[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung, ein Verfahren zum
Herstellen eines Grundkörpers und/oder Kühlelementes der Beleuchtungsvorrichtung und
deren Verwendung.
[0002] Beleuchtungsvorrichtungen sind allgemein bekannt. Solche Beleuchtungsvorrichtungen
umfassen ein Gehäuse mit einem im Wesentlichen plattenförmig ausgebildeten Grundkörper.
An dem Grundkörper ist ein Kühlelement angeordnet, das sich im Wesentlichen senkrecht
von der Oberseite des Grundkörpers wegerstreckende und vom Außenumfang des Grundkörpers
in Richtung der Längsachse des Grundkörpers verlaufende Kühlrippen umfasst. In dem
Gehäuse ist weiter ein Leuchtmittel angeordnet. Solche Beleuchtungsvorrichtungen sind
beispielsweise in der
DE 20 2008 007 490 U1, der
US 2015/0070911 A1, der
WO 2014/027755 A1 oder
EP 2 539 632 B1 beschrieben. Als besonders nachteilig hat sich bei diesen sämtlichen Beleuchtungsvorrichtungen
in der Praxis deren konstruktive Ausgestaltung selbst herausgestellt. So sehen die
Beleuchtungsvorrichtungen bzw. Gehäuse einen horizontalen Grundkörper mit den sich
im Wesentlichen senkrecht wegerstreckenden Kühlrippen keine Maßnahmen vor, mit welchen
sich ein Zusetzen von Staub, Schmutz oder dergleichen Verunreinigungen vermeiden oder
zumindest vermindern ließe. Die Folge ist eine Beschädigung dieser Beleuchtungsvorrichtung
aufgrund einer stark verminderten Kühlung, die zuweilen zum vollständigen Ausfall
dieser Beleuchtungsvorrichtungen führen kann. Um dem entgegenzuwirken, müssen diese
Beleuchtungsvorrichtungen in regelmäßigen zeitlichen Abständen gewartet und gereinigt
werden. Der sich hierbei ergebende Aufwand ist oftmals umso größer, wenn solche Beleuchtungsvorrichtungen
in Räumlichkeiten mit großen Raumhöhen, etwa wie in Messehallen, montiert sind. Zumeist
ist dann zusätzliches Gerät, wie Hebebühnen etc., notwendig. Auch die Sicherheitsvorkehrungen
für das Wartungs- und Reinigungspersonal erhöhen sich zwangsläufig. Die Folge ist
ein erheblicher Kostenaufwand in den Betriebskosten solcher Beleuchtungsvorrichtung
insgesamt.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Beleuchtungsvorrichtung
zur Verfügung zu stellen, mit welcher sich die obigen Nachteile verhindern lassen,
welche mithin konstruktiv besonders einfach, zugleich kompakt und stabil ausgebildet
ist, für eine ausgesprochen gute und zuverlässige Kühlung sorgt, besonders wartungs-
und reinigungsfreundlich oder sogar -frei ist und nicht zuletzt aufgrunddessen ausgesprochen
kostengünstig in deren Betrieb ist, ein Verfahren zum Herstellen eines plattenförmig
ausgebildeten Grundkörpers und/oder eines Kühlelementes der Beleuchtungsvorrichtung
und deren Verwendung bereitzustellen.
[0004] Diese Aufgabe wird in vorrichtungstechnischer Hinsicht auf überraschend einfache
Weise durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Durch die Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung mit einem im
Wesentlichen plattenförmig ausgebildeten Grundkörper, wenigstens teilweise an dessen
Oberseite ein Kühlelement, das sich im Wesentlichen senkrecht von der Oberseite des
Grundkörpers wegerstreckende und vom Außenumfang des Grundkörpers in Richtung der
Längsachse des Grundkörpers verlaufende Kühlrippen umfasst, angeordnet ist, und an
dessen Unterseite ein Halte- oder Tragelement, das wenigstens ein Leuchtmittel umfasst,
befestigbar ist, wobei die Oberseite des plattenförmig ausgebildeten Grundkörpers
derart ausgebildet ist, dass auf die Oberseite auftreffende/r Staub, Schmutz oder
sonstige Verunreinigungen und/oder auftreffendes Wasser oder dergleichen Medien in
Richtung von dessen Längsachse hin zu dessen Außenumfang geführt und über den Außenumfang
austragbar ist/sind, wird eine besonders einfache, zudem kompakte und stabile Bauweise
der Beleuchtungsvorrichtung insgesamt erreicht. Darüber hinaus gestaltet sich auch
die Kühlung der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung ausgesprochen effizient
und zuverlässig. So dient der Grundkörper selbst nicht nur als eine Art Gehäuse zur
Aufnahme der Beleuchtungsvorrichtung, sondern gleichzeitig als hocheffizienter Kühlkörper.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des plattenförmig ausgebildeten Grundkörpers
lässt sich eine besonders wartungs- und reinigungsfreundliche oder nahezu -freie Ausgestaltung
erhalten, die sicherstellt, dass Staub, Schmutz oder sonstige Verunreinigungen nicht
auf der Oberseite verbleiben kann, sondern über den Außenumfang ausgetragen wird,
und dass Wasser oder dergleichen Medien problemlos abgeleitet und somit von der Oberfläche
entfernt wird. Demnach gestaltet sich auch der Betrieb der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
ausgesprochen einfach und wenig arbeits- wie zeitintensiv und ist somit ausgesprochen
kostengünstig.
[0006] Weitere vorteilhafte Einzelheiten des erfindungsgemäßen Behälters sind in den Ansprüchen
2 bis 18 beschrieben.
[0007] Von großer Bedeutung für eine ausgesprochen einfache und damit kostengünstige Bauweise
sind die Merkmale des Anspruchs 2. Danach ist die Oberseite des plattenförmig ausgebildeten
Grundkörpers im Querschnitt etwa konisch, konus-, kegel-, kegelstumpf-, konvex-, halbkugel-,
halbkallotten-, becher-, topf-, schüssel- oder dergleichen -förmig ausgebildet.
