[0001] Die Erfindung betrifft ein Schloss, vorzugsweise ein Panikschloss, insbesondere vorgesehen
zum Zusammenwirken mit einem Gegenkasten, mit einem in einem Schlossgehäuse angeordneten
Riegel, mit einer federbelasteten, wenigstens einen Zuhaltungsvorsprung zum Zusammenwirken
mit dem Schlossgehäuse aufweisenden Zuhaltung und einem mit der Zuhaltung zusammenwirkenden
Auslöseschieber. Des weiteren betrifft die vorliegende Erfindung eine Schlossanordnung
mit einem Schloss der vorgenannten Art und einem einen Riegelauswerfer aufweisenden
Gegenkasten, zur Verwendung bei zweiflügeligen Türen.
[0002] Ein Schloss der eingangs genannten Art ist aus der
DE 20 2012 012 294 U1 bekannt. Dieses Schloss weist eine Schlossdecke und einen Schlosskasten mit einem
mittels eines Panikhebels einziehbaren Riegel und eine den Riegel in seiner ausgefahrenen
Riegelstellung sichernden Zuhaltungseinrichtung auf. Die Zuhaltungseinrichtung ist
zwischen der Schlossdecke und dem Schlosskasten geführt.
[0003] Aus der
DE 10 2004 013 646 A1 geht ein Panikschloss hervor. Das Schloss weist einen Riegel und eine Falle auf,
wobei der vorgeschlagene Riegel durch Beaufschlagung eines von der Stirnseite des
Riegels vorstehenden Auslösers, der mit einer Steuerflanke eines Auslöserschwanzes
die Zuhaltung aufhebt, von einem von einer Riegelrückzugsfeder beaufschlagten Riegelrückzugshebel
zurückgezogen wird.
[0004] Die
EP 3 336 286 A1 betrifft ein Schloss mit einem in einem Schlossgehäuse angeordneten Riegel, mit einer
federbelasteten Zuhaltung und einem mit der Zuhaltung zusammenwirkenden Auslöseschieber.
[0005] Aus der
DE 10 2009 003 860 A1 geht ein Schloss mit einem insbesondere von einem Schließglied eines Schließzylinders
in einer Riegelverlagerungsrichtung vor- und zurückschließbaren Riegel, der in der
vorgeschlossenen Stellung von einer Zuhaltung gehalten ist, hervor.
[0006] Darüber hinaus offenbart die
EP 0 902 141 A1 ein Panikschloss mit einem Gehäuse, einer darin angeordneten Zuhaltung für einen
Riegel und einer im Riegel in Schließrichtung ausgeführten Auslösenase, wobei die
Auslösenase bei ausgeschlossenem und bei eingeschlossenem Riegel durch zumindest einen
an der Zuhaltung angeordneten Vorsprung arretiert wird.
[0007] Bei einem weiteren bekannten Schloss befindet sich an einer Tür ein Schloss mit einem
Riegel, während an der anderen Tür ein Gegenkasten mit einem Riegelauswerfer vorgesehen
ist. Bei dem Schloss handelt es sich üblicherweise um ein Panikschloss, also ein Schloss
mit Panikfunktion, das im übrigen einen Profilzylinder zur Schließung aufweisen kann.
Zur Realisierung der Panikfunktion ist am Schloss ein Auslöseschieber vorgesehen,
der mit der Zuhaltung des Schlosses zusammenwirkt und bei Betätigung die Zuhaltung
freigibt. Nach Freigabe der Zuhaltung wird der im Schlossgehäuse federbelastete Riegel
aus der ausgeschlossenen in die eingeschlossene Stellung bewegt. Nach der Riegeleinschließung
kann die Tür dann ohne weiteres geöffnet werden.
[0008] Insbesondere in Fällen, in denen das Schloss einen Profilzylinder zur Schließung
aufweist, kann es in bestimmten Lagen des am Profilzylinder vorgesehenen PZ-Fingers
vorkommen, dass der PZ-Finger an der Zuhaltung anliegt, ohne diese auszulösen. Üblicherweise
handelt es sich hierbei um eine bestimmte Schrägstellung des Profilzylinders in Bezug
auf die Zuhaltung. Bei einer derartigen Stellung kann es trotz betätigten Auslöseschiebers
dazu kommen, dass der Riegel aus seiner ausgeschlossenen Stellung nicht in die eingeschlossene
Stellung bewegt wird, da es zu einer Blockierung oder Verkantung der Zuhaltung am
PZ-Finger kommt und der Riegel nicht ausgelöst wird.
[0009] Um die vorgenannte Problematik zu lösen, ist es aus dem Stand der Technik bekannt,
die Zuhaltung mit einer relativ starken Feder zu beaufschlagen, wobei die Federkraft
dieser auf die Zuhaltung wirkenden Feder so hoch ist, dass sie den PZ-Finger des Profilzylinders
aus jeglicher Schrägstellung wegdrücken kann und die vorgenannte Verkantung verhindert
wird. Die relativ hohe Federkraft verhindert damit eine Fehlfunktion des Schlosses
und stellt sicher, dass die Panikfunktion in jedem Falle realisiert wird.
[0010] Von Nachteil ist allerdings, dass bei Verwendung einer auf die Zuhaltung wirkenden
Feder mit hoher Federkraft bei einer zweiflügeligen Tür die bei Betätigung des Riegelauswerfers
wirkende Kraft relativ hoch sein muss, um die auf die Zuhaltung wirkende Federkraft
zu überwinden.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, ein Schloss der eingangs genannten
Art zur Verfügung zu stellen, bei dem die Panikfunktion sicher und in einfacher Weise
gewährleistet werden kann.
[0012] Die vorgenannte Aufgabe ist bei einem Schloss der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
im wesentlichen dadurch gelöst, dass die Zuhaltung ein mit einer ersten Feder federbelastetes
erstes Zuhaltungsteil, an der der wenigstens eine Zuhaltungsvorsprung vorgesehen ist,
und ein mit einer zweiten Feder federbelastetes zweites und vom ersten Zuhaltungsteil
separates Zuhaltungsteil aufweist und dass der Auslöseschieber lediglich auf das erste
Zuhaltungsteil wirkt und dass das erste Zuhaltungsteil und das zweite Zuhaltungsteil
quer zur Bewegungsrichtung des Auslöseschiebers federbelastet und bewegbar sind.
[0013] Bei der erfindungsgemäßen Lösung wird die beim Stand der Technik einteilig ausgebildete
Zuhaltung in wenigstens zwei, voneinander separate Zuhaltungsteile aufgeteilt. Beide
Zuhaltungsteile sind jeweils mit einer eigenen Feder beaufschlagt, wobei bevorzugt
die Federkraft der auf das erste Zuhaltungsteil wirkenden ersten Feder geringer bis
deutlich geringer, nämlich wenigstens um den Faktor 2, insbesondere um das Zwei- bis
Zehnfache geringer, ist als die Federkraft der zweiten Feder. Im übrigen ist es so,
dass der Auslöseschieber nur auf das erste Zuhaltungsteil, das bevorzugt weniger stark
federkraftbelastet ist, wirkt. Dies führt dazu, dass der am Gegenkasten vorgesehene
Riegelauswerfer nur mit einer vergleichsweise geringen Kraft beaufschlagt werden muss,
um über den Riegelauswerfer den Auslöseschieber zu betätigen. Dem gegenüber ist die
auf das zweite Zuhaltungsteil wirkende Federkraft bevorzugt größer bis sehr viel größer
als die Federkraft der ersten Feder und kann ohne weiteres jedenfalls so hoch gewählt
werden, dass der PZ-Finger des Profilzylinders nicht verkantet und eine Blockierung
der Panikfunktion verhindert wird. Die Federkraft der zweiten Feder beeinflusst jedoch
nicht die Funktion des Auslöseschiebers bzw. das Auslösen der Panikfunktion über den
Riegelauswerfer des Gegenkastens, da jedes der Zuhaltungsteile letztlich über eine
eigene Feder belastet ist und eigenständig betätigt werden kann.
[0014] Im Ergebnis liegt der wesentliche Vorteil der vorliegenden Erfindung darin, dass
die benötigte Kraft zum Bewegen bzw. Anheben des ersten Zuhaltungsteils über den Auslöseschieber
geringer ist als beim Anheben bzw. Betätigen über das zweite Zuhaltungsteil. Dafür
ist es entscheidend, dass der Zuhaltungsvorsprung am ersten Zuhaltungsteil, das sowohl
über den Riegelauswerfer als auch über den Profilzylinder betätigt werden kann, vorgesehen
ist, wohingegen das zweite Zuhaltungsteil keine sperrende Wirkung hat und von der
Betätigung über den Auslöseschieber entkoppelt ist. Durch Aufteilung der beim Stand
der Technik verwendeten einzigen Feder in zwei einzelne Federn ist damit zum einen
nur eine geringere Kraft zum Auslösen der Panikfunktion über den Gegenkasten erforderlich,
zum anderen ist ein ordnungsgemäßes Funktionieren der Panikfunktion gewährleistet,
da ein Verkanten zwischen dem PZ-Finger und der Zuhaltung aufgrund der hohen Federkraft
der zweiten Feder nicht auftreten kann.
