[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wassersportzuganlage.
[0002] Wassersportzuganlagen sind in unterschiedlichen Ausführungen bekannt. Allen gemeinsam
ist, dass sie zumindest ein umlaufendes endloses Seil aufweisen, welches über an Masten
gelagerte Seilscheiben geführt wird, wobei eine dieser Seilscheiben von einem Motor
angetrieben wird. Diese Masten sind hierbei in einem Gewässer in der Regel in Ufernähe
angeordnet und die Seilscheiben sind an diesen in einer solchen Höhe befestigt, dass
mit dem umlaufenden endlosen Seil, an dem Schleppseile lösbar eingehängt sind, Wassersportler,
wie z.B. Wakeboarder oder Wasserskifahrer, über das Wasser gezogen werden.
[0003] Eine derartige Wassersportzuganlage offenbart beispielsweise die
DE 10 2012 106 575 A1. Diese bekannte Anlage weist ein endloses Zugseil, und ein parallel dazu verlaufendes
endloses Hilfsseil auf, wobei die Seilscheiben beider Seile voneinander unabhängig
gelagert sind. Damit die Seile umlaufen können, wird eine Seilscheibe, über die das
Zugseil geführt ist, angetrieben. Gemäß einer Ausführungsform sind an der Wassersportzuganlage
mehrere Antriebe vorgesehen sind, die an verschiedenen Masten angebracht sind, welche
jeweils eine Seilscheibe antreiben.
[0004] Problematisch bei solchen Anlagen ist, dass das Hauptseil und das Hilfsseil teilweise
unterschiedliche Längen aufweisen. Die unterschiedlichen Längen der Seile kommen durch
unterschiedliche Belastungen der Seile zustande. Da das Hilfsseil meistens länger
als das Hauptseil ist, gestaltet sich ein reibungsloser Betrieb der Anlage oft schwierig.
[0005] Zur Lösung dieses Problems ist es möglich ein Differentialgetriebe zwischen der Seilscheibe,
welche das Hauptseil antreibt, und der Seilscheibe, welche das Hilfsseil antreibt,
anzuordnen, um den Längenunterschied zwischen dem Hauptseil und dem Hilfsseil zu kompensieren.
[0006] Ein Differentialgetriebe ist jedoch komplex aufgebaut und daher sehr aufwändig zu
warten, und erfordert eine regelmäßige Nachfüllung von Öl und einen regelmäßigen Ölwechsel.
Das Öl, welches zur Schmierung des Differentialgetriebes verwendet wird, gelangt jedoch
auch teilweise in das Gewässer, was zu Umweltschäden führt. Ferner wird der Wirkungsgrad
des Antriebes durch das Differentialgetriebe vermindert. Des Weiteren hat ein Differentialgetriebe
eine hohe Geräuschentwicklung.
[0007] Alternativ zu dem Differentialgetriebe ist es möglich eine Antriebseinrichtung mit
mindestens einem, vorzugsweise mindestens zwei Direktantrieben vorzusehen, welche
eingesetzt werden, um das Hauptseil und/oder das Haupt- und das Hilfsseil anzutreiben.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Wassersportzuganlage
zur Verfügung zu stellen.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Wassersportzuganlage mit den Merkmalen der unabhängigen
Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0010] Demgemäß ist vorgesehen:
eine Wassersportzuganlage, insbesondere eine Umlaufwassersportzuganlage, mit:
mindestens einem Masten, einem ersten Seil und einem zweiten Seil, welche miteinander
gekoppelt sind, und welche an dem Masten umlenkbar sind und welche zum Ziehen einer
Person über die Wasseroberfläche ausgebildet sind, einer Antriebseinrichtung, welche
an dem Masten vorgesehen ist, und welche einen ersten Antrieb aufweist, der mit einer
ersten Seilrolle, in welcher ein erster Abschnitt des ersten Seils gelagert ist, verbunden
ist, und
ausgebildet ist, die erste Seilrolle zum Antreiben des ersten Seils anzutreiben, und
welche einen zweiten Antrieb aufweist, der mit einer zweiten Seilrolle, in welcher
ein erster Abschnitt des zweiten Seils oder ein zweiter Abschnitt des ersten Seils
gelagert ist,
verbunden ist, und ausgebildet ist, die zweite Seilrolle zum Antreiben des zweiten
Seils oder des ersten Seils anzutreiben.
[0011] Der erste Antrieb und/oder der zweite Antrieb können eine Übersetzung aufweisen,
insbesondere eine Getriebeübersetzung.
[0012] Unter dem Begriff "Übersetzung", beziehungsweise unter dem Begriff "Getriebeübersetzung",
wird eine Vorrichtung verstanden, mit der die Drehzahl einer Arbeitsmaschine (Getriebeausgang),
welche mit der Drehzahl einer Kraftmaschine (Getriebeeingang) gekoppelt ist, eingestellt
werden kann.
[0013] In einer Ausführungsform ist der erste Antrieb über ein Differential mit dem zweiten
Antrieb gekoppelt und bildet einen Differentialantrieb.
[0014] Der Differentialantrieb kann eine Übersetzung aufweisen, insbesondere eine Getriebeübersetzung.
[0015] In einer Ausführungsform ist der erste Antrieb über ein Differential mit dem zweiten
Antrieb gekoppelt und bildet einen Differentialantrieb, welcher eine Getriebeübersetzung
aufweist.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform ist sowohl der erste Antrieb als auch der zweite
Antrieb ein Direktantrieb. In diesem Fall kann ein elektronisches Differential, beziehungsweise
ein elektrischer Ausgleich vorgesehen sein.
[0017] Dieser kann eine Übersetzung aufweisen, insbesondere eine Getriebeübersetzung.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform ist sowohl der erste Antrieb als auch der zweite
Antrieb ein Direktantrieb, wobei der erste und/oder der zweite Antrieb eine Getriebeübersetzung
aufweist. In diesem Fall kann ein elektronisches Differential, beziehungsweise ein
elektrischer Ausgleich vorgesehen sein.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform ist sowohl der erste Antrieb als auch der zweite
Antrieb ein Direktantrieb, wobei der erste und der zweite Antrieb eine Getriebeübersetzung
aufweist. In diesem Fall kann ein elektronisches Differential, beziehungsweise ein
elektrischer Ausgleich vorgesehen sein.
[0020] In anderen Worten, es kann von Vorteil sein die Antriebseinrichtung mit einer Übersetzung
auszustatten, insbesondere mit einer Getriebeübersetzung, unabhängig davon, ob ein
Direktantrieb oder ein Differentialantrieb vorgesehen ist.
[0021] Durch das Vorsehen einer derartigen Wassersportanlage, i.e. einer Wassersportanlage,
bei der mindestens zwei Direktantriebe vorgesehen sind, ist es möglich, Antriebsverluste
aufgrund des Differentialgetriebes zu vermeiden. Da bei einer solchen Wassersportzuganlag
Direktantriebe zum Antreiben der Seile verwendet werden, wird der Wirkungsgrad des
Antriebes erhört, und dadurch die Energieeffizienz der Anlage verbessert. Dies senkt
die Betriebskosten der Wassersportzuganlage und schont die Umwelt. Überdies weisen
Direktantriebe ein geringes Spiel auf, so dass der Antrieb der Seile sehr präzise
erfolgen kann. Des Weiteren weist eine derartige Wassersportzuganlage eine hohe Zuverlässigkeit
auf, da weniger Bauteile zum Antreiben der Seile verwendet werden als im Vergleich
zu bestehenden Anlagen. Ferner kann im Falle eines Motordefekts des ersten Direktantriebes
der zweite Direktantrieb die Funktion des Antriebes übernehmen, sodass die Betriebssicherheit
erhöht wird.
