und ein Verkanten
des Schlittens auf dem Führungsrohr zu verhindern, kann der Schlitten ein Lager umfassen.
Als Lager können Kugellager, Nadellager oder Tonnenlager Verwendung finden, bevorzugt
handelt es sich bei dem Lager aber um ein Gleitlager. Als Gleitwerkstoff kann Graphit
dienen, oder ein geeigneter Kunststoff oder ein bevorzugt gehärtetes Metall, wie beispielsweise
Bronze, Aluminium, Messing, geeignete Legierungen, die bevorzugt wenigstens eines
dieser Metalle umfassen, Keramik oder ein anderes geeignetes Material, dessen Eignung
als Gleitwerkstoff dem Fachmann bekannt ist. Der Schlitten kann auch ein Schmiersystem
mit einem Schmiernippel umfassen, um das Lager des Schlittens von außen schmieren
zu können.
[0007] Um Holzstücke unterschiedlicher Länge in den Holzspalter einlegen zu können, kann
der Schlitten bevorzugt in unterschiedlichen Höhen an dem Führungsrohr arretiert werden.
Zum Arretieren kann beispielsweise ein Riegel mit einem vorgespannten Riegelelement
dienen, der mit einer Hand gelöst werden kann.
[0008] Um auf den Spaltkeil mit beispielsweise einem bekannten Spalthammer einwirken zu
können, ist eine der Keilspitze abgewandte Seite des Spaltkeils flach und bildet eine
erste Schlagplatte. Handelt es sich bei dem Spalthammer um einen Spalthammer mit einem
Kunststoffaufsatz, kann mit dem Spalthammer direkt auf die in der Regel aus Stahl
bestehende erste Schlagplatte geschlagen werden. Handelt es sich bei dem Spalthammer
um einen Stahl-Spalthammer ohne Kunststoffauflage, wird eine flache Auftrefffläche
für den Spalthammer auf den Spaltkeil bevorzugt durch eine weitere Schlagplatte gebildet,
die zum Beispiel mit dem Spaltkeil respektive dessen eine Schlagplatte bildenden Seite
verbunden werden kann, oder mit dem Spaltkeil verbunden ist. Die Verbindung mit dem
Spaltkeil ist dabei insbesondere so gewählt, dass die weitere Schlagplatte leicht
von Hand mit dem Spaltkeil verbunden und von dem Spaltkeil abgenommen werden kann,
wenn beispielswiese die weitere Schlagplatte abgenutzt oder beschädigt ist, oder ein
Spalthammer mit einem Kunststoffeinsatz zum Einsatz kommt.
[0009] Die Verbindung kann beispielsweise eine Steckverbindung sein, oder eine Klickverbindung,
die Verbindung kann durch Formschluss, Kraftschluss oder eine Kombination dieser und
anderer bekannter, leicht von Hand herzustellenden und zu lösenden Verbindungstechniken
sein. Bevorzugt wird die weitere Schlagplatte in oder an dem Spaltkeil durch Stifte
gesichert, die ein Ende mit einem Gewinde haben können, das von Hand in eine Gegengewinde
im Spaltkeil geschraubt werden kann. Bekannt alternative Sicherungen, die ein Herausfallen
der Stifte während der Nutzung und dem Transport des Holzspalters verhindern, sind
vom Umfang der Erfindung mit umfasst.
[0010] Die weitere Schlagplatte kann aus einem Holz, einem weichen Metall oder aus Kunststoff
gebildet sein. Bevorzugt ist die weitere Schlagplatte aus einem Kunststoff gebildet,
beispielsweise aus einem Polyamid wie PA6 oder einem Verbundwerkstoff mit vergleichbaren
Eigenschaften. Mit dem Spaltkeil können weitere Schlagplatten mit unterschiedlicher
Dicke benutzt werden, um beispielsweise die Schlagdämpfung zu erhöhen und/oder den
Spaltkeil zu verlängern.
[0011] Der Schlitten kann eine zweite Schlagplatte umfassen, die entsprechend der ersten
Schlagplatte mit dem Schlitten verbunden sein kann und aus dem gleichen Material wie
die erste Schlagplatte gebildet sein kann. Auch mit der zweiten Schlagplatte kann
eine weitere Schlagplatte abnehmbar verbunden oder verbindbar sein. Um eine Bevorratung
von Ersatzschlagplatten zu optimieren, ist es von Vorteil, wenn die weiteren Schlagplatten
identisch ausgebildet sind.
[0012] Bezüglich des Führungsrohrs kann die zweite Schlagplatte der ersten Schlagplatte
gegenüberliegend angeordnet sein, das heißt, das Führungsrohr verläuft, bei mit dem
Führungsrohr verbundenen Schlitten und von dem Spaltkeil gebildeter ersten Schlagplatte
respektive mit dem Schlitten verbundener zweiter Schlagplatte, zwischen der ersten
Schlagplatte und der zweiten Schlagplatte.
[0013] In einer Seitenansicht des senkrecht stehenden Holzspalters ist es vorteilhaft, wenn
die zweite Schlagplatte relativ zum Führungsrohr höher als die erste Spaltplatte angeordnet
ist. Bevorzugt ist der Schlitten so geformt, dass eine Kraft, die auf die zweite Schlagplatte
wirkt, im Wesentlichen verlustfrei auf den Spaltkeil übertragen wird. Die zweite Schlagplatte
kann insbesondere dann zur Kraftübertragung auf den Spaltkeil genutzt werden, wenn
der Spaltkeil mit der ersten Schlagplatte vollständig in ein zu spaltendes Holz eingedrungen
ist.
[0014] Die ersten Schlagplatte und/oder die zweite Schlagplatte können herkömmliche Schlagplatten
aus Stahl sein. Umfasst sind aber auch zum Beispiel Stützkonstruktionen, die alleine
nicht als Schlagplatte taugen oder dienen können, aber vorbereitet sind, um mit einer
weiteren Schlagplatte, wie sie in dieser Schrift beschrieben wird, verbunden zu werden.
[0015] Für ungeübte Benutzer kann eine im Wesentlichen V-förmige Führungshilfe für das Schlaginstrument,
wie zum Beispiel ein gekantetes Federstahlblech vorgesehen sein, das zwischen die
dem Holzstück abgewandten Seite des Spaltkeils und der ersten Schlagplatte und/oder
der Auflagefläche und der zweiten Schlagplatte eingesetzt werden kann. Die Arme des
Federstahlblechs erstrecken sich über die jeweilige Schlagplatte hinaus in Richtung
Himmel und bilden eine Art Trichter, der das Schlagelement, zum Beispiel den Spalthammer
oder ein anderes Schlaginstrument mit dem auf die Schlagplatten geschlagen werden
kann, in Richtung der Schlagplatte führt. Die freien Enden des Federstahlblechs können
so geformt sein, dass sie keine offene Kante bilden, die mit dem Schlagelement getroffen
werden kann. Die freien Enden können beispielsweise bevorzugt nach außen umgebogen
oder als Wickelfalz ausgebildet sein. Das Federstahlblech kann problemlos wieder entfernt
werden, wenn es nicht mehr benötigt wird.
[0016] Der Schlitten kann wenigstens einen Griff umfasst, um den Schlitten mit dem Spaltkeil
von Hand entlang des Führungsrohrs in eine Richtung nach oben zu bewegen. Bevorzugt
umfasst der Schlitten zwei Griffe, die mit dem Schlitten lösbar verbunden werden können,
beispielweise in vorbereitete Bohrungen respektive Gewindebohrungen eingesteckt oder
eingeschraubt werden können. Der oder die Griffe können kunststoffummantelt sein.
