[0001] Die Erfindung betrifft einen Verbinder für supraleitfähige Leiter sowie eine Verwendung
des Verbinders.
[0002] Supraleiter sind Materialien, deren elektrischer Widerstand unterhalb einer bestimmten
Temperatur, der Übergangstemperatur, komplett verschwindet. Folglich haben Supraleiter
keine elektrischen DC-Verluste, sofern sie bei genügend tiefen Temperaturen betrieben
werden. Ein Leiter für den Stromtransport oder eine Spule aus solchen supraleitenden
Materialien weist folglich keine DC-Verluste auf. Somit kann ein Strom über solch
einen Leiter sehr effektiv übertragen werden. Insbesondere können mit supraleitenden
Magneten hohe Magnetfelder sehr effizient erzeugt werden. Man unterscheidet Tieftemperatur-
und Hochtemperatur-Supraleiter nach dem Wert der Temperatur des Phasenübergangs vom
supraleitenden zum normalleitenden Zustand. Bei Tieftemperatur-Supraleitern liegt
dieser typischerweise unter 30 K, bei Hochtemperatur-Supraleitern zum Teil sehr deutlich
höher, z.B. über der Siedetemperatur des Stickstoffs (T = -196°C). Daher werden Hochtemperatur-Supraleiter
(HTS) auch für weitergehende Anwendungen diskutiert, da - im Vergleich zu Tieftemperatur-Supraleitern
- der Aufwand für die Kühlung deutlich reduziert ist. Dazu zählen u.a. die Energieübertragung,
rotierende Maschinen, wie z.B. Generatoren, Motoren, etc., oder Magnete, z.B. für
Teilchenbeschleuniger.
[0003] Hochtemperatur-Supraleiter aus Seltenerd-Barium-Kupfer-Oxid-Materialien (engl. Rare
Earth Barium Copper Oxide, kurz REBCO) sind im Hinblick auf die Feld- und Temperaturbereiche
sowie auf die Stromdichte die derzeit auf dem Markt erhältlichen interessantesten
HTS-Materialien. Diese Materialien werden in Form von dünnen Bändern hergestellt,
bei denen der Supraleiter als dünne Schicht mit einer Dicke von ungefähr 1 µm auf
ein Substrat aufgebracht wird, so dass ein Band mit einer typischen Dicke von 100
µm bei einer Breite im Millimeter-Bereich entsteht. Für diese flachen Bänder können
keine klassischen Verseilungstechniken zur Herstellung von supraleitfähigen Leitern
bzw. Kabeln hoher Stromtragfähigkeit angewandt werden. Vielmehr werden in neuesten
Ansätzen Stapel von Supraleiterbändern hergestellt, um aus den Supraleiterbändern
elektrische Leiter bzw. Kabel für höhere Ströme zu fertigen.
[0004] Bei der Übertragung hoher elektrischer Leistungen durch Supraleiter müssen die Leiter
entsprechend gekühlt werden. Um hohe Stromdichten im Bündel bzw. Kabel zu erzielen,
müssen diese somit auch möglichst kompakt sein. Gleichzeitig ist aber auch eine hohe
mechanische Stabilität notwendig, z.B. im Hinblick auf mechanische Abstützung mit
möglichst geringem Wärmeeintrag, thermischen Zyklen oder elektromagnetische Kräften.
[0005] Um solche supraleitfähigen Leiter bzw. Kabel in Anwendungen zu nutzen, sind jedoch
nicht nur die Leiter selbst, sondern auch elektrische Verbinder, mit denen die supraleitfähigen
Leiter zusammengefügt bzw. verbunden werden können, von entscheidender Bedeutung.
Insbesondere ist es gerade bei solchen supraleitfähigen Leitern wichtig, dass ein
durch die Verbindung entstehender elektrischer Verbinderwiderstand und/oder Verbindungswiderstand
möglichst gering oder vernachlässigbar ist. Unter Verbinderwiderstand wird im Sinne
dieser Beschreibung insbesondere der elektrische Widerstand des Verbinders selbst
verstanden. Die Summe aus dem Verbinderwiderstand und gegebenenfalls auftretenden
Kontaktwiderständen zwischen den Leitern und dem Verbinder wird im Folgenden als Verbindungswiderstand
bezeichnet.
[0006] Herkömmlicherweise werden die einzelnen Supraleiter-Bänder eines supraleitfähigen
Leiters oder Kabels individuell mit den Supraleiter-Bändern eines weiteren supraleitfähigen
Leiters oder Kabels kontaktiert. Dies ist aber sehr zeit- und kostenaufwendig und
daher nicht für industrielle Zwecke geeignet.
[0007] Eine weitere bekannte Möglichkeit, supraleitfähige Kabel miteinander zu verbinden,
ist die sogenannte Lap-Joint-Verbindung. Hierbei werden die supraleitfähigen Leiter
z.B. in einen Kupfer-Block derart eingelötet, dass sich die Enden der zu verbindenden
Leiter überlappen. Durch den Überlapp kann der Strom über die komplette eingelötete
Länge der supraleitfähigen Leiter direkt von dem einen Leiter in den anderen fließen.
Je nach Überlappungsgrad kann der elektrische Verbinderwiderstand gering gehalten
werden.
[0008] Jedoch weisen die herkömmlichen Lösungen Nachteile auf. So ist es z.B. sehr zeitaufwendig,
direkte Verbindungen der einzelnen Supraleiterbänder herzustellen. Darüber hinaus
können solche Verbindungen vergleichsweise instabil sein. Bei den Lap-Joint Verbindungen
ist ein möglichst großer Überlapp der zu verbindenden Leiter vorteilhaft, um den Verbinderwiderstand
zu reduzieren. Dies geht jedoch auf Kosten der Kompaktheit. Zudem sind die herkömmlichen
Verbindungsmethoden bzw. Verbinder sehr unflexibel in der Handhabung, insbesondere
beim Verlegen von supraleitfähigen Leitern bzw. Kabeln. Ein flexibles Verbinden bzw.
Verlegen supraleitfähiger Leiter bzw. Kabel spielt vor allem deshalb eine wichtige
Rolle, weil die Supraleiterstapel, aus denen die Leiter bzw. Kabel in der Regel gefertigt
sind, sich nur sehr eingeschränkt biegen lassen.
[0010] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Verbinder für supraleitfähige
Leiter bzw. Kabel bereitzustellen, welcher kompakt, einfach handhabbar und flexibel
einsetzbar ist.
[0011] Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der nebengeordneten Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Ein erster unabhängiger Aspekt zur Lösung der Aufgabe betrifft einen Verbinder zum
elektrischen Verbinden zumindest eines ersten supraleitfähigen Leiters mit zumindest
einem zweiten supraleitfähigen Leiter, umfassend:
- ein elektrisch leitfähiges Basiselement mit einem ersten Endabschnitt, an dem der
zumindest eine erste supraleitfähige Leiter elektrisch kontaktierbar, insbesondere
anlötbar, ist und einem zweiten Endabschnitt, an dem der zumindest eine zweite supraleitfähige
Leiter elektrisch kontaktierbar ist, wobei das Basiselement zumindest eine Nut aufweist;
und
- zumindest ein supraleitfähiges Zusatzelement, das zumindest bereichsweise in der Nut
des Basiselements angeordnet ist und sich von dem ersten Endabschnitt zu dem zweiten
Endabschnitt des Basiselements erstreckt, wobei das zumindest eine supraleitfähige
Zusatzelement unabhängig von den miteinander zu verbindenden Leitern in dem Verbinder
integriert ist.
