[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schwimmbecken oder dgl. mit ausgelagertem
Boden-Zufuhrkanal, einen Zufuhrkanal und ein Verfahren zur Herstellung oder Umrüstung
eines Schwimmbeckens oder dgl.
Stand der Technik
[0002] Das in Schwimm-, Tauch-, Sprungbecken und/oder dgl. vorgehaltene Wasser muss aus
Gesundheits- und Hygienegründen ständig aufbereitet werden. Hierzu wird dem betreffenden
Becken in üblicher Weise, zumindest von Zeit zu Zeit, Frischwasser und/oder Wasseraufbereitungsmittel
über ein entsprechendes Versorgungssystem zugeführt. Bspw. mittels am Boden des Beckens
ausgebildeten und/oder in diesen integrierten Zufuhrelementen.
[0003] Z. B. offenbart hierzu die
DE 29 12 336 C2 eine Vorrichtung aus über die Beckensohle eines Schwimmbeckens oder dgl. verteilten
Einströmöffnungen, welche durch in Einbaukörpern angeordnete Einströmplatten zur Verteilung
und Lenkung des Wassers abgedeckt sind. Die
DE 93 15 168 U1 offenbart einen mit dem übrigen Beckenboden in einer Ebene liegenden Deckel eines
Bodeneinströmkanals eines Schwimmbeckens, welcher mehrere über die Länge verteilt
zueinander beabstandet angeordnete Öffnungen mit darin eingesetzten Einsatzkörpern
für den Wasserzulauf aufweist.
[0004] Die
EP 0 394 217 B1 offenbart einen Einströmdeckel für Frischwasser bzw. Chemikalien in Schwimmbeckenanlagen,
welcher so angeordnet ist, dass er einen im Beckenboden eingelassenen Einströmkanal
mit dem Bodenniveau des Schwimmbeckens fluchtend abdeckt.
[0005] Als nachteilig an diesem Stand der Technik wird einerseits empfunden, dass diese
Abdeckelemente während der Betriebszeit der betreffenden Becken aus ihrer betriebsgemäß
vorgesehenen Position versetzt oder gar entfernt werden können, sodass zum einen eine
Verletzungsgefahr für Personen und zum anderen eine Beschädigungsgefahr für Geräte
auftreten kann, insbesondere bei deren Einsatz in befülltem Becken. Zum anderen bilden
zwischen diesen Abdeckelementen und ihnen zugeordneten Strukturen und/oder dem Beckenboden
auftretende Vertiefungen, Schlitze, Ritzen und dgl., die Sammel- und/oder Fangstellen
für alle möglichen Gegenstände und Schmutz, wie z. B. Haare, Haarnadeln, Münzen und
dgl. mehr darstellen. Im Weiteren können auch erforderliche Dichtungen, Schrauben
etc. als Verschleißteile zusätzliche Gefahren- und Beschädigungsquellen darstellen.
Z.B. bzgl. Korrosion durch die Generierung von Kriechströmen und die Bildung von Potentialen
zwischen Deckeln und dem Becken als galvanisch wirkende Elemente.
[0006] Je nach Größe und fester Verhakung können auch solche "gefangene" Gegenstände zumindest
die ordnungsgemäße Zufuhr von Frischwasser und/oder Wasseraufbereitungsmitteln stören
und/oder den Einsatz von Geräten und/oder auch eine Beschädigungsgefahr für solche
Geräte darstellen. Insbesondere bei aus nicht rostendem Material, bspw. Edelstahl
gefertigten Schwimmbecken können die Metalle verfangener Münzen, Haarnadeln oder dgl.
die Entstehung von das Beckenmaterial schädigender Kontaktkorrosion verursachen.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, diese Nachteile zu eliminieren, zumindest
zu minimieren.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe ausgehend von den Oberbegriffen der Ansprüche 1, 2, 9 und
10 durch deren kennzeichnende Merkmale. In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte
und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.
[0009] Dementsprechend betrifft die vorliegende Erfindung gemäß einer ersten Ausführungsform
ein Schwimmbecken oder dgl., umfassend eine Bodenwand, insbesondere ein Bodenblech,
und einen Zufuhrkanal für Frischwasser und/oder Wasseraufbereitungsmittel. Dieses
Schwimmbecken zeichnet sich dadurch aus, dass in der Bodenwand und/oder in einer Wand
des Zufuhrkanals und/oder in einem mit der Bodenwand und/oder dem Zufuhrkanal verbundenen
Schwimmbecken-Element, zur Innenseite des Schwimmbeckens hin, abdeckungsfrei ausgebildete
Einströmöffnungen integriert sind.
