[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Verbinden von zwei
durch eine Fuge getrennten Bauteilen, insbesondere aus Beton, die zur Aufnahme von
in einer Richtung und/oder ihrer Gegenrichtung wirkenden Querkräfte geeignet ist,
umfassend einen Dorn, dessen einer Bereich im zweiten Bauteil einsetzbar ist, und
eine Hülse, die im ersten Bauteil einsetzbar ist, und die der Aufnahme des anderen
Bereichs des Dorns dient, mit am Dorn und an der Hülse angebrachten Verstärkungselementen,
die jeweils eine gegen die Fuge gerichtete erste Platte aufweisen, an welcher an einander
gegenüberliegenden Seiten Bügelelemente angebracht sind, die sich von der Fuge weg
erstrecken, und die erste Platte eine Öffnung aufweist, durch welche jeweils der Dorn
bzw. die Hülse hindurch geführt ist.
[0002] Im Hoch- und Tiefbau ist es üblich, Bauteile, die üblicherweise aus Beton bestehen
miteinander zu verbinden. Hierzu ist es erforderlich, zwischen den zu verbindenden
Bauteilen Fugen vorzusehen. Über diese Fugen werden Dehnungen der Bauteile bei Temperaturschwankungen
sowie Schwind- und Kriecheinflüssen ausgeglichen. Diese Bauteile sollen aber so miteinander
verbunden werden, dass die Querkräfte zwischen den Bauteilen übertragen werden können.
Hierbei eignen sich insbesondere Dorn-Hülsen-Verbindungen, die in vielfacher Weise
bekannt sind. Über diese Dorn-Hülsen-Verbindung können die zwischen den Bauteilen
auftretenden Querkräfte optimal übertragen werden, der jeweilige Dorn ist in der entsprechenden
Hülse längsverschiebbar gehalten, die Dehnungen der Bauteile können ausgeglichen werden.
[0003] Bei derartigen Verbindungen von Bauteilen wirken insbesondere am Fugenrand hohe Belastungen
auf die Dorn-Hülsen-Verbindung. Insbesondere wird der Beton, der den Dorn und die
Hülse in diesen Bereichen umgibt, sehr stark belastet. Um zu vermeiden, dass in diesen
Bereichen, die die höchsten Belastungspitzen ausweisen, der Beton am Fugenrand ausbrechen
kann, sind der Dorn und die Hülse in diesem Bereich jeweils mit einer Platte ausgestattet,
die zusätzlich mit in die Bauteile hineinragenden Bügelbereichen versehen sind. Mit
diesen vorzugsweise aus Stahl ausgebildeten Platten mit Bügelbereichen soll erreicht
werden, dass die auf den Bauteil zu übertragenden Kräfte möglichst verteilt über einen
grösseren Bereich in dem Beton des Bauteils eingeleitet werden. Dadurch kann der Bruchwiderstand
des Betons in diesen Bereichen verbessert werden. Eine derartige Dorn-Hülsen-Verbindung
ist beispielsweise dem Dokument
EP 0 773 324 B1 entnehmbar. Da diese am Dorn bzw. an der entsprechenden Hülse angebrachten Platten
im in die Bauteile eingesetzten Zustand direkt in den Fugenrand zu liegen kommen,
ist es erforderlich, diese Platten und gegebenenfalls die an diesen Platten angebrachten
Bügelbereiche aus einem nicht rostenden Material herzustellen, um dadurch eine genügend
grosse Lebensdauer zu erreichen, welche Materialien aber einen entsprechend höheren
Preis haben.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, eine Vorrichtung zum Verbinden
von zwei durch eine Fuge getrennten Bauteilen zu schaffen, welche in optimaler Weise
geeignet sind, die am Fugenrand der beiden Bauteile auftretenden Belastungen aufzunehmen
und in die Bauteile einzuleiten und die möglichst kostengünstig hergestellt werden
können.
[0005] Erfindungsgemäss erfolgt die Lösung dieser Aufgabe dadurch, dass die jeweilige erste
Platte, die an die erste Platte angrenzenden Bereiche der an der ersten Platte angebrachten
Bügelelemente und die an die jeweilige Platte angrenzenden Bereiche des Dorns bzw.
der Hülse in ein plattenförmiges Element eingebettet sind, das aus einer hochfesten
mörtelartigen Masse gebildet ist, welches die erste Platte allseitig umschliesst.