[0013] Das Basiselement bzw. der Basiskörper des Verbinders ist in erster Linie das mechanische
Verbindungs- oder Zwischenstück zwischen den elektrisch zu verbindenden supraleitenden
Leitern bzw. Kabeln. Das Basiselement ist aber auch elektrisch leitfähig, d.h. zumindest
normalleitfähig. Vorzugsweise ist das Basiselement zumindest teilweise oder vollständig
aus einem leitfähigen Metall wie z.B. Kupfer, Aluminium oder Silber gebildet. Beispielsweise
ist das Basiselement ein Kupferblock. Das Basiselement weist einen ersten Endabschnitt
bzw. ein erstes Ende und einen zweiten Endabschnitt bzw. ein zweites Ende auf. Der
erste Endabschnitt bzw. das erste Ende des Basiselements ist ausgelegt, um mit zumindest
einem ersten supraleitfähigen Leiter bzw. Kabel kontaktiert, d.h. elektrisch verbunden,
zu werden. Beispielsweise kann der erste Endabschnitt mit einem, zwei, drei, vier,
usw. ersten supraleitfähigen Leitern kontaktiert werden. Entsprechend ist auch der
zweite Endabschnitt bzw. das zweite Ende des Basiselements ausgelegt, um mit zumindest
einem zweiten supraleitfähigen Leiter bzw. Kabel kontaktiert bzw. elektrisch verbunden
zu werden. Beispielsweise kann der zweite Endabschnitt mit einem, zwei, drei, vier,
usw. zweiten supraleitfähigen Leitern kontaktiert werden. Insbesondere kann jeder
Endabschnitt des Verbinders bzw. des Basiselements ein oder mehrere vorgesehene Kontaktstellen
zum Kontaktieren eines oder mehrerer supraleitfähiger Leiter bzw. Kabel aufweisen.
[0014] Mit einem ersten und zweiten Leiter sind im Sinne dieser Beschreibung zwei elektrisch
zu verbindende Leiter gemeint. Unter Kontaktieren wird ein elektrisches Verbinden,
insbesondere ein thermisches Zusammenfügen bzw. Anlöten oder auch ein Pressen in geeigneten
Materialien wie Indium, verstanden.
[0015] Der zumindest eine erste und der zumindest eine zweite Leiter sind nicht Bestandteil
des erfindungsgemäßen Verbinders. Lediglich in einem montierten Zustand des Verbinders
ist der zumindest eine erste Leiter mit dem ersten Endabschnitt des Verbinders und/oder
ist der zumindest eine zweite Leiter mit dem zweiten Endabschnitt des Verbinders verbunden.
[0016] Das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement umfasst vorzugsweise einen Supraleiter
bzw. ein Supraleiterband und am bevorzugtesten einen Hochtemperatur-Supraleiter bzw.
ein Hochtemperatur-Supraleiterband, so dass bei entsprechender Kühlung, d.h. bei Temperaturen
unterhalb der Übergangstemperatur des Supraleiters eine supraleitende elektrische
Verbindung zwischen dem ersten Endabschnitt und dem zweiten Endabschnitt des Verbinders
besteht. Mit anderen Worten ist das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement derart
angeordnet, dass es unterhalb der Übergangstemperatur des supraleitfähigen Zusatzelements
den ersten Endabschnitt und den zweiten Endabschnitt supraleitend miteinander verbindet.
Das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement wirkt somit wie ein supraleitfähiger
Bypass, weshalb der erfindungsgemäße Verbinder von den Erfindern auch als "SC-ByPass-Connector"
bezeichnet wird.
[0017] Im montierten Zustand bewirkt das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement eine
im Wesentlichen supraleitende elektrische Verbindung zwischen dem zumindest einen
ersten supraleitfähigen Leiter und dem zumindest einen zweiten supraleitfähigen Leiter.
Mit "im Wesentlichen supraleitend" ist gemeint bzw. soll berücksichtigt werden, dass
gegebenenfalls Kontakwiderstände an den Kontaktstellen zwischen den Leitern und dem
Verbinder möglich sind.
[0018] Das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement ist insbesondere kein Bestandteil
eines zu verbindenden Leiters, sondern ein eigener Bestandteil des erfindungsgemäßen
Verbinders. Mit anderen Worten ist das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement
unabhängig von den miteinander zu verbindenden Leitern in dem Verbinder integriert.
Das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement ist zumindest bereichsweise in dem
Basiselement angeordnet bzw. integriert. Dabei umfasst der Ausdruck "zumindest bereichsweise"
die Begriffe "teilweise", "abschnittsweise" oder "vollständig". Insbesondere ist das
zumindest eine supraleitfähige Basiselement zumindest bereichsweise innerhalb des
Basiselements, insbesondere in einer Nut des Basiselements, angeordnet.
[0019] Das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement in dem erfindungsgemäßen Verbinder
bewirkt vorteilhafterweise, dass der Strom bei der Verbindung zweier oder mehrerer
Leiter nicht über die volle Strecke durch das Basiselement fließen muss, sondern über
das zumindest eine Zusatzelement, welches bei genügend tiefen Temperaturen, d.h. bei
Temperaturen unterhalb der Übergangstemperatur des Zusatzelements, keinen elektrischen
Widerstand aufweist. Somit kann der elektrische Widerstand des Verbinders weitgehend
minimiert bzw. vernachlässigt werden. Zudem ist kein Überlapp der zu verbindenden
Leiter notwendig, so dass der erfindungsgemäße Verbinder auch sehr kompakt sein kann.
[0020] Im Gegensatz zu herkömmlichen Verbindungstypen, die meist darauf beruhen, die einzelnen
Supraleiter-Bänder der zu verbindenden Leiter individuell zu kontaktieren, können
mittels des erfindungsgemäßen Verbinders vorteilhafterweise Kontakte zwischen ganzen
Leiter bzw. Kabel realisiert werden. Solche Kontakte sind einfach herstellbar und
daher auch für eine industrielle Nutzung geeignet.
[0021] Es versteht sich, dass der erfindungsgemäße Verbinder nicht nur zum elektrischen
Verbinden von supraleitfähigen Leitern bzw. Kabeln, sondern auch zum Verbinden von
beliebigen anderen, insbesondere normalleitenden, Leitern bzw. Kabeln geeignet ist.
[0022] Das Basiselement weist zumindest eine Nut auf, in der das zumindest eine supraleitfähige
Zusatzelement zumindest bereichsweise angeordnet ist. Alternativ oder zusätzlich ist
das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement mit dem Basiselement in elektrischem
Kontakt oder elektrisch mit dem Basiselement verbunden. Beispielsweise ist das supraleitfähige
Zusatzelement in die Nut eingelegt, eingepresst und/oder angelötet. Die Nut kann an
einer Oberfläche bzw. Außenseite des Basiselements angeordnet bzw. ausgebildet sein.
Eine Ausnehmung kann im Inneren des Basiselements, insbesondere als Durchgangsöffnung
von dem ersten zum zweiten Endabschnitt, angeordnet bzw. ausgebildet sein..
[0023] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Basiselement mehrere Basiselement-Teile.
Mit anderen Worten kann sich das Basiselement aus mehreren Basiselement-Teilen zusammensetzen.
Im montierten oder zusammengesetzten Zustand des Verbinders bildet die Gesamtheit
der Basiselement-Teile das Basiselement. Insbesondere können die Basiselement-Teile
derart ausgebildet sein, dass im montierten Zustand des Verbinders zwischen zwei Basiselement-Teilen
eine Nut oder Ausnehmung in dem Basiselement ausgebildet ist.
[0024] Alternativ oder zusätzlich umfasst das Basiselement ein Gelenk bzw. ein Scharnier.
Auf diese Weise ist es vorteilhafterweise möglich, das Basiselement bzw. den Verbinder
in einfacher Weise zu biegen.
[0025] Alternativ oder zusätzlich ist das Basiselement teilweise oder vollständig aus Kupfer
gebildet. Beispielsweise umfasst das Basiselement einen oder mehrere Kupfer-Blöcke.
