(19)
(11) EP 3 338 326 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
26.01.2022  Patentblatt  2022/04

(21) Anmeldenummer: 16765910.1

(22) Anmeldetag:  18.08.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 13/42(2006.01)
H01R 13/516(2006.01)
H01R 31/06(2006.01)
H01R 13/506(2006.01)
H01R 101/00(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
H01R 13/516; H01R 13/506; H01R 31/06; H01R 13/42; H01R 2101/00
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE2016/100373
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2017/028844 (23.02.2017 Gazette  2017/08)

(54)

STECKVERBINDER

CONNECTOR

CONNECTEUR


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 20.08.2015 DE 102015113786

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.06.2018  Patentblatt  2018/26

(73) Patentinhaber: Harting Electric GmbH & Co. KG
32339 Espelkamp (DE)

(72) Erfinder:
  • LÖTKEMANN, Irina
    32369 Rahden (DE)
  • RIEPE, Dieter
    32312 Lübbecke (DE)
  • MEIER, Heiko
    32425 Minden (DE)
  • GRUNWALD, Jens
    27333 Bücken (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-C1- 19 508 605
DE-U1-202006 003 204
US-A1- 2006 084 286
DE-U1- 20 113 501
US-A- 2 813 144
US-A1- 2010 304 608
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung geht aus von einem Steckverbinder nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1.

    [0002] Derartige Steckverbinder werden benötigt um elektrische Leitungen oder Anschlüsse reversibel miteinander zu verbinden. Steckverbinder und Gegensteckverbinder werden im Stand der Technik verwendet, um eine elektrische und mechanische Verbindung zwischen zwei elektrischen Leitungen oder einer elektrischen Leitung und einem Gerät oder einer Installation herzustellen. Insbesondere für die Übertragung großer Ströme sind Steckverbinder erforderlich, die durch das Gehäuse gegen Umwelteinflüsse geschützt sind.

    Stand der Technik



    [0003] Die DE 20 2006 003 204 U1 zeigt einen Steckverbinder welcher als Stecker oder Anbaugehäuse ausgebildet ist. Der Steckverbinder besteht aus einem Steckverbindergehäuse in welchem ein Isolierkörper mit elektrischen Kontakten aufgenommen ist. Die elektrischen Kontakte sind zum Anschluss von elektrischen Leitungen vorgesehen, welche auf der Rückseite des Steckverbinders aus dem Stecker oder Anbaugehäuse geführt werden.

    [0004] Aus der US 2,813,144 A ist ein Koaxial-Winkelsteckverbinder bekannt, welcher in der Verbindung zwischen Kabelanschluss und Übertragungsleitungsverbinder ein paar Anschlusshülsen mit Anschlussstücken aufweist, wobei eine der Hülsen eine Senkung an ihrem äußeren Ende aufweist, die so konstruiert und angeordnet ist, dass sie das äußere Ende der anderen Hülse aufnimmt. Die Hülsen haben zylindrische Bohrungen mit dem gleichen Innendurchmesser, wobei die Bohrungen über ihre Länge einen einheitlichen Durchmesser aufweisen. Innerhalb der Bohrungen ist ein Dielektrikum angeordnet, welches ein Paar gerader hohlzylindrischer Isolierrohre mit gleichen Innen- und Außendurchmessern, mit einer komplementären Innenvertiefung und einem reduzierten Abschnitt an ihren äußeren Enden zusammen mit einem zentralen Leiter mit gleichförmigem Außendurchmesser aufweist.

    [0005] Aus der DE 20 2006 003 204 U1 ist ein elektrischer Kontakt bekannt, welcher in einem mehrere Hülsen aufweisenden isolierenden Gehäuse. Der elektrische Kontakt verbindet einen Schutzleiter mit einem elektrisch leitenden Metallgehäuse.

    [0006] Die DE 195 08 605 C1, zeigt einen Steckverbinder welcher als Stecker oder Anbaugehäuse ausgebildet ist. Der Steckverbinder besteht aus einem Steckverbindergehäuse in welchem ein Isolierkörper mit elektrischen Kontakten aufgenommen ist. Die elektrischen Kontakte sind zum Anschluss von elektrischen Leitungen vorgesehen, welche auf der Rückseite des Steckverbinders aus dem Stecker oder Anbaugehäuse geführt werden.

