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EP 3 333 292 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.01.2019 Patentblatt 2019/05 |
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Anmeldetag: 12.12.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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VERFAHREN UND HILFSANORDNUNG ZUM EINSTELLEN EINER KETTENWIRKMASCHINE
METHOD AND AUXILIARY DEVICE FOR THE ADJUSTMENT OF A WARP KNITTING MACHINE
PROCÉDÉ ET SYSTÈME AUXILIAIRE DESTINÉS AU RÉGLAGE D'UN MÉTIER À TRICOTER À CHAÎNE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.06.2018 Patentblatt 2018/24 |
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Patentinhaber: Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH |
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63179 Obertshausen (DE) |
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Erfinder: |
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- KRAKOW, Oliver
63067 Offenbach (DE)
- KNAUP, Peter
64673 Zwingenberg (DE)
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Vertreter: Keil & Schaafhausen
Patent- und Rechtsanwälte PartGmbB |
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Friedrichstraße 2-6 60323 Frankfurt am Main 60323 Frankfurt am Main (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 650 416
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US-A- 5 912 816
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einstellen einer Kettenwirkmaschine, bei
dem man einen Wirkwerkzeugbereich betrachtet und wobei man zum Betrachten des Wirkwerkzeugbereichs
eine Kamera verwendet und den Wirkwerkzeugbereich auf einem Display darstellt.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung eine Hilfsanordnung zum Einstellen einer Kettenwirkmaschine
mit einer Hilfseinrichtung zum Betrachten des Wirkwerkzeugbereichs, wobei die Hilfseinrichtung
eine Kamera aufweist, mit der ein Wirkwerkzeugbereich aufnehmbar ist, und ein Display
vorgesehen ist, auf dem der Wirkwerkzeugbereich darstellbar ist. Ein derartiges Verfahren
und eine derartige Hilfsanordnung sind aus
US 5 912 816 A bekannt. Hier wird eine Kamera verwendet, die vor dem Wirkwerkzeugbereich mit Hilfe
eines Linearantriebs hin- und hergefahren werden kann.
[0003] Im Betrieb einer Kettenwirkmaschine arbeiten Wirkwerkzeuge zusammen, um Maschen zu
bilden. Beispielsweise müssen Legenadeln oder andere Fadenführer relativ zu Wirknadeln,
die auch als Arbeitsnadeln bezeichnet werden, bewegt werden, um Maschen bilden zu
können. Die Wirknadeln sind dabei an einer Wirknadelbarre angeordnet. Die Legenadeln
sind an einer oder auch mehreren Legebarren angeordnet. In Abhängigkeit von der sogenannten
Feinheit der Maschine, d.h. von der Anzahl der Wirknadeln pro Zoll Breite, haben die
Wirknadeln einen relativ kleinen Abstand zueinander. Durch diesen Abstand, der auch
als "Nadelgasse" bezeichnet wird, müssen die Fadenführer kollisionsfrei zu den Wirknadeln
hindurchgeführt werden. Man ist daher bestrebt, in der Null- oder Neutralstellung
der Maschine jeden Fadenführer möglichst mittig zwischen zwei Wirknadeln zu positionieren
und die Barren entsprechend zu justieren. Weiterhin besteht die Möglichkeit, eine
sogenannte "Rasterfahrt" im Stand der Maschine vorzunehmen. Hierbei ist eine Verstellung
der Fadenführer um eine Wirknadel der Nadelbarre möglich.
[0004] Um die entsprechende Einstellung vorzunehmen, verwendet der Werker eine Lupe, durch
die er hindurch den Wirkwerkzeugbereich betrachtet. In Abhängigkeit von der wahrgenommenen
Position der Wirkwerkzeuge relativ zueinander betätigt er verschiedene Schalter oder
Taster an einem Bedienpult, um Einstellsignale zu erzeugen. Das Bedienpult ist über
ein Kabel mit der Steuerung der Kettenwirkmaschine verbunden, die in Abhängigkeit
von den Einstellsignalen die Position einer Barre verändert.
[0005] Aus
CN 104 131 410 B ist es bekannt, ein Bedienpult zu verwenden, das leitungslos mit der Steuerung der
Kettenwirkmaschine verbunden ist.
