[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wärmetauscher, insbesondere für Erdgas als
Arbeitsmedium zum Zwecke der Trocknung und Reinigung des Erdgases.
Stand der Technik
[0002] Wärmetauscher zum Wärmen oder zum Abkühlen eines Arbeitsmediums sind aus dem Stand
der Technik vielfältig bekannt. Ohne Beschränkung der Allgemeinheit soll im Folgenden
das Arbeitsmedium Erdgas näher betrachtet werden. Erdgas aus Bodenspeichern weist
häufig einen besonders hohen Prozentsatz an unerwünschten Begleitstoffen und besonders
hohe Wasseranteile auf. Es ist wünschenswert, die Begleitstoffe sowie den Wasseranteil
aus dem Erdgas zu entfernen, bevor es für weitere Zwecke eingesetzt wird. Eine Möglichkeit
hierzu stellt die Kühlung des Erdgases in einem oder mehreren Schritten auf geeignete
tiefe Temperaturen dar. Insbesondere kann hierbei eine Verflüssigung des Erdgases
zweckmäßig sein.
[0003] Bei der Abkühlung von Erdgas kommt es durch die genannten Begleitstoffe im Wärmetauscher
zumeist zu Ablagerungen auf den Wärmeübertragungsflächen, wobei der zeitliche Verlauf
solcher Ablagerungen von den Betriebsbedingungen und der jeweiligen Erdgaszusammensetzung
abhängt. Die Wärmeübertragungsflächen müssen daher in bestimmten Intervallen gereinigt
werden. Wärmetauscher mit Reinigungsvorrichtungen sind beispielsweise in der
GB375132 oder der
DE29724316U beschrieben. Aus den genannten Gründen ist es allerdings schwierig, allgemein gültige
Reinigungsintervalle für die betreffenden Wärmetauscher anzugeben. Bekannte Gas-Trocknersysteme
arbeiten beispielsweise mit Schüttungen aus porösen Materialien wie beispielsweise
Kieselgel. Ein anderes Verfahren verwendet zur Entfeuchtung des Arbeitsgases Triethylenglykol,
wobei der Prozess meist mehrstufig gehalten werden muss, um die gewünschte Reinheit
erreichen zu können. Feuchte Arbeitsgase sind die Ursache für Hydratbildung und Korrosion.
In den Gastransportnetzen gelten daher Grenzwerte bezüglich des Wassergehalts. Verdichterstationen
und nachgeschaltete Verdichterstationen und nachgeschaltete Elemente, wie Rohrleitungen,
Ventile etc., sind grundsätzlich für einen Betrieb mit trockenem Arbeitsgas ausgelegt,
weshalb neben Begleitstoffen auch Wasser aus dem Arbeitsmedium entfernt werden sollte.
Der Prozess der Gastrocknung kann beispielsweise mechanische Schritte (mechanisches
Abscheiden von freiem Wasser) und thermodynamische Schritte (Abscheiden durch Druckreduktion)
und schließlich den Schritt der Absorption, beispielsweise durch stark hygroskopische
Substanzen wie das genannte Triethylenglykol umfassen. Das Triethylenglykol, kann
in den Gasstrom eingesprüht werden und absorbiert das verbliebene Wasser.
[0004] Kondensierende und gefrierende Begleitstoffe wie Wasser, CO2 sowie Kohlenwasserstoffverbindungen
scheiden sich an den Wärmeübertragungsflächen ab und reduzieren somit den Wärmeübergang.
Auch bei Betriebstemperaturen über dem Gefrierpunkt von Wasser kommt es an den Wärmeübertragungsflächen
zu Bildung von Methanhydrat.
[0005] Die porösen Schüttungen in Trockneranlagen nach dem Stand der Technik benötigen prinzipbedingt
ein sehr großes Volumen. Weiters absorbieren die Schüttungen lediglich den Flüssigkeitsanteil,
vornehmlich den Wasseranteil, aus dem Arbeitsgas. Bei Regeneration der Schüttung,
die beispielsweise mittels Durchströmen mit einem trockenen ungesättigten Inertgas
und/oder Ausheizen und/oder Setzen der Schüttung erfolgt, wird ein großer Anteil an
Arbeitsgas ungenutzt abgelassen. Beim Ersetzen der Schüttung ist bei bekannten Trocknern
gemäß Stand der Technik ein Öffnen des Behälters notwendig, um die Schüttung restlos
ersetzen zu können. Dies ist kosten- und arbeitsintensiv und führt zu einer Unterbrechung
des Produktionszyklus.
[0006] Die genannten Prozesse zur Trocknung und Reinigung von Gasen als Arbeitsmedium erweisen
sich als aufwändig. Es ist wünschenswert, die Anzahl der Prozessschritte zu verringern,
ohne dabei die oben genannten Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.
Kurzfassung der Erfindung
[0007] Die Erfindung schlägt einen Wärmetauscher mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Dieses
Reinigungselement dient zur Reinigung von Ablagerungen auf den Wärmeübertragungsflächen
zwischen der Innenfläche des ersten Zylinderrohrs und der Gewindespindel. Dieses Reinigungselement
ist entweder in Form eines Mitnehmers direkt auf der Gewindespindel angebracht oder
an einem solchen Mitnehmer befestigt, der seinerseits direkt an der Gewindespindel
angebracht ist. Ein Arbeitsmedium, das zum Wärmetausch in einem Zwischenraum zwischen
dem ersten Zylinderrohr und der Gewindespindel strömt, wird - wie eingangs erläutert
- insbesondere beim Abkühlen Ablagerungen auf den Wärmeübertragungsflächen hinterlassen.
Bei Erdgas als Arbeitsmedium bestehen diese Ablagerungen insbesondere aus Begleitstoffen
und Wasser. Die genannten Ablagerungen können von dem Reinigungselement aufgenommen
und/oder wegtransportiert bzw. mitgenommen werden. Zur Reinigung wird also die Gewindespindel
betätigt, wodurch das Reinigungselement in axialer Richtung innerhalb des ersten Zylinderrohrs
verschoben wird, wodurch es Ablagerungen von den wärmeübertragenden Flächen entfernen
kann. Solche Ablagerungen entstehen insbesondere an der Gewindespindel sowie an den
axial verlaufenden Führungsnuten des Wärmetauschers. Das Reinigungselement reinigt
diese Flächen ab. Für das Reinigungselement können vorzugsweise Stähle, im speziellen
Vergütungsstähle und Legierungen aus Buntmetallen, ferner kaltzähe Nickel-Legierungen
(wie Inconel) sowie Gusswerkstoffe, verwendet werden.
[0008] Bei Normalbetrieb des Wärmetauschers befindet sich das Reinigungselement in einer
Ruheposition, in der es den Wärmetausch zwischen Arbeitsmedium und Kühlmittel geringstmöglich
oder gar nicht beeinflusst. Statt eines Kühlmittels ist selbstverständlich auch die
Verwendung eines Wärmemittels möglich, wenn das Arbeitsmedium erwärmt werden soll.
Die Reinigung erfolgt beispielsweise nach empirisch ermittelten Periodendauern oder
bei Erreichen eines extern gemessenen maximal zulässigen Differenzdrucks, der auf
eine Verkleinerung des freien Strömungsquerschnitts für das Arbeitsmedium bedingt
durch Ablagerungen schließen lässt.