[0010] Vorzugsweise sind diese Einströmöffnungen als Durchlässe in der betreffenden Wand
ausgebildet. Z. B. in der Form von Stanzungen, Bohrungen, Ausschnitten und/oder dgl.
mehr.
[0011] Durch die Integration der Einströmöffnungen in das betreffende Wandmaterial der Bodenwand,
des Zufuhrkanals oder eines Schwimmbecken-Elementes kann die Schwimmbeckenboden-Oberfläche
von jeglichen Abdeckungen, insbesondere Kanalabdeckungen und/oder diesbezüglichen
Zubehörelementen und dgl. sowie damit einhergehenden Vertiefungen, Schlitzen, Nuten
und dgl. freigehalten werden. Insbesondere auch frei von nicht fixierten Teilen. Das
bewirkt eine Eliminierung der Möglichkeit von Deplatzierungen solcher Teile und/oder
des Verfangens von Gegenständen darin, und der damit einhergehenden Gefahren für Personen
und Geräte.
[0012] Gemäß einer zweiten Ausführungsform betrifft die vorliegende Erfindung ein Schwimmbecken
oder dgl., umfassend eine Bodenwand, insbesondere ein Bodenblech, und einen Zufuhrkanal
für Frischwasser und/oder Wasseraufbereitungsmittel. Dieses Schwimmbecken zeichnet
sich dadurch aus, dass ein Teil der äußeren Oberfläche des Zufuhrkanals eine mit der
Bodenwand verbundene, insbesondere damit verschweißte, Schwimmbecken innenseitige
Teilfläche des Schwimmbeckenbodens ausbildet.
[0013] Auch hierdurch kann der Boden des Schwimmbeckens frei von Abdeckungen und/oder diesbezüglichen
Zubehörelementen und dgl. sowie damit einhergehenden Vertiefungen, Schlitzen, Nuten
und dgl. gehalten werden, insbesondere auch frei von nicht fixierten Teilen. Was ebenfalls
eine Eliminierung der Möglichkeit von Deplatzierungen solcher Teile bewirkt, und/oder
des Verfangens von Gegenständen darin, und der damit einhergehenden Gefahren für Personen
und Geräte.
[0014] Insbesondere bieten diese beiden Ausführungsformen in technisch vorteilhafter Weise
die Möglichkeit, den Zufuhrkanal separat vom Schwimmbecken-Grundkörper auszubilden,
und insbesondere außerhalb des Schwimmbeckeninnenraums anzuordnen. Damit kann die
Schwimmbecken innenseitige Oberfläche des Schwimmbeckenbodens im Wesentlichen benutzer-
und gerätefreundlich glatt und eben ausgebildet werden.
[0015] In einer bevorzugten Weiterbildung kann im Grundkörper der Bodenwand mindestens eine
Öffnung vorgesehen sein. Insbesondere für die Integration der abdeckungsfrei ausgebildeten
Einströmöffnungen und/oder für die Ausbildung der vom Zufuhrkanal gebildeten Teilfläche
des Schwimmbeckenbodens.
[0016] Die Öffnung in der Bodenwand ermöglicht somit einen Zugang in das Innere des Schwimmbeckens
von außen her und eine vom Schwimmbecken-Grundkörper separate Bereitstellung der erforderlichen
Versorgungsmittel, wie z. B. des Zufuhrkanals. Dies wiederum erleichtert und vereinfacht
dessen Herstellung und Handhabung.
[0017] In weiter vorteilhafter Weise kann das Schwimmbecken so ausgestaltet sein, dass der
Zufuhrkanal materialbündig mit der Bodenwand verbunden ist.
[0018] D.h., die Materialien der beiden Elemente liegen aneinander an. Hierzu kann der Zufuhrkanal
z. B. mit seiner äußeren Oberfläche an der Unterseite der Beckenwand anliegend befestigt
werden, so dass im Verbindungsquerschnitt ein Höhenversatz im Ausmaß der Materialstärke
der Bodenwand auftritt. Dieser Höhenversatz kann durch entsprechende Maßnahmen, z.
