Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen schwenk- oder schiebbaren Lamellenladen
für ein Fenster oder eine Türe mit einem Aussenrahmen, der ein oder mehrere Felder
mit darin schwenkbar angeordnete Lamellen umfasst, wobei jeweils alle Lamellen eines
Feldes miteinander mechanisch gekoppelt und mittels einem Verstellmechanismus synchron
bewegbar sind.
Stand der Technik
[0002] Lamellenladen für ein Fenster oder eine Türe mit einem Aussenrahmen und einer Mehrzahl
von zwischen zwei vertikalen Schenkeln des Aussenrahmens eingesetzten, relativ zum
Aussenrahmen schwenkbaren Lamellen sind über hundert Jahren bekannt. Traditionell
weisen solche Lamellenladen als Verstellmechanismus eine Schubleiste auf, mittels
der alle Lamellen in einem vom Aussenrahmen begrenzten Feld synchron bewegbar sind.
Neben dieser traditionellen Form eines Verstellmechanismus ist es auch bekannt, diese
Verstellung mittels einem Winkelgetriebe, welches beispielsweise über eine Handkurbel
von der Innenseite des Gebäudes her betätigbar ist, zu realisieren. Es besteht selbstverständlich
auch die Möglichkeit statt der Handkurbel das Winkelgetriebe elektromotorisch zu betreiben.
[0003] Wünschte man solche Lamellenladen elektromotorisch verstellbar zu gestalten, so war
dies recht aufwendig, da witterungsbedingt der Elektromotor im Gebäudeinnern angebracht
werden musste und ein oder mehrere Winkelgetriebe nötig waren, damit die erforderliche
Bewegung auf die verstellbaren Lamellen wirkend durchgeführt werden konnte. Hierbei
wurden an den Lamellen Hebel montiert, die miteinander verbunden waren und ähnlich
einer Scherenkonstruktion alle gemeinsam synchron bewegt wurden. Der entsprechende
Aufwand und die damit einhergehenden Kosten waren sehr erheblich und entsprechend
haben sich diese Lösungen, obwohl sie sich bewährt haben, auf dem Markt nicht durchgesetzt.
[0004] Aus dem Schweizer Patent
CH 708029 ist bereits ein Lamellenladen gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 bekannt,
wobei hier der Aussenrahmen des Lamellenladen mindestens zwei Felder begrenzt, wobei
in einem ersten Feld Lamellen angeordnet sind die in einer horizontalen Ausrichtung
schwenkbar gelagert sind, während in einem zweiten Feld Lamellen mit einer vertikalen
Ausrichtung ebenso schwenkbar gelagert angeordnet sind.
[0005] Lamellenladen dieser Bauart haben den Vorteil, dass durch diese unterschiedliche
Verlaufrichtungen der Lamellen praktisch bei jedem Sonnenstand dem Licht so gesteuert
Einlass gewährt werden kann, dass eine genügende Helligkeit im Raum erzielbar ist,
während gleichzeitig eine direkte Einstrahlung des Lichtes vermieden werden kann.
Solche Lamellenladen sind insbesondere geeignet für Räume in denen beispielsweise
Personen an Bildschirmen arbeiten müssen und eine direkte Sonneneinstrahlung insbesondere
direkt auf die Bildschirme vermieden werden muss.
[0006] Gerade bei solchen Lamellenladen mit zwei oder mehreren Felder mit unterschiedlicher
Verlaufsrichtung der Lamellen sind Systeme bei denen der Antrieb zur Verstellung der
Lamellen über Winkelgetriebe vom Gebäude her realisiert werden ausserordentlich teuer,
da es äusserst komplex ist beide Lamellengruppen unabhängig voneinander bewegen zu
können ohne dabei zwei unabhängige Systeme mit Elektromotoren und Winkelgetrieben
realisieren zu müssen.
Darstellung der Erfindung
[0007] Es ist folglich die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Lamellenladen zu schaffen,
der ohne bauliche Veränderungen am Gebäude mittels einer möglichst preiswerten Gestaltung
elektromotorisch bedienbar ist.