[0015] Bei dem erfindungsgemäßen Schloss ist darüber hinaus der Auslöseschieber im Riegel
bzw. Riegelkörper in Bewegungsrichtung des Riegels, das heißt in und entgegen der
Ausschließ- bzw. Einschließbewegung des Riegels, längsbeweglich geführt. Zum einen
ist hierdurch die Bewegungsrichtung des Auslöseschiebers definiert, der letztlich
quer zur Längsachse des Schlosses bzw. Schlossgehäuses bewegbar ist, zum anderen ist
durch die längsbewegliche Führung und Anordnung im Riegelkörper verdeutlicht, dass
der Auslöseschieber sich zusammen mit dem Riegel bewegt, wenn der Riegel ein- oder
ausgeschlossen wird.
[0016] Bevorzugt ist es im Zusammenhang mit der Erfindung so, dass die Federkraft der ersten
Feder geringer ist als die Federkraft der zweiten Feder. Grundsätzlich ist es allerdings
auch möglich, dass die Federkräfte der beiden Federn gleich sind oder sogar die Federkraft
der zweiten Feder größer ist als die Federkraft der ersten Feder. Entscheidend ist
vor allem, dass die Aufteilung der Federkräfte auf zwei Federn im Vergleich zu einer
Zuhaltung, bei der nur eine Feder vorgesehen ist, dazu führt, dass nur eine verringerte
Federkraft auf das erste Zuhaltungsteil wirkt.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Auslöseschieber im bzw.
innerhalb des Riegels angeordnet. Hierzu weist der Riegel einen Verschiebekanal auf,
der endseitig offen ist, um eine Betätigung des Auslöseschiebers zu ermöglichen, der
ansonsten aber allseitig den Auslöseschieber umgibt. Letztlich wird der Auslöseschieber
durch den umlaufend bzw. in Umlaufrichtung geschlossenen Verschiebekanal geschützt.
Anders als bei einem an einer Riegelseite außen offenliegenden Auslöseschieber ist
es bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung nicht möglich, dass die Funktion des Auslöseschiebers
bei der Bewegung entlang des Riegels bzw. innerhalb des Verschiebekanals beeinträchtigt
wird.
[0018] Von der Ausrichtung her ist beim erfindungsgemäßen Schloss vorgesehen, dass das erste
Zuhaltungsteil und auch das zweite Zuhaltungsteil quer zur Bewegungsrichtung des Auslöseschiebers
federbelastet und bewegbar sind. Die Federbelastungsrichtung verläuft damit in oder
parallel zur Richtung der Längsachse des Schlosses bzw. Schlossgehäuses und ist -
bezogen auf den eingebauten Zustand des Schlosses - nach unten hin bzw. in Richtung
auf das untere Ende des Schlossgehäuses gerichtet.
[0019] Um das erste Zuhaltungsteil zur Freigabe der Sperrung des Riegels zu betätigen, ist
bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass an dem ersten Zuhaltungsteil
eine Auflaufschräge zum Zusammenwirken mit dem hinteren Ende des Auslöseschiebers
vorgesehen ist. Konstruktiv weist der Auslöseschieber an seinem hinteren Ende hierzu
eine gerundete Ecke auf, mit der er bei Betätigung, das heißt bei Bewegung des Auslöseschiebers
in Richtung auf das erste Zuhaltungsteil, auf die Schräge auftrifft und das erste
Zuhaltungsteil damit entgegen der Federkraft der ersten Feder quer zur Bewegungsrichtung
des Auslöseschiebers bewegt. Dabei versteht es sich, dass die Schräge des ersten Zuhaltungsteils
und der Verschiebeweg des Auslöseschiebers so gewählt sind, dass der am ersten Zuhaltungsteil
vorgesehene Zuhaltungsvorsprung außer Eingriff mit der am Schlossgehäuse vorgesehenen
Zuhaltungsöffnung kommt, so dass die Zuhaltefunktion aufgehoben wird.
[0020] Um die richtige Funktion der erfindungsgemäßen Zuhaltung auch bei Betätigung des
Schlosses durch den PZ-Finger eines in das Schloss eingesetzten Profilzylinders zu
gewährleisten, ist erfindungsgemäß ein besonderes Zusammenwirken des ersten und des
zweiten Zuhaltungsteils notwendig. Dabei ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das
erste Zuhaltungsteil und das zweite Zuhaltungsteil derart im Bereich des Riegels bzw.
am Riegel angeordnet sind, dass bei Betätigung des zweiten Zuhaltungsteils entgegen
der Federbelastung der zweiten Feder das zweite Zuhaltungsteil auf das erste Zuhaltungsteil
zur Freigabe der Sperrung des Riegels wirkt. Letztlich sind die beiden Zuhaltungsteile
in Art einer Reihenschaltung hintereinander angeordnet, wobei nach Betätigung eines
Profilzylinders zunächst das zweite Zuhaltungsteil über den PZ-Finger bewegt wird
und dieses dann auf das erste Zuhaltungsteil zur Aufhebung der Zuhaltungsfunktion
wirkt. Damit schiebt das zweite Zuhaltungsteil das erste Zuhaltungsteil quasi an.
[0021] Da der PZ-Finger bei Betätigung über einen Schlüssel einen vergleichsweise großen
Weg in Längsrichtung des Schlosses und damit in Bewegungsrichtung der Zuhaltungsteile
zurücklegt, ist an sich eine relativ große Zuhaltungsöffnung im Schlossgehäuse erforderlich.
Die große Zuhaltungsöffnung bedeutet aber auch, dass der Auslöseschieber bei Betätigung
durch den Riegelauswerfer einen vergleichsweise großen Weg zurücklegen muss, um das
erste Zuhaltungsteil quer zur Bewegungsrichtung des Auslöseschiebers zu bewegen und
den Zuhaltungsvorsprung außer Eingriff mit der Zuhaltungsöffnung im Schlossgehäuse
zu bringen. Um den Verschiebeweg des ersten Zuhaltungsteils nicht zu groß werden zu
lassen, sind das erste Zuhaltungsteil und das zweite Zuhaltungsteil im ausgeschlossenen
Zustand über einen definierten Zwischenraum voneinander beabstandet. Dieser Zwischenraum
weist bevorzugt wenigstens eine Breite von 1 mm auf. Der Zwischenraum zwischen den
beiden Zuhaltungsteilen bedeutet letztlich, dass die beiden Zuhaltungsteile beim Auslösen
der Zuhaltung über einen Profilzylinder unterschiedlich weit verschoben bzw. bewegt
werden. So ist bei der erfindungsgemäßen Lösung aufgrund des Zwischenraums der Bewegungsweg
des zweiten Zuhaltungsteils größer als der Bewegungsweg des ersten Zuhaltungsteils.
[0022] Um den Auslöseschieber über den Riegelauswerfer sicher betätigen zu können, steht
der Auslöseschieber im ausgeschlossenen Zustand des Riegels mit seinem vorderen Ende
über die Vorderkante des Riegels über. Bezogen auf den eingebauten Zustand des Schlosses
steht das vordere Ende des Auslöseschiebers damit in Richtung auf den Gegenkasten
bzw. vom Schlossgehäuse weg über. Dieser Überstand hat zur Folge, dass der Riegelauswerfer
des Gegenkastens bei entsprechender Betätigung zunächst auf das vordere Ende des Auslöseschiebers
wirkt, bevor der Riegelauswerfer auf die Vorderkante des Riegels trifft.
[0023] Im Hinblick auf den Überstand des Auslöseschiebers über die Vorderkante des Riegels
würde die Aufhebung der Zuhaltungsfunktion über den Profilzylinder dazu führen, dass
zwar der Riegel in die eingeschlossene Position bewegt wird, der Auslöseschieber jedoch
im eingeschlossenen Zustand des Riegels nach wie vor über dessen Vorderkante überstehen
würde. Um dies zu verhindern, ist bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, dass am ersten Zuhaltungsteil eine weitere Schräge zum Zusammenwirken
mit einem am hinteren Ende des Auslöseschiebers vorgesehenen Vorsprung vorgesehen
ist, um den Auslöseschieber einzuziehen. Die weitere Schräge ist dabei am ersten Zuhaltungsteil
derart ausgebildet, dass bei einer Bewegung des ersten Zuhaltungsteils entgegen der
Federwirkung der ersten Feder der am hinteren Ende des Auslöseschiebers vorgesehene
Vorsprung entlang der weiteren Schräge bewegt und in der Folge eingezogen wird, und
zwar vorzugsweise so weit, dass er im eingezogenen Zustand nicht mehr über die Vorderkante
des Riegels übersteht.
[0024] Bei der Erfindung sind die beiden Zuhaltungsteile mit dem Riegelkörper gekoppelt,
und zwar derart, dass bei einer Bewegung des Riegelkörpers die beiden Zuhaltungsteile
mitbewegt werden. Konkret ist im Zusammenhang mit dem ersten Zuhaltungsteil vorgesehen,
dass endseitig im Riegel bzw. Riegelkörper eine quer zur Bewegungsrichtung des Auslöseschiebers
ausgerichtete Ausnehmung zur Anordnung der ersten Feder und Führung des ersten Zuhaltungsteils
vorgesehen sind. Die vorgenannte Ausnehmung hat damit eine Doppelfunktion. Zum einen
dient sie zur Aufnahme der ersten Feder und zumindest eines Teils des ersten Führungsteils.