[0006] Die Verwendung der Lupe und des Bedienpults gleichzeitig setzt eine gewisse Geschicklichkeit
des Werkers voraus. Vielfach muss man auf dem Bedienpult auch noch mehrere Bedienelemente
gleichzeitig betätigen, beispielsweise einen Schlüsselschalter in eine bestimmte Position
drehen und dort festhalten und gleichzeitig bestimmte Taster bewegen.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Einstellung einer Kettenwirkmaschine
einfach zu gestalten.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass man Einstellsignale erzeugt, die eine Bewegung von einzelnen Barren bewirken,
wobei man ein Display verwendet, dem Betätigungsorgane zum Erzeugen der Einstellsignale
zugeordnet sind.
[0009] Die Kamera und das Display erlauben dann das Betrachten des Wirkwerkzeugbereichs.
Der Werker kann auf dem Display die Bewegung der einzelnen Barren und der damit verbundenen
Wirkwerkzeuge überwachen, die er durch die Erzeugung der Einstellsignale bewirkt.
Der Werker muss also nur noch das Display bzw. ein das Display tragendes Gerät handhaben,
um die gewünschten Einstellsignale zu erzeugen. Damit kann er auf einfache Weise unmittelbar
erkennen, welche Wirkung seine Einstellsignale haben.
[0010] Vorzugsweise verwendet man eine Kamera mit einer Vergrößerungsfunktion. Man kann
dann die Wirkwerkzeuge größer auf dem Display darstellen, so dass der Werker auf einfache
Weise erkennen kann, wie die Wirkwerkzeuge relativ zueinander positioniert sind. Eine
Lupe ist nicht mehr erforderlich.
[0011] Hierbei ist bevorzugt, dass man ein berührungsempfindliches Display verwendet und
als Betätigungsorgane vorbestimmte Flächen des Displays verwendet. Das Display ist
also als "Touch Screen" ausgebildet. Man kann beispielsweise durch ein Antippen am
rechten Rand des Displays eine Bewegung einer bestimmten Barre nach rechts bewirken
und durch ein Antippen des linken Rands des Bildschirms eine Bewegung der entsprechenden
Barre nach links bewirken.
[0012] Vorzugsweise zeigt man die vorbestimmten Flächen auf dem Display an. Die vorbestimmten
Flächen können beispielsweise mit "links" und "rechts" beschriftet sein, so dass die
Arbeit des Werkers erleichtert wird.
[0013] Vorzugsweise verwendet man eine Kommunikationseinrichtung mit Kamera, insbesondere
ein Mobiltelefon oder einen tragbaren Computer, z.B. ein Tablet. In den meisten Mobiltelefonen
sind ohnehin Kameras eingebaut. Auch viele tragbare Computer, insbesondere sogenannte
Tablet-Computer, haben eine eingebaute Kamera. In beiden Kommunikationseinrichtungen
kann man darüber hinaus Anwendungsprogramme, sogenannte "Apps" ablaufen lassen. Die
erfindungsgemäße Einstellung der Kettenwirkmaschine wird durch ein derartiges Anwendungsprogramm
unterstützt. Das Anwendungsprogramm gibt dann bei Betätigung der Betätigungsorgane
entsprechende Steuerbefehle als Einstellsignale an die Kettenwirkmaschine weiter.
[0014] Hierbei ist bevorzugt, dass man die Kommunikationseinrichtung leitungslos mit einer
Steuerung der Kettenwirkmaschine verbindet. Eine derartige Verbindung kann beispielsweise
über ein WLAN erfolgen. Hierzu ist lediglich Voraussetzung, dass die Kommunikationseinrichtung
und die Kettenwirkmaschine, genauer gesagt die Steuerung der Kettenwirkmaschine, mit
entsprechenden Schnittstellen versehen sind.
[0015] Alternativ kann man auch eine leitungsgebundene Verbindung verwenden. Man kann beispielsweise
eine festmontierte und fest verdrahtete Kamera verwenden, die ihr Bild an das Display
sendet. Von hier aus kann dann die Barre justiert werden. Selbstverständlich ist es
auch möglich, eine festmontierte Kamera zu verwenden, die die entsprechende Bildinformation
leitungslos an das Display überträgt.