[0022] Ferner zeichnen sich Direktantriebe dadurch aus, dass diese nicht geschmiert werden
müssen, und kein Getriebe zwischengeschaltet werden muss. Dies führt zu einer gesteigerten
Umweltverträglichkeit. Überdies wird durch das Vorsehen von Direktantrieben die Geräuschentwicklung
der Anlage vermindert. Die Direktantriebe sind beispielsweise als elektrische Antriebe
ausgebildet. Beispielsweise umfassen die Direktantriebe eine Asynchronmaschine und
sind als Schnellläufer ausgebildet.
[0023] Die Verbindung zwischen der Ausgangwelle eines Direktantriebs mit einer Seilrolle
kann formschlüssig, kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig sein.
[0024] Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Antriebseinrichtung
eine Vielzahl von Antrieben auf, welche ausgebildet sind, dass erste Seil und/oder
das zweite Seil anzutreiben. Beispielsweise weist die Antriebseinrichtung zwei oder
mehr erste Antriebe auf, welche jeweils mit einer Seilrolle gekoppelt sind, und ausgebildet
sind, das erste Seilanzutreiben, und zwei oder mehr zweite Antriebe, welche ebenfalls
jeweils mit einer Seilrolle gekoppelt sind, und welche ausgebildet sind, das zweite
Seil anzutreiben. Auf diese Weise kann die Antriebseinrichtung auf einfache Weise
an verschiedene Größen von Wassersportzuganlagen angepasst werden.
[0025] In einer Ausführungsform sind die zwei oder mehr ersten Antriebe mit den zwei oder
mehr zweiten Antrieben über mindestens ein Differential gekoppelt und bilden so einen
Differentialantrieb. Das Differential ermöglicht einen gleichmäßigen und aufeinander
abgestimmten Antrieb der Seile in dem die Kraftübertragung auf die zwei oder mehr
ersten Antriebe beziehungsweise auf die zwei oder mehr zweiten Antriebe gesteuert
wird. Insbesondere ermöglicht das Differential, dass Unterschiede in der Umlaufgeschwindigkeit
der Seile ausgeglichen werden.
[0026] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Antriebseinrichtung eine Vielzahl
von Direktantrieben auf, welche ausgebildet sind, dass erste Seil und/oder das zweite
Seil anzutreiben. Beispielsweise weist die Antriebseinrichtung zwei oder mehr erste
Direktantriebe auf, welche jeweils mit einer Seilrolle gekoppelt sind, und ausgebildet
sind, das erste Seilanzutreiben, und zwei oder mehr zweite Direktantriebe, welche
ebenfalls jeweils mit einer Seilrolle gekoppelt sind, und welche ausgebildet sind,
das zweite Seil anzutreiben. Auf diese Weise kann die Antriebseinrichtung auf einfache
Weise an verschiedene Größen von Wassersportzuganlagen angepasst werden.
[0027] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist eine Steuereinrichtung vorgesehen, welche
ausgebildet ist, den ersten Antrieb und den zweiten Antrieb, insbesondere den ersten
Direktantrieb und den zweiten Direktantrieb, unabhängig voneinander hinsichtlich Drehzahl
und Drehmoment zu steuern. Auf diese Weise kann der Längenunterschied der Seile sehr
gut ausgeglichen werden, und die Seile mit einem kontanten Drehmoment angetrieben
werden. Beispielsweise werden die Antriebe, insbesondere die Direktantriebe von der
Steuereinrichtung frequenzgesteuert und/oder stromgesteuert und/oder spannungsgesteuert
angesteuert.
[0028] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist zumindest der erste Antrieb
und/oder der zweite Antrieb, insbesondere der erste Direktantrieb und/oder der zweite
Direktantrieb, jeweils einen Inkrementalgeber auf, welcher ausgebildet ist, Winkeländerungen
des ersten Antriebs und/oder des zweiten Antriebs, insbesondere des ersten Direktantriebs
und/oder des zweiten Direktantriebs, zu erfassen und auszugeben. Durch diese Ausbildung
kann die Wassersportzuganlage sehr präzise gesteuert werden. Auch die weiteren Antriebe,
insbesondere Direktantriebe, können jeweils einen Inkrementalgeber aufweisen. Die
Inkrementalgeber können auch dazu verwendet werden, die Länge des ersten Seils und/oder
die Länge des zweiten Seils zu erfassen und auszugeben.
[0029] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist eine Sensorvorrichtung vorgesehen,
welche ausgebildet ist, die Länge des ersten Seils und/oder die Länge des zweiten
Seils zu erfassen, wobei die Steuereinrichtung ausgebildet ist, unter Berücksichtigung
der erfassten Länge des ersten Seils und/oder der erfassten Länge des zweiten Seils
den ersten Antrieb und den zweiten Antrieb, insbesondere den ersten Direktantrieb
und den zweiten Direktantrieb, anzutreiben. Beispielsweise ist an dem ersten Seil
ein Signalgeber angeordnet, welcher mit einem an der Antriebseinrichtung angeordneten
Sensor zusammenwirkt, und ein Signal ausgibt, wenn der Signalgeber an dem Sensor verbeiläuft.
Beispielsweise ist der Signalgeber ein an dem ersten Seil angeordneter Magnet, und
der Sensor ein Hallsensor. Auch das zweite Seil kann mit einem Signalgeber versehen
sein, welcher mit einem weiteren Sensor, welcher an der Antriebseinrichtung vorgesehen
ist, zusammenwirkt. Auf diese Wiese kann die Länge des ersten Seils und/oder des zweiten
Seils sehr präzise gemessen werden, sodass die Steuerung der Anlage sehr präzise erfolgen
kann.
[0030] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind/ist der erste Antrieb und/oder
der zweite Antrieb, insbesondere der erste Direktantrieb und/oder der zweite Direktantrieb,
in einem ersten Träger gelagert, wobei der erste Träger horizontal und/oder vertikal
drehbar bezüglich des Masten gelagert ist. Die in einer Art Rollenwippe angeordneten
Antriebe, insbesondere Direktantriebe, mit den gekoppelten Seilrollen ermöglichen
einen kontinuierlichen Anpressdruck der Seilrollen auf das Seil, wodurch ein Anheben
des Seils bezüglich der Seilrollen ausgeschlossen wird. Dies erhöht die Betriebssicherheit
der Anlage. Ferner wird auf diese Weise der Verschleiß der Seilrollen vermindert,
da der Schlupf zwischen einer Seilrolle und dem Seil minimiert wird. Gemäß einer weiteren
Ausführungsform ist in einem Träger zumindest ein Antrieb, insbesondere Direktantrieb,
gelagert. Beispielsweise sind in einem Träger drei, vier, fünf oder mehr Antriebe,
insbesondere Direktantriebe, gelagert. Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind in
einem Träger zumindest ein Antrieb, insbesondere ein Direktantrieb, und zumindest
eine nicht angetriebene Seilrolle gelagert.
[0031] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist ein dritter Antrieb, insbesondere
Direktantrieb, vorgesehen, der mit einer dritten Seilrolle, in welcher ein weiterer
Abschnitt des ersten Seils oder ein weiterer Abschnitt des zweiten Seils gelagert
ist, verbunden ist, und ausgebildet ist, die dritte Seilrolle zum Antreiben des ersten
Seils oder des zweiten Seils anzutreiben. Diese Ausgestaltung erhöht die Betriebssicherheit
der Anlage.