    [0007] In der US 2010/304608 A1 ist ein Koaxialverbinder offenbart, welcher einen röhrenförmigen Körper, einen gewinkelten Innenleiter, der in dem röhrenförmigen Körper angeordnet ist, und einen ersten inneren Anschluss und einen zweiten inneren Anschluss umfasst. Der erste innere Anschluss ist lösbar an einem ersten Ende des gewinkelten inneren Leiters befestigt und der zweite innere Anschluss ist lösbar an einem zweiten Ende des gewinkelten inneren Leiters angebracht.

    [0008] Die US 2006/084286 A1 offenbart einen elektrischen Verbinder mit mehreren Anschlüssen. Dieser umfasst ein Gehäuse mit Kabelanschlüssen für Koaxialkabel an einer Kabelseite des Gehäuses und männlichen Andruckanschlüssen für weibliche Verbinder an einer männlichen Seite. Jeder Kabelanschluss hat nicht standardmäßige Innengewinde. Jedes Koaxialkabel ist mit einem Kabeladapter abgeschlossen. Eine Koaxialkabel-Kabeladapter-Kombination ist abnehmbar an jeder Kabelöffnung durch eine Klemmmutter befestigt, die nicht standardmäßige Außengewinde aufweist. Jede Koaxialkabel-Kabeladapter-Kombination ist einzeln vor Ort austauschbar.

    [0009] Die DE 201 13 501 U1 zeigt einen Steckverbinder mit einem ersten Steckverbinderteil, einer Steckbuchse, die in dem ersten Steckverbinderteil aufgenommen ist, einem zweiten Steckverbinderteil und einem Adapter, der in dem zweiten Steckverbinderteil aufgenommen ist. Mittels des Adapters kann der Stecker, insbesondere ein RJ45-Stecker, im zweiten Steckverbinderteil aufgenommen werden.

    [0010] Nachteilig an den bekannten Lösungen für Steckverbinder wirkt sich die Bauart und Anschlussmöglichkeit auf die Größe des Steckverbinders aus. Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Steckverbindern werden an die elektrischen Kontakte zumeist elektrische Leitungen oder Kabel angeschlossen. Der Anschlussbereich für diese Leitungen oder Kabel nimmt viel Platz in Anspruch welcher im Steckverbinder zur Verfügung gestellt werden muss, da der Anschlussbereich im Steckverbinder aufgenommen wird. Die Baugröße des Steckverbinders wird dadurch vergrößert.

    [0011] Speziell im Bereich von Geräteanschlüssen sind Steckverbinder erforderlich, welche über eine sehr flache Bauform verfügen. Steckverbinder welche sehr hoch bauen bieten viele Fehlermöglichkeiten durch ungewollte mechanische Einwirkungen. Zudem ist der Anschluss von Kabeln und Leitungen an Kontakte im Steckverbinder schwierig, wenn der Steckverbinder als Anbaugehäuse ausgebildet ist und auf der Geräteseite wenig Platz für die Führung der Kabel und Leitungen vorgesehen ist.

    Aufgabenstellung



    [0012] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin einen Steckverbinder derartig auszubilden, dass ein möglichst kleiner Bau- und Montageraum erforderlich ist. Dabei soll eine möglichst einfache Montage des Steckverbinders ermöglicht werden und gleichzeitig der Anschlussbauraum für Kabel und Leitungen außerhalb des Steckverbinders reduziert werden.

    [0013] Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst.

    [0014] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

    [0015] Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder welcher zumindest aufweist ein Steckverbindergehäuse, einen Isolierkörper sowie einen elektrischen Kontakt. Der Isolierkörper ist im Steckverbindergehäuse aufgenommen und der elektrische Kontakt im Isolierkörper. Der Steckverbinder bildet auf einer Seite eine Steckseite welche zur Kontaktierung eines Gegensteckverbinders vorgesehen ist. Auf einer weiteren Seite bildet der Steckverbinder eine Montageseite, welche dafür vorgesehen ist, den Steckverbinder an einer Oberfläche eines Gehäuses oder eines Gerätes zu befestigen.