[0017] Zusätzlich zu dem Schlitten kann ein Gewicht in ähnlicher oder gleicher Weise mit
dem Führungsrohr, der Führungsrohrverlängerung verbunden werden. Bevorzugt umfasst
das Gewicht einen Griff, wie der Schlitten, und kann vom Holzstück aus gesehen oberhalb
des Schlittens angeordnet sein. Das Gewicht kann unabhängig vom Schlitten an dem Führungsrohr
festgelegt und unabhängig vom Schlitten vom Führungsrohr gelöst werden. Zum Spalten
können das Gewicht und der Schlitten gemeinsam den ersten Spaltschlag ausführen, indem
beide gemeinsam entlang des Führungsrohrs nach unten gleiten. Anschließend kann das
Gewicht von Hand entlang des Führungsrohrs in eine Richtung weg vom Schlitten bewegt
und in bevorzugt vorgegebenen Positionen am Führungsrohr arretiert werden. Wird das
Gewicht losgelassen, fällt es durch das Führungsrohr geführt aufgrund seiner Gewichtskraft
auf den bereits im zu spaltenden Objekt steckenden Spaltkeil und treibt diesen in
das zu spaltende Holz. Das Gewicht kann wie der Schlitten ein Gleitlager umfassen,
um einem Verkanten des Gewichts vorzubeugen und die Geräuschentwicklung zu dämpfen.
Das Gewicht kann einen festen oder abnehmbaren Griff umfassen, ähnlich wie der Schlitten,
oder der Griff/die Griffe für den Schlitten können auch für das Gewicht verwendet
werden. Das Gewicht kann so gebildet sein, dass es in zwei Positionen auf das Führungsrohr
aufgesetzt werden kann, in einer ersten Position, in der es mit dem Spaltkeil respektive
der ersten Schlagplatte zusammenwirkt, und in einer zweiten Position, in der es mit
der zweiten Schlagplatte zusammenwirkt.
[0018] In einer Weiterbildung kann der Holzspalter weiterhin eine Bodenplatte mit einer
Unterseite, mit der die Bodenplatte auf einem Untergrund aufstehen kann, und einer
Oberseite umfassen. Die Bodenplatte kann aus einem Stahlblech gebildet sein. Von der
Oberseite kann im Wesentlichen senkrecht ein Verbindungselement vorstehen, wobei das
Verbindungselement hergerichtet ist, mit einem axialen Ende des Führungsrohrs, bevorzugt
dem axialen Ende des Einsatzes mit der Spitze, verbunden zu werden. Bevorzugt umfasst
die Bodenplatte mehr als ein Verbindungselement, zum Beispiel zwei, drei oder mehr
Verbindungselemente. Bei den Verbindungselementen kann es sich insbesondere um Hohlprofile
handeln, die mit der Oberseite der Bodenplatte verschweißt, verschraubt oder auf andere
Art fest und bevorzugt unlösbar verbunden sind.
[0019] Die Bodenplatte kann eine runde, rechteckige, insbesondere quadratische oder beliebige
geformte Fläche haben. Bevorzugt ist die Bodenplatte flach. Die Ecken können gerundet
sein und/oder ein Umfangsrand der Bodenplatte kann zur Oberseite oder zur Unterseite
gebogen oder umgebördelt sein, um die Verletzungsgefahr durch den Holzspalter zu verringern.
Von der Oberseite der Bodenplatte kann ein Verbindungselement nach oben vorstehen,
das hergerichtet ist, um das Führungsrohr respektive ein freies Ende des Formstahls
respektive des Einsatzes aufzunehmen.
[0020] Die Oberseite der Bodenplatte kann weiterhin eine Struktur aufweisen, auf der ein
zu spaltendes Holzteil aufliegt und die eine Auflagefläche des Holzteils auf der Bodenplatte
reduziert. Die Struktur kann durch wenigstens eine Längs- und/oder Querstrebe gebildet
sein, die durch Prägung der Bodenplatte erzeugt wurden oder die ein separates Bauteil
aus Metall, Kunststoff oder Holz ist, das mit der Bodenplatte verbunden ist. Die Strebe/n
oder der/die Steg/e kann/können an ihrer von der Bodenplatte wegweisenden Oberseite
spitz zulaufend, eckig oder abgerundet sein. Die Struktur kann auch noppenförmig sein
oder nadelförmig, um das zu spaltende Holzteil auf der Bodenplatte zusätzlich zu fixieren.
[0021] Die Oberfläche der Bodenplatte zwischen den Streben oder Stegen kann mit einer Gummimatte
bedeckt sein, wobei eine Höhe der Gummimatte senkrecht zur Oberfläche der Bodenplatte
einer Höhe der Streben oder Stege entspricht, so dass die Bodenplatte eine plane Auflagerfläche
bildet. Dadurch wird die Kraft mit der auf den Keil eingewirkt wird auf den Steg/die
Stege übertragen und das zu spaltende Material kann mit Außenkanten in den Gummi eintauchen.
Dadurch wird vorteilhafterweise verhindert, dass beim Eindringen des Keils in das
Material die Kraft des Keils nicht auf die Außenkanten übertragen wird, wodurch ein
Teil der Spaltwirkung durch eine Auflagewinkeländerung des Materials verloren ginge.
[0022] Auch die Unterseite kann eine Struktur aufweisen, die zum Beispiel in einen weichen
Untergrund eindringen kann, um den Holzspalter einen sicheren Stand zu geben. Die
Bodenplatten kann auch Öffnungen aufweisen, so dass sich keine Flüssigkeit auf der
Oberseite der Bodenplatte sammeln kann und/oder um den Holzspalter mittels Ankern
in dem weichen Untergrund zu fixieren.
[0023] Um die Belastung des Gleitlagers zu reduzieren, kann ein Federelement vorgesehen
sein, dass zwischen dem Führungsrohr und der Bodenplatte respektive dem Verbindungselement
angeordnet ist. Bei dem Federelement kann es sich um einen federelastischen Vollkörper
handeln oder um ein Federelement, dass eine Feder, insbesondere eine Spiralfeder,
umfasst. Das Federelement kann sich mit einem axialen Ende an einem dem Boden zugewandten
Ende des Führungsrohrs und mit dem anderen axialen Ende an einem freien Ende des Verbindungselements,
das den Formstahl respektive dessen freies Ende aufnimmt, abstützen.
[0024] Der Holzspalter kann wenigstens ein, bevorzugt zwei weitere Verbindungselemente aufweisen,
das/die jeweils ein weiteres Führungsrohr aufnehmen können. Bei den weiteren Führungsrohren
kann es sich um identische Hohlprofile handeln.
[0025] Wenigstens eines der weiteren Führungsrohe kann dabei die Führungsrohrverlängerung
bilden, die bevorzugt erst nach dem Aufbau des Holzspalters am Einsatzort mit dem
Führungsrohr verbunden wird. Für die Form der weiteren Führungsrohre gilt das zum
Führungsrohr Gesagte entsprechend. Das/die weitere/n Führungsrohr/e kann/könne insbesondere
so auf der Bodenplatte angeordnet sein, dass es/sie jeweils mit einem Rad verbunden
werden kann/können, um den Holzspalter zu Fuß leicht zum Einsatzort transportieren
zu können, wenn der Einsatzort nicht unmittelbar mit einem Fahrzeug erreicht werden
kann. Um den Holzspalter mit den Rädern leicht bewegen zu können, können die bereits
beschriebenen Griffe des Schlittens in einer Zweitfunktion als Griffe für den Holzspalter
im Transportmodus dienen.
[0026] Bevorzugt können die Räder ohne Werkzeug mit dem Holzspalter verbunden werden, zum
Beispiel durch eine Steckverbindung mit einer Klappsplintsicherung oder ein anders
bekanntes Schnellwechselsystem. Bei den Reifen kann es sich in Abhängigkeit von der
Erreichbarkeit des Einsatzortes um Geländereifen, Zwillingsreifen, Drillingsreifen
oder Breitreifen handeln. Die Räder können seitlich mit der Bodenplatte des Holzspalters
angebracht werden und/oder zum Beispiel mittig über eine Achse mit einem Lager unterhalb
der Bodenplatte oder am Rand der Bodenplatte, der dem Führungsrohr am nächsten ist,
verbunden werden. Wenigstens eines der Räder, insbesondere der seitlich an der Bodenplatte
angeordneten Räder, kann in unterschiedlichen Höhen mit der Bodenplatte verbunden
werden, um beispielsweise eine Hanglage auszugleichen.
[0027] Alternativ kann der Holzspalter eine zusätzliche Griffkonstruktion umfassen, die
das Führungsrohr und das oder die weiteren Führungsrohr/e miteinander verbindet. Dadurch
wird die zum Ziehen oder Schieben des Holzspalters mit oder ohne Beladung notwenige
Kraft auf die zwei oder bevorzugt drei Führungsrohre verteilt, wodurch eine stabilere
Konstruktion des Holzspalters im Transportmodus erreicht wird.