[0032] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist ein vierter Antrieb, insbesondere
Direktantrieb, vorgesehen, der mit einer vierten Seilrolle, in welcher ein weiterer
Abschnitt des ersten Seil oder ein weiterer Abschnitt des zweiten Seil gelagert ist,
verbunden ist, und ausgebildet ist, die vierte Seilrolle zum Antreiben des ersten
Seils oder des zweiten Seils anzutreiben. Diese Ausgestaltung verbessert die Betriebssicherheit
der Anlage.
[0033] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind/ist der dritte Antrieb und/oder
der vierte Antrieb, insbesondere der dritte Direktantrieb und/oder der vierte Direktantrieb
in einem zweiten Träger gelagert, wobei der zweite Träger horizontal und/oder vertikal
drehbar bezüglich des Masten gelagert ist. Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist
in dem zweiten Träger zumindest ein Antrieb, insbesondere Direktantrieb gelagert.
Beispielsweise sind in dem zweiten Träger drei oder mehr Antriebe, insbesondere Direktantriebe
gelagert. Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind in dem zweiten Träger zumindest
ein Antrieb, insbesondere Direktantrieb, und zumindest eine nicht angetriebene Seilrolle
gelagert.
[0034] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind der ersten Träger und der
zweite Träger übereinander an dem Masten gelagert.
[0035] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist zumindest ein
Antrieb, insbesondere Direktantrieb, ein Motorgehäuse auf, wobei das Motorgehäuse
in vertikaler Richtung über der Seilrolle angeordnet ist.
[0036] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind an dem Träger Federeinrichtungen
und/oder Dämpfereinrichtungen vorgesehen, welche ausgebildet sind, eine Drehung des
Trägers bezüglich des Masten zu federn und/oder zu dämpfen. Durch das Vorsehen von
Federeinrichtungen und/oder Dämpfereinrichtungen können Lastwechsel im Seil besonders
gut ausgeglichen werden. Ferner wird ein mögliches Aufschaukeln des Masten beim Brems-
und Startvorgang der Anlage verringert. Die Federeinrichtungen und/oder Dämpfereinrichtungen
können dabei direkt an dem Träger angeordnet sein, oder können auch an anderen Bauteilen,
wie z. B. an einem Zwischenträger oder an einem Hauptträger, welche zwischen dem Träger
und dem Masten vorgesehen sind, angeordnet sein.
[0037] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Träger eine gebogene
Form auf. Beispielsweise ist der Träger in Richtung des Seils gebogen. Auf diese Weise
kann der Träger besonders gut die Kräfte des Seils aufnehmen und an den Masten weiterleiten.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weisen die zumindest erste Seilrolle
und/oder die zumindest zweite Seilrolle jeweils eine Lauffläche auf, auf welcher das
Seil angeordnet ist, wobei die Lauffläche aus einem reibungserhöhenden und/oder lärmmindernden
Material, insbesondere Kunststoff, ausgebildet ist. Beispielsweise ist die Lauffläche
aus PA6, PA66, PA6G, PE-LD, PE-HD, PE-UHMW und/oder aus verschiedenen Gummimischungen
ausgebildet. Auf diese Weise wird die Geräuschentwicklung der Anlage vermindert, wodurch
das Fahren auf dieser Wassersportzuganlage und das Bedienen dieser Wassersportzuganlage
angenehmer werden. Überdies wird die Wartung der Anlage durch diese Ausbildung angenehmer.
Ferner wird durch diese Ausbildung einer Seilrolle der Schlupf zwischen dem Seil und
der Seilrolle minimiert, sodass der Verschleiß des Seils und der Seilrolle reduziert
werden kann.
[0038] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die zumindest erste Seilrolle
und/oder die zumindest zweite Seilrolle ein abgedichtetes Lager auf. Das abgedichtete
Lager ist insbesondere als abgedichtetes Wälzlager ausgebildet. Durch diese Ausbildung
einer Seilrolle werden die Wartungsintervalle der Wassersportzuganlage verlängert,
da kein Nachschmieren der Lager der Seilrollen notwendig ist. Das abgedichtete Lager
ist insbesondere für hohe Drehzahlen ausgebildet. Ferner ist das Lager vorteilhafterweise
derart abgedichtet, dass keine Fremdstoffe und Verunreinigungen in das Lager eindringen
können, und Schmiermittel, wie z. B. Öl oder Fett, aus dem Lager austreten können,
und in das Gewässer gelangen können.
[0039] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die zumindest erste Seilrolle
und/oder die zumindest zweite Seilrolle einen Durchmesser im Bereich von 10-50 cm,
insbesondere im Bereich von 20 cm bis 40 cm, und weiter insbesondere im Bereich von
28 cm bis 32 cm, auf. Auf diese Weise wird ein besonders ruhiger Lauf der Seilrollen
gewährleistet, da ein Auswuchten der Seilrollen aufgrund des geringen Durchmessers
nicht notwendig ist.
[0040] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist/sind die zumindest erste Seilrolle
und/oder die zumindest zweite Seilrolle zumindest teilweise aus einem Leichtmetall,
insbesondere aus einer Leichtmetalllegierung, beispielsweise einer Aluminiumlegierung,
ausgebildet. Die zumindest erste Seilrolle und/oder die zumindest zweite Seilrolle
können auch zumindest teilweise oder vollständig aus Kunststoff ausgebildet sein.
Die zumindest erste Seilrolle und/oder die zumindest zweite Seilrolle können auch
als Hybridbauteil ausgebildet sein. Z. B. weist/weisen die zumindest erste Seilrolle
und/oder die zumindest zweite Seilrolle teilweise Kunststoff und teilweise Metall
auf. Auf diese Weise kann das Gewicht der Seilrollen verringert werden, so dass die
auf die Wassersportzuganlage wirkenden Kräfte verringert werden. Auch der Träger,
und/oder der Zwischenträger, und/oder der Hauptträger, und/oder der Mast können aus
einem Leichtmetall, insbesondere aus einer Leichtmetalllegierung, beispielsweiseaus
einer Aluminiumlegierung, ausgebildet sein.
[0041] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die zumindest
erste Seilrolle und/oder die zumindest zweite Seilrolle Seitenscheiben auf, welche
an einer Seite oder an beiden Seiten der zumindest ersten Seilrolle und/oder der zumindest
zweiten Seilrolle vorgesehen ist/sind, und welche ausgebildet sind, das Seil zu führen.
Die Seitenscheiben erstrecken von der Lauffläche nach außen mit einer Distanz, welche
mindestens dem Seildurchmesser entspricht. Beispielsweise erstreckt sich eine Seitenscheibe
von der Lauffläche mit einer Distanz, welche dem doppelten oder dem dreifachen des
Seildurchmessers entspricht. Das Seil weist beispielsweise einen Durchmesser von 10mm
auf, und die Seitenscheiben erstrecken sich z. B. 20mm bis 30mm von der Lauffläche
der Seilrolle nach außen. Auf diese Weise kann das Seil besonders sicher in den Seilrollen
geführt werden. Ferner können die Seitenscheiben mit einem Material beschichtet sein,
welches zumindest teilweise Kunststoff aufweist. Auf diese Weise kann die Widerstandfähigkeit
der Seitenscheiben und damit der Seilrolle verbessert werden. Ferner kann die Geräuschentwicklung
der gesamten Anlage durch diese Ausbildung der Seitenscheiben vermindert werden. Beispielsweise
sind die Seitenscheiben mit PA6, PA66, PA6G, PE-LD, PE-HD, PE-UHMW und/oder mit verschiedenen
Gummimischungen beschichtet. Das Basismaterial der Seitenscheiben kann beispielsweise
eine Leichtmetalllegierung und/oder ein Kunststoff sein.