[0008] Entsprechend den Maßnahmen des Anspruchs 3 weist der plattenförmig ausgebildete Grundkörper
im Querschnitt eine Dicke auf, die in Richtung von dessen Längsachse hin zu dessen
Außenumfang abnimmt. Eine solche Bauweise bringt den zusätzlichen Vorteil einer Material-
und Gewichtseinsparung sowie damit einhergehend einer Reduzierung von Herstellungskosten
mit sich. Ohne im Einzelnen dargestellt zu sein, ist es jedoch ebenso denkbar, den
plattenförmig ausgebildeten Grundkörper mit einer im Wesentlichen gleichbleibenden
Dicke auszubilden. Die Form der Unterseite des plattenförmig ausgebildeten Grundkörpers
im Querschnitt würde insoweit im Wesentlichen derjenigen der Oberseite entsprechen.
[0009] Von besonderem Interesse sind darüber hinaus die konstruktiven Maßnahmen des Anspruchs
4. Demzufolge ist die Oberseite des plattenförmig ausgebildeten Grundkörpers mit einer
Beschichtung aus Kunststoff versehen. Vorzugsweise besteht die Beschichtung dabei
aus Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyamid (PA), Polyimid (PI) oder Polyoximethylen
(POM), Polypropylen (PP) oder Polysulfon (PSU), und/oder einer Kombination daraus.
Die Beschichtung wirkt mit der erfindungsgemäßen Ausbildung des Gehäuses zusammen
und unterstützt noch zusätzlich den - insbesondere selbsttätigen - Austrag von auf
die Oberseite auftreffendem Staub, Schmutz oder sonstige Verunreinigungen und/oder
Wasser oder dergleichen Medien. Schmutz usw. kann schlecht haften bleiben und Wasser
usw. kann problemlos abfließen. Ganz bevorzugt besitzt die Beschichtung staub-, schmutz-
und/oder wasserabweisende Materialeigenschaften. Alternativ oder kumulativ dazu kann
die Beschichtung auch elektrostatisch aufladbare Materialeigenschaften aufweisen,
um einer Anlagerung von Staub, Schmutz oder sonstigen Verunreinigungen an/auf der
Oberseite des Grundkörpers entgegenzuwirken.
[0010] Weiterhin liegt es im Rahmen der Erfindung, dass die Oberseite des plattenförmig
ausgebildeten Grundkörpers nach Anspruch 5 mit einer der Haftung von Staub, Schmutz
oder sonstigen Verunreinigungen und/oder Wasser oder dergleichen Medien entgegenwirkenden
Oberflächenstruktur versehen ist. Eine solche Oberflächenstruktur kann als eine mikro-
oder nanoskopische Oberflächenstruktur ausgestaltet sein. Bevorzugt ist eine etwa
entsprechend dem Lotus-Effekt wirkende Oberflächenstruktur.
[0011] Von besonders großer Bedeutung sind weiterhin die konstruktiven Maßnahmen des Anspruchs
6, wonach der Außenumfang und/oder die Unterseite des Grundkörpers in einem dem Außenumfang
benachbarten Bereich des Grundkörpers zumindest teilweise von dem Kühlelement mit
den Kühlrippen umgeben ist/sind. Die Kühlrippen des Kühlelementes an der Oberseite
des Grundkörpers stehen quasi freikragend über den Außenumfang des Grundkörpers hinaus.
Zum einen lässt sich auf diese Weise die Fläche zur Übertragung und Abführung von
durch das wenigstens eine Leuchtmittel erzeugter Wärme vergrößern. Zum anderen lässt
sich auf diese Weise zusammen mit der durch die Kühlrippen geschaffenen großen Fläche
im Bereich des Außenumfanges des Grundkörpers und somit eines äußeren Bereiches der
gesamten Beleuchtungsvorrichtung ein Kamineffekt ausnutzen. Eine ausgesprochen schnelle,
effiziente und vor allem zielgerichtete Abführung von Wärme hin zur Seite und/oder
weg von der Beleuchtungsvorrichtung und Kühlung ist ermöglicht.
[0012] Nach Anspruch 7 weisen die sich im Wesentlichen senkrecht von der Oberseite wegerstreckenden
und vom Außenumfang des Grundkörpers in Richtung der Längsachse des Grundkörpers verlaufenden
Kühlrippen des Kühlelementes eine im Wesentlichen gleiche Länge und/oder eine voneinander
unterschiedliche Länge auf, wobei jeweils Kühlrippen mit zueinander unterschiedlicher
Länge benachbart angeordnet sind. Auf diese Weise lässt sich die aufzubringende Kühlleistung
auf die Betriebsbedingungen individuell abstimmen und anpassen.
[0013] Vorzugsweise liegt es im Rahmen der Erfindung, dass die sich im Wesentlichen senkrecht
von der Oberseite wegerstreckenden und vom Außenumfang des Grundkörpers in Richtung
der Längsachse des Grundkörpers verlaufenden Kühlrippen nach Anspruch 8 eine im Wesentlichen
gleichbleibende Höhe und/oder eine Höhe, die in Richtung von dem Außenumfang des Grundkörpers
hin zu der Längsachse des Grundkörpers abnimmt, aufweisen. Durch letztere Ausgestaltung
lassen sich erhebliche Gewichtseinsparungen der Beleuchtungsvorrichtung erreichen.
[0014] Der plattenförmig ausgebildete Grundkörper und das Kühlelement sind nach Anspruch
9 vorzugsweise als integrales bzw. einstückiges Bauteil ausgebildet, wodurch sich
die Herstellung weiter vereinfachen lässt. Alternativ dazu ist es allerdings ebenso
möglich, den Grundkörper und das Kühlelement als voneinander separate Bauteile auszubilden.