[0008] Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung dies so zu realisieren, dass
hierzu keine elektrische Speisung vom Gebäude her erforderlich ist.
[0009] Dieser Aufgabe wird bei einem Lamellenladen der eingangs genannten Art dadurch realisiert,
dass der Verstellmechanismus pro Feld je einen im Lamellenladen eingesetzten Elektromotor
umfasst.
[0010] Besonders bevorzugt wird hierbei in jedem Feld eine Lamelle mit darin angeordnetem
Elektromotor vorgesehen. Alternativ ist es auch möglich, jedem Feld ein im Aussenrahmen
angeordneter Elektromotor zuzuordnen. Mittels diesen beiden Varianten des Antriebes
wird die Verwendung eines Winkelgetriebes mittels den dem die erforderlichen Bewegungen
realisierbar sind vermieden. Eine Drehbewegung die im Gebäudeinnern erzielt wird und
dann erst über entsprechende Getriebe und Stangen auf den Lamellenladen übertragen
werden müssen fällt dahin.
[0011] Der eigentliche Verstellmechanismus wird bevorzugt dadurch realisiert dass die Abtriebswelle
des Elektromotors ein Abtriebritzel treibt, welches in eine Zahnstange eingreift,
die in einer Führungsausnehmung im Aussenrahmen längsverschiebbar lagert, während
jede Lamelle auf ihrer Schwenkachse ein drehfest angeordnetes Mitnehmerritzel aufweist,
dass die Zahnstange kämmt, wodurch entsprechend der Strecke um die die Zahnstange
verschoben wird eine proportionale synchrone Drehverstellung aller Lamellen eines
Feldes erreicht wird.
[0012] Die Zahnstange besteht vorzugsweise aus einem Flachstab, in dem ein Langloch eingeformt
ist, wobei eine Seitenkante des Langloches gezahnt ist, entsprechend der Zahnung des
Abtriebritzels und der Mitnehmerritzel. Auf diese Weise lässt sich eine Platzsparende
und preiswerte, als Stanzteil gefertigte Zahnstange realisieren.
[0013] Statt einem einzigen Langloch im Flachstab ist es vorteilhaft, in diesem, entsprechend
der Anzahl der schwenkbaren Lamellen, hintereinander angeordneten Langlöcher einzuformen
mit der entsprechenden Zahnung, wodurch zwischen den einzelnen Langlöcher Versteifungsstege
bleiben.
[0014] Um zu vermeiden eine elektrische Speisung durch die Gebäudewand hindurchführen zu
müssen um die Elektromotoren zu speisen, ist es besonders vorteilhaft den Lamellenladen
mit einem photovoltaischen Element auszurüsten. Je nach Ausführungsbeispiel kann es
vorteilhaft sein, das photovoltaische Element auf dem Aussenrahmen im Bereich einer
Leiste zwischen zwei Felder anzuordnen oder auf jener Lamelle anzubringen, in welcher
der entsprechende Elektromotor lagert.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen des Erfindungsgegenstandes gehen aus weiteren
abhängigen Ansprüchen hervor und deren Bedeutung in der nachfolgenden Beschreibung
erläutert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0016] In der anliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
rein beispielsweise dargestellt. Es zählt:
- Fig. 1
- zeigt einen erfindungsgemässen Lamellenladen der hier rein beispielsweise als Schwenk-
oder Klappladen dargestellt ist gezeigt.
- Fig. 2
- zeigt eine Aufsicht auf eine Seitenkante eines vertikalen oder horizontalen Schenkels
der zu den seitlichen Stirnseiten der verstellbaren Lamellen hingerichtet ist und
Teil des Aussenrahmens bildet, in dem der Verstellmechanismus angeordnet ist.
- Fig. 3
- zeigt eine Explosionszeichnung zur Verdeutlichung der Montage des Elektromotors in
einer schwenkbaren Lamelle.