B. im Hinblick auf eine Glättung des Schwimmbeckenbodens, verlaufend ausgebildet werden.
Bspw. durch eine Kantenabschrägung und/oder durch eine entsprechend ausgebildete Verbindung
der beiden Materialien, z. B. mittels einer die Höhendifferenz mit einer schrägen
Oberfläche auffüllenden Schweißnaht. Das hat den Vorteil, dass der Zufuhrkanal eine
größere Breite aufweisen kann, als die von ihm zu verschließende Öffnung in der Bodenwand,
was eine von der Breite der Öffnung in der Bodenwand unabhängige Anpassung des Gesamtquerschnittes
des Zufuhrkanals an die erforderliche Fördermenge an Frischwasser ermöglicht.
[0019] Alternativ kann der Zufuhrkanal z. B. auch in die in der Bodenwand ausgebildete Öffnung
eingesetzt und, vorzugsweise plan mit der Schwimmbecken innenseitigen Oberfläche der
Bodenwand, mit dieser verbunden werden. Dies hat den Vorteil, dass der Schwimmbeckenboden
vollkommen glatt ausgebildet werden kann.
[0020] Durch beide Maßnahmen können jegliche Ausbildung von Vorsprünge und/oder Vertiefungen,
Spalten, Aussparungen und dgl. verhindert werden, was wiederum in vorteilhafter Weise
eine Eliminierung der diesbezüglichen Gefahren von Verletzungen Badender, von Verhakungen
und/oder Verklemmungen von Gegenständen und/oder Geräten, insbesondere Reinigungsgeräten
und deren Beschädigung bewirkt.
[0021] Besonders vorteilhaft kann der Zufuhrkanal ein separat von der Bodenwand ausgebildeter
Hohlkörper sein.
[0022] Dadurch kann dieser bei der Herstellung einfacher gehandhabt, bearbeitet und vergütet
werden. Insbesondere kann dadurch sein strömungsführender Innenbereich bezüglich einer
bestmöglich glatten Oberfläche zur Vermeidung von Verwirbelungen und/oder Schwebstoffe
fangenden Oberflächenunebenheiten oder Oberflächenrauheiten aufbereitet werden. Insbesondere
ist es durch die Vermeidung von in der Strömungsführung angeordneten Abdeckungen,
wie z. B. in der Form von Deckeln, möglich, den Strömungsbereich ohne jegliche Kantungen
auszubilden. Wie z. B. gegenüber einer Deckelfläche abgekantete Ränder, die einerseits
zur Versteifung und/oder Abstützung der betreffenden Elemente am Schwimmbeckenboden
und/oder in Bodenausnehmungen dienen, aber andererseits einen massiven Strömungswiderstand
in der Wasserführung mit allen entsprechend einhergehenden Nachteilen darstellen würden.
Auch die Ausbildung der Einlassöffnungen, die auch als Düsen bezeichnet werden, kann
damit einfacher und wirtschaftlicher von statten gehen. Insbesondere ist es dadurch
möglich, diese in definierter Öffnungsgröße zu stanzen.
[0023] Ein weiterer Vorteil ist die die Möglichkeit der Bereitstellung einer ebenen Auflagefläche
für die Bodenwand bzw. das Bodenblech des Schwimmbeckens. Insbesondere in Stoßbereichen
zweier miteinander zu verbindender Bodenwände bzw. Bodenbleche. Besonders bevorzugt
kann dabei im Stoßbereich zu verbindender Bodenwandteile bzw. Bodenblechteile die
wenigstens eine Öffnung, bevorzugt jedoch mehrere Öffnungen, im Grundkörper ausgebildet
sein. Dadurch kann beim Verbinden der beiden Bodenwände, insbesondere durch Verschweißen,
gleichzeitig auch die entsprechende Verbindung mit dem Zufuhrkanal bewerkstelligt
werden. In einem einzigen Arbeitsschritt.
[0024] Im Weiteren können durch diese abdeckungs- und vertiefungsfreie Ausbildung des Zufuhrkanals
auch im Hinblick auf Strömungsverhalten, Schmutzfang und/oder Korrosionsanfälligkeit
negative Auswirkungen vermieden werden.
[0025] Im Weiteren ist es sowohl hinsichtlich einer bestmöglichen Strömungsführung als auch
im Hinblick auf eine einfache Fertigung vorteilhaft, wenn ein Teilgrundkörper des
Zufuhrkanals im Querschnitt ein "U"-Profil aufweist.