[0028] Mit dem weiteren Führungsrohr kann weiterhin ein Seitenarm verbunden werden, wobei
der Seitenarm entlang des weiteren Führungsrohrs geführt bewegt werden kann. Bevorzugt
kann der Seitenarm am weiteren Führungsrohr in mehreren bevorzugt vorgegebenen Positionen
festgelegt werden. Der Seitenarm steht im Wesentlichen waagerecht von dem Führungsrohr
ab und verläuft im Wesentlichen parallel zur Bodenplatte, bevorzugt parallel zur Oberseite
der Bodenplatte und parallel zu einer Außenkante einer rechteckigen Bodenplatte, und
quer zu einer Schneide des Spaltkeils.
[0029] Mit dem Seitenarm kann ein erweiterter Seitenarm verbunden werden, der entlang des
Seitenarms verschoben und am Seitenarm in mehreren bevorzugt vorgegebenen Positionen
festgelegt werden kann. Der erweiterte Seitenarm steht, wenn mit dem Seitenarm verbunden,
waagerecht vom Seitenarm ab. Der Seitenarm und der erweiterter Seitenarm können im
Wesentlichen in einer gemeinsamen Ebene liegen, die parallel zur Ebene der Bodenplatte
verläuft. Der erweiterte Seitenarm kann im Wesentlichen in einem rechten Winkel vom
Seitenarm abstehen und parallel zur Schneide des Spaltkeils verlaufen.
[0030] An dem erweiterten Seitenarm können Fixierelemente, wie Krallen, nadelförmige Vorsprünge,
etc., gebildet oder befestigt sein, die ein zu spaltendes Holz zum Spalten mit dem
Spaltkeil festhalten können. Gleichzeitig können der Seitenarm und der erweiterte
Seitenarm verhindern, dass die durch die Spaltung des Holzes erzeugten Holzstücke
unkontrolliert zur Seite kippen oder durch die Wucht der Spaltung zur Seite weg fliegen
können. Dies erleichtert die Arbeit und reduziert die Verletzungsgefahr von Personen
in der Umgebung des Holzspalters.
[0031] Da der Seitenarm an dem weiteren Führungsrohr in der Höhe verstellt werden kann,
und der erweiterten Seitenarm entlang des Seitenarmes verstellt werden kann, kann
durch die Seitenarme und die erweiterten Seitenarme ein Raum definiert werden, der
an die Größe des zu spaltenden Holzstücks angepasst werden kann.
[0032] Die weiteren Führungsrohre, Seitenarme und/oder weiteren Seitenarme können Befestigungselemente
aufweisen, wie beispielsweise Ösen, um eine Last, die auf der Bodenplatte aufsteht,
zum Beispiel mittels Zurrgurten für einen Transport fixieren zu können.
[0033] Da es ein Ziel der Erfindung ist, dass der Holzspalter von Hand möglichst einfach
montiert und demontiert werden kann, ist es bevorzugt, wenn alle vorgehend beschriebenen
Verbindungen zum Zusammenbau der Holzspalters von Hand lösbar sind. Die Verbindungen
der Profile mit oder ohne Feststellfunktion können beispielsweise einfach mithilfe
von Flügelschrauben hergestellt werden, die in ein Gewinde eingeschraubt werden, das
von einem der zu verbindenden Teile umfasst ist. Alternativ können Splinte oder Bajonettverschlusselemente
verwendet werden oder andere sichere Schnellverbinder, die für den Zweck geeignet
und dem Fachmann wohl bekannt sind.
[0034] Der Spaltkeil kann eine Spitze aus einem ersten Metall, zum Beispiel einem gehärteten
schweißbaren Stahl, wie Hardox®, und einen sich an die Spitze anschließenden Keil
aus einem zweiten vom ersten Material unterschiedlichen Material, zum Beispiel ST
37, haben. Die Spitze kann keilförmig sein, bevorzugt umfasst die Spitze einen dem
Keil zugewandten Bereich mit parallel verlaufenden Außenflächen. Das heißt, die Keilspitze
ist in diesem Fall zumindest bereichsweise messerförmig ausgebildet, um eine gute
Schneidwirkung zu haben. Diese Schneidwirkung kann insbesondere bei Kürzen von Ästen
vorteilhaft sein. Der Holzspalter kann auch einen ersten Keil zum Spalten und einen
zweiten Keil mit der Messerfunktion umfassen.
[0035] Um mit dem Holzspalter Anzündholz aus zum Beispiel Brettern herstellen zu können,
kann der bevorzugt auf dem Führungsrohr geführte Spaltkeil einen bevorzugt abnehmbaren
Griff umfassen, so dass der Spaltkeil unmittelbar von Hand geführt werden kann. Der
Griff kann in eine Öffnung im Spaltkeil eingesteckt und bevorzugt durch die die weitere
Schlagplatte auf dem Spaltkeil fixierenden Stifte im verbundenen Zustand gegen ein
ungewolltes Lösen fixiert werden. Andere Sicherungen, die der Fachmann einfach auffinden
kann, sind vom Umfang der Erfindung mit umfasst.
[0036] Der Holzspalter kann weiterhin einen Auflageklotz aus einem Metall oder einem Kunststoff
oder einem Verbundmaterial umfassen, der auf die Oberseite der Bodenplatte aufgelegt
werden kann, um die Auflagefläche für das zu spaltenden Holzstücks zu verkleinern.
Die Oberseite der Bodenplatte respektive deren Struktur können dabei so gebildet sein,
dass der Auflageklotz gegen Verrutschen gesichert ist, wenn er auf der Oberseite der
Bodenplatte aufliegt. Vorteilhaft ist der Auflageklotz zum Beispiel für das Kürzen
von Ästen.
[0037] Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Durchtrennen von Ästen,
das mit vorbeschriebenen Holzspalter durchgeführt werden kann. Bei dem Verfahren wird
zunächst der Auflageklotz auf die Oberseite der Bodenplatte gelegt. Dann wird der
zu durchtrennende Ast auf den Auflageklotz gelegt und mittels des oder der erweiterten
Seitenarm/e respektive deren Fixierelementen auf dem Auflageklotz fixiert. Danach
wird der Ast mithilfe einer Kettensäge oder mithilfe des Spaltkeils mit oder ohne
der messerförmigen Spitze durchtrennt.
[0038] Das Aufliegen der Äste auf dem Boden oder der Grundplatte wird vermieden, wodurch
eine Kette der Kettensäge geschont wird und gleichzeitig von dem Sägenden eine ergonomischere
Haltung eingenommen werden kann, als bei Ästen, die am Boden liegen.
[0039] Der erfindungsgemäße Holzspalter ist eine sinnvolle Alternative zum Spalten mit der
Axt. Die Arbeitsgeschwindigkeit und die Arbeitssicherheit werden eklatant erhöht.
Da der Spaltkeil geführt und das zu spaltende Holz fixiert wird, entfällt das Festhalten
des Holzes mit der Hand, wodurch Verletzungen der Hände praktisch ausgeschlossen werden.
Zudem wird durch die Führung des Spaltkeils der Spaltkeil das zu spaltente Holzstück
immer an der exakt gleiche Stelle treffen, ohne Fehlschläge oder Streuung der Schläge,
wie bei der Verwendung einer Axt. Das anstrengende Hochheben und Drehen des Holzes
mit der Axt entfällt, ebenso kann das Sägen eines Schlitzes mittels einer Motorsäge
im Vorfeld des Spaltens entfallen. Dadurch werden der Rücken des Bedieners geschont
und der Körper des Bedieners der Axt ist nicht den Kräften des Schlags und Rückschlags
ausgesetzt.
[0040] Das Schlagen von Stahl auf Stahl ist wegen der dabei auftretenden Materialabsplitterungen
und der dadurch bedingten Verletzungsgefahr gemäß geltender Sicherheitsvorschiften
(UW der GUV) verboten. Der erfindungsgemäße Holzspalter umfasst bevorzugt eine hochwertige,
große und sehr leicht zu wechselnde weitere Schlagplatte, wodurch die Arbeitssicherheit
weiter verbessert werden kann. Die weitere Schlagplatte kann insbesondere aus einem
Kunststoff gebildet sein. Ein eventuell vorhandener Stahl-Spalthammer kann weiter
verwendet werden. Wenn ein Spalthammer mit Kunststoffeinsätzen zur Verfügung steht,
kann der Holzspalter ohne die weiteren Schlagplatten benutzt werden.