[0017] In der Figur 1 ist der Lamellenladen, der gesamthaft mit 1 bezeichnet ist in einer
Ansicht dargestellt. Der Lamellenladen weist einen Aussenrahmen 2 auf, der zwei Vertikalschenkel
3 sowie zwei parallele Horizontalschenkel 4 umfasst. Ein Zwischensteg 5 wird ebenfalls
zum Aussenrahmen 2 gezählt. Der Aussenrahmen 2 begrenzt im hier dargestellten Beispiel
zwei Felder 6. Das obere Feld 5, welches von den beiden Vertikalschenkeln 3 und einem
oberen Horizontalschenkel 4 sowie dem Zwischensteg 5 begrenzt wird bildet ein Feld
in dem zwei horizontal verlaufende Lamellen 7 angeordnet sind. Ein unteres Feld, welches
wiederum von den beiden seitlichen Vertikalschenkeln 3, dem Zwischensteg 5 und dem
unteren Horizontalsteg 4 begrenzt ist bildet ein Feld 6 in dem mehrere vertikal verlaufende
Lamellen 7 angeordnet sind.
[0018] Die Anzahl der Lamellen und deren Grössen lassen sich prinzipiell beliebig an den
Feldern 6 anpassen. Man wird jedoch bevorzugt mit einer geringen Anzahl Lamellen arbeiten
um entsprechend den Verstellmechanismus möglichst einfach zu gestalten. Da es sich
beim hier dargestellten Beispiel um einen Schwenkladen handelt, ist einer der beiden
Vertikalschenkel 3 des Aussenrahmens 2 mit entsprechenden Angelkloben 30 versehen.
[0019] Falls an der Gebäudefassade an der der Lamellenladen montiert ist bereits eine elektrische
Leitung vorhanden ist, so kann selbstverständlich diese Leitung angezapft werden und
damit die Elektromotoren 8 gespiesen werden. Jedem der Felder 6 ist ein Elektromotor
8 zugeordnet. Diese Elektromotoren 8 sind im Lamellenladen 1 integriert.
[0020] Im hier dargestellten Beispiel sind die Elektromotoren 8 jeweils in einer Lamelle
7 eines jeden Feldes 6 untergebracht. Prinzipiell können aber diese Elektromotoren
auch im Aussenrahmen 2 angeordnet sein. Es handelt sich hierbei um relativ kleine
Elektromotoren, die bevorzugterweise ein direkt damit gekoppeltes Getriebe aufweisen
aus dem eine Abtriebswelle herausragt, die mit einem Abtriebritzel 13 verbunden ist.
Selbstverständlich können diese Elektromotoren 8 auch im Aussenrahmen 2 angeordnet
sein. Im hier dargestellten Beispiel würde man für die vertikalen Lamellen 7 den Elektromotor
entweder im unteren horizontalen Schenkel 4 oder im Zwischensteg 5 anordnen, während
im oberen Feld 6 in dem die Lamellen 7 in horizontaler Verlaufsrichtung angeordnet
sind, würde dann der Elektromotor 8 in einem der Vertikalschenkel 3 angeordnet sein.
[0021] Da aber in den meisten Fällen keine Anschlussmöglichkeit am elektrischen Netz des
Gebäudes möglich ist ohne dabei erst eine Durchführung der Leitung durch die entsprechende
Aussenwand zu führen, wird hier erfindungsgemäss vorgeschlagen, den Lamellenladen
1 mit einem photovoltaischen Element 10 auszurüsten. Üblicherweise müssen die Lamellen
7 eines solchen Lamellenladens 1 lediglich dann betätigt werden, wenn überhaupt eine
direkte Sonneneinstrahlung auf das Fenster fällt, welches vom Lamellenladen 1 weitgehend
abgedeckt ist. Somit liegt dann auch eine genügende Spannung und genügend Energie
an um die Lamellen 7 mittels dem Elektromotor 8 betätigen zu können. Es kann jedoch
selbstverständlich vorkommen, dass man am Ende des Tages vergessen hat die Lamellen
7 in ein Schliessstellung zu bringen und das photovoltaische Element 10 zu diesem
Zeitpunkt keine Leistung mehr liefert. Aus diesem Grund kann ein entsprechender, relativ
kleiner Akku 11 integriert im Fensterladen 1 vorgesehen sein. Auch solche Akkus sind
mit genügender Speicherkapazität in kleiner Gestaltung erhältlich und lassen sich
problemlos ebenfalls, in dieselbe Ausnehmung in der die Elektromotoren 8 eingesetzt
sind, unterbringen.