[0009] Der erfindungsgemäße Wärmetauscher mit Reinigungselement erlaubt eine effektive Reinigung
der Wärmeübertragungsflächen, ohne manuell geöffnet werden zu müssen. Der geschilderte
Reinigungsprozess ist einfach ausführbar. Hierzu muss lediglich die Gewindespindel
gedreht werden, um das Reinigungselement in axialer Richtung zu verschieben. Weitere
Prozessschritte sind nicht erforderlich. Es ist insbesondere vorteilhaft, wenn das
Reinigungselement vorhandene Ablagerungen mitnimmt bzw. wegtransportiert. Auf diese
Weise kann eine Veränderung und somit Abnutzung bzw. Alterung des Reinigungselements
verhindert werden.
[0010] Das ohne Beschränkung der Allgemeinheit zum Wärmetausch genutzte Kühlmittel umströmt
eine Außenfläche des ersten Zylinderrohrs. Erfindungsgemäss weist der Wärmetauscher
ein zweites Zylinderrohr auf, das koaxial zu dem ersten Zylinderrohr angeordnet ist.
In diesem Zusammenhang ist es weiterhin zweckmäßig, wenn eine Ein- und eine Austrittsöffnung
für das Kühlmittel vorhanden ist, um Kühlmittel in einen bzw. aus einem Zwischenraum
zwischen zweitem und erstem Zylinderrohr ein- bzw. auszulassen. In gleicher Weise
ist es zweckmäßig, wenn eine Ein- und eine Austrittsöffnung für ein Arbeitsmedium
vorhanden ist, um das Arbeitsmedium in einen bzw. aus einem Zwischenraum zwischen
erstem Zylinderrohr und Gewindespindel ein- bzw. auszulassen.
[0011] Es ist vorteilhaft, wenn das Reinigungselement als im Wesentlichen hohlzylindrisch
geformtes Reinigungselement ausgebildet ist, wobei die Innenfläche des Reinigungselements
ein Innengewinde korrespondierend zum Gewinde der Gewindespindel aufweist und wobei
die Außenfläche des Reinigungselements Außennuten korrespondierend zu den Führungsnuten
der Innenfläche des ersten Zylinderrohrs aufweist. Auf diese Weise kann das Reinigungselement
in einfacher Weise (ohne gesonderten Mitnehmer) an der Gewindespindel angebracht werden
und möglichst gründlich vorhandene Ablagerungen auf wärmeübertragenden Innenflächen
im Zwischenraum zwischen Innenfläche des ersten Zylinderrohrs und Gewindespindel abräumen.
[0012] Es ist zweckmäßig, wenn das Reinigungselement Aussparungen im ansonsten im Wesentlichen
zylindrisch geformten Umfang des Reinigungselements aufweist, wobei sich diese Aussparungen
parallel zur axialen Richtung erstrecken. Diese Aussparungen sind insbesondere im
Reinigungselement in Umfangsrichtung äquidistant angeordnet. Die Aussparungen bzw.
Einfräsungen erzeugen "Zähne" oder "Klauen" im Reinigungselement, die insbesondere
ein Festfressen oder eine Blockade des Reinigungselements beim Reinigen vermeiden
helfen. Von der Gewindespindel gelöste Ablagerungen können in die genannten Aussparungen
bzw. Einfräsungen gelangen und von dort aus bei vertikalem Betrieb des Wäremtauschers
zumindest in der Reinigungsphase nach unten (in Bewegungsrichtung des Reinigungselements)
fallen. Auf diese Weise kann effektiv eine Blockade des Reinigungselements durch sich
ansammelnde Ablagerungen vermieden werden.
[0013] Weiterhin ist es zweckmäßig, wenn das Innengewinde des Reinigungselements einen in
axialer Richtung sich vergrößernden Durchmesser aufweist. Durch diese Ausgestaltung
wird erzielt, dass die Abreinigung der Gewindenuten nicht so abrupt erfolgt wie beispielsweise
bei einem Reinigungselement, das in axialer Richtung über seine gesamte Ausdehnung
auf den Gewindenuten aufsitzt. Hierdurch wird ein mögliches Festklemmen des Reinigungselements
vermieden. In Verbindung mit der oben genannten Ausführungsform, bei der das Reinigungselement
axiale Aussparungen aufweist, werden die hierdurch erzeugten einzelnen "Klauen" oder
"Zähne" elastischer und pressen sich besser an die Außenwandung bzw. an die Gewindenuten
an. Ein weiterer Vorteil ist der hierdurch gebildete Freiraum, vergleichbar mit einem
Spankanal eines spanenden Bearbeitungsverfahrens.
[0014] Gemäss der Erfindung weist die Außenfläche des ersten Zylinderrohrs eine in axialer
Richtung spiralförmig verlaufende Wendel auf. Diese Wendel ist Bestandteil der Außenfläche
des ersten Zylinderrohrs und ist auf diese Außenfläche aufgebracht oder durch Fräsen
erzeugt. In den Zwischenräumen dieser Wendel kann dann das Kühlmittel spiralförmig
in axialer Richtung fließen. Dieses erste Zylinderrohr mit dieser Wendel kann daher
auch als Kühlwendel bezeichnet werden.
[0015] Es ist vorteilhaft, wenn ein Ablagerungsspeicher für mittels des Reinigungselements
ausgereinigte Ablagerungen/Verunreinigungen mit dem Zwischenraum zwischen Gewindespindel
und Innenfläche des ersten Zylinderrohrs/Kühlwendel insbesondere thermisch entkoppelt
verbunden ist. In dieser vorteilhaften Ausgestaltung transportiert das Reinigungselement
Verunreinigungen in den Ablagerungsspeicher, der insbesondere von den genannten wärmeübertragenden
Flächen, also dem Zwischenraum zwischen Gewindespindel und Innenfläche des ersten
Zylinderrohrs, thermisch entkoppelt ist. Diese thermische Entkopplung erlaubt eine
thermische Behandlung der im Ablagerungsspeicher gesammelten Begleitstoffe oder sonstige
Ablagerungen ohne Einfluss auf den weiteren Betrieb des Wärmetauschers. Hierzu ist
vorteilhafterweise ein Heizelement in oder am Wärmetauscher vorhanden und derart angeordnet,
dass im Ablagerungsspeicher vorhandene Begleitstoffe/Verunreinigungen erwärmt werden
können. Bei einer Abkühlung des Arbeitsmediums kommt es zu einem Auskondensieren der
im Arbeitsmedium vorhandenen Verunreinigungen, wie Begleitstoffe und Wasser. Das Reinigungselement
kann die auskondensierten Verunreinigungen in den Ablagerungsspeicher, der dann beispielsweise
auch als Kondensatreservoir bezeichnet werden kann, transportieren. Das gesammelte
Kondensat kann anschließend mittels des genannten Heizelements erwärmt werden. Das
erwärmte, zum Schmelzen gebrachte Kondensat kann durch Öffnen eines nachgeschalteten
Ventils über einen Kondensatablass abgelassen werden. Auf diese Weise kann zu gegebenen
Zeiten der Ablagerungsspeicher seinerseits von vorhandenen Verunreinigungen befreit
werden.
[0016] Es ist sinnvoll, während des Reinigungsvorgangs Kenntnis von der Position des Reinigungselements
zu erhalten. Zu diesem Zweck ist vorteilhafterweise ein Positionsmessmittel vorhanden
und derart angeordnet, dass die Position des Reinigungselements in axialer Richtung
gemessen werden kann. Eine solche Positionsmessung ermöglicht bzw. vereinfacht es,
die Drehrichtung der Gewindespindel an einer bestimmten vorgegebenen Position umzukehren,
damit sich das Reinigungselement in entgegengesetzte Richtung zurückbewegt. Auch kann
das Erreichen einer vorbestimmten Ruheposition mittels des Positionsmessers in einfacher
Weise detektiert werden.