Eine solche Ausgestaltung kann im Falle einer eventuellen Um- oder Nachrüstung der
Beleuchtungsvorrichtung aufgrund veränderter Betriebsbedingungen etc. von Vorteil
sein.
[0015] Entsprechend den Maßnahmen des Anspruchs 10 ist das Halte- oder Tragelement mit dem
wenigstens einen Leuchtmittel als LED-Platine ausgebildet ist und/oder dass das wenigstens
eine Leuchtmittel als lichtemittierendes Element (LED) ausgebildet.
[0016] Von ganz besonderer Bedeutung sind weiter die Merkmale des Anspruchs 11. Danach ist
zwischen dem plattenförmig ausgebildeten Grundkörper und dem Halte- oder Tragelement
eine Folie oder ein Pad mit thermisch und/oder elektrisch-isolierenden Materialeigenschaft/en
angeordnet. Insbesondere eine thermoplastische Wärmeleitfolie oder ein thermoplastisches
Wärmeleitpad zeichnen sich aus.
[0017] Darüber hinaus ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass an dem Halte- oder Tragelement
mit dem wenigstens einen Leuchtmittel entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 12
ein Tragrahmenelement befestigbar ist. Das Tragrahmenelement umfasst mindestens ein
Optikelement, im Allgemeinen jedoch eine Vielzahl von Optiken.
[0018] Nach Anspruch 13 ist/sind das Halte- oder Tragelement mit dem wenigstens einen Leuchtmittel
an dem plattenförmig ausgebildeten Grundkörper und/oder das Tragrahmenelement mit
dem mindestens einen Optikelement an dem Halte- oder Tragelement mit dem wenigstens
einen Leuchtmittel bevorzugt lösbar verbunden. Zur lösbaren Verbindung hat sich in
diesem Zusammenhang eine Schraub-, Steck- und Rast- oder Bayonette-Verbindung als
besonders zweckmäßig erwiesen.
[0019] Besonders vorteilhaft sind die Merkmale des Anspruchs 14, wonach eine Stromversorgungs-
und/oder Steuereinrichtung, mittels welcher das wenigstens eine Leuchtmittel des Halte-
oder Tragelementes betreibbar ist, dem plattenförmig ausgebildeten Grundkörper in
räumlichem Abstand zueinander zugeordnet ist. Die Stromversorgungs- und/oder Steuereinrichtung
und der plattenförmig ausgebildete Grundkörper sind mithin nicht direkt verbunden,
um eine thermische Ankopplung auszuschließen.
[0020] Nach Anspruch 15 ist die Stromversorgungs- und/oder Steuereinrichtung von einem Befestigungselement,
das an dem plattenförmig ausgebildeten Grundkörper montierbar ist, aufgenommen.
[0021] Dabei kann das Befestigungselement nach Anspruch 16 im Wesentlichen U-förmig ausgestaltet
sein.
[0022] In bevorzugter Weise weist das Befestigungselement nach Anspruch 17 ein Drehgelenk
oder dergleichen Drehverbindung zur Verschwenkung der Beleuchtungsvorrichtung auf.
Das Drehgelenk bzw. die Drehverbindung kann in diesem Zusammenhang entweder ohne oder
- vorzugsweise - mit einer Verrastungseinrichtung versehen sein. Eine Verschwenkung
zur Strahlungsausrichtung und anschließende Fixierung der Beleuchtungsvorrichtung
nach der Erfindung ist somit ermöglicht.
[0023] Erfindungsgemäß ist/sind der plattenförmig ausgebildete Grundkörper und/oder das
Kühlelement und/oder die Kühlrippen und/oder das Trag- und Halteelement mit dem wenigstens
einen Leuchtmittel und/oder das Tragrahmenelement mit dem mindestens einen Optikelement
entsprechend den Maßnahmen des Anspruchs 18 vorzugsweise aus Metall, insbesondere
aus nicht-rostendem oder korrosionsbeständigem Metall, vorzugsweise aus Aluminium,
ganz bevorzugt aus einer Aluminiumlegierung 230D, Stahl, Edelstahl, Titan, einer Legierung
daraus und/oder einer Kombination daraus, gebildet. Die Aluminiumlegierung 230D zeichnet
sich besonders durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit aus.
[0024] Diese Aufgabe wird weiterhin in verfahrenstechnischer Hinsicht auf überraschend einfache
Weise durch die Merkmale des Anspruchs 19 gelöst.
[0025] Durch die Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstellen eines plattenförmig
ausgebildeten Grundkörpers und/oder eines Kühlelementes und/oder Kühlrippen durch
ein Guss- oder Druckgussverfahren, oder ein generatives Fertigungsverfahren, insbesondere
mittels 3D-Druckens, Direkten Metall-Laser-Sinterns (DMLS), Selektiven Laserschmelzens
(SLM), Selektiven Lasersinterns (SLS), Additive Layer Manufacturing (ALM), oder Elektronenstrahlschmelzens
(Electron Beam Melting (EBW)), ist eine Fertigung eines erfindungsgemäßen Grundkörpers
und/oder Kühlelementes und/oder von Kühlrippen der Beleuchtungsvorrichtung ermöglicht.
Neben den bereits sämtlich im Zusammenhang mit der Beleuchtungsvorrichtung nach der
Erfindung beschriebenen Vorteilen gestaltet sich die Herstellung der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung durch Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zudem besonders
einfach und wenig arbeits- wie zeitintensiv und ist somit ausgesprochen kostengünstig.
[0026] Schließlich liegt es noch im Rahmen der Erfindung, die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung
nach Anspruch 20 zum Beleuchten von innen- oder außenliegenden Räumlichkeiten eines
Gebäudes, insbesondere im Inneren von Gebäuden befindlichen Räumlichkeiten, ganz bevorzugt
von hallenartigen Räumlichkeiten, wie Industriegebäudehallen, Messehallen, Turnhallen
oder dergleichen Hallen, vorzugsweise mit großen Raumhöhen, vorzusehen.