Insbesondere kann das Basiselement ein Kupfer-Block sein.
[0026] Alternativ oder zusätzlich umfasst bzw. ist das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement
zumindest ein Supraleiterband, insbesondere ein Hochtemperatur-Supraleiterband. Vorzugsweise
umfasst das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement einen Stapel aus Supraleiterbändern
bzw. ist das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement ein Stapel aus Supraleiterbändern.
[0027] Ein Supraleiterband ist ein Band, welches ein Substrat umfasst, auf das ein Supraleiter,
insbesondere ein Hochtemperatur-Supraleiter wie z.B. REBCO, als dünne Schicht, beispielsweise
mit einer Dicke von etwa 1 µm, aufgebracht ist. Das Substrat kann z.B. eine Dicke
von etwa 100 µm aufweisen. Ein Supraleiterband hat somit beispielsweise ebenfalls
eine Dicke von etwa 100 µm und kann z.B. eine Breite von einigen Millimetern aufweisen.
[0028] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das Basiselement mehrere Basiselement-Teile
bzw. Basiselement-Abschnitte, die insbesondere ineinander verschiebbar sind, um Längenänderungen
auszugleichen, wobei eine Länge des zumindest einen supraleitfähigen Zusatzelements
größer ist als die Summe der Längen der Basiselement-Teile. Mit anderen Worten ist
eine Länge des zumindest einen supraleitfähigen Zusatzelements größer als eine Länge
des Basiselements. Beispielsweise kann das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement,
insbesondere in einem mittleren Abschnitt des Verbinders, bogenförmig um das Basiselement
angeordnet sein. Mit anderen Worten kann das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement,
insbesondere in einem mittleren Abschnitt des Verbinders, C-förmig ausgebildet bzw.
gebogen sein. Vorzugsweise weist der gebogene Abschnitt des zumindest einen supraleitfähigen
Zusatzelements einen Radius > 1 cm auf. Somit kann gewährleistet werden, dass das
zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement bzw. dessen Supraleiterband oder dessen
Supraleiterbänder im Wesentlichen degradationsfrei gebogen ist bzw. sind und somit
den Strom bei Winkel- oder Längenänderungen des Basiselements weiterhin überträgt
bzw. übertragen.
[0029] Vorzugsweise umfasst der Verbinder bzw. das Basiselement bzw. zumindest eines der
Basiselement-Teile eine Verschiebe-Nut, in der ein oder mehrere Basiselement-Teile
bewegbar bzw. verschiebbar sind. Mit Hilfe der Nut ist das Basiselement bzw. der Verbinder
in seiner Länge variabel bzw. variierbar.
[0030] Bei einem Basiselement, welches mehrere Basiselement-Teile umfasst, kann das zumindest
eine supraleitfähige Zusatzelement bzw. der zumindest eine supraleitfähige Bandstapel
in einfacher Weise z.B. auf der Innenseite der Basiselement-Teile angeordnet bzw.
angebracht sein. Die mit dem Verbinder zu verbindenden Leiter bzw. Kabel können zudem
in einfacher Weise mit den Endabschnitten des Verbinders kontaktiert, insbesondere
eingepresst oder eingelötet werden. Der Zwischenraum zwischen Kabel und Verbinder
kann in einfacher Weise verringert und damit optimiert werden.
[0031] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Verbinder bzw. das Basiselement
geeignet, n erste supraleitfähige Leiter mit n zweiten supraleitfähigen Leitern elektrisch
zu verbinden, wobei der Verbinder n oder ein ganzzahliges Vielfaches von n supraleitfähige
Zusatzelemente umfasst und wobei n eine natürliche ganze Zahl größer Null ist. Insbesondere
ist n gleich 1, 2, 3, 4, 5, usw.
[0032] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das zumindest eine leitfähige Basiselement
und insbesondere auch das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement geradlinig
oder gewinkelt bzw. gebogen ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich ist das zumindest
eine leitfähige Basiselement und insbesondere auch das zumindest eine supraleitfähige
Zusatzelement derart geformt, dass in einem montierten Zustand des Verbinders eine
Längsachse des zumindest einen ersten supraleitfähigen Leiters und eine Längsachse
des zumindest einen zweiten supraleitfähigen Leiters einen Winkel zwischen 0° und
180° einschließen bzw. bilden. Dabei bedeutet z.B. ein Winkel von 0° einen geradlinigen
Verbinder und ein Winkel von 180° einen U-förmigen Verbinder.
[0033] In dem montierten Zustand ist der erste Endabschnitt des Basiselements mit zumindest
einem ersten supraleitfähigen Leiter kontaktiert bzw. verbunden und/oder ist der zweite
Endabschnitt des Basiselements mit zumindest einem zweiten supraleitfähigen Leiter
kontaktiert bzw. elektrisch verbunden.
[0034] Die Form des Verbinders, d.h. des Basiselements und/oder des supraleitfähigen Zusatzelements
lässt sich beliebig anpassen, so dass sich gerade Verbindungen genauso wie gewinkelte
Verbindungen verwirklichen lassen. Somit ist es nicht erforderlich, den supraleitfähigen
Leiter bzw. das supraleitfähige Kabel stark zu biegen. Eine solche Verbiegung führt
nämlich bei den derzeit erhältlichen supraleitfähigen Leitern, insbesondere bedingt
durch die gestapelten Supraleiter-Einzelbänder bzw. des dadurch gebildeten Supraleiterkörpers
der Leiter, in der Regel zu einer Degradation des Supraleiters. Eine solche Degradation
kann mit dem erfindungsgemäßen Verbinder vermieden werden. Denn im Vergleich zu Supraleiterstapel
können Supraleiter-Einzelbänder in einer einfachen Biegerichtung relativ stark gebogen
werden, beispielsweise in Radien von wenigen Zentimetern. Somit sind unter Verwendung
eines supraleitfähigen Zusatzelements, welches ein einziges oder nur wenige Supraleiterbänder
umfasst, auch entsprechend stark gewinkelte bzw. gebogene Verbinder realisierbar.
[0035] Mit dem erfindungsgemäßen Verbinder kann somit in einfacher Weise ein beliebiger
Weg bzw. eine beliebige Strecke, z.B. in Rohren, Kanälen oder Schächten, mit im Wesentlichen
geradlinigen supraleitfähigen Leitern und mit Hilfe von entsprechenden erfindungsgemäßen
Verbindern bzw. Winkelstücken ausgelegt bzw. verlegt werden. Man könnte eine gewisse
Ähnlichkeit zum Verlegen von Wasserleitungen sehen, wenn man den Aspekt der Kühlung
vernachlässigt: Die Verbinder nehmen die Rolle der Press- oder Lötfittings ein, die
supraleitfähigen Leiter die Rolle der Leitungsrohre.
[0036] Ein weiterer unabhängiger Aspekt zur Lösung der Aufgabe betrifft eine Verwendung
des erfindungsgemäßen Verbinders zum Verbinden zumindest eines ersten supraleitfähigen
Leiters mit zumindest einem zweiten supraleitfähigen Leiter.
[0037] Vorzugsweise umfasst der zumindest eine erste und der zumindest eine zweite supraleitfähige
Leiter jeweils eine Vielzahl von Supraleiterbändern, die jeweils zu einem Bandstapel
angeordnet sind und jeweils einen Supraleiterkörper des jeweiligen supraleitfähigen
Leiters bilden.
[0038] Insbesondere umfasst der zumindest eine erste supraleitfähige Leiter eine Vielzahl
von Supraleiterbändern, die zu einem ersten Bandstapel angeordnet sind und einen ersten
Supraleiterkörper des zumindest einen ersten supraleitfähigen Leiters bilden. Entsprechend
umfasst der zumindest eine zweite supraleitfähige Leiter eine Vielzahl von Supraleiterbändern,
die zu einem zweiten Bandstapel angeordnet sind und einen zweiten Supraleiterkörper
des zumindest einen zweiten supraleitfähigen Leiters bilden.