[0017] Zum Antrieb der Gewindespindel ist es vorteilhaft, einen Antriebsmotor einzusetzen,
wobei zwischen Antriebsmotor und dem Zwischenraum zwischen Gewindespindel und Innenfläche
des ersten Zylinderrohrs, also zwischen Antriebsmotor und den wärmeleitenden Flächen
des Wärmetauschers eine Partikelbarriere vorhanden ist. Eine solche Partikelbarriere
verhindert das Eindringen von Fremdstoffen in den Raum, in dem das Arbeitsmedium zum
Wärmetauscher fließt, und dient umgekehrt zum Schutz des Antriebsmotors bzw. dessen
Lagers vor Partikeln.
[0018] Zusammenfassend lässt sich folgender bevorzugter Aufbau eines erfindungsgemäßen Wärmetauschers
festhalten, wobei die einzelnen Merkmale nicht zwingend in der hier angegeben Kombination
verwirklicht sein müssen. Die innenliegende Gewindespindel ist von einem ersten Zylinderrohr
bzw. der Kühlwendel umgeben. Letztere ist ihrerseits von einem zweiten Zylinderrohr
bzw. einem Außenzylinderrohr umgeben. Der Zwischenraum zwischen Gewindespindel und
Kühlwendel bildet den Arbeitsraum für das Arbeitsmedium, das über eine Eintrittsöffnung
diesem Raum zugeführt und über ein Austrittsöffnung von diesem Raum nach Wärmetausch
entfernt wird. Es kann zweckmäßig sein, die Strömungsrichtung umzukehren, wobei hierzu
die genannte Eintrittsöffnung als Austrittsöffnung und die genannte Austrittsöffnung
als Eintrittsöffnung verwendet wird. Es ist in einem solchen Fall jedoch vorteilhaft,
auf der Seite der genannten Eintrittsöffnung eine weitere Austrittsöffnung und auf
der Seite der genannten Austrittsöffnung eine weitere Eintrittsöffnung für das Arbeitsmedium
am Wärmetauscher vorzusehen. In diesem Fall stehen zwei gegenüberliegende Anschlüsse
jeweils für den Eintritt und für den Austritt des Arbeitsmediums zur Verfügung, die
im Folgenden auch als "beidseitige" Eintrittsöffnung bzw. als "beidseitige" Austrittsöffnung
bezeichnet werden.. Ein Kühlmittel wird über eine Kühlmitteleintrittsöffnung dem Zwischenraum
zwischen Kühlwendel und Außenzylinderrohr zugegeben und durchströmt diesen Zwischenraum
zu einer Kühlmittelaustrittsöffnung, um diesen Zwischenraum wieder zu verlassen. Für
die Kühlmitteleintritts- und -austrittsöffnung gilt in analoger Weise das für die
Eintritts- und Austrittsöffnung für das Arbeitsmedium gesagte, das heißt es ist vorteilhaft,
einen beidseitigen Kühlmittel-Eintritt und -Austritt vorzusehen. Es ist sinnvoll,
wenn die Strömung des Kühlmittels im Gegenstrom zur Strömung des Arbeitsmediums erfolgt.
Es kann auch sinnvoll sein, wenn die Strömung des Kühlmittels im Gleichstrom zur Strömung
des Arbeitsmediums erfolgt.
[0019] Auf einer Seite des Wärmetauschers befindet sich ein Antriebsmotor, der die Gewindespindel
in Drehung versetzt. Die Gewindespindel ist in einem Lager gelagert. An diesem Lager
befindet sich ein Positionsmessmittel, das anhand der Anzahl von Umdrehungen des Antriebsmotors
bei bekannter Steigung des Gewindes der Gewindespindel eine Information zur Position
des von der Gewindespindel bewegten Reinigungselements liefern kann. Das Reinigungselement,
das auch als Räumer bezeichnet werden kann, befindet sich in seiner Ruheposition bevorzugt
auf der gleichen Seite wie der Antriebsmotor und ist von diesem durch eine Partikelbarriere
getrennt. Eine solche Partikelbarriere kann beispielsweise aus PTFE gefertigt sein
und ist dann auch bei niedrigen Temperaturen so weich, dass sich Partikel darin akkumulieren
können. Der radiale Abstand zur Welle ist möglichst klein, idealerweise wenige Zehntel
mm, vorzugsweise weniger als 0,4 mm, weiter vorzugsweise weniger als 0,3 mm, weiter
vorzugsweise etwa gleich 0,2 mm.
[0020] Auf der anderen Seite des Wärmetauschers befindet sich am Ende des Arbeitsraums,
durch den das Arbeitsmedium fließt, ein Ablagerungsspeicher bzw. ein Kondensatreservoir,
das insbesondere von diesem Arbeitsraum thermisch entkoppelt ist. Hieran anschließend
folgt ein Heizelement, das mit dem Kondensatreservoir thermisch gekoppelt ist, um
dieses zu erhitzen. Das Kondensatreservoir ist über einen Kondensatablass mit der
Umgebung des Wärmetauschers verbunden, um den Inhalt des Kondensatreservoirs entleeren
zu können. Ebenfalls an diesem Ende des Wärmetauschers befindet sich eine Gleitlagerbuchse
für die Gewindespindel.
[0021] Im Folgenden sei die Betriebsweise eines solchen vorteilhaften erfindungsgemäßen
Wärmetauschers näher beschrieben: Je nach Strömungsrichtung strömt durch die jeweilige
Arbeitsmedium-Eintrittsöffnung feuchtes, verschmutztes Arbeitsmedium in den Raum zwischen
Gewindespindel und Kühlwendel ein und fließt in Richtung der gegenüberliegenden Austrittsöffnung.
Das Arbeitsmedium strömt dabei in den Führungsnuten der Innenfläche der Kühlwendel
entlang der Drehachse der Gewindespindel. Der Kühlwendel wird durch ein Kühlmittel
Wärme entzogen, wobei dieses Kühlmittel vorzugsweise im Gegenstrom zum Arbeitsmedium
in dem Raum fließt, der zwischen Kühlwendel und Außenzylinderrohr gebildet ist. Bedingt
durch diese Kühlung fällt die Temperatur des Arbeitsmediums ab und Begleitstoffe bzw.
Verunreinigungen fallen entsprechend ihrer Verflüssigungs- bzw. Erstarrungstemperaturen
an den Wärmeübertragungsflächen aus. Diese Verunreinigungen verringern die Wärmeübertragungskapazität
zwischen Arbeitsmedium und Kühlwendel.
[0022] Zum Zweck der Reinigung der Wärmeübertragungsflächen wird die Gewindespindel durch
den Antriebsmotor in Rotation versetzt. Das Gehäuse des Antriebsmotors ist dabei vorzugsweise
mit dem Zwischenraum, durch den das Arbeitsmedium strömt, verbunden und somit mit
dem Betriebsdruck belastet. Das Gewinde der Gewindespindel ist dabei vorzugsweise
als Rechtsgewinde mit Trapezprofil ausgeführt, wobei prinzipiell auch Linksgewinde
und auch andere Flankenformen denkbar und vorteilhaft sein können. Hierzu sei auch
auf das weiter unten stehende verwiesen. Das Reinigungselement bzw. der Räumer greift
einerseits in das Gewinde der Gewindespindel ein und andererseits in die Führungs-
bzw. Profilnuten der Kühlwendel, wodurch das Reinigungselement in eine Translationsbewegung
versetzt wird.