[0027] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung sowie anhand der Zeichnungen.
Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische, perspektivische Unteransicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäß
ausgebildeten Beleuchtungsvorrichtung,
- Fig. 2 und 3
- eine schematische, perspektivische Seitenansicht/Draufsicht und eine Vorderansicht
der Ausführungsform der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung entsprechend der
Fig. 1, in verkleinerter Darstellung,
- Fig. 4
- eine schematische, perspektivische und teilweise abgebrochene Oberansicht der Ausführungsform
der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung entsprechend der Fig. 1,
- Fig. 5
- eine Querschnittansicht durch die Ausführungsform der erfindungsgemäß ausgebildeten
Vorrichtung entsprechend der Fig. 4,
- Fig. 6, 7 und 8
- eine Unteransicht, eine Seitenansicht und eine Oberansicht der Ausführungsform der
erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung entsprechend der Fig. 1, in verkleinerter
Darstellung,
- Fig. 9
- eine schematische, perspektivische und teilweise abgebrochene Unteransicht der Ausführungsform
der erfindungsgemäß ausgebildeten Vorrichtung entsprechend der Fig. 1,
- Fig. 10
- eine schematische Unteransicht auf eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Tragrahmenelementes
mit mehreren Optikelementen, in stark verkleinerter Darstellung, und
- Fig. 11
- eine schematische Seitenansicht der Ausführungsform des erfindungsgemäßen Tragrahmenelementes
mit mehreren Optikelementen entsprechend der Fig. 10, in stark vergrößerter Darstellung.
[0028] Bei der nachfolgenden Beschreibung von verschiedenen Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 10 sind einander entsprechende, gleiche Bauteile jeweils mit
identischen Bezugsziffern versehen.
[0029] Die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung 10 findet in vorteilhafter Weise zum
Beleuchten von innen- oder außenliegenden Räumlichkeiten eines Gebäudes, insbesondere
im Inneren von Gebäuden befindlichen Räumlichkeiten, Verwendung. Darüber hinaus lässt
sich die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung 10 ganz bevorzugt in hallenartigen
Räumlichkeiten und vorzugsweise mit großen Raumhöhen einsetzen. Beispielsweise eignet
sich die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung 10 zur Verwendung in Industriegebäudehallen,
Messehallen, Turnhallen oder dergleichen Hallen.
[0030] Die in den Fig. 1 bis 9 schematisch dargestellte Ausführungsform der Beleuchtungsvorrichtung
10 nach der Erfindung umfasst einen Grundkörper 12. Der Grundkörper 12 ist im Wesentlichen
plattenförmig ausgebildet, besitzt bei dieser Ausführung in Draufsicht eine etwa kreisrunde
Form und weist eine Oberseite 14, einen Außenumfang 16 und eine Unterseite 18 auf.
[0031] Die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung 10 weist darüber hinaus ein Kühlelement
20 auf, das wenigstens teilweise an der Oberseite 14 des Grundkörpers 12 angeordnet
ist. Das Kühlelement 20 umfasst Kühlrippen 22, die sich im Wesentlichen senkrecht
von der Oberseite 14 des Grundkörpers 12 wegerstrecken. Die Kühlrippen 22 verlaufen
zudem vom Außenumfang 16 des Grundkörpers 12 in Richtung der Längsachse 24 des Grundkörpers
12.
[0032] Die erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung 10 umfasst weiter ein Halte- oder Tragelement
26, das an der Unterseite 18 des Grundkörpers 12 befestigbar ist. Das Halte- oder
Trageelement 26 weist wenigstens ein Leuchtmittel 28 auf. Bei der vorliegenden Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 12 ist das Halte- oder Tragelement 26
in vorteilhafter Weise als LED-Platine ausgebildet, von welchem eine Vielzahl von
lichtemittierenden Elementen (LEDs) aufgenommen ist. Zum Einsatz kann beispielsweise
eine LED-Platine, die mit unterschiedlichen Netzteilen unterschiedliche Lichtleistungen
(150 W, 200 W und 250W) liefert, kommen.
[0033] Wie insbesondere aus den Fig. 4 und 5 hervorgeht, ist die Oberseite 14 des plattenförmig
ausgebildeten Grundkörpers 12 bei der Ausführungsform der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
10 derart ausgebildet, dass auf die Oberseite 14 auftreffende/r Staub, Schmutz oder
sonstigen Verunreinigungen und/oder auftreffendes Wasser oder dergleichen Medien in
Richtung von dessen Längsachse 24 hin zu dessen Außenumfang 16 geführt und austragbar
ist/sind. Die Austragung erfolgt über den Außenumfang 16 oder einem dazu benachbarten
Bereich, und zwar insbesondere selbsttätig.
[0034] Staub, Schmutz oder dergleichen in der Luft enthaltende Verunreinigungen können sich
somit auf der Oberseite 14 des Grundkörpers 12 der gesamten Beleuchtungsvorrichtung
10 nicht verfangen und/oder ansammeln. Die Kühlung wird nicht beeinträchtigt, sondern
bleibt über die gesamte Lebensdauer der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
10 unverändert aufrechterhalten. Wasser, das gegebenenfalls etwa zur Reinigung der
Beleuchtungsvorrichtung 10 verwendet wird, kann zudem von der Mitte der Oberseite
14 des Grundkörpers 12 bzw. der Beleuchtungsvorrichtung 10 hin zum Außenumfang 16
und über den Außenumfang 16 abfließen.
[0035] Dementsprechend ist, wie aus den Fig. 4 und 5 weiter ersichtlich ist, die Oberseite
14 des plattenförmig ausgebildeten Grundkörpers 12 im Querschnitt etwa konisch, konus-,
kegel- oder kegelstumpfförmig ausgebildet. Am deutlichsten ist dies bei einem Querschnitt
- wie in der Fig. 5 - erkennbar, der durch eine von der Längsachse 24 aufgespannten
Ebene, zum Beispiel in der Blattebene, gelegt ist.