[0039] Insbesondere weist der Supraleiterkörper einen kreuzförmigen Querschnitt auf.
[0040] Insbesondere weist der Bandstapel des Supraleiterkörpers Supraleiterbänder mit genau
zwei verschiedenen Breiten auf.
[0041] In einer bevorzugten Ausführungsform wird der erste Endabschnitt des Verbinders elektrisch
mit dem Supraleiterkörper des zumindest einen ersten supraleitfähigen Leiters kontaktiert.
Alternativ oder zusätzlich wird der zweite Endabschnitt des Verbinders elektrisch
mit dem Supraleiterkörper des zumindest einen zweiten supraleitfähigen Leiters kontaktiert.
[0042] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird der erste Endabschnitt des Verbinders
elektrisch mit einem Hüllrohr des zumindest einen ersten supraleitfähigen Leiters
kontaktiert. Alternativ oder zusätzlich wird der zweite Endabschnitt des Verbinders
elektrisch mit einem Hüllrohr des zumindest einen zweiten supraleitfähigen Leiters
kontaktiert.
[0043] Es ist auch möglich, dass der erste Endabschnitt des Verbinders sowohl mit dem Hüllrohr
als auch mit dem Supraleiterkörper des zumindest einen ersten supraleitfähigen Leiters
elektrisch kontaktiert wird. Entsprechend ist es möglich, dass der zweite Endabschnitt
des Verbinders elektrisch sowohl mit dem Hüllrohr als auch mit dem Supraleiterkörper
des zumindest einen zweiten supraleitfähigen Leiters kontaktiert wird.
[0044] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform erfolgt das elektrische Kontaktieren
durch ein Einpressen oder ein thermisches Zusammenfügen, insbesondere durch ein Verbinden
mittels Aufheizen bzw. durch ein Einlöten.
[0045] Für den oben genannten weiteren unabhängigen Aspekt und insbesondere für diesbezügliche
bevorzugte Ausführungsformen gelten auch die vor- oder nachstehend gemachten Ausführungen
zu den Ausführungsformen des ersten Aspekts. Insbesondere gelten für einen unabhängigen
Aspekt der vorliegenden Erfindung und für diesbezügliche bevorzugte Ausführungsformen
auch die vor- und nachstehend gemachten Ausführungen zu den Ausführungsformen der
jeweils anderen Aspekte.
[0046] Insbesondere wird im Rahmen der vorliegenden Offenbarung auch ein supraleitfähiges
System bereitgestellt, welches einen ersten supraleitfähigen Leiter, einen zweiten
supraleitfähigen Leiter und den erfindungsgemäßen Verbinder umfasst. Der Verbinder
dient insbesondere zum elektrischen Verbinden des ersten und zweiten supraleitfähigen
Leiters. Insbesondere verbindet der Verbinder den ersten supraleitfähigen Leiter mit
dem zweiten supraleitfähigen Leiter elektrisch. Insbesondere weist der erste und/oder
der zweite supraleitfähige Leiter bzw. der Bandstapel bzw. der Supraleiterkörper des
ersten und/oder des zweiten supraleitfähigen Leiters, wie vorstehend und/oder nachstehend
beschrieben, einen kreuzförmigen Querschnitt auf. Der kreuzförmige Querschnitt wird
insbesondere dadurch realisiert, dass der Supraleiterkörper aus einem Bandstapel gebildet
ist, welcher ausschließlich Bänder mit zwei verschiedenen Breiten aufweist oder ausschließlich
aus Bändern mit zwei verschiedenen Breiten besteht.
[0047] Im Folgenden werden einzelne Ausführungsformen zur Lösung der Aufgabe anhand der
Figuren beispielhaft beschrieben. Dabei weisen die einzelnen beschriebenen Ausführungsformen
zum Teil Merkmale auf, die nicht zwingend erforderlich sind, um den beanspruchten
Gegenstand auszuführen, die aber in bestimmten Anwendungsfällen gewünschte Eigenschaften
bereit stellen. So sollen auch Ausführungsformen als unter die beschriebene technische
Lehre fallend offenbart angesehen werden, die nicht alle Merkmale der im Folgenden
beschriebenen Ausführungsformen aufweisen. Ferner werden, um unnötige Wiederholungen
zu vermeiden, bestimmte Merkmale nur in Bezug auf einzelne der im Folgenden beschriebenen
Ausführungsformen erwähnt. Es wird darauf hingewiesen, dass die einzelnen Ausführungsformen
daher nicht nur für sich genommen sondern auch in einer Zusammenschau betrachtet werden
sollen. Anhand dieser Zusammenschau wird der Fachmann erkennen, dass einzelne Ausführungsformen
auch durch Einbeziehung von einzelnen oder mehreren Merkmalen anderer Ausführungsformen
modifiziert werden können. Es wird darauf hingewiesen, dass eine systematische Kombination
der einzelnen Ausführungsformen mit einzelnen oder mehreren Merkmalen, die in Bezug
auf andere Ausführungsformen beschrieben werden, wünschenswert und sinnvoll sein kann,
und daher in Erwägung gezogen und auch als von der Beschreibung umfasst angesehen
werden soll.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0048]
- Figur 1
- zeigt eine schematische Skizze einer herkömmlichen Lap-Joint-Verbindung;
- Figur 2
- zeigt eine schematische Zeichnung eines Verbinders gemäß einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung;
- Figur 3
- zeigt eine schematische Zeichnung eines Verbinders gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Figur 4a
- zeigt eine schematische Zeichnung eines Verbinders gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Figur 4b
- zeigt eine perspektivische Detailansicht des Verbinders gemäß Figur 4a;
- Figur 4c
- zeigt eine Querschnittsansicht des Verbinders gemäß Figur 4a;
- Figur 5
- zeigt eine schematische Zeichnung eines Verbinders gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Figur 6a
- zeigt eine schematische Zeichnung eines Verbinders gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Figur 6b
- zeigt eine perspektivische Detailansicht des Verbinders gemäß Figur 6a;
- Figur 7a
- zeigt eine schematische Zeichnung eines Verbinders gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Figur 7b
- zeigt eine schematische Zeichnung eines Verbinders gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Figur 8
- zeigt eine schematische Zeichnung des Querschnittes eines beispielhaften supraleitfähigen
Leiters, welcher mittels des erfindungsgemäßen Verbinders mit einem anderen Leiter
verbunden werden kann;
- Figur 9
- zeigt eine schematische Zeichnung des Querschnittes eines weiteren beispielhaften
supraleitfähigen Leiters, welcher mittels des erfindungsgemäßen Verbinders mit einem
anderen Leiter verbunden werden kann.
[0049] Die
Figur 1 zeigt eine schematische Skizze einer herkömmlichen Lap-Joint-Verbindung von zwei
elektrischen Leitern. Bei dieser Lap-Joint-Verbindung besteht der Verbinder lediglich
aus einem elektrisch leitfähigen Zwischenstück 15, welches Ausnehmungen aufweist,
in denen die zu verbindenden Leiter eingelötet werden können.
[0050] Wie in der
Figur 1 dargestellt, sind ein erster Leiter 10 und ein zweiter Leiter 20 in Ausnehmungen
eines Kupfer-Blocks 15 derart eingelötet, dass sich der erste Leiter 10 und der zweite
Leiter 20 überlappen. Auf diese Weise kann Strom über die komplett eingelötete Länge
der Leiter 10 bzw. 20 direkt vom ersten Leiter 10 in den zweiten Leiter 20 oder umgekehrt
fließen. Der Verbinder bzw. das Zwischenstück 15 weist keinen zusätzlichen Supraleiter
auf.