[0022] Sind die Elektromotoren 8 in Lamellen 7 gelagert, so muss die Stromzuführung auch
durch die entsprechende Lamelle 7 hindurchgeführt werden. Da die Stromzuführung nicht
auf jener Seite erfolgen kann, auf der die Antriebritzel 13 sind, müssen die Stromleitungen
9 die Lamellen 7 in der ganzen Länge durchsetzen. Bei einem Lamellenladen aus Holz
bringt man entsprechende Langlochbohrungen 27 an. Ist jedoch der Lamellenladen 1 aus
Aluminiumprofilen hergestellt, so kann man die Lamellen 7 selbst als stranggepresste
Hohlprofile gestalten in der entsprechende querende Durchgänge vorgesehen sind, in
der die Elektroleitungen 9 verlaufen können und auch die Elektromotoren 8 mit den
entsprechend angegliederten Getriebe und ein Akku 11 in die entsprechenden Hohlräume
einschiebbar sind. Die Zuführung der Leitungen 9 erfolgten vom photovoltaischen Element
10 herkommend durch eine hohle Lagerhülse 16 die als Schwenklager dient. Bei jenen
Lamellen 7, die nicht mit einem Elektromotor bestückt sind, sind die Lamellen auf
einer Seite mit einfachen Lagerachsen 17 versehen. Auf der gegenüberliegenden Seite
jener Lamellen 7 weisen die Lamellen drehfest in der Lamelle verankerte Zapfen auf,
auf denen entsprechende Mitnehmerritzel 14 drehfest angebracht sind.
[0023] In der Figur 2 ist der eigentliche Verstellmechanismus in einem grösseren Massstab
dargestellt. Hier ist ein Teilabschnitt einer Seitenkante 18 eines Vertikal- oder
Horizontalschenkels 3, 4 gezeigt. In dieser Seitenkante 18 ist eine Führungsausnehmung
15 eingefräst. In dieser Führungsausnehmung 15 liegt die Zahnstange 12, die hier aus
einem gestanzten Flachstab gefertigt ist. In diesem Flachstab ist mindestens ein Langloch
19 eingestanzt, wobei an an einer Kante des Langloches 19 eine gezahnte Kante 21 vorhanden
ist. Lediglich im Endbereich des Langloches sind die Zähne 22 konkret dargestellt.
Statt eines Langloches 19 können im Flachstab, aus dem die Zahnstange 12 gefertigt
ist, auch mehrere Langlöcher 19 vorhanden sein. Diese hintereinander in Verlaufrichtung
des Flachstabes angeordneten Langlöcher sind dann voneinander durch einen Versteiffungssteg
20 getrennt. Dieser Versteiffungssteg ergibt eine erhöhte Versteiffung des Flachstabes.
Im hier gezeigten Beispiel erkennt man zwei solche hintereinander angeordnete Langlöcher
19. Dies entspricht einer Lösung, die im oberen Feld 6 mit den zwei horizontal verlaufenden,
verstellbaren Lamellen 7 Einsatz finden kann. Hier ist in der Zeichnung im unteren
Langloch 19 ein Abtriebritzel 13 dargestellt und im oberen Langloch ein Mitnehmerritzel
14. Das vom Elektromotor 8 angetriebene Abtriebritzel 13 verschiebt die Zahnstange
12 entsprechend der Drehrichtung des Elektromotors beziehungsweise des Abtriebritzels
13 nach unten, beziehungsweise nach oben, je nach der gewünschten Verstellung. Die
Steuerung des Elektromotores 8 wird so gestaltet, dass nach einer vorgegebenen Anzahl
Umdrehungen des Motors automatisch ein Stopp erfolgt und danach der Motor nur noch
in der Gegendrehrichtung angesteuert werden kann.