[0036] Ohne im Einzelnen dargestellt zu sein, kann die Oberseite 14 des plattenförmig ausgebildeten
Grundkörpers 12 im Querschnitt gleichermaßen von anderer Form, wie zum Beispiel konvex-,
halbkugel-, halbkallotten-, becher-, topf-, schüssel- oder dergleichen -förmig sein.
[0037] Entsprechend den Fig. 4 und 5 weist der plattenförmig ausgebildete Grundkörper 12
im Querschnitt somit eine Dicke auf, die in Richtung von dessen Längsachse 24 hin
zu dessen Außenumfang 16 abnimmt. Alternativ ist es möglich, die Dicke des Grundkörpers
12 im Wesentlichen gleich bzw. konstant zu halten (nicht gezeigt), allerdings verbunden
mit einer dann in Kauf zu nehmenden Gewichtserhöhung der Beleuchtungsvorrichtung 10.
[0038] Darüber hinaus ist die Oberseite 14 des Grundkörpers 12 mit einer Beschichtung bzw.
einem Überzug (nicht dargestellt) aus Kunststoff versehen, die sich insbesondere durch
staub-, schmutz- und/oder wasserabweisende Materialeigenschaften auszeichnet. Durch
eine solche Beschichtung wird der Austrag von auf der Oberseite 14 des Grundkörpers
12 auftreffendem Staub, Schmutz oder dergleichen Verunreinigungen und/oder Wasser
bzw. ähnlichen Medien, wie zuvor ausführlich dargelegt, über den Außenumfang 16 noch
zusätzlich unterstützt. Alternativ oder kumulativ kann eine solche Beschichtung elektrostatisch
aufladbare Materialeigenschaften aufweisen, um einer Anlagerung von Staub, Schmutz
oder sonstige Verunreinigungen an/auf der Oberseite 14 des Grundkörpers 12 entgegenzuwirken.
[0039] Vorzugsweise besteht die Beschichtung oder dergleichen Überzug aus Polytetrafluorethylen
(PTFE), Polyamid (PA), Polyimid (PI) oder Polyoximethylen (POM), Polypropylen (PP)
oder Polysulfon (PSU), und/oder einer Kombination daraus.
[0040] In alternativer oder kumulativer Ausbildung kann die Oberseite 14 des Grundkörpers
12 mit einer Oberflächenstruktur, insbesondere einer mikro- oder nanoskopischen Oberflächenstruktur,
versehen sein, welche der Haftung von Staub, Schmutz oder sonstigen Verunreinigungen
und/oder Wasser oder dergleichen Medien entsprechend dem Lotus-Effekt entgegenwirkt.
[0041] Bei der Ausführungsform der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 10 der Fig.
1 bis 9 ist/sind der Außenumfang 16 und/oder die Unterseite 18 des Grundkörpers 12
in einem dem Außenumfang 16 benachbarten Bereich 30 des Grundkörpers 12 zumindest
teilweise von dem Kühlelement 20 mit den Kühlrippen 22 umgeben. Nachdem der Grundkörper
12 selbst kreisförmig ist, erhält der Bereich 30 eine streifenförmige Ausbildung und
weist die Form eines Kreisringes auf.
[0042] Vorliegend umfassen die Kühlrippen 22 den Außenumfang 16 vollständig und die Unterseite
18 des Grundkörpers 12 in dem Bereich 30 des Grundkörpers 12, der etwa bis an das
Halte- oder Tragelement 26 heranreicht. Die Fläche zur Übertragung und Abführung von
durch das wenigstens eine Leuchtmittel 28 erzeugter Wärme lässt sich somit auf einfache
Weise erheblich vergrößern. Die Größe der Bereiche der Kühlrippen 22 an dem Außenumfang
16 und an der Unterseite 18 bestimmt sich durch die Betriebsbedingungen, Raumverhältnissen
etc.
[0043] Die Kühlrippen 22 stehen im Bereich 30 über den Außenumfang 16 des Grundkörpers 12
hinaus und somit quasi vollständig bzw. teilweise freikragend. Darüber hinaus sind
die jeweils einander benachbarten Kühlrippen voneinander durch einen Spalt 32 beabstandet
sind.
[0044] Durch die senkrechte Anordnung der Kühlrippen 22 und den Spalt 32 zwischen jeweils
zwei einander benachbarten Kühlrippen 22 lässt sich zusammen mit der durch die Kühlrippen
22 geschaffenen großen Fläche im Bereich des Außenumfanges 16 des Grundkörpers 12
und somit eines äußeren Bereiches der gesamten Beleuchtungsvorrichtung 10 ein Kamineffekt
ausnutzen. Eine schnelle, effiziente und vor allem zielgerichtete Abführung von Wärme
hin zur Seite und/oder weg von der Beleuchtungsvorrichtung 10 und Kühlung ist ermöglicht.
[0045] Demnach ermöglicht allein die Fläche der Kühlrippen 22 im kreisringförmigen Bereich
30 der Beleuchtungsvorrichtung 10, die in der Fig. 9 teilweise abgebrochen und schematisch
dargestellt ist, eine Kühlleistung von ca. 220 W. Dadurch wäre ein Betrieb selbst
bei vollständigem Einstauben der Oberseite 14 des Grundkörpers 14 möglich, was aber
aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ohnehin ausgeschlossen ist.
[0046] Zur Erhöhung der Stabilität ist bei der Ausführungsform der Fig. 1 bis 9 am Außenumfang
34 der Kühlrippen 22 ein umlaufender Ring 36 oder dergleichen Spange vorgesehen.