[0026] Dies vereinfacht die Herstellung bei gleichzeitiger Flexibilität bzgl. der Querschnittsform
des Zufuhrkanals. "U"-Profile sind leicht zu fertigen, z. B. auch mit gerundeten Eckbereichen,
d.h. ohne nachteilige Kantungen. Im Weiteren können sie einfach mit einem anderen
Werkstück verbunden werden, z. B. mit einem zweiten "U"-Profil. Als besonders vorteilhaft
wird bzgl. besonderer Oberflächengüte eine Korrosion vorbeugende, formierte Schweißverbindung
der Teilgrundkörper erachtet.
[0027] Durch stirnseitiges aneinanderfügen zweier "U"-Profile kann innenseitig ein glatter
Übergang von einem "U"-Schenkel zum andern gewährleistet werden. Dies ist einerseits
wirtschaftlich und wirkt sich andererseits wiederum positiv auf das Strömungs- und
Antihaftverhalten des Zufuhrkanals aus, insbesondere bzgl. unerwünschter Verwirbelungen
im Frischwasser und/oder in diesem mitgeführten Schwebstoffen.
[0028] Gemäß einer weiter vorteilhaften Ausführungsform kann ein Teilgrundkörper des Zufuhrkanals
entlang dessen Verlaufs eine Querschnittsverjüngung aufweisen, insbesondere eine trapezförmige
Querschnittsverjüngung.
[0029] Hierdurch kann z. B. dem im Verlauf des Zufuhrkanals abnehmenden Förderbedarfs an
Frischwasser Rechnung getragen werden und/oder dem andernfalls dadurch verursachten,
für die Durchmischung und/oder Freihalte- bzw. Freispüleffekt für die Einströmöffnungen
nachteiligen Abfall an Strömungsgeschwindigkeit des Frischwassers entgegengewirkt
werden.
[0030] Auch eine verteilte Anordnung von Einströmöffnungen, insbesondere mit unterschiedlichen
Einströmrichtungen ins Schwimmbecken, kann eine gute Verteilung und rasche Vermischung
des zugeführten Frischwassers mit dem im Schwimmbecken befindlichen Badewasser ermöglichen.
[0031] Insbesondere im Hinblick auf erforderliche Wartungs- und/oder Reparaturarbeiten kann
gemäß einer weiter vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung der Zufuhrkanal und/oder
eine diesen versorgende Zuleitung eine Revisionsöffnung umfassen, und/oder auch der
Beckenboden. Eine Anordnung einer Revisionsöffnung in der Zuleitung hat den Vorteil,
dass der Zufuhrkanal von außerhalb des Schwimmbeckens her zugängig ist und weder am
Zufuhrkanal noch am Schwimmbeckenboden Änderungen und/oder Eingriffe erforderlich
sind.. Eine Anordnung einer Revisionsöffnung im Zufuhrkanal hat demgegenüber den Vorteil,
dass, in Verbindung mit einer entsprechend ausgebildeten Abdeckung, hierdurch gleichzeitig
eine weitere Zufuhr von Frischwasser in das Schwimmbecken bereitgestellt werden kann.
[0032] Damit kann zu Kontroll-, Wartungs- und/oder Reparaturzwecken ein Zugang ins Innere
des Zufuhrkanals zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere ermöglicht dies die Einbringung
z. B. eines Hochdruckreinigers, eines sogenannten Kanalroboters und/oder anderer Wartungs-
und/oder Reparaturmittel in den Zufuhrkanal.
[0033] Die Erfindung betrifft im Weiteren einen Zufuhrkanal für Frischwasser und/oder Wasseraufbereitungsmittel
zur diesbezüglichen Versorgung eines Schwimmbeckens. Dieser zeichnet sich dadurch
aus, dass am Zufuhrkanal eine mit einer Bodenwand des Schwimmbeckens fest verbindbare
äußere Oberfläche ausgebildet ist.
[0034] Damit können lose Abdeckung im Schwimmbeckeninneren und damit einhergehende Nachteile
und Gefahren für Menschen und Geräte verhindert werden.
[0035] Im Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren zur Herstellung
oder Umrüstung eines Schwimmbeckens oder dgl. Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch
aus, dass mit einer Bodenwand des Schwimmbeckens ein von deren Unterseite her angeordneter
Zufuhrkanal für Frischwasser und/oder Wasseraufbereitungsmittel, im Bereich einer
Öffnung der Bodenwand, fest verbunden, insbesondere verschweißt wird, so dass dessen
äußere Oberfläche eine Schwimmbecken innenseitige Teilfläche des Schwimmbeckenbodens
ausbildet.