    [0016] Die Steckseite des Steckverbinders ist so ausgebildet, dass der elektrische Kontakt im Steckverbinder in der Steckseite angeordnet ist und einen Gegensteckverbinder kontaktieren kann. An der Außenseite der Steckseite ist ein Verriegelungsmittel angeordnet, welches den Steckverbinder mit einem kontaktierten Gegensteckverbinder mechanisch verriegeln kann. Das Verriegelungsmittel ist als Verriegelungsbügel ausgeführt, kann jedoch auch auf andere, aus dem Stand der Technik bekannte Arten, ausgestaltet sein.

    [0017] Die Montageseite des Steckverbinders verfügt vorzugsweise über ein Montagemittel, welches es ermöglicht den Steckverbinder an einer Oberfläche zu befestigen. Das Montagemittel ist vorzugsweise als Montageflansch mit zumindest einer Bohrung ausgeführt. Durch die Bohrung kann so zum Beispiel eine Schraube geführt und der Steckverbinder an einer Oberfläche festgeschraubt werden. Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, zumindest zwei Bohrungen im Befestigungsflansch anzuordnen um eine sichere Befestigung zu gewährleisten. Erfindungsgemäß ist der elektrische Kontakt so in der Montageseite des Steckverbinders angeordnet, dass er direkt einen Gegenkontakt kontaktieren kann. Erfindungsgemäß ist der elektrische Kontakt so ausgebildet, dass er zwei Kontaktseiten bildet. Eine erste Kontaktseite, welche in der Steckseite des Steckverbinders angeordnet ist und eine zweite Kontaktseite, welche in der Montageseite des Steckverbinders angeordnet ist. Diese Ausbildung des elektrischen Kontakts macht es besonders vorteilhaft möglich, den Steckverbinder zweiseitig direkt mit Gegenkontakten zu kontaktieren. Der Anschluss eines Kabels oder einer Leitung ist nicht nötig. Dabei können die Kontaktseiten jeweils des elektrischen Kontakts als Buchsen- oder Stiftkontakte ausgebildet sein. Somit kann der Kontakt zwei gleich oder zwei unterschiedliche Kontaktseiten aufweisen.

    [0018] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die beiden Kontaktseiten des elektrischen Kontakts identisch ausgeführt. Eine besonders bevorzugte Ausführungsform sieht vor, die beiden Kontaktseiten als Stiftkontakte auszubilden. Dadurch ist der Kontakt günstig und einfach herzustellen.

    [0019] Die Steckseite und die Montageseite des Steckverbinders sind in einer vorteilhaften Ausführungsform an zwei, nebeneinander angeordneten Seiten des Steckverbinders vorgesehen. Vorzugsweise sind Steck- und Montageseite so in einem Winkel von in etwa 90 Grad zueinander angeordnet. Diese Anordnung ermöglicht eine besonders platzsparende Montage des Steckverbinders auf einem Gerät oder einer Fläche.

    [0020] Der Isolierkörper des Steckverbinders ist in zweiteilig ausgestaltet. Bestehend aus einem ersten Isolierkörperteil und einem zweiten Isolierkörperteil. Dabei ist das erste Isolierkörperteil jenes, welches an der Steckseite im Steckverbindergehäuse angeordnet ist und das zweite Isolierkörperteil jenes, welches an der Montageseite im Steckverbindergehäuse angeordnet ist. Die beiden Isolierkörperteile sind dafür vorgesehen mechanisch miteinander verrastet zu werden. Dafür verfügen sie über Rastmittel, welche es ermöglichen die Isolierkörperteile durch Zusammenfügen miteinander zu verrasten.

    [0021] In der Erfindung ist das erste Isolierkörperteil über die Steckseite in das Steckverbindergehäuse einführbar. Das zweite Isolierkörperteil ist hingegen über die Montageseite in das Steckverbindergehäuse einführbar. So können die Isolierkörperteile aus zwei Richtungen in das Steckverbindergehäuse eingeführt werden. So wird gleichzeitig ermöglicht, das erste Isolierkörperteil mit dem zweiten Isolierkörperteil im Steckverbindergehäuse miteinander zu verrasten, wenn beide in dieses eingeführt sind.