[0006] Durch das Anbringen dieses plattenförmigen Elementes aus einer hochfesten mörtelartigen
Masse wird erreicht, dass der Fugenbereich der zu verbindenden Bauteile an der jeweiligen
Stelle, wo die Verbindungselemente Dorn und Hülse eingesetzt sind, massiv verstärkt
wird. Indem die ersten Platten durch die mörtelartige Masse des plattenförmigen Elementes
allseitig umschlossen sind, kann diese erste Platte aus einem kostengünstigen Material
gefertigt werden, es muss nicht korrosionsfest sein, da es vollständig abgeschlossen
ist. Die durch den jeweiligen Dorn und die Hülse aufzunehmenden Kräfte werden in optimaler
Weise über die jeweilige erste Platte und die Bügelelemente auf das plattenförmige
Element übertragen und in den umgebenden Beton der jeweiligen Bauteile eingeleitet.
[0007] In vorteilhafter Weise ist die mörtelartige Masse des jeweiligen plattenförmigen
Elementes ein ultra-hochleistungs-faserverstärkter Beton, wodurch die Festigkeit dieses
plattenförmigen Elementes noch erhöht werden kann.
[0008] In vorteilhafter Weise ist mindestens ein Teil der Seitenflächen des plattenförmigen
Elementes mit Vorsprüngen und Vertiefungen ausgestattet, wodurch erreicht werden kann,
dass die Verankerung im Beton der Bauteile zusätzlich verbessert wird.
[0009] In vorteilhafter Weise sind die Vorsprünge und Vertiefungen als Rippen und Rillen
ausgebildet, mittels welchen die Übertragung der Querkräfte vom Dorn und Hülse auf
die Bauteile und umgekehrt zusätzlich verbessert wird, die Flächenbereiche, welche
die Kräfte aufnehmen, werden vergrössert.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die Bügelelemente
weitere Platten umfassen, und die der ersten Platte abgewandten Endbereiche der Bügelelemente
mit Umbiegungen versehen sind. Dadurch wird erreicht, dass die Bügelbereiche in den
Bauteilen optimal verankert sind.
[0011] In vorteilhafter Weise stossen die Endbereiche der einander gegenüberliegenden Umbiegungen
aneinander und sind miteinander verbunden und umschliessen den Dorn bzw. die Hülse.
Durch die geschlossene Schlaufe der ersten Platte mit den weiteren Platten und dem
Umschliessen des Dornes bzw. der Hülse wird die Verankerung der Dorns und der Hülse
in den jeweiligen Bauteilen verbessert.
[0012] Eine weitere Verbesserung der Verankerung des Dorns und der Hülse in den jeweiligen
Bauteilen wird dadurch erreicht, dass die Bügelelemente ferner stabförmige Verankerungseisen
umfassen, die an der ersten Platte und/oder an den weiteren Platten befestigt sind,
was noch optimiert wird, wenn die stabförmigen Verankerungseisen derart umgebogen
sind, dass sie einen Ring bilden.
[0013] Ausführungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung werden nachfolgend an Hand der
beiliegenden Zeichnung beispielhaft näher erläutert.
[0014] Es zeigt
Figur 1 in räumlicher Darstellung eine Hülse mit dem plattenförmigen Element und den
Verstärkungselementen;
Figur 2 eine Schnittdarstellung der Hülse gemäss Figur 1;
Figur 3 eine Ansicht von vorne auf die Hülse mit dem plattenförmigen Element gemäss
Figur 1 und Figur 2;
Figur 4 in räumlicher Darstellung die Hülse mit der ersten Platte und den weiteren
Verstärkungselementen gemäss in Figuren 1 bis 3, wobei das plattenförmige Element
weggelassen ist;
Figur 5 in räumlicher Darstellung den Dorn mit dem plattenförmigen Element und den
entsprechenden Verstärkungselementen;
Figur 6 eine Schnittdarstellung des Dorns gemäss Figur 5;
Figur 7 eine Ansicht von vorne auf den Dorn mit dem plattenförmigen Element gemäss
den Figuren 5 und 6;
Figur 8 in räumlicher Darstellung den Dorn mit der ersten Platte und den jeweiligen
Verstärkungselementen gemäss den Figuren 5 bis 7, wobei das plattenförmige Element
weggelassen ist:
Figur 9 eine weitere Ausführungsform eines Dornes, bei welchem die Verstärkungselemente
anders ausgebildet sind, mit weggelassenem plattenförmigem Element; und
Figur 10 eine Schnittdarstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung mit Dorn und Hülse
im in die beiden zu verbindenden Bauteilen eingesetzten Zustand.