[0023] Aufgrund der definierten Gewindesteigung der Gewindespindel kann mit Hilfe der durch
das Positionsmittel gemessenen Anzahl von Umdrehungen des Antriebsmotors die Position
des Reinigungselements erfasst werden. Das Reinigungselement gleitet dabei bis zu
dem thermisch entkoppelten Kondensatreservoir bzw. Ablagerungsspeicher am Ende des
Arbeitsraums. Das Reinigungselement schiebt somit die vorhandenen mitgeführten Ablagerungen
in das Kondensatreservoir. Sobald die entsprechende Position erreicht ist, wird die
Drehrichtung des Antriebsmotors umgekehrt und das Reinigungselement wandert zurück
in seine Ruheposition neben der Partikelbarriere. Das gesammelte Kondensat kann von
dem Heizelement erwärmt werden und je nach Aggregatzustand zum Schmelzen oder zum
Verdampfen gebracht und anschließend durch Öffnen eines nachgeschalteten Ventils durch
den vorzugsweise beidseitigen Kondensatablass abgelassen werden.
[0024] Es ist insbesondere vorteilhaft, mehrere in Serie geschaltete Wärmetauscher zu einer
Wärmetauscheranlage zu kombinieren. Durch einen solchen stufenweisen Aufbau können
Verunreinigungen "ausgefroren" werden, wenn die einzelnen Stufen jeweils bei tieferen
Temperaturen betrieben werden.
[0025] Alternativ zu der genannten Gewindespindel mit Trapezprofil kann mit Vorteil eine
Gewindespindel mit Kreuzgewinde eingesetzt werden. Solche Gewindespindeln sind an
sich bekannt und werden als Kreuzgewindespindeln bezeichnet. Gewindespindeln mit Trapezprofilen
können entsprechend ihrer Rotationsrichtung immer nur eine zugeordnete Bewegungsrichtung
abbilden, die sich in Folge dessen bei der Umkehr der Rotationsrichtung ebenfalls
umkehrt. Die Umkehrung der Drehrichtung bedarf eines Schaltelements in der elektrischen
Anspeisung des Antriebsmotors bzw. einem Wechselgetriebe. Um ein Überfahren von definierten
Endlagen auf Gewindespindeln gleitenden Elementen, wie das Reinigungselement, zu vermeiden,
sind diese häufig mit einem Positionsanschlag ausgestattet. Alternativ wird die Position
des gleitenden Elements mit einem Positionserfassungsmittel erfasst.
[0026] Der Einsatz von Kreuzgewindespindeln überwindet diese Nachteile. Ein Kreuzgewinde
ist derart aufgebaut, dass auf einer Spindel sowohl ein Links- als auch ein Rechtsgewindegang
vorzugsweise jeweils gleicher Steigung abgebildet ist, der in seinen jeweiligen Endlagen
eine Umkehrstelle besitzt, in der wenigstens ein in der Gewindenut gleitender Gleitstein
von einer ersten Bewegungsrichtung in eine zweite Bewegungsrichtung überführt wird.
Die Rotationsrichtung der Welle der Gewindespindel bleibt somit stets gleich. Somit
entfällt bei Verwendung einer Kreuzgewindespindel auch die Notwendigkeit des oben
erläuterten Positionsmessmittels für die Position des Reinigungselements. Hierzu muss
die obere Endlagenbestimmung, also die Bestimmung der Ruheposition des Reinigungselements
über ein alternatives Verfahren erfolgen. Hierzu ist beispielsweise eine Drehmomentmessung
möglich, die markante Änderungen des Drehmoments in den beiden Endlagen des Reinigungselements
registriert. Zusätzlich oder alternativ können die Endlagen oder zumindest die obere
Endlage der Ruheposition mittels Initiatoren, also Endlagenschalter, ermittelt werden.
[0027] In einer vereinfachten Ausgestaltung verfügt der erfindungsgemäße Wärmetauscher folglich
über eine Kreuzgewindespindel mit wenigstens einem Gleitstein, der in den Gewindegängen
gleitet und einen mit dem Gleitstein beispielsweise über einen Bolzen verbundenen
Räumer bzw. Reinigungselement.
[0028] Die Vorteile der Verwendung der Kreuzgewindespindel liegen in einer automatischen
Umkehr der Bewegungsrichtung, ohne die Drehrichtung der Welle zu ändern, sodass ein
Abbremsen und erneutes Anfahren des Elektromotors obsolet wird, was wiederum einen
energetisch sparsameren Prozess zur Folge hat. Weiterhin muss, wie bereits ausgeführt,
keine elektrische Einrichtung zur Drehrichtungsumkehr vorgesehen werden bzw. entfällt
ein entsprechender Programmteil in der Steuerung. Insgesamt wird der Reinigungsvorgang
des Wärmetauschers durch die entfallene Richtungsumkehr verkürzt. Die Endlagenpositionen
des Reinigungselements werden durch den Umkehrschliff des Kreuzgewindes automatisch
definiert und können somit nicht überfahren werden. Schließlich können die oben beschriebenen
Positionsmessmittel entfallen.
[0029] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Verwendung des erfindungsgemäßen Wärmetauschers
zur Verflüssigung eines Gases. Hierbei ist koaxial zum ersten Zylinderrohr des Wärmetauschers
ein zweites Zylinderrohr angeordnet, wobei zwischen erstem und zweitem Zylinderrohr
ein Kühlmittel strömt. Weiterhin strömt zwischen erstem Zylinderrohr und Gewindespindel
ein Arbeitsmedium, welches das zu verflüssigende Gas enthält. Beim oben beschriebenen
Beispiel von Erdgas kann das zu verflüssigende Gas beispielsweise Stickstoff sein.
Das Kühlmedium strömt bei einer niedrigeren Temperatur als das Arbeitsmedium, wobei
der Druck und die Temperatur des Kühlmediums sowie der Druck des Arbeitsmediums derart
eingestellt werden, dass durch den Wärmetausch mit dem Kühlmedium das zu verflüssigende
Gas im Arbeitsmedium sich verflüssigt. Im oben genannten Beispiel von Erdgas kann
beispielsweise als Kühlmedium verflüssigter Stickstoff bei einem Druck von 1 bar und
einer Temperatur von -196°C eingesetzt werden. Das Arbeitsmedium (Erdgas) wird, insbesondere
nach entsprechender Vorkühlung durch vorgeschaltete Wärmetauscher mit einem Druck
von beispielsweise 10 bar eingeleitet. Durch Wärmetausch mit dem Kühlmedium kann sich
der im Erdgas enthaltene Stickstoff auf eine Temperatur von - 170°C und darunter abkühlen,
so dass er bei einem Druck von 10 bar sich verflüssigt.
[0030] Das genannte Verfahren kann analog zur Verflüssigung von Helium, Sauerstoff und/oder
Wasserstoff als ein oder mehrere Bestandteile in einem Arbeitsmedium eingesetzt werden.
Konkrete Beispiele für die Verflüssigung von Helium, Wasserstoff und Sauerstoff sind
im Folgenden angegeben:
Verflüssigung von verschiedenen Gasen beispielsweise zum Zweck der Abscheidung aus
Gasgemischen
Verflüssigung von O2:
[0031]
Kühlmedium vorzugsweise Flüssigstickstoff zwischen 1 und 15bar;
Temperaturbereich des Kühlmediums -163°C@15bar bis -196°C@1bar;
Druck des zu verflüssigenden O2 1bar-50bar;
erste Verflüssigungstemperatur @ 1bar -183°C;
zweite Verflüssigungstemperatur @ 50bar -119°C;
[0032] Der Druck des Kühlmediums wird jeweils so gewählt, dass die Temperatur des Kühlmediums
stets geringer ist als die des Arbeitsmediums.