[0042] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
der Zeichnungen angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0043] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer Wassersportzuganlage gemäß einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht einer Wassersportzuganlage gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 3
- eine schematische Seitenansicht einer Antriebseinrichtung gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht einer Antriebseinrichtung gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 5
- eine schematische perspektivische Ansicht einer Antriebseinrichtung gemäß einer weiteren
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 6
- eine schematische Seitenansicht der Antriebseinrichtung gemäß der Ausführungsform
der Fig. 5;
- Fig. 7
- eine schematische perspektivische Ansicht der Antriebseinrichtung gemäß der Ausführungsform
der Fig. 5;
- Fig. 8
- eine schematische perspektivische Ansicht der Antriebseinrichtung gemäß der Ausführungsform
der Fig. 5;
- Fig. 9
- eine schematische Draufsicht der Antriebseinrichtung gemäß der Ausführungsform der
Fig. 5; und
- Fig. 10
- eine schematische Schnittansicht einer Seilrolle gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
Sofern sinnvoll lassen sich die beschriebenen Ausgestaltungen und Weiterbildungen
beliebig miteinander kombinieren. Weitere mögliche Ausgestaltungen, Weiterbildungen
und
Implementierungen der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen
von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale
der Erfindung.
[0044] Die beiliegenden Zeichnungen sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen
der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulichen Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang
mit der Beschreibung der Erklärung von Prinzipien und Konzepten der Erfindung. Andere
Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die
Zeichnungen. Die Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu
zueinander gezeigt. Gleiche Bezugszeichen bezeichnen dabei gleiche oder ähnlich wirkende
Komponenten.
[0045] Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Wassersportzuganlage 1 gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Die Wassersportzuganlage 1 ist insbesondere als eine Umlaufwassersportzuganlage
ausgebildet, welche mit einem Seil 10 versehen ist, welches eine Schlaufe bildet,
und einen Rundkurs auf einem Gewässer 15 ausbildet. Die Wassersportzuganlage 1 ist
in einem Gewässer 15 vorgesehen und weist mehrere Masten 2 auf, zwischen welchen das
Seil 10 gespannt ist, und an den Masten 2 jeweils umgelenkt wird. Die Masten 2 sind
in Ufernähe vorgesehen, und erstrecken sich über das Gewässer 15.
[0046] Ferner ist ein zweites Seil 12, auch als Hilfsseil bezeichnet, vorgesehen, welches
mit dem Seil 10, auch als Hauptseil bezeichnet, über Mitnehmer 13 gekoppelt ist. Mittels
an dem Seil 10 einhängbaren Einrichtungen ist es möglich, eine Person 14 über die
Wasseroberfläche des Gewässers 15 zu ziehen. An den Masten 2 sind Umlenkeinrichtungen
100 vorgesehen, welche zur Umlenkung des Seils 10 und des Seils 12 ausgebildet sind.
Eine jeweilige Umlenkeinrichtung 100 weist zumindest eine erste Seilrolle 11 zur Aufnahme
eines ersten Abschnitts des Seils 10, und zumindest eine zweite Seilrolle 21 zur Aufnahme
eines zweiten Abschnitts des Seils 10 auf. Die erste Seilrolle 11 und die zweite Seilrolle
21 sind in einem Träger 30 drehbar gelagert. Der Träger 30 ist bezüglich des Masten
2 horizontal drehbar gelagert.
[0047] Ferner weist die Wassersportzuganlage 1 eine Antriebseinrichtung 1000 auf, welche
an einem der Masten 2 vorgesehen ist. Die Antriebseinrichtung 1000 weist einen ersten
Direktantrieb D1 auf, der mit einer ersten Seilrolle 11, in welcher ein erster Abschnitt
des ersten Seils 10 gelagert ist, verbunden ist, und ausgebildet ist, die erste Seilrolle
11 zum Antreiben des ersten Seils 10 anzutreiben. Ferner weist die Antriebseinrichtung
1000 einen zweiten Direktantrieb D2 auf, der mit einer zweiten Seilrolle 21, in welcher
ein zweiter Abschnitt des ersten Seils 10 gelagert ist, verbunden ist, und ausgebildet
ist, die zweite Seilrolle 21 zum Antreiben des ersten Seils 10 anzutreiben.
[0048] In einer besonderen Ausführungsform kann die Leistung des ersten Direktantriebs D1
und die Leistung des zweiten Direktantriebs D2 über elektrisches Differential, beziehungsweise
über einen elektrischen Ausgleich, aufeinander abgestimmt werden.
[0049] Alternativ hierzu wäre es möglich, statt dem ersten Direktantrieb D1 und dem zweiten
Direktantrieb D2 einen ersten Antrieb A1 und einen zweiten Antrieb A2 vorzusehen,
welche über ein nicht dargestelltes Differential miteinander und/oder mit mindestens
einem weiteren nicht dargestellten Antrieb gekoppelt sind und mindestens einen Differentialantrieb
bilden.
[0050] In jedem Fall ist es möglich, die Antriebe, beziehungsweise die Direktantriebe, mit
einer Übersetzung auszustatten, insbesondere mit einer Getriebeübersetzung.
[0051] Fig. 2 zeigt eine schematische Ansicht einer Wassersportzuganlage 1 gemäß einer weiteren
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die in Fig. 2 dargestellte Wassersportzuganlage
1 ist im Wesentlichen wie die in Fig.1 dargestellte Wassersportzuganlage 1 ausgebildet.
Jedoch weist diese Wassersportzuganlage 1 eine Antriebseinrichtung 1000 auf, welche
einen zweiten Direktantrieb D2 aufweist, der mit einer zweiten Seilrolle 21, in welcher
ein erster Abschnitt des zweiten Seils 12 gelagert ist, verbunden ist, und ausgebildet
ist, die zweite Seilrolle 21 zum Antreiben des zweiten Seils 12 anzutreiben.
[0052] In einer besonderen Ausführungsform kann die Leistung des ersten Direktantriebs D1
und die Leistung des zweiten Direktantriebs D2 über elektrisches Differential, beziehungsweise
über einen elektrischen Ausgleich, aufeinander abgestimmt werden.
[0053] Alternativ hierzu wäre es möglich, statt dem zweiten Direktantrieb D2 einen zweiten
Antrieb A2 vorzusehen, welcher über ein nicht dargestelltes Differential mit dem ersten
Antrieb A1 gekoppelt ist und einen Differentialantrieb bildet.
[0054] In jedem Fall ist es möglich, die Antriebe, beziehungsweise die Direktantriebe, mit
einer Übersetzung auszustatten, insbesondere mit einer Getriebeübersetzung.
[0055] Fig. 3 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Antriebseinrichtung 1000 gemäß
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Antriebseinrichtung 1000 ist
ausgebildet, das erste Seil 10 und das zweite Seil 12 anzutreiben. Die Antriebseinrichtung
1000 weist einen ersten Direktantrieb D1 auf, der mit einer ersten Seilrolle 11, in
welcher ein erster Abschnitt des ersten Seils 10 gelagert ist, gekoppelt ist, und
ausgebildet ist, die erste Seilrolle 11 zum Antreiben des ersten Seils 10 anzutreiben.