[0051] Alternativ zur Lap-Joint-Verbindung werden herkömmlicherweise die Supraleiter des
ersten Leiters 10 und die Supraleiter des zweiten Leiters 20 in einzelne Bestandteile
aufgefächert und dann jeweils einzeln miteinander verbunden.
[0052] Die
Figur 2 zeigt eine schematische Zeichnung eines Verbinders 100 gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Der Verbinder 100 ist in dieser ersten Ausführungsform
geradlinig ausgebildet und in einem montierten Zustand dargestellt.
[0053] Der Verbinder 100 umfasst ein Basiselement 30 und zumindest ein supraleitfähiges
Zusatzelement 40. In dem Beispiel der
Figur 2 umfasst der Verbinder 100 insbesondere sechs supraleitfähige Zusatzelemente 40. Jedes
dieser supraleitfähigen Zusatzelemente 40 ist in einer zugehörigen Ausnehmung bzw.
Nut des Basiselements 30 angeordnet und erstreckt sich von einem ersten Endabschnitt
bzw. Ende 32 zu einem zweiten Endabschnitt bzw. Ende 34 des Basiselements 30.
[0054] In dem Beispiel der
Figur 2 ist in dem montierten Zustand des Verbinders 100 der erste Endabschnitt 32 des Verbinders
100 mit drei ersten supraleitfähigen Leiter bzw. Kabel 10 kontaktiert bzw. elektrisch
verbunden. Entsprechend ist der zweite Endabschnitt 34 in dem montierten Zustand des
Verbinders 100 mit drei zweiten supraleitfähigen Leiter 20 kontaktiert bzw. elektrisch
verbunden. Insbesondere sind die supraleitfähigen Leiter 10, 20 jeweils an die entsprechenden
Enden 32, 34 des Verbinders 100 angelötet.
[0055] In dem Beispiel der
Figur 2 sind jeweils drei supraleitfähige Zusatzelemente 40 an einer Oberseite des Basiselements
30 angeordnet, während drei weitere supraleitfähige Zusatzelemente 40 an einer der
Oberseite gegenüberliegenden Unterseite des Basiselements 30 angeordnet sind. Insbesondere
liegen sich jeweils zwei supraleitfähige Zusatzelemente gegenüber, d.h. jeweils ein
supraleitfähiges Zusatzelement der Oberseite des Basiselements 30 liegt einem supraleitfähigen
Zusatzelement der Unterseite des Basiselements 30 gegenüber. Jeder der ersten supraleitfähigen
Leiter 10 kontaktiert im montierten Zustand des Verbinders 100 zumindest ein, insbesondere
ein zu der vorgesehenen Kontaktstelle, zugehöriges supraleitfähiges Zusatzelement
40. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Strom, zumindest unterhalb der Übergangstemperatur
der supraleitenden Zusatzelemente 40, im Wesentlichen durch die supraleitenden Zusatzelemente
40 des Verbinders 100 fließt. Der Verbinder- bzw. der Verbindungswiderstand des Verbinders
100 kann somit minimiert werden.
[0056] Die
Figur 3 zeigt eine schematische Zeichnung eines Verbinders 100 gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. Der Verbinder 100 unterscheidet sich in dieser weiteren
Ausführungsform von der Ausführungsform gemäß
Figur 2 nur dadurch, dass der Verbinder 100 gewinkelt bzw. gebogen ausgebildet ist. Insbesondere
sind das Basiselement 30 und auch die supraleitenden Zusatzelemente 40 gewinkelt bzw.
gebogen ausgebildet.
[0057] Wie ebenfalls in der
Figur 3 dargestellt, sind das zumindest eine leitfähige Basiselement 30 und auch das zumindest
eine supraleitfähige Zusatzelement 40 derart geformt ist, dass in dem montierten Zustand
des Verbinders 100, eine Längsachse des zumindest einen ersten supraleitfähigen Leiters
10 und eine Längsachse des zumindest einen zweiten supraleitfähigen Leiters 20 einen
Winkel α einschließen bzw. bilden. Bei dem geradlinigen Verbinder 100 gemäß der
Figur 2 ist α= 0°. Bei dem Verbinder gemäß der
Figur 3 beträgt α etwa 90°. Der Winkel α kann prinzipiell jeden Wert größer oder gleich 0
und kleiner oder gleich 180° einnehmen. Für α = 180° ist der Verbinder U-förmig ausgebildet.
Insbesondere kann eine Vielzahl an Verbindern 100 mit unterschiedlichen Winkeln α
hergestellt werden, so dass diese je nach Bedarf eingesetzt werden können.
[0058] Die
Figuren 4a bis 4c zeigen schematische Zeichnungen eines Verbinders 100 gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In dieser Ausführungsform ist das zumindest eine supraleitfähige
Zusatzelement 40 des Verbinders innerhalb des Basiselements 30, d.h. auf einer Innenseite
des Basiselements 30 bzw. des Verbinders 100 angeordnet. Damit lässt sich ein sehr
niedriger Kontaktwiderstand erzielen, da der Strom nur durch eine dünne Lotschicht
vom Supraleiter des Leiters bzw. Kabels 10 bzw. 20 zum supraleitfähigen Zusatzelement
40 des Verbinders 100 fließen muss. Die Menge an Supraleiter im Verbinder entspricht
vorzugsweise mindestens der Menge an Supraleiter im Leiter bzw. Kabel 10 bzw. 20.
[0059] Wie in der Detailansichten der
Figuren 4b und 4c zu erkennen ist, umfasst das Basiselement 30 vier Basiselement-Teile 30a bis 30d.
Die Basiselement-Teile 30a bis 30d sind jeweils als Viertelschalen ausgebildet. Jeweils
an einer Innenseite dieser Basiselement-Teile 30a bis 30d sind zwei supraleitfähige
Zusatzelemente 40 angeordnet, insbesondere eingelegt, eingepresst oder eingelötet.
Im montierten bzw. zusammengefügten Zustand des Verbinders 100 sind die Basiselement-Teile
30a bis 30d um die zu verbindenden Leiter- bzw. Kabelenden 10 bzw. 20 angeordnet.
[0060] Es versteht sich, dass auch andere Ausführungsformen, bei denen der Verbinder 100
bzw. das Basiselement 30 mehrere Basiselement-Teile umfasst, möglich sind. Beispielsweise
kann das Basiselement ein, zwei, drei, vier, fünf, usw., Basiselement-Teile umfassen.
Auch die Anzahl und die Anordnung an supraleitfähigen Zusatzelementen 40 können variieren.
[0061] Die
Figur 5 zeigt eine schematische Zeichnung des Verbinders gemäß den Figuren 4a bis 4c zusammen
mit zwei Heiz- und Pressvorrichtungen 30e und 30f. Diese Heiz- und Pressvorrichtungen
30e und 30f dienen zum Aufheizen und Pressen des Verbinders 100 während des Verbindungsvorgangs
und werden danach entfernt.
[0062] Die
Figuren 6a und 6b zeigen schematische Zeichnungen eines Verbinders 100 gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung. In dieser Ausführungsform ist der Verbinder 100 gewinkelt
ausgebildet. Das Basiselement 30 umfasst zwei Basiselement-Teile 30g und 30h. Das
zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement 40 bzw. die acht supraleitfähigen Zusatzelemente
40 sind jeweils in einer Ausnehmung zwischen den beiden Basiselement-Teilen 30g und
30h, d.h. innerhalb des Basiselements 30 angeordnet. Der Verbinder 100 ist in dieser
Ausführungsform ausgelegt, zwei Leiter bzw. Kabel 10 und 20 zu verbinden, welche jeweils
einen Supraleiterkörper 50 mit kreuzförmigem Querschnitt aufweisen.