Verflüssigung von H2:
[0033]
Kühlmedium vorzugsweise Flüssighelium zwischen 1 und 2,2bar;
Temperaturbereich des Kühlmediums -267°C@2,2bar bis -268°C@1bar;
[0034] Der Druck des Kühlmediums wird jeweils so gewählt, dass die Temperatur des Kühlmediums
stets geringer ist als die des Arbeitsmediums.
[0035] Alternatives Kühlmedium Flüssigwasserstoff zwischen 1 und 13bar; Temperaturbereich
des Kühlmediums -240°C@13bar bis -253°C@1bar. Im speziellen Fall, dass als Kühlmedium
das gleiche Medium wie das zu verflüssigende Medium verwendet wird, muss der Druck
im Kühlmedium geringer sein als der Druck des Arbeitsmediums, sodass die Kühlmitteltemperatur
aufgrund des niedrigeren Gleichgewichtspunkts geringer ist.
Druck des zu verflüssigenden H2 1bar - 13bar;
erste Verflüssigungstemperatur @ 1bar -253°C;
zweite Verflüssigungstemperatur @ 13bar -240°C;
Verflüssigung von He:
[0036]
Kühlmedium vorzugsweise Flüssighelium zwischen 1 und 2,2bar;
Temperaturbereich des Kühlmediums -267°C@2,2bar bis -268°C@1bar;
[0037] Im speziellen Fall, dass als Kühlmedium das gleiche Medium wie das zu verflüssigende
Medium verwendet wird, muss der Druck im Kühlmedium geringer sein als der Druck des
Arbeitsmediums, sodass die Kühlmitteltemperatur aufgrund des niedrigeren Gleichgewichtspunkts
geringer ist.
Druck des zu verflüssigenden He 1bar - 2,2bar;
erste Verflüssigungstemperatur @ 1bar -268°C;
zweite Verflüssigungstemperatur @ 2,2bar -267°C;
[0038] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0039] Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung schematisch
dargestellt und wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0040]
- Figur 1
- zeigt schematisch einen in Längsschnitt einer vorteilhaften Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen Wärmetauschers,
- Figur 2
- zeigt eine Kühlwendel als erstes Zylinderrohr des in Figur 1 dargestellten Wärmetauschers,
- Figur 3
- zeigt ein Reinigungselement, wie es bei dem Wärmetauscher gemäß Figur 1 eingesetzt
ist, und
- Figur 4
- zeigt schematisch den Ausschnitt einer Gewindespindel mit einem Kreuzgewinde.
Ausführliche Beschreibung der Figuren
[0041] Figur 1 zeigt schematisch einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform eines Wärmetauschers
13, wie er insbesondere zur Kühlung von Erdgas verwendet werden kann. In dieser einfachen
Ausgestaltung weist der Wärmetauscher 13 ein Außenzylinderrohr 1 auf, das eine Kühlwendel
2 umgibt. Diese Kühlwendel 2 ist ihrerseits als Zylinderrohr ausgeführt und weist
wenigstens einen, vorzugsweise spiralförmigen Kanal 23 an ihrer Außenfläche auf, der
der Führung eines Kühlmittels dient. Wie in Figur 2 dargestellt, wird dieser Kanal
23 durch eine entsprechende Wendel 21 auf der Außenfläche der Kühlwendel 2 erzeugt.
Die Innenfläche der hohlzylindrischen Kühlwendel weist Führungs- bzw. Profilnuten
22 auf. Diese wenigstens eine Führungsnut 22 dient der Führung eines Reinigungselements
oder Räumers 12.
[0042] Im Inneren der Kühlwendel 2 befindet sich koaxial zu dieser eine Gewindespindel 3.
Die Gewindespindel 3 wird von einem Antriebsmotor 4 angetrieben und ist in einer Lagerstelle
gelagert, die vorzugsweise als Axial-/Radial-Mischlager 5 ausgeführt ist. Am anderen
Ende der Gewindespindel 3 ist diese in einer radialen Lagerstelle, die vorzugsweise
als Gleitlagerbuchse 8 ausgeführt ist, gelagert. An diesem Ende des Wärmetauschers
13 ist außerdem ein thermisch entkoppeltes Kondensatreservoir 7 sowie ein Heizelement
9 zur Erhitzung von Kondensat in dem Kondensatreservoir 7 vorhanden.
[0043] Am anderen Ende des Wärmetauschers 13 trennt eine Partikelbarriere 11 den Antriebsmotor
4 von dem Arbeitsraum für das Arbeitsmedium. Die Partikelbarriere 11 dient außerdem
zum Schutz des Antriebsmotors 4 und des Lagers 5 vor groben Partikeln, agiert aber
nicht als Gasdichtung.
[0044] In der hier dargestellten Ausführungsform gemäß Figur 1 sind mehrere Außenzylinderrohre
1 durch eine Klemmvorrichtung 10 verbunden. Die Klemmvorrichtung 10 ist so aufgebaut,
dass zwei Überwurfringe mit einem Innengewinde auf das Außenzylinderrohr 1, das wiederum
mit einem Außengewinde versehen ist, aufgeschraubt werden. Die Überwurfringe werden
mittels Schrauben zusammengezogen und die einzelnen Segmente werden aneinander gepresst
und durch eine Dichtung abgedichtet. Auch mehrere solcher Außenzylinderrohre können
als ein "Außenzylinderrohr" verstanden und bezeichnet werden.
[0045] Ein Reinigungselement oder Räumer 12 ist neben der Partikelbarriere 11 in seiner
Ruheposition angeordnet. Bei Inbetriebnahme des Antriebsmotors 4 wird die Gewindespindel
3 in Drehung versetzt, sodass der Räumer 12 auf der Gewindespindel entlang den Führungs-
bzw. Profilnuten 22 der Kühlwendel 2 in axialer Richtung verschoben wird. Im vorliegenden
Beispiel wird eine Gewindespindel 3 beispielsweise mit Trapezprofil eingesetzt. Eine
Umkehr der Bewegungsrichtung des Räumers 12 setzt eine Umkehr der Rotationsrichtung
der Gewindespindel 3 voraus. Eine andere Ausführungsart der Gewindespindel 3 ist weiter
unten im Zusammenhang mit Figur 4 erläutert.
[0046] Im Betrieb des Wärmetauschers 13 wird über eine Arbeitsmedium-Eintrittsöffnung 14
beispielsweise feuchtes, verschmutztes Arbeitsmedium in den Zwischenraum zwischen
Gewindespindel 3 und zwischen Kühlwendel 2 geführt und strömt in axialer Richtung
zu der Arbeitsmedium-Austrittsöffnung 15 am anderen Ende des Wärmetauschers 13. Das
Arbeitsmedium strömt dabei in den Profilnuten 22 auf der Innenfläche der hohlzylindrischen
Kühlwendel 2 (vgl. Figur 2) entlang der Drehachse der Gewindespindel 3. Über eine
Kühlmittel-Eintrittsöffnung 16 wird dem Raum zwischen Kühlwendel 2 und Außenzylinderrohr
1 Kühlmittel zugeführt, das zum anderen Ende des Wärmetauschers 13 fließt und diesen
durch die Kühlmittel-Austrittsöffnung 17 verlässt. Das Kühlmittel strömt dabei in
dem zwischen Außenzylinderrohr 1 und Kühlwendel 2 gebildeten Kanal 23 spiralförmig
in axialer Richtung. Das Kühlmittel entzieht der Kühlwendel 2 Wärme, sodass wiederum
dem Arbeitsmedium Wärme entzogen wird.