[0047] Die Kühlrippen 22 des Kühlelementes 20, die sich im Wesentlichen senkrecht von der
Oberseite 14 des Grundkörpers 12 wegerstrecken, weisen entsprechend den Fig. 2, 4,
5 und 8 eine voneinander unterschiedliche Länge auf. Die Kühlrippen 22 besitzen demnach
zwei zueinander verschiedene Längen. So erstrecken sich die einen Kühlrippen 22 vom
Außenumfang 16 bis nahe an die Längsachse 14 des Grundkörpers 12 heranreichend. Die
anderen Kühlrippen 22 sind um etwa 2/3 Drittel kürzer ausgestaltet und verlaufen ebenfalls
vom Außenumfang 16 beginnend in Richtung der Längsachse 24. Insoweit wechselt sich
eine Kühlrippe 22 mit großer Länge und eine Kühlrippe 22 mit kleinerer Länge ab, d.h.
die Kühlrippen 22 mit zueinander unterschiedlicher Länge sind jeweils benachbart angeordnet.
Diese unterschiedliche Länge resultiert aus der Form des Grundkörpers und infolgedessen
des Platzes an/auf der Oberseite 14 und einer maximal ausnutzbaren Kühlung.
[0048] Wie den Fig. 4 und 5 weiterhin entnehmbar ist, weisen die sich im Wesentlichen senkrecht
von der Oberseite 14 des Grundkörpers 12 wegerstreckenden und vom Außenumfang 16 des
Grundkörpers 12 in Richtung der Längsachse 24 des Grundkörpers 12 verlaufenden Kühlrippen
22 eine Höhe auf, die vornehmlich aus Gründen einer Gewichtsersparnis in Richtung
von dem Außenumfang 16 hin zu der Längsachse 24 des Grundkörpers 12 abnimmt.
[0049] Bei der Ausführungsform der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 10 ist entsprechend
der Fig. 5 weiter eine Folie 38 oder ein Pad mit thermisch und/oder elektrisch-isolierenden
Eigenschaft/en vorgesehen. Die Folie 38, die eine thermoplastische Wärmeleitfolie
oder einen thermoplastischen Wärmeleitpad ist, ist zwischen dem plattenförmig ausgebildeten
Grundkörper 12 und dem Halte- oder Tragelement 26 angeordnet.
[0050] Auf diese Weise kann auf den Einsatz zum Beispiel einer Wärmeleitpaste vollständig
verzichtet werden. Dadurch lassen sich wiederum erhebliche Einsparungen von Herstellungs-
und Wartungs- und Betriebskosten insgesamt, nicht zuletzt resultierend aus einer hohen
Maß- und Montagegenauigkeit, einer vereinfachten und reproduzierbaren Verarbeitung
sowie einer fehlenden Wartungsnotwendigkeit, erhalten.
[0051] An dem Halte- oder Tragelement 26 mit dem wenigstens einen Leuchtmittel 28 ist des
Weiteren noch ein Tragrahmenelement 40 entsprechend den Fig. 10 und 11 befestigbar,
Das Tragrahmenelement 40 umfasst mindestens ein Optikelement 42. Beispielsweise können
im Bedarfsfall etwa 180 solcher Optiken 42 über das Tragrahmenelement 40 an der Beleuchtungsvorrichtung
10 dem Halte- oder Trageelement 26 zugeordnet vorgesehen sein. Da viele unterschiedliche
Optiken 42 eingesetzt werden können, lässt sich zusätzlich eine ausgesprochen große
Vielseitigkeit und Flexibilität in der letztlichen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Beleuchtungsvorrichtung 10 erhalten
[0052] Bei der Ausführung der Beleuchtungsvorrichtung 12, die anhand den Fig. 1 bis 9 vorgestellt
ist, sind das Halte- oder Tragelement 26 an dem Grundkörper 12 über Schrauben 44 und
das Tragrahmenelement 40 wiederum an dem Halte- oder Trageelement 26 mittels Schrauben
46 angebracht. Beides kann vorzugsweise in einem Montageschritt erfolgen. Anstelle
einer Schraubverbindung können Halte- oder Tragelement 26, Grundkörper 12 und/oder
Tragrahmenelement 40 gleichermaßen über eine Steck- und Rast- oder Bayonette-Verbindung
etc., lösbar miteinander verbunden werden.
[0053] Dem Grundkörper 12 ist weiterhin eine Stromversorgungs- und/oder Steuereinrichtung
48 zugeordnet, mittels welcher das Leuchtmittel 28 des Halte- oder Tragelementes 26
über eine Leitung oder ein Kabel (nicht dargestellt) betreibbar ist. Die Leitung oder
das Kabel ist durch eine Durchtrittsöffnung 50 in dem Grundkörper von der Stromversorgungs-
und/oder Steuereinrichtung 48 zu dem Halte- oder Tragelement (durch-)geführt. Zurückkommend
auf die Fig. 2, 3, 7 und 8, sind der Grundkörper 12 und die Stromversorgungs- und/oder
Steuereinrichtung 48 in räumlichem Abstand zueinander angeordnet, um eine thermische
Ankopplung auszuschließen.
[0054] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Stromversorgungs- und/oder Steuereinrichtung
48 zu diesem Zweck von einem Befestigungselement 52 aufgenommen. Das Befestigungselement
52 ist im Wesentlichen U-förmig, in Form eines Bügels, ausgestaltet und an dem Grundkörper
12 mittels Schrauben 54 befestigt.
[0055] In ganz bevorzugter Weise ist das Befestigungselement 52 zusätzlich mit einem Drehgelenk
56 oder dergleichen Drehverbindung zur Verschwenkung der Beleuchtungsvorrichtung 10
versehen. Bei der Ausführungsform der Fig. 2, 3, 7 und 8 ist das Befestigungselement
52 zweiteilig ausgebildet. Das Drehgelenk 56 ist mithin zwischen einem weiteren Bügel
versehen, der an der Decke, Wand oder dergleichen eines Raumes befestigt wird. Das
Drehgelenk 56 wirkt zwischen den zwei Bügeln.