Des weiteren hat die Ausnehmung auch eine Führungsfunktion für das erste Zuhaltungsteil,
damit dieses in und entgegen der Federkraft der ersten Feder definiert bewegt werden
kann.
[0025] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung ist im übrigen endseitig im Riegel bzw. im Riegelkörper
eine Durchgriffsöffnung vorgesehen, durch die ein Zuhaltungsvorsprung des ersten Zuhaltungsteils
hindurchgeführt ist, so dass der Zuhaltungsvorsprung mit dem Schlossgehäuse bzw. der
dort vorgesehenen Zuhaltungsöffnung zusammenwirken kann.
[0026] Zur Kopplung des Riegels bzw. Riegelkörpers mit dem zweiten Zuhaltungsteil ist endseitig
im Riegel eine quer zur Bewegungsrichtung des Auslöseschiebers ausgerichtete Federaufnahme
zur Anordnung der zweiten Feder vorgesehen. Zur Montage wird dann die zweite Feder,
die insbesondere als Schraubenfeder ausgebildet ist, in die Federaufnahme eingelegt.
Zur Kopplung mit dem zweiten Zuhaltungsteil ist an diesem ein Zapfen zum Eingriff
in die bzw. zum Lagern der zweiten Feder vorgesehen.
[0027] Um das zweite Zuhaltungsteil am Riegel bzw. Riegelkörper hinreichend führen zu können,
ist bei einer bevorzugten Ausgestaltung am Riegel ein Führungsvorsprung zum Eingriff
in ein quer zur Bewegungsrichtung des Auslöseschiebers ausgerichtetes Langloch am
zweiten Zuhaltungsteil vorgesehen. Es versteht sich, dass alternativ oder ergänzend
der Führungsvorsprung grundsätzlich auch am zweiten Zuhaltungsteil vorgesehen sein
kann, während dann korrespondierend dazu bedarfsweise am Riegel das Langloch vorgesehen
ist. Jedenfalls wird durch die Kombination des Führungsvorsprungs und des Langlochs
eine definierte, geführte Bewegung des zweiten Zuhaltungsteils relativ zum Riegel
bzw. Riegelkörper realisiert.
[0028] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ist bei einer weiteren bevorzugten
Ausgestaltung vorgesehen, dass der Auslöseschieber mittels eines lösbaren Sicherungselements
am Riegel gehalten ist, dass das Sicherungselement bei geschlossenem Schlossgehäuse
von außen her lösbar ist und dass der Auslöseschieber bei geschlossenem Schlossgehäuse
von der Vorderseite des Riegels entnehmbar ist.
[0029] Im Zusammenhang mit der Erfindung ist erkannt worden, dass ein Schloss der eingangs
genannten Art, das an sich Teil einer Schlossanordnung zusammen mit einem Gegenkasten
und zur Verwendung bei zweiflügeligen Türen vorgesehen ist, grundsätzlich auch bei
einflügeligen Türen geeignet ist. Bisher ist man davon ausgegangen, dass der Einsatz
eines derartigen Schlosses, das für zweiflügelige Türen vorgesehen ist, zu Verwendung
bei einflügeligen Türen nicht in Frage kommt. Zwar ist der Auslöseschieber beim bekannten
Schloss beweglich, aber er ist unlösbar mit dem Riegel verbunden. Beim bekannten Schloss
ist der Auslöseschieber nicht ohne weiteres aus dem Schlossgehäuse zu entnehmen. Eine
Demontage des Auslöseschiebers ist nur dann möglich, wenn das Schlossgehäuse geöffnet,
der Auslöseschieber entnommen und das Schlossgehäuse anschließend wieder geschlossen
wird. Dies ist allerdings mit einem erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand verbunden,
der dazu geführt hat, dass bei den Schlossherstellern bisher stets Schlösser für einflügelige
und Schlösser für zweiflügelige Türen vorgehalten worden sind.
[0030] Die Erfindung ermöglicht es nun, ein Schloss der eingangs genannten Art sowohl bei
ein- als auch bei zweiflügeligen Türen einzusetzen, ohne dass ein großer Aufwand notwendig
wäre, den Auslöseschieber zu montieren bzw. zu demontieren. Wird das erfindungsgemäße
Schloss bei einer zweiflügeligen Tür verwendet, ist der Auslöseschieber mittels des
Sicherungselements sicher am Riegel gehalten. Das Sicherungselement ermöglicht dabei
die Längsverschiebung des Auslöseschiebers, verhindert aber, dass der Auslöseschieber
vom Riegel bzw. Schlossgehäuse entnommen werden kann. Soll das Schloss allerdings
bei einer einflügeligen Tür eingesetzt werden, kann das Sicherungselement von der
Außenseite des Schlosses, also bei geschlossenem Schlossgehäuse, gelöst und auch bei
geschlossenem Schlossgehäuse vorderseitig vom Riegel bzw. aus dem Schlossgehäuse von
der Stulpseite her entnommen werden.
[0031] Bevorzugt wird das erfindungsgemäße Schloss in der Form beim Hersteller hergestellt
und vorgehalten, die seitens der Abnehmer des Herstellers stärker abgenommen werden.
Dies führt dazu, dass die nachträgliche Umrüstung nur bei dem kleineren Teil der Schlösser
notwendig ist.
[0032] Damit das Sicherungselement seine Sicherungsfunktion bezüglich des Auslöseschiebers
erfüllen kann, ist bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass
das Sicherungselement bis in den Bewegungsweg des Auslöseschiebers ragt. Besonders
bevorzugt ist es in diesem Zusammenhang, dass das Sicherungselement im Bereich des
Bewegungsweges lösbar mit dem Riegel verbunden ist.
[0033] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist am Auslöseschieber, der an
sich eine langgestreckte Rechteckform haben kann, wenigstens eine Ausnehmung vorgesehen,
deren Länge zumindest dem Bewegungsweg des Auslöseschiebers entspricht. In den Bereich
der Ausnehmung greift dann das Sicherungselement ein. Die Ausnehmung, bei der es sich
um einen Ausschnitt oder aber ein Langloch handeln kann, stellt letztlich die Verschiebbarkeit
des Auslöseschiebers sicher. Das der Vorderseite bzw. Vorderkante des Riegels abgewandte
Ende der Ausnehmung stellt dabei den Anschlag für das Sicherungselement dar, wodurch
verhindert wird, dass der Auslöseschieber aus dem Verschiebekanal nach vorn herausgezogen
werden kann.
[0034] Insbesondere im Zusammenhang mit der zuvor beschriebenen Ausnehmung bietet es sich
an, dass im Bereich der Ausnehmung des Auslöseschiebers eine Befestigungsöffnung im
Riegel zum Einsetzen und Befestigen des Sicherungselements vorgesehen ist. Durch die
Anordnung dieser Befestigungsöffnung und das Einsetzen des Sicherungselements in die
Befestigungsöffnung, die sich im Bewegungsweg befindet, wird letztlich sichergestellt,
dass die Anschlagfunktion des Sicherungselements in jedem Falle gewährleistet ist.
[0035] Im übrigen bietet es sich aus montagetechnischen Gründen an, dass der Auslöseschieber
bezogen auf seine Mittellängsachse spiegelsymmetrisch ist. Diese Spiegelsymmetrie
kann, muss sich jedoch nicht notwendigerweise, auch auf die Ausnehmung erstrecken.
Dies bedeutet, dass grundsätzlich nur eine, prinzipiell aber auch zwei Ausnehmungen
auf gegenüberliegenden Seiten der Mittellängsachse des Auslöseschiebers vorgesehen
sein können, wenngleich nach der Montage des Auslöseschiebers nur eine Ausnehmung
wirksam ist bzw. mit dem Sicherungselement zusammenwirkt.
[0036] Um das Sicherungselement von der Außenseite des Schlosses her betätigen zu können,
weist dieses endseitig ein Betätigungsende auf. Dieses Betätigungsende dient letztlich
zum Ansetzen eines Werkzeugs zum Lösen des Sicherungselements. Bevorzugt kann es sich
bei dem Sicherungselement um eine Schraube oder auch um einen Raststift handeln. Bei
Verwendung einer Schraube kann das Betätigungsende als Schlitz, Kreuzschlitz oder
Innensechskant an einem Schraubenkopf ausgebildet sein. Grundsätzlich ist auch eine
kopflose Schraube, also eine Madenschraube, mit einem Schlitz, Kreuzschlitz oder einem
Innensechskant möglich.
[0037] Um den Zugang zum Sicherungselement bzw. dem Betätigungsende des Sicherungselements
von der Außenseite des Schlosses her zu gewährleisten, ist im Schlossgehäuse eine
Zugangsöffnung zum Einsetzen eines Werkzeugs zum Lösen des Sicherungselements vorgesehen.