[0015] Aus Figur 1 ist die Hülse 1 der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Verbinden von
zwei durch eine Fuge getrennten Bauteilen ersichtlich. Diese Hülse 1 ist, wie später
noch im Detail beschrieben wird, mit Verstärkungselementen 2 ausgestattet, der gegen
die Fuge gerichtete Bereich der Hülse 1 ist mit einem plattenförmigen Element 3 versehen,
welches von der Hülse 1 vollständig durchdrungen wird, sodass, wie später noch gesehen
wird, der Eingang zur Hülse 1 frei ist und der Dorn in die Hülse 1 eingeschoben werden
kann. Dieses plattenförmige Element 3 besteht aus einer hochfesten mörtelartigen Masse,
diese kann beispielsweise ein ultra-hochleistungsfaserverstärkter Beton sein. In der
hier dargestellten Ausführungsform ist das plattenförmige Element 3 rechteckförmig
ausgebildet, selbstverständlich wären auch andere Formen denkbar, beispielsweise rund,
die beiden einander gegenüberliegenden Seitenflächen 4 sind mit Vorsprüngen 5 und
Vertiefungen 6 ausgestattet. Selbstverständlich können diese Vorsprünge 5 und Vertiefungen
6 über alle den Umfang des plattenförmigen Elements 3 bildenden Flächen verteilt angebracht
werden oder nur auf einem Teil davon. Diese Vorsprünge 5 und Vertiefungen 6 sind als
Rippen 7 und Rillen 8 ausgebildet, die in der hier dargestellten Ausführungsform im
wesentlichen parallel zur Hülse 1 ausgerichtet sind. Selbstverständlich ist es denkbar,
die Vorsprünge 5 und Vertiefungen 6 andersförmig und anders ausgerichtet auszubilden.
Beispielsweise können die Vorsprünge 5 als Zapfen ausgebildet sein, die Vertiefungen
könnten ebenfalls die Form eines Zapfens haben.
[0016] Aus der Figur 4 ist wiederum die Hülse 1 ersichtlich, an welche die Verstärkungselemente
2 angebracht sind. Diese Verstärkungselemente 2 weisen eine gegen die Fuge gerichtete
erste Platte 9 auf, die im Wesentlichen senkrecht zur Hülse 1 ausgerichtet ist, und
die eine Öffnung 10 aufweist, durch welche die Hülse 1 hindurchgeführt ist. Die erste
Platte 9 und die Hülse 1, die beispielsweise aus einem metallischen Werkstoff gebildet
sind, sind fest miteinander verbunden, beispielsweise durch Verschweissen. An der
ersten Platte 9 sind an einander gegenüberliegenden Seiten Bügelelemente 11 angebracht,
die sich von der Fuge weg erstrecken. Diese Bügelelemente 11 bestehen aus zwei weiteren
Platten 12, diese weiteren Platten 12 und die erste Platte 9 können beispielsweise
aus einem Stück gefertigt werden, die weiteren Platten 12 können bezüglich der ersten
Platte 9 rechtwinklig aufgebogen werden.
[0017] Die der ersten Platte 9 abgewandten Endbereiche der weiteren Platte 12 sind mit Umbiegungen
13 versehen. Die Endbereiche der einander gegenüberliegenden Umbiegungen 13 können
aneinander stossen und miteinander verbunden werden, beispielsweise durch Verschweissen.
Diese Umbiegungen 13 sind so ausgebildet, dass die Hülse 1 umschlossen wird, auch
hier kann die Hülse 1 mit den Umbiegungen 13 durch Verschweissen verbunden werden.