[0063] Die Leiter bzw. Kabel 10 und 20 weisen jeweils ein Hüllrohr 80 auf, welches den Supraleiterkörper
50 umgibt. Sowohl der Supraleiterkörper 50 als auch das Hüllrohr 80 können mit den
Endabschnitten des Verbinders 100 kontaktiert werden. Insbesondere können die Kabelenden
zwischen die Basiselement-Teile 30g und 30h gelegt und dann mit diesen verbunden,
insbesondere verlötet und/oder gepresst, werden.
[0064] Bei dem gewinkelten Verbinder 100 sind die supraleitenden Zusatzelemente bzw. die
Supraleiterbänder alle in der gleichen Ebene orientiert, um sie so entlang ihrer einfachen
Biegeachse degradationsfrei um den 90°-Winkel zu führen.
[0065] Die
Figuren 7a und 7b zeigen schematische Zeichnungen eines Verbinders 100 gemäß weiteren Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung.
[0066] In der Ausführungsform der
Figur 7a weist der Verbinder 100 in einem mittleren Abschnitt des Verbinders 100 ein Gelenk
bzw. Scharnier 37 auf, mit dessen Hilfe ein Winkel des Verbinders 100 variierbar bzw.
einstellbar ist. Dies ist in der
Figur 7a durch einen gebogenen Pfeil schematisch angedeutet. Die sich durch den Verbinder
erstreckenden supraleitenden Zusatzelemente 40 bzw. Supraleiterbänder sind in dem
mittleren Abschnitt des Verbinders 100 C-förmig gebogen und weisen somit im Vergleich
zum Basiselement 30 bzw. zu den Basiselement-Teilen 30i und 30j, wie auch zum Verbinder
100 selbst, eine größere Länge auf. Der minimale Biegeradius von REBCO-Bändern beträgt
in einer einfachen Biegerichtung typischerweise 1 cm. Die supraleitenden Bänder weisen
daher vorzugsweise einen C-förmigen Bogen mit einem Radius > 1cm auf, so dass auf
diese Weise die Biegung des Supraleiters degradationsfrei bleibt.
[0067] In der Ausführungsform der
Figur 7b kann der Verbinder 100 entlang einer Nut bzw. Verschiebe-Nut in seiner Länge variiert
werden bzw. seine Länge eingestellt werden. Dies ist in der
Figur 7b durch einen geraden Pfeil schematisch angedeutet. Dies ist insbesondere beim Abkühlen
des Verbinders 100 unter die Übergangstemperatur von Vorteil, um dabei auftretende
Längenänderungen zu kompensieren.
[0068] Die sich durch den Verbinder erstreckenden supraleitenden Zusatzelemente bzw. Supraleiterbänder
40 sind in dem mittleren Abschnitt des Verbinders 100 C-förmig gebogen. Die supraleitenden
Bänder weisen daher vorzugsweise einen C-förmigen Bogen mit einem Radius > 1cm auf,
so dass auf diese Weise die Biegung des Supraleiters degradationsfrei bleibt und der
Strom bei Längenänderungen des Basiskörpers weiterhin übertragen werden kann.
[0069] Der Querschnitt des Verbinders 100 ist vorzugsweise derart gewählt, dass im Quench-Fall
der Strom bis zur Abschaltung über das Basiselement 30 bzw. die Basiselement-Teile
fließen kann.
[0070] Der erfindungsgemäße Verbinder 100 kann somit zum Verbinden zumindest eines ersten
supraleitfähigen Leiters mit zumindest einem zweiten supraleitfähigen Leiter verwendet
werden. Dabei kann der zumindest eine erste und der zumindest eine zweite supraleitfähige
Leiter jeweils eine Vielzahl von Supraleiterbändern umfassen, die jeweils zu einem
Bandstapel angeordnet sind und jeweils einen Supraleiterkörper des jeweiligen supraleitfähigen
Leiters bilden.
[0071] In den
Figuren 8 und 9 sind zwei Beispiele eines supraleitfähigen Leiters gezeigt, welche mit dem erfindungsgemäßen
Verbinder 100 elektrisch bzw. supraleitend verbunden werden können.
[0072] Die
Figur 8 zeigt ein schematisches Bild des Querschnittes eines beispielhaften supraleitfähigen
Leiters 10 bzw. 20, welcher mittels des erfindungsgemäßen Verbinders mit einem weiteren
Leiter verbunden werden kann. Der supraleitfähige Leiter 10 bzw. 20 umfasst mehrere
Supraleiterbänder 3, die jeweils dieselbe Breite aufweisen und aufeinandergestapelt
sind. Der Querschnitt der aufeinandergestapelten Supraleiterbänder 3 ist in diesem
Beispiel rechteckig bzw. quadratisch. Durch den Bandstapel ist ein Supraleiterkörper
50 ausgebildet.
[0073] In der
Figur 9 ist ein schematisches Bild des Querschnittes eines weiteren beispielhaften supraleitfähigen
Leiters 10 bzw. 20 gezeigt, welcher mittels des erfindungsgemäßen Verbinders mit einem
weiteren Leiter verbunden werden kann. Im Vergleich zu dem supraleitfähigen Leiter
aus der
Figur 8 weist der Bandstapel bzw. der Supraleiterkörper 50 keinen quadratischen, sondern
einen kreuzförmigen Querschnitt auf. Dies wird dadurch erreicht, dass Supraleiterbänder
1 bzw. 2 mit jeweils zwei unterschiedlichen Breiten verwendet werden, um den Supraleiterstapel
bzw. den Supraleiterkörper 50 zu bilden.
[0074] Die Endabschnitte 32 bzw. 34 des Verbinders 100 können jeweils mit dem Supraleiterkörper
50 eines supraleitfähigen Leiters bzw. Kabels kontaktiert werden. Ein supraleitfähiger
Leiter kann auch ein Hüllrohr 80 umfassen. Insbesondere kann der Supraleiterkörper
50 eines supraleitfähigen Leiters durch ein Hüllrohr 80 umgeben sein. Dieses Hüllrohr
80 kann ebenfalls an einen Endabschnitt 32, 34 des Verbinders 100 kontaktiert werden.
Auf diese Weise ist eine Verbindung bzw. Kontaktierung in sehr einfacher und stabiler
Weise möglich.
[0075] Die erfindungsgemäßen Verbinder 100 bzw. das damit verbundene modulare Verbindungskonzept,
d.h. der Bereitstellung einer Vielzahl von Verbindern mit unterschiedlichen Winkeln
a, erlaubt die einfache technische Einsetzbarkeit supraleitfähiger Leiter bzw. Kabel
auch bei komplexen Geometrien. Mit Hilfe des Verbinders 100 lassen sich die supraleitfähigen
Leiter analog zu einer Wasserleitung verlegen. Dabei nimmt der Verbinder die Rolle
eines Press- oder Lötfittings ein, während die supraleitfähigen Leiter bzw. Kabel
die Rolle von zu verbindenden Leitungsrohren einnehmen.