[0041] Weitere Vorteile, die durch den erfindungsgemäßen Holzspalter gegenüber zum Beispiel
einem vergleichbaren motorbetriebenen Holzspalter erzielt werden sind:
❖ effektive Spaltwirkung durch die Form des Keils und der gegenüber einer Axt größeren
Masse;
❖ einfache Bedienung;
❖ geringe Betriebskosten;
❖ keine Umweltverschmutzung durch zum Beispiel Treibstoff oder Hydrauliköl;
❖ Langlebigkeit, preiswerte Ersatzteile;
❖ kleine Abmessungen, geringes Gewicht;
❖ einfach zerlegbar und zusammensetzbar ohne den Einsatz von Werkzeug;
❖ Verwendung mit und ohne Hackstock;
❖ geringe Geräuschentwicklung.
[0042] Aus der vorhergehenden Beschreibung ist ersichtlich, dass der Holzspalter nicht nur
ein Spalter mit dem Merkmalen einer Sackkarre ist, sondern gleichzeitig bevorzugt
unter Verwendung des Auflage- oder Hackklotzes eine Vorrichtung zum Herstellen von
Anzündholz , ein Sägebock und eine Vorrichtung zum Ablängen von Holz ist.
[0043] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren eines Ausführungsbeispiels weiter
erläutert, ohne dass die Erfindung dadurch auf das Ausführungsbeispiel eingeschränkt
werden soll. Erfindungswesentliche Merkmale, die nur in den Figuren gezeigt sind,
können je einzeln oder in gezeigten Kombinationen den Gegenstand und das Verfahren
der Erfindung vorteilhaft weiterbilden. Sie zählen zum Umfang der Erfindung.
[0044] Die Figuren zeigen im Einzelnen:
- Figur 1:
- Einsatzbereiter Holzspalter in einer ersten Ansicht
- Figur 2:
- Einsatzbereiter Holzspalter in einer zweiten Ansicht
- Figur 3:
- Führung für Schlaghammer in einer Detailansicht
- Figur4:
- Schlitten mit Spaltkeil in drei Ansichten
- Figur 5:
- Federelement als Verbindung zwischen Bodenplatte und Führungsrohr
- Figur 6:
- weitere Schlagplatte
- Figur 7:
- Verbindungsrohr mit Rundstahl
- Figur 8:
- Griff als Detail
- Figur 9:
- Klappspintsicherung als Detail
- Figur 10:
- Gleitlager
[0045] Die Figur 1 zeigt einen Holzspalter, der zusammengebaut ist, so dass der Holzspalter
bestimmungsgemäß dazu benutzt werden kann, um Holzstücke zu spalten.
[0046] Der Holzspalter umfasst eine Bodenplatte 1 mit der der Holzspalter auf einem im Wesentlichen
ebenen Untergrund aufgestellt werden kann. Die Bodenplatte 1 ist im Ausführungsbeispiel
in einer Draufsicht im Wesentlichen rechteckig geformt. Die Bodenplatte 1 hat eine
nicht sichtbare Unterseite 1b, mit der sie auf dem Untergrund aufsteht, und eine Oberseite
1a. Die Oberseite 1a weist Streben 5 auf, die mit der Bodenplatte 1 verbunden und/oder
in der Bodenplatte 1 zum Beispiel durch Prägung erzeugt sind. Handelt es sich um separate
Streben 5, so können diese aus Metall, einem Kunststoff oder aus Holz bestehen oder
eines dieser Materialien umfassen, und können mit der Bodenplatte fest, zum Beispiel
verschweißt, verklebt, durch Niete oder andere Hilfsmittel zerstörungsfrei nicht lösbar
verbunden sein, oder sie können mit der Bodenplatte 1 lösbar verbunden sein, zum Beispiel
verschraubt, durch Formschluss oder auf beliebige andere bekannte Weise.
[0047] Die Bodenplatte 1 umfasst weiterhin drei Verbindungselemente 1c, 1d und nicht zu
sehen 1e, die senkrecht von der Oberseite 1b der Bodenplatte 1 nach oben vorstehen.
Zwei der Verbindungselemente 1c, 1e sind im Ausführungsbeispiel identisch gebildet
und nahe einer äußeren Kante der Bodenplatte 1 maximal zueinander beabstandet angebracht
und dienen dazu, je ein weiteres Führungsrohr 6 aufzunehmen. Jedes der weiteren Führungsrohre
6 ist hergerichtet, um mit mehreren weiteren Teilen des Holzspalters verbunden zu
werden. Die Verbindung des Führungsrohrs 4 und der weiteren Führungsrohre 6 mit dem
jeweiligen Verbindungselement 1c, 1d, 1e kann, wie im Ausführungsbeispiel gezeigt,
mittels je wenigstens einer Flügelschraube 14 erfolgen, oder auf eine andere bekannt
Art, zum Beispiel durch Form- und/oder Kraftschluss und zum Beispiel einer zusätzlichen
Splintsicherung. Das weitere Führungsrohr 6 kann ein Hohlprofil oder ein Vollkörper
sein, es kann, wie gezeigt, in einem Schnitt quer zu einer Längsachse des weiteren
Führungsrohrs einen quadratischen Querschnitt, oder alternativ einen rech- oder vieleckigen,
runden, ovalen, sternförmigen oder sonstigen Querschnitt aufweisen. Als Material kommt
ein Metall oder Leichtmetall in Betracht, oder ein bevorzugt verstärkter Kunststoff,
um ein Gewicht des Holzspalters gering zu halten.
[0048] Mit jedem der weiteren Führungsrohre 6 kann, wie gezeigt, beispielweise wenigstens
ein Stützrad 20 verbunden werden, wenigstens ein Seitenarm 9 und/oder ein Griff 12
oder ein Teil 12a, 12b eines Griffes, mit dem der Holzspalter auf Transporträder 20A
gestellt und dann auf den Transporträdern 20A stehend über den Untergrund bewegt werden
kann. Der Seitenarm 9 kann insbesondere im Wesentlichen senkrecht von dem weiteren
Führungsrohr 6 abstehen, in eine Richtung parallel zu einer Achse 21 der Transporträder
20A bzw. Stützräder 20 oder quer zu einer Spaltrichtung und weg von dem Verbindungselement
1d. Der Seitenarm 9 kann auf oder an dem weiteren Führungsrohr 6 in Längsrichtung
L
wFr des weiteren Führungsrohrs 6 verschoben und in einer beliebigen oder in jeweils einer
von mehreren vorgegebenen Positionen verbunden respektive arretiert werden. Im Ausführungsbeispiel
umfasst dazu das weitere Führungsrohr ein Verbindungselement 15 in Form eines Hohlprofils,
das das weitere Führungsrohr 6 formschlüssig umgreift und mit einer Flügelschraube
14, die in ein Gewinde im weiteren Führungsrohr 6 oder in dem Verbindungselement 15
eingreift, den Seitenarm 9 an dem weiteren Führungsrohr 6 durch Kraftschluss oder
eine Gewindeverbindung festlegt.
[0049] Das dritte Verbindungselement 1d ist dazu hergerichtet, ein Führungsrohr 4 aufzunehmen.
Für das Führungsrohr 4 gelten die zu Form und Material des weiteren Führungsrohrs
6 gemachten Ausführungen entsprechend. Das Führungsrohr 4 bildet eine Führung für
einen Schlitten 3, der entlang des Führungsrohrs 4 in Längsrichtung L
Fr des Führungsrohrs 4 bewegt und in bevorzugt vorgegebenen Positionen am Führungsrohr
4 festgesetzt werden kann. Der Schlitten 3 trägt den Spaltkeil 2. Um den Schlitten
3 von Hand entlang des Führungsrohrs 4 bewegen können, umfasst der Schlitten 3 und/oder
der Spaltkeil 2 einen vom Schlitten 3 oder Spaltkeil 2 vorstehenden Griff 12a. Der
Griff 12a ist bevorzugt lösbar mit dem Schlitten 3 oder Spaltkeil 2 verbunden, so
dass er beim Spalten mit dem Holzspalter abgenommen werden kann, um beim Spalten eine
Verletzungsgefahr durch den vorstehenden Griff 12a zu vermeiden. Der abgenommene Griff
12a kann beispielweise in ein offenes Ende des Führungsrohrs 4 oder eines der weiteren
Führungsrohre 6 gesteckt werden und/oder der Griff 12a kann in einer weiteren Funktion
einen Teilgriff 12a des Griffs 12 bilden, mit dem der Holzspalter bewegt werden kann.