Ferner weist die Antriebseinrichtung 1000 einen zweiten Direktantrieb D2 auf, der
mit einer zweiten Seilrolle 21, in welcher ein erster Abschnitt des zweiten Seils
12 gelagert ist, gekoppelt ist, und ausgebildet ist, die zweite Seilrolle 21 zum Antreiben
des zweiten Seils 12 anzutreiben. Der erste Direktantrieb D1 und der zweite Direktantrieb
D2 sind in einem Hauptträger 40 gelagert. Der erste Direktantrieb D1 weist ein Motorgehäuse
49 auf, welches in vertikaler Richtung über der Seilrolle 11 angeordnet ist. Der zweite
Direktantrieb D2 weist ebenfalls ein Motorgehäuse 49 auf, welches in vertikaler Richtung
unter der Seilrolle 21 angeordnet ist.
[0056] In einer besonderen Ausführungsform kann die Leistung des ersten Direktantriebs D1
und die Leistung des zweiten Direktantriebs D2 über elektrisches Differential, beziehungsweise
über einen elektrischen Ausgleich, aufeinander abgestimmt werden.
[0057] Alternativ hierzu wäre es möglich, statt dem ersten Direktantrieb D1 und dem zweiten
Direktantrieb D2 einen ersten Antrieb A1 und einen zweiten Antrieb A2 vorzusehen,
welche über ein nicht dargestelltes Differential miteinander gekoppelt sind und einen
Differentialantrieb bilden.
[0058] In jedem Fall ist es möglich, die Antriebe, beziehungsweise die Direktantriebe, mit
einer Übersetzung auszustatten, insbesondere mit einer Getriebeübersetzung.
[0059] Fig. 4 zeigt eine schematische Draufsicht einer Antriebseinrichtung 1000 gemäß einer
weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Antriebseinrichtung 1000
dient zum Antrieb und zum Umlenken des Seils 10 und weist eine erste Seilrolle 11
zur Aufnahme eines ersten Abschnitts des Seils 10, welche mit einem ersten Direktantrieb
D1 gekoppelt ist, und zumindest eine zweite Seilrolle 21 zur Aufnahme eines zweiten
Abschnitts des Seils 10, welche mit einem zweiten Direktantrieb D2 gekoppelt ist,
auf. Ferner weist die Antriebseinrichtung einen eine dritte Seilrolle 31 zur Aufnahme
eines weiteren Abschnitts des Seils 10, welche mit einem dritten Direktantrieb D3
gekoppelt ist, und eine vierte Seilrolle 41 zur Aufnahme eines weiteren Abschnitts
des Seils 10, welche mit einem vierten Direktantrieb D4 gekoppelt ist, auf.
[0060] Der erste Direktantrieb D1 und der zweite Direktantrieb D2 sind in einem Träger 30
drehbar bezüglich des Masten 2 gelagert. Der dritte Direktantrieb D3 und der vierte
Direktantrieb D4 sind in einem weiteren Träger 32 drehbar bezüglich des Masten 2 gelagert.
Die Träger 30 und 32 sind horizontal drehbar bezüglich eines Hauptträgers 40, welcher
mit dem Masten 2 gekoppelt ist, gelagert. Die Antriebseinrichtung 1000 weist hierfür
Gelenke 50 und 50' auf, welches vorzugsweise in der Mitte der Träger 30 und 32 vorgesehen
sind. Die Gelenke 50 und 50' können beispielsweise einen rotatorischen Freiheitgrad
oder zwei rotatorische Freiheitsgrade oder auch drei rotatorische Freiheitgrade aufweisen.
Die Gelenke 50 und 50' können beispielsweise auch genau einen rotatorischen Freiheitgrad
oder genau zwei rotatorische Freiheitsgrade oder auch genau drei rotatorische Freiheitgrade
aufweisen. Ferner können die Gelenke 50 und 50' auch einen oder mehrere translatorische
Freiheitgrade aufweisen. Die Gelenke 50 und 50' können beispielsweise als Drehgelenke,
Eigelenke oder Kugelgelenke ausgebildet sein. Die Gelenke 50 und 50' sind wiederum
mit Zwischenträgern 45 und 45' verbunden, welche mit dem Hauptträger 40 fest verbunden
sind. Steigt beispielsweise die Zugbelastung des Seils 10, beispielsweise durch einen
Fahrer, welcher das Seil belastet, auf der rechten Seite der Antriebseinrichtung 1000,
so ist es möglich, dass der rechte Abschnitt des Trägers 32 hin zu dem Seil 10, welches
aus der Richtung R1 kommt, verschwenkt wird, wobei der linke Abschnitt des Trägers
32 weg von der Richtung R2 verschwenkt wird. Auf diese Weise ist es möglich, Lastwechsel
im Seil 10, welche beispielsweise durch eine Slalomfahrt einer über das Gewässer 15
gezogenen Person verursacht werden, besonders gut auszugleichen.
[0061] In einer besonderen Ausführungsform kann die Leistung des ersten Direktantriebs D1,
die Leistung des zweiten Direktantriebs D2, die Leistung des dritten Direktantriebs
D3 und/oder die Leistung des vierten Direktantriebs D4 über elektrisches Differential,
beziehungsweise über einen elektrischen Ausgleich, aufeinander abgestimmt werden.
[0062] Alternativ hierzu wäre es möglich, statt dem ersten Direktantrieb D1, dem zweiten
Direktantrieb D2, dem dritten Direktantrieb D3 und dem vierten Direktantrieb D4 einen
ersten Antrieb A1, einen zweiten Antrieb A2, einen dritten Antrieb A3 und einen vierten
Antrieb A4 vorzusehen, welche über ein nicht dargestelltes Differential miteinander
und/oder mit mindestens einem weiteren nicht dargestellten Antrieb gekoppelt sind
und mindestens einen Differentialantrieb bilden.
[0063] In jedem Fall ist es möglich, die Antriebe, beziehungsweise die Direktantriebe, mit
einer Übersetzung auszustatten, insbesondere mit einer Getriebeübersetzung.
[0064] Durch das Vorsehen einer derartigen Antriebseinrichtung 1000 ist es möglich, den
Kurvenradius beim Umlenken des Seils 10 an einem der Masten 2 im Vergleich zu einer
Antriebeinrichtung mit einer einzelnen Seilscheibe zu vergrößern. Es ist daher möglich,
das Seil 10 sanfter und über eine längere Wegstrecke als im Vergleich zu bestehenden
Anlagen anzutreiben und umzulenken, welche Seilscheiben mit einem konstanten Durchmesser
aufweisen. Daher kommt es zu weniger Stürzen und es werden die Instandhaltungskosten
der Anlage verringert.
[0065] Da statt Seilscheiben Seilrollen verwendet werden, wird ferner die Wartung der gesamten
Wassersportzuganlage 1 vereinfacht, da die Seilrollen in Größe und Gewicht verkleinert
sind, und daher kostengünstiger und leichter handzuhaben sind. Überdies ermöglichen
die in einer Art Rollenwippe angeordneten Seilrollen einen kontinuierlichen Anpressdruck
der Seilrollen 11, 21, 31 und 41 auf das Seil 10, wodurch ein Anheben des Seils 10
bezüglich der Seilrollen 11, 21, 31 und 41 ausgeschlossen wird und ein konstanter
Antrieb des Seil 10 gewährleistet wird. Dies erhöht die Betriebssicherheit der Anlage.