[0024] Schliesslich sei noch darauf hingewiesen, dass es besonders vorteilhaft ist, das
photovoltaische Element 10 auf jener Lamelle 7 anzubringen, in der der Elektromotor
8 untergebracht ist. Hierdurch ergeben sich besonders kurze Leitungswege und die Durchführung
der Leitung von einem feststehenden Teil in die bewegte Lamelle erübrigt sich hierdurch.
Hierdurch verteuert sich zwar der entsprechende Fensterladen geringfügig, falls darin
mehrere Felder mit Lamellen bestückt vorgesehen sind. Jedoch sind solche relativ kleine
photovoltaische Elemente heutzutage äusserst kostengünstig auf dem Markt erhältlich.
[0025] Das Prinzip der Erfindung besteht im Grunde darin, dass der eigentliche Antrieb,
also die Elektromotoren, direkt im Lamellenladen selbst integriert untergebracht sind.
Sogar wenn die Speisung vom Gebäude durch die Aussenfassade nachaussen geführt werden
muss, ist dies immer noch sehr viel preiswerter als ein mechanischer Antrieb durch
die Aussenwand hindurch mittels einem Winkelgetriebe. Durch solche Winkelgetriebe
ergeben sich zudem unerwünschte Kältebrücken.
[0026] Sinnvoll ist es aber auf jeden Fall den Fensterladen zusätzlich mit einem photovoltaischen
Element zu versehen um so ein vollständig autonom arbeitendes System zu erzielen.
Heutzutage können photovoltaische Elemente mit aufgeklebten, gelochten Folien versehen
sein, die so eingefärbt sein können wie der Fensterladen selbst, so dass das eigentliche
photovoltaische Element auch optisch kaum auffällt.
[0027] In der Figur 3 ist in einer Explosionszeichnung eine Ausführung zur Montage des Elektromotores
in einer schwenkbaren Lamelle gezeigt. Die schwenkbare Lamelle 7 ist hier stirnseitig
gezeigt. Die Lamelle 7 ist in ihrer gesamten Länge durchsetzend mit einer Bohrung
27 versehen. Diese Bohrung 27 ist ein Langloch, welche mittig verläuft. Der Durchmesser
dieser Langlochbohrung 27 entspricht mit einem geringen Übermass dem Durchmesser des
Elektromotores 8 und dem damit verbundenen Getriebe 23, welches in einem zylindrischem
Gehäuse untergebracht ist. Hieraus ragt die Antriebswelle 25. Mit dem Getriebe 23
ist eine Montageplatte 24 verbunden. Hierzu weist die Stirnplatte des Getriebes 23
drei Gewindelöcher 29 auf, während die Montageplatte 24 drei entsprechende Durchgangslöcher
29' besitzt. Mittels drei Schrauben oder drei Klemmstiften lässt sich die Montageplatte
24 auf das Getriebe 23 drehfest montieren. Ist die Montageplatte 24 am Getriebe 23
befestigt, schiebt man den Elektromotor mit dem Getriebe 23 in die Langlochbohrung
27 bis die Montageplatte 24 auf der Stirnfläche 7' in der Lamelle 7 flächendeckend
aufliegt. Mittels Senkkopfholzschrauben die man in die Senklöcher 28' der Montageplatte
24 einschiebt, lässt sich dann die Montageplatte 24 mittels entsprechenden Holzschrauben
mit Senkkopf fest montieren, womit die Lage des Elektromotors bzw. des Getriebes 23
drehfest in der Langlochbohrung 27 bestimmt ist. Die Welle 25 ragt durch die Montageplatte
24 durch eine Zentrumsöffnung nach aussen. Auf der Antriebswelle 25 schiebt man dann
ein Rundstück 26 auf und fixiert dieses auf der Welle 25 mittels einer Klemmschraube
31. Das Abtriebritzel 13 wird nun mit Presssitz auf das Rundstück 26 aufgepresst.
Um ein Lockern nach Langzeitbenutzung zu verhindern, versieht man das Rundstück 26
mit einem axial verlaufenden Mitnahmesteg 33 der exakt in einer axial verlaufenden
Mitnahmekerbe 32 passt. Auf diese Weise lässt sich die Montage einfach erledigen,
und falls erforderlich, auch der Elektromotor und das Getriebe 23 einfach auswechseln.