[0016] Vorzugsweise ist das Display Teil einer Displayanordnung und ein Teil der Displayanordnung
ist an der Kettenwirkmaschine angeordnet. Die Displayanordnung kann durchaus mehrere
Displays aufweisen. Hierbei kann beispielsweise ein Display an der Kommunikationseinrichtung
angeordnet sein, während ein anderes Display an der Kettenwirkmaschine angeordnet
ist. Man kann dabei das Display an der Kettenwirkmaschine verwenden, das ohnehin für
die Steuerung der Kettenwirkmaschine vorgesehen ist. Der Werker kann sich dann aussuchen,
an welcher Position er den Wirkwerkzeugbereich auf einem Display betrachtet.
[0017] Hierbei ist bevorzugt, dass man die Kommuhikationseinrichtung mit einer Fernwartungseinrichtung
verbindet. Durch die Fernwartung ist es möglich, die Einstellungen mittels einer Fernwartungseinrichtung
oder Teleservice von einem räumlich entfernten Punkt durchführen zu lassen, beispielsweise
vom Hersteller der Kettenwirkmaschine.
[0018] Die Aufgabe wird durch eine Hilfsanordnung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass Betätigungsorgane zum Erzeugen von Einstellsignalen vorgesehen sind und dem Display
Betätigungsorgane zum Erzeugen der Einstellsignale zugeordnet sind, wobei die Hilfseinrichtung
ein Anwendungsprogramm zum Bewirken der Einstellung aufweist.
[0019] Über das Display kann der Werker dann den Wirkwerkzeugbereich darstellen und kontrollieren,
ob die Einstellsignale die gewünschte Wirkung gehabt haben oder nicht. Man kann die
Kamera auch an verschiedene Positionen der Kettenwirkmaschine bringen und beispielsweise
von vorne oder von hinten auf den Wirkwerkzeugbereich schauen, um die Einstellung
vorzunehmen.
[0020] Hierbei ist bevorzugt, dass die Kamera eine Vergrößerungsfunktion aufweist. Man kann
den Wirkwerkzeugbereich dann vergrößert auf dem Display darstellen, was die Einstellung
erleichtert.
[0021] Hierbei ist bevorzugt, dass das Display als berührungsempfindliches Display ausgebildet
ist und die Betätigungsorgane durch vorbestimmte Bereiche des Displays gebildet sind.
Durch Berühren des Displays, genauer gesagt Berühren der vorbestimmten Bereiche des
Displays, kann man dann die Einstellsignale erzeugen.
[0022] Bevorzugterweise ist die Kamera an einer Kommunikationseinrichtung, insbesondere
einem mobilen Telefon oder einem tragbaren Computer, z.B. einem Tablet-Computer, angeordnet.
Der Werker muss dann lediglich die Kommunikationseinrichtung an die Maschine halten
und so positionieren, dass die Kamera den Wirkwerkzeugbereich aufnehmen kann. Man
kann dann beispielsweise mit der Kommunikationseinrichtung auch die notwendigen Einstellsignale
erzeugen.
[0023] Auch ist von Vorteil, wenn die Hilfseinrichtung leitungslos mit einer Steuerung der
Kettenwirkmaschine verbunden ist. Eine derartige leitungslose Verbindung kann beispielsweise
durch eine WLAN-Verbindung eingerichtet werden. Hierzu ist lediglich erforderlich,
dass die Kettenwirkmaschine und die Hilfseinrichtung jeweils mit entsprechenden Schnittstellen
versehen sind. In einem derartigen Fall kann man beispielsweise auch vorsehen, dass
der Wirkwerkzeugbereich an einem Display an der Kettenwirkmaschine angezeigt wird.
Ein derartiges Display ist vielfach bereits als Bestandteil der Steuerung der Kettenwirkmaschine
vorhanden. Auch die Betätigungsorgane zum Erzeugen der Einstellsignale können hier
vorgesehen sein.
[0024] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in
Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigt die:
- Fig. 1
- eine stark schematisierte Darstellung einer Kettenwirkmaschine mit einer Hilfsanordnung
zu ihrer Einstellung.