[0056] Des Weiteren kann das Befestigungselement 50 mit einer Verrastungseinrichtung 58
ausgestattet sein, um eine einmal ausgerichtete Beleuchtungsvorrichtung 10 in der
Position zu halten.
[0057] Bei der Ausführungsform der Beleuchtungsvorrichtung 12 entsprechend der Fig. 1 bis
9 sind der plattenförmig ausgebildete Grundkörper 12 und das Kühlelement 20 bzw. die
Kühlrippen 22 vorzugsweise als integrales Bauteil und damit einstückig ausgebildet.
Ohne im Einzelnen dargestellt zu sein, können der Grundkörper 12 und das Kühlelement
20 jedoch ohne weiteres auch als voneinander separate Bauteile ausgebildet sein, die
dann miteinander zu montieren, zusammenzufügen und zu befestigen sind.
[0058] Der plattenförmig ausgebildete Grundkörper 12 und/oder das Kühlelement 20 und/oder
das Trag- und Halteelement 26 mit dem wenigstens einen Leuchtmittel 28 und/oder das
Tragrahmenelement mit dem mindestens einen Optikelement ist/sind aus Metall, insbesondere
aus nicht-rostendem oder korrosionsbeständigem Metall, vorzugsweise aus Aluminium,
ganz bevorzugt aus einer Aluminiumlegierung 230D, Stahl, Edelstahl, Titan, einer Legierung
daraus und/oder einer Kombination daraus, gebildet.
[0059] Ohne im Einzelnen weiter ausgeführt zu sein, kann/können der plattenförmig ausgebildete
Grundkörper 12 und/oder das Kühlelement 20 bevorzugt durch ein Guss- oder Druckgussverfahren
hergestellt werden. Ebenso ist es denkbar, ein generatives Fertigungsverfahren, insbesondere
mittels 3D-Druckens, Direkten Metall-Laser-Sinterns (DMLS), Selektiven Laserschmelzens
(SLM), Selektiven Lasersinterns (SLS), Additive Layer Manufacturing (ALM), oder Elektronenstrahlschmelzens
(Electron Beam Melting (EBW)), anzuwenden, um den plattenförmig ausgebildeten Grundkörper
12 und/oder das Kühlelement 20 herzustellen.
[0060] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellte Ausführungsform Beleuchtungsvorrichtung
10 und/oder des Verfahrens beschränkt. Ohne im Einzelnen dargestellt zu sein, ist
es möglich, die Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 10
und deren einzelnen Bauteile untereinander bzw. miteinander individuell und beliebig
zu kombinieren. So ist es ohne weiteres denkbar, die vorgestellten, zum Teil voneinander
sehr unterschiedlichen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung
10 und deren Ausbildung und Anordnung, beliebig auszugestalten. Darüber hinaus ist
es möglich, die Bauteile in beliebiger Anzahl, Anordnung, Form und Abmessung vorzusehen.
Beispielsweise ist es möglich, das Halte- oder Tragelement 26 nicht als LED-Platine
und/oder das wenigstens eine Leuchtmittel 28 nicht als lichtemittierendes Element
(LED) auszubilden. Beliebige andere konstruktive Ausgestaltungen entsprechend der
Auswahl von Art, Form und Charakteristiken des zu verwendenden Leuchtmittels 28 sind
ohne weiteres von der Erfindung mitumfasst. So sind auch anstelle eines kreisförmigen
Grundkörpers 12 andere geometrische Formen möglich. Der Grundkörper 12 ließe sich
etwa keilförmig, halb- und teilkreisförmig, ellipsenförmig, elliptisch, oval, dreieckig,
viereckig, quadratisch oder rechteckig, vieleckig, trapezförmig, parallelogrammförmig
oder polygonförmig und/oder als Kombination daraus ausgestalten.
1. Beleuchtungsvorrichtung mit einem im Wesentlichen plattenförmig ausgebildeten Grundkörper
(12), wenigstens teilweise an dessen Oberseite (14) ein Kühlelement (20), das sich
im Wesentlichen senkrecht von der Oberseite (14) des Grundkörpers (12) wegerstreckende
und vom Außenumfang (16) des Grundkörpers (12) in Richtung der Längsachse (24) des
Grundkörpers (12) verlaufende Kühlrippen (22) umfasst, angeordnet ist, und an dessen
Unterseite (18) ein Halte- oder Tragelement (26), das wenigstens ein Leuchtmittel
(28) umfasst, befestigbar ist, wobei die Oberseite (14) des plattenförmig ausgebildeten
Grundkörpers (12) derart ausgebildet ist, dass auf die Oberseite (14) auftreffende/r
Schmutz, Staub oder sonstige Verunreinigungen und/oder auftreffendes Wasser oder dergleichen
Medien in Richtung von dessen Längsachse (24) hin zu dessen Außenumfang (16) geführt
und über den Außenumfang (16) austragbar ist/sind.
2. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (16) des plattenförmig ausgebildeten Grundkörpers (12) im Querschnitt
etwa konisch, konus-, kegel-, kegelstumpf-, konvex-, halbkugel-, halbkallotten-, becher-,
topf-, schüssel- oder dergleichen - förmig ausgebildet ist.
3. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der plattenförmig ausgebildete Grundkörper (12) im Querschnitt eine Dicke, die in
Richtung von dessen Längsachse (24) hin zu dessen Außenumfang (16) abnimmt, oder eine
im Wesentlichen gleichbleibende Dicke aufweist.
4. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (16) des plattenförmig ausgebildeten Grundkörpers (12) mit einer, insbesondere
staub-, schmutz- und/oder wasserabweisenden und/oder elektrostatisch aufladbaren,
Beschichtung aus Kunststoff, vorzugsweise aus Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyamid
(PA), Polyimid (PI) oder Polyoximethylen (POM), Polypropylen (PP) oder Polysulfon
(PSU), und/oder einer Kombination daraus versehen ist.
5. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (16) des plattenförmig ausgebildeten Grundkörpers (12) mit einer der
Haftung von Schmutz, Staub oder sonstigen Verunreinigungen und/oder Wasser oder dergleichen
Medien entgegenwirkenden Oberflächenstruktur, insbesondere einer mikro- oder nanoskopischen
Oberflächenstruktur, vorzugsweise einer etwa entsprechend dem Lotus-Effekt wirkenden
Oberflächenstruktur, versehen ist.
6. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Außenumfang (16) und/oder die Unterseite (18) des Grundkörpers (12) in einem
dem Außenumfang (16) benachbarten Bereich (30) des Grundkörpers (12) zumindest teilweise
von dem Kühlelement 20 mit den Kühlrippen (22) umgeben ist/sind.
7. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die sich im Wesentlichen senkrecht von der Oberseite (14) wegerstreckenden und vom
Außenumfang (16) des Grundkörpers (12) in Richtung der Längsachse (24) des Grundkörpers
(12) verlaufenden Kühlrippen (22) des Kühlelementes (20) eine im Wesentlichen gleiche
Länge und/oder eine voneinander unterschiedliche Länge aufweisen, wobei jeweils Kühlrippen
(22) mit zueinander unterschiedlicher Länge benachbart angeordnet sind.
8. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die sich im Wesentlichen senkrecht von der Oberseite (14) wegerstreckenden und vom
Außenumfang (16) des Grundkörpers (12) in Richtung der Längsachse (24) des Grundkörpers
(12) verlaufenden Kühlrippen (22) eine im Wesentlichen gleichbleibende Höhe und/oder
eine Höhe, die in Richtung von dem Außenumfang (16) des Grundkörpers (12) hin zu der
Längsachse (24) des Grundkörpers (12) abnimmt, aufweisen.
9. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der plattenförmig ausgebildete Grundkörper (12) und die Kühlrippen (22) als integrales
Bauteil oder als voneinander separate Bauteile ausgebildet sind.
10. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Halte- oder Tragelement (26) mit dem wenigstens einen Leuchtmittel (28) als LED-Platine
ausgebildet ist und/oder dass das wenigstens eine Leuchtmittel (28) als lichtemittierendes
Element (LED) ausgebildet ist.
11. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem plattenförmig ausgebildeten Grundkörper (12) und dem Halte- oder Tragelement
(26) eine Folie (38) oder ein Pad mit thermisch und/oder elektrisch-isolierenden Eigenschaft/en,
insbesondere ein/e thermoplastische/s Wärmeleitfolie oder Wärmeleitpad, angeordnet
ist.
12. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Halte- oder Tragelement (26) mit dem wenigstens einen Leuchtmittel (28) ein
Tragrahmenelement (40), das mindestens ein Optikelement (42) umfasst, befestigbar
ist.
13. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Halte- oder Tragelement (26) mit dem wenigstens einen Leuchtmittel (28) an dem
plattenförmig ausgebildeten Grundkörper (12) und/oder das Tragrahmenelement (40) mit
dem mindestens einen Optikelement (42) an dem Halte- oder Tragelement (26) mit dem
wenigstens einen Leuchtmittel (28), insbesondere über eine Schraub- (44, 46), Steck-
und Rast- oder Bayonette-Verbindung, lösbar verbunden ist/sind.
14. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stromversorgungs- und/oder Steuereinrichtung (48), mittels welcher das wenigstens
eine Leuchtmittel (28) des Halte- oder Tragelementes (26) betreibbar ist, dem plattenförmig
ausgebildeten Grundkörper (12) in räumlichem Abstand zueinander zugeordnet ist.
15. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgungs- und/oder Steuereinrichtung (48) von einem Befestigungselement
(52), das an dem plattenförmig ausgebildeten Grundkörper (12) montierbar ist, aufgenommen
ist.
16. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (52) im Wesentlichen U-förmig ausgestaltet ist.
17. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (52) ein Drehgelenk (56) oder dergleichen Drehverbindung
zur Verschwenkung der Beleuchtungsvorrichtung (10), insbesondere ohne oder vorzugsweise
mit einer Verrastungseinrichtung (58), aufweist.
18. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der plattenförmig ausgebildete Grundkörper (12) und/oder das Kühlelement (20) und/oder
die Kühlrippen (22) und/oder das Trag- und Halteelement (26) mit dem wenigstens einen
Leuchtmittel (28) und/oder das Tragrahmenelement (40) mit dem mindestens einen Optikelement
(42) aus Metall, insbesondere aus nicht-rostendem oder korrosionsbeständigem Metall,
vorzugsweise aus Aluminium, ganz bevorzugt aus einer Aluminiumlegierung 230D, Stahl,
Edelstahl, Titan, einer Legierung daraus und/oder einer Kombination daraus, gebildet
ist/sind.
19. Verfahren zum Herstellen eines plattenförmig ausgebildeten Grundkörpers und/oder eines
Kühlelementes und/oder die Kühlrippen nach einem der Ansprüche 1 bis 18 durch ein
Guss- oder Druckgussverfahren, oder ein generatives Fertigungsverfahren, insbesondere
mittels 3D-Druckens, Direkten Metall-Laser-Sinterns (DMLS), Selektiven Laserschmelzens
(SLM), Selektiven Lasersinterns (SLS), Additive Layer Manufacturing (ALM), oder Elektronenstrahlschmelzens
(Electron Beam Melting (EBW)).
20. Verwendung einer Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum
Beleuchten von innen- oder außenliegenden Räumlichkeiten eines Gebäudes, insbesondere
im Inneren von Gebäuden befindlichen Räumlichkeiten, ganz bevorzugt von hallenartigen
Räumlichkeiten, wie Industriegebäudehallen, Messehallen, Turnhallen oder dergleichen
Hallen, vorzugsweise mit großen Raumhöhen.