Ausführungsformen
[0036] Nachfolgend werden unter Bezug auf die beigefügten Figuren beispielhaft Ausführungsformen
beschrieben.
[0037] Demgemäß zeigen:
- Figur 1:
- beispielhaft und schematisch eine ausschnittsweise Schnittdarstellung in schräger
Draufsicht auf ein Schwimmbecken oder dgl., umfassend eine Bodenwand und einen Zufuhrkanal,
- Figur 2:
- wiederum beispielhaft und schematisch eine Draufsicht auf einen Zufuhrkanal,
- Figur 3:
- eine alternative Ausführungsform zu Figur 2,
- Figur 4:
- beispielhaft und schematisch eine Querschnittsdarstellung eines Zufuhrkanals und
- Figur 5:
- eine ausschnittsweise Draufsicht auf einen Schwimmbeckenboden mit darin angeordneten
Einströmöffnungen für Frischwasser und/oder Wasseraufbereitungsmittel aus einem darunterliegend
angeordneten Zufuhrkanal.
[0038] Im Einzelnen zeigt die Figur 1 beispielhaft und schematisch eine ausschnittsweise
Schnittdarstellung eines Schwimmbeckens 1 oder dgl., umfassend eine Bodenwand 2 und
einen Zufuhrkanal 3 für Frischwasser und/oder Wasseraufbereitungsmittel. Die Bodenwand
2 umfasst beispielhaft zwei Bodenwand-Elemente 2.1 und 2.2, welche mittels einer Bodenwand-Verbindung
2.3, z. B. einer Schweißnaht, fluiddicht miteinander verbunden sind. Derart miteinander
verbundene Bodenwand-Elemente 2.1 und 2.2 bilden schwimmbeckeninnenseitig den Schwimmbeckenboden
aus, welcher an seinem Randbereich an eine Seitenwand 5 des Schwimmbeckens 1 anschließt.
Die Seitenwand 5 schließt ihrerseits an eine Überlaufrinne 6 des Schwimmbeckens 1
an.
[0039] In den beiden Bodenwand-Elementen 2.1 und 2.2 sind in deren aneinanderstoßenden Stirnseiten,
sich gegenüberliegend jeweils eine Ausnehmung 2.4 und 2.5 ausgebildet. Hier beispielhaft
jeweils halbkreisförmig, sodass sich insgesamt eine kreisförmige Ausnehmung in diesem
Bereich der Bodenwand 2 ergibt. Im Inneren dieser beispielhaft kreisförmig ausgebildeten
Ausnehmung befindet sich ein Schwimmbeckenelement 7. Dieses kann entweder in der Bodenwand
2 und/oder in einer Wand 4 des Zufuhrkanals 3 ausgebildet oder separat ausgebildet
und mit der Bodenwand 2 und/oder dem Zufuhrkanal 3 verbunden sein. Insbesondere bevorzugt
wiederum mittels einer Schweißverbindung. Ein solches Schwimmbecken-Element 7 umfasst
mindestens eine Einströmöffnung 7.1, 7.2, 7.3 zur Zufuhr von Frischwasser und/oder
Wasseraufbereitungsmitteln aus dem Zufuhrkanal 3 in das Schwimmbecken 1, bevorzugt
aber mehrere Einströmöffnungen. Die beiden dargestellten Einströmöffnungen 7.1 und
7.2 weisen seitliche Strömungskomponenten auf, um bspw. eine gute flächige Verteilung
des zugeführten Frischwassers zu erzielen. Für eine ggf. zusätzlich oder alternativ
gewünschte, vorzugsweise vertikale Frischwasserbeströmung kann die Einströmöffnung
7.3 mit einer im Wesentlichen vertikalen Strömungsführung ausgebildet sein. Abhängig
vom Bedarf an Frischwasser können entlang des Strömungskanals 3 mehrere solcher Schwimmbecken-Elemente
7 angeordnet sein. Zur zusätzlichen Verbesserung der Verteilung des zugeführten Frischwassers
kann die Ausrichtung der einzelnen Schwimmbecken-Elemente 7 zueinander, bzgl. deren
seitlichen Strömungsführungen, verschieden sein. Bspw. um 45 Grad oder 90 Grad um
eine vertikale Komponente verdreht.