    [0022] Zweckmäßig ist der elektrische Kontakt in einem der beiden Isolierkörperteile aufgenommen und mechanisch gehalten. So kann der elektrische Kontakt in einen der beiden Teile eingesetzt werden, bevor bei in das Steckverbindergehäuse gesteckt und in diesem miteinander verrastet werden. Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, einen Teil der beiden Isolierkörperteile wiederum zweiteilig auszugestalten. So kann der elektrische Kontakt besser in den Isolierkörperteil aufgenommen und in diesem gehalten werden.

    [0023] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform sieht vor, den elektrischen Kontakt rechtwinklig auszubilden, so dass die erste Kontaktseite in einem Winkel von in etwa 90 Grad zur zweiten Kontaktseite angeordnet ist. Ebenso ist der Isolierkörper ausgebildet. Einer der Isolierkörperteile kann so, mit dem darin aufgenommen elektrischen Kontakt, in eine der Seiten des Steckverbindergehäuses eingeführt werden. Durch die rechtwinkelige Ausführung von Steckverbindergehäuse, elektrischem Kontakt und Isolierkörper muss einer der Isolierkörperteile durch eine Drehbewegung in das Steckverbindergehäuse geführt werden. Nach Einführen kann der andere Isolierkörperteil über die zweite Seite in das Steckverbindergehäuse eingeführt und mit dem ersteren verbunden werden.

    Ausführungsbeispiel



    [0024] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Steckverbinders;
    Fig. 2
    eine perspektivische Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Steckverbinder;
    Fig. 3
    eine Explosionsdarstellung eines Isolierkörpers mit elektrischem Kontakt;
    Fig. 4
    eine perspektivische Schnittdarstellung eines ersten Montageschrittes eines erfindungsgemäßen Steckverbinders; und
    Fig. 5
    eine perspektivische Schnittdarstellung eines zweiten Montageschrittes eines erfindungsgemäßen Steckverbinders.


    [0025] Die Figuren enthalten teilweise vereinfachte, schematische Darstellungen. Zum Teil werden für gleiche, aber gegebenenfalls nicht identische Elemente identische Bezugszeichen verwendet. Verschiedene Ansichten gleicher Elemente könnten unterschiedlich skaliert sein.

    [0026] Die Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Steckverbinder 1 in einer perspektivischen Darstellung. Der Steckverbinder 1 ist durch ein Steckverbindergehäuse 2 gebildet. Das Steckverbindergehäuse 2 ist rechtwinklig ausgebildet und bildet eine Steckseite 10 sowie eine, in etwa 90 Grad angeordnete, Montageseite 20.

    [0027] Die Steckseite 10 ist mit einem Verriegelungsmittel 11 ausgestattet. Das als Verriegelungsbügel ausgebildete Verriegelungsmittel 11 ist um die Steckseite 10 angeordnet und dient der Verriegelung des Steckverbinders 1 mit einem kontaktierten Gegensteckverbinder.

    [0028] Die Montageseite 20 des Steckverbinder 1 ist mit einem Montagemittel 21 ausgestattet. Dabei ist das Montagemittel 21 als Befestigungsflansch ausgebildet, welcher an zwei gegenüberliegenden Seiten des Steckverbindergehäuses 2 vorgesehen ist. In dem Befestigungsflansch sind zwei Bohrungen - hier nur eine sichtbar - vorgesehen, welche zur Befestigung des Steckverbinder 1 mit zwei Schrauben dienen.

    [0029] Im Steckverbindergehäuse 2 ist der Isolierkörper 3 angeordnet. Dabei ist der Isolierkörper 3 zweiteilig aus einem ersten Isolierkörperteil 3.1 und einem zweiten Isolierkörperteil 3.2 gebildet. Der erste Isolierkörperteil 3.1 ist dabei in die Steckseite 10 des Steckverbinders 1 eingesetzt. Der zweite Isolierkörperteil 3.2 ist in die Montageseite 20 des Steckverbinders 1 eingesetzt. Erfindungsgemäß sind die beiden Isolierkörperteile 3.1, 3.2 im Steckverbindergehäuse 2 miteinander verrastet und so mechanisch verbunden. Im Isolierkörper 3 ist ein elektrischer Kontakt 4 aufgenommen, welcher in der Steckseite 10 des Steckverbinders 1 eine erste Kontaktseite 41 bildet.