[0047] In einem speziellen Anwendungsfall wird Erdgas mit einem Druck von 4 bis maximal
220 bar aus einer unterirdischen Kaverne auf eine Temperatur von ca. 20°C temperiert.
In einem ersten Wärmetauscher wird das Arbeitsmedium auf vorzugsweise 1°C abgekühlt.
In einem zweiten Wärmetauscher, der mit dem ersten Wärmetauscher in Serie geschaltet
ist, wird das Arbeitsmedium auf vorzugsweise -40°C bis -60°C abgekühlt. In einer dritten
Stufe wird das Arbeitsmedium auf vorzugsweise -80°C bis - 150°C abgekühlt und in einer
letzten Stufe wird das Arbeitsmedium über einen wiederum in Serie geschalteten Wärmetauscher
verflüssigt. Die Temperatur des Erdgases wird dabei auf bis zu -196°C abgesenkt, wobei
es zur Unterkühlung des Erdgases kommt. Die erste Stufe fällt dabei einen Großteil
des Wasseranteils aus, die nächsten Stufen hauptsächlich die höheren Kohlenwasserstoffe,
CO
2 sowie weitere Begleitstoffe. Durch die in den jeweiligen Stufen der Wärmetauscher
13 vorhandenen Räumer 12 können auskondensierte Bestandteile jeweils von den wärmeübertragenden
Flächen abgereinigt werden.
[0048] Die ersten beiden Wärmetauscherstufen werden in diesem konkreten Anbindungsfall durch
Kältemaschinen gekühlt, die beiden weiteren durch Flüssigstickstoff, tiefkaltes flüssiges
CNG oder durch tiefkalten gasförmigen Stickstoff. Der maximale Betriebsdruck des Wärmetauschers
ist 300 bar, die zulässigen Betriebstemperaturen betragen 100°C bis -200°C.
[0049] Durch die unterschiedlichen Druckverhältnisse zwischen dem Kühlmedium, beispielsweise
Stickstoff bei maximal 10 bar, und dem Arbeitsmedium, hier CNG mit Begleitstoffen
unter anderem von Stickstoff von 4 bis 220 bar, kann Stickstoff als Begleitstoff bei
hohem Druck (bspw. bei 10 bar) durch Flüssigstickstoff bei niedrigem Druck (bspw.
bei 1 bar), bedingt durch die unterschiedlichen druckabhängigen Phasenübergänge zum
Verflüssigen gebracht und abgeschieden werden. Der hier vorgeschlagene Wärmetauscher
13 kann somit auch zur Verflüssigung von Stickstoff eingesetzt werden.
[0050] Zum Zwecke der Reinigung der Wärmeübertragungsflächen, beispielsweise von Wasser
bzw. Eis in der ersten Stufe bzw. von höheren Kohlenwasserstoffen, CO
2 und weiteren Begleitstoffen in der zweiten und weiteren Stufe, wird die Gewindespindel
3 einer Stufe durch den Antriebsmotor 4 in Rotation versetzt. Der Räumer 12, der einerseits
in das Gewinde der Gewindespindel 3 und andererseits in die Profilnuten 22 der Kühlwendel
2 eingreift, wird hierdurch in eine Translationsbewegung versetzt. Auf seinem Weg
in Richtung Kondensatreservoir 7 nimmt der Räumer 12 die genannten auskondensierten
Begleitstoffe mit. Diese werden bei Erreichen des Kondensatreservoirs 7 in das selbige
geschoben. Das Positionsmessmittel 6 kann aufgrund der definierten Gewindesteigung
der Gewindespindel 3 aus der Anzahl der gemessenen Umdrehungen des Antriebsmotors
4 die Position des Räumers 12 bestimmen. Sobald die Position des Kondensatreservoirs
7 erreicht ist, wird die Drehrichtung des Antriebsmotors 4 umgekehrt, sodass der Räumer
12 zurück in seine Ruheposition wandert. Es ist zweckmäßig, wenn die Ruheposition
die obere Endposition und die Position des Kondensatreservoirs 7 die untere Endposition
des Räumers 12 bei vertikaler Stellung des Wärmetauschers darstellt.
[0051] Das gesammelte Kondensat wird über das Heizelement 9 erwärmt und somit zum Schmelzen
gebracht. Durch Öffnen eines nachgeschalteten Ventils können die Begleitstoffe durch
einen Kondensatablass 18 abgelassen werden.
[0052] Die Reinigung der wärmetauschenden Flächen des Wärmetauschers 13 erfolgt beispielsweise
nach empirisch ermitteltem Periodendauern oder bei Erreichen eines extern gemessenen
maximal zulässigen Differenzdrucks, der auf eine Verkleinerung des freien Strömungsquerschnitts
im Arbeitsraum bedingt durch abgelagerte Begleitstoffe schließen lässt. Durch die
Abreinigung wird ein möglichst hoher und konstanter Wärmeübertragungswert erzielt.
Im Vergleich zu den Systemen nach dem Stand der Technik beansprucht der Wärmetauscher
13 aufgrund der effektiv genutzten Wärmeübertragungsflächen ein geringeres Bauvolumen.
[0053] Der segmentweise Aufbau des Wärmeübertragers 13 ermöglicht einen modularen Aufbau.
Die Wärmeübertragungsleistung ist somit über die Vergrößerung bzw. Verkleinerung der
Wärmeübertragungsflächen variierbar.
[0054] Durch den Einsatz des genannten Positionserfassungsmittels 6 wird stets die IstPosition
des Räumers 12 überwacht. Ein etwaiges Festfressen kann durch Messung des Schlupfs
frühzeitig erkannt werden.
[0055] Es sei darauf hingewiesen, dass der hier erläuterte Wärmetauscher 13 nicht nur für
die Erdgasverflüssigung, sondern für eine Vielzahl industrieller Anwendungen mit entsprechenden
Arbeitsmedien adaptierbar und einsetzbar ist. Der Räumer 12 kann als wenig komplexes
Austauschteil an die Bedürfnisse der jeweiligen Einsatzgebiete angepasst und im Schadensfall
rasch ersetzt werden.
[0056] Figur 3 zeigt einen Räumer 12 bzw. ein Reinigungselement 12, wie es in dem Wärmetauscher
13 zum Einsatz kommen kann. Dargestellt sind die Außennuten 122 des Räumers 12, die
den Führungsnuten 22 der Kühlwendel 2 entsprechen. Das Innengewinde 121 des Räumers
12 entspricht dem Gewinde der Gewindespindel 3. Der Räumer 12 weist Aussparungen bzw.
Einfräsungen 123 auf. Durch letztere enthält der Räumer 12 "Zähne" bzw. "Klauen",
die vermeiden, dass sich Ablagerungen im Gewinde ansammeln und zu einem Blockieren
des Räumers 12 führen. Die Ablagerungen können nämlich durch die Aussparungen bzw.
Einfräsungen 123 in den Zwischenraum eintreten und bei vertikaler Lage des Wärmetauschers
nach unten Richtung Kondensatreservoir 7 fallen. Weiterhin dient der in Bewegungsrichtung
des Abreinigens sich vergrößernde Innendurchmesser des Räumers 12 zum leichteren Einführen
in die verunreinigte Gewindespindel bei Beginn des Reinigungsprozesses.
[0057] Figur 4 zeigt schließlich eine alternative Ausgestaltung einer Gewindespindel 3',
bei der es sich um eine Kreuzgewindespindel 3' handelt. Die Welle mit Kreuzgewinde
ist mit 31 bezeichnet. Der darin laufende Gleitstein mit 32. Bei dieser Ausgestaltung
ist der Räumer 12 mit dem Gleitstein 32 verbunden und bewegt sich bei Rotation der
Gewindespindel 3' in axialer Richtung.