[0025] Eine Kettenwirkmaschine 1 weist eine Legebarre 2 auf, an der eine Vielzahl von Legenadeln
3 angeordnet sind. Anstelle der Legenadeln 3 können auch andere Fadenführer vorgesehen
sein.
[0026] Ferner weist die Kettenwirkmaschine eine Wirknadelbarre 4 auf, an der nebeneinander
eine Reihe von Wirknadeln 5 angeordnet sind. Im Betrieb der Kettenwirkmaschine 1 arbeiten
die Legenadeln 3 und die Wirknadeln 5 zusammen, um Maschen zu bilden. Hierbei werden
beispielsweise die Legenadeln 3 um die Wirknadeln 5 herum geführt.
[0027] Die Legenadeln 3 haben einen relativ geringen Abstand zueinander. Bei einer Feinheit
von E 20 sind bei beispielsweise 20 Legenadeln 3 pro Zoll vorgesehen. Dementsprechend
haben die Legenadeln einen Abstand in der Größenordnung von etwa 1mm. Gleiches gilt
für den Abstand der Wirknadeln 5 relativ zueinander. Um ein kollisionsfreies Zusammenwirken
der Legenadeln 3 und der Wirknadeln 5 zu ermöglichen, möchte man die Legenadeln 3
möglichst mittig zu den Wirknadeln 5 anordnen. Die Darstellung der Kettenwirkmaschine
ist hier stark vereinfacht. In Wirklichkeit sind noch mehr Wirkwerkzeuge vorgesehen,
beispielsweise Poolplatinen, Abschlagkammplatinen und dergleichen. Auf eine Darstellung
dieser Wirkwerkzeuge wurde aus Gründen der Übersicht verzichtet. Diese Wirkwerkzeuge
müssen in gleicher Weise relativ zu den anderen Wirkwerkzeugen eingestellt werden.
[0028] Die Kettenwirkmaschine 1 weist eine Maschinensteuerung 6 auf, die ein Display 7 aufweist.
Ferner ist die Maschinensteuerung 6 mit einer Antenne 8 oder einer anderen Empfangseinrichtung
für ein WLAN, also ein leitungsloses Netzwerk, versehen.
[0029] Um die gewünschte Einstellung vorzunehmen, muss ein Werker den Wirkwerkzeugbereich
betrachten und in Abhängigkeit von der Position der Legenadeln 3 und der Wirknadeln
5 relativ zueinander Einstellsignale erzeugen, mit deren Hilfe die Maschinensteuerung
6 die Positionen der Legebarre 2 und der Wirknadelbarre 4 relativ zueinander verstellt.
In den meisten Fällen reicht es hierbei aus, eine der beiden Barren 2, 4 parallel
zu ihrer Längsrichtung zu verstellen. Die Einstellsignale können beispielsweise Impulse
sein, wobei die Maschinensteuerung 6 bei jedem Impuls die jeweils angesprochene oder
angesteuerte Barre 2, 4 um den Bruchteil eines Millimeters, beispielsweise 0,05 mm
oder 0,1 mm, verschiebt. Der Werker kann dann optisch überwachen, ob mit der vorgenommenen
Einstellung die relative Positionierung von Legenadeln 3 und Wirknadeln 5 zueinander
erfolgreich ist oder ob weitere Korrekturen vorgenommen werden müssen.
[0030] Bislang wurde diese Betrachtung durch eine Lupe hindurch vorgenommen, so dass der
Wirkwerkzeugbereich in einem größeren Maßstab betrachtet werden konnte. Eine derartige
Handhabung ist aber relativ umständlich.
[0031] Vor der Wirkmaschine 1 ist vergrößert eine Hilfseinrichtung 9 zum Betrachten des
Wirkwerkzeugbereichs dargestellt. Die Hilfseinrichtung bildet einen Teil einer Hilfsanordnung
zum Einstellen der Kettenwirkmaschine 1 oder sie bildet sogar vollständig die Hilfsanordnung.
Dies wird weiter unten erläutert werden.