[0040] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Schwimmbecken-Element 7 in der der Bodenwand
2 des Schwimmbeckens 1 zugewandten Wand 4 des Zufuhrkanals 3 ausgebildet. Der Schwimmbeckenboden
2 stellt mittels der darin ausgebildeten Ausnehmung 2.4, 2.5 den Fluiddurchgang von
der Innenseite des Zufuhrkanals 3 ins Innere des Schwimmbeckens 1 zur Verfügung. Hierdurch
ist es erfindungsgemäß möglich, die für die Frischwasserzufuhr ins Innere des Schwimmbeckens
1 erforderlichen Strukturen einerseits aufs Minimalste zu beschränken und andererseits,
mit Ausnahme der Einströmöffnungen 7.1, 7.2 und 7.3 völlig ohne jegliche zusätzliche
Vertiefungen, Schlitze, Nuten oder dgl. auszubilden und damit die von solchen Strukturen
ausgehenden Nachteile und Gefahren für Personen und/oder Geräte, sowie auch für das
Material des Schwimmbeckens 1 selbst, zu eliminieren.
[0041] Die Verbindung zwischen Beckenboden 2 und Zufuhrkanal 3 kann auf die fluiddichte
Verbindung zwischen den Rändern der Ausnehmungen 2.4, 2.5 und der darunter angeordneten
Wand 4 des Zufuhrkanals 3 reduziert werden. Ein weiterer Vorteil der Anordnung des
Zufuhrkanals 3 unterhalb der Bodenwand 2 des Schwimmbeckens 1 liegt darin, dass bei
der Fertigung des Schwimmbeckens 1 für die einzelnen Bodenwand-Elemente 2.1, 2.2 eine
glatte und ebene Auflagefläche zur Verfügung gestellt werden kann, auf welcher diese
einfach anzuordnen, auszurichten und schlussendlich miteinander zu verbinden sind.
[0042] Der Zufuhrkanal 3 ist aus zwei im Querschnitt als "U"-Profil ausgebildeten Elementen
3.1 und 3.2 zusammengesetzt. Diese können bspw. stirnseitig aneinandergefügt und entsprechend
miteinander verbunden sein, bspw. verschweißt. Hierdurch kann eine im Hinblick auf
eine möglichst widerstands- und verwirbelungsfreie Strömungsführung optimierte Zufuhrstruktur
zur Verfügung gestellt werden. Im Inneren des hier beispielhaft einen rechteckigen
Querschnitt aufweisenden Zufuhrkanals 7 sind keinerlei strömungshindernde Stabilisierungsstrukturen
oder dgl. mehr erforderlich, wie sie bspw. durch die als Kantungen ausgebildeten Seitenwände
von Abdeckungen oder Kanaldeckel von im Inneren von Schwimmbecken ausgebildeten Zufuhrkanälen
herrühren würden.
[0043] Zur Fixierung des Zufuhrkanals 3, z. B. am Untergrund, sind an diesem Fixierelemente
3.3 angeordnet, hier bspw. in der Form eines Winkels mit Befestigungsloch.
[0044] Des Weiteren bildet in der Figur 1 ein Teil der äußeren Oberfläche 4.1 des Zufuhrkanals
3 eine mit der Bodenwand 2 verbundene, insbesondere damit verschweißte schwimmbeckeninnenseitige
Teilfläche 2.6 des Schwimmbeckenbodens aus. Gemäß der in der Figur 1 gezeigten Ausführungsform
handelt es sich hierbei um den innerhalb der aus den beiden Ausnehmungshälften 2.4
und 2.5 gebildeten Ausnehmung liegenden Bereich der Oberfläche 4.1 der Wand 4 des
Zufuhrkanals 3. In dieser Ausführungsform umfasst diese Teilfläche 2.6 die beiden
die Einströmöffnungen 7.1 und 7.2 begrenzenden Elemente 7.5 der Oberfläche 4.1, welche
in Richtung Innenseite des Zufuhrkanals hin verformt sind und gegenüber dem zwischen
ihnen verbleibenden Steg 7.6 in der Oberfläche 4.1 und sich selbst die Auslassöffnungen
7.1 und 7.2 für die Frischwasserzufuhr ausbilden (vgl. auch Fig. 4).
