| (19) |
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(11) |
EP 3 334 879 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.10.2020 Patentblatt 2020/42 |
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Anmeldetag: 26.07.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2016/100337 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/025082 (16.02.2017 Gazette 2017/07) |
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ELEKTROSCHLOSS MIT BETÄTIGUNGSEINRICHTUNG FÜR EIN KRAFTFAHRZEUGSCHLOSS
ELECTRIC LOCK COMPRISING ACTUATING DEVICE FOR A MOTOR VEHICLE LOCK
SERRURE ÉLECTRIQUE AVEC MOYEN DE COMMANDE D'UNE SERRURE DE VÉHICULES AUTOMOBILES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
13.08.2015 DE 102015113359
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.06.2018 Patentblatt 2018/25 |
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Patentinhaber: Kiekert AG |
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42579 Heiligenhaus (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHIFFER, Holger
40668 Meerbusch (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 074 681 WO-A1-2016/078639 DE-A1-102006 051 884
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EP-A2- 2 826 938 DE-A1- 19 710 531 DE-A1-102011 007 778
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Schloss für eine Tür oder Klappe eines Kraftfahrzeugs
mit einer Betätigungseinrichtung.
[0002] Ein solches Schloss weist ein Gesperre, das grundsätzlich eine Drehfalle und eine
Sperrklinke für ein Verrasten der Drehfalle in einer Rastposition umfasst, auf sowie
optional einen Blockadehebel für ein Blockieren der Sperrklinke in ihrer Rastposition.
Ein solches Schloss ist aus der
DE 10 2009 026 921 A1 bekannt.
[0003] Die Betätigungseinrichtung dient dem Öffnen der Tür oder Klappe und ermöglicht daher
ein Entrasten des Gesperres. Durch Betätigen der Betätigungseinrichtung wird die Sperrklinke
aus ihrer Rastposition sowie gegebenenfalls der Blockadehebel aus seiner blockierenden
Position heraus bewegt und das Gesperre schließlich geöffnet. Im Anschluss daran kann
die Tür oder Klappe geöffnet werden.
[0004] Die Betätigungseinrichtung verfügt üblicherweise über einen Auslösehebel, der betätigt
wird, um das Gesperre zu öffnen beziehungsweise zu entrasten. Ein solcher Auslösehebel
ist typischerweise mit einem Griff der Tür oder Klappe verbunden. Dabei kann es sich
um einen Außengriff oder einen Innengriff der entsprechenden Tür oder Klappe handeln.
Wird ein solcher Griff betätigt, so wird der Auslösehebel betätigt beziehungsweise
verschwenkt, um das Gesperre zu entrasten und damit das Schloss zu öffnen.
[0005] Bei elektrisch betätigten Schlössern liegt keine mechanische Verbindung zwischen
dem Türgriff, zum Beispiel Türaußengriff, und dem Gesperre vor. Das Gesperre wird
mittels eines elektrischen Antriebs geöffnet. Ein zugehöriger Türgriff kann beispielsweise
einen elektrischen Schalter aufweisen, der das Signal für den Antrieb des Elektromotors
bereitstellt. Bevorzugt werden Schneckenradgetriebe, bestehend aus Motor, Schnecke
und Zahnrad, eingesetzt, da hierdurch ein großes Übersetzungsverhältnis realisiert
werden kann, so dass einerseits eine sehr genaue Ansteuerung des Öffnungsmechanismus
erfolgen kann und gleichzeitig hohe Auslösekräfte zur Verfügung stehen.