Die das Langloch 27 durchsetzenden Leitungsdrähte, welche mit dem Elektromotor 8 verbunden
sind, sind hier zur Entlastung der Zeichnung weggelassen.
[0028] Neben der hier dargestellten Ausführungsform sind gewisse Varianten selbstverständlich
möglich. Insbesondere wenn es sich beim Lamellenladen um einen Lamellenladen der aus
Aluminiumprofilen besteht kann die Befestigung des Elektromotors 8 zusammen mit dem
Getriebe 23 mittels einem entsprechenden in die Lamellen passenden spritzgusstechnisch
hergestellten Profilstücke eingeschoben sein. Die Montageplatte 24 besitzt dann einen
zur Lamelle hingerichteten, umlaufenden Absatz, der genau in die Lamelle 7 passt.
Die Stirnfläche der Lamelle wird dann durch die Montageplatte selbst gebildet. Die
Montageplatte 24 ist zusätzlich, genau wie bei der Holzlamelle mittels entsprechenden
Schrauben mit dem Kunststoffteil verbunden.
[0029] Während bei herkömmlichen Lamellenladen mit verstellbaren Lamellen und einem Verstellstab
die Lamellen lediglich etwa um 90° verdrehen können, ist es bei der erfindungsgemässen
Lösung sinnvollerweise so, dass die Lamellen 7 sich um praktisch 180° drehen lassen.
Hierdurch lassen sich die Lamellen immer so drehen, dass die direkte Sonneneinstrahlung
vermieden werden kann und gleichzeitig, falls erwünscht, trotzdem eine optimale Raumbeleuchtung
erzielt werden kann.
[0030] Wie bereits eingangs erwähnt kann der Lamellenladen sowohl als Schwenkladen als auch
als Schiebeladen gestaltet sein. Gerade im letzten Fall sind solche Schiebeladen meist
sehr viel grösser gestaltet und so lässt sich entweder mehr als zwei Felder 6 darin
anordnen oder aber ein Teil des Lamellenladens ist vollständig Lamellenfrei und dichtschliessend,
so dass der Laden zur Verdunkelung des Raumes mit dem geschlossenen Bereich vollständig
vor dem Fenster geschoben werden kann.
Bezugszeichenliste:
[0031]
- 1
- Lamellenladen
- 2
- Aussenrahmen
- 3
- Vertikalschenkel
- 4
- Horizontalschenkel
- 5
- Zwischensteg
- 6
- Felder
- 7
- Lamellen
- 7'
- Stirnfläche der Lamelle
- 8
- Elektromotor
- 9
- elektrische Leitung
- 10
- photovoltaisches Element
- 11
- Akku
- 12
- Zahnstange
- 13
- Abtriebritzel
- 14
- Mitnehmerritzel
- 15
- Führungsausnehmung
- 16
- Lagerhülse
- 17
- Lagerachsen
- 18
- Seitenkante des Vertikal- oder Horizontalschenkels
- 19
- Langloch
- 20
- Verteiffungsstel
- 21
- gezahnte Kante des Langloches 19
- 22
- Zähne
- 23
- Getriebe
- 24
- Montageplatte
- 25
- Antriebswelle
- 26
- Rundstück
- 27
- Langlochbohrung durch die Lamelle
- 28
- Bohrung für die Befestigung der Montageplatte 29
- 28'
- Senkloch für Senkkopfschraube
- 29
- Gewindeloch im Getriebegehäuse
- 29'
- Durchgangslöcher in Montageplatte
- 31
- Klemmschraube
- 32
- Mitnahmekerbe
- 33
- Mitnahmesteg
- 30
- Angelkloben
1. Schwenk- oder schiebbarer Lamellenladen (1) für ein Fenster oder eine Türe mit einem
Aussenrahmen (2), der ein oder mehrere Felder (6) mit darin schwenkbar angeordneten
Lamellen (7) umfasst, wobei jeweils alle Lamellen (7) mindestens eines Feldes (6)
miteinander mechanisch gekoppelt und mittels einem Verstellmechanismus synchron bewegbar
sind, dadurch gekennzeichnet dass der Verstellmechanismus pro Feld (6), je einen im Lamellenladen (1) eingesetzten
Elektromotor (8) umfasst.