[0066] Überdies wird das Verletzungsrisiko des Bedieners der Anlage und/oder der gezogenen
Personen gesenkt, da die Seilrollen 11, 21, 31 und 41 einen im Vergleich zu den Seilscheiben
geringeren Durchmesser aufweisen. Des Weiteren wird die Sicherheit gesteigert, da
die Seilrollen 11, 21, 31 und 41 im Vergleich zu Seilscheiben keine Speichen aufweisen,
welche ein weiteres Verletzungsrisiko darstellen können. Ferner wird das Seil 10 von
zumindest vier Seilrollen 11, 21, 31 und 41 geführt, und wird daher besser vor einer
ungewollten Entgleisung geschützt.
[0067] Fig. 5 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Antriebseinrichtung
1000 gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Diese Antriebseinrichtung
1000 dient zum Antrieb und zum Umlenken des Seils 10 und des Seil 12. Die Antriebseinrichtung
1000 wird nachfolgend mit Bezug auf die obere Anordnung 1000' beschrieben, da die
untere Anordnung 1000' nahezu identisch ausgebildet ist. Die obere Anordnung 1000'
der Antriebseinrichtung 1000 weist vier Direktantriebe D1, D2, D3 und D4 auf. Der
Direktantrieb D1 ist zusammen mit einer nicht angetrieben Seilrolle 11' in einem Träger
30 gelagert. Der Träger 30 ist mit einem Gelenk 50 mit einem Zwischenträger 45 gekoppelt.
Der Zwischenträger 45 ist mit einem Gelenk 500 mit dem Hautträger 40 gekoppelt. Die
Gelenke 50 und 500 können einen rotatorischen Freiheitgrad oder zwei rotatorische
Freiheitgrade oder drei rotatorische Freiheitgrade aufweisen. Ferner können die Gelenke
500 und500' ein oder mehrere translatorische Freiheitsgrade aufweisen. Die Gelenke
50 und 500 sind beispielsweise als Drehgelenke oder als Eigelenke oder als Kugelgelenke
ausgebildet. Der Direktantrieb D2 ist mit einer nicht angetriebenen Seilrolle 21'
in einem Träger 30' gelagert, welcher horizontal drehbar bezüglich des Hauptträger
40 gelagert ist, welcher mit dem Masten 2 gekoppelt ist. Der Träger 30' ist über ein
Gelenk 50' mit dem Zwischenträger 45 gekoppelt. Der Direktantrieb D3 ist mit einer
Seilrolle 31 direkt gekoppelt und ist mit einer nicht angetrieben Seilrolle 31" in
einem Träger 30" gelagert. Der Direktantrieb D3 ist auf der linken Seite des Trägers
30" gelagert, und die Seilrolle 31' ist auf der rechten Seite des Trägers 30" gelagert.
Ferner ist ein vierter Direktantrieb D4 vorgesehen, welcher mit einer Seilrolle 41
direkt gekoppelt ist und mit einer nicht angetrieben Seilrolle 41' in einem Träger
30'" gelagert ist. Die Träger 30" und 30"' sind drehbar in einem Zwischenträger 45'
gelagert, welcher drehbar mit dem Hauptträger 40 über ein Gelenk 500' gekoppelt ist.
In dieser Ausführungsform sind an den Zwischenträgern 45 und 46 Federeinrichtungen
60 und Dämpfereinrichtung 70 vorgesehen, welche ausgebildet sind, eine Drehung des
jeweiligen Trägers 30, 30', 30" und 30'" bezüglich des Hauptträgers 40, welcher mit
dem Masten 2 gekoppelt ist, abzufedern und/oder zu dämpfen.
[0068] Der Hauptträger 40, in welchem die Zwischenträger 45 und 46 mittels Gelenken 500
und500' drehbar gelagert sind, ist direkt mit dem Masten 2 gekoppelt. Die Federeinrichtungen
60 und die Dämpfereinrichtungen 70 sind dabei mit den Zwischenträgern 45 und 46 mit
dem Hauptträger 40 gelenkig verbunden. Dadurch ist es möglich, eine Drehung der Träger
30, 30', 30" und30'" bezüglich des Hauptträgers 40 und des Masten 2 abzufedern und/oder
zu dämpfen. Auf diese Weise kann ein Aufschaukeln der Träger 30, 30', 30" und30"'
und des Masten 2 verhindert werden, und Lastwechsel im Seil 10 können auf diese Weise
besonders gut abgefedert und gedämpft werden. Die Federeinrichtungen 60 und die Dämpfereinrichtungen
70 können auch zwischen dem Hauptträger 40 und dem Masten 2, oder zwischen den Träger
30, 30', 30" und30"' und dem Hauptträger 40, oder zwischen den Zwischenträgern 45
und 46 und dem Masten 2 vorgesehen sein.
[0069] Ferner ist eine Steuereinrichtung 47 vorgesehen ist, welche ausgebildet ist, die
Direktantrieb D1 - D4 unabhängig voneinander hinsichtlich Drehzahl und Drehmoment
zu steuern. Überdies ist eine Sensorvorrichtung 48 vorgesehen, welche ausgebildet
ist, die Länge des ersten Seils 10 und/oder die Länge des zweiten Seils 12 zu erfassen.
[0070] Die Steuereinrichtung 47 ist auch dazu ausgebildet, unter Berücksichtigung der erfassten
Länge des ersten Seils 10 und/oder der erfassten Länge des zweiten Seils 12 die Direktantriebe
D1 - D4 anzutreiben.
[0071] Beispielsweise ist an dem Seil 10 ein Magnet S10 und an dem Seil 10 ein Magnet S12
vorgesehen, welche mit in der Sensoreinrichtung 48 angeordneten Sensoren zusammenwirken,
um die Länge des Seils 10 und die Länge des Seils 12 zu erfassen und an die Steuereinrichtung
47 weiterzuleiten, um die Direktantriebe D1 - D4 derart zu betreiben, dass der Längenunterschied
der Seile 10 und 12 ausgeglichen wird.
[0072] Alternativ hierzu wäre es möglich, statt dem ersten Direktantrieb D1, dem zweiten
Direktantrieb D2, dem dritten Direktantrieb D3 und dem vierten Direktantrieb D4 einen
ersten Antrieb A1, einen zweiten Antrieb A2, einen dritten Antrieb A3 und einen vierten
Antrieb A4 vorzusehen, welche über ein nicht dargestelltes Differential miteinander
und/oder mit mindestens einem weiteren nicht dargestellten Antrieb gekoppelt sind
und mindestens einen Differentialantrieb bilden. In dieser Ausführungsform wird die
Aufgabe der Steuereinrichtung 47 von dem nicht dargestellten Differential übernommen.
[0073] In jedem Fall ist es möglich, die Antriebe, beziehungsweise die Direktantriebe, mit
einer Übersetzung auszustatten, insbesondere mit einer Getriebeübersetzung.
[0074] Fig. 6 zeigt eine schematische Seitenansicht der Antriebseinrichtung 1000 gemäß der
Ausführungsform der Fig. 5. In dieser Ansicht lässt sich gut erkennen, dass die Direktantriebe
D1 und D2 der oberen Anordnung 1000' und die Direktantriebe D1' und D2' der unteren
Anordnung 1000" in vertikaler Richtung über den Seilscheiben angeordnet sind.
[0075] In einer Ausführungsform gemäß Fig. 6 können satt dem Direktantrieb D1, dem Direktantrieb
D1', dem Direktantrieb D2 und dem Direktantrieb D2' ein Antrieb A1, ein Antrieb A1',
ein Antrieb A2 und einen Antrieb A2' vorgesehen sein, wobei der Antrieb A1 über ein
nicht dargestelltes Differential mit dem Antrieb A1' gekoppelt ist und einen Differentialantrieb
DA1 bildet und/oder der Antrieb A2 über ein nicht dargestelltes Differential mit dem
Antrieb A2' gekoppelt ist und einen Differentialantrieb DA2 bildet.