[0006] DE 197 10 531 A1 bildet die Basis für den Oberbegriff des Anspruchs 1 und beschreibt ein Kraftfahrzeug-Türschloss
mit einer Schlossfalle 1 und einer die Schlossfalle 1 in Schließstellung haltenden
Sperrklinke 5 und mit einem in beiden Drehrichtungen laufenden elektromotorischen
Antrieb 7 zum Ausheben der Sperrklinke 5 mit einem nachgeschalteten Untersetzungsgetriebe
8 und einer elektronischen Steuerung. Bei diesem Türschloss arbeitet der elektromotorische
Antrieb 7 im Normalbetrieb nur in einer Drehrichtung, der Normaldrehrichtung, und
wirkt mit geringem Untersetzungsverhältnis auf die Sperrklinke 5. Der elektromotorische
Antrieb 7 arbeitet im Notfallbetrieb in der entgegengesetzten Drehrichtung, der Notfalldrehrichtung,
und wirkt mit deutlich größerem Untersetzungsverhältnis auf die Sperrklinke 5. Das
Untersetzungsgetriebe 8 ist zweistufig mit zwei Getriebestufen 11, 12 aufgebaut. Gemäß
einer ersten Alternative wird im Notfallbetrieb die zweite Getriebestufe 12 zugeschaltet,
ist im Normalbetrieb jedoch abgeschaltet. Gemäß einer zweiten Alternative tritt im
Notfallbetrieb die zweite Getriebestufe 12 anstelle der ersten Getriebestufe 11 in
Wirkung. Die Sperrklinke 5 ist mit einem ersten Betätigungshebel 9 für den Normalbetrieb
und mit einem zweiten Betätigungshebel 16 für den Notfallbetrieb gekuppelt. Beide
Betätigungshebel 9, 16 sind auf einer Achse 6 gelagert. Der erste Betätigungshebel
9 ist kurz ausgeführt, der zweite Betätigungshebel 16 ist lang ausgeführt. Der erste
Betätigungshebel 9 wirkt nur mit der ersten Getriebestufe 11 zusammen, der zweite
Betätigungshebel 16 wirkt nur mit der zweiten Getriebestufe 12 zusammen. Die erste
Getriebestufe 11 ist mit einem an einer ersten Scheibe 15 angeordneten Mitnehmer 10
versehen, der den ersten Betätigungshebel 9 bewegt. Die zweite Getriebestufe 12 ist
mit zwei einander diametral gegenüber an einer zweiten Scheibe 13 angeordneten Kraftübertragungszapfen
14 versehen, von denen nur einer - der jeweils nächste - den zweiten Betätigungshebel
16 bewegt.
[0007] EP 1 074 681 A1 bildet ebenfalls die Basis für den Oberbegriff des Anspruchs 1 und beschreibt ein
Kraftfahrzeug-Türschloss mit einer Schlossfalle 1 und einer die Schlossfalle 1 in
Schließstellung haltenden Sperrklinke 3, mit einem in beiden Drehrichtungen laufenden
elektrischen Antriebsmotor 5, einem diesem nachgeschalteten Untersetzungsgetriebe
6 und einem vom Untersetzungsgetriebe 6 angetriebenen, mit der Klinke 3 gekuppelten
Betätigungshebel 7 zum Ausheben der Klinke 3. Bei diesem Türschloss arbeitet der Antriebsmotor
5 im Normalbetrieb in einer Drehrichtung, der Normaldrehrichtung, und wirkt mit geringem
Untersetzungsverhältnis über ein Normal-Betätigungselement 10 auf die Klinke 3. Der
Antriebsmotor 5 arbeitet im Notfallbetrieb in der entgegengesetzten Drehrichtung,
der Notfalldrehrichtung, wirkt mit deutlich größerem Untersetzungsverhältnis über
ein Notfall-Betätigungselement 11 auf die Klinke 3. Das Untersetzungsgetriebe 6 ist
als Kombination aus Schneckenradgetriebe, Planetengetriebe und Kurvengetriebe ausgeführt.
Das Schneckenrad 17 des Schneckenradgetriebes ist mit dem Sonnenrad 12 des Planetengetriebes
und dem Normal-Betätigungselement 10 starr gekuppelt, der Planetenradträger 14 ist
mit dem Notfall-Betätigungselement 11 starr gekuppelt. Mit dieser Kupplungstechnik
ist gewährleistet, dass im Normalbetrieb das Schneckenrad 17 im Gegenuhrzeigersinn
angetrieben wird und das unmittelbar am Schneckenrad 17 befindliche Normal-Betätigungselement
10 in Wirkung tritt. Bei umgekehrter Drehrichtung des Antriebsmotors 5 tritt nicht
das Normal-Betätigungselement 10 in Wirkung, sondern das Notfall-Betätigungselement
11. Da dieses mit dem Planetenradträger 14 starr gekuppelt ist, während das Hohlrad
15 fixiert ist, dreht es sich zwar immer in derselben Drehrichtung wie das Normal-Betätigungselement
10, jedoch mit im Untersetzungsverhältnis des Planetengetriebes herabgesetzter Drehgeschwindigkeit.