Dabei ist es vorzugsweise so, dass die Zugangsöffnung insbesondere im eingeschlossenen
Zustand des Riegels mit dem Betätigungsende des Sicherungselements ausgefluchtet ist.
Diese bevorzugte Ausgestaltung hat letztlich zur Folge, dass der Riegel vollständig
eingeschlossen sein muss und nur im eingeschlossenen Zustand des Riegels das Sicherungselement
über die Zugangsöffnung gelöst werden kann.
[0038] Grundsätzlich ist es aber auch möglich, dass die Zugangsöffnung im ausgeschlossenen
Zustand des Riegels mit dem Betätigungsende des Sicherungselements ausgefluchtet ist.
Selbst in Zwischenstellungen zwischen dem eingeschlossenen und dem ausgeschlossenen
Zustand des Riegels kann ein Lösen des Sicherungselements vorgesehen werden. Dementsprechend
ist die Zugangsöffnung hieran anzupassen.
[0039] Bei einer anderen bevorzugten Ausgestaltung bietet es sich an, dass die Zugangsöffnung
als Langlochöffnung ausgebildet ist, die den Zugang zum Betätigungsende des Sicherungselements
sowohl im eingeschlossenen als auch im ausgeschlossenen Zustand ermöglicht.
[0040] Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung und der Zeichnung selbst. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich
dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der
vorliegenden Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder
deren Rückbeziehung.
[0041] Es zeigt
- Fig. 1
- eine Ansicht eines Teils eines erfindungsgemäßen Schlosses von einer Seite mit ausgeschlossenem
Riegel,
- Fig. 2
- eine Ansicht des Schlosses entsprechend Fig. 1 mit eingeschlossenem Riegel,
- Fig. 3
- eine Ansicht des Schlosses entsprechend Fig. 1 von der anderen Seite des Schlosses
gesehen,
- Fig. 4
- eine Ansicht des Schlosses entsprechend Fig. 2 von der anderen Seite gesehen,
- Fig. 5
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Riegels,
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf eine Seite des Riegels aus Fig. 5,
- Fig. 7
- eine Querschnittsansicht des Riegels aus Fig. 5 entlang der Schnittlinie VII-VII aus
Fig. 5,
- Fig. 8
- eine Ansicht des Riegels aus Fig. 6 von der gegenüberliegenden Seite mit voneinander
über einen Zwischenraum beabstandetem ersten und zweiten Zuhaltungsteil,
- Fig. 9
- eine der Fig. 8 entsprechende Darstellung des Riegels, wobei das zweite Zuhaltungsteil
an das erste Zuhaltungsteil stößt,
- Fig. 10
- eine der Fig. 5 entsprechende Ansicht des Riegels,
- Fig. 11
- eine der Fig. 6 entsprechende Ansicht des Riegels mit eingeschobenem Auslöseschieber,
- Fig. 12
- eine Querschnittsansicht des Riegels aus Fig. 10 entlang der Schnittlinie XII-XII
aus Fig. 10,
- Fig. 13
- eine der Fig. 8 entsprechende Ansicht des Riegels mit eingeschobenem Auslöseschieber,
- Fig. 14
- eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung des Riegels aus Fig. 13,
- Fig. 15
- eine Querschnittsansicht des Riegels aus Fig. 14 entlang der Schnittlinie XV-XV aus
Fig. 14,
- Fig. 16
- eine Draufsicht auf eine Seite des Riegelkörpers des erfindungsgemäßen Riegels,
- Fig. 17
- eine Seitenansicht des Riegelkörpers aus Fig. 16,
- Fig. 18
- eine Ansicht des Riegelkörpers aus Fig. 16 von der anderen Seite her,
- Fig. 19
- eine Ansicht auf die eine Seite des ersten Zuhaltungsteils,
- Fig. 20
- eine Seitenansicht des ersten Zuhaltungsteils aus Fig. 19,
- Fig. 21
- eine Ansicht auf die andere Seite des ersten Zuhaltungsteils aus Fig. 19,
- Fig. 22
- eine Ansicht auf die eine Seite des zweiten Zuhaltungsteils,
- Fig. 23
- eine Seitenansicht des Zuhaltungsteils aus Fig. 22,
- Fig. 24
- eine Ansicht auf die andere Seite des zweiten Zuhaltungsteils aus Fig. 22,
- Fig. 25
- eine Draufsicht auf einen Auslöseschieber des erfindungsgemäßen Schlosses und
- Fig. 26
- eine Seitenansicht des Auslöseschiebers aus Fig. 25.
[0042] In den Fig. 1 bis 4 ist ein Teil eines erfindungsgemäßen Schlosses 1, bei dem es
sich vorliegend um ein Panikschloss, also ein Schloss mit Panikfunktion handelt, dargestellt.
Das Schloss 1 ist zum Einbau in eine Tür vorgesehen und gehört letztlich zu einer
im einzelnen nicht dargestellten Schlossanordnung, die neben dem Schloss 1 einen nicht
dargestellten Gegenkasten aufweist.
[0043] Das Schloss 1 weist ein Schlossgehäuse 2 auf, das wiederum einen Schlosskasten 3,
eine Schlossdecke 4 und einen Stulp 5 umfasst. Im Schlossgehäuse 2, das eine langgestreckte
Rechteckform mit einer Längsachse L aufweist, befindet sich die Schlossmechanik, die
als wesentlichen Bestandteil eine in der Regel 2 geteilte Schlossnuss, die im einzelnen
nicht dargestellt ist, aufweist. Im übrigen weist das Schloss 1 einen Riegel 6 auf,
der in den Fig. 1 und 3 ausgeschlossen und in den Fig. 2 und 4 eingeschlossen ist.
Nicht dargestellt ist eine ebenfalls im Schlossgehäuse 2 vorgesehene Falle.
[0044] Im Schlossgehäuse 2 befindet sich im übrigen eine Öffnung 7 für einen Profilzylinder.
Die Öffnung 7 ist an die Form eines aus dem Stand der Technik bekannten Profilzylinders
angepasst. Der Profilzylinder weist, wie dies ebenfalls aus dem Stand der Technik
bekannt ist, einen PZ-Finger auf, der bei Betätigung des Profilzylinders über einen
Schlüssel bewegbar ist.
[0045] Weiterhin weist das Schloss 1 eine Zuhaltung 8 auf, die vorliegend auf gegenüberliegenden
Seiten jeweils einen Zuhaltungsvorsprung 9, 10 aufweist. Zu den Zuhaltungsvorsprüngen
9, 10 korrespondieren im Schlosskasten 3 und der Schlossdecke 4 jeweils Zuhaltungsöffnungen
11, 12, die jeweils einen abgestuften Eingriff 13, 14 aufweisen. Wenn sich die Zuhaltungsvorsprünge
9, 10 in den Eingriffen 13, 14 befinden, ist die Zuhaltungsfunktion wirksam, da der
Riegel 6 aus der ausgeschlossenen Stellung nicht in die eingeschlossene Stellung bewegt
werden kann. Werden die Zuhaltungsvorsprünge 9, 10 hingegen aus den Eingriffen 13,
14 herausbewegt, ist ein Einschließen des Riegels 6 möglich.
[0046] Um die Zuhaltungsfunktion aufzuheben bzw. die Zuhaltungsvorsprünge 9, 10 aus den
Eingriffen 13, 14 herauszubewegen, sind zwei Funktionen bzw. Möglichkeiten vorgesehen.
Zum einen kann die Zuhaltung 8 über den nicht dargestellten Profilzylinder entsprechend
bewegt werden. Durch Schlüsselbetätigung des Profilzylinders wird der PZ-Finger des
Profilzylinders geschwenkt. Hierbei wirkt dieser dann auf die Zuhaltung 8, was zu
der entsprechenden Bewegung der Zuhaltung 8 führt, so dass die Zuhaltungsvorsprünge
9, 10 aus den Eingriffen 13, 14 herausbewegt werden.
[0047] Zur Realisierung der anderen Möglichkeit ist ein Auslöseschieber 15 vorgesehen, der
mit der Zuhaltung 8 zusammenwirkt. Hierzu wird eine Kraft in Pfeilrichtung 16 auf
den Auslöseschieber 15 ausgeübt. Dies erfolgt üblicherweise über einen Riegelauswerfer
des Gegenkastens. Wird der Auslöseschieber 15 entsprechend weit in Pfeilrichtung 16
verschoben, kommen die Zuhaltungsvorsprünge 9, 10 ebenfalls außer Eingriff mit den
Eingriffen 13, 14, so dass die Zuhaltungsfunktion ebenfalls aufgehoben wird.
[0048] Wesentlich ist nun, dass die Zuhaltung wenigstens zwei voneinander separate Zuhaltungsteile
aufweist, nämlich ein erstes Zuhaltungsteil 17 und ein zweites Zuhaltungsteil 18.
Das erste Zuhaltungsteil 17 ist von einer ersten Feder 19 federbeaufschlagt, während
das zweite Zuhaltungsteil 18 von einer zweiten Feder 20 federbeaufschlagt ist. Dabei
sind am ersten Zuhaltungsteil 17 die beiden Zuhaltungsvorsprünge 9, 10 vorgesehen.