2. Lamellenladen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass in jedem Feld (6) eine Lamelle (1) mit darin angeordnetem Elektromotor (8) vorhanden
ist.
3. Lamellenladen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass jedem Feld (6) ein im Aussenrahmen (2) angeordneter Elektromotor (8) zugeordnet ist.
4. Lamellenladen nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet dass die Abtriebswelle des Elektromotors (8) ein Abtriebritzel (13) treibt, welches in
eine Zahnstange (12) eingreift, die in einer Führungsausnehmung (15) im Aussenrahmen
(2) längsverschiebbar lagert, während jede nicht direkt angetriebene Lamelle (7) auf
ihrer Schwenkachse ein drehfest angeordnetes Mitnehmerritzel (14) aufweist, dass die
Zahnstange (12) kämmt, wodurch entsprechend der Strecke um die die Zahnstange (12)
verschoben wird eine proportionale synchrone Drehverstellung aller Lamellen (7) eines
Feldes (6) erreicht wird.
5. Lamellenladen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet dass die Zahnstange (12) aus einem Flachstab besteht, in dem mindestens ein Langloch (19)
eingeformt ist, wobei eine Seitenkante (21) des Langloches (19) gezahnt ist, entsprechend
der Zahnung des Abtriebritzels (13) und der Mitnehmerritzel (14).
6. Lamellenladen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet dass die Zahnstange (12) aus einem Flachstab besteht, in dem entsprechend der Anzahl der
schwenkbaren Lamellen (7) hintereinander angeordnete Langlöcher (19) eingeformt sind.
7. Lamellenladen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet dass die Länge der Zahnstange (12) und die Zähnezahl der Ritzel (13, 14) so ausgelegt
sind, dass die Lamellen (7) eine Schwenkung von mindestens annähernd 180° durchführen
können.
8. Lamellenladen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass dieser je ein Feld (6) mit horizontal und ein mit vertikal verlaufenden, schwenkbaren
Lamellen (7) aufweist.
9. Lamellenladen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass dieser (1) mit einem photovoltaischen Element (10) ausgerüstet ist.
10. Lamellenladen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet dass das photovoltaische Element (10) im Bereich des Aussenrahmens (2) oder im Bereich
eines Zwischenstegs (5) zwischen zwei Felder (6) angeordnet ist.
11. Lamellenladen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet dass das photovoltaische Element (10) auf jener Lamelle (7) angebracht ist, in der der
Elektromotor (8) lagert.
12. Lamellenladen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet dass das photovoltaische Element (10) einen Akku (11) speist.
13. Lamellenladen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet dass der Elektromotor (8) mit einer drahtlosen Steuerung fernbedienbar ist.
14. Lamellenladen nach den Ansprüchen 2 und 10, dadurch gekennzeichnet dass die Speisung des Elektromotors (8) in einer Lamelle (7) über eine elektrische Leitung
(9) die vom photovoltaischen Element (10) direkt oder von einem von diesen gespiesenen
Akkus (11) durch eine Lagerhülse (16) zum Motor (18) in der Lamelle (7) geführt ist.
15. Lamellenladen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet dass das photovoltaische Element (10) auf der Lamelle (7) aufgebracht ist, in dem der
Elektromotor (8) angeordnet ist.