[0018] An den seitlichen Flächen der ersten Platte 9 und der weiteren Platte 12 sind stabförmige
Verankerungseisen 14 angebracht und befestigt, vorzugsweise ebenfalls durch Verschweissen,
diese Verankerungseisen 14, die beispielsweise aus Armierungseisen gebildet sind,
sind so gebogen, dass sie einen rechteckförmigen Ring bilden, wobei die der ersten
Platte 9 abgewandten Endbereiche dieser Verankerungseisen 14 einander überlappend
ausgebildet sind, die überlappenden Bereiche sind miteinander verbunden.
[0019] Figur 2 zeigt die Hülse 1 mit der daran angebrachten ersten Platte 9, die weiteren
Platten 12 mit den Umbiegungen 13 und die Verankerungseisen 14. Wie bereits zu Figur
1 erwähnt worden ist, ist die erste Platte 9, die an die erste Platte 9 angrenzenden
Bereiche der an der ersten Platte 9 angebrachten weiteren Platten 12 und die an die
erste Platte 9 angrenzenden Bereiche der Hülse 1 und der Verankerungseisen 14 in das
plattenförmige Element 3 eingebettet. Zur Fertigung dieses plattenförmigen Elementes
3 kann die Hülse 1 mit den Bügelelementen in bekannter Weise in eine Giessform gestellt
werden, die hochfeste mörtelartige Masse kann in fliessfähigem Zustand in diese Form
eingegossen werden, sie umfliesst und umschliesst dann die entsprechenden Elemente
und härtet aus. Nach dem Aushärten kann die Form entfernt werden, das plattenförmige
Element 3 umschliesst dann die entsprechenden Elemente vollständig. Bei einem Innendurchmesser
der Hülse von beispielsweise 22 Millimetern beträgt die Dicke des plattenförmigen
Elementes etwa 50 Millimeter, die Länge des plattenförmigen Elementes 3 kann dann
beispielsweise etwa 135 Millimeter betragen, während die Breite 110 Millimeter ist.
Selbstverständlich können diese Anmessungen an die jeweils auftretenden Bedingungen
angepasst werden. Wenn dickere Hülsen eingesetzt werden, können die vorgängig angegebenen
Abmessungen bspw. proportional zum Hülsendurchmesser angepasst werden. Durch das vollständige
Umschliessen insbesondere der ersten Platte 9 durch das plattenförmige Element 3 gegen
die Fuge hin ist diese erste Platte 9 gegen Korrosion geschützt, es kann dadurch ein
günstiges Material eingesetzt werden, das nicht korrosionbeständig sein muss. Die
Dicke der Überdeckung der ersten Platte 9 gegen die Fuge hin kann hierbei beispielsweise
nur etwa 10 Millimeter betragen, um die erste Platte gegen Korrosion zu schützen.
Mit normalem Beton, aus welchem die zu verbindenden Bauteile gefertigt sind, müsste
dieses Mass wesentlich grösser gewählt werden, um einen vollständigen Korrosionsschutz
erreichen zu können.
[0020] Aus Figur 3 ist das plattenförmige Element 3 mit den Rippen 7 und Rillen 8 zu sehen,
in welches die Hülse 1 eingesetzt ist.
[0021] In Figur 5 ist der Dorn 15 der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Verbinden von zwei
durch eine Fuge getrennten Bauteilen dargestellt. Dieser Dorn 15 ist in entsprechender
Weise wie die Hülse 1, die zu den Figuren 1 bis 4 beschrieben worden ist, mit Verstärkungselementen
2 ausgestattet, die Verstärkungselemente 2 sind im an die Fuge angrenzenden Bereich
ebenfalls mit dem entsprechenden plattenförmigen Element 3 umschlossen. Der Dorn 15
steht über die der Fuge zugewandten Seite des plattenförmigen Elementes 3 vor. Die
Seitenflächen des plattenförmigen Elementes 3 weisen auch hier Rippen 7 und Rillen
8 auf.