[0058] Vorteil ist hier, wie oben bereits erläutert, dass der in der Gewindenut gleitende
Gleitstein 32 bei Drehung der Gewindespindel 3' in einer einzigen Rotationsrichtung
von einer ersten Bewegungsrichtung in eine zweite, entgegengesetzte Bewegungsrichtung
überführt wird, ohne die Rotationsrichtung der Welle 31 zu ändern. Durch die Überlagerung
des Links- und Rechtsgewindegangs bildet sich auf der Welle 32 ein typisch deltoid-förmiges
Muster aus.
[0059] Wie ebenfalls oben beschrieben, ermöglicht die Gewindespindel 3' ein energetisch
sparsameren Prozess, da der Elektromotor nicht abgebremst und erneut gestartet werden
muss. Außerdem kann eine Positionsmessung des Räumers 12 und somit das in Figur 1
dargestellte Positionsmessmittel 6 entfallen. Der Abreinigungsvorgang des Wärmetauschers
13 wird durch den Entfall der Richtungsumkehr nochmals verkürzt.
Bezuqszeichenliste
[0060]
- 1
- Außenzylinderrohr, zweites Zylinderrohr
- 2
- Kühlwendel, erstes Zylinderrohr
- 3, 3'
- Gewindespindel
- 4
- Antriebsmotor
- 5
- Axial-/Radiallager
- 6
- Positionsmessmittel
- 7
- Kondensatreservoir, Ablagerungsspeicher
- 8
- Gleitlagerbuchse
- 9
- Heizelement
- 10
- Klemmvorrichtung
- 11
- Partikelbarriere
- 12
- Räumer, Reinigungselement
- 13
- Wärmetauscher
- 14
- Arbeitsmedium-Eintrittsöffnung
- 15
- Arbeitsmedium-Austrittsöffnung
- 16
- Kühlmittel-Eintrittsöffnung
- 17
- Kühlmittel-Austrittsöffnung
- 18
- Kondensatablass
- 21
- Wendel
- 22
- Führungsnut, Profilnut
- 23
- Kanal
- 121
- Innengewinde des Reinigungselements
- 122
- Außennut
- 123
- Aussparung, Einfräsung
- 31
- Welle der Gewindespindel 3'
- 32
- Gleitstein
1. Wärmetauscher mit
einem ersten Zylinderrohr (2) und einer koaxial im ersten Zylinderrohr (2) verlaufenden
Gewindespindel (3),
wobei die Innenfläche des ersten Zylinderrohrs (2) Führungsnuten (22) aufweist und
wobei auf der Gewindespindel (3) ein Reinigungselement (12) derart angebracht ist,
dass das Reinigungselement (12) durch Drehung der Gewindespindel (3) in axialer Richtung
entlang der Führungsnuten (22) verschoben wird
dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Zylinderrohr (1), koaxial zu dem ersten Zylinderrohr (2) angeordnet ist
und wobei
die Außenfläche des ersten Zylinderrohrs (2) eine in axialer Richtung spiralförmig
verlaufende Wendel (21) aufweist.
2. Wärmetauscher nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Reinigungselement
(12) als im Wesentlichen hohlzylindrisch geformtes Reinigungselement (12) ausgebildet
ist, wobei die Innenfläche des Reinigungselements (12) ein Innengewinde (121) korrespondierend
zum Gewinde der Gewindespindel (3) aufweist und wobei die Außenfläche des Reinigungselements
(12) Außennuten (122) korrespondierend zu den Führungsnuten (22) der Innenfläche des
ersten Zylinderrohrs (2) aufweist.
3. Wärmetauscher nach Anspruch 2, bei dem das Reinigungselement (12) Aussparungen (123)
im ansonsten im Wesentlichen zylindrisch geformten Umfang aufweist, die sich parallel
zur axialen Richtung erstrecken.
4. Wärmetauscher nach Anspruch 3, bei dem die Aussparungen (123) im Reinigungselement
(12) in Umfangsrichtung äquidistant angeordnet sind.
5. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 2-4, bei dem das Innengewinde (121) des Reinigungselements
(12) einen in axialer Richtung sich vergrößernden Durchmesser aufweist.
6. Wärmetauscher nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei ein Ablagerungsspeicher
(7) für mittels des Reinigungselements (12) ausgereinigte Verunreinigungen mit dem
Zwischenraum zwischen Gewindespindel (3) und Innenfläche des ersten Zylinderrohrs
(2) insbesondere thermisch entkoppelt verbunden ist.
7. Wärmetauscher nach Anspruch 6, bei dem ein Heizelement (9) vorhanden und
derart angeordnet ist, dass im Ablagerungsspeicher (7) vorhandene Verunreinigungen
erwärmt werden können.
8. Wärmetauscher nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei dem ein Positionsmessmittel
(6) vorhanden und derart angeordnet ist, dass die Position des Reinigungselements
(12) in axialer Richtung gemessen werden kann.
9. Wärmetauscher nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei zum Antrieb der Gewindespindel
(3) ein Antriebsmotor (4) vorhanden ist, und wobei eine Partikelbarriere (11) zwischen
Antriebsmotor (4) und dem Zwischenraum zwischen Gewindespindel (3) und Innenfläche
des ersten Zylinderrohrs (2) vorhanden ist.
10. Wärmetauscher nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Gewindespindel (3)
als Gewindeprofil ein Trapezprofil aufweist.
11. Wärmetauscher nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Gewindespindel (3') als
Gewinde ein Kreuzgewinde aufweist.
12. Wärmetauscher nach Anspruch 11, bei dem in der Gewindenut des Kreuzgewindes der Gewindespindel
(3') ein Gleitstein (32) gleitend gelagert ist, der mit dem Reinigungselement (12)
verbunden ist.
13. Wärmetauscheranlage mit mehreren in Serie geschalteten Wärmetauschern nach einem der
Ansprüche 1 bis 12.
14. Verwendung eines Wärmetauschers gemäß einem der Ansprüche 1-12 zur Verflüssigung eines
Gases, bei dem
koaxial zum ersten Zylinderrohr (2) ein zweites Zylinderrohr (1) angeordnet ist, wobei
zwischen erstem und zweitem Zylinderrohr ein Kühlmittel strömt, wobei zwischen erstem
Zylinderrohr (2) und Gewindespindel (3) ein Arbeitsmedium strömt, welches das zu verflüssigende
Gas enthält, und wobei das Kühlmedium bei einer niedrigeren Temperatur als das Arbeitsmedium
strömt, wobei Druck und Temperatur des Kühlmediums sowie der Druck des Arbeitsmediums
derart eingestellt werden, dass durch den Wärmetausch mit dem Kühlmedium das zu verflüssigende
Gas im Arbeitsmedium sich verflüssigt.
15. Verwendung nach Anspruch 14, wobei als Kühlmedium das gleiche Medium wie das zu verflüssigende
Gas eingesetzt wird, wobei der Druck des Kühlmediums geringer als der des Arbeitsmediums
gewählt wird.
1. Heat exchanger, having
a first cylinder tube (2) and a threaded spindle (3) extending coaxially in the first
cylinder tube (2),
wherein the inner surface of the first cylinder tube (2) has guide grooves (22), and
wherein a cleaning element (12) is mounted on the threaded spindle (3) in such a way
that the cleaning element (12) is displaced in the axial direction along the guide
grooves (22) via rotation of the threaded spindle (3),
characterized in that a second cylinder tube (1) is arranged coaxially with the first cylinder tube (2),
and wherein
the outer surface of the first cylinder tube (2) has a helix (21) extending in a spiral
in the axial direction.