[0050] Mit dem Seitenarm 9 kann wenigstens ein erweiterter Seitenarm 10 verbunden werden,
der im Wesentlichen senkrecht von dem Seitenarm 9 absteht und sich im gezeigten Ausführungsbeispiel
im Wesentlichen parallel zu der Spaltrichtung und im Wesentlichen parallel zu der
Bodenplatte 1 in Richtung entgegengesetzt der Richtung der mit dem weiteren Führungsrohr
6 verbundenen Stützräder 20 erstreckt. Die erweiterten Seitenarme 10 weisen wenigstens
auf der der Bodenplatte 1 zugewandten Unterseiten krallen-, nadelförmige oder anders
geformte Halteelemente 24 auf, die dazu dienen, in ein zu spaltendes Holzteil einzugreifen
oder daran anzuliegen, um ein Verrutschen des Holzteils beim Spalten zu erschweren
oder zu verhindern.
[0051] Die Seitenarme 9 und die erweiterten Seitenarme 10 definieren einen Raum, der in
seinen Maßen wie Höhe H und Breite B an das zu spaltende Holzteil angepasst werden
kann. Auch in Längsrichtung L kann eine Anpassung des Raums erfolgen, wenn der Holzspalter
zum Beispiel einen Satz erweiterter Seitenarme 10 unterschiedlicher Länge umfasst,
oder Verlängerungsstücke für die erweiterten Seitenarme 10, die mit diesem verbunden
werden können, oder wenn die erweiterten Seitenarme 10 austeleskopiert werden können.
[0052] Im gezeigten Ausführungsbeispiel der Figur 1 ist in dem Bereich, in dem das Führungsrohr
4 in das dritte Verbindungselement 1d eingreift, eine Dämpfungseinrichtung in Form
eines Federelements 17 angeordnet, die dazu vorgesehenen ist, beim Holzspalten eine
Bewegung des Schlittens 3 abzubremsen, bevor er ungebremst gegen das Verbindungselement
1d schlägt.
[0053] Der Schlitten 3 kann an dem Führungsrohr 4 an vorgegebenen Positionen mittels zum
Beispiel einer Klappspintsicherung 29 gesichert werden.
[0054] Die Figur 2 zeigt den Holzspalter der Figur 1 in einer weiteren Ansicht. Der Holzspalter
der Figur 2 entspricht dem Holzspalter der Figur 1, so dass nicht alle Bezugszeichen
wiederholt werden müssen. Der Holzspalter umfasst eine erste Schlagplatte 7, die von
einer Oberseite des Spaltkeils 2 gebildet wird und eine zweite Schlagplatte, die bezüglich
des Führungsrohrs 4 der ersten Schlagplatte gegenüberliegend angeordnet ist. Die zweite
Schlagplatte 8 ist mit dem Spaltkeil 2 über den Schlitten 3 so verbunden, dass eine
Kraft, die auf die zweite Schlagplatte 8 wirkt, im Wesentlichen verlustfrei auf den
Spaltkeil 2 übertragen wird.
[0055] In der Figur 2 ist weiterhin mit einem Bezugszeichen versehen ein Hohlprofil 30,
mittels dem die Stützräder 20 an den weiteren Führungsrohren 6 verbunden ist, und
ein Griff 22, mit dem der Schlitten 3 von Hand entlang des Führungsrohrs bewegt werden
kann, um ihn beispielsweise nach einem ersten Spaltschlag für einen zweiten Spaltschlag
wieder am Führungsrohr 4 zu positionieren. Weiterhin zeigt die Figur 2, dass der Schlitten
3 des Ausführungsbeispiels an seinen axialen Enden je ein Gleitlager 33 (siehe Figur
10) umfasst.
[0056] Um den ungeübten Nutzer des Holzspalters davor zu bewahren, dass er zum Beispiel
mit einem Spalthammer die Schlagplatte 7, 8 verfehlt, kann der Holzspalter eine Führung
31 umfassen, die zum Beispiel mit der ersten Schlagplatte 7 oder der zweiten Schlagplatte
8 bevorzugt lösbar verbunden werden kann. Bei der Führung 30 kann es sich um ein trichterförmig
gebogenes Blech, zum Beispiel aus Federstahl, handeln, wie es in der Figur 3 gezeigt
ist.
[0057] Die Figur 4 zeigt in drei Ansichten den Schlitten 3 mit dem Spaltkeil 2 und der Platte
19, die die zweite Schlagplatte 8 bildet. Der Schlitten 3 umfasst ein zentrales Führungsteil
18, das zumindest teilweise als Gleitlager 32 (siehe Figur 10) ausgebildet sein kann
oder ein Gleitlager32 umfassen kann, um ein ungehindertes Gleiten des Schlittens 3
entlang dem Führungsrohr 4 zu gewährleisten. Mit dem zentralen Führungsteil 18 verbunden
ist der Spaltkeil 2, dessen der Keilspitze 13 abgewandtes Ende als eine erste Schlagplatte
7 ausgebildet ist, und eine zweite Schlagplatte 8, die oberhalb der ersten Schlagplatte
7 und, bezogen auf das zentrale Führungsteil 18, der ersten Schlagplatte 7 gegenüber
angeordnet ist.
[0058] Die zweite Schlagplatte 8 ist mit dem zentralen Führungsteil 18 über Platten 19 so
verbunden, dass eine auf die zweite Schlagplatte 8 wirkende Kraft verlustfrei in das
zentrale Führungsteil 18 eingeleitet wird. Der Schlitten 3 umfasst weiterhin seitliche
Griffelemente 22, mit denen der Schlitten 3 von Hand entlang dem Führungsrohr 4 bewegt
werden kann. Die Griffelemente 22 sind bevorzugt lösbar mit dem Schlitten 3 verbunden
und können vor dem Holzspalten abgenommen werden, um eine Verletzungsgefahr durch
die Griffe 22 beim Spaltvorgang zu verhindern.
[0059] Wir bereits beschrieben, kann der Schlitten 3 am Führungsrohr 4 in unterschiedlichen
diskreten Position arretiert werden. Hierzu ist insbesondere eine nicht gezeigte Sicherungseinrichtung
vorgesehen, die einfach gelöst werden kann und in der gelösten Position gehalten wird,
um einen geführten freien Fall des Schlittens 3 entlang des Führungsrohrs 4 zum Spalten
zu ermöglichen. Insbesondere kann es sich um eine "quick-release" Einrichtung handeln,
die von Hand angestoßen wird und dann quasi halbautomatisch den Schlitten 3 zum Spalten
freigibt. Die Sicherungseinrichtung kann zum Sichern des Schlittens 3 an dem Führungsrohr
4 die Öffnung 23 durchgreifen und mit dem zentralen Führungsteil 18 verbunden sein.
[0060] Um die Spaltkraft des Spaltkeils 2 zu erhöhen, kann oberhalb des Schlittens 3 ein
nicht gezeigtes Gewicht auf das Führungsrohr 4 aufgeschoben werden, das zum Spalten
des Holzteils aufgrund der Schwerkraft zusammen mit dem Schlitten 3 im freien Fall,
geführt an dem Führungsrohr 4, auf das zu spaltende Holzteil fällt. Das Gewicht kann
einen Griff umfassen, so dass es unabhängig vom Keilspalt 2 entlang dem Führungsrohr
4 verschoben werden kann und immer wieder zum Spalten des Holzteils auf den Spaltkeil
2 niederfallen kann. Das heißt, das Gewicht ersetzt in diesem Fall zum Beispiel einen
Hammer, mit dem der Spaltkeil 2 zum Spalten in das Holzstück getrieben werden kann.