[0022] Figur 8 zeigt den Dorn 15, der wie die Hülse 1, beschrieben zu Figur 4, durch die
Öffnung 10 der ersten Platte 9 geführt und mit dieser verbunden ist, die an der ersten
Platte 9 angebrachten weiteren Platten 12 mit den Umbiegungen 13 und den an der ersten
Platte 9 und an den weiteren Platten 12 befestigten Verankerungseisen 14, die jeweils
einen Ring bilden. Wie aus den Figuren 6 und 7 ersichtlich ist, und wie bereits zu
Figur 5 beschrieben worden ist, ist auch der Dorn 15 im Bereich der ersten Platte
9 und die vorderen Bereiche der weiteren Platten 12 und der Verankerungseisen 14 vom
plattenförmigen Element 3 umschlossen, wie dies ebenfalls aus Figur 7 ersichtlich
ist. Der Aufbau der Dorneinrichtung, dargestellt in den Figuren 5 bis 8 entspricht
somit dem Aufbau der Hülseneinrichtung, dargestellt in den Figuren 1 bis 4.
[0023] In den Figuren 1 bis 8 ist ein Beispiel dargestellt worden, wie die Verankerungseisen
14 ausgebildet sein könnten. Selbstverständlich sind auch andere Ausgestaltungen möglich,
wie beispielsweise in Figur 9 dargestellt ist. Die Verankerungseisen 14 sind hier
als doppelter U-förmiger Bogen ausgebildet, wovon zwei Schenkel jeweils an einer Seite
der ersten Platte 9 und der weiteren Platten 12 befestigt sind, die jeweils an der
der ersten Platte 9 abwandten Seite parallel zu den weiteren Platten 12 miteinander
verbunden sind. Diese Ausführungsform von Verankerungseisen ist in Figur 9 für einen
Dorn 15 dargestellt, selbstverständlich kann diese Ausführungsform ohne weiteres auch
für eine Hülse eingesetzt werden. Selbstverständlich sind auch noch weitere Ausgestaltungsformen
von Verankerungseisen möglich.
[0024] Figur 10 zeigt einen ersten Bauteil 16 und einen zweiten Bauteil 17, die aus Beton
bestehen, und die miteinander über die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Verbinden
dieser beiden Bauteile verbunden sind. Die beiden Bauteile 16 und 17 sind durch eine
Fuge 18 in bekannter Weise voneinander getrennt. Die Hülse 1 ist im ersten Bauteil
16 angeordnet, während der Dorn 15 im zweiten Bauteil 17 eingesetzt ist. Die Hülse
1 und der Dorn 15 werden in bekannter Weise beim Betonieren des ersten Bauteils 16
und des zweiten Bauteils 17 in diese eingesetzt. Hierbei sind Hülse 1 und Dorn 15
so in den Bauteilen 16 bzw. 17 angeordnet, dass die gegen die Fuge 18 gerichtete Oberfläche
der jeweiligen plattenförmigen Elemente 3 mit den die Fuge 18 bildenden Randbereichen
des ersten Bauteils 16 und zweiten Bauteils 17 flächenbündig sind.
[0025] Die gegeneinander gerichteten Randbereiche des ersten Bauteils 16 und des zweiten
Bauteils 17, durch welche die Fuge 18 gebildet wird, in welchen die Hülse 1 und der
Dorn 15 eingesetzt sind, sind in optimaler Weise verstärkt. Die auf die Hülse 1 bzw.
den Dorn 15 wirkenden Querkräfte werden in optimaler Weise insbesondere durch die
erste Platte 9, die Bügelelemente 11 und die plattenförmigen Elemente 3 auf den umgebenden
Beton des ersten Bauteils 16 und des zweiten Bauteils 17 übertragen, die Übertragung
erfolgt in einem grossen Bereich, so dass Spannungsspitzen, die auf den Beton des
ersten Bauteils 16 und des zweiten Bauteils 17 wirken können, gering gehalten werden
können.
[0026] Wie bereits erwähnt worden ist, ist insbesondere die erste Platte 9 durch das jeweilige
plattenförmige Element 3 vollständig umschlossen, die weiteren Verstärkungselemente,
die über das plattenförmige Element 3 vorstehen, sind durch den Beton des ersten Bauteils
16 bzw. des zweiten Bauteils 17 vollständig umschlossen, sodass sie nicht korrodieren
können und dem zu Folge aus einem normalen, kostengünstigen Stahl hergestellt werden
können. Somit sind lediglich der Dorn 15 und die Hülse 1 aus einem korrosionsbeständigen
Material herzustellen, wodurch die ganze Einrichtung kostengünstig wird.