[0076] In jedem Fall ist es möglich, die Antriebe, beziehungsweise die Direktantriebe, mit
einer Übersetzung auszustatten, insbesondere mit einer Getriebeübersetzung.
[0077] Fig. 7 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht der Antriebseinrichtung 1000
gemäß der Ausführungsform der Fig. 5. Die Antriebseinrichtung 1000 ist in einer Höhe
im Bereich von 10 m bis 13 m über der Wasseroberfläche des Gewässers angeordnet.
[0078] Fig. 8 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht der Antriebseinrichtung 1000
gemäß der Ausführungsform der Fig. 5. In dieser Ansicht lässt sich gut erkennen, dass
der Hauptträger 40 aus einem gebogenen Rohr ausgebildet ist. Der Hauptträger 40 weist
eine Basis 401 auf. Von der Basis 401 des Hauptträgers 40 erstrecken sich zwei U-förmige
Trägerabschnitte 402 und 403. Die U-förmigen Abschnitte 402 und 403 sind nach unten
geöffnet ausgebildet, und dienen zur Lagerungen der oberen Anordnung 1000' zum Antrieb
und zur Umlenkung des ersten Seils 10 und zur Lagerung der unteren Anordnung 1000"
zum Antrieb und zur Umlenkung des zweiten Seils 12. Die U-förmigen Abschnitte 402
und 403 sind mittels Querverbindungen 404 miteinander verbunden (siehe Fig. 5).
[0079] Fig. 9 zeigt eine schematische Draufsicht der Antriebseinrichtung 1000 gemäß der
Ausführungsform der Fig. 5.
[0080] Fig. 10 zeigt eine schematische Schnittansicht einer Seilrolle 11. Beispielsweise
ist die dargestellte Seilrolle die erste Seilrolle 11. Die erste Seilrolle 11 weist
ein abgedichtetes Lager 90 auf. Das abgedichtete Lager 90 ist beispielsweise ein Wälzlager,
und ist derart abgedichtet, dass keine weitere Schmierung notwendig ist, und dass
keine Fremdkörper oder Verunreinigungen in das Innere des Lagers 90 eindringen können.
Ferner ist das Lager 90 der Seilrolle 11 derart abgedichtet, dass kein Öl oder Fett
aus dem Lager 90 austreten kann, und z. B. das Gewässer 15 verunreinigen kann. Insbesondere
ist das Lager 90 derart ausgebildet, dass es horizontal gelagert werden kann, ohne
das Öle und Fette aus dem Lager 90 austreten können.
[0081] Ferner weist die Seilrolle 11 eine Lauffläche 80 auf, welche aus einem reibungserhöhenden
und/oder lärmmindernden Material 120 ausgebildet ist. Das reibungserhöhende und/oder
lärmmindernde Material 120 kann beispielsweise Kunststoff oder Gummi sein. Beispielsweise
ist die Lauffläche aus PA6, PA66, PA6G, PE-LD, PE-HD, PE-UHMW und/oder aus verschiedenen
Gummimischungen ausgebildet.
[0082] Ferner weist die erste Seilrolle 11 Seitenscheiben 110 auf, welche an beiden Seiten
der ersten Seilrolle 21 vorgesehen sind, und welche ausgebildet sind, dass Seil 10
zu führen. Der Durchmesser 23 der Seilrolle 21 beträgt ca. 30 cm. Das Seil 10 weist
einen Durchmesser von etwa 10 mm auf.
[0083] Die Seitenscheiben 110 erstrecken von der Lauffläche 80 nach außen mit einer Distanz,
welche mindestens dem Seildurchmesser entspricht. Beispielsweise erstreckt sich eine
Seitenscheibe 110 von der Lauffläche 80 mit einer Distanz, welche dem doppelten oder
dem dreifachen des Seildurchmessers entspricht. Das Seil 10 weist beispielsweise einen
Durchmesser von 10 mm auf, und die Seitenscheiben erstrecken sich z. B. 20mm bis 30mm
von der Lauffläche 80 der Seilrolle 11 nach außen. Auf diese Weise kann das Seil 10
besonders sicher in der Seilrollen 11 geführt werden.
[0084] Ferner können die Seitenscheiben 110 mit einem Material 130 beschichtet sein, welches
zumindest teilweise Kunststoff oder Gummi aufweist. Auf diese Weise kann die Widerstandfähigkeit
der Seitenscheiben 110 und damit der Seilrolle 11 verbessert werden. Ferner wird durch
diese Ausbildung der Seitenschieben 110 die Geräuschentwicklung der gesamten Anlage
signifikant vermindert. Beispielsweise sind die Seitenscheiben 110 mit PA6, PA66,
PA6G, PE-LD, PE-HD, PE-UHMW und/oder mit verschiedenen Gummimischungen beschichtet.
Das Basismaterial der Seitenscheiben 110 kann beispielsweise eine Leichtmetalllegierung
sein.
[0085] Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der Wassersportzuganlage beschrieben:
Paragraph 1:
Wassersportzuganlage (1), insbesondere eine Umlaufwassersportzuganlage, mit:
mindestens einem Masten (2),
einem ersten Seil (10) und einem zweiten Seil (12), welche miteinander gekoppelt sind,
und
welche an dem Masten (2) umlenkbar sind und welche zum Ziehen einer Person über die
Wasseroberfläche ausgebildet sind,
einer Antriebseinrichtung (1000), welche an dem Masten (2) vorgesehen ist, und welche
einen ersten Direktantrieb (D1) aufweist, der mit einer ersten Seilrolle (11), in
welcher ein erster Abschnitt des ersten Seils (10) gelagert ist, verbunden ist, und
ausgebildet ist, die erste Seilrolle (11) zum Antreiben des ersten Seils (10) anzutreiben,
und welche einen zweiten Direktantrieb (D2) aufweist, der mit einer zweiten Seilrolle
(21), in welcher ein erster Abschnitt des zweiten Seils (12) oder ein zweiter Abschnitt
des ersten Seils (10) gelagert ist, verbunden ist, und ausgebildet ist, die zweite
Seilrolle (21) zum Antreiben des zweiten Seils (12) oder des ersten Seils (10) anzutreiben.
Paragraph 2:
Wassersportzuganlage (1) nach Paragraph 1, wobei eine Steuereinrichtung (47) vorgesehen
ist, welche ausgebildet ist, den ersten Direktantrieb (D1) und den zweiten Direktantrieb
(D2) unabhängig voneinander hinsichtlich Drehzahl und Drehmoment zu steuern.
Paragraph 3:
Wassersportzuganlage (1) nach Paragraph 1 oder 2, wobei zumindest der erste Direktantrieb
(D1) und/oder der zweite Direktantrieb (D2) jeweils einen Inkrementalgeber (45) aufweisen(t),
welcher ausgebildet ist, Winkeländerungen des ersten Direktantriebs (D1) und/oder
des zweiten Direktantrieb (D2) zu erfassen und auszugeben.
Paragraph 4:
Wassersportzuganlage (1) nach einem der Paragraphen 2 oder 3,
wobei eine Sensorvorrichtung (48) vorgesehen ist, welche ausgebildet ist, die Länge
des ersten Seils (10) und/oder die Länge des zweiten Seils (12) zu erfassen,
wobei die Steuereinrichtung (47) ausgebildet ist, unter Berücksichtigung der erfassten
Länge des ersten Seils (10) und/oder der erfassten Länge des zweiten Seils (12) den
ersten Direktantrieb (D1) und den zweiten Direktantrieb (D2) anzutreiben.
Paragraph 5:
Wassersportzuganlage (1) nach einem der vorhergehenden Paragraphen,
wobei der erste Direktantrieb (D1) und/oder der zweite Direktantrieb (D2) in einem
ersten Träger (30) gelagert sind, wobei der erste Träger (30) horizontal und/oder
vertikal drehbar bezüglich des Masten (2) gelagert ist.
Paragraph 6:
Wassersportzuganlage (1) nach einem der vorhergehenden Paragraphen,
wobei ein dritter Direktantrieb (D3) vorgesehen ist, der mit einer dritten Seilrolle
(13), in welcher ein weiterer Abschnitt des ersten Seil (10) oder ein weiterer Abschnitt
des zweiten Seil (12) gelagert ist, verbunden ist, und ausgebildet ist, die dritte
Seilrolle (D3) zum Antreiben des ersten Seils (10) oder des zweiten Seils (12) anzutreiben.
Paragraph 7:
Wassersportzuganlage (1) nach einem der vorhergehenden Paragraphen,
wobei ein vierter Direktantrieb (D4) vorgesehen ist, der mit einer vierten Seilrolle
(14), in welcher ein weiterer Abschnitt des ersten Seil (10) oder ein weiterer Abschnitt
des zweiten Seil (12) gelagert ist, verbunden ist, und ausgebildet ist, die vierte
Seilrolle (14) zum Antreiben des ersten Seils (10) oder des zweiten Seils (12) anzutreiben.
Paragraph 8:
Wassersportzuganlage (1) nach einem der Paragraphen 6 oder 7,
wobei der dritte Direktantrieb (D3) und/oder der vierte Direktantrieb (D4) in einem
zweiten Träger(32) gelagert sind, wobei der zweite Träger (32) horizontal und/oder
vertikal drehbar bezüglich des Masten (2) gelagert ist.
Paragraph 9:
Wassersportzuganlage (1) nach Paragraph 8,
wobei der ersten Träger (30) und der zweite Träger (32) übereinander an dem Masten
(2) gelagert sind.
Paragraph 10:
Wassersportzuganlage (1) nach einem der vorhergehenden Paragraphen,
wobei zumindest ein Direktantrieb (D1 - D4) ein Motorgehäuse (49) aufweist, wobei
das Motorgehäuse (49) in vertikaler Richtung über der Seilrolle angeordnet ist.
1. Wassersportzuganlage (1), insbesondere eine Umlaufwassersportzuganlage, mit:
mindestens einem Masten (2),
einem ersten Seil (10) und einem zweiten Seil (12), welche miteinander gekoppelt sind,
und welche an dem Masten (2) umlenkbar sind und welche zum Ziehen einer Person über
die Wasseroberfläche ausgebildet sind,
einer Antriebseinrichtung (1000), welche an dem Masten (2) vorgesehen ist, und
welche einen ersten Antrieb (A1) aufweist, der mit einer ersten Seilrolle (11), in
welcher ein erster Abschnitt des ersten Seils (10) gelagert ist, verbunden ist, und
ausgebildet ist, die erste Seilrolle (11) zum Antreiben des ersten Seils (10) anzutreiben,
und welche einen zweiten Antrieb (A2) aufweist, der mit einer zweiten Seilrolle (21),
in welcher ein erster Abschnitt des zweiten Seils (12) oder ein zweiter Abschnitt
des ersten Seils (10) gelagert ist, verbunden ist, und ausgebildet ist, die zweite
Seilrolle (21) zum Antreiben des zweiten Seils (12) oder des ersten Seils (10) anzutreiben.
2. Wassersportzuganlage (1) nach Anspruch 1, wobei der erste Antrieb (A1) und/oder der
zweite Antrieb (A2) eine Übersetzung aufweist, insbesondere eine Getriebeübersetzung.
3. Wassersportzuganlage (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der erste Antrieb (A1) ein
erster Direktantrieb D1 und der zweite Antrieb A2 ein zweiter Direktantrieb D2 ist.
4. Wassersportzuganlage (1) nach Anspruch 3,
wobei eine Steuereinrichtung (47) vorgesehen ist, welche ausgebildet ist, den ersten
Direktantrieb (D1) und den zweiten Direktantrieb (D2) unabhängig voneinander hinsichtlich
Drehzahl und Drehmoment zu steuern.
5. Wassersportzuganlage (1) nach Anspruch 3 oder 4,
wobei zumindest der erste Direktantrieb (D1) und/oder der zweite Direktantrieb (D2)
jeweils einen Inkrementalgeber (45) aufweisen(t), welcher ausgebildet ist, Winkeländerungen
des ersten Direktantriebs (D1) und/oder des zweiten Direktantrieb (D2) zu erfassen
und auszugeben.
6. Wassersportzuganlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüchen 3 bis 5,
wobei eine Sensorvorrichtung (48) vorgesehen ist, welche ausgebildet ist, die Länge
des ersten Seils (10) und/oder die Länge des zweiten Seils (12) zu erfassen,
wobei die Steuereinrichtung (47) ausgebildet ist, unter Berücksichtigung der erfassten
Länge des ersten Seils (10) und/oder der erfassten Länge des zweiten Seils (12) den
ersten Direktantrieb (D1) und den zweiten Direktantrieb (D2) anzutreiben.
7. Wassersportzuganlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüchen 3 bis 6,
wobei der erste Direktantrieb (D1) und/oder der zweite Direktantrieb (D2) in einem
ersten Träger (30) gelagert sind, wobei der erste Träger (30) horizontal und/oder
vertikal drehbar bezüglich des Masten (2) gelagert ist.
8. Wassersportzuganlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüchen 3 bis 7,
wobei ein dritter Direktantrieb (D3) vorgesehen ist, der mit einer dritten Seilrolle
(13), in welcher ein weiterer Abschnitt des ersten Seil (10) oder ein weiterer Abschnitt
des zweiten Seil (12) gelagert ist, verbunden ist, und ausgebildet ist, die dritte
Seilrolle (D3) zum Antreiben des ersten Seils (10) oder des zweiten Seils (12) anzutreiben.
9. Wassersportzuganlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüchen 3 bis 8,
wobei ein vierter Direktantrieb (D4) vorgesehen ist, der mit einer vierten Seilrolle
(14), in welcher ein weiterer Abschnitt des ersten Seil (10) oder ein weiterer Abschnitt
des zweiten Seil (12) gelagert ist, verbunden ist, und ausgebildet ist, die vierte
Seilrolle (14) zum Antreiben des ersten Seils (10) oder des zweiten Seils (12) anzutreiben.
10. Wassersportzuganlage (1) nach einem Ansprüche 8 oder 9,
wobei der dritte Direktantrieb (D3) und/oder der vierte Direktantrieb (D4) in einem
zweiten Träger(32) gelagert sind, wobei der zweite Träger (32) horizontal und/oder
vertikal drehbar bezüglich des Masten (2) gelagert ist.
11. Wassersportzuganlage (1) nach Anspruch 10,
wobei der ersten Träger (30) und der zweite Träger (32) übereinander an dem Masten
(2) gelagert sind.
12. Wassersportzuganlage (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüchen 3 bis 11,
wobei zumindest ein Direktantrieb (D1 - D4) ein Motorgehäuse (49) aufweist, wobei
das Motorgehäuse (49) in vertikaler Richtung über der Seilrolle angeordnet ist.