    [0030] Der Steckverbinder 1 der Figur 1 ist in der Figur 2 abermals in einer Schnittdarstellung gezeigt. Neben den schon in der Figur 1 erkennbaren Bestandteilen des Steckverbinder 1 sind in der Figur 2 der Isolierkörper 3 sowie der elektrischen Kontakt 4 detailliert erkennbar. Der elektrische Kontakt 4 bildet rechtwinklig gebogener eine erste Kontaktseite 41 und eine zweite Kontaktseite 42. Die erste Kontaktseite 41 ist dabei in der Steckseite 10 des Steckverbinders 1 angeordnet. Die zweite Kontaktseite 42 ist in der Montageseite 20 des Steckverbinders 1 angeordnet. Dabei ragt sowohl die erste Kontaktseite 41 als auch die zweite Kontaktseite 42 zumindest bereichsweise aus dem Steckverbindergehäuse 2 heraus.

    [0031] Der Isolierkörper 3 ist aus einem ersten Isolierkörperteil 3.1 und einem zweiten Isolierkörperteil 3.2 gebildet. Dabei umgibt der zweite Isolierkörperteil 3.2 die montageseitigen, zweiten Kontaktseite 42 des elektrischen Kontakts 4. Der erste Isolierkörperteil 3.1 umgibt die steckseitige, erste Kontaktseite 41 des elektrischen Kontakts 4. Innerhalb des Steckverbindergehäuses 2 sind die beiden Isolierkörperteile 3.1 und 3.2 miteinander verrastet.

    [0032] Ein vereinzelter Isolierkörper 3 ist mit eingesetztem elektrischen Kontakt 4 in der Figur 3 in einer Explosionsansicht dargestellt. In der dargestellten, speziellen Ausführungsform ist der zweite Isolierkörperteil 3.2 wiederum zweiteilig ausgeführt. Er besteht aus einer ersten Isolierkörperteil-Halbschale 3.2.1 und einer zweiten Isolierkörper-Halbschale 3.2.2. Durch den zweiteiligen Isolierkörperteil 3.2 kann der elektrische Kontakt 4 besser in dem Isolierkörper 3 aufgenommen und gehalten werden.

    [0033] Der erste Isolierkörperteil 3.1 ist im vorderen, steckseitigen Bereich angeordnet und kann mit dem zweiten Isolierkörperteil 3.2 verrastet werden.

    [0034] Durch die rechtwinkelige Form von Steckverbindergehäuse 2, Kontakt 4 und Isolierkörper 3 unterscheidet sich die Montage des Steckverbinders 1 erfindungsgemäß von der anderer Steckverbinder. In den Figuren 4 und 5 wird die Montage daher dargestellt.

    [0035] Die Montage des Steckverbinder 1 setzt ein Einsetzten des Kontakts 4 in das zweite Isolierkörperteil 3.2 voraus, wie es in der Figur 3 bereits dargestellt ist. Die Figur 4 zeigt weiterhin einen ersten Montageschritt. Dabei wird der zweite Isolierkörperteil 3.2 mit eingesetztem Kontakt 4 an der Montageseite 20 des Steckverbindergehäuses 2 positioniert. Die Ausrichtung des Isolierkörperteils 3.2 ist etwa um 45 Grad gedreht zur Endposition im Steckverbindergehäuse 2.

    [0036] Durch eine Drehbewegung in Bewegungsrichtung A wird der Isolierkörperteil 3.2 in das Steckverbindergehäuse 2 eingesetzt, bis es eine endgültige Position (siehe Figur 5) erreicht hat. Der in Figur 5 gezeigte, zweite Montageschritt zeigt das Einsetzten des ersten Isolierkörperteils 3.1. Dieses wir in die Steckseite 10 des Steckverbindergehäuses 2 in Bewegungsrichtung B eingesetzt. Dabei verrastet das erste Isolierkörperteil 3.1 in seiner Endposition mit dem zweiten Isolierkörperteil 3.2. Der fertig montierte Steckverbinder entspricht der Figur 2.