2. Heat exchanger according to one of the preceding claims, wherein the cleaning element
(12) is designed as a substantially hollow cylindrical cleaning element (12), wherein
the inner surface of the cleaning element (12) has an internal thread (121) corresponding
to the thread of the threaded spindle (3), and wherein the outer surface of the cleaning
element (12) has external grooves (122) corresponding to the guide grooves (22) of
the inner surface of the first cylinder tube (2).
3. Heat exchanger according to claim 2, in which the cleaning element (12) has, in the
otherwise substantially cylindrical circumference, recesses (123) extending parallel
to the axial direction.
4. Heat exchanger according to claim 3, in which the recesses (123) in the cleaning element
(12) are arranged equidistantly in the circumferential direction.
5. Heat exchanger according to one of claims 2-4, in which the internal thread (121)
of the cleaning element (12) has a diameter which increases in the axial direction.
6. Heat exchanger according to one of the preceding claims, wherein a deposition storage
(7) for contaminants cleaned off by means of the cleaning element (12) is connected,
in particular in a thermally decoupled manner, to the intermediate space between the
threaded spindle (3) and the inner surface of the first cylinder tube (2).
7. Heat exchanger according to Claim 6, in which a heating element (9) is present and
arranged in such a way that contaminants present in the deposition storage (7) can
be heated.
8. Heat exchanger according to one of the preceding claims, in which a position measuring
means (6) is present and arranged in such a way that the position of the cleaning
element (12) can be measured in the axial direction.
9. Heat exchanger according to one of the preceding claims, wherein a drive motor (4)
is present for driving the threaded spindle (3), and wherein a particle barrier (11)
is present between the drive motor (4) and the intermediate space between the threaded
spindle (3) and the inner surface of the first cylinder tube (2).
10. Heat exchanger according to one of the preceding claims, wherein the threaded spindle
(3) has a trapezoidal profile as a thread profile.
11. Heat exchanger according to one of claims 1 to 9, wherein the threaded spindle (3')
has a cross-thread as a thread.
12. Heat exchanger according to claim 11, in which a sliding block (32), which is connected
to the cleaning element (12), is mounted so as to slide in the thread groove of the
cross-thread of the threaded spindle (3').
13. Heat exchanger system having a plurality of serially connected heat exchangers according
to one of claims 1 to 12.
14. Use of a heat exchanger according to one of claims 1-12 for liquefying a gas, in which
a second cylinder tube (1) is arranged coaxially with the first cylinder tube (2),
a coolant flows between the first and the second cylinder tube,
a working medium which contains the gas to be liquefied flows between the first cylinder
tube (2) and the threaded spindle (3), and
wherein the cooling medium flows at a lower temperature than the working medium, wherein
the pressure and temperature of the cooling medium and the pressure of the working
medium are adjusted in such a way that the gas to be liquefied in the working medium
liquefies as a result of the heat exchange with the cooling medium.
15. Use according to claim 14, wherein the same medium as the gas to be liquefied is used
as the cooling medium, wherein the pressure of the cooling medium is selected to be
lower than that of the working medium.
1. Échangeur de chaleur comprenant
un premier tube cylindrique (2) et une broche filetée (3) s'étendant coaxialement
dans le premier tube cylindrique (2),
la surface intérieure du premier tube cylindrique (2) présentant des rainures de guidage
(22) et un élément de nettoyage (12) étant monté sur la broche filetée (3) de telle
sorte que la rotation de la broche filetée (3) entraîne le coulissement de l'élément
de nettoyage (12) dans la direction axiale le long des rainures de guidage (22)
caractérisé en ce qu'un deuxième tube cylindrique (1) est disposé coaxial au premier tube cylindrique (2)
et
la surface extérieure du premier tube cylindrique (2) présentant une spirale (21)
s'étendant en forme de spirale dans la direction axiale.
2. Échangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
l'élément de nettoyage (12) est conçu comme un élément de nettoyage (12) formé essentiellement
comme un cylindre creux, dans lequel la surface intérieure de l'élément de nettoyage
(12) est pourvue d'un filetage intérieur (121) correspondant au filetage de la broche
filetée (3) et dans lequel la surface extérieure de l'élément de nettoyage (12) est
pourvue de rainures extérieures (122) correspondant aux rainures de guidage (22) de
la surface intérieure du premier tube cylindrique (2).
3. Échangeur de chaleur selon la revendication 2, dans lequel l'élément de nettoyage
(12) présente des encoches (123) dans la périphérie formée par ailleurs essentiellement
cylindrique, qui s'étendent parallèlement à la direction axiale.
4. Échangeur de chaleur selon la revendication 3, dans lequel les encoches (123) sont
disposées dans l'élément de nettoyage (12) de manière équidistante dans la direction
périphérique.
5. Échangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, dans lequel
le filetage intérieur (121) de l'élément de nettoyage (12) présente un diamètre croissant
dans la direction axiale.
6. Échangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
un réservoir d'accumulation (7) pour les impuretés nettoyées au moyen de l'élément
de nettoyage (12) est raccordé, en particulier découplé thermiquement, à l'espace
entre la broche filetée (3) et la surface intérieure du premier tube cylindrique (2).
7. Échangeur de chaleur selon la revendication 6, dans lequel un élément de chauffage
(9) est présent et disposé de telle sorte que les impuretés présentes dans le réservoir
d'accumulation (7) puissent être chauffées.
8. Échangeur de chaleur selon une des revendications précédentes, dans lequel un moyen
de positionnement (6) est présent et disposé de telle sorte que la position de l'élément
de nettoyage (12) puisse être mesurée dans la direction axiale.
9. Échangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
un moteur d'entraînement (4) est présent pour l'entraînement de la broche filetée
(3) et dans lequel une barrière à particules (11) est présente entre le moteur d'entraînement
(4) et l'espace entre la broche filetée (3) et la surface intérieure du premier tube
cylindrique (2).
10. Échangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel
la broche filetée (3) présente un profil trapézoïdal en guise de profil de filetage.
11. Échangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, dans lequel
la broche filetée (3) présente un filetage croisé en guise de filetage.
12. Échangeur de chaleur selon la revendication 11, dans lequel, dans la rainure de filetage
du filetage croisé de la broche filetée (3'), est disposé un coulisseau (32) coulissant,
qui est raccordé à l'élément de nettoyage (12).
13. Système d'échangeur de chaleur comprenant plusieurs échangeurs de chaleur selon l'une
quelconque des revendications 1 à 12 raccordés en série.
14. Utilisation d'un échangeur de chaleur selon l'une quelconque des revendications 1
à 12 pour liquéfier un gaz, dans lequel
un deuxième tube cylindrique (1) est disposé coaxial au premier tube cylindrique (2),
un liquide de refroidissement circulant entre les premier et deuxième tubes cylindriques,
un fluide de travail circulant entre le premier tube cylindrique (2) et la broche
filetée (3), lequel contient le gaz à liquéfier, et
le fluide de refroidissement circulant à une température inférieure à celle du fluide
de travail, la pression et la température du fluide de refroidissement, ainsi que
la pression du fluide de travail, étant réglées de telle sorte que le gaz à liquéfier
dans le fluide de travail se liquéfie par le biais de l'échange de chaleur avec le
fluide de refroidissement.
15. Utilisation selon la revendication 14, dans laquelle le même fluide que le gaz à liquéfier
est utilisé comme fluide de refroidissement, dans laquelle la pression du fluide de
refroidissement est sélectionnée pour être inférieure à celle du fluide de travail.