[0061] Der Spaltkeil 2 kann wie dargestellt mit dem Schlitten 3 fest verbunden, zum Beispiel
verschweißt sein. Dazu wird im Ausführungsbeispiel der Figur 2 eine Platte 25 mit
einer Außenseite des Schlittens 3 mit dem Schlitten 3 durch Formschluss und/oder durch
Kraftschluss verbunden, zum Beispiel werden die Teile miteinander verschleißt und/oder
verklebt. Mit dem Spaltkeil 2 und der Platte 25 ist ein Abstandselement 26 gefügt,
so dass der Spaltkeil 2 einen durch das Abstandselement 26 bestimmten Abstand zu der
Platte 25 und damit zu dem Führungsrohr 4 hat. Alternativ könnte der Schlitten 3 auch
eine Aufnahme für den Spaltkeil 2 umfassen. Zum Spalten würde dann der Spaltkeil 2
in die Aufnahme eingesteckt und darin gesichert, um zu verhindern, dass sich der Spaltkeil
2 beim Spalten ungewollt von dem Schlitten 3 trennt. Diese Variante ermöglicht eine
einfache Abnahme des Spaltkeils 2, wenn dieser ersetzt oder die Spaltkeilspitze 13
nachgeschliffen werden muss.
[0062] In der Figur 4 umfasst der Spaltkeil 2 die in der Figur 1 nicht gezeigte seitliche
Öffnung 33 zur Aufnahme eines Griffs 12a. Mit diesem Griff 12a kann der Spaltkeil
2 zum Beispiel von Hand geführt werden, um beispielsweise Holzspäne herzustellen.
Desweiteren umfassen der Spaltkeil 2 und die Schlagplatte 8 jeweils zwei Öffnungen
16. Diese Öffnungen 16 bilden Aufnahmen für Verbindungsstifte 28 mit denen die weitere
Schlagplatte 27, wie sie in der Figur 4 gezeigt sind, leicht auswechselbar mit den
Schlagplatten 7, 8 verbunden werden können. Die weiteren Schlagplatten 27 können insbesondere
aus einem Kunststoff hergestellt sein, und dienen dazu, die Oberflächen der Schlagplatten
7, 8 vor Beschädigung zu schützen, die Lautstärke beim Schlagen zu reduzieren und
beim Nutzen eines Schlaghammers die auf den Körper des Schlaghammerschwingers rückübertragene
Wucht des Schlags zu dämpfen.
[0063] Die Figur 5 zeigt in einem Ausschnitt das Verbindungselement 1d, das Führungsrohr
4 und das Federelement 17, das sich mit seinen axialen Enden 17a, 17b an dem entsprechend
hergerichteten Verbindungselement 1d und dem ebenso hergerichteten Führungsrohr 4
abstützt. Das Führungsrohr 4 umfasst einen Einsatz oder eine Verlängerung 11, wobei
die Verlängerung 11 in das Verbindungsteil 1d eingreift und im Verbindungsteil 1d
mittels Flügelschrauben 14 gesichert ist. Bei der Verlängerung 11 kann es sich insbesondere
um einen Stahlstab handeln, der an seinem von dem Führungsrohr 4 wegweisenden Ende
dazu hergerichtet ist, in den Boden oder in einen zum Beispiel Baumstumpf gesteckt
zu werden, um das Führungsrohr 4 isoliert von dem beschriebenen Holzspalter direkt
zum Spalten von Holz einsetzen zu können. Die isolierte Verlängerung 11 oder der Einsatz
ist in der Figur 4 dargestellt. In einer Detailansicht ist die Spitze 11 a der Verlängerung
11 gezeigt.
[0064] Die Figur 6 zeigt eine weitere Schlagplatte 27, die mit der ersten und/oder der zweiten
Schlagplatte 7, 8, wenn diese herkömmliche Schlagplatten aus beispielsweise Stahl
sind, verbunden werden kann. In den Figuren 1 und 2 ist ein Ausführungsbeispiel eines
Schlittens 3 gezeigt, der die erste Schlagplatte 7 und die zweiten Schlagplatte 8
umfasst. Die erste und zweite Schlagplatte 7, 8 sind jeweils mit einer weiteren Schlagplatte
27 verbunden. Dazu umfasst die weitere Schlagplatte 27 zwei Verbindungsstifte 28,
die in die in der Figur 5 gezeigten Öffnungen 16 eingeführt werden können. Der Fachmann
kennt zahlreiche Möglichkeiten, wie eine weitere Schlagplatte 27 sicher mit der ersten
Schlagplatte 7 und der zweiten Schlagplatte 8 verbunden und so auf der jeweiligen
Schlagplatte 7, 8 gesichert werden kann, so dass sich die weitere Schlagplatte 27
bei der Nutzung des Holzspalters nicht ungewollt von der ersten Schlagplatte 7 respektive
der zweiten Schlagplatte 8 löst. Gleichzeit soll die Verbindung eine schnelle, unkomplizierte
Abnahme der weiteren Schlagplatte 27 erlauben, zum Beispiel für ein Entfernen bei
Nutzung eines Schlaghammers mit Kunststoffschlagfläche oder zur Auswechslung der weiteren
Schlagplatte 27 gegen eine andere weitere Schlagplatte 27.
[0065] Die Figur 7 zeigt isoliert den Einsatz oder die Verlängerung 11 des Führungsrohrs
4, die zumindest teilweise in des Verbindungselement 1d eingreift, wenn das Führungsrohr
4 mit der Bodenplatte 1 verbunden wird. Bei der Verlängerung 11 kann es sich insbesondere
um ein Vollstahlprofil, wie beispielsweise einen Rundstahl handeln. Die Verlängerung
11 ist fest mit dem Führungsrohr 4 gefügt.
[0066] In der Detailansicht ist ein vorderes freies Ende 11a der Verlängerung 11 gezeigt,
das einen geringeren Durchmesser aufweist, als die sich daran anschließenden Abschnitte
der Verlängerung. In einem Spezialfall kann das freie Ende 11a auch angespitzt sein,
so dass es leicht in einen weichen Untergrund eindringen kann.
[0067] Mit der Verlängerung 11 kann das Führungsrohr 4 losgelöst von der beschriebenen Holzspalterkonstruktion
direkt dazu genutzt werden, um zum Beispiel in unzugänglichem Gelände Holz zu spalten.
Dazu wird das Führungsrohr 4 mit dem freien Ende 11a der Verlängerung 11 in den Erdboden
oder eine bevorzugt vorbereitete Öffnung in einem Baumstumpf eingesteckt. Anschließend
können der Schlitten 3 mit dem Spaltkeil 2 wie gewohnt auf das Führungsrohr 4 aufgesetzt
werden und der Spaltkeil 2 kann in vorbeschriebener Weise durch sein Schwerkraft oder
den Einsatz eines zusätzlichen Spaltgewichts oder Spalthammers zum Spalten von Holz
eingesetzt werden. Das heißt, bereits das Führungsrohr 4 mit der Verlängerung 11 und
der Schlitten 3 mit dem Spaltkeil 2 können einen erfindungsgemäßen Holzspalter bilden,
ohne dass es der Bodenplatte und der weiteren Anbauteile bedarf. Der so definierte
Holzspalter ist leicht zu transportieren und daher besonders gut geeignet, zum Beispiel
in steilen Hängen verwendet zu werden.
[0068] Die Figur 8 zeigt einen Griff 12a oder Teilgriff 12a, der in einer etwas abgewandelten
Ausführung ein Teil des Griffs 12 sein kann, wie er in der Figur 1 gezeigt ist. Der
Griff 12a umfasst zwei Bereiche unterschiedlicher Durchmesser, die in einer Stufe
34 miteinander verbunden sind. Einer der beiden Bereiche umfasst im dargestellten
Ausführungsbeispiel Durchgangsbohrungen 35, die zur Sicherung des Griffs 12a von nicht
gezeigten Sicherungsstiften durchgriffen werden können, die beispielsweise in die
Öffnungen 16 der ersten Schlagplatte 7 und/oder der zweiten Schlagplatte 8 eigesteckt
werden können.