[0045] Alternativ hierzu kann auch eine vergleichsweise größere Öffnung in der Bodenwand
2 ausgebildet sein, entlang deren Ränder der Zufuhrkanal 7 fluiddicht mit ihr verbunden
wird, wiederum vorzugsweise durch Verschweißen. Diese im Grunde als "Fenster" bezeichenbaren
Ausnehmungen können in Bezug auf den Zufuhrkanal 7 so ausgebildet sein, dass dieser
von der Unterseite der Bodenwand 2 an den Schwimmbeckenboden anliegend befestigbar
ist und in der Höhe ein Versatz zwischen der äußeren Oberfläche 4.1 des Zufuhrkanals
3 und der innenseitigen Oberfläche der Bodenwand 2 des Schwimmbeckens ausgebildet
ist. Oder, das "Fenster" in der Bodenwand 2 des Schwimmbeckens 1 ist im Verhältnis
zum Zufuhrkanal 3 so groß, dass dieser darin eingesetzt und im Wesentlichen mit gleicher
horizontaler Ausrichtung mit dieser verbunden werden kann, ebenfalls wiederum vorzugsweise
durch Verschweißung, sodass insgesamt eine im Wesentlichen glatte Oberfläche ohne
vertikalen Versatz ausgebildet werden kann.
[0046] Die Figur 2 zeigt beispielhaft und schematisch eine Draufsicht auf einen Zufuhrkanal
3 mit Fixierelementen 3.3 und Einströmöffnungen 7.1, 7.2, und 7.3. Ebenfalls beispielhaft
ist hierzu an einer Stirnseite des Zufuhrkanals 3 eine diesen mit Frischwasser und/oder
Wasseraufbereitungsmitteln versorgende Versorgungsleitung 8 dargestellt. Gemäß einer
ersten Ausführungsform umfasst diese Versorgungsleitung 8 eine Revisionsöffnung 10,
um bei Bedarf einen Zugang zum Inneren des Zufuhrkanals bereitstellen zu können. Alternativ
oder zusätzlich hierzu kann eine Revisionsöffnung 10' auch in der Wand 4 des Zufuhrkanals
ausgebildet sein, mit einer entsprechend ausgebildeten Abdeckung 10'1, bzw. 10.1 in
der ersten Ausführung.
[0047] In Figur 3 ist eine zur Figur 2 alternative Ausführungsform eines Zufuhrkanals 3
gezeigt, in welcher die Einströmöffnungen 7.1 und 7.2 mit um bspw. 90 Grad gegeneinander
verdreht ausgerichteten horizontalen bzw. zwischen horizontaler und vertikaler Ausrichtung
liegenden Strömungsführungen dargestellt sind. Die Versorgungsleitung 8 ist hier über
ein Winkelstück 8.1 stirnseitig an den Versorgungskanal 3 angeschlossen.
[0048] Die Figur 4 zeigt eine Querschnittsdarstellung eines erfindungsgemäßen Zufuhrkanals
mit darin ausgebildetem Schwimmbecken-Element 7. Zur Verdeutlichung der Strömungsführung
sind Strömungspfeile 7.4 für die aus den Einströmöffnungen 7.1, 7.2 und 7.3 ausströmenden
Wasserströme symbolisch dargestellt.
[0049] Die Figur 5 zeigt, wiederum beispielhaft und schematisch, vergleichsweise vergrößert
dargestellt einen Ausschnitt einer Bodenwand 2, bestehend aus zwei entlang einer Bodenwand-Verbindung
2.3 miteinander verbundenen Bodenwand-Elementen 2.1 und 2.2. Innerhalb der aus den
beiden Ausnehmungshälften 2.4 und 2.5 gebildeten Ausnehmung sind wiederum beispielhaft
zwei Einströmöffnungen 7.1 und 7.2 mit horizontalen bzw. schräg zwischen horizontaler
und vertikaler Ausrichtung liegenden Strömungsführungen dargestellt, und drei Einströmöffnungen
7.3 mit im Wesentlichen vertikaler Einströmrichtung. Die Strichelungen entlang der
Bodenwand-Verbindung 2.3 und entlang der beiden, hier beispielhaft halbkreisförmigen
Ausnehmungen 2.4 und 2.5 symbolisieren Schweißverbindungen 9, wie sie ebenfalls beispielhaft
teilweise in der Figur 1 gezeigt sind.