[0032] Die Hilfseinrichtung 9 weist eine Kamera 10 und ein Display 11 auf. Die Kamera 10
weist eine Vergrößerungsfunktion auf, d.h. der Wirkwerkzeugbereich kann auf dem Display
11 in einer Vergrößerung dargestellt werden, so dass man die Legenadelbarre 2 mit
den Legenadeln 3 und die Wirknadelbarre 4 mit den Wirknadeln 5 besser erkennen kann.
Vorzugsweise ist die Vergrößerung einstellbar, so dass der Werker den Wirknadelbereich,
also die Wirkwerkzeuge 3, 5, so groß darstellen kann, wie dies notwendig ist.
[0033] Die Hilfseinrichtung kann beispielsweise als mobile Kommunikationseinrichtung ausgebildet
sein, beispielsweise als mobiles Telefon, wie ein sogenanntes "Smartphone" oder als
tragbarer Computer, wie einen Tablet-Computer, Notebook, etc.
[0034] Das Display 11 ist als berührungsempfindliches Display ausgebildet. Das Display 11
weist bestimmte Bereiche auf, die als Betätigungsorgane ausgebildet sind. Diese Bereiche
12, 13 können auf dem Display 11 angezeigt werden. Die Bereiche 12, 13 können auch
mit einer Information angezeigt werden, die auf ihre Wirkung hindeutet. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist der Bereich 12 mit einem "L" versehen und der Bereich 13 mit
einem "R". Wenn man also auf den Bereich 12 tippt, wird die Legebarre 2 nach links
verfahren und wenn man auf den Bereich 13 tippt, wird die Legebarre 2 nach rechts
verfahren.
[0035] In nicht näher dargestellter Weise kann zuvor auf dem Display eine Liste der zur
Verfügung stehenden Barren angezeigt werden und man kann mit Hilfe von bestimmten
Bereichen des berührungsempfindlichen Displays 11 die entsprechende Barre auswählen.
[0036] Die entsprechenden Einstellsignale werden an die Antenne 8 der Maschinensteuerung
6 übertragen, so dass die Maschinensteuerung 6 die gewünschte Bewegung der Legebarre
2 oder der Wirknadelbarre 4 bewirken kann.
[0037] Man kann auch vorsehen, dass das Bild, das auf dem Display 11 der Hilfseinrichtung
angezeigt wird, auch oder nur auf dem Display 7 der Maschinensteuerung 6 angezeigt
wird. Wenn dieses Display 7 ebenfalls als berührungsempfindliches Display ausgebildet
ist, dann kann man nach einer entsprechenden Positionierung der Hilfseinrichtung so,
dass die Kamera 10 den Wirkwerkzeugbereich mit den Wirkwerkzeugen 3, 5 aufnimmt, die
Einstellung auch an der Maschinensteuerung 6 direkt vornehmen.
[0038] Man kann auch vorsehen, dass die entsprechenden Informationen, also das Abbild des
Wirkwerkzeugbereichs mit den Wirkwerkzeugen 3, 5, an eine entfernte Einrichtung übertragen
wird, beispielsweise einen Teleservice des Herstellers der Kettenwirkmaschine. Durch
eine Rückübertragung der entsprechenden Einstellsignale kann man dann die Einstellung
auch über eine größere Entfernung hinweg durchführen.
[0039] Für die Einstellung ist es lediglich erforderlich, dass man durch entsprechende Maßnahmen
die Hilfseinrichtung 9 der jeweiligen Kettenwirkmaschine 1 zuordnet. Dies lässt sich
beispielsweise über eine IP-Adresse erreichen. Auch ist es erforderlich, dass man
die Hilfseinrichtung, wie oben erwähnt, einer bestimmten Barre zuordnet, die in einer
bestimmten Situation verstellt werden soll. Dies ist aber auch ohne weiteres möglich.
[0040] Um die Einstellung zu bewirken, lässt man eine sogenannte "App" auf der Hilfseinrichtung
9 ablaufen. Eine derartige App, also ein Anwendungsprogramm, kann vom Hersteller der
Kettenwirkmaschine bereitgestellt werden.
1. Verfahren zum Einstellen einer Kettenwirkmaschine (1), bei dem man einen Wirkwerkzeugbereich
(3, 5) betrachtet und wobei man zum Betrachten des Wirkwerkzeugbereichs (3, 5) eine
Kamera (10) verwendet und den Wirkwerkzeugbereich (3, 5) auf einem Display (11) darstellt,
dadurch gekennzeichnet, dass man Einstellsignale erzeugt, die eine Bewegung von einzelnen Barren und der damit
verbundenen Wirkwerkzeuge bewirken, wobei dem Display (11) Betätigungsorgane zum Erzeugen
der Einstellsignale zugeordnet sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Kamera (10) mit einer Vergrößerungsfunktion verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man ein berührungsempfindliches Display (11) verwendet und als Betätigungsorgane
vorbestimmte Flächen (12, 13) des Displays (11) verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die vorbestimmten Flächen (12, 13) auf dem Display (11) anzeigt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Kommunikationseinrichtung mit Kamera (10), insbesondere ein Mobiltelefon
oder einen tragbaren Computer, verwendet.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kommunikationseinrichtung leitungslos mit einer Steuerung (6) der Kettenwirkmaschine
(1) verbindet.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kommunikationseinrichtung leitungsgebunden mit der Steuerung (6) der Kettenwirkmaschine
(1) verbindet.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Display (11) Teil einer Displayanordnung (7, 11) ist und ein Teil (7) der Displayanordnung
(7, 11) an der Kettenwirkmaschine (1) angeordnet ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kommunikationseinrichtung mit einer Fernwartungseinrichtung verbindet.
10. Hilfsanordnung zum Einstellen einer Kettenwirkmaschine (1) mit einer Hilfseinrichtung
(9) zum Betrachten eines Wirkwerkzeugbereichs (3, 5), wobei die Hilfseinrichtung eine
Kamera (10) aufweist, mit der ein Wirkwerkzeugbereich (3, 5) aufnehmbar ist, und ein
Display (11) vorgesehen ist, auf dem der Wirkwerkzeugbereich (3, 5) darstellbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass dem Display (11) Betätigungsorgane zum Erzeugen von Einstellsignalen, die eine Bewegung
von einzelnen Barren und der damit verbunden Wirkwerkzeuge bewirken, zugeordnet sind,
wobei die Hilfseinrichtung (9) ein Anwendungsprogramm zum Bewirken der Einstellung
aufweist.
11. Hilfsanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (10) eine Vergrößerungsfunktion aufweist.
12. Hilfsanordnung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Display (11) als berührungsempfindliches Display ausgebildet ist und die Betätigungsorgane
durch vorbestimmte Bereiche (12, 13) des Displays (11) gebildet sind.
13. Hilfsanordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera (10) an einer Kommunikationseinrichtung, insbesondere einem mobilen Telefon
oder einem tragbaren Computer, angeordnet ist.
14. Hilfsanordnung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfseinrichtung (9) leitungslos mit einer Steuerung der Kettenwirkmaschine verbunden
ist.
1. Method for adjusting a warp knitting machine (1), in which a knitting tool area (3,
5) is monitored and wherein to monitor the knitting tool area (3, 5) a camera (10)
is used and the knitting tool area (3, 5) is displayed on a display (11) characterized in that adjustment signals are generated causing a movement of individual bars and the knitting
tools connected thereto wherein activation elements for generating the adjustment
signals are assigned to the display (11).
2. Method according to Claim 1, characterized in that a camera (10) with a zoom function is used.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that a touch-sensitive display (11) is used and designated areas (12, 13) of the display
(11) are used as the activation elements.
4. Method according to Claim 3, characterized in that the designated areas (12, 13) are indicated on the display (11).
5. Method according to Claims 1 to 4, characterized in that a communication device with camera (10), in particular a mobile phone or a portable
computer, is used.
6. Method according to Claim 5, characterized in that the communication device is wirelessly connected to a controller (6) of the warp
knitting machine (1).
7. Method according to Claim 5, characterized in that the communication device is connected to the controller (6) of the warp knitting
machine (1) by means of cables.
8. Method according to Claim 6 or 7, characterized in that the display (11) is part of a display arrangement (7, 11) and a part (7) of the display
arrangement (7, 11) is arranged on the warp knitting machine (1).
9. Method according to any of Claims 5 to 8, characterized in that the communication device is connected to a remote maintenance device.
10. Auxiliary arrangement for adjusting a warp knitting machine (1) having an auxiliary
device (9) for monitoring a knitting tool area (3, 5), wherein the auxiliary device
comprises a camera (10), with which a knitting tool area (3, 5) can be recorded, and
a display (11) is provided on which the knitting tool area (3, 5) can be displayed,
characterized in that activation elements for generating adjustment signals causing movement of individual
bars and the knitting tools connected thereto are assigned to the display (11), wherein
the auxiliary device (9) comprises an application program for causing the adjustment.
11. Auxiliary arrangement according to Claim 10, characterized in that the camera (10) comprises a zoom function.
12. Auxiliary arrangement according to Claim 10 or 11, characterized in that the display (11) is designed as a touch-sensitive display and the activation elements
are formed by designated areas (12, 13) of the display (11).
13. Auxiliary arrangement according to any of Claims 10 to 12, characterized in that the camera (10) is arranged on a communication device, in particular a mobile phone
or a portable computer.
14. Auxiliary arrangement according to any of Claims 10 to 13, characterized in that the auxiliary device (9) is wirelessly connected to a controller of the warp knitting
machine.
1. Procédé de réglage d'un métier à tricoter à chaîne (1), dans lequel on observe une
zone d'outil de tricotage (3, 5) et dans lequel on utilise une caméra (10) pour observer
la zone d'outil de tricotage (3, 5) et on représente la zone d'outil de tricotage
(3, 5) sur un écran (11), caractérisé en ce que l'on génère des signaux de réglage, qui entraînent un déplacement de barres individuelles
et des outils de tricotage qui y sont reliés, dans lequel des organes d'actionnement
sont associés à l'écran (11) pour générer les signaux de réglage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise une caméra (10) avec une fonction de grossissement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on utilise un écran (11) tactile et on utilise des surfaces prédéterminées (12,
13) de l'écran (11) en tant qu'organes d'actionnement.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'on affiche les surfaces prédéterminées (12, 13) sur l'écran (11).
5. Procédé selon la revendication 1 à 4, caractérisé en ce que l'on utilise un dispositif de communication avec caméra (10), en particulier un téléphone
mobile ou un ordinateur portable.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'on relie le dispositif de communication sans fil à un dispositif de commande (6)
du métier à tricoter à chaîne (1).
7. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'on relie le dispositif de communication de manière filaire au dispositif de commande
(6) du métier à tricoter à chaîne (1).
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que l'écran (11) fait partie d'un agencement d'écran (7, 11) et une partie (7) de l'agencement
d'écran (7, 11) est agencée au niveau du métier à tricoter à chaîne (1).
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que l'on relie le dispositif de communication à un dispositif de télémaintenance.
10. Système auxiliaire destiné au réglage d'un métier à tricoter à chaîne (1) avec un
dispositif auxiliaire (9) pour observer une zone d'outil de tricotage (3, 5), dans
lequel le dispositif auxiliaire présente une caméra (10), avec laquelle une zone d'outil
de tricotage (3, 5) peut être enregistrée, et un écran (11) est prévu, sur lequel
la zone d'outil de tricotage (3, 5) peut être représentée, caractérisé en ce que des organes d'actionnement sont associés à l'écran (11) pour générer des signaux
de réglage, qui entraînent un déplacement de barres individuelles et des outils de
tricotage qui y sont reliés, dans lequel le dispositif auxiliaire (9) présente un
programme d'application pour entraîner le réglage.
11. Système auxiliaire selon la revendication 10, caractérisé en ce que la caméra (10) présente une fonction de grossissement.
12. Système auxiliaire selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que l'écran (11) est réalisé en tant qu'écran tactile et les organes d'actionnement sont
formés par des zones prédéterminées (12, 13) de l'écran (11).
13. Système auxiliaire selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que la caméra (10) est agencée au niveau d'un dispositif de communication, en particulier
d'un téléphone mobile ou d'un ordinateur portable.
14. Système auxiliaire selon l'une quelconque des revendications 10 à 13, caractérisé en ce que le dispositif auxiliaire (9) est relié sans fil à un dispositif de commande du métier
à tricoter à chaîne.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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