Wie sich beispielsweise aus Fig. 7 ergibt, wirkt der Auslöseschieber 15 lediglich
auf das erste Zuhaltungsteil 17. Im übrigen ist, was konkret nicht dargestellt ist,
die Federkraft der ersten Feder 19 geringer als die Federkraft der zweiten Feder 20.
[0049] Die gewählte Ausbildung der Zuhaltung 8 mit den beiden voneinander separaten Zuhaltungsteilen
17, 18 führt dazu, dass beide Zuhaltungsteile 17, 18 separat voneinander betätigbar
sind, wobei bei Betätigung des ersten Zuhaltungsteils 17 nur über den Auslöseschieber
15 lediglich die Federkraft der ersten Feder 19 überwunden werden muss, nicht jedoch
die Federkraft der zweiten Feder 20 oder gar die Federkräfte der beiden Federn 19,
20.
[0050] Der Riegel 6 weist einen Riegelkörper 21 auf, wie er in den Fig. 16 bis 18 dargestellt
ist. Der Riegel 6 bildet damit mit dem Riegelkörper 21, den beiden Zuhaltungsteilen
17, 18 und den beiden Federn 19, 20 sowie dem Auslöseschieber 15 eine Riegeleinheit,
die in und entgegen der Richtung des Bewegungspfeils 22 im eingebauten Zustand in
die eingeschlossene und ausgeschlossene Stellung und umgekehrt bewegbar ist. Der Auslöseschieber
15 ist im Riegelkörper 21 in Bewegungsrichtung des Riegels 6, das heißt in Richtung
des Bewegungspfeils 22 längsbeweglich geführt. Hierzu weist der Riegelkörper 21 einen
endseitig offenen, den Auslöseschieber 15 aber ansonsten allseitig umgebenden Verschiebekanal
23 auf. Bei dem Riegelkörper 21 handelt es sich um ein Gussteil, in dem der Verschiebekanal
23 vorgesehen ist.
[0051] Das erste Zuhaltungsteil 17 und das zweite Zuhaltungsteil 18 sind quer zur Bewegungsrichtung
des Auslöseschiebers 15 federbelastet und bewegbar, wie dies durch den Bewegungspfeil
24 angedeutet ist.
[0052] Am ersten Zuhaltungsteil 17 ist eine Auflaufschräge 25 vorgesehen, die mit dem hinteren
bzw. innenliegenden Ende 26 des Auslöseschiebers 15 zusammenwirkt. Der Auslöseschieber
15, der grundsätzlich eine rechteckartige Riegelform hat, weist an seinem Ende 26
gerundete Ecken 27 auf, um mit der Auflaufschräge 25 zusammenwirken zu können. So
ist beispielsweise in Fig. 7 dargestellt, dass die Ecke 27 auf den oberen Bereich
der Auflaufschräge 25 wirkt.
[0053] Wie sich im übrigen aus der Zeichnung ergibt, sind das erste Zuhaltungsteil 17 und
das zweite Zuhaltungsteil 18 im hinteren Bereich des Riegelkörpers 21 angeordnet,
und zwar derart, dass bei Betätigung des zweiten Zuhaltungsteils 18 über den nicht
dargestellten Profilzylinder entgegen der Federbelastung der zweiten Feder 20 das
zweite Zuhaltungsteil 18 auf das erste Zuhaltungsteil 17 zur Freigabe der Sperrung
des Riegels 6 wirkt.
[0054] Im übrigen ergibt sich insbesondere aus den Fig. 8 und 9, dass bei Auslösung der
Zuhaltung 8 über das zweite Zuhaltungsteil 18, also bei Auslösung über den PZ-Finger
des Profilzylinders, der Bewegungsweg des ersten Zuhaltungsteils 17 zur Freigabe der
Zuhaltung 8 kleiner ist als der Bewegungsweg des zweiten Zuhaltungsteils 18. Konkret
ist hierzu vorgesehen, dass sich im ausgeschlossenen Zustand, wie dies in Fig. 8 dargestellt
ist, ein Zwischenraum 28 zwischen den beiden Zuhaltungsteilen 17, 18 vorgesehen ist,
über den die beiden Zuhaltungsteile 17, 18 voneinander beabstandet sind. Der Zwischenraum
28 hat eine Breite von größer 1 mm. Es handelt sich also nicht nur um ein mögliches
Spiel zwischen den beiden Zuhaltungsteilen 17, 18.
[0055] Wie sich aus einzelnen Figuren ergibt, steht der Auslöseschieber 15 im ausgeschlossenen
Zustand mit seinem vorderen Ende 29 und insbesondere seiner vorderen Stirnkante 30
im ausgeschlossenen Zustand über die Vorderkante 31 des Riegels 6 über. Hierdurch
wird es ermöglicht, dass der Riegelauswerfer des zugeordneten Gegenkastens bei seiner
Bewegung in Richtung auf den Riegel 6 zunächst auf das vordere Ende 29 bzw. die Stirnkante
30 des Auslöseschiebers 15 trifft.
[0056] Wie sich beispielsweise aus den Fig. 13, 15 und 21 ergibt, befindet sich am ersten
Zuhaltungsteil 17 zusätzlich zur Auflaufschräge 25 eine weitere Schräge 32, die zum
Zusammenwirken mit einem am hinteren Ende des Auslöseschiebers 15 befindlichen Vorsprung
33 vorgesehen ist. Die weitere Schräge 32, die mit dem Vorsprung 33 zusammenwirkt,
dient dazu, um den Auslöseschieber 15 in den Riegel 6 bzw. den Riegelkörper 21 einzuziehen,
und zwar dann, wenn das Einschließen des Riegels 6 über den Profilzylinder erfolgt.
Die Ausbildung der Schräge 32 in Verbindung mit dem mit der Schräge 32 zusammenwirkenden
Vorsprung 33 ist derart, dass der Auslöseschieber 15 im eingezogenen Zustand, wie
dies in Fig. 15 dargestellt ist, nicht über die Vorderkante 31 übersteht. Im in Fig.
15 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die vordere Stirnkante 30 des Auslöseschiebers
15 mit der Vorderkante 31 des Riegelkörpers 21 ausgefluchtet.
[0057] Wie sich im übrigen beispielsweise aus Fig. 15, aber auch aus den Fig. 25 und 26
ergibt, befindet sich am Auslöseschieber 15 auf wenigstens einer Längsseite, im dargestellten
Ausführungsbeispiel auf beiden Längsseiten, jeweils ein Führungsvorsprung 34, um eine
sichere Führung des Auslöseschiebers 15 innerhalb des Verschiebekanals 23 zu gewährleisten.
Der Verschiebekanal 23 ist, wie sich dies insbesondere aus Fig. 17 ergibt, von seinem
Querschnitt an die Querschnittsform des Auslöseschiebers 15 angepasst, so dass ein
im wesentlichen spielfreies Verschieben des Auslöseschiebers 15 im Verschiebekanal
23 möglich ist.
[0058] Endseitig befindet sich im Riegelkörper 21 eine quer zur Bewegungsrichtung entsprechend
dem Bewegungspfeil 22 des Auslöseschiebers 15 ausgerichtete Ausnehmung 35, die zur
Anordnung der ersten Feder 19 und zur Führung zumindest eines Teils bzw. Bereichs
des ersten Zuhaltungsteils 17 dient. Neben der Ausnehmung 35 benachbart dem hinteren
Ende des Riegelkörpers 21 befindet sich im Riegelkörper 21 eine ebenfalls quer zur
Bewegungsrichtung des Auslöseschiebers 15 ausgerichtete Federaufnahme 36, die zur
Anordnung der zweiten Feder 20 dient. Die zweite Feder 20 ist in die Federaufnahme
36 eingelegt. Bei den beiden Federn 19, 20 handelt es sich jedenfalls im Ausführungsbeispiel
jeweils um Schraubenfedern.
[0059] Während am der Auflaufschräge 25 gegenüberliegenden Ende des ersten Zuhaltungsteils
17 ein Sackloch 37 zur zumindest teilweisen Aufnahme eines Teils der ersten Feder
19 vorgesehen ist, befindet sich am zweiten Zuhaltungsteil 20 ein Zapfen 38 zum Eingriff
in die zweite Feder 20.
[0060] Während das erste Zuhaltungsteil 17 letztlich innerhalb des Riegelkörpers 21 in der
Ausnehmung 35 angeordnet und geführt ist, ist das zweite Zuhaltungsteil 18 an den
Riegelkörper 21 lediglich an- bzw. aufgesetzt. Zur Führung des zweiten Zuhaltungsteils
18 befindet sich am Riegelkörper 21 ein Führungsvorsprung 39, der in ein quer zur
Bewegungsrichtung des Auslöseschiebers 15 ausgerichtetes Langloch 40 im zweiten Zuhaltungsteil
18 eingreift. Darüber hinaus ist im Anschluss an den Zapfen 38 ein Vorsprung 41 am
zweiten Zuhaltungsteil 18 vorgesehen, der ebenfalls in die Federaufnahme 36 eingreift
und zur Führung des zweiten Zuhaltungsteils 18 dient. Im übrigen weist das zweite
Zuhaltungsteil 18 neben dem Zapfen 38 bzw. benachbart zu diesem einen Anschlag 42
auf, der zum Zusammenwirken mit der unteren Stirnseite 43 des ersten Zuhaltungsteils
17 vorgesehen ist.