[0027] Wie ebenfalls bereits vorgängig beschrieben worden ist, dienen die Vorsprünge 5 und
Vertiefungen 6 (Figur 1) einerseits der Verbesserung der Verankerung des plattenförmigen
Elementes 3 in den beiden Bauteilen 16 und 17, zudem wird die Übertragungsfläche für
die Kräfte vergrössert. Um beim Betonieren des ersten Bauteils 16 zu vermeiden, dass
Betonmilch in die Hülse 1 eindringen kann wird das hintere Ende der Hülse 1 mit einer
aufgesetzten Kappe abgedeckt.
1. Vorrichtung zum Verbinden von zwei durch eine Fuge (18) getrennten Bauteilen (16,
17), insbesondere aus Beton, die zur Aufnahme von in einer Richtung und/oder ihrer
Gegenrichtung wirkenden Querkräfte geeignet ist, umfassend einen Dorn (15), dessen
einer Bereich im zweiten Bauteil (17) einsetzbar ist, und eine Hülse (1), die im ersten
Bauteil (16) einsetzbar ist, und die der Aufnahme des anderen Bereichs des Dorns (15)
dient, mit am Dorn (15) und an der Hülse (1) angebrachten Verstärkungselementen (2),
die jeweils eine gegen die Fuge (18) gerichtete erste Platte (9) aufweisen, an welcher
an einander gegenüberliegenden Seiten Bügelelemente (11) angebracht sind, die sich
von der Fuge (18) weg erstrecken, und die erste Platte (9) eine Öffnung (10) aufweist,
durch welche jeweils der Dorn (15) bzw. die Hülse (1) hindurch geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige erste Platte (9), die an die erste Platte (9) angrenzenden Bereiche
der an der ersten Platte (9) angebrachten Bügelelemente (11) und die an die jeweilige
erste Platte (9) angrenzenden Bereiche des Dorns (15) bzw. der Hülse (1) in ein plattenförmiges
Element (3) eingebettet sind, das aus einer hochfesten mörtelartigen Masse gebildet
ist, welches die erste Platte (9) allseitig umschliesst.
2. Vorrichtung zum Verbinden von zwei durch eine Fuge (18) getrennten Bauteilen (16,
17) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mörtelartige Masse ein ultra-hochleistungs-faserverstärkter Beton ist.
3. Vorrichtung zum Verbinden von zwei durch eine Fuge (18) getrennten Bauteilen (16,
17) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Seitenflächen (4) des plattenförmigen Elementes (3) mit Vorsprüngen
(5) und Vertiefungen (6) ausgestattet sind.
4. Vorrichtung zum Verbinden von zwei durch eine Fuge (18) getrennten Bauteilen (16,
17) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (5) und Vertiefungen (6) als Rippen (7) und Rillen (8) ausgebildet
sind.
5. Vorrichtung zum Verbinden von zwei durch eine Fuge (18) getrennten Bauteilen (16,
17) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügelelemente (11) weitere Platten (12) umfassen, und die der ersten Platte (9)
abgewandten Endbereiche der Bügelelemente (11) mit Umbiegungen (13) versehen sind.
6. Vorrichtung zum Verbinden von zwei durch eine Fuge (18) getrennten Bauteilen (16,
17) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Endbereiche der einander gegenüberliegenden Umbiegungen (13) aneinander stossen
und miteinander verbunden sind und den Dorn (15) bzw. die Hülse (1) umschliessen.
7. Vorrichtung zum Verbinden von zwei durch eine Fuge (18) getrennten Bauteilen (16,
17) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügelelemente (11) ferner stabförmige Verankerungseisen (14) umfassen, die an
der ersten Platte (9) und/oder an den weiteren Platten (12) befestigt sind.
8. Vorrichtung zum Verbinden von zwei durch eine Fuge (18) getrennten Bauteilen (16,
17) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die stabförmigen Verankerungseisen (14) derart umgebogen sind, dass sie einen Ring
bilden.