Bezugszeichenliste
[0076]
- 1
- Supraleiterband
- 2
- Supraleiterband
- 5
- Supraleiterband
- 10
- Erster supraleitfähiger Leiter bzw. erstes supraleitfähiges Kabel
- 15
- Zwischenstück / Kupferblock
- 20
- Zweiter supraleitfähiger Leiter bzw. zweites supraleitfähiges Kabel
- 30
- Basiselement / Kupferblock
- 30a
- Teil des Basiselements
- 30b
- Teil des Basiselements
- 30c
- Teil des Basiselements
- 30d
- Teil des Basiselements
- 30e
- Heiz- und Pressvorrichtung
- 30f
- Heiz- und Pressvorrichtung
- 30g
- Teil des Basiselements
- 30h
- Teil des Basiselements
- 30i
- Teil des Basiselements
- 30j
- Teil des Basiselements
- 30k
- Teil des Basiselements
- 30l
- Teil des Basiselements
- 32
- Erster Endabschnitt / erstes Ende
- 34
- Zweiter Endabschnitt / zweites Ende
- 37
- Gelenk / Scharnier
- 40
- Supraleitfähiges Zusatzelement
- 50
- Supraleiterstapel / Supraleiterkörper
- 80
- Hüllrohr
- 100
- Verbinder
1. Verbinder (100) zum elektrischen Verbinden zumindest eines ersten supraleitfähigen
Leiters (10) mit zumindest einem zweiten supraleitfähigen Leiter (20), umfassend:
- ein elektrisch leitfähiges Basiselement (30) mit einem ersten Endabschnitt (32),
an dem der zumindest eine erste supraleitfähige Leiter (10) elektrisch kontaktierbar
ist und einem zweiten Endabschnitt (34), an dem der zumindest eine zweite supraleitfähige
Leiter (20) elektrisch kontaktierbar ist, wobei das Basiselement (30) zumindest eine
Nut aufweist; dadurch gekennzeichnet, dass der Verbinder (100) zumindest ein supraleitfähiges Zusatzelement (40) aufweist, das
zumindest bereichsweise in der Nut des Basiselements (30) angeordnet ist und sich
von dem ersten Endabschnitt (32) zu dem zweiten Endabschnitt (34) des Basiselements
(30) erstreckt, wobei das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement (40) unabhängig
von den miteinander zu verbindenden Leitern (10, 20) in dem Verbinder (100) integriert
ist.
2. Verbinder (100) nach Anspruch 1, wobei das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement
(40) mit dem Basiselement (30) elektrisch in Kontakt ist.
3. Verbinder (100) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Basiselement (30) mehrere Basiselement-Teile
(30a-30d; 30g-30h; 30i-30j; 30k-30l) umfasst und/oder wobei das Basiselement (30)
ein Gelenk (37) umfasst und/oder wobei das Basiselement (30) teilweise oder vollständig
aus Kupfer gebildet ist und/oder wobei das zumindest eine supraleitfähige Zusatzelement
(40) ein Supraleiterband oder ein Stapel aus Supraleiterbändern umfasst.
4. Verbinder (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Basiselement (30)
mehrere Basiselement-Teile (30i-30j; 30k-30l) umfasst und wobei eine Länge des zumindest
einen supraleitfähigen Zusatzelements (40) größer ist als die Summe der Längen der
Basiselement-Teile (30i-30j; 30k-30l).
5. Verbinder (100) nach Anspruch 4, wobei das Basiselement (30) eine Verschiebe-Nut umfasst,
in der zumindest eines der Basiselement-Teile (30k, 30l) verschiebbar ist.
6. Verbinder (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Basiselement (30)
geeignet ist, n erste supraleitfähige Leiter (10) mit n zweiten supraleitfähigen Leitern
(20) elektrisch zu verbinden, wobei der Verbinder (100) n oder ein ganzzahliges Vielfaches
von n supraleitfähige Zusatzelemente (40) umfasst und wobei n eine natürliche ganze
Zahl größer Null ist.
7. Verbinder (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei
das zumindest eine leitfähige Basiselement (30) geradlinig oder gewinkelt ausgebildet
ist, und/oder wobei
das zumindest eine leitfähige Basiselement (30) derart geformt ist, dass in einem
montierten Zustand des Verbinders (100), eine Längsachse des zumindest einen ersten
supraleitfähigen Leiters (10) und eine Längsachse des zumindest einen zweiten supraleitfähigen
Leiters (20) einen Winkel zwischen 0° und 180° einschließen.
8. Verwendung des Verbinders (100) nach einem der vorangehenden Ansprüche zum Verbinden
zumindest eines ersten supraleitfähigen Leiters (10) mit zumindest einem zweiten supraleitfähigen
Leiter (20).
9. Verwendung nach Anspruch 8, wobei der zumindest eine erste und der zumindest eine
zweite supraleitfähige Leiter jeweils eine Vielzahl von Supraleiterbändern (1, 2;
5) umfasst, die jeweils zu einem Bandstapel angeordnet sind und jeweils einen Supraleiterkörper
(50) des jeweiligen supraleitfähigen Leiters bilden.
10. Verwendung nach Anspruch 9, wobei der Supraleiterkörper (50) einen kreuzförmigen Querschnitt
aufweist.
11. Verwendung nach Anspruch 9 oder 10, wobei der Bandstapel des Supraleiterkörpers (50)
Supraleiterbänder (1, 2) mit genau zwei verschiedenen Breiten aufweist.
12. Verwendung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei der erste Endabschnitt (32) des
Verbinders (100) elektrisch mit dem Supraleiterkörper des zumindest einen ersten supraleitfähigen
Leiters (10) und/oder wobei der zweite Endabschnitt (34) des Verbinders (100) elektrisch
mit dem Supraleiterkörper des zumindest einen zweiten supraleitfähigen Leiters (20)
kontaktiert wird.
13. Verwendung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei der erste Endabschnitt (32) des
Verbinders (100) elektrisch mit einem Hüllrohr (80) des zumindest einen ersten supraleitfähigen
Leiters (10) kontaktiert wird, und/oder wobei der zweite Endabschnitt (34) des Verbinders
(100) elektrisch mit einem Hüllrohr (80) des zumindest einen zweiten supraleitfähigen
Leiters (20) kontaktiert wird.
14. Verwendung nach einem der Ansprüche 8 bis 13, wobei der erste Endabschnitt (32) des
Verbinders (100) sowohl mit dem Hüllrohr (80) als auch mit dem Supraleiterkörper des
zumindest einen ersten supraleitfähigen Leiters (10) elektrisch kontaktiert wird,
und/oder wobei der zweite Endabschnitt (34) des Verbinders (100) sowohl mit dem Hüllrohr
(80) als auch mit dem Supraleiterkörper des zumindest einen zweiten supraleitfähigen
Leiters (20) elektrisch kontaktiert wird.
15. Verwendung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, wobei das elektrische Kontaktieren
durch ein Einpressen oder ein thermisches Zusammenfügen erfolgt.
1. A connector (100) for electrically connecting at least one first superconducting conductor
(10) to at least one second superconducting conductor (20), comprising:
- an electrically conductive base element (30) with a first end portion (32) on which
the at least one first superconducting conductor (10) can be electrically contacted
and a second end portion (34) on which the at least one second superconducting conductor
(20) can be electrically contacted, wherein the base element (30) has at least one
groove; characterized in that the connector (100) has at least one superconducting additional element (40) that
is arranged at least in regions in the groove in the base element (30) and extends
from the first end portion (32) to the second end portion (34) of the base element
(30), wherein the at least one superconducting additional element (40) is integrated
into the connector (100) independently of the conductors (10, 20) to be connected
to each other.
2. The connector (100) according to claim 1, wherein the at least one superconducting
additional element (40) is in electrical contact with the base element (30).
3. The connector (100) according to claim 1 or 2, wherein the base element (30) comprises
multiple base element parts (30a-30d; 30g-30h; 30i-30j; 30k-30l) and/or wherein the
base element (30) comprises a joint (37) and/or wherein the base element (30) is formed
partially or completely from copper and/or wherein the at least one superconducting
additional element (40) comprises a superconducting band or a stack of superconducting
bands.
4. The connector (100) according to one of the preceding claims, wherein the base element
(30) comprises multiple base element parts (30i-30j; 30k-30l) and wherein a length
of the at least one superconducting additional element (40) is larger than the sum
of the lengths of the base element parts (30i-30j; 30k-30l).
5. The connector (100) according to claim 4, wherein the base element (30) comprises
a displacement groove in which at least one of the base element parts (30k, 301) can
be displaced.