[0008] In Extremfällen oder unter ungünstigen Witterungsverhältnissen kann es dazu kommen,
dass sehr viel größere Kräfte auf das Gesperre wirken, so dass ein üblicher Auslösemechanismus
keine ausreichend hohe Kraft zum Öffnen des Gesperres bereitstellen kann. Ein solcher
Fall kann beispielsweise dann eintreten, wenn die Kraftfahrzeugtür durch einen Unfall
deformiert wurde, oder beispielsweise dann, wenn aufgrund von extremen Witterungseinflüssen,
wie beispielsweise Kälte, erhöhte Kräfte zum Öffnen des Gesperres benötigt werden.
[0009] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Gesperre eines elektrisch betätigten Schlosses
eines Kraftfahrzeugs zuverlässig mit hinreichend großer Kraft öffnen zu können, ohne
für den Regelbetrieb einen übermäßig groß dimensionierten Elektromotor bereitstellen
zu müssen und/oder ein übermäßig groß dimensioniertes Getriebeübersetzungsverhältnis.
[0010] Die Aufgabe wird durch ein Schloss mit den Merkmalen des ersten Anspruchs gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Die Erfindung schlägt ein Schloss für ein Kraftfahrzeug vor, mit
- einem Gesperre;
- einer Betätigungseinrichtung für ein Öffnen des Gesperres,
wobei
- die Betätigungseinrichtung einen drehbaren Aktuator umfasst, der durch einen Antrieb
gedreht werden kann,
- das Gesperre durch Drehen des Aktuators geöffnet werden kann,
- das Gesperre unabhängig von der Drehrichtung des Aktuators geöffnet werden kann;
- die Kraft, mit der das Gesperre geöffnet wird, von der Drehrichtung des Aktuators
abhängt;
- der Aktuator bei Drehung des Aktuators in der einen Drehrichtung das Gesperre mit
einer großen Kraft öffnet;
- das Gesperre in der einen Drehrichtung des Aktuators über ein Zugmittel geöffnet werden
kann;
- der Aktuator bei Drehung des Aktuators in der anderen Drehrichtung das Gesperre mit
einer geringen Kraft öffnet.
[0012] • Die Betätigungseinrichtung umfasst einen drehbaren Aktuator, der durch einen motorisierten
Antrieb, insbesondere durch einen elektrischen Antrieb, gedreht werden kann. Ein Drehen
des Aktuators bewirkt ein Entrasten, also ein Öffnen, des Gesperres. Das Gesperre
kann unabhängig von der Drehrichtung des Aktuators geöffnet werden. Es kommt also
nicht auf eine bestimmte Drehrichtung an, um das Gesperre zu öffnen. Jede mögliche
Drehrichtung bewirkt also ein Öffnen des Gesperres. Die Kraft, mit der das Gesperre
geöffnet wird, hängt von der Drehrichtung des Aktuators ab. Es kann also abhängig
von der Drehrichtung mit unterschiedlich großer Kraft geöffnet werden. Dies ermöglicht
es, im Regelbetrieb mit einer geringeren Kraft zu öffnen im Vergleich zu dem Fall,
der eine höhere Kraft für ein Öffnen erfordert. Im Regelbetrieb, bei dem eine übliche
Kraft für ein Öffnen des Gesperres genügt, kann so schnell und mit geringem Energieaufwand
geöffnet werden. Dennoch steht die Möglichkeit zur Verfügung, bei Bedarf zwar verzögert,
aber dafür mit größerer Kraft öffnen zu können.
[0013] Erfindungsgemäß wird das Gesperre in der einen Drehrichtung des Aktuators über ein
Zugmittel geöffnet, und zwar insbesondere durch eine Seilwinde. Die Seilwinde ist
insbesondere nahe der Achse des drehbaren Aktuators angeordnet, um so ein Hebelverhältnis
mit großer Übersetzung und damit großer Kraft bereitstellen zu können. Der Aktuator
wird dann insbesondere an seinem äußeren Umfang durch einen Antrieb angetrieben und
zwar insbesondere durch einen Elektromotor nebst Getriebe. Der äußere Umfang kann
als Zahnrad ausgestaltet sein, welches durch ein Zahnrad des Getriebes oder durch
eine Schnecke des Antriebs angetrieben wird. Ein zuverlässig funktionierender Antrieb
kann so sichergestellt werden. Anstelle einer Seilwinde kann aber auch lediglich ein
Seil oder eine Stange mit dem Aktuator verbunden sein. Durch dieses Seil oder diese
Stange wird eine Zugbewegung für ein Öffnen des Gesperres übertragen. Das Seil oder
die Stange sind ebenfalls nahe der Achse vorteilhaft angeordnet, umso ein Hebelverhältnis
zu ermöglichen, welches ein Öffnen des Gesperres mit großer Kraft ermöglicht.