[0061] In den Fig. 5 bis 9 befindet sich der Auslöseschieber 15 jeweils im ausgeschlossenen
Zustand. Der Auslöseschieber 15 steht dabei mit seinem äußeren Ende 29 bzw. seiner
Stirnkante 30 über die Vorderkante 31 des Riegelkörpers 21 bzw. des Riegels 6 über.
Das hintere Ende 26 des Auslöseschiebers 15 liegt mit der gerundeten Ecke 27 am oberen
Ende der Auflaufschräge 25 an. Diese Situation liegt auch bei den in den Fig. 8 und
9 dargestellten Zuständen des Riegels 6 vor, wobei bei diesen Ausführungsformen ein
Unterschied dahingehend besteht, dass bei dem in Fig. 8 dargestellten Zustand zwischen
dem Anschlag 42 des zweiten Zuhaltungsteils 18 und der unteren Stirnseite 43 des ersten
Zuhaltungsteils 17 der Zwischenraum 28 vorgesehen ist. Dem gegenüber liegt bei dem
in Fig. 9 dargestellten Zustand der Anschlag 42 an der Stirnseite 43 unmittelbar an.
Allerdings ist in diesem Zustand das erste Zuhaltungsteil 17 vom zweiten Zuhaltungsteil
18 noch nicht bewegt worden. Dass sich das zweite Zuhaltungsteil 18 in Richtung auf
das erste Zuhaltungsteil 17 bewegt hat, liegt daran, dass der Profilzylinder über
den nicht dargestellten PZ-Finger bereits auf die Wirkfläche 44 am unteren Ende des
zweiten Zuhaltungsteils 18 gedrückt und damit das zweite Zuhaltungsteil 18 in Richtung
auf das erste Zuhaltungsteil 17 bewegt hat.
[0062] Im betätigten Zustand bezogen auf den Auslöseschieber 15 wird dieser entweder über
den Riegelauswerfer des dem Schloss 1 zugeordneten Gegenkastens in den Riegelkörper
21 hineingedrückt (dies ist in den Fig. 10 bis 12 dargestellt), oder aber der Auslöseschieber
15 wird über die Schräge 32 in Verbindung mit dem Vorsprung 33 in den Riegelkörper
21 hineingezogen, wie dies in den Fig. 13 bis 15 dargestellt ist.
[0063] Bei der in den Fig. 10 bis 12 dargestellten Ausführungsform wird der Auslöseschieber
15 in Richtung des Bewegungspfeils 22 in den Riegelkörper 21 hineingedrückt, wobei
das erste Zuhaltungsteil 17 dann aufgrund des Zusammenwirkens der gerundeten Ecke
27 mit der Auflaufschräge 25 nach oben bewegt wird. Die Horizontalbewegung des Auslöseschiebers
15 wird dabei in eine Vertikalbewegung des ersten Zuhaltungsteils 17 umgesetzt. Gleichzeitig
kommen die Zuhaltungsvorsprünge 9, 10 außer Eingriff mit den Eingriffen 13, 14 der
Zuhaltungsöffnungen 11, 12. Die Zuhaltungsfunktion ist damit aufgehoben und der Riegel
6 kann über den Riegelauswerfer und/oder federbelastet in die eingeschlossene Stellung
geführt werden.
[0064] Soll die Zuhaltungsfunktion letztlich über den Profilzylinder gelöst werden, wirkt
der PZ-Finger des Profilzylinders zunächst auf die Wirkfläche 44 am unteren Ende des
zweiten Zuhaltungsteils 18. Dieses wird dann zunächst unter Überbrückung des Zwischenraums
28 entgegen der Federkraft der zweiten Feder 20 bewegt. Anschließend stößt der Anschlag
42 an der unteren Stirnseite 43 des ersten Zuhaltungsteils 17 an. Die weitere Bewegung
des PZ-Fingers führt dazu, dass beide Zuhaltungsteile 17, 18 entgegen der Federkraft
der beiden Federn 19, 20 bewegt werden. Gleichzeitig wird aufgrund des Zusammenwirkens
des Vorsprungs 33 am Auslöseschieber 15 mit der Schräge 32 der Auslöseschieber 15
eingezogen, bis dessen vordere Stirnkante 30 mit der Vorderkante 31 des Riegelkörpers
21 ausgefluchtet ist. Gleichzeitig werden die Zuhaltungsvorsprünge 9, 10 aus den Eingriffen
13, 14 herausbewegt, so dass der Riegel 6 unter Federbelastung von der ausgeschlossenen
in die eingeschlossene Stellung bewegt wird.
[0065] Bei den dargestellten Ausführungsformen ist es im übrigen so, dass der Auslöseschieber
15 mittels eines lösbaren Sicherungselements 45 am Riegel 6 gehalten ist. Das Sicherungselement
45 ist bei geschlossenem Schlossgehäuse 2 vom Riegel 6 lösbar. Insofern wird beispielhaft
auf die Fig. 4 verwiesen. Die Möglichkeit der Lösbarkeit des Sicherungselements 45
vom Riegel 6 hat zur Folge, dass der Auslöseschieber 15 bei geschlossenem Schlossgehäuse
2 vom Riegel 6 entnehmbar ist, und zwar von der Vorderseite bzw. Vorderkante 31 des
Riegels 6 bzw. des Riegelkörpers 21.
[0066] Wie sich beispielsweise aus Fig. 7 ergibt, ragt das Sicherungselement 45 bis in den
Bewegungsweg des Auslöseschiebers 15. In diesem Bereich ist das Sicherungselement
45 mit dem Riegel 6 bzw. dem Riegelkörper 21 lösbar verbunden. In diesem Zusammenhang
ist am Auslöseschieber 15 eine Ausnehmung 46 vorgesehen, in die das Sicherungselement
45 eingreift. Die Länge der Ausnehmung 46 entspricht zumindest dem Bewegungsweg des
Auslöseschiebers 15. In Fig. 7 ist ein Zustand dargestellt, bei dem das hintere Ende
der Ausnehmung 46 am Sicherungselement 45 anschlägt und damit die Ausschließbewegung
in Richtung des Bewegungspfeils 22 begrenzt. Im Bereich der Ausnehmung 45 des Auslöseschiebers
15 ist eine Befestigungsöffnung 47 im Riegel 6 bzw. am Riegelkörper 21 zum Einsetzen
und Befestigen des Sicherungselements 45 vorgesehen. Bei den dargestellten Ausführungsbeispielen
handelt es sich bei der Befestigungsöffnung 47 um eine Gewindeöffnung.
[0067] Der Auslöseschieber 15 kann im übrigen bezogen auf seine Mittellängsachse spiegelsymmetrisch
sein. In Fig. 25 ist mit durchgezogener Linie eine Ausnehmung 46 und mit gestrichelter
Linie eine mögliche gegenüberliegende Ausnehmung 46 gezeigt. Die um die Mittellängsachse
spiegelsymmetrische Ausbildung hat den Vorteil, dass bei der Montage des Auslöseschiebers
15, also beim Einsetzen in den Verschiebekanal 23, nicht auf die Ausrichtung des Auslöseschiebers
15 geachtet werden muss.
[0068] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Sicherungselement 45 als Schraube ausgebildet,
die einen Schraubenkopf 48 aufweist. Der Schraubenkopf 48 ist mit einem Innensechskant
49 versehen. Es versteht sich, dass der Schraubenkopf 48 grundsätzlich auch einen
Schlitz oder einen Kreuzschlitz aufweisen kann oder dass die Schraube als Madenschraube
ausgebildet ist. Auch die Realisierung eines Raststiftes als Sicherungselement 45
ist möglich.
[0069] Im Schlossgehäuse 2 befindet sich eine Zugangsöffnung 50 zum Ansetzen eines Werkzeugs
zum Lösen des Sicherungselements 45. Konkret ist die Zugangsöffnung 50 im dargestellten
Ausführungsbeispiel in der Schlossdecke 4 vorgesehen (vgl. Fig. 3), während es sich
versteht, dass die Zugangsöffnung 50 auch im Bereich des Schlosskastens 3 vorgesehen
sein kann. Wie sich aus Fig. 4 ergibt, ist die Zugangsöffnung 50 im eingeschlossenen
Zustand des Riegels 6 mit dem Schraubenkopf 48 des Sicherungselements 45 ausgefluchtet.
[0070] Nicht dargestellt, aber grundsätzlich möglich ist es auch, die Zugangsöffnung 50
als Langloch auszubilden, die sich über den kompletten Bewegungsweg der Befestigungsöffnung
47 im Riegel 6 bzw. im Riegelkörper 21 erstreckt. Auf diese Weise ist es dann möglich,
den Auslöseschieber 15 nicht nur in der eingeschlossenen Stellung entsprechend Fig.