    Ansprüche

    1. Steckverbinder (1), welcher ein Steckverbindergehäuse (2), einen im Steckverbindergehäuse (2) angeordneten Isolierkörper (3) und einen im Isolierkörper (3) angeordneten elektrischen Kontakt (4) aufweist,

    wobei der Steckverbinder (1) eine Steckseite (10) und eine Montageseite (20) bildet,

    der elektrische Kontakt (4) eine erste Kontaktseite (41) in der Steckseite (10) des Steckverbinders (1) bildet und

    dass der elektrische Kontakt (4) eine zweite Kontaktseite (42) in der Montageseite (20) des Steckverbinders (1) bildet,

    der Isolierkörper (3) aus zumindest zwei Teilen besteht, einem steckseitigen, ersten Isolierkörperteil (3.1) und einem montageseitigen, zweiten Isolierkörperteil (3.2),

    die Steckseite (10) zumindest ein Verriegelungsmittel (11) zur Verriegelung des Steckverbinders (1) mit einem Gegensteckverbinder aufweist,

    die erste Kontaktseite (41) als Kontaktbuchse oder Kontaktstift ausgebildet ist und die zweite Kontaktseite (42) als Kontaktbuchse oder Kontaktstift ausgebildet ist,

    die Steckseite (10) und die Montageseite (20) in einem Winkel zwischen 70 Grad und 110 Grad zueinander angeordnet sind und

    der erste Isolierkörperteil (3.1) durch die Steckseite (10) des Steckverbindergehäuses (2) in dieses einführbar ist und der zweite Isolierkörperteil (3.2) über die Montageseite (20) des Steckverbindergehäuses (2) in dieses einführbar ist,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    das Verriegelungsmittel (11) ein Verriegelungsbügel ist, und

    dass der erste Isolierkörperteil (3.1) und der zweite Isolierkörperteil (3.2) miteinander verrastbar sind.


     
    2. Steckverbinder (1) nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die erste Kontaktseite (41) und die zweite Kontaktseite (42) gleichartig ausgebildet sind.
     
    3. Steckverbinder (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Steckseite (10) und die Montageseite (20) an zwei nebeneinander, angrenzenden Seiten des Steckverbindergehäuses (2) gebildet sind.
     
    4. Steckverbinder (1) nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Steckseite (10) und die Montageseite (20) in einem Winkel von in etwa 90 Grad zueinander angeordnet sind.
     
    5. Steckverbinder (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche
    dadurch gekennzeichnet, dass
    der elektrische Kontakt (4) in einem Isolierkörperteile (3.1, 3.2) mechanisch gehalten ist.
     
    6. Steckverbinder (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    zumindest einer der Isolierkörperteile (3.1, 3.2) zweiteilig ausgebildet ist.
     
    7. Steckverbinder (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Montageseite (20) ein Montagemittel (21) zur Montage des Steckverbinders (1) aufweist.
     
    8. Steckverbinder (1) nach vorstehendem Anspruch,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    das Montagemittel (21) ein Montageflansch mit zumindest einer Befestigungsbohrung ist.
     
    9. Steckverbinder (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die erste Kontaktseite (41) und die zweite Kontaktseite (42) zumindest bereichsweise aus dem Steckverbindergehäuse (2) herausragen.
     


    Claims

    1. Plug connector (1), which has a plug connector housing (2), an insulating body (3) arranged in the plug connector housing (2) and an electrical contact (4) arranged in the insulating body (3),

    wherein the plug connector (1) forms a plug side (10) and an assembly side (20),

    the electrical contact (4) forms a first contact side (41) in the plug side (10) of the plug connector (1), and

    in that the electrical contact (4) forms a second contact side (42) in the assembly side (20) of the plug connector (1),

    the insulating body (3) comprises at least two parts, a plug-side first insulating body part (3.1) and an assembly-side second insulating body part (3.2),

    the plug side (10) has at least one locking means (11) for locking the plug connector (1) to a mating plug connector,

    the first contact side (41) is formed as a contact socket or contact pin and the second contact side (42) is formed as a contact socket or contact pin, the plug side (10) and the assembly side (20) are arranged at an angle of between 70 degrees and 110 degrees with respect to one another, and

    the first insulating body part (3.1) can be inserted into the plug connector housing (2) through the plug side (10) thereof and the second insulating body part (3.2) can be inserted into the plug connector housing (2) via the assembly side (20) thereof,

    characterized in that

    the locking means (11) is a locking clip, and

    in that the first insulating body part (3.1) and the second insulating body part (3.2) can be latched to one another.