[0014] Das Zugmittel ist insbesondere am freien Ende des Übertragungshebels befestigt, um
so verbessert ein Hebelverhältnis zu ermöglichen, durch das mit großer Kraft das Gesperre
geöffnet werden kann.
[0015] In einer Ausgestaltung umfasst der Übertragungshebel einen Mitnehmer, der zwischen
dem freien Ende des Übertragungshebels, an dem das Zugmittel befestigt ist, und der
Drehachse des Übertragungshebels angeordnet ist. Durch diesen Mitnehmer kann eine
Schwenkbewegung des Übertragungshebels auf eine Sperrklinke übertragen werden und
die Sperrklinke so aus ihrer Raststellung heraus bewegt werden. Die Anordnung des
Mitnehmers ermöglicht es ebenfalls, dass aufgrund entsprechender Hebelverhältnisse
die Sperrklinke mit großer Kraft aus ihrer Raststellung heraus bewegt werden kann.
Der Mitnehmer ist insbesondere in der ersten Hälfte des Übertragungshebels angeordnet
und zwar von der Achse ausgesehen, durch die der Übertragungshebel drehbar gelagert
ist. Hierdurch wird weiter verbessert ein Hebelverhältnis bereitgestellt, welches
ein Öffnen mit großer Kraft ermöglicht.
[0016] In einer Ausgestaltung verschwenkt das Drehen des Aktuators in einer Drehrichtung
einen Auslösehebel, der durch Verschwenken das Gesperre mit geringer Kraft zu öffnen
vermag. Diese Ausgestaltung trägt dazu bei, dass mit sehr unterschiedlich großen Kräften
geöffnet werden kann. Der Aktuator kann dafür einen Bolzen umfassen, der vorzugsweise
randseitig angeordnet ist, umso besonders schnell öffnen zu können.
[0017] Die genannten Ausgestaltungen ermöglichen es, mit unterschiedlicher Kraft und unterschiedlicher
Geschwindigkeit öffnen zu können, ohne dafür einen übermäßig großen Bauraum bereitstellen
oder einen übermäßig großen technischen Aufwand betreiben zu müssen. Insbesondere
ist es möglich, dass sich die geringe Kraft um ein Vielfaches von der höheren Kraft
unterscheidet, ohne dafür einen übermäßig großen technischen Aufwand betreiben zu
müssen. Die geringe Kraft kann sehr schnell bereitgestellt werden.
[0018] Es ist möglich, dass die höhere Kraft wenigstens viermal, vorzugsweise wenigstens
sechsmal, so groß ist wie die geringere Kraft. So beträgt in einer Ausführungsform
die geringere Kraft bis zu 16 Newton. Die größere Kraft beträgt wenigstens 80 Newton,
vorteilhaft wenigstens 100 Newton. Es steht damit eine sehr große Kraft zur Verfügung,
um auch in Ausnahmesituationen ein Schloss öffnen zu können. Für den Regelbetrieb,
der nur eine geringe Kraft erfordert, kann sehr schnell geöffnet werden.
[0019] Das Gesperre des erfindungsgemäßen Schlosses umfasst grundsätzlich eine Drehfalle
und eine Sperrklinke für ein Verrasten der Drehfalle und optional zusätzlich einen
Blockadehebel, der die Sperrklinke in ihrer Raststellung zu blockieren vermag.
[0020] Das Schloss ist insbesondere ein elektrisch betätigbares Schloss.
[0021] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen
- Figur 1:
- Betätigungseinrichtung mit zwei Hebeln für ein Entrasten einer Sperrklinke eines Gesperres;
- Figur 2:
- Betätigungseinrichtung mit einem Hebel für ein Entrasten einer Sperrklinke eines Gesperres;
[0022] Die Figur 1 skizziert eine Betätigungseinrichtung, mit der beispielhaft eine Sperrklinke
geöffnet werden kann. Gezeigt wird ein Aktuator 1, der im Wesentlichen ein durch eine
Achse 2 drehbar gelagertes Rad oder Scheibe sein kann. Durch Drehen des Aktuators
1 kann eine Sperrklinke 3 aus ihrer Raststellung heraus bewegt werden und zwar durch
Drehen entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn um ihre Achse 4 herum. Die Kraft, mit der
die Sperrklinke 3 aus ihrer Raststellung heraus bewegt wird, hängt von der Drehrichtung
des Aktuators 1 ab. Wird der Aktuator 1 im Uhrzeigersinn um seine Achse 2 herum gedreht,
so erfasst ein am Rad randseitig angebrachter Aktuatorbolzen 5 ein Hebelende eines
Auslösehebels 6 und verschwenkt so den Auslösehebel 6 entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn
um seine Achse 7 herum. Der Aktuatorbolzen wirkt also als Mitnehmer. Diese Schwenkbewegung
des Auslösehebels 6 wird auf die Sperrklinke 3 übertragen, beispielsweise aufgrund
eines Gestänges 8, welches zum einen an dem Auslösehebel 6 und zum anderen an dem
freien Ende der Sperrklinke 3 befestigt ist. Anstelle eines Gestänges 8 kann auch
ein Seil oder dergleichen vorgesehen sein, welches den Auslösehebel 6 und die Sperrklinke
3 so verbindet bzw. koppelt, dass eine Schwenkbewegung des Auslösehebels 6 auf die
Sperrklinke 3 übertragen wird.
[0023] Der Aktuator 1 verfügt über eine Seilwinde 9, die bei der Achse 2 angeordnet ist.
Wird der Aktuator 1 entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn gedreht, so wird das Seil 10
der Seilwinde 9 aufgewickelt. Ein Ende des Seils 10 ist mit dem Ende eines Übertragungshebels
11 verbunden. Der Übertragungshebel 11 ist drehbar durch die Achse 4 gelagert. Sperrklinke
3 und Übertragungshebel 11 werden also durch eine gemeinsame Achse 4 drehbar gelagert.
Wird das Seil 10 aufgewickelt, so wird der Übertragungshebel 11 entgegengesetzt zum
Uhrzeigersinn um die Achse 4 verschwenkt. Diese Schwenkbewegung des Übertragungshebels
11 wird über einen Mitnehmer 12 des Übertragungshebels 11 auf die Sperrklinke 3 übertragen.
Von der Achse 4 aus in Richtung der Befestigung für das Zugmittel 10 gesehen ist der
Mitnehmer 12 innerhalb der ersten Hälfte des Übertragungshebels 11 angeordnet. Die
Sperrklinke 3 wird durch den Mitnehmer 12 aus ihrer Rastposition heraus bewegt und
zwar mit einer wesentlich höheren Kraft im Vergleich zu der Kraft, die auf die Sperrklinke
3 wirkt, wenn der Aktuator 1 im Uhrzeigersinn gedreht wird.
[0024] Schwenkbewegungen der Hebel können durch Anschläge geeignet begrenzt werden. So wird
in der Figur 1 beispielhaft ein Anschlag 13 gezeigt, der eine Schwenkbewegung des
Auslösehebels 6 entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn begrenzt.
[0025] Die jeweilige Stellung bzw. Position der Betätigungseinrichtung kann durch ein oder
mehrere Sensoren überwacht bzw. ermittelt werden. So wird in der Figur 1 beispielhaft
ein Mikroschalter 14 gezeigt, mit dem die Stellung des Aktuators 1 detektiert werden
kann. Randseitig des Aktuators können dafür ein oder mehrere Erhebungen vorgesehen
sein, die den Mikroschalter oder alternativ mehrere Mikroschalter betätigen und so
die Stellung des Aktuators anzeigen können. Die ein oder mehreren Sensoren können
dazu verwendet werden, um das Öffnen zu steuern und/oder zu überwachen. So wird beispielsweise
grundsätzlich zunächst mit einer geringeren Kraft geöffnet. Wird durch die ein oder
mehreren Sensoren festgestellt, dass die Sperrklinke 3 nicht aus ihrer Raststellung
mit der geringen Kraft heraus bewegt werden konnte, so wird im Anschluss daran mit
einer größeren Kraft geöffnet, indem der Aktuator 1 dann entgegengesetzt gedreht wird.
Es ist grundsätzlich eine nicht dargestellte Steuerungseinrichtung vorhanden, welche
das Öffnen in vorgenannter Weise steuert.
[0026] Der Aktuator 1 kann durch einen elektrischen Antrieb 15 um seine Achse 2 gedreht
werden und zwar in beiden Richtungen. Der elektrische Antrieb 15 umfasst in der Regel
einen Elektromotor, der über ein Getriebe den Aktuator 1 anzutreiben vermag. Der Aktuator
1 kann ein Zahnrad sein, welches über ein weiteres Zahnrad oder eine Schnecke des
elektrischen Antriebs 15 angetrieben wird.
[0027] Die Ausführungsform gemäß Figur 1 ermöglicht es, im Normalfall beispielsweise mit
16 N relativ schnell öffnen zu können. Erweist sich diese Kraft als nicht ausreichend,
so kann im Anschluss daran durch umgekehrtes Drehen eine Kraft von 100 N und mehr
bereitgestellt werden, um dann das Schloss zwar zeitlich verzögert, aber zuverlässig
mit hinreichend großer Kraft öffnen zu können.
[0028] Ein oder mehrere Hebel können durch nicht dargestellte Federn vorgespannt sein, so
zum Beispiel die Sperrklinke 3 durch eine Feder in Richtung ihrer Raststellung und/oder
der Übertragungshebel 11 durch eine Feder in Richtung seiner Ausgangsstellung, von
der aus der Übertragungshebel 11 für ein Öffnen des Gesperres verschwenkt werden kann.
[0029] Die Figur 2 skizziert eine alternative Ausführungsform mit nur einem Übertragungshebel
11. Dieser Übertragungshebel 11 ist über ein weiteres Seil randseitig mit dem Rad
des Aktuators 1 verbunden. Die Achse 2 des Aktuators 1 ist zwischen den beiden Seilen
8 und 10 so angeordnet, dass der Übertragungshebel 11 in Abhängigkeit von der Drehrichtung
des Aktuators 1 entweder durch das Seil 8 oder durch das Seil 10 verschwenkt wird.
Die Befestigung des Seils 8 kann durch eine zweite Seilwinde erfolgen, die bis zum
Umfang des Rads des Aktuators 1 reicht. Die Befestigung oder Seilwinde für das Seil
8 ist an der Rückseite des Aktuators 1 angebracht, falls dies aus Bauraumgründen vorteilhaft
ist. Anstelle eines Seils kann auch ein zum Beispiel flexibles Band oder eine Stange
bzw. Gestänge vorgesehen sein.
[0030] Die Ausführungsform gemäß Figur 2 umfasst weniger Bauteile im Vergleich zu der Ausführungsform
der Figur 1 ist und ist somit technisch einfacher gebaut. Die Ausführungsform der
Figur 1 ermöglicht jedoch größere Kraftunterschiede und weist insofern einen wesentlichen
Vorteil gegenüber der Ausführungsform gemäß Figur 2 auf.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1:
- Aktuator
- 2:
- Achse des Aktuators
- 3:
- Sperrklinke
- 4:
- Achse der Sperrklinke
- 5:
- Aktuatormitnehmer; Aktuatorbolzen
- 6:
- Auslösehebel
- 7:
- Achse des Auslösehebels
- 8:
- Stange, Seil
- 9:
- Seilwinde
- 10:
- Seil der Seilwinde
- 11:
- Übertragungshebel
- 12:
- Mitnehmer des Übertragungshebels
- 13:
- Anschlag
- 14:
- Mikroschalter
- 15:
- elektrischer Antrieb
1. Schloss für ein Kraftfahrzeug mit
• einem Gesperre (3);
• einer Betätigungseinrichtung für ein Öffnen des Gesperres (3),
wobei
• die Betätigungseinrichtung einen drehbaren Aktuator (1) umfasst, der durch einen
Antrieb (15) gedreht werden kann;
• das Gesperre (3) durch Drehen des Aktuators (1) geöffnet werden kann;
• das Gesperre (3) unabhängig von der Drehrichtung des Aktuators (1) geöffnet werden
kann;
• die Kraft, mit der das Gesperre (3) geöffnet wird, von der Drehrichtung des Aktuators
(1) abhängt;
• der Aktuator (1) bei Drehung des Aktuators (1) in der einen Drehrichtung das Gesperre
(3) mit einer großen Kraft öffnet;
dadurch gekennzeichnet, dass
• das Gesperre (3) in der einen Drehrichtung des Aktuators (1) über ein Zugmittel
(10) geöffnet werden kann;
• der Aktuator (1) bei Drehung des Aktuators (1) in der anderen Drehrichtung das Gesperre
(3) mit einer geringen Kraft öffnet.
2. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel ein Seil (10) oder eine Stange umfasst oder eine Seilwinde (9) ist.
3. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilwinde (9) oder eine Befestigung für das Seil (10) oder die Stange bei der
Achse (2) des Aktuators (1) angeordnet ist.
4. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel (10) mit einem Übertragungshebel (11) verbunden ist, der seine Schwenkbewegung
auf eine Sperrklinke (3) des Gesperres für ein Öffnen zu übertragen vermag.
5. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel (10) am freien Ende des Übertragungshebels (11) befestigt ist.
6. Schloss nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Übertragungshebel (11) einen Mitnehmer (12) umfasst, durch den eine Schwenkbewegung
des Übertragungshebels (11) auf die Sperrklinke (3) für ein Öffnen des Gesperres übertragen
wird.
7. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (12) zwischen dem freien Ende des Übertragungshebels (11), an dem das
Zugmittel (10) befestigt ist, und der Achse (4), durch die der Übertragungshebel (11)
drehbar gelagert ist, angeordnet ist.
8. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die größere Kraft, mit der das Gesperre (3) durch Drehen des Aktuators (1) in der
einen Drehrichtung geöffnet werden kann, wenigstens viermal größer ist als die geringere
Kraft, mit der das Gesperre (3) durch Drehen des Aktuators (1) in der anderen Drehrichtung
geöffnet werden kann.
9. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch Drehen des Aktuators (1) in einer Drehrichtung ein Auslösehebel (6) verschwenkt
wird, der durch Verschwenken das Gesperre (3) mit geringer Kraft zu öffnen vermag.
10. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (1) einen Bolzen (5) umfasst, durch den der Auslösehebel (6) verschwenkt
werden kann.
11. Schloss nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Bolzen (5) an einem Außenrand des Aktuators (1) angeordnet ist.
12. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aktuator (1) durch einen elektrischen Antrieb (15) angetrieben werden kann.
13. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gesperre eine Drehfalle und eine Sperrklinke (3) für ein Verrasten der Drehfalle
umfasst.
14. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schloss ein elektrisch betätigtes Schloss ist.
1. Latch for a motor vehicle, comprising
• a locking mechanism (3);
• an operating device for opening the locking mechanism (3),
• the operating device comprising a rotatable actuator (1) which can be rotated by
a drive (15);
• it being possible to open the locking mechanism (3) by rotating the actuator (1);
• it being possible to open the locking mechanism (3) independently of the direction
of rotation of the actuator (1);
• the force with which the locking mechanism (3) is opened being dependent on the
direction of rotation of the actuator (1);
• the actuator (1) opening the locking mechanism (3) with a large force when the actuator
(1) rotates in one direction of rotation;
characterized in that
• the locking mechanism (3) can be opened by a pulling means (10) in one direction
of rotation of the actuator (1);
• the actuator (1) opens the locking mechanism (3) with a small force when the actuator
(1) rotates in the other direction of rotation.
2. Latch according to the preceding claim, characterized in that the pulling means comprises a rope (10) or a rod or is a rope winch (9).
3. Latch according to the preceding claim, characterized in that the rope winch (9) or a fastening means for the rope (10) or the rod is arranged
on the axis (2) of the actuator (1).
4. Latch according to any of the preceding claims, characterized in that the pulling means (10) is connected to a transmission lever (11) which is capable
of transmitting its pivoting movement to a pawl (3) of the locking mechanism in order
to open said mechanism.
5. Latch according to the preceding claim, characterized in that the pulling means (10) is fastened to the free end of the transmission lever (11).
6. Latch according to either of the two preceding claims, characterized in that the transmission lever (11) comprises a driving dog (12) by means of which a pivoting
movement of the transmission lever (11) is transmitted to the pawl (3) in order to
open the locking mechanism.
7. Latch according to the preceding claim, characterized in that the driving dog (12) is arranged between the free end of the transmission lever (11),
to which the pulling means (10) is fastened, and the axis (4), by means of which the
transmission lever (11) is rotatably mounted.
8. Latch according to any of the preceding claims, characterized in that the larger force with which the locking mechanism (3) can be opened by rotating the
actuator (1) in one direction of rotation is at least four times larger than the smaller
force with which the locking mechanism (3) can be opened by rotating the actuator
(1) in the other direction.