[0069] Bildet der Griff 12a einen Teil des Griffs 12, so ist klar, dass das nicht dargestellte
Gegenstück nicht identisch mit dem dargestellten Teilgriff 12a sein kann. Das Gegenstück
weist dann einen Aufnahmebereich auf, in den der Bereich des Teilgriffs 12a mit den
Durchgangsbohrungen 35 eingesteckt und bevorzugt im eingesteckten Zustand über die
Durchgangsbohrungen 35 gesichert werde kann. Zudem müssen der Griff 12a und das Gegenstück
am jeweils freien Ende ein Verbindungselement umfassen, mit dem der Griff 12 mit zum
Beispiel den weiteren Führungsrohren 6 verbunden werden kann.
[0070] Die Figur 9 zeigt eine Klappspintsicherung 29, wie sie beispielweise zum Arretieren
des Schlittens 3 an dem Führungsrohr 4 benutzt werden kann.
[0071] Die Figur 10 zeigt beispielhaft ein Gleitlager 32, das von außen über Schmieröffnungen
34 mit einem Schmiermittel versorgt werden kann. Ein geeignetes Schmiermittel kann
Graphit sei, oder ein anderes, bevorzugt umweltfreundliches Schmiermittel, um eine
Verunreinigung des Bodens am Einsatzort zumindest weitestgehend zu vermeiden.
[0072] Die folgenden Aspekte der Erfindung können die bestehenden Ansprüche vorteilhaft
weiterbilden und zählen zum Umfang der Erfindung.
Aspekt#1: Holzspalter für den mobilen Einsatz, wobei der Holzspalter umfasst: ein
Führungsrohr (4),
einen Spaltkeil (2) mit einer weiteren Schlagplatte 27, der mit dem Führungsrohr (4)
über einen Schlitten (3) verbunden oder verbindbar ist und im mit dem Führungsrohr
(4) verbundenen Zustand zusammen mit dem Schlitten (3) entlang des Führungsrohrs (4)
bewegbar ist,
eine Verlängerung (11), die mit Führungsrohr (4) gefügt ist und im gefügten Zustand
teilweise über ein axiales Ende des Führungsrohrs (4) nach außen vorsteht,
wobei der Holzspalter zum Holzspalten mit der Verlängerung (11) in einen Untergrund,
zum Beispiel einen Hackstock oder in den Erdboden, steckbar ist.
Aspekt#2: Holzspalter nach Aspekt#1, wobei der Schlitten (3) in vorgegebenen Positionen
am Führungsrohr (4) festlegbar ist.
Aspekt#3: Holzspalter nach Aspekt#1, wobei der Schlitten (3) ein Gleitlager umfasst,
um ein Verkanten des Schlittens (3) auf dem Führungsrohr (4) zu verhindern.
Aspekt#4: Holzspalter nach Aspekt#1, wobei der Spaltkeil (2) eine erste Schlagplatte
(7) aus Stahl und der Schlitten (3) eine zweite Schlagplatte (8) aus Stahl umfasst,
und die erste Schlagplatte (7) und die zweite Schlagplatte (8) hergerichtet sind,
um mit einer weiteren Schlagplatte verbunden zu werden.
Aspekt #4: Holzspalter nach Aspekt #1, wobei die erste Schlagplatte (7) bezogen auf
das Führungsrohr (4) der zweiten Schlagplatte (8) gegenüber liegt.
Aspekt#5: Holzspalter nach Aspekt#1, wobei die zweite Schlagplatte (8) an dem auf
das Führungsrohr aufgeschobenen Schlitten (3) oberhalb der ersten Schlagplatte (7)
angeordnet ist.
Aspekt#6: Holzspalter nach Aspekt#1, wobei die weiteren Schlagplatten (27) von Hand
auswechselbar sind.
Aspekt#7: Holzspalter nach Aspekt#1, wobei der Schlitten (3) ein lösbares Griffelement
(22) umfasst, um den Schlitten (3) mit dem Spaltkeil (2) von Hand entlang des Führungsrohrs
(4) in eine Richtung nach oben zu bewegen.
Aspekt#8: Holzspalter nach Aspekt#1, wobei der Holzspalter eine Bodenplatte (1) mit
einer Unterseite (1b), mit der die Grundplatte (1) auf einem Untergrund aufsteht,
und eine Oberseite (1a) umfasst.
Aspekt#9: Holzspalter nach Aspekt#8, wobei von der Oberseite (1a) Verbindungselemente
(1c, 1d, 1e) nach oben vorstehen, wobei eines der Verbindungselemente (1d) hergerichtet
ist, um das axiale Ende (11a) der Verlängerung (11) aufzunehmen.
Aspekt#10: Holzspalter nach Aspekt#9, wobei zwischen einem bodenseitigen Ende des
Führungsrohrs (4) und einem freien Ende des Verbindungselements (1d) ein Federelement
(17) angeordnet ist.
Aspekt#11: Holzspalter nach Aspekt #8, wobei das Verbindungselement (1c) und das Verbindungselement
(1e) hergerichtet sind, jeweils ein weiteres Führungsrohr (6) aufzunehmen.
Aspekt#12: Holzspalter nach Aspekt #11, wobei ein Seitenarm (9) mit dem weiteren Führungsrohr
(6) in mehreren vorgegebenen Positionen verbindbar ist, so dass der Seitenarm (9)
im Wesentlichen waagerecht von dem weiteren Führungsrohr (6) und parallel zur Bodenplatte
(1) absteht, und/oder ein erweiterter Seitenarm (10) mit dem weiteren Führungsrohr
(6) oder dem Seitenarm (9) in mehreren vorgegebenen Positionen verbindbar ist, so
dass er im Wesentlichen waagerecht von dem weiteren Führungsrohr (6) respektive dem
Seitenarm (9) und parallel zur Bodenplatte (1) absteht.
Aspekt#13: Holzspalter nach Aspekt#12, wobei der erweitere Seitenarm (10) Halteelemente
(24) an einer der Bodenplatte zugewandten Unterseite und/oder dem Spaltkeil (2) zugewandten
Seite umfasst, um ein zu spaltendes Holzstück im Holzspalter fixieren zu können.
Aspekt#14: Holzspalter nach Aspekt#12, wobei mithilfe der Seitenarme (9) und/oder
der erweiterten Seitenarme (10) ein Raum definierbar ist, der an die Größe des zu
spaltenden Holzstücks angepasst werden kann.
Aspekt#15: Holzspalter nach Aspekt#1, wobei alle oder zumindest die meisten Verbindungen
zwischen den den Holzspalter bildenden Teilen von Hand lösbar sind.
Aspekt#16: Holzspalter nach Aspekt#15, wobei die von Hand zu lösenden Verbindungen
durch Quick Release Elemente gebildet sind.
Aspekt#17: Holzspalter nach Aspekt#1, wobei der Spaltkeil (2) eine Spitze (13) aus
einem ersten Metall und einen Keil aus einem zweiten vom ersten Material unterschiedlichen
Material hat.
Aspekt#18: Holzspalter nach Aspekt#17, wobei die Spitze (13) einen messerklingenförmigen
Bereich mit parallel zueinander verlaufenden Außenflächen umfasst.
Aspekt#19: Holzspalter nach Aspekt#8, wobei die Bodenplatte (1) an ihrer Oberseite
(1a) eine Auflagestruktur für das zu spaltende Objekt hat.
Aspekt#20: Holzspalter nach Aspekt#19, wobei die Auflagestruktur durch Kaltverformung
der Bodenplatte (1), durch Fügen von Streben mit der Bodenplatte (1) oder durch einen
separaten auf die Bodenplatte (1) auflegbaren Materialklotz gebildet ist.
Aspekt#21: Verfahren zum Durchtrennen von Ästen mit dem Holzspalter nach einem der
vorhergehenden Aspekte#, wobei
der Materialklotz des Aspekts#20 auf die Bodenplatte (1) gelegt wird,
ein zu durchtrennender Ast auf den Auflageklotz gelegt wird und der Ast mit dem Spaltkeil
(2) des Aspekts#18 durchtrennt wird.
Aspekt#22: Verfahren nach Aspekt#21, wobei der Ast mittels der Halteelemente (24)
der erweiterten Seitenarme (10) des Aspekts#13 fixiert wird.
Aspekt#23: Holzspalter nach einem der Aspekte#1 bis #20, wobei der Spaltkeil (100)
einen bevorzugt abnehmbaren Griff (10) umfasst, um den Spaltkeil (100) unmittelbar
von Hand zu führen.
Bezugszeichenliste:
[0073]
- 1
- Bodenplatte
- 1a
- Oberseite Bodenplatte
- 1b
- Unterseite Bodenplatte
- 1c
- Verbindungselement
- 1d
- Verbindungselement
- 1e
- Verbindungselement
- 2
- Spaltkeil
- 3
- Schlitten
- 4
- Führungsrohr
- 5
- Strebe
- 6
- weiteres Führungsrohr
- 7
- erste Schlagplatte
- 8
- zweite Schlagplatte
- 9
- Seitenarm
- 10
- erweiterter Seitenarm
- 11
- Verlängerung
- 11a
- Spitze der Verlängerung, freies Ende
- 12
- Griff
- 12a
- Griff, Teilgriff
- 12b
- Griff, Teilgriff
- 13
- Keilspitze
- 14
- Flügelschraube
- 15
- Verbindungselement
- 16
- Öffnung
- 17
- Federelement
- 17a
- axiales Federende
- 17b
- axiales Federende
- 18
- zentrales Führungsteil
- 19
- Platte
- 20
- Stützrad
- 20A
- Transportrad
- 21
- Achse
- 22
- Griffelement
- 23
- Öffnung
- 24
- Halteelement
- 25
- Platte
- 26
- Abstandselement
- 27
- weitere Schlagplatte
- 28
- Verbindungsstift
- 29
- Klappsplintsicherung
- 30
- Hohlprofile
- 31
- Führung
- 32
- Gleitlager
- 33
- Öffnung
- 34
- Stufe
- 35
- Durchgangsbohrung
- 36
- Schmieröffnung
- H
- Höhe
- B
- Breite
- L
- Längsrichtung
- LFr
- Längsrichtung Führungsrohr
- LwFr
- Längsrichtung weiteres Führungsrohr
1. Holzspalter für den mobilen Einsatz, wobei der Holzspalter umfasst:
ein Führungsrohr (4),
einen Spaltkeil (2), der mit dem Führungsrohr (4) verbunden oder verbindbar ist und
im mit dem Führungsrohr (4) verbundenen Zustand entlang des Führungsrohrs (4) bewegbar
ist,
einen Einsatz oder eine Verlängerung (11), die mit dem Führungsrohr (4) verbunden
oder verbindbar ist und im verbundenen Zustand teilweise über ein axiales Ende des
Führungsrohrs (4) nach außen vorsteht,
wobei der Holzspalter zum Holzspalten mit der Verlängerung (11) in einen Untergrund,
zum Beispiel einen Hackstock oder in den Erdboden, steckbar ist.
2. Holzspalter nach Anspruch 1, wobei der Spaltkeil (2) mit einem Schlitten (3) verbunden
ist und der Schlitten (3) den Spaltkeil (2) entlang dem Führungsrohr (4) bewegt, wobei
der Schlitten (3) bevorzugt in vorgegebenen Positionen am Führungsrohr (4) festlegbar
ist und wobei der Schlitten (3) bevorzugt ein Gleitlager umfasst, um ein Verkanten
des Schlittens (3) auf dem Führungsrohr (4) zu verhindern.
3. Holzspalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Spaltkeil (2) eine
erste Schlagplatte (7) und der Schlitten (3) eine zweite Schlagplatte (8) umfasst,
wobei die erste Schlagplatte (7) bezogen auf das Führungsrohr (4) der zweiten Schlagplatte
(8) gegenüber liegt, wobei die erste und die zweite Schlagplatte (7; 8) mit jeweils
einer weiteren Schlagplatte (27) verbunden oder verbindbar sind, wobei die weiteren
Schlagplatten (27) bevorzugt aus einem Kunststoff bestehen und von Hand auswechselbar
sind.
4. Holzspalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Holzspalter weiterhin
eine Bodenplatte (1) mit einer Unterseite (1b), mit der die Bodenplatte (1) auf einem
Untergrund aufsteht, und eine Oberseite (1a) umfasst, und von der Oberseite (1a) im
Wesentlichen senkrecht vorstehende Verbindungselemente (1c, 1d, 1e), wobei eines der
Verbindungselemente (1d) hergerichtet ist, mit einem axialen Ende des Führungsrohrs
(4), bevorzugt mit dem axialen Ende (11a) der Verlängerung (11), verbunden zu werden.
5. Holzspalter nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Verbindung des Führungsrohrs
(4) mit der Grundplatte (1) ein Federelement (17) umfasst, um die Belastung an einem
Gleitlager (32) des Schlittens (3) zu reduzieren.
6. Holzspalter nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verbindungselement
(1c) und das Verbindungselement (1e) hergerichtet sind, jeweils ein weiteres Führungsrohr
(6) aufzunehmen, wobei das weitere Führungsrohr (6) bevorzugt hergerichtet ist, um
mit einem Rad (20) verbunden zu werden, mit dem der Holzspalter bewegbar ist.
7. Holzspalter nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei ein Seitenarm (9) mit dem weiteren
Führungsrohr (6) verbindbar und am weiteren Führungsrohr (6) in mehreren Positionen
festlegbar ist, und der Seitenarm (9) im Wesentlichen waagerecht von dem weiteren
Führungsrohr (6) und parallel zur Bodenplatte (1) absteht, und/oder bevorzugt ein
erweiterter Seitenarm (10) mit dem Seitenarm (9) verbindbar und in mehreren Positionen
festlegbar ist, so dass er im Wesentlichen waagerecht von dem Seitenarm (9) und parallel
zur Bodenplatte (1) absteht, wobei der erweitere Seitenarm (10) bevorzugt Halteelemente
(24) umfasst, die ein zu spaltendes Holzstück im Holzspalter fixieren können.
8. Holzspalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei alle Verbindungen von Hand
lösbar sind und mit Ausnahme der Schlagplatten (7; 8) die Verbindungen bevorzugt durch
Quick Release Elemente, zum Beispiel durch Flügelschrauben (14) und entsprechende
Aufnahmen für das Gewinde oder durch Klappsplintsicherungen (29) gebildet sind.
9. Holzspalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Spaltkeil (2) eine
Spitze (13) aus einem ersten Metall und einen Keil aus einem zweiten vom ersten Material
unterschiedlichen Material hat, und die Spitze (13) bevorzugt einen Bereich mit in
Spitzenlängsrichtung parallel verlaufenden Außenflächen umfasst.
10. Holzspalter nach einem der sechs vorhergehenden Ansprüche, wobei die Oberseite (1a)
der Grundplatte (1) eine Struktur (5) und bevorzugt eine auf der Grundplatte (1) neben
der Struktur (5) aufliegende Gummimatte und/oder der Holzspalter einen Auflageklotz
umfasst, um eine Auflagefläche für das zu spaltende Holzstücks zu verkleinern.
11. Holzspalter nach einem der vorgehenden Ansprüche, wobei der Schlitten (3) und/oder
Spaltkeil (2) einen bevorzugt abnehmbaren Griff (12a) umfasst/umfassen, um den Spaltkeil
(2) unmittelbar von Hand zu führen.
12. Holzspalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Führung (31) mit der
ersten Schlagplatte (7) und/oder der zweite Schlagplatte (8) verbindbar ist, um ein
Schlaginstrument, wie einen Schlaghammer, beim Schlagen auf die erste bzw. zweite
Schlagplatte (7, 8) zu lenken.
13. Holzspalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Holzspalter eine Führungsrohrverlängerung
umfasst, mit der das Führungsrohr (4) verlängerbar ist, um eine Fallhöhe des Spaltkeils
(2) zu vergrößern.
14. Holzspalter nach Anspruch 5, wobei das Gleitlager (32) und/oder der Schlitten (3)
eine Schmiervorrichtung umfasst, mit der eine Gleitfläche des Gleitlagers (32) von
außen geschmiert werden kann.
15. Verfahren zum Durchtrennen von Ästen mit dem Holzspalter nach einem der Ansprüche
1 bis 14, wobei
der Auflageklotz des Anspruchs 7 auf die Bodenplatte (1) gelegt wird,
ein zu durchtrennende Ast auf den Auflageklotz gelegt wird,
der Ast mittels der erweiterten Seitenarme (10) mit Halteelementen (24) des Anspruchs
7 fixiert wird und
der Ast mit dem Spaltkeil (2) des Anspruchs 9 mit der bevorzugten Spitze (11a) durchtrennt
wird.