6. The connector (100) according to one of the preceding claims, wherein the base element
(30) is suitable for electrically connecting n first superconducting conductors (10)
to n second superconducting conductors (20), wherein the connector (100) comprises
n or a whole-number multiple of n superconducting additional elements (40) and wherein
n is a natural whole number greater than zero.
7. The connector (100) according to one of the preceding claims, wherein
the at least one conductive base element (30) is designed to be straight or curved,
and/or wherein
the at least one conductive base element (30) is formed such that, in an installed
state of the connector (100), a longitudinal axis of the at least one first superconducting
conductor (10) and a longitudinal axis of the at least one second superconducting
conductor (20) encloses an angle between 0° and 180°.
8. A use of the connector (100) according to one of the preceding claims to connect at
least one first superconducting conductor (10) to at least one second superconducting
conductor (20).
9. The use according to claim 8, wherein the at least one first and the at least one
second superconducting conductors each comprise a plurality of superconducting bands
(1, 2; 5), which are each arranged for form a band stack and each form a superconducting
body (50) of the respective superconducting conductor.
10. The use according to claim 9, wherein the superconducting body (50) has a cross-shaped
cross-section.
11. The use according to claim 9 or 10, wherein the band stack of the superconducting
body (50) has superconducting bands (1, 2) with exactly two different widths.
12. The use according to one of claims 9 to 11, wherein the first end portion (32) of
the connector (100) is electrically contacted by the superconducting body of the at
least one first superconducting conductor (10) and/or wherein the second end portion
(34) of the connector (100) is electrically contacted by the superconducting body
of the at least one second superconducting conductor (20).
13. The use according to one of claims 8 to 12, wherein the first end portion (32) of
the connector (100) is electrically contacted by a casing tube (80) of the at least
one first superconducting conductor (10), and/or wherein the second end portion (34)
of the connector (100) is electrically contacted by a casing tube (80) of the at least
one second superconducting conductor (20).
14. The use according to one of claims 8 to 13, wherein the first end portion (32) of
the connector (100) is electrically contacted both by the casing tube (80) and by
the superconducting body of the at least one first superconducting conductor (10),
and/or wherein the second end portion (34) of the connector (100) is electrically
contacted both by the casing tube (80) and by the superconducting body of the at least
one second superconducting conductor (20).
15. The use according to one of claims 12 to 14, wherein the electrical contact takes
place through pressing or thermal joining.
1. Connecteur (100) pour la connexion électrique d'au moins un premier conducteur supraconducteur
(10) à au moins un deuxième conducteur supraconducteur (20), comportant :
- un élément de base (30) électriquement conducteur avec une première section terminale
(32) avec laquelle l'au moins un premier conducteur supraconducteur (10) peut être
mis en contact électrique, et une deuxième section terminale (34) avec laquelle l'au
moins un deuxième conducteur supraconducteur (20) peut être mis en contact, l'élément
de base (30) présentant au moins une rainure ; caractérisé en ce que le connecteur (100) présente au moins un élément supplémentaire supraconducteur (40),
lequel est disposé au moins partiellement dans la rainure de l'élément de base (30)
et s'étend à partir de la première section terminale (32) vers la deuxième section
terminale (34) de l'élément de base (30), l'au moins un élément supplémentaire supraconducteur
(40) étant intégré dans le connecteur (100) indépendamment des conducteurs (10, 20)
à relier entre eux.
2. Connecteur (100) selon la revendication 1, dans lequel l'au moins un élément supplémentaire
supraconducteur (40) est en contact électrique avec l'élément de base (30).
3. Connecteur (100) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'élément de base (30)
comporte plusieurs parties d'élément de base (30a-30d ; 30g-30h ; 30i-30j ; 30k-30l)
et/ou dans lequel l'élément de base (30) comporte une articulation (37) et/ou dans
lequel l'élément de base (30) est partiellement ou entièrement constitué de cuivre
et/ou dans lequel l'au moins un élément supplémentaire supraconducteur (40) comporte
une bande supraconductrice ou une pile de bandes supraconductrices.
4. Connecteur (100) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'élément
de base (30) comporte plusieurs parties d'élément de base (30i-30j ; 30k-30l) et dans
lequel une longueur de l'au moins un élément supplémentaire supraconducteur (40) est
supérieure à la somme des longueurs des parties d'élément de base (30i-30j ; 30k-30l).
5. Connecteur (100) selon la revendication 4, dans lequel l'élément de base (30) comporte
une rainure de coulissement, dans laquelle l'une au moins des parties d'élément de
base (30k, 30l) peut coulisser.
6. Connecteur (100) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel l'élément
de base (30) est adapté pour connecter électriquement n premiers conducteurs supraconducteurs
(10) à n deuxièmes conducteurs supraconducteurs (20), dans lequel le connecteur (100)
comporte n ou un multiple entier de n éléments supplémentaires supraconducteurs (40)
et dans lequel n est un nombre entier naturel supérieur à zéro.
7. Connecteur (100) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
- l'au moins un élément de base (30) conducteur est conçu rectiligne ou coudé, et/ou
dans lequel
- l'au moins un élément de base (30) conducteur est formé de telle façon que dans
un état monté du connecteur (100), un axe longitudinal de l'au moins un premier conducteur
supraconducteur (10) et un axe longitudinal de l'au moins un deuxième conducteur supraconducteur
(20) forment un angle entre 0° et 180°.
8. Utilisation du connecteur (100) selon l'une des revendications précédentes, pour la
connexion d'au moins un premier conducteur supraconducteur (10) à au moins un deuxième
conducteur supraconducteur (20).
9. Utilisation selon la revendication 8, dans laquelle l'au moins un premier et l'au
moins un deuxième conducteur supraconducteur comportent une pluralité de bandes supraconductrices
(1, 2 ; 5), lesquelles sont disposées respectivement en une pile de bandes et forment
respectivement un corps de supraconducteur (50) du conducteur supraconducteur respectif.
10. Utilisation selon la revendication 9, dans laquelle le corps de supraconducteur (50)
présente une section transversale cruciforme.
11. Utilisation selon la revendication 9 ou 10, dans laquelle la pile de bandes du corps
de supraconducteur (50) présente des bandes supraconductrices (1, 2) de précisément
deux largeurs différentes.
12. Utilisation selon l'une des revendications 9 à 11, dans laquelle la première section
terminale (32) du connecteur (100) est mise en contact électrique avec le corps de
supraconducteur de l'au moins un premier conducteur supraconducteur (10) et/ou dans
laquelle la deuxième section terminale (34) du connecteur (100) est mise en contact
électrique avec le corps de supraconducteur de l'au moins un deuxième conducteur supraconducteur
(20).
13. Utilisation selon l'une des revendications 8 à 12, dans laquelle la première section
terminale (32) du connecteur (100) est mise en contact électrique avec une gaine (80)
de l'au moins un premier conducteur supraconducteur (10), et/ou dans laquelle la deuxième
section terminale (34) du connecteur (100) est mise en contact électrique avec une
gaine (80) de l'au moins un deuxième conducteur supraconducteur (20).
14. Utilisation selon l'une des revendications 8 à 13, dans laquelle la première section
terminale (32) du connecteur (100) est mise en contact électrique aussi bien avec
la gaine (80 qu'avec le corps de supraconducteur de l'au moins un premier conducteur
supraconducteur (10), et/ou dans laquelle la deuxième section terminale (34) du connecteur
(100) est mise en contact électrique aussi bien avec la gaine (80) qu'avec le corps
de supraconducteur de l'au moins un deuxième conducteur supraconducteur (20).
15. Utilisation selon l'une des revendications 12 à 14, dans laquelle la mise en contact
électrique est effectuée par sertissage ou par assemblage thermique.