9. Latch according to any of the preceding claims, characterized in that, by rotating the actuator (1) in one direction of rotation, a release lever (6) is
pivoted which, by pivoting, is capable of opening the locking mechanism (3) with a
small force.
10. Latch according to the preceding claim, characterized in that the actuator (1) comprises a bolt (5) by means of which the release lever (6) can
be pivoted.
11. Latch according to the preceding claim, characterized in that the bolt (5) is arranged on an outer edge of the actuator (1).
12. Latch according to any of the preceding claims, characterized in that the actuator (1) can be driven by an electric drive (15).
13. Latch according to any of the preceding claims, characterized in that the locking mechanism comprises a catch and a pawl (3) for ratcheting the catch.
14. Latch according to any of the preceding claims, characterized in that the latch is an electrically operated latch.
1. Serrure destinée à un véhicule automobile comportant
• un mécanisme de verrouillage (3) ;
• un dispositif d'actionnement destiné à ouvrir le mécanisme de verrouillage (3),
• le dispositif d'actionnement comprenant un actionneur rotatif (1) qui peut tourner
au moyen d'un entraînement (15) ;
• le mécanisme de verrouillage (3) pouvant être ouvert par rotation de l'actionneur
(1) ;
• le mécanisme de verrouillage (3) pouvant être ouvert indépendamment du sens de rotation
de l'actionneur (1) ;
• la force qui permet d'ouvrir le mécanisme de verrouillage (3) dépendant du sens
de rotation de l'actionneur (1) ;
• l'actionneur (1) ouvrant le mécanisme de verrouillage (3) avec une force élevée
lorsque l'actionneur (1) tourne dans un sens de rotation ;
caractérisée en ce que
• le mécanisme de verrouillage (3) peut être ouvert dans un sens de rotation de l'actionneur
(1) par l'intermédiaire d'un moyen de traction (10) ;
• l'actionneur (1) ouvre le mécanisme de verrouillage (3) avec une faible force lorsque
l'actionneur (1) tourne dans l'autre sens de rotation.
2. Serrure selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le moyen de traction comprend un câble (10) ou une tige, ou est un treuil à câble
(9).
3. Serrure selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le treuil à câble (9) ou une fixation destinée au câble (10) ou à la tige est disposé(e)
au niveau de l'axe (2) de l'actionneur (1).
4. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le moyen de traction (10) est relié à un levier de transmission (11) apte à transmettre
son mouvement de pivotement à un cliquet (3) du mécanisme de verrouillage pour l'ouverture.
5. Serrure selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le moyen de traction (10) est fixé à l'extrémité libre du levier de transmission
(11).
6. Serrure selon l'une des deux revendications précédentes, caractérisée en ce que le levier de transmission (11) comprend un entraîneur (12) au moyen duquel un mouvement
de pivotement du levier de transmission (11) est transmis au cliquet (3) pour ouvrir
le mécanisme de verrouillage.
7. Serrure selon la revendication précédente, caractérisée en ce que l'entraîneur (12) est disposé entre l'extrémité libre du levier de transmission (11),
à laquelle est fixé le moyen de traction (10), et l'axe (4) au moyen duquel le levier
de transmission (11) est monté rotatif.
8. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la force plus élevée avec laquelle le mécanisme de verrouillage (3) peut être ouvert
en faisant tourner l'actionneur (1) dans un sens de rotation est au moins quatre fois
plus élevée que la force plus faible avec laquelle le mécanisme de verrouillage (3)
peut être ouvert en tournant l'actionneur (1) dans l'autre sens de rotation.
9. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la rotation de l'actionneur (1) dans un sens de rotation fait pivoter le levier de
déclenchement (6), lequel, en pivotant, est apte à ouvrir le mécanisme de verrouillage
(3) avec une faible force.
10. Serrure selon la revendication précédente, caractérisée en ce que l'actionneur (1) comprend un pêne (5) au moyen duquel le levier de déclenchement
(6) peut pivoter.
11. Serrure selon la revendication précédente, caractérisée en ce que le pêne (5) est disposé sur un bord extérieur de l'actionneur (1).
12. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'actionneur (1) peut être entraîné au moyen d'un entraînement électrique (15).
13. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le mécanisme de verrouillage comprend un loquet rotatif et un cliquet (3) pour verrouiller
le loquet rotatif.
14. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la serrure est une serrure actionnée électriquement.

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