Bezugszeichenliste:
[0050]
- 1
- Schwimmbecken
- 2
- Bodenwand
- 2.1
- Bodenwand-Element
- 2.2
- Bodenwand-Element
- 2.3
- Bodenwand-Verbindung
- 2.4
- Ausnehmung
- 2.5
- Ausnehmung
- 2.6
- Teilfläche
- 3
- Zufuhrkanal
- 3.1
- Element
- 3.2
- Element
- 3.3
- Element
- 4
- Wand
- 4.1
- Oberfläche
- 5
- Seitenwand
- 6
- Überlaufrinne
- 7
- Schwimmbecken-Element
- 7.1
- Einströmöffnung
- 7.2
- Einströmöffnung
- 7.3
- Einströmöffnung
- 7.4
- Strömungspfeil
- 7.5
- Element
- 7.6
- Steg
- 8
- Versorgungsleitung
- 8.1
- Winkelstück
- 9
- Schweißverbindung
- 10
- Revisionsöffnung
- 10.1
- Abdeckung
- 10'
- Revisionsöffnung
- 10'1
- Abdeckung
1. Schwimmbecken (1) oder dgl., umfassend eine Bodenwand (2), insbesondere ein Bodenblech,
und einen Zufuhrkanal (3) für Frischwasser und/oder Wasseraufbereitungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bodenwand (2) und/oder in einer Wand (4) des Zufuhrkanals (3) und/oder in
einem mit der Bodenwand (2) und/oder dem Zufuhrkanal (3) verbundenen Schwimmbecken-Element
(7), zur Innenseite des Schwimmbeckens (1) hin, abdeckungsfrei ausgebildete Einströmöffnungen
(7.1, 7.2, 7.3) integriert sind.
2. Schwimmbecken (1) oder dgl., umfassend eine Bodenwand (2), insbesondere ein Bodenblech,
und einen Zufuhrkanal (3) für Frischwasser und/oder Wasseraufbereitungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der äußeren Oberfläche (4.1) des Zufuhrkanals (3) eine mit der Bodenwand
(2) verbundene, insbesondere damit verschweißte, Schwimmbecken innenseitige Teilfläche
(2.6) des Schwimmbeckenbodens ausbildet.
3. Schwimmbecken (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Grundkörper der Bodenwand (2) mindestens eine Öffnung (2.4, 2.5) vorgesehen ist,
insbesondere für die Integration der abdeckungsfrei ausgebildete Einströmöffnungen
(7.1, 7.2, 7.3) und/oder für die Ausbildung der vom Zufuhrkanal (3) gebildeten Teilfläche
(2.6) des Schwimmbeckenbodens.
4. Schwimmbecken (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zufuhrkanal (3) materialbündig mit der Bodenwand (2) verbunden ist.
5. Schwimmbecken (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zufuhrkanal (3) ein separat von der Bodenwand (2) ausgebildeter Hohlkörper ist.
6. Schwimmbecken (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teilgrundkörper des Zufuhrkanals (3) im Querschnitt ein "U"-Profil aufweist.
7. Schwimmbecken (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teilgrundkörper des Zufuhrkanals (3) entlang dessen Verlaufs eine Querschnittsverjüngung
aufweist, insbesondere eine trapezförmige Querschnittsverjüngung.
8. Schwimmbecken (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zufuhrkanal (3) eine Revisionsöffnung umfasst, insbesondere an einer Stirnseite
des Zufuhrkanals (3).
9. Zufuhrkanal (3) für Frischwasser und/oder Wasseraufbereitungsmittel zur diesbezüglichen
Versorgung eines Schwimmbeckens (1), dadurch gekennzeichnet, dass am Zufuhrkanal (3) eine mit einer Bodenwand (2) des Schwimmbeckens (1) fest verbindbare
äußere Oberfläche (4.1) ausgebildet ist.
10. Verfahren zur Herstellung oder Umrüstung eines Schwimmbeckens (1) oder dgl., dadurch gekennzeichnet, dass mit einer Bodenwand (2) des Schwimmbeckens (1) ein von deren Unterseite her angeordneter
Zufuhrkanal (3) für Frischwasser und/oder Wasseraufbereitungsmittelmit, im Bereich
einer Öffnung der Bodenwand (2), fest verbunden, insbesondere verschweißt wird, so
dass dessen äußere Oberfläche (4.1) eine Schwimmbecken innenseitige Teilfläche des
Schwimmbeckenbodens ausbildet.