4 sondern auch in der ausgeschlossenen Stellung entsprechend Fig. 3 zu lösen und aus
dem Verschiebekanal 23 nach vorn zu entnehmen.
[0071] Zum Austausch des Auslöseschiebers 15 wird der Riegel 6 zunächst in seine eingeschlossene
Stellung gebracht, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist. Der Auslöseschieber 15 steht
dabei mit seiner vorderen Stirnkante 30 nicht über die Vorderkante 31 des Riegels
6 über, sondern ist mit dieser zumindest im wesentlichen ausgefluchtet. Es ergibt
sich dann der in Fig. 4 dargestellte Zustand, bei dem der Schraubenkopf 48 mit der
Zugangsöffnung 50 ausgefluchtet ist. Ausfluchten bedeutet in diesem Zusammenhang,
dass der Schraubenkopf 48 über die Zugangsöffnung 50 mit einem Werkzeug zugänglich
ist, so dass nach Lösen des Sicherungselements 45 dieses aus der Zugangsöffnung 50
entnommen werden kann. Nach Lösen und Entfernen des Sicherungselements 45 fehlt es
an einem Anschlag für den Auslöseschieber 15, der dann von der Vorderseite des Riegels
6 her entnommen werden kann. Dies kann - bei Fehlen des Vorsprungs 33 - durch Schütteln
des Schlosses 1 und/oder durch die Eigengewichtskraft des Auslöseschiebers 15 bei
Schräghaltung des Schlosses 1 oder auch dadurch erfolgen, dass der Riegel 6 ausgeschlossen
wird, so dass sich anschließend wiederum der in Fig. 3 dargestellte Zustand ergibt,
wobei dann das vordere Ende 29 des Auslöseschiebers 15 übersteht, so dass der Auslöseschieber
15 am vorderen Ende 29 gefasst und aus dem Verschiebekanal 23 herausgezogen werden
kann.
[0072] Weist das Schloss 1 keinen Auslöseschieber 15 auf, erfolgt die Montage bei geschlossenem
Schlossgehäuse 2 derart, dass der Auslöseschieber 15 zunächst vollständig in den ausgeschlossenen
Riegel 6 eingeschoben wird, der anschließend in seine eingeschlossene Stellung bewegt
werden kann. In dieser Stellung kann dann das Sicherungselement 45 über die Zugangsöffnung
50 in den Riegel 6 eingeschraubt werden, was den Auslöseschieber 15 in seiner Bewegung
nach vorne limitiert und auf diese Weise das Entfernen des Auslöseschiebers 15 nach
vorne verhindert.
[0073] Entscheidend ist also, dass der Auslöseschieber 15 von der Vorderseite des Riegels
6 her eingeschoben und anschließend gesichert werden kann, ohne dass das Schloss 1
bzw. das Schlossgehäuse 2 als solches zu öffnen ist.
[0074] Im eingesetzten Zustand erfüllt der austauschbare Auslöseschieber 15 seine Funktion
in Verbindung mit der zuvor beschriebenen zweiteiligen Zuhaltung 8 dadurch, dass das
erste Zuhaltungsteil 17 über die Auflaufschräge 25 und die Schräge 32 eine steuernde
Funktion übernimmt und den Auslöseschieber 15 ein- und ausschiebt. In der vorderen,
ausgeschlossenen Endlage des Riegels 6 ist der Auslöseschieber 15 über das Sicherungselement
45 gehalten, da dieses am Ende der Ausnehmung 45 anschlägt.
Bezugszeichenliste:
| 1 |
Schloss |
28 |
Zwischenraum |
| 2 |
Schlossgehäuse |
29 |
Ende |
| 3 |
Schlosskasten |
30 |
Stirnkante |
| 4 |
Schlossdecke |
31 |
Vorderkante |
| 5 |
Stulp |
32 |
Schräge |
| 6 |
Riegel |
33 |
Vorsprung |
| 7 |
Öffnung |
34 |
Führungsvorsprung |
| 8 |
Zuhaltung |
35 |
Ausnehmung |
| 9 |
Zuhaltungsvorsprung |
36 |
Federaufnahme |
| 10 |
Zuhaltungsvorsprung |
37 |
Sackloch |
| 11 |
Zuhaltungsöffnung |
38 |
Zapfen |
| 12 |
Zuhaltungsöffnung |
39 |
Führungsvorsprung |
| 13 |
Eingriff |
40 |
Langloch |
| 14 |
Eingriff |
41 |
Vorsprung |
| 15 |
Auslöseschieber |
42 |
Anschlag |
| 16 |
Pfeilrichtung |
43 |
Stirnseite |
| 17 |
erstes Zuhaltungsteil |
44 |
Wirkfläche |
| 18 |
zweites Zuhaltungsteil |
45 |
Sicherungselement |
| 19 |
erste Feder |
46 |
Ausnehmung |
| 20 |
zweite Feder |
47 |
Befestigungsöffnung |
| 21 |
Riegelkörper |
48 |
Schraubenkopf |
| 22 |
Bewegungspfeil |
49 |
Innensechskant |
| 23 |
Verschiebekanal |
50 |
Zugangsöffnung |
| 24 |
Bewegungspfeil |
|
|
| 25 |
Auflaufschräge |
L |
Längsachse |
| 26 |
Ende |
|
|
| 27 |
Ecke |
|
|
1. Schloss (1), vorzugsweise Panikschloss, insbesondere vorgesehen zum Zusammenwirken
mit einem Gegenkasten, mit einem in einem Schlossgehäuse (2) angeordneten Riegel (6),
mit einer federbelasteten, wenigstens einen Zuhaltungsvorsprung (9, 10) zum Zusammenwirken
mit dem Schlossgehäuse (2) aufweisenden Zuhaltung (8) und einem mit der Zuhaltung
(8) zusammenwirkenden Auslöseschieber (15),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zuhaltung (8) ein mit einer ersten Feder (19) federbelastetes erstes Zuhaltungsteil
(17), an der der wenigstens eine Zuhaltungsvorsprung (9, 10) vorgesehen ist, und ein
mit einer zweiten Feder (20) federbelastetes zweites und vom ersten Zuhaltungsteil
(17) separates Zuhaltungsteil (18) aufweist, wobei der Auslöseschieber (15) lediglich
auf das erste Zuhaltungsteil (17) wirkt und
dass das erste Zuhaltungsteil (17) und das zweite Zuhaltungsteil (18) quer zur Bewegungsrichtung
des Auslöseschiebers (15) federbelastet und bewegbar sind.
2. Schloss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft der ersten Feder (19) geringer ist als die Federkraft der zweiten
Feder (20).
3. Schloss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslöseschieber (15) im Riegel (6) in Bewegungsrichtung des Riegels (6) längsbeweglich
geführt ist und dass, vorzugsweise der Auslöseschieber (15) in einem endseitig offenen,
den Auslöseschieber (15) aber ansonsten allseitig umgebenden Verschiebekanal (23)
des Riegels (6) geführt ist.
4. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem ersten Zuhaltungsteil (17) eine Auflaufschräge (25) zum Zusammenwirken mit
dem hinteren Ende (26) des Auslöseschiebers (15) vorgesehen ist, um das erste Zuhaltungsteil
(17) zur Freigabe der Sperrung des Riegels (6) zu betätigen.
5. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Zuhaltungsteil (17) und das zweite Zuhaltungsteil (18) derart im Bereich
des Riegels (6) angeordnet sind, dass bei Betätigung des zweiten Zuhaltungsteils (18)
entgegen der Federbelastung der zweiten Feder (20) das zweite Zuhaltungsteil (18)
auf das erste Zuhaltungsteil (17) zur Freigabe der Sperrung des Riegels (6) wirkt.
6. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Auslösung der Zuhaltung (8) zur Freigabe des Riegels (6) der Bewegungsweg des
ersten Zuhaltungsteils (17) kleiner ist als der Bewegungsweg des zweiten Zuhaltungsteils
(18) und dass, vorzugsweise, das erste Zuhaltungsteil (17) und das zweite Zuhaltungsteil
(18) im ausgeschlossenen Zustand über einen Zwischenraum (28), der insbesondere größer
1 mm ist, voneinander beabstandet sind.
7. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslöseschieber (15) im ausgeschlossenen Zustand mit seinem vorderen Ende (29)
über die Vorderkante (31) des Riegels (6) übersteht.
8. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Zuhaltungsteil (17) eine weitere Schräge (32) zum Zusammenwirken mit einem
am hinteren Ende des Auslöseschiebers (15) vorgesehenen Vorsprung (33) aufweist, um
den Auslöseschieber (15) in den Riegel (6) einzuziehen.
9. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslöseschieber (15) im eingezogenen Zustand nicht über die Vorderkante (31)
des Riegels (6) übersteht.
10. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass endseitig im Riegel (6) eine quer zur Bewegungsrichtung des Auslöseschiebers (15)
ausgerichtete Ausnehmung (35) zur Anordnung der ersten insbesondere als Schraubenfeder
ausgebildeten Feder (19) und Führung des ersten Zuhaltungsteils (17) vorgesehen ist.
11. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass endseitig im Riegel (6) eine quer zur Bewegungsrichtung des Auslöseschiebers (15)
ausgerichtete Federaufnahme zur Anordnung der insbesondere als Schraubenfeder ausgebildeten
zweiten Feder (20) vorgesehen ist.
12. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am zweiten Zuhaltungsteil (18) ein Zapfen zum Eingriff in die zweite Feder (20) vorgesehen
ist.
13. Schloss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Riegel (6) ein Führungsvorsprung (39) zum Eingriff in ein quer zur Bewegungsrichtung
des Auslöseschiebers (15) ausgerichtetes Langloch (40) am zweiten Zuhaltungsteil (18)
vorgesehen ist.
14. Schlossanordnung mit einem Schloss (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und
einem einen Riegelauswerfer aufweisenden Gegenkasten zur Verwendung bei zweiflügeligen
Türen.
1. A lock (1), preferably panic lock, in particular provided for interaction with a strike
box, comprising a bolt (6) arranged in a lock housing (2), a spring-loaded tumbler
(8) having at least one tumbler projection (9, 10) for interaction with the lock housing
(2), and a trigger slide (15) interacting with the tumbler (8),
characterised in that
the tumbler (8) has a first tumbler part (17) which is spring-loaded by a first spring
(19) and on which the at least one tumbler projection (9, 10) is provided, and a second
tumbler part (18) which is spring-loaded by a second spring (20) and is separate from
the first tumbler part (17), wherein the trigger slide (15) acts only on the first
tumbler part (17) and
in that the first tumbler part (17) and the second tumbler part (18) are spring-loaded and
movable transversely to the direction of movement of the trigger slide (15).
2. The lock according to claim 1, characterised in that the spring force of the first spring (19) is less than the spring force of the second
spring (20).
3. The lock according to claim 1 or 2, characterised in that the trigger slide (15) in the bolt (6) is longitudinally movably guided in the direction
of movement of the bolt (6) and in that the trigger slide (15) is guided in a displacement channel (23) of the bolt (6) which
is preferably open at the end but otherwise surrounds the trigger slide (15) on all
sides.
4. The lock according to one of the preceding claims, characterised in that a ramp bevel (25) for interaction with the rear end (26) of the trigger slide (15)
is provided on the first tumbler part (17) in order to actuate the first tumbler part
(17) to release the locking of the bolt (6).
5. The lock according to one of the preceding claims, characterised in that the first tumbler part (17) and the second tumbler part (18) are arranged in the
region of the bolt (6) such that, upon actuation of the second tumbler part (18) counter
to the spring-loading of the second spring (20), the second tumbler (18) acts on the
first tumbler (17) to release the locking of the bolt (6).
6. The lock according to one of the preceding claims, characterised in that, upon triggering of the tumbler (8) for releasing the bolt (6), the movement path
of the first tumbler part (17) is smaller than the movement path of the second tumbler
part (18) and in that, in the locked-out state, the first tumbler part (17) and the second tumbler part
(18) are preferably spaced apart from each other by a gap (28) which is in particular
greater than 1 mm.
7. The lock according to one of the preceding claims, characterised in that, in the locked-out state, the trigger slide (15) protrudes by the front end (29)
thereof beyond the front edge (31) of the bolt (6).
8. The lock according to one of the preceding claims, characterised in that the first tumbler part (17) has a further bevel (32) for interaction with a projection
(33) provided at the rear end of the trigger slide (15) to retract the trigger slide
(15) into the bolt (6).
9. The lock according to one of the preceding claims, characterised in that, in the retracted state, the trigger slide (15) does not project beyond the front
edge (31) of the bolt (6).
10. The lock according to one of the preceding claims, characterised in that, in the end of the bolt (6), a recess (35) oriented transversely to the direction
of movement of the trigger slide (15) is provided for arranging the first spring (19),
in particular formed as a helical spring, and for guiding the first tumbler part (17).
11. The lock according to one of the preceding claims, characterised in that, in the end of the bolt (6), a spring receptacle oriented transversely to the direction
of movement of the trigger slide (15) is provided for arranging the second spring
(20), which is formed in particular as a helical spring.
12. The lock according to one of the preceding claims, characterised in that a pin for engagement in the second spring (20) is provided on the second tumbler
part (18).
13. The lock according to one of the preceding claims, characterised in that a guide projection (39) is provided on the bolt (6) for engagement in a slot (40)
in the second tumbler part (18) oriented transversely to the direction of movement
of the trigger slide (15).
14. A lock assembly comprising a lock (1) according to one of the preceding claims and
a strike box having a bolt ejector for use in two-leaf doors.
1. Serrure (1), de préférence serrure anti-panique, prévue en particulier pour coopérer
avec une gâche, avec un pêne (6) disposé dans un boîtier de serrure (2), avec un arrêt
de gâchette (8) monté sur ressort, présentant au moins une saillie d'arrêt de gâchette
(9, 10) pour coopérer avec le boîtier de serrure (2) et un poussoir de déclenchement
(15) coopérant avec l'arrêt de gâchette (8),
caractérisée en ce que
l'arrêt de gâchette (8) a une première partie d'arrêt de gâchette (17) montée sur
ressort avec un premier ressort (19), sur laquelle est prévue la au moins une saillie
d'arrêt de gâchette (9, 10) et une seconde partie d'arrêt de gâchette (18) distincte
de la première partie d'arrêt de gâchette (17), montée sur ressort avec un second
ressort (20), le poussoir de déclenchement (15) n'agissant que sur la première partie
d'arrêt de gâchette (17) et
en ce que la première partie d'arrêt de gâchette (17) et la seconde partie d'arrêt de gâchette
(18) sont montées sur ressort et peuvent être déplacées transversalement par rapport
au sens de déplacement du poussoir de déclenchement (15).
2. Serrure selon la revendication 1, caractérisée en ce que la force de rappel du premier ressort (19) est inférieure à la force de rappel du
second ressort (20).
3. Serrure selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le poussoir de déclenchement (15) est guidé longitudinalement dans le pêne (6) dans
le sens de déplacement du pêne (6) et en ce que, de préférence, le poussoir de déclenchement (15) est guidé dans un canal de glissement
(23) du pêne (6) ouvert à une extrémité, mais sinon entourant de tous les côtés le
poussoir de déclenchement (15).
4. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une rampe (25) destinée à coopérer avec l'extrémité arrière (26) du poussoir de déclenchement
(15) est prévue sur la première partie d'arrêt de gâchette (17) pour que la première
partie d'arrêt de gâchette (17) déclenche la libération du verrouillage du pêne (6).
5. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la première partie d'arrêt de gâchette (17) et la seconde partie d'arrêt de gâchette
(18) sont disposées dans la région du pêne (6) de manière à ce que, lors de l'actionnement
de la seconde partie d'arrêt de gâchette (18) contre la charge élastique du second
ressort (20), la seconde partie d'arrêt de gâchette (18) agisse sur la première partie
d'arrêt de gâchette (17) pour libérer le verrouillage du pêne (6).
6. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que lors du déclenchement de l'arrêt de gâchette (8) destiné à libérer le pêne (6), le
chemin de déplacement de la première partie d'arrêt de gâchette (17) est plus petit
que le trajet de déplacement de la second partie d'arrêt de gâchette (18) et en ce que, de préférence, la première partie d'arrêt de gâchette (17) et la seconde partie
d'arrêt de gâchette (18) à l'état exclu sont distantes l'une de l'autre d'un espace
intermédiaire (28), qui est en particulier supérieur à 1 mm.
7. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le poussoir de déclenchement (15) à l'état exclu fait saillie avec son extrémité
avant (29) sur le bord avant (31) du pêne (6).
8. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la première partie d'arrêt de gâchette (17) présente un biseau supplémentaire (32)
destiné à coopérer avec une saillie (33) prévue à l'extrémité arrière du poussoir
de déclenchement (15) pour engager le poussoir de déclenchement (15) dans le pêne
(6).
9. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le poussoir de déclenchement (15) à l'état rétracté ne dépasse pas du bord avant
(31) du pêne (6).
10. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'à l'extrémité du pêne (6), un évidement aligné (35) transversal au sens de déplacement
du poussoir de déclenchement (15) est prévu pour disposer le premier ressort (19)
conçu en particulier sous forme de ressort hélicoïdal et guider la première partie
d'arrêt de gâchette (17).
11. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'à l'extrémité du pêne (6), une réception de ressort aligné transversal par rapport
au sens de déplacement du poussoir de déclenchement (15) est prévue pour disposer
le deuxième ressort (20) conçu en particulier sous forme de ressort hélicoïdal.
12. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une goupille est prévue sur la seconde partie d'arrêt de gâchette (18) pour venir
en prise avec le second ressort (20).
13. Serrure selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une saillie de guidage (39) est prévue sur le pêne (6) pour s'engager dans une fente
(40) alignée transversalement au sens de déplacement du poussoir de déclenchement
(15) sur la seconde partie d'arrêt de gâchette (18).
14. Système de serrure avec une serrure (1) selon l'une des revendications précédentes
et une gâche présentant un extracteur de pêne, destiné à être utilisé dans des portes
à deux vantaux.