     
    2. Plug connector (1) according to Claim 1, characterized in that
    the first contact side (41) and the second contact side (42) are formed in a similar manner.
     
    3. Plug connector (1) according to either of the preceding claims,
    characterized in that
    the plug side (10) and the assembly side (20) are formed on two adjacent adjoining sides of the plug connector housing (2).
     
    4. Plug connector (1) according to Claim 1, characterized in that
    the plug side (10) and the assembly side (20) are arranged at an angle of approximately 90 degrees with respect to each other.
     
    5. Plug connector (1) according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the electrical contact (4) is held mechanically in an insulating body part (3.1, 3.2).
     
    6. Plug connector (1) according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    at least one of the insulating body parts (3.1, 3.2) is formed in two parts.
     
    7. Plug connector (1) according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the assembly side (20) has an assembly means (21) for assembling the plug connector (1).
     
    8. Plug connector (1) according to the preceding claim, characterized in that
    the assembly means (21) is an assembly flange having at least one fastening bore.
     
    9. Plug connector (1) according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the first contact side (41) and the second contact side (42) project out of the plug connector housing (2), at least in some regions.
     


    Revendications

    1. Connecteur enfichable (1), qui comprend un boîtier de connecteur enfichable (2), un corps isolant (3) agencé dans le boîtier de connecteur enfichable (2) et un contact électrique (4) agencé dans le corps isolant (3),

    le connecteur enfichable (1) formant un côté d'enfichage (10) et un côté de montage (20),

    le contact électrique (4) formant un premier côté de contact (41) dans le côté d'enfichage (10) du connecteur enfichable (1), et

    le contact électrique (4) formant un deuxième côté de contact (42) dans le côté de montage (20) du connecteur enfichable (1),

    le corps isolant (3) étant constitué d'au moins deux parties, une première partie de corps isolant du côté d'enfichage (3.1) et une deuxième partie de corps isolant du côté de montage (3.2),

    le côté d'enfichage (10) comprenant au moins un moyen de verrouillage (11) pour le verrouillage du connecteur enfichable (1) à un connecteur enfichable complémentaire,

    le premier côté de contact (41) étant configuré en tant que douille de contact ou broche de contact et le deuxième côté de contact (42) étant configuré en tant que douille de contact ou broche de contact,

    le côté d'enfichage (10) et le côté de montage (20) étant agencés à un angle compris entre 70 degrés et 110 degrés l'un par rapport à l'autre, et

    la première partie de corps isolant (3.1) pouvant être insérée à travers le côté d'enfichage (10) du boîtier de connecteur enfichable (2) dans celui-ci et la deuxième partie de corps isolant (3.2) pouvant être insérée par l'intermédiaire du côté de montage (20) du boîtier de connecteur enfichable (2) dans celui-ci, caractérisé en ce que

    le moyen de verrouillage (11) est un étrier de verrouillage, et

    en ce que la première partie de corps isolant (3.1) et la deuxième partie de corps isolant (3.2) peuvent être encliquetées l'une avec l'autre.


     
    2. Connecteur enfichable (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier côté de contact (41) et le deuxième côté de contact (42) sont configurés de manière identique.
     
    3. Connecteur enfichable (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le côté d'enfichage (10) et le côté de montage (20) sont formés sur deux côtés adjacents l'un à l'autre du boîtier de connecteur enfichable (2).
     
    4. Connecteur enfichable (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le côté d'enfichage (10) et le côté de montage (20) sont agencés à un angle d'environ 90° l'un par rapport à l'autre.
     
    5. Connecteur enfichable (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le contact électrique (4) est maintenu mécaniquement dans une partie de corps isolant (3.1, 3.2).
     
    6. Connecteur enfichable (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une des parties de corps isolant (3.1, 3.2) est configurée à deux parties.
     
    7. Connecteur enfichable (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le côté de montage (20) comprend un moyen de montage (21) pour le montage du connecteur enfichable (1).
     
    8. Connecteur enfichable (1) selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le moyen de montage (21) est une bride de montage munie d'au moins un alésage de fixation.
     
    9. Connecteur enfichable (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier côté de contact (41) et le deuxième côté de contact (42) dépassent au moins en zones du boîtier de connecteur enfichable (2).
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente